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Drei Siege für Löwinnen: Julia Ennen trifft doppelt in Höhenrain

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die Bayerische TSV 1860 Frauen - Löwinnen
TSV 1860 München Frauen beim Training

Drei Spiele, drei Siege – so die starke Bilanz der Löwinnen am vergangenen Wochenende. Die erste Mannschaft setzte sich dabei durch zwei Treffer von Julia Ennen nach hartem Kampf mit 2:1 beim SV Höhenrain durch und bleibt als Aufsteiger in der Spitzengruppe der Bezirksliga.

Julia Ennen trifft doppelt beim FSV Höhenrain

Nachdem zuletzt vor allem Kira Winter als Torschützin auf sich aufmerksam machte, war es diesmal Julia Ennen, die den Löwinnen drei Punkte bescherte. Nachdem Annika Wamsler den FSV Höhenrain bereits in der 2. Minute in Führung gebracht hatte, glich Ennen nur sechs Minuten später für Sechzig aus.

In der 52. Minute schnürte Ennen den Doppelpack und traf vor rund 50 Zuschauern zum 1:2-Endstand zugunsten des TSV 1860. In der Tabelle liegen die Löwinnen mit 12 Punkten aus 5 Spielen auf Platz 3. Spitzenreiter ist der MTV Dießen/Ammersee (18 Pkt./7 Spiele) vor dem TSV Rott/Lech (16 Pkt./7 Spiele).

U23 siegt auswärts, U17 schlägt Wacker

Ein Erfolgserlebnis gab es auch für die U23 der Löwinnen: Die 2. Mannschaft gewann durch Tore von Saadet Tombul (1.), Maja Milojkovic (69.) und Dragana Stoliova (83.) mit 3:0 beim FC Fasanarie-Nord. Durch den Auswärtssieg verbesserten sich die Löwinnen in der Kreisliga auf Platz 7.

Nachdem kürzlich bereits die U15 einen Sieg gegen den FFC Wacker München feiern konnte, zog nun die U17 nach. Die B-Juniorinnen des TSV 1860 gewannen am Samstag durch ein Tor von Dilara Yilmaz (71.) mit 1:0 und übernahmen vorläufig die Tabellenführung in der Landesliga, da die Partie zwischen dem FC Ingolstadt 04 II und dem FC Augsburg auf Mitte November verlegt wurde.

Stimmen zum Derby: TSV 1860 – Seitenstraße 1b

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Chancenwucher und inkonsequentes Abwehrverhalten der Löwen sorgte dafür, dass das Derby gegen die kleinen Roten am Sonntag Nachmittag verloren ging. Die Enttäuschung ist den meisten Protagonisten, die hier in unseren Stimmen zum Spiel zu Wort kommen, deutlich anzumerken.

Thomas Spiesl (Redakteur sechzger.de):

Ein bitterer Sonntag für die Löwen. Dabei hatte der Tag so schön und stimmungsvoll begonnen. Die Fans waren vor dem Spiel gut drauf, die Löwen legten gut los, trafen aber die Kiste nicht und wurden eiskalt bestraft. Den Kampfgeist kann man unserer Mannschaft absolut nicht absprechen, aber am Ende zählen die Tore. München Rot sehr effizient, wir mal wieder nicht. Daher geht das Ergebnis am Schluss in Ordnung, auch weil die Bubis unsere Defensive mehrmals gehörig durcheinander gewirbelt haben. Schade und bitter, aber auch dafür gibts nur drei Punkte – oder wegen Pyro eher sogar weniger. Stimmungstechnisch waren die frühen Gegentore leider auch ein Tiefschlag. Da hatte das Pokalspiel gegen Kiel mehr Power im Sechzgerstadion. Aber Haken dahinter und nach vorne schauen. Bis zum Winter gibts noch 18 Punkte zu holen!

Claus Melchior (Vereinshistoriker mit viel Derby-Erfahrung):

Was soll man sagen? Frust pur. Ich hatte schon vorher kein gutes Gefühl. Unsere Derbybilanz gegen diesen Gegner war ja weder in Liga 3 noch der Regionalliga seit 2017 überragend. Und dazu die Chance, ganz nahe an die Tabellenspitze zu rücken? So was vermasseln wir seit einer halben Ewigkeit regelmäßig, egal in welcher Liga.
So kam’s dann leider auch. Unzureichende Chancenverwertung und immer mal wieder mangelnder Zugriff in der Abwehr ziehen sich ja schon durch die ganze Saison, trotz der insgesamt ordentlichen Ergebnisse. Und heute haben es die Bubis von der Seitenstraße halt gnadenlos ausgenutzt.
Egal, Kopf hoch, weitermachen! Ich habe schon ganz andere Derbyschlappen erlebt. 2017/18 haben wir beide Spiele verloren und sind trotzdem aufgestiegen. Und wenn ich sehe, wie die anderen Vereine so rumeiern, würde ich das auch in dieser Saison nicht ausschließen, da hat sich meine Einschätzung in den letzten Wochen geändert. Wofür es natürlich mehr Stabilität in der Abwehr braucht und mehr Kaltschnäuzigkeit vor der gegnerischen Kiste.
Großes Lob für die Westkurve, nicht nur für den Support generell, sondern auch für die Disziplin, auf das rote Feuerwerk nicht zu reagieren. Wäre nicht schlecht, wenn die Roten sich damit einen Punktabzug verdient hätten. Auf geht’s BFV! Brauchen wir umgekehrt nicht und die Regeln sind ja nun mal so.

Frank Peuker (ehemaliger Löwenspieler):

Wir haben uns leider selbst geschlagen. Es war aus meiner Sicht, heute in der Offensive in dieser Saison unsere beste Leistung. Chancen zur Führung und zum 3:3-Ausgleich wurden aber leider nicht genutzt. Unser Abwehrverhalten war genau das Gegenteil. So einfach und billig, wie wir die Tore kassiert haben, kann man nicht verteidigen. In den letzten 20 Minuten fehlte dann die Durchschlagskraft, da hätte ich mir die ein oder andere Auswechslung gewünscht.

Alper Kaybunar (in der PK nach dem Spiel):

Aus unserer Sicht natürlich ein sehr enttäuschendes Ergebnis. Wir haben uns was anderes vorgenommen. Ich denke, dass wir eigentlich sehr gut ins Spiel starten mit einer Riesenmöglichkeit, um in Führung zu gehen und dann sogar noch eine Möglichkeit hätten. Da muss man sagen, wir betreiben viel Aufwand, um uns Torchancen zu erarbeiten und dann mit einem langen Ball vom Torwart ist die komplette Kette überspielt und wir kassieren halt ganz einfach das das 1:0. Ähnlich auch mit dem 2:0. Wir sind gefühlt mit zwei Torschüssen hinten. Wir haben trotzdem gute Möglichkeiten und schießen eigentlich immer zum richtigen Zeitpunkt. Nach der Halbzeitpause nehmen wir uns natürlich vor, schnell zurückzukommen. Das gelingt uns dann auch gut und dann passiert es – genauso wie in der ersten Halbzeit – dass wir ganz schnell wieder den Treffer kassieren und dann wird’s schwer, ein Spiel zu gewinnen. Wie gesagt, gefühlt jeder Torschuss ein Gegentor und wir verballern einfach zu viele Möglichkeiten. Und dann wird‘s schwer so ein Derby zu gewinnen.

Dante (in der PK nach dem Spiel):

Zum ersten Mal bei diesem Derby habe ich das sehr, sehr genossen – außer meiner Roten Karte. Ich glaube, das war keine gute Aktion von mir. Ich muss mich bei unseren Fans und auch bei unserem Verein entschuldigen. Aber ich glaube auch, dass das beim Fußball dazu gehört. Und ich gratuliere auch trotzdem dem Gegner, weil sie haben einen sehr hohen Druck auf unsere Mannschaft gemacht. Sie haben nie aufgegeben, bis zum Ende gekämpft. Für uns war das das schwierigste Spiel diese Saison. Und deswegen ich bin glücklich und froh, dass wie am Ende dieses Spiel gewonnen haben. Das war nicht einfach, weil der Gegner – trotz dass er verloren hat – hat aus meiner Sicht sehr gut gespielt!

Christian Jung (sechzger.de Redakteur):

Das Spiel hat mich ein wenig an frühere Bundesliga-Derbys erinnert: Die Löwen mit Chancen-Wucher, die Roten mit eiskalter und kühl kalkulierter Effizienz, ohne irgendwie zu glänzen, was ja ihrem eigenen Selbstbild entsprechen würde. Rudelbildung und Platzverweis für den roten Trainer, Da war einiges drin.
Und wie früher auch regelmäßig, haben die roten Kunden natürlich die peinlichste Aktion des Tages gebracht: Ihr Spruchband, in dem sie uns vorrechnen, wie viele Tage zwischen der KGaA-Insolvenz und der Gründung der neuen Gesellschaft vergangen sind, hat mal wieder bewiesen: Die hängen einem klassischen Konstrukt des modernen Fußballs an, einer Aktiengesellschaft, die zu einem Viertel Audi, adidas und der Allianz gehört und haben offensichtlich nicht verstanden, dass unsere GmbH zu 100% in Händen des Vereins und seiner Mitglieder liegt. Peinlich – aber eben genauso, wie man es von ihnen kennt.

Florian Niederlechner (im Derby ohne Torerfolg):

Wir haben wieder ein gutes Spiel gemacht. Aber die Chancenverwertung – das zieht sich ein bisschen durch die Hinrunde – war nicht gut. Ich hab‘, glaub ich, vier Schüsse. Und die hatten bis zum 4:2 vier oder fünf Schüsse und machen daraus vier Tore. Das ist brutal! Einer wie ich muss in so einem Spiel vorangehen, muss die Chancen machen, dann geht’s ganz anders aus.

Nina (ehemalige Redakteurin bei sechzger.de):

Das Aufgebot am Sonntag hat mir mal wieder gezeigt, dass Sechzig – egal in welcher Liga – immer noch eine große Rolle in der deutschen Fußballlandschaft spielt. Ob bei der Mobilisierung von Fans, den Berichten in den Medien, Bildern und Videos auf Instagram und Co… Man hat die Vorfreude und die Anspannung überall gespürt, selbst bei mir in Berlin. Deswegen war es mir wichtig, für dieses Spiel nach München zu kommen. Ich hatte das Gefühl, dass wir gerade in der ersten Halbzeit eigentlich stark gespielt haben und uns leider nicht belohnen konnten. Die Niederlage ärgert mich daher ziemlich. Gerade der provokante Torjubel von Nachwuchsspielern war im Rahmen dieses Spiels auch unangebracht und hat die hitzige Stimmung nur weiter befeuert. Zum Schluss war die Luft bei den Löwen raus und davon haben die Bayern Amateure (leider) profitiert. Trotzdem kann man sich über den gelungenen Fanmarsch und die Stimmung freuen. Giesing ist einfach ein besonderer Ort und so einen Verein wie Sechzig gibt es kein zweites Mal. Das ist zumindest ein kleiner Trost.

Maxi (Löwensympathisant aus Lautern):

Ein Spielverlauf so unglücklich wie die Spruchbänder der Roten.

Mit etwas Abstand ein munteres Spiel, das man sich durch teils löchrige Abwehrleistungen in entscheidenden Momenten leider selbst kaputt gemacht hat.

 

Pokalsieger: TSV 1860 Senioren C gewinnen den Kreispokal

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Während es für die Profis gestern im Grünwalder Stadion nichts zu holen gab, gewannen die Senioren C des TSV 1860 am Samstag den Kreispokal. Im Endspiel setzten sich die Löwen gegen Türkspor Garching durch.

TSV 1860 Senioren C holen Kreispokal

Bereits eine Woche zuvor waren beide Teams in der Liga aufeinander getroffen. Durch den 1:0-Sieg des TSV 1860 wurde den Garchingern am letzten Spieltag die Meisterschaft entrissen, der Titel ging stattdessen in die Seitenstraße. Türkspor wollte sich natürlich revanchieren, den bessern Start hatte jedoch der TSV 1860, denn bereits in der 3. Minute traf Viktor Garasevic für die Ü45 der Löwen. In der Folge verpassten es die Giesinger nachzulegen und so glich Erol Balci in der 45. Minute für Türkspor aus.

In der zweiten Halbzeit hatten beide Teams die Möglichkeit, die Partie für sich zu entscheiden, es blieb jedoch auch 90 Minuten beim 1:1 und es ging direkt ins 11m-Schießen. Dort trafen Garasevic, Utmälleki, Alireza, Dinkci, Ben Jemia, Güley und Gomis für 1860, ehe Chaouch den entscheidenden Elfer versenkte und die Löwen zum Cupsieger machte. Herzlichen Glückwünsch zum Pokalsieg!

Sechzig verliert gegen effiziente 1b aus der Seitenstraße

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1860 bayern titelbild

Es knisterte in Giesing am Sonntag. Trotz nebligem und nass-grauen Novemberwetter waren schon vor dem offiziellen Treffpunkt um 10 Uhr die ersten Löwenfans unterwegs. Nach einem stimmungsvollen Fanmarsch ging es auf dem Rasen los und die Löwen wurden kalt erwischt. Die Seitenstraße nutzte ihre ersten beiden Konter zum 0:1 und 0:2, doch Leone schlug mit dem 1:2 zurück, ehe Rot per Fernschuss zum 1:3 traf. Der Rückstand zur Pause war vor allem in der schwachen Chancenverwertung der Hausherren und eklatanten Patzern in der Defensive begründet. Hoffnung keimte im zweiten Durchgang auf, als die Gäste eine Flanke von Bell ins eigene Tor beförderten, ein Konter zum 2:4 sorgte dann gegen drückend überlegene Löwen für die Entscheidung, die sich in diesem Spiel einfach auch zu viele defensive Patzer leisteten.

Riesenstimmung und Katastrophenstart

Bevor die Teams auf Feld kamen stimmten die Löwen-Fans bereits den ersten Wechselgesang zwischen Westkurve und Stehhalle an. Dann ging es endlich los, mit wenigen Umstellungen im Vergleich zum Heimsieg gegen Bayreuth. Die Sechzger starteten aggressiv in die Parte und brachten die Gäste durch hohes Angriffs-Pressing gehörig ins Schwitzen. Doch Niederlechner ließ zwei Großchancen liegen. Erst scheiterte er völlig freistehend am Keeper, dann brachte er einen Kopfball aus sieben Metern nicht an Bärtl vorbei. So kam es wie es kommen musste. Die Roten kamen über rechts und nach einem Querpass stand es 0:1, auch den zweiten Angriff nutzten sie mit einem platzierten Flachschuss zum 0:2. Die Sechzger-Defensive leistete dabei nur Geleitschutz.

Löwen schlagen durch Leone zurück

Im gefühlt zehnten Anlauf fiel dann endlich der erste Treffer für die Löwen. Gevorgyan flanke von rechts und Leone köpfte ein zum 1:2. Sechzig blieb am Drücker, die Gäste zogen sich zurück, kamen aber bei einem Konter zu einem Pfostentreffer. Kurz vor der Pause fiel dann durch einen sicherlich haltbaren Schuss aus 20 Metern sogar das 1:3. Ein bitterer Halbzeitstand, der die Kräfteverhältnisse nicht wirklich widerspiegelte, auch wenn das dritte Gegentor ein echter Wirkungstreffer war und die Hausherren für den Rest des ersten Abschnitts aus dem Spiel nahm. Allerdings ließen die Sechzger einfach viel zu viele gute Chancen liegen, während die Seitenstraße drei von vier Abschlüssen in den Maschen versenkte. Mit hängenden Köpfen schlichen die Sechzger vom Feld.

Anschlusstreffer sorgt für Feuerwerk

Bell kam zur Pause bei den Löwen für Seiffert, der bei zwei Gegentoren gar nicht gut aussah, und leitete auch direkt das 2:3 ein. Seine Flanke verpasste zwar Erdogan, aber ein Roter beförderte das Leder in den eigenen Kasten. Offiziell wurde Niederlechner als Torschütze vermeldet. Diesen Treffer nahm die Ostkurve zum Anlass für ein großes Feuerwerk in der falschen Farbe, das für eine knapp vierminütige Spielpause sorgte und wenig später sah auch noch Dante Rot, der das gesamte Spiel über die Linie entlang tanzte, statt sich auf der Bank aufzuhalten.

Sechzig bleibt am Drücker

Die Löwen rannten an, die Seitenstraße stand tief und versuchte über lange Bälle zu schnellen Kontern zu kommen. Trotz guter Möglichkeiten wollte der Ausgleich aber erst einmal nicht fallen. Leone, Niederlechner und Eberwein hatten die besten Möglichkeiten, scheiterten aber allesamt im Abschluss. Die Entscheidung bedeutete dann das 2:4, als sich Degraf im Strafraum gut durchsetzte und ins kurze Eck traf. Mit der erneuten Zwei-Tore-Führung zogen die Seitenstraßler den Löwen erst einmal den Stecker.

Sechzig verliert gegen effiziente 1b aus der Seitenstraße

So musste sich Sechzig gegen eine sehr effiziente 1b-Mannschaft aus der Seitenstraße am Ende mit 2:4 geschlagen. Trotz eines zumeist engagierten Auftritts und viel Ballbesitz war die Chancenverwertung einfach zu schwach, um zu punkten – auch weil man sich in der Defensive zu viele einfache Fehler leiste und an einigen Gegentoren direkten Anteil hatte. Die drei Zähler gingen somit an die Gäste, die aus sechs Chancen vier Tore machten. Bitter für 1860, in Anbetracht der Ergebnisse der Konkurrenz aber im Hinblick auf die Tabelle zumindest einigermaßen folgenlos – wenn auch die Niederlage gegen die Bubi-Mannschaft aus der Seitenstraße natürlich besonders weh tut…

 

Liveticker: TSV 1860 München – FC Bayern II (15. Spieltag)

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Liveticker TSV 1860 FC Bayern II

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Bayern München II! Die beiden Mannschaften treffen am 15. Spieltag der Regionalliga Bayern im Grünwalder Stadion aufeinander.

Blau gegen Rot, Gut gegen Böse, Grünwalder gegen Seitenstraße – sparen wir uns die lange Einleitung: Heute wird gewonnen, bitte!

Statistik

Aufstellung:
Eicher – Gevorgyan (85. Wagner), Weber, Faßmann, Seiffert (46. Bell) – Dressel (77. Dordan), Uhlmann – Leone, Eberwein, Erdogan (90.+3 Gosalci) – Niederlechner

Bank:
Bachmann (Tor), Collins, Hoppe, Calderon, Krasniqi

Tore:
0:1 Heinz (13.), 0:2 Binder (23.), 1:2 Leone (29.), 1:3 Heinz (40.), 2:3 Erdogan (50.), 2:4 Degraf (75.)

Besondere Vorkommnisse:
Rot: Dante (60., Trainer aus der Seitenstraße)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Fiedler (gesperrt), Deniz, Ott, Wach, Musa, Moumou (alle verletzt), Klose, Estermann (nicht berücksichtigt)

Ausfälle beim Gegner:
Prescott, Buchmann, Heindl, Pavlic, Hennig, Manuba, Wijks, Schmitz, Richter, Cardozo (alle verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre:
Noch sind keine Löwen von einer Gelbsperre bedroht. Kapitän Dennis Dressel und Mark Gevorgyan stehen bei drei Verwarnungen, Julian Bell, Raphael Wach und Emre Erdogan sahen zwei Mal Gelb.

Wo könnt ihr das Spiel des TSV 1860 gegen die Seitenstraßler außer im Liveticker noch verfolgen?

Die Partie gegen die Zweitvertretung aus der Parallelstraße wird im Stream bei BR24 Sport live übertragen. Ebenso zeigt das BR Fernsehen das Spiel live.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Regionalliga-Revue: Illertissen schießt Buchbach ab

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Nur ein Freitagsspiel gab es in der Regionalliga Bayern am 15. Spieltag. Dabei schoss der FV Illertissen den TSV Buchbach mit 4:0 ab und stürzte die Gäste noch tiefer in die Krise. Sechs Spiele finden am Samstag statt, dabei unterlag Memmingen gegen den Glubb II und Unterhaching kam in Vilzing nicht über ein 0:0 hinaus. Am Sonntag empfängt der FC Augsburg II den FC Schweinfurt und die Löwen haben das Derby vor der Brust. Spielfrei ist an diesem Wochenende der SV Wacker Burghausen.

Illertissen schießt Buchbach ab

FV Illertissen – TSV Buchbach 4:0 (2:0)
1:0 Qenaj (2.), 2:0 Milic (4.), 3:0 Milic (71.), 4:0 Cassaniti (75.)
Mit einem sensationellen Start sorgte der FV Illertissen beim Spitzenspiel gegen den TSV Buchbach bereits in den ersten vier Minuten für klare Verhältnisse. Elidon Qenaj und Denis Milic nutzten vor 328 Zuschauern die ersten beiden Chancen zur 2:0-Führung. Im zweiten Durchgang sorgten dann wiederum Milic und Nino Cassaniti für einen Kantersieg der Hausherren. So bleiben die Hausherren an der Spitzengruppe dran, während Buchbach in einer Negativspirale steckt.

Bayreuth siegt gegen Eichstätt

SpVgg Bayreuth – VfB Eichstätt 3:1 (0:1)
0:1 Kuqanaj (34.), 1:1 Latifovic (48.), 2:1 Doll (55.), 3:1 Schmidt (69.)
Die Partie zwischen Bayreuth und Eichstätt war im ersten Durchgang sehr zerfahren. Die Gäste gingen vor 1.105 Zuschauern zehn Minuten vor der Pause dennoch durch Aurel Kuqanaj in Führung. Bayreuth kam dann wie ausgewechselt aus den Kabinen und hatte im zweiten Durchgang alles im Griff. Denis Latifovic, Niklas Doll und Dominic Schmidt drehten den Rückstand bereits bis zur 70. Minute. Am Ende war es ein leistungsgerechter Sieg für die Spielvereinigung.

TSV Landsberg – SC Eltersdorf 1:1 (1:0)
1:0 Seemüller (27.), 1:1 Stark (53.)
Mit einem 1:1-Unentschieden trennten sich vor 320 Zuschauern der Aufsteiger aus Landsberg und der SC Eltersdorf. Maximilian Seemüller brachte die Hausherren nach einer halben Stunde in Front, Manuel Stark glich kurz nach dem Seitenwechsel aus zum Endstand. Eltersdorf war mit viel Schwung in die zweite Halbzeit gestartet, nach dem frühen Ausgleich lief dann auf beiden Seiten nichts mehr zusammen, sodass das 1:1 am Ende auch verdient war.

SpVgg Ansbach – SpVgg Greuther Fürth 1:1 (0:1)
0:1 Günes (19.), 1:1 Weeger (48.)
Auch das Duell zwischen Ansbach und der Fürther Zweitvertretung endete mit einem Unentschieden. Vor 789 Zuschauern war David Günes im ersten Abschnitt für die Zweitvertretung aus dem Nürnberger Vorort erfolgreich, Ex-Löwe Eric Weeger traf direkt nach Wiederanpfiff für Ansbach. Bei schwierigen Platzverhältnissen hatten beide Seiten ihre Chancen, deshalb war das Remis am Ende die logische Konsequenz.

Haching Remis – Pleite für Memmingen

DJK Vilzing – SpVgg Unterhaching 0:0
Bis auf die ansprechende Zuschauerzahl von 1.386 Fußballfreunden gibt es über das Duell zwischen der DJK Vilzing und der SpVgg Unterhaching wenig Berichtenswertes, außer dass die Punkteteilung den Löwen entgegenkommen dürfte. Beide Seiten brachten über 90 Minuten wenig zu Stande, sodass man sich in einem zerfahrenen Match mit vielen Unzulänglichkeiten mit einem torlosen Remis trennte.

FC Memmingen – FC Nürnberg II 1:2 (0:0)
0:1 Soldic (55.), 1:1 Menig (70.), 1:2 Soldic (87.)
Der FC Memmingen versäumte es vor 817 Zuschauern zu Hause gegen den FC Nürnberg II aus dem Buchbacher Patzer Profit zu schlagen. Mann des Tages war Marko Soldic, der beide Tore der Gäste erzielte. Er brachte den Glubb zu Beginn der zweiten Halbzeit in Führung, ein kurioses Eigentor führte zum Ausgleich, ehe Soldic in der Schlussphase dem amtierenden Regionalliga-Meister, obwohl Memmingen insgesamt ein Chancenübergewicht zu verzeichnen hatte.

TSV Schwaben Augsburg – TSV Aubstadt 2:1 (1:1)
1:0 Schäfer (8.), 1:1 Grimm (45.), 2:1 Schäfer (54.)
Einen ganz wichtigen Dreier fuhren die Schwabenritter aus Augsburg im Kellerduell gegen den TSV Aubstadt ein. Der Mann des Tages war vor 327 Zuschauern im Augsburger Rosenaustadion Michael Schäfer, der beide Tore für die Hausherren erzielte. Insgesamt waren die Augsburger auch die etwas aktivere Mannschaft und siegten deshalb am Ende nicht unverdient.

Derby am Sonntag im Fokus

Neben dem Derby in der bayrischen Landeshauptstadt, über das wir natürlich ausführlich in unserem Live-Ticker berichten werden, findet am Sonntag noch ein weiteres Regionalliga-Spiel statt:

FC Augsburg II – FC Schweinfurt (14:00h)

Damjan Dordan bleibt bis 2028 ein Löwe

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Damjan Dordan bleibt ein Löwe! Wie die Spielbetriebs-GmbH am späten Samstagnachmittag vermeldete hat Damjan Dordan seinen Vertrag bei den Sechzgern bis 2028 verlängert und bleib Münchens großer Liebe damit für eine weitere Spielzeit erhalten. Der 23-jährige Mittelfeldspieler kam verletzungsbedingt in der aktuellen Regionalliga-Saison erst zu zwei Kurz-Einsätzen. Zudem stand er 45 Minuten für die Amas in Kirchanschöring auf dem Feld und traf dabei für die kleinen Löwen.

Dordan ist ein echtes Eigengewächs

Der heute 23-jährige ist ein echtes Eigengewächs aus dem NLZ der Löwen. Er war einst vom FC Wacker München an die Grünwalder Straße gewechselt, arbeitete sich durch die verschiedenen Altersklassen nach oben und ist in den nächsten Wochen sicherlich wieder ein Kandidat für die Startelf in der Regionalliga.

Gegnervorstellung: Fußball-Club Bayern München e.V. II

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Möders schreit völlig zurecht Spieler von Bayern München an!

Heute müsste die Gegnervorstellung ganz im Stile von Hansa Rostock eigentlich Feindbeobachtung heißen. Das ist mir aber eigentlich auch schon zu viel Aufmerksamkeit und Tageszeit, die auf diesen grauslichen Verein verschwendet werden. Damit ich mir und euch den Tag nicht verleide, aber trotzdem unserem Informationsauftrag nachkomme, habe ich entschieden, mich aufs Sportliche und etwas Geschichte dieser zweiten Mannschaft zu fokussieren. Das morgige Match wird außerdem in keiner Hinsicht ein normales Spiel, auch auf Gegnerseite wird nicht der normale kleine Haufen mit fünf Flaggen stehen. Also vollste Konzentration auf das Derby, wenn die zweite Mannschaft des Fußball-Club Bayern München e.V. in der einzigen legitimen Rolle in unser Stadion kommt: als unbeliebte Gäste!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Die Mannschaft von Neu-Trainer Dante steht nach erfreulich schwachem Saisonstart aktuell mit 16 Punkten auf Platz 13 der Tabelle. Die Bilanz ist mit 4-4-4 perfekt ausgeglichen, dank ihrem guten Draht zum BFV hatten die Roten ja unter der Woche außer der Reihe spielfrei. Die große Schwäche ist die Offensive mit bisher nur 15 erzielten Treffern. Defensiv stehen die Bayern-Bubis dagegen sehr gut und haben erst 13 Buden kassiert.

Aktuell ist Rot II seit fünf Spielen ungeschlagen, die letzte Niederlage rührt aus dem Duell gegen Buchbach am 11. September. Tendenziell ist man aber am absteigenden Ast, in den beiden vergangenen Partien kam die Seitenstraße 1b gegen Haching und Fürth II nicht über ein Unentschieden hinaus. Am Landespokal nimmt die Truppe selbstverständlich nicht Teil.

Ein Bild das hoffentlich bald der Geschichte angehört. Das Ergebnis würden die Löwen trotzdem nehmen.

Kader & Transfers

Selbst nach ein paar hochklassigen Abgängen ist der Kader mit gut 20 Millionen Euro noch immer mehr als doppelt so viel wert wie Nürnberg II als zweitwertvollstes Team der Liga. Wer da wie und wo genau zum Kader gehört, ist schwer nachzuvollziehen, im Sommer gab es laut transfermarkt.de 29 Zu- und 18 Abgänge. Hier sind aber gleich weiterverliehen genau so dabei wie die halbe U19.

Top-Transfer war der 16-jährige Mittelfeldspieler Matous Srb, der für eine Million von Slavia Prag geholt wurde. Außerdem verpflichtete man einen jungen Linksverteidiger aus der ersten koreanischen Liga. Sonst wird viel verliehen, aber mittlerweile auch recht teuer verkauft. Jonah Asp Jensen (20) wechselte um 6 Millionen zu Deportivo A Coruña und Wisdom Mike für 5 Millionen zum FC Brügge. Mit den regulären Regionalliga-Sphären hat das alles nichts mehr zu tun.

Aufpassen muss unsere Defensive besonders auf den vierfachen Torschützen Noah Codjo-Evora (19) und Anton Heinz, der als Routinier vor zwei Jahren aus Aachen kam und besonders für seine gefährlichen Freistöße bekannt ist. Auf viele erfahrene Spieler verzichten die Roten aber mittlerweile, so ist der Kader der jüngste und auch größte der Liga.

Seit einiger seit sind diese Derbies nicht mit einem normalen Ligaspiel für Rot II zu vergleichen.

Vereinsgeschichte

Wikipedia verrät (gekürzt) zur Historie der zweiten Mannschaft der Seitenstraßler folgendes:

“Der erste Nachweis einer zweiten Herrenmannschaft stammt aus dem Mai 1901, als sie der ersten Mannschaft des FC Bayern mit 2:12 unterlegen war. 1983 und 1987 erreichten die Amateure jeweils das Endspiel um die deutsche Amateurmeisterschaft. Auch für den DFB-Pokal waren die Bayern Amateure mehrmals qualifiziert. 1994 waren sie direkt für die Regionalliga Süd qualifiziert und spielten in dieser Liga bis 2008. In der Saison 2003/04 gewannen die Amateure die Meisterschaft in der Regionalliga Süd. In der Saison 2007/08 gelang durch einen achten Platz die Qualifikation für die neugegründete 3. Liga. 2010/11 konnte der Abstieg zurück in die Regionalliga Süd nicht verhindert werden. Dort belegten die Bayern-Amateure nur einen enttäuschenden 14. Platz. 

Ab 2012 spielten die Bayern-Amateure in der neugegründeten Regionalliga Bayern. Trainer wurde erneut Mehmet Scholl. Er erreichte den zweiten Platz hinter der Reserve vom Stadtrivalen 1860 München. Zur Saison 2018/19 übernahm Holger Seitz. Seitz gelang mit seiner Mannschaft die Regionalliga-Meisterschaft und die Rückkehr in die 3. Liga. Unter Nachfolger Sebastian Hoeness spielte die Mannschaft eine starke Rückrunde mit 13 Siegen und belegte am Saisonende den ersten Platz der Tabelle. Da gemäß der DFB-Spielordnung keine zweite Mannschaft eines Erst- oder Zweitligisten in eine dieser Ligen aufsteigen darf, verblieb das Team allerdings in der 3. Liga. In der Saison 2020/21 stand die Mannschaft nach dem 30. Spieltag auf dem 16. Platz und die Mannschaft stieg mit vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz nach zwei Drittligajahren wieder in die Regionalliga Bayern ab.”

Fokus, Fokus, Fokus
Diese Vorgehensweise sollte unsere Mannschaft gegen die jungen Wunderwuzzis an den Tag legen.

Der 15. Spieltag im Überblick

Freitag 4:0 Illertissen – Buchbach 
Samstag 14:00 Uhr Memmingen – Nürnberg II
14:00 Uhr Vilzing – Haching
14:00 Uhr Bayreuth – Eichstätt
14:00 Uhr Landsberg – Eltersdorf
14:00 Uhr Ansbach – Fürth II 
15:30 Uhr Schwaben Augsburg – Aubstadt
Sonntag 14:00 Uhr Augsburg II – Schweinfurt
14:00 Uhr TSV 1860 München – Seitenstraße 1b
spielfrei Burghausen

 

Vitus Eicher über seine Rückkehr und das Derby: “Die wahren Münchner sind Löwen”

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Eicher Bayreuth

Die Blicke im Löwenumfeld beginnen sich voller Vorfreude auf Sonntag zu richten. Vor dem Derby gegen die Zweitvertretung aus der Seitenstraße spricht Vitus Eicher über seine Verbundenheit zum TSV 1860 München, die Rückkehr ins Tor der Löwen und die besondere Rivalität innerhalb der Landeshauptstadt. Für Vitus Eicher schließt sich mit dieser Saison zurück zwischen den Pfosten des Löwentors ein Kreis. Mit zehn Jahren kam der Torhüter zum TSV 1860 München, arbeitete sich durch die Jugendmannschaften und schaffte schließlich auch den Sprung zu den Profis.

Nach achteinhalb Jahren beim 1. FC Heidenheim kehrte er im Sommer an seine alte Wirkungsstätte zurück. Eigentlich war seine aktive Karriere zu diesem Zeitpunkt bereits beendet – Eicher sollte als Torwarttrainer kommen, um die nächsten Schritte zu gehen –, doch die besondere Situation im Sommer führte zum Comeback. Im Interview mit dem kicker blickt Eicher auf seine Zeit bei Sechzig zurück und spricht über das bevorstehende Derby.

Der Weg zurück nach Hause

Beim TSV 1860 München durfte Eicher seine ersten Schritte im Herrenfußball machen und zum ersten Mal Profiluft in der 2. Bundesliga schnuppern. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm sein Profidebüt in Frankfurt vor ausverkauftem Haus. Ins kalte Wasser geworfen, durfte Eicher zum Schlusspfiff einen 2:0-Sieg feiern. Ein weiteres Erlebnis, das er zu seinen prägendsten zählt, ist das Relegationsspiel gegen Holstein Kiel.

“Wenn man im Stadion war, vergisst man die Stimmung nicht”

Die Atmosphäre sei für ihn ein bisschen surreal gewesen. Für seine Leistung in diesem damals alles entscheidenden Spiel, wurde Eicher zum Spieler des Spiels gewählt.

Nach seinem Wechsel nach Heidenheim im Januar 2017 schien dieses Kapitel zunächst abgeschlossen. Im Sommer 2025 endete dort allerdings seine aktive Karriere. Eicher wollte dem Fußball jedoch erhalten bleiben und sollte zukünftig bei 1860 als Torwarttrainer arbeiten.

Durch die außergewöhnlichen Umstände des vergangenen Sommers eröffnete sich ihm jedoch eine andere Möglichkeit: Weil die Löwen zunächst nur wenige Spieler unter Vertrag hatten, wurde er gefragt, ob er sich ein schnelles Comeback vorstellen könne. Eicher nahm sich eine Nacht Bedenkzeit, was allerdings nicht heißt, dass die Entscheidung halbherzig ausfiel.

“Wenn, dann mache ich es richtig”

Er ordnete den restlichen Alltag dem Sport unter, um möglichst schnell wieder auf das körperlich erforderliche Niveau zurückzukommen.

Dass er nun ausgerechnet bei seinem Herzensverein wieder zwischen den Pfosten steht, macht die Rückkehr für ihn besonders. Eine gewisse Romantik gehöre dazu, räumt Eicher ein. Vor allem aber habe er noch einmal richtig Lust auf die Aufgabe gehabt und wolle dem Verein in seiner schwierigen Lage helfen.

Auch gegen die zweite Mannschaft ein besonderes Spiel

Diese Verbundenheit zu Sechzig prägt auch Eichers Blick auf das anstehende Spiel gegen die Zweitvertretung der unliebsamen Nachbarn. Schon während seiner eigenen Zeit in der U21 waren die Duelle besondere Höhepunkte. Es waren Spiele, auf die man sich als Nachwuchsspieler freute, nicht zuletzt, weil sich das Grünwalder Stadion zu diesen besonders gut füllte und Fans beider Lager für eine besondere Kulisse sorgten.

Für Eicher ist es die Rivalität zweier Vereine innerhalb einer Stadt. Während die Bayern längst ein Global Player sind, verbinden wahre Münchner eine besondere Nähe zu den Löwen.

“Die wahren Münchner sind ganz viele Löwen”

Es ist ein Selbstverständnis, das er bei Sechzig wahrnimmt. Dass der TSV selbst in der Regionalliga eine solche Aufmerksamkeit erfahre, zeige, welchen Stellenwert der Verein weiterhin habe. Entsprechend besonders seien die Aufeinandertreffen auch.

Gleichzeitig macht Eicher keinen Hehl daraus, dass das Duell mit der zweiten Mannschaft nicht mit den früheren Derbys gegen die Profis vergleichbar ist. Wer diese Spiele erlebt habe, wisse, dass es nicht dasselbe sei. Trotzdem sei die Partie etwas Besonderes.

Druck auf den Löwen

Dass die Fans dem Derby entgegenfiebern, ist auch bei der Mannschaft angekommen. Spätestens nach dem späten Heimsieg über Bayreuth, habe man an der Kurve gemerkt, worauf sich der Fokus in den kommenden Wochen richte. Die Gesänge ließen keinen Zweifel daran, welche Bedeutung die Begegnung für die Anhängerschaft hat.

Für die neu zusammengestellte Mannschaft gelte es allerdings weiterhin, von Spiel zu Spiel zu denken und die nötigen Punkte zu holen. Auch im Derby gehe es zunächst um drei Zähler. Eicher weiß aber, dass die Partie für die Anhänger einen höheren Stellenwert besitzt.

Auf die Frage, ob Sechzig mehr Druck habe als der Stadtrivale, antwortet Eicher schnell und unmissverständlich:

“Der Druck liegt schon bei uns”

Daran gebe es für ihn keinen Zweifel. Dass der sportliche Erfolg des Vereins über einem einzelnen Spiel stehe, sei zwar klar, dennoch würde Eicher nur zu gerne mit einem Erfolgserlebnis aus dem Duell gehen.

Auf einen konkreten Ergebnistipp will er sich nicht festlegen. Als Torhüter wäre ihm ein Spiel ohne Gegentor am liebsten – entscheidend sei am Ende aber vor allem der Sieg.

“Wir werden eine Kapelle bauen” – Amas nur 3:3 in Schwaig

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Zwei verschenkten Punkten nachtrauern müssen die Amas des TSV 1860 München nach dem 3:3-Unentschieden beim FC Schwaig in der Bayernliga Süd. Die kleinen Löwen führten zur Pause mit 3:1, verschossen einen Elfmeter und kassierten im zweiten Abschnitt noch den Ausgleich. Immerhin konnte man durch den Punktgewinn beim Tabellenfünften den Abstand auf die hintere Tabellenregion stabil halten.

Effiziente erste Halbzeit der Amas

Die Hausherren vom FC Schwaig starteten vor 475 Zuschauern sehr druckvoll ins Heimspiel waren gegen die kleinen Löwen in den ersten 20 Minuten die überlegene Mannschaft. In Führung gingen aber die Gäste. Luis Pereira de Azambuja setzte sich auf der Außenbahn durch und legte ab auf den zweiten Pfosten, wo Luca Dollinger mit dem ersten Torschuss der Gäste zum 0:1 traf. Durch einen abgefälschten Schuss fiel der Ausgleich, ehe Dollinger auch die zweite Löwenchance ins Netz bugsierte. Das Tor zum 1:3-Pausenstand legte Dollinger dann für Pereira de Azambuja auf. Die Führung war aufgrund der sehr effizienten Chancenverwertung der kleinen Löwen nicht unverdient.

Löwen verschießen einen Handelfmeter

Die große Chance, den Sack zuzumachen hatten die Amas dann zu Beginn des zweiten Durchgangs. Allerdings scheiterte Emre Dursun bei einem diskutablen Hand-Elfmeter am Keeper der Hausherren. So kamen die Hausherren fast im Gegenzug zum Anschlusstreffer und das Spiel wurde hektisch. Plötzlich gab es dann einen Strafstoß für Schwaig, der ähnlich schmeichelhaft war, wie der Elfmeter für die Löwen zuvor, zumal der Verteidiger der Sechzger den Ball gespielt hatte. “Der Schwaiger Spieler hat geschrien, als hätte er beide Beine verloren. Wir werden an der Stelle eine kleine Kapelle bauen für diese Wunderheilung”, berichtete ein Augenzeuge aus dem Lager der Löwen. So fiel das 3:3 und Schwaig drückte auf den Siegtreffer. Als bei den Hausherren die Kräfte schwanden kamen die Sechzger noch einmal auf, ohne aber wirklich zwingend zu werden. So blieb es nach 90 Minuten beim 3:3 und die Amas blieben damit zum dritten Mal in Folge ungeschlagen.

Klose kehrt zurück auf den Platz

Positiver Nebeneffekt bei den Gästen war die Rückkehr von Noah Klose, der in der 73. Minute eingewechselt wurde und nach seiner langen Verletzung erstmals wieder auf dem Platz stand.
Trainer Christoph Rech fasste das Spiel nach dem Schlusspfiff folgendermaßen zusammen: “Klar, wenn du 3:1 in Führung bist, wünschst du dir natürlich, dass du das Ding ziehst. Durch den Elfmeter hatten wir sogar die Chance aufs 4:1. Dann glaube ich, wird es schwer für Schwaig, nochmals zurückzukommen. So nutzen wir die Chance leider nicht und kriegen dann innerhalb von sechs Minuten einen Doppelschlag. Danach wurde es ein wildes Spiel. Es ging hoch und runter”.

Rech: “Die Entwicklung ist positiv”

Dennoch fand Rech auch lobende Wort für seine junge Mannschaft.

“Die Leistung heute, was die mannschaftliche Geschlossenheit angeht, wie alle geackert haben, war sehr gut. Das macht richtig Spaß. Die Jungs haben sich reingearbeitet, es gerade in der 1. Halbzeit super gemacht. Jetzt müssen wir noch den nächsten Schritt gehen und solche Spiele auch ziehen und auswärts gewinnen. Aber ansonsten ist die Entwicklung positiv und geht in die richtige Richtung.”

Am kommenden Freitag, 23. Oktober, empfangen die Amas um 18:60 Uhr den FC Pipinsried an der Grünwalder Straße 114 und wollen dabei dem Tabellenführer ein Bein stellen. Im Klassement hat sich das Team der Löwen erst einmal im Bayernliga-Mittelfeld festgesetzt.