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“Gegnervorstellung”: Turn- und Sportverein München von 1860 e.V.

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Choreographie in der Westkurve gegen Osnabrück 25/26

Bevor die dritte Liga am Wochenende wieder startet, blicken wir dieses Mal nicht auf einen der kommenden Gegner, sondern auf unseren Herzensverein aus München. Diese Idee schwirrte schon länger durch die Redaktion und nachdem unter einem der letzten Artikel über die Kontrahenten des TSV ein solcher Artikel angefragt wurde, wird dieses Unterfangen nun in die Tat umgesetzt. Im Folgenden sollen die wichtigsten Informationen rund um den Turn- und Sportverein München von 1860 e.V. zusammengetragen werden, es besteht aber kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Hardcore Fans und Geschichtsnerds unter uns können diesen Artikel wohl eher getrost überspringen, richtet er sich eher an die Löwenfans oder Gäste, welche ihr Basiswissen rund um Münchens große Liebe auf- und ausbauen wollen.

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Nach gutem Saisonstart und einem katastrophalen Durchhänger zum Ende der Ära Patrick Glöckner, stehen die Löwen in der Winterpause gut da. Mit 30 Punkten und Platz 8 ist man in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen und nur vier Punkte von der Relegation entfernt. Die Tordifferenz ist bei 29:29 ausgeglichen und sieht die Löwen sowohl im Offensiv- als auch Defensivbereich im gehobenen Ligadurchschnitt. Nach unten steht man aktuell komfortabel mit neun Punkten Puffer auf die Abstiegsränge da.

Insbesondere daheim präsentiert man sich in dieser Spielzeit sehr stark und ist mit 20 Punkten aus 10 Spielen auf Platz drei im Ligavergleich. Auswärts sieht es dagegen um einiges schlechter aus. Aus neun Spielen konnten nur 10 Punkte geholt worden, was Rang 14 bedeutet. Verkehrte Welt im Vergleich zur letzten Saison, in der die Löwen zu Beginn hauptsächlich in der Fremde punkteten.

Trotz der Niederlage im letzten Spiel vor der Weihnachtspause gegen Verl – der ersten Heimniederlage unter Markus Kauczinski – zeigt die Formkurve steil nach oben. Aus den letzten fünf Pflichtspielen wurden 12 Punkte geholt und wichtige Zähler gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen erzielt. Nach schwankenden Leistungen zu Beginn läuft es nun rund unter dem neuen Trainer, der mit einem Schnitt um die zwei Punkte aufwarten kann. Wenn man diese Statistik halten kann, ist im Rennen um die vorderen Plätze mit den Löwen zu rechnen.

Kader & Transfers

Viel hat sich getan im Sommer bei den Münchner Löwen. Die erhoffte Kontinuität gab es nicht, dafür aber einige Überraschungen. Die letzte war die Doppelentlassung neben dem Platz, als nicht nur Trainer Patrick Glöckner sondern auch Geschäftsführer Dr. Christian Werner gehen musste. Auf dem Rasen gab es 15 Abgänge und 15 Zugänge, von denen außer eventuell Sigurd Haugen niemand Ablöse kostete.

Abgänge

Einnahmen konnte man auch nur für einen Spieler generieren, nämlich für Lukas Reich (18, RV), der für 500.000€ nach Fürth wechselte. Außerdem verließen die Löwen Julian Guttau (25, OM) in Richtung Aue und Urgestein Marco Hiller (28, TW) gen Eupen in die zweite belgische Liga. Daneben wurde eine ganze Reihe junger Spieler abgegeben, denen man den Durchbruch nicht mehr zutraute. Tim Kloss (21, IV) zählt nun bei der Kölner Viktoria zum Stammpersonal, Raphael Ott (19, OM) tut sich an gleicher Adresse ungleich schwerer. Erion Avdija (21) ist in der Vorstadt unter Sven Bender Stammtorhüter, während Moritz Bangerter (21, ZM) nach seiner Verletzung in Burghausen bei Lars Bender in der erweiterten Stammelf Fuß fassen konnte.

Zugänge

Auf dem Papier wurden die Abgänge mehr als adäquat ersetzt. Den Reigen der Neuverpflichtungen eröffnete mit Rückkehrer Kevin Volland (33, OM) von Union Berlin ein richtiger Kracher. Darauf folgte mit Florian Niederlechner (35, MS) von der Hertha ein weiterer Rückkehrer. Mit Thomas Dähne (32) ersetzte ein bundesligaerfahrener Bayer von Holstein Kiel den Publikumsliebling Hiller. Im Sturm holte man aus Rostock über Aarhus aus Dänemark den norwegischen Stürmer Sigurd Haugen (28), der seine Qualität mit bereits sieben Toren unter Beweis stellte.

Außerdem wurden aus der U19 fünf weitere Spieler hochgezogen, von denen sich mit Clemens Lippmann (19, AV) bereits ein Youngster in der Startelf festsetzen konnte. Daneben finden sich im breiten, aber vom Verletzungspech gebeutelten Kader noch Leistungsträger wie Sean Dulic (20, IV), der etatmäßige Kapitän Jesper Verlast (29, IV) oder Mittelstürmer Patrick Hobsch (31, MS), der den Verein im Sommer fast verlassen hätte.

Vereinsgeschichte

Auch die Geschichte der Münchner Löwen beginnt turbulent, muss der Verein doch zweimal gegründet werden. Die Erstgründung erfolgte am 15. Juli 1848 in der Buttler’schen Brauerei zum bayerischen Löwen, als man den Münchner Turnverein (MTV) aus der Taufe hob. Im Zuge der Niederschlagung der März-Revolution wurden aber viele Turnvereine wieder verboten, so auch der MTV am 06. Juli 1850.

Am 17. Mai 1860 wagte man dann die Neugründung. Um das noch bestehende Verbot zu umgehen, nannte man sich zuerst Verein zur körperlichen Ausbildung. Ab 1862 kehrte man wieder zum ursprünglichen Namen zurück, der dann 1866 in Turnverein München geändert wurde. Der Klub wuchs beständig und war 1900 mit über 1700 Mitgliedern der größte Turnverein Münchens. Aus den meist bürgerlichen Mitgliedern entstanden mit der Zeit andere Sparten (u.a. Sängerkreis, Hauskapelle, Schwimmen, und Fechten). Turnen blieb aber bis zur Gründung der Spielriege (in Anlehnung an die Riegen beim Turnen) im Jahre 1899 die einzige Abteilung.

Der erste Turnplatz befand sich an der Müllerstraße in der Isarvorstadt, ehe man eine Halle inklusive Schwimmbad in der Jahnstraße unterhielt. Diese Halle musste dem Straßenbau weichen, weshalb man 1890 ein eigenes Gelände an der Auenstraße bezog. In der 1899 gegründeten Spielriege wurde zu Beginn nicht nur Fußball gespielt, dieser nahm aber bald die Hauptrolle ein.

Ab 1900

Ihr erstes Spiel trugen die Fußballer, welche bald rechts der Isar beim Schyrenbad trainierten, am 7. Juli 1902 gegen den 1. Münchner FC von 1896 aus und verloren 2:4. Neben der Aufnahme vieler weiterer Sportarten in den Verein, erfolgte im Jahre 1911 eine der prägendsten Veränderungen. Der Löwe löste das Turnerkreuz als Wappen ab und ist bis heute geblieben. Im gleichen Jahr zog man an den heutigen Standort des GWS, nachdem man zuvor noch auf einer Wiese am Alpenplatz gekickt hatte.

Auch in dieser Zeit sah man sich im Gegensatz zu heute noch als bürgerlicher Musterverein, der die besser gestellten der Gesellschaft vereinte. Viele Vereinsmitglieder wurden im ersten Weltkrieg zum Militär eingezogen, sodass das Vereinsleben bis Kriegsende heruntergefahren wurde und erst 1919 wieder vollumfänglich aufgenommen wurde.

Nach dem Krieg wuchsen die Mitgliederzahlen kontinuierlich weiter und im Jahre 1919 fanden schließlich auch die anderen Sportarten im Vereinsnamen Erwähnung. Von nun an firmierte man als Turn- und Sportverein München von 1860. Im Zuge der “reinlichen Scheidung” von Turnerbewegung und anderen Sportlern wurde der Klub in zwei Teile getrennt, welche durch einen gemeinsamen Verwaltungsrat verbunden waren: den SV München von 1860 und den Turnverein München von 1860.

In der Weimarer Republik konnte man in vielen Sportarten wie Leichtathletik, Turnen und Stemmen große Erfolge verbuchen. Auch die Fußballer verbuchten in diesen Jahren zum ersten Mal überregionale Erfolge und erreichten zwischen 1927 und ’33 zweimal das Semi- und einmal das Finale um die deutsche Meisterschaft. Im Zuge der sich zuspitzenden wirtschaftlichen Lage kamen Verein und Mitglieder vor Beginn der Nazizeit das erste Mal in finanzielle Nöte.

NS-Zeit und 2. Weltkrieg

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde der Turnverein gleichgeschaltet: NS-nahe Funktionäre übernahmen die Spitzenämter, das Führerprinzip wurde eingeführt und 1934 der Turn- und Sportverein München von 1860 wieder gegründet. Mit der Einheitssatzung von 1935 wurde auch der “Arierparagraph” umgesetzt und jüdische Mitglieder ausgeschlossen. Der Verein stand bis 1945 unter der Leitung von NSDAP- und SA-Funktionären. 1937 rettete die Stadt durch den Kauf des Stadions den Verein vor dem finanziellen Ruin.

Sportlich erzielte der Verein bis 1939 große Erfolge in Leichtathletik, Gewichtheben und Turnen, darunter olympisches Gold 1936. Während des Krieges kam der Sportbetrieb weitgehend zum Erliegen, einzig der Fußball lief weiter und die Löwen gewannen 1942 den Tschammer-Pokal. Luftangriffe zerstörten ab 1943 Stadion und Vereinsanlagen, bei Kriegsende 1945 lagen diese weitgehend in Trümmern.

Nach dem Krieg

Nach Kriegsende wurde das Grünwalder Stadion rasch notdürftig instandgesetzt, sodass bereits 1945 wieder Ligaspiele stattfanden. Ein Zuschauerrekord von über 58.000 Besuchern wurde 1948 gegen Nürnberg erreicht. Parallel baute der Verein mit Mitgliederspenden das Vereinsheim an der Auenstraße wieder auf.

Prägende Figur der Nachkriegszeit war Präsident Adalbert Wetzel, der den Verein auch finanziell stark unterstützte. Sportlich dominierten vor allem Leichtathleten, Turner und Faustballer mit zahlreichen deutschen Meisterschaften sowie internationalen Erfolgen. Die Fußballer taten sich schwer und stiegen mehrfach ab, stabilisierten sich aber Ende der 1950er Jahre. Neue Abteilungen wie die Kegelabteilung entstanden und 1960 feierte der Verein sein 100-jähriges Bestehen u.a. mit einem Spiel gegen den FC Santos um Pelé.

Die goldenen Jahre der Ballsportarten

Die 1960er Jahre waren die erfolgreichste Phase der Fußballer des TSV 1860. Mit Trainer Max Merkel gelang 1963 der Bundesligaaufstieg und 1964 der DFB-Pokalsieg. 1965 erreichte man das Finale im Europapokal der Pokalsieger und 1966 die Deutsche Meisterschaft. Danach folgte ein sportlicher Niedergang bis zum Abstieg 1970. In den 1970er Jahren pendelte der Verein zwischen erster und zweiter Liga. 1982 entzog der DFB wegen finanzieller Probleme in der 2. Liga die Profilizenz, was den Absturz in die drittklassige Bayernliga bedeutete.

Parallel war der TSV 1860 auch in anderen Sportarten erfolgreich: Basketball und Volleyball gehörten zu den Gründungsmitgliedern ihrer Bundesligen, wobei vor allem die Volleyballer zahlreiche Meisterschaften und Pokalsiege feierten. Zudem entstanden neue Abteilungen wie Tanzsport, Karate, Tennis und Wassersport. Überschattet wurden diese sportlichen Entwicklungen jedoch von anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten.

Ab den 80ern und die Ära Wildmoser

Nach dem Lizenzentzug 1982 war der TSV 1860 erstmals drittklassig und kämpfte jahrelang mit finanziellen sowie personellen Umbrüchen. Erst unter Karl-Heinz Wildmoser und Trainer Werner Lorant gelang ab 1992 der sportliche Neuanfang mit dem historischen Durchmarsch von der Bayernliga in die Bundesliga. Dort hielten sich die Löwen von 1994 bis 2004, mit dem Höhepunkt 1999/2000 (4. Platz, Derbysiege gegen Bayern) und stark wachsender Mitgliederzahl.

Die Ära Wildmoser war sportlich erfolgreich, aber wirtschaftlich und strukturell umstritten, was die Fanszene bis heute spaltet. Entscheidungen wie der Umzug ins Olympiastadion, der Bau der Allianz Arena und die Ausgliederung des Profifußballs prägten den Verein nachhaltig. 2004 führten Bestechungsvorwürfe zum Rücktritt Wildmosers, kurz darauf folgte der erneute Bundesligaabstieg. Parallel feierten andere Abteilungen Erfolge, insbesondere im Skisport mit Olympiagold und WM-Titel, sowie ein Wiederaufleben des Boxsports.

In die Arena und zurück

Nach dem Ende der Ära Wildmoser und dem Bundesliga-Abstieg geriet der TSV 1860 München (im Fußball) in sportlich und wirtschaftlich schwierige Zeiten. Der Umzug in die Allianz Arena verschärfte die Finanzprobleme, da die Hoffnungen auf die Rückkehr in die Bundesliga nicht erfüllt wurden.

2011 stieg dann Hasan Ismaik ein – ein Kapitel, das gesondert behandelt werden muss (z.B. in der Doku Rise & Fall des BR). 2017 folgte über die Relegation der Abstieg in die 3. Liga und wegen finanzieller Probleme sogar der Zwangsabstieg in die Regionalliga. 2018 gelang der direkte Wiederaufstieg und man ist bis heute in Liga 3 verblieben. Positiv hervorzuheben ist die starke Nachwuchsarbeit sowie der Aufbau einer Frauenfußball-Sparte.

Abseits des Fußballs feierte der Verein große Erfolge, etwa im Ski Alpin mit Linus Straßer, im Rollsport mit den Munich Rolling Rebels, im Boxen und im Behindertensport. Zudem wurden zahlreiche neue Abteilungen gegründet u.a. Vereinsgeschichte und jüngst Radsport. Im letzten Jahr bestimmte die Posse um den geplatzten Verkauf der Anteile von Hasan Ismaik die Geschichte eines Vereins, dem eine von vielen schwierigen Aufgaben geprägte Zukunft bevorsteht!

Verein

Der TSV München von 1860 e.V. vereint über 27.000 Mitglieder unter den Farben grün und gold – weiß und blau sind “nur” die Farben der Fußballabteilung. Eine Aufzählung der über 50 Sportarten und Angebote erspare ich euch hier, die neusten Zugänge sind die Rugbysparte innerhalb der Fußballabteilung und die mittlerweile zur Abteilung gewachsenen Radsportler.

Geführt wird der Verein von einem Präsidium, das aktuell einen Präsidenten und drei Vizepräsidenten umfasst. Als Kontrollgremium fungiert der Verwaltungsrat, der normalerweise neun Mitglieder umfasst. Die Profifußballer sind in die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. An der KGaA ist Investor Hasan Ismaik über seine Holding mit 60% beteiligt.

Die Geschäftsführungs-GmbH, welche die Leitung der Geschäfte der KGaA inne hat, ist zu 100% in Besitz des Vereins. Hierüber wird auch die 50+1 Regel eingehalten. Ein wichtiges Gremium ist außerdem der Aufsichtsrat der KGaA, welcher aus sechs Mitgliedern besteht und über das Budget des Profibetriebs entscheidet. Den Vorsitz, der in Patt-Situationen ein doppeltes Stimmrecht besitzt, hat immer eine von Seiten des Investors im Gremium installierte Person inne.

Fanszene

Geschichte

Die Fanszene der Münchner Löwen ist traditionell in der Westkurve des Grünwalder Stadions beheimatet. In den Ausweichquartieren platzierte man sich im Norden der jeweiligen Sportstätten. Die Geschichte des ultranahen Supports beginnt mit der Gründung der Chaoten im Jahre 1996, also Mitte der 90er Jahre in der Nordkurve des Olympiastadions. Ihre Zaunfahne ist seit der Rückkehr ins Grünwalder wieder recht regelmäßig bei Spielen des TSV zu sehen ist, bei Heimspielen meistens oben an der Stehhalle, Block L. Das Zepter übernahm nach der Jahrtausendwende die 2001, u.a. aus ehemaligen Mitgliedern der Chaoten, gegründete Cosa Nostra (CN), welche in der Folge zur Hauptgruppe avancierte. 2008 kamen dann noch die Giasinga Buam (GB) hinzu, die sich als zweite Kraft etablierten.

Nach dem Einstieg Hassan Ismaiks boykottierte die CN erstmal den Support in der Arena und saß daraufhin im Mittelrang: “Es ist mit unserem Verständnis von Fußball und Fandasein schlicht und einfach nicht vereinbar, dieses Konstrukt mit Stimmung und choreographischen Elementen zu bedienen”. Die Führungsrolle ging hierdurch erstmal an die GB über. Die Cosa Nostra beendete Ende 2014 ihren Boykott und man stand wieder gemeinsam in der Nordkurve.

Ein bewegtes letztes Jahrzehnt

Im Juni 2016 entschied die CN aus der Gesamtsituation im Verein Konsequenzen zu ziehen und gab ihre Auflösung bekannt. Als die Buam die Kurve nun wirklich “allein” in die Zukunft führen sollten, passierte die Katastrophe. Ihre Zaunfahne wurde nach einem Testspiel von Mitgliedern der Fanszene aus der Seitenstraße entwendet, was die Auflösung der Giasinga Buam zur Folge hatte. Übrig blieb eine Fanszene mit vielen kleinen Gruppen, wie sie heute auch noch existiert. Ab 2017 versuchte man als Dachverband aller aktiven Gruppen Münchner Löwen (ML) die Arbeit in der Kurve weiterzuführen, doch wie so oft bei Sechzig scheiterte dies nach einigen Jahren an internen Unstimmigkeiten.

Nach dem Ende der ML zu Saisonende 22/23 flaggten alle Gruppen zwischenzeitlich wieder individuell an (plus einer alten Sechzig München-Zaunfahne aus CN-Zeiten), bis zur Saison 24/25 ein großes Westkurve 1860 München Banner enthüllt wurde, hinter dem sich die aktive Fanszene bei Heim- und Auswärtsspielen präsentiert. Bei Heimspielen werden im Block noch die Gruppenfahnen angebracht, während diese bei Auswärtsspielen nicht mehr präsent sind (nur Jugend-Überhänger). Außerdem ist in der Fremde allgemein hauptsächlich vereinsbezogenes Tifomaterial im Einsatz.

Aktive Fanszene

Die aktive Fanszene steht bei Heimspielen in den Blöcken G und H. In Block G stehen die Gruppen Panzerknacker (PK), Münchner Freiheit (MF), Boazn Sport (BSP), Drunkarts (DKS) und Freitag. In Block H sind aktuell die Blue Blood Fanatics (BBF) und Comitiva 90 (CTA) beheimatet. Bis zur letzten Saison standen dort auch noch Sechzig im Allgäu (SiA), deren Fahnen aber mittlerweile nicht mehr zu sehen sind. Eine Führungsrolle innerhalb der Szene nehmen augenscheinlich, neben Einzelpersonen, die Gruppen PK und BBF ein, die bei Heim- und Auswärtsspielen den Großteil der Vorsänger stellen. Als gruppenübergreifende Jugendgruppe fungiert Münchens Jugend mit dem blauen Pumuckl als Symbol.

Mit dem Mein Verein für alle Zeit Kollektiv gibt es auch einen Förderkreis, bei dem Mitglieder mit einem Jahresbeitrag die Kurvenarbeit unterstützen können. Außerdem können Mitglieder an vom Kollektiv organisierten Auswärtsfahrten teilnehmen und erhalten Zugang zu exklusiven Merch-Artikeln. Anmeldungen hierzu können beim Fantreff vorgenommen werden, den die Westkurve gemeinsam mit dem Fanprojekt an Spieltagen vor Anpfiff am Candidplatz veranstalten. Karitatives Engagement gibt es auch immer wieder, meist situativ bedingt, mit dem Adventskalenderverkauf vor Weihnachten hat sich aber mittlerweile auch eine traditionelle Aktion etabliert.

Als öffentliches Organ der Szene fungiert das Stadionheft Da Brunnenmiller (Kofferwort aus Brunnenmeier und Miller), das von einer Redaktion bestehend aus aktiven und ehemaligen Szenemitgliedern sowie szenenahen Fans produziert wird und zu jedem Heimspiel erscheint. In seinem Umfang und der Druckqualität sucht er als Spieltagspublikation in Deutschland seines gleichen. Abseits davon gibt es aber (leider) keine Fanzines bzw. Jahresrückblicke der Gruppen, wie man es aus vielen anderen Fanszenen kennt. Kurvenfotos und weitere Infos gibt es außerdem auf der alten Website der ML: muenchnerloewen.de.

Freund…

Freundschaften gibt es in der Fangemeinde auf verschiedenen Ebenen. Die große Freundschaft außerhalb der Ultraszene ist die zu den Fans des 1. FC Kaiserslautern, insbesondere bei Auswärtsspielen im Westen sind immer viele Lauterer mit Trikots oder Schals im Gästeblock vertreten. Früher wurde diese Verbindung auch ganz offiziell auf Ultraebene gelebt, die Giasinga Buam waren mit der Generation Luzifer, einer der führenden Gruppen am Betzenberg, befreundet. Diese Verbindung wird heute noch von der CTA aufrechterhalten, jedoch nicht mehr so offen im Stadion gelebt.

Die einzige “offiziell” mit Gäste-Überhänger gelebte Freundschaft ist die zu den Ingrifati vom AC Perugia (aktuell Serie C). Diese entstand ab Mitte der 2000er aus Einzelkontakten reisefreudiger Löwenfans, wurde auf Ultraebene dann von Münchner Freiheit übernommen und wird heute hauptsächlich von MF und PK aufrechterhalten.

Seit der Zeit der Cosa Nostra gibt es freundschaftliche Kontakte zur Banda di Amici (BDA) nach Nürnberg, heute werden diese von den Panzerknackern, aber auch Jugend, BSP, DKS und Freitag weitergetragen. Besonders eng ist außerdem die etwas jüngere Freundschaft zwischen BBF und der Kaos Bagage Nürnberg (KBN). Weiters existieren noch Einzelkontakte zu Rapid Wien, hier stehen die PK mit den Green Lions in positiver Verbindung. Viele Szene(nahe)-Personen verstehen sich außerdem gut mit der Sektion Auswärtsfahrt (SAF) und haben lose Kontakte in den Rest des Block West.

Die Hooligantruppe der Löwen unterhält eine langfristige Verbindung zu Gleichgesinnten um den Verein Metalist Charkiw aus der Ukraine, aber auch Beziehungen zu den Hooligans von Aachen und Bielefeld. Sonst gibt es noch lose Kontakte von CTA und DKS zu den Castaways (CA) vom HSV und aus CN-Zeiten sind einzelne Verbindungen nach Neapel übriggeblieben.

…und Feind

Feindschaften gibt es natürlich zum roten Stadtrivalen und all seinen Freunden, wobei hier insbesondere Bochum, Carl-Zeiss Jena, aber auch St. Pauli zu nennen sind. Sonst beruht die Abneigung zum Waldhof aus Mannheim auf Gegenseitigkeit, die Freundschaft zum FCK ist da natürlich nicht förderlich. Die sonstigen (süd-)bayerischen Lokalrivalen (FCA, FCI, Haching, Jahn, Wacker) werden nicht wirklich ernstgenommen.

Fanclubs und Initiativen

Des Weiteren existieren in der “erweiterten Fanszene” einige Faninitiativen wie die Löwenfans gegen Rechts (LfgR), Pro1860 (Pro), Freunde des Sechzgerstadions (FdS) oder Sechzig im Sechzger (SiS). Überdurchschnittlich viele Anhänger sind auch in klassischen Fanclubs organisiert, von denen beim Verein weit über 200 registriert sind. Der erste noch aktive Fanclub, der 1. TSV 1860 Fanclub Frauenbiburg e.V., wurde 1965 gegründet.

Diese tragen auch maßgeblich zur kreativen Stickerkultur bei Sechzig München bei, die in ihrer Vielfalt im In- und Ausland ihresgleichen sucht. Wo in anderen Kurven die Ultraszene quasi ein Monopol auf die Aufkleberproduktion hat, produzieren bei den Löwen auch sehr viele Fanklubs und Einzelpersonen Sticker, die oft selbstironische und lustige Motive tragen. Besonders tun sich hier Fanclubs wie die Sexikaner, die Cabrio Löwen oder Sektion Besen hervor.

Stadion

Die Löwen spielen aktuell wieder in ihrer traditionellen Heimat am Giesinger Berg, zwischen Grünwalder Straße und Candidplatz. Das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße, im Volksmund auch Sechzgerstadion genannt, war aber nicht immer in Händen der Kommune.

Im Jahre 1911 wurde das Gelände von 1860-Vizepräsident Wilhelm Hilber gepachtet und eine Holztribüne aufgestellt. Getauft wird der Sportplatz auf den Namen TV 1860-Stadion. Der spätere Präsident Heinrich Zisch soll hier auch schon maßgeblich beteiligt gewesen sein. 1922 erwirbt der Verein das Grundstück für 700.000 Reichsmark und nimmt in der Folge Neubauten der Tribünen vor. So entstehen eine kleinere Haupttribüne und die erste Stehhalle für 25.000 Besucher. Das größte Stadion Süddeutschlands hatte damit eine Kapazität von ca. 35.000 Plätzen.

1927 wird das Stadion nach dem früheren 1860-Präsidenten Heinrich Zisch (seit 1924 Vorsitzender des SV 1860, ab 1929 parallel dazu auch des TV 1860) benannt, an den heute der Weg vom Ende der Wirtstraße über die Stadionbrücke bis zur Ecke Harlachinger/Volckmerstr. hinter der Westkurve erinnert.

Zehn Jahre später sind die Löwen das erste Mal in großer Geldnot und müssen das Stadion für 357.560 Reichsmark an die Stadt München verkaufen. Daraufhin erfolgten eine Generalsanierung und eine Umbenennung in Städtischer Sportplatz an der Grünwalder Straße. 1941 wird das Stadion in Hanns-Braun-Kampfbahn umbenannt und während des Krieges von zwei Fliegerangriffen getroffen.

Nach dem 2. Weltkrieg

Nach Kriegsende wird der Spielbetrieb 1945 wieder aufgenommen und das Stadion erhält seinen heutigen Namen. Der Wiederaufbau dauert aber weiterhin an und wird erst 1951 fertiggestellt. Nachdem die beiden Längstribünen nach ihren alten Vorbildern aus 1925 wiedererrichtet waren, wurden bis 1959 die beiden Kurven gebaut und eine Fluchtlichtanlage errichtet.

Nach mehreren gröberen Schäden an den Tribünen wird die Stelle 1978/79 abgerissen und die heute noch bestehende Sitzplatztribüne errichtet. Ab Beginn der 1990er Jahre wurden dann die Gitterzäune in der Westkurve eingezogen und das Stadion sonst sich selbst überlassen. Nach großem Protest der Löwenfans bekannte sich die Stadt 2009 zum Erhalt der Sportstätte und es folgte 2012/13 die Modernisierung der Haupttribüne. Außerdem wurde die Ostkurve abgerissen und durch die heutigen Gästebereiche P/Q, sowie den Polizeiturm am Eck zur Stehhalle ersetzt. Bis 2012 war im GWS übrigens baurechtlich noch eine Kapazität von 30 100 Zusehenden genehmigt.

In Folge einer Teilsperrung der Westkurve (J+F) waren im Anschluss nur noch 10.000, später dann 12.500 Zuseher*innen zugelassen. Im Zuge des Abstiegs wurde dann der Bedarf nach mehr Platz drängend. Zur Rückkehr in die dritte Liga wurde nach Sanierungsarbeiten wieder die gesamte Westkurve freigegeben und von der Stadt München eine Kapazität von 15 000 festgelegt. Der Großteil sind weiterhin Stehplätze unter freiem Himmel.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Das GWS ist das älteste Stadion in München.
  • Im 19. Jhdt. unterhielt der TSV eine eigene Freiwillige Feuerwehr.
  • Als erster Verein Münchens bot man ab 1888 das Turnen auch für Frauen ab 16 an, Mädchenturnen sogar ab 1862.
  • Die Schlagballmannschaft holte von 1923 bis 1929 siebenmal in Folge den deutschen Meistertitel.
  • 1860-Leichtathletin Zenta Gastl lief 1956 einen Weltrekord über 80 Meter Hürden.

12.01.2017: TSV 1860 gewinnt Testspiel im Trainingslager in Portugal

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Jan Mauersberger Löwen Radio TSV 1860

“We go to the top.” An dieser legendären Aussage wollte sich Vítor Pereira messen lassen, als er im Januar 2017 die Position des Cheftrainers bei den Löwen übernahm. Um sich ideal auf die Rückrunde, den Sturm an die Spitze und mittelfristig auf die Augenhöhe mit Barcelona vorzubereiten, reiste der TSV 1860 ins Trainingslager nach Portugal. Bekanntermaßen kam alles ganz anders…

Der TSV 1860 in Portugal

In der portugiesischen Heimat des neuen Übungsleiters waren die Voraussetzungen für die Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben indes ideal. Gleich vier Testspiele wurden neben den Trainingseinheiten vereinbart, das erste davon heute vor neun Jahren.

Erster Gegner des TSV 1860 war die B-Mannschaft des Sporting Clube de Portugal, in Deutschland als Sporting Lissabon bekannt. Vor rund 100 Zuschauern im One Tróia José Mourinho Training Centre zeigten sich die Löwen von einer bissigen Seite und ließen dem jungen Team der Portugiesen wenig Chancen. Abwehrspieler Jan Mauersberger, später noch bei Sechzig in der Marketingabteilung und als Kommentator im Löwen-Radio tätig (siehe Titelbild mit Gilbert Kalb), eröffnete in der 26. Minute den Torreigen.

Nach der Pause legte Routinier Ivica Olic per Elfmeter nach (60.), ehe Romuald Lacazette kurz vor dem Ende für den Endstand sorgte.

Ungeschlagen im Trainingslager

Die Ergebnisse der weiteren Testspiele während des Trainingslagers:

Real Sport Clube – TSV 1860 0:3 (Rodnei, Liendl, Matmour)
Vitória Setubal – TSV 1860 0:0
CD Cova da Piedade – TSV 1860 0:1 (Mugosa)

Die Rückrunde verlief dann nicht ganz so reibungslos, am Ende stand der sportliche Abstieg nach der Niederlage in der Relegation gegen Jahn Regensburg. Dem FC Barcelona hat man sich nur finanziell angenähert…

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Vítor Pereira setzte beim Testspiel des TSV 1860 gegen den Sporting Clube de Portugal B auf folgende Elf.

Ortega – Boenisch (63. Degenek), Uduokhai, Mauersberger, Stojkovic – Neuhaus, Lacazette, Busch, Claasen – Olic (63. Mugosa), Aycicek

Tore:
1:0 Mauersberger (26.), 2:0 Olic (60., Elfmeter), 3:0 Lacazette (84.)

Sechzig um Sieben: Gelungene Generalprobe gegen Winterthur

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Der TSV 1860 München ist zurück in Deutschland und bereitet sich auf den Rückrundenauftrakt gegen Rot-Weiss Essen vor. Die Generalprobe gegen Winterthur in Belek gelang dem Team von Markus Kauczinski schon einmal. Zum Start in eine neue Woche gibt es einen Überblick aller Themen rund um den TSV 1860 München.

4:1 gegen Winterthur: Löwen siegen bei Generalprobe

Einen erfolgreichen Abschluss des Trainingslagers im türkischen Belek feierte der TSV 1860 München mit einem Sieg beim einzigen Testspiel. Philipp, Hobsch, Volland und Wolfram trafen bei der Generalprobe gegen den Schweizer Erstligisten FC Winterthur. 200 Zuschauer verfolgten die Partie vor Ort – darunter auch Löwen-Fan Deniz, der in einem Hopping-Bericht vom Spiel berichtet.

Eindrücke von vor Ort gibt es außerdem in der zugehörigen Fotogalerie.

Auch Dulic fällt gegen Essen aus

Die Partie hatte allerdings auch einen Wermutstropfen: nach einer Muskelverletzung wird Sean Dulic aller Voraussicht nach am Samstag gegen Rot-Weiss Essen nicht auf dem Platz stehen. Markus Kauczinski steht damit vor einer spannenden Aufgabe, denn der Verteidiger ist bei weitem nicht der einzige Ausfall. Nicht dabei sind außerdem Jesper Verlaat, Thore Jacobsen, Max Christiansen, Sigurd Haugen und Tunay Deniz. Ein Fragezeichen ist außerdem hinter dem Einsatz von Florian Niederlechner, Manuel Pfeifer und Maxi Wolfram.

Mehr Wahlbeteiligung – wie realistisch ist der Wunsch von Martin Gräfer?

Aussagen von Martin Gräfer (die Bayerische) gegenüber dem Merkur hatten zuletzt für Diskussionen unter den Löwenfans gesorgt. Gräfer wünscht sich dabei die Einführung von Hybridversammlungen, um mehr Wahlbeteiligung zu erreichen. “Bis zu 40%” könne er sich mit diesem Mittel vorstellen. Doch wie realistisch sind diese Zahlen? sechzger.de hat einen Blick auf die anderen Vereine im deutschen Profifußball geworfen und viele Zahlen zusammengetragen.

Zweiter sechzger.de Live-Talk

Am Samstag wurde im Bamboleo der zweite sechzger.de Live-Talk aufgenommen. Wie bei der Premiere fanden sich Peter, Christian, Thomas und Jan auf dem Podium ein, gemeinsam sprachen sie über den TSV 1860 München. Ergänzt wurde die Runde von zwei externen Gästen. Ab heute abend ist die neue Folge bei Youtube, Spotify und Co. abrufbar.

Straßer scheidet in Adelboden aus

Es soll bislang einfach nicht laufen für Linus Straßer im Olympia-Winter. Auch in Adelboden gestern konnte der Ski-Löwe kein gutes Ergebnis einfahren. Im Gegenteil: nach einem Fahrfehler im zweiten Durchgang schied er aus. Das Rennen gewann Paco Rassat aus Frankreich.

News aus der 3.Liga

Transfer-Streit bezüglich Okpala beendet

Das Hin und Her um Kennedy Okpala ist beendet, der Transfer zum SC Paderborn in die 2.Bundesliga ist nun von beiden Seiten offiziell bestätigt worden. Medienberichten zufolge erhält Waldhof Mannheim trotz des ursprünglich eingelegten Vetos die vertraglich festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 550.000€. Einiges deutet derzeit darauf hin, dass die Barackler im Falle einer Gerichtsverhandlung leer ausgegangen wären. Um eine zeitnahe Spielberechtigung für den Neuzugang zu erhalten, hatte Paderborn allerdings mit einem Ultimatum angeboten, die Transfersumme zu bezahlen.

Neue Präsidentin in Saarbrücken

Als erste Frau in der Geschichte des 1.FC Saarbrücken wurde am Freitagmorgen Barbara Haupenthal zur Präsidentin gewählt. Bei der Mitgliederversammlung, die aufgrund einiger wegweisender Entscheidungen mit Spannung erwartet worden war, folgten die Mitglieder der Empfehlung der Fan-Initiative “Zukunft Blau-Schwarz“. Kritik gab es an der Dauer der Veranstaltung: erst gegen halb 6 Uhr morgens war ein Ende in Sicht. Viele Mitglieder hatten sich da bereits auf den Heimweg gemacht.

Straßer in Adelboden ausgeschieden

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Linus Straßer kehrte auch beim traditionsreichen Slalom auf dem Chuenisbärgli von Adelboden nicht zurück in die Erfolgsspur. Nach einem durchwachsenen ersten Durchgang schied Straßer im zweiten aus.

Straßer mit Rückstand im ersten Durchgang von Adelboden

Nachdem Straßer zuletzt beim Slalom in Madonna di Campiglio zumindest ein respektabler Durchgang gelang, fuhr er in Adelboden im ersten Lauf leider erneut hinterher. Dabei hatte es im oberen Teil gut angefangen, als er mit 0,10 Sekunden Vorsprung auf den Halbzeitführenden Henrik Kristoffersen aus Norwegen gemessen wurde. Doch ab diesem Zeitpunkt verlor Straßer sukzessive Zeit auf die Spitzenfahrer. Besonders im brutal steilen Zielhang konnte Straßer nicht mit den Besten mithalten. Im Ziel summierte sich sein Rückstand auf Kristoffersen auf 1,34 Sekunden. Mit diesem Rückstand ging Straßer als 16. in den zweiten Durchgang.

Fahrfehler im oberen Teil

Der zweite Durchgang war etwas direkter gesteckt als der erste und bot den Fahrern gute Möglichkeiten zur Attacke. Auch Straßer wollte das nutzen und gab im oberen Teil ordentlich Gas. An der ersten Zwischenzeit lag Straßer sogar vorne. Doch kurz nach der Zwischenzeit unterlief ihm ein Fahrfehler. Er wurde durch eine Welle ausgehoben und verpasste das nächste Tor. Damit läuft der Skilöwe weniger als einen Monat vor den olympischen Spielen weiter seiner Form hinterher.

Paco Rassat gewinnt

Das Rennen konnte der Franzose Paco Rassat für sich entscheiden. Es gelang ihm, die beiden vor ihm liegenden Norweger Lie McGrath (0,18 Sekunden) und Kristoffersen (+0,20 Sekunden) noch abzufangen. Damit ist Rassat der erste Slalom-Fahrer, der in dieser Saison zwei Saisonsiege auf dem Konto hat.

Dorigo in Zauchensee hintendran

Skilöwin Fabiana Dorigo war am Wochenende bei den Damen beim Weltcup in Zauchensee am Start. Am Samstag wurde sie in der Abfahrt beim Sieg der Altmeisterin Lyndsey Vonn 48. mit 2,72 Sekunden Rückstand. Der für heute angesetzte SuperG wurde wegen zu starkem Schneefall abgesagt. Weiter geht’s für Dorigo kommendes Wochenende in Tarvisio, während Straßer bei den Lauberhornrennen in Wengen im Einsatz sein wird.

“Wahlbeteiligung von bis zu 40%”: Ist Gräfers Wunsch realistisch?

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Mitgliederversammlung MV 2024 - Spielbetriebs-GmbH

Vor kurzem hat sich Martin Gräfer von Hauptsponsor die Bayerische gegenüber dem Merkur geäußert. Er erhofft sich durch eine mögliche hybride Mitgliederversammlung beim TSV München von 1860 e.V. “eine Wahlbeteiligung von bis zu 40 Prozent“. Doch ist diese Vorstellung realistisch? sechzger.de gibt einen Überblick der Beteiligungen bei den anderen, deutschen Fußball-Profivereinen und an welchen Standorten überall Hybridversammlungen angeboten werden.

Seit 2023 hybride Mitgliederversammlungen möglich

Beim TSV München von 1860 e.V. finden die Mitgliederversammlungen für gewöhnlich Anfang Juli in Präsenz statt. In den letzten Jahren wurden die Veranstaltungen im Zenith im Münchner Norden durchgeführt, so auch im Juli 2025. Immer wieder werden angesichts der prozentual geringen Teilnahme (zuletzt knapp 600 Anwesende bei 27.000 Mitgliedern) Stimmen laut, die eine hybride Mitgliederversammlung fordern, um eine höhere Wahlbeteiligung zu erreichen. Mehr Teilhabe solle damit möglich sein, was zuletzt auch Martin Gräfer von Hauptsponsor die Bayerische gegenüber dem Merkur unterstrich.

Mit einer Hybridversammlung glaube ich an eine Wahlbeteiligung von bis zu
40 Prozent.

Grundsätzlich ist es so, dass bis Anfang 2023 Vereine ihre Mitgliederversammlungen verpflichtend in Präsenz durchführen mussten, sofern die Satzung nichts Anderweitiges vorsah oder die Mitglieder einer Hybridversammlung zustimmten. Im Februar 2023 beschloss der Deutsche Bundestag einen Gesetzesentwurf, wonach es Vereinen künftig grundsätzlich möglich ist eine hybride Mitgliederversammlung durchzuführen. Bei den Löwen führte das auf der Mitgliederversammlung im Juli 2023 zu einem satzungsändernden Antrag, der mit großer Mehrheit angenommen wurde. Seitdem schreibt die Satzung des TSV München von 1860 e.V. vor, dass die Mitgliederversammlungen zwingend in Präsenz zu erfolgen haben. Eine Hybridversammlung bei den Löwen ist also – abgesehen von rechtlichen Gründen, die gegen eine Durchführung in Präsenz sprechen, z.B. Kriegsfall oder nationaler Notstand – ohne eine Änderung der Satzung gar nicht möglich.

Sehr viele Traditionsvereine” bieten laut Gräfer Hybridversammlungen bereits an. Doch wieviele Vereine sind es wirklich und wieviele Mitglieder nehmen an den Mitgliederversammlungen der anderen Profiklubs teil?

Nur zehn Vereine haben Hybridversammlungen in die Satzungen aufgenommen

Explizit eine Hybridversammlung in der Satzung verankert haben aktuell vergleichweise wenige der insgesamt 54 Vereine im deutschen Profifußball. Dazu zählen fünf Vereine aus der Bundesliga, vier aus der 2.Bundesliga sowie ein Drittligist (Erzgebirge Aue). Dem gegenüber stehen mit elf Vereinen etwa genau so viele, die die Durchführung einer Hybridversammlung explizit ausgeschlossen haben – wie eben auch die Löwen. Auffällig viele Vereine aus der 3.Liga haben sich aktiv für ein Präsenzmodell entschieden, was auch mit den Mehrkosten für die Durchführung einer hybriden Versammlung zusammenhängen dürfte. Bei Hertha BSC (ca. 61.000 Mitglieder) schätzt man diese auf “100.000 bis 150.000€“.
Bei Zweitligist Schalke 04 entschieden sich die Mitglieder im Jahr 2024 außerdem aktiv gegen eine Hybridversammlung, auch beim 1.FC Köln wurde die MV nach vielen Diskussionen ohne Online-Abstimmungen durchgeführt.

Mehr als die Hälfte der Vereine (30) in den ersten drei Ligen haben ihre Satzung hinsichtlich einer möglichen Hybridversammlung noch nicht überarbeitet. Dementsprechend steht es ihnen frei, eine Hybridversammlung durchzuführen, um mehr Teilnehmer und damit auch eine höhere Wahlbeteiligung zu erreichen. Bei der Recherche von sechzger.de zeigte sich jedoch nur bei Drittligist Rot-Weiss Essen, dass auf ein hybrides Modell zurückgegriffen wurde. 600 Mitglieder nutzten diese Option und nahmen 2025 online an der Mitgliederversammlung bei RWE teil.

Wahlbeteiligung insgesamt auf vergleichbarem Niveau

40% Wahlbeteiligung kann sich Martin Gräfer (die Bayerische) beim TSV München von 1860 e.V. mit einer Kombination aus Präsenz- und Online-Abstimmungen vorstellen. In absoluten Zahlen würde das bedeuten, dass 10.800 Löwinnen und Löwen an einer hybriden Mitgliederversammlung teilnehmen. Im Vergleich mit den Vereinen aus der Bundesliga, 2.Bundesliga und 3.Liga zeigt sich: sowohl in relativen als auch absoluten Zahlen dürfte es bei einem Wunschtraum bleiben. Die Spitzenwerte im Jahr 2025 haben Borussia Dortmund und der 1.FC Köln erreicht. Bei den Borussen waren zeitweilig über 7.000 Mitglieder anwesend (bei der Wahl von Joachim Watzke zu späterer Stunde waren es die recherchierten 4.476 Personen), im Kölner Stadion fanden sich 6.100 Mitglieder ein. Dahinter folgt lange nichts. 10.800 Stimmen beim TSV 1860 gleicht also einem Ding der Unmöglichkeit.

Vielmehr zeigt sich, dass die in relativen Zahlen gesehen niedrigere Wahlbeteiligung in München-Giesing bei Weitem kein Einzelfall ist. An vielen Standorten scheint Vereinspolitik einen vergleichsweise kleinen Kreis an Mitgliedern zu interessieren und sie dazu zu animieren, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen. Bedeutende Wahlen oder Abstimmungen wie bei bereits erwähnten Beispielen aus Dortmund und Köln, aber auch Saarbrücken (2.359 Anwesende) sorgen für hohe Teilnehmerzahlen und teilweise Rekordbesuche. So auch bei den Löwen: 2024 wurden bei der MV mit Wahlen über 2.300 Mitglieder gezählt.

Der Vergleich mit den restlichen 53 Profivereinen im deutschen Profifußball zeigt also, dass die Löwen weder in Sachen Präsenzveranstaltungen alleine auf weiter Flur stehen noch die Wahlbeteiligung sich großartig von den anderen unterscheidet. Im Gegenteil: die Anzahl der Mitglieder war 2024 ein äußerst positives Beispiel. Die Einführung einer Hybridversammlung ist bislang bei weitem noch nicht als Standard zu sehen, auch wenn die Recherche zeigte, dass Stimmen – wie bei den Löwen unter anderem von Martin Gräfer – auch an anderen Standorten laut werden, die sich für eine Online-Beteiligung stark machen.

Alle Daten auf einen Blick: Übersicht Mitglieder und Hybridversammlungen für Bundesliga, 2.Bundesliga und 3.Liga

11.01.2005: TSV 1860 gewinnt Testspiel im Trainingslager auf Zypern

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paphos zypern

Winterpause ist meistens auch Trainingslager-Zeit. So auch zum Jahreswechsel 2004/05, als sich der TSV 1860 in Zypern auf die Rückrunde vorbereitete. Reiner Maurer hatte bereits im Dezember den mit großen Erwartungen in die Saison gestarteten Rudi Bommer als Trainer abgelöst. Am Ende reichte es “nur” zu Platz 4, die Rückkehr in die 1. Bundesliga wurde verpasst.

Knapp am Aufstieg vorbei

Dass das erklärte Saisonziel nicht erreicht wurde, lag jedoch weniger an der Bilanz von Maurer, sondern vielmehr am bescheidenen Saisonstart. Zur Winterpause lagen die Löwen nur auf Rang 8 und wiesen bei einer negativen Tordifferenz (u.a. setzte es ein 1:5 in Aachen) bereits zehn Punkte Rückstand auf den dritten Platz auf.

Nach einer starken Rückrunde durfte man in Giesing bis zum letzten Spieltag auf eine Rückkehr ins Oberhaus hoffen. Letztendlich aber setzte sich Eintracht Frankfurt durch, während Sechzig der undankbare vierte Platz blieb.

Ohne Lepoint auf die Mittelmeerinsel

Die Basis für die erfolgreiche Rückserie legte der TSV 1860 während des Trainingslagers auf Zypern. Nicht dabei war übrigens der Belgier Christophe Lepoint, der bereits die ein oder andere Trainingseinheit geschwänzt hatte und auch unentschuldigt den Abflug nach Zypern verpasste. Die logische Konsequenz: fristlose Kündigung! Später sollte der Belgier sogar noch Nationalspieler seines Landes werden und war mit 37 Jahren immer noch in der zweiten belgischen Liga aktiv.

Der restliche Kader machte sich jedoch hochmotiviert auf die Reise auf die Mittelmeerinsel, um dort neben etlichen Übungseinheiten auch drei Testspiele zu absolvieren.

TSV 1860 im Trainingslager auf Zypern

Die erste Partie verloren die Löwen dann am 10.01. auch prompt gegen APOP Kinyras Peyias mit 1:2. Rodrigo Costa traf zehn Minuten vor dem Ende, konnte die Niederlage jedoch auch nicht mehr abwenden.

Einen Tag später, also heute vor 21 Jahren, traf der TSV 1860 in Zypern auf AE Paphos und diesmal sprang auch ein Sieg für die Löwen raus. Zur Pause stand es noch torlos, doch nach dem Seitenwechsel gab die Truppe von Reiner Maurer ordentlich Gas und gewann noch mit 4:0. Obwohl nicht unbedingt die erste Garde von Münchens großer Liebe im Paphiako Athlitiko Kentro auf dem Rasen stand, dominierte man den Gastgeber und kam durch Tore von Shao, Bulut, Krontiris und Pflipsen zum Erfolg.

Erneut nur einen Tag später folgte Testspiel Nummer drei. Diesmal traten die Löwen in Larnaca gegen Anorthosis Famagusta an und kamen zu einem 0:0-Remis. Die Zyprioten errangen in dieser Spielzeit übrigens die Landesmeisterschaft, waren also alles andere als Laufkundschaft.

Die Aufstellung der Löwen

Am 11.01.2005 schickte Reiner Maurer gegen AE Paphos folgendes Team der Löwen auf den Rasen.

Ochs (70. Gebauer) – Cerny (59. Lanzaat), Komljenovic, Frühbeis, Bulut – Wörle, Shao, Pflipsen, Gebhardt (59. Bushuev) – Davids, Krontiris

Tore:
0:1 Shao (52.), 0:2 Bulut (56.), 0:3 Krontiris (61.), 0:4 Pflipsen (89.)

Löwinnen U15 beim Women Masters in Augsburg

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löwinnen u15 hallenturnier augsburg

Nachdem die U15 Löwinnen kürzlich in Bad Feilnbach den Turniersieg feiern konnten, trafen sie heute in Augsburg auf starke internationale Konkurrenz. Am Ende belegten die C-Juniorinnen des TSV 1860 beim Women Masters den 13. Platz.

Löwinnen U15 beim Women Masters in Augsburg

Kurzfristige hatte der Veranstalter den Spielplan geändert, sodass statt in vier Vierergruppen nun in zwei Achtergruppen gespielt wurde. Im ersten Match musste die U15 der Löwinnen gegen Rapid Wien ran und zog mit 0:3 den Kürzeren. Anschließend verloren die Mädels aus Giesing gegen den Nachwuchs des ehemaligen Bundesligisten SC Sand mit 0:2. Auch gegen die TSG Hoffenheim hielten die Löwinnen gut mit und mussten sich erst durch zwei Gegentore in den letzten beiden Minuten mit 0:2 geschlagen geben.

Die Auswahl von Kärnten ließ die Löwinnen kaum aus der eigenen Hälfte kommen, sodass auch hier folgerichtig eine 0:2-Niederlage zu Buche stand. Gegen die Gastgeberinnen vom FC Augsburg zeigten die Löwinnen dann eine bärenstarke Leistung und verloren trotz teilweise drückender Überlegenheit durch ein Gegentor 15 Sekunden vor dem Ende äußerst unglücklich mit 0:1.

Sieg gegen Hertha Zehlendorf

Gegen den FC Hertha 03 Zehlendorf platzte dann der Knoten: Trotz frühem Rückstand drehten die Löwinnen nach einer starken kämpferischen Leistung die Partie und fuhren mit einem 2:1-Sieg endlich die ersten drei Punkte ein. Im letzten Vorrundenspiel musste sich der TSV 1860 nach zwei unnötigen Gegentreffern dem Team Girls Snow Cup mit 0:2 geschlagen geben und belegte in Gruppe A den 7. Platz. Damit beendeten die Löwinnen das Women Masters insgesamt auf Rang 13.

Fazit: Gegen starke Gegnerinnen haben die Löwinnen ihr Bestes gegeben und konnten sehr viel lernen. Gegen eine derart namhafte Konkurrenz haben sich die Mädels des TSV 1860 kampfstark, aber zeitweise auch glücklos präsentiert und können trotz der für sie vermutlich enttäuschenden Platzierung hoch erhobenen Hauptes nach Giesing zurückfahren.

Löwen-Hopping in Belek: Wo ist der Bierstand?

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Wo Bierstand

„Wo bleibt die Stadionwurst und das Bier?!“ – Löwen-Hopping zum Testspiel in Belek
Das war eine der Fragen, die ich mit am häufigsten hören durfte, bei meinem Ground-Ausflug nach Belek (Türkei), um Münchens großer Liebe im Trainingslager bei einem Testspiel zusehen zu dürfen. Die Münchner Löwen beendeten ihre Trainingslagerwoche mit einem Spiel gegen die Schweizer Mannschaft des FC Winterthur mit einem erfolgreichen 4:1 Sieg. Kommen wir aber zurück zur Anfangsfrage, was hatte der Suesi Sportpark zu bieten und wie konnte man sich die gegebenen Umstände vorstellen? Da ich zufällig sowieso in meinem Winterquartier in Antalya zu Besuch war, nutze ich die Chance am 09.01.2026 den Weg nach Belek auf mich zu nehmen um die Sechzger zu sehen. Wo am Vortag noch Starkregen und Unwetter zugange waren, schien am Freitag unbewölkt die Sonne.

Die Anreise zum Suesi Sports Center

Am Flughafen vorbei, raus aus der Stadt und durch die anatolische Prärie in Richtung Belek. Bewaffnet mit Kaffee und guter Laune bog man mitten im Nirgendwo auf einen Feldweg ab, fuhr ein paar Minuten durch eine sehr landwirtschaftlich geprägte Gegend und kam mitten aus dem Nichts an einer „hoch“-modernen Sportanlage an. Viele Fans der Löwen waren bereits vor Ort, sogar einige Schweizer hatten sich bis hierher verirrt um ihre Mannschaft zu unterstützen. Der Rasen sah super gepflegt und gut bespielbar aus, zudem gaben uns zwei kleine Tribünen die Möglichkeit zum Sitzen. Durch die Größe der Anlage kam man den Spielern auch sehr nahe und konnte durchaus auf ein Autogramm, Trikot oder kurzes Gespräch hoffen. Die Spieler gaben sich wie gewohnt sehr bodenständig und menschlich.

Verpflegung vorhanden aber ohne Bier

Verpflegung? Vorhanden, aber ungewohnt für den typischen Stadionbesucher auf Giesings Höhen. Enttäuscht trabten einige Fans von den Umkleiden zurück, „Keine Stadionwurst, kein Bier, nur Kaffee und Tee“. Kaffee und Tee booten sich jedoch an, durch einen eiskalten Wind und überdachte Sitzplätze, fror der gemeine Löwen-Fan ziemlich. Mit warmen Getränken ausgestattet, war eine Tribüne mit rund 60 Löwenfans voll besetzt. Alle warteten auf den Beginn eines spannenden Spiels. Die Stimmung glich jedoch nicht einem Pokalfinale, sondern eher dem Hofbräuhaus, was dem Anlass jedoch deutlich eher entsprach und es umso witziger machte ,dieses Spiel anzusehen. Für die sehr durstigen, bot es sich an, zur Pause schnell zur Tankstelle zu fahren und die Getränke-Reserven für den Rest des Spieles wieder aufzufüllen (dem schloss ich mich an).

Ordentliche Leistung der Löwen

Die Elf um Kevin Volland war nun also bereit und auf dem Platz versammelt, der Anpfiff fiel und schwupps, 1:0 für die Löwen! Ein Raunen folgte durch das „Stadion“, daraufhin unterstützten die Zuschauer mit Fangesängen wie „Wir steigen auf, wir steigen auf …“, oder „3. Liga nie mehr, nie mehr nie mehr …“. Der starke Gegenwind sorgte außerdem für mehr als unberechenbare Bälle, auch eine Gegebenheit mit der man umgehen können muss. Dementsprechend waren die Flanken beiderseits mehr als ungefährlich. Wer mehr zum Spiel-Geschehen wissen will, kann sich gerne den Spielbericht auf Sechzger.de durchlesen. Dieses wurde zu dem auch von LöwenTV übertragen.

Das Fazit zum Löwen-Hopping

So folgte auf 3x angenehme und sehr faire 45 Minuten, der Schlusspfiff. Erwähnenswert ist außerdem, dass das bis dahin zufriedenstellend Schiedsrichtergespann zum 3. Drittel ausgetauscht wurde. Die neue Besetzung glich eher einer AH-Mannschaft als Schiedsrichtern, aber was solls, auch diese Herren hatten damit die Gelegenheit einmal die Löwen pfeifen zu dürfen. Es war ein sehr angenehmes und witziges Erlebnis, ich hätte nicht mit solch zahlreicher Anwesenheit der Löwenfans gerechnet, was äußerst lobenswert zu erwähnen ist!

Vorfreude auf Essen

Ist ja schließlich nicht die Auswärtsfahrt mal eben ums Eck. Die Mannschaft präsentierte sich meiner Meinung nach sehr vernünftig, auf sowie neben dem Platz und machte damit Hunger auf mehr. Jetzt freu ich mich allerdings auf das nächste Heimspiel gegen die Rot-Weißen aus Essen und zu dem möglicherweise auf ein Hopfen-Kaltgetränk. Bis dahin, alles Gute euer, Deniz von den Fettbeidln aus dem Flieger zurück nach München.

 

Fotogalerie zu TSV 1860 München – FC Winterthur

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Titelbild Fotogalerie TSV 1860 Winterthur

Freud und Leid liegen manchmal so nah beieinander – so auch gestern, als ein Zaun den Blick aufs Spielfeld störte, wo die Löwen mit ihrem Gegner phasenweise Katz und Maus spielten. Dennoch haben wir in unserer Fotogalerie einige Impressionen vom Testspielsieg des TSV 1860 gegen den FC Winterthur zusammengefasst.

Fotogalerie zu TSV 1860 München – FC Winterthur

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Videos rund um die Löwen

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Verletzt ausgewechselt: Sean Dulic fehlt wohl gegen RW Essen

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TSV 1860 25 Dulic Sean

Es hört einfach nicht auf… Beim überzeugenden 4:1-Sieg gegen den FC Winterthur hatten die Löwen erneut zwei Verletzte zu beklagen. So mussten Sean Dulic und Maximilian Wolfram vorzeitig den Platz verlassen und drohen zum Rückrundenstart gegen Rot-Weiss Essen auszufallen.

Dauerbrenner Sean Dulic wird wohl ausfallen

Nachdem Kapitän Verlaat bereits Mitte der Woche mit einer Blessur aus dem Training ausgeschieden war, erwischte es beim Testspiel gegen den FC Winterthur den nächsten Innenverteidiger. Nach einem Schubser seines Gegenspielers blieb Sean Dulic im Rasen hängen und musste umgehend ausgewechselt werden. Ob Zerrung oder Muskelfaserriss – der 20-Jährige wird dem TSV 1860 wohl am kommenden Samstag gegen Rot-Weiss Essen fehlen.

Bislang war der U20-Nationalspieler die Konstante in der Defensive der Löwen und hatte in der Hinrunde keine einzige Minute verpasst. Wie gut, dass immerhin Raphael Schifferl wieder einsatzbereit ist, der gegen Winterthur ebenso sein Comeback feierte wie Morris Schröter.

Auch Wolfram muss früher raus

Neben Dulic musste auch Maximilian Wolfram den Platz vorzeitig verlassen. Der eingewechselte Ex-Verler musste aufgrund muskulärer Probleme einige Minuten vor dem Spielende runter, sodass die Löwen den Vorsprung in der Schlussphase zu zehnt über die Runden bringen mussten.

Im Gegensatz zu den verletzten Haugen, Deniz, Christiansen, Pfeifer, Verlaat und Dulic sollte der Linksaußen bis kommenden Samstag jedoch wieder fit genug sein, um einen Platz im Spieltagskader zu ergattern.