Sechzig um Sieben, heute mit dem Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V., der Vizepräsident Sitzberger das Vertrauen entzogen hat und weiteren Themen.
Verwaltungsrat entzieht Vizepräsident Sitzberger das Vertrauen
der Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e. V. hat Vizepräsident Hans Sitzberger nach eingehender Untersuchung, persönlicher Anhörung sowie differenzierter Auseinandersetzung mit den Einzelheiten, darüber informiert, dass das Kontrollgremium des Vereins ihm das Vertrauen entzieht.
Der Beschluss zum Vertrauensentzug fiel einstimmig. Mit seiner Entscheidung reagiert der Verwaltungsrat unter anderem auf schwerwiegende Indiskretionen im Zusammenhang mit vertraulicher Korrespondenz innerhalb des Präsidiums.
Der Entzug des Vertrauens hat noch keine Abberufung zur Folge. Eine solche ist nur durch die Mitgliederversammlung möglich.
Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e. V.
“Abendzeitung” veröffentlicht unverschickte Mails aus dem Präsidiumskreis
Gestern vor 21 Jahren: Schroth trifft drei Mal gegen Rostock
In der bislang vorletzten Saison des TSV 1860 in der 1. Bundesliga traft Markus Schroth am 25.01.2003 gleich dreifach, als die Löwen bei Hansa Rostock zu Gast waren. Am Ende siegte das Team von Peter Pacult mit 4:1. Die Saison wurde auf Platz 10 beendet.
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114
Der Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. hat in einer Stellungnahme dem Vizepräsidenten Hans Sitzberger öffentlichkeitswirksam das Vertrauen entzogen.
Verwaltungsrat des TSV 1860 entzieht Vizepräsident Hans Sitzberger das Vertrauen
Begründet wird dies mit schwerwiegenden Indiskretionen im Zusammenhang mit vertraulicher Korrespondenz innerhalb des Präsidiums.
Eine Abberufung Sitzbergers stellt dies laut Verwaltungsrat nicht dar. Diese ist ausschließlich durch die Mitgliederversammlung möglich.
der Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e. V. hat Vizepräsident Hans Sitzberger nach eingehender Untersuchung, persönlicher Anhörung sowie differenzierter Auseinandersetzung mit den Einzelheiten, darüber informiert, dass das Kontrollgremium des Vereins ihm das Vertrauen entzieht.
Der Beschluss zum Vertrauensentzug fiel einstimmig. Mit seiner Entscheidung reagiert der Verwaltungsrat unter anderem auf schwerwiegende Indiskretionen im Zusammenhang mit vertraulicher Korrespondenz innerhalb des Präsidiums.
Der Entzug des Vertrauens hat noch keine Abberufung zur Folge. Eine solche ist nur durch die Mitgliederversammlung möglich.
Um Punkte geht es am Wochenende weiterhin nur für die Profis und die Futsaler des TSV 1860. Dennoch werden zahlreiche Teams von Münchens großer Liebe im Einsatz sein. So startet beispielsweise die U21 mit einem Testspiel gegen den TSV Buchbach in die Vorbereitung.
Testspiel der U21 gegen Buchbach
Frank Schmöller ist nach seiner Zeit als Interimscoach bei den Profis zurück bei der U21 und möchte nach der Winterpause an den starken Leistungen der Vorrunde anknüpfen. Mit Platz 4 in der Bayernliga-Tabelle kann man an der Grünwalder Straße mehr als zufrieden sein. Am Sonntag bestreitet die U21 gegen den TSV Buchbach ihr erstes Testspiel im Winter. Nicht dabei: Mansour Ouro-Tagba und Moritz Bangerter, die im Profikader stehen dürften, sowie Kapitän Mason Judge, der die Löwen in Richtung SV Horn (2. Liga Österreich) verließ
Die 4. Mannschaft nimmt am Samstag an einem Hallenturnier in Sauerlach teil und trifft dabei u.a. auf die Reserve des Gastgebers, den SV Pulling und den TSV Gräfelfing.
Die U14 ist beim Hallenturnier des ASCK Simbach im Einsatz und misst sich dort u.a. mit dem Gastgeber, der AKA St. Pölten und der SpVgg Greuther Fürth.
Die U13 nimmt am Budenzauber in Coburg teil, die U12 beim Hallenturnier in Traunreut.
Während die U10 in Gauting im Einsatz sein wird, versucht die U9, ihren Titel beim Hallenturnier in Schlins zu verteidigen. Dabei treffen die jüngsten Löwen in der Vorrunde auf den FC Riedlsheim (Frankreich), den FC Zürich (Schweiz), Gastgeber FC Schlins (Österreich) und die deutschen Vereine Borussia Dortmund und TSV 1899 Blaustein.
Die Löwinnen U17 tritt beim FC Augsburg Women Masters an und trifft dabei u.a. auf die Gastgeberinnen, die SpVgg Greuther Fürth und den FSV Mainz 05.
Auch heute ist die U9 im Einsatz und startet auch in das U10-Turnier des FC Schlins als Titelverteidiger. In der Vorrunde treffen die Junglöwen auf die älteren Gegner vom FC Riedlsheim (Frankreich) und den österreichischen Clubs SCR Altach, SC Göfis und FC Nenzing.
Die U11 nimmt am U12-Hallenturnier des FC Gerolfing teil und trifft dabei u.a. auf den Gastgeber, die JSG Neuburg, den TV 1861 Ingolstadt, den VfB Eichstätt und den FC Hepberg.
Die U12 wird auch am Sonntag in Traunreut im Einsatz sein, die U13 kämpft beim Hallenturnier in Ditzingen um den Titel.
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114
Die Münchner Abendzeitung hat interne Mails des Präsidiums des TSV München von 1860 e.V., die teilweise nicht einmal versendet worden waren, veröffentlicht.
Reisinger erwartete Kündigung von Köllner durch die Geschäftsführung
1860-Präsident Robert Reisinger soll laut der AZ an Günther Gorenzel und Marc-Nicolai Pfeifer Mails mit u.a. folgendem Inhalt entworfen, jedoch nach dem Veto seiner Vizepräsidenten nicht verschickt haben:
“Es erweckt den Eindruck”, soll Reisinger in dem Mailentwurf geschrieben haben, “als würden Sie den Wunsch des Präsidiums, Herrn Köllner zu beurlauben, auf diesem Weg eine Absage erteilen. Nehmen Sie zu Kenntnis, dass wir es Anbetracht der Situation rund um den Trainer Köllner für besser erachten, die nächsten Spiele ohne Trainer oder mit einem Trainer aus dem NLZ an der Seitenlinie zu bestreiten, als den Status quo zu erhalten.”
Zu diesem Zeitpunkt – der TSV 1860 hatte den Auftakt des Kalenderjahres 2023 gerade nach einem intensiven Trainingslager in der Türkei mit 1:3 gegen Waldhof Mannheim verloren – hatten die Löwen in den 9 vorangegangenen Spielen insgesamt magere 8 Punkte geholt und drohten das anvisierte Saisonziel “Aufstieg” aus den Augen zu verlieren.
Im Mail-Entwurf soll Reisinger die Kündigung für Gorenzel und Pfeifer in Aussicht gestellt haben
In besagtem Email-Entwurf, der laut AZ an die angedachten Adressaten nie versandt wurde, soll Reisinger den beiden Geschäftsführern zudem deren Kündigung mit Wirksamkeit zum 30.06.2024 in Aussicht gestellt haben.
“Fühlen Sie sich gekündigt”
Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel, inzwischen zin Kärnten, soll im Mailentwurf wie folgt die Kündigung seines Vertrags in Aussicht gestellt worden sein:
“Sehr geehrter Herr Gorenzel, nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass ich es mittlerweile bedauere, den Wunsch des Mitgesellschafters, Ihnen die Kündigung zum 30.6.2023 bis 31.12.2022 auszusprechen, nicht nachgekommen bin. Fühlen Sie sich also bereits heute zum 30.6.2024 gekündigt. Selbst wenn der Mitgesellschafter wider Erwarten ihre Tätigkeit nicht zu kündigen wünscht, werden wir diese Kündigung kraft unseres Amts und 50+1 aussprechen und durchsetzen.”
sechzger.de als Politikum?
Auch Finanz-Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer sollte sich als zum 30.06.2024 gekündigt erachten. Grund hierfür soll laut AZ die Nicht-Beachtung einer zwischen Präsidium und Pfeifer getroffenen Vereinbarung gewesen sein.
“Sehr geehrter Herr Pfeifer, auch Ihnen gegenüber sprechen wir bereits heute die Kündigung zum 30.6.2024 aus. Hätten Sie uns bereits vor dem 31.1.2022 informiert, dass Sie sich an die getroffene Vereinbarung, die Redakteure des sechzger.de an Spieltags-Pressekonferenzen teilnehmen zu lassen, nicht gebunden fühlen, hätten wir die Kündigung bereits zum 31.12.2022 zum 30.6.2023 ausgesprochen.”
Inhalt der Vereinbarung soll gewesen sein, sechzger.de wieder an der LÖWENRUNDE, der KGaA-Pressekonferenz vor Spieltagen, teilnehmen zu lassen.
Ausschluss von sechzger.de erschien willkürlich und erging nicht aufgrund der Medienrichtlinien des DFB
Da auch die Abendzeitung auf einen genauen Blick in die DFB-Statuten verzichtet zu haben scheint und den Ausschluss von sechzger.de als “formal korrekt” und in Einklang mit den “Drittliga-Statuten des DFB” bezeichnet, sieht sich sechzger.de zu einem kleinen Verbandsrechtsexkurs veranlasst:
Medienrichtlinien gelten nur für Spieltage
Die Medienrichtlinien der “DFB Statuten 3. Liga“, die Presseausweis und Hauptberuflichkeit einfordern, gelten nur für die Spieltagskonferenzen am Spieltag der Profis. Dies belegt die Einordnung des Abschnitts “Akkreditierungen”, welcher sich nahtlos in andere Voraussetzungen für einen Spieltag, wie Kameraanzahl und -Positionen, Mixed-Zone, Presseplätze auf der Tribüne etc. einreiht. Auch hier dürfen übrigens Ausnahmen bewilligt werden (beispielsweise für Fan-Fotografen).
Zudem könnte der DFB selbstveranlasste Pressekonferenzen der teilnehmenden Clubs vor den Spieltagen nur schwer regulieren und hat bzw. hatte dies nicht vor.
Der wahre Grund für den Ausschluss von sechzger.de dürfte der Druck auf die Geschäftsführung durch einen der Gesellschafter gewesen sein, welcher unliebsame Berichterstattung bereits in der Vergangenheit versucht hatte, zu ersticken (BILD: “Auf Befehl des Investors: 1860 sperrt Medien aus”).
Ist eine interne Gremienabstimmung ein Skandal?
Die Investigativabteilung Sport der Abendzeitung rund um die Redakteure Ruben Stark,Matthias Eicher,Krischan Kaufmann und Florian Weiß vermag in den präsidiums-internen Abstimmungen mit Mailentwürfen einen Skandal gewittert zu haben.
Einerseits wird die Art der Kommunikation durch Robert Reisinger absichtlich mit “ohne formellen Gruß” hervorgehoben. Über Art und Weise der Kommunikation rund um den TSV 1860 kann man sich sicherlich streiten, was eine solche Erwähnung bei der Berichterstattung über ein Gremieninternum jedoch erreichen soll, erschließt sich dem Leser nicht.
Andererseits werden nicht versandte Mails – also Mailentwürfe, die dem Gremium zur Abstimmung vorliegen – bereits als Sachverhalt mit Skandalpotential eingestuft.
Dass Reisinger bzw. das Präsidium die Mails schlussendlich aufgrund einer Mehrheitsentscheidung des Präsidiums in Ausübung dessen Geschäftsordnung nicht versandte, dürfte wohl weniger einen Skandal, sondern vielmehr sachliche Gremienarbeit darstellen, bei der es naturgemäß verschiedene Meinungen und somit auch mitunter nicht einstimmige Entscheidungen gibt.
Die eigentliche Frage: wer gab die Mailentwürfe weiter?
Die viel wichtigere Frage, mit welcher sich der e.V. nun beschäftigen dürfte, ist, wie Mailentwürfe aus einem dreiköpfigen Gremium an die Abendzeitung gelangen konnten.
Die Spielzeit 2002/03 fing sportlich genauso bescheiden an wie sie nach 34 Spieltagen endete. Nach dem blamablen Ausscheiden aus dem UI-Cup (0:1 und 0:4 gegen BATE Borisov) verlor der TSV 1860 zum Saisonauftakt in der Bundesliga mit 0:2 gegen Hansa Rostock. Am Saisonende stand trotz (oder wegen) eines Trainerwechsels “nur” Platz 10 zu Buche. Eins der wenigen Highlights setzte die Mannschaft heute vor 21 Jahren zum Rückrundenauftakt beim 4:1-Sieg im Ostseestadion.
Platz 3 nach elf Spieltagen
Zwischenzeitlich hatte es für das Team von Trainer Peter Pacult sogar richtig gut ausgesehen. Nach elf Spieltagen standen die Löwen auf Platz 3 der Tabelle – nur drei Punkte hinter Liga-Primus FC Bayern. Auch zur Winterpause schien die Löwen-Welt noch in Ordnung, mit Rang 6 war man in Giesing nicht unzufrieden.
Zum Rückrundenauftakt reiste der TSV 1860 zum FC Hansa Rostock und wollte sich für die Niederlage im Olympiastadion revanchieren. Dies gewann auf beeindruckende Art und Weise und besonders Stürmer Markus Schroth dürfte die Begegnung in bester Erinnerung behalten haben.
1860 schockt Hansa Rostock früh
Gerade einmal sechs Minuten waren gespielt, als der Angreifer zum ersten Mal jubelnd abdrehte. Remo Meyer hatte Schroth 16 Meter vor dem Tor angespielt und dieser schob die Kugel überlegt zum 0:1 ins lange Ecke. Nachdem Hansa den schnellen Ausgleich verpasst hatte, übernahmen die Löwen wieder die Kontrolle und diesmal war es der aufgerückte Stranzl, der Schroth fand und schon stand es 0:2 (19.). Doch es sollte noch besser kommen!
Nur wenige Sekunden später brachte Weissenberger einen Freistoß zur Mitte und Rodrigo Costa profitierte von einem haarsträubenden Fehler der Rostocker Abwehr. Der erste Brasilianer im Löwentrikot hatte keine Mühe, zum 0:3 zu vollstrecken (20.).
Schroth macht den Unterschied
Recht viel besser hätte es für 1860 kaum laufen können, doch Hansa hatte sich noch lange nicht aufgegeben und spielte mutig nach vorne. Jakobsson verkürzte für Rostock (58.) und leitete die vermeintliche Aufholjagd der Hausherren ein.
Auf der anderen Seite war jedoch auf Markus Schroth Verlass, der in der 71. Minute für die Entscheidung sorgte. Quasi aus dem Nichts kam der Stürmer nach einer Flanke von Weissenberger zum Kopfball und netzte zum 1:4 ein.
Pacult raus, Götz rein
Der weitere Verlauf der Rückrunde war dann jedoch eher unerfreulich und nach einem 0:5 im Derby und einem 0:6 bei Hertha BSC musste Trainer Peter Pacult trotz Platz 8 seinen Hut nehmen. Nachfolger wurde Falko Götz – sicher auch nicht die beste Entscheidung von Präsident Wildmoser. Am Saisonende belegten die Löwen Rang 10 und statt der angestrebten Teilnahme am UEFA-Pokal wurde sogar der UI-Cup verpasst.
Die Aufstellung der Löwen
Am 25.01.2003 schenkte Peter Pacult bei Hansa Rostock folgender Mannschaft des TSV 1860 sein Vertrauen.
Aktuell stellt er die Fußballer des TSV 1860 München in den Schatten. Linus Straßer feierte drei Tage nach seinem Sieg in Kitzbühel auf der Planai in Schladming den nächsten Sieg.
Straßer gewinnt auf der Planai
Unglaublicher Erfolg für unseren Skilöwen! Linus Straßer gewann gestern Abend auf der Planai und feiert damit das Klassiker-Double mit den Siegen in Kitzbühel und Schladming. Der Skilöwe lag bereits nach dem ersten Durchgang in Front. Im zweiten Durchgang fuhr er vor über 40.000 Zuschauern wie auf Schienen ins Ziel und konnte seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Timon Haugan noch ausbauen.
Das 1:1 von Lübeck in der Analyse
Leider konnte 1860 nicht an die starke Leistung gegen den MSV Duisburg anknüfen. Andererseist machten es die Lübecker den Löwen auch ungleich schwerer als die Zebras. Bernd Winninger kommt in der TAKTIKTAFEL zu dem Schluss, dass 1860 in einem zerfahrenen Spiel einen glücklichen Punkt geholt hat. Trainer Giannikis sah das Spiel etwas positiver und bilanzierte, dass der Punkt für 1860 “in Ordnung geht”. Mehr als in Ordnung ging sicherlich der Support der 700-800 mitgereisten Löwenfans, die Sechzig an die Ostsee begleiteten. Die besten Photos aus Lübeck findet Ihr in unserer Photogalerie.
Versuchte Griss Verwaltungsrat Nicolai Walch per Instagram-Screenshot zu diskreditieren?
Über die Verbindungen zwischen den Vertretern der HAM Internation Ltd, Oliver Griss (Betreiber des reichweitenstärksten Blogs im Umfeld von 1860) und anderen Journalisten ist schon viel spekuliert worden. Nun werden die Verbindungen dieser Interessengemeinschaft sichtbar. Im Mittelpunkt steht das Instagram-Profil von Verwaltungsrats-Mitglied Nicolai Walch. Dort erregte ein “dokumentarisch geteilter Aufkleber” mit zwei Comicfiguren und einer Polizeikritischenparole die Aufmerksamkeit von Griss. Sicher ist, dass Griss davon einen Screenshot anfertigte und weitergab. Möglicherweise an HAM-Vertreter Andrew Livingston und den 50+1 kritischen Journalisten Berries Boßmann, der rund um die Jahreswende mehrere HAM-freundliche Artikel publizierte, die teilweise aus geleakten Dokumenten der Korrespondenz des Beirats der Geschäftsführungs-GmbH zitierten. Komischerweise wurde Walch von Livingston und Berries innerhalb kürzester Zeit mit dem Post von 29.07.2023 konfrontiert. Wer glaubt da noch an Zufälle?
News aus der dritten Liga
Ergebnisse der Mittwochsspiele der dritten Liga
Ingolstadt – Münster 1:1
Bielefeld – Ulm 0:2
BVB II – Regensburg 1:0
Sandhausen – Aue 1:0
Haching – Freiburg II 1:0 (Niki Lang verbrachte das komplette Spiel auf der Ersatzbank der Freiburger)
Damit liegt 1860 nach dem 22. Spieltag auf Rang 15 drei Punkte über dem Strich. Durch die vier Punkte der letzten beide Spiel ist der Anschluss an das untere Mittelfeld mit Viktoria Köln und Arminia Bielefeld gelungen, die zwei bzw. einen Punkt vor den Löwen liegen.
Benjamins an Meppen verliehen
Der 21-jährige Stürmer Marvin Benjamins wird von Preußen Münster zum SV Meppen verliehen. Dort soll er Spielpraxis sammeln.
Boland schon wieder im Training
Als Mirko Boland vorgestern Abend den späten 1:1-Ausgleich gegen 1860 erzielte, knallte er unmittelbar danach mit dem Kopf gegen den Pfosten. Den meisten Zuschauern blieb die Luft weg und betreten Stille statt Torjubel legte sich über die Lohmühle. Offenbar sah der Crash schlimmer aus, als er war. Denn bereits gestern nahm Boland schon wieder am Training des VfB Lübeck teil.
Vielleicht können sich ja unsere Fußballprofis ein Beispiel an Linus nehmen und am Sonntag gegen Sandhausen ebenfalls einen Sieg feiern.
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)
Rennen Nummer eins nach Linus’ Triumph in Kitzbühel fand heute Abend auf der Planai statt. Straßer konnte im Jahr 2022 bereits einen Sieg in Schladming feiern. Bei Temperaturen von +6 Grad Celsius und strömenden Regen dominierte Straßer auch auf der Planai und holte das Klassiker-Double.
Straßer mit Bestzeit im ersten Lauf in Schladming
Dem frisch gebackenen Kitzbühel-Sieger gelang im ersten Durchgang von oben bis unten eine fehlerfreie Fahrt. Bei schwierigen äußeren Bedingungen, die dafür sorgten, dass die eigentlich brutsal eisige Piste zunehmend aufweichte, konnte kein anderer Fahrer dem Skilöwen seine Halbzeitführung entreißen. Am nächsten kam Straßer der Norweger Timon Haugan, der nur 0,10 Sekunden Rückstand aufwies. Auf Rang drei klassierte sich der Franzose Clement Noel mit 0,36 Sekunden Verspätung. Aus dem DSV konnte sich außer Straßer nur Sebastian Holzmann für den zweiten Durchgang in Schladming qualifizieren. Der Allgäuer lag mit 2,32 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen auf dem 20. Platz.
Straßer eiskalt zum Klassiker-Double
Im zweiten Durchgang setzte der Regen der Piste weiter zu. Sebastian Holzmann verbremste seine Fahrt ein wenig und belegte am Ende dennoch den 19. Platz, da er von zahlreichen Ausfällen profitierte. Als Straßer als letzter Fahrer an den Start ging, lag Haugan in Führung. Der Skilöwe ging also mit einem Mini-Vorsprung von 0,10 Sekunden auf die Piste. Straßer zeigte vor über 40.000 Zuschauern keinerlei Nervosität und fuhr wie auf Schienen nach unten. Nach der fehlerfreien Fahrt konnte er seinen Vorsprung noch auf 0,28 Sekunden ausbauen. Damit gelang Straßer das äußerst seltene Klassiker-Double aus Kitzbühel und Schladming.
Die Slalom-Fahrer haben jetzt erstmal eine kleine Pause bis zum Rennen in Chamonix am 04.02. Am kommenden Wochende finden in Garmisch zwei Super Gs statt. Wer Interesse hat, mal ein Weltcup-Rennen live an der Strecke zu verfolgen, kann das tun. Es sind noch Tickets verfügbar.
Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse der Partie VfB Lübeck – TSV 1860 München. Am Ende gab es einen Punkt für beide Teams. In einem zerfahrenen Spiel, das von viel Nervosität gekennzeichnet war, trennten sich die Mannschaften glücklich für die Sechzger mit 1:1.
VfB Lübeck – TSV 1860 München, Dienstag, Vorabend des Bahnstreiks, der den Auswärtsfahrern sicherlich bei der Heimfahrt große Probleme bereitete, war ein Spiel zum Abgewöhnen. In einer von vielen Individuellen Fehlern und falschen Entscheidungen geprägten Partie waren die Hausherren den Löwen optisch leicht überlegen. Die Sechzger brachten sich durch Ungenauigkeiten über weite Strecken immer wieder selbst in die Bredouille, Umschaltangriffe der Hausherren verteidigen zu müssen.
Beide Mannschaften kamen im 4-2-3-1 aufs Feld. Die Sechzger hatten offensichtlich den Plan, das Positionsspiel des Gegners mit einer Verschiebung auf 4-4-2 hoch anzulaufen, was vor allem aufgrund der Zerfahrenheit der Partie nur in einer kurzen Phase wirklich zum Tragen kam. Am Ende waren gute oder schlechte Pressingphasen nicht entscheidend für den Spielverlauf, sondern häufige Ballbesitzwechsel im Mittelfeld.
K(r)ampfspiel
Die Qualität des Spiels war von beiden Seiten derart schlecht, dass man sich die Analyse eigentlich sparen möchte. Den Lübeckern muss man zugute halten, dass sie gegen den Ball die einsatzfreudigere Mannschaft waren und insgesamt auch konzentrierter agierten. Dank Marco Hiller gerieten die Löwen nicht schon früh in Rückstand.
Für die Zerfahrenheit in der Partie sorgte auch ein auf beiden Seiten äußerst kleinlich pfeifender Unparteiischer. Er hat sicherlich keine gravierenden Fehlentscheidungen getroffen, aber mit der Art und Weise der Pfeiferei ebenfalls für viele unnötige Unterbrechungen gesorgt, was einen Spielfluss oft gar nicht aufkommen ließ. Im Gegensatz zum Spiel gegen Duisburg pfiff der Schiedsrichter auf beiden Seiten mehr als doppelt so oft Aktionen wegen Foulspiels ab.
In den wenigen Phasen, als unsere Löwen konzentriert im gegnerischen letzten Drittel agierten, hatten die Lübecker alle Hände voll zu tun, um Sechzig in Schach zu halten. Leider konnten die Sechzger diese konzentrierten Phasen nicht in der Häufigkeit und Länge generieren, wie es nötig gewesen wäre, um im Spiel irgendwann dominant zu werden.
Kommen wir nun, wie üblich, zunächst zu den statistischen Werten der Partie.
Statistische Werte VfB Lübeck – TSV 1860
Ballbesitz: VfB 57% – TSV 1860 43%
Passgenauigkeit: VfB 76% – TSV 1860 70%
Defensive Zweikampfquote: VfB 59% – TSV 1860 63%
Schüsse/aufs Tor: VfB 8/4 – TSV 1860 8/1
PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): VfB 9,2 TSV 1860 8,08
Analyse der statistischen Werte
Ballbesitz (57%:43%)
Der höhere Ballbesitz des VfB Lübeck liegt wie so oft an längeren Vorbereitungsphasen im Positionsspiel seitens der Hausherren, die zwar sieben Mal häufiger ihre Positionsangriffe bis ins letzte Drittel des Gegners durchbringen konnten als die Löwen, sich dabei aber im Aufbau deutlich mehr Zeit ließen. Das schlägt sich auch in der Passgenauigkeit nieder. Darum gehen wir heute ohne viel Federlesen zu dieser Rubrik über.
Passgenauigkeit (76%:70%)
Beide Teams haben sich in dieser Rubrik nicht mit Ruhm bekleckert. Nehmen wir Rück- und Querpässe, die im eigenen letzten Drittel erfolgten, aus der Wertung, haben wir nahezu ausgeglichene Werte für beide Teams mit einem leichten Plus (1%) für die Sechzger was gelungene Vorwärtspässe insgesamt anbelangt und deutlichen Vorteilen von über 13% bei Pässen ins letzte Drittel des Gegners.
Nichtsdestotrotz konnten die Löwen das Bollwerk am und im Lübecker Strafraum nie wirklich effektiv durchdringen.
Defensive Zweikampfquote (59%:63%)
Die Quote für die Sechzger bei defensiven Zweikämpfen ist definitiv als gut zu bezeichnen. Die Anzahl der geführten Zweikämpfe in Abhängigkeit vom gegnerischen Ballbesitz hingegen leider nicht. Hier steht es 2,11:1,27 für den VfB. Eine leicht bessere Bilanz was abgefangene Pässe und gewonnene Kopfballduelle anbelangt macht leider das Kraut auch nicht fett. Hier ist in diesem Spiel (wieder einmal) zu wenig direkter Einsatz gegen ballführende Spieler vorhanden gewesen.
Die Frequenz direkter Defensivduelle pro Minute gegnerischen Ballbesitzes muss nach oben kommen. Die Mannschaft muss die ballführenden Spieler der Gegner aggressiver angehen. Das bedeutet nicht, dass man auf Teufel komm raus dauernd die Blutgrätsche auspacken sollte. Generell in den Transitionsphasen von einem Mannschaftsteil in den nächsten, während der gegnerischen Angriffe ballnah näher am nicht ballführenden Gegenspieler zu sein und besseres Antizipieren gegnerischer Laufwege könnten hier Abhilfe schaffen.
Schüsse/aufs Tor (8/4:8/1)
Die Schussgenauigkeit litt am Dienstag Abend vor allem darunter, dass der VfB Lübeck es schaffte, die Hälfte der Schüsse des TSV 1860 München zu blocken. Hier sind dann wieder die Entscheidungen, wann und von wo aus man schießen sollte, die Krux, an der es hapert. Alle Schüsse – abgesehen vom Treffer durch Ouro-Tagba – kamen von der halblinken Seite vor oder in der gegnerischen Box.
Es gelang den Löwen abgesehen vom Führungstreffer in keiner Phase des Spiels, so in den Strafraum der Lübecker einzudringen, dass es in unmittelbarer Tornähe für Lübeck brenzlig geworden wäre. Das, was am Samstag in diesem Punkt noch sehr gut war, war am Dienstag miserabel.
PPDA (9,2/8,08)
Speziell in der ersten Halbzeit war von Positionsspiel auf beiden Seiten sehr wenig zu sehen. Die Ballgewinne und -verluste erfolgten bei beiden Teams oft in den Umschaltphasen. Das Spiel war dermaßen zerfahren, dass es auf beiden Seiten zu wenig Pressingphasen und -situationen kam. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang es den Löwen, den Plan hier besser umzusetzen, konnte aber nicht über die gesamte zweite Spielhälfte aufrecht erhalten werden.
Danach waren wieder die gleichen Muster wie schon in Halbzeit eins zu sehen.
Lübeck setzte den Plan diesbezüglich in der letzten halben Stunde der ersten Halbzeit und in der zweiten Viertelstunde der zweiten Halbzeit passabel um.
Dieses alles hing, wie schon erwähnt, von der generellen Zerfahrenheit der Partie aufgrund der Ungenauigkeit beider Teams im Passspiel nach vorne zusammen.
Die Tore
Hier sind die Treffer und einige weitere der spärlich vorhandenen Highlightszenen noch einmal anzusehen.
So schön Ouro-Tagbas Treffer zur zwischenzeitlichen Führung war, müssen wir doch den Gegentreffer analysieren, bei dem wieder einmal ein Gegenspieler vor dem Kasten komplett frei zum Abschluss kommt.
Lange Fehlerkette vor dem Treffer für Lübeck
Lübeck erobert auf der aus Löwensicht linken Seite den Ball und bringt die Kugel zu Boland, der, obwohl drei Sechzger in relativer Nähe zu ihm positioniert sind, den Ball a) annehmen, b) verarbeiten c) sofort nach halbrechts weiterleiten kann, danach durchstartet und keiner, der in seiner nähe befindlichen Gegenspieler sich zuständig fühlt, ihn zu begleiten. Rieder oder Frey, am besten aber in dieser Situation beide, hätten hier mitgehen müssen, um die folgende Flanke vom ebenfalls schlecht bewachten Thiel (Guttau wäre zuständig gewesen) zu verteidigen. So kommt Boland völlig frei am langen Pfosten zum Kopfball und netzt ein.
Erschwerend kommt hier ein Stellungsfehler in der Innenverteidigung hinzu. Theoretisch müsste Verlaat hinter dem Stürmer Facklam stehen, dann hätte Glück möglicherweise den heranstürmenden Boland rechtzeitig gesehen und die Kugel per Kopf klären können.
Auch Hiller hätte Platz und Zeit gehabt, nach vorne zu gehen und die Kugel aus der Gefahrenzone zu fausten oder die Flanke vielleicht sogar aus der Luft zu fangen. Das allerdings ist definitiv nicht der entscheidende Fehler bei diesem Gegentreffer gewesen. Boland darf hier einfach nicht allein durchlaufen.
Einem einzelnen Spieler hier die Schuld zu geben, ist nicht möglich. Da hat einfach die Konzentration und das Pflichtbewusstsein gefehlt. Raumdeckung ist gut und schön, aber nicht in der Schlussphase, wenn der Gegner viel Druck aufbaut und man über zwei Minuten lang nicht aus dem eigenen Drittel herauskommt. Da müssen klare Zuordnungen herrschen. Irgendwer muss da Verantwortung übernehmen und die Mannschaftskameraden lautstark wachrütteln, damit nicht nur der Körper, sondern auch der Kopf in diesen Phasen präsent ist.
Das fiel auf
Mansour Ouro-Tagba
Der Youngster im Löwensturm erzielte seinen ersten Treffer in der 3. Liga, spielte keinen Fehlpass und war definitiv ein belebendes Element in der Schlussphase. In den 22 Minuten Einsatzzeit fügte er sich gut ins Mannschaftsgefüge ein und kann mit seiner Leistung zufrieden sein.
Marco Hiller
Gleich zweimal in der Anfangsphase und ein weiteres Mal in Minute 58 rettete Marco Hiller die Löwen vor einem Rückstand. Mit etwas Übersicht hätte Hiller beim Gegentreffer die Entscheidung treffen können, nach vorne zu gehen und die Kugel aus der Gefahrenzone zu fausten.
Wenig Positives
Wenn die Sechzger im letzten Drittel des Gegners den Ball hatten, gab es kurze Phasen, die man so sehen möchte. Lübeck war, wenn auch immer nur sehr kurzzeitig, dann sehr beschäftigt damit, das Leder unkontrolliert aus der Gefahrenzone zu bringen, was dann wieder zu Ballgewinnen für die Löwen führte. Fehler bei der Penetration der Box führen dann zu Umschaltmomenten, bei denen die Restverteidigung der Sechzger oft überfordert war und Lübeck so zu gefährlichen Angriffen einlud. Gott sei Dank waren die Lübecker dann ähnlich unkonzentriert wie die Sechzger und machten wenig bis nichts aus diesen Gelegenheiten.
Viel Negatives
Schlechtes und zu passives Defensivverhalten im Mittelfeld mit zu großen Abständen zum Gegenspieler.
Unkontrolliertes Passspiel in entscheidenden Umschaltmomenten und unnötigerweise riskante Querpässe im letzten Drittel des Gegners.
Viele falsche Entscheidungen dabei, wohin ein Pass gespielt werden soll. Auch wenn die Pässe dann ankamen, war es oft dem geschuldet, wie ein Pass zum Mitspieler gespielt wurde, dass die Ballbesitzphasen oft nur von extrem kurzer Dauer waren und der Gegner die Kugel schnell wieder in seinen Reihen hatte. Das gilt allerdings nicht nur für die Sechzger. Lübeck hat abgesehen vom verzögernden Spiel im eigenen Defensivbereich hier ebensowenig auf die Kette gebracht wie die Löwen.
Diese drei negativen Komponenten waren in Summe zu viele Negativa, sodass in dieser Partie kein gutes Spiel von Seiten der Löwen möglich gewesen war.
Erschwerend kommt das dilettantische Defensivverhalten beim Gegentreffer hinzu.
Fazit
Rechnet man die klaren Chancen im Spiel gegeneinander auf, ist das ein glücklicher Punktgewinn für die Löwen im Abstiegskampf.
Am Sonntag kommt Sandhausen nach Giesing. Mit so einer Leistung gehen wir da unter.
Der Streit zwischen den beiden Gesellschaftern beim TSV 1860 München scheint weiter kein Ende zu nehmen. Nun greift eine dritte Partei in das Geschehen ein. Hat “dieblaue24“-Betreiber Oliver Griss versucht, Beiratsmitglied Nicolai Walch mit Instagram-Screenshots zu diskreditieren?
Walch-Screenshot von Oliver Griss landet bei Livingston
Ja ist denn heut’ schon Wahlkampf? Bald gibt der TSV 1860 e.V. Kandidaturenfristen für den Verwaltungsrat bekannt. Nun hat HAM-Vertreter Andrew Livingston Verwaltungsrat und Beiratsmitglied Nicolai Walch mit einem Screenshot von Instagram konfrontiert. Dieser Screenshot wurde offensichtlich von dieblaue24-Betreiber Oliver Griss angefertigt.
Konkret geht es um folgenden Sticker, den Walch im Straßenraum fotografierte und auf seinem privaten Instagram-Profil teilte:
Das Bildmaterial, mit dem Walch von Livingston konfrontiert wurde, war ein Full-Screenshot eines Smartphones – und war so aufgenommen, dass man das Profilbild des eingeloggten Instagram-Users, der das Foto angefertigt hatte, sehen kann. Rechts unten im Screenshot ist das Profilbild von Oliver Griss sichtbar (siehe Pfeil & Kreis):
Dies lässt den Schluss zu, dass HAM-Vertreter Livingston den Screenshot von Oliver Griss erhielt, eindeutig ist zumindest jedoch, dass dieser ihn anfertigte und weitergab.
Sport Bild-Reporter konfrontierte Walch nahezu zeitgleich
Auch ein Reporter der Welt und der Sport Bild, Berries Boßmann, konfrontierte Walch zeitgleich mit dem Post. Boßmann ist Journalist und bekennender 50+1-Gegner. Er hatte zuletzt Exklusiv-Interviews mit Hasan Ismaik („Das sind Geisterfahrer, die sich als Retter der Seele von 1860 feiern“) führen und in der Welt veröffentlichen dürfen. Zudem wurden auch Artikel wie “Die schmutzige Akte 1860” (Welt) oder “Schmierenkomödie bei 1860 geht weiter” (Sport Bild) unter seinem Namen publiziert. Sämtliche Schriftstücke erschienen kurz hintereinander Ende des Jahres 2023 und Anfang 2024. Die Artikel behandelten teilweise geleakte E-Mails aus der Korrespondenz des Beirats der Geschäftsführungs-GmbH.
Kurz bevor Livingston Walch mit dem Instagram-Post konfrontierte, bat Sport Bild-Reporter Berries Boßmann Nicolai Walch wegen genau dieses Posts ebenfalls um eine Stellungnahme. Er stellte u.a. die Frage “Ist aus Ihrer Sicht eine Position in den Führungsgremien eines Drittligisten, bei dessen Heimspielen aus Steuergeldern bezahlte Polizisten zum Einsatz kommen, mit der Beleidigung von Beamten als ‘Bastarde’ vereinbar?”
Gab Oliver Griss den Walch-Screenshot an mehrere Personen weiter?
Walchs Post stammt vom 29. Juli des vergangenen Jahres. Sollten Boßmann und Livingston etwa unabhängig voneinander, durch eigene Recherche und zufällig zeitgleich letzte Woche auf diesen Post aufmerksam geworden sein? Oder erhielt auch Boßmann einen Screenshot von Oliver Griss? Und wie kamen die geleakten E-Mails zu Boßmann? Pflegt Oliver Griss etwa nähere Kontakte zur HAM-Seite und versorgt sie mit Informationen, um Vereinsfunktionäre in Misskredit zu bringen? Und falls ja, beruht die Versorgung mit Informationen gar auf Gegenseitigkeit?
Walch mit Stellungnahme gegenüber Boßmann
Rechtsanwalt Walch konterte die Vorwürfe von Boßmann wie folgt:
Guten Tag Herr Boßmann,
natürlich verfüge ich über das von Ihnen benannte Instagram-Konto “nicwest60“. Das haben Sie längst recherchiert. Es handelt sich um meinen privaten Account, über den ich mit (Fußball-)Freunden kommuniziere und unter anderem Kuriosa teile, die mir begegnen. Trotz meiner ehrenamtlichen Funktion im TSV München von 1860 versuche ich mich dabei möglichst wenig inhaltlich selbst zu beschränken und teile regelmäßig entsprechende Fundstücke und Eindrücke in Storys, im Status sowie in Beiträgen in verschiedenen sozialen Medien, am wenigsten aber Beiträge auf der Plattform Instagram.
Ihre Annahme, ich würde mir durch die Abbildung des von Ihnen genannten Stickers im öffentlichen Raum dessen Inhalt persönlich zu eigen machen, ist falsch.
Das Genre, in dessen Kontext der Aufkleber zu verorten ist, definiert Wikipedia wie folgt: Stickerkunst (englisch Sticker für „Aufkleber“) ist eine Form von Streetart, bei der Aufkleber im öffentlichen Raum angebracht werden. Die Einordnung zwischen akzeptierter Streetart und unerlaubter Verunzierung ist dabei fließend.
Im von Ihnen benannten Fall stellt der Kontrast aus rabiater textlicher Äußerung und verniedlichender grafischer Darstellung ein Spezifikum dar, auf das ich aufmerksam wurde und es dokumentiert habe. Ein Fall von Sub- oder Jugendkultur. Zeugnisse dieser Art sind typisch für Fankultur, deren wandelnde Erscheinungsformen ich als Phänomen seit jeher sehr interessant finde.
Falls Sie Interesse an Jugendsprache haben und Sprachcodes verstehen wollen, beispielsweise auch die positive Umwertung vermeintlicher Beleidigungen wie „Bitch“ oder „Bastard“ empfehle ich Ihnen ein auf dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung im Netz verfügbares Gespräch mit einem darauf spezialisierten Germanisten: Link.
Auch unabhängig davon, geht Ihre gekünstelt anmutende, wörtliche Übersetzung des englischen Begriffs vollkommen ins Leere. Ich denke aber das ist Ihnen bewusst.
Für den Fall, dass Ihre Aufmerksamkeit auch einer juristischen Bewertung gilt, verweise ich zunächst auf die höchstrichterliche Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts dazu: Link.
Im vorliegenden Fall hätte es sich bereits nach der überholten, früheren Rechtsprechung der Instanzgerichte nicht um eine Beleidigung gehandelt. Nach der jetzigen Rechtsprechung wäre selbst etwa das Tragen eines entsprechenden T-Shirts mit dem reinen Wortinhalt und ohne weitere Stilmittel nicht als Beleidigung zu werten. Rein vorsorglich stelle ich klar, dass ich mich damit nicht annähernd selbst identifiziere.
Jedenfalls kann ich Ihnen versichern, dass ich Menschen grundsätzlich nicht beleidige – auch keine Polizeibeamten. Vielmehr schätze ich insgesamt die Arbeit der Polizei sehr und ich bin auch persönlich mit Polizeibeamten, u.a. aus dem USK sehr gut im persönlichen Kontext bekannt und hatte schon mehrmals einen Austausch über das Spannungsfeld öffentliche Sicherheit und Fankultur, wobei ich dort nie auf Ablehnung oder gar Empörung gestoßen bin.
Leider habe ich bei Ihnen den Eindruck, dass krampfhaft nach Empörungspotential gesucht wird, um damit ehrenamtliche Vereinsfunktionäre vor dem Hintergrund der 50+1-Debatte zu diskreditieren. Warum Sie Ihren Fokus derart ausrichten, weiß ich nicht, aber es würde mich interessieren.
Für den Fall, dass Sie in Ansehung meiner Stellungnahme trotzdem unbedingt wie geplant berichten wollen, erteile ich Ihnen hiermit vorsorglich ausdrücklich die Zustimmung für die Veröffentlichung des Posts mit dem von mir aufgenommenen Foto, sodass sich die Leser ein vollständiges Bild, das über die Wortfolge in Alleinstellung hinausgeht, machen können. Abschließend weise ich insgesamt auf die einschlägige Rechtsprechung zum Erfordernis vollständiger Berichterstattung hin, insbesondere im Hinblick auf etwaige verdeckte Tatsachenbehauptungen.
Es würde mich freuen, wenn Sie auch über den dokumentarisch geteilten Aufkleber hinaus, Interesse an meiner Person, meinem Hintergrund und dem ehrenamtlichen Wirken beim TSV 1860 München hätten. Dann würden Sie feststellen, dass bereits Ihre sehr spezifische Anfrage der Sache insgesamt nicht gerecht wird und erst recht nicht zur Herleitung einer Unvereinbarkeit meines Posts mit meiner Position beim TSV 1860 München tauglich ist.
Immerhin einen Zähler ergatterten die Löwen am gestrigen Abend an der Lohmühle. Auch wenn der Zeitpunkt des Gegentores natürlich sehr ärgerlich war, so war es angesichts der doch sehr mauen ersten Halbzeit ein leistungsgerechtes Remis. Wir präsentieren Euch in unserer Video- und Fotogalerie die schönsten Impressionen vom Match des TSV 1860 beim VfB Lübeck.
Videos aus dem Stadion Lohmühle
Nachfolgend zwei Videos vom Dienstagabend. Noch mehr Bewegtbilder rund um die Löwen findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!
Fotogalerie zu VfB Lübeck – TSV 1860
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