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Bayernliga: TSV 1860 U21 zu Gast bei Türkspor Augsburg

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Türkspor Augsburg Tsv 1860 U21
Die Tribüne in Haunstetten samt Speedway-Bahn rund ums Spielfeld

Zwei Spiele, zwei Niederlagen – so die ernüchternde Bilanz der Löwen-Amateure nach der Winterpause. Am Sonntag um 14 Uhr bietet sich der U21 des TSV 1860 bei Türkspor Augsburg die Gelegenheit, endlich mal wieder drei Punkte einzufahren.

TSV 1860 U21 zu Gast bei Türkspor Augsburg

1:2 in Dachau, 1:4 gegen Landsberg – der Re-Start der U21 war alles andere als erfreulich, nachdem das junge Team vor der Winterpause so viel Freude bereitet hatte und bis auf Platz 4 der Bayernliga-Tabelle geklettert war. Aktuell stehen die Löwen auf Rang 7, damit jedoch deutlich vor dem nächsten Gegner Türkspor Augsburg.

Die Schwaben belegen derzeit Platz 16 und schweben somit durchaus in Abstiegsgefahr und brauchen jeden Punkt. Das Team um den mittlerweile 40-jährigen Routinier Moustapha Salifou, der einst in der Premier League für Aston Villa am Ball war, ist mit zwei Remis gegen Kirchheim und Deisenhofen ins neue Jahr gestartet und möchte die Serie ohne Niederlage natürlich fortsetzen.

Auf der anderen Seite wollen die Löwen laut Frank Schmöller “eine deutliche Reaktion auf die letzten Ergebnisse zeigen, da die Mannschaft in der Pflicht steht, einen kapitalen Fehlstart zu verhindern.” Ob dem Trainer wieder Verstärkung aus dem Profikader zur Verfügung stehen wird, entscheidet sich kurzfristig. Fest steht jedoch, dass Neuzugang Brahim Moumou aufgrund muskulärer Probleme ausfallen wird.

Anpfiff ist am Sonntag um 14 Uhr im Stadion Haunstetten.

Von unterschiedlichen Antworten auf die gleiche Frage

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Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860 im Herbst 2021
Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860 im Herbst 2021

Wir haben ein interessantes Umfrage-Experiment gewagt!

Umfrage zum Dauerkartenkauf 2024/25 auf db24

Auf dem Blog dieblaue24 war zuletzt eine Befragung online geschaltet, die ganz offensichtlich dem dort versammelten Löwenvolk die Möglichkeit geben sollte, seinen Unmut über die – laut Meinung des Blogbetreibers – viel zu schleppend verlaufende Kaderplanung für die kommende Spielzeit zum Ausdruck zu bringen. Eine Umfrage zum Stimmung machen – das kennt man von dort nur zu gut.

Kaufen Sie sich in der Saison 2024/2025 unter den aktuellen Gegebenheiten wieder eine Dauerkarte?

lautete die gestellte Frage, die man mit einem “Ja!”, einem “Nein!” oder einem zurückhaltenden “Ich warte ab, welchen Kader 1860 am Ende hat.” beantworten konnte. Großzügig hinwegsehen wollen wir an dieser Stelle über den handwerklichen Fehler, dass diese Frage gleichermaßen von aktuellen Dauerkartenbesitzern als auch von Personen ohne Saisonticket in der laufenden Spielzeit beantwortet wurde, obwohl die Formulierung “wieder” ja eigentlich nur jene Anhänger ansprach, die aktuell ein Saisonticket ihr Eigen nennen. Dass auf db24 am Ende deutlich über die Hälfte der Stimmen auf “Nein!” entfielen, dürfte der Blogbetreiber als klares Statement gegen die Arbeit der neuen Geschäftsführung an der Grünwalder Straße werten. Das Wording von den “aktuellen Gegebenheiten” deutet zumindest darauf hin. Von der inzwischen vollzogenen und öffentlichkeitswirksam kommunizierten Vertragsverlängerung mit Jesper Verlaat wusste das Team von dieblaue24 zum Zeitpunkt der Umfrageschaltung wohl noch nichts. Was ein gutes Zeichen ist. Aber dazu weiter unten noch ein Gedanke.

…auch bei uns!

Weil uns das Ergebnis der Befragung auf db24 irritierte, haben wir in dieser Woche unseren Leserinnen und Lesern die – fast – wortgleiche Umfrage ebenfalls vorgelegt. Lediglich die Formulierung haben wir ein bisschen optimiert: “Hast Du vor, Dir für die kommende Saison 2024/25 (wieder) eine Dauerkarte zu kaufen?”. Das schließt dann auch die Personen mit ein, die aktuell kein Saisonticket besitzen. Die Antwortmöglichkeiten waren bei uns identisch zu jenen beim Kollegen.
Und siehe da: Bei uns sieht das Ergebnis völlig anders aus. Über zwei Drittel aller Teilnehmenden antworten auf die Frage mit “Ja!” (bei db24 nur ein Viertel). Und nur ein Viertel unserer Umfrage-Teilnehmer will sich wiederum 24/25 keine Dauerkarte kaufen, wobei natürlich auch bei uns unkar ist, ob nicht zahlreiche Abstimmende aktuell gar kein Saisonticket innehaben und davon ausgehen auch in diesem Frühsommer keine Chance auf eines zu bekommen. Unabhängig von ihren Wünschen.
Nur 8% der sechzger.de-Leser wollen übrigens noch abwarten, welchen Kader 1860 zur neuen Saison auf die Beine stellt, ehe sie sich für oder gegen ein Saisonbillet entscheiden. Bei der kommerziellen Konkurrenz sind es mehr als doppelt so viele.

 

Absolute Teilnehmerzahl unterschiedlich

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die absolute Anzahl der Teilnehmer an der Umfrage sehr unterschiedlich ausfiel. Bei db24 waren es – bis die Umfrage irgendwann am Dienstag oder Mittwoch dieser Woche deaktiviert und durch eine neue ersetzt wurde – rund 1.200 Personen, bei uns bis zum Abschluss am heutigen Donnerstag 435. Aber wir sind auch nur ein ehrenamtlich betriebenes, kleines (aber feines) Fanportal. Für ein Meinungsbild der User sollte aber auch diese Anzahl an Stimmen definitiv ausreichen.

Schwierige Interpretation der Umfrage(n)

Wie interpretieren wir nun diese – ja wirklich extrem unterschiedlichen – Ergebnisse einer (fast) identischen Befragung? Tickt die Leserschaft auf db24 komplett anders, als jene bei sechzger.de? Sind hier bei uns womöglich die aktiven Stadiongänger (und Dauerkartenbesitzer) in der Mehrheit und dort die Fernsehlöwen zu Hause? Spannende Fragen, deren Antworten womöglich direkten Einfluss auf das haben, was der Fan in weiß und blau von seinem Lieblingsverein erwartet und was die tiefen Gräben zwischen den Lagern einmal mehr erklärt.

Kein Maulwurf mehr vorhanden?

Abschließend fragen wir uns noch etwas anderes, aber vielleicht viel wichtigeres: Gibt es aktuell wirklich Grund zur Ungeduld, was die Kaderplanung für 2024/25 anbelangt? Grund für Unmut, der dazu führt, dass Löwenfans den Plan, die obligatorischen Dauerkarte zu erwerben, verwerfen? Die eingangs erwähnte Vertragsverlängerung mit dem Löwenkapitän spricht eine andere Sprache!
Könnte es vielleicht sein, dass die Geschäftsführung und der neue Kaderplaner Stephan Engels sehr aktiv an der Löwentruppe für die kommende Saison basteln, der hier angesprochene Blogbetreiber aber – anders als zu früheren Zeiten – keinen exklusiven Zugriff (mehr) auf Informationen über den Verlauf dieser Planungen hat? Wir wissen es nicht. Aber das wäre definitiv eine sehr gute Nachricht für den TSV 1860 München!

Groundhopping Leipzig: BSG Chemie – FSV Zwickau

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“Richtig gut geschlafen und der Kopf tut trotzdem weh…”, so lautet die erste Zeile eines phänomenalen Fangesangs aus der Szene der Chemiker aus Leipzig, die mich unweigerlich an die eigene Verfassung des vergangenen Wochenendes erinnerte. Als feststand, dass das Spiel unserer Löwen in Dresden auf einen Freitagabend terminiert ist, kam mir diese für Auswärtsfahrer eher ungünstige Ansetzung nicht ungelegen. Da ich ein gewisses Faible für die mit Traditionsvereinen vollgepackte Regionalliga Nordost nicht leugnen kann, ging der Blick direkt auf deren Spielplan in der Hoffnung, die ein oder andere interessante Partie zu erspähen und somit den Aufenthalt im Osten auf das Wochenende auszuweiten. Gesagt, getan.

Gnädiger Spielplan für Groundhopper

Tatsächlich meinte es der Spieltagsgott gut mit seinen Jüngern und bot ihnen zwei überaus passable Paarungen, die mit dem Auswärtsspiel in Dresden gut kombinierbar gewesen wären. Für den Samstag wurde sich BFC Dynamo – Lok Leipzig (Spoiler: Vorhaben gescheitert, Erläuterung folgend) im Kalender angestrichen, für den Sonntag noch die Partie Chemie Leipzig – FSV Zwickau.

Die verflixte irische Versitzgrube a.k.a Irish Pub

Bewaffnet mit diesem Plan ging es also voller Vorfreude nach Dresden. Da es in diesem Bericht jedoch nicht um unser Auswärtsspiel gegen Dynamo gehen soll, erfolgt ein kurzer Zeitsprung, um nicht zu sehr abzuschweifen: nach dem Löwenspiel kurz noch den Magen beim Bahnhofsasiaten verrenkt, ging es darauf mehr oder weniger zielstrebig in den Irish Pub. Es kam, wie es kommen musste und die Niederlage wurde mithilfe der besten Medizin – reichlich Leckerbierchen und Whisky – verdaut. Zurück im Hotel ließen ebendiese Zaubertränke uns dann auch zu später Stunde auf magische Weiße in den Tiefschlaf sinken…

Zeche fordert Tribut: BFC Dynamo – Lok verpennt

Das unzauberhafte Erwachen am nächsten Morgen muss wohl hier nicht weiter erläutert werden. Es kristallisierte sich jedoch schnell heraus, dass eine Fahrt nach Berlin und die avisierte Partie des BFC Dynamo gegen Lok Leipzig aufgrund der toxischen Dosis wohl nicht realisierbar sein wird, so entschieden wir uns den Tag in Dresden zu verweilen. Der Samstag schließlich begann mit einem obligatorischen Sightseeing Touri Programm in der Altstadt. Mit kleinen, müden Äuglein wurden die barocken Prachtgebäude bewundert und entlang der Elbbrücken geschlendert. Es dauerte nicht lang, und diese kleine Wanderung zeigte seine Wirkung: nach der Kultur kommt die Kneipe, die durstigen Lebensgeister waren geweckt. Und da der Löwe nicht frisst, was er nicht kennt, machten wir uns am Nachmittag auf den Weg in denselben Irish Pub der vergangenen Nacht. Das Highlight war unzweifelhaft der Schalke Fan am Tisch neben uns, der beim Verfolgen des kuriose 3 – 3 seiner S04er gegen Paderborn unter starken Herzrhythmusstörungen leiden musste. We feel your pain!

Sonntagmittag: Chemie gegen Zwickau im Alfred-Kunze-Sportpark

Nach dem stadionfreien Samstag war die Vorfreude umso größer auf Chemie gegen Zwickau. Wir waren bereits beim Hinspiel in der Zwickauer GGZ Arena, was die beiden Szenen da über 90 Minuten akustisch und optisch abgerissen haben, ließ bereits mit den Ohren schlackern und war einer der Gründe, das Rückspiel wenn irgend möglich mitzunehmen. 

Die Partie war für 13:00 Uhr angesetzt, wir machten uns gegen 11.00 Uhr mit der Straßenbahn in Richtung Leipzig Leutzsch. Rund um den Hauptbahnhof waren bereits einige Chemie- und Eintracht Frankfurt Schals unterwegs, die bekanntlich ja eine enge Fanfreundschaft pflegen. Da die Partie als erhöhtes Risikospiel eingestuft wurde, war außerdem bereits massive Polizeipräsenz anwesend. In der Vergangenheit hat es zwischen den beiden Fanlagern ordentlich gescheppert, daher die Einschätzung seitens der Staatsmacht auch nachvollziehbar. Dass direkt vor der Kurve mit einem Wasserwerfer patrouilliert wurde und das komplette Spiel über eine Polizeidrohne über dem Spiel kreiste, mag der ein oder andere dann doch als hysterisch empfinden.

Leipzig Leutzsch: Heimat der BSG Chemie

In Leutzsch angekommen, war dann auch direkt die Kreuzung zum Stadion gesperrt und der komplett in schwarz gekleidete Zwickauer Mob an uns vorbei eskortiert. Überraschenderweise kam es hierbei weder von den wartenden Chemikern, noch den Zwickauern zu Pöbeleien. Nachdem alle Zwickauer vorbei und die Straße wieder freigegeben war, führte uns ein kleiner aber feiner Spaziergang durchs Viertel zum Alfred-Kunze-Sportpark.

Dort angelangt, ging es nach kurzer Stärkung am Bierstand zügig hinein, vorbei an den trotz angekündigter harter Kontrollen entspannten Security. Im Stadion dann einem Platz am Dammsitz auf Höhe der Mittellinie eingenommen und die ersten Eindrücke auf sich wirken lassen. Und was soll man sagen, der Alfred Kunze Sportpark ist halt dann auch genau das, was Fussballromantiker sich unter einem echten Fussballstadion vorstellen. Kein unnötiges Schnickschnack, alles ein bisschen abgerockt, knatterige Lautsprecher und Leute, die Bock auf ehrlichen Fussball haben. Das Stadion war mit ca. 5000 Leuten (davon um die 1000 Gästefans) dann auch gut gefüllt und beide Ränge spürbar motiviert.

Starker Auftritt beider Kurven

Blick auf die Heimkurve

Die Heimkurve um die Diablos Leutzsch und Skins positionierte sich an ihrem Platz hinterm Tor im Norddamm. Die unüberdachte Kurve ist in einen Unter- und Oberrang geteilt und weiß optisch durchaus zu Gefallen, gerade durch das mittige ‘HALTET DIE BSG IN EHREN DAMIT SIE NIEMALS UNTERGEHT’ Banner. Die Kurve machte dann circa 20 Minuten vor Anpfiff mit durchaus brachialen B! S! G! Schlachtrufen zum ersten Mal akustisch auf sich aufmerksam. Der Leutzscher Block wusste dann auch über die gesamte Spielzeit zu überzeugen mit durchgehendem Support unter teilweisem Einbezug der Sitzplätze, kleineren Pyroeinlagen und einem Spruchband zu Ehren des 125 Jährigen Bestehens der SG Eintracht Frankfurt.

voller Gästeblock in Partylaune

Auf der anderen Seite präsentierte sich ein proppenvoller Gästeblock um Red Kaos auch von seiner besten Seite. Der gesamte Mob war zu Beginn der Partie noch in schwarz gekleidet, im Laufe der Partie wurden gesammelt die Jacken gelüftet und der Block in weiß und rot gehüllt. Dazu 90 Minuten Dauersupport mit fast hundertprozentiger Mitmachquote, große Schwenker mit jeweils einem großem Buchstaben (V – O – R – A – N & K – A – O – S), Rauch und Pyro. 

Von beiden Rängen insgesamt eine mehr als beachtliche Leistung, von der einige Profivereine sicher nur Träumen können.

 

Erste Halbzeit: viel Kampf, Chemie mit leichten Vorteilen

Beide Mannschaften hauten von Anpfiff weg alles rein, wobei die Gastgeber mit einer kontrollierten Offensive die Partie leicht dominierten. Sie versuchten es immer wieder mit Fernschüssen auf dem schwierigen Boden, keiner davon wurde für den Gästekeeper aber wirklich brenzlig. Zwickau konnte vor der Pause nur wenige offensive Akzente setzen, da die BSG-Defensive die FSV Angreifer größtenteils unter Kontrolle hatte. Die beste Chance auf Zwickauer Seite bot sich Veron Dobruna, der eine Flanke von Martens von rechts knapp verfehlte (11.). In der gefährlichsten Aktion auf Chemie Seite traf Philipp Wendt kurz vor der Halbzeit nur die Latte mit einem Flanken-Torschuss. So ging es mit einem verdienten Unentschieden in die Halbzeit.

Zweite Halbzeit: mehr Kampf und Tore

Nach der Halbzeitpause übernahm der Drittliga-Absteiger aus Zwickau von Beginn an das Ruder. Kurz nach Wiederanpfiff haute FSV Stürmer Marc-Philipp Zimmermann den Ball nach einer sauberen Kombination knapp drüber, Minuten später scheiterte Dobruna an dem starken BSG-Schlussmann Bellot. Spätestens danach spielten beide Teams offensiv ausgerichtet. In der 63. Minute erhielt der FSV einen meiner Meinung nach lächerlichen Foulelfmeter. Den Elfer verwandelte Herrmann dennoch, obwohl Chemie-Torwart Bellot noch seine Finger an den Ball bekam.

Fast im Gegenzug jedoch der Ausgleich durch einen effektiv gespielten Konter: Chemiker Surek schob einen flachen Pass von Hilßner ins Tor. Anschließend presste die BSG, doch die Zwickauer verteidigten geschickt. Die spielentscheidende Szene zugunsten des FSV kam durch einen groben Schnitzer in der Leipziger Abwehr zustande. Voigt eroberte den Ball nach eine Fehlpass, blieb vorm Kasten cool und schob zum 1:2 in der 87. Minute ein. Die BSG drängte die letzten Minuten vehement auf den Ausgleich, und kam auch nochmal zu Chancen. Am Ende brachte der FSV aber den Sieg mit cleverer Spielweise über die Zeit. 

Da bekanntlich Bilder mehr als tausend Worte sagen, hier eine ausführliche Zusammenfassung der Partie:

Kurzweilige BlaBlaCar Heimfahrt

Nach dem Spiel ging es dann auch zügig Richtung zurück in Richtung Innenstadt. Von dort aus hatten wir eine Mitfahrgelegenheit über die Plattform BlaBlaCar organisieren können. Mit unserem ostdeutsch-polnischer Fahrer, der vor Kurzem nach Bayern gezogen ist, betrieben wir kurzerhand interkulturelle Völkerverständigung per Playlist: anhand wertvoller Kulturgüter wie Gerhard Polt und BOBR KURWA, die für gute Unterhaltung während der gesamten Fahrt sorgte. Nach einem gelungenem Fussball Wochenende im Osten verging so die Heimfahrt von Leipzig ins geliebte Bayern wie im Flug.

Testspiele am Mittwoch: Löwinnen mit Remis, Senioren A verlieren

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Sv 1880 München Tsv 1860 Löwinnen

Letzte Woche musste das Testspiel der Löwinnen beim SV 1880 München kurzfristig abgesagt werden, gestern Abend wurde die Partie nachgeholt. Dabei erkämpfte sich Münchens große Liebe beim Bezirksligisten ein Unentschieden. Die Senioren A hingegen verloren beim NK Dinamo München.

Löwinnen erkämpfen Remis beim SV 1880

Alles andere als einen Traumstart erwischten die Löwinnen gestern Abend auf der Sportanlage an der Tübinger Straße. Bereits nach sieben Minuten lag das Team von Mariano Frate mit 0:2 beim Bezirksligisten zurück. Danach aber kämpfte sich Sechzig zurück in die Partie und Stefanie Stepberger netzte kurz vor der Pause zum Anschlusstreffer ein (43.).

Nach dem Seitenwechsel stellte der SV 1880 per Elfmeter den alten Abstand wieder her (51.), doch die Löwinnen gaben sich nicht geschlagen und erkämpften sich tatsächlich noch ein Unentschieden. Zunächst verkürzte Kira Winter (75.), ehe Michelle Le Nguyen zum 3:3-Endstand traf (77.).

Am Samstag um 17.30 Uhr empfängt das Team die SG Polling/Mühldorf zum nächsten Test auf dem Sechser-Platz an der St.-Martin-Straße.

Senioren A unterliegen NK Dinamo

Eine Aufholjagd starteten auch die Senioren A am Mittwochabend, wurden dafür jedoch nicht belohnt. Zur Pause lagen die Löwen auf der BSA Bienenheimstraße bereits mit 0:4 zurück, nachdem Ivica Krizan vier Mal für die Kroaten eingenetzt hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der TSV sämtliche Tugenden vermissen lassen und auf ganzer Linie enttäuscht.

In den zweiten 45 Minuten und nach fünf Wechseln besannen sich die Löwen ihrer Stärken und konnten sich auch auf der (imaginären) Anzeigetafel verewigen: David Rahman (75.) und Omar Babakry (89.) sorgten bei der 2:4-Niederlage immerhin noch für Ergebniskosmetik.

Nichts zu holen gab es für die Senioren A beim NK Dinamo München

Daniel Winkler und Tim Kloss auch nächste Saison beim TSV 1860

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Tim Kloss TSV 1860 München

18 Verträge liefen bis gestern beim TSV 1860 München aus, dann verlängerte Kapitän Jesper Verlaat bei den Löwen. Ein genauer Blick in die aktuellen Daten verrät: auch Daniel Winkler und Tim Kloss bleiben mindestens ein weiteres Jahr an der Grünwalder Straße.

Tim Kloss und Daniel Winkler bis 2025 beim TSV 1860 München

Für Statistiken rund um den Fußball ist das Portal transfermarkt.de eine der ersten Anlaufstellen. Neben Nachrichten aus der Welt des runden Leders wartet das Portal vor allem mit Informationen aller Art zu Schiedsrichtern, Trainern, Funktionären oder Spielern auf. Ein Teil der Datenbank sind auch die Laufzeiten der Verträge. Blickt man dabei zum TSV 1860 München, erkennt man, dass im kommenden Sommer 18 Verträge auslaufen – übrigens im Ligavergleich absolut keine Ausnahme und somit für die 3.Liga üblich. Gestern nun verlängerte Jesper Verlaat seinen auslaufenden Vertrag bei den Löwen. Es dürfte eine Personalentscheidung mit Signalwirkung sein. Weitere Spieler dürften folgen.

Ein Abgleich der Angaben von transfermarkt.de mit einem weiteren Datenportal ergibt allerdings noch eine weitere, erfreuliche Nachricht. Die Verträge von Daniel Winkler und Tim Kloss, beides Junglöwen, haben sich offenbar automatisch verlängert. Die beiden haben einen Vertrag bis zum Sommer 2025 und werden somit noch mindestens eine weitere Saison beim TSV 1860 München bleiben. Damit reduziert sich die Anzahl der auslaufenden Verträge auf 15. Es gibt also weiterhin noch einiges zu tun für Geschäftsführer Christian Werner. Im Hintergrund dürften die nächsten Gespräche bereits laufen. Zunächst aber gilt der Fokus erst einmal dem Heimspiel gegen Preußen Münster am kommenden Samstag. Anpfiff ist um 14:03 Uhr im Grünwalder Stadion, der BR und WDR übertragen die Partie live im Free-TV.

Sechzig um sieben: Verlaat verlängert bei 1860

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Sechzig um Sieben: Fuchs wechselt zum BvB II

Wichtige Weichenstellung für den Kader der Löwen für die Saison 24/25: Kapitän Jesper Verlaat verlängert seinen Vertrag beim TSV 1860 München!

Verlaat verlängert beim TSV 1860

Eine Vertragsverlängerung, die hoffentlich Signalwirkung hat. Jesper Verlaat verlängert seinen Vertrag bei 1860. Beide Parteien vereinbarten Stillschweigen über Vertragsinhalte, so dass die Löwenfnas rätseln können, wie lange der Kapitän noch bei 1860 an Board bleiben wird. Damit hat Dr. Christian Werner eine der größten Baustellen im Kader für die kommende Saison abgeschlossen und kann sich nun daran machen, den Kader für die neuen Saison zu gestalten.

Wer soll bleiben: Noch 17 Verträge laufen bei 1860 aus

Gestern Nachmittag titelten wir noch, dass 18 Verträge auslaufen. Mit der Verlängerung von Verlaat sind es noch deren 17. Damit liegt Sechzig zwar am oberen Ende der Drittligavereine, aber mit 31 Spielern im Kader wird wahrscheinlich eh eine gewisse Reduzierung anstehen. Zudem besitzt der Verein wohl bei einigen Spielern eine Option auf Vertragsverlängerung. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir für Euch die Spieler mit auslaufenden Verträgen zusammengestellt. Unter dem Artikel finden bereits heiße Diskussionen statt, mit man verlängern sollte und mit wem nicht. Klickt Euch rein und diskutiert mit!

Paulo Duarte beruft Ouro-Tagba in Nationalteam von Togo

Der Portugiese ist aktueller Nationaltrainer des Togo und berief den 19-jährigen Löwenstürmer nun ins Aufgebot der togolesischen Nationalelf. Damit tritt wird Ouro-Tagba mit dem Togo die Länderspiele gegen den Niger und Libyen bestreiten. Sollte er tatsächlich Einsatzminuten bekommen, wird er in Reihe mit Milos Degenek, Fanol Perdedaj und Filip Stojkovic stehen, die ebenfalls während ihrer Zeit bei 1860 in den jeweiigen A-Nationalmannschaften ihrer Länder standen.

Sechzig und der ECT

Ist (noch) kein gängiger Song in den Fanszenen des TSV 1860 München und des EC Bad Tölz. Dennoch kooperieren die beiden Vereine, die sowohl den Löwen im Wappen haben als auch 1966 deutscher Meister waren, ab sofort. Zunächst wird am 19.03. im Tölzer Eisstadion eine Gaudi-Wettbewerb von gemischten Teams beider Profimannschaften durchgeführt. Beginn ist um 18:30h, Karten gibt’s an der Abendkasse für 8 Euro. In der Zukunft sollen dann vor Allem die Nachwuchsteam beider Vereine von gemeinsamen Traiingsformen profitieren.

Kritischer Blick auf die Spielerbenotung

So manches “Fachmagazin” benotet allwochenendlich die Fußballprofis von LIga bis Liga und teilweise noch weiter drunter. Manchmal diskutieren wir in der Redaktion, wie unseren hauptamtlichen Kollegen zu ihren Noten kommen. Am Montag mussten wir uns alle die Augen reiben, als der Kicker Fynn Lakenmacher für seine von uns “Hobbyjournalisten” unisono als “stark” eingestufte Leistung eine 4 erhielt. Das nahm unser Spezialist Bernd Winninger zum Anlass, die Benotung der Fachpresse anhand dieses Falles mal etwas kritischer zu beleuchten.

News aus der dritten Liga

Ulm hofft auf “Karenzzeit” für das Stadion im Falle eines Aufstiegs

Der SSV Ulm könnte am Saisonende den direkten Durchmarsch von der Regionalliga in die zweite Liga schaffen. Doch mit dem Donaustadion gibt es bereits in der dritten Liga Probleme. Stichwort Rasenheitung und Ersatzspielort Aalen. Für den Fall des Aufstiegs hofft Martin Semler, des Leiter der zuständigen städtischen Abteilung für Bildung und Sport, auf “Karenzzeiten von mehreren Jahren” die andere Vereine bekommen hätten, “um ihre Stadien ligatauglich zu machen, ohne dass sie dadurch gleich die Lizenz verloren haben.” Die Ulmer statteten nun den Verantwortlichen des SV Darmstadt 98 einen Besuch ab, um von deren Erfahrung nach dem rasanten Darmstädter Aufstieg zu profitieren.

Neuer Co-Trainer für Antwerpen

Marco Antwerpen bekommt im Abstiegskampf beim SV Waldhof einen neuen Co-Trainer an die Seite gestellt. Ab sofort wird Michael Boris Theodos Dedes im Trainerteam der Mannheimer ersetzen. Dedes hatte bereits vorher einen Vertag bei den Damen der TSG Hoffenheim für die nächste Saison unterschrieben. Boris trainierte einst den ungarischen Erstligisten Fehervar.

Schulze Niehues beendet Karriere

Der Torwart des nächsten Löwengegners Preußen Münster wird seine Karriere nach der laufenden Saison beenden. Maximilian Schulze Niehues wird dann im Alter von 35 Jahren den Strafraum gegen das Klassenzimmer tauschen. Der Münsteraner Keeper absolvierte neben der Karriere sein Lehramtsstudium und wird im nächsten Schuljahr sein Referariat starten. Vielleicht können ihm die Löwen ja zum Abschied noch ein paar Tore schenken!

Damit wünschen wir Euch einen schönen Donnerstag. Wenn es weitere Vertragsverlängerungen gibt, erfahrt sie natürlich umgehend bei uns!

 

 

 

 

 

Jesper Verlaat verlängert beim TSV 1860 München

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Heute Nachmittag veröffentlichten wir noch einen Artikel über 18 auslaufenden Verträge im Kader des TSV 1860 München. Nun sind es nur noch deren 17: Jesper Verlaat verlängert bei den Löwen.

Der Kapitän bleibt in Giesing

Frohe Kunde für die Löwenfans. 1860 München gab heute bekannt, dass Kapitän Jesper Verlaat seinen Vertrag an der Grünwalder Straße verlängert hat. Sport-Geschäftsführer Dr. Christian Werner äußerte sich sehr angetan: „Die Verlängerung mit Jesper Verlaat lag uns allen besonders am Herzen und ist daher ein großer Erfolg für den TSV 1860 München“, sagt Dr. Christian Werner. „Jesper ist nicht nur der Kapitän der Mannschaft, sondern auch ein sehr wichtiger Bestandteil des Teams und des Vereins. Als Mitspieler, als Vorbild, als Werbefigur. Jesper ist immer mit Engagement, Leidenschaft und Freude dabei. Das macht ihn für uns so wertvoll.“ Die Verlängerung von Verlaat sollte Signalwirkung für die Verlängerung von weiteren Spielern aus dem aktuellen Löwenkader sein.

Wie lange Jesper Verlaat verlängert ist unklar

Beide Vertragsparteinen einigten sich darauf, keine Vertragsinhalte nach Außen zu tragen. Daher ist auch nicht bekannt, um viele Jahre Verlaat seinen Vertrag bei Münchens großer Liebe verlängert. Verlaat über die Gründe für seine Vertragsverlängerung beim TSV 1860: „Ich fühle mich in München extrem wohl“. Besondes angetan ist der 27-jährige Verteidiger, der 2022 von Waldhof Mannheim an die Isar wechselte vom Umfeld bei 1860: „Die Löwen-Fans, das Grünwalder Stadion, das Trainingsgelände, der ganze Verein, die Stadt und ihre Möglichkeiten, all das hat mein Herz gewonnen. Zudem möchte ich mit den Löwen noch etwas erreichen. Daher gab es für mich keine andere Entscheidung, als hier beim TSV 1860 München zu bleiben.“

Signalwirkung für weitere Vertragsverlängerungen?

Die Verlängerung von Verlaat sollte Signalwirkung für die Verlängerung von weiteren Spielern aus dem aktuellen Löwenkader sein. Außerdem zeigt die neue sportliche Leitung damit, dass sie auf Kontinuität setzt und wohl mit dem Stamm des aktuellen Kaders in die kommenden Saison gehen wird.

Bildquelle Titelbild: TSV 1860 München

Benotung der Spieler in der Fachpresse – ein Würfelspiel?

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Fynn Lakenmacher TSV 1860 Benotung

Viele Presseorgane geben nach absolvierten Spielen den Akteuren auf dem Platz Noten. Oft werden die Leistungen der Akteure dabei falsch eingeschätzt und es ergeben sich Noten, die man nicht nachvollziehen kann. Ein Kollege fragte am Montag: Würfeln die beim Kicker die Noten?

Die Benotung von Spielern in Zeitungen und Fachmagazinen wirkt oft willkürlich und ist meistens nur bei absoluten Topleistungen zu 100% zutreffend. Das hat verschiedene Gründe:

  1. Kein Reporter – und auch sonst niemand – kann jeden einzelnen Spieler auf dem Platz über das gesamte Spiel hinweg beobachten. Das betrifft vor allem die Bewertung von Laufwegen und Stellungsspiel in ballfernen Momenten.
  2. Es kennt kein Reporter – und auch sonst niemand – die genaue Aufgabenstellung und Rolle des Spielers im System. Diese könnte man aber, wenn man sich mit der Materie etwas mehr beschäftigen würde, durchaus im Spiel sehen.
  3. Aus 2. ergibt sich der dritte Faktor, nämlich, dass rein aufgrund der systematischen Grundformation Sachen von dem Spieler erwartet werden, die er möglicherweise aufgrund seiner Rolle im System gar nicht erfüllen soll bzw. nur situativ und nicht im grundsätzlichen taktischen Korsett des Matchplans.

Nehmen wir als Beispiel die vom Kicker vorgenommene Benotung für Fynn Lakenmacher am vergangenen Freitag. Lakenmacher war im 4-2-3-1 als Mittelstürmer auf dem Platz. In der Benotung des Kicker erhielt er dafür die Note 4,0. Woran liegt das, obwohl der Spieler in dieser Partie in seiner Rolle gut performt hat?

Der Zielspieler

Sehen wir uns zunächst an, welche Rolle Fynn Lakenmacher vermutlich vom Trainer verordnet worden war. Aufgestellt als einziger Spieler im Sturmzentrum im 4-2-3-1 und mit den Informationen, die wir durch sein Verhalten bei Angriffen und seine Positionierung im Spiel mitnehmen können, müssen wir davon ausgehen, dass seine primäre Rolle die des unterstützenden Zielspielers war.

Den Begriff Zielspieler hat sicherlich jeder, der sich für Fußball interessiert, schon einmal gehört. Aber wie definiert sich ein Zielspieler eigentlich? Der Zielspieler im 4-2-3-1 ist normalerweise die einzige Sturmspitze. Als Zielspieler muss man a) Zuspiele verarbeiten, b) Pässe halten, c) sich auch tiefer im Mittelfeld bewegen, um die Vorbereitung der Strafraumpenetration zu unterstützen, d) Vorlagen geben und e) gegebenenfalls natürlich, wenn sich eine Chance ergibt, auch Tore schießen. Letzteres ist allerdings nicht die Hauptaufgabe, wenn der Stürmer als Zielspieler fungieren soll.

Seine wichtigste Funktion ist, auf der gesamten Breite des Platzes Bälle zu behaupten und dann seine nachrückenden Mannschaftskameraden in den Angriff einzubeziehen. Damit kommt dem Zielspieler in diesem System bei vertikaler Spielweise seines Teams eher eine unterstützende als eine attackierende und auf eigene Abschlüsse ausgelegte Funktion zu.

Im Zusammenspiel mit den hinter ihm agierenden Offensivspielern soll der Zielspieler also vor allem seine Mannschaftskameraden in Szene setzen oder Verteidiger binden, um seinen Mitspielern Räume zu verschaffen.

Die Benotung

So weit so gut. Was hat das nun mit der 4,0 für Fynn Lakenmacher zu tun? Nun ja, bei richtigem Verständnis für die Rolle des Spielers seitens des Notengebers beim Kicker wäre im Fall Fynn Lakenmacher vermutlich eher eine 2 herausgekommen als eine 4.

Aktionen

Sehen wir uns die statistischen Werte von Lakenmacher, die für das Erfüllen dieser Rolle ausschlaggebend sind, zu diesem Zweck einmal genauer an. Der Angreifer hat 21 von 27 Passversuchen sicher an den Mann gebracht. Selbst hatder 23-Jährige allerdings nur 17 Zuspiele bekommen. Daraus schlussfolgern wir, dass er die anderen zehn Pässe nur deshalb spielen konnte, weil er die Kugel selbst auf die ein oder andere Weise erobert hatte.

Positionierung

Seine Positionierung hatte eine starke Tendenz zum linken Flügel, also fernab von seiner eigentlichen Position im System, das ihn ja in der Mitte sieht. War das eine Entscheidung seinerseits? Nach dem Motto: “Heute hab ich mal Lust, links zu spielen und im Zentrum soll rumlaufen, wer gerade Zeit und Bock hat.”? Sicherlich nicht. Das war eine Anweisung des Trainers, der auf dieser Seite vermutlich zwei ball- und passsichere Spieler (Lakenmacher und Nankishi) haben wollte, um eine Verdichtung seitens der Dresdener Defensive dort zu erzwingen und somit durch einrückende Spieler vom anderen Flügel ins Zentrum und auf die gegenüberliegende Halbposition ballfern Überzahl und Anspielstationen für Seitenwechsel zu schaffen.

Erfüllung der Rolle

Dass das, was die Rolle verlangt, gut funktioniert hat, konnte derjenige, der aufgepasst hat und Verständnis für Lakenmachers Rolle im taktischen Konzept hat, sehen. Sieben Pässe spielte Lakenmacher auf Nankishi, sechs auf Guttau, einen auf Schröter. Weitere Passempfänger waren Rieder und Starke. Die Zuspiele auf Lakenmacher kamen größtenteils von Greilinger. Damit zeigt sich deutlich, worin Lakenmachers Priorität im Offensivkonzept lag. Das war nicht die Rolle des Stoßstürmers, der möglichst viel schießen und Tore erzielen soll. Trotzdem brachte Lakenmacher es auch zu einem Schuss und einer Schussvorlage.

Eine Benotung mit der Note 4 ist nicht nachvollziehbar.

Fazit

Mit dem, was uns die statistischen Werte sagen, seine Positionsverteilung auf dem Feld berücksichtigend, von wo er die meisten Zuspiele erhielt, wo in der Box er positioniert war, wenn er angespielt wurde, und auch wie er gegen den Ball gearbeitet hat, sollte klar sein, dass seine Hauptaufgabe in diesem Spiel nicht das Verwerten oder das direkte Vorbereiten von Torchancen war. Wenn man Lakenmachers Leistung nur an diesen und weiteren für andere Stürmerrollen ausschlaggebenden Werten misst, macht man in der Benotung Fehler.

Unter der Prämisse, dass es sich – Gott sei dank – nur in der Öffentlichkeit, aber nicht intern auswirkt, nicht. Aber wenn man dann als Fan aufgrund der Note, die der Journalist vergibt, eine Meinung bildet, ist das gefährlich. Auf dem Vertrauen fußend, der Fachjournalist wüsste, was er da macht, wenn er Noten verteilt, weil man entweder nicht in Dresden im Stadion war, oder weil man kein Abo für die Liveübertragung besitzt, in welcher der Magenta-Reporter Fynn Lakenmacher z.B. sehr gelobt hat, die Meinung zum Spieler zu bilden, ist kein guter Rat, wie man sieht.

Will man einen Stürmer rein an Chancen und Chancenverwertung messen, ist eine andere Rolle, z.B. die des Stoßstürmers oder des angreifenden Zielspielers, der sich mehr im Zentrum bewegt, wie einst Sascha Mölders, der in Köllners 4-1-4-1 ebenfalls meist als Zielspieler eingesetzt wurde, aber eben mit anderer Aufgabenverteilung.

Die Aufgabenverteilung obliegt aber nicht den Spielern. Spieler setzen lediglich das um, was aufgrund der Rolle im taktischen Konzept von ihnen gefordert wird. Es würde mich freuen, wenn die Herren Notenverteiler in den Redaktionen der Fachblätter und des Boulevards öfter ihre Hausaufgaben machten. Es ist kein Hexenwerk, sich darüber zu informieren, was von einem Spieler in der ihm zugewiesenen Rolle taktik- und systembedingt verlangt wird. Und auch diese Rolle zu erkennen ist, wenn man etwas Fußballverständnis hat, im Normalfall relativ leicht.

Datenquelle: Wyscout

Foto: Oliver Rabuser

18 auslaufende Verträge beim TSV 1860 – und woanders?

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Tsv 1860 Vertrag Verträge

18 Verträge laufen beim TSV 1860 im Sommer aus. Manch Blogger oder sonstiger Medienvertreter verfällt ob dieses Umstands nahezu in Schnappatmung ohne zu berücksichtigen, dass die Geschäftsführer der TSV München von 1860 KGaA im Hintergrund sicher bereits am Kader der kommenden Spielzeit basteln. Wie sieht es denn bei den anderen Drittligisten hinsichtlich der auslaufenden Spielerverträge aus?

TSV 1860: 18 auslaufende Verträge

Zur Erinnerung – folgende 18 Verträge laufen zum 30.06. bei den Löwen aus:

Milos Cocic (Option), Fabian Greilinger, Tim Kloss (Option), Kaan Kurt (Option), Fynn Lakenmacher, Kilian Ludewig (Leihe von RB Salzburg), Abdenego Nankishi (Leihe von Werder Bremen), Mansour Ouro-Tagba (Option), Tim Rieder, Julius Schmid, Manfred Starke (Option), Phillipp Steinhart, Devin Sür, Niklas Tarnat, Jesper Verlaat, Albion Vrenezi, Daniel Winkler (Option), Eroll Zejnullahu (Option)

Einige Optionen, die an Einsätze gekoppelt sind, sind bereits hinfällig. So soll beispielsweise Mansour Ouro-Tagba, der kürzlich für die A-Nationalmannschaft Togos nominiert wurde, die Anzahl an Einsätzen, die für eine automatische Verlängerung notwendig wäre, in der laufenden Spielzeit nicht mehr erreichen können.

Untätige Geschäftsführung? Sicher nicht!

Da sich die Geschäftsführung des TSV 1860 bislang mit Wasserstandsmeldungen hinsichtlich möglicher Vertragsverlängerungen bedeckt hält, wird seitens diverser Medien bereits Kritik an Dr. Christian Werner (Sport) und Oliver Mueller (Finanzen) laut.

Jetzt mal ernsthaft: Glaubt wirklich jemand, dass die beiden Geschäftsführer däumchendrehend in der Grünwalder Straße 114 sitzen statt sich mit der Kaderplanung zu befassen?

Wie sieht es bei der Konkurrenz aus?

Wie sieht es denn (laut transfermarkt.de) bei den anderen Drittligisten hinsichtlich auslaufender Verträge aus? Nachfolgend eine Auflistung der Clubs mt Anzahl der Verträge, die zum 30.06.2024 enden:

SpVgg Unterhaching: 23
MSV Duisburg: 20
TSV 1860: 18
VfB Lübeck: 18
Dynamo Dresden: 17
1. FC Saarbrücken: 17
SC Verl: 15
Viktoria Köln: 15
SC Freiburg II: 15
Borussia Dortmund II: 14
Hallescher FC: 13
Rot-Weiss Essen: 13
Erzgebirge Aue: 12
SSV Ulm 1846: 11
Waldhof Mannheim: 10
Preußen Münster: 10
Arminia Bielefeld: 8
SV Sandhausen: 7
Jahn Regensburg: 5
FC Ingolstadt 04: 5

Wenn man bedenkt, dass der TSV 1860 mit 31 Spielern über einen überdurchschnittlich großen Kader verfügt und einige Akteure bei den Löwen ohnehin keine Perspektive mehr besitzen dürften, sollte den Fans (und Medien) nicht angst und bange sein.

Klar ist aber auch, dass die Vertragsverlängerung mit Führungsspielern wie Jesper Verlaat oder Tim Rieder durchaus Vorbildcharakter für jüngere Spieler á la Fynn Lakenmacher oder Mansour Ouro-Tagba haben könnte.

Titelbild: pixabay.com

Mansour Ouro-Tagba in die Nationalelf berufen

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Ouro-Tagba TSV 1860 Togo

Am Freitag Abend bei der 1:2-Niederlage in Dresden geriet er nach seiner Einwechslung in der 78. Minute noch mit seinem Gegenspieler Paul Will aneinander und kassierte eine – unberechtigte – gelbe Kader, nun erhielt Mansour Ouro-Tagba, einer der Aufsteiger im Löwenteam unter Trainer Argirios Giannikis eine Einladung zur A-Nationalelf seines Landes.

Ouro-Tagba reist nach Marokko

Der 19jährige in New York geborene Stürmer, der sowohl einen amerikanischen, als auch einen togolesischen Pass besitzt, reist für die Partien von Togo gegen Niger (22. März) und Libyen (25. März) nach Casablanca, wo die beiden Spiele stattfinden.

Aufstieg mit Hindernissen seit dem letzten Sommer

Seit fast elf Jahren trägt der 1,90 m große Ouro-Tagba das Trikot mit dem Löwen auf der Brust, in der letzten Saison erzielte er für die U19 acht Treffer in der Junioren-Bundesliga. Die folgende Zeit war für ihn dann eher schwierig: Nach dem Drittligadebüt in Saarbrücken im Mai 2023 fand er unter Trainer Jacobacci zunächst keine Berücksitigung mehr und machte auch bei den Löwen-Amateuren keine besonders glückliche Figur: Zweimal flog er vom Platz. Dennoch unterschrieb er im Sommer seinen ersten Profivertrag. Nach dem Aus für Jacobacci als Profi-Coach bei 1860 absolvierte Ouro-Tagba erst beim letzten Spiel des Jahres (0:1 in Mannheim) unter Interims-Trainer Frank Schmöller sein zweites Drittligaspiel. Weitere Einsätze folgten. In der Rückrunde stand er bislang in jedem Spiel zumindest in der Schlussphase auf dem Spielfeld. Der so wichtige Ausgleich in Lübeck am 23. Januar war sein erstes Profitor für den TSV 1860.

Erster A-Nationalspieler seit einigen Jahren

Die Nominierung zur Nationalmannschaft ist die logische Folge des beeindruckenden Aufstiegs des Löwen-Eigengewächses Ouro-Tagba. Wir werden in der Länderspielpause beobachten, ob vielleicht wieder einmal ein Löwe für eine A-Nationalelf aufläuft. Nach Meinung innerhalb unserer Redaktion ist es schon ein paar Jahre her, dass Spieler während ihrer Zeit beim TSV 1860 für ihre jeweiligen A-Nationalmannschaften aktiv waren: Im Jahr 2017, noch vor dem Doppelabstieg. Es handelte sich um Milos Degenek (für Australien), Fanol Perdedaj (für Kosovo) und Filip Stojkovic (für Montenegro).
Nun könnte es bald wieder so weit sein.