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Es ist wieder so weit: Das Ende des TSV 1860 naht – Ein Kommentar zur „Causa Mölders“ von Christian Jung

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Mölders 1860

Geschichte wiederholt sich – speziell bei unserem Lieblingsverein. Im November 2019 konnte man in einem Blog und auch in den Münchner Gazetten vom endgültigen Untergang des TSV 1860 lesen, davon, dass die allerletzte Integrationsfigur von Bord gegangen sei. Angefeuert von der hauptberuflich schreibenden Zunft loderte auch in den sozialen Medien der Flächenbrand der Frustration und Enttäuschung, der nicht selten in extrem respektlosen Beiträgen gegenüber den handelnden Vertretern bei 1860 gipfelte. Was war damals geschehen? Aufstiegsheld und Urlöwe Daniel Bierofka hatte – nach über zwei Jahren engagierten Einsatzes für Münchens Große Liebe, teilweise über die eigene Belastungsgrenze hinaus – das Handtuch geworfen. Wie es weiterging ist jedem Löwenfan bekannt und muss hier nicht nochmal ausgewalzt werden. Entscheidend ist: Natürlich ging es weiter – sogar ziemlich gut!

Und was passiert im Juli 2020, nur acht Monate später? Stürmer Sascha Mölders trifft sich zwei Tage nach Saisonende mit dem Präsidenten der SpVgg Unterhaching, einem verdienten Ex-Löwen auf ein Weißbier. Und schon sind wieder die Medienschaffenden und vor allem der kommerzielle Löwenblog am Start: Die letzte (nun endgültig die letzte?) Integrationsfigur des TSV 1860 könnte von Bord gehen. Und dann auch noch zur Konkurrenz in der Vorstadt. Eskalation online.

Mal davon abgesehen, dass der gebürtige Essener noch kurz vor der Corona-Pause keinen Zweifel an seinem Karriereende in diesem Sommer aufkommen ließ, mal abgesehen davon, dass man Sascha Mölders für das mögliche letzte Kapitel seiner tollen Karriere gewiss ein anderes emotionales Umfeld, als den Bobfahrerverein im beschaulichen Unterhaching wünschen würde, wo schon lange vor Corona regelmäßig quasi Geisterspiele zu beobachten waren – niemand ist größer als der TSV 1860 selbst! Auch nicht SM9.

Keine Frage, der „Fußballgott“, wie ihn fast alle Löwenfans gerne nennen, war – ähnlich wie Biero – eine der Figuren, die im Sommer 2017, der jüngsten „Stunde Null“ unserer Vereinsgeschichte, Verantwortung übernahmen, als es darum ging, den Profifußball bei Sechzig fortzusetzen oder gar erst mal wieder zu beleben. Wobei an dieser Stelle auch nicht verschwiegen werden sollte, dass er damals kurzzeitig mit einem Wechsel zur Zweitvertretung der Roten kokettierte, möglicherweise auch, um sein Gehalt bei den Löwen ein wenig zu optimieren. Aber letztlich blieb er und ja, er war in der Regionalligasaison eine der Säulen des Aufstiegs in die 3. Liga und er war auch heuer Garant für zahlreiche Tore und Punkte, die letztlich die angestrebte sorgenfreie Saison ermöglichten. 1860 hat Sascha Mölders sehr viel zu verdanken und es wäre wunderbar, wenn man diesen echten Charaktertypen auch nach seiner aktiven Karriere irgendwo im Verein einbinden könnte.

Aber ist er – rein sportlich gesehen – wirklich unersetzbar? Schon in der vorletzten Saison wurde deutlich, dass Mölders rein körperlich kein Jugendlicher mehr ist. Er läuft häufig mit Schmerzen auf, was man ihm, dem Kerl mit dem Kämpferherz hoch anrechnen muss. Ist es daher aber  nicht auch irgendwie nachvollziehbar, wenn die Verantwortlichen in der KGaA (inklusive Trainer Michael Köllner) sich nach Alternativen für die Offensive umsehen und möglicherweise entschieden haben, dass es das Beste für den TSV 1860 ist, nicht ausschließlich auf einen 35jährigen zu bauen und ihm also keinen neuen Vertrag anzubieten? Das Fußballgeschäft ist ein ebensolches und Gorenzel und Co. werden an den Ergebnissen gemessen, die die von ihnen zusammengestellte Mannschaft auf dem Rasen erreicht und nicht an der Sensibilität ihrer Aktivitäten. Sowas kann man bedauern, es zeigt aber die Professionalität, die auf der anderen Seite stets von den Protagonisten gefordert wird.

Besonders perfide wird das gestrige Geschrei in der „Causa Mölders“, wenn in schon angesprochenem Blog ernsthaft problematisiert wird, dass das Mölders-Trikot mit der Nummer 9 der Kassenschlager im Fanshop des TSV 1860 sei und dieses Geld für die Planung der neuen Saison bald fehlen könnte. Wie war das? Wo fließt das Geld aus den Fanartikel-Erlösen gleich nochmal hin? Da wurden im Eifer des Gefechts offensichtlich ein paar Tatsachen übersehen. Naja, kann ja mal passieren.

Ich sage es gerne ganz deutlich und zugegebenermaßen auch ein wenig provokativ: Wenn Fans oder Blogger die Personalie Sascha Mölders ernsthaft über den Verein TSV 1860 München stellen, wenn sie ihre Löwenliebe davon abhängig machen, ob ein Spieler gehalten wird oder nicht, dann kann man diesen Leuten im Prinzip nur raten – sollte es wirklich zu einem Engagement Mölders in Unterhaching kommen – ihren Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen und sich dann eben auch vom TSV 1860 zu Verabschieden – gegebenenfalls in Richtung Haching.

Bei der einen oder anderen Persona non grata im Löwenkosmos wäre damit dann irgendwie allen geholfen.

Sechzig um sieben: Owusu verabschiedet sich + (Teile der) Mannschaft gemeinsam in Kroatien + Mölders in Haching gesichtet

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Mit einem 6-minütigen Video hat sich Prince Owusu auf seinem Instagram-Account princeowusu_17 von den Löwenfans verabschiedet – seine Worte darunter lauteten:

„Hey Leute, nun ist es soweit um Abschied zu nehmen! Ich bedanke mich bei allen Fans, Mitspielern, Trainern und dem gesamten Verein für diese wunderschöne Zeit bei so einem riesen Verein wie der TSV 1860 München. Leider ist Uns Der Aufstieg nicht gelungen, dennoch bin ich davon überzeugt, dass der Verein bald dorthin zurückkehren wird wo er hingehört! Na dann, ich sag mal SERVUS und ELIL. Euer Prince”

Zahlreiche Löwenfans haben das Posting bis jetzt mit ausnahmslos netten Worte kommentiert – wir wünschen dem Prince weiterhin alles Gute!

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Was wäre die Welt ohne Instagram? Darüber kann man lange philosophieren. Wir müssten derzeit auf tolle Urlaubsbilder verzichten die wir via Instagram von Teilen der Mannschaft bzw. des Löwenkaders 2019/20 verzichten – wir werden prächtig unterhalten mit Bildern und Videos aus Kroatien:

Laut Instagram dort gemeinsam unterwegs: Prince Owusu, Noel Niemann, Tim Rieder, Timo Gebhart, Daniel Wein, Kristian Böhnlein, Semi Belkahia, Hendrik Bonmann, Leon Klassen, Stefan Lex, Tom Kretzschmar, Herbert Paul, Teammanager Fatih Aslan und Physiotherapeut Nick Wurian (wie schon erwähnt laut Instagram(-Stories) – Angaben ohne Gewähr).

Coole Truppe, diese (leider zum Teil Ex-) Löwen

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Nicht auf den Bildern in Kroatien zu sehen: Sascha Mölders. Laut Informationen der Abendzeitung wurde dieser zusammen mit seiner Frau Yvonne und seinem Berater Luzzi gestern in einem Unterhachinger Wirtshaus gesehen – zusammen mit Unterhachings Präsident Manni Schwabl. Wir interpretieren an dieser Stelle mal nichts hinein, sondern verweisen auf den Artikel:

Abendzeitung: Sascha Mölders trifft sich mit Manni Schwabl

Am Abend geisterte dann ein Screenshot aus dem Transfermarkt-Forum durch diverse Facebook- und Whatsapp-Gruppen – hier zitiert ein User (laut eigenen Angaben) Sascha Mölders:

“Ich habe ihn direkt angeschrieben, dass ich den Move nicht verstehe, dass er mit Haching verhandelt.

Er schrieb mir zurück:“ Mein move ist komisch? Ich hatte einen Vertrag hier vorliegen -das ist ein komischer move, dass es den jetzt nicht mehr gibt !“

Üblicherweise würden wir so einem Posting keine Beachtung schenken – dass anonyme Personen im Internet angebliche Insider-Informationen haben kennen wir zur Genüge und meistens ist da wenig bis gar nichts dran. Allerdings handelt es sich hier um einen User, der dort mehr als 13 Jahre registriert ist und schon über 2800 Beiträge verfasst hat – die Relevanz dieser Informationen möge bitte jeder selber einschätzen. Hier ist der Link zum Forum, das entsprechende Posting wurde am 06.07.2020 um 19:46 Uhr verfasst:

https://www.transfermarkt.de/sascha-molders-9-/thread/forum/19/thread_id/169652/page/23

Verflucht – gefangen in der Erfolgsspirale. Ein Beitrag von Michael Franke

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Sportlicher Erfolg ist das Wesen des Sports und Triebfeder. Keine Frage. Sowohl im Amateurfußball, als auch in den Profiligen geht es primär darum in einer möglichst hohen Liga ein Maximum an Punkten zu erzielen. Darin sind sich zumindest alle Spieler auf dem Feld einig.

Emotional aufgeladen wird das Thema durch die Unvorhersehbarkeit des Ereignisses. Das war auch über Jahrzehnte die Eigenschaft, die den Fußball zur Volksdroge machte. Die Idealform zeigte die 3. Liga in der vergangenen Saison. Hochspannung bis zum letzten Spieltag, enge Spiele und absolute Unkalkulierbarkeit der Ergebnisse. Exakt das Gegenteil lieferte die Bundesliga, in der sich die Verfolger der FCB AG mittlerweile nur mehr um die Geldquelle Europacup rangeln. Das Thema DFB Pokal läuft ja letztlich sehr ähnlich. Und das Tolle – die Geldverteilungsmechanismen der DFL und der UEFA zementieren diesen Zustand mit jeder Saison massiver.

Warum ich das hier schreibe? Weil ich am vergangenen Samstag ein Schlüsselerlebnis am Gartenzaun hatte. Auf dem Weg zum gemeinsamen Mitfiebern mit den Löwen traf ich meinen Nachbarn, der bekennender FCB-Fan ist. Die Frage nach dem vermuteten Ergebnis des Pokalfinales beantwortete er schulterzuckend mit sichtlichem Desinteresse. Das ist dann doch bemerkenswert. Der Dauererfolg eines Teams nimmt dem Sport jede Emotion. Siege werden zufrieden registriert, aber längst nicht mehr gefeiert. Ehrlich gesagt: Ich hatte in meiner Anspannung auf das Löwenspiel fast schon Mitleid.

Ein Einzelfall? Im Jahr 2016 wollten noch 14 Millionen Fernsehzuschauer sehen, wer sich den Pokal holt. Am Samstag verloren sich 7 Millionen Zuschauer vor den Geräten. Die Einseitigkeit der Darbietung erstickt offenbar nicht nur die Emotion, sondern das grundsätzliche Interesse und damit im nächsten Schritt die finanzielle Grundlage des gesamten Systems.

Mir wurde wieder einmal klar, welches Geschenk mir mein Vater mit der blauen Prägung gemacht hat. Sechzig ist Achterbahn. Adrenalin gepaart mit Wahnsinn. Emotion pur – in jeder Faser. Das sollten sich alle bewusst machen, die dieser wilden Fahrt die Ödnis einer Fahrt im roten ICE vorziehen würden.
In diesem Sinn – Einmal Löwe Immer Löwe

Spiel Gorenzel & Köllner – die Planung für die neue Saison

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Die Saison 2019/20 ist (abgesehen von der Relegation) Geschichte und wird vor allem wegen der Corona-Krise und den Geisterspielen allen Fußball-Fans und Funktionären im Gedächtnis bleiben. Aktuell ist noch vollkommen unklar, wann und wie es mit der nächsten Spielzeit weitergeht. Löwenfans, jetzt seid ihr dran: Wir bitten euch um eure Meinung bzw. Prognosen für die kommende Saison:

1. Welcher Spieler vom jetzigen Kader soll unbedingt an die Löwen gebunden werden – und wer darf gehen?

2. Welchen Neuzugang – idealerweise finanzierbar – würdet ihr gerne in der kommenden Saison im Löwentrikot sehen?

3. Ab wann meint ihr, dürfen wieder Fußballspiele mit (einer begrenzten Anzahl) Zuschauern ausgetragen werden und wie würdet ihr die Kartenvergabe machen? Zu diesem Thema haben wir bereits einen Artikel in der Schublade, aber möchten erst eure Meinungen abwarten.

4. Welche Möglichkeiten zur (zusätzlichen) Einnahmengenerierung seht ihr in diesen Zeiten?

Im Löwenforum gibt es bereits einen Thread zu diesem Thema, er wurde im März 2019 gestartet und hat bereits über 2100 (!) Beiträge – wir verlinken ihn unter diesem Beitrag. Eure Einschätzungen / Antworten zu diesem Thema dieses mal jedoch bitte ausnahmslos auf unserer Facebook-Seite.

Nach 1860 – Ingolstadt: Köllner & Gorenzel im Interview – die Videos

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Kracher Pfeifer Hartberg
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Wer heute schon wissen möchte, was die Zeitungen & Blogs die nächsten Tage schreiben werden: Der offizielle YouTube-Channel des TSV 1860 München hat die Interviews mit TSV 1860-Trainer Michael Köllner und Geschäftsführer Günther Gorenzel online gestellt – Prädikat “sehenswert”:

[vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=conxdhvFPGw” title=”Pressekonferenz mit Michael Köllner nach TSV 1860 – FC Ingolstadt 04.07.2020″][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=9agpdtCze5o” title=”Hacker-Pschorr-Fantalk mit Günther Gorenzel nach TSV 1860 – FC Ingolstadt 04.07.2020″]

Der Beitrag für eure Kommentare & Bilder – 1860 vs Ingolstadt

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Grünwalder Stadion mit "TSV" Grafitti hinter der Westkurve in Giesing

Es gilt, Löwenfans! Ergänzend zu unserer Vorschau auf das heutige Spiel – pünktlich bei “Sechzig um Sieben” veröffentlicht haben wir an dieser Stelle diesen Beitrag, wo ihr eure Kommentare & Bilder zum Spiel entweder im unten direkt verlinkten Facebook-Beitrag oder im Löwenforum-Thread unter diesem Beitrag veröffentlichen könnt – bitte keine Bilder/Videos von eurem Fernseher abfotografieren wegen Copyright (der Fernseher mit der Szene darf im Hintergrund, aber nicht das bestimmende Element sein).

Wir freuen uns über eure Bilder von einer weiß-blauen Löwenparty heute!

Der letzte Spieltag - folgende Bilder haben wir die letzten beiden Stunden rund ums Stadion bzw. in Giesing gemacht -...

Gepostet von Sechzger.de am Samstag, 4. Juli 2020

Sechzig um Sieben: „Löwen, hört die Signale! … (TSV 1860 – FC Ingolstadt)

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…Auf zum letzten Gefecht!“

Heute Nachmittag um 14 Uhr ist es soweit: Der FC Ingolstadt 04 kommt zum Showdown ins Sechzgerstadion. Und bevor ich hier nun ins komplett Martialische und Dramatische abrutsche, weise ich lieber darauf hin, dass dieser Vorbericht die verschiedenen denkbaren Konstellationen für den Ausgang der heutigen Spiele und damit der ganzen Drittligasaison, weitgehend ignorieren wird. Diese wurde in den letzten zwei Tagen, seit dem 4:2 in Großaspach ja zur Genüge rauf- und runtergerechnet und wir alle wissen, was auf dem Spiel steht. Ein Sieg ist die erste Löwenpflicht, alles Weitere ergibt sich.

Manch Blogger begründet ja den von ihm gerne als solchen skizzierten Niedergang des vormals ruhmreichen TSV 1860 in den letzten Jahren gerne mit der Tatsache, dass wir mit unserem Profiteam derzeit gegen die Zweitvertretung des roten Nachbarn antreten (müssen) und nicht mehr gegen deren „Erste“. Betrachten wir diese Thematik bezüglich des FC Ingolstadt, dann hat unser Verein in den letzten zwei Jahren wiederum einen echten Aufstieg hingelegt: Noch am 17. April 2018 duellierten wir uns mit dem FCI II in der Regionalliga Bayern (4:1 für die Löwen). Deren erste Mannschaft war zu jener Zeit noch ein Erstligist. Mittlerweile dagegen sind wir wieder auf Augenhöhe mit den Profis aus der Audi-Stadt. Und heute Nachmittag um 15.45 Uhr vielleicht sogar ein wenig drüber. Wie so oft im Leben: Alles eine Frage der Betrachtungsperspektive.

In der angesprochener Regionalligasaison 2017/18 absolvierte unsere erste Garnitur übrigens insgesamt drei Pflichtspiele gegen ein Schanzer-Team: Nach einem sehr unglücklichen Ausscheiden in der 1. Pokal-Hauptrunde im August auf Giesings Höhen kam es knapp drei Wochen später zum Ligaheimspiel gegen deren Amateure (0:0) und im Frühjahr 2018 zum besagten 4:1.

Die Bilanz unserer Löwen gegen die Schanzer-Profis stimmt selbst den naturgemäß stets eher pessimistischen Löwenfan zuversichtlich: Die Hälfte der bislang insgesamt 14 Pflichtspiele endete unentschieden, sechsmal gewann 1860 und nur zweimal zogen wir den Kürzeren – eben im Pokal 2017 und in einem Zweitligaspiel am 14. Februar 2014, das – aufgrund der etwas unruhigen Begleitumstände – vielen Löwenfans noch deutlich in Erinnerung sein dürfte.[dt_gap height=”10″ /]

In Ligaheimspielen (wobei dieser Begriff bei fünf Partien gegen den FCI, die am Müllberg ausgetragen wurden, etwas an der Realität vorbei geht) sind wir gegen diesen Gegner in seiner sechzehnjährigen Vereinsgeschichte noch gänzlich ungeschlagen, dreimal trennte man sich 1:1. Ein Unentschieden wäre heute allerdings zu wenig – zumindest für den großen Traum von der Relegation.  Das kleine Ziel DFB-Pokal-Quali wäre theoretisch auch mit einer Punkteteilung zu erreichen, wenn nämlich beide Konkurrenten um diesen Platz ihre Spiele verlieren – die Schanzer würden dann in die Relegation gegen den 1. FC Nürnberg gehen. Womit wir wieder beim Durchspielen der mannigfaltigen Konstellationen wären, das diesem Beitrag ja eigentlich ferngehalten werden sollte.

Ob wir heute den letzten Auftritt von Noel Niemann, Efkan Bekiroglu und womöglich noch ein paar anderen Spielern im Löwentrikot sehen dürfen, hängt zum einen natürlich von der Aufstellung, für die sich Michael Köllner entscheidet, ab, zum anderen aber auch von den Ergebnissen in München, Duisburg und Chemnitz. Man darf – wie immer – sehr gespannt sein, ob der Löwencoach eine Überraschung parat hat. Nach seiner Gelbsperre kehrt Aaron Berzel sicher in den Kader und wahrscheinlich auch direkt in die Startelf zurück. Ansonsten schöpft Köllner wieder aus dem Vollen und hat die Qual der Wahl. Und fünf Euro gehen ins Phrasenferkelchen!

Nicht oft genug hervorheben kann man am Ende dieser seltsamen Saison – und deswegen tue auch ich das an dieser Stelle – dass wir, ob wir nun heute gegen Ingolstadt oder erst in einer Woche gegen den Club den letzten Auftritt unserer Löwen erleben, mächtig stolz sein können auf ein Team, das vor einem Jahr zum sicheren Absteiger aus der 3. Liga ohne jede Perspektive gekürt wurde.

Und diese Empfehlung zu Stolz und Zufriedenheit, werte Leserin und werter Leser, ist nicht (nur) dafür gedacht, dem eventuell drohenden Löwenblues heute Abend präventiv entgegen zu wirken!

HAGEN will Grünwalder Stadion für mögliches Relegationsspiel öffnen

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München, 3. Juli 2020. Die Vereine der Fußball-Bundesliga bereiten sich auf eine Teil-Öffnung der Stadien zum Saisonstart im September vor. Das letzte Wort hat die Politik.

 

Martin Hagen, Fraktionsvorsitzender der FDP im Bayerischen Landtag und Mitglied des TSV 1860 München, regt an, bereits bei den anstehenden Relegationsspielen zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem Tabellenvierten der 3. Liga Zuschauer in die Stadien zu lassen: “Die Relegation wäre eine gute Möglichkeit, Abstands- und Hygienekonzepte in der Praxis zu testen, bevor im September der Spielbetrieb in der Bundesliga beginnt. Die Staatsregierung sollte darüber nachdenken, schließlich findet mindestens eins der Spiele in Bayern statt.”

Hintergedanken spielen beim Vorschlag von Sechzig-Fan Hagen natürlich durchaus eine Rolle: “Falls morgen das erhoffte Wunder eintritt, würde Sechzig von dieser Regelung profitieren. Ich bin mir sicher: Mit dem zwölften Mann im Rücken wären die ‘Löwen’ im Relegationsspiel auf Giesings Höhen unschlagbar.”

Hagen schlägt vor, die Stadien wenigstens zu einem Drittel zu füllen: “Im Grünwalder Stadion fänden so rund 5.000 Fans Platz, im Nürnberger Max-Morlock-Stadion 15.000. Das wäre doch deutlich besser als Spiele vor leeren Rängen.”

Unter Gesichtspunkten des Infektionsschutzes wäre eine solche Teil-Öffnung vertretbar: “Abstände wären gewährleistet und an der frischen Luft ist das Infektionsrisiko ohnehin geringer. Wir haben ja in den vergangenen Wochen auch schon Demonstrationen mit mehreren Tausend Teilnehmern erlebt. Auch Gottesdienste sind wieder erlaubt – und Fußball ist ja irgendwie auch Religion…”

Sechzig um Sieben, 03.07.2020: Happy Birthday, Löwe!

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Ein echter Löwe wird heute 2/3 Sechzig – Marco. Über Marco muss man nicht viele Worte verlieren – nicht zuletzt dadurch dass er viele Jahre (mit) auf dem Zaun stand und den Vorsänger machte, kennt ihn bei Sechzig nahezu jeder – dem Verfasser dieser Zeilen ist er über 25 Jahre persönlich bestens bekannt. Marco ist die letzten Jahre deutlich ruhiger geworden und auch nicht mehr auf dem Zaun zu finden – wobei deutlich ruhiger immer noch 3 x aktiver und 20 x lauter als der Durchschnitt ist – womit wir wieder bei “Sechzig” wären.

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Egal ob Kastaniengarten oder Löwenstüberl – jeder will dabei sein wenn die Löwen am morgigen Samstag das Wunder schaffen und so meldeten beide Wirtschaften schon unmittelbar nach Abpfiff des Spieles in Großaspach “Sold out”. Beim Löwenstüberl könnt ihr allerdings noch ab 09:00 Uhr ein Weisswuaschd-Frühstück einnehmen – allerdings sind alle Tische ab 12:00 Uhr reserviert.

Wenn ihr noch eine Wirtschaft wisst, welche die Löwen zeigt und Plätze hat – schreibt uns.

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Plätze ist das Stichwort – der Fußball plant wieder mit Zuschauern und dazu hat die Sechzger.de-Redaktion einige Überlegungen angestellt was möglich wäre – nicht zuletzt um eure Zustimmung auszuloten. Veröffentlicht werden unsere Überlegungen, die wir diesmal doppelt und dreifach als unsere Überlegungen kennzeichnen werden heute Mittag um 12:00 Uhr auf Sechzger.de

Sechzig@18:60, 02.07.2020

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Na, fiebert Ihr auch schon alle so sehr aufs Wochenende hin? Wer hätte gedacht, dass unsere Löwen tatsächlich bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg mitspielen? Die möglichen Szenarien wurden seit dem gestrigen Abpfiff immer und immer wieder durchgespielt und selbst wenn es nicht zu Platz 4 (und damit den Duellen mit dem 1. FC Nürnberg) reichen sollte, wäre ein Sieg gegen Ingolstadt wichtig, um seinen Teil für eine mögliche Qualifikation für den DFB-Pokal zu erfüllen. Hierfür wäre Rang 5 notwendig, die Löwen wären also auch hier auf den Ausrutscher eines Konkurrenten (Duisburg oder Rostock) angewiesen. Wie es im BFV-Pokal weitergeht, über den man sich ja auch für die 1. Hauptrunde qualifizieren könnte, steht noch immer in den Sternen.

Was gibt es sonst Neues?

Sascha Mölders steht in der kicker-Elf des 37. Spieltages! Mit drei Assists hatte der Stürmer gestern einen beträchtlichen Anteil am 4:2-Erfolg in Großaspach und bewies einmal mehr seine Wichtigkeit für die Mannschaft. Mölders wurde übrigens bereits zum fünften Mal in die Elf der Runde berufen; Spitzenreiter diesbezüglich bei den Löwen ist übrigens Efkan Bekiroglu mit sechs Nominierungen, gefolgt von Mölders und Aaron Berzel (jeweils fünf).

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Mit dem KSC schaffte Anton Fink eben den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga, nun sucht der Rekordtorschütze der 3. Liga eine neue Herausforderung. Der 32-Jährige, der sicher auch den Löwen nicht schlecht zu Gesicht gestanden hätte, wechselt zur neuen Saison zum Regionalligisten SSV Ulm 1846. Fink kam mit 9 Jahren vom SC Maisach nach Giesing, durchlief sämtliche Jugendteams, absolvierte anschließend drei Spielzeiten mit den Amateuren und wechselte 2008 zur SpVgg Unterhaching, wo er direkt Torschützenkönig der 3. Liga wurde. Seine weiteren Stationen: Karlsruher SC, VfR Aalen, Chemnitzer FC (auch dort wieder Torschützenkönig der 3. Liga!) und erneut der KSC. Viel Erfolg bei den Spatzen, Toni!

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Wenn nicht Fink, dann vielleicht Schäffler? Laut kicker steht Manuel Schäffler nach dem Abstieg vor dem Abschied beim SV Wehen Wiesbaden. Wohin es den Ex-Löwen und Drittliga-Torschützenkönig der Saison 2017/18 zieht, ist bislang nicht bekannt. Wir würden sicher nicht “nein” sagen…

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Radiotipp für heute Abend:

Ali Cukur, Leiter der erfolgreichen und ambitionierten Boxabteilung, war zu Gast bei Bayern 2-Moderator und Löwenfan Achim Sechzig Bogdahn (das “Sechzig” hat der wirklich im Pass stehen!) in der Sendung Eins zu Eins. Der Talk. Wenn ihr mehr über das bewegte Leben unserer Löwen-Boxkoryphäe (und für viele Aktiven auch Ersatzvater) erfahren möchtet, hört heute Abend rein in das Interview:

Bayern 2, Eins zu Eins. Der Talk, Do. 2. Juli, 22:05 Uhr.

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Startet die neue Saison mit Zuschauern in den Stadien? Zumindest bei RB Leipzig ist dieses Szenario denkbar, eine Genehmigung des Gesundheitsamtes liegt laut Berliner Zeitung bereits vor. Ein Modell auch für andere Vereine? Wir sind gespannt und bleiben dran!

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Zum Abschluss noch eine sehr erfolgreiche Nachricht aus dem NLZ: Die U16 kehrt in die U17-Bayernliga zurück und komplettiert das erfreuliche Jahr des Löwen-Nachwuchses. Die U17 hatte ja den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft, sodass nun mit Ausnahme der U19 wieder alle Junglöwen-Mannschaften in den höchstmöglichen Ligen antreten werden. Herzlichen Glückwunsch!