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Sechzig um Sieben: Kartenverkauf für Osnabrück gestartet

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Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Sechzig um Sieben – jeden Morgen frisch!

Kartenverkauf für Osnabrück gestartet

Der Kartenverkauf für das Auswärtsspiel in Osnabrück ist gestartet. Die Partie findet am Samstag, 6. November um 14 Uhr (Sechzger.de-Liveticker) im Stadion an der Bremer Brücke statt. Tickets sind hier zu erwerben.

Die Tickets kosten 14,00 €, ermäßigte liegen bei 12,00 € und Löwenkinder dürfen die Bremer Brücke für 7,00 € betreten. Der VfL Osnabrück hat sich dazu entschieden, die 2G-Regelungen an der Bremer Brücke anzuwenden. Weitere Informationen dazu findet Ihr hier.

Nach Pokalsensation gegen Schalke: die Analyse der TAKTIKTAFEL

Taktikexperte Bernd Winninger hat sich die vergangene Partie gegen die Gelsenkirchener noch einmal zu Gemüte geführt und in der neuesten Version der TAKTIKTAFEL analysiert. Folgende Statistikwerte sind nur ein kleiner Teil der fein aufgearbeiteten Partie:

  • Ballbesitz TSV 1860 43% – Schalke 04 57%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 75% – Schalke 04 82%
  • Defensive Zweikampfquote TSV 1860 42% – Schalke 04 69%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 15/6 – Schalke 04 18/6
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 10,23 – Schalke 04 7,17

Die Löwen im “Postillon”

Der furiose Sieg der Löwen gegen den FC Schalke 04 hat es jetzt sogar ins Satire-Magazin “Der Postillon” geschafft: da der rote Nachbar gegen Gladbach sang- und klanglos mit 0:5 unterging, ließ es sich das Blatt nicht nehmen, auf sarkastische Weise die Anhänger der Seitenstraße unter dem Titel “Trost für Bayernfans: Immerhin ist der Münchner Nachbarverein eine Runde weiter” zu trösten – die schönsten Schmankerl aus dem Artikel (Copyright: “Der Postillon”):

Das ist doch eine Leistung, über die sich Bayern-Fans einfach mitfreuen können, (…) immerhin kommen die Sechziger sogar aus derselben Stadt! Da kann man als München-Fan sehr stolz darauf sein.

Zudem sei der Erfolg des TSV 1860 der klare Beweis, dass Mannschaften aus der bayerischen Landeshauptstadt durchaus starken Fußball spielen und im Pokal bestehen können.

Schön! Diese inspirierende Geschichte zeigt, dass es auch in schweren Stunden immer einen Lichtblick gibt! Bayern-Fans sind wirklich zu beneiden, dass sie einen so tollen Verein wie den TSV 1860 München in ihrer Nähe haben!

Löwen bedanken sich im YouTube-Video

die Mannschaft des TSv 1860 hat sich im YouTube-Video für den Support am vergangenen Dienstag im Pokal gegen schalke 04 bedankt. Seht euch die Message der Mansnchaft, die Marco Hiller stellvertretend überbrachte, an:

Sechzger.de-Talk No. 32 online

In der 32. Folge des Sechzger.de-Talks haben sich Christian, Bernd und Peter über die Spiele gegen Schalke und Saarbrücken sowie die anstehende Partie gegen den SC Freiburg II unterhalten. Außerdem gab’s Einblicke zur vergangenen Mitgliederversammlung des Vereins.

News aus der Dritten Liga

Corona: Zwickau gegen Havelse auf der Kippe

Aufgrund erneut aufgetretener Fälle von Corona-Infektionen beim FSV Zwickau steht das kommende Heimspiel gegen den TSV Havelse auf der Kippe. Wie viele Spier infiziert seien, dazu machte der Club zunächst keine Angaben. Bereits in der vergangenen Woche waren zwei “Schwäne” positiv getestet worden.

Vor Rückkehr auf den Betze: Pourie stichelt gegen Antwerpen

Ex-Löwe und Ex-Lauterer Marvin Pourie, der jetzt für die Würzburger Kickers die Fußballschuhe schnürt, hat vor dem anstehenden Spiel auf dem Betze gegen Marco Antwerpen ausgeteilt “Man sollte mit der Person auch mal in einem Vier-Augen-Gesprächen reden. Das war nicht der Fall. Wenn man gedankliche Aussetzer hat, wie es vorher auch immer der Fall gewesen ist, sollte man besser gar nichts sagen und schweigen.” Der FCK-Trainer hatte Pourie mehrfach wegen Disziplinlosigkeit aus dem Kader gestrichen: “Das begleitet ihn ja schon seine ganze Karriere. Und das ist jetzt nicht nur bei uns so, dass es immer mal wieder Vorkommnisse gibt, die so nicht in Ordnung sind. Bei anderen Vereinen ist es schon auch so passiert.” Dies war auch schon bei 1860 der Fall: “Komm Marvin, wir gehen!”

 

 

Nach Schalke-Sensation: Löwen bedanken sich im YouTube Video

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Die Profi-Mannschaft des TSV 1860 hat sich per YouTube Video bei den Fans für die großartige Stimmung beim 1:0-Sieg im Pokal gegen Schalke 04 bedankt.

Marco Hiller hielt souverän das Mikro und versprach, dass die Mannschaft auch am Samstag gegen Freiburg 2 alles geben werde. Auch ein kleiner Seitenhieb gegen den gestern ausgeschiedenen Club aus der Nebenstraße war dabei: “Sechzig ist jetzt die einzige bayerische Vertretung im DFB-Pokal Achtelfinale”. Starke Aktion!

TSV 1860: Profis, U21, U19, U17, Frauen etc. am Wochenende im Einsatz

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Westkurve Grünwalder Stadion TSV 1860
Grünwalder Stadion hinter der Westkurve (TSV 1860)

Ein denkwürdiger Pokalfight liegt hinter den Profis der Löwen, am Samstag geht es bereits weiter gegen den SC Freiburg II. Darüber hinaus sind jedoch noch zahlreiche weitere Teams des TSV 1860 im Einsatz, z.B. die U21, die U19, die U17 und die Frauen.

Etliche Mannschaften des TSV 1860 im Einsatz

Den Auftakt machen bereits heute Abend die Senioren B, morgen am späten Nachmittag ist dann die U10 im Einsatz.

Die Spiele im Überblick:

Donnerstag, 28.10.:

20.00 Uhr: FC Ismaning – Senioren B

Freitag, 29.10.:

18.00 Uhr: SC Armin München U11 – U10

Samstag, 30.10.:

09.15 Uhr: U9 – TSV Feldkirchen U10
10.00 Uhr: SV WB Allianz – Senioren C
12.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U15
14.00 Uhr: Profis – SC Freiburg II
14.00 Uhr: TSV Schwaben Augsburg – U21
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – TSV Turnerbund II
16.00 Uhr: U19 – SpVgg GW Deggendorf
17.00 Uhr: 3. Mannschaft – TSV Turnerbund

Sonntag, 31.10.:

10.00 Uhr: TSV 1865 Murnau – U11
11.00 Uhr: TSV Poing – Frauen
11.00 Uhr: FSV Mainz 05 – U17

Wir drücken allen Mannschaften des TSV 1860 die Daumen!

Kartenvorverkauf für das Auswärtsspiel in Osnabrück startet

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Bremer Brücke VfL Osnabrück

Wie der TSV 1860 München gestern auf seiner Homepage bekannt gab, ist der Kartenvorverkauf für das Auswärtsspiel in Osnabrück seit heute 10:00h eröffnet.

Kartenvorverkauf über Ticketshop von Osnabrück

Der Kartenvorverkauf wird dabei wie diese Saison üblich über den Ticketshop des Gastgebers abgewickelt. Löwenfans, die ihre Mannschaft begleiten wollen, müssen sich dazu zunächst im Shop der Osnabrücker registrieren lassen. Die Tickets kosten 14,00 €, ermässigte liegen bei 12,00 € und Löwenkinder dürfen die Bremer Brücke für 7,00 € betreten.

2G-Regeln gelten

Der VfL Osnabrück hat sich dazu entschieden, die 2G-Regelungen an der Bremer Brücke anzuwenden. Weitere Informationen dazu findet Ihr hier.

Wir hoffen, dass sich viele Löwen auf den Weg nach Niedersachsen machen, um unsere Pokalhelden beim nächsten Auswärtsspiel lautstark zu unterstützen.

 

 

TAKTIKTAFEL, die Analyse: der Sieg des TSV 1860 gegen Schalke 04

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

1860 München – Schalke 04 in der TAKTIKTAFEL-Analyse

Herzlich willkommen zur TAKTIKTAFEL-Analyse der Pokalsensation TSV 1860 München – Schalke 04.

Dimitrios Grammozis, der Schalker Trainer, ließ Seine Mannschaft wie meistens in dieser Spielzeit im 3-1-4-2 auflaufen. Michael Köllner wählte nominell ein 4-1-4-1, was jedoch sowohl mit als auch ohne Ball stark verschoben wurde. So waren bei den Löwen im letzten Drittel vor dem Schalker Tor meist drei Stürmer zu finden. Zu Sascha Mölders gesellten sich dann Stefan Lex und entweder Marcel Bär oder Merveille Biankadi. Wenn sich Schalke im Angriff befand, verschoben die Sechzger auf ein 4-2-3-1. Daniel Wein als tiefer Sechser und Dennis Dressel als Box-to-Box Spieler sicherten dann vor der Viererkette den Raum.

Die statistischen Werte beim Duell TSV 1860 München – Schalke 04

  • Ballbesitz TSV 1860 43% – Schalke 04 57%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 75% – Schalke 04 82%
  • Defensive Zweikampfquote TSV 1860 42% – Schalke 04 69%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 15/6 – Schalke 04 18/6
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 10,23 – Schalke 04 7,17

Tiefer in die Statistik geblickt

Oberflächlich betrachtet sieht die Statistik der TSV 1860 München aus, als wäre man unterlegen gewesen. Tatsache ist: Wer das Spiel gesehen hat, sah zwei Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegneten.

Schauen wir zunächst auf den Ballbesitz. Wie schon andere Gegner, hat auch der FC Schalke 04 mehr Ballbesitz als unsere Sechzger. Anderer Gegner, aber dieselbe Ursache. Die Art und Weise, wie unser TSV 1860 München den Gegner gepresst hat, sorgte in dessen Reihen für viel Ballgeschiebe in der eigenen Defensive. Allein Fährmann, der Torwart der Schalker, wurde von seinen Mitspielern um 40% häufiger angespielt als Marco Hiller von seinen Mannschaftskameraden. Insgesamt spielten die Schalker 28 Pässe mehr zurück als die Spieler von Michael Köllner.

Vorwärts ist entscheidend – nicht quer oder zurück

Bei der Anzahl der Querpässe in der Defensive übertreffen die Schalker den TSV 1860 München noch viel eklatanter. Während die Löwen mit 19 Querpässen in der Viererkette und den beiden defensiver eingestellten Mittelfeldspielern auskame, spielten die Schalker Defensivspieler sage und schreibe 71 Querpässe untereinander. Jeder Rückpass oder Querpass kostet Zeit. So hat eine Mannschaft, die viel hintenrum spielt, schnell mehr Ballbesitz als der jeweilige Gegner, der direkter und risikoreicher vorgeht.

Und damit wären wir auch schon bei der Passgenauigkeit. Diese scheint zumindest auf den ersten Blick auch deutlich pro Schalke zu sprechen. Nachdem wir aber nun wissen, dass die Mannschaft von Dimitrios Grammozis sehr viel hintenherum gespielt hat wissen wir auch, das diese Pässe meist eine Bank sind, woher die hohe Passgenauigkeit im Vergleich mit den Sechzgern kommt. Nehmen wir nur die Genauigkeit der Vorwärtspässe als Maßstab für die Passgenauigkeit, schrumpft der Vorsprung der Gelsenkirchener auf nur noch 2%.

Gibt es weitere statistische Beweise für die Ausgeglichenheit der beiden Mannschaften? Ja, die gibt es. Beide Teams erspielten sich acht Eckstöße, beide kamen zu etwa gleich vielen Schüssen und sowohl der TSV 1860 als auch Schalke 04 hatten etwa gleich viele Ballkontakte in der Box. Bei den Schüssen liegt der Gast ein wenig vorne, bei den Ballkontakten im Strafraum dagegen die Sechzger.

Das Spiel

Halbzeit eins

Eine fulminante Anfangsphase und ein frühes Tor der Sechzger brachte sofort das komplette Stadion hinter die Mannschaft. Selten habe ich in der Zeit, die ich nun in der Stehhalle bin, so eine geile Stimmung über das komplette Spiel hinweg erlebt. Aber zurück zum Spiel.

Das aggressive Pressing der Löwen war nicht auf direkten Ballgewinn im Zweikampf ausgelegt, sondern einerseits darauf die Schalker Spieler unter Druck zu setzen und zu schnellem Abspiel zu zwingen und andererseits es den Schalkern möglichst schwer zu machen eine geeignete Anspielstation zu finden. Die Situation, die zum 1:0 durch Stefan Lex führte, ist hier absolut bezeichnend gewesen. Dazu aber weiter unten mehr.

Nach dem Anpfiff hatte zuerst der Gast den Ball und kam damit zweimal in die Nähe des Strafraums der Löwen, bevor die Sechzger das Heft des Handelns in die Hand nahmen.

Ab der 4. Minute, als Biankadi einen Schuss aufs Gehäuse der Knappen versuchte (dabei jedoch geblockt wurde) bis zur 9. Minute, als Mölders zentral im Fünfer Fährmann nicht bezwingen kann, schossen die Löwen insgesamt fünfmal. Ein Schuss dieser Serie wurde geblockt. Einer war drin, zwei zwangen Fährmann zu Paraden und ein weiterer ging rechts am Kasten vorbei.

Furioser TSV 1860 beschäftigt Schalke 04 vornehmlich in der Defensive

So ein offensives Feuerwerk wie der TSV 1860 München es nach einer kurzen Abtastphase von etwa zwei Minuten gegen Schalke 04 abbrannte, würde ich gerne öfter sehen.

Zwanzig Minuten lang setzte der TSV 1860 München den FC Schalke 04 dermaßen unter Druck, dass man dachte die in rot gekleideten Schalker wären der unterklassige Verein. Danach wurde das Spiel ausgeglichener.

Das Pressing in vorderster Front war eher zur Angriffssteuerung gedacht. Im Mittelfeld wurde dann Mann gegen Mann aktiv auf Ballgewinn gespielt. So hielten die Sechzger Schalke oft und nachhaltig in deren eigener Spielfeldhälfte.

Vorstöße des S04 kamen wenn dann über lange Pässe zustande. Die Sechzger schafften es dabei die Schalker hauptsächlich auf den Flügeln zu halten und konnten mit der aggressiven Art zu attackieren immer wieder Ballverluste bei den Gästen erzwingen. Ein ums andere mal erbeuteten die Löwen das Leder, bevor es ins eigene letzte Drittel kam. 30% mehr Einwürfe für die Löwen waren der Lohn für die Taktik die Schalker auf den Flügeln zu halten.

Halbzeit zwei

Die rote Karte kurz nach Wiederanpfiff für Thiaw spielte den Löwen natürlich stark in die Karten. Das Motto der Choreo vor dem Spiel mit den besseren Trümpfen passte nun wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.

Fortan waren die Knappen ein Mann weniger und mussten noch mehr als in der ersten Halbzeit laufen, um sich aus dem Pressing freizuspielen. Das überspielen der vordersten Linie, die meist aus Mölders, Lex und Biankadi bestand, während Bär in zweiter Reihe Pálsson abschirmte, gelang den Schalkern weiterhin vornehmlich erst nach langen Ballstafetten in der eigenen Abwehrkette oder über lange Bälle. Im Zentrum wurden diese langen Versuche jedoch von Wein und Dressel gut abgefangen und im Kampf um den zweiten Ball hatten die Schalker auch eher mehr als weniger das Nachsehen.

Terodde kommt, doch trifft glücklicherweise nicht

Die Einwechslung des Elf Tore-Stürmers Terodde brachte die Schalker auch nicht mehr großartig in die Spur. Die Systemumstellung auf 4-4-1 bescherte den Knappen zwar mehr Ballbesitz und den ein oder anderen Durchbruch nach vorne, aber im großen und ganzen – bis auf eine – keine absolut zwingenden Torchancen.

Solche Momente, in denen dem Gegner eine Aktion gelingt, um in die Box einzudringen, sind immer gutes Futter für Kritiker an der Mannschaft im Allgemeinen oder unserer Abwehr im Speziellen. Der Gegner – egal ob höherklassig, gleichklassig oder niedrigerklassig – wird aber in einem Fehlersport, der Fußball nunmal ist, immer die ein oder andere Chance bekommen. Diese normalen Fehler wieder auszubügeln, so wie es die Mannschaft des TSV 1860 München am Dienstag Abend gegen Schalke gemacht hat, ist die Kunst, um die es im Fußball geht. Fehler passieren, sonst fallen keine Tore. Man kann nicht jedes Spiel zu null spielen. Das ist auch klar. Diesmal hat es jedoch geklappt.

Gegen Ende der Partie gab es noch einen Moment, wo die Schalker die Sechzger bzw. Marco Hiller zu Fehlern hätten zwingen können. Bülters Schuss in der 79. Minute ging zwar gefährlich auf den Kasten von Marco Hiller, dieser parierte jedoch fehlerfrei.

Die einzig wirklich große Torchance für den S04 vergab Pálsson in der Nachspielzeit als er aus zentraler Position etwas links vom Elfmeterpunkt drüberschoss. Hier folgte also ein Fehler der Schalker auf Fehler der Sechzger. Alle machen Fehler. Schalke diesmal die entscheidenden.

Das Tor

Nach einem Einwurf in der 4. Minute auf der linken Seite spielte Dressel den Ball zu Steinhart, der in die Mitte flanken will. Durch Freund und Feind hindurch landete das Leder bei Churlinov auf der rechten Seite. Deichmann setzte den Schalker Spieler sofort unter Druck.

Churlimovs Versuch, sich mit einem Pass die Linie runter aus diesem Druck zu lösen endete damit, dass Biankadi in den Passweg einlief und Mikhailov das Leder stibitzte, bevor dieses beim Adressaten ankam. Sofort setzte Mikhailov nach und erkämpfte sich den Ball wieder, musste dann aber unter dem Druck des nachsetzenden Biankadi wieder zu Churlinov zurückpassen. Churlinov versuchte das Leder zu verarbeiten, aber vertändelte rechts des Schalker Strafraums gegen Sascha Mölders, der aggressiv von hinten kam und den Ball mit Leichtigkeit eroberte. Sofort legte Mölders nach innen auf den mutterseelenallein am Fünfereck wartenden Stefan Lex ab. Der schoss die Kugel geistesgegenwärtig durch Fährmanns Beine zum viel umjubelten 1:0 Führungstreffer für die Sechzger ins Tor.

Fazit

Vor dem Spiel war ich nach den letzten Ergebnissen der Schalker überzeugt davon, dass die Königsblauen den TSV 1860 zerlegen würden. Ich habe mich getäuscht und das ist gut so. Was für ein toller Abend war das meine lieben Leser? Aber über die Glorie dessen, was wir erleben durften, haben andere schon genug geschrieben.

Kommen wir zum Wesentlichen und das ist das Sportliche. Wir haben eine Mannschaft gesehen, bei der jeder für jeden gerannt ist, jeder für den anderen die Kartoffeln aus dem Feuer geholt hat wenn es brenzlig wurde und Fehler, wenn sie gemacht wurden, im Kollektiv ausgebügelt wurden.

Es war ein spannendes Spiel, in dem die Schalker sich nicht beschweren dürfen wenn sie mehr als nur ein Tor bekommen. Außer dem von Lex erzielten Treffer hätten noch Biankadi (7.), Mölders (9.), Lex (22.), Wein (49.), wiederum Lex (61. und 69.), Biankadi (76.) und Linsbichler (83.) mehr als genug Chancen gehabt, um den Sack vorzeitig zu zu machen. Bei der Fülle dieser hochkarätigen aber vergebenen Chancen wäre es mehr als ärgerlich gewesen in diesem Spiel nicht als Sieger vom Platz zu gehen.

Wenn die Löwen für die weiteren Spiele die Leistung vom Dienstag konservieren und wieder abrufen können wird auch das Tabellenbild in der Liga bald besser ein. Einzig Steinharts Verletzung macht mir Sorgen. Die werden wir hoffentlich kompensieren können.

Datenquelle: wyscout

sechzger.de Talk, Folge 32 vor TSV 1860 – SC Freiburg II

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In der neuen Ausgabe vom sechzger.de-Talk dreht sich naturgemäß viel um die magische Giesinger Nacht vom Dienstag Abend. Christian empfängt die TAKTIKTAFEL Bernd und das Redaktionsmitglied Peter. Aber auch über den Sieg der Löwen gegen Schalke 04 hinaus haben die drei Protagonisten viel zu besprechen: Das letzte Auswärtsspiel in der Liga in Saarbrücken, die Mitgliederversammlung des e.V. – und natürlich die nächste sportliche Aufgabe für den TSV 1860: Das Heimspiel gegen Freiburg II am kommenden Samstag.

1860 im Achtelfinale des DFB-Pokals

Die Stimmen klingen noch ein wenig angekratzt. Vom Supporten und den Jubelschreien, als es vollbracht war am Dienstag Abend und der TSV 1860 den Favoriten aus Gelsenkirchen in die Knie gezwungen hatte. Der sechzger.de-Talk taucht nochmal ein in diese magische Giesinger Fußballnacht.

Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V.

Etwas nüchterner ging es zwei Tage zuvor im Zenith zu: Die Mitgliederversammlung stand auf dem Programm und Talk-Gast Peter berichtet nicht nur von der Veranstaltung an sich, sondern auch von seinem ganz persönlichen Erlebnis am Sonntag Mittag: Er wurde in den Wahlausschuss gewählt. Auch die diesmal geringe Beteiligung der Mitglieder an der MV ist ein Thema im Talk.

Das letzte Ligaspiel beim 1. FC Saarbrücken

Angesichts der Euphorie vom Dienstag Abend fast schon vergessen: Das achte Unentschieden im zwölften Ligaspiel. Die Löwen nahmen am letzten Samstag bei starken Saarländern zwar einen Punkt mit, warten aber weiter auf den nächsten Sieg in der Liga seit 24. August. Wie bewerten unsere Talk-Teilnehmer dieses Resultat?

Spätzünder als Aufsteiger in die 2. Bundesliga

Christian wird seinem Ruf als Statistikfreund in dieser Ausgabe unseres Talks gerecht und packt ein paar Zahlen aus. Muss man sich angesichts eines zweistelligen Tabellenplatzes nach rund einem Drittel der Saison den Traum vom Aufstieg in die 2. Liga schon abschminken? Ist die an manchen Stellen zu beobachtende Panikmache angebracht? Ein paar Beispiele aus der Historie der 3. Liga geben Antwort.

Ausblick auf das Spiel gegen den SC Freiburg II

Um in der Tabelle zu klettern, muss aber demnächst schon mit dem Siegen begonnen werden beim TSV 1860. Am besten – mit einer Portion Pokaleuphorie im Rücken – am Samstag gegen die Zweitvertretung des SC Freiburg. Die TAKTIKTAFEL hatte zum Zeitpunkt der Talk-Aufzeichnung zwar leider noch keine Gelegenheit, den kommenden Gegner genau unter die Lupe zu nehmen, Christian und Peter wagen zur Abrundung der Sendung dennoch einen Tipp für die Partie am Samstag auf Giesings Höhen.

Der sechzger.de Talk Nummer 32 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Spotify

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Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um sieben: 1860 letzter bayerischer Vertreter im DFB-Pokal

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Sieg in Geiselbullach, Fotogalerie ist jetzt online!

Nach unserem epochalen 1:0-Sieg gegen Schalke 04 am Dienstag ist der TSV 1860 München letzter bayerischer Vertreter im DFB-Pokal! Nach den gestrigen Ergebnissen der zweiten Runde sind die Löwen das letzte Team aus dem Freistaat in den Lostöpfen für die dritte Runde. Die Auslosung wird am Sonntag ab 18:30h in der ARD-Sportschau stattfinden. Die Löwen werden als letzter Vertreter der dritten Liga auf jeden Fall ein Heimspiel haben.

Rückschau auf den Sieg gegen Schalke

Trainer Michi Köllner zeigte sich in der PK hocherfreut, dass sein Matchplan aufgegangen ist. Beeindruckt zeigte sich auch Schalke-Spieler Zalazar, der Stefan Lex auf dem weg in der Halbzeit fragte, ob die Stimmung im Sechzgerstadion immer so sei. Stefan Lex antwortete wahrheitsgemäß. Auch die starken Paraden von Marco Hiller, der den Ausgleich mit einigen sehenswerten Paraden festhielt, werden ausreichend gewürdigt. Und nicht zuletzt hat Bernd Winninger in seiner Taktiktafel messerscharf analysiert, warum der Sieger am Diesntag Abend aus Giesing und nicht aus Gelsenkirchen kam. Die Ergebnisse findet Ihr heute gegen Mittag bei sechzger.de. Für uns ist klar: einen solcher Pokalabend ist nur im Sechzgerstadion und an keinem anderen Ort der Welt denkbar!

Steinhart fällt aus

Leider gibt es auch negative Folgen des Sieges, der uns allen mindestens ein Lächeln ins Gesichts gezaubert hat. Phillipp Steinhart wird verletzungsbedingt fehlen. Beim ebenfalls verletzt ausgewechselten Yannick Deichmann besteht eine kleine Hoffnung, dass er beim wichtigen Ligaspiel gegen Freiburg II mitwirken kann.

Ergebnisse der Mittwochsspiele im DFB-Pokal

Borussia Mönchengladbach – Seitenstraße 5:0 (richtig gelesen, 5:0!)

VfB Stuttgart – 1.FC Köln 0:2

Bayer Leverkusen – Karlsruher SC 1:2

VfL Bochum – FC Augsburg 5:4 i.E.

Jahn Regensburg – Hansa Rostock 2:4 i.E.

Hannover 96 – Fortuna Düsseldorf 3:0

Dynamo Dresden – FC St. Pauli 2:3 n.V.

Waldhof Mannheim – Union Berlin 1:3 n.V.

Damit ist der TSV 1860 München letzter bayerischer Vertreter im DFB-Pokal und letzter Drittligist. Außerdem befinden sich noch fünf Zweitligisten im Wettbewerb, die restlichen zehn Qualifizierten kommen aus der Bundesliga.

News aus der dritten Liga

Kientz und Waldhof trennen sich

Ex-Löwe Jochen Kientz wurde beim SV Waldhof als sportlicher Leiter freigestellt. Bemerkenswert ist, dass Kientz vom Aufsichtsrat und nicht der Geschäftsführung freigestellt wurde. Grund dafür soll sein, dass Kientz eine Geburtsfeier veranstaltet hat, die zum Corona-Ausbruch bei Waldhof führte.

Saarbrücken – Waldhof findet wie geplant statt

Die Saarländer gaben gestern bekannt, dass der Derby gegen den FCK wie geplant am 06.11. stattfinden wird. Es gab Gerüchte um eine Verlegung wegen eines parallel stattfindenden Badminton-Turniers.

Damit geht Ihr wieder bestens informiert in den neuen Löwentag. Alles Wichtige rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga erfahrt Ihr wie immer bei uns. Letzter bayerischer Vertreter im DFB-Pokal, die Löwen auf dem Weg zur Arbeit dürfte man heute morgen erneut an weit nach oben zeigenden Mundwinkeln in Bus und Bahn erkennen.

 

 

DFB-Pokal: Auslosung am Sonntag

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TSV 1860 München FC Schalke 04 Im Grünwalder Stadion DFB Pokal 26.10.2021

Nach dem Pokal ist vor dem Pokal

Wann konnte man als 1860-Fan diesen Satz in den letzten Jahren sagen? Nach dem furiosen 1:0 Heimsieg gegen Schalke (hierzu die Giesinger Gedanken und morgen der Sechzger.de-Talk) stehen die Löwen im Achtelfinale des DFB-Pokals. Als Drittligist werden sie Heimrecht haben – es sei denn, sie stoßen auf einen der übrigen Drittligisten. Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist nur noch Mannheim als weiterer Drittligist vertreten – sie spielen heute Abend gegen Union Berlin. Das Achtelfinale findet am 18. bzw. 19 Januar 2022 statt.

Höwedes ist die Losfee

Der Ex-Schalker (gutes Omen?) Benedikt Höwedes, der im Sommer 2020 seine Profikarriere beendete, wird im Rahmen der ARD Sportschau am kommenden Sonntag die Partien auslosen – die Löwen sind sicher bereit für eine erneute heiße Pokalschlacht auf Giesings Höhen.

 

Sonntag ab 18:30 Uhr wissen wir mehr – und werden euch natürlich umgehend informieren!

Was ist euer Wunschlos?

Köllner auf Pressekonferenz: Matchplan gegen Schalke ging auf

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Michael Köllner auf der PK Nach dem Sieg gegen den FC Schalke 04
Michael Köllner auf der PK Nach dem Sieg gegen den FC Schalke 04

Wie geil war das denn gestern Abend bitte? Auch etliche Stunden nach dem Abpfiff sind wir noch ganz euphorisiert und blicken nun zurück auf die gestrige Pressekonferenz mit Michael Köllner, der sich zufrieden mit dem gelungenen Matchplan zeigte.

Ein gelungener Matchplan

Köllner war natürlich hochzufrieden mit Leistung und Ergebnis, zumal der Matchplan bestens aufging.

“Das Spiel hat seinen Verlauf genommen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir wollten von Beginn an im eigenen Stadion ein richtig aggressives Pressing spielen.”

Der Wunsch nach einem frühen Führungstreffer ging zudem in Erfüllung. Einzig der Umstand, dass man verpasst hat, das zweite Tor nachzulegen, trübte  die großartige erste Hälfte.

Michael Köllner lobt sein Team

Nach dem Seitenwechsel sei Schalke zwar aufgekommen, doch Köllner konstatierte seiner Mannschaft, dass sie den Sieg “mit Leidenschaft” über die Zeit gebracht habe. Ein Sonderlob erhielt Marco Hiller, der mit einigen Paraden die knappe Führung festhielt.

Auch für die Fans fand Köllner warme Worte und freute sich, dass das Team dem Anhang für den super Support einen Sieg schenken konnte. Nun gehe es jedoch darum, gut zu regenieren, um am Samstag in der Liga gegen den SC Freiburg II nachlegen zu können.

Hexenkessel Grünwalder Stadion

Marcel Bär wusste in einer neuen Rolle im offensiven Mittelfeld zu gefallen, was Köllner so erklärte:

“Wir wussten, wir können nicht mit unseren zwei Spitzen vorne direkt spielen, sondern müssen mit einer Spitze dahinter spielen. Das war im Endeffekt auch das Wichtigste, dass wir die 6er-Position zubekommen und trotzdem die Dreierkette mit drei Leuten hart anlaufen und signalisieren, dass wir in unserem eigenen Stadion die Hoheit behalten wollen. (…) Wir spielen in unserem Stadion und unser Stadion, das ist ein Hexenkessel.”

Man darf froh sein, dass die Überlegung, das Spiel eventuell im Olympiastadion auszutragen, verworfen wurde. Man darf gespannt, was die Auslosung für die nächste Runde bringt. Wie wäre es beispielsweise mit dem HSV? Attraktiver Gegner, gegen den Mitte Januar unter der Woche jedoch auch der Standort Giesing zu präferieren wäre. Und Michael Köllner wird sich sicher wieder einen tollen Matchplan zurechtlegen…

Mitgliederversammlung Teil 2: Satzungsanträge & Wahlen

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Die Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. am vergangenen Sonntag hatte Einiges zu bieten. Natürlich haben wir uns an das Liveticker-Verbot gehalten und keine Infos aus dem Zenith nach außen dringen lassen. Hier kommt unsere Zusammenfassung mit Teil 2:

Bericht des Schatzmeisters

Nach dem Bericht des Präsidenten konnte Schatzmeister und Vizepräsident Heinz Schmidt ein grundsätzlich recht positives finanzielles Ergebnis präsentieren. Bei einer Gesamtleistung inklusive Spenden kam er auf ein Volumen von 3.967.046 € und einen Jahresüberschuss in der Gewinn und Verlustrechnung von 434.135 € für 2018/2019. Im darauffolgenden Geschäftsjahr war es bei einer fast identischen Gesamtleistung von 3.962.226 € ein Jahresüberschuss in der Gewinn- und Verlustrechnung von 398.868 €.

Auftritt von Marc-Nicolai-Pfeifer, Bericht der Kassenprüfer

Auch KGaA-Geschäftsführer (Finanzen) Marc-Nicolai Pfeifer war vor Ort und bekam seine Redezeit. Er dankte für die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten (Gesellschafter und Angestellte sowie Ehrenamtliche) und durfte zu Ende seines Auftritts noch das “Du” von Präsident Robert Reisinger angeboten bekommen. Der Bericht der Kassenprüfer beinhaltete keinerlei Überraschungen.

Entlastung des Präsidiums und des Verwaltungsrates

Nach dem Bericht des Verwaltungsrats durch Sascha Königsberg wurde das Präsidium entlastet: es gab keine Gegenstimme. Auch bei der Entlastung des Verwaltungsrates stimmte keiner der Anwesenden dagegen.

Wahl der Verwaltungsräte

Im Anschluss wurde die Wahl des Verwaltungsrates (9 Plätze bei 10 Kandidat*innen) für die kommenden 3 Jahre durchgeführt. Dabei kam es zu folgendem Ergebnis: Sascha Königsberg (226 Stimmen), Sebastian Seeböck (218), Dr. Markus Drees (215), Christian Groß (214), Nicolai Walch (210), Beatrix Zurek (199), Robert von Bennigsen (175), Norbert Steppe (173) und Gerhard Mayer (166.) dem höchsten Vereinsgremium an. Karl Sochurek (33) ist somit nicht im Verwaltungsrat vertreten. Die Gewählten nahmen die Wahl an.

Wahl der Ehrenräte

Nach dem Verwaltungsrat wurde direkt der Ehrenrat (4 Kandidat*innen für 3 Plätze) gewählt mit folgendem Ergebnis: Dr. Klaus Leipold bekam 175, Stephanie Dilba 152 und Dr. Nikolaus Schmitt-Walter 147 Stimmen. Oliver Zeitler ist mit 78 Stimmen Nachrücker.

Wahl der Kassenprüfer und des Seniorenvertreters

Für die Ämter der Kassenprüfer und des Seniorenvertreters hatten sich jeweils nur genau so viele Kandidaten beworben, wie Plätze zur Verfügung standen. Daher erfolgte die Abstimmung offen. Dr. Peter Janka bekam 245 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen, Anton Bauer 180 Ja-Stimmen bei  67  Enthaltungen in der Wahl der Kassenprüfer. Beide nahmen die Wahl an.  Als Seniorenvertreter gewählt wurde Franz Josef Killer mit 228 Ja-Stimmen bei 19 Enthaltungen.

Satzungsänderungsanträge

Es standen zwei Anträge zur Satzungsänderung zur Abstimmung.

Satzungsänderungsantrag von Eduard Bauer

der erste, von Eduard Bauer, wollte in zwei Antragspunkten eine Brief- bzw. Onlinewahl im e.V. bewirken. Im ersten Antragspunkt sollten die Mitglieder einer Aufnahme der Online- und Briefwahlmöglichkeit in der Satzung zustimmen, Antragspunkt 2 sollte das Präsidium verpflichten, sollte Antragspunkt 1 nicht durchgehen, sich gegen das Votum der Mitglieder dennoch zu einer entsprechenden Aufnahme zu bewegen. Antrag 2 hätte jedoch die Kompetenzen des Präsidiums überschritten: weder darf das Präsidium eigenmächtig die Satzung ändern, noch sich gegen das Votum des höchsten beschließenden Organs des e.V., der Mitgliederversammlung, hinwegsetzen. Letztlich kam Antragspunkt 1 zur Abstimmung, dessen 8 Ja-Stimmen jedoch 218 Nein-Stimmen gegenüberstanden, sodass der Antrag mit großer Deutlichkeit abgelehnt wurde.

Satzungsänderungsantrag von Peter Schaefer

Der Satzungsänderungsantrag von Peter Schaefer befasste sich letztlich mit dem Gegenteil: da es zu erwarten bzw. zumindest nicht auszuschließen ist, dass eine Novelle des Vereinsrechts nach den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie Online-Versammlungen und -Wahlen in den Gesetzestext des Bürgerlichen Gesetzbuches erfolgen könne, sei es nun notwendig, den mehrfach (und kurz zuvor bestätigten) Willen der Mitglieder, Online-Versammlungen bzw. -Wahlen (auch Briefwahlen) abzulehnen, explizit in die Satzung des e.V. mit aufzunehmen. Der Änderungsantrag wurde mit der Ausnahme versehen, dass Präsidium und Wahlausschuss in eigenem Ermessen (und nur im Falle eines wichtigen Grundes wie der hinreichend konkreten Gefährdung der Gesundheit der Teilnehmenden bei einer Präsenzveranstaltung oder ähnlich hoch gewichteten Gründen) ausnahmsweise für den Einzelfall die Durchführung einer Online-MV beschließen dürften.

Hierauf gab es Wortmeldungen des Verwaltungsrats, die die Ausnahmeregelung als zu “schwammig” betrachteten und eine Unterwanderung des eigentlichen Zwecks der Ausnahmeregelung durch klagende Mitglieder befürchteten. Antragsteller und Verwaltungsrat einigten sich in der darauf folgenden offenen Diskussion auf eine gemeinsame Nachbesserung und Neustellung des modifizierten Antrags für die nächste Mitgliederversammlung, woraufhin der Antragsteller den Antrag zurückzog.

Wahl des Wahlausschusses

Hierauf wurde der Wahlausschuss gewählt, dessen Wahl satzungsgemäß das Präsidium in Person von Präsident Robert Reisinger durchführte und überwachte. Die 5 Plätze wurden unter den 6 angetretenen Kandidat*innen wie folgt verteilt: Evert Koenes (219 Stimmen), Christian Poschet (217), Veronika Seemann (210), Peter Schaefer (127) und Arnold Geißler (121) wurden gewählt, nicht gereicht hat es für Reinhard Schmid, der 83 Stimmen erhielt.

Fragen aus dem Plenum

Kurz vor Ende der Veranstaltung wurde Robert Reisinger noch von einer Fragestellerin aus dem Plenum, die offensichtlich den Saal erst deutlich nach dem Bericht des Präsidenten betreten hatte, zur Stadionthematik (“liegt ein 5-Jahres-Mietvertrag für das umgebaute Sechzgerstadion vor?”), einer Jobgarantie für Michael Köllner (“Wieso stellen Sie als Präsident des e.V. öffentlich eine Jobgarantie für Michael Köllner aus?”) zur Rede gestellt.

Reisinger stellte einerseits klar, dass die gestellten Fragen KGaA-Thematiken beträfen und vorher KGaA-Geschäftsführer Pfeifer hätten gestellt werden müssen und stellte vehement und unmissverständlich klar, dass man pünktlich zu erscheinen habe, wenn man zu einer Mitgliederversammlung käme, da zu den Übrigen Fragen bereits alles gesagt worden sei.