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Giesinger Gedanken nach Sieg gegen Waldhof: Yin und Yang

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Hinter den Fans des TSV 1860 München liegt mal wieder eine sehr bewegende Woche. Während es sportlich weiter aufwärts geht, geht es abseits des Platzes drunter und drüber. Eine Erklärung für das, was einem als Löwenfan ständig widerfährt, findet man vielleicht in der chinesichen Philosophie beim Konzept von Yin und Yang.

Yin und Yang für Löwenfans

Jeder kennt wahrscheinlich, das Yin und Yang Symbol.

Yin und Yang Symbol, Bildquelle pixabay

Es stammt aus der chinesischen Philosophie, genauer gesagt dem Daoismus. Verkürzt gesagt bedeutet das Konzept von Yin und Yang, dass zwei gegensätzliche Kräfte, die miteinander in einer gegensätzlichen Beziehung stehen und sich dabei gegenseitig beeinflussen. “Yin und Yang können nicht gleichzeitig ansteigen oder absinken. Wenn Yang sich vergrößert, verringert sich Yin und umgekehrt.” Was das für Löwenfans im Herbst 2024 bedeutet erleben wir gerade.

Sportliches Yin

Nachdem man nach dem Spiel gegen Osnabrück ratlos war und die Analyse des Spiels innerhalb unserer Redaktion doch ziemlich diametral auseinander ging, gibt es zum sportlichen Yin in den letzten zwei Wochen nur noch eine Meinung. Endlich geht es aufwärts und die Mannschaft zeigt ihr wahres Leistungsvermögen. Vielleicht sind die Spieltage 13 und 14 etwas spät, um erstmals in einer Saison zwei starke aufeinanderfolgende Leistungen zu zeigen, aber wollen wir mal nicht so sein. Dem saustarken 3:0 in Sandhausen, folgte gestern ein nicht minder starkes 3:0 gegen den SV Waldhof Mannheim.

Waldhof in der zweiten Hälfte zerlegt

Nach ausgeglichener erster Hälfte mit leichten Vorteilen für die Löwen, zerlegte 1860 den Waldhof in der zweiten Hälfte nach Lust und Laune. Dem 1:0 nach starker Willensleistung von Guttau folgte ein 2:0 wie aus dem Fußball-Lehrbuch. Schröter bracht den Ball über den rechten Flügel zu Hobsch, der ihn am rechten Fünfercke festmachte und genau in der richtigen Milisekunde auf den von hinten heranbrausenden Deniz ablegte. Dieser hämmerte den Ball wuchtigst hoch ins kurze Ecke. Eins der schönsten Löwentore der jüngeren Vergangenheit. Zum Zunge Schnalzen! Deniz legte dann noch punktgenau das 3:0 für Wolfram auf, der damit endgültig den Deckel drauf machte. Am Ende konnte sich der SVW bei Torwart Bartels bedanken, der noch drei astreine Fernschüsse der Löwen per Glanzparade entschärfte und so einen Kantersieg der Löwen verhinderte. So kann es weitergehen!

Gesellschafterpolitisches Yang

Nicht so weitergehen kann es abseits des Platzes. Hasan Ismaik ermöglichte der chronisch defizitären KGaA zum wiederholten Male auf den letzten Drücker eine positive Fortführungsprognose durch die Bereitstellung von weiteren Finanzmitteln. Diese verknüpfte er mit einer vergifteten Bedingung. (Ex-) Bayernfan Anton Hiltmair soll Finanzgeschäftsführer werden. Darüber hinaus ließ sich Ismaik wohl eine höchst umstrittene Klausel in den Vertrag schreiben. Diese Klausel soll besagen, dass die Besetzung von Geschäftsführerposten in der KGaA bei Patt im Beirat nicht mehr vom e.V. getroffen werden darf und 50+1 somit ausgeschaltet ist. Ebenso bestehen Meinungsverschiedenheiten über die satzungsgemäße Einbindung des Verwaltungsrates.

Mal wieder Streit auf offener Bühne

Wie es bei 1860 immer so ist, werden die Meingsverschiedenheiten nicht hinter verschlossenen Türen besprochen, sondern Streit auf offener Bühne zelebriert. Zunächst verkündete der Verwaltungsrat per Mitteilung seine Bedenken zur Unterschrift des Präsidiums auf dem neuerlichen Kreditvertrag mit HAM und traf bisher keine Entscheidung zu Zustimmung oder Ablehnung des selben. Stattdessen wurde im Statement das Präsidium aufgefordert, einen satzungsgemäßen Vertrag mit HAM auszuhandeln. Das Präsdium antwortete per Stellungnahme, dass aus seiner Sicht der Vertrag satzungsgemäß unterschrieben werden konnte und dadurch Schaden von KGaA und Verein abgewendet worden sei (nämlich die Insolvenz der KGaA). Mittlerweile ist aber klar, dass die Personalie Hiltmair wohl nur ein Bauer im Schachspiel um strategisch weit wichtigere Aspekte ist. Hasan Ismaik wird breit grinsend in Abu Dhabi sitzen und der zunehmenden Spaltung innerhalb der e.V.-Seite mit Freude zusehen. Die e.V.-Vertreter sollten sich fragen, ob sie sich nicht zusammenraufen können, um Hasans Grinsen etwas weniger breit werden zu lassen.

Yin und Yang bei 1860 zu Ende gedacht

Kommen wir zurück zu Yin und Yang. Sportlicher Erfolg (Yin) und Ruhe oder gar Einigkeit im Gesellschafterkreis (Yang) scheinen gemeinsam nicht möglich zu sein. Und somit wird langfristiger sportlicher Erfolg bei solider Finanzierung ein Wunschtraum für die 1860-Fans bleiben. Und das bringt mich von der fernöstlichen Philisophie zum christlich-abendländischen Bild des Fegefeuers, in dem man als Löwenfan ewig zu schmoren scheint…

Giannikis: “Haben sehr erwachsen gespielt”

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Giannikis: "Haben sehr erwachsen gespielt"
Giannikis: "Haben sehr erwachsen gespielt"

Der 3:0-Heimsieg der Löwen gegen Waldhof Mannheim war absolut verdient. Mit einer bärenstarken zweiten Halbzeit erarbeiteten sich die Münchner den Heimdreier und stießen damit auch in die obere Tabellenhälfte vor. Entsprechend zufrieden war Löwen-Coach Argirios Giannikis bei der Pressekonferenz nach dem Spiel und sagte: “Wir haben sehr erwachsen gespielt”.

Trares bemängelt das Mannheimer Offensivspiel

Gäste-Coach Bernhard Trares zeigte sich mit den ersten 60 Minuten seines Teams zufrieden und erklärte: “Wir wussten, dass Sechzig nach dem 3:0 in Sandhausen mit viel Selbstbewusstsein ins Spiel geht und wollten das Spiel mitkontrollieren. Das ist uns bis zur 60. Minute ordentlich gelungen, beide Mannschaften hatten bis dahin wenig Chancen. Dann fällt nach einem Fehler das 1:0. Danach hatten wir zu wenig Druck nach vorne, das war mir zu wenig in der Offensive. Nach dem 1:0 und dem 2:0 kommt dann das Stadion und am Schluss hätte Sechzig sogar noch das eine oder andere Tor machen können, da waren wir chancenlos.”

Giannikis zufrieden mit dem Auftritt seines Teams

Löwen-Coach Giannikis stimmte weitgehend zu und sagte: “Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig Dynamik erzeugt. Es war ein kontrolliertes Spiel beider Mannschaften. Das wollten wir nach der Pause besser machen und haben es ab der 55. Minute besser umgesetzt. Nach dem Tor hatten wir eine gute Kontrolle, haben uns Chancen erspielt und die Tore gemacht. In der Defensive haben wir gut gearbeitet.”

Giannikis: “Haben sehr erwachsen gespielt”

Weiter sagte Giannikis: “Wir haben sehr erwachsen gespielt, ich bin zufrieden mit dem Auftritt. Was mir gefallen hat, dass wir uns auch in der 93. Minute noch in die Bälle werfen, um ohne Gegentor zu bleiben. Jetzt werden wir in den nächsten Wochen an der Konstanz arbeiten und haben das Pokalspiel vor der Brust.”

“Hiller musste keinen Ball halten”

Angesprochen auf den Effekt des Torwart-Wechsels in den letzten beiden Spielen (ohne Gegentor) erklärte der Franke: “Marco Hiller musste in den letzten beiden Spielen keinen Ball halten. Wir haben nach dem 1:5 in Cottbus die richtigen Schlüsse gezogen”.
So kann es also weitergehen bei den Löwen, die Formkurve zeigt deutlich nach oben…

Leone schießt U21 zum Sieg gegen den FC Ismaning

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Leone Cristian Tsv 1860 U21

Bis zur 78. Minute musste die U21 des TSV 1860 am gestrigen Samstag warten, ehe der eingewechselte Cristian Leone zum erlösenden 1:0 traf. Durch den knappen Heimsieg gegen den FC Ismaning behaupteten die kleinen Löwen die Tabellenführung in der Bayernliga Süd.

Eingewechselter Leone trifft für U21

Etwas überraschend saß Topscorer Cristian Leone (siehe Titelbild) bei der U21 des TSV 1860 zu Beginn nur auf der Bank. Für Trainer Felix Hirschnagl jedoch die logische Konsequenz, nachdem sich Leone in der zurückliegenden Trainingswoche nicht genügend aufgedrängt hatte. Dennoch zeigten sich die Löwen spielbestimmend, kamen jedoch erst Mitte der ersten Halbzeit zu ersten nennenswerten Torchancen. Diese blieben ungenutzt und so stand es zur Pause 0:0.

Nach dem Seitenwechsel durfte Leone dann ran und hatte nur wenige Sekunden später die erste Gelegenheit, die er jedoch nicht nutzen konnte. Die Gäste aus Ismaning kamen offensiv kaum zur Entfaltung, anders die jungen Löwen. Erst scheiterte Diep, dann Martinovic und in der 67. Minute Mike Gevorgyan gar per Handelfmeter. Und so war es in der 78. Minute dann doch Cristian Leone, der die Partie für den TSV 1860 entschied. Moritz Rem brachte den Stürmer nach einem Abpraller eher unfreiwillig ins Spiel und der ließ sich die Gelegenheit zu seinem 10. Saisontreffer nicht nehmen. Am Ende feierte die U21 einen zwar knappen, aber hochverdienten und letzlich ungefährdeten Sieg.

In der Bayernliga-Tabelle liegt die Hirschnagl-Elf nun vier Punkte vor dem SV Schalding-Heining (2:2 gegen die SpVgg Unterhaching II) und dem SV Erlbach (3:0 gegen den SV Heimstetten).

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

Wieder 3:0 – TSV 1860 besiegt auch den SV Waldhof Mannheim

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Jetzt läufts bei den Löwen! Nach dem 3:0 beim SV Sandhausen besiegte der TSV 1860 am Samstag auch den SV Waldhof mit dem gleichen Ergebnis. Julian Guttau, Tunay Deniz und Maximilian Wolfram konnten sich für Münchens große Liebe in die Torschützenliste eintragen.

Julian Guttau bricht den Bann

Argirios Giannikis schenkte der selben Startelf das Vertrauen, die bereits in der Vorwoche in Sandhausen begonnen hatte. Nach zehn eher ereignisarmen Minuten kamen die Gäste zur ersten Gelegenheit, doch Voelcke schoss knapp am erneut von Marco Hiller gehüteten Löwentor vorbei. Auf der Gegenseite kamen Verlaat (13.) und Hobsch (15.) zum Abschluss, sorgten jedoch nur für mäßige Gefahr. In der Folge entwickelte sich eine muntere Partie mit Chancen hüben wie drüben, bis zur Pause fiel jedoch kein Treffer und so gingen die Teams torlos in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Löwen schwungvoller und bissiger zurück aufs Feld als der Gegner und genau diese Galligkeit führte zum 1:0. Einen langen Ball von Bähr wollte Waldhof-Verteidiger Matriciani zum eigenen Keeper zurückköpfen, Guttau gab das Laufduell nicht auf, spritzte dazwischen und spitzelte die Kugel zum Führungstreffer in die Maschen (51.).

TSV 1860 besiegt auch den SV Waldhof Mannheim

Der Bann war gebrochen und die Löwen wollten mehr. Zwar war der Waldhof durchaus bemüht, zurück ins Spiel zu finden, doch angetrieben durch die sehr starken Tunay Deniz und Morris Schröter war Sechzig nun das dominante Team und legte nach. Schröter bediente Hobsch, der schirmte den Ball in Tornähe perfekt ab und legte ihn mit viel Übersicht ab auf Deniz, der eiskalt zum 2:0 einnetzte und für die Vorentscheidung sorgte (66.).

Der eingewechselte Philipp verpasste in der 80. Minute den dritten Treffer für Sechzig, doch ein anderer Joker holte dies wenig später nach. Deniz spielte einen Zuckerpass auf Wolfram, der den Ball ideal verarbeitete und zum 3:0-Endstand vollstreckte (83.).

Durch den zweiten überzeugenden und deutlichen Sieg in Folge verbesserte sich der TSV 1860 in der Tabelle vorläufig auf Platz 8. Am kommenden Samstag empfangen die Löwen die SpVgg Unterhaching im Toto Pokal, das nächste Ligaspiel bestreitet die Elf von Argirios Giannikis am 23.11. bei Alemannia Aachen.

Liveticker: TSV 1860 München – Waldhof Mannheim (14.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 14.Spieltag der Saison 2024/25 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem SV Waldhof Mannheim!

Mit Bernhard Trares kehrt heute ein alter Bekannter zurück nach Giesing, der einst mit dem TSV 1860 von der Bayern- bis in die Bundesliga durchmarschiert ist. Auch wenn die Löwenfans ihn sicher freundlich begrüßen werden, so sollen die Punkte doch an der Grünwalder Straße bleiben, um den Aufwärtstrend aus der Partie in Sandhausen zu bestätigen. sechzger.de berichtet live von Giesings Höhen!

Aufstellung:
Hiller – Reich, Verlaat (C), Reinthaler, Bähr – Jacobsen, Deniz – Kozuki, Guttau, Schröter – Hobsch

Bank:
Vollath (TW), Danhof, Philipp, Schubert, Schröter, Kloss, Kwadwo, Schifferl, Dulic, Ott

Tore:
1:0 (51.) Guttau, 2:0 (66.) Deniz, 3:0 (83.) Wolfram

Die Personalsituation

Es fehlen:
Bangerter (Adduktorenbeschwerden), Muteba (krank), Avdija (U21)

Ausfälle beim SV Waldhof Mannheim:
Hoffmann, Karbstein, Sechelmann, Braun, Lohkemper, Hanin, Abifade (alle verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Thore Jacobsen hat bereits vier gelbe Karten gesehen. Bei einer weiteren Verwarnung muss er daher eine Partie aussetzen. Darüber hinaus haben Raphael Schifferl, Patrick Hobsch, Soichiro Kozuki, Maximilian Wolfram, Florian Bähr und David Philipp je zweimal eine gelbe Karte gesehen.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Waldhof Mannheim außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion ist seit mehreren Tagen ausverkauft. Über den offiziellen Zweitmarkt können Mitglieder allerdings bis kurz vor Anpfiff noch Karten in den Heimblöcken kaufen.

Das Match wird vom BR live im Free-TV übertragen. Außerdem ist MagentaSport natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Stellungnahme: Präsidium reagiert auf Statement des Verwaltungsrats

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TSV 1860 München e.V.

Der Darlehensvertrag in Verbindung mit der “Causa Hiltmair” sorgt im Umfeld der Löwen für ordentlich Unruhe. Nachdem gestern das mit Spannung erwartete Statement des Verwaltungsrats endlich erfolgte, sorgte dies für noch mehr Verwunderung. Anscheinend waren noch weitere Zugeständnisse an die Investorenseite in der Darlehensvereinbarung enthalten. Es ist sogar die Rede von einer “fingierten Beiratsentscheidung”. Das Präsidium wurde mit deutlichen Worten aufgefordert diese Umstände aufzuklären.

Öffentliche Stellungnahme des e.V.-Präsidiums

Nun reagiert das Präsidium mit einer öffentlichen Stellungnahme auf der Website des e.V. auf die Einlassungen des Verwaltungsrats

“Liebe Mitglieder, liebe Fans und Unterstützer unseres Vereins,

das Präsidium des TSV München von 1860 e. V. sieht sich gezwungen, zu einer Pressemitteilung des Verwaltungsrats vom 8. November 2024, von welcher wir zu unserem Bedauern vorab nicht informiert waren, nunmehr öffentlich Stellung zu beziehen und damit die unterschiedlichen Wahrnehmungen aufzuklären und die Vorhaltungen zu entkräftigen.

Wie der Verwaltungsrat in seiner Stellungnahme zutreffend ausführt, ist die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA auf eine Fremdfinanzierung angewiesen. Kann die Aufwandsseite nicht allein durch Erlöse der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA gedeckt werden, sieht der im Jahr 2011 geschlossene Kooperationsvertrag zwischen den Gesellschaftern eine Finanzierung durch die HAM International Ltd. mit Sitz in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, das Beteiligungsunternehmen unseres Mitgesellschafters Hasan Ismaik, vor.

Die TSV München von 1860 GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) ist aufgrund ihrer bekannten bilanziellen Überschuldung alljährlich gehalten, eine von Wirtschaftsprüfern zu testierende positive Fortführungsprognose zu erstellen. Um DFB-Auflagen zur Lizenzierung zu genügen, ist ein Nachweis entsprechender finanzieller Mittel für den Profispielbetrieb zu erbringen. Für eine positive Fortbestehensprognose, die die Grundlage für die Beurteilung durch die Wirtschaftsprüfer darstellt, müssen entsprechende Finanzierungsnachweise, wie ebenfalls in der Mitteilung des Verwaltungsrats zutreffend dargestellt, die laufende und die nächste Saison liquiditätsseitig abdecken.

Bei der Bewertung der negativen Auswirkungen einer möglichen Insolvenz der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA sehen wir als Präsidium neben den bereits genannten Interessengruppen, den Mitarbeitern des Unternehmens, den Fans, Sponsoren und HAM International, vor allem für den von uns vertretenen TSV München von 1860 e. V. nicht hinnehmbare Nachteile.

Nach Ziffer 11.3.2 der Satzung des TSV München von 1860 e. V. obliegt insoweit dem Präsidium die Geschäftsführung des Vereins. Das Präsidium hat alle Maßnahmen zu ergreifen, die es für die Erreichung des Vereinszweckes im Rahmen einer ordnungsgemäßen Vereinsführung für erforderlich hält. Das Präsidium hat die Sorgfaltspflicht einer ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleitung zu beachten. Dies ist für uns als Präsidium nicht nur der satzungsmäßige Rahmen sondern auch die Leitlinie unseres Handelns, wofür wir auch persönlich haften.

Der nunmehr durch den Verwaltungsrat einer Würdigung unterzogene Darlehensvertrag wurde unter Hinzuziehung externer insolvenzrechtlich spezialisierter Rechtsanwälte, die durch die Geschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA in Anbetracht der herausfordernden Situation beauftragt wurden, umfassend geprüft und verhandelt. Auch das Präsidium war in diese intensiven Gespräche involviert, um den Interessen des TSV München von 1860 e.V. und seiner Mitglieder Rechnung zu tragen.

Die vom Verwaltungsrat behauptete völlige „Autonomie“ in der Bestellung oder Abberufung eines Geschäftsführers widerspricht dem bestehenden Kooperationsvertrag zwischen dem TSV München von 1860 e.V. und der HAM International Ltd. und den hierauf beruhenden Satzungen der Gesellschaften sowie den entsprechenden Geschäftsordnungen, die für die Bestellung eines Geschäftsführers in der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, den hierfür zuständigen paritätisch besetzten Beirat vorsehen, der im konkreten Fall auch tätig war und verschiedene Kandidaten für das vakante Amt des Finanzgeschäftsführers diskutiert hat.

Es ist zutreffend, dass nach Ziffer 11.3.6 lit.c der Satzung des TSV München von 1860 e. V. das Präsidium die vorherige Zustimmung des Verwaltungsrats einholen muss, wenn es über die Bestellung von Geschäftsführern in Tochtergesellschaften entscheiden will. Dies ist geschehen. Der Darlehensvertrag enthält explizit den Satzungsvorbehalt für die Mitwirkung des Verwaltungsrats.

Die weitergehende Rechtsposition nach § 16c Abs. 3 der Satzung des deutschen Fußball-Bund (DFB), bekannt als 50+1-Regel, hat das Präsidium, entgegen der Unterstellung des Verwaltungsrats, weder aufgegeben noch gefährdet, da das entsprechende, gerade in der jüngsten Vergangenheit durch das vormalige Präsidium von Robert Reisinger ausgeübte Recht als „ultima ratio“ entsprechend der Lizenzordnung immer beim Mutterverein verbleibt.

Mit diesem Recht des Muttervereins ist allerdings umgekehrt nicht die Verpflichtung unseres Mitgesellschafters verbunden, finanzielle Mittel unbedingt zur Verfügung zu stellen. Demnach sind bei der Gewährung von Darlehen, die für den Bestand der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA im konkreten Fall zwingend erforderlich waren, auch berechtigte und nachvollziehbare Interessen des Darlehensgebers zu berücksichtigen.

München, den 9. November 2024,

Präsidium des TSV München von 1860 e. V.

Robert Reisinger, Karl-Christian Bay, Norbert Steppe“

Streitigkeiten zwichen Präsidium und Verwaltungsrat auf offener Bühne

Nun scheint das Chaos perfekt und der e.V. streitet auch noch untereinander. Eine von langer Hand geplante, gemeinsame Strategie scheint nun endgültig ausgeschlossen. Warum hier nicht besser kommuniziert wurde – und zwar intern – ist unklar. So sitzt VR Nicolai Walch mit Robert Reisinger im Beirat und Norbert Steppe war bis Anfang des Jahres noch Teil des Verwaltungsrats. Man kennt sich also.

Wem dieser öffentliche Kleinkrieg nutzen soll, erschließt sich dem nicht in die internen Vorgänge eingebundenen Beobachter nicht. Die öffentliche Aufmerksamkeit hatte 1860 durch die Vorgänge in der jüngeren Vergangenheit eh schon auf sich gezogen. Auf dieses weitere Kapitel hatten die meisten Fans getrost verzichten können…

Faninfos zur Partie TSV 1860 München – SV Waldhof Mannheim

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Grünwalder Stadion TSV 1860 Faninfos

Die Polizei schätzt die Partie der Löwen gegen die Barackler als Risikospiel ein, was angesichts diverser Vorkommnisse in der Vergangenheit ausnahmsweise sogar mal ansatzweise nachvollziehbar ist. Wir präsentieren Euch die Faninfos zum Heimspiel des TSV 1860 gegen den SV Waldhof Mannheim (sechzger.de berichtet live).

Faninfos zu TSV 1860 München – SV Waldhof Mannheim

Da das Spiel seit geraumer Zeit ausverkauft ist, wird es morgen keine Tageskasse geben. Im Zweitmarkt der Löwen haben Mitglieder des TSV 1860 jedoch bis zum Anpfiff die Möglichkeit, noch Eintrittskarten zu erwerben.

Vor dem Spiel ist ein Besuch des Grünspitz seit Mitte Oktober nicht mehr möglich, da das Gelände umgebaut wird. An Möglichkeiten zum Treffen mit anderen Löwen mangelt es angesichts der urbanen Lage unseres Fußball-Tempels ja Gott sei Dank trotzdem nicht. Bitte achtet jedoch darauf, frühzeitig in Richtung Stadion aufzubrechen, um lange Wartezeiten am Einlass zu vermeiden. Ab 12.30 Uhr wird das Grünwalder geöffnet sein, beim Catering wird es wieder Early Bird-Angebote geben. Im Innenbereich wird diesmal jedoch nur Leichtbier ausgeschenkt.

Risikospiel gegen die Barackler

Da die Partie als Risikospiel eingestuft wurde, werden entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Dazu gehört beispielsweise ein “löwenfreier Bereich”, der sich insbesondere über die Bereiche um den Gästeeingang OST II, den Wettersteinplatz sowie die Fromundstraße erstreckt. Löwenfans sind angehalten, diesen Bereich vor und nach dem Spiel zu meiden.

Gegner PK: Waldhof-Trainer Trares brennt „zehnmal mehr“ für Mannheim

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Der Waldhof Mannheim war jüngst zu Gast bei den Nachbarn aus Unterhaching und holte dort im Remis einen Punkt. Gegen Wiesbaden konnte die Mannschaft von Bernhard Trares ebenfalls einen wichtigen Zähler ergattern. Die Bilanz des momentanen Elftplatzierten ist gut. Die Punkteserie hält seit fast einem Monat an. Wie gehen die kommenden Gegner der Löwen in die Partie? Cheftrainer Trares erklärt es auf der Pressekonferenz.

Cheftrainer von Waldhof Mannheim über …

… seine Erwartungen an das Spiel: „Sechzig hat ja jetzt in Sandhausen ein sehr gutes Spiel gemacht, nachdem sie davor nicht so performt haben. Da haben sie sich natürlich Selbstbewusstsein geholt. Die Mannschaft ist gut angelaufen, hat sehr aggressiv, sehr Zweikampf-stark gespielt. Ja, das Sechzger Stadion wird ausverkauft, die Stimmung wird gut sein. Wir freuen uns darauf. Es wird ein intensives Spiel.“

… Unterschiedliche Trainingsvorbereitung auf die Spiele: „Es macht schon einen Unterschied, ob ich jetzt in Haching spiele oder in einem ausverkauften Stadion. Die Grundspannung ist automatisch etwas höher bei einem Spieler, wenn die Stimmung auch etwas hochkocht. Da wird die Konzentration und das Adrenalin einfach etwas höher sein. […] Wenn so ein Stadion glüht, dann bist du als Spieler einfach nochmal fokussierter.“

… über die Vorbereitung: „Wir gehen natürlich unter der Woche auch sehr kritisch mit unserer Leistung um und besprechen, was gut war, was nicht so gut war. Es waren viele Dinge gut in Unterhaching, viele Sachen haben wir einfach gut gemacht, wie wir Fußball gespielt oder den Druck herausgenommen haben… Die Mannschaft hatte nur noch nicht erkannt, dass der Gegner doch ein bisschen gewackelt hat. Und nicht erkannt, dass man dann auch etwas nachlegt und sie zum Fallen bringt.“

… kompletter Wechsel in der Sechzger-Mannschaft: „Es wird so sein, dass sie wahrscheinlich ähnlich wie in Sandhausen auflaufen werden. Daher weiß man recht klar, mit welchen Spielern sie starten werden. Auch der Ablauf war für Sechzig natürlich sehr positiv. Das wird aber ein ganz neues Spiel und offenes Spiel für beide Mannschaften. So gefestigt ist die Sechzger Mannschaft dann noch nicht nur, weil sie einmal 3:0 gewonnen hat. Sie hat schon permanent Höhen und Tiefen, deshalb glaube ich schon, dass wir da gewinnen können.“

… Trares Vergangenheit beim TSV 1860: „Gut, das war mein Start in die Bundesliga. Deshalb habe ich da fantastische Erinnerungen. Ich habe ja neulich auch Manni Schwabl wiedergetroffen, mit dem ich auch eine super Zeit hatte in München, auch viele Ex-Spieler. Wir waren schon eine extrem verschworene Gruppe bei Sechzig und haben tolle Erfolge gehabt. Wir standen zwei, drei Mal auch auf dem Rathausplatz mit den Fans. München ist schon etwas zu meiner zweiten Heimat geworden, wobei die Zeit beim Verein schon lange her ist. Aber ja, mein Herz schlägt – wenn ich Sechzig und Waldhof vergleiche – zehnmal mehr für Waldhof als für Sechzig. Weil das meine Heimat ist und ich bei dem Verein auch etwas meinen Frieden gefunden habe. […] Waldhof Mannheim ist einfach eine brutale Herzensangelegenheit für mich.“

Stürmer Felix Lohkemper, sowie Tim Sechelmann und Samuel Abifade werden nicht mit der Mannheimer Mannschaft anreisen. Letzterer hatte sich beim Spiel in der Münchner Vorstadt einen Nasenbeinbruch zugetragen.

Löwenrunde: “Weiterhin im Prozess des Lernens”

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Löwenrunde: "Dagegen halten und Räume finden"
Löwenrunde: "Dagegen halten und Räume finden"

Nach dem 3:0-Sieg in Sandhausen wartet am Samstag um 14:03 Uhr das nächste Heimspiel auf die Löwen. Zu Gast ist dabei der SV Waldhof Mannheim. Drei Punkte gibt Löwen-Coach Argirios Giannikis als Ziel aus und sagte bei der Löwenrunde: “Wir sind weiterhin im Prozess des Lernens, wie man solche Spiele angeht. Dass eine Balance zwischen Defensive und Offensive ungemein wichtig ist. Das haben wir in Sandhausen sehr gut umgesetzt und werden es auch im nächsten Spiel umsetzen müssen, um drei Punkte zu behalten”.

Verlaat ist fit – Bangerter und Muteba fallen aus

Große Umstellungen im Kader darf man für das nächste Heimspiel nicht erwarten, zumal Giannikis nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. Jesper Verlaat musste zu Beginn der Woche wegen Wadenproblemen mit dem Training aussetzen, ist aber seit der zweiten Mittwochseinheit wieder im Teamtraining und wird auch am Samstag auf dem Platz stehen. Fehlen werden hingegen Muteba (krank) und Bangerter (Hüft-Probleme).

Kein Heimkomplex bei den Löwen

Einen Heimkomplex seiner Mannschaft sieht der Löwen-Coach trotz der bislang ernüchternden Bilanz im Grünwalder Stadion nicht. “Jedes Spiel schreibt seine eigene Geschichte. Es sind unterschiedliche Spielverläufe und Vorzeichen. Wir müssen uns auf das fokussieren, was wir zuletzt gezeigt haben.”, erklärte Giannikis. “Wenn wir eine ordentliche Balance in beiden Spielphasen hinbekommen auf dem Platz, dann können wir gegen jeden Gegner bestehen”, zeigte sich der Löwen-Trainer optimistisch. Es gehe darum “hochkonzentriert die Aufgaben zu erfüllen”, dann sei er guter Dinge, drei Punkte einfahren zu können.

Spielanalyse von Sandhausen

“Wir analysieren jedes Spiel sehr detailliert mit der Mannschaft, um das Spiel einzuordnen. […] Wir wollen da weitermachen, wo wir in Sandhausen aufgehört haben. Wir haben nichts, auf dem wir uns ausruhen können. Wir haben 17 Punkte, aber wir haben das Gefühl, dass bisher mehr drin war”, sagte Giannikis auf Frage von sechzger.de, wie er Konstanz in die Leistung seiner Mannschaft bringen wolle. Diese Aussage bestätigt die Tabelle der “Expected Points” von liga3-online.de.

Mannheim geht wenig Risiko

Auch den nächsten Gegner aus Mannheim haben die Löwen natürlich genau unter die Lupe genommen. “Mannheim ist eine Mannschaft, die eine Körperlichkeit hat, wenig Risiken geht und mit Boyd einen Spieler hat, der im Strafraum eine Präsenz und eine gute Abschlussfähigkeit hat”, sagte Giannikis über den Gegner. “Aber auch sie haben Räume, die sie aufgeben, Räume die wir bespielen müssen und Schwächen, die es auszunutzen gilt”, erklärte Giannikis weiter

Kein Kontakt zu Trares

Mit Bernhard Trares, der einst für die Löwen kickte und nun Mannheim trainiert, kehrt ein ehemaliger Fan-Liebling zurück auf Giesings Höhen. “Ich kenne ich nicht. Er hat die Spielweise verändert. Die Mannschaft geht weniger Risiken ein, spielt sehr pragmatisch”, sagte der Löwen-Coach über Trares. Er erwartet ein “hart umkämpftes Spiel” gegen Mannheim, bei dem die Balance wieder entscheidend sein wird. “Wir müssen die Risiken eingehen, die nötig sind um ein Spiel zu gewinnen, aber keine zu hohen Risiken”, fordert Giannikis.

Gemeinsam nach hinten – gemeinsam nach vorne

Angesprochen auf die Leistung von Max Reinthaler in Sandhausen sagte Giannikis: “Wir haben in Sandhausen als Verbund, als Mannschaft, sehr gut gearbeitet. Wir greifen gemeinsam an und verteidigen gemeinsam. Max hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Er hat die Erfahrung, wie auch Verlaat und mit Schifferl haben wir einen Spieler, der das Herz am richtigen Fleck hat. Wir haben Jungs, die Boyd kontrollieren können.”, erklärte Giannikis. Nach vorne müssen man gemeinsam in der Spieleröffnung agieren, um Tore zu erzielen und hinten die Null zu halten.

Alle Infos zum Spiel im Live-Ticker

Alle Löwen-Fans, die nicht live im ausverkauften Grünwalder Stadion dabei sein können, informieren wir natürlich wieder in unserem Live-Ticker. Das Bayrische Fernsehen überträgt zudem ab 14:00 Uhr live im Free-TV.

 

Verwaltungsrat mit Statement zu Hiltmair und Darlehensvertrag

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Der Verwaltungsrat hat sich in einer Stellungnahme zum Darlehensvertrag und der damit verbundenen Causa Anton Hiltmair geäußert. 

Verwaltungsrat wurde nicht in Entscheidungen eingebunden

Dem Gremium zufolge erlangte der Verwaltungsrat erst kurz vor Ende der Frist (31.10.) Kenntnis vom Darlehensvertrag. Dieser soll, wie sechzger.de berichtete, die Bestellung von Anton Hiltmair zum Geschäftsführer der TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH enthalten haben. Das Gremium stellt hierzu fest: “Gemäß Ziffer 11.3.6 lit. c der Satzung des Vereins muss das Präsidium die vorherige Zustimmung des Verwaltungsrats einholen, wenn es über die Bestellung von Geschäftsführern in Tochtergesellschaften entscheiden will.” 

Wurde der Verwaltungsrat nicht satzungsgemäß vorab um Zustimmung zur Personalie Hiltmair gebeten?

Jedoch soll das Salz in der Suppe woanders liegen: der Verwaltungsrat zeigt sich besonders besorgt darüber, dass im Darlehensvertrag Passagen eingebaut sind, die “es dem Mutterverein auf absehbare Zeit unmöglich machen könnten, wie bisher autonom Geschäftsführer bestellen oder abberufen zu können.”

Wird der e.V. mit dem Darlehensvertrag in seiner Ausübung von “50+1” geschwächt?

Die Verwaltungsrat-Mitteilung zur Causa Hiltmair und dem Darlehensvertrag

Angesichts der wirtschaftlichen Schieflage der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA ist diese zur Abwendung der Insolvenz auf Fremdfinanzierung angewiesen. Das Präsidium des Vereins hat in diesem Zusammenhang eine Darlehensvereinbarung mit HAM International Ltd. unterzeichnet, von welcher der Verwaltungsrat erst sehr kurzfristig vor der am 31.10. abgelaufenen Frist zur Einreichung der notwendigen Nachweise im Rahmen der Lizenzierung beim DFB Kenntnis erlangt hat. Diese Darlehensvereinbarung soll die finanzielle Stabilität der KGaA für die nächsten zwei Jahre sicherstellen.

Der Verwaltungsrat ist sich darüber bewusst, dass HAM International Ltd. als Hauptgläubigerin großes Interesse daran hat, eine Insolvenz der KGaA zu vermeiden. Denn eine Insolvenz würde nicht nur den Verein, seine Mitarbeiter und seine Fans hart treffen, sondern auch erhebliche Nachteile für HAM International Ltd. bedeuten.

Im Rahmen der satzungsgemäßen Aufsicht sieht es der Verwaltungsrat als geboten an, dass derart grundlegende Verträge absolut rechtssicher und klar formuliert sind. Um dies zu gewährleisten, ebenso wie die Berücksichtigung der langfristigen Interessen des Vereins und seiner Mitglieder, hat der Verwaltungsrat die vom Präsidium unterzeichnete Darlehensvereinbarung einer eingehenden Prüfung unterzogen.

Dabei sind relevante Fragen aufgekommen, die einer Beschlussfassung des Verwaltungsrats über die Bestellung eines Geschäftsführers bis zu deren Klärung entgegenstehen. Dies gilt unabhängig von der Personalie Anton Hiltmair. Diese Fragen betreffen in erster Linie eine Vereinbarung, die es dem Mutterverein auf absehbare Zeit unmöglich machen könnte, wie bisher autonom Geschäftsführer bestellen oder abberufen zu können. Darüber hinaus fingiert diese Darlehensvereinbarung einen angeblich bereits gefassten Beiratsbeschluss über die Bestellung von Anton Hiltmair zum Geschäftsführer der KGaA. Ein solcher Beschluss des Beirats wurde bis dato jedoch tatsächlich nicht gefasst.

Gemäß Ziffer 11.3.6 lit. c der Satzung des Vereins muss das Präsidium die vorherige Zustimmung des Verwaltungsrats einholen, wenn es über die Bestellung von Geschäftsführern in Tochtergesellschaften entscheiden will. Diese vorherige Zustimmung ist nicht nur eine formale Hürde, sondern ein von der Satzung zwingend vorgeschriebenes Instrument, um die Geschäftsführung der KGaA auf eine solide und vertrauenswürdige Basis zu stellen.

Der Verwaltungsrat betont mit Nachdruck, dass er seine Verantwortung gegenüber dem Verein, seinen Mitgliedern und seinen Tochtergesellschaften sehr ernst nimmt. Entscheidungen über derart weitgehende Vereinbarungen bedürfen daher größter Sorgfalt und sollten unter Abwägung aller notwendigen Aspekte getroffen werden. Wir nehmen das Präsidium hiermit in die Pflicht, bezüglich der aufgeworfenen Fragen in den Dialog mit HAM International Ltd. zu treten, um eine tragfähige Lösung unter hinreichender Berücksichtigung der Mitgliederinteressen herbeizuführen.