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Giesinger Gedanken nach Pokalsieg gegen Schalke: Pokalsensation!!!

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Nach den zuletzt wenig erfolgreichen Auftritten in der Liga hoffte der Löwenkosmos auf eine Pokalsensation gegen Schalke. Michi Köllner gab vorher die Favoritenrolle brav an die Gelsenkirchener ab, setzte auf die Qualitäten der Mannschaft im Elfmeterschießen und hoffte auf eine Pokalsensation. Aber es kam ganz anders, die Löwen legten los wie die Feuerwehr und gingen bereits nach fünf Minuten durch einen Gewaltschuss von Stefan Lex in Führung.

Schalke wird zerlegt

In den ersten 20 Minuten ließen es die Löwen derartig krachen, dass die Gelsenkirchener nicht wussten, wo oben und unten war. Leider sprang kein weiterer Treffer für die Löwen heraus. Stefan Lex traf in der 22. Minute nochmal den Pfosten. Kurz nach der Halbzeit erhielten die Schalker eine rote Karte nach einer Notbremse an Stefan Lex. Weil es die Löwen gegen zehn Mann etwas schleifen ließen, musste Hiller noch ein paar Mal eingreifen, bevor die Pokalsensation nach endlosen fünf Minuten Nachspielzeit unter Dach und Fach war. TSV 1860 München – FC Schalke 04 1:0! Pokalsensation!

Spiel des Jahres

Für viele Löwenfans war das gestrige Spiel sicher das Spiel des Jahres. Mit Schalke eine ganz große Nummer des deutschen Fußballs diskussionslos eliminiert und für die dritte Runde qualifiziert. Aber für mich war es bisher das Spiel des Jahres, weil die Westkurve endlich wieder voll war und die Stimmung über die spannenden 95 Minuten super getragen hat. Endlich können wieder alle Löwen im Stadion sein und die Mannschaft gemeinsam nach vorne schreien. Was das bringen kann, haben wir ja gestern erlebt: Eine Pokalsensation!

Danke, Löwen!

Ich hatte bisher eine ziemlich unschöne Woche und habe in Dauerschleife „How will I laugh tomorrow when I can’t even smile today“ gehört. Aber die Löwen haben es geschafft, mir heute ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Und vielleicht kann ich ja morgen schon wieder lachen. Danke Löwen und danke an meine Freunde in Block L, dass Ihr mich auf andere Gedanken gebracht habt! Von Silas bis zum Winninger! I fuckin‘ love you all!

Sechzig um Sieben: Löwen im Achtelfinale – so geht es im Pokal weiter

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Was! Für! Ein! Abend! Sechzig München gewinnt im erstmals wieder komplett gefüllten Sechzgerstadion gegen den FC Schalke 04 und zieht in das Achtelfinale vom DFB-Pokal ein. Wir blicken zurück auf einen denkwürdigen Abend, blicken gemeinsam auf die weiteren Termine und zudem auf die weiteren Meldungen des gestrigen Tages bei sechzger.de, die vielleicht doch etwas untergegangen sind.

Video von Choreo und den letzten Minuten

Es dauerte nur fünf Minuten, ehe es im Grünwalder Stadion erstmals so richtig laut wurde. Eine furiose Mannschaft von Sechzig München zeigte von Beginn an immensen Willen und steht nach 90 Minuten völlig verdient im Achtelfinale des DFB-Pokals. Falls jemand statt dem Spielbericht lieber alle Einzelheiten noch einmal verfolgen möchte, dem legen wir sehr gerne unseren Liveticker ans Herz.

Für den emotionalen Part erwarten euch heute im Laufe des Tages noch die Giesinger Gedanken. Dennoch können wir an dieser Stelle schon einmal zwei Videos präsentieren, die die Stimmung vom gestrigen Abend eingefangen haben:

 

Die Ergebnisse der anderen Partien am Dienstagabend

Preußen Münster – Hertha BSC 1:3 (1:1)
SV Babelsberg 03 – Leipzig 0:1 (0:1)
Hoffenheim – Holstein Kiel 5:1 (2:0)
Borussia Dortmund – Ingolstadt 2:0 (0:0)
VfL Osnabrück – SC Freiburg 2:3 n.E. (2:2, 1:1, 1:1, 0:1)
1.FC Nürnberg – Hamburger SV 2:4 n.E. (1:1, 1:1, 1:1, 0:1)
1.FSV Mainz 05 – Arminia Bielefeld 3:2 n.V. (2:2, 2:2, 0:1)

Die Spiele am Mittwoch

Waldhof Mannheim – Union Berlin
VfL Bochum – Augsburg
Dynamo Dresden – FC St. Pauli
Bayer Leverkusen – Karlsruher SC
Hannover 96 – Fortuna Düsseldorf
Borussia Mönchengladbach – Seitenstraße
Jahn Regensburg – Hansa Rostock
VfB Stuttgart – 1.FC Köln

Sechzig im Achtelfinale: Termine für Auslosung und Spiel

Da am heutigen Mittwoch noch zahlreiche Duelle der 2.Runde anstehen, ist freilich noch völlig ungewiss, auf wen die Löwen in Runde 3 treffen könnten. Sicher ist jedoch, dass Sechzig München im DFB-Pokal überwintert: als Spieltermine für das Achtelfinale sind die beiden Tage Di/Mi 18./19.01.2022 bereits festgelegt. Der TSV 1860 München hat mit großer Sicherheit Heimrecht. Es gibt jedoch eine Ausnahme: sollte Waldhof Mannheim heute abend weiterkommen und im direkten Duell zuerst gezogen werden, spielen die Löwen in der Quadratestadt.

Auf die Auslosung wiederum müssen die Löwenfans gar nicht allzu lange warten. Diese findet in der Sportschau am Sonntag, den 31.Oktober ab 18:30 Uhr statt. Wir sind schon jetzt gespannt, auf wen Sechzig München im Achtelfinale treffen wird.

Weitere Meldungen bei sechzger.de

Corona: Neudecker vs. Nagelsmann

Ein Spieler des TSV 1860 München musste den Pokalabend daheim vor dem Fernseher verfolgen: Richard Neudecker. So ganz logisch erscheint dies zumindest nicht, nachdem Julian Nagelsmann mit vergleichbarem Krankheitsbild bereits deutlich früher aus der Quarantäne entlassen wurde. Wie kann das sein, fragt sich sicherlich nicht nur Stephan Tempel

Berichte von der Mitgliederversammlung

Etwas zu kurz gekommen ist bisher auch die Mitgliederversammlung vom Sonntag. In Teil 1 gibt es einen ersten Überblick, der sich vor allem auf den geplanten Bau einer Turnhalle fokusiert. Teil 2 mit den Wahlen als Schwerpunkt folgt im Laufe des heutigen Tages.

Außerdem nahm das Präsidium im Nachhinein Stellung zum angeordneten Verbot von Livetickern auf der Veranstaltung.

Dabei seid ihr zum Start in den Mittwoch bestens informiert. Nicht vergessen, heute viel zu lächeln, denn Sechzig München steht im Achtelfinale, meine Damen und Herren!

DFB Pokal: TSV 1860 besiegt den FC Schalke 04 mit 1:0

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TSV 1860 - FC Schalke 04 (DFB Pokal)
TSV 1860 - FC Schalke 04 (DFB Pokal)

15.000 Zuschauer, Flutlicht auf Giesings Höhen, Rückkehr der aktiven Szene – das perfekte Setting! Der TSV 1860 empfing den FC Schalke 04 im Grünwalder Stadion und zeigte von der ersten Minute an, wer der Herr im Haus ist. Am Ende siegten die Löwen nach aufopferungsvollem Kampf durch ein Tor von Stefan Lex mit 1:0.

Stefan Lex sorgt für Traumstart

Von Beginn an zeigten sich die Löwen von ihrer besten Seite und setzten die Gäste aus Gelsenkirchen unter Druck. Und das zeigte Wirkung: Mölders erkämpfte sich den Ball auf links, setzte Lex in Szene und der vollstreckte in der 5. Minute zum 1:0 für den TSV 1860. Traumstart!

Aber Sechzig wollte mehr und blieb dran, während die Knappen offensiv zunächst gar nicht zur Geltung kamen. In der 7. Minute scheiterte Biankadi an Fährmann, zwei Zeigerumdrehungen später kam Lex nicht entscheidend an die Kugel.

Aluminium rettet für Schalke

Erst nach knapp 20 Minuten kam Schalke erstmals gefährlich vor das Tor des TSV 1860. Zalazar setzte sich am Flügel durch, nach seiner Hereingabe lenkte Bülter das Leder aus sechs Metern aufs Tor, doch Hiller wehrte mit dem Fuß ab.

Auf der Gegenseite legte Deichmann zwei Minuten später den Ball per Kopf auf Lex ab und dieser hämmerte die Kugel ans Aluminium. Das wäre es natürlich gewesen…

Hiller klärt spektakulär

Der Gästetrainer reagierte und wechselte bereits nach 22 Minuten erstmals aus. Zufrieden konnte Grammozis nun wirklich nicht sein mit seiner Truppe. Der eingewechselte Ouwejan war sofort mittendrin im Geschehen, fand mit seiner Flanke Kaminski, doch Hiller lenkte das Leder mit den Fingerspitzen an die Latte.

Schalke war nun besser drin in der Partie, doch auch der TSV 1860 zeigte sich offensiv und sorgte für Nadelstiche. Das können wir Löwen ja bekanntlich besonders gut. Nichtsdestotrotz blieb es bis zur Pause beim knappen 1:0.

Rote Karte für Thiaw

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag, denn nach nur drei Minuten sah der Schalker Innenverteidiger Thiaw nach einer Notbremse gegen Stefan Lex die Rote Karte. Es lief gut für die Löwen, die giftig blieben und ihr bis dahin bestes Saisonspiel zeigten.

Nach einer knappen Stunde musste dann Steinhart verletzungsbedingt runter, für ihn kam Fabi Greilinger als Linksverteidiger. Zudem ersetzt Quirin Moll den gelbvorbelasteten Daniel Wein. Auch Schalke wechselte und brachte u.a. Goalgetter Simon Terodde.

Schalke drückt, 1860 trifft den Pfosten

Der TSV 1860 und Schalke 04 schenkten sich nichts, die Überzahl der Löwen war zunächst kaum zu spüren. Ganz im Gegenteil, denn die Gäste kontrollierten nun die Partie und zeigten, warum sie in der 2. Bundesliga oben mit dabei sind.

Die Löwen blieben aber gefährlich und kamen in der 69. Minute zu einer guten Konterchance. Deichmann und Biankadi bedienten Lex, der Fährmann umkurvte, aus spitzem Winkel jedoch nur noch den Außenpfosten traf.

Auch Deichmann verletzt raus

Drei Minuten später dann der nächste verletzte Löwe, für Deichmann kam Semi Belkahia. Es entwickelte sich ein richtig geiler Pokalfight zweier gleichwertiger Mannschaften. Den Gästen gelang es jedoch eher selten, sich zwingend vor den Kasten von Marco Hiller zu arbeiten.

Sechzig hingegen kam durch den gerade eingwechselten Linsbichler und Mölders zu Möglichkeiten, die Vorentscheidung wollte jedoch nicht gelingen. Schalke holte in den Schlussminuten die Brechstange raus, 1860 warf alles rein und spekulierte auf Konter.

1860 wirft Schalke aus dem Pokal

Torwart Fährmann rückte mit auf, Schalke drückte und Palsson kam in der Nachspielzeit aus aussichtsreicher Position zum Abschluss – drüber! Durchatmen!

Nach fünf unendlichen langen Minuten war dann aber endlich Schluss. Wahnsinn! 1860 München schlägt Schalke und zieht in die nächste Runde des DFB Pokals ein.

Sechzig München gibts nur in Giesing und alle, die das Spiel heute woanders hätten sehen wollen, wurden eines Besseren belehrt.

Wir sind die Geilsten!

Liveticker: TSV 1860 München – FC Schalke 04 (2.Runde DFB-Pokal)

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Herzlich willkommen zu unserem Liveticker in der 2.Runde des DFB-Pokals der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Schalke 04!

Es ist angerichtet! Nach dem Sieg im Elfmeterschießen gegen den SV Darmstadt 98 will der TSV 1860 München mit dem FC Schalke 04 den nächsten Zweitligisten aus dem DFB-Pokal werfen. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel live aus dem Grünwalder Stadion sowie aus Giesing.

 

Aufstellung:
1 Hiller – 36 Steinhart (59. 11 Greilinger), 6 Salger, 3 Lang, 20 Deichmann (72. 27 Belkahia) – 17 Wein (59. 5 Moll), 14 Dressel, 19 Biankadi, 7 Lex (82. 25 Willsch) – 15 Bär (82. 22 Linsbichler), 9 Mölders (C)

Bank:
40 Kretzschmar, 8 Tallig, 16 Goden, 24 Wicht

Tore:
1:0 Lex (5.)

Rote Karte:
Thiaw (48., S04, Notbremse)

Die Personalsituation

Marius Willsch sammelte am Samstag in Saarbrücken seine ersten paar Einsatzminuten der Saison; ein Einsatz von Beginn an erscheint arg früh. Richard Neudecker fällt aufgrund einer angeordneten Quarantäne heute Abend aus. Lorenz Knöferl ist noch verletzt und stellt somit keine Option dar.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Moll, Lang, Dressel und Salger haben gegen Darmstadt die gelbe Karte gesehen. Eine Sperre bei einer möglichen Achtelfinal-Teilnahme droht ihnen allerdings nicht.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – FC Schalke 04 außer im Liveticker noch verfolgen?

Die Übertragungsrechte am DFB-Pokal hat der Bezahlsender sky inne. Es besteht jedoch die Möglichkeit, das Spiel einzeln zu buchen. Hierfür muss die App des Anbieters onefootball heruntergeladen werden. Im Anschluss ist mit wenigen Klicks die Buchung möglich, ein Spiel kostet ab 3,99€.

Weder MagentaSport noch Free-TV sind heute abend eine Möglichkeit, um das Spiel zu verfolgen. 15.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion benötigen dies allerdings auch nicht. Sie werden von den Rängen alles geben, um nach Abpfiff einen Sieg des TSV 1860 München bejubeln zu können.

Außerdem ist das Löwen-Radio vor Ort und geht für euch live auf Sendung. Die Moderatoren Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch die 90 Minuten, an dessen Ende hoffentlich unsere Löwen als Sieger feststehen.

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – FC Schalke 04 (2.Runde DFB-Pokal)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Pokalschlager TSV 1860 München – FC Schalke 04.

Der seit 02. März diesen Jahres in Gelsenkirchen auf dem Chefrtrainerposten installierte Dimitrios Grammozis lässt seine Knappen meist in einem sehr offensiven 3-1-4-2 auflaufen. In der 2.Bundesliga residiert der FC Schalke 04 nach kleinen Startschwierigkeiten zu Saisonbeginn mittlerweile auf dem dritten Tabellenplatz und die Tendenz zeigt klar nach oben. In den letzten vier Spielen wurden vier Siege eingefahren bei sage und schreibe 9:0 Toren. Diese Siege fuhr man allerdings, abgesehen vom zumindest ergebnistechnisch knappen 1:0 gegen Hannover, als die Schalker den Siegtreffer erst in der sprichwörtlich letzten Sekunde einer fünfminütigen Nachspielzeit erzielten, gegen die drei Aufsteiger aus Liga drei ein (Dresden, Rostock und Ingolstadt).

Nichtsdestotrotz: 12 Punkte aus vier Spielen mit 9:0 Toren muss man erst mal einfahren.

Die wichtigsten statistischen Werte der Schalker

  • Ballbesitz 50%
  • Passgenauigkeit 82%
  • Defensive Zweikampfquote 57%
  • Flankengenauigkeit 36%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 9,37

Wie spielt der FC Schalke 04?

Das 3-1-4-2 ist eine offensive Variante des 3-5-2. Dabei wird bei eigenem Ballbesitz im gegnerischen letzten Drittel die Offensive derart überladen, dass sich früher oder später Räume ergeben, wenn der Gegner nicht zu 100% konzentriert verteidigt. Diese Räume nutzten die Knappen aus Gelsenkirchen in den letzten Spielen gnadenlos aus.

Dieses System ist unter vielen Fachleuten als Harakirisystem verschrien und das trifft auch zu – allerdings nur dann, wenn die Außenbahnspieler disziplinlos sind und ihre defensiven Aufgaben nicht annehmen beziehungsweise lösen.

Zu Beginn der laufenden Saison sah es auch danach aus als würde das System dem Trainer auf die Füße fallen. Mittlerweile hat sich die Mannschaft in diesem System defensiv zurecht gefunden und weiß zudem genau, wie die Stürmer gefüttert werden müssen, damit es im gegnerischen Gebälk klingelt.

Je nachdem, wo der Gegner den Schalkern Räume anbietet, stechen sie hinein. Dabei ist es vollkommen egal, ob über die Flügel oder durch das Zentrum gespielt wird. Die Schalker finden einen Weg, um effektiv vor das Tor des Gegners zu kommen und dort auch gefährlich zu agieren.

Mit sechs offensiven Feldspielern ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass die Offensivbemühungen der Gelsenkirchener häufig von Erfolg gekrönt sind.

So agiert der Zweitligist in der Defensive

Gegen den Ball steht der FC Schalke 04 generell hoch und presst früh sowie aggressiv. Dabei bieten die Schalker Räume auf den Außenbahnen an, wenn der Gegner sich aus dem Pressing befreien kann, um selbst im Zentrum kompakt zu stehen. Die Logik dahinter ist klar. Irgendwann muss der Gegner den Ball dorthin befördern, sonst gibt es keine Torchancen. Agiert der Gegner im Zentrum oder wird der Ball dorthin gespielt, reagieren die Schalker sofort mit starkem Defensivdruck.

Sowohl im Raum als auch gegen den Mann bekommen die Gegner des FC Schalke 04 in zentralen Positionen diesen Druck auf der gesamten Länge des Spielfelds zu spüren. Speziell hohes Pressing ist beim 3-1-4-2 unerlässlich, um den Spielern zeitlich zu ermöglichen sich aus der offensiven Überladung in die jeweils zugedachte Defensivposition zurückzuziehen. Das Spiel der Schalker in Hannover war gegen den Ball ein Lehrbeispiel, wie man das 3-1-4-2 spielen muss. Ganze drei Schüsse konnten die Hannoveraner gegen die Knappen absetzen.

Wenn die Verschiebungen aus der Offensive in die Defensive funktionieren, spielen die Schalker entweder 4-2-3-1 oder auch ein 5-3-2. Beides hat man von den Schalkern schon gesehen. Die einseitig gependelte Viererkette ist ebenso wahrscheinlich wie eine Fünferkette. Dabei wird in der gependelten Viererkette immer der Außenbahnspieler auf der ballfernen Seite der Spieler sein, der in den Abwehrverbund abkippt.

Stärken und Schwächen des 3-1-4-2

Stärken

Es entsteht bei Ballbesitz schnell eine Überzahl im Mittelfeld. Damit kann man in der Offensive variantenreich agieren. Sowohl Passdreiecke als auch Rauten können mit kleinen Verschiebungen in jede Richtung schnell gebildet, aufgelöst und wieder neu gebildet werden. So können schnell Formationen für präzises Kurzpassspiel entstehen. Pressing gegen das Positionsspiel der Gegner wird stark begünstigt.

Schwächen

Spielt der Gegner ein System, das bei eigenem Ballbesitz drei Spitzen vorsieht, kann die Abwehr in Probleme kommen, wenn zusätzlich noch torgefährliche Mittelfeldspieler lauern, um die Stürmer zu unterstützen. Die individuellen Anforderungen an das Können der Innenverteidiger sind sehr hoch. Speziell der zentrale Innenverteidiger steht im Fokus. Vor allem wenn aus der Dreierkette eine gependelte Viererkette entsteht, obliegt es ihm die richtige Verschiebung gegen den Ball einzuleiten. Bei Konterangriffen sind oft die Halbräume zwischen Mittelfeld und Strafraum sehr offen. Wenn der Gegner das ausnutzen kann, entstehen gefährliche Vorstöße.

Schlüsselspieler

Der Österreicher Martin Fraisl (#30) kam zur neuen Saison aus Den Haag an die Emsche. Seit vier Spielen steht er nun im Tor der Knappen und musste noch nicht einmal den Ball aus dem eigenen Tor holen. Zeit wirds würd ich sagen! Spaß beiseite, für die gute Quote bei den Schalkern gegen den Ball ist vor allem die Defensivphilosophie von Trainer Grammozis und die Art und Weise, wie diese von den Schalker Spielern umgesetzt wird, verantwortlich. Der FC Schalke 04 lässt in den letzten Spielen einfach kaum Torchancen für den Gegner zu. Seit Fraisl im Kasten steht musste er genau sieben Mal eingreifen, um einen Einschlag im Tor zu verhindern. Ob nun tatsächlich er oder vielleicht Fährmann im Tor steht, werden wir sehen. Viel Unterschied dürfte diese Personalie nicht machen.

Innenverteidiger Ko Itakura (#3), Leihspieler von Manchester City war, als er Mitte August nach Gelsenkirchen kam, der Baustein, der in der Dreierkette noch gefehlt hatte, um die Stabilität dort zu garantieren. Sein gutes Stellungsspiel hilft ihm dabei viele Pässe abzufangen. 78% seiner Defensivduelle entscheidet er für sich. Zudem ist er kopfballstark und passsicher.

Viktor Pálsson (#4) kam vor der Saison aus Darmstadt und wurde umgehend Kapitän bei den Schalkern. Gegen den Ball ist dieser Spieler auf seiner Position in der zweiten Liga eine Bank. Er ist momentan der kopfballstärkste defensive Mittelfeldspieler der zweiten Liga und auch am Boden gewinnt er deutlich mehr Zweikämpfe als er verliert. Mit seinem guten Stellungsspiel sorgt er für viele abgefangene Pässe. Die stark offensive Ausrichtung der Schalker sorgt allerdings dafür, dass er im Passspiel hinter seinen Topkollegen in der Liga auf dieser Position zurückhängt. Seine Pässe sind nicht schlechter, nur mit mehr Risiko gespielt. Daher ist seine Passquote im Spiel nach vorn nicht so gut wie bei anderen Spielern auf seiner Position.

Simon Terodde (#9), mit elf Treffern bester Schütze der Liga, hat zudem schon drei Vorlagen auf dem Kerbholz. Er ist Gefahr Pur. Der vom HSV zu den Knappen gewechselte 33-jährige Vollblutstürmer ist wohl von keiner Abwehr in Liga zwei wirklich unter Kontrolle zu halten. Entsprechend schwer wird es für die Defensive des TSV 1860 München ihn am Toreschießen zu hindern.

Fazit

Dimitrios Grammozis hat zwar angekündigt seine Elf für das Pokalspiel im Gegensatz zu den Ligaspielen etwas zu verändern. Ob das aber die Chancen der Schalker gegen den TSV 1860 München schmälert, lass ich mal dahingestellt. Für mein Dafürhalten ist die Chance, welche die Löwen am heutigen Dienstag ab 18:30 Uhr haben, die, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. Wenn die Tormaschine aus dem Pott in die Gänge kommt, wird für die Sechzger in diesem Spiel vermutlich nicht viel zu holen sein.

Steckte ich in den Schuhen unseres Trainers, würde ich vor der Box den Bus parken und mit Bär sowie Linsbichler meine Chance in Kontergegenstößen suchen. Versucht man mit den Schalkern mitzuspielen, wird man bei der Form, in der der FC Schalke 04 sich momentan präsentiert, vermutlich derb unter die Räder kommen.

Aber wie gesagt: der Pokal hat seine eigenen Gesetze. “Schau ma moi” was des wird. Vielleicht gelingt ein dreckiger Sieg. Für mich ist das Vorrücken in die zweite Pokalhauptrunde schon ein großer Erfolg gewesen. So, wie es momentan aussieht, ist die Liga klar das, worauf der Fokus gelegt werden sollte.

Wie wir alle hoffe ich natürlich trotzdem auf den Einzug in das Achtelfinale und ein weiteres Pokalhighlight im Sechzgerstadion. Allein mir fehlt der Glaube bei der Art, wie der kommende Gegner sich in den letzten Spielen präsentiert hat. Ein Plus für die Sechzger wird sicherlich die Rückkehr der aktiven Szene in die Kurve sein. Das könnte die nötigen extra Körner, die man braucht um zu bestehen, freisetzen.

So könnte der FC Schalke 04 in Giesing auflaufen

Datenquelle: wyscout

Livetickerverbot auf MV: Statement des Präsidiums

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TSV 1860 Präsident Robert Reisinger 50+1 Stadt München
TSV 1860 München e.V. MitgliederEhrungen Copyright by : sampics Photographie Bierbaumstrasse 6 81243 München TEL.: ++49/89/82908620 , FAX : ++49/89/82908621 , E-mail : sampics@t-online.de Bankverbindung : Hypovereinsbank München Konto : 1640175229 , BLZ 70020270 IBAN : DE78700202701640175229 BIC HYVEDEMMXXX weitere Motive finden sie unter : www.augenklick.de

Livetickerverbot auf MV: Statement des Präsidiums

Nachdem ein Online-Blog sich in Artikeln und auf YouTube über das Verbot des Live-Tickers bei der Mitgliederversammlung (Sechzger.de berichtete) echauffierte, veröffentlichte der e.V. am Dienstag folgendes Statement des Präsidiums um Präsident Robert Reisinger. Es deckt sich mit dem, was er auch auf der Mitgliederversammlung dazu ausgeführt hatte (worüber vorstehend angesprochene Medien jedoch nicht berichteten).

Die Erklärung im Wortlaut auf tsv1860.org:

Verehrte Mitglieder, liebe Löwinnen und Löwen,

wir haben uns im Präsidium im Vorfeld der Mitgliederversammlung vom Wochenende länger mit der Thematik von Live-Tickern beschäftigt und überlegt, was das Beste für die Versammlung, die Mitglieder und den Verein ist.

Es gibt ein Informationsbedürfnis von Vereinsmitgliedern und interessierten Anhängern ohne Mitgliedschaft, die die Versammlungen des TSV 1860 nicht besuchen können oder möchten. In Presseberichten verschiedener Tageszeitungen und Online-Medien sowie auf der Vereinswebsite finden diese spätestens am Folgetag, meist aber bereits direkt nach Veranstaltungsschluss, alle relevanten Informationen zum Verlauf der Versammlung aus verschiedener Perspektive geschildert.

Bis zu fünf miteinander um Aufmerksamkeit im Netz ringende Live-Ticker aus der Halle, wie wir sie auf Mitgliederversammlungen zuletzt hatten, dienen keinem Erkenntnisgewinn der Mitglieder mehr. Es ist ein unguter Wettbewerb entstanden, bei dem die meisten Klicks sammelt, wer am schnellsten und aggressivsten nach draußen kommentiert.

Live-Ticker sind ein wunderbares Instrument zur Begleitung von Sportwettkämpfen. Für die Wiedergabe komplexerer Sachverhalte sind sie nur bedingt geeignet. Es sind durch den Einsatz von Live-Tickern in der Vergangenheit Zerrbilder unserer Versammlungen entstanden, die dem Verein nicht gut tun. Die Mitgliederversammlung ist das höchste beschließende Organ des TSV 1860. Wir wünschen uns eine respektvolle Haltung davor.

Es darf nicht sein, dass Mitglieder auf der Versammlung ihres eigenes Vereins sich nicht mehr persönlich zu Wort zu melden trauen, weil sie befürchten müssen, nur Sekunden später im Internet angegriffen oder lächerlich gemacht zu werden.

Das trifft nicht auf alle Medien gleichermaßen zu. Das ist uns bewusst. Wir können und möchten aber keine subjektive Auswahl treffen. Deshalb haben wir uns entschieden, neben Film- und Videoaufnahmen auch auf Live-Ticker aus der Halle zu verzichten.

München, den 25. Oktober 2021

 

Robert Reisinger (Präsident), Heinz Schmidt (Vizepräsident), Hans Sitzberger (Vizepräsident)

Mitgliederversammlung Teil 1: Turnhallenpläne vorgestellt

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1860 verwaltungsrat

Die Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. am vergangenen Sonntag hatte einiges zu bieten. Natürlich haben wir uns an das Liveticker-Verbot gehalten und keine Infos aus dem Zenith nach außen dringen lassen. Hier kommt unsere Zusammenfassung mit Teil 1:

Teilnahme der Mitglieder sehr gering

Insgesamt kamen zu den besuchsstärksten Momenten 245 stimmberechtigte Mitglieder in die Kulturhalle in Freimann. Die Corona-Situation, die 3G+-Regel sowie die fehlende Opposition für die anstehenden Wahlen ließen viele Mitglieder sich wohl dazu veranlassen, den schönen Sonntag anderweitig zu verbringen. Auch deshalb war die Veranstaltung erfrischend schnell (nach ca. viereinhalb Stunden) vorbei.

Einmarsch der Musikanten

Bevor es losging, zog die neu gegründete Musikkapelle des TSV 1860 um Dirigent Anton Hörger in die große Eventhalle ein – kurz hatte man das Gefühl, beim Anstich der Wiesn im Bierzelt zu sitzen, wenngleich die Temperatur in der Veranstaltungsstätte eher der eines zugigen Herbsttages im Olympiastation glich. Nach zwei gespielten Stücken dankte Präsident Robert Reisinger, mahnte jedoch an, eine Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 dürfe nicht ohne den Sechzger-Marsch beginnen, den die Musikanten sogleich anstimmten.

Reisinger dankt treuen Mitgliedern und  dem e.V.-Management

Dann kam der Bericht des Präsidenten. Robert Reisinger dankte den Mitgliedern des TSV 1860 für ihre Treue – trotz Pandemie zählt der Verein 23.105 Mitglieder und konnte somit während Corona sogar wachsen – alles Andere als eine Selbstverständlichkeit, während diese Jahrhundertkrise viele Einzelpersonen in finanzielle Schieflage gebracht hat und 90 Euro Mitgliedsbeitrag da durchaus schmerzen können oder gar unmöglich werden. Reisinger dankte ausdrücklich dem Vereinsmanagement um Viola Oberländer, die rund um die Uhr vor der Veranstaltung diesen Tag organisiert hatte, und hob erneut die großartige Arbeit der Angestellten und ehrenamtlich Aktiven des e.V. hervor.

Neuordnung der Fanbetreuung und Turnhalle – Votum der Mitglieder

Der Präsident kam im Anschluss auf die Neuordnung der Fanbetreuung beim TSV 1860 zu sprechen – durch die nun bei den Löwen direkt angesiedelte Fanclubbetreuung um Felix Hiller seien die Fanclubs in Zukunft (noch) besser betreut. Den Skandal um die ARGE thematisierte Reisinger hingegen nicht.

Dann kam der Bericht des Präsidenten auf die Turnhalle zu sprechen: nach einer kurzen Einleitung hinsichtlich der Vorgeschichte der überdachten Sportflächen des e.V. (Halle in der Auenstraße) machte der Präsident erneut deutlich, wie immens wichtig eine vereinseigene Turnhalle für den TSV (und auch die Jugendmannschaften, die in der KGaA eingegliedert sind) sei. Im August sei der Vorbescheid für den Bau der Turnhalle von den Behörden positiv ergangen, (Anmerkung der Redaktion: der Vorbescheid stellt noch keine Baugenehmigung dar, sondern bestätigt meist nur die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Vorhabens) welcher nun 3 Jahre bindend sei. Spätestens nach Ende dieser drei Jahre, so Reisinger, würde er sich die stehende Turnhalle auf dem e.V.-Gelände wünschen.

Die bestehenden Hürden für den Hallenbau

Ein paar Hürden gebe es aber noch: zwei Konstellationen gibt es, die beide die Zustimmung des Mehrheitsgesellschafters der KGaA benötigen. Dazu muss man wissen, dass die Gebäude und Infrastruktur des Trainingsgeländes auf einem Grundstück stehen, welches sich weder im Eigentum des TSV München von 1860 e.V., noch in dem der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA befindet. Das Grundstück ist ein sogenanntes “Erbpacht-Grundstück”, dessen Eigentümerin die Landeshauptstadt München ist. Dieses Grundstück ist in Erbpacht befristet der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA überlassen (gegen Erbpachtzins, vergleichbar mit einer Miete), an welche Ex-Präsident Wildmoser seinerzeit mit ihrer Gründung den Erbpachtvertrag vom e.V. übertrug – ein Fehler, wie Reisinger am vergangenen Sonntag feststellte.

Die baulichen Anlagen auf dem Gelände gehören der KGaA, der e.V. hat ein im Erbpachtvertrag verbrieftes Nutzungsrecht für seine sportlichen Aktivitäten.

Zustimmung des KGaA-Mehrheitsgesellschafters notwendig

Zurück zu den beiden Konstellationen: Variante a – und bevorzugt vom e.V. zu ziehen – ist, den Erbpachtfläche räumlich aufzutrennen und wie folgt neu zu ordnen: Bestehendes Trainingsgelände samt Gebäuden auf die KGaA, der derzeitige Parkplatz und gleichzeitig der Bauplatz für die geplante Turnhalle auf den e.V.. Hintergrund dessen ist, dass die Fördergelder von Landeshauptstadt und Freistaat für den Bau der Turnhalle an die Voraussetzung geknüpft sind, dass der bauende Verein Eigentümer oder zumindest Besitzer des jeweiligen Grundstücks ist. Als Eigentümer würde dem e.V. das Grundstück gehören müssen, was bei Erbpacht nicht der Fall ist – jedoch ist man als Erbpachtnehmer Besitzer (wie der Mieter einer Wohnung auch deren unmittelbarer Besitzer ist). Dieser Trennung müssten der Mehrheitsgesellschafter der KGaA zustimmen – und wohl auch die Landeshauptstadt München als Eigentümerin, was wohl lediglich Formsache sein dürfte.

In der zweiten Konstellation – Variante b – würde keine Teilung des Erbpachtvertrags erfolgen, jedoch würde der e.V. durch eine vertragliche Regelung mit der KGaA (hier gilt 50+1 nicht) eine Bauerlaubnis auf deren Erbpachtgrundstück benötigen. Fördergelder gäbe es hier dann jedoch keine.

Vorteil für die KGaA: der e.V. würde aus den bestehenden Gebäuden ausziehen, die die KGaA dann anderweitig nutzen könnte. Zudem ließe sich eine Nutzungsmöglichkeit für die der KGaA-unterstehenden (Jugend-)Mannschaften vereinbaren – man könnte es auch “win-win” nennen. In Konstellation 1 würde die finanziell hoch verschuldete KGaA sogar weniger Erbpachtzins bezahlen müssen.

Grafiken der Halle werden vorgestellt

Die Mitglieder durften dann die schicken Pläne der neuen Turnhalle bestaunen: eine Dreifach-teilbare Halle mit ausziehbaren Tribünen, Vereinsgaststätte, Fitnessstudio, Vereinsmuseum und e.V.-Geschäftsstelle.

Zudem wurden die Grafiken für die neuen Parkplätze vorgestellt: diese sollen auf zwei Ebenen am Ostrand des Geländes, also an der Grünwalder Str., angebracht werden. Zudem gibt es Pläne des Architekten, auf dem Parkdeck noch Flächen für Ticketing, neues Löwenstüberl und Fanshop mit Blick auf den Einserplatz unterzubringen. Reisinger betonte jedoch, dass hierfür e.V. und KGaA gemeinsam diese Flächen stemmen müssten.

Mitglieder votieren für Weiterverfolgung des Hallenprojekts

Zum Ende holte sich der Präsident für das Projekt Turnhalle nochmals das Votum der Versammlung ein, welches sich durch die gestiegenen Baukosten erheblich verteuern dürfte. Ursprünglich waren 13 Millionen Euro veranschlagt, es dürften aber ca. 20 Millionen Euro werden, so der Präsident. Die überwältigende Mehrheit stimmte dem Projekt zu.

In Teil 2 geht es weiter mit der Wahl des Verwaltungsrats, des Ehrenrats sowie Kassenprüfern und des Seniorenvertreters. Zudem gab es Satzungsänderungsanträge, die Wahl des Wahlausschusses und am Ende noch Fragen aus dem Plenum, die nicht wirklich zu einer e.V.-Veranstaltung passten.

 

Happy Birthday, Dennis Dressel! sechzger.de gratuliert

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Dennis Dressel TSV 1860 München Portrait

Dennis Dressel wird heute 23 Jahren jung!

Letztes Jahr Haching – heute Schalke

Der heutige Löwenjubilar hat ein Händchen für besondere Geburtstage, wie es scheint: Als wir unserer Nummer 14 vor genau einem Jahr gratulierten, durften wir ihm direkt für den selben Abend ein erfolgreiches Montagspiel im Unterhachinger Sportpark wünschen. Der Wunsch ging in Erfüllung: Die Löwen siegten nicht nur mit 2:0, sondern Dennis brachte seine Mannschaft nach einer knappen Viertelstunde mit einem Linksschuss auf die Siegerstraße. Und heute also die Party im DFB-Pokal gegen Schalke 04. Was wir ihm und uns wünschen, dürfte klar sein…

Der kleine Dennis: Mit acht zum TSV 1860

Dennis Dressel wurde am 26. Oktober 1998 in Dachau geboren. Nach ersten fußballerischen Gehversuchen in der Jugend des SV Weichs wechselte er im Sommer 2007 achtjährig in das NLZ des TSV 1860. Er durchlief alle Jugendmannschaften und stand in der Saison 2016/17 im Regionalliga-Kader von Daniel Bierofkas Amateuren. Ab Sommer 2017 gehörte er dann – aufgrund der bekannten Umstände – plötzlich zum erweiterten Kreis der ersten Mannschaft des Vereins.

Unter Köllner zum Stammspieler

Bis zum Debüt in diesem Team dauerte es aber noch ein wenig: Am letzten Regionalliga-Spieltag stand er beim sportlich bedeutungslosen 4:1-Sieg in Bayreuth in der Startelf. In diesem Spiel gelang ihm direkt seine erster Treffer für die Löwenprofis. In dieser und der folgenden Saison lief Dennis sowohl für die erste, wie die zweite Mannschaft auf. Unter Michael Köllner konnte er sich dann ab Herbst 2019 zum Stammspieler bei den Profis etablieren. Unvergessen sind seine vier Tore im Heimspiel gegen den Halleschen FC am 9. Spieltag der vergangenen Saison!

Kein Wechsel nach Hessen – zum Glück!

Nach einem kurzen Flirt mit dem SV Darmstadt 98 bezüglich eines Wechsels in die 2. Bundesliga in diesem Sommer, ist Dennis inzwischen wieder komplett auf seine Aufgabe in München fokussiert. Den Weg Richtung 2. Liga will er im Dress mit dem Löwen auf der Brust gehen. Wie Günter Gorenzel kürzlich im Rahmen des Löwenstammtisches im bayerischen Landtag verriet, identifiziert sich der heutige Jubilar zu 100% mit dem TSV 1860 München. Schön zu hören und zu lesen!

Neben einem erfolgreichen Pokalspiel gegen Schalke 04 heute Abend auf Giesings Höhen wünschen wir unserem Geburtstagskind Zufriedenheit, Gesundheit, Verletzungsfreiheit und noch viele tolle Jahre beim TSV 1860!

Happy Birthday, Dennis!

Corona-Infektion bei Nagelsmann und Neudecker – mit zweierlei Maß?

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Richard Neudecker TSV 1860
Richard Neudecker, TSV 1860

Warum wird die Corona-Infektion bei Nagelsmann und Neudecker unterschiedlich bewertet?

Vermutlich habe nicht nur ich mir verwundert die Augen gerieben, als mir vohin im News-Feed angezeigt wurde, dass Julian Nagelsmann gegen Gladbach wohl wieder auf der Bank des FC Bayern Platz nehmen darf.

Wir erinnern uns: Nagelsmann verpasste krankheitsbedingt das Spiel des FC Bayern in Lissabon am 20. Oktober. Am nächsten Tag teilte der Club mit, dass er trotz Impfung Corona-positiv sei.

Mit dem Ambulanzflieger ging es von Lissabon zurück nach München. Heute gegen Gladbach soll er – wenn er negativ getestet wird – wieder zurück auf die Trainerbank. Ganze 6 Tage, nachdem er das Spiel in Lissabon verpasste.

Unterschied zwischen Nagelsmann und Neudecker?

Was der Unterschied zwischen Nagelsmann und Richard Neudecker ist, fragen sich vermutlich nicht nur Fans des TSV 1860 München.  Richard war am 16.10, also einige Tage vor Nagelsmann positiv getestet worden. Er war ebenfalls doppelt geimpft. Das er gegen Schalke 04 heute auch nur im Stadion ist, ist jedoch ausgeschlossen. Hier besteht nicht die Möglichkeit, sich freitesten zu lassen, das wurde vom Gesundheitsamt so festgelegt. Das teilte Günther Gorenzel bereits vor einigen Tagen mit.

Nagelsmann hatte Krankheitssymptome und darf eine Woche später wieder auf die Bank. Neudecker hat nicht die Möglichkeit, sich freitesten zu lassen. Die unterschiedliche Beurteilung der beiden Fälle ist höchst interessant.

Natürlich ist mir klar, dass eine Corona-Infektion erst einmal Privatsache ist und das Gesundheitsamt München dazu kaum etwas sagen wird. Warum aber zwei – zumindest nach außen – absolut identische Fälle so unterschiedlich behandelt werden, würde dann vermutlich doch den einen oder anderen Fußballfan und Bürger interessieren.

Den Gegner im Fokus: TSV 1860 – Schalke 04

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Technische Daten

Fußball-Club
Gelsenkirchen-Schalke 04 e.v.
Gründung:
4. Mai 1904
Mitglieder:
160.023
Vereinsfarben: blau-weiß
Weitere Sportarten: Basketball, E-Sports, Handball, Leichtathletik, Skisport, Tischtennis
Website der Fußball-Gesellschaft

Zum Reinhören: Das Vereinslied


Heimbilanz gegen Schalke

26 Spiele
12 Siege
5 Unentschieden
9 Niederlagen

Gesamtbilanz gegen Schalke

48 Spiele
13 Siege
12 Unentschieden
23 Niederlagen

Das erste Mal

Sonntag, 15. November 1942
TSV 1860 – Schalke 04 2:0
(Tschammer-)Pokalfinale
Olympiastadion Berlin
Zuschauer: 80.000
Torschützen:
1:0 Ernst Willimowski (79.)
2:0 Schmidhuber (89.)

Die Null steht

Wenn das Spiel heute Abend beginnt, dann läuft direkt die 363. Pflichtspielminute, in der die Mannschaft von Schalke 04 in Serie ohne Gegentor geblieben ist. In den letzten vier Ligaspielen konnten die Gelsenkirchener neun Tore erzielen, ohne auch nur ein einziges zu kassieren. Nach eher durchwachsenem Saisonstart hat sich der Bundesliga-Absteiger inzwischen stabilisert. Das letzte Gegentor kassierten die Knappen am 17. September im Heimspiel gegen den KSC. Es besiegelte eine 1:2-Heimniederlage. Heute wäre mal wieder Zeit für Gegentore, oder?

Das letzte Mal


Mittwoch, 28. Oktober 2009
TSV 1860 – Schalke 04 0:3
DFB-Pokal, Achtelfinale
Allianz Arena
Zuschauer: 28.500
Torschützen:
0:1 Rafinha (41.)
0:2 Höwedes (48.)
0:3 Höwedes (81.)

Viele Pokalduelle

Gegen keinen anderen Verein hat der TSV 1860 schon so häufig im Pokal gespielt, wie gegen den FC Schalke 04. Heute Abend steigt das (hoffentlich nicht verflixte) siebte Duell zwischen den beiden Traditionsvereinen in diesem Wettbewerb. Nach dem Finale vom 15.11.1942, das die Löwen bekanntlich 2:0 gewinnen konnten (siehe oben), kam es noch vor dem ersten Bundesligaspiel noch zu zwei weiteren Pokalfights. 1962 unterlag Sechzig in der alten Glückauf-Kampfbahn im Viertelfinale mit 2:4, ein Jahr später siegte 1860 im Achtelfinale in Giesing mit 3:2. Die letzten drei Pokalspiele gingen alle an die Gelsenkirchener: 1978 unterlagen die Löwen vor 12.000 Besuchern in der 1. Runde im Olympiastadion mit 0:5, heute auf den Tag genau vor 27 Jahren im Achtelfinalduell im Sechzgerstadion mit 1:2 nach Verlängerung und schließlich Ende Oktober 2009 in der gleichen Runde mit 0:3 in der Arena in Fröttmaning (siehe “Das letzte Mal”).


Löwen & Schalker

Die Liste der Spieler, die für beide Vereine des heutigen Aufeinandertreffens die Fußballschuhe geschnürt haben, ist ziemlich lang. Speziell einige Offensivkräfte dürften vielen Fans auf beiden Seiten noch als Knappen und  Löwen in Erinnerung sein. Hier seien ein paar beispielhaft aufgezählt, die direkt zwischen beiden Klubs wechselten: Klaus Fischer kam 1968 aus dem bayerischen Wald nach München, etablierte sich direkt bei den Löwen und wechselte nach dem Bundesligaabstieg 1970 nach Gelsenkirchen, wo er zum Nationalspieler wurde. Martin Max wiederum kickte von 1995 an zunächst vier Jahre auf Schalke und dann ebensoviele Spielzeiten für die Löwen. 2000 und 2002 wurde er Bundesliga-Torschützenkönig im Dress des TSV 1860. Der gebürtige Franke Michael Kroninger lief zwischen 1990 und 1992 für den FC Schalke und in der Saison 1992/93 dann für 1860 auf. 1991 schaffte er mit Schalke den Bundesligaaufstieg, 1993 mit Sechzig den in die 2. Liga. Fehlt noch ein Verteidiger in der Aufzählung: Marco Kurz, wechselte im Sommer 1998 nach drei Jahren in Gelsenkirchen nach München, wo er sechs Jahre lang – bis zum Bundesligaabstieg 2004 – an der großen Zeit des TSV 1860 München um die Jahrtausendwende beteiligt war.