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Sechzig@18:60, 10.07.2020 – die Löwen im Pokalfinale

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Die Löwen und Memmingen haben sich darauf verständigt, dass Halbfinale im Toto-Pokal nicht auszutragen – statt dessen wird es vstl. nächstes Jahr im Sommer ein Solidaritätsspiel in Memmingen gegen den TSV 1860 geben. Der TSV 1860 trifft im Finale dann auf den Sieger der Partie Aschaffenburg – Würzburg – vermutlich am 04. oder 05. September 2020.

Rahmen-Terminplan erstellt: Neue Saison beginnt am 18. September

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Der DFB hat heute den Rahmenterminplan vorgestellt: Die 3. Liga startet am 18. September, bereits eine Woche zuvor findet die 1. Runde des DFB-Pokals-statt – die Löwen können sich für diesen immer noch über den Toto-Pokal qualifizieren.

Stark verkürzt wird die Winterpause: der letzte Spieltag vor der Winterpause ist das Wochenende vom 18. – 21. Dezember, bereits am 08. Januar startet die Rückrunde – damit schaut es für ein Trainingslager im Winter eher schlecht aus. Der letzte Spieltag findet am 22. Mai statt, eine evtl. Relegation am 27. und 30. Mai – wenn alles nach Plan läuft.

https://www.liga3-online.de/terminplan-veroeffentlicht-neue-saison-startet-am-18-september/

 

Blue Lions Forstenried e.V. – seit 35 Jahren unterwegs mit den Löwen!

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Blue Lions Forstenried Zaunfahne

Eine Hommage an die BLF von Bernhard L.:

Die Blue Lions Forstenried

Am 01.07.1985 war es soweit: Sieben Gründungsmitglieder hatten sich aufgrund ihrer Liebe zum TSV München von 1860 e.V. zusammengetan, um einen Fan-Club zu gründen und so erblickte der mittlerweile älteste noch existierende Fan-Club innerhalb der Stadtgrenzen Münchens das Licht der Welt. Natürlich gibt es mit den Giesinger Löwen einen noch älteren, immer noch bestehenden Fan-Club in der Stadt – dieser wird aber beim TSV nicht mehr offiziell als solcher geführt und gelistet.

Oliver Christian, der seit dem ersten Tag als Präsident der Blue Lions Forstenried fungiert, und auch trotz unterschiedlicher vereinspolitischer Ansichten der Mitglieder in all den Jahren nie für diese Position in Frage stand, ist wohl einer der bekanntesten Löwenfans überhaupt, wenn man mal von den Allesfahrern wie Wöll, Hell oder Fehling absieht. Viele Mitglieder kamen und gingen, einer war aber immer da: der Oli. Es gibt obendrein wohl niemanden, der unter den in Fan-Clubs organisierten Kutten beim TSV einen ähnlichen Beliebtheitsgrad aufweist, wie der Präsi der Blue Lions.

Die aktuelle Mitgliederzahl

Von anfangs sieben Mitgliedern wuchs die Mitgliederzahl des Fan-Clubs bis zum Ende der 90er Jahre (also der fußballerisch erfolgreichsten Zeit seit Gründung der Blue Lions Forstenried) auf über sechzig Personen an und hat sich in den letzten Jahren bei um die vierzig Personen eingependelt.

Nicht nur in der Fanlandschaft des TSV sind die BLF – nicht zuletzt wegen des in den Anfängen des Fan-Clubs noch regelmäßig erscheinenden Fanzines „Blue Lions Times“ – eine feste Größe, auch bundesweit gehören die Damen und Herren aus Forstenried zu den Aushängeschildern der Löwen. Sogar international wird dem Fan-Club Aufmerksamkeit zuteil; so bat zum Beispiel Jahr 2018 die größte finnische Sportzeitung unter anderem einige Mitglieder der Blue Lions Forstenried zum Interview, um sich zur aktuellen Situation des TSV 1860 zu äußern. Dieser Bekanntheitsgrad liegt mitunter sicherlich auch an so schillernden Mitgliederpersönlichkeiten wie z.B. dem mittlerweile leider viel zu früh verstorbenen Thomas Hackenberg, der zu Lebzeiten in der Kurve bekannt war wie ein bunter Hund. Welch große Lücke er hinterlassen hat, zeigte sich nicht zuletzt dadurch, dass die Ultras des TSV ihm nach seinem Tod bei einem Heimspiel sogar ein Spruchband widmeten. Der Thomas genannt „Hacke“ war durch seine mitreißende und immer fröhliche Art, seinen Humor und permanente Sangesfreude in der Kurve einfach ein Aushängeschild dieses Fan-Clubs.

Auch Helmut „Lydia“ Lüdersdorf, das erste Ehrenmitglied der Blue Lions und leider mittlerweile ebenfalls verstorben, oder auch Berthold „Bottel“ Albertz, der Anfang der 90er Jahre viele Mitglieder aus Metalszene für den Fan Club rekrutieren konnte, waren seinerzeit innerhalb der Kurve des TSV bekannte Namen. Andererseits hat natürlich auch die Offenheit gegenüber Fans und Fanvereinigungen anderer Vereine viel zur Beliebtheit der Blue Lions in den Fanszenen beigetragen. So gibt es auch in der Satzung der Blue Lions einen Passus der genau dies, nämlich freundschaftliche Bande zu anderen Fan-Clubs und -szenen zu bilden, fordert. Es bestehen deshalb logischerweise freundschaftliche Bande zu mehreren Fan-Clubs des 1. FC Kaiserslautern, allen voran die „Rote Flut Jettenbach“. Einige Mitglieder der Jettenbacher sind sogar ebenfalls bei den Blue Lions Mitglied – ob das umgekehrt auch zutrifft, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Weitere Kontakte zu anderen Fanclubs

Des Weiteren pflegen die Blue Lions freundschaftliche Kontakte mit Fan-Clubs der Offenbacher Kickers, des SC Paderborn 07, des SV Werder Bremen oder auch des FC Aarau in der Schweiz – und als wahrscheinlich einziger Fan-Club der Löwen überhaupt sogar eine Freundschaft mit einem Pendant des roten Lokalrivalen. Sachen gibt’s… Auf diese Freundschaft angesprochen und wie das funktionieren kann, bekommt man von den Mitgliedern der Blue Lions die Antwort: “Ja, mei. Des is genauso a lustiger Haufen wie wir, nur hoid in der andern Farb, und wennst damit a Problem hast dann derfst gern mit deim Psychiater drüber reden.“

Geschichten aus 35 Jahren Blue Lions Forstenried

Geschichten um die Blue Lions gäbe es sehr, sehr viele zu erzählen, aber das würde wohl den Rahmen hier sprengen. Einige kleine und lustige Anekdoten will ich Euch aber dennoch nicht vorenthalten:

Wie vorhin bereits beschrieben, sind die Blue Lions weit über die Münchner Stadtgrenzen hinaus bekannt. Und so begab es sich im Jahre 1996, dass zwei Mitglieder der Blue Lions beschlossen, ihren Jahresurlaub auf Mallorca zu verbringen. Eines Abends saß man in einer bekannten Trinkhalle in der Schinkenstraße und trank gemütlich vor sich hin, als plötzlich mehrere eher unfreundlich wirkende Gestalten an den Tisch der beiden Herren kamen. Aufgrund der eindeutigen BLF-shirts, die sie trugen, rechneten die zwei schon damit, nun möglicherweise von Fans eines rivalisierenden Clubs angemacht zu werden oder sogar mit noch Schlimmerem. Aber weit gefehlt. „Ja wat is denn dat, überall auffe Welt kannse hinfahn, awa de Blue Lions von die Sechziga wirse nich los…“ Der Herr, der diesen Satz auf die beiden Löwen losließ, war – wie sich herausstellte – ein Mitglied des SG Wattenscheid 09 Fan-Clubs „Lorheide Pandas“, der auf einem Fan-Club-Fußballturnier wohl schon lustige Momente mit anderen Mitgliedern der Blue Lions erlebt hatte. Manchmal ist die Welt echt klein…

Eine andere lustige Geschichte, die den Pragmatismus unter manchen der BLF-Mitgliedern recht gut beschreibt, ist die folgende: Während eines sommerlichen Fan-Club-Turnier bei den VfB Stuttgart-Fans „Die Treuen“  hatte ein Mitglied der Blue Lions offensichtlich Gefallen an einem weiblichen Wesen gefunden und aufgrund der zeitlich begrenzten Situation – und wohl auch dem Alkoholpegel geschuldet – beschlossen, anstatt einen subtilen Flirt zu starten, lieber den zwischenmenschlichen Frontalangriff zu wagen. Er stellte sich also vor das sich auf einer Schaukel schaukelnd befindliche Geschöpf und begann das, nennen wir es mal Gespräch, mit den äußerst langsam vorgetragenen Worten: „Äh…, Du… Servus…, mogst… Du… mit… mir… Vegln?“  Hat ungefähr genauso gut funktioniert wie im Film „Wer früher stirbt, ist länger tot“… Die Dame stand von der Schaukel auf und gab dem Herren wortlos (und natürlich aufgrund dieser Unverschämtheit zurecht) die vermutlich heftigste Watschn, die je zwischen Neckar und Isar verteilt wurde. Selbige Watschn wurde dann äußerst lapidar und mit absolutem Desinteresse mit den  wieder sehr langsam vorgetragenen Worten: „Na… guad…, dann… trink.. i… no… a… Hoibe.“ zur Kenntnis genommen. Diese Situation hat sich so in das Gedächtnis der damals Anwesenden eingebrannt, dass sie auch heute noch immer gern mal erzählt wird. We call it a Klassiker.

So könnte man noch weitere Anekdoten wie die Bifi Story, den „ja scho Stereo“ Moment, oder auch das: „geh weg, da kumma die Wuidn“-Kapitel hier erzählen – aber das bleiben vorerst doch lieber Insider. Aber wer weiß:  Vielleicht schreib ich darüber irgendwann mal ein Buch, Stoff genug wäre auf alle Fälle vorhanden.

Das Logo der Blue Lions Forstenried

Zum Abschluss möchte ich noch kurz auf das Logo der Blue Lions Forstenried eingehen: Seit einigen Jahren wird dieses mit dem 1860-Wappen inmitten eines Tatzenkreuzes von manchen Leuten ohne jeglichen ersichtlichen Grund in die rechte Ecke gestellt. Was natürlich hanebüchener Unsinn ist, denn die BLF sind politisch genauso heterogen wie alle anderen nicht politischen eingetragenen Vereine auch. Das Tatzenkreuz als solches hat eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht und ist ursprünglich aus dem sogenannten griechischen Kreuz entstanden. Wer dazu mehr wissen will, der informiere sich bitte auf Wikipedia.

Liebe Blue Lions:
Wir gratulieren Euch ganz herzlich zum 35-jährigen Bestehen und freuen uns schon auf die kommenden Jahre mit Euch!

Sechzig um Sieben, 10.07.2020

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Sechzig um Sieben: Sommerpause ist, wenn in den 12 Stunden zwischen “Sechzig@18:60” und “Sechzig um Sieben” nicht einmal beim TSV 1860 etwas wirklich erwähnenswertes passiert – darum gibt es an dieser Stelle “nur” eines der Bilder der abgelaufenen Saison – fotografiert von Anne Wild:
Mehr News – vermutlich – dann in 12 Stunden wieder bei “Sechzig@18:60”.

Sechzig@18:60, 09.07.2020: Jutta Schnell hört auf + Finaltag der Amateure + Sohm zu 1860? + und weiteres

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Jutta Schnell war 25 Jahre lang als Fanbeauftragte beim TSV 1860 München zuständig und wir haben ihr Wirken von Anfang an mitbekommen. Wer beim Namen „Schnell“ denkt „da war doch noch etwas“ – richtig: Ihr Ehemann Gerhard ist seit vielen Jahren Vorsitzender der ARGE. Juttas Fazit: „Die Fans sind in verschiedene Lager zerstritten“.

Unser Fazit: Leider liegt sie in diesem Fall mit ihrer Einschätzung richtig.

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Diskutiert wurden in den letzten beiden Tagen die Trikotentwürfe auf sechzger.de bzw. unserer Facebook-Seite und die Vorschläge zur Kartenvergabe bzw. zum Fan-Einlass während Corona-Zeiten – auch das könnt ihr auf sechzger.de noch einmal nachlesen. Ein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag aus dem Kommentarbereich: Ein vorrübergehender Umzug ins Olympiastadion. Das würde zumindest bei den Kapazitäten die im Raum stehen (Wissenschaftler Sörgel nennt 10%ige Auslastung der Stadien realistisch. Quelle Sport 1.) mehr Löwenfans einen Stadionbesuch ermöglichen und wenn ohnehin nicht gesungen werden darf…

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Sascha Mölders wurde als einziger Löwe von Magenta Sport in die „3.Liga-Elf des Jahres“ berufen. Wir freuen uns für Sascha sehr, würden uns aber noch mehr freuen wenn er und Günther Gorenzel bei den Vertragsverhandlungen „Vollzug“ vermelden würden und Sascha (mindestens) noch ein Jahr bei den Löwen dranhängt.

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Der Finaltag der Amateure – es geht immerhin um die Qualifikation für den DFB-Pokal – soll wohl am 22. August stattfinden.

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Der TSV 1860 wird vorerst kein Trainingslager mehr in Bodenmais abhalten – der diesbezügliche Kooperationsvertrag ist ausgelaufen und man hat nicht mehr zueinander gefunden. Man war in Bodenmais wohl auch über die mangelnde Präsenz in den sozialen Netzwerken enttäuscht – da wir keine Vertragsdetails kennen, können wir das jedoch nicht bewerten.

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Angreifer Pascal Sohm verlässt laut dem Kicker den Halleschen FC auf eigenen Wunsch und hat unter anderem Anfragen von Dynamo Dresden, dem österreichischen Erstligisten SCR Altach – und last but not least vom TSV 1860 München. In der abgelaufenen Saison erzielte er in 36 Partien 12 Tore.

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Zum Schluss noch was zum schmunzeln: Via Twitter und Fums ging heute in Spruch Viral, der seinen Ursprung in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung aus dem Jahr 2016 haben dürfte:

NHL-Profi und 1860-Fan Korbinian Holzer: Ich weiß, dass ich einmal vom Kindergarten heimgekommen bin und zu meinem Vater gesagt habe: “Du, Papa, ich werde jetzt Bayern-Fan. Weil im Kindergarten alle Bayern-Fans sind.” Daraufhin hat mich mein Vater angeschaut und gesagt: “Nein. Du bist Sech-zger-Fan. Dein Opa war schon Sechzger-Fan, ich bin Sechzger-Fan und du bist auch ein Sechzger-Fan.” Ab dem Zeitpunkt war ich Sechzger-Fan.

Stadionfüllung bei begrenzter Kapazität wegen Corona-Auflagen

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Gestern hatten wir Euch unsere Gedanken zum möglichen Start des Jahreskartenverkaufs geschildert und in den sozialen Medien diskutieren die Löwenfans schon heiß, welches Modell sie bevorzugen. Aber das ist nur ein Teil der momentan wirklich schwierigen Aufgabe für das Management der KGaA bei der Planung der Saison.

Denn aktuell ist realistisch davon auszugehen, dass nicht sofort wieder das komplette Grünwalder Stadion mit 15.000 Plätzen oder auch nur allen 9.000 Jahreskarteninhabern (Wert Saison 19/20) gefüllt werden kann. Vielmehr ist mit einer wesentlich geringeren Kapazität zu rechnen. Zum Beispiel dürfen in der Schweiz aktuell (Stand: 07.07.) wieder max. 1.000 Zuschauer ins Stadion.

Wie soll aber nun ausgewählt werden, welche der 9.000 Jahreskartenbesitzer ins Stadion dürfen und welche nicht?

Soweit wir wissen, werden in der Schweiz die Plätze immer unter den Jahreskarteninhabern verlost. Aber ist das fair? Und ist das organisatorisch machbar. Z.b. wenn Kinder ohne Ihre Begleitpersonen ausgelost werden oder der Schorschi unbedingt mit dem Harry in Stadion gehen will. Und wenn der Harry nicht mitkommt, bleibt er lieber gleich daheim. Hierzu sind uns folgende Varianten eingefallen:

  • Verlosung je Spiel, dabei kann sich jeder Fan im registrieren und einer Verlosung je Spiel teilnehmen. Die glücklichen Gewinner dürfen ins Stadion
    • Pro: Einfaches Verfahren, wurde bei der Verlosung von Stehplatzjahreskarten letzte Saison schon praktiziert
    • Contra: Schwierig für die Fans, die gerne mit Kindern oder Spezln ins Stadion wollen, da bräuchte man schon ganz schönes Losglück!

 

  • Verlosung bis jeder DK-Besitzer 1x im Stadion war, dann wieder von vorne. Bei obigem Modell kann jeder bei jedem Spiel an der Verlosung teilnehmen, d.h. manche könnten mehr Glück als andere haben und mehr Spiele sehen als andere. Um das fairer zu gestalten, könnte man DK-Besitzer, die schon ein Spiel gesehen haben, von der Verlosung ausschließen, bis wirklich jeder ein Mal im Stadion war. Dann geht alles von vorne los, was hoffentlich nicht der Fall sein wird, weil wir ja alle wieder zusammen ins Stadion wollen.
    • Pro: Faires Verfahren mit etwas größerem Aufwand für den TSV
    • Contra: Schwierig für die Fans, die gerne mit Kindern oder bestimmten Spezln ins Stadion wollen

 

  • Buchung von Besuchen. Um kleine Buben an Vaters Hand und Schorschi und Harry den gemeinsamen Stadionbesuch zu ermöglichen, könnte man für die Jahreskartenbesitzer ein Buchungssystem aufsetzen, dass es jedem ermöglicht, einen Besuch zu planen, bis alle dran waren. Waren alle dran, geht es wieder von vorne los (Beispielrechnung: bei 9.000 Jahreskartenbesitzern und 1.000 Zuschauern pro Spiel, würde ein Zyklus 9 Spiele dauern).
    • Pro: Faires Verfahren und gute Planbarkeit für Fans.
    • Contra: Etwas höhere Aufwand für 1860 und Fans, um das gewünschte Spiel zu buchen, Spiele gegen „interessante“ Gegner werden sofort „ausverkauft“ sein, manche Fans müssen sich mit Spielen gegen „unattraktivere“ Gegner begnügen

 

  • Verkauf von Optionen für Spiele mit weniger Zuschauern. Hierbei wird der Pfad der kostenlosen Zuteilung verlassen. Die nicht gerade mit Reichtum gesegnete KGaA könnte Jahreskarten mit einem Aufpreis von X verkaufen. Dieser Aufpreis berechtigt den Inhaber, bei allen Spielen bis zu 1000 Zuschauern dabei zu sein. In einer nächsten Preisklasse könnte für einen Aufpreis von etwas weniger als X, die Option verkauft werden, bei Spielen mit Kapazität von 1001 bis 2000 Zuschauern dabei zu sein usw. Falls die erlaubt Kapazität dann zwischen den Grenzen liegt, könnte eines der og. Los-/Buchungsverfahren für die Gruppe zum Zuge kommen.
    • Pro: 1860 könnte in finanziell schwierigen Zeiten Zusatzerlöse sowie eine Kompensation für Geisterspiele generieren und Fans, die unbedingt alle Spiele sehen wollen (und das nötige Kleingeld haben), können das tun. Aber so ist es nun mal, sinkt das Angebot, steigt der Preis…
    • Contra: Das ist eine Lösung, die klar Fans mit etwas dickerem Geldbeutel bevorzugt, während andere in die Röhre schauen müssen.

Eine Variante wäre auch eine Mischform aus kommerzieller Optimierung über die Optionen und dem Los- oder Buchungsverfahren. So könnten z.B. 500 Leute sich eine Option buchen und 500 an einer Verlosung/Buchung teilnehmen, wenn 1000 Zuschauer zugelassen wären.

Das sind natürlich nur Eckpfeiler von Varianten und alle möglichen Mischformen sind denkbar. Wir finden aber, dass sich die KGaA durchaus innovative Formen ausdenken und anbieten sollte. Dies könnte ihr schnell ein gewisses Maß an Planungssicherheit und sogar eine Kompensation von Einnahmeausfällen durch Geisterspiele bringen. Wir gehen davon aus, dass die Löwenfans, die ja auch zu Zehntausenden Geistertickets gekauft haben, durchaus bereit wären, Sechzig mit der ein oder anderen Vorauszahlung oder einem Aufpreis unterstützen würden.

Was denkt Ihr? Welche Variante findet Ihr die geeignetste? Habt ihr noch andere Ideen? Vielleicht spickt ja jemand von Sechzig hier und Eure Idee wird aufgenommen!

Verfasser: Thomas Enn

 

Sechzig um Sieben, 09.07.2020: Gute Nachrichten in der Stadionfrage + Sommerpause: Ticket-, Trikot- & Kaderfragen

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Sechzger-Umbau – alles läuft rund, trotz Corona.

Es war zwar nur ein Randthema beim Sportgespräch der SPD für den Münchner Norden, an dem Mitte dieser Woche unter anderem Kathrin Abele (Stadträtin), Diana Stachowitz (Landtagsabgeordnete) und Julia Schönfeld-Knorr (Stadträtin) teilnahmen, aber die Botschaft war zentral: Die Planungen zur Sanierung und Ertüchtigung des Stadions an der Grünwalder Straße in der Münchner Stadtverwaltung sind absolut im Soll. Zudem werden keine größeren Widerstände im Umfeld des Stadions erwartet. Mit den oft angeführten – angeblich so leidgeprüften – Anwohnern ist man im Dialog. Vor dem Hintergrund von demnächst drei Münchner Vereinen in Liga 3 ist die Ertüchtigung Sechzgers – aus Sicht der Politik – unabdingbar und wird weiter vorangetrieben.
Wenn das mal keine guten Nachrichten sind! Wer sich noch nicht eingehend mit dem derzeitigen Planungsstand des Projekts informiert hat, kann das hier bzw. hier gerne tun. Sommerpausen-Lektüre.

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Offene Fragen: Wann, wie, wer und worin

In den letzten Tagen war – trotz Sommerpause – hier bei Sechzger.de einiges los: Die zwei zentralen Fragen, die die Löwenfans derzeit beschäftigen: WANN beginnt die neue Drittligasaison, WER darf dann womöglich wieder auf den Zuschaerrängen der Stadien mit WEM in WELCHEM Löwentrikot mitfiebern? Gleichwohl Löwencoach Michael Köllner vor seinem Abschied in eine kurze aber intensive Regenerationsphase allen Medienvertretern (und wohl auch uns Fans) empfahl, auch einmal ein wenig auszuspannen und abzuschalten, ehe dann wieder das Spekulieren über mögliche Transfers beginne, können wir natürlich nicht ruhen und freuen uns auch heute über angeregte, respektvolle Diskussionen über die vier genannten W-Fragen in den unterschiedlichen Plattformen. Diskussionsgrundlage sind unter anderem der Beitrag über mögliche Dauerkartenmodelle hier oder über die Trikotfrage hier.

Wir wünschen einen schönen und sonnigen Tag!

TSV 1860: Dauerkartenverkauf vs COVID-19

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Löwen Fans im Grünwalder Stadion TSV 1860 Heimspiele
Löwen Fans im Grünwalder Stadion

Letzte Woche hatten viele Löwenmitglieder zu Beginn des neuen Vereinsjahres ihren neuen Mitgliedsausweis im Briefkasten. Üblicherweise konnten die Jahreskartenbesitzer unter den Mitgliedern in den letzten Jahren vor Ankunft des Mitgliedsausweises bereits ihre Dauerkarte für die kommende Saison aus dem Briefkasten fischen. In diesem Jahr, in dem fast nichts so abläuft wie üblich, ist das nicht der Fall. Aus nachvollziehbaren Gründen wurde der Jahreskartenverkauf für die kommende Saison noch nicht mal gestartet. Dazu gibt es viel zu viele Fragezeichen. Aktuell gibt es vom DFB keine bekannte Planung, wann die nächste Saison starten soll. Ob sie überhaupt angefangen wird, falls es nur Geisterspiele geben kann, ist ebenso unklar. Viele Auflagen der lokalen Behörden sind bisher unbekannt und aus der DFL vernahm man kürzlich in den B5 Sportnachrichten, dass zum Bundesligastart im September womöglich die Stadien teilweise mit Zuschauen besetzt sein dürfen.

Wir haben uns die Frage gestellt: Wie könnte der TSV 1860 den Jahreskartenverkauf starten und noch dazu für einen (faire) Füllung des Sechzgerstadions sorgen, falls gewisse Kapazitätsgrenzen vorgegeben werden? Wie kann er den Fans entgegenkommen, falls es im worst case-Szenario eine komplette Saison mit Geisterspielen gibt, für die ein Fan je nach Platz aber ein paar Hundert Euro zahlt, ohne überhaupt in den Genuss eines Heimspiels auf Giesings Höhen zu kommen? Denn vor dem Hintergrund der wie immer angespannten Finanzlage wären unser neuer Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer und seine Mitarbeiter sicherlich froh über jeden Euro, der in die Kasse kommt, um einen schlagkräftigen Kader für die kommende Saison zusammenstellen zu können.

Dazu haben wir einige Gedankenmodelle entwickelt, die wir Euch kurz skizzieren möchten:

  • Dauerkartenverkauf wie immer, d.h. ab sofort Beginn des Verkaufs unter den üblichen Bedingungen, also mit Rückerstattungsoption, falls die Spiele nicht stattfinden
    • Pro:
      • Sehr faire Lösung für die Zuschauer, weil Geisterspiele zurückerstattet werden können
    • Contra:
      • Hohes Risiko für 1860, dass Geisterspiele rückerstattet werden müssen
      • Hoher organisatorischer Aufwand für Rückerstattung oder Umwandlung in Geistertickets
  • Dauerkartenverkauf mit Akzeptanz von Geisterspielen, d.h. ab sofort Beginn des Verkaufs unter Bedingung, dass der Käufer Geisterspiele akzeptiert und es keine Rückerstattung für diese gibt
    • Pro:
      • Hohe Planungssicherheit für 1860, da die kompletten Erlöse in der KgaA bleiben
    •  Contra:
      • Werden die Fans akzeptieren, keine Rückerstattungen im Falle von Geisterspielen zu erhalten?

Ergänzend könnte 1860 ggf. Ticketgutscheine oder Gutscheine für den Fanshop (wobei der ja wieder einer anderen GmbH gehört) als Kompensation für nicht besuchbare Spiele herausgeben.

  • „Pre-Sale“ von Jahreskarten im Sinne einer Anzahlung durch die Fans in einer gewissen Höhe, um die Liquidität von 1860 für eine gewisse Zeit zu sichern. Wenn dann klar ist, wann wieder Zuschauer ins Stadion dürfen, Verkauf der „wirklichen“ Jahreskarte und Berechnung des Restbetrags in Abhängigkeit der wirklich besuchbaren Spiele
    • Pro:
      • Sofortige Liquidität für Sechzig
      • Geringes Risiko für den Jahreskartenbesitzer
    • Contra:
      • Kompliziertes Handling
      • Keine Rückerstattung für die „Anzahlung“, falls es ausschließlich Geisterspiele gibt
      • Weniger Eintrittsgeld für 1860 bei Geisterspielen

Natürlich sind diverse Mischvarianten etc. möglich. Und es wäre auch denkbar, alle drei Varianten anzubieten, wobei der Verwaltungsaufwand bei Frau Frisch und Kolleg*innen dann relativ hoch sein dürfte.

Wie seht Ihr das? Würdet Ihr Euch eine Jahreskarte ohne Rückerstattungsoption kaufen, um 1860 finanziell zu unterstützen? Ist Euch das zu riskant und würdet Ihr lieber auf der sicheren Seite sein und nur eine Jahreskarte mit Rückerstattungsoption kaufen?

Verfasser: Thomas N.

 

Sechzig um Sieben, 08.07.2020: Mölders wohl nicht nach Haching + Flirtet Erdmann? + Nike-Fragen & Entwürfe

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Das Treffen von Sascha Mölders mit Manni Schwabl in einem Unterhachinger Wirtshaus hat für allerlei Spekulationen gesorgt – jetzt hat der Berater von Sascha Mölders (Serafino Luzzi) gegenüber der “Augsburger Allgemeinen” erklärt, dass Sascha Mölders nicht nach Unterhaching geht und das Treffen rein zufällig gewesen sei.  Bei über 2000 Gastronomischen Betrieben alleine in der Landeshauptstadt München ein bemerkenswerter Zufall, dass ein in Mering lebender Fußballer zusammen mit seinem Berater in einer Wirtschaft in Unterhaching zeitgleich mit dem Präsidenten des dort ansässigen Drittligisten landet.

Wir würden #SM9 gerne noch weiterhin bei den Löwen sehen – wenn das nicht klappen sollte, dann wird die Welt auch nicht untergehen: Christian Jung hat das in seinem gestrigen Kommentar passend beschrieben.

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“Erdmann flirtet mit Magdeburg” war die Überschrift eines Bild-Artikels am gestrigen Spät-Abend – was war geschehen? Ein Fan hatte ihn gefragt, ob er nicht zurück nach Magdeburg wolle – und Earthman antwortete, dass der Geschäftsführer des FCM ja seine Nummer hätte. Gegenüber der Bild sagte Erdmann dann auf Nachfrage, “dass er noch ein Jahr Vertrag bei 1860 hätte”.

Die Bild schlussfolgert: “Ein Dementi klingt anders…”

sechzger.de schlussfolgert: Willkommen im Sommerloch!

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Nach der offiziellen Bekanntgabe des Nike/11teamsports-Deals waren einige Löwen-Fans schon kreativ und haben Trikot-Entwürfe gebastelt. Auch die im März schon einmal aufgetauchten Entwürfe des Designers “saintetixx” wurden fleißig im Netz geteilt. Die Realität dürfte wohl eine andere sein – wir zitieren aus der Pressemitteilung: “das Auswärtstrikot ist eine Hommage an die Stadt München und mit dem Heimtrikot tauchen wir in die Tradition von 1860 München ein”.

Zusammen mit dem vorgestellten Video lässt das eigentlich nur die Schlussfolgerung zu, dass die Löwen zukünftig mit einem schwarz-gelben Auswärtstrikot spielen. Oder ist das Ausweichtrikot gemeint?

Bekommen die Löwen “Trikots von der Stange” oder ist für den TSV 1860 etwas eigenes designed worden? Laut Pressemitteilung übernimmt 11teamsports mit seiner Ausrüsterfunktion die Veredelung der Nike-Ware.

Die Löwen-Fans dürfen gespannt sein.

Sechzig um 18:60 – 07.07.2020

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

In die Trikotfrage kommt Bewegung: Wie sechzger.de heute alles andere als exklusiv berichtete, wurde 11teamsports bzw. Nike offiziell als Ausrüster bestätigt. Unserem Aufruf zur Einsendung von Designvorschlägen kamen auf Facebook bereits etliche User nach (Danke!) und auch die Löwen selbst haben einen ersten Teaser gepostet: Klick mich!

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Gerüchten zufolge soll das heutige Wasserball-Match im saisonabschließenden Kroatien-Urlaub 7:2 geendet haben, wobei v.a. Henrik Bonmann im Tor der Siegermannschaft einen großen Beitrag geleistet hat. Prince Owusu gab den Vollstrecker und hat seine Agentur umgehend beauftragt, das gestrige Video um einige Sequenzen zu ergänzen.

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In der Stadiongaststätte der SpVgg Unterhaching kostet das Weißbier 3,50 €, im Löwenstüberl hingegen 3,80 €. Es soll ja Leute geben, die aus sowas auf einen möglichen Wechsel von Sascha Mölders schließen. Sehr amüsant natürlich auch wieder ein stadtbekannter Blogger, der um die Umsätze im Fanshop bangt, weil die Einnahmen aus den Trikotverkäufen von SM9 wegbrechen könnten. Dass diese Einnahmen jedoch ohnehin nicht in die KGaA und somit die Mannschaft fließen, sondern an die Merchandising GmbH Hasan Ismaiks wird verschwiegen.