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Sechzig@18:60 – Amateure-Testspiel datiert + Fanbeauftragter mit Facebook-Pause + 1860-Tattoos update

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Die Amateure des TSV 1860 testen am 22. August um 17.00 Uhr beim TSV Buchbach.

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Sommerpause ist dann, wenn die Bekanntgabe der Facebook-Pause des TSV 1860 – Fanbeauftragten Christian Poschet eine eigene Meldung bei sechzger.de wert ist – bis 01.09.2020 dauert die selbstgewählte Abstinenz und würde somit sogar das Trainingslager in Windischgarsten einschließen – man darf gespannt sein. Ihr erreicht ihn jedoch weiterhin über sein Handy.

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Nachdem sich ansonsten heute wenig getan hat, haben wir die 1860-Tattoo-Galerie um ein weiteres beeindruckendes TSV-1860-Tattoo erweitert. Damit ihr den Link nicht extra anklicken müsst, ist das – ausnahmsweise – das Beitragsbild geworden. Respekt!

Sechzig um Sieben, 18.07.2020: Der Haken beim Olympiastadion + Leeds United wieder in der Premier League

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Als DFB/DFL den Leitfaden zur Wiederzulassung von Stadionbesuchern veröffentlichten, war sechzger.de das erste Medium welches die reduzierte Kapazität des Sechzgerstadions ausrechnete und für die Corona-Zeit das Oly ins Gespräch brachte – eine Aussage, die übrigens auch intern heiß diskutiert wurde: Da bei sechzger.de inzwischen ein gutes halbes Dutzend Leute die Artikel schreiben, gibt es bei uns – natürlich – auch oftmals verschiedene Meinungen.

Inzwischen haben mehrere andere Medien das Olympiastadion ins Gespräch gebracht – und entweder fleißig falsch abgeschrieben, oder den selben Rechenfehler wie auch wir bzw. ich gehabt: Löwenfan Stefan M. hat uns folgenden berechtigten Hinweis in den Kommentarbereich geschrieben:

Eure Berechnung ist möglicherweise nicht ganz richtig, da man evtl andere Grundlagen heran ziehen müsste.
Richtig ist, dass das Sechzger aufgrund von bürokratischen Hürden eine Kapazitäz von 15.000 hat.
Grundlage für die Begrenzug ist die geringe Anzahl an Fluchtwegen.
Die Westkurve müsste demzufolge von deutlich mehr Leuten besucht werden können, jedoch darf jeder Block mit 2 Fluchtwegen nur von 1.100 Leuten belegt werden.
Deshalb dürfte für die Krisenkapazität auch nicht die derzeitige Kapazität angesetzt werden, sondern die bautechnisch machbare, welche man wahrscheinlich in den Unterlagen von 2004/2005 findet.

Ich vermute, dass man hier doch nochmal 1.000 Leute mehr ins Stadion lassen kann, auch ohne die Fluchtweggrenzen zu erreichen.

Das bezieht sich allerdings rein auf die Stadionkapazität. Ob die Corona-bedingten Abstandsflächen etc. – ausführlicher erklärt in diesem Artikel – eingehalten werden können, ist fraglich.

Weitere Haken bei einem möglichen Corona-Oly-Umzug:

– Es kann vermutlich organisatorisch nicht eben nach Corona-Fallzahlen zwischen den Stadien hin- und hergewechselt werden
– Es ist äußerst fraglich, ob es überhaupt eine nennenswerte Anzahl an Löwenfans gibt, die sich mit Maske und Abstand und sämtlichen Sicherheitsvorkehrungen ein Fußballspiel in einer weitläufigen großen Schüssel live ansehen möchte.

Insbesondere für den kommenden Herbst/Winter weisen wir darauf hin, dass mehr als 50% des Stadions nicht überdacht sind. Zudem war das Sechzgerstadion mit seinen 15 000 Plätzen in der abgelaufenen Saison meistens “gerade so” ausverkauft – und wir reden immer noch von Drittligafußball in Corona-Zeiten.

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Leeds United und der TSV 1860 kreuzten in der Champions-League-Qualifikation 2000 die Klingen – die Löwenfans erinnern sich sicherlich. Danach ging es für beide Clubs erst einmal bergab – Leeds hat allerdings gestern wieder den Aufstieg in die Premier-League perfekt gemacht.

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1860-Boxtrainer Ali Cukur ist heute im Radio zu hören – mehr Infos dazu im gestrigen Sechzig@18:60

Sechzig@18:60: Mölders hängt ein Jahr dran – Weltuntergang verschoben! + SpVgg kauft Sportpark in Unterhaching + Ali Cukur live im Radio + Mehr Daten zum Trainingslager + Team2020 & Reisinger bei Fan-Club

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Natürlich freuen wir uns, dass Sascha Mölders noch ein Jahr beim TSV 1860 dranhängt – ein enorm wichtiges Signal beim TSV 1860, welches wir mit großer Freude aufgenommen haben. Den Hinweis “Weltuntergang verschoben” in einer 1860-Gruppe fanden wir trotzdem so witzig, dass er in die Überschrift musste. Nix für Ungut – und dann schauen wir mal, was in einem Jahr passiert und geschrieben wird.

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Die Spielvereinigung Unterhaching hat den Sportpark gekauft – 3,3 Millionen erscheinen dem einen oder anderen vermutlich sehr günstig, aber es ist wohl nur so günstig weil umfangreiche Investitionen zu tätigen sind. Mehr Informationen gibt es hier:

https://www.merkur.de/sport/spvgg-unterhaching/unterhaching-gemeinde-verkauft-stadion-an-spielvereinigung-unterhaching-spvgg-13835753.html

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Ali Cukur ist seit Jahrzehnte der Boxtrainer in der Boxabteilung des TSV 1860 München – und morgen in einer Radioreportage zu hören: Samstag, 13:05 Uhr – mehr Informationen hier: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiofeature/radioeature-boxen-lionhearted-100.html

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Das Team 2020 um Oskar Dernitzky ist morgen zu einer Mitglieder Versammlung eingeladen, von den neugegründeten Coburger Veste – Löwen im schönen Oberfranken. Auch die Gästeliste kann sich sehen lassen – Präsident Robert Reisinger, der Fanbeauftragteder KGaA Sebastian Weber, Volker Rech von der Bayerischen und Bernd Hobsch der von 1998 – 1999 beim TSV 1860 München gespielt hatte. Mehr Informationen gibt es im Zweifelsfalle von Oskar Dernitzky via Facebook oder dort vom Team 2020.

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Noch ein Datum zum Trainingslager in Windischgarsten ist durchgesickert: Am Tag der Anreise (26.08.) gibt es wohl ein Testspiel in Linz, am 31.08. ein Testspiel in Windischgarsten. Mehr Informationen gibt es wegen Corona derzeit leider noch nicht.

Stärkt Corona 50+1?

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Zu Beginn der Corona-Krise keimte die altbekannte Diskussion auf: Ist es an der Zeit, auch in Deutschland endlich den Fußballmarkt unbeschränkt für Investoren zu öffnen? Ist 50+1 noch zeitgemäß?

Martin Kind witterte eine neue Chance, Hannover 96 zu übernehmen. Folglich fiel seine Einschätzung wenig überraschend wie folgt aus: „Ich persönlich empfehle, dass die Regel fällt. Denn für mich sind Bundesligavereine Wirtschaftsunternehmen“, so der Unternehmer im Sport1-Doppelpass.

Derzeit liegt das Thema noch immer beim Bundeskartellamt zur Prüfung; bei der Bewertung zur Rechtssicherheit gibt es verschiedene Sichtweisen von Experten und solchen, die sich gerne Experten nennen.

Die Fans haben dazu eine recht eindeutige Meinung: Nicht nur die aktiven Fanszenen in Deutschland setzen sich vehement für den Erhalt der Regel ein – sei es durch Spruchbänder oder Initiativen -sondern auch der gemeine deutsche Fußballfan spricht sich mit großer Mehrheit für den Status Quo aus. 82,8 % haben in einer repräsentativen Umfrage des Bundesliga-Barometer von Prof. Dr. Alfons Madeja in Zusammenarbeit mit dem Doppelpass für den Erhalt der Regel gestimmt. Die Umfrage stammt von Ende März, also inmitten der Corona-Krise. Und auch Rainer Koch hat eine klare Meinung zu dem Thema.

Eigentlich sollte die Regel den sportlichen Wettbewerb in den deutschen Profiligen schützen, indem verhindert wird, dass Investoren die Entscheidungsmacht über die Strategie eines Fußballvereins übernehmen. Für Investoren gibt es die berühmte 20-Jahre Ausnahme, in der man die Regel umgehen kann, wenn sich ein Investor über 20 Jahre in einem Verein engagiert hat, wie z.B. bei der TSG Hoffenheim oder dem Sonderfall Bayer Leverkusen mit dem Pharma-Konzern. Zusätzlich gibt es Konstrukte wie Red Bull Leipzig, die spezielle und zumindest oberflächlich unangreifbare Strukturen entwickelt haben. Dennoch sorgte die Leipziger Dependance des Fuschler Getränkekonzerns kürzlich für Aufregung, als ein Darlehen über 100 Millionen € in bilanzrechtliches Eigenkapital umgewandelt wurde. Hier stellte sich bereits die Frage, inwiefern dies kompatibel mit dem Financial Fairplay der UEFA ist.

Wobei diese Frage mittlerweile eigentlich beantwortet wurde, nachdem das aufsehenerregende Urteil des CAS im Fall Manchester City (Foto: Maine Road, das alte Stadion des MCFC) bekannt wurde. Eine Gerichtsentscheidung, die eine ähnliche Sprengkraft wie das Bosman-Urteil aus dem Jahr 1995 haben könnte. “Um ehrlich zu sein, denke ich nicht, dass das ein guter Tag für den Fußball war. Das ist ein ernstes Thema”, sagte Jürgen Klopp zur CAS-Entscheidung. “Die reichsten Leute und Länder können tun, was sie wollen”, so Klopp weiter. Nicht wenige, wie Gary Lineker oder Jose Mourinho sehen darin das Ende des Financial Fairplays. Dass für Red Bull aber seit jeher scheinbar andere Regeln gelten als für den Rest, ist nun auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

Hiermit wären wir wieder beim Thema 50+1: Dass diese Regel in ihrer jetzigen Form nicht perfekt ist, möchte ich gar nicht in Frage stellen. Seit zwei Jahren spricht man darüber, die Regelung rechtssicher zu machen, passiert ist bisher noch nichts. 2018 hat sich die Mehrzahl der deutschen Proficlubs für den Erhalt ausgesprochen – der deutsche Vereinsfußball steht also grundsätzlich zu dieser schützenden Regel.

Will man einen finanziell völlig entfesselten Fußballmarkt mit ständigen wechselnden Eigentümern, Hedgefonds und exzentrischen Milliardären (die bei Zeiten ihr Spielzeug auch gerne mal zerstören – Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4), bei der jede Identität irgendwann verwaschen wird? Ist es erstrebenswert, als Kunde (nicht als Fan!) in einen zwar modernen aber seelenlosen  Fußballtempel am Stadtrand zu fahren, dort ideenlose Fanartikel zu kaufen und in der stadioneigenen Gastronomie zu konsumieren, die vom Verein vorbereitete Choreografie hochzuheben? Ist es wirklich so toll, wenn kritische Stimmen mit Stadionverbot belegt werden oder durch Umwandlung der Stehplätze in hochwertige Sitzplätze die Fans rausgentrifiziert werden?

Ich will das nicht! Ich liebe vor allem auch die Interaktion mit Menschen in und um das Stadion, kleine Kneipen und Restaurants, die man dadurch unterstützen kann, und keine Konzerne. Insofern  bin ich um jeden Tag froh, an dem 50+1 noch in Kraft ist und gelebt wird.

Wie seht Ihr das? 50+1: Ja oder nein? Und warum?

Verfasser: Benedikt Niedergünzl

 

Sechzig um Sieben: Sascha Mölders bleibt beim TSV 1860! + das Oly – die falschen Gedanken?

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Gute Nachrichten für die Löwenfans: Dass Sascha Möders (wie auch Niklas Lang, Eric Weeger, Felix Weber) gestern zum Teil mit ihren Beratern auf der Geschäftsstelle des TSV 1860 waren berichteten wir schon gestern Abend bei Sechzig@18:60. Dass die Löwen die Verlängerung verkünden werden berichtete nun “dieblaue24” als erstes – und schreibt von einer wenig überraschenden Vertragsverlängerung bis 2021. Weitere Details gibt es derzeit noch nicht.

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Wir haben ja gestern an dieser Stelle darüber berichtet, welche Auswirkungen der “Corona-Leitfaden von DFB/DFL zur Wiederzulassung von Zuschauern bei Fußballspielen” für 1860 haben wird. Auch haben wir in unserem Fazit eine Übergangsweisen Umzug ins Oly ins Spiel gebracht, der bei einer Corona-Kapazität des Sechzgerstadions von 3000 – 4000 Zuschauern zumindest überlegt werden sollte (es wäre im übrigen ziemlich ideal, wenn man aus diesem Grunde zeitnah mit dem Umbau des Sechzgerstadions beginnen könnte, aber das lässt sich vermutlich nicht realisieren).

Ein Kommentar den wir dafür bekommen haben, war folgender:

Zu Eurem Fazit: ich halte es für absolut fatal dem Oly eine Plattform zu geben. Das bietet ggf. nur wieder Plattformen für die Plerrer, die ins Oly wollen…

Ähnliche Kommentare hatten wir auch schon unter anderen Artikeln, z.B. als wir einen Beitrag von Hasan Ismaik geteilt haben. Die Denkweise können wir sogar nachvollziehen – man kennt es ja aus anderen Medien (nicht nur beim Fußball), dass Gedanken, Optionen, Nachrichten und Tatsachen die nicht in die jeweilige Denkweise des Autors passen einfach ausgeblendet werden.

sechzger.de möchte anders sein. Wir möchten möglichst neutral und sachlich berichten: Wenn db24 als erstes berichtet, dass Sascha Mölders verlängert, dann erwähnen wir db24. Wenn Hasan Ismaik ein Posting zu den Löwen schreibt das uns wichtig erscheint, dann erwähnen wir dieses. Wenn wir das Oly für eine realistische, mögliche oder sogar die bessere Option halten (in dem Fall ohnehin nur für einen begrenzten Zeitraum) dann schreiben wir das.

sechzger.de

Sechzig@18:60: Mölders & Co. heute an der Geschäftsstelle + Trainingslager terminiert +

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Kracher Pfeifer Hartberg
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

War heute noch einmal großer Verhandlungs- oder gar Verlängerungstag bei den Löwen? Unter anderem an der Geschäftsstelle gesehen wurden Niklas Lang, Eric Weeger, Felix Weber und Sascha Mölders (inkl. Berater und einem Stapel Papier unter dem Arm – Inhalt nicht ersichtlich). Wir hoffen auf eine baldige Pressemitteilung mit guten Nachrichten – auch wenn Pressesprecher Rainer Kmeth derzeit im wohlverdienten Urlaub ist. Gesehen wurden die Löwen-Profis sicher, der Rest ist spekulativ.

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Gesichert ist allerdings das Trainingslager in Windischgarsten im Dilly-Resort vom 26. – 31. August – diese Info erreichte uns nahezu zeitgleich mit der Veröffentlichung durch die Abendzeitung, allerdings auf einem ganz witzigem Kanal. Das wird vielleicht einmal eine eigene Geschichte…

Gerüchten zufolge soll es auch wieder eine Fan-Reise geben – wie dann letztlich die Umsetzung inkl. Corona-Auflagen wird, ob das anvisierte Testspiel unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfindet etc. – all das ist derzeit spekulativ.

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Die Auswirkungen des “DFB/DFL-Corona-Leitfadens zu Fußballspielen mit Zuschauern während Corona” auf 1860 haben wir heute morgen schon beleuchtet und verweisen an dieser Stelle noch einmal auf den Artikel: https://sechzger.de/sechzig-um-sieben-bedeutung-des-dfl-dfb-leitfadens-zur-wiederzulassung-von-stadionbesuchern-fuer-den-tsv-1860/

Covid-19: Wie wird andernorts kontrolliert?

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96 Tage – oder anders ausgedrückt: Eine halbe Ewigkeit musste ich warten, bis ich nach der coronabedingten Pause endlich wieder ein Fußballspiel besuchen durfte. Anfang März stand das neue Stadion der Spurs in Nord-London auf dem Programm (Aus im FA-Cup gegen Norwich City nach Elfmeterschießen), danach folgten noch TuS Immenstaad am Bodensee und die SG Niedersonthofen-Martinszell im Allgäu – dann war Schluss. Bis auf Weiteres. Wochenlang tat sich gar nichts, die Szenarien wurden immer düsterer, Spielzeiten wurden abgebrochen, annulliert. Doch ein schwarz-rot-goldenes Land im Herzen Europas setzte sich über jegliche Vernunft hinweg, ließ der Marktwirtschaft ihren Lauf und setzte zumindest in den obersten drei Spielklassen den Spielbetrieb wieder fort. Ob das sinnvoll war, muss jeder für sich entscheiden, die Art und Weise wirft zumindest Fragen auf. Und die Frage, wie es weitergehen soll, sowieso…

Andere Länder folgten dem deutschen Beispiel, dem Profisport wurde in vielen europäischen Ländern ein Sonderrecht eingeräumt, das sich – wenn man ehrlich ist – so gar nicht mit der gängigen Praxis im öffentlichen Leben vereinbaren ließ. Aber wie dem auch sei: Der Fußball ist zurück! Während in Bayern nachwievor im Amateurbereich Stillstand herrscht, wagten andere Bundesländer einen kleinen Schritt in Richtung Normalität schon früher. In Sachsen wird auf Amateurebene bereits seit Wochen wieder freundschaftlich gekickt, andere Landesverbände zogen nach.

Und auch im benachbarten Ausland rollt die Kugel bereits seit Wochen wieder – sei es in Tschechien, wo ganze Horden deutscher Groundhopper Wochenende für Wochenende einfallen, um ihrem Lieblingshobby bei Bier und Klobasa zu frönen, oder auch in Österreich (seit 01.07.) und der Schweiz (seit Mitte Juni). Ich selber habe meine Fußballsaison am 15.06. beim SC Brühl in St. Gallen (siehe Bild) fortgesetzt – und tatsächlich war das bisher auch das einzige Match, bei dem so etwas wie Corona-Kontrollen stattfanden und bei dem ich mich in eine Anwesenheitsliste eintragen sollte.

Schon seltsam: Während bei uns noch immer akuter Ausnahmezustand herrscht, was das runde Leder betrifft, merkt man andernorts kaum noch etwas davon. Ich habe seit dem Re-Start acht Spiele in Vorarlberg und der Ostschweiz besucht, außer ein paar unmotiviert angebrachten Hinweistafeln (“Abstand halten” oder “Bitte nur eine Person gleichzeitig an der Bar bestellen”) und überflüssigen Zuschauerbeschränkungen (“überflüssig” deshalb, weil ohnehin nicht mehr Leute zu den bedeutungslosen Testspielen kommen würden) gab es keinerlei Restriktionen. Sei es nun in Altstätten, Montlingen, Gaißau, Mäder, Rorschach oder sonstwo – im Großen und Ganzen war alles beim Alten. Auf den ersten Blick beruhigend, tatsächlich aber auch ein wenig erschreckend. Da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn der “kleine” Fußball als Letztes wieder geöffnet, aber als erstes wieder gestoppt wird…

Vielleicht hatte ich aber auch nur Glück (?), denn ein befreundeter Groundhopper aus Liechtenstein musste sich bereits des Öfteren in Anwesenheitslisten eintragen, um im Fall der Fälle kontaktiert werden zu können. Scheinbar sind die Vorschriften in der Ostschweiz nicht bindend, denn die Vereine in Würenlos, Uster, Wetzikon und Schwerzenbach bestanden darauf, dass er seine persönlichen Daten hinterließ. Interessant auch die Handhabe im Profibereich: Dort sind Auswärtsfans zwar eigentlich verboten, aber es gibt halt doch immer Wege und Mittel, dabei zu sein. Der Schweizer Fußballverband hat allen Profivereinen einen Fragebogen zur Verfügung gestellt, den sämtliche Besucher eines Profispiels (also Super League und Challenge League) auszufüllen haben; dieser beschränkt sich aber im Großen und Ganzen auch auf Name und Telefonnummer.

Auch im benachbarten Vorarlberg sieht es nicht recht viel anders aus: Bis zu 500 Personen dürfen aktuell bei den Amateurvereinen ins Stadion bzw. auf den Sportplatz – abhängig von der Beschaffenheit der Kapazitäten. Schwarz Weiss Bregenz bietet mit dem Bodenseestadion (den aktuellen, sponsorenbedingten Namen unterschlage ich bewusst) per se 12.000 Zuschauern Platz, recht viel mehr als 7-800 kommen jedoch auch zu den Spitzenspielen der Eliteliga Vorarlberg eher selten. Bereits bei den Vorbereitungsspielen werden hier Anwesenheitslisten ausgelegt, das Eintragen erfolgt bislang jedoch auf freiwilliger Basis. Erst zum Saisonstart am 01.08. sind die Listen und das Erfassen der Zuschauerdaten verpflichtend. Beim morgigen Testspiel (gegen Hittisau, 19.00 Uhr) werden zudem erstmals zugewiesene Sitzplätze verteilt, der Auf- und Abgang wird strikt geregelt. Zudem wird im Gastrobereich in Erwägung gezogen, ein Bonkassa-Vorbestellsystem mit Uhrzeit einzuführen, damit keine langen Schlangen in der Pause entstehen. Eine sehr vorbildliche und lobenswerte Vorgehensweise also, zumal dies ja auch mit einem erheblichen organisatorischen, personellen und finanziellen Aufwand verbunden ist.

Kleine Anekdote am Rande: SW Bregenz ist für die 1. Hauptrunde des ÖFB-Cups qualifiziert und hofft natürlich auf ein attraktives Los à la Rapid oder Austria. Das Problem: Die Zuschauerbeschränkung gilt bis zum 01.09. und die erste Pokalrunde wurde kürzlich just aufs letzte Augustwochenende terminiert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Deutlich entspannter (oder sorgloser?) geht es hingegen in Tschechien zu: dort wird gar nicht kontrolliert und den kleinen (und vor allem grenznahen) Vereinen wird von deutschen Groundhoppern die Bude eingerannt. Keine Listen, das volle kulinarische Angebot, keinerlei Maskenpflicht, keine Kontrollen – man wird sehen, was für Folgen das hat. Im fernen Estland ist die Zuschauerzahl auf 1000 beschränkt, Kontrollen finden ebenfalls nicht statt – auch hier gehen westeuropäische Hopper derzeit bevorzugt ein und aus, zumal das Preisniveau sehr attraktiv ist, wenn man erst mal angereist ist.

Einen geradezu unerwarteten Zuspruch erlebte in Württemberg kürzlich der TV Eybach. Beim Testspiel gegen den SC Geislingen kreuzten über 150 Zuschauer auf, was prompt zu Problemen führte, da vom WFV (Württembergischer Fußballverband) nur 100 Zuschauer zugelassen werden. Ergo: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst und so mussten gut 50 Enttäuschte draußen bleiben. Die Glücklichen, die rein durften, mussten ihre Daten hinterlassen.

Ihr seht: Alles nicht so einfach und vor allem extrem uneinheitlich! Aber ganz ehrlich: Ich möchte auch nicht darüber entscheiden (müssen), welche Maßnahmen nun korrekt und durchzuführen sind.

Wie ist Eure Meinung zu dem Thema? Kann man langsam wieder zur Normalität zurückkehren? Oder sind die Restriktionen gerechtfertigt und unbedingt notwendig?

 

Sechzig um Sieben: Bedeutung des DFL/DFB-Leitfadens zur Wiederzulassung von Stadionbesuchern für den TSV 1860

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Bleiben die Kurven auch nach Corona leer? 1860
"Fußball gehört den Fans" - Bild von Anne Wild

Bild von Anne Wild

DFB & DFL haben gestern einen Leitfaden zur  Wiederzulassung von Stadionbesuchern während der Corona-Zeit vorgestellt. Wir haben uns den 41 Seiten umfassenden Leitfaden näher angesehen und erörtern hier die wichtigsten Punkte für den TSV 1860 bzw. die Löwenfans – alles was jetzt folgt, steht so auch (nur in einer anderen Reihenfolge) in dem Corona-Leitfaden:

Vorab:

Die Zuschauerkapazität soll stufenweise an das lokale Infektionsgeschehen angepasst werden.

Hohes Pandemielevel (mehr als 35 Infektionen auf 100 000 Einwohner in München und Landkreisen außenrum)  = keine Zuschauer

Niedriges Pandemielevel (weniger als 5 Infektionen auf 100 000) Rückkehr zum Normalbetrieb

Mittleres Pandemielevel (Zwischen 5 und 35 je 100 000): Zulassung unter zu definierenden Auflagen

Grundsätzlich gilt bei Spielen unter freiem Himmel eine verringerte Ansteckungsgefahr.

Zumindest auf Sitzplätzen (und in gewissem Maß auf Stehplätzen) ist, bei Einhaltung des zugeteilten Sitz- bzw. Stehplatzes, durch die konstant bleibenden potenziellen Kontaktpersonen um ein eventuell infektiöses Individuum herum auch die Zahl auf diesen Wegen ansteckbarer Personen begrenzt. Durch die nicht einander zugewandte Sitz- oder Stehposition kommt es außerdem während des Spiels zu geringeren „face to face“-Kontaktzeiten zwischen Personen unterschiedlicher Reihen, kritisch könnten die Hospitality-Bereich werden.

Das hat bei Sechzig im Stadion selber jedoch wenig bis  keine Bedeutung – diese Bereiche fehlen im Sechzgerstadion, zumindest noch vor dem Umbau.

Auch kann z.B. ein „Luftbewegungsgutachten“ wegen der Ansteckungsgefahr durch die Aerosole mit in die Berechnung der Kapazität einfließen.

Kapazität:

Die Beispiel-Modelle in dem Leitfaden sehen bei Sitzplätzen eine Auslastung von 33, 44 oder 50% vor – bei Stehplätzen 12,5%.

Für Sechzig würde das konkret eine Anzahl von rund 2000 – 3000 Fans auf den Sitzplätzen und rund 1000 Fans auf den Stehplätzen bedeuten.  Jedoch ist nicht einmal diese 100% gesichert – denn in die Kapazität sollen auch die Einlasszeiten, Flächen vor dem Einlass (wegen Abstandsregel), Treppenhäuser und sanitäre Anlagen berechnet werden.

Kartenvergabe:

DFB & DFL ist klar, dass die Nachfrage bei allen Vereinen das Angebot  zumeist deutlich übersteigen wird und nicht einmal alle Jahreskarteninhaber bedient werden können. Hierbei sollen faire Konzepte entwickelt werden, Interessenvertretungen der Fans sollen mit einbezogen werden.
Bei mehreren Personen aus einem Haushalt die gemeinsam ins Stadion gehen kann man die Abstandsregeln etwas anpassen. Das wird aber keinen großen Einfluss bei 1860 haben. Die vierköpfige Familie gibt es zwar, aber eher selten.

Karte sollen nur im Vorverkauf abgegeben werden, es soll keine Tageskassen geben. Ohnehin hinfällig bei dieser Kapazität. Corona-App soll empfohlen werden, allerdings nicht verpflichtend gemacht werden.

Interessant: Gästefans sind grundsätzlich unter Berücksichtigung der Infektionszahlen auch am Ort des Gastvereines vorgesehen. DFB & DFL ist jedoch bewusst, dass viele Gästefans auch aus der Region um den Heimverein kommen können (eher für Bayern, Dortmund & Dresden als für 1860 interessant).

Persönliche Vermutung: Gästefans fliegen noch aus dem Corona-Konzept, weil zuviel Risiko bei Anreisewegen etc. und Kapazitäten ohnehin zu gering.

Spieltag:

Die Anreise soll idealerweise mit dem Auto erfolgen. Ganz schlechte Karten für´s Sechzgerstadion, Parkplätze gibt es keine. Ansonsten per Fuß & Fahrrad. Notfalls per ÖPNV, was sich durch Zeitblöcke beim Ein- und Auslass (im Leitfaden vorgesehen, dafür soll es ein attraktives Rahmenprogramm geben) und der Zuschauerzahl vermutlich sogar regeln lässt.

Durch die geringen Flächen vor dem Einlass bei der Haupttribüne und Stehhalle könnte es auch hier noch einmal Eng für die Kapazität werden, wegen der Abstandsregel beim Einlass. Hier ist ein erhöhter Zeitfaktor anzunehmen, weil ja zusätzlich auch die Ausweise kontrolliert werden sollen (kann bei Jahreskarten evtl. erfallen).

Mund- Nasenschutz ist zu tragen.

Kein Alkoholausschank.

Essen- und Trinken nur am Platz

Möglichst ein Einbahnstraßensystem bei den sanitären Anlagen. Im Sechzgerstadion eher schwierig bis unmöglich.

Zudem starte die Saison im September – DFB & DFL ist bewusst, dass das Infektionsgeschehen im Herbst wieder deutlich ansteigen kann.

Fazit: Fußballspiele werden auf längere Zeit nichts mit dem zu tun haben, was wir aus der Vergangenheit kennen. 3-4000 Zuschauer, deren Anreise noch dazu eher schwer zu bewältigen ist, sind vermutlich für die wenigsten zufriedenstellend.

Persönliche Meinung:

Durch die Meldung von TürkGücü für das Olympiastadion wissen wir, dass dieses grds. Für die 3. Liga geeignet ist. Hier könnte man alleine bei einer Auslastung von 33% bei den Sitzplätzen rund 20 000 Löwenfans unterbringen, es gäbe die von DFB & DFL geforderten Parkplätze und sehr große Abstandsflächen beim Einlass, der Gastronomie und das geforderte Einbahnstraßensystem bei den sanitären Anlagen ist auch möglich.

Ob Spiele im Oly vor 10 – 20 000 jedoch eine ernsthafte Option sind, ist Zweifelhaft. Vorteil:

Mehr Löwenfans könnten die Spiele live sehen. Nachteil: Wer will in einer zugigen Schüssel die maximal zu einem Drittel gefüllt ist sitzen?

Eure  Meinung dazu?

Sechzig@18:60: DFL veröffentlich Leitfaden für die Rückkehr der Zuschauer + Hirtlreiter wechselt nach Haching + Niemann verabschiedet sich via Instagram

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat einen Leitfaden für die Rückkehr der Zuschauer in die Stadien veröffentlich – wie nicht anders zu erwarten, wird das weit weg sein von der gewohnten Stadionatmosphäre:

Keine Tageskassen, Sicherheitsabstand zwischen den Zuschauern, kein Alkohol, keine Stehplätze, Verkehrskonzept für sichere An- und Abreise – das sind nur wenige Schlagworte von dem Leitfaden, der insgesamt 41 Seiten stark ist und für jedermann zum Download zur Verfügung steht – mehr dazu im kicker:

https://www.kicker.de/779731/artikel

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Ebenfalls vom Kicker ist die Meldung, dass der 17jährige Andreas Hirtlreiter bis Juni 2023 einen Vertrag in Unterhaching unterschrieben hat.

https://www.kicker.de/779719/artikel/1860_sturmtalent_hirtlreiter_wechselt_zur_spvgg_unterhaching

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Noel Niemann hat sich auf seinem Instagram-Account heute offiziell bei den Löwen-Fans verabschiedet – was sechzger.de als erstes berichtete, ist jetzt auch offiziell: Er wechselt zu Arminia Bielefeld. Sechzger.de wünscht Noel alles, alles Gute auf seinem weiteren Weg!

In eigener Sache: Wir nutzen die Sommerpause und experimentieren derzeit mit verschiedenen Werbepartnern und Werbeformen – das was dabei die letzten 48 Stunden herausgekommen ist, war nicht ganz glücklich – lag aber größtenteils nicht an uns. Habt bitte Verständnis – und übt gerne konstruktive Kritik.

Die TSV 1860 – Kaderanalyse: Angriff

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Nach Abwehr und Mittelfeld kommen wir nun zu dem Mannschaftsteil, in dem der Schuh wohl am stärksten drückt: dem Sturm.

Warum ich zu dieser Einschätzung komme? Nun ja, im Fußball gehts in erster Linie um Tore und vor allem um die Tore, die man selbst schießt – und die fabrizieren nun mal in erster Linie die Stürmer. Mit Stefan Lex ist allerdings nur noch ein einziger Profi in diesem Mannschaftsteil für die kommende Saison unter Vertrag. Ob Sascha Mölders nun verlängert oder nicht, steht in den Sternen. Aufgrund seiner Leistungen der letzten Saison, der Führungsrolle innerhalb des Teams und der Erfahrung des ehemaligen Bundesligaspielers wäre es sicherlich für das Gros der Fans wünschenswert. Fraglich ist jedoch, ob die Gehaltsvorstellungen des Routiniers, sollten sie denn letztlich erfüllt werden können, nicht die Verpflichtung weiterer Spieler in allen Mannschaftsteilen behindern würden. Und man braucht abgesehen von Lex, und – so er denn bliebe, Mölders – wenn man Trainer Köllners taktisches Konzept analysiert, mindestens zwei, wahrscheinlich sogar drei weitere Angreifer.

Wie sieht dieses Konzept aus, in das die Spieler passen müssen? Im Sturm lässt Köllner meist mit Außenstürmer(n), hängender Spitze und Zielspieler agieren. Wie im gestrigen Artikel, über das Mittelfeld bereits beschrieben, verschieben sich die äußeren Mittelfeldspieler des Öfteren bei Ballbesitz auf die Außenstürmerpositionen und versuchen den Zielspieler Mölders oder den im Hintergrund lauernden zweiten Stürmer, zuletzt meist Lex oder Owusu, mit Bällen zu füttern.

Selten durften auch zwei nominelle Außenstürmer (meist Lex und Niemann) versuchen, Mölders in der Mitte zu bedienen. Setzt man voraus, dass es pro Spiel mindestens einen positionsgetreuen Wechsel im Sturm gibt und sich im Verlauf einer Saison auch mal ein Akteur verletzen kann, braucht man gut und gerne vier Stürmer im Kader.

Das bedeutet also drei Neuzugänge, falls Mölders nicht verlängert. Selbstverständlich sollte es sich dabei um unterschiedliche Spielertypen handeln, um eine gewisse Variabilität in der Offensive zu gewährleisten. Ein Zielspieler wie Mölders, der sowohl als Vollstrecker als auch als Vorbereiter agieren kann, ein Wühler/Knipser, der im Strafraumgetümmel die Ruhe bewahrt und den Ball auch bei größtem Chaos sicher auf den Kasten bringt und ein kopfballstarker Brecher, der bei Standards und hohen Flanken in jedem Gegenspieler Urängste aufkeimen lässt.

Wer kommt da von den momentan verfügbaren (und im Idealfall ablösefreien) Spielern für 1860 in Frage?

Da fällt mir als erstes natürlich der beidfüßige Pascal Sohm (28/Halle) ein, dessen Berater ja schon die Gerüchteküche angeheizt hatte. Dynamo Dresden und der österreichische Bundesligist SCR Altach scheinen hier die große Konkurrenz hinsichtlich einer Verpflichtung des 1,87m großen Mittelstürmers zu sein.

Valmir Sulejmani (24), der zuletzt zwei Jahre beim SV Waldhof unter Vertrag stand und in jungen Jahren bei seinem Heimatverein Hannover 96 sogar schon in die Bundesliga hineinschnuppern durfte, wurde leider durch diverse Verletzungen während der vergangenen Saison leistungsmäßig etwas aus dem Tritt gebracht und kam daher nicht auf die Torquote, die man nach seinen 18 Treffern und 12 Vorlagen in der vorangegangenen Regionalligasaison erwarten durfte. Dennoch erzielte er in 18 Spielen sechs Treffer und bereitete zwei weitere vor. Nicht das schlechteste Empfehlungsschreiben für eine Verpflichtung durch die Löwen.

Kommen wir zu André Becker (23) vom FC Astoria Waldorf (RL Südwest): Der 1,97m große Mittelstürmer hat in der vergangenen Saison in 22 Spielen satte 20 Mal eingenetzt und damit namhaften Gegnern wie dem FSV Frankfurt, den Offenbacher Kickers oder auch den Zweitvertretungen der Bundesligisten Hoffenheim und Freiburg das Leben schwer gemacht.

Aygün Yildirim (25) ist linker Außenstürmer und bisher beim Aufsteiger SC Verl unter Vertrag gewesen. Seine Leistungsbilanz lag bei 13 Treffern in 23 Partien. Beim Spiel der Verler in der zweiten Hauptrunde des DFB Pokals gegen Kiel bereitete er zudem das wichtige Ausgleichstor zum 1:1 vor, das beim Vorrücken in Runde drei maßgeblichen Anteil hatte.

Ein weiterer Außenstürmer, der als vielversprechende Ergänzung für den Kader in Frage käme, ist U19-Talent Brahim Moumou, der in der abgelaufenen Spielzeit 24 Treffer beisteuerte.

Auch Philip Kuhn, der erst ab kommender Saison für die U19 aufläuft, wäre ein (zugegebenermaßen sehr junger) Kandidat, aber mit 20 Toren in der U17 hat auch er bewiesen, dass er weiß, wo das Tor steht. Möglicherweise wird er – ähnlich wie bisher auch Abwehrspieler Niklas Lang – bei den Profis mittrainieren dürfen.

Absoluter Wunschkandidat für viele Löwenfans ist natürlich Philipp Hosiner von Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC. Der ehemalige österreichische Nationalspieler knipste bei 28 Einsätzen satte 19 Mal und ließ die Sachsen lange vom Klassenerhalt träumen. Am Ende reichte es nicht ganz – eine Chance für 1860? Wir werden sehen, denn ein Unbekannter ist Hosiner in Giesing keineswegs. Einst wechselte er als 16-Jähriger zu den Löwen, schoss die U19 zum DFB-Pokalsieg und brillierte auch bei den Amateuren, ehe er über die Stationen Sandhausen, Vienna, Admira, Austria, Rennes, Köln, Union Berlin und Sturm Graz beim CFC landete. Folgt nun die Rückkehr zu uns?

Ein weiterer Österreicher, dem allerdings nur Außenseiterchancen eingeräumt werden sollten, da er zudem noch einen laufenden Vertrag hat, ist Elvin Ibrisimovic von Wacker Innsbruck. Der Stürmer wurde bei SW Bregenz ausgebildet und kam über die Zwischenstation FC Hard zum neuen Club von Daniel Bierofka. Da er jedoch noch Ablöse kosten würde, ist seine Verpflichtung eher unwahrscheinlich, obwohl er klasse Anlagen mitbringt, um sich auch in der 3. Liga durchzusetzen.

Welche Wunschkandidaten stehen auf Eurem Zettel? Wen könnt Ihr Euch in der kommenden Saison im Löwentrikot vorstellen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Verfasser: Bernd