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21. Spieltag: Expertentipps mit Roland Hefter & Patrick Hasenhüttl

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Mit Politiker und Musiker Roland Hefter sowie Stürmer Patrick Hasenhüttl von der SpVgg Unterhaching werden auch in dieser englischen Woche zwei Prominente versuchen, das Ergebnis unserer Löwen korrekt vorauszusagen. Am Sonntag lagen Maximilian Deisenhofer und Nicklas Shipnoski ja leider daneben – beide hatten einen 3:1-Sieg über den SV Meppen prophezeit.

Stadtrat und Liedermacher

Der gebürtige Münchner Roland Hefter hat eine interessante Vita aufzuweisen. Einer Ausbildung zum Schriftenmaler ließ er ein Grafik- & Designstudium folgen und ist seit 2010 hauptberuflich Musiker und Liedermacher. Als Politiker ist für die SPD im Stadtrat und dort stellvertretender Sprecher im Kulturausschuss und Fachsprecher für Tierschutz. Der bekennende Löwen-Fan setzt sich in erster Linie für ein vielseitiges kulturelles Leben, soziale Gerechtigkeit und die Unterstützung der ärmeren Münchner ein. Seine Heimat sieht er als eine bunte und weltoffene Stadt, die Ihre Geschichte nie vergessen darf, in der jedoch auch bayrische Traditionen wie Brauchtum und Dialekt gepflegt werden sollen. Für Mittwoch Abend ist Hefter vorsichtig optimistisch und tippt auf einen 1:0-Auswärtssieg des TSV 1860 beim 1. FC Magdeburg.

Von Türkgücü nach Unterhaching

Vor der Saison wechselte Patrick Hasenhüttl von Aufsteiger Türkgücü München zur SpVgg Unterhaching. Was viele nicht wissen: Damit kehrte der Stürmer zu seinem Stammverein zurück, denn genau dort fing er im Alter von fünf Jahren mit dem Fußballspielen an, ehe er über die Stationen VfB Stuttgart, FC Ingolstadt 04 und eben Türkgücü wieder in den Münchner Vorort zurückkehrte. Geboren wurde Hasenhüttl übrigens in Belgien, da sein Vater zu der Zeit beim KV Mechelen unter Vertrag stand. Und ja, dieser Vater ist Ralph Hasenhüttl, derzeit Trainer des FC Southampton in der englischen Premier League.

Ob Patrick auch mal auf die Insel wechseln möchte, ist uns leider nicht bekannt. Mit seinen Leistungen in der laufenden Saison hat der Stürmer jedoch bereits auf sich aufmerksam gemacht. In seinen bisherigen 17 Saisonspielen sammelte der ehemalige österreichische Junioren-Nationalspieler sechs Scorerspunkte für die SpVgg. Aktuell rangiert Unterhaching nur durch die mehr erzielten Tore vor dem 1. FC Magdeburg und somit vor den Abstiegsplätzen. Wie schon in der Vorwoche sind sich unsere Promis einig, denn auch Patrick Hasenhüttl sagt einen 1:0-Sieg der Löwen in Sachsen-Anhalt voraus.

Fotogalerie zum Spiel des TSV 1860 München gegen den SV Meppen

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Auch zum unglücklichen 1:1 Unentschieden gegen den SV Meppen 1912 e.V. am 20. Spieltag der Corona-Saison 2020/21 können wir Euch wieder ein paar Schnappschüsse vom Spiel gegen die Emsländer, mit denen uns doch so viele gute Erinnerungen verbinden, präsentieren.

Trotz der spielerischen Überlegenheit gelang es den Niedersachsen, einen Punkt zu entführen, da die Mannschaft leider die sonstige Effizienz im Abschluss vermissen ließ. Wollen wir hoffen, dass es am Ende der Saison, in welcher wirklich Jeder Jeden schlagen kann, es dann nicht am Ende um genau diesen einen Zähler geht. Dann wird uns dieses Unentschieden gegen den SV Meppen richtig weh tun!

Der werte Kollege Winninger hat das Spiel natürlich wieder absolut erstklassig analysiert – falls Ihr seine Analyse noch nicht gelesen habt – hier kommt Ihr zum Artikel! Auch ein Blick in das Taktiktafel-Lexikon kann nicht schaden, damit Ihr seine Erläuterungen besser versteht.

Nun denn – freuen wir uns daher nun auf die Partie gegen den 1. FC Magdeburg am Mittwoch im Heinz-Krügel-Stadion und hoffen, dass wir von dort nicht mit leeren Händen heimkommen!

Solange aber viel Spaß beim Betrachten der Bilder!

TSV 1860 – Meppen: das Spiel in der TAKTIKTAFEL-Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafel-Analyse des Spiels TSV 1860 München gegen den SV Meppen 1912.

 

Die vergangene Woche von Montag bis Sonntag hat uns mal vor allem eines gelehrt: In dieser Liga ist für alle Mannschaften in jedem Spiel alles möglich.
Wie lief das Spiel des TSV 1860 gegen Meppen? Im kompletten Spiel hatten unsere Sechzger mit leichten Schwankungen in der Summe mehr Ballbesitz und somit bis auf kurze Phasen in beiden Halbzeiten auch die Spielkontrolle. Das bringt uns mehr oder weniger zu drei Abschnitten im Spiel und einer wichtigen Erkenntnis daraus: Die Ballverluste der Löwen im letzten Drittel waren entscheidend.

Die Phase bis zum Führungstreffer

Vor allem in den Anfangsviertelstunden der beiden Halbzeiten hat Sechzig das Kommando übernommen und die Partie an sich gerissen. 62% Ballbesitz zu Beginn der ersten und 65% Ballbesitz zu Beginn der zweiten Halbzeit für die Löwen zeigen das klar auf. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hat unsere Mannschaft 54% Ballbesitz zu Buche stehen. Bis zur 62. Minute, in der der Führungstreffer durch Semi Belkahia fiel, summiert sich das zu insgesamt 58% Ballbesitz. Daraus konnte der TSV 1860 gegen den Gast aus Meppen allerdings kein Kapital schlagen.

Wie gewohnt gegen tief stehende Teams, deren Interesse eher im Zerstören als im Spielen liegt, kam die Mannschaft von Michael Köllner nicht entscheidend in den Sechzehner. Einen einzigen Schuss (Greilinger 41.) aufs Tor bis zum Führungstreffer hat der TSV 1860 München auf dem Konto. Zwei weitere Schussversuche von Tallig gingen bis dahin rechts am Kasten von Domaschke vorbei. Von 61 Angiffsversuchen der Löwen wurden 42 bis ins letzte Drittel vor das Meppener Tor gebracht. Ballkontakte im Strafraum gab es bei diesen 42 Angriffen genau drei für den TSV 1860. Im letzten Drittel des Spielfeldes verloren die Sechzger in der ersten Stunde des Spiels 13 Mal den Ball in einem Zweikampf am Boden. Weitere 13 Mal fanden Pässe ihren Adressaten nicht und 13 Mal sind Ballverluste mit anderen Gründen (verlorene Kopfballduelle, Stürmerfoul, Abseitspositonen etc.) zu erklären.

Wie kann es zu diesen vielen Ballverlusten kommen?

Man konnte gegen Meppen sehr leicht Raumgewinne erzielen, da die Emsländer tief standen. Pressing fand bei Thorsten Frings´ Team quasi nicht statt. Das Mittelfeld war relativ eng gestaffelt und richtig kompakt wurde Meppen in der Nähe der eigenen Box. Deshalb konnten die Löwen im letzten Drittel kaum Überzahlsituationen dort schaffen, wo es wichtig wird. Situationen, in denen dann ein freier Spieler Chancen gehabt hätte mehr aus den Ballbesitzvorteilen zu machen, ließ Meppen mit dieser Mauertaktik nicht zu. Man könnte auch sagen Meppen hat clever und diszipliniert verteidigt. Sehr ähnlich dem, was der TSV 1860 im Spiel gegen den FCI gezeigt hatte.

Meppen hingegen kam bei 55 Angriffsversuchen, davon 21 bis ins letzte Drittel der Sechzger, zu sechs Ballkontakten im Strafraum. Von der Effizienz her waren die Emsländer den Löwen also überlegen. Mehr “Ertrag” mit weniger Aufwand. Schüsse ergaben sich daraus in dieser Stunde zwei für den SVM. Boeres Schuss in der elften Minute wurde von Salger geblockt. Guder schoss in Minute sechzehn drüber.

Das Tor zum 1:0

Ein Freistoß nach einem Foul an Mölders wird rechts-zentral siebzehn Meter vor dem Tor von Richy Neudecker ausgeführt. Von Sascha Mölders wird der Ball zu Semi Belkahia abgefälscht. Der Innenverteidiger, mehr Bande als Spieler in diesem Moment, bringt das Leder mit dem Knie im Tor unter.

Die Phase bis zum Ausgleichstreffer

Auch in dieser Phase lagen die Ballbesitzvorteile beim TSV 1860 München. Die Mehrzahl an Vorstößen ins letzte Drittel war ebenfalls bei den Löwen zu finden. In diesem kurzen Spielabschnitt von 14 Minuten gab es drei Schüsse der Sechzger. Ein einziger davon ging aufs Tor (Neudecker 69.). Einer der drei Schüsse des TSV 1860 konnte von Meppen geblockt werden, einer ging drüber. Die Emsländer hingegen schossen genau einmal auf den Kasten von Marco Hiller. Das Ergebnis ist bekannt. Blicken wir dennoch auch hier wieder auf die Ballverluste. 12 von insgesamt 15 Ballverlusten der Sechzger fanden im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor statt. Man muss kritisieren, dass es dem TSV 1860 München nicht gelang mehr Schusschancen zu generieren bzw. seine Schusschancen effektiver zu nutzen.
Meppen hingegen brachte den Ball bei dreizehn Versuchen nur sechsmal in die rote Zone der Löwen.

Der Ausgleichstreffer

Nach einem Einwurf von der rechten Meppener Angriffsseite verliert Steinhart ein Kopfballduell. Der Ball fällt Salger vor die Füße und verspringt ihm nach einem gewonnenen Defensivzweikampf gegen Boere mittig in Richtung Strafraumgrenze. Von dort zieht Bozic unhaltbar für Hiller ins vom Schützen aus gesehen linke Eck ab.

Die Schlussphase

Hier ergab sich das gleiche Bild wie im restlichen Spiel. Der TSV 1860 München drückte und fand vorne keine Räume um effizient abzuschließen. Meppen verteidigte mit zehn Mann plus Torhüter aufopferungsvoll. Zwölf von zweiundzwanzig Angriffen der Sechzger in der Schlussviertelstunde zerschellten am Abwehrbollwerk im letzten Drittel des SVM. Fünf Schüsse setzten die Sechzger in ihren durchgebrachten Angriffen ab. Drei davon wurden geblockt, einer ging daneben sowie einer über das Tor.
Meppen brachte in 20 Ballbesitzphasen keinen einzigen Schuss mehr zustande.

Die statistischen Werte im Spiel

  • Ballbesitz 57%:42% (zugunsten des TSV 1860)
  • Schüsse 12:3 (davon aufs Tor 3:1)
  • Passquote 1860 86%; SVM 81%
  • Gewonnene Defensivzweikämpfe TSV 1860 58%; SVM 63%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 8,87; SV Meppen 23.06

Fazit

Grundsätzlich haben die Löwen vieles, wenn auch nicht alles richtig gemacht. Man kann der Mannschaft an sich keinen Vorwurf machen. Wenn man aber merkt, dass die vielbeinige Hintermannschaft des Gegners schwer zu knacken ist, muss man am Spiel nach vorne an kleinen Stellschrauben drehen. Den Gegner könnte man mit verzögernder Spielweise möglicherweise herauslocken. Ein kleines Geduldsspiel daraus machen und nicht 90 Minuten lang versuchen, mit der Brechstange eine vernagelte Kiste zu öffnen.

Ein gutes Beispiel, wie das gehen kann, war das Spiel gegen Halle in der Hinrunde. Da hat man bis zum 2:0 viele Angriffe sehr geduldig aufgebaut und gewartet, bis der Gegner sich beim Versuch, in Ballbesitz zu gelangen, etwas mehr entblößt. Dadurch hat Sechzig bei dieser Tore-Gala sehr viele Standardsituationen erzwungen. Wir erinnern uns: die ersten beiden Tore fielen damals nach Ecken. Eben diese Standards muss man sich in solchen Spielen gegen tief stehende Gegner öfter erarbeiten. Das war gegen Meppen am Sonntag leider Mangelware. Nur drei(!) Ecken und vier Freistöße aus mehr oder weniger aussichtsreichen Positionen wurden von den Löwen herausgearbeitet. Bei 78 Angriffen bis ins letzte Drittel sollte zumindest die Eckenbilanz viel besser ausfallen.

Schlecht gespielt, wie viele Kritiker in den sozialen Netzwerken verlauten ließen, hat die Mannschaft von Michael Köllner aber keineswegs. Der letzte Punch hat einfach gefehlt. Mit dem Punkt kann man natürlich dem Spielverlauf nach nicht zufrieden sein. Aber liebe Leser, so ist Fußball. Eine Mannschaft läuft 90 Minuten lang das gegnerische Tor an und am Ende steht es doch nur unentschieden.

Welche positiven Erkenntnisse nehmen wir aus diesem Spiel mit?

Semi Belkahia
  • verliert nur einen defensiven Zweikampf und ein Kopfballduell
  • schießt noch dazu sein erstes Profitor
  • hat eine Passquote von 95%
  • 88% erfolgreiche Aktionen insgesamt im Spiel
Daniel Wein
  • gewohnt passsicher (90% Quote; unter anderem zwölf Pässe ins letzte Drittel, von denen neun ihr Ziel finden)
  • verliert in der eigenen Spielfeldhälfte keinen defensiven Zweikampf
  • ersetzt Quirin Moll derart gut, dass sein Ausfall nicht bemerkbar war

Zu guter Letzt verweise ich an dieser Stelle an unser TAKTIKTAFEL-Lexikon, dass zum Verständnis meiner Texte hoffentlich ein wenig beitragen kann.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Exklusiv bei sechzger.de: Interview mit Nicolas Andermatt (SV Meppen)

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Vergangenen Sonntag war Nicolas Andermatt, einer der Aufstiegshelden von 2018, mit seinem neuen Verein SV Meppen im Grünwalder Stadion zu Gast. Am Tag nach dem Spiel sprach er mit uns, wie es war, wieder im Grünwalder aufzulaufen, über die unvergessliche Saison 17/18 und die Veränderungen im Verein in sportlicher und menschlicher Hinsicht.

sechzger.de: Servus Nico! Es war schön, Dich mal wieder im Grünwalder spielen zu sehen – auch wenn es ein ungewohntes Bild war, da Du auf der falschen Seite standest und dabei auch noch rote Hosen anhattest. Wie schätzt Du das Spiel ein? Zwei verlorene Punkte für die Löwen oder wäre für Euch sogar mehr drin gewesen?

Nico Andermatt: Ich denke, dass wir gut verteidigt haben und es den Löwen schwer gemacht haben. Trotz der ein oder anderen Konter-Möglichkeit für 1860 würde ich aber nicht sagen, dass es ein eindeutiges Spiel war. Deswegen sind wir erstmal zufrieden, gegen den Tabellendritten bzw. jetzt -zweiten einen Punkt auswärts mitgenommen zu haben.

sechzger.de: Was war das für ein Gefühl, wieder im Sechzgerstadion aufzulaufen?

Nico Andermatt: Es war ein sehr schönes Gefühl, wieder in München zu sein. Das Stadion und einige Jungs von damals zu sehen, weckte einige Erinnerungen. Leider ohne Zuschauer, das wäre bestimmt wieder eine Top-Atmosphäre gewesen mit den Löwenfans.

sechzger.de: Hättest Du bei einem Tor gejubelt?

Nico Andermatt: Ich habe mir darüber auch Gedanken gemacht. Ich denke, ich hätte gejubelt, aber natürlich nicht so ausgelassen wie sonst – aus Respekt.

sechzger.de: Kommen wir zu Deiner persönlichen Situation in Meppen. Letzte Saison hast Du den Sprung in die 3. Liga geschafft und bist sehr schnell zum Stammspieler und Leistungsträger geworden. Ihr habt die Saison mit einem guten 7. Platz (einen Platz vor Sechzig) unter Christian Neidhart abgeschlossen.
Unter Thorsten Frings spielst Du dieses Jahr mal von Beginn an, mal kommst Du dann aber nur von der Bank. Ist das ein wenig unbefriedigend?

Nico Andermatt: Klar will man als Fußballer immer auf dem Platz stehen. Manchmal ist es auch nicht leicht, mit solch einer Karussell-Situation klar zu kommen. Mal spielen, mal auf der Bank, usw. . Das ist natürlich nicht immer zufriedenstellend, aber gehört im Fußball ab und an dazu. Da bleibt nichts anderes übrig als jeden Tag im Training Gas zu geben und sich so aufzudrängen.

Aufstieg mit den Löwen

sechzger.de: Werden wir etwas nostalgisch, um nicht zu sagen wehmütig. Für mich persönlich als Fan war die Saison 17/18 die emotionalste und geilste Saison seit jeher. Schließlich gab es hier die Rückkehr nach Giesing und dazu mit Euch eine Mannschaft, die sich anders als die Mannschaften der Jahre zuvor – besonders der Vorsaison – komplett mit dem Verein identifiziert hat, für Sechzig gekämpft hat und stolz war, das Wappen auf der Brust zu tragen. Was waren die ganz besonderen Momente für Dich in der Saison 17/18?

Nico Andermatt: Da hast du absolut Recht! Der Aufstieg mit den Löwen war bisher der beste und emotionalste Moment in meiner Karriere. Direkt nach dem Spiel gegen Saarbrücken hinter dem Grünwalder Stadion auf dem Bus und mit Tausenden Fans zu feiern. Da kriege ich immer noch Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke. Ich bin stolz, beim Aufstieg einen Teil beigetragen und so geholfen zu haben, den Verein wieder zum Leben zu erwecken.

sechzger.de: Wie war es, auf einmal im Fokus zu sein und für die erste Mannschaft spielen zu dürfen? Hat es besondere Kräfte freigesetzt, diese Stimmung im Grünwalder Stadion zu erleben oder war es auch manchmal eine Bürde?

Nico Andermatt: Bürde war es überhaupt keine. Ich glaube, es gibt keinen anderen Verein, bei dem in der Regionalliga bei jedem Heimspiel 13.000 Zuschauer im Stadion sind. Die Fans sind unglaublich. Und deswegen habe ich jedes Spiel genossen.

sechzger.de: Nun bist Du einer der Spieler aus dieser Zeit, die sich im Profibereich etabliert haben. Daniel Bierofka hat gegen Ende leider nicht mehr so auf Dich gesetzt. Woran lag das und kannst Du es nachvollziehen? Oder war das für Dich unverständlich?

Nico Andermatt: Ich habe ja den Großteil der Spiele absolviert und habe mich dann im Derby an der Schulter verletzt. Während meiner Verletzung kam der neue Sportdirektor Günther Gorenzel und der hat dann nicht mehr mit mir geplant für die nächste Saison. Ich habe mich zwar schnell von der Verletzung erholt und wollte wieder zu alter Stärke zurück finden, aber bekam dann keine große Spielzeit mehr. Klar finde ich das sehr schade, zumal ich davor eigentlich immer gespielt habe, aber so ist der Fußball nun manchmal.

Einmal Löwe, immer Löwe

sechzger.de: Du hast ja nie einen Hehl daraus gemacht, wie Du Dich immer noch mit den Löwen verbunden fühlst. War der Abschied damals besonders schwierig?

Nico Andermatt: Ich trage den Löwen natürlich immer im Herzen und werde die Zeit niemals vergessen. Ich liebe auch die Stadt München und deswegen ist mir der Abschied am Anfang sehr schwer gefallen, trotz der Hintergründe.

sechzger.de: So schön für uns Löwenfans die momentane Situation sportlich ist, fiel uns bei einigen Spielern, die sich um 1860 verdient gemacht haben, in den letzten Jahren auch immer wieder auf, dass der Abschied nicht auf die feine englische Art geschah. Was kannst Du dort von Dir selbst berichten?

Nico Andermatt: Ich will darüber gar nicht großartig sprechen. Ich persönlich finde es nur allgemein schade, dass der Verein gerade den Spielern, die sich für den Verein zerrissen haben, keine Wertschätzung entgegengebracht hat.

sechzger.de: Auch andere Spieler hatten und haben meiner Meinung nach das Potential mindestens dritte Liga zu spielen, da lief es bisher aber noch nicht so rund. Wem traust Du diesen Schritt noch zu?

Nico Andermatt: Da könnte ich tatsächlich einige aufzählen, aber im Fußball braucht man auch das nötige Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Um ein paar Namen zu nennen, sehe ich das Potential für die 3. Liga auf jeden Fall bei Nico Helmbrecht, Simon Seferings und Benny Kindsvater. Alle drei haben enorme Qualitäten: Helme ist dribbelstark, macht gute tiefe Wege und ist sauschnell. Simon hat leider nie so richtig seine Chance bekommen, sich länger zu zeigen, obwohl er ein richtig geiler Kicker ist. Und auch Benny halte ich für einen wirklich guten Spieler, den ich gerne weiter in der 3. Liga gesehen hätte.

sechzger.de: Zu welchen Spielern von damals hast Du noch Kontakt?

Nico Andermatt: Klar habe ich zu vielen noch guten Kontakt. Simon Seferings, Aaron Berzel, Lukas Aigner, Nico Helmbrecht, Christian Köppel, Sascha Mölders, Marco Hiller und noch einige mehr.

Heimat der Löwen

sechzger.de: Abgerundet wurde die Saison damals ja durch einen Feiermarathon am Ballermann. Natürlich gehen wir hier nicht ins Detail. Eine Frage beschäftigt uns dann nachwirkend aber doch. Wieso war Sascha Mölders – selbsternannter Mallorca-Fan – damals nicht mit dabei?

Nico Andermatt: Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau. War auf jeden Fall schade, aber wir haben auch ohne ihn ordentlich gefeiert (lacht).

sechzger.de: Zum Abschluss noch eine Frage, die momentan in allen möglichen Foren und Blogs heiß diskutiert wird, auch wenn die vorgeschlagenen Alternativen eigentlich gar nicht realistisch sind. Du als Spieler kannst hier ja aus eigener Erfahrung berichten.
Wo sollte 1860 langfristig sein Zuhause finden: Grünwalder Stadion, Allianz Arena, Olympiastadion oder ein Neubau am Stadtrand?

Nico Andermatt: Ich glaube, Giesing ist die Heimat der Löwen. Deswegen würde ich Grünwalder Stadion sagen.

sechzger.de: Vielen Dank, Nico, für Deine Zeit und wir würden uns freuen, Dich irgendwann einmal wieder im Löwentrikot zu sehen. Alles Gute Dir bis dahin und: Einmal Löwe – immer Löwe!

Das Interview führte Constantin Ahammer.

Sechzig um sieben: Kauczinski im Krankenhaus +++ Transferkarussel +++ Der Löwentag

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Guten Morgen, liebe Löwen! Heute bei Sechzig um sieben die täglichen News mit einer Nachricht aus Dresden, dem Überblick über das Transferkarussel der dritten Liga und dem Ausblick auf den Löwentag.

Kauczinski im Krankenhaus

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist der Dresdner Trainer Markus Kauczinski gestern ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach der bei ihm festegstellten Corona-Infektion begab er sich am 12. Januar zehn Tage in Quarantäne. Danach saß er am Samstag bei 4:3 gegen Kaiserslautern wieder auf der Bank. Sein Zustand ist angeblich stabil und es ist unklar, ob die Einlieferung mit der Corona-Infektion in Verbindung steht. Die Mannschaft flog unterdessen wie geplant zum Auswärtsspiel nach Mannheim. Sechzger.de wünscht gute Besserung!

Transferkarussel der dritten Liga

Patrick Hobsch wird wohl in dieser Transferperiode doch nicht auf das Karussel aufspringen. Nach Differenzen zwischen seinem Berater und dem VfB Lübeck war er vom Training suspendiert worden und hat nun die Chance, sich in den Kader zurück zu kämpfen.

Beim KFC Uerdingen hingegen stehen bei Dave Gnaase und Muhammed Kiprit die Zeichen auf Abschied. Beide Spieler haben den Wunsch geäußert, die Krefelder in den kommenden Tagen zu verlassen. Da der Verein ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung eingeleitet hat, suchen einige Spieler bereits nach neuen Clubs. Einen Schritt weiter sind bereits Heinz Mörschel, der zu Dynamo Dresden wechselte, und Stefan Velkov, der am Wochenende beim MSV Duisburg debütierte.

Der Löwentag

Michi Köllner lässt die Löwen am Vormittag noch trainieren. Am frühen Nachmittag geht es dann per Bus nach Magdeburg, wo morgen das Spiel gegen den ehemaligen Europapokalsieger ansteht. Gute Fahrt, Löwen! Wir wünschen einigermaßen akzeptable Straßenverhältnisse und eine stressfreie Anreise.

Vielleicht schaut ja der ein oder andere Spieler unterwegs mal bei uns rein. Dort könnten sie ein Interview mit Ex-Löwe Nico Andermatt finden, die TAKTIKTAFEL-Analyse des Spiels gegen Meppen und unsere Expertentipps. Morgen früh gibt es dann statt der täglichen News bei Sechzig um sieben den Vorbericht auf das Spiel. Ihr seid natürlich auch herzlichst eingeladen, Euch bei uns über den TSV 1860 München und die dritte Liga zu informieren!

 

Sechzig@18:60 – Löwenrunde ++ Penta 1860 ++ Neues aus der 3. Liga

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Michael Köllner und Günther Gorenzel in der Löwenrunde, Neuigkeiten aus der 3. Liga und Penta 1860 spielt morgen gegen den FC Schalke 04 – die News des Tages kompakt zusammengefasst!

Giesinger Gedanken

Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt – als Unterstützer des TSV 1860 kennt man diese Extreme nur zu gut. Auch Thomas Enn geht in seinen Giesinger Gedanken auf das Seelenleben von uns Löwen-Fans ein und blickt nochmal zurück auf das Remis vom Wochenende.

Löwenrunde vor Magdeburg

Bereits am Mittwoch geht es weiter und Sechzig muss auswärts beim 1. FC Magdeburg ran. Bekanntermaßen wird Sascha Mölders gelbgesperrt nicht zur Verfügung stehen. Wer ihn als Kapitän ersetzen wird, ließ Michael Köllner in der Löwenrunde noch offen. Sollte Stefan Lex in der Startelf stehen, wäre er jedoch wohl die naheliegendste Lösung. Zudem äußerte er sich lobend über Dennis Dressel – ob er wieder in die Stammformation zurückkehrt? sechzger.de wird live aus Sachsen-Anhalt berichten!

News aus Liga 3

Nach der Entlassung von Trainer Pavel Dotchev hat Viktoria Köln seine Fühler nach Thorsten Lieberknecht ausgestreckt. Ob der ehemalige Coach von Eintracht Braunschweig und des MSV Duisburg tatsächlich am Höhenberg unterschreiben wird, steht noch nicht fest.

Bei Türkgücü München hatten zuletzt die beiden Top-Scorer Peter Sliskovic und Sercan Sararer Abwanderungsgedanken gehegt. Diesen schob Präsident und Investor Hasan Kivran nun einen Riegel vor und betonte, dass beide Spieler keine Freigabe bekommen werden. Wörtlich sagte er: “Beide sind aktuell unverkäuflich! Auch, wenn ich damit die Fans unseres Nachbarn und Mitstreiters enttäuschen muss.”
Meint er damit den TSV 1860?

Weniger anhänglich zeigt sich der Aufsteiger bei Azur Velagic. Der Vertrag des Verteidigers wurde mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Der Deutsch-Bosnier ist somit der siebte Abgang bei Türkgücü im Winter-Transferfenster. Mit Sebastian Maier und Lucas Röser stehen dem zwei namhafte Neuzugänge entgegen.

Auch die SpVgg Unterhaching trennt sich von einem Akteur: Jim-Patrick Müller verlässt die Vorstädter und schließt sich Bayernligust DJK Vilzing an.

Einen Neuzugang kann hingegen der VfB Lübeck präsentieren. Cyrill Akono konnte im Probetraining überzeugen und wechselt auf Leihbasis vom FSV Mainz 05 zum Tabellenletzten.

Sechzig gegen Schalke am Dienstag Abend

Ja, Ihr habt richtig gelesen! Am morgigen Dienstag Abend treffen die Löwen und die Knappen aufeinander und das Ganze wird live übertragen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Fußball (wäre ja zu einfach…), sondern um die League of Legends, sprich eSports. Wir drücken Penta 1860 natürlich die Daumen!

Bild: Story auf der Instagram-Seite des TSV 1860 München e.V.

Die LÖWENRUNDE vor dem Spiel beim 1. FC Magdeburg

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Löwentrainer Michael Köllner ist bekanntermaßen ein empathischer Mensch. Dies stellte er am Montag Nachmittag in der Zoom-Pressekonferenz vor dem Spiel des TSV 1860 in Magdeburg einmal mehr unter Beweis.

Das heikle Thema Trainerentlassungen

Nachdem der Übungsleiter des nächsten Löwengegners schon seit einiger Zeit unter Druck steht und ein Sieg des TSV 1860 in Magdeburg womöglich den Kopf von Thomas Hoßmang kosten wird, plauderte der Löwendompteur, animiert von sechzger.de, ein wenig über sein emotionales Innenleben. Zwar sind Trainerentlassungen einfach ein “Teil des Geschäfts”, da der Erfolg in diesem Job eben knallhart an Ergebnissen gemessen werde. Der Coach verriet aber, dass ihn die Entlassung von Pavel Dotchev bei Viktoria Köln am gestrigen Sonntag getroffen habe, weil er diesen Kollegen sehr gut kenne “und auch mag”. Auch die jüngste Demission von Bundesligacoach Bruno Labbadia – ebenfalls gut bekannt mit Köllner – bei der Berliner Hertha sei ihm nahe gegangen. Den Magdeburger Trainer kennt er weniger gut, dennoch fühlt er natürlich auch mit diesem Kollegen mit, sofern dessen Auftrag in Sachsen-Anhalt demnächst enden sollte. Da Köllner den neuen Magdeburger Sportdirektor Otmar Schork aber wiederum sehr gut kenne, verlasse er sich darauf, dass dieser die richtigen Entscheidungen für den FCM treffe, rundete er das Ganze diplomatisch ab.

Dennis Dressel und die Körpersprache

Die Frage eines Bloggers nach der Körpersprache der gestern eingewechselten Spieler Stefan Lex und Dennis Dressel entgegnete Michael Köllner sehr deutlich: “Ich bin kein Freak, der sich mit Körpersprache auseinandersetzt!” Die Gelegenheit nutzte der Löwencoach aber, um direkt ein Loblied auf seine Nummer 14 anzustimmen, die ja in den letzten drei Partien nicht mehr in der Startelf gestanden hatte: Zum einen war er gestern zufriedener mit dem gebürtigen Dachauer, als dies noch gegen Ingolstadt der Fall gewesen war. Zum anderen bezeichnete Köllner Dennis Dressel zurückblickend als “Shootingstar”, der zusammen mit Marco Hiller durch den Trainerwechsel im November 2019 “wohl am meisten gewonnen” habe. “Wenn ich etwas mit Sechzig München am Anfang meiner Zeit hier verbinde, dann ist das Dennis Dressel.” Der Spieler selbst dürfte diese Lobeshymne mit Freude vernommen haben und mit solchen Komplimenten im Rücken sicher schon in Kürze wieder zu der Form vom 6:1 gegen Halle zurückfinden.

Was Köllner vom 1. FC Magdeburg erwartet

Über den Gegner übermorgen konnte sich Michael Köllner am vorletzten Wochenende einen persönlichen Eindruck verschaffen, der in der Spielvorbereitung für ihn “natürlich super und unersetzlich” ist. Sein Besuch beim 2:0-Sieg des ehemaligen Europacupsiegers im Unterhachinger Sportpark war demnach ein wichtiger Teil der üblicherweise intensiven Auseinandersetzung mit dem nächsten Gegner. Köllner verlässt sich in dieser Hinsicht stets auf die Dienste des Spielanalysten Franz Hübl. Festgestellt hat man bei den Löwen, dass sich die Spielweise von Magdeburg in der jüngsten Vergangenheit etwas verändert hat. Die taktischen Varianten, die der FCM mit und gegen den Ball zeigt und die Köllner in der PK ansprach, können die Leser von sechzger.de am Mittwoch Mittag in unserer beliebten Rubrik TAKTIKTAFEL dann pünktlich vor der Partie ausführlich studieren. Vielleicht schaut ja auch Michael Köllner während des Aufenthalts in Sachsen-Anhalt (z.B. in der Mittagsruhe im Mannschaftsquartier) kurz rein.

Die heutige LÖWENRUNDE kann unter Löwen-TV direkt abgerufen werden.

PK aktuell: Kapitänsfrage noch offen +++ Löwen fahren morgen Mittag per Bus

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Wer führt die Löwen am Mittwoch Abend in Magdeburg als Kapitän auf das Feld in der MDCC-Arena, nachdem Sascha Mölders wegen seiner Gelbsperre nicht mit nach Sachsen-Anhalt fahren wird? Diese Frage ließ Trainer Michael Köllner in der LÖWENRUNDE am Montag Nachmittag offen, verriet aber, dass es – was auf der Hand liegt – ein Spieler aus dem Mannschaftrat sein wird. Ob die Wahl auf Stefan Lex fällt, dürfte letztlich davon abhängen, ob die Nummer 7 in der Startelf steht. Gegen Meppen gestern Nachmittag wurde der gebürtige Erdinger nach 65 Minuten eingewechselt.
Der Löwentross macht sich morgen Mittag gegen 12 Uhr auf den Weg nach Nordosten und wird nach dem Spiel am Mittwoch direkt zurückfahren. Eine Ankunft in München ist dann für 4 Uhr früh am Donnerstag zu erwarten. Sechzger.de wünscht eine angenehme Reise!

Giesinger Gedanken: Die Lage der Löwen nach dem Spiel gegen Meppen

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Groß war die Euphorie nach dem 1:0 gegen Ingolstadt und groß ist der Katzenjammer nun nach dem 1:1 gegen Meppen. Das sind der TSV 1860 und  seine Anhänger, so wie man sie kennt. An einem Tag himmelhochjauchzend am nächsten zu Tode betrübt. Leider muss ich mich da auch ein wenig an der eigenen Nase fassen. Nach dem Sieg gegen Ingolstadt war ich vollkommen euphorisiert und habe meinen Endorphinen hier freien Lauf gelassen. Es hat so gutgetan, an diesem Montagabend nach dem Sieg ein Bierchen auf die Löwen zu trinken und in der einen allumwabernden Corona-Tristesse mal über etwas wirklich Positives schreiben zu können. Das tut der Seele in diesen Tagen wirklich gut. Und der der heißblütigen Löwenfans gleich 60 Mal mehr. Aber hat diese Euphorie die Lage der Löwen korrekt widergegeben?

Lasst uns nochmal nüchtern über die letzten beiden Spiele nachdenken. Ich schwör’s, ich habe heute weder vor noch während noch nach dem Spiel ein Bier oder sonst was Alkoholisches getrunken.

Rückblick auf das Spiel gegen Ingolstadt

Also, Rückblick auf Montagabend gegen Ingolstadt: Im Endeffekt war das ein sehr glücklicher Sieg für uns. Besonders in der zweiten Halbzeit hatte Ingolstadt deutlich mehr vom Spiel. Die Mannschaft von der Donau ist physisch sehr präsent und extrem zweikampfstark. Dafür sind sie mit Ball etwas weniger versiert und setzen im Spiel auf schnelle Angriffe und Platz für ihren Stürmer vor dem gegnerischen Tor. Und genauso traten sie auf, sie nahmen den Löwen mehr und mehr Bälle im Mittelfeld ab, aber Sechzig ließ trotzdem kaum Chancen – geschweige denn hochkarätige – zu. Stattdessen nutzte Sascha Mölders eigentlich die einzige wirkliche Gelegenheit für die Löwen zum 1:0. Sieg gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten. Da bricht bei den heißblütigen Löwenfans natürlich die Euphorie durch. Aber auch gegen Ingolstadt war nicht alles Gold, was glänzte. Mit einem Punkt hätte man mehr als zufrieden sein können. Wenn es dumm läuft, kann man das Spiel gegen Ingolstadt auch verlieren. Absolut geil, dass die Mannschaft so ein Spiel gewinnen kann!

Das Spiel gegen den SV Meppen

Und gestern? Viele dachten, da kommt der SV Meppen mitten im Abstiegskampf nach Giesing. Die nehmen wir im Vorbeigehen und dann auf nach Magdeburg und den nächsten Sieg einfahren. So einfach ist es aber in dieser dritten Liga nicht. Die Löwen versuchten, von Anfang das Spiel zu machen und Meppen unter Druck zu setzen. Das gelang auch nicht schlecht, aber man kam eigentlich nie gefährlich in den Strafraum der Emsländer. Nach etwa einer halben Stunde ließen die Meppener die Löwen dann vollends im Mittelfeld gewähren und beschränkten sich darauf mit 8 Mann den eigenen Strafraum abzusichern. Das funktionierte – leider – relativ gut. Bis auf einen abgefangenen Rückpass von Biankadi, der aber leider in letzter Sekunde von Domaschke gestoppt wurde, konnten sich die Löwen keine Großchancen gutschreiben lassen.

Die zweite Hälfte

Auch der zweite Durchgang begann zäh. Meppen hielt gut dagegen und Sechzig konnte aus der Feldüberlegenheit nicht wirklich Kapital schlagen. Ganz ähnlich wie Ingolstadt bei uns am Montag übrigens… Dann kam die 62. Minute. Nach einem Foul an Sascha Mölders einen Meter außerhalb des Strafraums schritt Richy Neudecker zum Freistoß. Dieser brachte ihn flach aufs Tor und letztendlich konnte Semi Belkahia den Fuß hinhalten und sein erstes Profitor erzielen. Irgendwie verdient, aber auch irgendwie glücklich.

Danach folgte die beste der Phase der Löwen. Sie spielten munter nach vorne und bekamen jetzt mehr Freiräume, die Emsländer mussten sich nach dem Gegentreffer wohl erstmal wieder sortieren. Leider sprang in dieser Phase bis auf einen satten Fernschuss von Biankadi auch keine wirkliche Tormöglichkeit heraus. Dann bekam Meppen einen unscheinbaren Einwurf auf Höhe des Strafraums, leider verliert Salger das folgende Kopfballduell, der Ball landet etwas unglücklich bei Bozic, der humorlos ins lange Eck vollstreckte (76. Minute). Danach ging nix mehr. Meppen ließ mit einer Mischung aus Pressing und engen Räumen um den Strafraum keine Chance von 1860 mehr zu.

Verlorene Punkte?

Schade, das sind zwei Punkte, die uns in der Endabrechnung sehr weh tun könnten. Keine Frage! Die Tabelle ist schon wieder sowas von eng. Bis Platz 9 sind es nur 6 Punkte Vorsprung. Vollkommen emotionslos (ich weiß, dass geht bei 1860 eigentlich nicht) betrachtet, hat Meppen heute das gemacht, was wir gegen Ingolstadt gemacht haben: die eine Chance im Spiel genutzt.

ABER: Wir haben gegen Ingolstadt mit dieser einen Chance drei Punkte geholt und nicht einen. Wir haben diese drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten geholt. Das ist wesentlich mehr wert als umgekehrt. Hätten wir gegen Ingolstadt unentschieden gespielt und heute gewonnen, lägen die jetzt einen Punkt vor uns. So sind wir punktgleich. Und man kann nicht in jedem Spiel Glück haben. Zumindest nicht auf unserer Seite der Grünwalder Straße.

Und wie geht’s weiter?

Es steht schon wieder eine englische Woche an. Am Mittwoch geht’s nach Magdeburg. Die haben im Hinspiel ausschließlich Beton angerührt und wir haben uns schwer getan gegen sie. Spannend wird sein, wie Michi Köllner den gelb-gesperrten Sascha Mölders ersetzen wird. Mölders wird fehlen, keine Diskussion. Aber so haben wir das Überraschungsmoment auf unserer Seite und Magdeburgs Trainer Hoßmang hat es nicht leicht, seine Defensive auf die Löwen vorzubereiten. Vielleicht rückt Köllner ja vom 4-1-4-1 ab und stellt auf 4-4-2 um. Wer weiß…

Wenn Ihr Euch übrigens in die Tiefe des Köllnerschen Systems einlesen wollt, sei Euch unser TAKTIKTAFEL Lexikon empfohlen. Ich empfehle, das dringend bis Mittwoch zu tun, dann müsst Ihr Euch nicht auf einen Magenta-Kommentator verlassen…

Zurück zum TSV: Ich bin weiterhin zuversichtlich, dass wir bis zum Schluss um den Aufstieg mitspielen. Vier Punkte aus den letzten beiden Spielen hätte ich sofort genommen, wenn man sie mir vorher angeboten hätte. Wir sind seit sechs Spielen ungeschlagen. Die Lage der Löwen ist mehr als gut. Wir sollten uns von „Rückschlägen“ nicht aus der Spur bringen lassen und weiter Ruhe bewahren.  Ich weiß, es fällt schwer. Wir sind ja schließlich bei 1860.

 

Sechzig@18:60 – TSV 1860 gg. Meppen 1:1 +++ Mölders gesperrt

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Am heutigen Sonntag Nachmittag trennte sich der TSV 1860 München im heimischen Grünwalder Stadion vom SV Meppen mit 1:1. Was sonst noch im Löwen-Kosmos und darüber hinaus passierte, findet Ihr in unserer Tageszusammenfassung.

Belkahia trifft für die Löwen

Über weite Strecken war das heute sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen, ein Dreier für die Löwen wäre aber duchaus möglich und verdient gewesen. Wenn Ihr den Spielverlauf nochmal nachvollziehen möchtet, dann sei Euch unser Live-Ticker ans Herz gelegt. Dort könnt Ihr auch nachlesen, wie Semi Belkahia seine erstes Profi-Tor erzielte und die Löwen zwischenzeitlich in Führung brachte. Für uns ein ganz klarer Fall von “Tor des Monats”…

5. Gelbe Karte für Mölders

Routinier Sascha Mölders sah heute nach einem Foul seine 5. Gelbe Karte und wir der Mannschaft somit am Mittwoch beim 1. FC Magdeburg fehlen. Man darf gespannt sein, wen Trainer Michael Köllner in Sachsen-Anhalt ins Sturmzentrum beordern wird. Merveille Biankadi? Stefan Lex? Oder zaubert er noch einen ganz anderen Kandidaten aus dem Hut?

VfB Lübeck punktet beim 1. FC Saarbrücken

Da die Partie KFC Uerdingen gegen FC Ingolstadt 04 aus diversen Gründen (Stadionmiete, Corona) ausfiel, war das Match zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem VfB Lübeck das einzige weitere Drittliga-Spiel am heutigen Sonntag. Gespielt wurde am Bornheimer Hang in Frankfurt, die Platzverhältnisse waren katastrophal. Oida, was für ein Acker… Im Duell der beiden Aufsteiger zeigte sich der Tabellenletzte aus dem hohen Norden auf Augenhöhe und entführte beim 0:0 verdient einen Punkt. Nach der Gelb-Roten Karte für Julian Günther-Schmidt (74., FCS) wäre vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen. So aber behält der VfB vorläufig die rote Laterne.

Viktoria Köln entlässt Dotchev

Nach der gestrigen Niederlage gegen Waldhof Mannheim zog Viktoria Köln heute die Notbremse und trennte sich von Trainer Pavel Dotchev. Mit 269 Spielen auf der Trainerbank ist er Rekordhalter in der 3. Liga, vorerst wird er diese Bilanz jedoch nicht ausbauen können. Wir wünschen dem sympathischen Bulgaren alles Gute für die Zukunft.

Trikot Penta 1860

Der Saisonstart in die Prime League (vergleichbar mit der Bundesliga) verlief für die eSportler des TSV 1860 München e.V. mit einem Sieg und zwei Niederlagen eher durchwachsen. Wer die Abteilung des Hauptvereins unterstützen möchte, der kann das u.a. mit dem Kauf eines Trikots tun. Wo es sowas gibt? Klar, im Online-Shop von Penta 1860!