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Überraschung: Trainingsauftakt am 15.06.

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Trainingsauftakt

Das kommt dann doch irgendwie überraschend: Wie der TSV 1860 soeben mitteilte, findet der Trainingsauftakt bei den Löwen am Montag, den 15.06. statt!

Trainingsauftakt und erstes Testspiel

U21-Coach Alper Kayabunar, der auch als Favorit für den Cheftrainer-Posten gelten soll, wird am Montag eine Mischung aus U21-Spielern und Profis anleiten, deren Verträge auch für die Regionalliga gelten. Offiziell endet das Spieljahr 2025/26 ja erst am 30.06.2026, die Verträge sind also noch gültig.

Ob und wann die bisherigen Angestellten der KGaA Verträge beim e.V. bekommen, der das Spielrecht wahrnehmen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Am Samstag, den 20. Juni 2026, steht um 14 Uhr das erste Testspiel auf dem Programm. Gegner ist der VfB Forstinning, gespielt wird im Sportpark Forstinning, Aicher Straße 8, 85661 Forstinning.

Öffentliches Training am Montag

Wie der TSV 1860 mitteilt, wird am Montag eine Kaderliste veröffentlicht. Dabei wird es sich jedoch ausschließlich um Spieler aus dem Kader der U21 für die Saison 2026/2027 sowie Profis, die aktuell einen Vertrag für die Regionalliga Bayern besitzen. Spieler aus dem Profikader ohne gültigen Vertrag für die Regionalliga befinden sich weiterhin im Urlaub.

Der Trainingsauftakt ist öffentlich zugänglich und das Löwenstüberl ist geöffnet. Geht hin, unterstützt die Löwen und sorgt für eine positive Stimmung bei der Mannschaft!

Laut Abendzeitung: Ismaik torpediert eigenen Millionen-Exit

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Ismaik Millionen-Exit

Die Auseinandersetzung zwischen der HAM International und dem TSV 1860 München e.V. zieht weitere Kreise. Während die Investorenseite juristisch gegen den Lizenzentzug vorgeht, berichtet die Abendzeitung (AZ) über zwei unlängst gescheiterte Millionen-Angebote für die KGaA-Anteile von Hasan Ismaik. Die Rekonstruktion dieser Vorgänge zeigt, dass die HAM durch ihre Verhandlungstaktik maßgeblich zum Scheitern der Abschlüsse beigetragen hat. Gleichzeitig positioniert sich die Kanzlei von Peter Gauweiler mit einem sogenannten „Faktenblatt“ neu zur vieldiskutierten Darlehenskündigung.

Das 20-Millionen-Angebot und eine folgenreiche Nachforderung

Nach Informationen der AZ lag der HAM bereits vor rund zwei Monaten ein weitreichendes Angebot für ihre Anteile in Höhe von etwa 20 Millionen Euro vor, den erforderlichen Liquiditätsnachweis eingeschlossen. Während in dem Bericht spekuliert wird, diese Offerte könne von dem Konsortium um Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger gestammt haben, lässt sich dies nach sechzger.de-Informationen verneinen.

Unabhängig von der genauen Identität der Bieter scheiterte eine Einigung laut AZ an der HAM selbst. Obwohl Hasan Ismaik zunächst grundsätzliche Verkaufsbereitschaft signalisiert haben soll, ließ er den Deal demnach durch eine kurzfristige Nachforderung in Höhe von exakt 2,7 Millionen Euro platzen. Dass es sich dabei genau um jene Summe handelt, die Ismaik wenig später im Rahmen der Lizenzierung verweigerte, legt den Schluss nahe, dass die Investorenseite die durch die bevorstehende Kündigung der Darlehen bereits absehbare Finanzierungslücke kurzerhand auf die potenziellen Käufer übertragen wollte.

Ein wirtschaftliches Mysterium: Der torpedierte Millionen-Exit

Ein zweites Angebot soll sich während der akuten Lizenzierungsphase in den vergangenen Wochen konkretisiert haben. Der AZ zufolge war sich die Investorenseite mit einem weiteren Konsortium bereits weitgehend handelseinig. Dieses hätte den Kaufpreis entrichtet, bestehende Darlehen abgelöst und die Merchandising-GmbH übernommen.

Der Abschluss scheiterte in diesem Fall jedoch an einer zentralen formellen Voraussetzung: der nicht erteilten Drittliga-Lizenz. Zieht man dieses Hintergrundwissen heran, erscheint Ismaiks Vorgehen in den vergangenen Wochen wirtschaftlich zutiefst irrational. Anstatt einen geregelten, lukrativen Millionen-Exit zu vollziehen, kündigte die HAM kurzfristig bestehende Darlehensverträge und verweigerte die rettenden 2,7 Millionen Euro. Damit hat Ismaik nicht nur den Verbleib der KGaA im Profifußball verhindert, sondern sehenden Auges die vertragliche Basis für seinen eigenen Verkauf vernichtet. Die ökonomische Logik hinter diesem Handeln bleibt dabei völlig verschlossen – der Investor und seine Entscheidungen sind mehr denn je ein Mysterium.

Das Kommunikationspapier der HAM zur Darlehenskündigung

Um die Deutungshoheit in der laufenden Gesellschafterkrise zu wahren, zirkuliert derzeit ein von der Kanzlei Gauweiler verfasstes Papier. Darin wird die außerordentliche Kündigung der Darlehensverträge durch Ismaik in einen neuen Kontext gesetzt. Der HAM-Darstellung zufolge war diese Kündigung mit dem Angebot einer alternativen Finanzierung in Höhe von mehr als vier Millionen Euro durch einen dritten Investor verbunden. Zudem widerspricht die HAM der Aussage von e.V.-Präsident Gernot Mang, die Darlehenskündigung sei unerwartet erfolgt; man habe das Präsidium im Vorfeld über die Unzufriedenheit bezüglich vermeintlicher Vertragsverletzungen informiert.

Bei sachlicher Betrachtung wirft das Finanzierungsangebot jedoch Fragen auf: Warum wurde die bestehende Lücke von 2,7 Millionen Euro nicht primär geschlossen, wenn deutlich mehr Kapital eines Dritten in Aussicht stand? Es ist davon auszugehen, dass diese externe Finanzierung an strukturelle Bedingungen geknüpft war, die für das e.V.-Präsidium nicht zustimmungsfähig waren – wie etwa die bereits in einem früheren Verhandlungsstadium geforderte weitreichende Verpfändung von künftigen Eintrittsgeldern. Einer derartigen Beschneidung des ohnehin knappen finanziellen Spielraums konnte der Verein unmöglich zustimmen.

Klageankündigung und verbandsrechtliche Hürden

Ein weiteres Detail aus dem AZ-Bericht offenbart die aktuelle juristische Vorgehensweise der HAM. Demnach bot die Investorenseite an, den in der Nacht zum 3. Juni verhandelten Vertragsentwurf nachträglich zu unterzeichnen – jedoch unter der expliziten Bedingung, dass die Drittliga-Lizenz erteilt wird. Parallel dazu sollen DFB und BFV über rechtliche Schritte im Falle einer Nichterteilung informiert worden sein.

Eine Beschwerde gegen diese Entscheidung war jedoch aussichtslos. Diese juristische Strategie der Investorenseite stößt auf klare verbandsrechtliche Grenzen: Das Lizenzierungsverfahren des DFB sieht für die Bedingungserfüllung (wie den Liquiditätsnachweis) absolute Ausschlussfristen vor. Eine Bereitschaft zur Zahlung oder Vertragsunterzeichnung, die erst nach Ablauf dieser Frist verbindlich erklärt wird, gilt rechtlich als „neuer Tatsachenvortrag“. Die Richtlinien des DFB-Zulassungsverfahrens schließen die Berücksichtigung solcher neuen Tatsachen im Beschwerdeverfahren explizit aus. Die juristischen Bemühungen der HAM liefen an dieser Stelle folglich ins Leere, da sich ungenutzte Verbandsfristen auch durch Klageandrohungen nicht nachträglich heilen lassen.

Kandidaten für die MV des TSV 1860 präsentieren sich im Schlachthof

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Diese Veranstaltung hat schon Tradition. Und in so bewegten Zeiten wie den aktuellen beim TSV 1860 geben traditionelle Einrichtungen den Fans und Mitgliedern vielleicht ein wenig Halt. Gestern Abend lud die Fan-Vereinigung PRO1860 alle Interessierten ins Wirtshaus im Schlachthof, damit diese sich dort ein Bild machen konnten, von jenen Kandidaten, die auf der für den 21. Juni angesetzten Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. auf einen der drei zu besetzenden Plätze im Verwaltungsrat gewählt werden wollen. Rund 150 Gäste kamen und erlebten einen weitgehend entspannten Abend. Auch möglich bei den Löwen in diesen Tagen! Moderiert wurde die Veranstaltung auch heuer in bewährter Manier von  Moderator Peter Kveton vom Bayerischen Rundfunk.

Rückblick in die Jahre 2024 und 2025

Nachdem es im Jahr 2024 auf der Sechzgeralm am Trainingsgelände bei der Präsentationsveranstaltung der Kandidat*innen für den Verwaltungsrat, der kurz später komplett neu gewählt wurde, noch hitzig und aufgeregt zugegangen war, da das sogenannte Bündnis Zukunft 1860 kurz zuvor einen Lagerwahlkampf rund um Gesellschafter Hasan Ismaik ausgerufen hatte, präsentierten sich im vergangenen Jahr in der Nachtkantine im Münchner Werksviertel nicht nur zwei VR-Kandidaten als Nachrücker, sondern obendrein gleich vier Personen, die in das höchste Vereinsgremium, das Präsidium gewählt werden wollten – und letztlich auch wurden. Auf dieser Veranstaltung ging es allerdings wesentlich harmonischer zu als noch im Jahr zuvor.

Begrüßung des Vorsitzenden

Und so verhielt es sich auch gestern Abend im Schlachthof. Der PRO1860-Vorsitzende Alexander Zeilhofer begrüßte alle Anwesenden und appellierte an die Zuhörer*innen, auch anderen Meinungen, als der eigenen Raum und Platz zu gewähren. Was, wie sich im Laufe des Abends zeigte, eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre.

Ein neuer Kandidat für den Wahlausschuss 

Der Wahlausschuss wird auf der Mitgliederversammlung in zehn Tagen komplett neu gewählt. Das heißt fünf Plätze werden besetzt, wobei vier Kandidierende dem Gremium aktuell auch schon angehören. Der einzige neue Kandidat, Olaf Alberto von Mankowski legte auf der Podium seine Beweggründe, dem Wahlausschuss zukünftig angehören zu wollen, dar. Danach trat – quasi stellvertrendend für die anderen bereits im Gremium Aktiven – Christian Poschet ans Mikrofon und erläuterte einige grundsätzliche Aufgaben des Gremiums, dem er vorsitzt. Er machte an dieser Stelle auch nochmal sehr deutlich, dass die vereinzelt – vor allem in den sozialen Medien – geäußerten Vorwürfe, der Wahlausschuss manipuliere Wahlen bei 1860, ins Reich der Fabel zu verweisen seien.

Matthias Braumandl als Erster auf der Bühne

Der Einladung von PRO1860 waren insgesamt sechs der zehn Kandidaten für die drei zu besetzenden Plätze im Verwaltungsrat gefolgt. Nikolaus Schrenk hatte sich frühzeitig entschuldigen lassen. Er hatte bereits lange im Voraus seinen Familienurlaub so geplant, dass er bei eventuellen Relegationsspielen dabei sein könnte. Leider fiel der Urlaub nun genau in den Zeitraum der PRO1860-Veranstaltung. Das zum 21. Juni ausscheidende Verwaltungsratsmitglied Nicolai Walch eröffnete die Vorstellung der Kandidaten für dieses Gremium mit ein paar einleitenden Worten über die Bedeutung und die Herausforderung dieses Amts im TSV 1860.  Entsprechend der alphabetischen Reihenfolge begann dann der Kandidat Matthias Braumandl (49) den Vorstellungsreigen. Er ging dabei auf seine Tätigkeit als Vorsitzender Richter am Landgericht München ein und erklärte, er wolle seine als Richter erworbene Expertise dem Verwaltungsrat bei den Löwen gerne zur Verfügung stellen. Auch auf die ja durchaus verbreitete kritische Haltung von Fußballfans gegenüber Gerichten, ging er ein. Bezogen auf seinen aktuellen Tätigkeitsschwerpunkt mit Verhandlungen aus dem dunklen Bereich des Kindesmissbrauchs sagte er: “Ich lade jeden Fan ein, einmal zu mir ins Gericht zu kommen und einer Verhandlung beizuwohnen. Wer dann noch sagt ‘Justiz ist Scheiße’, dem geb ich ein Bier aus.”

Michael Graeter irritiert mit seiner Vorstellung

Mit einer leicht kryptisch formulierten Kritik am Spielort der Löwenprofis in Giesing eröffnete Michael Graeter (84) seine Vorstellungsrede. Seinem Wunsch nach Derbys auf Augenhöhe mit dem Verein aus der Seitenstraße, den Graeter seinen Worten zufolge sehr bewundere, konnten sich gewiss alle Zuhörer anschließen. Allein die Realität sieht halt bei den Löwen aktuell anders aus. Seiner Kritik an vergangenen Mitgliederversammlungen, bei der “die Guten, die echten Münchner”, wie sich Graeter ausdrückte, schon zu Hause waren, wenn die Wahlen durchgeführt wurden, begegnete der oben schon genannte Wahlausschussvorsitzende Poschet mit einer klaren Zurückweisung. Dieser Auftritt des ehemaligen Boulevardjournalisten Graeter kann durchaus als skuril bezeichnet werden.

Dominik Heckmair – der zweitjüngste Kandidat

Zurück zur Sachlichkeit führte dann die Vorstellung von Dominik Heckmair (34), von Beruf Wirtschaftsprüfer und Löwenfan aus der Westkurve. Er möchte naturgemäß die Kompetenzen aus seinem Beruf dem Verwaltungsrat zur Verfügung stellen. Auf die Frage, ob er – im Falle seiner Nichtwahl zum Mitglied im Verwaltungsrat – dem Verein als Kassenprüfer zur Verfügung stehen würde, antwortete er mit einem klaren und überzeugenden: “Ja!” Bleibt Heckmair zu wünschen, dass dies nun nicht dazu führt, dass ihm massenhaft Löwenmitglieder die Stimme verweigern, damit er seine ganze Kompetenz in die ihm angetragene Aufgabe legen kann.

Uwe Seemann mit zweiter Kandidatur – für ein neues Amt

Im vergangenen Jahr kandidierte Uwe Seemann (69), Vater der ehemaligen Fußballabteilungsvorsitzenden Vroni Seemann, für den Wahlausschuss und unterlag knapp Michael Huber. Davon ließ sich Seemann aber nicht zurückschrecken, nahm es sportlich und möchte nun seine Kompetenzen, die er sich z.B. durch Mitgliedschaft im Stiftungsrat der Tollwood AG erworben hat, dem Verwaltungsrat zur Verfügung stellen. Als Rentner dürfte er für die Arbeit im Gremium etwas mehr Zeit mitbringen können, als der eine oder andere Kandidat. Oder ganz im Gegenteil?

Der Dauerkandidat: Karl Sochurek

Zum wiederholten Mal kandidiert Karl Sochurek (74), Zahnarzt aus München für den Verwaltungsrat. Im vergangenen Jahr (als es allerdings  nur um einen einzigen Nachrückerplatz ging) hatte er die Meldefrist verpasst und ausnahmsweise nicht kandidiert. Im Jahr 2024 kam er – als einer der wenigen Kandidaten, der weder von PRO1860 noch vom “Bündnis Zukunft” als Wahlvorschlag benannt worden waren – auf nur zwölf (!) abgegebene Stimmen. Aufgerieben zwischen den Blöcken kann man das wohl nennen. Vorherige Kandidaturen (z.B. im Jahr 2021 und 2018) waren ebenfalls erfolglos. In seiner Vorstellung machte er vor allem deutlich, dass ihn das regelmäßige Scheitern nicht umwerfe und dass er es mit Humor nehme. Wirklich viel Herzblut und Engagement steckt Sochurek alkerdings auch nicht in seine Kandidaturen. Im Jahr 2024, als wir von sechzger.de allen Kandidaten wortgleiche Fragebögen schickten (und später veröffentlichten) war er einer von nur vier Kandidaten, die – mit Verweis auf die satzunggemäßen Aufgaben des Verwaltungsrats – auf diese Chance, sich auf unserem Fanportal zu präsentieren, verzichtete. Heuer fand er immerhin den Weg in den Schlachthof und sorgte mit seinem Auftritt durchaus für Heiterkeit unter den Anwesenden.

Unser Mann für den VR: Jan Walla

Keinen Hehl machen wir von sechzger.de daraus, dass wir hoffen, dass unser ehemaliger, sehr engagierter Redaktionskollege und Vorstand im Verein Sportbezogenes Lebensgefühl e.V. (bekanntlich die organisatorische die Basis des Fanportals), Jan Walla (33) in den Verwaltungsrat des TSV 1860 einzieht! Er stellte in seiner Vorstellung vor allem sein Wirken auf sechzger.de in den Vordergrund und die Expertise in Organisations-, Satzungs- und Strukturfragen, die 1860 betreffen, die er sich bei der Redaktions- und Recherchearbeit erworben habe. Das viele Fans bewegende Thema “50+1” ist für den jüngsten Kandidaten im Bunde eine Herzensangelegenheit. Und die Fage aus dem Auditorium, wie er mit möglichen Anfeindungen aus den Sozialen Medien – z.B. aufgrund seines verbalen Schlagabtauschs mit Trainer Köllner vor einigen Jahren – umgehe, antwortete Jan das einzige richtige: “Ich lese das nicht!”

Grußworte von Verwaltungsrat Seeböck 

Nach der Vorstellung der Kandidaten und einer längeren Pause trat Verwaltungsrat Sebastian Seböck auf’s Podium und ließ die Geschehnisse der letzten Woche kurz Revue passieren. Hierbei machte er besonders klar, dass niemand einen Masterplan verfolge um Hasan Ismaik loszuwerden und die KGaA in die Insolvenz zu treiben, sondern, dass die Gremien nur dafür kämpften, einen wie auch immer gearteten Spielbetrieb zu sichern und zu übergeben.
Danach richtete er den Blick nach vorne und schwor die Löwenfans darauf ein, zusammen zu stehen und mit Zuversicht nach vorne zu schauen. Er bat um Vertrauen in die Arbeit der Gremien und drückte sein Bedauern aus, viele Details nicht mit den Anwesenden teilen zu dürfen. Im Zuge der kurzen Fragerunde wies außerdem Roman Beer, der am Rande der Veranstaltung auch wieder die Bücher zur Deutschen Meisterschaft 1966 anbot, noch einmal darauf hin, wie wichtig es sei, die aktuellen Stadionpläne konsequent weiter zu verfolgen. Wie auch in Bezug auf den Profifußball, biete sich hier gerade eine vielleicht einmalige Chance für den TSV 1860.

Nun gehen zumindest jene Mitglieder, die die Veranstaltung von PRO1860 besucht und dem Vorgetragenen aufmerksam gelauscht haben, gut informiert in die Mitgliederversammlung am übernächsten Sonntag, den 21. Juni im Zenith!

Ergänzung zum Artikel (12. Juni 2026): 

Kurz nach Veröffentlichung dieses Beitrags am Abend des 11.06. meldete sich der Verwaltungsratskandidat Nikolaus Schrenk per Email bei uns. Er schrieb, er wolle dem Eindruck entgegentreten, er hätte sich auf der Veranstaltung von PRO1860 nicht vorstellen wollen. Und etwas klarstellen: 

Ich wäre sehr gerne gekommen. Wir haben als Familie unseren Urlaub so gelegt, dass wir im Fall der Fälle von möglichen Relegationsspielen auf alle Fälle zu Hause gewesen wären. Ich habe mich bei PRO1860 auch gemeldet und gebeten, mich zu entschuldigen und habe auch meine Kernbotschaft “nur ein starker e.V. kann die Zukunft sein” mitgeteilt. Das war alles schon vor den jetzt fordernden Ereignissen.

Nach Rücksprache mit PRO1860 wurde die von Nikolaus Schrenk per Email übermittelte Entschuldigung für die Veranstaltung vom 10. Juni leider übersehen und daher nicht an die Anwesenden im Schlachthof übermittelt, was PRO1860 natürlich bedauert.

Jetzt offiziell: Löwen erhalten keine Drittliga-Lizenz

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Giesinger Gedanken: Vernetzung und Schwarm-Intelligenz

Nun ist es also amtlich: Der DFB verweigert dem TSV 1860 München offiziell die Zulassung für die kommende Drittliga-Saison. Was sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet hatte, wird damit formal besiegelt. Die Löwen verlieren ihre Lizenz für die 3. Liga und müssen den bitteren Gang in die Regionalliga Bayern antreten.

Am 3. Juni, dem sogenannten “Schwarzen Mittwoch”, schickte Hasan Ismaik die Löwen bereits zum zweiten Mal binnen neun Jahren in die Regionalliga und führte den stolzen Verein aufgrund seiner ausbleibenden Zahlung der durch die aufgekündigten Darlehen entstandenen Deckungslücke in Höhe von 2,7 Millionen Euro in den zweiten Zwangsabstieg.

TSV Havelse profitiert von Löwen-Zwangsabstieg

Nutznießer des Löwen-Abstiegs ist der TSV Havelse. Das gab der DFB ebenfalls am Donnerstag bekannt, nachdem der Zulassungsbeschwerdeausschuss und die Fachgruppe Spielbetrieb ihre letzten Entscheidungen getroffen haben:

“Die Münchner haben die gestellte wirtschaftliche Bedingung nicht erfüllt und daher keine Zulassung für die 3. Liga erhalten. Den frei gewordenen Startplatz nimmt der TSV Havelse ein. Die Niedersachsen rücken gemäß § 55a der DFB-Spielordnung als bestplatzierter sportlicher Absteiger der Saison 2025/2026 nach. Sie haben alle Zulassungskriterien im wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Bereich erfüllt. “

Der Tabellen-17. der abgelaufenen Drittliga-Saison ist zwar sportlich abgestiegen, darf aber für mindestens eine weitere Saison in der 3. Liga planen. Der Verein sieht sich dafür wirtschaftlich, organisatorisch und finanziell ausreichend aufgestellt. Auch der Tabellen-18., der FC Erzgebirge Aue, hoffte auf ein spätes Happy End, weil zuvor nicht klar war, ob Havelse die Drittliga-Herausforderung annehmen wird.

e.V. arbeitet am Regionalliga-Kader

Während die KgaA nur noch eine leere Hülle ist, laufen die Planungen für die kommende Regionalliga-Saison auf Hochtouren. Der e.V. hat bereits vom BFV die Spielerlaubnis für Bayerns höchste Amateurliga erhalten. Noch hat der neue Löwenkader kein Gesicht, weil die Spieler aktuell noch gültige Verträge bei der KgaA haben. Wie die AZ berichtete, besitzen acht Spieler einen Vertrag für die Regionalliga: Samuel Althaus, Damjan Dordan, Lasse Faßmann, Loris Husic, Xaver Kiefersauer, Emre Erdogan, Paul Bachmann und Sean Dulic. Tunay Deniz und Florian Niederlechner haben bereits signalisiert, weiterhin für Münchens große Liebe spielen zu wollen und einen neuen Vertrag zu unterzeichnen. Auch bei Kevin Volland macht man sich große Hoffnung. Es ist davon auszugehen, dass derzeit zahlreiche Gespräche geführt werden.

Mitgliederversammlung am 21. Juni

Einer der wichtigsten Termine steigt in wenigen Tagen im Zenith. Dort findet am 21. Juni die Mitgliederversammlung statt und es wird zwei – für die Löwenzukunft – besonders bedeutende Tagesordnungspunkte geben: Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) mit dem Namen „Betriebsgesellschaft Sechzgerstadion mbH und Gründung oder Erwerb einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) für den Betrieb des Profifußballs beim TSV 1860 München.

Für beide TOPs ist eine 3/4-Mehrheit nötig. Für die Löwen wäre das zweifelsohne ein wichtiger Schritt in Richtung struktureller Neuaufbau.

Am Samstag: Roller Derby Tripleheader in München

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Die Rollsportabteilung des TSV 1860 München e.V. – besser bekannt unter dem Namen Munich Rolling Rebels – lädt am Samstagmittag wieder zum Roller Derby. Los geht es am 13.06. um 12 Uhr im Asam Gymnasium. Ganz im Sinne des Pride Months sollen an diesem Tag Vielfalt und Sichbarkeit auf und neben dem Platz gefeiert werden.

Ein Nachmittag voller Roller Derby Action

Der Einlass beginnt am Samstag um 12 Uhr, es wird eine Entrittsempfehlung von 5-8€ ausgerufen. Ab 13 Uhr beginnen dann die drei Spiele des Nachmittags. Zu Gast in München sind die Splatter Fairies Marburg, Bemble Bees (Malta & Frankfurt) und Augsburg Rolling Thunder.

Wer sich mehr über den packenden Vollkontaktsport informieren möchte findet auf der e.V.-Homepage und der Instagramseite der Munich Rolling Rebels alles wissenswerte. Neue Gesichter sind – völlig unabhängig von Erfahrung und persönlicher Identität – immer gerne gesehen!

 

Interview mit Michael Schrodi: „Die Zeit dieses Investors ist nun vorbei“

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Michael Schrodi am Grünspitz

Bereits am heutigen Vormittag berichteten wir über das starke Signal aus der Bundeshauptstadt: Die Bundestags-Löwen – ein 2022 gegründeter Fanclub aus Abgeordneten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (mit Ausnahme der AfD) – haben sich mit einer Spende in Höhe von 1.860 Euro klar hinter den aktuellen Kurs des TSV 1860 München e.V. gestellt. In ihrer Pressemitteilung lobte der Fanclub-Vorsitzende Michael Schrodi (SPD) die Vorbereitung des Präsidiums um Präsident Gernot Mang auf die aktuelle Lage und betonte die „große Chance für einen strukturellen Neuanfang“.

Interview mit Michael Schrodi

Im Nachgang an diese klare Positionierung stand uns Michael Schrodi, der in dieser Legislaturperiode auch Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium ist, für ein kurzes Interview zur Verfügung. Hier sind seine Antworten:

Servus Michael! Der „schwarze Mittwoch“ hat sich tief in die Seele der Löwenfans eingebrannt. Wie hast du persönlich – eingespannt zwischen dem politischen Alltag in Berlin und deinem Fan-Herz – diesen Tag und die Nachrichten aus München verfolgt?

Michael Schrodi: Ich habe diesen Tag sehr intensiv erlebt. Ich habe ständig den Ticker von sechzger.de gelesen und die Liveschalte des BR verfolgt. Ich konnte es einfach nicht fassen, dass uns der sogenannte Investor ein zweites Mal in den Zwangsabstieg bis in die vierte Liga schickt. Das war für mich unfassbar und kaum zu glauben.

„Die Zeit dieses Investors ist nun vorbei“

Wenn du nun einen endgültigen Strich unter die „Ismaik-Jahre“ ziehst: Wie fällt deine Bilanz dieser Ära aus?

Michael Schrodi: Die Bilanz der vergangenen 15 Jahre ist verheerend und im Grunde ein riesengroßes Missverständnis. Schon mit dem ersten Präsidenten, Dieter Schneider, gab es nach gut einem halben Jahr ein tiefes Zerwürfnis. Hasan Ismaik ging es wohl nie um eine gedeihliche, gemeinsame Entwicklung des Profifußballs beim TSV 1860. Vielmehr wollte er Macht ausüben, die 50+1-Regel angreifen und selbst im Verein – respektive in der Profiabteilung – das Sagen haben, anstatt mit sportlicher Kompetenz und gemeinsam mit dem Mutterverein den Erfolg zu suchen. Er hat immer nur so viel Geld gegeben, um das Konstrukt KGaA am Leben zu erhalten, aber nie, um eine wirklich positive Entwicklung zu fördern. Damit hat er sich selbst und seinem Investment massiv geschadet, aber natürlich auch dem Verein, den Fans und den zahlreichen Präsidenten, die er in dieser Zeit verschlissen hat. Sie alle hatten – mit einer unrühmlichen Ausnahme, an deren Ende 2017 der Abstieg in die vierte Liga und ein riesiger Schuldenberg standen – mit seinen Drohgebärden und finanziellen Androhungen zu kämpfen. Zieht man also einen Schlussstrich, bleibt festzuhalten: Es ist gut, dass die Zeit dieses Investors nun vorbei ist.

Wie wurden die Personalie Hasan Ismaik und sein Agieren beim TSV 1860 München eigentlich außerhalb der bayerischen Landesgrenzen und im bundespolitischen Raum wahrgenommen?

Michael Schrodi: Außerhalb Bayerns – und das gilt auch für uns hier in Berlin – gibt es zwei Wahrnehmungen. Zum einen hat die Marke TSV 1860 München immer noch eine wahnsinnige Strahlkraft. Man interessiert sich für diesen Verein, jeder kennt ihn. Zum anderen blickt man jedoch nur noch mit Kopfschütteln auf die Entwicklungen der letzten Jahre und natürlich auch auf das Gebaren des sogenannten Investors.

“Absolute Meilensteine für eine nachhaltige Entwicklung des Vereins”

Warum siehst du gerade jetzt die „große Chance“ auf einen strukturellen Neuanfang?

Michael Schrodi: Für uns ist nach all den Erfahrungen klar, dass es eine positive Entwicklung mit dem Investor nicht mehr geben kann. Deshalb ist der Schritt richtig, den das Präsidium in Form der Kündigung des Kooperationsvertrages vollzogen hat – nachdem Hasan Ismaik mit seinen Erpressungsversuchen gescheitert war und uns erneut in den Zwangsabstieg geschickt hatte. Wir unterstützen das, denn jetzt bietet sich die große Chance auf einen echten Neuanfang ohne dieses belastende Verhältnis. Wir können nachhaltig neue, gesündere finanzielle Strukturen schaffen. Dazu gehört zum einen die Trennung vom Investor, zum anderen aber auch das Vorantreiben der Stadionfrage. Hier nehmen sowohl der Verwaltungsrat als auch das Präsidium aktuell wichtige Weichenstellungen vor. Wir sehen diese Entscheidungen als absolute Meilensteine für eine nachhaltige Entwicklung des Vereins. Deshalb unterstützen wir diesen Kurs voll und ganz.

Welche konkreten Wünsche und Hoffnungen hast du für die Zukunft unseres TSV München von 1860 e.V.?

Michael Schrodi: Das Präsidium und der Verwaltungsrat haben deutlich gemacht, dass ihnen eines ganz besonders bewusst ist: Sechzig ist mehr als nur ein Verein und mehr als nur die Fußballabteilung. Für viele Menschen ist es pure Identität. Der Verein bedeutet extrem vielen Menschen sehr viel in ihrem Leben. Auch der Ort an sich, also Giesing und das Sechzgerstadion, ist fester Bestandteil dieser Identität. Ich wünsche mir, dass das Präsidium, der Verwaltungsrat und alle führenden Personen des Vereins das weiterhin in ihrem Bewusstsein behalten und diese Identität pflegen. Sie ist absolut notwendig für die positive Entwicklung unseres e.V. Das ist meine Zukunftsvision von Sechzig München. Wenn ich daran mitarbeiten und meinen Teil dazu beitragen kann, möchte ich das sehr gerne tun.

Stimmen zur Löwenlage – Die Sicht der Fans

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Unsere treuen Leser*innen kennen das schon: Seit Beginn der jüngst zu Ende gegangenen Saison machen wir von sechzger.de uns nach den Spielen der Löwenprofis auf die Jagd nach Statements zum gerade zurückliegenden Ereignis. Und bei uns kommen alle zu Wort: Spieler, Trainer, Funktionäre, Redakteure, … und natürlich: Die Fans! Ausgangspunkt und Premiere dieser Rubrik waren übrigens vor knapp einem Jahr die Stimmen zum Spielplan. Hier und heute geht es nun um Stimmen zur aktuellen Lage bei den Löwen nach dem Lizenz-Aus für die 3. Liga am Mittwoch der vergangenen Woche und der in der Folge auf den Weg gebrachten angestrebten Trennung von Hasan Ismaik.

Wie schätzen die von uns Befragten die aktuelle Lage und den Weg des e.V. ein? Was erwarten oder wünschen sie sich sie für die Zukunft? Und was wollen sie den Fans und Mitgliedern des TSV 1860 vielleicht mit auf den Weg mitgeben? Hier kommen einige interessante Antworten, kämpferische Statements und auch nachdenkliche Äußerungen.
Unsere Stimmen zur Löwenlage:

Dominik Heckmair (Kandidat zum Verwaltungsrat auf der MV)

Ich sehe die aktuelle Lage als eine sehr große Chance für den TSV 1860. Ich war selber am Mittwoch am Trainingsgelände und habe dort die Niedergeschlagenheit und Trauer gesehen nach dem zweiten von HI verursachten Zwangsabstieg. Mit der Mitteilung der Kündigung des Kooperationsvertrags und der emotionalen Mitteilung des Präsidiums und des Verwaltungsrats merkt man aber wie ein unfassbarer Ruck durch den Verein und die Fanlandschaft geht. Siehe z.B. Spendenaktionen, Mirgliederbeitritte und auch insgesamt ein gewisser Stolz und jetzt-erst-recht-Gefühl unter den Fans.

Ich wünsche mir von der Zukunft, dass wir ein Selbstständiger und selbstbestimmter Verein sind, der sich weiterhin stark im Breitensport aber natürlich auch im Fußball so erfolgreich wie möglich weiterentwickelt. Ich hoffe auch stark, dass die Gräben der Vergangenheit zugeschüttet werden und wir in Zukunft nur noch über Aufstellungen und Spieler diskutieren.

Mitgeben möchte ich den Fans und Mitgliedern dass sie Vertrauen und Geduld haben sollen in die Entscheidungsträger im Verein und diesen auch Kraft geben sollen für die kommende Zeit.

Uli Lange (Löwenfan aus Hamburg):

Aus der Ferne ist man natürlich emotional etwas weiter weg – Emotionen verstärken sich eben durch gemeinsames Erleben… Das gilt für Derbysiege wie für Zwangsabstiege. Was mich in Hamburg trotzdem immer wieder emotional bewegt, ist, wenn ich im Norden die ganze Geschichte seit dem Bau des Schlauchboots, die zweite Liga, den ersten Zwangsabstieg und die versuchten Aufstiege bis zum jetzigen erneuten Zwangsabstieg sowie die Rolle diverser Könige, Kaiser und Scheichs erklären muss.
Diesmal habe ich eh geahnt, was kommt, als wieder über Gelder und Lizenzen die Rede war. Natürlich auch, weil ich gedacht habe, dass der Scheich wieder versucht, seine Muskeln spielen zu lassen, und am Ende doch zahlt. Aber was wenn nicht? Dann MUSS doch passieren, was beim letzten Mal schon hätte passieren müssen: Raus aus der Arena – und jetzt raus mit dem Scheich.
Ich wurde dankbarerweise immer gut informiert – und sehe jetzt die Chance. Wir sind nicht irgendein Verein, der in der Bedeutungslosigkeit versinkt, wenn es mal nicht gut läuft, das haben wir bewiesen. Und, siehe oben, Emotionen verstärken sich: Für die neue Fussballergeneration wird es hoffentlich wieder Emotion und Motivation genug sein, wenn die Löwenfans durch den Süden reisen, um zu zeigen, wer hier das Löwenherz am richtigen Fleck hat.
Nur für mich wird es dieses Jahr wieder noch schwieriger zu den Auswärtsspielen zu fahren – wie damals nach dem Auszug aus der Arena.
Aber das ist es mir wert!

Bernd Winninger (die TAKTIKTAFEL):

Ich bin dem Präsidium sehr dankbar, dass sie endlich den überfälligen Weg der Trennung vom Investor gegangen sind. Das Risiko dabei schätze ich extrem gering ein. Sofern die Informationen über Kooperationsvertragsklauseln und Ismaiks Verhalten stimmen, wovon auszugehen ist, war die Kündigung der zugesagten Darlehen ein extrem depperter Fehler vom Investor. Aber was solls. Für den e.V. war das womöglich der Jackpot.

Für die Zukunft erwarte ich gar nix. Erwartungen werden meistens enttäuscht. Ich hoffe auf eine ruhige Hand in der Führung und Geduld bei den Fans in allen Belangen, die die erste Mannschaft betreffen. Damit meine ich von der Erwartungshaltung an den Erfolg, bis zur Diskussion um den Spielort oder Personalien in sportlichen Funktionen, wirklich alles. Vor allem denjenigen Fans, die Hasans Fehler eher bedauern als feiern und 60 nach wie vor gerne als „FC Seitenstraße light“ sähen, möchte ich sagen: Haltet die Füße still und lasst dieses Präsidium und alle anderen Beteiligten in Ruhe arbeiten. Wer jetzt noch gegen die Entscheider im e.V. handelt, hat bei uns nichts mehr verloren. Alle anderen aus dieser Wildmoser- Gedächtnisblase, die ihr Verhalten in den letzten Jahren oder vielmehr Jahrzehnten nun anders betrachten und jetzt endlich mit dem ganzen Verein an einem Strang ziehen wollen sag ich: “Auf geht’s! Pack ma’s o.”

Leon (sechzger.de-Redakteur): 

Fast ein Jahr nach dem vermeintlichen Anteilsverkauf sind wir nun also in einer weiteren turbulenten Sommerpause. Mit Aussicht auf die Zukunft, die vor uns liegen kann, nehme ich das aber mit Kusshand. Nach der Meldung des Lizenz-Aus hielt sich mein Schock eigentlich in Grenzen. Anstatt innerlich mit dem Verein abzuschließen, wurden im Freundeskreis noch am selben Abend die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, was wir nun aus der Situation machen können. Dafür, dass der e.V. dann noch am nächsten Abend den Kooperationsvertrag gekündigt hat, und eine klare Kante gegen die Gebaren und Erpressungsversuche des Märchenonkels zeigt, möchte ich Danke sagen!

Wie in meinem Saisonrückblick erwähnt ist mein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860 München die Unabhängigkeit von sämtlichen Investoren. Was vor weniger als zwei Wochen noch fast Unmöglich schien, kann nun Realität werden. Das hätte ich mir in meinen wildesten Träumen nicht vorstellen können. Die Herausforderungen, die vor uns – und vor allem vor den ehrenamtlichen Funktionären und den Mitarbeitern des e.V. – stehen, sind enorm. Ich bin aber optimistisch, dass wir diese als Verein bewältigen können. Mit dem Rücken an der Wand, doch immer wieder oben auf!

Julian Biermo (kreativer Löwenfan):

Als mich die Nachricht der sofortigen Kündigung des Kooperationsvertrags mit dem Investor erreichte, hat sich meine Sicht stark verschlechtert, weil sich meine Augen mit Freudentränen füllten.

Dass es dazu kommen könnte, hatte sich in den Stunden davor dann doch leicht angekündigt – mit der offenen Wunde des gescheiterten Verkaufs im Vorjahr blieb ich aber durchgehend skeptisch. Auch jetzt mag ich dem Ganzen noch nicht so recht trauen, denn es fühlt sich metaphorisch so an, als hätte man die Schnauze voll, brennt mit dem Auto einfach ans Meer durch und lässt alles hinter sich. Aber dann kommt doch die Erkenntnis, dass man einen Platz zum Schlafen braucht, Geld zum Essen und vielleicht auch noch der Tank leer wird.

Zum Glück kann ich meine Seele ein wenig beruhigen, weil ich vollstes Vertrauen in unser Präsidium und das Vereinsmanagement habe. Running, Radsport, Rugby und Cricket sind nur einige der Abteilungen, die diesen Verein gerade so sehr bereichern und neue Mitglieder für ihn begeistern. Dass in der vermeintlich schlimmsten Situation zusätzlich noch 600 (!) neue Mitglieder innerhalb einer Woche eine Mitgliedschaft abschließen, ist schlicht unbeschreiblich.

Ich bin und bleibe extrem stolz auf diesen Verein. Ich sehe darin die größte Chance der letzten Jahrzehnte und wünsche mir von allen, dem Ganzen die Zeit zu geben, sich zu entfalten. Ebenso erhoffe ich mir, dass nicht noch weitere Ex-Spieler, Portale oder Blogger ihren Senf dazugeben – denn WIR sind der Verein. Es liegt in unserer Hand, als Mitglieder für ein stabiles Fundament zu sorgen. Am besten gelingt uns das als erster Schritt auf der Mitgliederversammlung am Sonntag, dem 21.06. im Zenith.

Wir holen uns unseren Verein zurück!

Max Deisenhofer (Landtagsabgeordneter und Mitglied der “Landtagslöwen”):

Ich war am 3.Juni am Trainingsgelände und sehr schockiert, dass Hasan Ismaik tatsächlich das versprochene Geld für die 3.Liga nicht bereitgestellt hat. Den zweiten Zwangsabstieg innerhalb von neun Jahren fand ich traurig und frustrierend. Die darauf folgende Kündigung des Kooperationsvertrags ist aus meiner Sicht folgerichtig und inzwischen habe ich wieder Hoffnung. Vielleicht gelingt es dem Verein jetzt endlich, die zwei großen strukturellen Fragen (Gesellschafter & Stadion) zu lösen. Ich wünsche dem Präsidium dafür viel Erfolg und unterstütze gerne weiterhin, wo auch immer das möglich ist. Extrem gefreut hab ich mich über die riesige Solidarität und Spendenfreude der Fans, das erzeugt schon wieder Aufbruchstimmung.

1860 wird niemals untergehen!
Einmal Löwe, immer Löwe!

Jens B. (Göppinger Löwen ’91)

Zum zweiten Mal schickt uns Hasan Ismaik in die Regionalliga. Zum zweiten Mal stehen wir vor den Trümmern von dem, was einmal vielleicht Hoffnung war. Und eines ist klar: Ein „Weiter so“ darf es nicht mehr geben. Was jetzt kommt, wird weh tun. Wieder über die Dörfer fahren, wieder kleine Plätze, wieder ein harter und langer Weg zurück. Und vielleicht wird es diesmal noch schwieriger als 2017/18.

Aber wir Löwenfans haben eines immer bewiesen: Man kann uns sportlich brechen – aber niemals unseren Stolz und unsere Leidenschaft. Denn wir sind mehr als Ergebnisse. Wir sind mehr als Tabellenplätze. Wir sind Sechzig.

Gerade jetzt braucht es Mut, Klarheit und endlich Konsequenz. Ich setze mein Vertrauen in unsere demokratisch gewählten Vereinsvertreter – dass sie diesen Verein nun auf eigene Beine stellen. Weg von Abhängigkeiten. Weg von den Launen unseres Kreditgebers. Hin zu einem TSV 1860 München, der wieder sich selbst gehört.

Die Kündigung des Kooperationsvertrags war kein einfacher Schritt – aber ein notwendiger. Vielleicht sogar der wichtigste seit Jahren. Denn echte Veränderung beginnt dort, wo man bereit ist, alte Fesseln zu lösen. Und während es auf dem Platz hart wird, passiert abseits des Rasens etwas Entscheidendes: Die Löwenfamilie rückt enger zusammen. Noch enger. Noch entschlossener.

Denn gerade in den dunkelsten Momenten zeigt sich, was uns wirklich ausmacht.

Wir werden leiden. Wir werden kämpfen. Und wir werden zurückkommen.

Freiheit für Sechzig – jetzt erst recht!

Christian Eulitz (Hauptstadtlöwen Berlin):

Die Kündigung des Kooperationsvertrags war aus meiner Sicht die richtige Reaktion auf die Streichung der Darlehen durch den Investor so kurz vor dem wichtigen Stichtag. Ich kann mir kaum vorstellen, wieviel Arbeit die Vereinsverantwortlichen nun gerade leisten müssen, um den Löwen eine Zukunft zu ermöglichen. Allerdings sehe ich die aktuelle Situation auch als große Chance, unseren Verein neu und finanziell nachhaltig aufzubauen, auf dass wir nicht mehr in so eine Erpressbarkeit hineingeraten können. Vielleicht lassen sich ja auch wieder die Gräben zwischen den verschiedenen Lagern unter uns Fans zuschütten. Der Spielplan selbst ist mir gar nicht so wichtig, von Berlin aus wird es aber natürlich schwieriger, Löwenspiele live zu verfolgen. Wie man nach Aubstadt kommen kann, habe ich aber schon recherchiert!

Matthias (Mitglied der aktiven Fanszene):

Der Spruch “Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende” wurde im Zusammenhang mit der aktuellen Situation ja schon öfter bemüht, und das einfach zu recht. Schon in den letzten Jahren hat sich doch herausgestellt, dass es so nicht weitergehen kann. Das was der e.V. jetzt getan hat war die einzig logische Konsequenz. Vermutlich hätte man das einfach direkt 2017 schon machen sollen, aber im Nachhinein lässt sich das natürlich leicht sagen und zugegebenermaßen scheint die aktuelle Situation rechtlich nochmal deutlich klarer zu sein.

Insgesamt bin positiv überrascht, wie gut scheinbar alle Verantwortlichen auf sämtliche Szenarien vorbereitet waren und kann davor und für den Mut das jetzt durchzuziehen nur meinen Hut ziehen. Außerdem bin ich mehr als stolz auf die ganzen positiven Reaktionen aus dem Löwenumfeld. Ich höre fast ausschließlich positives und unterstützendes. Wenn wir am Boden sind, rücken wir zusammen, helfen und packen gemeinsam mit an. Das zeigt mir wieder, warum ich Löwe geworden bin.

Christian Jung (sechzger.de-Redakteur):

Den Schreck vom letzten Mittwoch hatte ich recht schnell überwunden. Ich schau jetzt nach vorn und hoffe, dass die Auflösung einer (Geschäfts-) Beziehung, die 15 Jahre lang wirklich nie und zwar kein bisschen funktioniert hat, gelingt. Und dass es mir vergönnt sein wird, Ende Juli mit einer jungen, sympathischen und hungrigen Löwenmannschaft in der Regionalliga Bayern den echten Neustart erleben zu dürfen. Vor neun Jahren war es die Rückkehr nach Giesing, die sich so gut angefühlt hat. Nun ist es hoffentlich der echte und vollständige Neuanfang für den ganzen TSV 1860 München!

Eva Modlmayr (PRO1860):

Was wir heute erleben, ist nicht die Konsequenz aus einem missglücktem Austausch zwischen einem Investor und einem Präsidenten. Nichts wo man in bester Populisten-Manier zum Schluss kommen kann, “…lasst Doch einfach den richtigen mit Hasan reden, dann wird das”. Heute endet der falsche Weg, der vor mehr als 20 Jahren – wie sich herausstellt irreversibel – eingeschlagen wurde: Stadiondeal mit den Roten, Verrat der eigenen Werte und komplette Selbstüberschätzung. Kapitel zuschlagen, den gleichen Fehler nie wieder machen, den Juni 2026 als Chance betrachten!

So wie immer im Leben gibt es auch bei 1860 Leute, die schon jetzt nur drauf warten, bis irgendetwas nicht so läuft wie man es sich erhofft. Nur um dann zu schimpfen oder hämisch Beifall zu klatschen, ohne selbst einen Beitrag zu leisten. Das hat mit (berechtigter) Kritik oder Feedback nichts zu tun, sondern ist destruktiv und schadet der Sache. Bitte überdenkt Euer Handeln, schweigt oder geht!

Der konstruktiven Mehrheit der Löwenfans möchte ich mitgeben: Lasst uns die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam Alles aus der Situation rausholen, was geht. Werdet Mitglieder oder werbt Neue, bringt Euch ehrenamtlich ein, nutzt Fanclub- und Vernetzungstreffen, um Eure Ideen zu teilen oder mitzuarbeiten. Jedes Engagement ist wertvoll!

Mane (Groundhoppers 1860):

Die Kündigung des Kooperationsvertrages hat ein kleines Wunder bewirkt. Es herrscht wieder Aufbruchsstimmung rund um die Grünwalder Straße 114.

Nach dem enttäuschenden Saisonverlauf, der deutlich verpassten Zielsetzung Aufstieg und als Krönung noch dem kurzfristig gekündigten Darlehnsvertrag durch Hasan Ismaik mit der Folge des Drittliga-Lizenzentzuges herrschte “Tristesse pur” rund um die Münchner Löwen.

Doch diese Trostlosigkeit, am letzten Mittwoch noch überall und besonders am Trainingsgelände nach der Bekanntgabe des finanziell bedingten Abstiegs in teils gespenstischer Stille fast greifbar zu spüren, wich nur innerhalb eines Tages einer kaum für möglich gehaltenen Aufbruchsstimmung.

Die mit sofortiger Wirkung ausgesprochene Kündigung des mit der HAM im Jahre 2011 geschlossenen Kooperationsvertrages durch das aktuelle Präsidium wirkte wie eine Befreiung und enorm euphorisierend auf das Löwen-Umfeld.

Lasst uns diese vermutlich einmalige Chance gemeinsam nutzen!

Es wird sicher kein einfacher Weg, sowohl im sportlichen Bereich als auch organisatorisch und vertraglich sind unter enormen Zeitdruck noch unzählige offene Baustellen abzuarbeiten.

Diese Aufgaben werden größtenteils von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Präsidiums um Gernot Mang und dem ebenfalls ehrenamtliche agierenden Mitgliedern des Verwaltungsrats sowie vielen weiteren fleißigen Helfern auch aus der KgaA (Ticketing, Presse, Fanbetreuung, sportlicher Bereich etc.) gestemmt.

Natürlich haben wir alle viele drängende Fragen (u.a Dauerkarten, Trainer, Spieler), lasst aber bitte die aktuell Verantwortlichen machen! Vieles ist auf den richtigen Weg gebracht!

Lasst uns in diesen Tagen gemeinsam an einen Strang ziehen und zeigen wir den aktuellem Präsidium unser Vertrauen und unsere Unterstützung.

Nur gemeinsam sind wir der Verein.

Mit dem Rücken an der Wand, doch immer wieder obenauf!

Andi Reich (Löwenfan und Vater von Lukas Reich):

Die aktuelle Lage richtig einzuschätzen ist für einen juristisch Außenstehen sehr schwierig, weil sich wohl abzeichnet, dass die Entscheidungen bzw. die aktuellen Entwicklungen eine langwierige juristische Auseinandersetzung mit teils offenem Ausgang nach sich ziehen werden.

Dass die komplexen Zusammenhänge, das komplizierte Gesamtkonstrukt und die verschiedenen Zuständigkeiten oftmals nicht verstanden werden, kann man an vielen oberflächlichen Kommentaren und Artikeln gut erkennen.

Ich bin nicht per se investorenfeindlich eingestellt, Profifußball kostet Geld und bedarf heutzutage auch finanzkräftigen Partnern. Dass dieses Konstrukt der letzten 15 Jahre jedoch nicht erfolgversprechend war und auch in der Zukunft aller Voraussicht nicht sein kann, steht wohl für die meisten außer Frage.

Wenn durch den Lizenzentzug, die Kündigung des Kooperationsvertrags und eine eventuelle Insolvenz der seit Jahren defizitären KGaA jedoch die Chance besteht, den Profifußball in unserem Verein wieder selbstbestimmt auf tragfähige Beine zu stellen und eine solide Basis zu schaffen, ist mir nicht bange.

Mit zuverlässigen und seriösen Partnern aus der Wirtschaft, einer mittel- und langfristig vernünftig geplanten Neuausrichtung ohne sich in die erdrückende Abhängigkeit von einzelnen Investoren zu begeben, Führungspersonen einer dann vermutlich wieder ausgegliederten Profiabteilung, die sowohl den inneren Zirkel von 1860 München, den deutschen Profifußball mit all seinen Richtlinien und Regularien und selbstverständlich ihr Handwerk im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich verstehen, bin ich guter Hoffnung, dass nach einem schwierigen Neuanfang auch wieder erfolgreichere Zeiten möglich sind.

Ich denke ein Anfang ist gemacht und ich wünsche natürlich den handelnden Personen um Präsident Mang maximalen Erfolg und ein glückliches Händchen bei allen Herausforderungen, die kurz- und mittelfristig auf sie warten.

Einmal Löwe, immer Löwe!

Moni Reim (Teilnehmerin am dritten sechzger.de Livetalk vor zwei Wochen):

Erst mal war und bin ich immer noch geschockt!

Ich hoffe, das Präsidium knickt jetzt nicht wieder ein und zieht den Kurs ohne die KGaA durch. Es ist eine große Chance endlich mehr Ruhe und Selbstvertrauen in den Verein, den Fußball und in die gespaltene Anhängerschaft zu bringen.

Einmal Löwin, immer Löwin! Und das seit sechzig Jahren. Deshalb liebe Fans, haltet zusammen und geht mit erhobenem Kopf und einem sichtbaren Zeichen mit nach unten. Denn das ist der Weg endlich nach oben zu kommen.

Bundestags-Löwen unterstützen Vereinsführung des e.V.

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Bundestags-Löwen unterstützen Vereinsführung des e.V.
Vorsitzender Michael Schrodi und die Gründungsmitglieder der Bundestagslöwen mit TSV 1860 München-Präsident Robert Reisinger und Vize-Präsident Hans Sitzberger auf einer Treppe beim Deutschen Bundestag

Mit den Bundestags-Löwen unterstützt ein weiterer Fanclub den aktuellen Kurs der Vereinsführung des TSV 1860 München e.V., wie die Bundestags-Löwen heute in einer Pressemitteilung bekanntgaben. Zudem spendete der Fanclub 1.860 Euro an den Verein. Der Vorsitzende der Bundestags-Löwen Michael Schrodi (SPD) erklärte dazu: „Wir Bundestagslöwen-Mitglieder stehen hinter dem Kurs der Eigenständigkeit, der eine große Chance für einen strukturellen Neuanfang und eine nachhaltige Neuausrichtung des Vereins bietet.“

Bundestags-Löwen unterstützen Vereinsführung des e.V.

Die Bundestagslöwen gründeten ihren Fanclub im Jahr 2022. Dieser setzt sich zusammen aus Bundestags-Abgeordneten, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Abgeordneten in allen Ministerien. Bis auf die AfD sind dabei alle Parteien vertreten. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde beschlossen, den TSV 1860 München e.V. mit einer Spende von 1.860 Euro zu unterstützen. Dadurch wollen der Fanclub “seine Unterstützung für den aktuellen Kurs der Vereinsführung unterstreichen”, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung.

“Erfreulich wie gut das Präsidium vorbereitet ist”

Der Vorsitzende Michael Schrodi äußert sich Folgendermaßen weiter zur aktuellen Lage:

„Der von dem bisherigen Investor verursachte Zwangsabstieg hat uns hart getroffen. Umso erfreuter sind wir, wie gut vorbereitet das Präsidium ist. Die Vereinsführung macht gerade einen richtig guten Job.
Wir Bundestagslöwen-Mitglieder stehen hinter dem Kurs der Eigenständigkeit, der eine große Chance für einen strukturellen Neuanfang und eine nachhaltige Neuausrichtung des Vereins bietet.“

Bundestagslöwen kommen zur Mitgliederversammlung

Die Bundestagslöwen kündigten zudem an, auch bei der Mitgliederversammlung am 21. Juni vor Ort zu sein, um die Pläne des Vereins um Präsident Gernot Mang zu unterstützen.

Kaderzusammenstellung: Großbaustelle auch in Unterhaching

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SpVgg Unterhaching TSV 1860

Der TSV 1860 steht  sechs Wochen vor Saisonstart – nicht zuletzt aufgrund rechtlicher Unsicherheiten – noch ohne Mannschaft da. Doch auch die SpVgg Unterhaching, die aus wirtschaftlichen Gründen bereits vor Ende der abgelaufenen Spielzeit auf einen Aufstieg in die 3. Liga verzichtet hatte, hat in Sachen Kaderplanung noch eine Großbaustelle zu bearbeiten.

TSV 1860 aktuell ohne Mannschaft

Während man bei den Löwen in der Vergangenheit in Fankreisen immer wieder einen angeblichen “Umbruch” kritisierte, wenn mehrere Spieler den TSV 1860 verließen und ersetzt wurden, stellt sich die Situation diesmal natürlich deutlich komplexer dar.

Durch den Abstieg wurden zunächst alle Verträge mit acht Ausnahmen ungültig, die Übertragung des Spielrechts von der KGaA auf den e.V. verkompliziert die Arbeit für Geschäftsführer Manfred Paula zusätzlich.

Großbaustelle auch bei der SpVgg Unterhaching

Doch nicht nur an der Grünwalder Straße erinnert die Kaderzusammenstellung derzeit an eine Großbaustelle, sondern auch beim ehemaligen Bundesligisten SpVgg Unterhaching. Gleich elf Spieler wurden beim Schwabl-Club aus der Vorstadt verabschiedet, die finanziellen Mittel sind bekanntlich auch limitiert.

Mit Simon Skarlatidis (Erzgebirge Aue), Leo Kainz (TSV Buchbach), Richard Meier, Gibson Adu, Jason Eckl (alle FC Bayern II), Tim Hannemann, Christoph Ehlich, Marc Zimmermann, Nicolas Böhnke, Marcel Martens und Ben Erlmann verlassen durchaus namhafte Spieler das Team von Trainer Sven Bender.

Aufgrund der Kooperation mit dem FC Bayern ist jedoch nicht auszuschließen, dass auch in der kommenden Saison wieder das eine oder andere Talent aus der Säbener Straße im Hachinger Sportpark aufläuft.

Hasan und die Anwälte: Ismaiks juristischer Kamikaze-Kurs

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Ismaik: Geschäftsstelle an der 114
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Zwei Themen kamen bei den Löwen im Innen- und Außenverhältnis in den letzten Jahrzehnten immer wieder vor. Einmal wurde – speziell von der Stadt in Person von Dieter Reiter – bemängelt, dass man bei den Löwen keinen verlässlichen Verhandlungspartner fände und die Sechzger nicht mit einer Stimme sprechen würden. Zweitens wurden bei jeglichen Komplikationen zwischen den Gesellschaftern Stimmen laut, die forderten “man müsse ja nur mal vernünftig mit Hasan Ismaik sprechen”. Ein plausibler Grund für diese Probleme und die fehlende “gemeinsame Stimme” könnte sein, dass bei Ismaik nie lang klar ist, mit wem man sprechen muss bzw. welches Gegenüber man zu erwarten hat. Der jordanische Geschäftsmann wechselt nämlich oft seine Anwälte, gerne auch mehrmals im Jahr.

Drei Anwälte in einem Jahr: Ismaiks juristischer Zickzackkurs vom Ultimatum bis zum Zwangsabstieg

Dass Investor Hasan Ismaik im aktuellen Gesellschafterstreit beim TSV 1860 München nun auf den für Schlammschlachten bekannten Ex-Politiker Peter Gauweiler setzt, ist nur der vorläufige Höhepunkt einer  juristischen Rotation, die ihres Gleichen sucht. Ein Blick auf die jüngere Vergangenheit zeigt: Die HAM International Limited hat in nur einem einzigen Geschäftsjahr drei verschiedene Rechtsvertreter verschlissen – zwei komplette Kanzleiwechsel inklusive. Mit jedem neuen Gesicht verschärfte sich die Gangart gegenüber dem Stammverein, bis hin zur großen Eskalation und dem Zwangsabstieg.

Akt 1: Dr. Ali Mosfer und der Versuch der „Reisinger-Klausel“

Lange Zeit war Dr. Frank Koch von der renommierten Kanzlei Taylor Wessing aus Hamburg das beständige juristische Gesicht der HAM in Deutschland. Zur neuen Saison endete diese Konstanz jedoch: Dr. Koch wurde abgelöst, das Mandat übernahm stattdessen zunächst Dr. Ali Mosfer. Der ursprünglich in Frankfurt a.M. aktive Anwalt mit arabischen Wurzeln übersiedelte im Jahre 2020 nach Dubai und leitet dort die Rechtsabteilung einer Firma in der Kosmetik- und Parfumbranche.

Unter Mosfer versuchte die Investorenseite früh, den juristischen Druck auf den e.V. zu erhöhen. Im Rahmen des Darlehensvertrags 2025 wollte die HAM die sogenannte “Reisinger-Klausel” bezüglich der Geschäftsführer-Bestellung erneut fest im Vertragswerk implementieren. Die 50+1-Regel wird durch diese Darlehensklausel zwar formal nicht verletzt, jedoch gibt der e.V. damit faktisch sein zentrales Faustpfand auf: Die alleinige Kontrolle über die Geschäftsführungs-GmbH, die den Stammverein überhaupt erst dazu berechtigt, Geschäftsführer eigenständig ein- und abzuberufen.

Sollte der e.V. von diesem Recht gegen den Willen der Investorenseite Gebrauch machen, würden laut Klausel zugesagte Darlehen sofort gekündigt oder bereits gezahlte Summen schlagartig zur Rückzahlung fällig gestellt werden. Ein finanzielles Druckmittel, das den e.V. stark unter Druck setzt und damit seine Autonomie bei Personalentscheidungen torpediert. Dieser Versuch scheiterte jedoch an der Konsequenz des Stammvereins: Der e.V. blieb bei diesem Thema standhaft. Da die Drohkulisse nicht verfing, lenkte die HAM-Seite ein, verzichtete letztlich auf die umstrittene Klausel und stellte das zugesagte Darlehen für 2025 trotzdem bereit. Es sollte das letzte Mal sein, dass die Investorenseite rechtzeitig einlenkte.

Akt 2: Dr. von Rüden und die rechtlich unmögliche DFB-Frist

Im Mai 2026, als sich die Lage rund um die Lizenzierung für die 3. Liga langsam zuspitzte, betrat ein neuer Akteur die weiß-blaue Bühne: Dr. Michael von Rüden, Partner und “Co-Lead M&A Law” bei der Unternehmensberatung Deloitte. Mit seinem Amtsantritt änderte sich die Vorgehensweise der HAM dramatisch. Rechtsanwalt von Rüden schlug vereinsintern sofort eine deutlich robusteren und aggressiveren Ton an.

Eine erste bemerkenswerte Duftmarke setzte der neue Rechtsbeistand mit dem Vorschlag, beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Fristverlängerung hinsichtlich der Einreichung der entscheidenden Lizenzunterlagen zu erwirken. Bei den vom DFB zum Ende von Lizenzierungsverfahren gesetzten Fristen handelt es sich aber um unumstößliche Ausschlussfristen – eine Verlängerung ist hier schlichtweg nicht möglich.

Der Grund für dieses Manöver war ohnehin durchschaubar: Die HAM-Seite wollte auf Zeit spielen, um weitreichende strukturelle Eingriffe in der KGaA vorzunehmen. Diese geplanten Änderungen hätten jedoch zwingend der Zustimmung der ordentlichen Mitgliederversammlung des e.V. bedurft. Die Strategie der Investorenseite war es offenbar, den Druck der tickenden Lizenz-Uhr als Hebel zu nutzen, um diese weitreichenden Zugeständnisse zu erzwingen.

Akt 3: Die Darlehenskündigung als künstliche Notlage

Als sich abzeichnete, dass der e.V. (juristisch beraten durch die Wirtschaftskanzlei GÖRG) und die KGaA (vertreten durch die Kanzlei Anchor) auf dieses Spiel auf Zeit nicht eingingen, griff Dr. von Rüden zu einer drastischen Maßnahme: Die bestehenden Darlehensverträge von 2024 und 2025 wurden von der HAM kurzerhand außerordentlich und fristlos gekündigt. Ein Schritt, der von Experten als vollumfänglich unwirksam eingestuft wird.

Die weitreichende Konsequenz dieses Manövers: Die HAM konnte in der Folge schlichtweg die Auszahlung der rettenden Millionen verweigern und nutzte diese Möglichkeit. Dieses künstlich erzeugte finanzielle Vakuum versuchte die Investorenseite als weiteres Druckmittel zu nutzen. Sie wollte den e.V. zur Unterschrift völlig neuer Verträge drängen, die teils absurde Forderungen enthielten – wie beispielsweise weitreichende Verpfändungen von Eintrittskarten.

Akt 4: Ein nächtliches Ultimatum und der Angriff auf 50+1

Der Höhepunkt dieser Erpressungsstrategie ereignete sich in den entscheidenden Stunden vor dem endgültigen Lizenz-Kollaps. Das Vorgehen in der Nacht zum 3. Juni 2026 ist bezeichnend für die kompromisslose Gangart von Dr. von Rüden.

Um 01:12 Uhr nachts wischte der HAM-Anwalt in einer großen E-Mail-Runde – an der neben e.V.-Präsident Gernot Mang auch KGaA-Vertreter und Abdelrahman Ismaik (der zweite Bruder von Hasan Ismaik) beteiligt waren – die letzten Vertragsentwürfe zur Rettung kategorisch vom Tisch. Die Dokumente seien für die HAMnicht akzeptabel“. Besonders brisant: Von Rüden forderte explizit die sofortige Streichung des rettenden Vorbehalts “soweit verbandsrechtlich zulässig”. Er pochte auf ein “All-in” des e.V. ohne “Schlupflöcher” und knüpfte dies an ein Ultimatum: Bis 10:00 Uhr am selben Morgen müsse ein entsprechender Beschluss des Aufsichtsrats unterschrieben vorliegen.

Die Forderung, den Passus zur verbandsrechtlichen Zulässigkeit zu streichen, lässt tief blicken. Hätte der e.V. dieses Ultimatum blind unterschrieben, hätte er Verträgen zugestimmt, die potenziell gegen die Regularien des DFB verstoßen. Die naheliegende These: Wäre dem TSV 1860 aufgrund dieser illegalen Vertragsklauseln vom DFB die Lizenz entzogen worden, hätte die HAM diesen Präzedenzfall nutzen können, um möglicherweise juristisch gegen die ungeliebte 50+1-Regel des deutschen Fußballs vorzugehen. Der e.V. wäre in dieser Konstellation lediglich der nützliche Idiot für einen Grundsatzprozess der Investorenseite gewesen.

Da der e.V. nicht in diese juristische Falle tappte und das Ultimatum verstreichen ließ, blieb die HAM bei ihrer Zahlungsverweigerung. Die logische und unvermeidliche Konsequenz war der Zwangsabstieg in die Regionalliga.

Akt 5: Von Rüden taucht ab, Gauweiler zündet den Eskalationsturbo

Nachdem die kompromisslosen juristischen Manöver unter der Ägide von Dr. von Rüden in einem sportlichen und wirtschaftlichen Totalschaden geendet hatten, folgte die Beauftragung von Dr. Peter Gauweiler (Kanzlei Gauweiler & Sauter).

Wer nun aber dachte, dass der neue Rechtsbeistand Peter Gauweiler die Scherben dieses Anwalts-Karussells zusammenkehren würde, irrt gewaltig. Der Ex-Politiker ist nicht angetreten, um aufzuräumen – er zündet vielmehr den juristischen Eskalationsturbo. Wie die Abendzeitung (AZ) berichtet, fährt die HAM-Seite unter Gauweiler nun eine “zweigleisige Strategie“. Zum einen wurde der fristlosen Kündigung des Kooperationsvertrags durch den e.V. umgehend offiziell widersprochen.

Zum anderen – und hier zeigt sich eine frappierende Parallele zu seinen Vorgängern – scheitert offenbar auch Gauweiler an der Auslegung des einfachen Verbandsrechts. Laut AZ-Informationen hat die Investorenseite den DFB und BFV darüber informiert, gegen eine Nichterteilung der Drittliga-Lizenz juristisch vorgehen zu wollen. Die absurde Begründung: Plötzlich sei man bereit, die benötigten Millionen nach Fristablauf nachträglich doch noch bereitzustellen.

Ein Vorhaben, das in seiner juristischen Realitätsferne den vorherigen Manövern in nichts nachsteht: Verbandsfristen im Lizenzierungsverfahren sind unumstößliche Ausschlussfristen. Sie sind weder dehnbar noch verhandelbar – auch nicht durch die Klagedrohungen einer prominenten Münchner Kanzlei. Eine mutwillig verstrichene Frist lässt sich nicht einfach mit nachträglich ins Schaufenster gestellten Millionen heilen.

Die Löwen-Fans dürfen sich also anschnallen: Soweit man der AZ-Berichterstattung glauben darf, hat mit Peter Gauweiler jener Anwalt das Mandat übernommen, der die von der HAM selbst verursachte Eskalationsspirale gnadenlos und offenbar völlig losgelöst von den Realitäten des Verbandsrechts weiterdrehen wird.

Viele Köche verderben den Brei

In dieser Gemengelage sollen die Vertreter des e.V. also offen und vertrauensvoll mit dem anderen Gesellschafter zusammenarbeiten? Selbst für langjährige Beobachter der Löwen ist das wirtschaftliche und juristische Konstrukt, in dem der Profifußball beim TSV 1860 eingebettet war, schwer zu verstehen. Wenn nun immer neue Akteure auftreten, die keine Ahnung von der Materie, aber viel Selbstvertrauen und starke Meinungen mitbringen, sind Verzögerungen und Ineffizienzen im Geschäftsbetrieb die kleinsten Probleme, welche höchstwahrscheinlich auftreten werden. In den meisten Fällen führt so etwas zu – speziell, wenn diese Akteure noch mit viel Macht ausgestattet sind – zu größeren Problemen. Bei 1860 hat es zur Katastrophe geführt. Oder vielleicht zur größten Chance seit Jahrzehnten….