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Der TSV 1860 und der SV Meppen trennen sich Unentschieden

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TSV 1860 Meppen Endstand 1:1

Am 20.Spieltag traf der TSV 1860 München zum Rückrundenstart auf den SV Meppen 1912.

Kurz vor dem Spiel lief die Mannschaft des TSV 1860 mit einem Banner für den schwer verletzten Quirin Moll über den Platz, der gegen Meppen natürlich nicht dabei war. Eine tolle Geste, die unserer Nummer 5 ein bisschen Mut machen soll in dieser schwierigen Zeit. Es ist bereits sein zweiter Kreuzbandriss. Fortan hing das Banner vor der Stehhalle.

TSV 1860 Meppen Plakat Moll
Banner für den verletzten Quirin Moll

Das Spiel startete ebenfalls mit Mut – nämlich forschen Gästen aus dem Emsland. Hätte man vor dem Spiel eher vermutet, dass Meppen sich zunächst einmal auf das Verteidigen konzentriert, wurde man mit Anpfiff eines Besseren belehrt. Zwar war das nach vorne nicht wirklich schön rausgespielt, dennoch versuchten es die Gäste auch in der Offensive. Die Löwen wurden teilweise bereits im eigenen Strafraum attackiert. Mit dieser Herangehensweise kamen unsere Jungs nicht ganz so gut zurecht und taten sich fortan schwer.

Der Top-Torjäger muss aussetzen

Die wichtigste Szene in Halbzeit 1 dann in Minute 20. Mölders ging im Mittelfeld viel zu ungestüm zu Werke. Die Folge war die im Liveticker von sechzger.de fast schon prognostizierte fünfte gelbe Karte.

TSV 1860 Meppen Gelb Mölders
Mölders sieht seine fünfte gelbe Karte

Die größte Chance für den TSV 1860 gab es in der 26.Minute. Biankadi spritzte gut zwischen einen zu kurzen Rückpass. Torwart Domaschke warf sich allerdings dazwischen und konnte die Situation bereinigen. Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr viel. Die Löwen kamen gegen die gut gestaffelten Gäste kaum durch.

Die Erlösung in der 62.Minute

Auch nach Wiederanpfiff machten die Gäste vom SV Meppen dem TSV 1860 das Leben schwer. Aus dem Spiel heraus ergaben sich kaum Chancen. Ein Standard lieferte logischerweise dann die Führung für die Löwen. Nachdem Mölders an der Strafraumgrenze regelwidrig zu Fall gebracht wurde, brachte Neudecker den Ball flach und tükisch in die Mitte. Abgefälscht prallte der Ball an Belkahia – und von da ins Tor! Das erste Tor in der 3.Liga für unseren 22-jährigen Innenverteidiger.

Der Dämpfer in der 76.Minute

In der Folge agierte der TSV 1860 weiter mit Tempo nach vorne und forderte die Defensive des SV Meppen. Die Gäste waren in dieser Phase vorne quasi nicht aktiv, dennoch wollte man das beruhigende zweite Tor nachlegen. Das war an sich der richtige Plan, denn in der 76.Minute glich der Gast mit seinem allerersten Torschuss aus. Der kurz zuvor eingewechselte Bozic brachte den Ball unhaltbar für Marco Hiller im unteren linken Eck unter, nach dem die Löwen-Defensive den Ball nicht entscheidend klären konnte. Gegentreffer Nummer 1 für unseren Keeper nach sechs Spielen.

Die Löwen ideenlos

Das 1:0 fiel nach einem Standard, da aus dem Spiel heraus kaum Gefahr des TSV 1860 entstand. Nach dem Gegentreffer blieb es dabei, sodass es keinen weiteren Treffer für unsere Mannschaft gab.
Der SV Meppen kann damit erstmals in dieser Saison einen Punkt nach einem Rückstand erzielen. Der TSV 1860 verpasst zwei Punkte im Aufstiegskampf, ist aber dennoch nun seit sechs Spielen ungeschlagen.

Zum Ausruhen bleibt dem TSV 1860 nach dem heutigen Spiel gegen Meppen nur wenig Zeit. Bereits am kommenden Mittwoch, 27.01.2021, geht es auswärts weiter gegen den 1.FC Magdeburg. Dann aber ohne Sascha Mölders.
Wir sind gespannt, wie Coach Michael Köllner das lösen wird. Falls der Ersatz für unseren Torjäger noch taktische Tipps braucht, empfehlen wir unser gerade erschienenes TAKTIKTAFEL-Lexikon.

Pavel Dotchev bei Viktoria Köln entlassen

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Pavel Dotchev, als er noch Trainer bei Viktoria Köln war

Pavel Dotchev bei Viktoria Köln entlassen

Viktoria Köln hat Trainer Pavel Dotchev mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Gestern verlor Viktoria Köln noch 1:2 gegen den SV Waldhof Mannheim, jetzt reagierte Viktoria.

Negativstrudel in den letzten Wochen

In den letzten Wochen waren die vor der Saison personell umfassend verstärkten Höhenberger immer mehr in einen Negativ-Strudel geraten. In den vergangenen elf Partien gelang der Viktoria gerade einmal ein Sieg. Die letzten vier Heimspiele gingen jedoch alle verloren.

Dotchev hatte die Viktoria nach dem Aufstieg im Sommer 2019 übernommen. Er ist mit 269 Spielen der Rekordtrainer in der dritten Liga. In der vergangenenn Spielzeit belegte die Viktoria unter ihm Rang 11.

Bilanz von Pavel Dotchev bei Viktoria Köln

Aus 59 Spielen unter seiner Leitung holte Viktoria Köln 20 Siege und 14 Unentschieden. Wer Pavel Dotchev als Viktoria-Trainer beerbt, ist derzeit noch völlig unklar.

Beim Auswärtsspiel bei Wehen Wiesbaden am Dienstag werden vorerst Co-Trainer Markus Brzenska und Daniel Zillken auf der Trainerbank Platz nehmen.

„Es ist klar, dass es so nicht weiter gehen kann”, meinte Sportvorstand Franz Wunderlich bereits am Samstagnachmittag, nachdem die abstiegsbedrohte Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit auf ganzer Linie enttäuscht hatte.

Pavel Dotchev spielte in seiner Karriere unter anderem für ZSKA Sofia und den Hamburger SV. Er bestritt 24 Spiele für die Nationalmannschaft von Bulgarien. Er ist seit dem Jahr 2003 als Trainer tätig. Unter anderem war er als Coach beim SC Paderborn, Rot-Weiß-Erfurt, Sandhausen, Münster, Erzgebirge Aue, Hansa Rostock und eben Viktoria Köln.

Aus Sicht der Löwenfans ist bitter, dass Viktoria Köln gerade gegen den TSV 1860 in dieser Saison zu einem Heimerfolg kam. Wir haben diese in der Taktiktafel ausführlich analysiert.

Pavel Dotchev gab vor dem Spiel sogar über die Pressestelle von Viktoria Köln ein kurzes Interview für sechzger.de.

Wir wünschen dem sympathischen Trainer viel Erfolg bei seinem weiteren beruflichen Werdegang.

Liveticker aus dem Sechzgerstadion: TSV 1860 München – SV Meppen

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zum Liveticker TSV 1860 München – SV Meppen auf sechzger.de!

TSV 1860 meppen spielstand

Am 20.Spieltag in der Saison 2020/21 trifft der TSV 1860 München zum Rückrundenauftakt auf den SV Meppen.  Anstoß ist im Sechzgerstadion um 13:00 Uhr. Wir begrüßen euch hiermit zum “Liveticker TSV 1860 – SV Meppen”

Der Sieg gegen Ingolstadt war für den TSV 1860 das fünfte Spiel in Folge ohne Niederlage. Vier Mal konnten die Löwen gewinnen, dabei wurde kein einziges Tor kassiert. Im Live-ticker von sechzger.de werdet ihr bei der Partie TSV 1860 gegen den SV Meppen 1912 mit allen wichtigen Informationen, Bildern aus Giesing und dem Sechzgerstadion sowie allen Spielereignissen versorgt.

Die Aufstellung der Löwen: 1 Hiller – 25 Willsch, 27 Belkahia, 6 Salger, 36 Steinhart –  17 Wein – 8 Tallig (65. 7 Lex), 31 Neudecker, 11 Greilinger (65. 14 Dressel), 19 Biankadi – 9 Mölders (C)

Bank: 40 Kretzschmar, 3 Lang, 13 Erdmann, 18 Knöferl, 33 Klassen

Tore: 1:0 Belkahia (62.), 1:1 Bozic (76.)

Wo ist das Spiel TSV 1860 – SV Meppen zu sehen und / oder hören?

Das Spiel wird live bei Magenta Sport übertragen. Eine Übertragung im Free TV erfolgt nicht. Auch auf Youtube gibt es diesmal keinen livestream von TSV 1860 – SV Meppen.

Für alle Radioliebhaber berichtet wieder das Löwen-Radio mit Gilbert Kalb und Jan Mauersberger für euch aus dem Sechzgerstadion.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 München vs. SV Meppen

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1860 Meppen

Vorbericht zur Partie TSV 1860 München – SV Meppen

Wahrscheinlichkeitsberechnungen für das Traumziel

Dritter Auftritt im Jahr 2021, dritter Auftritt in Giesing – und auch der dritte Sieg?
Der TSV 1860 startet heute Mittag um 13 Uhr gegen Meppen in die Rückrunde der Saison 2020/21. Übrigens erst zum zweiten Mal in dieser Saison am „Tag des Herrn“ (das letzte Sonntagsspiel war die Niederlage in Dresden Mitte November). Satte 33 Zähler stehen nach der Hinrunde beim Tabellendritten TSV 1860 zu Buche. Sollte die Rückrunde von der Punkteausbeute ähnlich erfolgreich gestaltet werden können, dann darf ganz vorsichtig vom Aufstieg geträumt werden…

In der vergangenen Saison reichten in der 3. Liga 65 Punkte zum Meistertitel und Ingolstadt erreichte mit zwei Zählern weniger sogar noch die Relegation. Im Jahr davor allerdings belegte der Hallesche FC mit 66 Punkten nur den undankbaren 4. Platz und Aufsteiger Osnabrück hatte zehn Zähler mehr auf dem Konto. Betrachtet man – wo wir schon mal dabei sind – alle zwölf bisher ausgespielten Drittligajahre, dann reichten nur zweimal weniger als 66 Zähler zum Aufstieg. Viermal waren hingegen sogar über 75 Punkte nötig, um in der Endabrechnung mindestens den zweiten Platz zu belegen. Da wir – wie unser Coach Michael Köllner – allerdings sowieso nur von Spiel zu Spiel denken, beenden wir nun diesen statistischen Exkurs und beschäftigen uns mit dem heutigen Gegner aus dem Emsland.

Bilanz des TSV 1860 gegen den SV Meppen

Zum insgesamt erst achten Mal duelliert sich der TSV 1860 heute mit dem Sportverein Meppen 1912. Neben den beiden naturgemäß vielfach (auch auf sechzger.de z.B. hier) besprochenen Zweitligaspielen in unserer Durchmarschsaison 1993/94 – in der das weitaus weniger in Erinnerung gebliebene Heimspiel auf Giesings Höhen Anfang Dezember mit 1:2 verloren ging – gab es seit unserem Aufstieg in die 3. Liga weitere fünf Duelle. Die Gesamtbilanz dieser Spielpaarung weist drei Löwensiege, zwei Unentschieden und zwei Siege für den SVM auf. Nur einen der drei „Dreier“ konnte Sechzig auf Giesings Höhen einfahren. Die Heimbilanz ist also noch optimierbar.

In der Vorsaison endeten beide Duelle – noch bevor Corona die ganze (Fußball-)Welt aus den Angeln hob – schiedlich-friedlich unentschieden (0:0 im August daheim und 1:1 Mitte Februar auswärts). Den Auftakt der laufenden Spielzeit haben wir alle noch im Kopf, als Stefan Lex schon in der 3. Spielminute einnetzte, die Emsländer in der 2. Halbzeit ausglichen und Geburtstagskind und Unglücksrabe dieser Woche, Quirin Moll sowie Sascha Mölders – wer sonst? – den 3:1-Sieg sicherstellten. Die Live-Berichterstattung von diesem Spiel auf sechzger.de kann hier nochmal nachvollzogen werden.

Saisonverlauf des SV Meppen

Für die Emsländer begann die Saison denkbar ungünstig – mit einer Heimniederlage gegen unsere Löwen. Es folgte zwar ein Sieg beim KFC Uerdingen am 2. Spieltag, doch dann ging es mit der Mannschaft von Torsten Frings, der erst Mitte Juli sein Amt angetreten hatte, richtig bergab: Fünf Pleiten in den sechs Spielen im Monat Oktober folgten drei Absagen wegen insgesamt 13 positiver Covid-19-Fälle im Team und im Umfeld der Mannschaft. Schlimmer geht’s fast nimmer.

Es macht aber den Anschein, dass man sich in der dreieinhalbwöchigen Zwangspause sammeln und neu sortieren konnte: Nach dem noch erfolglosen Re-Start gegen Wiesbaden folgten Siege über stärkere Teams, wie – zu jenem Zeitpunkt – Waldhof Mannheim, den FC Ingolstadt oder Hansa Rostock, die die Konkurrenz aufhorchen ließen. Meppen lebte noch! Dieser positive Trend ist aktuell allerdings schon wieder am stocken: Nach einem Jahresauftakt-1:0 gegen Saarbrücken unterlag man zuletzt bei den kleinen Roten und vor einer Woche sogar in Duisburg und blieb dabei ohne eigenen Treffer.

Die Anzahl absolvierter Spiele

Immerhin hat der SVM die oben angesprochenen, drei entfallenen Spiele bereits nachgeholt und – wie unsere Löwen – alle 19 Partien der Hinrunde absolviert. Gleiches konnten nach Abpfiff des 19. Spieltags letzten Montag Abend nur sechs Drittligateams von sich behaupten. Durch die Nachholspiele unter der Woche und die ersten Partien des 20. Spieltags gestern und vorgestern sind mittlerweile einige dazu gekommen. Wenn eine Stunde nach dem Abpfiff unseres Spiels heute Nachmittag auch Saarbrücken und Lübeck ihr Duell beendet haben, ist der FSV Zwickau der einzige Verein der 3. Liga mit nur 18 absolvierten Spielen, alle anderen haben 19 oder eben 20 Partien erledigt.

Die schiefe Tabelle wird uns dennoch weiter begleiten: Das dritte Spiel des heutigen Nachmittags (Uerdingen-Ingolstadt), das eine Viertelstunde nach Abpfiff im Sechzgerstadion in Düsseldorf angepfiffen werden sollte, wurde am Samstag Nachmittag endgültig abgesagt: Zunächst hatten zwei Coronafälle im Team der gebeutelten Krefelder die Partie gefährdet (wir berichteten darüber Freitag Früh in Sechzig um Sieben). Dann sickerte die Nachricht durch, dass der KFC erneut seiner Mietverpflichtung gegenüber dem Düsseldorfer Stadionbetreiber DLive nicht nachgekommen sei und dieser den Uerdingern den Zutritt zur Arena nun endgültig verwehre. Die Absage wurden dann aber doch mit den Corona-Fällen und einer Quarantäne der Mannschaft begründet. Auch das nächste Spiel des KFC in der englischen Woche ist bereits abgesagt. Beim nun leidtragenden Gastgeber für die Krefelder am Mittwoch Abend schließt sich für uns Löwen der Kreis: Es wäre für Uerdingen nach Meppen gegangen.

Was macht Geisterspiele erträglich?

Seltsame Zeiten, in denen wir derzeit leben. Und leiden, weil wir unseren Löwen nicht nah sein können: Inklusive der beiden Pokalspiele gegen Würzburg und Frankfurt geht heute das zwanzigste Geisterheimspiel des TSV 1860 in Serie über die Giesinger Bühne. Da aber Jammern keine Lösung ist, verweisen wir an dieser Stelle wie immer auf die Ersatzdroge sechzger.de-Liveticker. Und unsere Giesinger Gedanken mit der Nachbetrachtung des Spiels und der allgemeinen Bewertung der Löwenweltlage können zwar die Gespräche nach dem Spiel am Grünspitz nicht ersetzen, aber sie spenden zumindest Hoffnung und Zuversicht. Nicht das verkehrteste in diesen Zeiten, oder?

TAKTIKTAFEL Lexikon von sechzger.de – pünktlich zur Rückrunde

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Das TAKTIKTAFEL-Lexikon

Normalerweise beschäftigt sich unsere Rubrik TAKTIKTAFEL mit den kommenden Gegnern des TSV 1860 und analysiert deren Spielweise. Nach 19 absolvierten Spielen hat sich Bernd Winninger zum Beginn der Rückrunde in der Saison 2020/21 nun mit unserer eigenen Mannschaft, dem TSV 1860 München beschäftigt. Herausgekommen ist das TAKTIKTAFEL Lexikon.

Da dieses Lexikon sehr umfangreich ist, haben wir es in in mehrere, sinnvolle Abschnitte unterteilt. Unter anderem haben wir einen Schwerpunkt auf die generelle taktische Formation der Löwen und die verschiedenen Spielerrollen gesetzt.

Alle Teile am Ende dieses Artikels

Dieser Artikel dient als Leitartikel. Alle Artikel des TAKTIKTAFEL-Lexikons werden hier nach und nach verlinkt. So kann bei jedem Spiel auf die Begriffserklärungen zurückgegriffen werden. Desweiteren können die Artikel in der “Kategorie Taktiktafel”  aufgerufen werden.

Fragen oder Wünsche offen?

Falls ihr beim Lesen der Artikel trotzdem noch Fragen habt, die in unserem Lexikon nicht beantwortet werden, dann hinterlasst gerne einen Kommentar unter diesem Artikel. Wir antworten euch dann entweder hier direkt oder erweitern sogar unser Lexikon um einen weiteren Teil.

Alle Artikel in der Übersicht

Wir hoffen, dass wir mit unserem Lexikon ein stückweit mehr zum taktischen Verständnis in der großen Löwenfamilie beitragen können. Es lohnt sich für jeden Löwenfan, die TAKTIKTAFEL bei sechzger.de zu verfolgen. Mit dem Nachschlagewerk seid ihr jetzt bestens für alle aufkommenden Fachbegriffe gewappnet. 🙂 So gewinnt sicher jede Diskussion im Freundeskreis oder in den sozialen Netzwerken an Qualität.

Euer TAKTIKTAFEL-Team von sechzger.de

3. Liga am Samstag: Zusammenfassung der sechs Partien

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Bis kurz vor dem Anpfiff stand die Partie von Dynamo Dresden gegen den 1. FC Kaiserslautern auf der Kippe, der Platz konnte aber rechtzeitig vom Schnee befreit werden und so liefern wir Euch hier die Zusammenfassung aller sechs Matches.

Dynamo Dresden – 1. FC Kaiserslautern 4:3

Die Rollen war klar verteilt: Trotz der Niederlage bei Türkgücü ging Dynamo als klarer Favorit ins Match. Der Tabellenführer startete auf schwierigem Geläuf schwungvoller und kam in der 12. Minute zu einer Riesenmöglichkeit durch Daferner. Der Ex-Löwe zielte jedoch knapp daneben und im Gegenzug führte plötzlich der FCK. Neuzugang Zimmer zündete auf rechts den Turbo, legte dann quer und Redondo schob überlegt zum 0:1 ein. Dresden zeigte sich kurz beeindruckt, schaltete dann aber wieder einen Gang hoch und Daferner traf nach super Flanke von Hosiner in der 32. Minute per Kopf zum Ausgleich. Auch in der 45. Minute standen die beiden Spieler im Fokus: Diesmal setzte Daferner den Kollegen Hosiner (ebenfalls früher bei 1860) in Szene und dieser netzte zum 2:1 ein.

“Komm, wir gehen gedanklich etwas schneller zurück auf den Platz als der Gegner”, dachte sich wohl Marvin Pourié und glich in der 46. Minute per Hacke für den FCK aus. Und die Gäste blieben gnadenlos effektiv: Nach einer knappen Stunde passte Ritter auf Redondo und der schloss von der Strafraumkante wuchtig zum 2:3 ab. Dynamo fand aber auch diesmal eine Antwort, weil Hosiner on fire war und seinen dritten Scorerpunkt sammelte. Diesmal bediente er Königsdörffer und dieser drosch die Kugel aus kurzer Distanz unter die Latte zum 3:3 (74.). Aber das war noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn Hosiner hatte so richtig Lunte gerochen, setzte sich gegen Rieder durch und traf in der 83. Minute zum 4:3 für die Sachsen. Was für ein Spaktakel!

MSV Duisburg – Hansa Rostock 1:2

Mit Palacios, Frey und Velkov, dessen Verpflichtung erst eine Stunde vor Anpfiff bekanntgegeben wurde, standen drei Neuzugänge in der Startelf des MSV. Half aber auch nichts, denn bereits in der 6. Minute ging Hansa durch einen abgefälschten Schuss von Farrona Pulido in Führung. Und weils so schön war, ließ der gleiche Spieler in der 30. Minute gleich noch einen Treffer folgen – 0:2. Duisburg gab aber nicht auf und verkürzte nur vier Minuten später durch Sicker per Elfmeter.

Halbzeit zwei ist schnell zusammengefasst: Rostock musste nicht, die Zebras konnten nicht. Den ohnehin schon in der Kritik stehenden Trainer Gino Lettieri erwartet eine heiße Woche…

Hallescher FC – 1. FC Magdeburg 1:0

Kommenden Mittwoch gastieren die Löwen in Magdeburg und das wird keine einfache Aufgabe. Obwohl Halle in der Tabelle vor dem FCM rangierte, gingen die Gäste nach den Ergebnissen zuletzt als Favorit in die Partie. Leider hielt das Sachsen-Anhalt-Derby im ersten Abschnitt jedoch nicht mal ansatzweise, was es versprach. Magdeburg rannte viel zu ungestüm an, der HFC stand mitunter in einer Sechser-Kette hintendrin und hatte wenig Mühe, die Null zu halten.

Nachdem die Neuzugänge Sané und Granatowski bei den Gästen zuletzt zu überzeugen wussten, blieben sie diesmal über weite Strecken blass. Doch auch Halle offenbarte im Abschluss einiges an Unvermögen. Für Fußballästheten war das wirklich grausam… Als sich alle schon mit einem abgefunden hatten, traf Boyd tief in der Nachspielzeit per Kopf zum 1:0 für den HFC. Man darf gespannt sein, ob der TSV 1860 den ein oder anderen Punkt aus Magdeburg entführen kann.

Viktoria Köln – Waldhof Mannheim 1:2

Der Trend war vor der Partie nicht unbedingt der friend der Kölner. Kapitän Wunderlich sprach sogar davon, man präsentiere sich derzeit wie ein Abstiegskandidat. Ganz so schlimm war es vor der Pause in der Partie gegen den Waldhof nicht, so wirklich zwingende Offensiv-Aktionen blieben jedoch Mangelware – bis zur Nachspielzeit. Klefisch rettete auf der eigenen Linie, über Handle, Wunderlich und Koronkiewicz kam der Ball wieder auf Handle, der den Konter zum 1:0 abschloss.

Weils beim Fußball ums Toreschießen geht, wollte sich der Waldhof nicht lumpen lassen. Flanke Costly, Direktabnahme Garcia, 1:1 in der 48. Minute. In der 71. Minute drehten die Kurpfälzer das Match dann komplett: Nach einem Doppelpass tauchte Donkor alleine vor dem Keeper auf und vollstreckte eiskalt zum 1:2. Der Trend bei der Viktoria setzt sich also fort…

SpVgg Unterhaching – FSV Zwickau 1:2

Robert Müller (Unterhaching) absolvierte heute sein 332. Drittligaspiel – Rekord! Die Vorstädter bestritten heute ihr 400. Match in der 3. Liga – auch das: Rekord! Um auch über diese Saison hinaus drittklassig zu bleiben, sollten aber langsam mal wieder Punkte eingefahren werden. Doch auch der FSV Zwickau steht unter Zugzwang und hatte den besseren Start. Bereits in der 4. Minute traf Willms zum 0:1 für die Westsachsen. Danach spielte der Name “Schröter” eine zentrale Rolle, denn sowohl Felix (Haching) als auch Morris (Zwickau) ließen gute Chancen liegen. Besser machte es Lukas Hufnagel, der nach super Vorlage von Ex-Löwe Moitz Heinrich sehenswert zum 1:1 ausglich (40.).

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich zunächst vor allem die Zwickauer und gingen in der 63. Minute erneut in Front. Torschütze: Schröter. Morris. Der vom FSV halt. Dabei blieb es und die Bobfahrer schlittern damit ganz nah ran an einen Abstiegsplatz.

SC Verl – SV Wehen Wiesbaden 2:2

Der SC Verl ist sicher die positive sportliche Überraschung der 3. Liga und auch der SV Wehen Wiesbaden musste mit der Offensivkraft der Ostwesfalen Bekanntschaft schließen. In der 20. Minute war es dann so weit: Yildirim brachte den SCV mit 1:0 in Führung. Danach ließen die Gastgeber weitere Gelegenheiten aus und gingen mit einer knappen Führung in die Kabine.

Nach der Pause glichen die Gäste durch Medic aus, der eine Prokop-Ecke einköpfte (59.). Das ließ sich Verl jedoch nicht gefallen und schlug umgehend zurück. Schikowski hat über den Jahreswechsel scheinbar ein paar Videos von Arjen Robben angeschaut, denn genau in dessen Manier nagelte er in der 64. Minute den Ball zum 2:1 in den Wehener Kasten. Aber wieder kamen die Hessen zurück: Tietz traf in der 77. Minute zum 2:2. Das war dann auch der verdiente Endstand.

Spiele am Sonntag

13.00 Uhr: TSV 1860 München – SV Meppen -:-
14.00 Uhr: KFC Uerdingen – FC Ingolstadt 04 abgesagt
14.00 Uhr: 1. FC Saarbrücken – VfB Lübeck -:-

Groundhopping Mazedonien: Mazedonien U21 – Nordirland U21, 2016

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Groundhopping Mazedonien: Mazedonien U21 – Nordirland U21 2:0, 6.09.2016, National Arena Tose Proeski in Skopje

Zwei Wochen bin ich mit meiner Partnerin im September 2016 durch den Balkan getourt. Nach der kosovarischen Hauptstadt Pristina, sollte die mazedonische Hauptstadt Skopje das nächste Ziel sein. Ein Spielbesuch war zunächst gar nicht geplant. Also kein “Groundhopping Mazedonien”.

Zwar sollte die U21 Mazedoniens ein Länderspiel gegen Nordirland austragen, aber über die üblichen Quellen war nicht heraus zu bekommen, wann das Spiel stattfindet, und in welchem Stadion.

Der Spielbesuch: Mazedonien U21 – Nordirland U21

Umso erstaunter war ich, als ich bei der Einfahrt nach Skopje mit dem Überlandbus das beleuchtete Nationalstadion auf der anderen Flussseite gesehen habe. Auf Rückfragen wurde mir dann tatsächlich bestätigt, dass das Spiel dort stattfindet, und auch noch nicht begonnen hatte. Meine Partnerin hat also mit dem Gepäck ein Taxi ins Hotel genommen, während ich mit Taxi Nummer 2 zum Stadion gefahren bin, welches ich knapp 20 Minuten nach Anpfiff erreicht habe. Überraschende 5.000 Mazedonier haben sich im weiten Rund der Philip-II-Arena eingefunden, und schwenkten scharenweise die Nationalflagge Mazedoniens, sowie den „Stern von Vergina“. Dazu später mehr.

Das Fussballspiel

Taktisch waren die Mazedonier ziemlich überlegen. Zumindest glaube ich das, bzw. glaube ich, dass mir das der nette kleine Mann aus Skopje in seiner Landessprache erklären wollte, während er mir Sonnenblumenkerne auf meine neuen Pumasneakers spuckte. Auf jeden Fall gewann sein Team mit 2:0, sodass er mich zweimal herzlich erdrückte. Zum Ende des Spiels hatte ich einen neuen Freund und einen 3 Kilometer langen Heimmarsch durch die dunkle Nacht ins Hotel in einer Stadt, in der ich bis dahin außer dem Stadion noch nichts gesehen hatte.

Die Stadt Skopje

Bei Tag hingegen erscheint Skopje ziemlich imposant: Eher durch „Zufall“ ist die Stadt nach dem Zerfall Jugoslawiens zu einer Hauptstadt geworden, und errichtet nun allerhand Denkmäler, um seine Unverzichtbarkeit in der Balkanregion darzustellen. In welcher durchaus noch Konfliktpotential zwischen den einzelnen Staaten herrscht. Den Spagat zwischen den orientalischen und westlichen Einflüssen schafft die Stadt ziemlich gut, wenngleich auch das Piratenschiff auf dem wasserarmen Fluss Vardar und die pompösen Parlaments- und Bankgebäude ziemlich skurril rüberkommen.

Geschichtliches

Springen wir noch einmal kurz zum “Stern von Vergina”: Dieser stellt das Symbol Gesamtmazedoniens („Makedonien“) dar, also auch der in Griechenland liegenden Regionen. Die Griechen wollen davon aber nichts wissen, und reagieren darauf stets allergisch. In letzter Konsequenz musste sich auch Mazedonien vergangenes Jahr in Nordmazedonien umbenennen, um in der EU überhaupt als Gesprächspartner anerkannt zu werden. Gut, soviel zum Geschichtlichen…

Das Spiel der deutschen Nationalmannschaft in Nordmazedonien / Skopje

Das Spiel der deutschen Elf im Oktober wird in oben genannten Stadion stattfindet, auch wenn es mitterweile Arena Tose Proeski heißt. 2017 fand hier auch das UEFA-Supercup-Finale zwischen Real und ManU statt. Wir hoffen sehr, dass Corona bis Oktober das Reisen wieder zulässt, denn nachdem ich das letzte mal 20 Minuten vom Spiel verpasst habe, würde ich hier gerne nochmal her, und auch das billige Bier genießen. Außerdem gibt es noch 2-3 Sehenswürdigkeiten, die hier noch auf meiner Liste stehen.

Aktuell kann man bereits bzw. noch sehr günstige Flüge buchen. Dazu mehr beim Reisetipp für Skopje.

Top-Sehenswürdigkeiten: Tagesausflug ab Skopje zum Matka-Stausee mit Weinkeller und Tropfsteinhöhlen
Top-Restaurant:
Nicht eines, sondern unzählige Balkan-Grills im Viertel des Alten Basars
Nachtleben:
Wenn man schonmal am Basar ist, dann bietet sich die Kneipentour geradezu an.
Übernachtungstipp:
Da muss ich leider passen, mein Hostel von 2016 hat mittlerweile geschlossen.
Anreisetipp:
Die ungarische Billigairline bietet 2x die Woche Flüge von Memmingen nach Skopje, oder ins 90km entfernte Pristina an. Ideal für das Länderspiel Nordmazedonien – Deutschland

(Bilder: Nationalstadion Skopje von innen und außen – Fluss Vardar mit Archäologischem Museum und Piratenschiff – Statue von Alexander dem Großen)

Stefan M. reist viel, am liebsten in Verbindung mit Fussball. Eine kurze Vorstellung von ihm findet ihr hier.

SV Meppen 1912 im Fokus: der kommende Gegner in der TAKTIKTAFEL

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Heimspiel unseres TSV 1860 München gegen den SV Meppen 1912.

Der Rückrundenauftakt gegen den SV Meppen steht unter gänzlich anderen Vorzeichen als das Spiel zu Saisonbeginn im Emslandstadion. Waren wir abgesehen von den Spielen im Toto- respektive DFB Pokal vorher noch ohne konkrete Standortbestimmung mit eher gemischten Gefühlen nach Niedersachsen gereist, sind die Löwen in diesem Spiel nach zuletzt vier Siegen und einem Unentschieden sowie elf Punkten Vorsprung in der Tabelle zumindest auf dem Papier klarer Favorit. Zudem fällt beim SVM die etatmäßige Nummer eins Luca Plogmann mit einem Patellasehnenriss aus. Sind die Löwen wirklich klarer Favorit oder trügt uns der Schein?

Torsten Frings war als Spieler in der Bundesliga beim SV Werder Bremen, Borussia Dortmund und den ungeliebten Nachbarn von der Säbener Straße aktiv. Er ist bei seiner zweiten Station als Cheftrainer nach anfänglichem Stotterstart, der das Team von der Ems am zwölften Spieltag sogar auf den letzten Tabellenplatz führte, mittlerweile auf dem aufsteigenden Ast angelangt. In der Phase vor der kleinen Winterpause fuhr seine Mannschaft in sieben Partien dreizehn Punkte ein. Nach der Pause stehen nun ein Sieg und zwei Niederlagen (davon eine aus einem Nachholspiel) zu Buche. Der Stachel nach der jüngsten Niederlage gegen Duisburg dürfte allerdings tief sitzen. Bei klaren Ballbesitzvorteilen und 69 Vorstößen bis ins letzte Drittel des Gegners musste man sich trotzdem mit 0:1 geschlagen geben.

Die Hinrundenstatistik des SV Meppen 1912

  • Ballbesitz 45:55
  • Passqouote 79%
  • Flankengenauigkeit 32,7%
  • Defensive Zweikampfquote 59,2%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 14,51

Wie spielt der SVM?

Meppens Trainer Frings bevorzugt ein eher defensiv ausgerichtetes 4-2-3-1, bei dem einer der beiden Sechser bei eigenem Ballbesitz weiter ins zentrale Mittelfeld vorschiebt und der Flügelspieler auf der schwachen (ballfernen) Seite bei Angriffen über die Außenpositionen meist als hängende Spitze ins Sturmzentrum einrückt. Somit verschiebt sich das 4-2-3-1 zu einem 4-1-3-2. Beim Aufbau von Angriffen durch die Mitte schieben beide Mittelfeldaußen nach vorne und im letzten Drittel oft bis ins Zentrum. In der Mittelfeldzentrale bildet sich eine asymmetrische, vertikale Achse, die dem Spiel nach vorn eine starke Dynamik verleihen kann.

Gegen den Ball kann der SV Meppen mit den beiden Sechsern eine sehr kompakte Formation vor dem eigenen Strafraum bilden. Wenn sich beide Mittelfeldflügel ebenfalls auf die Höhe der Sechser oder leicht davor fallen lassen, wird es schwer für die Gegner in die Box einzudringen. Die Pressinglinie setzen die Meppener generell nicht allzu hoch an. Das bringt dem Gegner einerseits Raum beim Spielaufbau in der eigenen Spielfeldhälfte, sorgt andererseits jedoch für ein sehr enges Mittelfeld und somit wenig Bewegungsspielraum in der Offensive vor der Defensivlinie.

Die mittlerweile sehr diszipliniert spielenden Meppener lassen sich dabei zu wenig Fouls hinreißen, die zu Freistößen in aussichtsreichen Positionen für den Gegner führen könnten. Wenn man Foul spielen muss, bevorzugt die Mannschaft von Torsten Frings eher das den gegnerischen Aufbau störende taktische Foul als das riskante Foul in eigener Strafraumnähe.

Stärken und Schwächen des 4-2-3-1

Das 4-2-3-1 begegnet uns mittlerweile zum 6. Mal in dieser Saison, von daher führe ich die Stärken und Schwächen diesmal nur als Stichpunkte auf. Wer es ausführlicher haben möchte, den verweise ich auf die TAKTIKTAFEL gegen Wehen Wiesbaden. Das war der letzte Gegner, der versucht hat, uns mit dieser Taktik in die Schranken zu weisen.

Stärken:
  • kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball
  • auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher
  • variabel beim Spielaufbau
  • offensiv schwer ausrechenbar
Schwächen:
  • Anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel
  • in der Offensive ist viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig um Gefahr zu kreieren

Die Schlüsselspieler

Erik Domaschke (#32) ist seit Luca Plogmanns Verletzung wieder in den Kader gerückt und Stammtorhüter der Emsländer. Er ist ein Sicherheit ausstrahlender 35-jähriger Haudegen, dem kaum Fehler unterlaufen. Seine Rückkehr zwischen die Pfosten hat die mit Bünning (#19) und Osée (#4) relativ unerfahrene Innenverteidigung deutlich stabilisiert.

Hassan Amin (#7): Der sehr offensiv ausgerichtete linke Außenverteidiger ist an 20% aller Tore der Meppener direkt beteiligt. Seit seiner roten Karte im Hinspiel tritt er äußerst diszipliniert auf, spielt kaum Foul und hat im weiteren Saisonverlauf bisher nur dreimal die gelbe Karte gesehen.

Willi Evseev (#14): Der über einen Großteil der Hinrunde verletzte kreativere Spieler auf der Doppelsechs kommt aus der Tiefe und hat bei vielen der ausgespielten Angriffe der Meppener mehr als nur einen Ballkontakt. Sowohl bei der Spieleröffnung als auch für den Pass ins letzte Drittel steht er meist parat.

Luka Tankulic (#10) ist mit allen Freiheiten ausgestattet und lenkt als kreativer Außenspieler oder in der offensiven Mittelfeldzentrale im Wechselspiel mit Marcus Piossek (#11) die Geschicke der Meppener im Angriff. Er ist mit fünf Scorerpunkten bisher zwar weder als direkter Vorlagengeber (2) noch als Torschütze (3) groß in Erscheinung getreten, sorgt jedoch mit seinen Dribblings oft für Gefahr und Unruhe in den gegnerischen Hintermannschaften. Er ist mit diesen Aktionen – auch wenn er nur den drittletzten oder vorletzten Pass vor einer Torchance spielen kann – der wichtigste Offensivspieler bei den Meppenern.

Tom Boere (#9): Der von Türkgücü an die Ems gewechselte niederländische Stürmer hatte während seiner Zeit in München Tormaschine Sliskovic vor der Nase und es deshalb dort nur zu neun Einsätzen für die Perlacher gebracht. Seit seinem Wechsel zum SV Meppen ist er dort im Sturmzentrum gesetzt. Tore für den neuen Arbeitgeber sind allerdings noch Fehlanzeige. Bei TGM kam er in den wenigen Spielen, die er bestritt, auf drei Treffer und zwei Vorlagen.

Fazit

Mit Erfolgen gegen Spitzenmannschaften in der jüngsten Zeit (z.B. Saarbrücken oder Ingolstadt), aber auch bitteren Niederlagen gegen diverse Tabellennachbarn im Rücken, kommt der SV Meppen zum Duell mit den Löwen nach Giesing. Man darf die Mannschaft von Torsten Frings auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Denken wir nur einmal an das Hinspiel zurück. Der kommende Gegner hätte uns da nach der Halbzeitpause für schlampiges Spiel deutlich bestrafen können. Nichtsdestotrotz haben wir 3:1 gesiegt. Ein Sieg zum Rückrundenauftakt ist Pflicht, will sich die Mannschaft von Michael Köllner weiter oben festbeißen. Dass der TSV 1860 München gegen jede Mannschaft eine Chance hat zu bestehen, hat die Hinrunde deutlich gezeigt.

Innenverteidiger mit elf verlorenen Zweikämpfen in fünf Spielen

Die Luxusprobleme bei der Auswahl für die Startaufstellung sind zwar durch den bitteren Ausfall von Quirin Moll für Michael Köllner etwas weniger geworden, dennoch darf man gespannt sein, ob Dressel mal wieder zu einem Startelfeinsatz kommen wird oder ob der nach Gelbsperre wieder spielberechtigte Greilinger für Lex in die Anfangsformation rücken kann. Des Weiteren stellt sich in der Innenverteidigung die Frage: Salger oder Erdmann neben Belkahia? Der junge Semi dürfte nach den grandiosen Spielen seinerseits mit 78% erfolgreichen Aktionen insgesamt, 91% Passquote, 21 abgefangenen Bällen und vor allem nur elf verlorenen Defensivzweikämpfen in fünf (!) Spielen gesetzt sein. Kaderbreite müssen wir an dieser Stelle weiterhin nicht diskutieren.

Ich gehe davon aus, dass am Sonntag eine heiße, hochmotivierte Mannschaft des TSV 1860 München auf dem Platz steht, die den Emsländern ihre Grenzen aufzeigt und die Punkte in Giesing behält. Trainer Michael Köllner wird das richtige taktische Rezept dafür parat haben. Sind wir gespannt, wie die Mannschaft es umsetzt. Die grundsätzliche taktische Ausrichtung des TSV 1860 München erklären wir in unserem TAKTIKTAFEL Lexikon.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Diese Aufstellung erwarte ich vom SV Meppen 1912

Aufstellung SV Meppen 1912
So tritt der SV Meppen voraussichtlich morgen an

TAKTIKTAFEL Lexikon: Die Defensive bei Michael Köllner

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Die Defensive im System von Michael Köllner

Grundsätzlich ist die defensive Ausrichtung einer Mannschaft immer davon abhängig, wie der Gegner offensiv erwartet wird. Es gibt aber einige Grundsätze, die bei Sechzig in der Defensive unter Michael Köllner immer gleich sind. Gegen den Ball verschiebt sich das 4-1-4-1 im letzten Drittel vor dem eigenen Strafraum zu einem 4-2-3-1. Sowohl der sogenannte Box-to-Box Mittelfeldspieler als auch der defensive Mittelfeldspieler nehmen dabei eine besondere Rolle ein, die ihnen einiges abverlangt.

Die Verteidigung im Überblick

Die Rollen von defensivem Mittelfeldspieler und Box-to-Box Spieler

In der Halbzentrale agierend lässt sich der Box-to-Box Spieler in die Tiefe fallen, wenn es gegen den Ball geht. Man sagt auch er kippt ab. Dadurch unterstützt er den defensiven Mittelfeldspieler bei der Balleroberung. Der Box-to-Box Spieler versucht vor allem über die Abdeckung von Freiräumen und seinem guten defensiven Stellungsspiel in Passwege einzulaufen und Bälle abzufangen.

Im Gegensatz dazu sucht der defensive Mittelfeldspieler eher den Kampf Mann gegen Mann. Allerdings geschieht dies nicht ad hoc, sondern bedingt durch Pressingaufgaben mit langsamen Fallenlassen immer knapp hinter die Linie, auf der sich gerade der Ball befindet. Im Zusammenspiel mit der Viererkette bildet das vor dem eigenen Strafraum eine sehr kompakte Formation und lässt dem Gegner wenig Freiraum, um Chancen zu kreieren. Bestenfalls gelingt das Eindringen in das letzte Drittel überhaupt nicht. Dafür sorgt in der Defensive von Michael Köllner das aggressive, hohe Pressing der Löwen, welches der Gegner bis dorthin überwinden muss. Das bringt die Spieler des TSV oft schon früh wieder in Ballbesitz.

Was machen die Außenverteidiger?

Zusätzlich zum zurück fallenden Box-to-Box Spieler schiebt bei gegnerischen Angriffen über die Flügel ein Außenverteidiger mit auf die Höhe des defensiven Mittelfeldspielers. In der dann entstehenden Dreierkette auf der Defensivlinie verschieben sich die Innenverteidiger und der Außenverteidiger auf der schwachen Seite leicht horizontal in Richtung attackierte Seite. Auf der schwachen Seite schirmt der Mittelfeldaußen leicht vor der Kette positioniert gegen Seitenwechsel ab.

Das Pressing in der Defensive bei Michael Köllner

Grundsätzlich kann beim 4-1-4-1 überall auf dem Spielfeld die Pressinglinie gesetzt werden. Tendenziell geht im modernen Fußball der Trend aber dahin, den Gegner immer hoch anzulaufen.

Wie soll vorgegangen werden?

Der Spieler, der dem Ball am nächsten ist, läuft den Ballführenden aggressiv an. Der Rest der Mannschaft verteidigt den zugeteilten Raum. Hierbei ist es wichtig, dass sie nicht zu nah, aber auch nicht zu weit vom Gegenspieler entfernt stehen. Einerseits könnten bei Fehlern im Stellungsspiel schnelle gegnerische Spieler leicht Raum gewinnen und steil angespielt werden. Andererseits könnten sie durch den angebotenen Raum direkt einen Pass bekommen, der dann zu Verschiebungen in der Pressingformation führt. Das wiederum eröffnet anderen Gegenspielern Räume.

Beim TSV 1860 München sieht das meist so aus, dass der Stürmer zuerst ein wenig tiefer steht und den defensiven Mittelfeldspieler abschirmt. Das provoziert den Spielaufbau über die Innenverteidiger. Gelingt das, versucht er den ballführenden Innenverteidiger bei der Spieleröffnung durch sichelförmiges Anlaufen von innen zum Spiel auf einen Flügel zu zwingen. Ist dieses Ziel erreicht, stellt der Stürmer den Raum zwischen den beiden Innenverteidigern zu, um Seitenwechsel oder andere Verlagerungen zu verhindern.

Andere Optionen für die gegnerische Mannschaft

Eventuell versucht der Innenverteidiger diese Situation durch ein erfolgreiches Dribbling gegen den anlaufenden Stürmer zu lösen. Falls der Stürmer den Zweikampf nicht gewinnt, muss er den Innenverteidiger auf jeden Fall verfolgen und weiter unter Druck setzen.

Holt sich der defensive Mittelfeldspieler selbst die Kugel und hält das Spiel doch im Zentrum, orientiert sich der Stürmer an ihm. Systematisch bleibt das Verhalten genauso als würde er einen Innenverteidiger anlaufen.

Die Mittelfeldspieler laufen ihre Gegenspieler direkt vertikal an, um sie unter Druck zu setzen. Selbst wenn es den Spielern nicht direkt im Zweikampf gelingt dem Gegner den Ball abzuluchsen, baut das Pressing so meist starken Druck auf die gegnerische Mannschaft auf. Das führt zu Fehlern im Aufbau der angreifenden Mannschaft.

Die Vorgehensweise mit zwei attackierenden Spielern

Auch Varianten mit zwei pressenden Spielern in vorderster Front haben wir schon öfter zu Gesicht bekommen. Bei diesen Varianten ist es das Ziel, das Spiel der gegnerischen Mannschaft gezielt auf einen bestimmten Spieler bzw. in einen bestimmten Bereich (Pressingfalle) zu lenken.

Erste Variante

Dabei schiebt in Variante eins zusätzlich zum Stürmer einer der äußeren Mittelfeldspieler, bei uns meistens Stefan Lex, in die vordere Pressinglinie. So werden beide Innenverteidiger zugestellt. Der ballführende Spieler wird ebenfalls in einem Bogen hoch angelaufen. Sobald die Richtung des Angriffs dann klar ist, verschieben die verbliebenen verteidigenden Mittelfeldspieler auf diese Seite und machen den Raum dort eng (Verdichtung). Der Spieler, der die starke Seite in vorderster Front angelaufen hat, lässt sich dann in diese Dreierkette zurückfallen. Das ermöglicht dem Box-to-Box Spieler das Verschieben nach hinten.

Bei dieser Art des Pressings sollen lange Bälle provoziert werden. Im Idealfall werden diese Zuspiele dann abgefangen. Sowohl bei vertikalem als auch diagonalem Spiel haben die tiefer stehenden Spieler der verteidigenden Mannschaft hier genügend Zeit sich so zu positionieren, dass der Raum für den Passempfänger so eng wird (Pressingfalle), dass er selbst sowohl bei der Verarbeitung als auch beim Passspiel wenig Zeit hat, Kontrolle ins Spiel zu bringen.

Variante zwei

Die zweite Variante im Pressing mit zwei “Stürmern” der Löwen ist ähnlich der ersten. Der Unterschied liegt darin, dass der vertikale Spielmacher aus dem Mittelfeld verzögert mit in die vordere Pressinglinie schiebt. Begonnen wird diese Pressingtaktik wie die anfangs beschriebene mit nur einem Stürmer. Sollte es der ballführende Innenverteidiger jedoch schaffen, seinen Kollegen in der Innenverteidigung anzuspielen, rückt dann der vertikale Spielmacher ebenfalls mit sichelförmigem Laufweg in die Pressinglinie mit auf und läuft diesen an.

Der Stürmer wird sich auf der anderen Seite zwischen den Innenverteidiger und den Außenverteidiger stellen, um einen Aufbau über diesen Flügel zu verhindern. Wichtig dabei ist es dem ballführenden Innenverteidiger so viel Raum zu lassen, dass ihm immer noch die Drehung mit Ball ermöglicht wird. Nach der Drehung muss er sofort so unter Druck gesetzt werden, dass kein Pass ins Mittelfeldzentrum möglich ist. Die Mittelfeldaußen schieben gleichzeitig so auf die Außenverteidiger drauf, dass diese ebenfalls nicht anspielbar sind. Das zwingt nun den Innenverteidiger entweder zu einem langen Ball oder zum Rückpass. Der lange Ball wird dann auf eine Position erfolgen, die für den Passgeber zunächst als Freiraum erscheint. Falls alle Spieler der verteidigenden Mannschaft jedoch ihre Aufgaben richtig erledigen und ihre defensiven Laufwege in Abhängigkeit der Positionen der jeweiligen Gegenspieler richtig gestalten, ist der Passempfänger isoliert und kann sofort gedoppelt werden (Pressingfalle).

Weitere Teile des TAKTIKTAFEL Lexikons:

TAKTIKTAFEL Lexikon, die Spielerrollen in der Abwehr

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
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Die Abwehr bei der Taktik von Michael Köllner

Im Folgenden erkläre ich, wer beim TSV 1860 welche Position einnimmt bzw. wer welche Rolle auf der jeweiligen Position einnehmen kann und was die Merkmale dieser Rollen sind. Je nach Aufgabenstellung, die gegnerabhängig sind, gehen diese Rollen für eine Position fließend ineinander über. Ich beginne mit der Abwehr und welche Rollen sich dafür in der Taktik von Michael Köllner finden.

Positionen und Rollen

Innenverteidiger

Spieler, die im Abwehrzentrum agieren, nennt man Innenverteidiger. Die meisten Teams spielen heutzutage mit vier Verteidigern (der sogenannten Viererkette). Hierbei agiert die Mannschaft mit zwei zentralen Verteidigern, den Innenverteidigern. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit mit drei oder auch nur einem Innenverteidiger zu spielen.

Der Innenverteidiger ist in der Regel ein großer, kopfballstarker, körperlich robuster Spieler. Er soll den Gegnern den Weg zum eigenen Tor versperren. Deshalb muss ein Innenverteidiger

  • zweikampfstark sein
  • über ein gutes Stellungsspiel verfügen und
  • eine gute Antizipation für sich entwickelnde Spielzüge und Laufwege der gegnerischen Mannschaft haben.

Die Kopfballstärke kommt nicht nur im eigenen Strafraum beim Abwehren von Flanken zum Tragen, sondern auch bei eigenen Eckbällen und Freistößen im gegnerischen Strafraum. Dort versuchen Innenverteidiger einen hohen Ball zum Mitspieler weiterzuleiten oder selbst per Kopfball Tore zu erzielen.

Ballspielender Innenverteidiger

Diese Rolle hat zusätzlich zu den normalen Aufgaben des Innenverteidigers ihren Fokus auf dem eigenen Aufbauspiel. Der Ballspielende Verteidiger soll bei eigenem Ballbesitz das Spiel kontrolliert aus der Abwehr aufbauen. Bei starkem Gegenpressing geschieht dies möglicherweise auch über einen progressiven Lauf mit dem Ball. Ihm werden im Spiel nach vorne gewisse Freiheiten eingeräumt, er verlässt dennoch sehr selten seine von der Taktik vorgegebene Position. In dieser Rolle haben diese Saison Stefan Salger, Quirin Moll und Semi Belkahia gespielt.

Destruktiver Innenverteidiger

Die Aufgabe dieser Rolle in der Innenverteidigung konzentriert sich auf Fehlervermeidung in der Defensive. Seine Aufgabe ist es, den Ball so weit wie möglich vom eigenen Tor fernzuhalten. Zur Not werden Befreiungsschläge angewendet oder auch ein Foulspiel gezogen, wenn alle anderen Mittel fehlschlagen, den Gegenspieler vom Ball zu trennen. Er verlässt seine taktische Position nur in Ausnahmefällen (z.B. bei Standardsituationen). Dennis Erdmann ist der Spieler, der perfekt in das Anforderungsprofil für diese Rolle passt.

Außenverteidiger

Die Außenverteidiger spielen in der Abwehrkette auf den Flügelpositionen. Ihre vornehmlichen Aufgaben im Spiel sind Flanken in den Strafraum oder Läufe mit Ball der gegnerischen Flügelspieler zu verhindern. Auch in der Spieleröffnung und in der Offensive spielen die Außenverteidiger beim TSV 1860 München eine tragende Rolle.

Der Außenverteidiger ist in der Regel ein technisch versierter und schneller Spieler, der sowohl im Offensiv- als auch im Defensivzweikampf Stärken zeigt. Ein hohes Maß an Ausdauer ist wegen der großen Laufintensität dieser Position unabdinglich. Auf der linken Seite können Phillipp Steinhart, Leon Klassen und Maxim Gresler zum Einsatz kommen. Marius Willsch und Ahanna Agbowo konkurrieren um die rechte Position.

Flügelverteidiger

Die Rolle des Flügelverteidigers ist eine Allround-Variante dieser Position. Sie bringt neben der Abwehrarbeit auch wichtige Offensivaufgaben mit sich. So muss ein Spieler in dieser Rolle sehr vielseitig sein. Der Flügelverteidiger beackert die komplette Außenbahn – offensiv wie defensiv. Sowohl seine Flanken als auch seine progressiven Läufe sind gute Waffen im Offensivspiel. Er kommt meistens in Systemen mit drei Mittelfeldspielern oder bei enger Rautenformation im Mittelfeld zum Zug. Beide nominellen Außenverteidiger in der Taktik Köllner nehmen diese Rolle ein, wenn das Spiel über das Zentrum aufgebaut wird. Das betrifft also sowohl Steinhart als auch Willsch oder deren jeweiliger Ersatz, falls sie nicht spielen können.

Offensiver Außenverteidiger

In den letzten Jahren bekommt diese Variante des Außenverteidigers eine tragende Rolle im Fußball. Zusätzlich zu seinen defensiven Aufgaben muss er für Unterstützung der Offensive sorgen. Im Zusammenspiel mit den Flügelspielern im Mittelfeld oder im Sturm sorgt er durch seinen Vorwärtsdrang für Stress bei den Gegenspielern. Hinterlaufen der Mitspieler bis hinein ins letzte Drittel sorgt für Überzahl in der Offensive und gibt dem Außenverteidiger die Möglichkeit, mit Flanken die Box zu penetrieren. Dies sind seine wichtigsten Offensivaufgaben. Diese Rolle wird beim Spielaufbau über die Flügel von dem Außenverteidiger eingenommen, über dessen Seite der Angriff läuft.

Defensiver Außenverteidiger

Der defensive Außenverteidiger wird hauptsächlich hinten agieren und dafür sorgen, dass er gegen den Ball hinter dem Spielgerät ist. Bei Ballbesitz wird er sich hauptsächlich in der eigenen Spielfeldhälfte befinden. Nichtsdestotrotz sollte er den Ball auch präzise nach vorne passen und gute, tiefe Flanken schlagen können. Defensive Zweikampfstärke und gutes Stellungsspiel sind seine wichtigsten Attribute. Bei Angriffen über einen Flügel nimmt der Außenverteidiger auf der schwachen (ballfernen) Seite diese Rolle ein.

Weitere Teile des TAKTIKTAFEL Lexikons: