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Sechzig@18:60: Borisov + Sommer-Camps + Ex-Löwen & kicker-Elf

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Sommerpausenzeit = stade Zeit? Mitnichten! Täglich ploppen neue Meldungen herein und natürlich machen auch wir uns Gedanken, wie es bei den Löwen weitergehen wird. Gerne erinnern wir Euch nochmal an die Kaderanalyse für die Mannschaftsteile Abwehr und Mittelfeld.

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Vor 18 Jahren war die Kaderplanung zu diesem Zeitpunkt bereits weitestgehend abgeschlossen und die Löwen waren in Europa unterwegs. Knapp 50 Fans machten sich damals auf dem Weg nach Weißrussland, um die Löwen bei BATE Borisov zu unterstützen. Die meisten reisten mit dem Zug über Berlin und Warschau an und sammelten erst in Berlin ihr Visum ein. Der Gegner stand erst eine Woche vor dem Match fest (wir hatten alle auf Kopenhagen gehofft…) und das Prozedere mit dem Gruppenvisum war etwas tricky. Aber was für eine überragende Erfahrung! Eine ganz andere Welt erwartete uns und jeder, der dabei war, hat noch heute zahlreiche Geschichten von diesem legendären Trip zu erzählen. Sportlich lief es indes weniger prickelnd: Nach dem 0:1 im Hinspiel im Sechzgerstadion setzte es nach einer desaströsen Leistung eine 0:4-Klatsche. Es bestand also massenhaft Diskussionsbedarf auf der 27-stündigen Heimfahrt…

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Damit die Löwen auch in Zukunft wieder massenhaft Talente hervorbringen und von höheren Gefilden träumen dürfen, veranstaltet der Verein seit zig Jahren Fußballcamps für Jungen und Mädchen zwischen 8 und 14 Jahren. Natürlich machte Corona den Organisatoren dieses Jahr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, doch auch hier kehrt nun langsam wieder Normalität ein und pünktlich zum Beginn der Sommerferien gehts wieder los!

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Das NLZ der Löwen durchlaufen und den Weg in den Profifußball geschafft hat Andreas Geipl. 2012 avancierte er mit seinem Tor zum Matchwinner im Amateure-Derby, wechselte 2014 zu Jahn Regensburg, stieg in die 2. Bundesliga auf und wagt nun den nächsten Schritt. Der durch und durch blaue Bad Kohlgruber unterschrieb kürzlich einen Vertrag beim 1. FC Heidenheim und trifft dort u.a. auf Vitus Eicher. Wir wünschen viel Erfolg!

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Und auch Ex-Löwe Yannick Stark hat einen neuen Verein: Er wechselt vom SV Darmstadt 98 zu Dynamo Dresden und ist somit in der kommenden Saison mit seinem neuen Club zu Gast in Giesing.

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Bereits vor einigen Tagen hatten wir berichtet, dass Sascha Mölders vom kicker Sportmagazin in die Elf des Jahres der 3. Liga gewählt wurde. Heute wurde im Rahmen einer Fotostrecke auch Tim Rieder diese Ehre zuteil. Man wird sehen, ob beide Spieler auch in der kommenden Saison ihre Leistungen im Trikot des TSV 1860 bestätigen können.

Saisonplanung 2020/21: Die Gratwanderung zwischen sportlichen Ansprüchen und wirtschaftlicher Machbarkeit

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TSV 1860 Bus Toto-Pokal Spieltage Löwen-TV trainingslager

Heute Mittag habt Ihr auf sechzger.de den zweiten Teil unserer Kaderanalyse (zum Mannschaftsteil Mittelfeld) finden können.

Zur Kaffepause am Nachmittag hier nun ein paar Gedanken von Thomas Enn, die zur gestrigen, durchaus aufgeregten Stimmung rund um den Wechsel von Aaron Berzel passen.
Wir freuen uns, wenn wir zur Versachlichung der ganzen Diskussion beitragen können.

Seit ein paar Tagen ist klar: Die 3. Liga wird am 18.September in die Saison 20/21 starten. Damit ist wenigstens sichergestellt, dass gestartet wird und auch wann. Ob das dann mit oder ohne Zuschauer geschieht, bleibt noch offen. Aber sportlich ist damit geklärt, wie es weiter geht. Der Fahrplan für die Saisonvorbereitung kann erstellt werden. Wahrscheinlich wird die Vorbereitung wieder fünf bis sechs Wochen dauern und somit spätestens Anfang August starten, eventuell früher.

Aber mit welchem Kader wird diese Vorbereitung bei den Löwen in Angriff angenommen? In den geschätzt rund drei Wochen bis zum Saisonstart hat die sportliche Leitung des TSV 1860 unter den aktuellen wirtschaftlichen Voraussetzungen die Aufgabe, einen konkurrenzfähigen Kader an den Start zu bringen. Nach der abgelaufenen Saison würde „konkurrenzfähig“ bedeuten, dass der Kader dem Umfeld realistische Aufstiegsambitionen vermitteln kann.

Aktuell stehen laut transfermarkt.de 13 Spieler im Kader (Stand 13.07.2020), da ist also noch Handlungsbedarf zu sehen. Es ist keine 2 Wochen her, da beschloss der Aufsichtsrat der KGaA das Budget für die kommende Saison. Nach Medienberichten soll es wieder ca. 3 bis 3,5 Millionen Euro für den Spieleretat betragen. Außerdem wurde berichtet, dass Hasan Ismaik einen Betrag von sechs Millionen Euro als Sicherheit für die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bereitstellt. In manchen Presseberichten entstand der Eindruck, dass Ismaik mit einem großen Koffer eingeflogen sei und ganz viel Geld bar auf den Tisch gelegt habe, das nun vollumfänglich der Kaderplanung zur Verfügung stehe. Das ist mitnichten so! Ich verstehe das Geschäft eher als eine eiserne Reserve, die nur im absoluten Notfall angetastet werden soll. Es handelt sich also um eine Sicherheit. Diese wurde dem Vernehmen nach von den Wirtschaftsprüfern gefordert, um eine positive Fortführungsprognose zu geben. Gäbe es diese Reserve nicht, wäre wohl die Insolvenz der KGaA zur Debatte gestanden.

Würde man das Geld nun mit beiden Händen auf dem Transfermarkt in Ablösesummen und hohe Spielergehälter investieren, wäre diese Reserve aufgebraucht, bevor man sie vielleicht wirklich benötigt. Außerdem würde die Verschuldung der KGaA ansteigen und die Konsequenzen Punktabzug etc. stünden wieder im Raum.

Die Geschäftsführer Günther Gorenzel und Marc-Nicolai Pfeifer sind also nun mit Coach Michael Köllner gefordert, mit den zu Verfügung stehenden Mitteln einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. Dabei bietet es sich natürlich an, mit bewährten Spielern aus der letzten Saison weiterzuarbeiten, deren Verträge ausgelaufen sind. Allerdings sind die Auswirkungen von Corona nicht wegzudiskutieren und das Gehaltsniveau der Spieler wird in der von finanziellen Problemen gekennzeichneten 3. Liga sicher absinken.

Daher erscheint es nur logisch, Konditionen mit Spielern anzupassen. Wenn nun ein Spieler ein Angebot zu besseren Konditionen, als sie ihm 1860 im Moment bieten kann, woanders unterschreiben kann, ist das schade. Andererseits müssen die Spieler auch schauen, wo sie bleiben. Jeder von uns würde wahrscheinlich so handeln. Das ist einfach der Markt.

Und 1860 kann nicht schon wieder Geld ausgeben, das es nicht hat und Reserven angreifen, die für gravierende wirtschaftliche Engpässe gedacht sind. Das sollte mittlerweile jedem klar sein. So werden sich leider die Wege von 1860 und einigen Spielern trennen. Das schmerzt – keine Frage.

Dennoch lässt verantwortungsvolles Handeln im Moment nichts anders zu, sonst stehen Punktabzug und Insolvenz im Raum.

Ich glaube aber, dass im aktuellen Transfermarkt auch eine Riesenchance für 1860 liegt. Es gibt im Moment eine Vielzahl an vertragslosen Spielern, weil ähnliche Problem wie 1860 mindestens die ganze 3. Liga und die halbe 2. Liga plagen. Daher sollten Gorenzel und Köllner den Markt ganz genau sondieren und dann bei passenden Spielern mit passenden Konditionen zuschlagen. Der Geschäftsführer Sport sprach einmal davon, dass er Dateien auf seinem Laptop habe, in welchen er für jede Position mindestens zwei geeignete Spieler als Alternative vermerkt habe. Ich hoffe, dass er diese Datei nun mit Michael Köllner abgeglichen hat und im Hintergrund die Transferaktivitäten laufen. Dass nichts nach Außen dringt, werte ich als positives Zeichen, dass endlich mal fokussiert und in Ruhe gearbeitet wird.

Es sind noch mindestens drei Wochen Zeit!

Verfasser: Thomas Enn

Kaderanalyse TSV 1860: Mittelfeld

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Nachdem wir gestern die Verteidigung der Löwen durchleuchtet haben, nehmen wir uns heute des Mittelfelds an und stellen ein paar interessante Möglichkeiten vor.

Gerade einmal vier Mittelfeldspieler blieben dem TSV 1860 nach dem Saisonende mit laufendem Vertrag erhalten. Ganz schön dünn, wenn man bedenkt, dass gerade dieser Mannschaftsteil eine sehr zentrale Rolle einnehmen muss, in Sachen Laufarbeit führend ist und auch noch für offensive Kreativität sorgen soll. In diesem Zusammenhang stellen sich jedoch entscheidende Fragen: Welches System favorisiert der Trainer hier? Was für Spieler braucht der TSV?

Das System war vergangene Saison sehr flexibel und gegnerabhängig und nirgends veränderte Michael Köllner die taktische Ausrichtung häufiger als im Mittelfeld – gefühlt übrigens der größte Unterschied zu seinem Vorgänger. Daran wird sich vermutlich auch kommende Saison nichts ändern, was durchaus als Stärke der Löwen angesehen werden kann, weil man so unberechenbar bleibt. Allerdings bedarf diese Ausrichtung auch einer dicken Personaldecke, um entsprechend rotieren zu können.

So, meine Herrschaften, jetzt wirds ein wenig taktisch-theoretisch, also warm anziehen!

Wenn ein 4-3-3 System (zu dem meist bei Rückstand während des laufenden Spiels – sozusagen „on the fly“ – geswitched wurde) gespielt wurde,  gab es das mal mit Doppelsechs und einem Ballverteiler davor, mal mit einem Sechser, einem Achter und einem Zehner. Taktisch sehr interessant und anspruchsvoll, da dabei der Achter bei Ballbesitz des Gegners des Öfteren als defensiver Mittelfeldspieler (sprich: Sechser) agieren sollte. Bei diesem System ließ Köllner mit hängenden Außenstürmern und offensiven Außenverteidigern ohne Flügel im Mittelfeld agieren. Geballte Offensivkraft also, aber defensiv durchaus anfällig, vor allem über außen.

Bei der Standardformation 4-4-2 spielte man gern mit Sechser und Zehner, wobei die Flügelspieler gegner- und spielsituationsabhängig mal vorgeschoben, mal zurückhängend agierten. Auch wurden die eigentlichen Offensiv-Flügelspieler bisweilen als zusätzliche Absicherung genutzt, wenn die Außenverteidiger überlaufen hatten und sich aktiv ins Angriffsspiel einschalteten. Dies war bei Willsch, Paul, Steinhart und Klassen regelmäßig der Fall – mal mehr, mal weniger effektiv, aber für den Gegner allemal schwer zu antizipieren. Leider konnte man dabei auch des Öfteren beobachten, dass gerade auf der linken Seite große Lücken für konternde Gegner entstanden, wenn Steinhart seinen Mitspieler auf der linken Seite überlief – dies aber nur am Rande mit großer Hoffnung auf Besserung zur neuen Saison.

Eine Viererkette im Mittelfeld , in der alle Löwen auf nahezu gleicher Höhe agieren, und bei Ballbesitz des Gegners ab dem Mittelkreis das Zentrum dann doppelt abkippt, war Usus. In der Offensivbewegung hingegen kippte nur einer der zentralen Mittelfeldspieler ab, während der andere zur Raute vorschob.

Besonders im Mittelfeld hat Michael Köllner tatsächlich fast den kompletten Umfang des taktisch Möglichen ausgeschöpft und gerade offensiv war eine deutliche Weiterentwicklung im Vergleich zum Saisonstart zu erkennen. Gerade wie in Ballbesitz die taktischen Verschiebungen von Mittelfeldspielern in den Sturm auf den Außenpositionen umgesetzt wurden, war schön anzusehen.

So wurde bei eigenem Ballbesitz aus einem 4-4-2 oft schnell ein 4-2-2-2 Flügelspiel, ein 4-2-4 lang, ein 4-2-3-1 Mittelfeld eng, ein 4-2-1-3 mit vorgeschobenen Flügeln und hängender Spitze, und auch ein 4-1-2-1-2 Rautensystem. Gegen den Ball ließ Köllner meist  4-4-1-1 Pressing spielen, wobei in der Nähe des eigenen Strafraums das Mittelfeld als zweite Viererkette versuchte dem Gegner die Räume eng zu machen.

Einmal wurde auch ein 5-3-2 System von Beginn an gezeigt. Dieser Ansatz gegen Rostock zuhause ging allerdings derbe in die Hose, weshalb ich davon ausgehe, dass wir das unter die Rubrik „Experiment“ abheften und nicht weiter drüber nachdenken müssen.

Nun aber genug mit Taktiktheorie – kommen wir zum Substantiellen: Welche Spieler bleiben den Löwen?

Mit Moll und Wein haben die Sechzger zwei, die als Sechser auflaufen können. Moll kann zusätzlich auch die 8er Position einnehmen. Dressel kann problemlos als Achter und Zehner agieren, im Bedarfsfall aber auch auf einer Außenposition aushelfen. Greilinger ist in erster Linie auf dem Flügel zuhause, kann jedoch auch im Sturm aufgeboten werden und punktet besonders durch seine Schnelligkeit.

Es fehlt also auf jeder Mittelfeldposition (mindestens) ein Spieler für die kommende Saison. Ein Sechser, ein Achter/Zehner, und einer auf jedem Flügel, wobei das Flügelproblem links allerdings durch Steinhart (oder Klassen?) gelöst werden könnte. Durch gute Abwehrarbeit hat er leider zu selten geglänzt, seine Vorstöße auf der Außenbahn sorgten hingegen oft für Gefahr im gegnerischen Strafraum.

Welche Spieler, die ins System Köllner passen würden, kämen als Neuzugänge in Frage?

Im defensiven Mittelfeld gibt der Markt momentan eher wenig her, dort ist aber auch noch ein wenig Substanz im Kader enthalten. Sascha Hingerl aus der eigenen U21 wäre nur als Ergänzungsspieler eine Möglichkeit. Zur wirklichen Verstärkung des momentanen Kaders wäre eine Weiterbeschäftigung von Tim Rieder das, worauf wohl jeder hofft. Er kennt das Team und hat sich als Führungsspieler innerhalb des Kaders bewährt.

Im zentralen bzw. offensiven Mittelfeld darf man wohl nicht auf Zugänge aus dem eigenen Nachwuchs hoffen; noch mehr Jugend auf diesen Positionen kann man vermutlich nicht verkraften. Interessant von den auf dem Markt befindlichen Spielern sind Rico Preißinger (23/Magdeburg), Patrick Schönfeld (31/Wehen), Maurice Litka (24/Münster), Thomas Mayer (24/Austria Lustenau), Sebastiano Nappo (24/Augsburg II), Turgay Gemicibasi (24/BW Linz) und Lukas Schleimer (20/Nürnberg II).

Für die Außenpositionen im Mittelfeld haben wir momentan außer Greilinger keinen Spieler unter Vertrag, es herrscht also akuter Handlungsbedarf.

Auf links sehr interessant wäre beispielsweise der 25-jährige Österreicher Patrick Möschl, der erst in der Winterpause von Dynamo Dresden zum FC Magdeburg wechselte und nun vertragslos ist oder auch Maximilian Dittgen (25/Wehen).

Rechts wären u.a. Patrick Göbel (27/Halle), Janik Mäder (23/Zwickau) und vor allem der junge Nicklas Shipnoski (22/Wehen) vielversprechende Kandidaten. Letzterer hat es in der Aufstiegssaison des SVWW 18/19 in der entscheidenden Schlussphase der Spielzeit geschafft, dort Stammspieler zu werden. Und dass er im Grünwalder Stadion treffen kann, hat er damals mit einem Doppelpack beim 2:1-Sieg der Hessen in Giesing eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Auch Raphael Obermair kennt sich bestens in hiesigen Gefilden aus, durchlief er doch die Jugend und Amateure der Unaussprechlichen aus der Parallelstraße. Über den Umweg Sturm Graz landete er in Jena, wo er den Abstieg des FC Carl Zeiss jedoch nicht verhindern konnte. Ursprünglich als offensiver Flügelspieler ausgebildet, kam er dort zuletzt meist als rechter Verteidiger zum Einsatz, könnte so jedoch eventuell mit Willsch ein schlagkräftiges Duo auf rechts bilden.

Na, sind da Kandidaten dabei, die Euch auch zusagen? Oder habt Ihr ganz andere Geheimtipps? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Und natürlich folgt in den kommenden Tagen auch noch die Analyse des Löwen-Sturms.

Verfasser: Bernhard L.

Sechzig um Sieben, 14.07.2020: Corona: Zürich spielt Meisterschaft mit der zweiten Mannschaft + Das endgültige Ende des TSV 1860, Teil 3247

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Zum Glück ist uns Löwen das erspart geblieben: Wegen insgesamt zehn positiven Corona-Fällen ist der FCZ in Quarantäne und tritt wegen Zeitdruck heute beim FC Basel mit der zweiten Mannschaft an – die Meisterschaft muss schließlich beendet werden. Da sich beide Mannschaften jeweils mindestens 7 Punkte nach oben und unten von entscheidenden Plätzen entfernt befinden, hält sich die Empörung darüber in Grenzen.

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Auch wenn wir Aaron Berzel noch sehr gerne im Löwen-Trikot gesehen hätten, verweisen wir an dieser Stelle auf den Artikel vom Christian – wir haben uns entschieden, den Verantwortlichen bei den Löwen nicht zuletzt  wegen der tollen Rückrunde unter Michael Köllner unser Vertrauen zu schenken und nicht bei jedem Wechsel (auch wenn er schmerzhaft ist) hysterische Schnappatmung zu  bekommen: https://sechzger.de/es-ist-wieder-so-weit-das-ende-des-tsv-1860-naht-ein-kommentar-zur-causa-moelders-von-christian-jung/  

Sechzig@1860: TürkGücü gibt Verpflichtung von Berzel bekannt + nochmal TürkGücü: Schweinfurt wendet sich an DFB ++ 1860: Kaderanalyse

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

TürkGücü bestätigt die Verpflichtung von Aaron Berzel:

Offizielle Meldung von TürkGücü München Verpflichtung Aaron Berzel. Aaron hatte sich zuvor noch mit einem Instagram-Post von den Löwen-Fans verabschiedet: Berzel verabschiedet sich von Löwen-Fans

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Wenn wir schon bei TürkGücü sind: Schweinfurt ist verwundert wegen der Heimspielstätte in Würzburg und wendet sich an den DFB:

Schweinfurt wendet sich wegen Heimspielstätte TürkGücü an den DFB

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Kaderanalyse TSV 1860 – heute passenderweise die Abwehr:

https://sechzger.de/kaderanalyse-abwehr/

Mittelfeld folgt dann morgen 🙂

Aaron Berzel verabschiedet sich mit emotionalem Instagram Post

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Mit einem emotionalem Posting verabschiedet sich Aaron Berzel von den Löwen-Fans. Keine weiteren Worte unsererseits nötig:

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Habe die Ehre 💙 Schwer vorstellbar und so richtig in Worte fassen kann ich es nicht..aber meine Zeit bei 1860 wird nach dieser außergewöhnlichen Saison leider enden..Ein solches Ende ohne die Möglichkeit zu haben mich bei euch Fans richtig verabschieden zu können macht mich unglaublich traurig, denn ihr habt immer wie ein Fels bedingungslos hinter mir und dem gesamten Team gestanden..Die Momente wenn man aus den Katakomben kam Eure Choreos sah und dazu die Stimmung die sowohl aus der Westkurve als auch aus der Stehhalle kam bereitet mir allein beim Gedanken daran schon wieder eine Gänsehaut! Ich bedanke mich für diese absolut geile und verrückte Zeit im Löwentrikot und werde immer ein Stück von diesem Verein im Herzen tragen. Jeder der mich ansatzweise kennt weiß dass ich mein letztes Hemd und noch mehr für den Verein gegeben habe und auch in Zukunft gegeben hätte..wie man merkt fällt mir der Abschied alles andere als leicht und ich könnte wohl noch unendliche Beispiele nennen wieso die Zeit hier für mich eine ganz besonders intensive war die weit über den normalen Job hinausging..aber mir bleibt leider keine andere Wahl..Danke an alle die meine Zeit hier so besonders gemacht haben und vor allem danke an euch Fans die ich nie vergessen werde und hoffe dass ihr mich auch weiterhin bei euch in der Kurve und im Stadion willkommen heißt! Die Zeit gekrönt vom Aufstieg war unglaublich und euer Support, Zuspruch und Engagement einzigartig. Am Glas habt ihr natürlich auch immer ordentlich Gas gegeben was der ein oder andere mir auf der Wiesn auch unter Beweis gestellt hat 🍺 Für mich war das hier kein Job oder ein Projekt sondern die Fussballfamilie bei der ich mich auch in Jahren noch Zuhause fühlen werde.. Einmal Löwe Immer Löwe 🦁💙 Servus Aaron ✌🏼 ___________________________________________________________#löwen#timetosaygoodbye#fans#stolz#tsv1860#ELIL#Familie#Grünwalderstadion#danke#vomvirusinfiziert#BDB#AB22

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TSV 1860 – Kaderanalyse: Abwehr

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Wie erwartet, werden etliche Spieler den TSV 1860 München mit Ablauf der Saison verlassen. Bei den Fans sorgt das natürlich aufgrund der Tatsache, dass es sich zumindest bei zwei davon (Mölders und Berzel), die momentan noch keinen Vertrag unterschrieben haben oder zu den angebotenen Konditionen nicht unterschreiben wollten, für leidenschaftliche Diskussionen in den sozialen Medien, weil es sich um sogenannte Identifikationsfiguren handelt. Fakt ist jedoch, dass man das nicht ausschließlich mit der emotionalen Brille betrachten sollte, sondern hier durchaus finanzielle und spieltaktische Sichtweisen berücksichtigt werden müssen.

Wie schauts also aus in den einzelnen Mannschaftsteilen der Löwen?

In Teil eins der Analyse widmen wir uns der Abwehr, wo augenscheinlich Fanliebling Aaron Berzel kein neues Arbeitspapier erhält und laut transfermarkt.de auch bei Paul, Weber und Lang die Verträge ausgelaufen sind.

In der Verteidigung haben die Löwen – rein von der Anzahl der verbliebenen Spieler – die wenigsten Personalprobleme. Allerdings muss man auch bedenken, dass die Abwehr selten sattelfest war, wenn man sich vor Augen führt, wie oft man einem Rückstand hinterherlief bzw. auch wie oft man nach eigener Führung noch Gegentore kassiert hatte. Was genau ist also der Bedarf von Sechzig?

Auf der linken Abwehrseite ist Sechzig personell eigentlich überbesetzt: Steinhart, Klassen und Gresler sind – zumindest auf dem Papier – samt und sonders Linksverteidiger. Da könnte man also theoretisch sogar noch einen abgeben oder auch in einen anderen Mannschaftsteil versetzen. Stammspieler Steinhart wäre meiner Meinung nach, vor allem wegen seines permanenten Drangs nach vorne, und den oft daraus resultierenden Lücken links hinten, die oft auch seine weiter innen spielenden Mitspieler Erdmann und Berzel alt aussehen ließen, besser im linken Mittelfeld aufgehoben – oder auf der Bank. Folglich herrscht hier also kein unbedingter Handlungsbedarf, was Neuzugänge betrifft.

Mit Belkahia und Erdmann sind hingegen wohl nur noch zwei gelernte Innenverteidiger an Bord; dort muss also definitiv nachgebessert werden. Man braucht wohl, je nachdem wer sich diesen Sommer noch alles von 1860 verabschiedet, mindestens einen weiteren Innenverteidiger. Berzel ist offenbar leider kein Thema mehr an der Grünwalder Straße 114 und wird sich – wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf – dem Lokalrivalen Türkgücü anschließen. Ob Kapitän Felix Weber, dessen Einsatzzeiten unter Michael Köllner sehr überschaubar waren, den Löwen erhalten bleibt, wird momentan nicht einmal spekuliert. Auch über den Verbleib des jungen Niklas Lang, dessen Vertrag laut transfermarkt.de ebenfalls zum 05.07. auslief, weiß man nichts Sicheres. Jedoch wäre es wünschenswert, den beidfüßigen Spieler, der im letzten Jahr aus der U17 zu den Profis hochgezogen wurde und als hochtalentiert gilt, zu halten.

Welcher Spielertyp müsste also noch geholt werden? Ein körperlich präsenter, hochgewachsener, kopfballstarker erfahrener „Turm“, der hinten bei hohen Bällen für Sicherheit sorgt, dessen Fehlpassquote möglichst niedrig ist, und der auch bei Standards im gegnerischen Strafraum Präsenz zeigt, um durch Kopfballstärke und daraus resultierende Torgefahr, Verteidiger von den Stürmern abzuziehen. Belkahia hätte mit seinen 1,92m durchaus die Voraussetzungen dafür, nur bleibt fraglich, ob er mit seinen jungen Jahren und auch aufgrund seiner langen Verletzungspause schon die nötige Erfahrung mitbringt, um diese Rolle auszufüllen.

Welche Spieler auf dieser Position und mit den für obiges Szenario nötigen körperlichen Voraussetzungen sind momentan vertragslos auf dem Markt und auch bezahlbar? Sehr gut passen würde sicher Sebastian Mai (Halle), der jedoch auch mit dem 1. FC Kaiserslautern in Verbindung gebracht wird. Auch Matthias Rahn (Duisburg), Bryan Gaul (Zwickau) und Florian Ballas (Dresden) bringen das gewünschte Gardemaß mit und wären wohl finanziell machbar. In der letzten Saison konnten allerdings nur Mai und Gaul (nach überstandener Innenbandverletzung) als Stützen ihrer Teams glänzen.

Auch ein weiterer Rechtsverteidiger als Backup für Willsch ist vonnöten, sollte Herbert Paul die Löwen tatsächlich verlassen. Da Willsch diese Position wirklich ausgezeichnet ausfüllt, sehe ich hier eher einen aus dem eigenen Nachwuchs, um dem Marius ein bisschen Druck zu machen. Warum nicht einfach mal den beidfüßigen Oliver Stefanovic, bisher Kapitän der U21, ins kalte Wasser werfen und an die 3. Liga heranführen?

Das Fazit zum Abwehrpersonal insbesondere der Personalie Berzel lautet folglich: Alles halb so schlimm! Er ist zwar (zurecht!) Fan-Liebling, aber Geschäft ist Geschäft und welche Vorstellungen der Trainer hat, weiß von uns keiner.

Im zweiten Teil beleuchten wir in den kommenden Tagen das Mittelfeld des TSV 1860.

Verfasser: Bernhard L.

Sechzig um Sieben, 13.07.2020:Berzel zu Gücü? + Gorenzel bleibt! + Fehlende Transparenz bei 1860? + Drohnen-Video + 5000 Fans in Frankreich im Stadion

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Es war – nachweisbar – Samstag Spätnachmittag, als die Anrufe und WhatsApp hereinkamen mit folgendem Inhalt: „Berzel wurde mit TürkGücü gesehen“. Das Dilemma in dem man bei solchen Nachrichten steckt ist folgendes:

1. Ist die Information 100% glaubhaft?
2. Schreibt man es? Oder bringt man damit nur wieder unnötige Unruhe in den Verein? Denn das selbst 100% Fakten ein Problem darstellen können, haben wir unlängst im Fall Noel Niemann erfahren, als wir rund fünf Wochen (!) nachdem wir von Noels Wechsel nach Bielefeld erfuhren (und die Information in der Zwischenzeit auf zig Kanälen bei uns ankam) die ersten waren, die es öffentlich machten – und damit zum Buhmann wurden.

Jetzt also Berzel: Die Information war glaubhaft: Tags zuvor war öffentlich geworden, dass der TSV 1860 Aaron (derzeit) keinen neuen Vertrag anbieten kann, da werden die anderen Vereine natürlich hellhörig. Insbesondere die Zweitvertretung des Nachbarn, TürkGücü & Unterhaching sind da – nicht  zuletzt weil der jeweilige Spieler nicht einmal den Wohnort wechseln müsste – für jeden Löwenspieler ein potentieller Gesprächspartner.

Wir entschieden uns, das Sommerloch nicht weiter zu befeuern und durften dann einen Tag später lesen, dass nach exklusiven db24-Informationen Aaron Berzel vermutlich zu TürkGücü wechseln wird – was wir so ganz nebenbei sehr schade finden würden. Wir würden Aaron natürlich auch sehr gerne im nächsten Jahr noch im Löwen-Trikot sehen.

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Es gibt Gerüchte über einen Abschied von Günther Gorenzel, welcher nicht zuletzt durch sein äußerst souveränes Krisenmanagement während Corona in den Fokus diverser Vereine gerückt ist – jetzt räumte er im Kicker-Interview  mit diesen Gerüchten auf:

https://www.kicker.de/779544/artikel/gorenzel_ich_bin_dankbar_teil_der_loewenfamilie_zu_bleiben_

Zitat: Denn Gorenzel sei “dankbar, Teil der Löwenfamilie zu sein und zu bleiben”, betont er: “Im Team mit unserem Trainer und Spielerentwickler Michael Köllner wollen wir über die nächsten Jahre 1860 wieder dahin zurückbringen, wo es dieser Verein verdient hat zu sein.”

Wir finden, das sind sehr gute Nachrichten für 1860!

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Reinhard Friedl fordert via Leserbrief im Löwenmagazin, den Löwen-Fans über die finanzielle Situation reinen Wein einzuschenken: Reinhard Friedl Leserbrief: Es ist an der Zeit reinen Wein einzuschenken

Wir kennen und schätzen den Reinhard, seine oftmals hervorragenden Analysen und seine Recherchen – nicht nur, wenn es um die Firmen von Hasan Ismaik geht. Hier sind wir jedoch komplett anderer Meinung: Die genaue finanzielle Situation mag zwar für den Löwenfan interessant sein – allerdings geht sie weder die Konkurrenten, noch Spielerberater, Vermittler etc. etwas an – wer verhandelt schon gerne mit heruntergelassenen Hosen.

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Die Saison ist für die Löwen gerade einmal eine Woche zu Ende – es ist an der Zeit, etwas durchzuschnaufen und nicht bei jeder Neuigkeit und jedem Gerücht in Hysterie und Schnappatmung zu verfallen: Michael Köllner und Günther Gorenzel haben uns in der abgelaufenen Saison keinen Grund zum Zweifeln gegeben: wir sollten ihnen auch jetzt vertrauen.

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Ein schönes Drohnen-Video vom kompletten Geisterspiel-Banner hat der TSV 1860 auf seinem Youtube-Chanel „Löwen-TV“ eingebunden:

Bei Paris St. Germain durften am Wochenende 5000 Fans ins Stadion – wobei uns die Verteilung (im unteren Block saßen sie laut Bildern dicht an dicht, die oberen Blöcke blieben leer) nicht so ganz einleuchtet. Bericht und Bilder im kicker:

5000 Zuschauer bei Paris St. Germain

Sechzig@18:60: Aufatmen in Giesing: Timo Schultz neuer Trainer beim FC St. Pauli – so tickt die Presse

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Zum Schluss hatten wir schon fast ein schlechtes Gewissen, aber nur fast – vielmehr waren wir darüber amüsiert, wie „Pressearbeit“ im Jahre 2020 läuft:

Am Tag nach der Derbypleite veröffentlichte sechzger.de um 07:42 Uhr die Gedankenspiele eines Fans, der sich Sorgen darüber machte ob Michael Köllner zum FC St. Pauli geholt werden würde – es gab ja ein paar Indizien. Bereits in der ersten Zeile schrieben wir, dass es sich um die Theorie eines Fans handeln würde.

Am gleichen Tag erschien um 09:29 Uhr auf db24 der Artikel „Wer schenkt Köllner eine Perspektive“.

Darin enthalten folgender Absatz:

„Was man auch wissen muss: Der FC St. Pauli sucht einen Nachfolger für Jos Luhukay – und am Kiez ist mit Andreas Bornemann jener Mann Geschäftsleiter Sport, der mit Köllner zusammen beim 1. FC Nürnberg erfolgreich gearbeitet hat.“

Am Tag darauf erschien auf db24 der nächste Artikel zum Thema – Köllner: “Ich will in die Zweite Liga – wo will der Verein in Zukunft hin?”

Darin enthalten:

Es war ein Gedankenspiel von db24 am Tag nach der 1:2-Derbypleite gegen die Bayern-Amateure, dass Michael Köllner möglicherweise bald Thema bei Zweitligist FC St. Pauli werden könnte

Ein Gedankenspiel von db24 also. Uns soll´s Recht sein 🙂

Tz und Merkur brachten ebenfalls Artikel zum Thema „Zieht es Köllner auf den Kiez“ – verwiesen aber darauf, dass es Gedankenspiele wären und sie von sechzger.de kommen würden. Vollkommen legitim – und richtig.

Bei der Hamburger MoPo las sich das etwas anders:

Aus München ist zu hören, dass Michael Köllner neuer Trainer beim Kiezklub werden könnte. Der Coach von Drittligist 1860 München gilt als Spezi von St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann, den er aus ihrer gemeinsamen Zeit beim 1. FC Nürnberg kennt.

onetz.de wiederrum schrieb am nächsten Tag: Die “Hamburger Morgenpost” spekulierte in den letzten Tagen, dass Michael Köllner, aktuell Trainer von 1860 München, beim FC St. Pauli anheuern könnte.

Von „Gedankenspielen eines Fans“ war übrigens ab der MoPo schon nichts mehr zu lesen…. welche Bahnen es dann noch weiter gezogen hat, ist ja bekannt. Wir haben zum Schluß gar nicht mehr alles verfolgt.

Diesmal also ganz ohne Gedankenspiele und verbindlich: Der FC St. Pauli hat einen neuen Trainer, dieser heißt nicht Michael Köllner. Zum Glück – wir sehen ihn gerne noch viel länger in München – beim TSV 1860 natürlich.

Wir haben auch wieder etwas gelernt – so funktioniert Presse in 2020: Für die Zukunft werden wir uns ganz genau überlegen, was wir wie veröffentlichen.

Sechzig um Sieben, 12.07.2020: Heute Frühschoppen im Löwenstüberl

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Heute Austropop-Frühschoppen im Löwenstüberl

Ab 10h gehts los mit
? Kesselfrischen Weißwürscht von der Metzgerei Sedlmeir
Obatzda und Brezn
? Bierspezialitäten von Hacker-Pschorr

Es gibt heute dort auch Karten für Roland Hefter am 7.8.

Die Karten wird es aufgrund der begrenzten Stückzahl nur im Stüberl vor Ort zu kaufen geben.