Guten Morgen, liebe Löwen! Heute bei Sechzig um sieben die täglichen News mit möglichen Verstärkungen für 1860, dem Überblick über das Transferkarussel der dritten Liga und dem Ausblick auf den Löwentag. Wir bitten die verspätete Veröffentlichung zu entschuldigen, aber auch bei sechzger.de geht es manchmal drunter und drüber…
Weitere Verstärkungen für 1860?
Seit Günther Gorenzels Interview und im magenta-Interview vor dem Spiel in Magdeburg wird heftig spekuliert, ob sich die Löwen noch über Neuzugänge für die Rückrunde freuen können. Besonders befeuert werden die Spekulation durch Gorenzels breites Grinsen bei der Frage nach weiteren Verstärkungen. Keanu Staude wird seit einigen Tagen immer wieder als mögliche Verstärkung genannt. Wir bei sechzger.de sind da nicht so sicher, da er eigentlich auf der Position von Biankadi zu Hause ist. Vielleicht wird es ja doch ein ganz anderer. Den Namen Benjamin Girth hört man auch immer wieder in der Gerüchteküche. Der 28-Jährige Mittelstürmer kommt aktuell bei Holstein Kiel nicht zum Zug. Möglicherweise hat die sportliche Leitung ja auch einen Joker in der Hinterhand und überrascht uns mit einem ganz anderen Namen. Oder es kommt niemand mehr, macht auch nix. Der Kader ist jetzt schon sehr gut besetzt.
Transfers der dritten Liga
Der SV Meppen holt seinen ehemaligen Spieler Mike-Steven Bähre vom FC Barnsley zurück. In der Rückrunde 17/18 stand der 25-Jährige bereits im Kader der Meppener. Der Offensivspieler brachte es bisher auf 22 Einsätze in Liga drei.
Einen Zu- und zwei Abgänge hat der FCK zu verzeichnen. Anas Ouahiom kommt zunächst auf Leihbasis aus Sandhausen in die Pfalz. Der 23-Jährige Offensivspieler kam zuletzt bei den Sandhäusern nicht mehr zum Zuge und erhofft sich mehr Einsatzzeit bei den roten Teufeln. Diese wird es nicht mehr für Janik Bachmann geben, der Kaiserslautern in umgekehrter Richtung nach Sandhausen verlassen wird. Mit Mohamed Morabet verlässt ein weiterer Spieler den Betzenberg. Der 22-jährige Mittelfeldspieler versucht sich nun eine Liga tiefer beim VfR Aalen durchzusetzen.
Der Löwentag
Am Sonntag steht das dritte Spiel der englischen Woche für die Mannschaft auf dem Programm. Am Sonntag kommt der FSV nach Giesing, wir berichten wieder live von Giesings Höhen. Zur Vorbereitung trainieren die Löwen am frühen Nachmittag. Aber nicht nur für die Mannschaft bedeutet die englische Woche hohe Belastung. Unser Taktikexperte Bernd Winninger anaylsiert aktuell 24/7 und wird Euch heute gegen Mittag nochmal aufzeigen, wie abgezockt die Löwen den Auswärtssieg in Magdeburg erspielen konnten.
Der gestrige Auswärtssieg der Löwen beim 1. FC Magdeburg sorgte für Giesinger Hochgefühle; zudem informieren wir Euch über News aus der 3. Liga und dem TSV 1860 München e.V.! Zugegebenermaßen sind wir heute ganz schön früh dran, aber es gibt auch Einiges zu berichten. Los gehts!
Giesinger Gedanken
Unser Thomas Enn kam heute Morgen aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Entsprechend euphorisch fielen auch seine Giesinger Gedanken aus, wobei er auch ein Loblied auf die “heimlichen Helden” des sportlichen Aufschwungs sang. Und wo wir gerade schon beim Singen sind, möchten wir Euch einmal mehr die inoffizielle Hymne der Rückrunde ans Herz legen.
Ausblick auf die kommenden Tage
Bevor wir uns der kommenden Partie gegen den FSV Zwickau widmen werden, dürft Ihr Euch bereits auf die Nachanalyse des Sieges in Magdeburg freuen. War das auch statistisch eine so deutliche Angelegenheit, wie es das Ergebnis vermuten lässt? Bernd Winninger wird es Euch morgen in seiner TAKTIKTAFEL verraten!
Drei Löwen in der kicker-Elf des Tages
Gleich drei Löwen schafften es beim kicker-Sportmagazin in die Elf des Tages der 21. Spielrunde. Etwas überraschend nicht dabei: Marco Hiller, der auch gestern wieder eine überragende Leistung zeigte. Die weiß-blauen Farben werden stattdessen durch die Torschützen Stefan Lex und Stephan Salger, sowie durch Daniel Wein vertreten.
Neues vom MSV Duisburg
Dass Gino Lettieri beim MSV Duisburg entlassen wurde, haben wir Euch gestern bereits während des Live-Tickers aus Magdeburg verraten. Etwas überraschend wurde seitens der Zebras heute verlündet, dass Sportdirektor Ivica Grlic (vorerst) im Amt bleibt. Die Fans des MSV sind not amused und kündigten bereits ein weiteres Hupkonzert an.
Transfers in der 3. Liga
Das Transferkarussell in der 3. Liga dreht sich unterdessen munter weiter:
Torhüter Nico Mantl wechselt von der SpVgg Unterhaching zu RB Salzburg. Den herben sportlichen Verlust lassen sich die Vorstädter durch über 2 Mio. Euro Ablöse versüßen. Als Ersatz wurde bereits gestern Jo Coppens von Lillestrøm SK verpflichtet.
Auch der nächste Löwen-Gegner FSV Zwickau wurde nochmal aktiv: Die Schwäne verpflichteten Stürmer Lars Lokotsch, der zuletzt beim FC Livingston und den Raith Rovers in Schottland aktiv war.
Waldhof Mannheim hat Dennis Jastrzembski an Land gezogen; der Offensivspieler wird bis Saisonende von Hertha BSC ausgeliehen. Ebenfalls per Leihgeschäft wechselt Kevin Lankford vom FC St. Pauli zum SV Wehen Wiesbaden.
Und die Löwen?
Beim TSV 1860 hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man sich demnächst mit Keanu Staude einigen könnte. Neben dem Ex-Würzburger werden noch einige andere Namen gehandelt, an etwaigen Spekulationen wollen wir uns jedoch nicht beteiligen.
Neuigkeiten aus dem e.V.
Unsere eSportler sind heute Abend um 20.00 Uhr wieder im Einsatz. Nach dem Sieg gegen Schalke 04 am Dienstag gehts für Penta 1860 in der Prime League heute gegen Einfach E-Sports. Das League of Legends-Match kann live bei Twitch gestreamt werden.
Ein Verein, eine Familie!Alle Mannschaften leiden unter der aktuellen Situation, dennoch fällt das Training nicht aus! Der Verein beherbergt inzwischen 49 verschiedene Sportarten und möchte natürlich die Interaktion unter den Löwinnen und Löwen fördern. Im gestrigen Zoomtraining durften die Fußball-Jungs aus dem NLZ beispielsweise mit den Boxern/-innen trainieren. Alfonso Fusco leitete das Training, während die Verantwortlichen der Junglöwen ihre Jungs gut im Blick hatten.
Guten Morgen, liebe Löwen! Ihr habt nicht geträumt gestern. Es ist wahr! Unsere Löwen haben gestern in Magdeburg eine super abgezockte Leistung hingelegt und einen blitzsauberen 3:0-Auswärtssieg eingefahren. Und was soll man sagen? Die Lage der Löwen ist natürlich hervorragend. Immer dieses Auf und Ab… Letzten Montag himmelhochjauchzend, am Sonntag leichter Katzenjammer und jetzt wieder Wolke 7… So ist das halt bei den Löwen…
Sorgenfalten vor dem Spiel
Wahrscheinlich hatten die meisten von uns gewisse Sorgenfalten auf der Stirn, weil unser Leader Sascha Mölders wegen der 5. gelben Karte gesperrt war. Ich habe auch mehr als ein Mal drüber nachgedacht, wie Michi Köllner diesen Ausfall wohl kompensieren wird. Umstellung auf 4-4-2 oder beim bewährten 4-1-4-1 bleiben? Aber wen dann als Zielspieler vorne rein stellen? Biankadi? Lex? Gar den Teenager Knöferl? Ehrlich gesagt konnte ich über das Fernsehen gar nicht recht erkennen, wie genau Köllner das angebliche Dilemma gelöst hat. Das wird euch Bernd Winninger wieder in der TAKTIKTAFEL Analyse aufzeigen. Für mich sah es so aus, als ob Lex und Biankadi auf den Flügeln agierten und Neudecker als eine Art „falsche 9“ dahinter. Mit guter Unterstützung von Tallig und Dressel, die situativ aufrückten und dann sehr variabel zu fünft um den Magdeburger Strafraum agierten und einige Chance kreierten.
Mannschaftliche Geschlossenheit
Und wie ich bereits in den letzten Giesinger Gedanken prophezeit habe, machte der Ausfall unsere Löwen tatsächlich wesentlich schwerer ausrechenbar als mit Mölders. Das soll natürlich kein Dauerzustand sein, aber es zeigt einfach, dass diese Mannschaft so viel mehr als „nur“ Sascha Mölders ist. Die Fokussierung auf Alpha-Tier Mölders und einige andere Protagonisten in der Öffentlichkeit scheint mir vollkommen am Wesen dieser MANNSCHAFT vorbei zu gehen.
14 verschiedene Spieler haben diese Saison bereits getroffen. Das wird gerne vergessen, weil sich alle auf die sensationellen 13 Tore von Sascha konzentrieren. Aber gestern hat man gesehen, er kann auch mal ein Spiel ausfallen und sich eine ermüdende Auswärtsfahrt sparen. Die Welt geht nicht unter! Und er wird mit aufgeladenen Batterien zurückkommen und gegen Zwickau wieder voranschreiten beim Versuch, die nächsten drei Punkte einzufahren.
Die “heimlichen” Helden
Ich bin tief beeindruckt von einigen Spielern, die sich aktuell als unglaubliche Teamplayer zeigen. Zum Beispiel Dennis Dressel. Der Junge ist seit 2007 bei den Löwen, ist ein vorbildliches Eigengewächs unseres NLZ. Er spielte einige bärenstarke Partien im Herbst, schoss entscheidende Tore und findet sich aktuell trotz guter Form nicht immer in der Startelf wieder. Dann nimmt er auf der Bank Platz, murrt nicht, wartet auf seine Chance und bringt nach Einwechslungen seine gewohnt guten Leistungen. Das muss man mit 22 Jahren auch erstmal bringen.
Daniel Wein ist auch so ein Fall. Er liefert seit 2017 extrem konstante Leistungen. Hat sich nie in den Vordergrund gedrängt und hatte zu akzeptieren, dass Quirin Moll sich mit starken Leistungen seinen Platz im defensiven Mittelfeld von ihm zurückerkämpft hat. Hat man ein böses Wort von Vino gehört? Nein! Und nun, wo Quirin Moll nach wirklich starken Leistungen langfristig ausfällt, ist Daniel Wein wieder da und ersetzt Moll perfekt. Die Zuverlässigkeit in Person!
Der nächste ist für mich Dennis Erdmann, auch er zeigt in den letzten Wochen die stärksten Leistungen, seitdem er für die Löwen spielt. Er hat seine teilweise übertriebene Aggressivität in den Griff bekommen, ohne an Giftigkeit zu verlieren. Das macht ihn viel wertvoller für die Mannschaft. Und dann kommt plötzlich Semi Belkahia aus dem Nichts und steht in der Startelf. Für Erdmann bleibt auch nur die Bank, obwohl er bewiesen hat, dass er Innenverteidiger und den Part vor der Viererkette gut spielen kann. Auch hier kein böses Wort, stattdessen Leistung bei jeder Gelegenheit in der Startelf und nach Einwechslungen.
Die gute Lage der Löwen in der Liga hat sich für mich nicht zuletzt durch diese Spieler und ihr teamorientiertes Verhalten stark verbessert.
Der Glücksfall
Das sind aus meiner Sicht viel zu wenig beachtete Fortschritte, die unsere Mannschaft unter dem größten Glücksfall der jüngeren Geschichte (oder aller Zeiten?) für den TSV 1860 München gemacht hat: Michael Köllner.
Köllner hat beim TSV innerhalb kurzer Zeit ein Umfeld geschaffen, das sich in und um den ganzen Verein positiv auswirkt. Man merkt, dass die Spieler sich durch den internen Konkurrenzkampf verbessern. Aber dieser Konkurrenzkampf scheint sehr fair stattzufinden und bringt das Team als Ganzes weiter, aber auch jeden einzelnen Spieler. Köllner „zaubert“ Spieler wie Knöferl oder Belkahia aus dem Hut, die entscheidenden Anteil an den Erfolgen und der guten Lage der Löwen der letzten Wochen haben. Ich bin mir sicher, dass er hinter den Kulissen Talente wie Gresler, Lang, Mannhardt und andere weiterentwickelt und diese zu gegebener Zeit bringen wird. Und sie werden überzeugen, da bin ich mir sicher.
Weiter auf Wolke 7?
Naja, zurück zum Hier und Jetzt. Jetzt also wieder Wolke 7, die Lage der Löwen ist super. Falls wir am Sonntag nicht gegen Zwickau gewinnen, sind wir wahrscheinlich wieder gefühlt kurz vorm Abstieg… Diese emotionale Berg- und Talfahrt ist einfach ein Bestandteil unserer Löwen-DNA. Wir sind heißblütige Fans, wir wünschen uns so sehr, dass die Mannschaft Erfolg hat und uns schmerzt es brutal, wenn sie ihn nicht hat. Da müssen wir an uns arbeiten und etwas relaxter werden. Aber dann wären wir wahrscheinlich nicht mehr 1860. Es geht nicht einfach immer steil nach oben. Es gibt immer wieder kleine Rückschläge, wie beim Bitcoin oder der Tesla-Aktie. Aber unsere Tendenz geht ganz klar nach oben. Und ich glaube, sie könnte am Ende reichen, um eine Liga weiter nach oben zu kommen.Wir werden sicher bis zum Ende oben mitmischen.
Auf jeden Fall fehlt mir so sehr, im Stadion zu stehen und diese Mannschaft anzufeuern und ihr etwas zurückzugeben, für diese tollen Leistungen, mit denen sie uns so glücklich macht. Während einer Ehrenrunde durch unser Stadion würde ich ihr gerne ein „Löwen, wir sind stolz auf Euch“ entgegenschmettern und dann nachher aus den Stadionlautsprechern unsere inoffizielle Rückrundenhymne vernehmen!
Am 21.Spieltag traf der TSV 1860 München auf den 1.FC Magdeburg.
Der TSV 1860 München trat gegen Magdeburg zum zweiten Mal in dieser Saison in den türkisfarbenen Trikots an. Lex rutschte für den gelbgesperrten Mölders in die Startelf und übernahm auch die Kapitänsbinde. Außerdem begann Erdmann statt Belkahia und Dressel für Greilinger.
Munterer Beginn – frühes Tor
Die Löwen begannen munter und attackierten den Gastgeber bereits früh in deren Hälfte. Waren die ersten Aktionen noch von Hektik und Ungenauigkeit geprägt, brachte der erste sauber gespielte Angriff die frühe Führung für den TSV 1860. Hiller spielte einen flaschen Abstoß kurz auf Salger. Dieser bekam ganz viel Zeit beim Abspiel und brachte den Ball dann zu Dressel. Dieser verlängerte den Ball sofort mit der linken Fußspitze in die Spitze. Lex zündete den Turbo, legte den Ball am Keeper vorbei und konnte die Kugel im leeren Tor unterbringen (9.Minute).
Die Löwen bejubeln das 0:1
In der Folge versuchte der Gastgeber mit Ballbesitz etwas Kontrolle in sein Spiel zu bringen. Das gelang auch besser als zu Beginn, torgefährlich wurde es allerdings nicht. Lediglich ein Abschluss (30.Minute) ist hier zu nennen, Marco Hiller musste allerdings nicht eingreifen.
Die Gastgeber mit der ersten Chance
Die erste Großchance für Magdeburg gab es dann in der 36.Minute. Steininger prüfte den Löwen-Keeper, aber Hiller kam schnell aus seinem Kasten und hielt den Ball stark mit der rechten Schulter. Direkt im Anschluss zog Sané gegen Hiller nicht zurück und erinnerte damit etwas an den Kollegen Zirkzee. Dieses Mal wurde Hiller zwar nicht getroffen, eine Standpauke von Erdmann durfte sich der Magdeburger Stürmer allerdings trotzdem anhören. Etwas zu wild für Schiedsrichter Aarnink – gelb für Sané und Erdmann war die Folge.
Den nächsten Aufreger lieferte eine Ecke der Löwen von rechts. Tallig köpfte den Ball mustergültig in Richtung langes Eck und die Spieler des TSV 1860 hatten den Jubelschrei schon auf den Lippen. Der Pfosten verhinderte allerdings den zweiten Treffer (43.Minute). Kurz danach wurde die 1.Halbzeit abgepfiffen.
Nach Wiederanpfiff: etwas mehr Platz für Magdeburg
Magdeburg bekam vom TSV 1860 zu Beginn der 2.Halbzeit etwas mehr Platz, die Löwen attackierten nicht mehr ganz so früh und aggressiv wie zu Spielbeginn. Daraus entstand jedoch nach wie vor nichts Zwingendes. Die Heimmannschaft näherte sich dem Tor zwar allmählich an, aber richtig gefährlich wurde es nicht.
Wenn es der Gegner nicht von alleine schafft, dann hilft man ihm eben… Nach einem kurz gespielten, flachen Abstoß verlor Salger im eigenen Sechzehner den Ball, der im Anschluss gerade noch zur Ecke geklärt werden konnte.
Hinten pfui, vorne hui! Nach Freistoß von Wein traf Erdmann völlig freistehend den Ball nicht richtig. Innenverteidiger-Kollege Salger machte es besser und markierte das wichtige 0:2 (56.Minute). Torschütze Nummer 14 für die Löwen in dieser Saison!
In der 60. Minute konnte Magdeburg in Person von Ernst fast den Anschlusstreffer markieren, doch Hiller rettete wieder einmal großartig und verhinderte einen Gegentreffer. Im Gegenzug gab es Freistoß nach Foul an Neudecker, den erneut Wein wunderbar in den Sechzehner brachte. Dieses Mal war Salger der Adressat und konnte aufgrund fehlender Deckung den Ball in aller Seelenruhe quer auf Steinhart legen. Dieser musste nur noch einschieben (61.Minute).
Damit war das Spiel entschieden. Dem Ende entgegen plätscherte die Partie dennoch nicht, die Gastgeber gaben sich nicht vollkommen auf. Die Löwen machten das hinten allerdings routiniert und konnten einen Gegentreffer verhindern. Pünktlich pfiff Schiedsrichter Aarnink die Partie ab.
Auswärtssieg!
Es geht doch! Auch ohne den gelbgesperrten Sascha Mölders gewinnt der TSV 1860 München beim 1.FC Magdeburg mit 0:3 (0:1). Ein abgezockter und starker Auftritt unserer Mannschaft in der Fremde. Vor allem die ständige, lautstarke und positive Kommunikation im Team fällt bei diesen Geisterspielen absolut positiv auf. Die Chemie scheint zu stimmen!
Was macht die Konkurrenz?
Ingolstadt und Halle trennten sich 1:1. Hansa Rostock hingegen konnte sein Heimspiel mit 4:2 gegen Saarbrücken gewinnen. Das bedeutet Platz 2 für den TSV 1860 München nach der Partie gegen Magdeburg. Rostock und Ingolstadt liegen punktgleich mit zwei Zählern Abstand auf den Rängen drei und vier. Die beiden Mannschaften haben allerdings ein Spiel weniger absolviert.
Zudem verlor Unterhaching in Lübeck mit 0:1 und steht damit auf einem Abstiegsplatz.
Weiter geht es am Sonntag, 31.01.2021, mit einem Heimspiel gegen den FSV Zwickau. Dann wieder auf Giesings Höhen – und mit Sascha Mölders.
Herzlich willkommen zum Liveticker 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München auf sechzger.de!
Am 21.Spieltag in der Saison 2020/21 kommt es zum Duell 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München, sechzger.de ist mit dem Liveticker natürlich wieder vor Ort. Nach zuletzt vier Spielen im Sechzgerstadion müssen die Löwen also mal wieder auswärts ran. Anpfiff ist um 18:60 Uhr im Heinz-Krügel-Stadion. Wir begrüßen euch zu unserem Liveticker Magdeburg – TSV 1860.
Sechs Spiele in Folge ungeschlagen und dabei 14 Punkte erzielt. Mit dem 1:1-Unentschieden gegen den SV Meppen 1912 gab es zwar gefühlt einen kleinen Dämpfer, dennoch stimmt die Form bei den Löwen. Gestern patzte die direkte Konkurrenz im Aufstiegskampf und konnte keine Siege einfahren. Eine gute Chance für die Löwen, Boden auf den Tabellenführer Dresden gut zu machen und Türkgücü zu distanzieren.
Im Liveticker von sechzger.de werdet ihr bei der Partie 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München mit allen wichtigen Informationen, Bildern aus Magdeburg und dem Stadion sowie allen Spielereignissen versorgt.
Wo ist das Spiel 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München zu sehen?
Eine Übertragung im Free TV erfolgt nicht, das Spiel wird lediglich live bei Magenta Sport übertragen. Auch auf Youtube gibt es dieses Mal keinen Livestream von 1.FC Magdeburg – TSV 1860. Allerdings überträgt das Löwen-Radio des TSV 1860 das Spiel live.
Der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz jährt sich heute zum 76.mal. Zahlreiche Vereine, Organisationen und Einzelpersonen gedenken diesem Tage heute. So hat auch die offizielle Seite der 3. Liga ein entsprechendes Posting auf Facebook verfasst.
Auch an solchen Gedenktagen gibt es Kommentare, die einfach nicht angebracht sind. Einer davon fand sich in den Kommentaren der 3. Liga-Seite auf Facebook. Ein Fußballfan mit dem 1860-Logo im Wappen schrieb:
Echt jetzt? Unsere Generation hat es nicht getan. Die alten haben genug geblutet und vorgehalten bekommen. Man kann gerne sagen das es passiert ist und mahnen. Aber immer wieder rein reiben ist eindeutig nervend und falsch.
Für dieses Posting bekam er bis zum jetzigen Zeitpunkt (15.15 Uhr) mehr Zustimmung als Ablehnung. Dem TSV 1860 wird ja oftmals nachgesagt, seine Vergangenheit bzw. die Rolle in der Nazizeit nicht genügend aufgearbeitet zu haben. Hier bezogen die Verantwortlichen des TSV 1860 aber klar Stellung. Der offizielle Facebook-Account antwortete:
Der TSV 1860 München unterstützt diese Aktion zu 100%. Und für solche Kommentare mit unserem Logo im Profilbild schämen wir uns.
Dafür gab es ausschließlich Zustimmung. Zudem bezog der TSV 1860 München auch auf seiner offiziellen Facebook-Seite heute eindeutig Stellung und erinnerte an den 76. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung. Das entsprechende Posting zeigt ein Bild des Lagers Auschwitz, dazu die Worte “Nie wieder.”
Der unpolitische Fußball?
Es gibt immer wieder Stimmen, der Fußball möge doch bitte unpolitisch bleiben. Dies war er jedoch nie und wird er niemals sein. Zumindest für uns nicht. Statements gegen Kommerzialisierung sind ein politisches Statement. Stimmen gegen die Gentrifizierung Giesings – wie man sie oftmals bei Spielen des TSV 1860 findet – sind ein politisches Statement.
Statements pro oder contra Investor sind ein politisches Statement.
Selbst Statements für den Erhalt der Stehplätze sind ein politisches Statement.
Normalerweise wäre an dieser prominenten Stelle unser Live-Ticker vom Spiel des TSV 1860 in Magdeburg. Den findet ihr hier.
Herzlich willkommen zur TAKTIKTAFEL vor dem Auswärtsspiel unseres TSV 1860 München gegen den 1.FC Magdeburg.
Um sich endgültig aus den Fängen der kommunistischen Vergangenheit zu lösen, setzt man beim 1. FC Magdeburg auf das komplette Gegenteil von Planwirtschaft. Was den TSV 1860 München gegen Magdeburg erwarten wird, ist schwer vorherzusagen. Trainer Thomas Hoßmang hat bisher fast alle Register gezogen, was die taktische Grundaufstellung betrifft. Neun verschiedene Systeme hat er bisher ausprobiert:
4-4-2 flach
4-4-2 defensiv
4-2-3-1
3-4-1-2
4-3-3 offensiv
4-3-3 defensiv
4-3-1-2
3-5-2
Zuletzt trat man vier Mal in Folge im 3-4-3 an. So gesehen ist der 1. FCM die bisher größte taktische Wundertüte, die auf den TSV 1860 München zukommt. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams ermauerten sich die Festungsstädter ein 1:1-Unentschieden im Grünwalder Stadion mithilfe eines äußerst defensiven 4-3-1-2. Im Heimspiel mauern und auf einen Punkt hoffen, sollte rein theoretisch in der aktuellen Situation, in der sich der 1. FCM tabellarisch befindet, aber nicht die Devise von Trainer Hoßmang sein. Das schreiben dieser TAKTIKTAFEL ist diesmal ein heiteres Systemeraten.
Weil wir aber das 3-4-3 System bisher noch nicht in der TAKTIKTAFEL behandelt haben und das System, wenn man es mit einer sogenannten gependelten Abwehrkette spielt, durchaus auch defensiv seine Vorteile hat, gehen wir einfach mal davon aus, dass Hoßmang nichts am System ändern wird und Magdeburg ein 3-4-3 gegen den TSV 1860 auf den Platz bringt.
Das 3-4-3
Das grundsätzliche Ziel beim 3-4-3 ist den Gegner durch starkes Gegenpressing gar nicht derart zur Entfaltung kommen zu lassen, dass dieser für die Abwehr eine Gefahr darstellen würde. Durch dieses System kann exzellente Raumaufteilung nach Ballverlust gegen den Ball erreicht werden. Daher eignet sich das 3-4-3 bei guter Spielweise wohl mit am besten von allen Systemen für frühes Angriffspressing, da man in der ersten Phase nach Ballverlust fast immer Überzahlsituationen gegen den Ball vorfindet.
Wenn sich der Gegner aus der Pressingsituation befreien kann, muss sich der Mittelfeldspieler auf der schwachen (ballfernen) Seite fallen lassen, damit eine Viererkette gebildet werden kann. Der Außenstürmer auf dieser Seite wird dann ebenfalls tiefer spielen, um gegen Seitenwechsel abzusichern. Es verschiebt sich dann zum 4-4-2.
Was fordert dieses System von den Spielern?
Die Spieler in einem 3-4-3 sollten sehr ballsicher sein und ein exzellentes taktisches Verständnis mitbringen. Die Anforderungen in Puncto Flexibilität an die Rollen der Einzelspieler sind ebenfalls enorm. Gegen den Ball sind außerdem gutes Stellungsspiel und die Fähigkeit, sich entwickelnde Spielsituationen zu erkennen, von höchster Wichtigkeit.
In Systemen mit Dreierkette wird in der Frühphase eines Angriffs sehr direkt verteidigt. Für die Defensivpositionen sind schnelle, bewegliche Spieler daher unabdingbar. Die Flügelspieler im Mittelfeld brauchen viel Kondition und Laufbereitschaft, da sie ihren Flügel alleine abdecken müssen.
Alternativen zum Pressing
Kann eine Mannschaft, die im 3-4-3 spielt den Gegner defensiv durch Pressing dauerhaft nicht aufhalten, muss entweder über gependelte Außen im Mittelfeld auf eine Fünferkette in der Abwehr oder wie im Fall oben beschreiben zum 4-4-2 gewechselt werden.
Offensiv ist die vier im Mittelfeld meist in einer flachen Rautenformation. Diese ermöglicht mit horizontalen/diagonalen Verschiebungen sehr schnell überall Passdreicke zu bilden. Die beiden Außenstürmer, die leicht zurückgezogen auf ihren Flügeln agieren, bilden mit dem Mittelstürmer ein flaches Sturmdreieck. Dadurch ergibt sich auf dem Feld bei richtiger Umsetzung des 3-4-3 eine “Achter” Formation mit dem offensiven/zentralen Mittelfeldspieler als Zentrum. Die Überzahlsituationen, die so gegen traditionell verteidigende Mannschaften gebildet werden können, sorgen für immensen Druck.
Wenn dieser offensive Druck dann durch das frühe Angriffspressing permanent hochgehalten werden kann, spielt man eine Abwehr mit der Zeit müde und kommt früher oder später zwangsläufig zu Torgelegenheiten.
Stärken und Schwächen des 3-4-3
Stärken
Das 3-4-3 bietet mit seiner exzellenten Tiefenstaffelung im Zusammenspiel mit taktischer Disziplin im Positionsspiel sehr variantenreiche Spielzüge im Aufbau. Gerade für spielstarke Teams ist dieses System daher eine wahnsinnig effektive Waffe. Angriffspressing und Gegenpressing können mit der Überzahl an Offensivspielern gut umgesetzt werden. Diese Überzahl verhilft der Mannschaft im 3-4-3 auch im letzten Drittel zu hoher Variabilität.
Schwächen
Die Dreierabwehrkette muss situativ immer wieder aus dem Mittelfeld heraus verstärkt werden, wenn der Gegner sich aus dem Pressing befreien kann. Das 3-4-3 stellt sowohl mit als auch gegen den Ball hohe Anforderungen an die individuelle Stärke der Spieler. Wenn die Spieler ihre Rollen im taktischen Konzept nicht akribisch einhalten, kann das Spiel im 3-4-3 leicht zum Debakel werden. Außerdem ist es sehr anfällig gegen Konter bei Ballverlust.
Bisherige statistische Werte des 1. FCM
Ballbesitz 52%:48%
Passgenauigkeit 80%
Gewonnene Defensivzweikämpfe 58%
Flankengenauigkeit 35%
PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 10,43
Schlüsselspieler
Verteidigung
Torwart Morten Behrens (#1): Dass er eine Wand im Tor sein kann, hat er diese Saison eindrucksvoll bewiesen. 71,5% der Schüsse auf sein Tor hat er gehalten. Das Problem an der Sache: seine Abwehr lässt sehr viele Schüsse zu. Obwohl bereits 91 Schüsse in den von Magdeburg bisher absolvierten 20 Partien auf seinen Kasten gingen, musste er erst 26 Gegentore hinnehmen. 3 Mal konnte er die Null halten. Stark im herauslaufen, gute Strafraumbeherrschung und exzellente Reflexe kann Behrens vorweisen. Mit seinen Paraden im Hinspiel brachte er die Offensive der Löwen zur Verzweiflung. Der 23-jährige Schlussmann wird früher oder später sicher auf den Zetteln höherklassiger Clubs mit besseren Abwehrreihen stehen.
Innenverteidiger und Kapitän Tobias Müller (#5) ist stark im Spielaufbau, bei den Defensivaktionen allerdings nicht immer ganz auf der Höhe des Geschehens. Mit seiner Leistung im Spiel steht und fällt, wenn man der Statistik glauben darf, das Spiel gegen den Ball bei Magdeburg. Spielt er hinten gut, holen die Festungsstädter meist Punkte.
Mittelfeld und Sturm
Thore Jacobsen (#22): Die Leihgabe aus Bremen ist ein äußerst passsicherer, defensiver Mittelfeldspieler, ader in der Spieleröffnung mit dem 3-4-3 System nun eine größere Rolle bei der Eröffnung eines Positionsangriffs hat als bisher.
Sebastian Jakubiak (#8) wurde lange Zeit in der Hinrunde von Thomas Hoßmang nicht berücksichtigt. Nun ist er seit Einführung des 3-4-3 Stammspieler. Eine Quote von 60,2% erfolgreichen Aktionen kann sich für einen offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler auch durchaus sehen lassen. Er ist sich auch nicht zu schade gegen den Ball mitzuarbeiten. Technisch versiert und mit gutem Auge für den Mitspieler. Er kann den tödlichen Pass spielen.
Neuzugang Saliou Sané (#33) hat in den fünf Spielen, die er bisher für den 1. FCM absolviert hat, zwei Tore und zwei Vorlagen vorzuweisen. Dazu kommen weitere fünf Schussvorlagen, die von den Mitspielern nicht verwertet werden konnten. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Dieser Mann ist pure Torgefahr.
Fazit
Die bei der sogenannten Smart Passes conversion auf Rang drei, bei Flankengenauigkeit auf Rang sechs und Passquote ins letzte Drittel auf Rang neun in der Liga rangierenden Festungsstädter sind schlechter platziert als sie es theoretisch sein müssten. Mit dem neu hinzugekommenen Sané hat sich vor allem bei der Chancenverwertung viel getan. Der Dämpfer am Wochenende gegen Halle wird Magdeburg gegen unseren TSV 1860 hochmotiviert auf den Platz kommen lassen, um im Heimspiel gegen die Löwen die hinterlassene Scharte des Derbys auszumerzen.
Ohne Kapitän und Toptorjäger Sascha Mölders, der gelbgesperrt fehlt, wird diese Partie eine ganz harte Nuss für unsere Löwen. Ob es wegen des Fehlens von Mölders eine taktische Umstellung auf ein anderes System geben wird, oder ob Biankadi für ihn in die Spitze rückt? Wir werden es sehen. Trainer Michael Köllner wird der Mannschaft den besten Matchplan mitgeben. Wenn Magdeburg mauert wie im Hinspiel, kann das für die Löwen in Sachsen Anhalt eine sehr unglückliche Nummer werden. Hoffen wir auf ein ansehnliches Fußballspiel.
Datenquelle: http://www.wyscout.com/
Diese Aufstellung erwarte ich beim 1.FC Magdeburg
So tritt der 1.FC Magdeburg voraussichtlich gegen den TSV 1860 an
Vorbericht zur Partie 1. FC Magdeburg – TSV 1860 München
Es ist der fünftletzte Tag im ersten Monat dieses neuen Jahres und die seit sechs Spielen ungeschlagenen Löwen gehen zum ersten Mal in 2021 auf Reisen. Nach jahresübergreifend vier Auftritten im Sechzgerstadion kommt es nun in Sachsen-Anhalt zum Duell 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München. Bereits gestern Mittag ist der Bus von der Grünwalder Straße aus Richtung Nordosten gestartet, gut angekommen und Stefan Lex & Co. haben die gerade zu Ende gegangene Nacht vor Ort verbracht.
Bilanz 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München
Erst zum zweiten Mal in der Historie tritt eine Mannschaft des TSV 1860 heute Abend im derzeit auf den Namen “MDCC-Arena” hörenden Magdeburger Stadion an, das von den FCM-Fans Heinz-Krügel-Stadion genannt wird – nach dem Trainer, mit dem man 1974 den Europapokal der Pokalsieger gewinnen konnte. Einige Traditionalisten unter den Anhängern bezeichnen ihre Heimstätte auch als Ernst-Grube-Stadion. So hieß der Ground am gleichen Standort, der im Dezember 2006 von dem modernen Neubau abgelöst wurde.
Die sportlichen Erinnerungen der Löwen an das bislang einzige Spiel in Sachsen-Anhalts Hauptstadt sind schlecht. Mit 1:5 unterlag die Mannschaft von Daniel Bierofka am 24. August 2019 vor 16.000 Zuschauern den gerade aus der 2. Liga abgestiegenen Gastgebern. Schon zur Pause stand es 4:0, den Ehrentreffer markierte Markus Ziereis in der Schlussminute. Nachdem die beiden Heimspiele gegen diesen Gegner, genau ein halbes Jahr nach der beschriebenen Packung bzw. im ersten Geisterheimspiel der aktuell laufenden Saison jeweils 1:1 endeten, wäre heute die perfekte Gelegenheit für den ersten Sieg gegen den Club.
Bisheriger Saisonverlauf des FCM
In die Vorsaison waren unsere heutigen Gastgeber noch als Aufstiegsfavorit gestartet, mussten aber bald realisieren, dass eine sofortige Rückkehr in die 2. Liga ein völlig utopisches Ziel darstellte. Meist lag man in der zweiten Tabellenhälfte, in der Rückrunde pendelte man zwischen den Plätzen 13 und 15 und in der Endabrechnung landete man Anfang Juli nur drei Punkte und drei Plätze vor dem bestplatzierten Absteiger aus Chemnitz. Die Ambitionen für die neue Saison, die insgesamt fünfte in der 3. Liga, waren entsprechend deutlich zurückhaltender. Von der Trainern der Konkurrenz hatte die Elbstädter keiner mehr auf dem Aufsteigerzettel, bei den Wettbüros wurde der FCM – genauso wie unsere Löwen – aber immerhin zum „erweiterten Favoritenkreis“ gerechnet. Zusammen mit weiteren derzeitigen Kellerkindern, wie dem MSV Duisburg und dem FCK.
Holpriger Beginn
Diese positive Einschätzung hat sich dann aber (auch) für Magdeburg schon frühzeitig erledigt. Nach dem unglücklichen Pokalaus – vor übrigens immerhin 5.000 zugelassenen Zuschauern gegen Darmstadt – verlor man zum Saisonstart gleich das prestigeträchtige Sachsen-Anhalt-Derby gegen Halle und wartete dann bis zum 16. Oktober auf den ersten Sieg. Der erfolgte am 5. Spieltag gegen Türkgücü. Ausgerechnet beim Gastspiel auf Giesings Höhen gelang der einzige Punkt in der Anfangsphase der Saison. Nach weiteren Pleiten fand man sich im Spätherbst tief unten im Tabellenkeller wieder. Nur aufgrund der Corona-bedingten Spielabsagen der ebenfalls schwächelnden Konkurrenz blieb die Rote Laterne in der jeweils aktuellen Tabelle meist anderen überlassen. Faktisch konnte Magdeburg aber nur einmal in dieser Saison die Abstiegsränge für eine Woche verlassen.
Zwangspause für den FCM
Die ersten beiden Spielabsagen ereilten den FCM dann im Jahresfinale 2020. Wegen eines positiv getesteten Spielers mussten die Partien des 16. und 17. Spieltags gegen Saarbrücken und in Duisburg abgesagt werden. Beide Spiele sind aber bereits nachgeholt, sodass unser heutiger Gegner in diesem Jahr schon ein ordentliches Pensum von fünf Spielen absolviert hat. Dabei war der Club sogar relativ erfolgreich. Siege in Unterhaching (vor den Augen des anwesenden Löwentrainers) und beim MSV sorgten für Aufwind. Am Samstag folgte mit einer erneuten Niederlage im Derby beim HFC dann allerdings ein Rückschlag. Unsere Löwen bekommen es also auch heute – wie Ende September – mit einem angeschlagenen Derbyverlierer zu tun. Mal sehen, was Köllners Buben aus dieser durchaus komplexen Aufgabenstellung machen.
Steht ein Trainerwechsel bevor?
Vom in der Branche üblichen Reflex, bei Misserfolgen den Übungsleiter zu ersetzen, der auch bei diesem Traditionsverein in der letzten Saison noch auf der Tagesordnung stand, sieht man aktuell noch ab. Nachdem Magdeburger Medien im Saisonverlauf aber immer wieder – zuletzt vor knapp zwei Wochen – Endspiele für Thomas Hoßmang ausriefen, wird die Luft für ihn immer dünner. Mehrmals zog das ostdeutsche Trainerurgestein mit sportlichen Zwischenerfolgen den Kopf nochmal aus der Schlinge. Im Januar mit den beiden oben erwähnten Siegen hintereinander gegen die Münchner Vorstädter und die Zebras. Sollte den FCM aber heute Abend eine Niederlage ereilen, so dürfte es wieder sehr ungemütlich für ihn werden. Am kommenden Wochenende gastiert Magdeburg übrigens bei Viktoria Köln, wo Trainer Pavel Dotchev ja erst am Sonntag seinen Hut nehmen musste. Vielleicht wird dieses Spiel ja dann ein „Duell der neuen Besen“.
Wir bleiben erstmal beim heutigen Spiel. Was in und um das Stadion in Magdeburg passiert, ob es dort ähnlich winterlich ist wie in der Heimat der Löwen, erfahrt Ihr heute ab dem späten Nachmittag im sechzger.de-Liveticker. Wir versorgen Euch wie immer mit zahlreichen Eindrücken vom Gastspiel der Löwen.
Linus Straßer ist beim Slalom in Schladming ausgeschieden. Nach dem ersten Durchgang beim Night-Race auf der Planai lag unser Skilöwe mit 2,66 Sekunden Rückstand auf den führenden Manuel Feller (Österreich) auf Rang 27 und konnte froh sein, dass er sich noch für den zweiten Lauf qualifizieren konnte. Weitere Fahrer aus der deutschen Mannschaft konnten sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren.
Straßer im zweiten Durchgang ausgeschieden
Im zweiten Lauf setzte Linus Straßer bei anhaltendem Schneetreiben alles auf eine Karte und wollte aus dem hinteren Feld einen Angriff auf die vorderen Plätze starten. Leider ging er zu viel Risiko und fädelte mit Zwischenbestzeit bereits im oberen Teil ein. Damit konnte er an die guten Ergebnisse der letzten Rennen nicht anknüpfen.
Das Endergebnis
Das Rennen gewann der Österreicher Marco Schwarz vor den beiden Franzosen Clement Noel (0,68 Sekunden Rückstand) und Alexis Pinturault (0,82 Sekunden Rückstand). Man kann davon ausgehen, dass bei einem rot-weiß-roten Sieg an der Planai und in Schladming ähnlich gefeiert worden wäre wie nach einem kapitalen Heimsieg der Löwen in Giesing. Da aber auch die Skirennen diesen Winter ohne Zuschauer stattfinden müssen, geht es den Skifans der Alpenrepublik genauso wie uns Löwen.
Ausblick auf die nächsten Rennen
Da Linus Straßer in Schladming ausgeschieden ist, liegt er nun mit 278 Punkten auf Rang 5 im Slalom Weltcup. Am Wochenende geht es in Chamonix am Mont Blanc mit zwei Slaloms für Straßer weiter. Vor der WM in Cortina d’Ampezzo sind das die letzten beiden Rennen für den Skilöwen. Die WM beginnt am 08. Februar im Nobelort in den Dolomiten.
Am heutigen Dienstag Abend fanden vier Spiele der 3. Liga statt; dabei waren unter anderem Tabellenführer Dynamo Dresden und Löwen-Verfolger Türkgücü München im Einsatz.
FC Bayern München II – SC Verl abgesagt
Die Partie des FC Bayern München II gegen den SC Verl wurde im Laufe des Tages wegen Unbespielbarkeit des Platzes im Grünwalder Stadion abgesagt. Gut für den arg geschundenen Rasen in Giesing. Die Zweitvertretung aus der Seitenstraße vermeldet unterdessen einen prominenten Neuzugang: Dimitri Oberlin unterschrieb heute einen Vertrag an der Säbener Straße und soll in die Fußstapfen von Okyere Wriedt treten. Der Champions League-erfahrene Stürmer, der auch schon ein Länderspiel für die Schweiz absolvierte, stand zuletzt beim FC Basel unter Vertrag und gehörte dort zu den Top-Verdienern. Ganz normaler Drittliga-Move also…
1. FC Kaiserslautern – Türkgücü München 0:0 (0:0)
In den letzten sechs Partien spielte Türkgücü fünfmal zu Null, die Roten Teufel brauchten jedoch dringend Punkte und erzielten bis dato kümmerliche sechs Heimtore. Interessante Voraussetzung also für dieses Duell auf dem Betzenberg. Kurios: Bei den Gästen stand Top-Torschütze Petar Sliskovic zwar im Kader, saß aber dennoch nicht auf der Bank. Was da wohl los war? Auf dem Rasen zeigte sich der FCK zwar bemüht, aber doch zu umständlich, um den Kasten von Vollath wirklich in Gefahr zu bringen.
Auf der Gegenseite zirkelte Sararer in der 62. Minute einen Freistoß aus 22 Metern knapp am Winkel vorbei. Insgesamt bewegte sich die Partie bis dahin jedoch auf einem sehr überschaubaren Niveau, zumal die Lauterer nun kaum noch nach vorne spielten. Es blieb beim leistungsgerechten 0:0.
FSV Zwickau – MSV Duisburg 3:1 (3:0)
Die Sachsen hatten zuletzt vor allem auswärts überzeugt, die Zebras gar nicht. Insofern war Spannung angesagt, doch bereits in der 4. Minute schlug der Zeiger erstmals in Richtung FSV aus. Verteidiger Steffen Nkansah war zur rechten Zeit am rechten Ort und köpfte unhaltbar zum 1:0 für Zwickau ein. Die Meidericher enttäuschten erneut und in der 35. Minute erhöhte Schröter nach einem sehenswerten Solo zum 2:0. Doch damit nicht genug: In der 42. Minute nagelte Schröter die Kugel per Unterkante der Latte zum dritten Mal ins Netz des MSV. Ein Debakel bahnte sich an für Gino Lettieri und seine Mannen.
Die Zebras krempelten die Ärmel aber nochmal hoch und verkürzten in der 56. Minuten durch den 17-jährigen Hettwer zum 3:1. Zwar glänzte der MSV auch weiterhin nicht, der Wille war aber immerhin zu erkennen. Wer weiß, was passiert wäre, wenn Velkovs Schuss in der 77. Minute nicht am Pfosten, sondern im Tor gelandet wäre?
SV Wehen Wiesbaden – Viktoria Köln 2:2 (0:1)
Spiel eins nach der Entlassung von Pavel Dotchev. Für die Viktoria galt es, den Negativtrend der letzten Wochen zu stoppen, um nicht in den Tabellenkeller abzurutschen. Und es begann erfreulich, denn in der 24. Minute traf Lorch zum 0:1 für die Gäste. Das hatten sich die Hessen in ihrem 400. Match in der 3. Liga sicher anders vorgestellt. Beinahe hätte Thiele in der 38. Minute sogar noch erhöht, doch Torhüter Boss verhinderte den Einschlag hervorragend.
So blieb die Partie vorerst offen und in der 64. Minute sorgte Philip Tietz gar für den Ausgleich des SVWW. Alles wieder drin in der Wiesbadener Wasserfilter-Arena. Doch die Viktoria wollte den Dreier unbedingt und Lucas Cueto brachte die Kölner in der 81. Minute nach einer tollen Einzelleistung erneut in Front. Drei Minuten fehlten den Rheinländern am Ende zu Sieg, denn Malone glich erneut für Wehen Wiesbaden aus (87.).
Waldhof Mannheim – Dynamo Dresden 1:0 (0:0)
Nach dem 4:3-Spektakel gegen den 1. FC Kaiserslautern musste Dynamo diesmal in Mannheim ran. Nicht dabei: Trainer Markus Kauczinski, der sich aufgrund gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus befindet. Auf dem Rasen zeigte der Waldhof über weite Strecken ein ordentliches Pressing und ließ die Dresdner Offensive in der ersten Halbzeit kaum zur Entfaltung kommen. Im Gegenteil: In den ersten 45 Minuten war das Heimteam die aktivere Mannschaft.
Chancen blieben auch nach dem Seitenwechsel Mangelware, farbig wurde es aber dennoch. Der Dresdner Sebastian Mai trat seinem Gegenspieler Martinovic während einer Spielunterbrechung völlig unmotiviert in die Hacken und durfte vorzeitig unter die Dusche. Herzlichen Glückwunsch. Der Waldhof investierte viel, war dem Dreier näher als der Gegner, doch Dynamo verteidigte das 0:0 bis in die dritte Minute der Nachspielzeit. Dann traf Seegert die Latte, der Angriff lief weiter und nach einem Handspiel von Ehlers gab es Elfmeter für Mannheim – und Rot für den Dresdner gratis dazu. Dramatik pur!