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Mittwoch, 24. Juni 2026

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Jahresrückblick 2025 von Stefan Kranzberg: Youngster im Fokus

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Choreo in Ingolstadt Saisonrückblick 25/26

Alljährlich blicken die Redaktionsmitglieder von sechzger.de zum Jahresende – in ganz persönlicher Weise – auf das zu Ende gehende Löwenjahr zurück. Heute setzt Stefan Kranzberg mit seinem Jahresrückblick auf das Jahr 2025 diese Reihe fort.

Jahresrückblick 2025 von Stefan Kranzberg

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das war der Auswärtssieg in Ingolstadt kurz vor der Winterpause, weil die Löwen da alles gezeigt haben, was ich mir von ihnen wünsche. Dieser Einsatz, dieser Wille, dieser Zusammenhalt auf dem Platz und abseits des Rasens war fantastisch. Dass 1860 dann trotz einmal mehr sehr zweifelhafter Schiedsrichterentscheidungen auch noch drei Punkte entführen konnte, setzte dem Ganzen natürlich noch die Krone auf.

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Da kommt man wohl an Sean Dulic nicht vorbei. Als Notlösung kam er zu seinen ersten Einsätzen, ist seitdem aus der Mannschaft gar nicht mehr wegzudenken und hat in der laufenden Saison in der 3. Liga noch keine Minute verpasst. Meist agiert er defensiv überaus souverän und schaltet sich gelegentlich auch stark in die Offensive ein. Besonders der Assist in der Nachspielzeit gegen Havelse in Unterzahl war sehr stark! Die Nominierung für die U20 Nationalmannschaft war der verdiente Lohn für seine starken Leistungen in den vergangenen Monaten.

Sean Dulic feierte sein Debüt in der U20 Nationalmannschaft

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”.

Ein paar Treffer aus der laufenden Saison sind mir natürlich schon in Erinnerung geblieben, so wie das 1:1 von Sigurd Haugen gegen Stuttgart II oder das 3:2 von Patrick Hobsch gegen Havelse. Mein “Tor des Jahres” hat aber einer erzielt, der inzwischen gar nicht mehr für die Löwen spielt. Es war der 15.03.2025, als der TSV 1860 den späteren Absteiger SpVgg Unterhaching an der Grünwalder Straße empfing und bereits früh in Rückstand geriet. Anschließend drückten die Löwen und kurz vor der Pause sorgte Lukas Reich mit seinem ersten Profitor für den Ausgleich. Es mag nicht der schönste Treffer des Jahres gewesen sein, aber emotional finde ich es schon etwas ganz Besonderes, wenn ein Eigengewächs gerade in so einem Duell, das der TSV noch mit 2:1 für sich entschied, für Sechzig einnetzt.

Was war dein Highlight des Jahres 2025 rund um den TSV 1860 München?

Neben der Wahl des neuen Präsidiums, das aus meiner Sicht bislang eine sehr gute Arbeit liefert und abseits der Öffentlichkeit Dinge anschiebt, sind das tatsächlich sehr persönliche Erlebnisse rund um den TSV 1860. Insbesondere der Doppelspieltag der Löwen, den ich am 19.07. mit meinem achtjährigen Sohn erleben durfte, bedeutet mir viel. Zuerst ging es zusammen mit den Kollegen Jan Schrader und Thomas Enn nach Weiler im Allgäu zum Spiel der U17 gegen die U18 des FC Liverpool, wo wir auch noch meinen Vater trafen. Drei Generationen bei den Löwen!

Anschließend zogen wir weiter nach Chur (Schweiz), wo die Profis mit dem FC Vaduz die Klingen kreuzten. Sportlich natürlich völlig belanglos, aber was gibt es für einen Papa Schöneres, als wenn sich der Nachwuchs auch so für die Löwen begeistert?

Insofern ist natürlich auch das Pokalspiel in Illertissen zu nennen, bei dem Nino und ich auch auf den Kollegen Andreas Edge und meinen langjährigen Freund Max Deisenhofer trafen, die auch in Begleitung ihrer Söhne vor Ort waren.

Die Löwen beim Auslaufen nach dem Sieg gegen Vaduz

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht bzw. wütend gemacht?

Sportlich gab es einige geradezu unwürdige Auftritte wie das 1:5 gegen Hoffenheim II oder das 0:4 in Regensburg, die eigentlichen Aufreger passierten aber mal wieder abseits des Platzes. Diese Posse um den Anteilsverkauf von Hasan Ismaik thront natürlich über allem. Was war das für eine Erlösung, für eine Euphorie, als sowohl der Verein als auch Ismaik selber vermeldeten, dass sich die Wege trennen werden. Bekanntermaßen kam alles ganz anders.

Auch Martin Gräfers Vorpreschen in der Stadionfrage fand ich reichlich unpassend. die Bayerische ist ein super Sponsor, der sich um die Löwen verdient gemacht hat. Das jedoch berechtigt niemanden, der kein Amt beim TSV 1860 innehat, sich dermaßen in die Vereinspolitik einzumischen, zumal von allen Seiten bestätigt wurde, dass es zuletzt positive Entwicklungen hinsichtlich des Grünwalder Stadions gegeben habe.

Besonders ärgerlich waren zudem zahlreiche Schiedsrichter-Fehlentscheidungen zu Lasten der Löwen und ein fast schon unheimliches Verletzungspech.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2026 ändern?

Ich hoffe sehr, dass die Machbarkeitsstudie besagen wird, dass ein Ausbau des Grünwalder Stadions auf 25.000 Plätze und mehr möglich ist. Der Standort Giesing ist meines Erachtens schon essentiell für den TSV 1860. Das sieht man bei jedem einzelnen Heimspiel, weil der ganze Stadtteil lebt, wenn die Löwen spielen. Das ist Heimatgefühl, das ist ein nach Hause kommen.

Sollte der Bescheid negativ ausfallen, bin ich sicher, dass das Präsidium abseits der Öffentlichkeit einen Plan B ausarbeitet, auch wenn so manch ein Störenfried im medialen Umfeld der Löwen dies gar nicht als Option in Erwägung zu ziehen scheint.

Apropos: Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn den Worten auf der Mitgliederversammlung bald Taten folgen würden und Unruheherde konsequenter bekämpft würden.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2026: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Mit Blick auf die Tabelle ist natürlich noch alles möglich. Dennoch halte ich es für vermessen, da jetzt den Aufstieg zu prognostizieren. Sicherlich werden die beiden Auftaktpartien gegen Essen und in Osnabrück schon einen Fingerzeig geben, in welche Richtung es gehen kann. Mein Tipp: Platz 5 und Sieg im Toto Pokal!

Weitere Jahresrückblicke aus der Redaktion:

Jahresrückblick von Thomas Enn: Ein weiteres Jahr Stillstand

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Alljährlich blicken die Redaktionsmitglieder von sechzger.de zum Jahresende – in ganz persönlicher Weise – auf das zu Ende gehende Löwenjahr zurück. Heute ist Thomas Enn mit seinem Jahresrückblick auf das Jahr 2025 der Reihe.

Jahresrückblick 2025 von Thomas Enn

Was waren deine Highlights des Jahres 2025 rund um den TSV 1860 München?

Ein wirkliches Highlight hatte das vergangene Jahr mit dem TSV 1860 München für mich nicht zu bieten. Am Ende bleiben nur geplatzte Träume. Der Verkauf der Anteile von Hasan Ismaik gescheitert, beim Stadion nach wie vor kein Fortschritt und eine Mannschaft, die hinter den Erwartungen zurückbleibt. Außerdem ein gefeuerter Geschäftsführer und mal wieder zwei Trainerwechsel in einem Jahr. Da liegt es wie immer an uns Fans für die Highlights zu sorgen. Und das war für mich das Auswärtsspiel in Mannheim im April mit über 3.000 mitgereisten Löwenfans, überragender Stimmung und einem Auswärtssieg. Einer der wenigen perfekten Löwentage im Jahr 2025. Außerdem war die Mottofahrt Hawaii nach Verl sehr gelungen.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Den meisten Spaß hatte ich tatsächlich beim Testspiel in Weyarn. Wir hatten unseren Infostand aufgebaut, sind bei Bullenhitze mit Euch – unseren Lesern – sehr eng in Kontakt gekommen und haben viel positives Feedback für unsere “Arbeit” bekommen. Nebenbei gewannen die Löwen zweistellig und der Anlass war perfekt organisiert. An diesen Tag erinnere mich sehr gerne zurück. Irgendwie hat mir die Vorbereitung mehr Spaß gemacht als die eigentliche Saison.

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

So wirklich aufgedrängt hat sich ja mal wieder niemand. Über beide Halbserien hinweg ernenne ich hiermit Sean Dulic zu meinem “Spieler des Jahres”. Zu Jahresbeginn aus purer Not in die Startelf befördert, gab unser NLZ-Eigenwächs seinen Stammplatz nicht mehr her und debütierte sogar in der U20-Nationalmannschaft. Für einen 20-Jährigen agiert der gebürtige Münchner wahnsinnig abgezockt und hat sich zu einer Bank in unserer Defensive gemausert. Weiter so, Sean!

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”.

Mein Tor des Jahres war das 0:1 von Kevin Volland beim Testspiel in Regensburg. Einfach um die Tradition der Tore aus dem Mittelfeld von Jacobsen und Deniz aus dem vergangenen Jahr fortzusetzen. Und weil mir sonst kein Tor bleibend in Erinnerung geblieben ist…

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Ich habe es ja oben schon kundgetan: 2025 war erneut ein Jahr des Stillstands bei den großen Problemen des TSV 1860. Stadionfrage weiter ungelöst, Ismaik weiterhin Mehrheitsaktionär der KGaA, ein Team, das in der Theorie viel stärker ist als in der Praxis… Außerdem nervt mich, dass Jugendspieler bei uns nur eine Chance bekommen, wenn es gar keine andere Alternative mehr gibt. Dass die Jungen es können, sieht man doch an Dulic und Lippmann. Ich würde mir sehr wünschen, dass die NLZ-Spieler eine Chance bekommen, sich zu zeigen, ohne dass absolute Personalnot herrscht. Ich hoffe sehr, dass durch Manfred Paula in seiner neuen Rolle ab sofort mehr auf den Nachwuchs gesetzt wird.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2026 ändern?

Die Dauerbaustellen Stadion und Mehrheitsaktionär müssen endlich mal gelöst werden.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2026: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Trotz der Niederlage gegen Verl und fünf Punkten Rückstand auf die Aufstiegsplätze, glaube ich, dass noch was geht. Wenn die Mannschaft gut aus der Winterpause kommt, Florian Niederlechner seine Torflaute überwindet und wir keinen Durchhänger mehr haben, werden wir vorne noch ein Wörtchen mitreden. Aber natürlich sind und bleiben wir 1860 und landen am Ende auf Platz 5. Außerdem verpassen wir auch den Gewinn des Toto-Pokals und lassen uns ein weiteres Mal die Kohle aus dem DFB-Pokal entgehen.

Bisher in der Reihe unserer Jahresrückblicke 2025 erschienen sind die Texte von:

Christian Jung
Thomas Spiesl

26.12.1860: Das erste Fußball-Derby der Welt!

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Heute vor genau 165 Jahren fand am 26.12.1860 das erste Fußball-Derby der Welt statt. In der Sandygate Road trafen der Hallam FC und Sheffield FC aufeinander. Der Gast konnte das Spiel mit 2:0 für sich entscheiden.

Der Beginn des Boxing Day im Jahr 1860

Dieses Spiel markiert zugleich auch den Beginn des Begriffs Boxing Day im Zusammenhang mit dem Fußball-Sport. Ursprünglich stammt der Begriff tatsächlich von der sogenannten Christmas Box. Dabei handelt es sich um ein Geschenk des Arbeitgebers an seine Mitarbeiter am ersten Werktag nach Weihnachten. Diese Tradition wird auch heute noch in einigen Ländern praktiziert, u.a. im Vereinigten Königreich, Australien oder Südafrika.

The World´s first

Sheffield FC wurde am 24.Oktober 1857 gegründet und bezeichnet sich daher gerne als “The World´s first” – er ist der älteste Fußballverein der Welt. Der Verein spielt aktuell in der 8.Liga in England. 2018 gab es Gerüchte über ein mögliches Testspiel des TSV 1860 München gegen eben diesen Verein. Viele Löwenfans buchten vorsichtshalber bereits Flüge – und wurden dann bitter enttäuscht. Das hinderte sie natürlich nicht daran, die mitgebrachten Zaunfahnen bei einem Heimspiel von Sheffield FC anzubringen.

Fans des TSV 1860 München zu Gast beim Sheffield FC, 2018

Sandygate Road – der älteste Ground der Welt

Das älteste Derby und der älteste Fußball-Verein – hier treffen Superlative aufeinander. Was dabei natürlich nicht fehlen darf, ist das älteste Fußballstadion der Welt. Das war natürlich auch beteiligt! Die Sandygate Road von Hallam FC wird seit dessen Gründung im Jahr 1860 genutzt und ist im Guinness-Buch der Rekorde offiziell als „world’s oldest football ground“ geführt.

Sandygate Road, Stadion des Hallam FC
Tafel in der Sandygate Road: The oldest football ground in the world
Wappen des Hallam FC mit Löwe, gegründet 1860

Passende 1860-Suite für Löwenfans

Falls Ihr mal Geld auf der hohen Kante habt und unbedingt eine Suite buchen wollt, empfehlen wir euch kein Hotel. Nehmt lieber das Angebot des Hallam FC wahr und bucht euch in der Sandygate Road ein.

“The 1860 Suite”: Tafel in der Sandygate Road

 

Das Beitragsbild entstand bei der 159. Auflage des Derbys im Juli 2019. Gespielt wurde im Coach & Horses Ground in Sheffield.

Der Jahresrückblick von Thomas Spiesl: “The same procedure…”

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Jahresrückblick Thomas Spiesl Rise Fall

Alljährlich blicken die Redaktionsmitglieder von sechzger.de zum Jahresende – in ganz persönlicher Weise – auf das zu Ende gehende Löwenjahr zurück. Heute ist Thomas Spiesl mit seinem Jahresrückblick auf das Jahr 2025 der Reihe.

Jahresrückblick 2025 von Thomas Spiesl

Was war deine Highlights des Jahres 2025 rund um den TSV 1860 München?

Wir schreiben den 5. Juli 2025, einen Tag vor der Mitgliederversammlung: Feuerwerk über Giesing, die Löwen-Fans feiern. Hasan Ismaik will seine Anteile verkaufen. Aus dem Nichts kommt diese Meldung über die Ticker und löst Jubelstürme beim Löwen-Anhang aus. Selbst bei unserem kleinen Löwen-Rudel, das im ganzen Oberland verteilt ist, traf man sich zu einer spontanen Party im BLV und die Rüscherl flossen im Strömen. Auch wenn der Verkauf der Anteile letztlich platzte und das wohl sogar besser so war, als von einem Schweizer Strohmann übernommen zu werden, war es ein toller Abend. Letztlich muss man Hasan Ismaik aber dennoch dankbar sein, dass der trotz dieser vogelwilden Aktion den Löwen treu geblieben ist und den TSV 1860 weiterhin unterstützt. Auch mein zweites Highlight hat wenig mit dem Sport zu tun, die Preview der BR-Serie “Rise and Fall” im Cincinnati, dem ich mit Peter beiwohnen durfte, sowie die Dokumentation an sich, weckten viele Emotionen. Danke an die Macher für dieses tolle Werk! Dass ich in beiden Punkten komplett mit Christian übereinstimme ist da nur ein lustiger Nebeneffekt… 🙂

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das war für mich, und das hat als einer der Vorstände des TSV Weyarn, natürlich persönliche Gründe, das Freundschaftsspiel der Löwen bei meinem Heimatverein, der heuer sein 100-jähriges Jubiläum feierte. Münchens große Liebe zu uns ins Dorf zu bringen, war für mich natürlich etwas ganz Besonderes. Zudem feierten Kevin Volland und Florian Niederlechner ihr Debüt im Münchner Umland ausgerechnet bei uns im Klosterdorf. Das 15:0 war da natürlich nur eine Nebensache. Bei brütender Hitze hatten über 2.000 Löwen-Fans eine Riesenfreude und das Team der Sechzger präsentierte sich sehr nahe am Fan. So muss das sein, das ist es, was die Löwen ausmacht.

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Jetzt wird der eine oder andere mit den Ohren schlackern oder den Kopf schütteln. Mein Löwe des Jahres ist Philipp Maier. Der Mittelfeldmann musste sich lange hinten anstellen, war unter Glöckner fast völlig abgeschrieben und wurde in den letzten Spielen plötzlich zum unersetzlichen Mann im Zentrum. Nach dem Ausfall von Deniz war er gemeinsam mit Jacobsen für mich in den letzten Wochen der entscheidende Mann auf dem Feld. Das Duo Maier/Jacobsen stabilisierte die Löwen-Defensive erheblich, arbeitete im Hintergrund vieles weg. Zudem spielte Maier etliche gute Aufbaupässen, vor allem auf Haugen und leitete damit auch den einen oder andere Treffer ein. Ich hoffen, dass es für ihn nach der Winterpause genau so weitergeht…

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”.

Wenig Glanz und “the same procedure as every year”, wie es in Dinner for One so schön heisst, bleibt für mich von der Saison 2024/25 hängen. Mehr oder weniger souverän sicherte man den Klassenerhalt, ohne Ambitionen nach oben. Deshalb möchte ich das auch ganz schnell abhaken. Wieder schließe ich mich Christian an. Für mich war das 3:2 gegen Havelse das Tor des Jahres. Weniger weil der Treffer von Hobsch so wunderschön war, sondern weil das Grünwalder Stadion förmlich explodierte. Gerne mehr davon, inzwischen haben die Löwen ihre Heimstärke ja fast schon wieder entdeckt.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Enttäuscht hat mich, dass die Nachwuchs-Teams ein wenig den Anschluss an die deutsche Spitze zu verlieren scheinen. Dies mag zum einen finanzielle Gründe haben, wie die Versammlung der Fußballabteilung zeigte. Hier wäre es angebracht, dass e.V. und KGaA an einem Strang ziehen und in das Trainingsgelände und den Nachwuchs investieren. Erlöse könnte man auch aus dem Nachwuchstopf des DFB generieren, was aber in der schwachen Spielzeit 2024/25 versäumt wurde. Hier erwarte ich einen Aufwärtstrend, denn in der Goldene-Ananas-Runde der Bundesliga nach der Winterpause gegen RW Walldorf und SGV Freiberg lernen die U19- und die U17-Spieler wenig dazu und genau diese Kicker sind die Zukunft unserer Löwen.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2026 ändern?

Ich hoffe auf Konstanz. Konstanz in der Profi-Mannschaft, die uns in der Rückrunde hoffentlich lange um den Aufstieg kämpfen lässt. Konstanz auf den Führungspositionen. Konstanze Unterstützung der Fans bei Heimspiel, unabhängig vom Spielstand. Und es wenn es dann am Ende der DFB-Pokal wird, bin ich auch einverstanden. Bloß bitte nicht noch eine Saison in der es bis zwei Spieltage vor Ende theoretisch noch gegen den Abstieg und dann um nichts mehr geht.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2026: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Meine beim Live-Talk getroffene Prognose, dass wir schon in Saarbrücken aufsteigen, war vielleicht etwas zu optimistisch. Aber dann packen wir es halt in Schweinfurt. Löwen geben niemals auf! Wir werden Zweiter oder Dritter. Auch wenn ich nicht weiß wie ich eine Relegation nervlich überstehen sollte. Einen guten Rutsch und viel Gesundheit fürs neue Jahr wünsche ich allen Sechzgern! Gerade die können auch die verletzungsgeplagten Profis sicher gut gebrauchen…

Bisher in der Reihe unserer Jahresrückblicke 2025 erschienen sind die Texte von:

Christian Jung

26.12.1965: TSV 1860 empfängt Slavia Prag am 2. Weihnachtsfeiertag

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Hennes Küppers (TSV 1860)

Das waren noch Zeiten, als selbst die Weihnachtsfeiertage nicht heilig waren und die Herren Fußballer auf den Platz gebeten wurden. Man stelle sich das heutzutage mal vor. Den Löwen hat es am 2. Weihnachtsfeiertag 1965 nicht geschadet, denn am Saisonende errang der Verein – wie wir alle wissen – die Deutsche Meisterschaft. Am 26.12.1965 empfing der TSV 1860 den SK Slavia Prag und schlug die Tschechen durch drei Tore nach der Pause.

TSV 1860 besiegt Slavia Prag

Max Merkel kannte keine Gnade. Am 2. Weihnachtsfeiertag hatte seine Mannschaft anzutreten und musste seine Kräfte mit den Gästen aus Prag messen. Für die Spieler wohl eine lästige Pflicht, für die 9.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion eine willkommene Abwechslung vom Weihnachtstrubel.

Auf dem Platz sorgten die Löwen nach der Pause für klare Verhältnisse. Hennes Küppers (siehe Titelbild) traf zweimal, Timo Konietzka steuerte den dritten Treffer zum 3:0-Sieg des TSV 1860 gegen Slavia Prag bei.

Die Aufstellung der Löwen

Gegen die tschechischen Gäste schickte Trainer Max Merkel folgende Löwen-Elf auf den Rasen des Sechzgerstadions.

Tepe (46. Prockl) – Wagner (46. Winterhalter), Steiner (46. Patzke) – Zeiser (46. Luttrop), Kohlars, Perusic – Heiß, Küppers, Brunnenmeier, Grosser, Rebele (46. Konietzka)

Tore:
1:0 Küppers (62.), 2:0 Konietzka (68.), 3:0 Küppers (86.)

Der Jahresrückblick 2025 von Christian Jung: Sieg beim Waldhof und Hasan will verkaufen.

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Alljährlich blicken die Redaktionsmitglieder von sechzger.de zum Jahresende – in ganz persönlicher Weise – auf das zu Ende gehende Löwenjahr zurück. Heute beginnt Christian Jung mit seinem Jahresrückblick auf das Jahr 2025 diese Reihe.

Jahresrückblick 2025 von Christian Jung

Was war dein Highlight des Jahres 2025 rund um den TSV 1860 München?

Obwohl letztlich ja alles wie eine riesige Seifenblase zerplatze: Die Tage nach dem angeblich vollzogenen Anteilsverkauf von Hasan Ismaik an einen Schweizer Investor, inklusive der nächtlichen Party in Giesing am Vorabend der Mitgliederversammlung… Das war schon ein aufregende Zeit und sicher eines der absoluten Highlights dieses Jahres. Sechzig schulden- und Hasan-frei mit echter Perspektive auf goldene Zeiten? – Zu schön um wahr zu sein! Außerdem ist für mich die BR-Doku Rise & Fall TSV 1860 definitiv bei den unvergesslichen Highlights im Jahresrückblick 2025 zu nennen. Und in dem Zusammenhang dann der sechzger.de-Talk 237, als sich Peter und ich mit den beiden super-sympathischen Autoren Lennart Bedford-Strohm und Robert Grantner über eben diese Doku ausführlich unterhalten durften. Wie ich eigentlich überhaupt die ganze Arbeit mit dem Team von sechzger.de im Jahr 2025 nennen muss, die wieder unzählige Anekdoten – und natürlich absolute Highlights – hervorbrachte. Also wieder mal ganz viele Highlights.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das Auswärtsspiel in Mannheim am Sonntag, den 13. April. Siege beim Waldhof sind immer besonders erinnerungswürdig – und leider ja auch nicht gerade alltäglich. Mit 3:0 triumphierten die Löwen vor einem – wie immer – knallvollen und lautstarken Gästeblock, machten entscheidende Schritte zum Klassenerhalt. Obwohl es danach in der ersten Halbzeit gar nicht aussah. Und auf der Heimfahrt auf der Autobahn in einer sehr lustigen und angenehmen Reisegesellschaft sickerte dann die Nachricht durch, dass Hasan Ismaik keine rechte Lust mehr auf 1860 habe und seine Anteile an der KGaA verkaufen wolle. Das rundete den gelungenen Ausflug perfekt ab und in Summe waren diese Ereignisse zusammen genommen auch irgendwie ein wenig surreal.

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Sean Dulic! Erst Ende des Jahres 2024 erst in die Mannschaft gerutscht, stand er im ganzen Kalenderjahr 2025 insgesamt 35 Mal für die Löwen in der 3. Liga auf dem Platz. In der Rückrunde der letzten Saison fast immer, in der gerade zu Ende gegangenen Hinrunde dann tatsächlich in allen 19 Spielen über die vollen 90 Minuten. Der seit Sommer 20jährige Innenverteidiger ist der „Mr. Zuverlässig“ im Team. Auch in der herbstlichen Schwächephase der Mannschaft war Dulic einer der wenigen Lichtblicke! Schon wieder ein ganz starkes Eigengewächs, das schon seit dem neunten Lebensjahr – und hoffentlich noch möglichst lange – für Sechzig am Ball bleibt.

TSV 1860 25 Dulic Sean

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”.

Das ist heuer nicht so einfach, wie letztes Jahr, als wir ja Traumtore am laufenden Band zu sehen bekamen. Weniger wegen seiner besonderen Schönheit oder Ästhetik, sondern aufgrund der ganzen Dramaturgie würde ich das 3:2 gegen Havelse am 14. September nennen. In der Nachspielzeit musste Patrick Hobsch einen Querpass von Sean Dulic nur noch über die Linie schieben und schoss die Löwen damit auf Tabellenplatz zwei! Zuvor hatten die Gäste erst in der 89. Minute eine 2:0-Führung von 1860 wieder ausgleichen können. Zum wiederholten Male holten wir in der Frühphase der Saison Punkte in letzter Minute. Dass genau nach diesem Spiel die Krise begann und wir fünfmal in Serie nicht siegen konnten, gehört zur Geschichte dieses Tores allerdings auch dazu.

Jubel um den Last-Minute-Torschützen Patrick Hobsch nach dem 3:2 gegen Havelse im September 2025

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Jedes Jahr die gleiche Leier: Unruhe, Ungeduld, Störfeuer, … Ob es um die sportliche Situation der Profis, die Stadionfrage oder die Arbeitsweise der gewählten Verantwortlichen geht. Irgendwo sitzt sicher irgendwer im weiß-blauen Gewand, der alles besser weiß und besser könnte und dies regelmäßig Kund tun muss. Ob es die ominöse Fanvereinigung aus dem Westen Münchens oder der Vorstand des Hauptsponsors ist.  Plattformen, wie Instagram, Facebook oder Linked’In sind anscheinend so verlockend, dass manch einer nicht daran vorbeikommt, dort schlaue Statements und populistische Forderungen zu publizieren. Und sich dabei dann – in beängstigender Selbstüberschätzung – auch gern mal als Stimme einer angeblichen „schweigenden Mehrheit“ wahrzunehmen. Das nervt und macht mich durchaus wütend!

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2026 ändern?

Nachdem ich die Stadionfrage schon oben angesprochen habe: Ich wünsche mir von allen, wirklich allen Löwenfans, dass man sich ein wenig geduldig zeigt und das auf der Mitgliederversammlung im Sommer mit klarer Mehrheit ausgestattete Präsidium in Ruhe seine Arbeit tun lässt. Ganz speziell in der Stadionfrage. Es liegen im kommenden Jahr wichtige Entscheidungen vor uns und die sollen bitte im Hintergrund zielführend vorbereitet, der Öffentlichkeit präsentiert, dann gerne auch in der Löwenfamilie diskutiert und schließlich zur Entscheidung gebracht werden. Und zwar in genau dieser Reihenfolge. Geduld wäre sowieso etwas, was diesem ganzen Verein sehr gut tun würde!

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2026: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Die – zugegebenermaßen auch von Teilen der sechzger.de-Redaktion befeuerte – riesige Euphorie aus dem Sommer ist ja dann im Herbst leider komplett verflogen. In den letzten Wochen nimmt sie allerdings wieder ein wenig zu. Bleiben wir also nun mal ganz realistisch: Wenn die Mannschaft die Leistungen und Resultate der vergangenen Wochen mit ins neue Jahr nehmen kann und nach einem produktiven Trainingslager gut aus den Startlöchern kommt, wenn wir von (weiterem) Verletzungspech einigermaßen verschont bleiben, wenn wir uns in der Rückrunde keine längere Krise mehr leisten und – denn das halte ich für das Entscheidende – auf der Zielgeraden der Saison, also in den letzten sechs, sieben Spielen konstant performen und punkten… Dann, ja dann kann der große Traum, den wir im Sommer 2025 geträumt haben, im Mai 2026 möglich werden!

25.12.1932: TSV 1860 gewinnt bei Lazio Rom

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1860 Lazio 1932

Im Sommer 1996 trafen der TSV 1860 München und Lazio im Nürnberger Frankenstadion in einem Testspiel aufeinander, das die Italiener mit 1:0 für sich entschieden. Der ein oder andere mag sich daran erinnern. Doch das war keineswegs das erste Aufeinandertreffen der beiden Clubs. Denn heute vor 93 Jahren (!) begegneten sich die Laziali und die Löwen schon einmal. 1860 war damals als Teilnehmer zu einem Weihnachtsturnier nach Rom eingeladen worden und “Le Aquile” (Die Adler) waren unser Halbfinalgegner.

Großer Respekt vor den Gästen aus München

Wie sehr man die Mannschaft des TSV 1860 damals in der Ewigen Stadt schätzte, lässt sich anhand einiger italienischer Zeitungsartikel erkennen, die im Nachrichtenblatt unseres Vereins (Ausgabe 2/1933) in deutscher Übersetzung abgedruckt waren. Dort heißt es beispielsweise:

Gazetta del Popolo:
“Pledl, Wendl, Stiglbauer und Torwart Ertl sind die interessantesten Spieler dieser Münchner, die jederzeit in unserer Nationalmannschaft figurieren würden.”

Il Littorale:
“Mit den in diesen zwei Tagen in Rom ausgetragenen Spielen von 1860 München hat der der deutsche Fußball seine Zentrumsstellung bravurös an die Tagesordnung gesetzt.”

Mezzogiorno Sportivo:
“Eine schöne prachtvolle Mannschaft sind diese Münchner, die das römische Publikum, das für solche Sachen einen hervorragenden Gaumen besitzt, bei einer passenden Gelegenheit recht bald und gerne wiedersehen möchte. (…) Man beneidet die 1860er um ihr intelligentes Spiel, das die Arbeit eines hervorragenden Lehrers verrät. Bravo München.”

TSV 1860 mit Halbfinalsieg über Lazio

Im Semifinale des Weihnachtsturniers traf der TSV 1860 also auf Lazio Rom, beeindruckte Publikum und Gegner und ging am Ende durch ein spätes Tor von Kronzucker (81. Minute) als Sieger vom Platz. Am Ende des Artikel findet Ihr auch ein paar Impressionen vom Spiel, die uns das großartige Lazio-Wiki zur Verfügung gestellt hat. Die rund 5.000 Zuschauer im Stadio dei Cipressi waren äußerst angetan vom Auftreten der deutschen Gäste und mussten den verdienten Sieg der Löwen anerkennen. Besonders Alois Pledl sorgte für Begeisterungsstürme bei den Tifosi, was umso bemerkenswerter war, als der Löwen-Spieler bereits im Alter von 12 Jahren bei einem Unfall seinen linken Unterarm verloren hatte.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Max Breunig schickte damals folgende Elf im klassischen 2-3-5-System aufs Feld:

Ertl – Neumayr, Wendl – Nerz, Pledl, Eiberle – Kronzucker, Lachner, Stiglbauer, Oeldenberger, Schäfer

Finalniederlage gegen die Roma

Bereits am Folgetag stand das Endspiel des Turniers auf dem Programm. Gegner diesmal war die Roma, hierzulande bekannt als AS Rom. Diesmal musste man auf die verletzten Kronzucker und Lachner verzichten; Auswechslungen gabs damals ja bekanntermaßen noch nicht. Da man nur mit einem kleinen Kader angereist waren, waren etliche Spieler mit den Kräften am Ende. Vor 10.000 Zuschauern unterlag der TSV 1860 am 26.12.1932 der Roma mit 1:3.

Ein besonderer Dank gilt Thorsten Ruinys, ohne dessen tatkräftige Unterstützung dieser Artikel in der Form nicht hätte erscheinen können. Danke für die Öffnung Deines Archivs und Dein tolles Löwen Kompendium, Thorsten!

Dieser Artikel wurde in seiner ursprünglichen Form im Dezember 2020 auf sechzger.de veröffentlicht.

25.12.1944: TSV 1860 schlägt Wacker München am 1. Weihnachtsfeiertag

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1860 Wassilew Nikolov Gancho Vasilev Thorsten Ruinys

Habt Ihr den gestrigen Hl. Abend gut rumgebracht? Und? Schon wieder auf Fußball-Entzug? So ein Match am 1. Weihnachtsfeiertag wäre doch gar nicht so falsch, oder? Heute vor 81 Jahren stand sogar ein Meisterschaftsspiel auf dem Programm und der TSV 1860 gewann bei Wacker München mit 3:2.

Fußball in Kriegszeiten

In der Sportbereichsklasse München-Oberbayern wurde am 1. Weihnachtsfeiertag des Jahres 1944 der 10. Spieltag absolviert. Schon Wahnsinn, dass in Kriegszeiten dem Fußball bereits so eine zentrale Rolle zur Unterhaltung der Menschen zukam.

So auch heute vor 81 Jahren, als Wacker München am Sportplatz Neuhofer Berg den TSV 1860 empfing. Die Löwen, zwei Jahre zuvor Sieger des gesamtdeutschen Pokalwettbewerbs, kamen als Favorit – und wurden dieser Rolle auch gerecht.

Am Ende der Saison landeten die Löwen auf Platz 2, allerdings deutlich distanziert vom FC Bayern, der ungeschlagen und mit nur einem Verlustpunkt die Liga dominierte.

TSV 1860 siegt bei Wacker München

Die Blausterne leisteten jedoch heftige Gegenwehr und schnupperten an der großen Überraschung. Nach einer guten halben Stunde ging Wacker gar in Führung, doch Glas glich noch vor der Pause für Sechzig aus.

Nach dem Seitenwechsel kam erneut Wacker zunächst besser ins Spiel und erzielte das 2:1. Doch auch diesmal fand 1860 eine passende Antwort. Eckerl traf zum erneuten Ausgleich und sieben Minuten vor dem Ende sorgte Pledl per Elfmeter sogar noch für den Auswärtssieg der Löwen.

Die Aufstellung der Löwen

Leider ist heute nicht mehr nachvollziehbar, welche Elf Trainer Dr. Max Schäfer am 25.12.1944 aufbot. Lediglich der Einsatz der Spieler Ertl, Pledl, Eckerl, Nikolov (im Titelbild rechts) und Glas gilt als gesichert.

Tore:
1:0 Bäcker (31.), 1:1 Glas (??.), 2:1 Gruner (??.), 2:2 Eckerl (??.), 2:3 Pledl (83., Elfmeter)

Die Daten sind einmal mehr dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys entnommen.

sechzger.de wünscht frohe Weihnachten

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frohe weihnachten

Die gesamte sechzger.de Redaktion wünscht Euch frohe Weihnachten und eine erholsame Zeit zwischen den Jahren. Genießt die Feiertage im Kreise Eurer Liebsten und lasst den Alltag für einen Moment ruhen. Wir freuen uns auf ein neues, gemeinsames Jahr mit den Löwen und hoffentlich vielen positiven Erlebnissen.

sechzger.de wünscht frohe Weihnachten

Die Weihnachtszeit lädt uns ein, innezuhalten, zurückzublicken und mit Zuversicht nach vorne zu schauen. Vielen Dank für Eure Treue, Euer Interesse und die zahlreichen Kommentare über das vergangene Jahr hinweg.

Wir wünschen Euch ein besinnliches Weihnachtsfest, erholsame Feiertage voller Wärme, Freude und schöner Momente. Möge das neue Jahr Gesundheit, Glück und viele Löwensiege mit sich bringen.

Auf sechzger.de versüßen wir Euch die Zeit bis dahin mit einigen Spielen aus der Historie des TSV 1860 und dem einen oder anderen Jahresrückblick.

Winterpause: ein Blick in die fünf Regionalligen

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SV Meppen TSV 1860 20230211 (70)

Im deutschen Profifußball ruht derzeit der Ball, seit einigen Tagen ist Winterpause angesagt. Das gilt natürlich auch für die fünf Regionalligen, aus denen am Ende der Saison wieder vier Aufsteiger ermittelt werden. Wer dabei in der Relegation spielen muss und welche Teams sich derzeit Hoffnung machen dürfen auf einen Aufstieg in die 3.Liga, gibt es im Folgenden in der Übersicht.

Winterpause im deutschen Fußball: Zwischenstand in den Regionalligen

Fünf Ligen, nur vier Aufsteiger: das Dilemma, dass nicht jeder Meister in den Regionalligen aufsteigen darf, wurde in den letzten Monaten wieder heiß diskutiert. Mittlerweile hat der DFB Gesprächsbereitschaft signalisiert, nachdem sich zahlreiche Vereine – darunter auch der TSV 1860 München – einer Initiative angeschlossen hatten. Es wurde bereits eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die mögliche Lösungen herausarbeiten soll. Erst einmal bleibt es allerdings bei der aktuellen Regelung und so müssen im kommenden Frühsommer erneut zwei Mannschaften um den letzten, verbliebenen Platz in der 3.Liga kämpfen. Wer das sein könnte und wer in den anderen Regionalligen die Nase aktuell vorne hat, das zeigt nachfolgende Zusammenfassung auf.

Regionalliga Nord: zwei ehemalige Drittligisten an der Spitze

Sollte sich im Norden nach der Winterpause nichts mehr ändern, treffen die Löwen bei einem Verbleib in der 3.Liga auf einen alten Bekannten, zu dem es einige Kilometer abzuspulen gilt, wenn man beim Auswärtsspiel live vor Ort sein möchte. In der Regionalliga Nord liegt derzeit nach etwas mehr als der Hälfte an Spielen der SV Meppen auf Platz 1. Drei Zähler dahinter lauert mit dem VfB Oldenburg ein weiterer, ehemaliger Drittligist – punktgleich mit dem SV Drochtersen/Assel. Letztgenannter Verein bläst zur Attacke und hat vor kurzem angekündigt, das eigene Stadion drittligatauglich auszubauen. Die Rasenheizung ist bereits genehmigt und einem möglichen Aufstieg im Sommer möchte man mit mobilen Tribünen als Übergangslösung begegnen.

Bereits weit abgeschlagen sind Absteiger Hannover 96 II sowie der VfB Lübeck und die Kickers aus Emden, die eigentlich auch Ambitionen für die 3.Liga hegen.

Regionalliga Nordost: Lok erneut vorne

Im Nordosten zeichnet sich das Bild der vergangenen Spielzeit ab. Auch aktuell liegt dort wieder Lok Leipzig an der Tabellenspitze, während der Stadtrivale BSG Chemie in der Abstiegszone zu finden ist. Lok hat derzeit fünf Punkte Vorsprung auf Carl-Zeiss Jena, auf den Rängen drei und vier folgen Rot-Weiß Erfurt sowie der FSV Zwickau. Für den Halleschen FC, ebenfalls ehemaliger Drittligist, dürfte der Zug bei 14 Punkten Rückstand bereits abgefahren sein.

Einen großen Nachteil gibt es allerdings aus Leipziger Sicht in der aktuellen Spielzeit: erneut ist es kein direkter Aufstiegsplatz, der in das Abenteuer 3.Liga führt. Sollte Lok erneut Meister werden, heißt es wieder einmal Relegation.

Regionalliga West: Kopf an Kopf-Rennen zur Winterpause

Äußerst eng geht es im Westen zu: Platz 1 und 6 trennen momentan gerade einmal fünf Punkte. Die besten Karten nach 18 gespielten Partien hat momentan Fortuna Köln. Einen Zähler dahinter liegt der FC Schalke 04 II, drei Punkte Abstand auf Köln hat Rot-Weiß Oberhausen. Auch der FC Gütersloh, Absteiger Borussia Dortmund II und die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach dürfen sich noch Hoffnungen auf einen Platz in der 3.Liga machen.

Am anderen Ende der Tabelle kämpft übrigens Ex-Löwe Sascha Mölders mit dem SC Wiedenbrück gegen den Abstieg.

Regionalliga Südwest: ein Neuling für die 3.Liga?

Der SGV Freiberg Fußball schnuppert am Tor zur Drittklassigkeit – es wäre in der Vereinsgeschichte das erste Mal, dass die Freiberger in die 3.Liga aufsteigen. Mit 41 Punkten führt man nach 20 Spielen die Tabelle im Südwesten an. Einen Punkt dahinter liegt die SG Sonnenhof Großaspach, die als Aufsteiger bislang eine starke Spielzeit hinlegt und sogar den direkten Durchmarsch schaffen könnte. Auf den Tabellen-3. gibt es bereits ein kleines Punktepolster von sechs Zählern. Dort ist die zweite Mannschaft des FSV Mainz momentan zu finden. Der SV Sandhausen hat sich nach einem verkorksten Saisonstart auf Rang 5 vorgekämpft, hat allerdings noch acht Punkte Rückstand auf den Tabellenführer.

Mit anderen Ambitionen an den Start gegangen sind sicherlich die Kickers aus Offenbach – derzeit heißt die Realität aber eher Abstiegs- statt Aufstiegskampf. Das gilt auch für Freiburg II, die vor einigen Jahren noch für Furore in der 3.Liga sorgten.

Regionalliga Bayern: Nürnberg II, Haching, Würzburg – oder doch jemand anderes?

Den zweiten Relegationsteilnehmer im kommenden Mai und Juni stellt ein Vertreter der Regionalliga Bayern. Zur Winterpause liegt der 1.FC Nürnberg II auf Rang 1. Dahinter folgen Unterhaching (ein Spiel weniger) und die Würzburger Kickers mit je drei Punkten Rückstand. Toto Pokal-Schreck Illertissen ist Vierter, dahinter folgt der starke Aufsteiger VfB Eichstätt. Keine Rolle im Aufstiegskampf spielt wieder einmal die zweite Mannschaft des roten Stadtrivalen. 19 Punkte beträgt der Rückstand bereits.