Am Samstag den 24. Oktober spielen die 1860 Amateure um 14:30 Uhr beim TSV 1874 Kottern vor Zuschauern – Tickets gibt es online hier:
https://billetto.eu/e/bayernliga-sud-tsv-1874-kottern-tsv-1860-munchen-ii-Tickets-484126
Unabhängiges Fanportal - von Löwenfans für Löwenfans
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Am Samstag den 24. Oktober spielen die 1860 Amateure um 14:30 Uhr beim TSV 1874 Kottern vor Zuschauern – Tickets gibt es online hier:
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In den vergangenen Wochen lagen die Experten mit ihren Tipps hinsichtlich der Spiele der Löwen des Öfteren gar nicht so falsch: Richy Neudecker hatte ein 3:1 gegen den VfB Lübeck getippt (Endstand: 4:1) und Uwe Koschinat (Trainer SV Sandhausen) traf mit seiner 1:1-Prognose beim Auswärtsspiel in Rostock komplett ins Schwarze.
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Auch für den 6. Spieltag wurden einige bekannte Persönlichkeiten nach ihren Tipps gefragt und diesmal ist das besonders interessant für uns, da sowohl Gino Lettieri als auch Sebastian Jacob einen direkten Bezug zu den Löwen haben. Lettieri war als Spieler in den 80er Jahren bei den Amateuren des TSV 1860 München aktiv (zusammen mit seinem Bruder Gianni) und kehrte in den 90ern als Co-Trainer an die Grünwalder Straße zurück. In seiner Trainerlaufbahn war u.a. beim FC Augsburg, dem SV Darmstadt 98, dem SV Wehen Wiesbaden, dem FSV Frankfurt, dem MSV Dusiburg und zuletzt beim polnischen Erstligisten Koronia Kielce unter Vertrag. Für das morgige Spitzenspiel der 3. Liga sagt der Experte auf liga-drei.de ein 1:1-Remis voraus.
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Mit Sebastian Jacob kommt bei liga3-online.de ein Spieler zu Wort, der morgen sehr wahrscheinlich auch im Grünwalder Stadion auf dem Platz stehen wird. Seit seiner Rückkehr aus Kaiserslautern im Jahr 2018 erzielte der gebürtige Saarbrücker in 62 Spielen satte 44 Tore und bereitete weitere 13 vor. Wollen wir hoffen, dass sich daran morgen nichts ändert. Trotz einiger gewagter Tipps (u.a. einem torlosen Remis bei Dresden – Zwickau) konnte sich der 27-jährige Stürmer nicht zu einer Prognose bezüglich des Spitzenspiels 1860 – FCS durchringen. Er wird schon wissen warum…
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Beim letzten Heimspiel gegen den VfB Lübeck, das ja quasi in letzter Sekunde zum Geisterspiel wurde, gab es noch eine Printausgabe (Sammlerstück), diesmal müssen sich die Löwenfans wieder mit der Online-Variante der Stadionzeitung zufrieden geben. Zugegebenermaßen dennoch ein toller Service, der vor allem auch die Sponsoren freuen dürfte.
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Diesmal im Heft:
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Servus | Vorwort von Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer
Sechzge | Alle Löwen-Spieler mit Rückennummern
De Andern | 1. FC Saarbrücken: Rückkehr gleich doppelt
Wissenswert | Leader Daniel Batz | Der Trainer & Kurioses
Teamcheck | 1. FC Saarbrücken | Zu- und Abgänge
So schaugt‘s aus | Tabellen und Spielschemata
Zahlen & Fakten | Löwen-Statistik
Spielplan | Alle fix terminierten Partien im Überblick
Spielervorstellung | Richard Neudecker: „Ich wollte einfach zurück!“
Poster zum Herausnehmen | Marius Willsch
Neues aus Giesing | Marcel Schäfer besucht die Löwen | Dank für IT-Unterstützung
Statistik | Tabellen & Spielplan der U-Teams
U21 | Desolat & ohne Inspiration
U19 | Glücklich & zielstrebig
1860-Partner | Alle im Überblick
Löwenfreunde | Übersicht
SECHZGER Alm | Business Partner
Löwen spielen für Löwen | Minigolfturnier zu Gunsten des NLZs
Alte Liebe rostet nicht | Magische Momente – 1960: Löwenfans feiern FC Santos
Teamhistorie | Saison 1965/1966
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Hinsichtlich des letzten Punktes verweisen wir gerne auch nochmal auf unser Statistik-Tool. Zur angesprochenen Saison sind bereits alle Matches der Löwen hinterlegt!
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Englische Woche und schön langsam kribbelt es auch schon wieder, zumal die Löwen als Tabellenführer morgen Abend um 18:60 Uhr den Verfolger 1. FC Saarbrücken empfangen werden. Für Spannung wird also auch in der Frühphase der Saison bereits gesorgt sein und wir werden wieder live für Euch tickern. Doch bis dahin wird noch einiges Wasser die Isar runterfließen und für Schlagzeilen sind wir Löwen ja immer gut.
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Auf das gestrige Statement seitens des TSV 1860, in dem innerhalb weniger Zeilen drei aktuelle Themen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben (Erdmann, Rassismus, Scheichlied bei München Mord), miteinander verwoben und in Zusammenhang gebracht wurden, wollen wir als sechzger.de am frühen Morgen nicht eingehen, verweisen jedoch gerne auf den gelungenen Kommentar der Kollegen vom Löwenmagazin.
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Doch zurück zum Sportlichen: Aufgrund seiner gelb-roten Karte in Rostock wird Philipp Steinhart morgen fehlen und eine große Lücke auf der linken Seite der Abwehrkette hinterlassen. Gab es in der Vorsaison doch des Öfteren berechtigte Kritik an der Defensivleistung unserer Nummer 36, so wirkt er in der neuen Spielzeit wie ausgewechselt und legte bislang herausragende Auftritte hin. Dass sein erster Stellvertreter Leon Klassen die Reise an die Ostsee aufgrund einer Mandelentzündung ausfallen lassen musste und somit wohl auch für Mittwoch Abend fraglich erscheint, stellt Trainer MIchael Köllner vor eine knifflige Herausforderung. Wir sind gespannt, wie der Taktikfuchs Köllner diese Situation meistern wird.
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Trainiert wird heute an der Grünwalder Straße natürlich auch, wobei Kiebitze wie gewohnt nicht zugelassen sind. Das Trainerteam empfängt die Mannschaft um 11.00 Uhr auf dem Rasen, um sie bestens auf den kommenden Gegner vorzubereiten.
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Selbstverständlich kann man sich zur Mittagszeit im Löwenstüberl stärken und zwischen folgenden beiden Gerichten wählen:
Spinatknödel in Sellerie-Karottenrahmgemüse mit Parmesanflocken (8,10 €)
Braumeistergulasch vom Schwein mit hausgemachten Breznknödeln (8,90 €)
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Kaum ist das schwierige Auswärtsspiel bei Hansa Rostock überstanden, steht am Mittwoch bereits das nächste Spitzenspiel auf dem Programm, wenn der Tabellenführer den ersten Verfolger empfängt. Auch gegen den 1. FC Saarbrücken erwartet die Truppe von Michael Köllner eine anspruchsvolle Aufgabe, aber auch diesmal sind wir wieder zuversichtlich, dass die Löwen trotz der Sperre von Philipp Steinhart und des möglichen krankheitsbedingten Ausfalls seines Vertreters Leon Klassen die Punkte in Giesing behalten werden.
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Natürlich müssen wir heute aber nochmal zurückblicken auf die Ereignisse vom Samstag: In unserer Taktiktafel beleuchten wir diesmal nicht nur die taktischen Finessen der Mannschaften, sondern kommen nicht umhin, auch dem Schiedsrichter ein eigenes Kapitel zu widmen. Zwar sind die Gazetten nicht umsonst voll von Berichten über die Glanzparade von Stefan Salger, der sich beeindruckend als Ersatz von Marco Hiller ins Gespräch gebracht hat, doch gerade vor der Pause hatte auch Hansa einige Male Glück, nicht in Unterzahl weiterspielen zu müssen. Zudem war die erste gelbe Karte von Philipp Steinhart schon sehr fraglich, da man im TV doch recht deutlich erkennt, dass er den Ball vor dem Pfiff des Schiedsrichter wegschoss, die Verwarnung wegen dieses Vergehens also unangebracht war, wie es auch Ex-Schiedsrichter Babak Rafati in seiner Kolumne andeutet. Vielleicht sollte man sich seitens der Löwen um eine Streichung des Verwarnung (und somit auch der Sperre am Mittwoch, weil es so ja nicht zum Platzverweis gekommen wäre?) vor dem Schiedsgericht bemühen – so ganz chancenlos wäre man da sicher nicht!
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Der zweite große Aufreger vom Samstag ist – na klar – die doch sehr unglückliche Geste von Dennis Erdmann, die er für einen möglichen Torerfolg als Einspieler wählte. Man kann jetzt natürlich argumentieren, dass er nicht zwingend damit rechnen konnte, tatsächlich mal zu treffen, aber nun war es nun mal so weit und schon ging das Ganze medial nach hinten los. Für manch tatsächlichen Brandstifter ein “Skandal”, für uns immerhin Anlass für einen Kommentar in Richtung Boulevard.
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Während die Zeitung mit vier großen Buchstaben ihrem Ruf also mal wieder gerecht wurde, berichtete die tz über einen möglichen Gottesdienst im Grünwalder Stadion am Heiligen Abend. Sollten die Inzidenzwerte auf dem aktuellen Niveau bleiben (aktuell: 72,43), dürften diese Überlegungen bald ad acta gelegt werden.
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So, zum Abschluss kommen wir nochmal zurück zum Thema “Saarbrücken”, denn genau heute vor 29 Jahren empfing der TSV 1860 die Gäste aus dem Saarland an der Grünwalder Straße. Bei strömendem Regen schickte Trainer Karsten Wettberg folgende Elf auf den Rasen:
Berg – Maurer, Hainer, Miller – Hinterberger, Motzke, Zeiler (Gröber), Störzenhofecker, Kneißl (Koutsoliakos) – Schmidbauer, Pingel
Vor 14.000 Zuschauern trennte man sich damals in der 2. Bundesliga Süd mit einem unbefriedigenden 0:0. Gegen einen Löwensieg hätten wir übermorgen sicher nichts einzuwenden…
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Für die hochkarätige Partie gegen Hansa Rostock setzte Löwentrainer Michael Köllner auf die gleiche Startaufstellung wie beim 4:1-Sieg gegen Lübeck. Hansa Rostock musste gegenüber dem Spiel in Verl aufgrund von Verletzungen und einer Rotsperre auf zwei Positionen umstellen, wie ich bereits in der TAKTIKTAFEL vom Freitag angekündigt hatte: Für Lukas Scherff kam Luca Horn im Mittelfeld zum Einsatz. Der rot-gesperrte Damian Roßbach wurde von Max Reinthaler, der schon gegen Verl nach dem Platzverweis eingewechselt worden war, um die Defensive zu verstärken, ersetzt.
Bevor es in die für Euch Leser gewohnte Nachbetrachtung geht, ein paar Worte zum Herrn in Schwarz: Ich komme hier leider nicht umhin, die Schiedsrichterleistung von Konrad Oldhafer genauer zu beleuchten – und viel Positives habe ich nicht zu berichten. Dieses ab der 15. Minute total zerfahrene Spiel, welches durch taktische Fouls auf beiden Seiten geprägt war und am Ende einen für die Löwen schmeichelhaften Punktgewinn einbrachte, dürfte in beiden Fanlagern, vor allem wegen fragwürdiger und inkonsequenter Schiedsrichterentscheidungen, so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Dass die Hanseaten im Zweifel auf taktische Fouls setzen, um den Gegner nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, habe ich ja schon in der Taktiktafel vor dem Spiel am Freitag angekündigt. Dass der Unparteiische Konrad Oldhafer aus Hamburg diese dann auch so konsequent pfiff, wie er es getan hat, jedoch oft die im Regelwerk für diese Vergehen vorgesehene gelbe Karte in der Hemdtasche ließ, sorgte für viel Zerfahrenheit. Ein mit gelb vorbelasteter Spieler überlegt zweimal, bevor er ein weiteres Foul begeht. Bei regelgerechter Auslegung hätten bereits zum Ende der ersten Halbzeit zwei Rostocker Spieler (John Verhoek und Jan Löhmannsröben) nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen. Drei weitere hätten mit dem gelben Karton vorbelastet sein müssen, was bei gleicher harter Gangart im zweiten Durchgang im Verlauf des Spiels eine wahre Flut von Platzverweisen nach sich gezogen hätte. Auch für die Münchner Löwen hätte es in der ersten Halbzeit zusätzlich zu den zwei zurecht gezeigten gelben Karten noch weitere drei Verwarnungen geben müssen. Ich kann die Linie des Schiedsrichters, einerseits die taktischen Fouls zu pfeifen, sie aber andererseits nicht regelkonform zu ahnden, nicht nachvollziehen. Das konsequente Pfeifen dieser Vergehen bringt ja nichts für den Spielfluß, wenn die Karten dann stecken bleiben. Die betreffende Regel (Regel 12-3 “Disziplinarmaßnahmen”) lautet folgendermaßen: Ein Spieler ist zu verwarnen, wenn er (…) ein Foulspiel begeht, um einen aussichtsreichen Angriff zu verhindern oder zu unterbinden, es sei denn der Schiedsrichter entscheidet auf Strafstoß für ein Vergehen, das bei dem Versuch begangen wurde, den Ball zu spielen (…). Zu deutsch: Wenn es ein taktisches Foul gibt, ist die gelbe Karte zu zeigen, es sei denn, es gäbe wegen dieses taktischen Fouls einen Elfmeter. Der Schiedsrichter hätte also durch konsequentes Zeigen gelber Karten schon vor dem Halbzeitpfiff für ein besonneneres Herangehen der jeweils verteidigenden Mannschaft an Zweikämpfe sorgen können. Dieses Versäumnis von Konrad Oldhafer sorgte meines Erachtens nach dafür, dass das Spiel den Lauf genommen hat, den es dann genommen hat. Es war leider auch kein klassisches Kampfspiel, denn dafür hätten die Situationen durch Oldhafer wiederum großzügiger ausgelegt werden müssen. Es war – abgesehen von der ersten Viertelstunde – leider eine Aneinanderreihung kurzer Spielsequenzen und Standardsituationen. Wir wollen diesen Umstand mal entschuldigend darauf schieben, dass der erst 25jährige Oldhafer noch nicht über die Erfahrung manch anderer Kollegen verfügt. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass er erst seit dieser Saison in die 3. Liga aufgestiegen ist. Bis zur letzten Saison leitete der Hamburger insgesamt 35 Partien in der Regionalliga Nord, in welcher er seit der Saison 2016/17 tätig war.
Kommen wir nun zum Spiel an sich: Bei eigenem Ballbesitz spielte die Rostocker Kogge ein 3-4-3 mit Löhmannsröben als defensivem und Bahn als offensivem Mittelfeldspieler. Sozusagen eine Flache Raute im Mittelfeld. Gegen den Ball verschob sich das 3-4-3 zu einem 5-3-2 oder 5-4-1. Die Rostocker verschieben taktisch wirklich sehr flexibel. Die Münchner Löwen traten im gewohnten, variabel interpretierten 4-1-4-1 an. Sowohl Lex als auch Tallig schoben aus dem Mittelfeld immer wieder in die vorderste Front mit hinein, wenn es für die Löwen in die rote Zone der Hanseaten ging.
Während der ersten 15 Minuten des Spiels schien der Matchplan diesbezüglich auch wunderbar aufzugehen. Dass eine starke Mannschaft, wie die Hausherren es sind, von Beginn an mehr Ballbesitz hat, verwundert nicht wirklich. Es hat wohl keiner wirklich damit gerechnet, dass der TSV 1860 nach Rostock fahren und das Spiel von Grund auf dominieren würde – dafür sind die Hanseaten alles in allem zu kompakt und auch von der Spielintelligenz zu clever. Dennoch war es in der ersten Viertelstunde, wenn man die Zahlen betrachtet, ein offenes Spiel mit leichten statistischen Vorteilen für die Sechzger. Beide Mannschaften hatten je eine Szene, die zum Torerfolg hätte führen können: Die Heimelf, als Löhmannsröben nach einem schlecht zu Ende gespielten Positionsangriff in Minute acht den nicht entscheidend geklärten Ball Hiller in die Arme schoss. Die Löwen, nachdem Steinhart in der zwölften Minute einen langen Ball auf Lex spielte, der diesen im Sechzehner auf halblinker Position unnachahmlich mit dem Fuß aus der Luft pflückte und mit seinem Abschluss nur noch am Verteidiger der Hanseaten scheiterte. Die Hanseaten also mit mehr Ballbesitz, die Sechzger mit der höheren Passgenauigkeit und dem besseren defensiven Stellungsspiel in der ersten Viertelstunde. In nackten Zahlen sieht das so aus: Ballbesitz 55:45 zugunsten der Rostocker. Passgenauigeit bei den Löwen knapp 80%, bei Rostock 74%. PPDA (zugelassene Pässe pro defensiv Aktion) 5.2 bei Sechzig 13.5 bei den Hanseaten. Auch die Quote bei den Flanken sieht den TSV 1860 im Vorteil zwei von drei geschlagenen Flanken kamen an, die dritte wurde von Hasas Abwehr zum Eckball, wovon die Löwen in der Anfangsviertelstunde insgesamt zwei auf ihrem Konto verbuchen konnten geklärt. Rostocks Ausbeute hier Null.
Der höhere Ballbesitz in der ersten Viertelstunde liegt, wie man das auch bei anderen Gegnern des TSV schon gesehen hatte, an der hohen Anzahl von Rückpässen und der Querspielerei in der eigenen Hälfte, was dem guten Pressing der Münchner geschuldet war. Ganze Elf mal gab es in der Anfangsviertelstunde einen Pass nach hinten bei den Rostockern. Dem stehen nur fünf solche Aktionen des TSV 1860 gegenüber. Auch bei den Querpässen erspielte sich in dieser Phase die Kogge im Ostseestadion einen klaren Vorteil. Die Verteidiger Sonnenberg, Riedel, Reinthaler waren Absender und Adressat der meisten Querpässe bei Rostock in den ersten 15 Minuten.
Offensiv kamen die Löwen immer wieder über Richard Neudecker, der im Mittelfeld immer mehr zum Regisseur avanciert und Phillipp Steinhart, der als genialer Passgeber und Vorbereiter auf dem linken Flügel operiert, an den Sechzehner der Hanseaten heran. Leider sprang außer wenigen Standardsituationen nichts weiter Zählbares für den TSV dabei heraus. Man darf also getrost sagen, dass die Sechzger auf einem guten Weg waren, sich in das Spiel hineinzubeißen. Mit 4:2 Fouls ging Michael Köllners Elf zu Beginn auch eindeutig bissiger zu Werke. Marius Willsch sah bereits in Minute 14 den Gelben Karton. Ab etwa diesem Zeitpunkt begann das Spiel dem Unparteiischen – wie schon einleitend erwähnt – zu entgleiten.
Für beide Teams war die restliche halbe Stunde bis zum Pausenpfiff ein vom Schiedsrichter durch Inkonsequenz verursachtes Desaster, was den Rostockern, die mit einem zerfahrenen Spiel gegen die fußballerisch eindeutig stärkere Münchner Mannschaft mehr anfangen konnten, voll in die Karten spielte. Sage und schreibe zehn Mal foulten die Rostocker Spieler in dieser Zeit. Viermal allein John Verhoek, der wegen taktischer Fouls und wiederholtem Foulspiel, wenn man nach den geschriebenen Regeln pfeifen würde, schon in Halbzeit eins des Feldes verwiesen gehört. Das gleiche gilt für Jan Löhmannsröben, der im ersten Spielabschnitt zweimal ein sogenanntes taktisches Foul beging, aber nur einmal dafür verwarnt wurde. Lichtblick war allein Dennis Erdmanns Tor nach einem Eckstoß kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit. Der Ex-Rostocker kam nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Daniel Wein herein. Ansonsten gab es keine wirklichen Torchancen, außer nach je einem Schussversuch aus dem Spiel heraus.
Halbzeit zwei begann eigentlich ganz vielversprechend und es sah für wenige Minuten so aus, als ginge es diesmal ohne das fast schon obligatorische Gegentor. Aber wie man unsere Löwen kennt und es als Fan fast schon erwartet, kam der Treffer der Gastgeber prompt in Minute 50: Nach einem langen Ball von Dressel für Mölders kommt Hansa Rostock in Ballbesitz und baut den Angriff zielstrebig über das Zentrum und die halbrechte Seite auf. Dabei ist zu beachten, dass Salger in der Rückwärtsbewegung seine angestammte Position nicht hält und nahe der Mittellinie ein Kopfballduell gegen Verhoek klar verliert. Flügelverteidiger Steinhart wird wegen Salgers Fehlen in der Abwehr auf die Halbposition gezwungen, Erdmann muss in die Abwehrkette rutschen. Dressel versucht die Außenbahn zu decken. Auf der Halbposition vor dem Sechzehner verliert Steinhart dann einen Zweikampf, den er nicht hätte führen müssen, wäre Salger nicht irgendwo am Mittelkreis rumgeturnt. Daraufhin bekommt Rostocks Neidhart auf dem rechten Flügel den Ball, den er quer und damit für die in der Rückwärtsbewegung befindliche Abwehr der Löwen sehr schwer zu verteidigen, nach innen passt. Bentley Baxter Bahn, für den Erdmann, der in die Kette abkippen musste, zuständig ist, kann daher aus ca. 18 Metern unhaltbar für Marco Hiller ins Tor abschließen. Als Bahn schießt, sieht man noch, wie Salger aus dem Mittelfeld zurückkommt und versucht zu verhindern, was leider wegen seiner taktischen Undiszipliniertheit nicht mehr zu verhindern ist.
Ab diesem Zeitpunkt spielten nur noch die Rostocker. Die wenigen Entlastungsangriffe des TSV 1860, der nach wie vor versuchte, über kurzes Abspiel des Torwarts aus der Defensive heraus kontrolliert aufzubauen, wurden von Hansas konsequentem hohen Pressing fast jedes Mal im Keim erstickt. Die absolute Lufthoheit der Gastgeber machte aber auch langes Spiel weit in des Gegners Hälfte hinein zu keiner wirklichen taktischen Option für die Löwen im Aufbau nach Ballgewinn. Nur drei Kopfballduelle gewannen die Löwen in der gegnerischen hälfte während Halbzeit zwei. So kämpften sich tapfere, zum Schluss auch noch um Steinhart dezimierte Löwen nach dem Gegentor durch weitere 40 Minuten reguläre Spielzeit (plus fünf Minuten Nachspielzeit), in die der Schiedsrichter unzählige weitere Fehlentscheidungen einbaute.
Für die zweite Halbzeit sehen die Zahlen für Sechzig absolut grausam aus: Null Schüssen auf des Gegners Tor stehen sieben für Rostock gegenüber. Die Löwen konnten nur 36% Ballbesitz verzeichnen. Nur die PPDA konnte im Rahmen gehalten werden und sieht mit 10.65 bei so wenig Ballbesitz gar nicht mal schlecht aus. Dafür sank die Präzision im eigenen Passspiel auf den mit rund 63% schlechtesten Saisonwert in einer Halbzeit. All diese Zahlen sind ein Indikator für den großen Druck, den Hansa aufbaute. Von den Schüssen der Kogge gingen in der zweiten Halbzeit knapp 71,5% auf den Kasten von Hiller, und nur durch Glück, Wille und der Mithilfe dreier Unparteiischer konnte das 1:1 von den Löwen verteidigt werden. Allerdings – und das ist entscheidend – auch so einen Punkt zu retten, muss eine Mannschaft erst einmal schaffen. Von daher ist für mich nach wie vor alles im Lot und es gibt keinen Grund zur Panik. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt, gekämpft bis zum Umfallen und wird das meiner Meinung nach auch weiterhin bedingungslos tun. Individuelle Fehler, die zu Toren führen, können immer mal passieren. Ich bin mir sicher, Michael Köllner wird in der Analyse die richtigen Worte finden und dem Spieler Salger nicht den Kopf abreißen. Ich bin ausgesprochen zuversichtlich, dass der bisher überzeugende Innenverteidiger im nächsten Spiel beweisen wird, dass sein „faux pas“ ein einmaliger Ausrutscher war.
Mein Fazit führt mich nochmal weg vom eigentlichen Spiel und hin zum Unparteiischen: Ein konsequent pfeifender Schiedsrichter hätte bei insgesamt 40 Fouls sicher öfter als sieben Mal den gelben Karton gezogen. Mit der Schiedsrichterleistung steht und fällt das gesamte Spiel. Und hier hat er beiden Mannschaften durch die Art und Weise der Spielleitung leider einen Bärendienst erwiesen. Ich gehöre normalerweise zu den Menschen, die einen Schiri gern in Schutz nehmen und hervorheben, dass Fehler menschlich sind. Das geht hier aber leider nur bedingt. Diesen Unparteiischen sollte man – aufgrund seiner mangelnden Erfahrung – nicht in Spielen der dritten Liga, bei denen man im Vorfeld weiß, dass es ruppig werden könnte, an die Pfeife lassen. Der Fehler liegt hier also eher beim DFB, den armen Teufel an der Ostsee in so ein kaltes Wasser zu werfen. Hoffen wir für ihn, dass er bei künftigen Partien mehr Glück hat. Ansonsten sollte man eventuell darüber nachdenken, ihm doch noch für ein paar Spielzeiten Erfahrung in der Regionalliga sammeln zu lassen. Sein junges Alter macht dies ohne Weiteres möglich.
Datenquelle: http://www.wyscout.com/
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Bekanntermaßen sind derzeit im Münchner Profifußball keinerlei Zuschauer zugelassen und die Plätze im Grünwalder Stadion und in der Arena vor den Toren der Stadt bleiben leer – kein Wunder bei einem aktuellen Inzidenzwert von 72,43 (siehe Corona-Ampel auf sechzger.de)! Umso überraschender kommt nun der Vorstoß von CSU-Politiker Manuel Pretzl, man könne ja die Messe am Hl. Abend im Giesinger Wahrzeichen stattfinden lassen.
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„Die Verwaltung soll nach geeigneten Stätten suchen, um die Christmette unter freiem Himmel abhalten zu können. Es geht um Orte unter freiem Himmel, die nachts beleuchtet werden können und wo eine Lautsprecheranlage vorhanden ist.“ Diese Vorgabe erfülle das Sechzgerstadion ebenso wie diverse Bezirkssportanlagen. Dass derlei Veranstaltungen an der Grünwalder Straße funktionieren, beweist das jährliche Adventssingen der Freunde des Sechz’ger Stadions immer wieder aufs Neue.
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Worin nun allerdings der Unterschied zwischen singenden Fußballfans und singenden Gläubigen besteht, bleibt wohl das Geheimnis der Politik…
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Liebe BILD, wir müssen reden. Darüber, was für Dich ein “Skandal” ist. Ernsthaft. Nicht nur, dass Du das Thema vermutlich von einem anderen 1860-Blog aufgegriffen hast, der ebenfalls durch die doch recht seichte Boulevard-Schule des Lebens ging, sondern vor allem darüber, dass Du seit zig Jahren mit Hetze und tendenziöser Darstellung dafür sorgst, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Und gerade Du, BILD, sprichst jetzt von einem “Skandal”, wenn ein Fußballspieler eine Kopf-ab-Geste macht und diese dann von seinem Arbeitgeber in den Sozialen Medien geteilt wird.
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Versteh mich nicht falsch, liebe BILD, auch ich kann dieser Geste nichts abgewinnen und finde sie unangebracht, aber gerade Du solltest Dich in Fragen der Moral einfach zurücknehmen und – mit Verlaub – die Fresse halten. Wie oft hast Du in der Vergangenheit Menschen diffamiert, politisch zumindest zweifelhafte Positionen vertreten und jeglichen Anstand vermissen lassen? Aber klar: Die Auflage heiligt alle Mittel, gell?
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Bevor Du, liebe BILD, mit Bezug auf den TSV 1860 das nächste Mal von einem “Skandal” sprichst, solltest Du es vielleicht erstmal auf die Reihe bekommen, keine WhatsApp-Nachrichten eines Kindes zu veröffentlichen, dessen Geschwister gerade getötet wurden. Aber klar, das ist natürlich viel weniger schlimm und dient der öffentlichen Aufklärung. Schon klar, BILD…
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Stammtisch der Unternehmer für Sechzig
Wegen der Corona-Auflagen mussten die Unternehmer für Sechzig ihre eigentlich für letzte Woche geplante Mitgliederversammlung absagen. Stattdessen konnte immerhin ein Stammtisch mit begrenzter Teilnehmerzahl unter Berücksichtigung der Hygieneauflagen stattfinden. Unter den Teilnehmern befand sich auch NLZ-Leiter Manfred Paula, der kurz in lockerer Form über die neuesten Entwicklungen im NLZ berichtete.
Er führte aus, dass aktuell die Organisation des NLZ wegen der ständig angepassten Corona-Regeln mehr Zeit beansprucht als sich um die fußballerische Entwicklung der jungen Fußballer zu kümmern. Jedes Spiel, egal ob daheim oder auswärts, benötigt eine eigene sehr umsichtige Planung, die von den vorhandenen Mitarbeitern bewerkstelligt werden muss.
Eine besondere Herausforderung stellen dabei die Regeln des DFB für die Profimannschaft dar. Die in NLZ-Mannschaften spielberechtigten Spieler dürfen zwar in diesen Mannschaften eingesetzt werden, aber sonst keinerlei Kontakt zu den Spieler der NLZ-Mannschaften haben. Das heißt, sie können nicht am Training der U-Mannschaft teilnehmen, müssen sogar separat an- und abreisen. Jeder kann sich vorstellen, was das an zusätzlichem Aufwand bedeutet.
Außerdem wurde auf die verbesserte pädagogische Betreuung der Jugendlichen eingegangen. Es gibt eine neue pädagogische Leiterin, die sich außerhalb der Fußballplätze um die Jungs kümmert. Sie bekam von den Unternehmern ein neues Büro eingerichtet. Ein besonderes Highlight war noch die unkomplizierte Schenkung einer neuen Waschmaschine über das UF60-Mitglied Elektro Hirsch in Maisach. Durch den kurzfristigen Defekt einer Waschmaschine kamen die üblichen Waschprozesse der Junglöwen quasi zum Erliegen. Durch die neue Waschmaschine können die Jungs nun wieder in sauberen Klamotten, die sie übrigens selbst waschen (!), durch Giesing laufen. Danke, Elektro Hirsch!
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Der Löwe zieht durch: Nachdem die Mannschaft des TSV 1860 am Samstag Abend via Privatjet wieder in München landete, war gestern bereits wieder eine Trainingseinheit angesagt – und auch heute trainieren die Löwen wieder am Nachmittag: Freilich ohne Zuschauer.
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Bene Lankes greift dafür heute tief in die Trickkiste um euch ins Stüberl zu locken – zur Auswahl stehen “Kürbiscremesuppe mit Brezncroutouns und steirischem Kernöl (5,30 Euro) und 1/4 Kitoente mit Rotweinsauce, Apfelblaukraut & Kartoffelknödel (9,50 Euro).
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Mit dabei in Rostock war übrigens Oberlöwen Robert Reisinger – zusammen mit Vize-Hans Sitzberger ging es via Flieger nach Hamburg, um von dort mit dem Leihauto nach Rostock zu fahren. “Die einzige Möglichkeit, am Abend noch knapp den letzten Flug nach Hamburg zurück zu erwischen” – so der 1860-Präsident gegenüber sechzger.de im Stadion
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Last but not least freuen wir uns, dass unser Live-Ticker aus Rostock so gut bei euch angekommen ist – in unserem Statistik-Tool haben wir die Ergebnisse vom Wochenende diverser Löwen-Mannschaften sowie ein paar Bilder aus Rostock hinterlegt. Klickt euch rein 🙂
„Du bist nichts für schwache Nerven…“ wird sich gestern so mancher von Euch gedacht haben. Besonders während der zweiten Halbzeit. Aber am Ende verließen unsere Löwen das Ostseestadion mit einem glücklichen Punkt und dürfen sich weiterhin Tabellenführen nennen. Dass es so kam lag vor allem an drei Faktoren: Rostocker Ineffektivität vor dem Tor, Schiedsrichter Oldhafer und Marco Hiller im Löwentor.
Viel Pressing im Mittelfeld
Aber der Reihe nach. Von Beginn an entwickelte sich vor der gestrigen bundessweiten Rekordkulisse von 7.500 Zuschauern ein fußballerischer Fight. Die Löwen starteten taktisch im gewohnten 4-1-4-1, Rostock in einem 3-5-2. Beide Mannschaften versuchten durch frühes Pressing den Spielaufbau des Gegners zu unterbinden. Das gelang beiden Mannschaften recht gut, so dass kaum Spielfluß entstand. Wenn etwas ging, dann meist durch lange Bälle. So kamen auch die Löwen in der 13. Minute durch einen langen Ball von Steinhart auf Lex zur ersten Chance. Lex scheiterte aber am Rostocker Keeper Kolke. Kurz drauf kam Hansa zur ersten Chance (17. Minute). Litka zog unbedrängt von links im Strafraum in die Mitte und entschied sich direkt zu schießen, anstatt auf den frei vor dem von Hiller verlassen Kasten stehenden Breier zu passen.
Rostock machte das Pressing im Mittelfeld zunehmend besser und so gewannen sie mit zunehmender Spielzeit die Kontrolle über das Spiel und erarbeiteten sich zwei weitere Chancen. Ein gefährlich hereingetretener Freistoß ging knapp an Freund und Feind vorbei und landete im Aus. Breier verzog aus halbrechter Position sträflich frei einen Schuss.
Erdmann köpft das Führungstor
Dann musste Daniel Wein in der 39. Minute wegen eines Pferdekusses ausgewechselt werden. Für ihn kam Dennis Erdmann. Dieser Wechsel machte sich gleich bezahlt, denn Erdmann köpfte in der 42. Minute die Führung der Löwen. Vorausgegangen war eine Ecke von Richy Neudecker. So ging es mit etwas glücklicher Führung in die Pause.
Rostock dreht nach der Pause auf
Die Viertelstunde nach der Halbzeit zeigen sich die Löwen in dieser Saison am verwundbarsten. Und so war es auch gestern. Die Kogge kam mit mächtig Wind in den Segeln aus der Kabine und machte sofort Druck. Nach einem feinen Spielzug über rechts passte Neidhart etwa auf Strafraumhöhe in die Mitte, wo die Löwen durch Unsortiertheit und Passivität glänzten. So kam Bahn aus dem Rückraum angerauscht und konnte durch einen platzierten Flachschuss aus 18 Metern Marco Hiller zum Ausgleich überwinden (50. Minute).
Danach wurde die Partie hitziger und emotionaler. Sechzig wehrte sich mit Händen und Füßen gegen die Rostocker Übermacht. Rostock kam zu einigen guten Gelegenheiten, verfehlte aber glücklicherweise immer das Tor. Breier hatte dabei in der 62. Minute die beste Einschussmöglichkeit für die Norddeutschen. Den Löwen gelangen keine nennenswerten Entlastungsangriffe.
Die strittigste Spielszene
Dann kam die denkwürdige 75. Minute. Zunächst konnte Hiller eine Flanke von rechts nicht richtig klären. Im Getümmel danach schoss Breier auf das Tor, Dressel klärte auf der Linie. Oder dahinter? Die TV-Bilder konnten das nicht eindeutig klären.
Was in der Diskussion um auf oder hinter der Linie zunächst etwas unterging: Salger ging im Fünfmeterraum liegend klar mit der Hand zum Ball und fälscht diesen minimal ab. Über einen Elfmeter (oder das gegebene Tor) hätten sich die Münchner nicht beschweren brauchen.
Abwehrschlacht in der Schlussphase
Das Spiel blieb zum Schluss intensiv. Steinhart kassierte in der 84. Minute eine ärgerliche gelb-rote Karte. Sah er doch die erste gelbe Karte wegen Ballwegschlagens. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war die totale Abwehrschlacht eröffnet. Sechzig konnte sich nur durch lange Befreiungsschläge kleine Atempausen verschaffen, Mölders hing vorne komplett in der Luft.
Hansa hatte in der Nachspielzeit noch zwei große Chancen, um das Siegtor zu erzielen. Willsch klärte gegen den Ex-Löwen Vollmann und Omlagic scheiterte nach gutem Solo an Marco Hiller, der so den Punkt sicherte.
Fazit
Dieser zugegebenermaßen glückliche Punkt könnte in der Endabrechnung noch ganz wichtig werden. Nachdem in den letzten Spielen die spielerische Komponente bei Sechzig überwog, war gestern an der Ostsee Kampf und Robustheit gefordert. Auch hier zeigten die Löwen, dass sie mit einem der Schwergewichte der Liga mithalten können. Und das auswärts. Das lässt uns auf einen weiterhin positiven Verlauf der Saison hoffen. So ein Spiel muss man erst mal nicht verlieren!