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3. Liga am Montag: VfL Osnabrück bezwingt Viktoria Köln

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Bremer Brücke VfL Osnabrück

Unterhaltsam ging es am Montag Abend an der Bremer Brücke zu. Nicht nur das Geschehen auf dem Rasen war sehenswert, auch ein zwischenzeitlicher Ausfall des Flutlichts sorgte für Aufsehen. Am Ende setzte sich der VfL Osnabrück mit 3:0 gegen Viktoria Köln durch.

Flutlichtausfall an der Bremer Brücke

Während zu Beginn der Partie die Gäste aus Köln das Zepter in die Hand nahmen, kam in der Folge der VfL Osnabrück immer besser ins Spiel. Die Viktoria fuhr jedoch einige gefährliche Konter und so entwickelte sich ein äußerst attraktives Match mit zahlreichen Chancen. Bestnoten verdiente sich dabei vor allem Gästekeeper Moritz Nicolas, der in der Vorsaison noch beim VfL unter Vertrag gestanden hatte. Kurioser Höhepunkt der ersten Hälfte war jedoch der teilweise Ausfall der Fluchtlichtanlage. Nach einer kurzen Unterbrechung ging es in etwas dunklerer Umgebung weiter, ehe man in der Pause am Sicherungskasten nachjustierte.

Heider erlöst die Lila-Weißen

Nach dem Seitenwechsel sorgte dann auch die aktive Szene der Lila-Weißen für ordentlich Stimmung an der Bremer Brücke, nachdem sie die erste Hälfte boykottiert hatte. Viktoria Köln präsentierte sich nun jedoch mutiger und zwang den VfL Osnabrück zunächst in die Defensive. Jastremski nagelte die Kugel an die Latte – Glück für die Gastgeber! Auf der anderen Seite flankte Opoku auf Heider, der Routinier setzte zum Seitfallzieher an, traf den Ball jedoch nicht richtig und so senkte sich die Kugel per Bogenlampe zum 1:0 in die Maschen (56.).

VfL Osnabrück schlägt Viktoria Köln

Die Viktoria zeigte sich wenig geschockt, der VfL hatte jedoch Aufwund und schlug Kapital daraus. Diesmal profitierte Heider von einem bösen Schnitzer in der Abwehr der Gäste. Mit dem 2:0 sorgte der 35-Jährige in der 68. Minute für die Vorentscheidung. Doch damit nicht genug, denn in der 74. Minute klingelte es schon wieder. Kleinhansl gab den Ball scharf in die Mitte, wo Aaron Berzel den Ball unglücklich zum 3:0 ins eigene Netz abfälschte.

Wie schon beim Gastspiel in Giesing wurde Viktoria am Ende unter Wert und etwas zu hoch geschlagen. Die Mannschaft von Olaf Janßen rangiert somit auf Platz 18 der Tabelle, während der VfL auf Rang 5 kletterte.

TSV 1860 e.V.: Mitgliederversammlung am 24. Oktober

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TSV 1860 Mitgliederversammlung Stimmkarte
Stimmkarte bei einer Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V.

Wie der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift “Die Sechzger 3/21” zu entnehmen ist, findet die diesjährige Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V. am 24.10.2021 im Zenith statt.

Mitgliederversammlung von 1860 am 24.10.

Die Einladung zur Mitgliederversammlung des TSV 1860 im Wortlaut:

Sehr geehrtes Mitglied des TSV München von 1860 e.V.,
das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. lädt Sie herzlich zur Mitgliederversammlung 2021 ein. Diese findet statt:

am Sonntag, den 24. Oktober 2021, um 10 Uhr (Einlass ab 8.30 Uhr),
in der Kulturhalle Zenith, Lilienthalallee 35 in 80939 München.

Parkplätze sind gegen Entgelt in begrenzter Zahl auf dem Gelände vorhanden. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie das Zenith am besten mit der U-Bahn Linie U6 Richtung GarchingForschungszentrum / Fröttmaning / Kieferngarten. An der Haltestelle „Freimann“ aussteigen, von dort sind es ca. 8 Minuten zu Fuß bis zur Halle.

(…)
Stimmberechtigt sind alle ordentlichen Mitglieder, die zum Zeitpunkt der Versammlung das
18. Lebensjahr vollendet haben, mindestens ein Jahr ohne Unterbrechung Mitglied im Verein und nicht mit der Beitragszahlung im Verzug sind.

Bitte beachten Sie das für diese Versammlung geltende, gültige Hygienekonzept, auf welches wir aus Aktualitätsgründen mit weiteren Informationen zur Versammlung ausdrücklich auf unsere Homepage www.tsv1860.org verweisen.

Anträge zur Mitgliederversammlung können bis einschließlich Freitag, den 17. September 2021 schriftlich (persönlich – während der Geschäftszeiten, per Post an TSV München von 1860 e.V., Grünwalder Str. 114, 81547 München, per Fax unter 089 / 642785-148 oder per E-Mail an ekkehardt.krebs@tsv1860.org) beim Präsidium eingereicht werden. Für die Rechtzeitigkeit der Antragstellung ist das Datum des Poststempels bzw. das Absendedatum des Faxes oder der E-Mail entscheidend. Alle rechtzeitig eingegangenen und formal korrekten und zugelassenen Anträge werden vor der Versammlung auf der Homepage des Vereins (www.tsv1860.org) veröffentlicht und liegen zudem zu den Geschäftszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr) auf der Geschäftsstelle, Grünwalder Straße 114 im Büro von Ekkehardt Krebs zur Einsicht aus. Sie werden auf der Versammlung im Rahmen der Tagesordnung behandelt. Am Tage der Versammlung erhalten Sie die Anträge zudem in schriftlicher Form.

Bitte vergessen Sie nicht, Ihren aktuellen Mitgliedsausweis Saison 2021/2022 und einen amtlichen Lichtbildausweis (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein) mitzubringen.

Sechzig @ 18:60 – Die Löwen nach dem 1:1 gegen den SV Meppen

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Die Löwen nach dem 1:1 gegen den SV Meppen

Nachdem es auf sechzger.de zuletzt etwas ruhiger zuging, wurde es heute wieder etwas lebhafter. Das Unentschieden gegen Meppen ist (leider) noch immer in den Köpfen, doch es gibt noch deutlich mehr Neues von den Löwen. Nichtsdestotrotz würden wir uns über zusätzliche externe Unterstützung sehr freuen – also gebt Euch einen Ruck!

Taktiktafel-Analyse

Auch Bernd Winninger war nach dem Spiel am Samstag sehr ernüchtert und haderte vor allem mit dem Defensivverhalten der Löwen gegen den SV Meppen. In seiner Analyse stellt er der Mannschaft kein gutes Zeugnis aus, selbst wenn der Großteil der Statistik für Münchens große Liebe spricht.

Der Weltuntergang steht bevor

Das könnte man zumindest bei einem Blick in die (sozialen) Medien meinen. Was so ein Unentschieden gegen den SV Meppen so alles auslösen kann… Christian Jung sieht das natürlich etwas anders und ruft zur Gelassenheit auf.

U21 verspielt Heimsieg gegen Spitzenreiter

Doch nicht nur die Profis kamen in ihrem Heimspiel nicht über ein Remis hinaus. Auch die U21 musste sich in der Bayernliga Süd gegen Spitzenreiter SpVgg Hankofen-Hailing mit einem 1:1 begnügen.

Erfolgreiches Wochenende für die e.V-Mannschaften

Grund zur Freude gab es hingegen für einige Mannschaften des Hauptvereins. Sowohl die 3. Mannschaft als auch die U16 und U15 konnten ihre Spiele erfolgreich gestalten. Auch die Frauen beendeten ihr Trainingslager in der Oberpfalz mit einem Testspielsieg.

 

 

Sechzig, die Medien und die Fans: Wieder mal Weltuntergang

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Es wäre ungerecht, ein spezielles Medium, das über den TSV 1860 München berichtet, allein dafür verantwortlich zu machen. Es ist viel mehr die brisante Mischung aus fünf Münchner Tageszeitungen, dem Wunsch nach hohen Klickzahlen in der Onlineberichterstattung und – das ist wohl der entscheidende Faktor – einer riesigen extrem leidenschaftlichen Fangemeinde, die es hervorbringt: Das regelmäßig kommunizierte Drama! Weltuntergang etwa alle vierzehn Tage! Nach dem zugegebenermaßen etwas ernüchternden 1:1 gegen den SV Meppen am Samstag ist es schon wieder soweit.

Zwei Siege, vier Unentschieden, eine Pleite

Klar, die Mannschaft von Michael Köllner hinkt aktuell den hohen Erwartungen, die vor der Saison geweckt wurden, hinterher. Nach sieben Partien stehen nur zwei Siege zu Buche. Aber übrigens auch nur eine Niederlage. Der Trainer ist mit dem Start in die Saison keineswegs zufrieden, das macht er auch sehr deutlich. Allerdings fordert er auch – und das ist an die Adresse der Berichterstatter und Fans gerichtet – die letzte Spielzeit endlich hinter sich zu lassen und nach vorne zu blicken. Dies gilt hier dann speziell für den Blick auf das Erreichte zum vergleichbaren Zeitpunkt. Am Saisonende fragt nämlich niemand mehr, ob eine Siegesserie im ersten Fünftel der Spielzeit oder später stattgefunden hat.

Zweimal Weltuntergang in drei Wochen

In den letzten drei Wochen haben die Löwenprofis vier Spiele absolviert: Der 0:3-Niederlage auf dem Betze und dem gefühlten Weltuntergang folgte die heroische Wiederauferstehung gegen Viktoria Köln. Das Unentschieden in Braunschweig wurde ausnahmsweise sachlich nüchtern analysiert und – aufgrund der auf dem Rasen gezeigten Leistung – sogar gelobt. Der verpasste, aber bereits als sicher verbuchte Dreier gegen den SV Meppen, der leider nur einen Punkt einspielte, provoziert zwei Wochen nach dem letzten schon den nächsten Weltuntergang. Bezeichnend, dass am Samstag im Stadion mitunter die Aussage zu vernehmen war, die Emsländer seien ja „bereits abgestiegen“. Da ist wohl die Erwartungshaltung mit dem einen oder anderen durchgegangen.

Kritik am sportlichen Auftreten

Nun kann man (fast) niemandem vorwerfen, es würde einzig und allein auf die Ergebnisse geblickt, wie man es beispielweise dem Publikum des Vereins aus der Seitenstraße häufig zurecht unterstellt. Die Kritik in weiß und blau kommt schon differenzierter daher, beleuchtet beispielsweise die löchrige Defensive, Passivität gegen den Ball, zu wenig Bewegung im Offensivspiel und fehlende Qualität im Abschluss. Das ist grundsätzlich meist alles richtig. Und auch wichtig, dass es gesagt wird.

Spiel für Spiel betrachten!

Unnötig hingegen ist es, nach jedem Spiel aufs Neue die globale Gesamtlage an der Grünwalder Straße zu bewerten. Sinnvoller wäre es, sich ausschließlich auf die 90 vorangegangenen Minuten auf dem grünen Rasen zu konzentrieren. (Genau so eine Analyse, die durchaus kritisch daherkommen kann, findet Ihr übrigens bei uns mit der beliebten TAKTIKTAFEL) Leider behandelt das, was gestern und heute (und wahrscheinlich noch in den kommenden Tagen) zu lesen ist, ganz andere Themen: Ob es die unzureichende Einkaufspolitik von Günter Gorenzel ist, wo noch vor wenigen Wochen Stabilität und Kontinuität im Löwenkader gelobt wurden, oder die angeblich viel zu milde Ansprache des Löwendompteurs an seine Akteure – zu viele Vertreter der schreibenden Zunft suchen nach jedem Spiel nach der Erklärung im großen Ganzen.

“Köllner raus!” – Nicht ernsthaft, oder?

Ob es die Schuld der Medien ist, dass dann in den gleichnamigen sozialen gleich der nächste Schritt gegangen wird, sei einmal dahingestellt. Jedenfalls wurde gestern Nachmittag von durchaus bekannten Löwenfans, die überwiegend nicht aus der heimlichen Deckung heraus und hinter einem unbekannten Tarnnamen agieren, bereits der Kopf des Trainers gefordert. Er erreiche die Mannschaft nicht mehr, sein kleiner Flirt mit Austria Wien im Frühsommer sei unverzeilich etc. Ernsthaft, Löwen? Wie oft wollt Ihr den Übungsleiter austauschen, wenn dies schon nach einem durchwachsenen, keineswegs katastrophalen Saisonstart und zwei sicher erwarteten, aber doch verlorenen Punkten der Fall ist?

Manchmal hilft es, tief durchzuatmen

Als besonnener Löwenfan kann man nur inständig hoffen, dass sich die Protagonisten auf der Kommandobrücke bei 1860 von der Stimmung im Umfeld nicht beirren lassen. Dass sie dem Druck der Straße und geschriebenen Worte Stand halten und den eingeschlagenen Weg konzentriert und fokussiert fortsetzen. Die gleichen Fans, die nämlich heute noch mosern und zetern, sind ja nach dem nächsten sportlichen Erfolg wieder überschwänglich und euphorisiert. Seit jeher Alltag bei unserem Lieblingsverein. An die in diesem Kommentar gescholtenen sei aber ein Vorschlag gerichtet:

Der Autor dieser Zeilen ist am Samstag gegen 15:50 Uhr erstmal einen längeren Moment auf seinem Platz in der Stehhalle sitzen geblieben (bzw. hat er diesen nach einer kompletten zweiten Halbzeit im Stehen wieder eingenommen). Und er hat das zuvor Geschehene in Ruhe verarbeitet und gedanklich eingeordnet. Und tief durchgeatmet. Vielleicht würde ähnliches Handeln ja auch dem einen oder anderen helfen, die Dinge ein wenig sachlicher und entspannter zu bewerten.

TAKTIKTAFEL-Analyse: TSV 1860 München – SV Meppen

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafel-Analyse des Spiels TSV 1860 München gegen den SV Meppen (1:1). Ein bitterer Punktverlust für die Löwen, aber auch ein ganz klar verdienter Punktgewinn für den SV Meppen.

Die Emsländer traten in München ohne echten Mittelstürmer an; nominell war das, was Trainer Rico Schmitt auf den Platz schickte, ein 4-2-3-1. Luka Tankulic wurde dabei als einzige Spitze aufgeboten. Tatsächlich war es bei eigenem Ballbesitz der Meppener mit Faßbender und Guder auf den Außenpositionen eher ein 4-3-3 mit einem hängenden Mittelstürmer oder – wenn man so will – einer falschen Neun.

Dem stellte Michel Köllner das in dieser Saison in den meisten Spielen bisher gezeigte 4-1-3-2 mit Bär und Mölders im Sturm entgegen. Biankadi blieb zunächst überraschenderweise auf der Bank. An seiner Stelle wurde Stefan Lex in die Startelf berufen.

Die wichtigsten statistischen Zahlen des Spiels

  • Ballbesitz 60%:40% (zugunsten des TSV 1860 München)
  • Passgenauigkeit TSV 1860 81%, SV Meppen 76%
  • defensive Zweikampfquote TSV 1860 57%, SV Meppen 60%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 18/9, SV Meppen 16/8
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 7,33, SV Meppen 11,61

Die erste Halbzeit

In einer fulminanten ersten Viertelstunde brannten die Löwen mit 70% Ballbesitz während dieser 15 Minuten ein richtiges Offensivfeuerwerk ab. Eine hochkarätige Chance konnte Bär nicht verwandeln und ein Tor von Richy Neudecker wurde wegen Foulspiels aberkannt. Die Löwen waren bissig, hauten sich, nah am Mann, gegen den Ball in die Zweikämpfe rein, und überraschten den Gegner mit dieser Wucht zunächst. Just in diese starke Anfangsphase des TSV 1860 München fiel dann in der 18. Minute der Gegentreffer durch einen Konter, der klar besser verteidigt hätte werden müssen. Aber dazu kommen wir etwas weiter unten.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kamen die Meppener nun klar besser ins Spiel als zuvor. Trotz deutlich weniger Ballbesitz konnten sie gleichviele Schüsse abgeben wie unsere Löwen. Die schnell gespielten Positionsangriffe und auch die Konter des SV Meppen wurden vom TSV 1860 München nicht mehr so konsequent verteidigt. Nur neun abgefangene Bälle und zwölf gewonnene Zweikampfduelle gegen den Ball sprechen hier Bände.

Offensiv präsentierten sich die Löwen weiterhin zumindest bis vor den Strafraum gut. Viermal kamen die Löwen auch noch aus dem Spiel heraus zum Abschluss in der gegnerischen Box, allerdings mit mehr oder weniger ungefährlichen Schüssen, die Domaschke nicht vor große Probleme stellten. Eine Standardsituation war es schließlich die dem TSV 1860 München zum Ausgleich verhelfen sollte. Bär traf in der 40. Minute per Kopf nach einer Ecke von rechts.

Dieser Gegentreffer schockte Meppen nicht im geringsten. Weiterhin brachten sie ihr schnelles Spiel auf den Platz und weiterhin waren die Löwen im Verhalten gegen den Ball viel zu langsam und zu passiv. Kurz vor Ende der ersten Hälfte hätten sich die Sechzger nach einem Angriff, der zunächst eine Schusschance für Tankulic bot und nach einer Glanzparade von Hiller Fassbender mit dem Kopf vergeigte, nicht über den erneuten Führungstreffer der Gäste beschweren dürfen.

Das 0:1

Als bei einem Angriff der Löwen Mölders an der Sechzehnmeterlinie einen Pass von Dressel nicht verarbeiten kann, kommt die Meppener Defensive in Ballbesitz und spielt sich zunächst über eine klassische Dreiecksformation vor dem Strafraum sehr schnell frei. Einen langen Flachpass auf Tankulic am Mittelkreis lässt dieser zurückprallen zu Evseev der aus den Lauf heraus Guder auf Halbrechts bedienen kann. Am aus Meppener Sicht rechten Strafraumeck der Sechzger kommt Guder schließlich an diesen gut getimten hohen langen Pass und schließt mit dem ersten Kontakt über Hiller hinweg ins Tor ab.

Bei diesem tadellos herausgespielten Konter des SV Meppen waren die Spieler des TSV 1860 München bei jeder Ballberührung der Meppener zu weit von den Gegenspielern entfernt, als dass defensiv etwas ausgerichtet hätte werden können.

Klar ist: Einen Konter zu verteidigen ist immer schwer, vor allem wenn der mit einer solchen Präzision ausgeführt wird wie in diesem Fall. Trotzdem müssen die Löwen meiner Meinung nach die Dreickspassformation vor dem Meppener Strafraum früher stören. Herumstehen wie ein Reh im Scheinwerferlicht und dem Gegner zusehen, ist nicht das, was man auf der Tribüne (und Trainerbank) sehen will.

Als der lange Pass auf Takulic kommt, muss man diesen zudem irgendwie verhindern. Wenn das nicht geht, muss ein Spieler verdammt nochmal nah genug an Tankulic dran sein und ihn foulen, bevor er den Ball bekommt. Dass die Laufwege der Abwehrspieler zurück, was den Positionen beim vorangegangenen Angriff der Löwen geschuldet war, gegen Guder auf der Halbposition auch eher begleitend als störend waren, kommt erschwerend hinzu. Zu guter Letzt kommt Hiller noch etwas zu spät oder zu langsam aus seinem Kasten und steht beim Lupfer von Guder zu weit vom Schützen entfernt, um eingreifen zu können.

Das 1:1

Nach einer Ecke von Neudecker auf den kurzen Pfosten trifft Bär per Kopf zum bis dahin verdienten Ausgleich.

Die zweite Halbzeit

Offensiv kann man auch in der zweiten Halbzeit den Spielern des TSV 1860 München nichts vorwerfen. Es wurde auf Gedeih und Verderb alles versucht, um dieses vermaledeite zweite Tor zu schießen. Gleich nach dem Pausentee hatte Mölders mit einem Lattenpendler, der leider nicht hinter der Linie war, die wohl größte Chance zur Führung für die Sechzger.

Gegen den Ball war das, was unsere Löwen boten, jedoch eine absolute Katastrophe. Zu passiv, zu große Abstände, zu langsam. In der gesamten zweiten Halbzeit wurden von den Sechzgern überhaupt nur fünfundzwanzig direkte Duelle gegen den Ball geführt. Davon wurden mit zwölf nicht einmal die Hälfte gewonnen.

Diese Art und Weise, defensiv zu agieren, ist eines Löwen nicht würdig. In keiner der defensiv für Zweikampfverhalten relevanten Statistiken stehen die Löwen in der zweiten Halbzeit über einem Wert von 50%.

Dass es vorn nicht klappt, kann passieren. Es gibt ja immer noch einen Gegner, der versucht, Tore zu verhindern. Dass man in den zweiten 45 Minuten so gegen den Ball arbeitet, hat mich beim Spiel und einige Stunden danach aufgeregt. Und heute, da ich diese Zeilen schreibe, reg ich mich schon wieder drüber auf. Defensiv war die zweite Halbzeit eine Nichtleistung.

Fazit

Vor dem Spiel war klar, dass wir es tunlichst gewinnen sollten, um den Anschluss nach vorne nicht zu verlieren. Folglich spielten die Löwen einerseits guten Offensivfußball, bei dem leider aus dem Spiel heraus kein Erfolgserlebnis erzielt werden konnte. Andererseits zeigt man gegen den Ball ein so passives Verhalten, vor allem in der letzten Reihe, aber auch teilweise im Mittelfeld. So ein pomadiges Abwehrverhalten wie in der zweiten Halbzeit, bei dem sich jeder auf sein Stellungsspiel verlässt, aber kaum defensive Zweikämpfe geführt wurden, will ich nie wieder sehen.

Noch ist trotzdem alles im grünen Bereich, sechs Punkte fehlen bis zur Spitze, vier Punkte auf einen Aufstiegsplatz. Das Tabellenbild (auch auf unserer Startseite zu finden) ist nach sieben Spieltagen schon sehr spannend.

Meppen war für uns zuhause schon immer ein eher unangenehmer Gegner. Vielleicht liegt uns am kommenden Sonntag Halle etwas besser. Zehn erzielte Tore für den TSV 1860 München in den letzten beiden Spielen dürften uns zuversichtlich stimmen, dort etwas mitnehmen zu können.

Datenquelle: Wyscout

Der 2222. – und vielleicht letzte – Artikel auf sechzger.de

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Jubiläum: 2222 (und vielleicht der letzten) Artikel – deswegen: Mitarbeiter & Unterstützung gesucht

Gestern haben wir bei sechzger.de keinen Artikel veröffentlicht, es konnte einfach niemand.  Aus diesem Grunde jetzt hier unser exakt 2222. Beitrag: Das ganze ziemlich genau eineinhalb Jahre nach unserer Neu-Gründung.

Zeit ein kleines Fazit zu ziehen und um Unterstützung zu bitten.

La Manga, Januar 2020. Nach fast 20 Jahren Pause geht sechzger.de wieder an den Start. Beim ersten Trainingslager unter Michael Köllner. Mit einem uralten Laptop und einem Smartphone werden die ersten Artikel und Videos aus Spanien eingestellt. Von einigen Seiten milde belächelt. Aber es freut mich ja, wenn ich anderen eine Freude in Form eines Lächelns bescheren kann.

Die bald aufkommende Corona-Pandemie macht es nicht leichter. Stadionbesuche sind nahezu unmöglich. Dennoch: das sechzger.de-Team vergrößert sich und wir bleiben am Ball. Es folgt eine Kooperation mit dem Wochenanzeiger und die ersten guten Gespräche mit dem TSV 1860. In der folgenden Saison 2020/21 sind wir als einziges Medium aus München bei jedem Spiel mit einem Vertreter vor Ort und fast immer im Stadion. Nur in Duisburg gibt es keine Möglichkeit hineinzugelangen. Ein Mitarbeiter von sechzger.de berichtet trotzdem vor Ort, zwischen den hupenden Duisburgern in ihren Autos und neben Prinz Eisenherz.

Umfangreiche Artikel werden geschrieben, ausführliche Interviews mit Aaron Berzel oder Heinz Schmidt geführt, um nur zwei von vielen an dieser Stelle zu nennen. Die TAKTIKTAFEL wird eingeführt und selbst von Michael Köllner lobend erwähnt. Gibt es irgendwo umfangreichere Vor- und Nachberichte oder Spielanalysen rund um den TSV 1860?

Die Frage, die uns oft gestellt wurde und wird lautet: „Warum macht ihr das?“. Die Antwort ist ganz einfach: „Weil es uns Spaß macht. Außerdem weil wir es können“.

Aber können wir es noch? In den letzten Wochen war fast durchgängig 1/3 oder mehr unserer Redaktion in Urlaub. Für den Rest war es als reines Hobby eindeutig zu viel. So viel, dass wir nahe dran sind dass es eben keinen Spaß mehr macht. Das wollen wir vermeiden.

Dafür wäre es hilfreich, noch mehr aktive Mitarbeiter zu haben. Egal ob Du einen Artikel am Tag oder einen im Monat schreiben möchtest. Oder uns bei den technischen Details unterstützen willst. Wir finden die richtige Sparte für Dich.

Du hast Lust, an einer besseren Berichterstattung für ein besseres 1860 mitzuwirken? Dann freuen wir uns über eine kurze Vorstellung von Dir. Gerne persönlich im Stadion oder per Mail an stephanATsechzger.de. Das AT steht für das @-Zeichen. Du kannst uns natürlich auch über Facebook oder Insta schreiben.

Ansonsten freuen wir uns einfach darüber, wenn Du unsere Beiträge liest und bei Gefallen in den sozialen Netzwerken teilst. Kritik und Verbesserungsvorschläge sind natürlich auch gerne gesehen.

Sollte dieser Aufruf ins Leere gehen, könnte es tatsächlich passieren dass der 2222. Beitrag auch einer der letzten ist.

Wir wünschen allen Löwen einen guten Wochenstart!

Erfolgreiches Wochenende: Nur die 4. Mannschaft des TSV 1860 verliert

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Klar, die Profis stehen bei den Löwen im Fokus und können mit dem 1:1 gegen den SV Meppen nicht zufrieden sein. Auch die U21 kam trotz Unterstützung aus dem Drittligakader nicht über ein Remis hinaus. Alles in allem blickt der TSV 1860 jedoch auf ein erfolgreiches Wochenende zurück.

TSV 1860: Nur eine Niederlage am Wochenende

Lediglich die 4. Mannschaft musste eine Niederlage einstecken, alle anderen Mannschaften erreichten zumindest ein Remis. Hier die Übersicht:

Samstag, 04.09.:
Profis – SV Meppen 1:1
FV Illertissen – U19 0:2
U15 – DFI Bad Aibling 5:0
DJK Ursensollen – Frauen 3:4

Sonntag, 05.09.:
U21 – SpVgg Hankofen-Hailing 1:1
FC Neuhadern II – 3. Mannschaft 1:7
TSV Trudering III – 4. Mannschaft 4:1
U16 – SpVgg Unterhaching II 3:0
SpVgg GW Deggendorf II – U11 1:1

TSV 1860 U21 kassiert späten Ausgleich gegen SpVgg Hankofen-Hailing

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U21 des TSV 1860 in der Bayernliga Süd
Die U21 des TSV 1860 auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße

Das war unnötig! Durch einen Gegentreffer tief in der Nachspielzeit gab die U21 des TSV 1860 gestern Nachmittag den Sieg gegen Bayernliga-Spitzenreiter SpVgg Hankofen-Hailing aus der Hand.

Unterstützung durch die Profis

Trainer Frank Schmöller konnte gegen die Niederbayern personell aus dem Vollen schöpfen und etliche Spieler aus dem Drittligakader aufbieten. So kamen u.a. Semi Belkahia, Fabian Greilinger, Tim Linsbichler und Kevin Goden zum Einsatz. Für die Führung sorgte jedoch Alexander Freitag, der die Kugel nach einer halben Stunde in den Winkel schweißte. Traumtor!

Hankofen-Hailing gleicht spät gegen 1860 aus

Zum Sieg reichte es dennoch nicht. Tief in der Nachspielzeit köpfte Gänger nach einer Ecke zum 1:1 für Hankofen-Hailing ein. Ein fieser Nackenschlag! Ähnlich sah es auch Schmöller:

“Es war von der Art und Weise her eine gute Leistung. Im Nachgang frage ich mich: Warum spielen wir nicht immer so? Wir stehen zwar nicht mit ganz leeren Händen da, aber es fühlt sich momentan so an!”

Bild: Siegfried Nagelstutz

Liveticker: TSV 1860 München – SV Meppen (7. Spieltag)

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Liveticker TSV 1860 München SV Meppen
Liveticker SV Meppen TSV 1860 München

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 7.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem SV Meppen!

Nach dem Unentschieden bei Eintracht Braunschweig trifft der TSV 1860 München nun daheim auf den SV Meppen. Da werden natürlich Erinnerungen wach…

sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel live aus München-Giesing.

 

Aufstellung:

1 Hiller – 36 Steinhart, 5 Moll, 6 Salger, 20 Deichmann – 14 Dressel, 8 Tallig, 31 Neudecker, 7 Lex – 15 Bär, 9 Mölders (C)

Bank:

40 Kretzschmar, 3 Lang, 11 Greilinger, 16 Goden, 17 Wein, 18 Knöferl, 19 Biankadi, 22 Linsbichler, 23 Staude

Tore:

0:1 Guder (18.), 1:1 Bär (40.)

Die Personalsituation

Diesen Löwen droht eine Sperre

Noch hat keiner der Löwen vier gelbe Karten kassiert. Damit droht logischerweise auch keine Sperre.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – SV Meppen außer im Liveticker noch verfolgen?

Neben den Zuschauen im Sechzgerstadion können alle anderen Anhänger des TSV 1860 München das Spiel bei MagentaSport live im Fernsehen und Online-Stream verfolgen. Das Spiel kommt nicht im Free-TV.

Seit Neuestem können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Den Gegner im Fokus: TSV 1860 – SV Meppen

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Technische Daten

Sportverein Meppen 1912 e.V.
Gründung: 29. November 1912
Mitglieder:
1859
Vereinsfarben: Blau-Weiß
Weitere Sportarten: keine
Website der Fußball-Gesellschaft

Das letzte Mal

Dienstag, 24. Januar 2021
TSV 1860 – SV Meppen 1:1
3. Liga, 20. Spieltag
Sechzgerstadion
Geisterspiel
Torschützen:
1:0 Belkahia (62.)
1:1 Bozic (76.)

Heimbilanz gegen den SV Meppen

4 Spiele
1 Sieg
2 Unentschieden
1 Niederlage

Gesamtbilanz gegen den SV Meppen

8 Spiele
3 Siege
3 Unentschieden
2 Niederlagen

Das erste Mal

Am Sonntag, den 5. Dezember 1993 unterlagen die Löwen auf Giesings Höhen dem SV Meppen mit 1:2. Es war der etwas ernüchternde Abschluss einer ansonsten berauschenden Hinrunde, in der die Löwen als Aufsteiger die 2. Bundesliga durcheinander gewirbelt hatten. Für den Tabellenzweiten 1860 bedeutete dieses Premierenduell mit den Emsländern die erste Heimniederlage der Saison. Die 22.000 Zuschauer, die die Löwen diesem Nachmittag in eine – wegen zweier Spielabsagen – bis März andauernde Winterpause verabschiedeten, ahnten nicht, dass nach dem Rückspiel in Meppen ein gutes halbes Jahr später die Rückkehr des TSV 1860 in die Bundesliga feststehen sollte.


Der einzige Heimsieg

Bei bisher vier Aufeinandertreffen mit dem heutigen Gegner auf Giesings Höhen gelang den Löwen erst ein Sieg. Nach dem 1:0 am 23. März 2019 (Torschütze: Philipp Steinhart per Foulelfmeter) lag der Aufsteiger auf dem beachtlichen fünften Tabellenplatz, der Klassenerhalt schien geschafft, allerspätestens nach dem 1:1 in Braunschweig eine Woche später. Was dann folgte war eine beispiellose Serie von fünf Niederlagen – erst am 11. Mai konnte mit einem Sieg über Fortuna Köln die Drittligazugehörigkeit für die folgende Saison gesichert werden.

Zum Reinhören: Das Vereinslied


Tabellenplätze der Vorsaison

3. Liga 2020/21: 1860 & Meppen


Prognose 2021/22

Wie zuletzt die Kölner Viktoria hatte auch unsere heutigen Gäste vor dieser Saison kein Drittligatrainer auf seinem Aufstiegsfavoriten-Zettel. Nicht wirklich überaschend, waren die Emsländer ja überhaupt nur aufgrund des Lizenzentzugs für den KFC Uerdingen in der Liga verblieben. Meppens Co-Trainer Mario Neumann (der diese wichtige Aufgabe von seinem Chefcoach übertragen bekommen hatte) nannte Eintracht Braunschweig, den FCK und unseren TSV 1860 als seine heißen Kandidaten für die Rückkehr in die 2. Bundesliga.

Den Erwartungen des Wettanbieters tipico zufolge wiederholt sich im Emsland im Frühsommer 2022 das Drama des Vorjahres: Zusammen mit Zwickau und Viktoria Berlin erwartet man die Meppener am Saisonende ganz weit unten in der Tabelle. Lediglich der TSV Havelse wird noch schwächer eingestuft.


Große Gegner für den SVM

Der SV Meppen hatte in dieser noch jungen Saison schon klangvolle Namen vor der Brust. Innerhalb von nur vier Tagen traf man zunächst in einem recht spontan vereinbarten Testspiel auf Lazio Rom und erreichte ein durchaus beachtliches 1:1. Vier Tage später empfing man in der ersten DFB-Pokalrunde den nächsten Hauptstadt-Klub: Hertha BSC. Erst in der Nachspielzeit mussten sich die tapferen Emsländern den Berlinern mit 0:1 geschlagen geben.

Profiteure von Lizenzentzügen –
und was sie daraus machen

Hier geht es nun um sportliche Absteiger, die nur in der 3. Liga bleiben durften, weil ein anderer Verein die (wirtschaftlichen) Voraussetzungen nicht erfüllte: 2013 blieb Darmstadt 98 Dank der finanziellen Schwierigkeiten von Kickers Offenbach in der 3. Liga – und fand sich zwei Jahre später in der 1. Bundesliga wieder. Im Sommer 2017 war es der SC Paderborn (und wir Löwen daran bekanntermaßen nicht ganz unbeteiligt), der trotz sportlichen Abstiegs drittklassig blieb. Auch hier folgte der direkte Durchmarsch in die Eliteliga für die Ost-Westfalen. Da stellt sich nun die berechtigte Frage: Setzt unser heutiger Gegner, der am Ende der vergangenen Saison nur wegen des Rückzugs des KFC Uerdingen in der Liga bleiben durfte, diese Serie fort?