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18.09.1938: TSV 1860 mit Unentschieden bei Jahn Regensburg

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

1:1, 1:1, 1:1, 1:1, 1:1, 0:0. Nein, ich bin nicht auf der Tastatur eingeschlafen, sondern das ist der Saisonstart der Löwen in die Spielzeit 1938/39 in der Gauliga Bayern. Nach sechs Unentschieden in Folge setzte es eine Niederlage in Nürnberg, ehe bei der SpVgg Fürth der erste Sieg eingefahren werden konnte. Zum Auftakt holte der TSV 1860 jedoch immerhin einen Punkt bei Jahn Regensburg.

Jahn Regensburg – TSV 1860 1:1

Ein Jahr vor Kriegsbeginn rollte der Ball in der Gauliga Bayern und die Löwen mussten zum Auftakt in die Oberpfalz reisen. 4.000 Zuschauer wollten sich die Partie nicht entgehen lassen. Nach 25 Minuten hatte der TSV 1860 Grund zum Jubeln, als Krumm die Gäste mit 0:1 in Führung brachte. Ein Sieg zu Saisonbeginn war den Löwen jedoch nicht vergönnt, denn Niederwald glich in der 62. Minute für den Jahn aus.

Kurios: Während die Löwen zu Saisonbeginn sechs Mal in Folge Unentschieden spielten, kam es in den zwölf weiteren Partien nicht ein einziges Mal zu einer Punkteteilung. Am Ende fehlte dem TSV 1860 ein mickriges Pünktchen auf Meister FC Schweinfurt 05. Die Unterfranken verpassten in der Folge nur knapp das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft, Schalke 04 sicherte sich den Titel.

Die Aufstellung der Löwen

Am 18.09.1938 setzte Trainer Dietrich Tillmann bei Jahn Regensburg auf folgende Elf des TSV 1860.

Scheithe – Neumayr, Schmeiser – K. Janda, Nerz, Maierthaler – Bergmaier, L. Janda, Gäßler, Krumm, Wölfl

Tore:
0:1 Krumm (25.), 1:1 Niederwald (62.)

Die statistischen Daten sind dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys entnommen.

Julian Guttau: “Die Fans hier sind crazy”

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Julian Guttau: "Die Fans hier sind crazy"
Julian Guttau: "Die Fans hier sind crazy"

Beim jüngsten 2:1-Auswärtssieg beim FC Ingolstadt war Julian Guttau eines der Gesichter für die Wende. Kurz nach seiner Einwechslung traf er zum 2:0 für die Löwen, in der Nachspielzeit klärte er mit einer von seinen Mitspielern lautstark gefeierten Grätsche. Im Rahmen einer Sponsorenveranstaltung auf dem Trainingsgelände stand Julian Guttau kürzlich den ausgewählten Pressevertretern Rede und Antwort. Wir waren für Euch live vor Ort, die spannenden Antworten des Offensiv-Spezialisten findet ihr hier. Unter anderem sagte Guttau: “Die Fans hier sind crazy”.

Julian Guttau über seine Leistungen

“Das war in Ordnung bisher. Ich habe immer Luft nach oben und bin nie ganz zufrieden mit meiner Leistung. Auch wenn ich ein Tor mache und wir gewinnen, wie gegen Ingolstadt. Es gibt immer Szenen in denen ich mich verbessern kann, den besseren Ball spielen kann, die besseren Entscheidungen treffen kann. Wenn die Mannschaft gewinnt bin ich zufrieden, wenn ich noch etwas oben draufpacken kann, umso mehr.”

… die erste Saison bei 1860

“Ich lese mir nicht viel durch, man weiß was außenherum abgeht und kriegt ein bisschen was mit. Wirklich Ruhe hat man hier ja nie. Ich bin keiner, der sich jeden Artikel durchliest. Wichtig ist was auf dem Platz passiert, das Außenrum versuche ich eigentlich immer auszublenden und meine Leistung auf den Platz zu kriegen. Es gibt Spieler, die nehmen sich solche Sachen mehr zu Herzen, mich lässt das eher kalt. Aber wir sind alle Menschen. Wenn negativ über einen berichtet wird, nimmt das einen natürlich schon mit. Ich will auch weiter meinen Fokus aufs Sportliche zu legen. Wenn ich schlecht spiele, kann jemand auch schreiben dass ich scheiße bin. Fußball ist ein Tagesgeschäft, die eine Woche bist du der König, die nächste Woche scheiße.”

… seinen Auftritt in Ingolstadt

“Kein Spieler ist zufrieden wenn er auf der Bank sitzt. Ich habe versucht alles reinzulegen, gerade weil ich weiß, was für eine Brisanz in dem Spiel steckt, dass es für uns immens wichtig ist. Ich bin kein Spieler der über Kampf und Grätschen kommt. Aber ich kann so etwas auch und das war symbolisch, dass wir zeigen wollen, dass viel mehr ins uns steckt, als viele denken. Es gilt weiter jede Woche alles reinzuhauen und uns gemeinsam da unten rauszuholen.”

… die taktische Ausrichtung der Mannschaft

“Ich bin jemand der offensiv überall spielen kann. Ich fühle mich auf der Zehn hinter den Spitzen am wohlsten, wenn ich meine Freiheiten habe, weil ich dann in meinen Abläufen drin bin. Aber ich bin auch nicht traurig, wenn ich wo anders spiele. Ich bin froh, wenn ich in der Startelf bin und dafür gebe ich alles.”

… seinen starken Februar bei 1860

“Ich denke immer von Spiel zu Spiel und kann das gut einschätzen. Man muss die komplette Saison konstant spielen. Ich hatte auch meine Schwankungen drin und kann das schon ganz gut einordnen. Wenn man mal in einem Lauf ist, dann springt einem auch mal der Ball vor die Füße und ist dann drin. So war es in dem Monat.”

… seine Überlegungen in der Sommerpause

“Ich habe mir keinen Kopf um irgendwas anderes gemacht. Ich habe Vertrag hier, fühle mich pudelwohl hier. Ich wollte versuchen, jede Woche alles reinzuhauen.”

… seinen auslaufenden Vertrag

“Ich muss die Entwicklung abwarten, von mir selbst und von der Mannschaft. Ich fühle mich hier sehr wohl, habe aber von vier Spielen nur zwei in der Startelf gestanden. Ich bin sehr überzeugt von mir und will mehr spielen. Dazu gehört auch Leistung und deshalb versuche ich auch nach Einwechslungen dem Trainer zu zeigen, dass ich da bin. Natürlich kann ich mir auch vorstellen, weiter hier zu bleiben. Man weiß nie, wie eine Saison verläuft. Ich will aus meiner Karriere natürlich das beste raushauen und auch mal höher spielen, aber warum soll das nicht hier gelingen, wenn wir in einen Lauf kommen?”

… die dritte Liga in dieser Saison

“Es ist wie jedes Jahr eine sehr enge Liga. Jedes Spiel ist so eng, Du kannst als Letzter gegen den Ersten 3:0 gewinnen. Es entscheidet einfach die Tagesform, wer heißer auf das Spiel ist. Wenn wir unser Spiel auf den Platz drücken, dann geht auch was und es ist alles möglich.”

… die Stabilität im Team

“Fußball ist ein Ergebnissport. Für uns war ganz wichtig, dass wir aus den Ansätzen auch ein gutes Ergebnis herausholen. Es geht nicht darum, ob wir den Gegner dominieren. So ein Sieg gegen einen Gegner wie in Ingolstadt ist wichtig für einen persönlich und für die Mannschaft – ein Erfolgserlebnis zu haben. Das gibt Rückenwind und zeigt, dass man gewinnen kann. Das ist wichtig für das Selbstvertrauen.”

… die Fans der Löwen

“Die Fans hier sind crazy. Es gibt wahrscheinlich wenig Clubs wo das so ist. Das ist ein ganz großer Pluspunkt von diesem Verein. Egal wie weit die Entfernung ist, wie viele Fans mitfahren und diese haben ein gutes Gespür. Natürlich können wir uns auch mal etwas anhören, wenn es nicht läuft, aber ich glaube das ist ganz normal. Umso geiler ist es, wenn man solche Erfolgserlebnisse hat. Das ist ein geiles Gefühl und das gibt es nicht oft in Deutschland. Zu Hause ist jedes Spiel ausverkauft. Die Fans sind der Punkt, über den wir uns glaube ich die wenigsten Gedanken machen müssen.”

… seine Buddies bei den Löwen

“Mit Marlon Frey verstehe ich mich richtig gut. Mit Morris Schröter, der ist ja auch ein Ossi (lacht). Mit Wolfram verstehe ich mich gut, der ist ja auch aus Zwickau. Dann noch Leroy Kwadwo. Und auch Jesper Verlaat, das sind die, mit denen ich am meisten zu tun habe. Der Jesper Verlaat sitzt neben wir in der Kabine und wir gehen auch mal gemeinsam essen.”

… die Stimmung in der Kabine

“Die Stimmung war erstaunlich gut, dafür dass es nicht so lief. Die neuen Jungs haben alle einen super Charakter, da ist keiner schwierig. Gerade ein Thore (Jacobsen), der aus der zweiten Liga kommt. Der ist sehr bodenständig. Er ist keiner der viel erzählt, sondern einer, der einfach macht. Wir sind als Truppe sehr homogen, das funktioniert sehr gut. Wir wussten alle, dass die ersten Spiele nicht so waren, wie wir es uns vorgestellt haben. Da wird auch einmal Tacheles gesprochen und keiner ist dem anderen beleidigt. Was in der Kabine ist, bleibt dann auch da. Es ist auch ganz wichtig, sich mal die Meinung zu sagen.”

… seine zweite Wiesn

“Mit der Tracht habe ich mich am Anfang schwer getan, vor allem mit dem Anziehen. Ich konnte mich da nicht selbst drin sehen. Wir waren dann letztes Jahr mit den Sponsoren dort. Ich bin ein Fan der Musik, ich kann dem schon etwas abgewinnen. Heuer werden wir sicher wieder mit den Sponsoren dort sein, vielleicht auch noch einmal privat. Ich freue mich drauf.”

 

Sechzig um Sieben: TSV 1860 veröffentlicht Wiesn-Trikot

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Kurz vor dem offiziellen Start des größten Volksfestes der Welt hat der TSV 1860 München am gestrigen Dienstag sein Wiesn-Trikot offiziell vorgestellt. Außerdem gibt es eine Ticketaktion für das Heimspiel gegen Hannover 96 II und zwei weitere Spiele werden im Free-TV übertragen.

Ticketaktion zum Wiesn-Heimspiel gegen Hannover 96 II

Noch gibt es zahlreiche Tickets für das kommende Heimspiel gegen Hannover 96 II. Die Partie findet am Mittwoch in der nächsten Woche statt (18:60 Uhr, sechzger.de Liveticker). Der BFV und der TSV 1860 München haben nun eine gemeinsame Ticketaktion gestartet, bei der Sitzplatzkarten zu einem vergünstigten Preis erhältlich sind.

Löwen präsentieren das neue Wiesn-Trikot

In dunkelblau gehalten, mit weißen Brezn-Applikationen sowie einem markanten Streifen in der Mitte: so sieht das neue Wiesn-Trikot des TSV 1860 München aus. Gestern abend lüfteten die Löwen das Geheimnis um das Design der diesjährigen Variante. Die ersten Meinungen gehen dabei durchaus auseinander: von gelungen bis zum Schlafanzug sind viele Reaktionen vorhanden.

Free-TV Übertragungen gegen Wiesbaden und Sandhausen

Zwei weitere Spiele des TSV 1860 werden in den kommenden Wochen live und kostenlos im Fernsehen übertragen. Bereits die Partien gegen den FC Ingolstadt sowie Dynamo Dresden wurden vom BR gezeigt. Hinzu kommen nun das Wiesn-Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden am 05.Oktober sowie das Auswärtsspiel beim SV Sandhausen am 02.November. Anpfiff ist daher jeweils um 14:03 Uhr.

Stellungnahme zum verzögerten Einlass gegen Dynamo Dresden

Außerdem veröffentlichten die Löwen gestern eine kurze Stellungnahme nach dem verzögerten Anpfiff gegen Dresden. Grund dafür seien demnach “Sicherheitsbedenken” gewesen, genauer geht der TSV 1860 in seiner Mitteilung nicht auf die Hintergründe ein. Die Löwen bedanken sich bei ihren Anhängern “für die ruhige und besonnene Art, diese Verzögerung hinzunehmen“.

News aus der 3.Liga

Antwerpen in Mannheim entlassen

Die 3.Liga hat gestern die erste Trainer-Entlassung erlebt. Marco Antwerpen musste in Mannheim seinen Hut nehmen. Zwei Punkte aus bisher fünf Partien und der letzte Tabellenplatz waren für die Verantwortlichen genug Argumente, um die Reißleine zu ziehen. Mit Bernhard Trares oder Nachwuchschef Kai Herdling stehen bereits zwei mögliche Nachfolger bereit.

Hollerbach-Entlassung in Rostock derzeit kein Thema

Neben dem Waldhof und dem TSV 1860 ist auch Hansa Rostock derzeit in der Abstiegszone zu finden – ganz entgegen der eigentlichen Erwartungen beim Absteiger aus der 2.Bundesliga. Wie die Löwen holte Rostock bislang nur drei Zähler. Anders als beim Waldhof ist eine Trainer-Entlassung bei der Kogge momentan kein Thema. Bernd Hollerbach erhielt Unterstützung von den Verantwortlichen sowie der Mannschaft und wird daher auch am Wochenende im Duell mit Dynamo Dresden auf der Bank Platz nehmen.

Diesmal in Dunkelblau: Wiesn-Trikot des TSV 1860 veröffentlicht

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TSV 1860 Wiesn Trikot 2024

Bereits vor eineinhalb Wochen hatte sechzger.de die Möglichkeit, einen Blick auf das neue Wiesn-Trikot des TSV 1860 zu werfen, nun dürfen wir Euch das neue Gewand der Löwen endlich auch präsentieren.

Wiesn-Trikot des TSV 1860 veröffentlicht

Dunkelblau als Grundfarbe, dazu weiße und hellblaue Elemente – das Wiesn-Trikot des TSV 1860 kommt dieses Jahr farblich etwas konservativer daher als noch 2023, als man sich in Weiß mit schwarz-gelben Streifen präsentierte. Mit diesen Shirts besiegten die Löwen in der Vorsaison den SC Verl mit 1:0.

Das dunkelblaue Trikot wird durch einen aus Rauten gebildeten weiß-blauen Streifen geteilt. Garniert wird das Trikot mit weißen Brezen. Jetzt müssen nur noch Punkte auf dem Platz her!

Top oder Flop?

Das Wiesn-Trikot hat sich in den vergangenen Jahren beim TSV etabliert, rief durch seine mitunter etwas gewagten Designs jedoch unterschiedliche Reaktionen hervor. Ob Grün, im Tischdecken-Muster oder als Schankkellner getarnt – man hat zur Wiesn-Zeit schon einiges ausprobiert an der Grünwalder Straße.

Was haltet Ihr vom neuen Wiesn-Trikot der Löwen? Top oder Flop?

Wiesn-Trikot 2023
Tsv 1860 Wiesn Trikot
Wiesn-Trikot 2022

Bilder: TSV München von 1860 GmbH & Co. KG & sechzger.de

Heute vor 20 Jahren: TSV 1860 – MSV Duisburg 1:0

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Zwei Gründungsmitglieder der Bundesliga, die sich aktuell allerdings in ganz anderen Gefilden bewegen, trafen genau heute vor zwanzig Jahren am 5. Spieltag der Zweitligasaison 2004/05 aufeinander. Die Löwen aus München und die Zebras aus Duisburg.

Absteiger mit Startschwierigkeiten in die Saison

Der TSV 1860 war im Sommer nach zehn Jahren tränenreich aus der Bundesliga abgestiegen, der MSV befand sich bereits im fünften Jahr in Folge in der 2. Bundesliga – mit eigentlich wenig Aussicht auf eine Rückkehr ins Oberhaus. In diese Spielzeit waren die Duisburger aber mit drei Siegen und nur einer Niederlage gestartet – nach Giesing reisten sie mit einem 1:0-Sieg über den ewigen Rivalen und Aufsteiger Rot-Weiss Essen im Rücken. Die Löwen hingegen hatten die Saison als Bundesligaabsteiger durchwachsen, mit nur einem Sieg, zwei Unentschieden und einer Niederlage begonnen.

Kein fußballerischer Leckerbissen in Giesing

Die einen also mit viel Rückenwind und der Chance über Nacht an die Tabellenspitze zu springen, die anderen bereits mit einem gewissen Druck, nach dem Abstieg in der Liga “anzukommen”. Das ließ auf ein interessantes Duell hoffen. 17.100 Besucher hatten an diesem Freitag Abend, dem Vorabend des Wiesn-Auftakts den Weg ins Sechzgerstadion gefunden, das für eine Übergangssaison nochmal Heimstatt für Profis von Sechzig sein sollte, ehe es dann im folgenden Sommer in die ungeliebte und so verhängnisvolle Arena vor den Toren der Stadt ging. Jene Zuschauer, die gekommen waren, wurden allerdings sportlich nicht verwöhnt. Ein Spiel auf “erschreckend schwachem Niveau” beobachtete der kicker in seinem Spielbericht. Mit 0:0 ging es in die Pause. Der neue Löwen-Coach Rudi Bommer, der im ersten Abschnitt keinen einzigen Torabschluss seines Teams beobachtet hatte,  schickte kurz nach der Pause den Publikumsliebling Paul Agostino auf’s Feld, was jedoch am grundsätzlichen Geschehen auf dem Rasen wenig änderte.

Ein Tor reicht den Löwen gegen Duisburg

Bezeichnend, dass das goldene Tor für 1860 durch einen Abwehrfehler der Gäste von der Wedau zustande kam: In der 72. Minute konnte Manuel Krontiris einen unüberlegten Rückpass der Duisburger mit einem kurzen Sprint erreichen und den Ball über MSV-Torwart Goerg Koch hinweg ins lange Eck spitzeln. Die Gäste erhöhten danach ein wenig den Druck, konnten an diesem Abend allerdings Michael Hofmann im Kasten der Löwen nicht überwinden. Nach dem Abpfiff herrschte entsprechend großer Jubel – die Wiesn-Maß am nächsten Tag würde dem einen oder anderen so sicher noch besser schmecken!

Duisburg steigt auf – 1860 wird Vierter

Am Saisonende stiegen die Zebras – für nur eine kurze Saison – in die Bundesliga auf. Sie beendeten jene Saison 24/25 auf Platz zwei, eingereiht zwischen den beiden sofortigen Bundesliga-Rückkehrern aus Köln und Frankfurt. Und die Löwen? Die hatten Ende November nach einem 1:5 in Aachen auf Tabellenplatz acht liegend Rudi Bommer durch Reiner Maurer als Löwendompteur ersetzt und beendet die Saison mit der besten Platzierung aller 13 Zweitligajahre nach dem Abstieg 2004: Auf Platz vier. Vier Punkte hinter Eintracht Frankfurt. Knapp vorbei am angestrebten sofortigen Wiederaufstieg.

Die Aufstellung der Löwen

Diese Elf schickte Rudi Bommer am 17. September 2004 auf den Rasen des Sechzgerstadions:

M. Hofmann – R. Meyer, S. Komljenovic, Rodrigo Costa, Frühbeis – Lehmann, Baier (M. Schäfer), Pflipsen, Gebhardt (89. Shao) – Kolomaznik (56. Agostino), Krontiris

Tor: Krontriris (72.)

Ticketaktion: BFV und 1860 bieten ermäßigte Sitzplatzkarten gegen Hannover II an

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grünwalder stadion mit flutlicht blick von der tegernseer landstraße in richtung stehhalle

Englische Wochen sind nicht gerade die beliebtesten Spieltermine der Fußballfans, es sei denn es geht vielleicht im Europacup rund. Besonders für Anhänger mit einer weiteren Anreise sind auch Heimspiele unter der Woche oftmals schwer mit dem Arbeitsalltag vereinbar.

Zum Heimspiel gegen die Zweitvertretung von Hannover 96 hat der BFV gemeinsam mit dem TSV 1860 eine Ticketaktion ins Leben gerufen. Auf der Website des Verbands heißt es:

“Wiesn-Heimspiel der Münchner Löwen gegen Hannover 96 II zum Knallerpreis: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) und der TSV 1860 München bieten Mitgliedern der bayerischen Fußballfamilie für die Drittliga-Partie des 7. Spieltags am Mittwoch, 25. September 2024 um 19 Uhr im Stadion an der Grünwalder Straße exklusive Sitzplatztickets zum rabattierten Sonderpreis von 19 Euro (regulär 28 Euro) an.

Die Tickets können unter Angabe der gewünschten Ticketanzahl und der Rechnungsanschrift des Vereins ab sofort per E-Mail an tickets@tsv1860.de bestellt werden. Da das Karten-Kontingent begrenzt ist, werden die Tickets nach dem Prinzip „First come, first serve“ vergeben.”

Also auf geht’s! Vielleicht möchte eine Jugendmannschaft ja ein Training gegen das Flutlicht-Erlebnis auf Giesings Höhen eintauschen oder die örtliche AH hat Lust ihrer Jugendliebe mal wieder einen Besuch abzustatten. Hoffentlich können wir so am Mittwoch wieder das gewohnte “Wir sind ausverkauft” im Stadion vernehmen.

Sechzig um sieben: Ultimatum für Giannikis?

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Nach der fünften Heimniederlage in Folge wird die Luft in Giesing dünn für Argirios Giannikis. Nach Informationen des Münchner Merkur diskutieren die Gremien des TSV 1860 München ein Ultimatum für Giannikis.

Rückblick auf die fünfte Heimniederlage in Folge

Es war wahrlich ein Nachmittag zum Vergessen für alle Löwenfans. Strömender Regen, zu allem Überfluss ein verspäteter Spielbeginn und eine chancenlose Löwenelf, die sich Dynamo Dresden 2:3 geschlagen geben musste. Daher halten wir den Rückblick auf das Spiel heute auch bewusst kurz. Bernd Winninger hat in der TAKTIKTAFEL analysiert, warum 1860 Dynamo Dresden 85 Minuten lang komplett unterlegen war. Der Talk gerät diese Woche zur von Jan angeleiteten Selbsthilfegruppe frustrierter und ratloser Löwenfans, die auch nicht wissen, wie ihr Herzensverein aus dieser Krise kommen soll.

Ultimatum für Giannikis?

Ob Löwentrainer Argirios Giannikis das weiß? Nach Informationen des Münchner Merkur bekommt noch eine letzte Chance, unter Beweis zu stellen, dass er die Löwen erfolgreich coachen kann. Offenbar haben sich die Gremien von 1860 mit sportlichen Lage beschäftigt und stellen ein Ultimatum an Giannikis. Sollten die Löwen am Samstag mit leeren Händen von der Bielefelder Alm zurückkehren, dürfte seine Amtszeit an der Grünwalder Straße zu Ende gehen.

Drei Absagen und wenig Siege

Leider nahmen sich weitere Löwenmannschaften ein Beispiel an den Profis und verloren ihre Spiele. Wenn des  gespielt wurde. Die Spiele der U21, der U12 und das historische erste Punktspiel der U15 Löwinnen wurden wetterbedingt abgesagt. Die e.V.-Mannschaften der Herren blieben sieglos (Dritte 1:1 beim ESV München, Vierte 2:4 beim SV Pullach II) und auch die U19 verlor daheim gegen die SpVgg Unterhaching 0:2. Einen Lichtblick gab durch die U17, die 2:0 in Regensburg gewann. Ein Schützenfest konnten immerhin die Löwinnen I feiern, die die SG Aschheim/Kirchheim mit 8:0 nach Hause schickte. Alle Löwenergebnisse vom Wochenende findet Ihr hier.

Raphael Holzhauser wechselt nach Malta

Der ehemalige Giesinger Hoffnungsträger Raphael Holzhauser war nach Ablauf seines Vertrags beim Swift Hesperingen in Luxemburg vertragslos. Nun fand er im maltesischen Erstligisten FC Marsaxlokk einen neuen Arbeitgeber. Ob Holzhauser weiß, dass “Malteser Aquavit” nicht auf Malta produziert wird?

News aus der dritten Liga

Ex-Löwe Kilian Jakob bricht sich die Elle

Gestern gab es die genaue Diagnose für Kilian Jakob, der bei Erzgebirge Aue im Spiel gegen Bielefeld nach der Pause ausgewechselt werden musste. Jakob erlitt einen Bruch der Elle. Er hofft, mit einer Manschette beim Spiel der Veilchen in Unterhaching mit von der Partie sein zu können.

Waldhof macht weiter mit Antwerpen

Tabellenletzter Waldhof Mannheim macht weiter mit Trainer Marco Antwerpen. Sportchef Anthony Loviso tat gegenüber dem Mannheimer Morgen kund, dass es “nie eine Trainerdiskussion” gab und er mit dem 1:1 bei Hansa Rostock zufrieden sei.

Damit geht Ihr bestens informiert in diesen Dienstag!

Giannikis: Letzte Chance Bielefeld?

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1860 Giannikis

Nach der über weite Strecken sehr dürftigen Leistung des TSV 1860 München bei der 2:3-Heimniederlage gegen Dynamo Dresden wird Argirios Giannikis als Chef-Trainer in Frage gestellt. Wie der Münchner Merkur in seiner morgigen Print-Ausgabe berichtet, soll Giannikis in Bielefeld eine letzte Chance auf eine Trendwende bekommen.

Giannikis: Letzte Chance auf der Alm?

Obwohl Sportchef Dr. Christian Werner unmittelbar nach dem Spiel im Interview bei Magenta-Sport dazu aufrief, “ruhig zu bleiben”, scheint Argirios Giannikis’ Zukunft als Chef-Trainer der Münchner Löwen in Frage zu stehen. So berichtet der Merkur, dass interne Gremien des TSV 1860 die sportlich prekäre Lage nach dem verpatzten Saisonstart mit nur drei Punkten aus fünf Spielen durchaus analysieren. Aktuell sieht es wohl danach aus, als ob Giannikis eine letzte Chance bekommt, das Ruder beim Spiel auf der Bielefelder Alm herumzureissen.

Schwere Aufgabe wartet auf Giannikis und seine Löwen

Im nächsten Ligaspiel am kommenden Samstag (16:30h im sechzger.de Liveticker) sollte er etwas Zählbares aus Bielefeld mitbringen, wenn nicht sogar einen Auswärtssieg. Ansonsten dürfte Giannikis’ Zeit an der Grünwalder Straße 114 zu Ende gehen. Keine leichte Aufgabe, denn auf die Löwen wartet mit Arminia Bielefeld der noch ungeschlagene Tabellenvierte. Zuhause auf der Alm besiegten die Arminen Borussia Dortmund II mit 1:0, während sie sich vom SV Sandhausen mit 1:1 trennten. Mit einer Bilanz von nur drei Siegen in den letzten sieben Monaten und fünf Heimniederlagen in Folge steht Giannikis nun unter großem Erfolgsdruck. Laut Merkur stehen die Finanzmittel für einen möglichen Nachfolger bereit.

TSV 1860 – Dynamo Dresden (2:3), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse der verdienten 2:3 Heimniederlage des TSV 1860 München gegen die SG Dynamo Dresden. Starke Schlussminuten nach einer lange Zeit indiskutablen Leistung reichten nicht, um gegen den Favoriten zu bestehen.

Die Partie TSV 1860 gegen Dynamo Dresden verloren die Gastgeber verdient mit 2:3. Das knappe Ergebnis übertüncht auf den ersten Blick die über weite Strecken bodenlos schlechte Leistung der Mannschaft von Argirios Giannikis.

Gegen den Ball stand eine im 4-2-3-1 die Positionsangriffe der Dresdener meist sehr tief erwartende Löwenmannschaft, das verschob sich im eigenen letzten Drittel auf ein 4-4-2 bzw. auf ein 4-4-1-1.

Von Pressing seitens der Löwen kann man in den ersten ca. 75 Minuten nicht sprechen, das war schlichtweg kaum vorhanden. Wenn die Dresdener angelaufen wurden, dann erst kurz vor der Mittellinie und das im Großteil aller Fälle auch lediglich von Schubert, der als Alleinunterhalter die meiste Zeit ohne Unterstützung die Anlaufarbeit erledigen musste.

Die Defensivlinie stand gleichzeitig relativ hoch, in einigen Situationen sogar extrem hoch. Damit wurde der Raum im Mittelfeld für den Gegner zwar eng, aber wirklich aufgehalten hat das passsichere Dresdner nur selten und wenn war das das intensive Gegenpressing der Gäste zur Stelle. Ballgewinne der Löwen wurden so schnell wieder zu Ballverlusten.

Bei eigenem Ballbesitz spielten die Löwen insgesamt wieder einmal zu träge und extrem statisch, sodass gut gestaffelte Dresdener kaum Probleme hatten die Kugel aus der eigenen Box herauszuhalten. Das System mit Ball war wieder das viel kritisierte 4-2-2-2. Dass die schlechte Leistung aber nicht am System an sich liegt, sollte spätestens seit Samstagnachmittag kurz nach vier Uhr jedem klar sein. Bevor ich darauf näher eingehe wie immer die statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte TSV 1860 – Dynamo Dresden

  • Ballbesitz TSV 1860 37% – SGD 63%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 72% – SGD 84%
  • defensive Zweikampfquote TSV 1860 60% – SGD 65%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 12/6 – SGD 19/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 12,25 – SGD 7,66

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (37%:63%)

Die Zahlen sagen alles. Genauso trostlos wie die Statistik es zeigt war das Spiel. Dresden schaltete und waltete, Sechzig war dagegen permanent im Reaktionsmodus. Lassen wir die Schlussphase, in der Sechzig so spielte wie man es sich eigentlich über 90 Minuten wünscht, außen vor, so liegt der Ballbesitz für den Gast sogar noch einmal 4% höher.

Passgenauigkeit (72%:84%)

Alles was es zu dieser Statistik aus Löwensicht zu sagen gibt ist: das war indiskutabel. Mit einer Passgenauigkeit von 63% bei den Vorwärtspässen kam statistisch gesehen jeder dritte Vorwärtspass seltener als in der Hälfte der Fälle zum Mitspieler. 56 Ballverluste bei Vorwärtspässen haben sich die Löwen geleistet. Zur Einordnung des Ganzen stehen dem 41 Fehlpässe im Spiel nach vorne bei Dresden gegenüber. Interessanterweise spielten die Dresdner allerdings auch weniger Vorwärtspässe als die Sechzger. War Sechzig vielleicht doch öfter im Vorwärtsgang als es den Eindruck machte?

Nein. Dieses Pferd muss man von hinten aufzäumen. Beginnen wir mit den Rückpässen innerhalb des eigenen Defensivverbunds, die im Verhältnis zum Ballbesitz bei den Löwen leider wieder einmal zu häufig zum Einsatz kamen bzw. aufgrund fehlender Dynamik kommen mussten. Jeder Rückpass im eigenen letzten Drittel bzw. innerhalb der Defensivabteilung hat, wie schon des Öfteren erwähnt, in den allermeisten Fällen wieder einen Vorwärtspass zufolge, der aufgrund der Zone auch meistens als sicherer Pass angesehen werden kann. Das verschiebt die Quote bei den Vorwärtspässen auch wieder ein paar Prozentpunkte weiter ins Plus.

Dass Dresden im Aufbau oft länger brauchte, um die eigenen Positionsangriffe auszulösen, lag am von den Löwen eng gemachten Mittelfeld. Dass dieses Rezept nicht aufging und Dresden mit Geduld immer wieder die Tiefe fand, änderte über weite Strecken des Spiels wenig bis nichts an der defensiven Herangehensweise der Löwen. Damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Defensive Zweikampfquote (60%:65%)

Die defensive Zweikampfquote ist mit 60% eigentlich ganz o.k., die Zweikampffrequenz hingegen ist indiskutabel. Diese liegt bei 1,1 Zweikämpfen pro Minute gegnerischem Ballbesitzes. Für die Zeit vor der guten Schussphase liegt die Zweikampfintensität sogar unter einem Zweikampf pro Minute gegnerischem Ballbesitzes. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Zum Vergleich: die Intensität gegen den Ball lag bei den Dresdnern mit knapp 1,55 deutlich höher als die der Löwen.

Nun möchte man meinen, wenn die Zweikämpfintensität niedrig ist sollte zumindest das Stellungsspiel gegen den Ball gut funktionieren. Aber auch bei den abgefangenen Bällen hängen die Gäste die Löwen deutlich ab. Man kann zur Bewertung des Stellungsspiels mehrere Indikatoren nutzen und diese miteinander verknüpfen, um belastbare Werte diesbezüglich zu bekommen. Die Bemessungsgrößen sind abgefangene Pässe gesamt, abgefangene Pässe im Verhältnis zu vom Gegner gespielten Pässen und abgefangene Pässe pro Minute gegnerischen Ballbesitzes. Mit 46 abgefangenen Pässen insgesamt liegt das Verhältnis abgefangener Pässe zu gespielten Pässen aus Sicht der Löwen bei 1:10,5 und der Wert der abgefangenen Pässe pro Minute bei 0,77.

Ist das gut oder schlecht? Vergleichen wir das einfach mit dem, was der Gegner abgeliefert hat. Die Spieler von Dynamo Dresden haben insgesamt 56 Pässe des TSV 1860 München abgefangen. Wirklich deutlich wird das, wenn man die beiden anderen Werte diesbezüglich in diesem Spiel betrachtet. Mit einem deutlich besseren Verhältnis von 1:6,51 abgefangene zu gespielten Pässen und einer Abfangfrequenz von 1,6 Pässen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes wird die Unterlegenheit diesbezüglich deutlich.

Schüsse/aufs Tor (12/6:19/7)

In 35 Minuten Ballbesitz zwölf Torschüsse, zwei Tore und insgesamt eine Schussgenauigkeit von 50% auf die Beine zu stellen ist eines der wenigen positiven Dinge an diesem Spiel. Wenn man bedenkt, dass allerdings gute elf dieser 35 Minuten und 50% der Schüsse in die Schlussphase fallen, relativiert das alles wieder ein wenig. Vor der Druckphase am Ende war es in Summe einfach zu wenig, was die Löwen sich herausspielten, um den abgeklärten Dresdnern dauerhaft gefährlich zu werden. Allerdings – und das ist ein Positivum, dass uns leider ohne Erfolg dabei durch die bisherige Saison begleitet – sind die Zonen, in denen die Löwenspieler aufs Tor schießen wieder großteils gut gewählt.

Nur zwei der Schüsse, die der TSV 1860 gegen Dynamo Dresden abfeuerte, erfolgten von außerhalb des Sechzehners der Gäste. Acht Schüsse aus zentralen und halbzentralen Positionen im Strafraum vor dem Kasten feuerten die Offensivspieler unserer Löwen auf das Tor der Sachsen. Zwei davon wurden auf der Linie geklärt, zwei gingen hinein und vier konnte der Keeper halten. Die beiden auf der Linie geklärten Schüsse gelten in diesen Statistiken als geblockt und damit als nicht aufs Tor geschossen (klingt zwar schwachsinnig ist aber leider mathematisch richtig).

Die Dynamos probierten ihr Glück zehnmal von außerhalb des Strafraums, einmal sogar fast von der Mittellinie als Kutschke versuchte Vollath zu düpieren, was ihm um ein Haar gelungen wäre.

Von den neun Schüssen Dresdens innerhalb des Löwenstrafraums gingen vier auf Vollaths Kasten, drei davon hinein. Zwei weitere konnten von Abwehrspielern der Sechzger geblockt werden.

PPDA (12,25:7,66)

Tja, das Pressing der Löwen sollte man dieses Spiel betreffend anstatt es anlaufen zu nennen als „lockeres Herumtraben in Mittelkreisnähe mit leichter Ballambition, dennoch ungezwungen und ohne Aggressivität“ bezeichnen. Das einzige, was sporadisch funktioniert hat, waren gelegentliche Gegenpressing-Momente, aber dafür jetzt einen Lobgesang auszupacken wäre zu viel des Guten. Das war ängstlich und ungenügend.

Die Tore

Hier könnt ihr Euch die Tore und andere Highlights noch einmal ansehen.

Das entscheidende dritte Tor für die Gäste kann man als Missgeschick mit Slapstickcharakter bezeichnen. Nach Kopfballabwehr einer von der linken Dresdner Seite geschlagenen Flanke durch Schifferl kommt Philipp halbrechts aus Löwensicht in der Box an den Ball und legt ihn Hauptmann unglücklich mit einem Pass in die Mitte vor die Füße, der für Verlaat oder Schifferl gedacht war. Die beiden wiederum sind allerdings unschlüssig, wer den Ball wegschlagen soll. Hauptmann nimmt das Geschenk an, läuft ein paar Meter weiter, bedient Menzel und der versenkt das Leder zum zwischenzeitlichen 3:1.

Einem einzelnen Spieler hier die Schuld zu geben ist schwer, da haben sich alle Beteiligten schön gegenseitig beim Schuldigsein geholfen.

Das fiel auf

Dies ist eine Rubrik, die ich im besten Fall mit positiven und negativen Sachen befüllen möchte. Bei der geringen Menge an Positivem und dem, was ich weiter oben schon alles an Negativem geschrieben habe, möchte ich hier heute weder zu einzelnen Spielern noch zur Mannschaft im Allgemeinen allzu ausführlich werden.

Allerdings muss man eines ganz deutlich sagen: so phlegmatisch gegen den Ball geht es nicht weiter, nein falsch, so kann und so darf es nicht weitergehen.

Welche Stellschrauben geändert gehören, müssen die Verantwortlichen – und da schließe ich die Spieler mit ein – unverzüglich registrieren und daran arbeiten.

Fazit

Für ein längeres Fazit zu diesem Spiel fehlen mir leider die Worte. Aber auf den Satz zu Beginn, warum das offensive System nicht schuld ist, möchte ich kurz eingehen.

Wenn einer Mannschaft zuhause komplett der Mut fehlt den Gegner über 75 Minuten der Spielzeit irgendwann einmal konsequent und nachhaltig anzulaufen bzw. nach Ballverlusten, egal wo auf dem Feld intensiv ins Gegenpressing zu gehen, kann man theoretisch mit dem Fußballspielen aufhören und die Punkte in Zukunft mit der Post, per eMail oder Messenger schicken. Solch ein Verhalten ist nämlich keine Systemfrage. Das ist entweder eine Frage der Taktik (und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das gezeigte Anlaufverhalten der taktische Plan gegen Dynamo gewesen sein soll) oder es ist eine Frage des Wollens und somit eine Charakterfrage für jeden einzelnen Spieler.

Ich will Euch noch etwas an meiner Gefühlslage bezüglich der Mannschaft teilhaben lassen. Ich bin sauer auf und enttäuscht von großen Teilen dieser Mannschaft, in der mehr Qualität steckt als sie abruft. Dresden hat am Samstag nicht gespielt als wären sie eine Übermannschaft.

Dieses Spiel hat nicht ein starkes Dynamo Dresden gewonnen, sondern ein schwacher TSV 1860 München hat es verloren. Und genau das ist das, was mich ankotzt. Gegen eine stärkeren Gegner nach Einsatz aller Mittel zu verlieren ist keine Schande. Wie das Kaninchen vor der Schlange in Ehrfurcht erstarren und sich dann verspeisen zu lassen allerdings schon.

Datenquelle: Wyscout

sechzger.de Talk 176: Dresden-Niederlage & Vorschau Bielefeld

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sechzger.de Talk Folge 176 Niederlage gegen Dynamo Dresden im Regen, Groundhopping Spanien und Vorschau Arminia Bielefeld - TSV 1860

Ein neues Stimmungstief herrscht im sechzger.de Talk Folge 176 nach der Niederlage gegen Dynamo Dresden am 5.Spieltag. Vier Gäste wollen über die aktuelle Lage beim TSV 1860 München sprechen – und zu besprechen gibt es einiges. Der Frust ist groß und die Vorfreude auf das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld hält sich sehr in Grenzen. Auch für Optimismus sieht kaum einer der Teilnehmer derzeit einen Anlass.

Niederlage im Regen gegen Dynamo Dresden

Die Meinungen gehen etwas auseinander, grundsätzlich sind die Löwenfans aber sauer und unzufrieden mit der Leistung gegen Dynamo Dresden. 2:3 hieß es am Ende aus Sicht der Löwen im Grünwalder Stadion, es gab die nächste Heimniederlage in Giesing. In der Schlussphase hatte der TSV 1860 sogar noch große Chancen auf den Ausgleich, scheiterte aber mehrfach aus aussichtsreichen Positionen. Wieso die Löwen eine weitere Niederlage kassierten und wie es zu dem verzögerten Anpfiff kam, besprechen die Teilnehmer im Talk Nummer 176 ausführlich.

Groundhopping in Spanien

Als kleine Erfrischung und wärmende Gedanken zwischendurch berichtet Thomas von seinem Urlaub in Spanien. Drei Spiele konnte er dabei in den Stadien verfolgen. Die Heimmannschaften waren dabei Celta de Vigo, Racing de Ferrol sowie Deportiva La Coruna. Mit kleinen Abstrichen kann Thomas für alle drei Stadien eine Empfehlung aussprechen.

Vorschau auf das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld

Abschließend geht es natürlich noch um die nächste Partie mit Löwen-Beteiligung. Das ist am kommenden Samstag (16:30, sechzger.de Liveticker) die Begegnung mit Arminia Bielefeld. 600 Kilometer müssen die Löwenfans dabei zurücklegen, um statt Wiesn-Auftakt den TSV 1860 München auswärts unterstützen zu können. Die Aussichten auf Erfolg sind dabei wohl eher gering. Die Arminia gehört zusammen mit Wehen Wiesbaden zu den ungeschlagenen Teams der Liga und siegte am Wochenende gegen den bisherigen Tabellenführer aus Aue. Zumindest in der Gesamtbilanz liegen die Löwen noch deutlich vorne – doch bereits letzte Saison konnten die kommenden Gastgeber an einer Verbesserung der Statistik aus Bielefelder Sicht arbeiten.

Der sechzger.de Talk 176 als Video und Podcast

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