Start Blog Seite 623

Sonntagsspiele des 24. Spieltags: Die Aufsteigskandidaten lassen Punkte liegen

2

Die Sonntagsspiele des 24. Spieltags brachten die Partien SV Elversberg – Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue – 1. FC Saarbrücken mit sich.

SV Elversberg – Dynamo Dresden 1:1 (0:1)

An der Kaiserlinde trafen zwei formstarke Teams aufeinander. Spitzenreiter Elversberg empfing die in diesem Kalenderjahr noch ungeschlagenen Dresdner. Nachdem die Heimelf zunächst den Ton angeb, nutzten die Gäste in der 22. Minute die erste Möglichkeit gleich zum Führungstreffer. Kutschke nutzte eine Freistoßflanke von Kulke im Elversberger Strafraum zum 1:0 für die Dresdner. Der Elversberger Torwart Kristof war ohne Chance. Borkowski hätte in der 29. Minute nachlegen können, aber Kristof war dieses Mal zur Stelle und lenkte den Ball um den Pfosten. Den Elversbergern wollte vor der Pause der Ausgleich nicht mehr gelingen. Kurz nach der Pause setzte Kammerknecht einen Gewaltschuss an die Latte, so dass der Tabellenführer mit etwas Glück nach wie vor nur ein Tor zurück lag. In der 59. Minute hielt Kristof sein Team dann im Spiel, als er auf der Linie einen Kopfball von Kutschke entschärfen konnte. In der 79. Minute nahm Woltemade ein Elfmetergeschenk von Kulke gerne an. Die Werder-Leihgabe fiel bereitwillig über einen ungeschickt ausgestreckten Fuß des Dynamo-Spielers. Dacaj verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:1, obwohl Drljaca noch dran war. Bis zum Abpfiff passierte nichts Bemerkenswertes mehr und das Spiel endete leistungsgerecht 1:1.

Erzgebirge Aue – 1. FC Saarbrücken 2:1 (0:1)

Der 1. FC Saarbrücken ließ wichtige Punkte im Aufstiegskampf liegen. Die Gäste aus dem Saarland setzten bereits in der zweiten Minute das erste Ausrufezeichen. Rizzuto setzte einen Ball an den Innenpfosten. In der 27. brachte er sein Team dann aber in Führung. Er zog aus 22 Metern ab und Burger fälschte den Ball unglücklich ins eigene Netz ab. Bei Schneetreiben in Aue passierte bis zur Pause nichts mehr. Drei Minuten nach Wiederanpfiff gelang den Auern der Ausgleich. Nazarov traf per Aufsetzer, allerdings sah Batz beim Gegentor nicht gut aus. In der Folge versuchte Saarbrücken, wieder in Führung zu gehen. Grimaldi vergab einen schön anzusehenden Fugkopfball (64. Minute). In der 70. Minute parierte Männel gleich zwei Mal sensationell. Zunächst klärte er im eins-gegen-eins gegen Rabihic, den Nachschuss von Gaus lenkte er per unglaublicher Flugeinlage über das Tor. Eine Führung für den FCS wäre durchaus verdient gewesen, doch Jonjic brachte Aue gegen den Spielverlauf in Führung. Der Auer Stürmer schlenzte einen Ball unhaltbar vom linken Strafraumeck ins rechte Kreuzeck (80. Minute). Bei diesem Gegentreffer war Batz machtlos. Der Torschütze flog dann in 88. Minute noch wegen einer Disziplinlosigkeit vom Platz, sonst passierte nichts mehr.

Was bedeutet das für den TSV 1860?

Nach dem zähen 0:0 in Halle liegt der TSV 1860 aktuell auf Rang 8 der Tabelle. Nachdem die  Sonntagsspiele des 24. Spieltags den Aufsteigskandiaten Punkte kosteten, fehlen den Löwen unglaublicherweise “nur” fünf Punkte auf den Relegtionsrang. Vielleicht starten die Löwen unter dem neuen Trainer Jacobacci ja eine Serie und können doch nochmal in Schlagdistanz kommen. OK, lassen wir das Träumen…

 

TSV 1860 Futsal chancenlos bei Stuttgarter Kickers II

1
Stuttgarter Kickers Tsv 1860 Futsal

Aufgrund der Tabellensituation fuhr der TSV 1860 Futsal am Samstag Abend als leichter Favorit zu den Stuttgarter Kickers, musste sich in der Schwabenmetropole jedoch 1:4 geschlagen geben.

TSV 1860 Futsal chancenlos bei Stuttgarter Kickers II

Bereits die Anfahrt war für die Löwen alles andere als erfreulich. Aufgrund diverser Staus brauchte das Team satte vier Stunden, um die Sporthalle im Spechtweg in Stuttgart zu erreichen. Zeit zum Aufwärmen blieb somit kaum übrig und so überraschte es nicht, dass die Stuttgarter Kickers II die erste Halbzeit dominierten. Mit dem 0:2 zu Pause konnten die Löwen-Futsaler noch gut leben.

Nach dem Seitenwechsel lief es besser, Marko Ereiz konnte in der 26. Minute sogar auf 1:2 aus Sicht der Löwen verkürzen. Gegen den Stuttgarter Franjo Delic war an diesem Abend jedoch kein Kraut gewachsen. Der Angreifer erzielte alle vier Treffer beim 4:1 der Stuttgarter Kickers II gegen den TSV 1860 München Futsal. In der Tabelle sind die Löwen auf Platz 5 der Regionalliga abgerutscht.

Auf dem Heimweg gerieten die Löwen dann noch in einen bösen Schneesturm. War einfach nicht ihr Tag…

Stuttgarter Kickers Tsv 1860 Futsal
Einen gebrauchten Tag erlebten die Löwen-Futsaler in Stuttgart

Gegen den Abstieg: TSV 1860 U17 siegt beim FSV Mainz 05

1
Fsv Mainz 05 Tsv 1860 U17

Am vergangenen Wochenende konnten die B-Junioren der Löwen während eines Kurzztrainingslagers mit 1:0 bei AS Monaco gewinnen. Diese tolle Form konnte die U17 des TSV 1860 auch am heutigen Sonntag beim FSV Mainz 05 beweisen und siegte mit 3:0.

TSV 1860 U17 siegt in Mainz

Auf einem Abstiegsplatz stehend gingen die Junglöwen in die Partie auf dem Wolfgang-Frank-Campus am Mainzer Martin-Luther-King-Weg. Der Nachwuchs aus der Hauptstadt von Rheinland-Pfalz hatte vor der Partie fünf Punkte mehr gesammelt als das Team von Felix Hirschnagl.

Ein Sieg in Mainz war also doppelt wichtig: Zum Einen, um das eigenen Punktekonto aufzustocken, und zum Anderen, um den Gegner ebenfalls in den Abstiegskampf zu ziehen.

Sechs Punkte zum Abschluss sind Pflicht

Entsprechend engagiert gingen die Junglöwen auch in die Partie und nutzen ihre Chancen. Dank einer starken Leistung konnte die U17 den Gegner mit 3:0 in die Knie zwingen und sammelte extrem wichtige Punkte. Mathias Roithmayr (10.) und Din Avdic (20.) sorgten für die 2:0-Pausenführung, nach der Pause traf erneut Roithmayr (51.) zum Endstand.

Am nächsten Spieltag empfängt Sechzig den Tabellenvorletzten FC Astoria Walldorf, zum Abschluss gastieren die Löwen beim Letzten 1. FC Saarbrücken. Keine Frage: Sechs Punkte sind Pflicht, um den Klassenerhalt in der Bundesliga zu sichern!

Offiziell: Jacobacci neuer Cheftrainer des TSV 1860

67
TSV 1860 München Trainingsgelände Ismaik
Das Trainingsgelände des TSV 1860 an der Grünwalder Straße

Maurizio Jacobacci ist der neue Cheftrainer des TSV 1860.

Bild hatte bereits spekuliert, TSV 1860 bestätigt es offiziell

Die Bild-Zeitung hatte bereits die Verpflichtung des gebürtigen Berners spekuliert, heute machte es der TSV 1860 offiziell: Maurizio Jacobacci ist neuer Cheftrainer der Löwen.

Die Pressemitteilung des TSV 1860 im Wortlaut

Der TSV 1860 München hat mit dem 60jährigen Maurizio Jacobacci einen neuen, sehr erfahrenen Cheftrainer gefunden. Der gebürtige Berner mit italienischer Staatsbürgerschaft wird am Montagnachmittag um 14.30 Uhr die Mannschaft beim öffentlichen Training an der Grünwalder Straße erstmals anleiten.

Nach der Freistellung von Michael Köllner nahm Maurizio Jacobacci, wie viele andere renommierte Trainer, sehr früh über verschiedenste Wege und sowohl über die Geschäftsführung der Löwen als auch über Gesellschaftervertreter Kontakt zum TSV 1860 München auf, um sein Interesse an den Löwen zu bekunden.

Durch seine sportliche Vita mit einer großen Erfahrung als Spieler und Trainer, stand er von Anfang an bei Günther Gorenzel auf der Liste der geeigneten Kandidaten und baute in vielen persönlichen Gesprächen und in regelmäßigem Austausch zusammen mit der sportlichen Leitung ein Konzept auf, das mit dem bestehenden Kader des TSV 1860 München sehr gut umsetzbar ist.

“Hatte bereits früh Kontakt”

„Ich hatte mit Maurizio bereits früh Kontakt, da er das notwendige Anforderungsprofil für den Cheftrainer-Posten beim TSV 1860 München mitbringt und seine Vorstellungen und Lösungsansätze für den bestehenden Kader und die Situation klar umrissen hat” sagt Günther Gorenzel. „Er hat sowohl als Spieler in der ersten Liga der Schweiz als auch als Trainer viele ähnliche Situationen im Umgang mit hoher Erwartungshaltung und Druck erlebt und kann diese Erfahrung nun in der jetzigen schwierigen Situation mit dem nötigen Einfühlungsvermögen an die Mannschaft weitergeben. Wir erwarten uns von ihm einen neuen Impuls auf jeden einzelnen Spieler und somit eine Leistungssteigerung in den kommenden Spielen. Dieser erhoffte Effekt eines neuen Impulses von außen gab am Ende auch den Ausschlag, auf Maurizio zu setzen und den Cheftrainer-Sessel nicht intern zu vergeben.”

Als Spieler konnte Maurizio Jacobacci mit Xamax Neuchatel den Meistertitel in der Schweiz holen. Seine Trainerkarriere, die er hauptsächlich in der Schweiz ausübte, begann Jacobacci im Jahr 1995. In seiner bislang knapp 28 Jahre andauernden Trainer-Karriere kann Jacobacci als Co-Trainer auf zwei Meistertitel mit den Grasshoppers Zürich sowie als Cheftrainer auf zahlreiche Aufstiege, unter anderem mit dem SC Kriens und dem FC Schaffhausen, zurückblicken.

„Ich verfolge seit Jahren mit hohem Interesse den deutschen Fußball. Der TSV 1860 München mit seiner großen Geschichte ist weit über die deutschen Grenzen hinaus bekannt und beliebt“ sagt Maurizio Jacobacci. „Nach der Freistellung meines Vorgängers Michael Köllner habe ich früh versucht, Kontakt zu den Löwen und deren sportlicher Leitung aufzunehmen, da eine Trainerstation bei einem deutschen Traditionsverein eine Herausforderung ist, die mich reizt. In intensiven Gesprächen mit Günther Gorenzel konnte ich ihn mit meinem Konzept überzeugen und freue mich nun hier zu sein und mit der Mannschaft arbeiten zu können.“

Jacobacci steigt am Montag ein

Bereits am morgigen Montag wird Jacobacci im verschneiten Giesing die Mannschaft kennenlernen und das erste Training vor dem Heimspiel gegen Köln leiten.

Wir wünschen Maurizio Jacobacci viel Erfolg und ein glückliches Händchen mit den Löwen!

 

Testspiel: Löwen U21 besiegt den FC Ismaning deutlich

0
Zehetbauer Jeremie U21 TSV 1860 Löwen

Torhungrig zeigten sich die Amateure des TSV 1860 im letzten Testspiel vor Wiederbeginn der Bayernliga Süd. Beim FC Ismaning setzte sich die U21 der Löwen deutlich mit 6:2 durch.

Löwen U21 gewinnt Testspiel in Ismaning

45 Minuten lang war es eine Partie auf Augenhöhe, zu Beginn musste die U21 der Löwen in Ismaning gar einem Rückstand nachlaufen. Daniel Gaedke hatte die Gastgeber bereits in der 8. in Führung gebracht, ehe Jeremie Zehetbauer (siehe Titelbild) zehn Minuten später für die Elf von Frank Schmöller ausglich.

Anian Brönauer sorgte in der 29. Minute für das zwischenzeitliche 1:2, doch Yasin Yilmaz traf in Minute 51 für den FCI zum Pausenstand.

TSV 1860 entscheidet die Partie nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Löwen dann aber ab- und letzten Endes durchsetzen. Samir Neziri netzte zum 2:3 ein (51.) und nur drei Zeigerumdrehungen später stand es durch Zehetbauers zweiten Treffer gar 2:4. Maxim Gresler verwandelte in der 71. Minute einen Elfmeter zum 2:5 und Mason Judge sorgte rund zehn Minuten vor dem Abpfiff für den 2:6-Endstand.

Der Re-Start der Bayernliga erfolgt am Freitag, den 03.03.2023 um 19.30 Uhr beim VfB Hallbergmoos.

Bild: Sampics (Stefan Matzke)

3. Liga: Wehen Wiesbaden und Waldhof Mannheim verlieren

1
Sc Verl Vfb Oldenburg Waldhof Mannheim Wehen Wiesbaden

Das Schneckenrennen in der 3. Liga geht weiter! Am Samstag verloren sowohl der SV Wehen Wiesbaden als auch Waldhof Mannheim ihre Auswärtsspiele. Im Tabellenkeller feierte die SpVgg Bayreuth einen wichtigen Heimsieg, die beiden Ex-Löwen Markus Ziereis und Felix Weber trafen für die Oldschdod.

Wehen Wiesbaden und Waldhof Mannheim verlieren

VfL Osnabrück – SV Wehen Wiesbaden 4:1 (2:0)

Tore:
1:0 Simakala (6.)
2:0 Tesche (43.)
3:0 Kunze (83.)
4:0 Rorig (85.)
4:1 Prtajin (90.+3, Elfmeter)

MSV Duisburg – SV Meppen 0:0 (0:0)

Tore:
keine

FC Ingolstadt 04 – Rot-Weiss Essen 1:1 (0:0)

Tore:
0:1 Harenbrock (80.)
1:1 Hawkins (90.)

Borussia Dortmund II – Waldhof Mannheim 4:0 (2:0)

Tore:
1:0 Njinmah (18.)
2:0 Pfanne (22.)
3:0 Njinmah (64.)
4:0 Pasalic (90.+4)

SC Verl – VfB Oldenburg 2:1 (1:0)

Tore:
1:0 Sessa (43., Elfmeter)
1:1 Krasniqi (49.)
2:1 Ochojski (69.)

Besondere Vorkommnisse:
Gelb-Rot für Stendera (65., Oldenburg)

SpVgg Bayreuth – FSV Zwickau 5:3 (1:1)

Tore:
1:0 Ziereis (33.)
1:1 Baumann (34.)
2:1 Zejnullahu (58.)
3:1 Fenninger (70.)
4:1 Hemmerich (79.)
4:2 Baumann (83.)
4:3 Schneider (85.)
5:3 Weber (88.)

Besondere Vorkommnisse:
Gelb-Rot für Carrera (87., Zwickau)

TSV 1860 nur 0:0 in Halle

Bereits am Freitag Abend hatten sich die Löwen zu einem torlosen Remis beim Halleschen FC gequält. Morgen empfängt die SV Elversberg Dynamo Dresden und der 1. FC Saarbrücken reist zu Erzgebirge Aue. Der Spieltag wird am Montag mit der Partie Viktoria Köln gegen SC Freiburg II abgeschlossen.

Wichtiger Heimdreier: TSV 1860 U19 besiegt SV Darmstadt 98

6
Tsv 1860 U19 Sv Darmstadt 98

Punktgleich mit 17 Zählern startete die U19 des TSV 1860 am Samstag Mittag in die Partie mit dem SV Darmstadt 98. In einer umkämpften Partie setzte sich die Elf von Jonas Schittenhelm nach 90 Minuten mit 2:1 durch und machte einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

TSV 1860 U19 besiegt SV Darmstadt 98

Nach dem Last-Minute-Punkt bei Tabellenführer FSV Mainz 05 wollte die U19 des TSV 1860 gegen Darmstadt natürlich direkt nachlegen. Gut für Sechzig: Mit Wörl, Sür und Wicht standen gleich drei Spieler im Kader, die in der laufenden Spielzeit bereits bei den Profis zum Einsatz gekommen waren (Liga bzw. Toto-Pokal). Für die Lilien galten aber natürlich ähnliche Voraussetzungen, denn ein Erfolg im direkten Duell wäre in Sachen Klassenerhalt auch für sie sehr wichtig.

So entwickelte sich eine offene Partie, bei der es die Junglöwen als Erstes auf die Anzeigetafel schafften. Mansour Ouro-Tagba traf in der 24. Minute zum erlösenden 1:0 für den TSV 1860. Als Devin Sür in der 53. Minute auf 2:0 erhöhte, schien der wichtige Heimdreier in greifbarer Nähe, doch die Lilien gaben sich nicht auf und verkürzten in der 84. Minute durch Nico Baier hochverdient zum 2:1. Danach war Zittern angesagt, doch am Ende blieben die Punkte in Giesing.

Herzlichen Glückwunsch, Jungs!

Tsv 1860 U19 Sv Darmstadt 98 Spielszene
Einen wichtigen Heimsieg feierte die U19 der Löwen gegen Darmstadt 98

TSV 1860 in Halle – Video- & Fotogalerie (24.02.2023)

0

Das Geschehen auf dem Rasen war gestern Abend zwar über weite Strecken nur schwer zu ertragen, das Drumherum hingegen bot einiges. Wir präsentieren Euch unsere Video- und Fotogalerie vom Auftritt des TSV 1860 in Halle.

Fotogalerie zur Partie des TSV 1860 in Halle

Zum Vergrößern der Bilder bitte einfach aufs jeweilige Thumbnail klicken!

Gorenzel hadert auf Pressekonferenz mit Verunsicherung

2
Pressekonferenz Halle 1860 Ristic Gorenzel

0:0 beim Halleschen FC – der TSV 1860 muss inzwischen kleinere Brötchen backen. Dementsprechend äußerte sich auch Interimstrainer Günther Gorenzel nach der Partie auf der Pressekonferenz in Sachsen-Anhalt.

Gorenzel auf Pressekonferenz in Halle

Während man zuletzt zu Spielbeginn meist selber Druck ausübte, sah das diesmal deutlich anders aus. Dies mißfiel auch Gorenzel:

“Wir haben in den ersten Minuten schwer ins Spiel gefunden und haben uns auch durch den einen oder anderen individuellen Fehler verunsichert. Wir hatten dann auch etwas Glück bzw. einen starken Marco Hiller, dass wir auch diese Phase überstehen.”

Die Verunsicherung der Mannschaft sei deutlich erkennbar gewesen, so der Österreicher, der darauf hinwies, dass sein Team 15-20 Minuten brauchte, bis sie in ihren Rhythmus fand.

“Mannschaft braucht einen Brustlöser”

Danach habe man das Spiel kontrolliert und sei durch eine Pressingsituation zu einer großen Chance durch Marcel Bär gekommen, so Gorenzel.

“Die Mannschaft braucht einen gewissen Brustlöser. Wenn die Mannschaft mehr Vertrauen hat und wir da 1:0 in Führung gehen, dann geht das Spiel sicher auch für uns in einer anderen Art und Weise weiter.”

Nach der Pause sei es dann wieder ein anderes Spiel gewesen. Man habe förmlich gemerkt, dass die Spieler wieder zu viel nachgedacht hätten, so Gorenzel. Trotzdem habe man sich später wieder “ein gewisses Übergewicht erarbeitet”, habe aber keine Lösungen gegen den tief stehenden Gegner gefunden. So sei man zufrieden, endlich mal wieder zu Null zu spielen.

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden in Halle: Freier Fall gestoppt?

92

Nach einem zähen Spiel gelingt es dem TSV 1860 München, einen Punkt aus Halle mitzunehmen. Was noch im September als unterirdische Leistung bezeichnet worden wäre, gibt nun vielleicht etwas Anlass zur Hoffnung. Damit stellt sich die Frage: Freier Fall bei den Löwen gestoppt?

Ein Punkt in einem zerfahrenen Spiel

Es war wahrlich kein Augenschmaus, was uns die Löwen und der HFC gestern im Jahn-Sportpark zu Halle boten. “Abstiegskampf pur” wäre eine passende Bezeichnung. Allerdings stehen die Löwen dafür in der Tabelle (noch) etwas zu weit oben. Nach zwei Minuten hatte Halle bereits zwei große Chancen auf der Habenseite, aber Marco Hiller konnte beide Male ein frühes Gegentor verhindern. In der 22. Minute konnte Morgalla in höchster Not mit einer artistischen Einlage erneut einen Gegentreffer verhindern. Danach berappelten sich die Löwen etwas und hielten besser dagegen. Aus dem Nichts hätte Marcel Bär nach einem Abwehrfehler der Hallenser 1860 in der 33. Minute in Führung bringen können. Doch Gebhart lenkte seinen Schuss noch um den Pfosten. In der 64. Minute hatte Bolyki dann das 1:0 für Halle auf dem Fuß, er setzte den Ball aber Gottseidank über den Kasten von Hiller. Bis zum Schlusspfiff passierte dann nichts Nennenswertes mehr und die Löwen holen den zweiten Punkt unter Günther Gorenzel.

Freier Fall gestoppt? Gründe, die dafür sprechen

Die Löwen haben sich seit zwei endlich mal nicht mehr komplett in ihr Schicksal ergeben. Es war so etwas wie Kampfeswille zu erkennen und nach der starken Hallenser Anfangsphase war das Schlimmste zu befürchten. Das hat die Mannschaft gestern verhindert. Ein Schritt nach vorne, meiner Meinung nach. Außerdem war die Mannschaft bis zum Schluss “wach”, hielt dagegen und hatte sogar zeitweise das Geschehen unter Kontrolle. Wobei das – beim allem Respekt gegenüber dem HFC – eigentlich das Mindeste ist, was man erwarten kann. Wer weiß, was dieser Sieg mental in der Mannschaft bewirkt. Die Verunsicherung war ihr über die kompletten 98 Minuten anzusehen, aber jetzt hat sie ein kleines Erfolgserlebnis und kann darauf aufbauen. Hoffentlich!

Freier Fall gestoppt? Gründe, die dagegen sprechen

Das Team wirkt nach wie vor komplett verunsichert. Im Spiel nach vorne fehlte es eigentlich an Allem. Abstimmung der Offensivspieler untereinander? Nicht vorhanden. Mal eine Chance selbst aus dem Spiel herausarbeiten? Fehlanzeige. Die Abwehr wirkte teilweise unsortiert und das Stellungsspiel einzelner Spieler war teilweise haarsträubend. Besonders bei Abwehrchef Jesper Verlaat, der bereits nach einer Spielminute drei eklatante Abwehrfehler zu Buche stehen hatte. Hinzu kommt die nach wie vor katastrophale Bilanz der Spiele nach der WM-Pause: 1-2-4. Darunter befinden sich die Spiele gegen die drei letztplatzierten Teams der Tabelle. Das ist nach wie vor besorgniserregend und die gestrige Leistung gegen einen Abstiegskandidaten macht nicht gerade Hofnung.

Schwere Wochen liegen vor uns

Ich prophezeihe, dass noch einige schwere Wochen vor uns liegen. Ich hoffe, dass der mentale Effekt des gestrigen Punktgewinns wirkt und der Mannschaft zu Selbstvertrauen verhilft. Aber das ist nicht mehr als eine Hoffnung. Die Mannschaft braucht aus meiner Sicht einen neuen Ansatz. Günther Gorenzel mit seiner vekopften Art kann sie offenbar nicht wirklich erreichen. Zwei Punkte aus vier Spielen sind einfach nicht genug. Besonders, wenn man sich die Tabellenplätze der Gegner anschaut: 18 (Oldenburg), 20 (Meppen), 11 (Verl) und 16 (Halle). Das macht nicht gerade Hoffnung für die nächsten Wochen…

Trainersuche scheint zu stocken

Nachdem Gorenzel ja zunächst verkündete, die “finalen Kriterien” zur Verpflichtung eines neuen Trainers zu kennen, spekulierte der kicker, dass diesem dann doch noch diverse Gremien zustimmen müssen. Falls das stimmt, sind das wohl einzigartig langsame Entscheidungsprozesse, die einen Verein komplett handlungsunfähig machen. Und man fragt sich natürlich, was eigentlich die Kompetenz eines Geschäftsführers ist. Und warum er ein Geschäfstführergehalt kassiert, wenn er doch nur Vorschläge in Gremien einbringen kann. Rund um das gestrige Spiel kursierte das Gerücht, dass Stefan Reisinger zum Cheftrainer befördert werden soll. Ich bin mir nicht sicher, ob das die Ideallösung ist. Zum Einen kann er als Teil des bisherigen Systems aus meiner Sicht nur schwer neue Impulse setzen. Zum Anderen kann ich mir kaum vorstellen, wie er das neben seiner Ausbildung zum Fußballlehrer stemmen soll. In der Praxis würde wahrscheinlich Gorenzel einen Großteil der Trainingseinheiten durchführen, wie es damals bei Daniel Bierofkas Ausbildung auch der Fall war. Welchen positiven Effekt diese Rochade dann haben soll, erschließt sich mir nicht vollends. Außer vielleicht, dass sie fast kein Geld kostet. Das ist wahrscheinlich der entscheidende.

Und auch der Dauerstreit zwischen Anthony Power und der Fanszene dürfte mit der   gestrigen Enthüllung der dem Merchandising-Chef gewidmeten Fahne in weitere spannende Runden gehen. Eins ist also sicher: Langweilig wird’s nicht werden beim TSV 1860 München…