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Englisches Magazin wählt Wappen des TSV 1860 in die Top 100 der Welt

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Trikots TSV 1860 Ned Zelic

Wir haben es natürlich schon immer gewusst, doch jetzt wurde es auch aus dem Mutterland des Fußballs bestätigt. Der TSV 1860 München hat eins der besten Wappen der Welt.

TSV 1860: Eins der besten Wappen der Welt

Zu dieser Einschätzung gelangt zumindest das britische Fußballmagazin FourFourTwo und dem wollen wir in diesem Fall selbstredend nicht widersprechen. In der Begründung heißt es wörtlich:

“One of the founding fathers of the Bundesliga, and a dominant force in the early days of Germany’s top flight, 1860 Munich have since fallen on hard times. The third division is no place for a team with their illustrious origins, but they remain one of the most iconic and instantly recognisable clubs in the south. This crest wouldn’t look out of place on a beer bottle or an old vintage car. Simple and classy.”

Schlicht und edel

Bemüht man beispielsweise die Software DeepL, erhält man folgende Übersetzung ins Deutsche.

“Einer der Gründungsväter der Bundesliga und eine dominante Kraft in den frühen Tagen der deutschen Spitzenklasse, 1860 München hat seitdem schwere Zeiten hinter sich. Die dritte Liga ist kein Ort für eine Mannschaft mit ihren illustren Ursprüngen, aber sie bleiben einer der ikonischsten und sofort erkennbaren Clubs im Süden. Dieses Wappen würde auf einer Bierflasche oder einem alten Oldtimer nicht fehl am Platz aussehen. Schlicht und edel.”

Löwe als Gegenstand der Umfrage

Der Löwe als zentrales Element im Wappen des TSV 1860 München wird also als besonders prägnant und ausdrucksstark angesehen. Gerade in diese Richtung zielen ja auch einige Fragen in der aktuellen Umfrage der Löwen.

Weitere Platzierungen im FourFourTwo

Somit finden sich die Löwen in einer illustren Reihe mit großen Clubs wie dem AC Milan, Ajax, dem ägyptischen Spitzenclub Al Ahly aber auch Liverpool, Colo Colo (Chile) und dem FC Barcelona. Weitere deutsche Vereine im Ranking sind der FC Bayern, Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach. Auch der MSV Duisburg, der HSV, Hansa Rostock, der KSC, der 1. FC Köln und Werder Bremen sind vertreten.

Dass der TSV 1860 München im Ranking an erster Stelle genannt wird, ist der alphabetischen Sortierung geschuldet, freut uns aber ungemein.

Sechzig um Sieben: Alles rund um das Duell gegen Ingolstadt

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Sieg in Geiselbullach, Fotogalerie ist jetzt online! Sechzig im Sieben

Guten Morgen, Löwenfans! Nur noch der Freitag hindert uns vor dem Start ins Wochenende. Gemeinsam bringen wir auch diesen Tag über die Bühne und freuen uns bereits auf die morgige Partie des TSV 1860 München. Wir geben bei Sechzig um Sieben einen Überblick über unsere Vorberichterstattung vor dem Spiel gegen Ingolstadt, außerdem haben wir die News aus der 3.Liga und vom eV für euch.

Zunächst aber werfen wir noch einen kurzen Blick auf den gestrigen Tag.

Historisches Spiel: zu Gast beim VfB Stuttgart

Wir reisen über 60 Jahre in die Vergangenheit und nehmen euch mit in eine Zeit, als der TSV 1860 München in der Oberliga Süd antrat. Damals war man zu Gast beim VfB Stuttgart.

Stadien im Fokus bei sechzger.de

Der geplante Umbau zieht sich, beim Grünwalder Stadion sind noch keine Bagger gesichtet worden. Mit den Gründen haben wir uns gestern Vormittag beschäftigt und dabei auch die verschiedenen Postionen beleuchtet.
Dabei steht auch die Frage im Raum, ob das Sechzgerstadion nach dem Umbau grundsätzlich für die Bundesliga geeignet wäre. In einem Artikel behandeln wir die Anforderungen der DFL und zeigen auf, wo die Unterschiede zwischen der 1. und 2. Bundesliga liegen.

Stellungnahme der ARGE

Spät am Abend erreichte die Löwenfans dann eine Stellungnahme der ARGE des TSV 1860 München. Nach den durchaus heftigen Vorwürfen in letzter Zeit und einem veröffentlichten Fragenkatalog beantwortet die aktuelle Vorstandschaft nun einige Fragen in der Stellungnahme.

Sechzig München am Freitag: Fokus auf den FC Ingolstadt im Totopokal

Pressekonferenz vor Sechzig München – Ingolstadt

Michael Köllner und Günter Gorenzel empfangen die Medienvertreter heute zur LÖWENRUNDE vor der Totopokal-Begegnung gegen den FC Ingolstadt. Wir werden euch im Laufe des Tages mit den Neuigkeiten versorgen.

TAKTIKTAFEL

Vor neun Wochen konnte der TSV 1860 gegen die momentan drittplatzierten Ingolstädter in der 3.Liga gewinnen. Was sich seitdem getan hat und mit welcher Aufstellung der FCI morgen antreten könnte, verrät euch Bernd Winninger heute Vormittag.

Expertentipps zu Sechzig – FC Ingolstadt im Totopokal

Heute Nachmittag veröffentlichen wir unsere Expertentipps. Wir verraten an dieser Stelle nur so viel: diesen Tipp hat unser Experte vermutlich relativ exklusiv… Wir sind gespannt, ob er recht behalten wird!

News vom e.V.

Kaum aus dem Bett gestiegen…

…geht es bei uns auch schon wieder um das Thema schlafen. Genauer gesagt betrifft das die Bayerische Junglöwen. Alle Trainer und Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums haben eine Schulung zu diesem Thema erhalten. Davon kann unser Toptorjöger ein Liedchen singen. Damit Sascha Mölders stets seine guten Leistungen abrufen kann, geht er früh ins Bett und schläft viel. Das sollte Motivation genug für die Jugendspieler des TSV 1860 sein, um die Schulungsinhalte brav zu befolgen.

Third of Life schulte in der gestrigen Online-Schulung alle Trainer und Mitarbeiter des NLZ‘s in einer oft…

Gepostet von Die Bayerische Junglöwen – TSV München von 1860 Juniorenfußball am Donnerstag, 25. März 2021

Penta1860 mit Turniersieg

Bei einem Trainingsturnier vom SV Be Steimke eFootball konnten die Jungs von Penta1860 sich gegen alle Mannschaften durchsetzen und den Turniersieg erzielen. Im Finale besiegten sie RW Erfurt eFootball und blieben somit ohne Niederlage in insgesamt fünf Duellen.

News aus der 3.Liga

Termine für die Relegation

Einige Löwenfans haben die Hoffnung auf einen Aufstieg noch nicht ganz aufgegeben und auch Günter Gorenzel möchte “auf die Jagd gehen”. Das letzte Wörtchen ist bei neun verbliebenen Spieltagen mit Sicherheit auch noch nicht gesprochen.
Zwei Termine, die möglicherweise für den TSV 1860 noch entscheidend werden können, wurden nun festgelegt. Die Relegation um den Aufstieg zur 2.Liga finden Ende Mai statt. Zunächst hat der Drittligist am Donnerstag, 27.Mai Heimrecht und empfängt um 18:15 Uhr den Tabellen-16. der 2. Bundesliga. Das Rückspiel mit der Entscheidung steigt dann am Sonntag, den 29.Mai um 13:30 Uhr. ZDF und DAZN übertragen beide Spiele live.

Nach aktuellem Stand würden die beiden Partien der FC Ingolstadt 04 und der VfL Osnabrück bestreiten, aber unter anderem auch Sechzig München möchte an diesem Umstand im Saisonendspurt noch etwas ändern.

Saarbrücken bald vor Zuschauern?

Nachdem Rostock am 29.Spieltag bereits vor 702 Zuschauern mit 1:0 gegen Halle gewinnen konnte und nun mit 3.000 Zuschauern plant, könnte auch ein weiterer Drittligist bald wieder mit Fans im Stadion rechnen. Das gesamte Saarland wird nach Ostern zu einer Modellregion, sodass sich der 1.FC Saarbrücken Hoffnungen auf Zuschauer im Ludwigspark macht. Der Verein steht bereits im Austausch mit den zuständigen Ministerien, um eine mögliche Zulassung abzuklären.

Stellungnahme der ARGE der Fanclubs des TSV 1860 München eV

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ARGE TSV 1860

In letzter Zeit war die ARGE des TSV 1860 immer wieder Thema in der Öffentlichkeit. Wie Anfang März bekannt wurde, trat der langjährige Vorsitzende Gerhard Schnell von seinem Amt zurück. Nun hat sich die ARGE der Fanclubs des TSV 1860 München in einer Stellungnahme geäußert.

ARGE vom TSV 1860 mit Fragen konfrontiert

Zuletzt veröffentliche der Fanclub Blue Power Binatal einen Fragenkatalog, der direkt an die neue Vorstandschaft der ARGE des TSV 1860 München gerichtet war. Diese hat nun eine Stellungnahme veröffentlicht, die wir im Folgenden dokumentieren.

Stellungnahme der ARGE der Fanclubs des TSV 1860 München eV

Liebe Regionsbeauftragte, liebe ARGE-Mitglieder,

wie sich bei vielen von Euch wahrscheinlich schon herumgesprochen hat, ist der langjährige 1. Vorstand der ARGE, Gerhard Schnell, wie von ihm schon im letzten Jahr angekündigt worden ist, kürzlich von seinem Amt zurückgetreten. An dieser Stelle möchten wir Euch mitteilen, dass Gerhard zzt. gesundheitlich sehr stark angeschlagen ist und sich deshalb in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus befindet. Wünschen wir ihm baldige Genesung.

Zur Fortführung der laufenden Vereinsgeschäfte war es deshalb zwingend erforderlich, möglichst zeitnah einen Nachfolger als 1. Vorstand zu wählen. Bereits am 15. März 2021 hat deshalb der Vorstand der ARGE im Wege einer Online-Wahl Richard Bartl als neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Seit dem 23. März ist dieses Wahlergebnis im Umlaufverfahren nach erfolgter Auszählung der im Rahmen einer Briefwahl eingegangenen Stimmzettel bestätigt worden und kann somit auch als offiziell bekannt gegeben werden.

Richard Bartl, der seit 30 Jahren Mitglied im zweitältesten ARGE-Fanclub, dem Löwenclub Dachau ist und dort neben dem 1. Vorsitzenden Herbert Gertitschke zeitweilig auch stellvertretender Vorstand des Fanclubs war, hat mithin am 23. März 2021 die Nachfolge seines Vorgängers Gerhard Schnell für dessen restliche Amtszeit angetreten.

Wir gratulieren Richard Bartl zu seiner Wahl und wünschen ihm alles Gute und das nötige Quäntchen Glück das man immer braucht, um „gemeinsam für Sechzig“ erfolgreich zu sein.

Wir wurden von verschiedenen Seiten gefragt, warum eine frühzeitigere Information der Regionsbeauftragten über die Wahl von Richard Bartl zum 1. Vorstand der ARGE bisher nicht erfolgt ist. Aufgrund des vorstehend aufgeführten Sachverhalts war dies aus Rechtssicherheitsgründen nicht möglich,

Des Weiteren wurde die Frage an den ARGE-Vorstand gestellt, nach welchen Kriterien die Ersatzmitglieder der ARGE-Vorstandschaft für den zurückgetretenen 2. Vorstand im Oktober 2020 sowie jetzt für den zurückgetretenen 1. Vorstand ausgesucht und gewählt wurden und weshalb die freiwerdenden Posten nicht von Mitgliedern des gewählten Vorstands übernommen wurden. Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten, weil sowohl bei der Ersatzwahl für den 2. Vorstand als auch bei der jetzigen Wahl für den 1. Vorstand von den übrigen ARGE-Vorständen niemand bereit war, den freiwerdenden Posten zu besetzen. Kandidaten für ehrenamtliche Posten sind in Zeiten wie diesen nicht so leicht zu finden.

In der letzten Zeit sind von einigen ARGE-Mitgliedern eine Vielzahl von weiteren Fragen an den ARGE-Vorstand gerichtet worden, die innerhalb von wenigen Tagen beantwortet werden sollten. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Beantwortung all dieser Fragen aus dem Stand heraus nicht so ohne Weiteres möglich ist, da sie zum Teil umfassende Recherchen bzw. Rücksprachen mit beteiligten Personen erfordern. Wir werden trotzdem – soweit dies möglich ist – versuchen, zumindest einen Teil dieser Fragen nachstehend zu beantworten.

Zur angesprochenen „Vermögenslage“ der ARGE ist zu bemerken, dass in den ARGE-Mitgliederversammlungen die jeweils zum Zeitpunkt des Abhaltens der Versammlungen gewählten Kassenprüfer ihre Kassenprüfungsberichte vorgetragen haben und es dabei zu keinen Beanstandungen kam. Die jeweiligen ARGE-Vorstandsmitglieder wurden dabei seit dem Jahr 1999 bei jeder Versammlung entlastet, in den Versammlungen der letzten Jahre seit 2015 sogar jeweils ohne Gegenstimmen. Das ARGE-Konto weist zum 24.03.2021 lt. Auskunft des Kassiers der ARGE einen Guthabenstand von € 8.732,69 aus. Aus den Mitteln der Beiträge der ARGE-Fanclubs in Höhe von jeweils € 45,– im Jahr werden u.a. Versicherungsverträge, Steuerberaterkosten, Geschenke (z.B. Porzellanlöwen) und Urkunden zu Fanclubjubiläen sowie Fanartikel bei Besuchen von Regions- und Fanclubveranstaltungen bestritten. Zudem wurden im letzten Jahr von der ARGE Herz-Dauerkarten für das Grünwalder-Stadion zur Unterstützung der 3.-Liga-Mannschaft der Löwen erworben. Auch in diesem Jahr wurden 60 Eintrittskarten für das Heimspiel gegen Unterhaching unter dem Motto „Macht das Sechzger voll“ gekauft. In der 4. Liga-Zeit wurden im Übrigen jedem Fanclub zu jedem Heimspiel 1 Exemplar des Stadionheftes übersandt. Die Kosten für den Versand an die Fanclubs und zum Teil auch für die Hefte selbst trug die ARGE. Es wird hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle Vorstandsmitglieder der ARGE ehrenamtlich arbeiteten bzw. arbeiten. Alle Vorstandsmitglieder haben im Übrigen versichert, dass sie weder finanzielle noch materielle Zuwendungen sowohl aus dem ARGE-Budget als auch von 3. Seite erhalten haben. Es wurden auch keine Zusatzerträge von Vorstandsmitgliedern aus der Kartenbesorgung bzw. einem evtl. Weiterverkauf von Eintrittskarten für Heim- und/oder Auswärtsspiele erzielt. Klargestellt wird auch, dass es nicht den Tatsachen entspricht, dass das anlässlich des Trainingslagers im Spätsommer 2020 gecharterte Flugzeug mit Banner aus Mitteln der ARGE finanziert wurde. Seit der letzten Mitgliederversammlung der ARGE, die aus Pandemie-Gründen leider schon vor über 2 Jahren im Herbst 2018 stattfand, wurden die Kasse sowie die Einnahmen- und Ausgabenbelege der ARGE planmäßig laufend ohne Beanstandungen von den gewählten Kassenprüfern geprüft, letztmals im Oktober 2020.

Wir möchten nun zu der in letzter Zeit in verschiedenen Medien vorgetragenen Kritik in Richtung eines ehemaligen ARGE-Vorstands Stellung nehmen. Wir haben die Kritik zur Kenntnis genommen, können aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließenden Aussagen hierzu treffen, da uns trotz mehrmaliger Nachfrage unsererseits bisher weder die entsprechenden Nachweise zu den Vorwürfen vorliegen noch wir deren konkreten Inhalt kennen. Hier wissen anscheinend die Fragesteller mehr als wir. Der Vorstand der ARGE ist aber trotzdem in seinen Gesprächen zu dem Ergebnis gekommen, dass eine lückenlose Aufklärung aller gegen die ARGE vorgetragenen Vorwürfe nicht zuletzt auch zum Eigenschutz dringend erforderlich ist. Aus diesem Grund wurde einstimmig beschlossen, sich allen Vorwürfen zu stellen und einer unabhängigen Kommission, deren Mitglieder im Einzelnen noch zu bestimmen sind, die Möglichkeit zu geben, alle Informationen zu sammeln und die Vorwürfe anhand der einzuholenden Unterlagen einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen. Hier würden wir begrüßen, dass gerade die Vorstände der Fanclubs, die mit ihren auch in der Öffentlichkeit diskutierten Schreiben Fragen zu verschiedenen Punkten gestellt haben, sich als Mitglieder dieser Kommission zur Verfügung stellen würden, um gemeinsam mit den Verantwortlichen der ARGE-Führung die Angelegenheit zu besprechen bzw. zu klären. Die Auswahl der weiteren Kommissionsmitglieder würden sodann in enger Abstimmung mit den Fragestellern erfolgen. Soweit weitere Vorstandsmitglieder der ARGE zu Rate gezogen werden sollen, stehen diese selbstverständlich für eine Aufklärung ebenfalls zur Verfügung.

Die Frage nach der exakten Anzahl der Fanclubs kann derzeit noch nicht abschließend beantwortet werden. Der Grund liegt darin, dass gem. der ARGE-Satzung der Beitrag der ARGE-Fanclubs eine Bringschuld ist, d.h. die Fanclubs sich mit ihrem Beitritt zur ARGE verpflichten, ihre Beiträge auch ohne ausdrückliche Aufforderung bzw. Mahnung seitens der ARGE-Führung zu entrichten. Ein Großteil der Fanclubs kommt dieser Verpflichtung nach und hat der ARGE-Vorstandschaft Abbuchungs- oder Lastschrifteinzugsermächtigungen erteilt. Die Beiträge wurden und werden demnach bei den betreffenden Fanclubs, die solche Ermächtigungen erteilt haben, zum Ende Juni des jeweiligen Jahres eingezogen. Dabei handelt es sich überschlägig um ca. 310 Fanclubs, bei denen die Beiträge eingezogen wurden. Die restlichen Fanclubs zahlen ihren Beitrag zum Teil seit Jahren oder sogar Jahrzehnten zu den unterschiedlichsten Terminen, viele im Laufe des Jahres, manche auch erst zum Jahresende. Zutreffend ist, dass es auch Fanclubs gibt, die Ihre Beiträge trotz Mahnungen überhaupt nicht mehr gezahlt haben, ohne dass hierbei in letzter Konsequenz die Beiträge auf dem Klageweg geltend gemacht worden sind. Nachdem es sich bei vielen der säumigen Zahler um Fanclubs handelt, bei denen wir der Ansicht sind und waren, dass sie gegen den eingeschlagenen Kurs der ARGE Bedenken haben, wurde versucht, über die Regionsbeauftragten bzw. zum Teil auch über direkte Mahnungen bei den Fanclubs doch noch eine Zahlung der Beiträge zu erreichen. Bei einigen der Fanclubs ist das auch gelungen. Die anderen Fanclubs sind jedoch trotz unserer Zahlungsaufforderungen ihrer Beitragspflicht nicht nachgekommen. Die gem. Satzung eigentlich vorgesehenen Vereinsausschlussverfahren bei Beitragsrückständen von 2 Jahresbeiträgen wurden bisher nicht durchgeführt, nicht zuletzt auch um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, dass die ARGE-Führung ihre Kritiker aus der ARGE entfernen möchte. Wie uns ein ehemaliges Vorstandsmitglied der ARGE bestätigte, wurden aber auch in früheren Zeiten Vereinsausschlussverfahren von ARGE-Vereinen, die mit ihren Beiträgen rückständig waren, nur sehr selten durchgeführt. Die diesbezüglich nicht ganz unbegründete Kritik an dieser Vorgehensweise werden wir aber zum Anlass nehmen, nach Prüfung der Sach- und Rechtslage für den Fall der weiteren Nichtentrichtung der Beiträge gegen die jeweiligen säumigen Fanclubs ein Vereinsausschlussverfahren einzuleiten.

Abschließend möchten wir noch bemerken, dass der aktuelle Vorstand der ARGE mit Ausnahme des 1. Vorstands und des Behindertenbeauftragten zur nächsten Wahl nicht mehr antreten und den Weg für frische Kräfte zur Reorganisation der ARGE freimachen wird. Wir werden deshalb auch alles versuchen, die aufgrund der pandemischen Lage bisher nicht mögliche ARGE-Mitgliederversammlung mit Neuwahlen so bald als möglich auszurichten. Sollte eine Präsenzveranstaltung auch in absehbarer Zeit nicht möglich sein, werden wir ersatzweise einer virtuelle Versammlung mit Online-Wahlen alt. Umlaufverfahren mit Briefwahl in Erwägung ziehen.

Einmal Löwe, immer Löwe

Die ARGE Vorstandschaft

Richard Bartl, Franz Hell, Tscharlie Beck, Michael Beck, Oliver Lilienthal, Johannes Schencking, Robert Schuller, Peter Vogl

Die Anforderungen an Stadien in der 1. und 2. Bundesliga

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Anforderungen Stadien Grünwalder Stadion Pyrotechnik

In der aktuell laufenden Löwenumfrage 2.0 ist auch der geplante Umbau des Grünwalder Stadions ein großes Thema. Explizit wird in der Umfrage erwähnt, dass die aktuell vorgeschlagenen Baumaßnahmen voraussichtlich nur für die 2.Liga ausreichend wären. Hierzu hatten sich die “Freunde des Sechz´ger Stadions” bereits geäußert.
Doch welche konkreten Unterschiede gibt es eigentlich in den Anforderungen an die Stadien zwischen der 1. und 2. Bundesliga?

Grünwalder Stadion: Status quo

Heute morgen haben wir den Ist-Zustand bezüglich eines Umbaus des Grünwalder Stadions näher beleuchtet und dargestellt, wieso es aktuell zu Verzögerungen kommt. Die Corona-Pandemie tut sicher ihr Übriges dazu, um ein solch finanzstarkes Projekt zurzeit auf den Weg zu bringen.

Ein Blick in die Regularien: die Anforderungen an Stadien

Die Anforderungen an die Stadien der 1. und 2. Bundesliga sind in der Lizensierungsordnung der DFL festgelegt. Genauer gesagt beschäftigt sich damit der “Anhang VI: Regelwerk für Stadien und Sicherheit“. Auf 90 Seiten wird so ziemlich alles rund um ein Stadion festgelegt, was man sich vorstellen kann. Dazu gehören beispielsweise die Anzahl der Toiletten oder die genaue Größe der Sitzschalen.

Vorgaben für Zuschauerkapazitäten

Bei diesem Punkt könnte man zunächst einmal die ersten Unterschiede vermuten, doch die geforderte Gesamtkapazität ist in beiden Ligen die gleiche. 15.000 Zuschauer müssen mindestens Platz finden. Spannend wird es erst, wenn man in die Details geht. In der 1.Liga sind mindestens 8.000 Sitzplätze gefordert, in der 2.Liga sollen mindestens 4.500 und müssen mindestens 3.000 vorhanden sein. Auch im Gästeblock unterscheiden sich diese Anforderungen. Von den insgesamt mindestens 1.500 Gästeplätzen müssen in Liga 1 mindestens 800, in Liga 2 mindestens 450 Sitzplätze angeboten werden.

Die aktuelle Planung des Umbaus vom Grünwalder Stadions ergibt hier die folgenden Werte: im umgebauten Stadion wären 8.862 Sitzplätze vorhanden. Davon entfallen 1.400 Sitzplätze auf die Ostkurve. Ob damit die Anforderungen bezüglich des Gästeblocks für beide Ligen erfüllt werden, geht aus den Plänen aktuell noch nicht hervor, da keine Unterscheidung zwischen Heim- und Gästebereich gemacht wird.

Fluchtlichtanlage

Hier unterscheiden sich die geforderten Lux. Für die Interessierten unter uns: Ein Lux ist definiert als “die photometrische Beleuchtung, die ein Lichtstrom von 1 Lumen (lm) erzeugt, wenn er sich gleichmäßig über eine Fläche von 1 Quadratmeter (m2) verteilt”.
Zurück zu den Anforderungen an Stadien: in der Bundesliga ist eine vertikale Mindestbeleuchtungsstärke von 1.600 Lux gefordert, in der 2.Bundesliga sind es 1.200 Lux.

Fanbeauftragte

Sollte der TSV 1860 München eines Tages wieder in die Bundesliga aufsteigen, fordert die Lizensierungsordnung einen dritten hauptamtlichen Fanbeauftragten (2.Bundesliga: 2). Das hat zunächst einmal nichts mit dem Stadion zu tun, allerdings kann bei einem erwarteten Zuschauerschnitt von unter 20.000 in der Bundesliga ein Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung gestellt werden, womit zwei Fanbeauftragte reichen würden. Da das Grünwalder Stadion mit 18.105 Zuschauern geplant wird, könnte diese Ausnahmegenehmigung beantragt werden.

Die Medienrichtlinien – weitere Anforderungen an Stadien in der 1. und 2.Liga

Diese Punkte sind auch schon alles, was sich an Unterschieden auf den insgesamt 90 Seiten finden lässt. Doch auch die Medienrichtlinien sind hier zu beachten und unterscheiden sich in manchen Punkten je nach Ligenzugehörigkeit.

Parkplätze

In der 2.Bundesliga müssen den Medienvertretern mindestens 90 stadionnahe Parkplätze zur Verfügung gestellt werden. In der Bundesliga verdoppeln sich diese Anforderungen auf 180 Stück.

Der Pressekonferenzraum

Bei den Anforderungen an einen Pressekonferenzraum verhält es sich ähnlich. Für die Bundesliga sind hier mindestens 80, für die 2.Bundesliga mindestens 40 Plätze für Medienvertreter gefordert. Auch eine technische Anforderung gibt es hier. Der Raum muss eine Split-Box mit mindestens 16 Anschlüssen in der Bundesliga und (na, wer errät es?) 8 Anschlüssen in Liga 2 beinhalten.

Weitere Räumlichkeiten

In einem seperaten Medienarbeitsraum sollen in der Bundesliga mindestens 10 Medienvertreter arbeiten können, in der 2.Bundesliga wären 5 ausreichend. Allerdings dürfen diese Plätze auch im Pressekonferenzraum angeboten werden, falls kein Medienarbeitsraum existiert. Exakt die gleichen Anforderungen richten die Medienrichtlinien an einen Fotografenarbeitsraum.

Medientribüne

Dieser Bereich muss sich in einer zentralen Position befinden und überdacht sein. Er soll sich auf der Tribüne befinden, wo die Umkleiden und übrigen Medieneinrichtungen wie z.B der Pressekonferenzraum eingerichtet sind. In Summe liegen die Anforderungen hier bei 117 Plätzen in der Bundesliga und 68 in der 2.Bundesliga. Zusätzlich gibt es zu speziellen Medienvertretern wie beispielsweise Kommentatoren weitere Vorgaben.

Stellplätze für Übertragungstechnik

Interessant wird es dann wieder bei diesem Punkt. Hier empfiehlt die DFL eine Fläche von mindestens 1.600 m². Erfüllt werden müssen je nach Beschaffenheit des Stadions 1.200 – 1.400 m² in Liga 1 und 800 – 1.200 m² in Liga 2. Für das Grünwalder Stadion dürften die größeren Flächen gelten, da hinter der aktuellen Haupttribüne keine große rechteckige Fläche zur Verfügung steht.

Kamerapositionen im Stadion

Weitere Anforderungen an Stadien bestehen bei den Kamerapositionen. In der Bundesliga sind hier 19 (Standard) bzw 21 (Topspiel) Positionen beschrieben, in der 2.Bundesliga sind es nur 7 bzw. 11. Auch die Fläche, die hierfür jeweils zur Verfügung stehen muss, ist klar definiert.

Es sind noch einige weitere Anforderungen in den Medienrichtlinien wie z.B. ein Indoor-TV-Studio beschrieben, die allesamt aber bei einem Ausbau berücksichtigt werden können.

Fazit zu den Anforderungen an Stadien in den Ligen 1 und 2

Insgesamt sollten die meisten Anforderungen an das Grünwalder Stadion keine Probleme für eine Zulassung zur Bundesliga darstellen. Der wichtigste Punkt, die Zuschauerkapazität, unterscheidet sich zwischen der 1. und 2. Bundesliga nicht wesentlich. Probleme dürfte es aufgrund des Platzmangels vor allem bei den geforderten Parkplätzen und der Fläche für die Übertragungstechnik geben.

Summa summarum sollte das Grünwalder Stadion bei einer Zulassung für die 2.Bundesliga wohl auch ohne große Schwierigkeiten für die Bundesliga akzeptiert werden.

 

Titelbild: Münchner Löwen

Heute vor 65 Jahren: TSV 1860 unterliegt beim VfB Stuttgart

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TSV 1860 Löwen Historie

Mickrige 19 Punkte sammelten die Löwen in der Saison 1955/56 und schlossen die Saison damit als Tabellenletzter der Oberliga Süd ab. Auch heute vor 65 Jahren gab es nichts zu holen. Beim VfB Stuttgart setzte es für den TSV 1860 eine 1:2-Niederlage.

Saison 1955/56 in der Oberliga Süd

Lange vor Gründung der Bundesliga war die Oberliga Süd die höchste Spielklasse in Süddeutschland. Des Öfteren platzierte sich der TSV 1860 in den oberen Tabellenregionen, die Saison 1955/56 jedoch war eine zum Vergessen. Am Saisonene standen 19:41 Punkte und 43:74 Tore zu Buche. Sang- und klanglos stiegen die Löwen als Tabellenletzter in die Zweite Liga Süd ab. Dort lief es in der folgenden Spielzeit wieder deutlich besser, sodass man umgehend in die Oberliga zurückkehrte.

Das Maß der Dinge in der süddeutschen Bel Étage war der Karlsruher SC, der die Saison 55/56 vor dem VfB Stuttgart und dem VfR Mannheim abschloss.

TSV 1860 unterliegt VfB Stuttgart

Als der TSV 1860 am 25.03.1956 im Neckarstadion antrat, waren die Rollen klar verteilt. Der heimische VfB Stuttgart mischte noch eifrig mit im Kampf um die Tabellenspitze, die Löwen hingegen schlitterten bereits dem Abstieg entgegen. Zwar hatte man am Wochenende zuvor Viktoria Aschaffenburg im Grünwalder Stadion mit 1:0 besiegt, doch das täuschte nicht darüber hinweg, dass man im Schwabenland als krasser Außenseiter antrat.

Umso erstaunlicher war es, dass die Löwen heute vor 65 Jahren sehr gut mit dem Favoriten mithielten und ihn bis zum Schluss forderten. Der VfB war zwar in der 17. Minuten durch Tagliaferri in Führung gegangen, doch Martin Müller glich postwendend für 1860 aus (19.).

Zwanzig Minuten vor dem Abpfiff sorgte Wallat dann doch noch für den erwarteten Heimsieg der Schwaben. Die Löwen hingegen waren wieder einmal geschlagen und mussten anschließend auch gegen Kickers Offenbach, Schwaben Augsburg und den VfR Mannheim als Verlierer vom Platz gehen. Erst am letzten Spieltag gelang nochmal ein 1:0-Sieg gegen die Stuttgarter Kickers.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Dr. Max Schäfer ließ heute vor 65 Jahren folgende Elf auflaufen:

Pilz – Köbler, Hornauer – Saumweber, Sommer, Hasenstab – Müller, Mondschein, Hartl, Link, Börstler

Tore:
1:0 Tagliaferri (17.), 1:1 Müller (19.), 2:1 Wallat (70.)

Statistiken auf sechzger.de

Mehr Statistiken rund um die Löwen findet Ihr im Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys oder im Statistik-Teil auf sechzger.de. Dort könnt Ihr alle Spiele von 1860 eintragen, die Ihr besucht habt und gleich auch noch Bilder davon hochladen!

 

TSV 1860 im Grünwalder Stadion: Warum stockt der Ausbau?

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Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860
Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860

Wie wir bereits berichteten, beinhaltet die neue Umfrage des TSV 1860 mehrere Fragen zur Spielstätte der Löwen. Die Fragen werfen jedoch weitere Fragen auf und sorgen aktuell für Unsicherheit im Fanlager. Was steckt hinter der Befragung, was will damit bezweckt werden? Und welchen Standpunkt hat die Stadt München eigentlich aktuell inne, nachdem der Tagesordnungspunkt “Ausbau Grünwalder Stadion” auf gut 18.000 Plätze inkl. (mindestens!) der Zweitligatauglichkeit bereits auf den Weg gebracht worden war (Teil 1 / Teil 2)?

Ausstehendes Bekenntnis zum Grünwalder Stadion

Bekanntermaßen hat sich seit dem Stadtratbeschluss in Sachen Ausbau – zumindet nach außen – recht wenig getan. Einen endgültigen Beschluss sucht man vergebens und die Bagger sind auch noch nicht angerückt, obwohl die Einwohner keinerlei Einwände vorgebracht hatten. Aber warum eigentlich? Woran hakt es? Von Seiten der Stadt vernimmt man kritische Stimmen, dass man auf ein klares Bekenntnis seitens der Stadionnutzer und insbesondere des TSV 1860 warte. Aber natürlich ist das auch nur die halbe Wahrheit, denn…

Was beinhaltet der Ausbau?

… den Löwen geht es auch nicht anders. Nur zu gerne würden die Löwen klar Stellung beziehen und eine verbindliche Aussage treffen. Allerdings müssten sie dazu wissen, welche Pläne die Stadt München verfolgt und welche Veränderungen konkret angedacht sind. So ist beim TSV 1860 bislang noch keine Information eingegangen, welche Werbemöglichkeiten es nach der Sanierung gäbe, wie hoch die Miete nach dem Umbau wäre und ob es beispielsweise elektrische Werbebanden oder eine elektrische Anzeigetafel geben werde. Für einen Verein (bzw. eine KGaA) sind das natürlich elementare Informationen, bevor man sich voll und ganz auf einen Deal einlässt. Oder würdet Ihr in eine Wohnung einziehen, bei der man Euch erst nach Vertragsunterschrift mitteilt, wie sie ausgestattet ist und wie hoch die Miete ausfällt?

Emotionale Heimat des TSV 1860

Aktuell befinden sich der TSV 1860 und die Stadt München also in einer klassischen Patt-Situation, die den Löwen allerdings deutlich mehr schadet als der Kommune. Die Ausgangslage ist klar: Das Grünwalder Stadion in seiner jetzigen Form ist nicht zweitligatauglich, d.h. im Falle eines Aufstiegs dürften die Löwen (oder Türkgücü) im aktuellen Zustand maximal ein Jahr dort spielen. Diesbezüglich sollte man sich jedoch auch die emotionale Komponente vor Augen führen. Während das Stadion in Giesing für die Löwen Heimat bedeutet, ist es für den Verein von Hasan Kivran nur Mittel zum Zweck. Ob Türkgücü nun im Sechzgerstadion spielt oder beispielsweise in einem ausgebauten Sportpark in Unterhaching, dürfte relativ egal sein.

Grünwalder Stadion: Heimathafen oder Ruine?

Wie gehts nun aber weiter in Sachen Grünwalder Stadion? Und: Geht es überhaupt weiter? Welche Alternativen hätte der TSV 1860 denn im Fall der Fälle?

Gerade die letzte Frage beschäftigt die Fans ja schon seit langem. Während die einen den Standort Giesing als unabdingbar betrachten, bezeichnen andere das Sechzgerstadion schon seit Jahren als “Ruine”. Fakt ist jedoch, dass man nach dem Komplettabsturz 2016/17 heilfroh sein konnte, wieder an die Grünwalder Straße zurückkehren zu können. Alleine dafür hat sich der jahrelange Einsatz für den Erhalt der Spielstätte schon gelohnt.

Aber liegt die Zukunft des TSV 1860 wirklich im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße? Momentan drehen sich KGaA und Stadt zum Leidwesen der Löwen ein wenig im Kreis und es geht quasi nichts voran. Die Entscheidung, das Stadion auf “nur” gut 18.000 Plätze auszubauen, war ja (zumindest für uns Fans) schon eher ernüchternd. Angesichts der Tatsache, dass die Stadt der primäre Kostenträger ist, wäre dies jedoch zu verkraften.

Gibt es realistische Alternativen?

Vermutlich sind wir uns alle einig, dass eine Kapazität von 25.000 – 30.000 Plätzen für den Fall eines Aufstiegs durchaus wünschenswert wäre. Allerdings müssen wir auch der Realität ins Auge blicken und feststellen, dass der TSV 1860 vermutlich auch in der kommenden Saison drittklassig spielen wird und ein Aufstieg beim besten Willen nicht planbar ist. Und bei den Löwen und ihrer finanziellen Situation schon zweimal nicht… Außerdem kommt es im Zeitalter der TV-Vermarktung immer weniger auf Zuschauereinnahmen an.

Aber Träume und Wünsche sind hinisichtlich der Kapazität zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin fehl am Platz. Man hat sich auf 18.000 geeinigt, mehr gibt das Baurecht aktuell nicht her. Die einzige realistische (?) Alternative wäre vermutlich der Bau eines Stadions auf der grünen Wiese, aber will man das wirklich? Also schon rein emotional hätten da sicher viele Fans ein großes Problem damit.

Ist nicht das Sechzgerstadion in Giesing ein großer Teil der Identität des TSV 1860? Soll man es wirklich noch einmal versuchen, auf Träume und Wunschvorstellungen (nett umschrieben für: “Größenwahn”) basierend ein Stadion zu bauen? Verbunden mit der Gefahr, den Verein erneut in den Abgrund zu reißen, dann aber ohne den möglichen Rettungsanker “Sechzgerstadion” zu haben?

Und wer soll das bezahlen? Allein durch das Abtreten von Namensrechten wird man bei der Finanzierung nicht wirklich weit kommen. Oder gibt es im Hintergrund einen Plan B mit Hasan Ismaik? Hierbei sollte jedoch klar sein, dass diese Möglichkeit nur dann realisierbar wäre, wenn der Mehrheitseigentümer der KGaA einem Schuldenschnitt zustimmen würde. Dies wurde seitens des Investors jedoch bislang abgelehnt.

Schlechte Erfahrungen fernab von Giesing

Ablehnend gegenüber stehen dürfte dem vermutlich auch der große Teil der Löwenfans. Noch zu präsent sind die Erinnerungen an die letzten beiden Auszüge aus dem Sechzgerstadion. Im Olympiastadion ging es kurzfristig immerhin bis zur Champions-League-Qualifikation, aber auch schon wenige Jahre später zurück in Liga zwei.

Nach einem Jahr Verschnaufspause im Sechzgerstadion zog man in die Allianz Arena ein – auch dort ließ die anfängliche Begeisterung der Löwenfans schnell nach. Die Zuschauerzahlen brachen ein, der Rest ist bekannt. Ein überschuldeter TSV 1860 musste erst seine Anteile an der Arena an den FC Bayern, dann Anteile der KGaA an Hasan Ismaik verkaufen – um sich wenige Jahre später in Liga vier wiederzufinden.

Sechzig um Sieben: Der Finalgegner für den Totopokal steht fest

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Guten Morgen, Löwenfans! Zwei Tage vor der Begegnung des TSV 1860 München mit dem FC Ingolstadt 04 im Totopokal steht seit gestern der erste Finalteilnehmer fest. Wir erklären euch heute noch einmal kurz den diesjährigen Modus und blicken auf das, was euch am heutigen Donnerstag bei sechzger.de erwartet.

Totopokal: Türkgücü – Unterhaching 2:0

Gestern Abend wurde das erste Halbfinale der Drittligisten im Totopokal ausgetragen. Wie auch am Samstag und dem Finale am Dienstag war das Grünwalder Stadion der Spielort. Durch einen 2-0 Sieg gegen das Ligaschlusslicht Unterhaching zog Türkgücü München gestern in das kleine Finale um die Viertelfinalteilnahme im Totopokal ein.

Der Favorit setzte sich zwar am Ende durch, besonders in der ersten Halbzeit waren die Gäste aus Unterhaching aber das deutlich bessere Team. Wie so oft in dieser Saison scheiterten die Münchner Vorstädter an ihrer katastrophalen Chancenauswertung. Der Führungstreffer von Sararer (39. Minute) stellte den bisherigen Spielverlauf zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf.
In der zweiten Hälfte boten beide Mannschaften nur noch Stückwerk. In diesen sehr zerfahrenen 45 Minuten zeigte sich Türkgücü aber erneut gnadenlos effektiv und erzielte mit der zweiten ernsthafte Torchance durch den eingewechselten Röser das vorentscheidende 2-0 (68.Minute). Danach passierte nicht mehr viel, Türkgücü verteidigte geschickt und brachte den Vorsprung souverän über die Zeit.

Wir erklären euch im Folgenden noch einmal den Modus der durchaus besonderen Pokalsaison:

Totopokal 2020/2021: die Qualifikationsrunde der bayrischen Drittligisten

Pandemiebedingt findet der Totopokal in diesem Jahr in einer deutlich abgewandelten Form statt. Die vier startberechtigen Drittligaclubs spielen eine eigene Qualifikationsrunde und ermitteln in dieser einen Viertelfinalisten des diesjährigen Totopokals. Als erster Finalteilnehmer steht wie bereits beschrieben Türkgücü München fest. Der TSV 1860 München kämpft gegen den FC Ingolstadt am kommenden Samstag, 27.03.2021 um den Einzug in das Finale.

Die Sieger der beiden Begegnungen bestreiten dann am Dienstag, 30.03.2021 das „kleine Finale“ um den einzigen Viertelfinalplatz der Drittligisten. Heimrecht hat der Sieger der Partie TSV 1860 München – FC Ingolstadt. Anpfiff ist um 18:60 Uhr im Grünwalder Stadion.
Das Viertelfinale im Toto-Pokal komplettieren vier Vertreter der Regionalliga Bayern aus dem Ligapokal und drei unterklassige Vertreter. Diese drei Teams stammen aus den Siegern der 2.Hauptrunde der Kreis-, Landes- und Bayernligen. Bisher konnte diese Spielrunde allerdings nicht durchgeführt werden. Wann diese Spiele ausgetragen werden oder wie die Teilnehmer ermittelt werden sollen, ist aktuell nicht bekannt.

Verzögerungen beim Umbau des Grünwalder Stadions

Nicht nur aufgrund der laufenden Löwenumfrage fragen sich die Löwenfans aktuell, wie es in Sachen Grünwalder Stadion weitergehen soll. Wir haben uns mit dem aktuellen Kenntnisstand auseinandergesetzt. In ein paar Stunden zeigen wir euch die aktuelle Lage auf und erklären, woran es haken könnte.

Heute werden die Schuhe wieder geschnürt

Nachdem am gestrigen Tage keine Übungseinheit an der Grünwalder Straße stattfand, bittet Michael Köllner die 1.Mannschaft heute wieder zu einem Training in Vorbereitung auf das Spiel am Samstag.

News aus der 3.Liga

Um genau zu sein sind es dieses Mal nicht News aus, sondern eher für die 3.Liga.

Regionalliga Nordost

Nachdem wir gestern bereits berichteten, dass Viktoria Berlin vor dem Aufstieg in die 3.Liga steht, gilt dies seit gestern als nahezu sicher. Nach einer Videokonferenz des Nordostdeutschen Fußballverbands haben sich alle Regionalligisten der Gruppe Nordost einstimmig für einen Abbruch der laufenden Saison ausgesprochen. Außerdem ist man sich einig, dass Viktoria Berlin in die 3.Liga aufsteigen soll und es keine Absteiger geben wird. Letztendlich obliegt die finale Entscheidung dem Präsidium des Verbandes. Aufgrund des klaren Votums ist allerdings davon auszugehen,dass das Präsidium der Entscheidung aller Teilnehmer folgen wird.

Der mögliche Aufsteiger plant aktuell mangels Alternativen in der Bundeshauptstadt mit Babelsberg (Stadtteil von Potsdam ) als Spielort.

Regionalliga West

In der Regionalliga West musste Rot-Weiss Essen gestern eine ganz bittere Niederlage hinnehmen. Die Mannen rund um Ex-Löwe Felix Weber, der gestern in der Startaufstellung stand, verloren beim Tabellenschlusslicht RW Ahlen mit 1:2. Der BVB II gewann hingegen beim Bonner SC mit 3:1 und setzt sich langsam an der Tabellenspitze ab. Essen liegt auf Rang 2 mit sieben Punkten Rückstand, hat allerdings ein Spiel weniger absolviert. Für den BVB II stehen noch 13 Partien auf dem Programm, für Essen folglich 14.

Regionalliga Südwest

Im Südwesten ist noch keine Entscheidung gefallen. 14 Spieltage vor Schluss liegt aktuell Freiburg II auf dem 1.Rang. Dahinter folgen mit jeweils drei Punkten Rückstand Steinbach und Ulm, auf Rang 4 Offenbach mit sieben Punkten Differenz und einem Spiel weniger. Möglicherweise kann sich auch der FSV Frankfurt noch Hoffnungen im Aufstiegskampf machen. Sie liegen mit acht Punkten Rückstand auf Platz 5, haben aber auch zwei Spiele weniger absolviert.

Regionalligen Nord und Bayern

Die restlichen Regionalligen (Nord und Bayern) pausieren aktuell noch, sollen aber möglichst zeitnah fortgesetzt werden. In Bayern machen allem Anschein nach Aschaffenburg, Bayreuth und Schweinfurt den ersten Platz unter sich aus. Nürnberg II hat keine Lizenz für die 3.Liga beantragt. Allerdings ist aktuell geplant, dass die ersten vier Mannschaften in einem Playoff-Turnier den Teilnehmer an der Relegation (gegen Vertreter der Regionalliga Nord) ermitteln.

Euch allen wünschen wir einen wunderbaren Donnerstag!

 

Sechzig@18:60 – News des Tages & Penta 1860 sucht Spieler

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Sechzig @18:60: die Meldungen und News des Tages rund um den TSV 1860 München und alles aus der 3.Liga

Viel los war heute nicht an der Grünwalder Straße. Die Sieger vom Montag hatten trainingsfrei, das Stüberl ist ohnehin geschlossen und auch der Shop öffnet nur nach Voranmeldung. Es gab sicher schon spannendere Tage in der Geschichte des TSV 1860 München, aber ein paar News haben wir dann doch für Euch. Auch interessant: Penta 1860, die eSportler der Löwen, suchen neue Spieler für ihre Teams!

Verträge beim TSV 1860

Dass das Team von Michael Köllner ein ungemeines Potenzial besitzt, hat man nicht erst beim 1:0 über Tabellenführer und Aufstiegsfavorit Dynamo Dresden gesehen. Das Grundgerüst der aktuellen Mannschaft wird dem TSV 1860 auch in der kommenden Saison zur Verfügung stehen. Zuletzt hatten ja Sascha Mölders, Daniel Wein und Semi Belkahia ihre Verträge verlängert und auch beim Torschützen vom Montag, Philipp Steinhart, laufen Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit.

Sieg über Dynamo – die Analyse

Apropos Montag: Der Kollege Bernd Winninger hat sich das Match gegen den Spitzenreiter nochmal reingezogen und die Statistik-Maschine angeworfen. In seiner TAKTIKTAFEL-Nachanalyse erklärt er, warum der Sieg nicht unverdient war. Allerdings hätte es auch ganz anders ausgehen können…

Nachfolger von Stefan Schneider

Der plötzliche Rückzug von Stefan Schneider schlug am Montag Abend ein wie eine Bombe und drängte auch das Spielergebnis in unseren Giesinger Gedanken in den Hintergrund. Bis zum Saisonende wird nun Pressesprecher Rainer Kmeth diese Aufgabe übernehmen. Wer darauf folgt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Mit Achim Bogdahn, “Metal Moser” Thomas Moser und Simon Pearce wurden aus Fankreisen jedoch bereits einige interessante Kandidaten ins Spiel gebracht. Aber wie heißt es so schön: Kommt Zeit, kommt Stadionsprecher…

Toto-Pokal am Mittwoch Abend

Am heutigen Abend empfängt Türkgücü München die SpVgg Unterhaching im Toto-Pokal. Der Sieger der Partie trifft in der nächsten Runde auf den TSV 1860 München. Allerdings – das muss man fairerweise erwähnen – müssen sich die Löwen dazu erst am Samstag (14 Uhr) gegen den FC Ingolstadt 04 durchsetzen. Wir werden selbstverständlich wieder live aus dem Grünwalder Stadion berichten.

Penta 1860 sucht Spieler

Bereits im Februar hatten wir Euch berichtet, dass Penta 1860, die eSports-Abteilung der Löwen, nun auch FIFA ins Sortiment aufgenommen hat. Noch immer ist man auf der Suche nach geeigneten Verstärkungen. Deshalb wendet man sich nun bei Facebook an die Fans des TSV 1860.

Vertrag von Phillipp Steinhart: Erste Gespräche mit dem TSV 1860 laufen

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Philipp Steinhart Vertrag

Der Vertrag von Phillipp Steinhart beim TSV 1860 München läuft Ende Juni aus. Nun soll es erste Gespräche zu einer Verlängerung gegeben haben.

Vertrag von Phillipp Steinhart wird möglicherweise verlängert

In der aktuellen Übersicht über die Verträge beim TSV 1860 München taucht der Name Phillipp Steinhart gleich als erster auf. Sein Arbeitspapier läuft im Sommer aus. Nun soll es einem Bericht zufolge erste Gespräche zwischen dem Spieler und dem Verein gegeben haben. Diese waren den Informationen zufolge durchaus positiv. Einer abschließenden Einigung steht noch die Bestätigung der Gesellschafter im Wege.

Torschütze am Montagabend

Vergangenen Montag traf der 28-Jährige gegen Tabellenführer Dynamo Dresden zum umjubelten und späten 1:0-Siegtreffer. Laut Trainer Michael Köllner “Balsam auf die Seele” von Steinhart, der zuvor gegen Saarbrücken und Halle je einen Elfmeter verschossen hatte. “Er hat sich selber einen Kopf gemacht.” so der Coach weiter.
Zuvor konnte er alle Strafstöße in seiner Profikarriere verwandeln. Steinhart hat in dieser Saison in 28 absolvierten Partien bereits fünf Treffer erzielt. Zudem glänzte er vier Mal als Vorlagengeber.

Der Linksverteidiger ist einer von insgesamt neun Spielern, deren Verträge in diesem Sommer auslaufen.

Michael Köllner über Phillipp Steinhart

Ginge es nach Trainer Michael Köllner, so wäre der neue Vertrag wohl schon unterschrieben.

„Phillipp ist einer meiner stabilsten Spieler, mit ihm zu arbeiten ist ein Traum. Er ist ein ganz verlässlicher Typ. Es gibt wenige, die so im Training abliefern wie er. Ich hoffe, dass er noch lange Spieler in meiner Mannschaft ist.“

Es deutet also alles darauf hin, dass Phillipp Steinhart dem TSV 1860 München auch über den Sommer 2021 hinaus erhalten bleibt.

Der Sieg des TSV 1860 gegen Dynamo Dresden in der TAKTIKTAFEL Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur TAKTIKTAFEL Analyse des Spiels TSV 1860 München gegen die SG Dynamo Dresden.

Wie erwartet spielte die SGD ein 3-5-2 System, dass sich gegen den Ball zum 5-3-2 verschob. Michael Köllner schickte den TSV 1860 gegen Dynamo Dresden wie üblich mit einem 4-1-4-1 auf den Platz, bei dem sich im letzten Drittel meist Stefan Lex in mit in die Spitze schob und gegen den Ball Richy Neudecker als Box-to-Box Spieler neben Dennis Dressel die Position des zweiten Sechsers einnahm.

Die ersten Minuten

Zu Beginn waren die Dresdner ein wenig feldüberlegen, aber die Sechzger verteidigten konsequent. So entwickelte sich nach der kurzen sächsischen Drangphase zu Beginn der Partie ein Spiel, das sich vermehrt zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Sowohl Dynamo als auch die Löwen fanden kaum gute Lösungen, sobald der Ball ins gegnerische letzte Drittel oder in die Box musste.

Im Aufbauspiel setzten die Löwen auf eine rechtsgependelte Viererkette. Das heißt Rechtsverteidiger Marius Willsch rückte auf dem rechten Flügel ins Mittelfeld vor und der Aufbau im Positionsspiel fand ruhig und überlegt aus einer stabilen Dreierkette heraus statt. Auffällig war, dass nach Überspielen der Pressingreihe der Elbstädter permanent der Weg ins Zentrum gesucht wurde. Die Bälle von dort weiterzuverteilen oblag hauptsächlich Dennis Dressel und Richy Neudecker.

Die Chancen für den TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden

Die hellwache Defensive der Gäste vereitelte die meisten Angriffe der Löwen aus dem Positionsspiel heraus. So blieb die größte Chance der Sechzger in Halbzeit Nummer eins ein Schuss von Mölders (13.) nach einer Ecke, den Broll im Tor jedoch grandios parieren konnte. Weitere Versuche der Sechzger aus dem Spiel heraus ein Tor zu erzielen waren bis auf Steinharts Tor (85.) entweder zu schwach (Neudecker 52.) oder aus derart schlechten Positionen, dass ein Tor für den TSV 1860 München eher zufällig als zwingend gefallen wäre. Von den fünf geblockten Schüsse für die Löwen war Dressels Gelegenheit (63.) noch der vielversprechendste.

Aber auch die Defensive der Löwen verteidigte alles, was zu verteidigen war. Daferner (8.), Knipping (74.) und Königsdörffer (84.) hatten Möglichkeiten, die entweder Hiller vereitelte, oder wie im Fall von Königsdörffer neben dem Tor einschlugen. Der Kopfball von Mai (90.+1) und der Fallrückzieher von Kwadwo (90.+5) in der Nachspielzeit waren zu schwach, um als gefährlich angesehen zu werden. Dreimal konnten die Verteidiger der Sechzger einen Schuss der Sachsen blocken. Meiers Versuch (26.) war hier die vielversprechendste geblockte Chance für Dynamo.

Spielweise der Löwen

Das Pressing der Löwen gegen den Ball war auf einer etwas höheren Linie angesetzt als das der Dresdner, sodass das Aufbauspiel bei Dynamo Dresden schneller vonstatten gehen musste als beim TSV 1860 München. Daraus resultierte öfter als bei den Dynamos ein Ballgewinn bereits in der gegnerischen Hälfte.

Dresden war also gezwungenermaßen im Aufbau zügiger unterwegs. Allerdings spielte Dynamo auch etwas zielstrebiger und genauer Richtung Mittelfeldzentrum. Das bedeutete für die Mannschaft von Michael Köllner, dass die Präzision bei den Zweikämpfen stimmen musste. Diese Aufgabe konnten die Spieler des TSV 1860 München mit Bravour lösen.

Speziell die gefährlichen Standardsituationen der Sachsen wurden sehr konzentriert von den Löwen angenommen und verteidigt. Es brandete daher durch die Ecken und Freistöße weniger Gefahr auf, als man das im Vorfeld vermutet hätte.

In der zweiten Halbzeit stellten die Sechzger im Aufbauspiel eine Kleinigkeit um. Willsch war bei eigenem Ballbesitz nun schon in der Eröffnung viel offensiver positioniert. Neudecker rückte auf den Flügel als Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Zentrum. Staude, der zuvor meist rechts offensiv gespielt hat, war bei Ballbesitz nun hauptsächlich auf der rechten Halbposition zu finden. Die Dynamik nach vorne, wenn die Angriffe über die rechte Seite liefen, änderte sich durch diese Verschiebung sehr zum Vorteil der Löwen.

Kurz vor Schluss stellte Löwencoach Michael Köllner zur Absicherung des Ergebnisses durch die Hereinnahme von Wein und Erdmann für Neudecker und Staude das System noch auf ein 5-4-1 mit Doppelsechs um.

Die statistischen Werte der Partie zwischen dem TSV 1860 und Dynamo Dresden

TSV 1860 SG Dynamo Dresden
Ballbesitz 56% 44%
Passgenauigkeit 83% 76%
Defensive Zweikampfquote 75% 52,7%
Schüsse 13 11
davon aufs Tor 3 4
PPDA* 13,24 18,36
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Das sind nun Zahlen die – hätten wird das Spiel nicht gesehen – eine haushohe Überlegenheit des TSV 1860 implizieren und Dynamo Dresden hätte nicht den Hauch einer Chance gehabt. Das dem nicht so war, weiß jeder, der das Spiel (live) verfolgt hat. Warum also gehen die Zahlen vor allem bei den defensiven Zweikämpfen und dem Indikator für die Pressingintensität (PPDA) so dermaßen eklatant auseinander?

Auswertung der Statistik

Defensivzweikämpfe

Schauen wir zuerst auf die Defensivzweikämpfe: 75% gewonnene Defensivzweikämpfe im Spiel sagt die Statistik für den TSV 1860. Das ist alleine gesehen eine relative Zahl, die noch gar nichts aussagt. Der TSV 1860 München hat im gesamten Spiel 44 Defensivzweikämpfe geführt, davon 20 in der eigenen Spielfeldhälfte. Verlorene Zweikämpfe gegen den Ball gab es 11. In der eigenen Spielfeldhälfte sogar nur 4.

Dynamo Dresden hat 74 Verteidigungszweikämpfe geführt und konnte davon 39 für sich entscheiden. In der eigenen Spielfeldhälfte gab es bei den Sachsen 52 defensive Zweikampfversuche, von denen 27 erfolgreich absolviert werden konnten.

Der Ballbesitz wechselte ungefähr gleich oft und auch die Schussanzahl war in etwa gleich. Bei Dresden konnte also aufgrund des guten Stellungsspiels der nächste Mann übernehmen. Dessen Zweikampf wiederum fruchtete meist. So wurden viele Bälle auf Dresdner Seite erst im zweiten Versuch erobert, während die Löwen das gleiche Resultat mit deutlich weniger individuellem Energieaufwand erreichen konnten.

PPDA

Der große Unterschied bei der PPDA wiederum rührt daher, dass beide Mannschaften das Pressing komplett unterschiedlich angingen. Die Löwen pressten meistens tief in der Spielfeldhälfte der Dresdner. Die Sachsen dagegen ließen ihrem Gegner in der eigenen Hälfte viel Raum und sorgten stattdessen für ein kompaktes Mittelfeld, um dort den Löwen das Kombinieren zu erschweren. Beide Herangehensweisen waren gut durchdacht. Tatsächlich muss man aber rückblickend sagen, dass speziell in der ersten Halbzeit der TSV 1860 München stark von kleinen Unkonzentriertheiten und Ungenauigkeiten im Zuspiel der Dynamos profitierte.

Der eklatant höhere Ballbesitz für die Löwen ist dem abwartenden Aufbauspiel in der eigenen Hälfte geschuldet. Die im Spielaufbau entstehende Dreierkette bei den Giesingern mit Steinhart, Salger und Belkahia verzeichnet bei 211 Querpässen der Löwen im gesamten Spiel 96 davon. Rückpässe waren diesmal kein Faktor für die Ballbesitzquote. Mit nur fünf Rückpässsen insgesamt mehr beim TSV 1860 München sind diese absolut vernachlässigbar.

Das goldene Tor

In der 85. Minute erobert Willsch rechts an der Seitenauslinie in der eigenen Hälfte etwa auf Höhe des Mittelkreises den Ball von Meier und spielt sofort diagonal nach vorn zu Staude auf die halbrechte Mittelfeldposition. Während sich Staude mit dem Ball dreht, rennt Willsch die Linie entlang in die gegnerische Hälfte und bekommt den Ball postwendend wieder. In diesem Moment zieht er drei Gegenspieler – Meier, Will und Königsdörffer – auf sich, die aber alle nicht nahe genug am Geschehen befinden, um den Pass zu Stefan Lex, der im Mittelfeldzentrum einläuft, zu verhindern. Speziell Königsdörffer war weitab von seiner eigentlich angedachten Defensivposition, was sich im weiteren Verlauf rächen wird. Stefan Lex geht, verfolgt von Mörschel, noch einige Meter mit dem Ball und passt das Leder dann auf Steinhart. Der Torschütze ist auf halblinks sehr frei, weil Königsdörffer dort fehlt, und kann den Ball an der Strafraumkante entgegen nehmen. Steinhart dringt in die Box ein und schießt unbedrängt an Ehlers und Broll vorbei aus etwa acht Metern ins lange Eck.

Fazit zum Sieg vom TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden

In einem kampfbetonten, aber nie unfairen Spiel, bei dem der Schiedsrichter für meinen Geschmack eine gelbe Karte für den TSV 1860 zu viel (Neudecker 21.) aus der Hemdtasche zog und eine für Dynamo Dresden zu wenig (Mai 4.) siegt die abgezocktere Mannschaft nicht unverdient mit 1:0. Dresdens Trainer Markus Kauczinski analysierte das Spiel nach der Partie mit den Worten: “Eigentlich muss es 0:0 ausgehen oder 1:1”. Da mag er recht haben, aber uns ging es nach dem Hinspiel auch nicht anders. Wir waren schon in Dresden mindestens ebenbürtig, aber nicht clever genug. Diesmal war es andersherum. Unterm Strich ist ein Sieg und eine Niederlage für beide Mannschaften einen Zähler mehr wert als zwei Unentschieden.

Seit nun drei Spielen ohne Gegentor festigen die Sechzger mit diesem Sieg den vierten Tabellenplatz, der zum Schluss die direkte Qualifikation für den DFB Pokal bedeuten würde. Ob man noch auf die Aufstiegsplätze respektive den Relegationsplatz schielen darf, sollen andere beurteilen. Momentan haben wir noch neun Spieltage vor der Brust. Wer weiß schon welche Mannschaft noch wie oft stolpert. Drei Spiele, sieben Punkte, kein Gegentor. Weiter so Löwen! Am Samstag im Totopokal gibt es den nächsten heißen Tanz.

Datenquelle: wyscout