Start Blog Seite 1087

Sechzig steigt auf, wenn….

0
– die Löwen gegen Ingolstadt gewinnen

Sechzig um Sieben: Jenseits aller Rechenspiele nach Aspach

0

Zum vorerst letzten Mal für mindestens ein gutes Jahr bewegt sich der Löwen-Tross heute nach Aspach. Der Verein mit dem etwas seltsamen Namen „SG Sonnenhof“ ist vergangene Woche – nach sechs Jahren kontinuierlicher Zugehörigkeit – aus der 3. Liga abgestiegen und duelliert sich in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga Südwest u.a. mit Traditionsvereinen wie den Offenbacher Kickers, dem FC Homburg oder dem FSV Frankfurt. Wer letztes Jahr im April nicht ein Stück nördlich der Schwäbischen Alb dabei war, z.B. weil es ja ein ungeliebtes Montagabend-Fernsehspiel war, der dürfte sich nun ziemlich ärgern, diesen Ground, der erst seit Januar auf den ebenfalls etwas komischen Namen WIRmachenDRUCK Arena hört, vorerst nicht mehr mit unseren Löwen besuchen zu können. Dabei schien es dieses Jahr so einfach: Da die beiden letzten Spieltage stets parallel ausgetragen werden müssen, stand schon bei Bekanntgabe des Spielplans im Sommer 2019 der Termin fest und die ersten Löwenfans planten bereits ihre Reise ins Schwäbische. Immerhin ist dies – neben den Duellen mit den Roten, Haching und Ingolstadt – das viertnächste Spiel bei einer Anreise aus München. Anfang Januar begannen dann Löwenfans – in der heimlichen Hoffnung am vorletzten Spieltag noch um den Aufstieg mitzuspielen, was zu dem Zeitpunkt von den Verantwortlichen im Verein noch als völlig abwegig zurückgewiesen wurde – sich direkt über den gastgebenden Verein mit Tickets auf der Gegentribüne einzudecken. In Windeseile waren alle Karten dort vergriffen. Was wäre das für ein grandioser Aufmarsch in weiß-blauen Farben geworden… [dt_gap height=”10″ /]

Wäre/hätte/würde… –  anstatt am 9. Mai mit tausenden Fans im Kampf um den Aufstieg, reisen Mannschaft und Funktionsteam nun am ersten Tag des Monats Juli ganz für sich alleine ins Schwäbische.
Danke, Covid-19! [dt_gap height=”10″ /]

Ob es bei dieser Reise für unsere Löwen noch um etwas mehr geht, als um die direkte Qualifikation für den DFB-Pokal 2020/21, von dem allerdings heute noch gar keiner weiß, wann und mit welchen Vereinen er überhaupt ausgetragen wird, wurde auch bei sechzger.de schon diskutiert. Und zwar hier. Im heutigen Vorbericht lassen wir den Rechenschieber gerne stecken – den können alle Löwenfans heute Abend nach dem Abpfiff auspacken und angesichts nur noch eines verbliebenen Spieltags die überschaubareren Optionen dann durchkalkulieren.[dt_gap height=”10″ /]

Aus Sicht der bloßen Statistik ist das Spiel für den TSV 1860 aber auch gar nicht so unwichtig: Immerhin warten wir mit unseren Profis noch auf den ersten Sieg gegen die Aspacher: In drei Spielen in der 3. Liga wurden auf Giesings Höhen jeweils nur zwei Unentschieden erzielt – das 1:1 von Anfang Dezember 2019 wird von nicht wenigen Löwenfans bei genau den Punktverlusten benannt, die – aller Voraussicht nach – letztlich wohl zum Aufstieg fehlen werden. Das einzige Gastspiel von Sechzig bei der SG Sonnenhof am 8. April letzten Jahres markiert übrigens den Beginn der rabenschwarzen Serie von sechs Niederlagen am Stück, die – nach dem vermeintlich schon sicher erreichten Klassenerhalt – die Lage nochmal richtig brenzlig werden ließ. Wir erinnern uns an Prinz Owusus Erlösung am 11. Mai gegen Fortuna Köln, stilecht und Löwen-dramatisch fünf Minuten vor Schluss. [dt_gap height=”10″ /]

Personell muss der TSV 1860 heute Abend im vorletzten Saisonspiel auf Aaron Berzel verzichten, der gegen Unterhaching die zehnte gelbe Karte kassierte. Außerdem scheint sich bei Timo Gebhart die starke Belastung des letzten Monats mit unglaublichen neun Spielen in viereinhalb Wochen bemerkbar zu machen: Er hat Probleme mit der Muskulatur und wird die kurze Reise ins Schabenland nicht mit antreten. Ansonsten darf Michael Köllner erneut aus dem vollen schöpfen, was – das sei an dieser Stelle durchaus einmal positiv hervorgehoben – für eine sehr gute Belastungssteuerung durch den Löwendompteur und sein Funktionsteam spricht.[dt_gap height=”10″ /]

Besucher der Spiele der Löwen-Amateure haben übrigens schon ein wenig mehr praktische Erfahrung mit dem heutigen Gegner. Zwischen 2009 und 2011 gehörte man zeitgleich der damals viertklassigen Regionalliga Süd an, was zu insgesamt sechs Duellen führte, von denen die Aspacher vier und die kleinen Löwen zwei siegreich gestalten konnten. Ein erster Erfolg für die Profis heute Abend würde für sie und uns den siebten Auswärtssieg 2019/20 bedeuten – in der Vorsaison waren es nicht einmal halb so viele. Allein das wäre schon ein Grund zum freuen und wer weiß: Vielleicht fangen wir dann ja doch nochmal alle das Rechnen an…

 

Sechzig@18:60, 30.06.2020

0
Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Html code here! Replace this with any non empty text and that's it.

Dass Marc-Nicolai Pfeifer morgen früh den Dienst bei den Löwen mit einer Vorstellung für Presse & Blog beginnt,

Sechzig um Sieben, 30.06.2020

0
Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Morgen ist der erste Arbeitstag von Marc-Nicolai Pfeifer – eine seiner ersten Amtshandlungen

Es ist vorbei. Oder? Ein Kommentar von Stephan Tempel

1
Gedanken zum TSV 1860
Gedanken zum TSV 1860

Diese Saison ist mal wieder ein absolutes Wechselbad der Gefühle:

Sechzig um Sieben: Haching kommt!

0

Wer den Fußball und speziell den TSV 1860 liebt, der freut sich auf jedes neue Spiel der Löwen und muss sich nicht für bestimmte Partien besonders motivieren, indem er dem medialen Hype Folge leistet, bei dem jedes Spiel gegen ein Team aus dem gleichen Bundesland als „Derby“ angepriesen wird. Insofern freuen wir uns – kaum ist das Prestigeduell gegen die kleinen Roten fertig verdaut – einfach auf den nächsten Auftritt unseres Teams gegen die SpVgg Unterhaching heute Nachmittag um 14 Uhr im Sechzgerstadion. Soweit das in Geisterspielzeiten möglich ist.

Es handelt sich also – aus der Perspektive des Verfassers dieser Zeilen – auch heute nicht um ein „Derby“, aber durchaus um ein besonderes Spiel mit viel Tradition und Geschichte. Seit den frühen 1980ern duellieren sich die Löwen mit den Vorstädtern in Pflichtspielen und es waren einige denkwürdige Schlachten dabei. So z.B. am 30. November 1988 als – wie damals üblich – auch das Heimspiel der Hachinger auf Giesings Höhen ausgetragen wurde, die Löwen 1:2 unterlagen, damit nach 20 Spieltagen sieben (Minus-)Punkte Rückstand auf den Tabellenführer hatten und sich die Wut der Fans auf Schiedsrichter und Gegner in Gewalt entlud. Wenig später brachte die Abendzeitung die Strafmaßnahme „3 Geister-Spiele im Sechziger-Stadion“ mit genau dieser reißerischen Überschrift ins Gespräch, wozu es damals allerdings nicht kam.

Zum ersten Duell zwischen dem damaligen B-Klassisten Unterhaching und den Löwen kam es in einem Freundschaftsspiel zum 50jährigen Jubiläum der SpVgg am 12. Januar 1975, das der Zweitligist mit 5:0 für sich entschied. Präsident in Unterhaching war übrigens kurz zuvor ein gewisser Engelbert Kupka geworden. Zu dieser Zeit begann der Aufstieg des Vereins, der ja um die Jahrtausendwende sogar mit einer zweijährigen Bundesligazugehörigkeit gekrönt wurde.

Wer sich für die Historie und die Statistik rund um die Spiele gegen die im Fan-Volksmund auch nur als „Bobfahrer“ Bezeichneten beschäftigt, sollte erneut nicht den Onlineauftritt des kicker Sportmagazins konsultieren. Hier werden – wie schon gegen die kleinen Roten – die Bayernligajahre einfach ignoriert. Inklusive eines Pokalspiels standen die heutigen Kontrahenten bislang in 38 Jahren 30 Mal in Pflichtspielen gegeneinander auf dem Platz.  Die Bilanz ist dabei niederschmetternd für uns Löwen: Acht Siegen (der im DFB-Pokal noch dazu extrem glücklich, in der letzten Minute der Verlängerung realisiert) stehen 13 Pleiten gegenüber.

Ob in 16 Bayernligapartien, sechs Zweitligaduellen oder den vier Treffen in der höchsten Spielklasse: Die rot-blauen Vorstädter lagen uns irgendwie noch nie so recht. In der 3. Liga ist unsere Weste aber noch weiß. Und die beiden Siege im Kalenderjahr 2019, am 1. Dezember im Sportpark bzw. am 12. März in der Heimat gehören durchaus zu den legendäreren Erlebnissen der jüngsten Vergangenheit! Das macht auch Hoffnung für heute.

Obwohl sich die derzeitigen Tabellennachbarn auf Rang neun und zehn mit Punktverlusten in der englischen Woche aus dem Aufstiegsrennen wohl endgültig verabschiedet haben, steht z.B. die direkte Qualifikation für den DFB-Pokal in der kommenden Saison auf dem Spiel. Platz fünf sollte dafür reichen.

Die laufende Saison lief für Haching ähnlich der vergangenen: Nach starker Hinrunde, die mit seriösen Aufstiegsambitionen (Tabellenführung zwischen dem neunten und dem elften Spieltag) beendet wurde, kam in der Rückrunde der Einbruch. Im letzten Jahr führte er die SpVgg sogar in echte Abstiegsgefahr, heuer war’s tabellarisch zwar nicht ganz so schlimm, aber nur ein einziger Sieg aus den letzten zehn Spielen (und zwar direkt in Spiel eins nach dem Re-Start beim Absteiger Großaspach) hat sämtliche Träume von höheren Aufgaben im Münchner Südosten zunichte gemacht.

Insofern geht es heute für Haching sicher um die Ehre aber eben auch um ein versöhnliches  Saisonfinale. Die Köllner-Elf, die derlei Harmonie beim Gast natürlich zu verhindern hat, wird wahrscheinlich wieder ein wenig anders aussehen, als die Startelf am Mittwoch Abend. Allerdings erteilte der Trainer in der Abschluss-PK einer Aufstellung von verdienten Spielern im Sinne der Dankbarkeit gegenüber ihrem Schaffen bei 1860 eine klare Absage. Rotation ja, aber nur, wenn es geboten ist. Marius Willsch, der sich in der Nacht vor dem Spiel gegen Bayern übergeben und daher dann passen musste wird wohl wieder in die Startelf rücken. Er ist  – neben Sascha Mölders – der Dauerbrenner der Saison: Morgen wird es sein 34. Einsatz im 36. Saisonspiel.

Eine Anekdote aus der Vergangenheit gibt es von einem Spiel gegen Unterhaching noch zu erzählen. Die hat allerdings nicht wirklich viel mit den Vorstädtern zu tun: Es begab sich nämlich im Mai 2017, als die SpVgg als frisch gebackener Aufsteiger in die 3. Liga bei den Löwen-Amateuren zum letzten Saisonspiel der Regionalliga Bayern antrat. An diesem Abend fanden sich rund 3.000 Löwenfans im Sechzgerstadion ein und zum ersten Mal wurde ein Fangesang einem breiteren Publikum präsentiert, der in der Folge eine Kontroverse beim TSV 1860 auslöste. Bis zum heutigen Anpfiff darf der geneigte Leser nun darüber nachdenken, um welchen Gesang es sich handelt.
😉

Michael Köllner: “Ich habe hier Vertrag und ich erwecke nicht den Eindruck dass ich fahnenflüchtig bin”

0

Html code here! Replace this with any non empty text and that's it.

Es gab ja in den letzten Tagen Spekulationen und Gedankenspiele zu Michael Köllner

Sechzig um Sieben – 26.06.2020 – Mannheim mit Beschwerde

0
Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Der SV Waldhof Mannheim legt nach dem 0:2 in Ingolstadt Beschwerde ein

Sechzig@18:60 – 25.06.2020

0
Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

– Pipinsried holt sich einen weiteren Jung-Löwen:

Die “kleinen Roten” sind hier fehl am Platz! (Eine ganz persönliche Meinung von Christian Jung)

1

Wunden lecken am Tag danach… Hand aufs Herz, Löwenfans: Die Niederlage im kleinen Derby gestern Abend hat weh getan. Und das nicht nur, weil dadurch wohl die letzten vorhandenen realistischen Aufstiegsträume ausgeträumt sind, sondern weil wir eine kämpferische und (im besten Sinne) aggressive Löwentruppe sehen durften, die dem Gegner alles abverlangte und letztlich unglücklich als Verlierer in diesem Prestigeduell vom Platz ging. Einem Gegner, bei dem die finanzielle Ausstattung der Zweitvertretung die unseres geliebten Turn- & Sportvereins um ein Vielfaches übersteigt und der sich seine U23 im Profifußball aus der Portokasse leisten kann.

Und trotz der Anerkennung für die Leistung der Akteure in weiß und blau, die leider nicht belohnt wurde – oder gerade deshalb – stellt sich am Tag danach die Frage: Was machen die „Bayern Amateure“, wie sie von ihrem eigenen Anhang gerne verniedlichend und verharmlosend genannt werden, eigentlich in dieser 3. Liga?

Laut Transfermarkt.de hat der Kader der Roten einen Gesamtwert von 24,5 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr, als dreimal so viel, wie die Roten Teufel aus Kaiserslautern, als zweitteuerste Mannschaft der 3. Liga aufbieten, mehr als viermal so viel, wie unsere Löwen (im Mittelfeld der Werttabelle der 3. Liga) und knapp sechsmal so viel, wie bei den „Billigteams“ aus Großaspach, Chemnitz, Mannheim (!), Zwickau oder Münster zu Buche steht. In diesem Zusammenhang lohnt sich sogar ein Blick in die 2. Liga: Nur vier Mannschaften sind dort wertvoller, als das B-Team aus der Säbenerstraße (Stuttgart, der HSV, Hannover und Nürnberg). Der Bundesligaaufsteiger Bielefeld kommt mit einem günstigeren Kader aus.

Da stellt sich mir die Frage: Warum ist mit einem Aufstieg in die 3. Liga für Zweitvertretungen der Großvereine eigentlich Schluss? Macht diese Regelung heute noch Sinn? Warum lässt man die kleinen Roten nicht in die Liga aufsteigen, in die sie viel besser passen würden? Internationale Vergleiche gefällig? In Österreich ist es ein völlig normaler Zustand, dass – mal abgesehen von den Farmteams des Linzer ASK oder der Salzburger Dosen, die unter anderen Namen antreten – eine Mannschaft namens „Young Violetts Austria Wien“ in der zweithöchsten Spielklasse mitmischt. Wem die „Operettenliga“ als Beispiel nicht gefällt: Das B-Team von Real Madrid tritt mit dem Namenszusatz „Castilla“ seit Jahren als Fahrstuhlmannschaft zwischen zweiter und dritter spanischer Liga an.

Da das Problem der zweiten Mannschaften mit einer künstlichen Höchstgrenze was die Ligenzugehörigkeit anbelangt, nie gelöst wird, weil sich das Thema nur immer weiter nach unten verlagert, sollte man – aus meiner Sicht – diese Mannschaften einfach aufsteigen lassen, wenn sie können. Von mir aus darf der „FC Ruhmreich“ sogar zwei Teams in der Bundesliga antreten lassen. Wenn die wirtschaftliche Kapazität es hergibt, macht das sicher mehr Sinn, als ein völlig überteuertes Team künstlich an eine Liga zu binden, in die es einfach nicht reinpasst.

Die hier angestellten Überlegungen mögen – z.B. für einen Roten – nach schlechten blauen Verlierern klingen.  Mag sein. Ich gebe offen zu, dass ich grundsätzlich immer Respekt gegenüber dem sportlichen Kontrahenten habe und dass ich stets einfordere, eine Niederlage fair anerkennen zu können. Bei der „FC Bayern München AG“ und speziell im Fall von gestern Abend gelingt mir das nicht. Es ist armselig, wie der von seinen Bossen angetriebene Sebastian Hoeness in der Pressekonferenz nach dem Spiel darüber schwadroniert, wie wichtig es „für den Klub“ sei, solche Erfolge auf dem Rasen zu erzielen. In Ermangelung eines echten sportlichen Ziels feiert man, wie Hoeness weiter ausführt, den Punkterekord der zweiten Mannschaft irgendeines früheren Trainers nun getoppt zu haben. Da kann ich leider nur den Onkel des Protagonisten zitieren, der einmal in einem anderen Zusammenhang mit Bezug auf uns Löwenfans sagte: „Da will ich nicht hin!“

Ist es denn geil, mit einer völlig deplatzierten Mannschaft eine Liga zu dominieren, um sich in der Folgesaison dann – entgegen der landauf landab von Fußballfans geäußerten Forderung, dass Meister aufsteigen müssen – wieder brav einzureihen und womöglich dasselbe Spielchen erneut zu spielen? Und wieder und wieder…
Wahrscheinlich fehlt mir als Löwenfan irgendein Gen, das der gemeine Rote in sich trägt, um sich allein nur vorstellen zu können, an so etwas Freude zu haben. Und darf ich ehrlich sein? – Ich bin über dieses Defizit sehr glücklich!