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Stichtag naht: Kandidieren Stimoniaris & Co für Verwaltungsrat?

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Saki Stimoniaris Tsv 1860

Am morgigen Mittwoch (20.03.) ist der Stichtag für die Nominierung der Kandidaten für die bevorstehende Wahl des Verwaltungsrats. Vom Bündnis Zukunft 1860 hat Alexander Hofmann bereits angedeutet, antreten zu wollen, während Martin Hagen auf eine Kandidatur verzichtet. Der Aufsichtsratsvorsitzende der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, Saki Stimoniaris, hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, als Verwaltungsrat des e.V. zu kandidieren – birgt dies einen Interessenkonflikt?

Kandidieren Stimoniaris & Co für Verwaltungsrat?

Bei der bevorstehenden Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. stehen unter anderem wieder Verwaltungsratswahlen an. Das 9-köpfige Gremium wird erneut für eine Amtsdauer von drei Jahren aus dem Kreise der anwesenden Mitglieder gewählt. Mit dem neuen Vizepräsidenten Norbert Steppe ist ein Mitglied bereits aus dem bestehenden Verwaltungsrat ausgeschieden.

Über offizielle Kandidaturen ist abgesehen von Alexander Hofmann noch nicht viel bekannt, außer dass KGaA-Aufsichtsratsvorsitzender Saki Stimoniaris für das Gremium kandidieren will.

Stimoniaris war bereits fünf Monate im Verwaltungsrat

Ein Posten im Verwaltungsrat wäre kein Neuland für Stimoniaris. Bereits im Juli 2017 wurde er nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga in dieses Gremum gewählt, um im Dezember desselben Jahres nach ca. fünf Monaten wieder zurückzutreten.

In seiner Amtszeit soll Stimoniaris vor allem durch Abwesenheit in Gremiensitzungen aufgefallen sein. Die Gründe seines Rücktritts wurden von ihm nur nebulös angedeutet: „Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, jedoch ist dieser Schritt für mich unumgänglich“, schrieb er in einer Mitteilung, ohne dabei konkret zu werden.

Seit 2019 Aufsichtsratsvorsitzender

Am 17.04.2019 berichtete die WELT, dass Stimoniaris zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA gewählt worden sei. Als Vertreter Ismaiks war er seit Januar 2018 Teil dieses Gremiums.

Ismaik selbst hatte ihn bereits im November 2017, also noch während seiner Amtszeit im Verwaltungsrat, mutmaßlich angekündigt: „Dass es mir um 1860 sehr ernst ist, beweist allein die Tatsache, dass ich seit Monaten mit einer herausragenden Münchner Persönlichkeit in sehr guten Gesprächen bin. Ich hoffe, dass wir demnächst Vollzug melden und mit dieser Person einen Neuanfang zum Wohle des TSV 1860 starten können

Stimoniaris war also innerhalb eines Monats vom Funktionär und Vertreter des Muttervereins zum Statthalter des Hauptgesellschafters der KGaA geworden. Aufgrund der teilweise grundverschiedenen Ansichten der Gesellschafter (insbesondere, jedoch nicht abschließend in der Frage 50+1) kann Stimoniaris’ Funktionswechsel durchaus als Kehrtwende bezeichnet werden.

Birgt Stimoniaris’ Kandidatur einen Interessenkonflikt?

Angenommen Stimoniaris würde dieses Jahr in den Verwaltungsrat gewählt werden, müsste er nun zwei – derzeit – nicht vereinbare Positionen ausfüllen. Einerseits wäre er als gewählter Vereinsfunktionär verpflichtet, die Interessen des Vereins zu vertreten, zu wahren und zu verteidigen. Dies würde insbesondere den Erhalt und die Unantastbarkeit der 50+1 Regel im Konstrukt 1860 bedeuten. Jedoch auch Nachdruck in der Turnhallenproblematik sowie der Situation der Plätze für die Nachwuchsmannschaften stünde ab sofort auf Stimoniaris’ To-do-Liste.

Andererseits wäre er als von Ismaik abgestellter Vertreter verpflichtet, dessen Interessen zu verfolgen. Diese beinhalten u.a. die Hinwegsetzung über die 50+1-Regel (Befangenheits-Einwürfe Ismaiks gegen den Beschluss der DFL sowie seine Interview-Aussagen in der WELT lassen dem objektiven Betrachter keinen anderen Schluss zu), die Blockade des (vertraglich geschuldeten!) Turnhallenbaus sowie die (ebenfalls vertraglich verpflichtende) Instandhaltung und Instandsetzung der Trainingsplätze sowie der sonstigen Infrastruktur des NLZ.

Zudem wäre da noch der Fanshop-Streit. Die TSV 1860 Merchandising GmbH, die ebenfalls Ismaik gehört, plagiierte in der Vergangenheit Designs vom Fanshop des e.V. und der aktiven Fanszene. Zudem hat die KGaA gegen die Eintragung der “Wir sind der Verein”-Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt Widerspruch eingelegt. Wie würde sich Stimoniaris hier positionieren?

Ob er bei der Ankündigung seiner Kandidatur außer Acht gelassen hat, dass die Bekleidung beider Ämter in Personalunion mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Interessenkonflikt darstellen dürfte?

Interview: Zusage und Rückzieher

sechzger.de hat Saki Stimoniaris bereits am 10.01. um ein Interview zu dieser Thematik gebeten und zunächst eine Zusage des ehemaligen MAN-Betriebsratsvorsitzenden erhalten. Selbst nach Zusendung des kompletten Fragebogens schien das Interview realisierbar, ehe am 15.01. der Rückzieher folgte:

“Nachdem wir unseren Fokus in den nächsten Wochen komplett auf den Sport richten, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich aktuell nicht für ein Interview zur Verfügung stehe. Ich werde aber – sobald wir wieder auf Kurs sind – auf Sie zurückkommen.”

Angesichts der damals prekären sportlichen Situation durchaus verständlich und in gewisser Weise nachvollziehbar.

Unbeantwortete Fragen zur Kandidatur

Weniger nachvollziehbar ist unseres Erachtens nach jedoch, dass auf weitere Nachfragen durch sechzger.de am 29.01. und 13.02, also nach einigen erfolgreichen Wochen unter Argirios Giannikis, keinerlei Antwort mehr durch Saki Stimoniaris erfolgte. Ob dies an den doch recht spezifischen Fragen an den potentiellen Verwaltungsratskandidaten liegt?

Hier der komplette Fragebogen im Wortlaut:

  • Beabsichtigen Sie weiterhin, bei der Mitgliederversammlung 2024 für den Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. zu kandidieren?
  • Worin liegt Ihre Motivation, für den Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. zu kandideren?
  • Sie waren bereits einmal Mitglied im Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. und schieden auf eigenen Wunsch vorzeitig aus. Wieso möchten Sie erneut antreten?
  • Was würden Sie anpacken, wenn Sie in den Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. gewählt würden?
  • Sollten Sie in den Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. gewählt werden, was würden Sie im Vergleich zu Ihrer letzten Teilamtszeit anders machen?
  • Wie würden Sie im Fall einer Wahl in den Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. in Ihren beiden Funktionen (Aufsichtsratsvorsitzender der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA und Verwaltungsratsmitglied) die jeweiligen Interessen der Organe, denen Sie gegenüber verpflichtet sind, vertreten und wie würden Sie im Falle eines Interessenskonflikts zwischen den beiden Gesellschaftern der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA agieren?
  • Der Verwaltungsrat kümmert sich in erster Linie um Vereinsbelange. Wie möchten Sie Ihre Erfahrung und Kompetenzen einbringen, um einen Mehrwert für die Abteilungen, den Gesamtverein, die Jugend des e.V. zu schaffen und bspw. das Turnhallenvorhaben voranzutreiben?
  • Als Vereinsmitglied sind und als Vereinsorgan wären Sie laut Vereinssatzung den Ligastatuten von DFB und DFL unterworfen, darunter fällt auch die 50+1-Regel. Ihr Entsender in den Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KgaA hat in der Vergangenheit Entscheidungen zur Manifestierung von 50+1 durch Rechtsbehelfe hinausgezögert und kündigte sogar einst eine Klage gegen die Regel an. Welche Position würden und müssten Sie Ihrer Ansicht nach als Vereinsfunktionär und gleichzeitig Aufsichtsratsorgan der Tochtergesellschaft hier einnehmen, insbesondere, wenn zwischen den Gesellschaftern der Profifußballgesellschaft Uneinigkeit herrscht?

Wahlausschuss prüft Interessenskonflikte

Ob Saki Stimoniaris nun tatsächlich als Kandidat für die Wahl zum Verwaltungsrat antritt, ist sechzger.de zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht bekannt. Auf entsprechende Nachfrage beim Wahlausschuss des TSV 1860 äußerte sich das Gremium wie folgt:

“Der Wahlausschuss des TSV München von 1860 e.V. gibt grundsätzlich keine Auskunft zu laufenden Bewerbungsverfahren für Kandidaturen im Verein, die in seine Zuständigkeit fallen. Hinsichtlich Ihrer konkreten Frage bezüglich Interessenkonflikten können wir mitteilen, dass die Identifizierung und Bewertung möglicher Interessenkonflikte bei Kandidaturen vom Prüfungsumfang des Wahlausschusses umfasst ist.”

Man darf gespannt sein, welche Kandidaten sich bei der Mitgliederversammlung tatsächlich zur Wahl stellen werden.

sechzger.de Talk 149: Münster, Hörerbrief, Abstiegskampf

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Nach der Niederlage des TSV 1860 München gegen Preußen Münster – es ist die dritte in Folge für die Löwen – spricht Christian mit seinen Gästen Thomas, Jan und Bernd in Ausgabe 149 vom sechzger.de Talk über das vergangene Heimspiel im Grünwalder Stadion. Außerdem blicken sie zusammen auf einen Hörerbrief, der uns erreicht hat. Und man spricht – nachdem es letzte Woche um den Aufstieg ging – die möglichen Absteiger aus der 3 .Liga. Der Hallesche FC, der MSV Duisburg, Waldhof Mannheim und Arminia Bielefeld werden (wohl ziemlich sicher) zwei der vier Absteiger-Plätze unter sich ausmachen – und Freiburg II und Lübeck in die Regionalligen begleiten.

Dritte Niederlage in Serie: TSV 1860 – Münster 1:2

Bernd will es nicht an den drei Ausfällen (Verlaat, Reinthaler, Starke), die Löwencoach Argirios Giannikis ersetzen musste, festmachen. Aber die dritte Niederlage der Löwen in Serie gegen die Preußen aus Münster war von den drei Pleiten gegen Spitzenteams der Liga die schwächste Leistung. Unsere vier Protagonisten waren – natürlich – am Samstag Nachmittag auf Giesings Höhen dabei und mussten – zumindest zwei von ihnen – dem starken Regen trotzen. Die unvermeidliche Kulinarik deckt diesmal Thomas ab. Rund um das U15-Derby am Samstag Vormittag genoss er einen Rollbraten im Löwenstüberl.

Haben die Löwen ein Mentaliätsproblem?

Wir freuen uns sehr über aktive Zuhörer und -seher, die sich an unserem sechzger.de Talk beteiligen. Löwenfan Simon aus Hessen hat dies getan und neben dem Lob für unsere Arbeit (Danke Dir!) die Frage aufgeworfen, ob wir “ein Mentalitätsproblem im Verein haben, welches sich trotz wechselnder Trainer und Spieler weiterträgt?” Hintergrund der Überlegungen: Über zwei Jahre ist es schon her, dass die Löwenprofis einen Rückstand in einen Sieg umdrehen konnten. Es war zwar nicht die Partie in Zwickau, sondern das nächste Spiel, wie Moderator Christian aufklärt, aber an der verdammt langen Zeit ohne ein gedrehtes Spiel änder das nichts. Die Talk-Teilnehmer diskutieren, woran das liegen mag.

Abstiegskandidaten in der 3. Liga

Letzte Woche haben wir in Folge einer Umfrage auf sechzger.de diskutiert, welche der aktuellen Spitzenteams im Mai die 3. Liga wohl in Richtung Zweitklassigkeit verlassen werden. Diesmal blicken wir in der Tabelle nach ganz unten. Die entsprechende Umfrage haben wir diesmal aber nicht vorgeschaltet. Bernd, Jan, Thomas und Christian geben ihre Einschätzung aber schon mal ab. Und das mit der Umfrage holen wir nach. Versprochen!

Der sechzger.de Talk 149 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um sieben: Die Niederlage gegen Münster in der TAKTIKTAFEL

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Nach acht Spielen ohne Niederlage wartet der TSV 1860 München mittlerweile seit drei Begegnungen auf einen Sieg. Warum die Löwen eine Niederlage gegen Münster kassierten, hat Bernd Winninger wie immer in der TAKTIKTAFEL analysiert.

Die Niederlage gegen Münster in der Taktiktafel unter der Lupe

Es war der dritte Top-Gegner in Folge für 1860. Und auch im dritten Anlauf gab es für die Löwen nichts zu holen. Die Gründe für die verdiente Niederlage gegen Preußen Münster sieht Bernd Winninger in mehreren Faktoren. In der TAKTIKTAFEL führt Bernd aus, dass die Aggressivität gegen den Ball nicht ausreichend war, um mindestens einen Punkt gegen ein Top-Team wie Münster zu holen. Gepaart mit fehlender “Giftigkeit” und verbesserungswürdiger Effektivität in der Offensive musste man sich nicht über die Niederlage gegen die Gäste aus Münster wundern.

Die Löwen-Ergebnisse vom Wochenende

Alle vier Herrenmannschaften von 1860 verloren ihre Spiele, von den Profis über die U21 bis zur Dritten und Vierten gab es für die Löwenmannschaften nichts zu holen. Immerhin konnten die NLZ-Mannschaften das Derby-Wochenende gegen die Nachbarn aus der Seitenstraße ausgeglichen gestalten. Die U15 spielte unentschieden, die U13 verlor, aber die U14 konnte auswärts gewinnen. Verlass war mal wiedere auf die Löwinnen: die U17 gewann, die Zweite spielte unentschieden und die Erste gewann ihr Spiel am Wochenende. Aller Ergebnisse findet Ihr hier.

Sechzger.de Talk 149 geht online

Nicht ganz so viel zu diskutieren über unseren TSV 1860 München gibt es diese Woche. Grund ist die Länderspielpause. weswegen der Ausblick auf das nächste Löwenspiel entfällt. Aber Moderator Christian und seine Gäste Bernd, Jan und Thomas haben trotzdem genug zu diskutieren. Denn neben der Niederlage gegen Münster werden ein Hörerbrief und der Abstiegskampf in der dritten Liga thematisiert. Ob die Teilnehmer 1860 noch oder wieder als Teil des Absteigskampf sehen, könnt Ihr auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen nachhören, zum Beispiel bei:

News aus der dritten Liga

Hasenhüttl beendet Karriere

Patrick Hasenhüttl muss verletzungsbedingt seine Karriere bereits im Alter von 26 Jahren beenden. Wie der Hallesche FC gestern bekannt gab, wurde der Vertrag mit Hasenhüttl gestern aufgelöst.

Ehlers für zwei Spiele gesperrt

Nach seiner Notbremse im Spiel gegen den SSV Ulm muss Justin Ehlers zwei Mal zuschauen. Der Dresdner Verteidiger stoppte Ulms Stürmer Scienza mit einem Trikotzupfer bei einem Alleingang auf das Dresdener Tor.

Saarbrücken will Goalie Schreiber halten

Saarbrückens Torwart Tim Schreiber ist bis Saisonende von Red Bull Leipzig geliehen. Der FCS möchte den 21-jährigen Keeper gerne halten, was sich nicht so einfach darstellt, da Schreibers Vertrag in Leipzig im Juni 2025 endet und somit eine Verlängerung der Leihe aktuell nicht möglich ist.

Damit geht Ihr wieder bestens informiert in den Dienstag. Sechzger.de wünscht Euch einen schönen Tag.

TSV 1860 – Preußen Münster (1:2), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse der bitteren aber verdienten 1:2-Niederlage unseres TSV 1860 München gegen den SC Preußen Münster. Im Regen von Giesing konnte der TSV 1860 gegen aggressive Münsteraner nicht stark genug dagegenhalten, um am Ende etwas Zählbares zu verbuchen.

TSV 1860 München – SC Preußen Münster endete mit einer – leider – verdienten Niederlage der Hausherren am Samstag Nachmittag. Dem 4-4-2, das Münster seit der Winterpause in fast allen Spielen zu Beginn auf den Platz stellt, entgegnete der TSV 1860 mit einem 4-2-3-1, bei dem Phillipp Steinhart den verletzten Manfred Starke im defensiven Mittelfeld ersetzte und Michael Glück für Verlaat in die Innenverteidigung rückte.

Münster setzte wie erwartet von Beginn an auf Angriffspressing, ließ damit bis Spielende, wenn sich die Löwen im Aufbau befanden, auch kaum nach, und dominierte so vor allem die erste Halbzeit gegen eine Sechzgermannschaft, die das Positionsspiel von Münster abgesehen von der Schlussphase nach dem zweiten Münsteraner Treffer extrem tief stehend erwartete. Da die Löwen sich kaum derart aus der eigenen Hälfte befreien konnten, dass der jeweilige Angriff gefährlich ins letzte Drittel der Münsteraner vorgetragen hätte werden können, bekam Münster das Heft des Handelns immer besser in die eigenen Hände. Am deutlichsten zeigt sich das am Schussverhältnis – dazu aber weiter unten mehr.

Nachdem Münster in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit in Führung gegangen war und die Sechzger ihrerseits etwa zehn Minuten nach Wiederanpfiff ausgleichen konnten, versetzte Münster den Löwen in der 69. Minute den Todesstoß. Als das 1:2 gefallen war, konnten die Sechzger nicht mehr wirklich nachlegen. Und bis auf eine Chance durch Guttau und einen Alibischuss von Zejnullahu aus etwa 30 Metern kam vom TSV 1860 München im Spiel gegen den SC Preußen Münster in der Schlussphase kein erfolgreicher Abschluss mehr zustande.

Bevor wir uns der Analyse widmen, wie immer zunächst die wichtigsten statistischen Werte des Spiels.

Statistische Werte der Partie TSV 1860 – Preußen Münster

  • Ballbesitz: TSV 1860 50% – SCP 50%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 74% – SCP 79%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 70% – SCP 62%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 7/3 – SCP 13/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860: 11,62 – SCP 6,00

Analyse der Statistischen Werte

Ballbesitz (50% -50%)

Häufig sprechen wir ja über Phasen im Spiel, in denen sich so ausgeglichene Werte unterschiedlich darstellen, diesmal ist dies, was die erste Halbzeit anbelangt, nicht der Fall. Der Ballbesitz war in allen Phasen der ersten Halbzeit zwischen den beiden Teams absolut ausgeglichen. Allerdings war es auch so, dass die Sechzger mit dem eigenen Ballbesitz gegen das aggressive Angriffspressing mit dem eigenen Aufbau etwas überfordert waren und so viele Ungenauigkeiten zu frühen Ballverlusten weit vor dem letzten Drittel der Gäste führten. Während die Sechzger vor der Pause 39 solcher Ballverluste hinnehmen mussten, waren es bei Münster lediglich 19 Ballverluste im Mittelfeld oder dem eigenen letzten Drittel.

Münster hatte also in der ersten Spielhälfte mehr Ballbesitzphasen von kürzerer Dauer und die Löwen längere Ballbesitzphasen, aber insgesamt eine geringere Anzahl derselben.

In der zweiten Hälfte verschiebt sich dieses Bild ein wenig hin zu einem Spiel auf Augenhöhe für beide Teams. Insgesamt waren die Münsteraner aber das giftigere Team und durch diese Aggressivität der Gäste hatten die Löwen, die damit vor allem im eigenen Aufbau immer ein wenig überfordert schienen, nach vorne zu wenig zwingende Aktionen, um mit der momentan leider zu wenig vorhandenen Durchschlagskraft in der gegnerischen Box mehr als nur das eine Tor zu erzielen.

Passgenauigkeit (74% – 79%)

Speziell in der ersten Spielhälfte ließ die Passgenauigkeit der Sechzger stark zu wünschen übrig. Befeuert durch das aggressive Anlaufen der Mannschaft des SC Preußen Münster agierten die Spieler des TSV 1860 München beim Aufbau immer wieder hektisch und verloren so oft schon nach dem auslösenden Pass aus der Abwehrreihe heraus wieder die Kugel an die Gäste. Das führte dazu, dass mit zunehmender Spieldauer immer häufiger lange Abschläge das Mittel der Wahl beim Aufbau wurden. Dieser Weg war aber vor allem deshalb wenig effektiv, weil Münster häufig ein Mittel fand, spätestens den zweiten Ball für sich zu behaupten. Die gute Staffelung der Münsteraner half den Gästen hier immer wieder, das Spiel in die andere Richtung zu lenken und so blieb der TSV 1860 München in der ersten Halbzeit unter Dauerdruck der Preußen, hielt diesem aber bis in die Nachspielzeit, wo Münster dann leider doch traf, gut stand.

In der zweiten Hälfte der Partie veränderte sich die Passgenauigkeit auf Seiten der Löwen positiv. Man verzeichnete zwölf Fehlpässe weniger als der Gegner, spielte genauer und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ab Wiederanpfiff über den Ausgleich hinweg bis zum erneuten Gegentor in der 68. Minute war der TSV 1860 München leicht im Vorteil.

Nach dem zweiten eigenen Treffer spielte Münster dann abgeklärt, ließ die Kugel in vielen Situationen gut zirkulieren. Auch scheuten sich die Adlerträger nicht, das Spiel beizeiten zu verzögern, indem sie immer mal wieder hintenrum und auf Sicherheit bedacht agierten. Der TSV 1860 fand dann keinen Hebel mehr, um über längere Phasen so in die Partie zurückzukommen, dass Münster wirklich starken Druck hätte aushalten müssen.

Defensive Zweikampfquote (70% – 62%)

Auf den ersten Blick möchte man sofort zu jubeln beginnen. Die im Vergleich zu den letzten Spielen nach oben geschnellte Quote bei den Zweikämpfen gegen den Ball braucht man aber jetzt nicht zu euphorisch beklatschen. Leider muss ich euch enttäuschen, liebe Leser. Grundsätzlich war das natürlich keine schlechte Ausbeute und auch keine schlechte Performance. Allerdings befinden wir uns nach wie vor in der 3. Liga und hier entscheiden oft die Bissigkeit und Aggressivität gegen den Ball. Nach wie vor ist unsere Zweikampffrequenz für meinen Geschmack etwas zu niedrig.

Mit 1,68 Defensivduellen pro Minute gegnerischem Ballbesitztes verbesserten sich die Löwen bei diesem Wert zwar stark, sind aber immer noch nicht da, wo man sein sollte – vor allem dann, wenn der Gegner hauptsächlich im Mittelfeld und im letzten Drittel der Sechzger die Kugel führt. Münster geht hier mit einem Wert von 2,14 geführten Zweikämpfen pro Minute gegen Sechzger, die deutlich seltener ins letzte Drittel der Münsteraner kamen, viel aggressiver zu Werke. Somit ist die bessere Zweikampfquote im Vergleich zur absoluten Zahl das Papier nicht wert, auf dem sie steht.

Am Ende konnte Münster also deutlich mehr Zweikämpfe gegen den Ball gewinnen als die Löwen. Da Münster insgesamt mehr Zweikämpfe geführt hat, ergibt sich lediglich bei der Quote ein schlechteres eigenes Verhältnis zwischen gewonnenen und verlorenen Defensivduellen.

Auch das Stellungsspiel der Münsteraner gegen den Ball war insgesamt besser. Mit 15% mehr abgefangenen Pässen seitens der Gäste hatten die Sechzger auch in dieser Kategorie das Nachsehen und hier tatsächlich in beiden Spielhälften gleichermaßen.

Schüsse/aufs Tor (7/3 – 13/4)

Hier wird das Dilemma der Löwen im Spiel TSV 1860 München – SC Preußen Münster am deutlichsten. In der ersten Halbzeit schossen die Sechzger lediglich ein Mal in Richtung Tor der Münsteraner. Greilingers Schuss aus ca. sieben Metern wurde jedoch geblockt und so zu keiner Gefahr für Schulze Niehues.

Im gleichen Zeitraum feuerten die Gäste sieben Schüsse ab. Damit durchdrangen sie die Abwehr insgesamt sechs Mal. Lediglich der Versuch von Mrowca in der 7. Minute konnte von der Defensive der Löwen abgeblockt werden.

Nach dem Pausentee ergibt sich auch hier wieder ein ausgeglichenes Bild. Beide Teams hatten gleich viele Abschlüsse, mit der etwas höheren Schussgenauigkeit auf Seiten der Löwen. Bei Lakenmachers Versuch in der 68. Minute rettete der Keeper die Münsteraner vor dem zweiten Gegentreffer. Schießt Lakenmacher hier etwas platzierter, gehen die Sechzger vermutlich in Führung.

Hätte, hätte, Fahrradkette… eine gute Minute später versenkten die Gäste die Kugel zum 1:2-Endstand.

Wieder einmal ist es so, dass die bessere Chancenqualität pro Schuss im Schnitt auf Seiten der Sechzger zu finden war, das Glück beim Abschluss jedoch die Gäste hatten.

PPDA (11,62 – 6,00)

Hier haben wir über fast die gesamte Partie bei beiden Teams gesehen, dass das zu Beginn ausgegebene Muster fürs Pressingverhalten beibehalten wurde. Sascha Hildmann hatte mit seinem aggressiven Ansatz das richtige Mittel, damit Münster in der aktiveren Rolle bleibt.

Erst nach dem erneuten Führungstreffer der Münsteraner wurde Sechzig bei den Bemühungen aktiver, das Aufbauspiel der Gäste früh zu stören. Das änderte in der Schlussphase aber nur noch wenig. Münster verlor trotz höherem Pressingdruck der Sechzger die Kugel in der Schlussviertelstunde nur noch ganze drei Mal in der eigenen Spielfeldhälfte und sechs Mal in den sogenannten pressingrelevanten Zonen.

Die Tore

Hier könnt ihr Euch die Tore und weitere Highlights noch einmal ansehen.

Entscheidend war der Treffer zum 1:2 aus Löwensicht durch Bouchema in der 69. Minute.

Die Entstehung dieses Treffers ist mehr als bitter. Zu viele Löwen könnten diesen Angriff nach Greilingers Ballverlust tief in der Hälfte der Münsteraner eigentlich noch unterbinden. Am sinnvollsten wäre möglicherweise ein taktisches Foul gewesen. Kurz bevor der Ball von Mrowca über die Mittellinie getrieben wird, agiert Zwarts zu zaghaft.

Danach kann Mrowca auf die rechte Seite aus Münsteraner Sicht ausweichen und den Angriff mit einem kurzen Abspiel fortsetzen. Weitere zwei Stationen später kommt wieder Mrowca unbedrängt in der halblinken Position etwa 25 Meter vor der Torauslinie in Ballbesitz. Er spielt das Leder steil in die Schnittstelle. Hinter der Abwehrkette der Löwen kommt dann Grodowski an die Kugel, der das Leder verarbeiten kann und Kwadwo entkommt. Grodowski flankt die Kugel ins Zentrum. Dort kommt Batmaz unbedrängt zum Kopfball. Er leitet den Ball weiter zu Böckle, der kurz bevor Schröter stören kann, steil auf Lorenz ablegt. Lorenz’ Schuss kann Hiller, weil Ludewig diesen Versuch des Münsteraner Kapitäns abfälscht, nur mit dem Fuß parieren. Das Leder fällt Bouchema vor die Füße und der schiebt zum 1:2-Endstand ein.

Fehlerkette

Abgesehen von dem möglicherweise klugen taktischen Foul, das begangen hätte werden können, müssen bei diesem Angriff auch andere Spieler der Sechzger entschiedener in die sich bietenden Zweikampfsituationen gehen. Guttau auf der linken Seite hätte zweimal die Chance gehabt einzugreifen. Kwadwo darf Grodowski nicht in seinem Rücken davonkommen lassen. Dass Batmaz im Strafraumzentrum unbedrängt per Kopfball verlängert, sollte ebenfalls nicht passieren. Dass Böckles Vorlage vor dem Schuss von Lorenz zustande kommt, ist aufgrund der starken Verdichtung im Strafraumzentrum noch am geringsten zu bemängeln. Ludewig für den Versuch, Lorenz’ Schuss zu blocken, zu kritisieren, ist nicht nachvollziehbar. Und wer Hiller hier einen Vorwurf macht, der sollte besser die Sportart wechseln…

Das fiel auf

Marco Hiller

Marco Hillers starke Leistung, mit der er die Sechzger vor allem in der ersten Halbzeit in einigen Situationen im Spiel hielt, muss gelobt werden. Mit vier Paraden bei sechs Schüssen, die auf seinen Kasten kamen, und zwei Gegentreffern, bei denen er absolut machtlos war, läuft jede Kritik, die das Torwartspiel betrifft, ins Leere.

Defensive Aggressivität

Die defensive Aggressivität war zwar grundsätzlich vorhanden. Allerdings ist es auch so, dass der Gegner, was die Anzahl der geführten Defensivzweikämpfe betrifft, deutlich im Plus war. Hier müssen es die Sechzger in den verbleibenden Spielen schaffen, nicht unbedingt erfolgreicher, aber giftiger und somit für den Gegner unangenehmer zu werden. Oft kommt, auch wenn man einen Defensivzweikampf verliert, im Anschluss durch eine erfolgreiche Folgeaktion eines Mitspielers gegen den Ballführenden, der dann durch die Aktion zuvor aus dem Rhythmus ist, die gewünschte Balleroberung zustande. Die Zweikampfquote und deren Aussagekraft hängt immer auch mit der Zweikampfintensität gegen den Ball zusammen. Die muss nicht unbedingt höher, aber meiner Meinung nach zumindest gleichwertig sein als die des Gegners. Damit drückt man dann einem Spiel eher seinen Stempel auf, als wenn man da zu passiv ist.

Durchsetzungsvermögen in der gegnerischen Box

Bei 31 in die gegnerische Box gespielten Bällen seitens der Löwen konnten die Sechzger dort lediglich vier Ballkontakte im Zentrum vor dem Kasten der Münsteraner verwirklichen. Keinen einzigen davon im Fünfmeterraum. Das ist in leider zu wenig und mit ein Grund, warum die Chancenhäufigkeit dem Durchschnittswert in der Liga hinterherhinkt.

Chancenqualität

Die Chancenqualität dagegen ist zu loben. Leider haben wir hier oft nicht das Quäntchen Glück, um den ein oder anderen Treffer mehr zu erzielen. Könnten die Sechzger pro Spiel im Schnitt zwei Chancen mehr mit gleicher Durchschnittsqualität herausspielen, muss man davon ausgehen, dass keines der letzten drei Spiele verloren worden wäre.

Fazit

Am Ende haben die Sechzger verdient verloren. Vor allem deshalb, weil die Aggressivität gegen den Ball nicht auf dem Level war, mit dem man einer Mannschaft wie Münster in der derzeitigen Form begegnen muss. Und auch weil im Spiel nach vorne die rar gesäten Möglichkeiten, die sich bieten, zu oft vergeben werden, oder wegen fehlender Präzision beim letzten Pass gar nicht erst zustande kommen.

Es fehlt offensiv bei manchen Spielern die Ruhe und Abgeklärtheit. In manchen Situationen gegen den Ball fehlt die nötige Giftigkeit ohne gleich unfair zu spielen. Man sollte vielleicht auch darüber nachdenken, ob nicht das ein oder andere kleine Foul mehr, vor allem im Mittelfeld, gezogen werden sollte.

In den letzten drei Spielen haben die Gegner rund 30% mehr Fouls auf dem Konto als unsere Sechzger. Bei insgesamt 18% weniger Ballbesitz als der Gegner in diesen drei Spielen bedeutet das, dass unsere Sechzger 50% seltener Foul pro Minute gegnerischem Ballbesitzes spielen als die Gegner im Schnitt. Ich will nicht zu einer absichtlich unfairen Spielweise aufrufen – das liegt mir fern. Etwas mehr Härte täte den Löwen in manchen Situationen jedoch sicherlich gut, um sich etwas mehr Respekt beim Gegenspieler zu verschaffen. Am Ende der Saison die Fairnesstabelle anzuführen, schaut zwar gut aus, ist aber irrelevant.

Jetzt haben unsere Löwen zwei Wochen Zeit, um sich wieder aufs Gleis zu stellen. Hoffen wir, dass sich das Lazarett in der Defensive bis dahin lichtet. In Freiburg wieder mit voller Kapelle anreisen zu können, wäre wünschenswert, um dort wichtige drei Punkte gegen erstarkte Breisgauer zu holen.

Datenquelle: Wyscout

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 III & IV mit Niederlagen

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sv münchen west tsv 1860 iii

Erste, Zweite, Dritte, Vierte – alle verloren! Das vergangene Wochenende geht sicherlich nicht als Highlight in die Historie der Löwen ein. Nach dem 1:2 der Profis mussten auch die U21 sowie der TSV 1860 III und IV enttäuschende Niederlagen einstecken. Positives gibt es hingegen von den Löwinnen, aus dem NLZ und vom Futsal zu berichten.

TSV 1860 III & IV mit Niederlagen

Eine empfindliche Niederlage musste die Dritte im Aufstiegskampf einstecken. Auf ungewohntem Geläuf (siehe Titelbild) unterlag der TSV 1860 III beim SV München West in Unterzahl mit 0:2 und rutschte in der Tabelle auf Platz 4 ab.

Auch für die 4. Mannschaft der Löwen gab es am Sonntag nichts zu holen. Sie unterlag den Münchner Kickers mit 2:3 (Tore: Ersan Zeybek/11m, Elias Lodahl), liegt aber noch auf Rang 2 des Kreisklassen-Klassements.

Deutlich erfreulicher lief es im NLZ: Während die U15 gegen die Seitenstraßler ein 1:1 erreichte, siegte die U14 mit 5:2 auf dem FC Bayern Campus. Die U13 musste eine knappe 1:2-Niederlage im Derby einstecken.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 15.03.

17.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U17 4:3 (in Gaimersheim)
19.00 Uhr: FC Türk Spor Garching – Senioren B 2:5
19.00 Uhr: U19 – Wisconsin College 1:1
20.00 Uhr: SG Neuried/Pasing/Laim – Senioren C 0:0

Samstag, 16.03.

09.30 Uhr: U9 – SV Mammendorf U10 16:1
11.30 Uhr: U15 – FC Bayern München 1:1
13.00 Uhr: FC Bayern München – U14 2:5
14.00 Uhr: Profis – Preußen Münster 1:2
15.00 Uhr: FC Bayern München – U13 2:1
15.00 Uhr: Löwinnen II – SG Taufkirchen/Kirchberg 1:1
17.30 Uhr: Löwinnen I – SG Polling/Mühldorf 7:0
18.00 Uhr: Futsal – Futsal Nürnberg 5:4

Sonntag, 17.03.

09.45 Uhr: U12 – TSV 1860 Rosenheim U13 4:2
10.00 Uhr: SG Aschheim/Dornach U10 – U9 1:7
10.00 Uhr: FC Augsburg – U11 1:10
11.00 Uhr: SV München West – Dritte 2:0
12.00 Uhr: SV Waldeck-Obermenzing U11 – U10 2:13
12.00 Uhr: U16 – FC Memmingen U17 0:1
13.45 Uhr: Münchner Kickers – Vierte 3:2
14.00 Uhr: Türkspor Augsburg – U21 3:2
15.00 Uhr: TSV 1909 Gersthofen – Löwinnen U17 0:3

Die U15 erreichte gegen den FC Bayern ein respektables 1:1

Sechzig um Sieben: Dritte Niederlage in Folge für den TSV 1860

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Sieg in Geiselbullach, Fotogalerie ist jetzt online! Sechzig im Sieben

Mit einem denkbar ungünstigen Gefühl gehen die Löwen in die bevorstehende Länderspielpause. Niederlage reiht sich an Niederlage, der TSV 1860 München konnte nun drei Spiele in Folge keine Punkte erzielen. Auch bei den weiteren Teams in weiß und blau lief es am Wochenede nicht wirklich besser. Neben allen News von der Grünwalder Straße gibt es zum Start in die Woche auch einen Blick auf die Konkurrenz in der 3.Liga.

Fotogalerie und PK nach der Niederlage gegen Münster

Den Kopf in den Sand stecken wird Argirios Giannikis sicherlich nicht und dennoch: die dritte Niederlage in Folge für den TSV 1860 München hat die Gefühlswelt bei den Löwenfans umgekehrt. Nach der langen Phase ohne Niederlage und mit vielen Siegen gab es in den letzten Wochen nun einen deutlichen Dämpfer. Giannikis analysierte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel die vorherigen 90 Minuten und haderte unter anderem mit einer schwachen ersten Halbzeit seiner Elf. Die anstehende Länderspielpause werde man nun nutzen und in Ruhe weiterarbeiten.

Außerdem gab es in der Fotogalerie die besten Eindrücke vom Heimspiel am vergangenen Samstag.

Giesinger Gedanken nach der nächsten Niederlage für den TSV 1860

Was hat eine Jacke mit der Leistung der Löwen am 30.Spieltag zu tun? Diesen beiden doch eigentlich sehr unterschiedlichen Themen verknüpft Thomas Enn gewohnt gekonnt in seinen Giesinger Gedanken. So kann man die Niederlage am Wochenende dennoch mit einem kleinen Schmunzeln abhaken. Wobei abhaken ja nicht ganz stimmt: heute abend im sechzger.de Talk wird die Partie natürlich wieder ausführlich analysiert.

TSV 1860 U21 mit der nächsten Niederlage

Auch bei der Mannschaft von Frank Schmöller läuft es einfach nicht. Trotz Unterstützung von den Profis (Schmid, Muteba, Sür und Cocic) verlor die U21 des TSV 1860 München am Wochenende erneut. Gegen Türkspor Augsburg setzte es eine 2:3-Niederlage. Dabei gingen die Gastgeber zunächst in Führung, Zimmermann konnte allerdings kurz vor dem Halbzeitpfiff für die Löwen egalisieren. Nach dem Seitenwechsel brachte Neziri den TSV 1860 dann in Front, doch Augsburg traf noch zwei weitere Male und sicherte sich somit einen Heimsieg.

Dritte und Vierte unterliegen jeweils

Tatsächlich blicken alle vier Herrenmannschaften auf null Punkte am Wochenende zurück. Der TSV 1860 III unterlag auf Roter Erde dem SV München West mit 0:2. Dafür sorgte ein Doppelschlag rund um die 60.Minute. Geschwächt wurden die Löwen durch eine Rote Karte in der 41.Minute, wodurch sie einen Großteil der Partie in Unterzahl bestreiten mussten. Die Vierte traf in der Kreisklasse zumindest das Tor der Gegner, für Zähler reichte das allerdings ebenfalls nicht. Mit 3:2 gewannen die Münchner Kickers schlussendlich gegen die Löwen.

Straßer beim Finale noch einmal auf dem Podium

Ski-Löwe Linus Straßer hat seine tolle Saison in Saalbach-Hinterglemm noch einmal veredelt und landete beim letzten Weltcup-Einsatz auf dem 3.Platz. Timon Haugan feierte seinen ersten Sieg überhaupt, zweiter wurde Manuel Feller. Straßer beendet die Saison auf Platz 2 der Slalom-Spezialwertung und kann damit absolut zufrieden sein. Der Skilöwe freute sich vor allem auch darüber, dass er unabhängig von den Schneebedingungen auf den verschiedenen Pisten immer wieder eine gewichtige Rolle spielen konnte.

News aus der 3.Liga

Der 30.Spieltag

Auch nach diesem Wochenende bleibt der SSV Ulm an der Tabellenspitze der 3.Liga. Im Spitzenspiel der 3.Liga kamen sie – wenn auch etwas glücklich – zu einem Punktgewinn beim 0:0 in Dresden. Außerdem verlor Jahn Regensburg überraschend in Lübeck und rutscht daher auf Rang 3 ab. Duisburg (2:0 gegen den Pokal-Halbfinalisten Saarbrücken) und Mannheim (1:0 gegen Bielefeld) sammelten wichtige Zähler im Abstiegskampf. Der nächste Gegner des TSV 1860 München, der SC Freiburg II, verlor erneut nicht und spielte 2:2-Unentschieden gegen den Halleschen FC.

Die Löwen verlieren einen weiteren Platz und liegen jetzt auf Rang 14 mit sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone.

Geldstrafe für den VfB Lübeck

Aus sportlicher Sicht feierte Lübeck am Wochenende einen ganz wichtigen Sieg gegen den SSV Jahn. Auch gegen die Löwen konnte der VfB Ende Januar punkten, 1:1 hieß es nach 90 Minuten. Zu Beginn der Partie zeigte die Heimseite dabei eine große Pyroshow, die nun vom DFB bestraft wurde. Knapp 11.000€ muss der Aufsteiger dafür überweisen.

 

Fotogalerie zu TSV 1860 – Preußen Münster

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Titelbild Tsv 1860 Preußen Preussen Münster Fotogalerie

Nach acht Spielen ohne Niederlage setzte es am gestrigen Samstag für die Löwen die dritte knappe Pleite in Folge. Noch hat Münchens große Liebe ein Polster auf die Abstiegsplätze, nach der Länderspielpause sollte in Freiburg aber mal wieder Punkte her – wird eh schwer genug… Wir präsentieren Euch in unserer Fotogalerie die schönsten Schnappschüsse vom Heimspiel des TSV 1860 gegen Preußen Münster.

Fotogalerie zu TSV 1860 – Preußen Münster

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt. HIER findet Ihr die Tore vom Samstag zudem in der Magenta-Zusammenfassung.

Straßer beim Weltcup-Finale wieder auf dem Stockerl

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Am heutigen Sonntag stand das letzte Rennen des Weltcup-Winters 2023/24 für die Slalom-Spezialistenauf dem Programm. Linus Straßer und Kollegen waren auf dem Zwölferkogel in Saalbach-Hinterglemm bei frühlingshaften Bedingungen im Weltcup-Finale gefordert.

Straßer Zweiter nach dem ersten Durchgang

Linus Straßer ging bei hohen Temperaturen und weichen Schneebedingungen mit der optimalen Startnummer 1 ins Rennen. Der Skilöwe legte eine tadellose Fahrt in den Saalbacher Sulz, bei der es lediglich zu kritisieren gab, dass er etwas zu wenig Speed mit ins das Flachstück vor der Ziellinie mitnahm. So konnte der Norweger Timon Haugan Straßer die Bestzeit noch um 0,15 Sekunden entreißen. Der Schweiter Loic Meillard folgte auf Rang bereits mit einer halben Sekunde Rückstand. Sebastian Holzmann, der sich neben Straßer als zweiter DSV-Läufer für das Weltcup-Finale qualifizieren konnte, beendete den ersten Lauf als letzter klassierter Fahrer auf Rang 23.

Holzmann scheidet aus

Daher durfte Holzmann den zweiten Durchgang eröffnen. Er fädelte allerdinsg bereits nach wenigen Fahrsekunden ein und konnte die guten Pistenbedingungen des Startfahrers nicht für sich nutzen. Das gelang dem US-Amerikaner AJ Ginnis, der nach Holzmann ins Rennen ging, und lange in Führung lag. Die weiteren Fahrer standen teilweise mit ratlosen Gesichtern im Ziel, da sie auf der sulzigen Piste ohne erkennbare Fehlern teilweise große Rückstände aufwiesen.

Straßer am Ende Dritter

Als Straßer als Vorletzter ins Rennen ging, lag der bereit feststehende Slalom Weltcup-Sieger Manuel Feller (AUT) in Führung. Im oberen Teil zeigte der Skilöwe seinen gewohnt sicheren und gefühlvollen Fahrstil. Leider rutschte er im mittleren Teil auf dem schmierigen Schnee leicht weg und verlor die entscheidenden Hundertstel. Im Ziel fehlten ihm trotz des gravierenden Fehlers nur 4 Hundertstel auf Feller. Timon Haugan ließ sich danach trotz eines Fehlers im Mittelteil den Sieg nicht mehr nehmen und gewann an Ende vor Feller und Straßer. Im Ziel vergoss der Norweger Tränen der Freude über seinen allerersten Weltcup-Sieg.

Straßers erfolgreichste Saison

Damit beendet Straßer die Weltcup-Saison auf dem 2. Platz in der Slalom-Spezialwertung, was seine beste Weltcup-Saison Platzierung bedeutet. Auch durch das Double in den Kalssikern von Kitzbühel und Schladming hat der Skilöwen seine bisher erfolgreichste Saison hinter sich. Sechzger.de gratuliert zur tollen Saison und hofft auf eine erfolgreiche Saison 2024/25. Dann findet die Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm statt. Eins von Straßers Saisonzielen dürfte jetzt schon sein, dort eine WM-Medaille zu gewinnen.

Giannikis auf PK: “Weiter sachlich arbeiten mit der Mannschaft”

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Giannikis: Nicht unser Ansprich Trainer 1860
Giannikis: Nicht unser Anspruch

Ein sichtlich enttäuschter Argirios Giannikis zeigte sich auf der Pressekonferenz nach der Heimniederlage gegen Preußen Münster vor allem mit der Leistung vor der Pause unzufrieden. Dennoch werde er in der Länderspielpause “weiter sachlich arbeiten mit der Mannschaft, um die Ergebnisse zu erzielen, die wir brauchen”.

Ärgerliches Gegentor zum 1:2

Man habe sich “viel vorgenommen” und wollte “mutig agieren”, so Giannikis zu Beginn seiner Ausführungen. Leider sei davon wenig zu sehen gewesen, weil man “schnell die Bälle verloren” habe, wie der enttäuschte Trainer konstatierte. Münster sei vor allem über Standards gefährlich geworden und sei nach einer Ecke in Führung gegangen, bei der man “mal wieder nicht gut verteidigt” habe.

Nach der Pause kam man gut ins Spiel und zum Ausgleich und verpasste durch Lakenmacher die Chance zur Führung. Anschließend habe Münster “wieder mehr Kontrolle vom Spiel übernommen” und man habe ein sehr “ärgerliches Gegentor” bekommen, fasste Giannikis das weitere Geschehen zusammen. Zwar attestierte der Coach seiner Mannschaft, dass sie sich aufgebäumt habe, finale Chancen seien jedoch Mangelware gewesen, da man “zu umständlich gespielt” habe.

“Weiter sachlich arbeiten mit der Mannschaft”

Als Lehre aus den drei knappen Niederlagen gegen Ulm, Dresden und Münster nimmt Giannikis die Erkenntnis mit, dass man stets konkurrenzfähig gewesen sei und es immer Phasen gegeben habe, um das Ergebnis auch anders zu gestalten.

Der bevorstehenden Länderspielpause sieht der Trainer als Möglichkeit, die vergangenen intensiven Wochen aufzuarbeiten. Man werde “die Ruhe bewahren, weiter sachlich arbeiten mit der Mannschaft, um die Ergebnisse zu erzielen, die wir brauchen”.

Bild: CR Fotos

Giesinger Gedanken nach der Niederlage gegen Münster: Was meine Jacke mit Sechzig zu tun hat

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Als Fan des TSV 1860 München hatte man einen nicht ganz leichten Tag zu überstehen gestern. Während der ersten Hälfte machte der Himmel die Schleusen auf und das Publikum in der Westkurve wurde auf die Wasserundurchlässigkeit seiner Oberbekleidung getestet. Meine Jacke verhielt sich da wie Sechzig: sie hielt lange dagegen, war aber am Ende doch machtlos gegen einen überlegenen Gegner.

Münster und der Regen greifen an

Der immer stärker fallende Regen im ersten Durchgang stellte die Wasserdichtigkeit meiner Jacke zunehmend auf die Probe. Genauso wie Münster mit wohlorganisierten Angriffen die Abwehr der Löwen. Die Münsteraner erhöhten den Druck auf das Tor von 1860 zunehmend. Nach zwei Lattentreffern ging Preußen Münster dann unmittelbar vor dem Pausenpfiff mit 1:0 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt sickerte auch das erste Wasser durch meine Jacke. Nach der Pause ließ der Regen etwas nach und analog zur weniger eintretenden Feuchtigkeit läutete 1860 die einzige Druckphase des Spiels ein. Diese krönte Joel Zwarts durch einen schönen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1.

Erste verdiente Niederlage unter Giannikis

Als dann der Regen wieder einen Gang hochschaltete, taten es ihm die Preußen auf dem Rasen gleich. Und exakt wie meine Jacke hatte die Defensive von Sechzig dem Gegner nichts mehr entgegen zu setzen. So erzielte Münster in der 69. Minute das 2:1 und genauso wenig wie ich in meiner Jacke eine Chance auf Trocknung hatte, erging es Sechzig auf dem Rasen. Null Chance auf den erneuten Ausgleich. So mussten wir gestern die erste wirklich verdiente Niederlage unter Giannikis mitansehen.

Frieren auf Giesings Straßen

Zum Glück hörte es nach dem Spiel auf zu regnen und wir begaben uns durchnässt zum Grünspitz, um das Gesehene zu diskutieren. Wir waren uns alle einig, dass Sechzig gestern zum ersten Mal unter Giannikis keine Top-Leistung abgerufen hatte und verdient verloren hatte. Leider wehte nach wie vor ein böiger Wind durch Giesing und wir suchten Unterschlupf im Bamboleo, was leider schon geschlossen hatte. Über das Schau ma moi, das natürlich im Innenraum auch zum Bersten gefüllt war, landeten wir schließlich in der hintersten Ecke des Tosto, die uns Wärme, Getränke und einen Snack nach dem Spiel versprach. Mit zunehmender Wärme stieg unsere Laune und wir hatten eine noch eine lustige Runde.

In Freiburg muss jetzt was geholt werden

Etwas ernster wurde es immer, wenn es um die Löwen ging. Nach den acht ungeschlagenen Spielen stehen nun drei Niederlagen am Stück zu Buche. Sechzig hatte sicherlich Pech, dass sie mit Ulm, Dresden und Münster möglicherweise die drei aktuell stärksten Teams der Liga in Folge zum Gegner hatten. Wichtig wird jetzt sein, dass 1860 in Freiburg etwas holt. Auf den ersten Blick sollte das beim Tabellenletzten machbar sein. Aber man darf Freiburg II nicht unterschätzen. Von den letzten fünf Spielen gewann Freiburg II drei, holte ein Unentschieden und verlor nur ein Mal. Damit holten sie in den letzten fünf Spielen 10 ihrer bisher 20 Punkte. Zum Vergleich: Sechzig holte in den letzten 5 Spielen ganze 6 Punkte. Freiburg ist also alles andere als eine “g’mahte Wies’n”. Mit der vierten Niederlage dürfte dann auch spätestens wieder das Rumoren im Blätterwald beginnen und der Vorsprung auf Rang 17 könnte auf vier Punkte schmelzen. Dann wird’s für 1860 so ungemütlich wie mir in meiner durchnässten Jacke. Das sollte unbedingt vermieden werden!