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Spielbericht TSV 1860 München – SG Dynamo Dresden (29.Spieltag)

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TSV 1860 Dynamo Dresden 22.03.2021 Schweigeminute

Am 29.Spieltag gastierte die SG Dynamo Dresden im Duell mit dem TSV 1860 München im Grünwalder Stadion.

Vierter gegen Erster, zweitbeste gegen beste Abwehr, drittbeste gegen zweitbeste Offensive. Ein Duell der Superlative stand am Montagabend, den 22.03.2021 in der 3.Liga zwischen dem TSV 1860 München und Dynamo Dresden auf dem Programm.

Der TSV 1860 startete unverändert im Vergleich zum 0:0-Unentschieden gegen Lübeck vergangene Woche. Neu dabei im Kader waren Erdmann, Wein und Klassen. Die Youngster Lang, Mannhardt und Gresler mussten dafür von der Bank weichen.

Erst eine Schweigeminute…

TSV 1860 München Dynamo Dresden
Die aktive Fanszene vom TSV 1860 München gedenkt Peter Grosser mit einem Banner

Beim ersten Heimspiel nach dem Tod von Meisterlöwe Peter Grosser gedachten die Ultras der Münchner Löwen dem Meister von 1966 mit einem Banner vor der Westkurve. Die Spieler wärmten sich erneut mit den Gedenkshirts auf. Zudem gab es vor Anpfiff eine lange Ansprache von Stadionsprecher Stefan Schneider mit einer anschließenden Gedenkminute.

…dann ein munterer Beginn auf Giesings Höhen

In den ersten Minuten tasteten sich beide Mannschaften zunächst etwas ab. Sowohl der TSV 1860 als auch Dynamo Dresden wollten zu Beginn natürlich noch nicht allzu viel riskieren. Dann aber nahm die Partie an Fahrt auf. Nach 8 Minuten konnte Hiller noch stark gegen Daferner retten, doch in der 10.Minute zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz. Den Schuss von Meier konnte Marco Hiller noch parieren, den Abpraller schob Ex-Löwe Daferner zum vermeintlichen 0:1 ins Tor. Der Linienrichter zeigte jedoch zurecht eine Abseitsstellung an.

Broll ans Gebälk

Doch auch Sechzig München war in der Offensive nicht untätig. Nach Ecke von Neudecker kam der Ball über Umwege zu Mölders. Seinen strammen Rechtsschuss lenkte Broll ganz stark mit den Fingerspitzen an die Latte.
Beide Mannschaften legten in der Folge ein gutes Niveau an den Tag und spielten munter nach vorne. Das ermöglichte auf beiden Seiten immer wieder Räume. Große Torchancen waren aber erst einmal Mangelware.

TSV 1860 und Dynamo Dresden egalisieren sich

TSV 1860 Dynamo Dresden 0:0 Halbzeitpause
Der Pausenstand im Grünwalder Stadion

Bis zur Pause glichen sich die Mannschaften gegenseitig aus. Das Geschehen fand vor allem im Mittelfeld statt. Nichtsdestotrotz war es weiterhin ein 3.Liga-Spiel mit gutem und ansehnlichem Fußball. Leistungsgerecht ging es mit einem 0:0-Unentschieden in die Kabinen.

Keine Wechsel zur Pause

Der TSV 1860 kam wie auch die Gäste von Dynamo Dresden unverändert aus der Kabine. Die Gäste mussten allerdings verletzungsbedingt bereits in der 43.Minute einen Wechsel vollziehen. Ex-Löwe Philipp Hosiner kam für Ex-Löwe Christoph Daferner.

Sechzig München übernahm nach Wiederanpfiff vom guten Schiedsrichter Benjamin Cortus die Kontrolle. Dresden konzentrierte sich in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit auf die Defensive. Gegen die Fünferkette kamen die Löwen nur selten durch. Die beste Defensive der Liga hielt den TSV 1860 meist vom eigenen Tor weg.

Wenig Torraumszenen

Highlights in den Strafräumen waren Mangelware und es dauerte bis zur 68.Minute, ehe es mal wieder gefährlich wurde. Mörschel zog einfach mal ab, der Schuss rauschte am rechten Kreuzeck vorbei. Kurz danach sah Stephan Salger seine fünfte gelbe Karte. Er fehlt damit am kommenden Spieltag.

Offene Partie in der Schlussphase

Beiden Mannschaften merkte man gegen Ende der Partie den fortgeschrittenen Saisonverlauf an. Doch speziell die Löwen machten mehr nach vorne und versuchten, den Lucky Punch zu erzielen. Doch es waren die Gäste, die um ein Haar in Führung gingen. In der 83.Minute wurde Königsdörffer von Hosiner in den Lauf bedient. Doch der 19-Jährige verzog frei vor Marco Hiller knapp und der Schuss ging am rechten Pfosten vorbei

Ein Außenverteidiger machts

TSV 1860 Dynamo Dresden 1:0
Jubel nach dem Siegtreffer bei den Löwen

Drei Minuten später belohnte sich der TSV 1860 München dann doch für einen guten Auftritt gegen den Tabellenführer Dynamo Dresden. Stefan Lex bediente links im Strafraum Philipp Steinhart und dieser traf mit einem flachen Schuss ins lange Eck zum umjubelten 1:0-Führungstreffer.

Dresden warf nun natürlich alles nach vorne und wollte noch den späten Ausgleich erzielen. Doch der TSV 1860 überstand die letzten Minuten unbeschadet. Damit erzielen die Löwen drei Punkte gegen den Tabellenführer und liegen nun mit drei Punkten Vorsprung auf Rang 4, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt.

So geht es für den TSV 1860 München und Dynamo Dresden weiter

Für den TSV 1860 München und Dynamo Dresden geht es nun in eine kleine Verschnaufspause in der 3.Liga. Erst in knapp zwei Wochen steht dann am Samstag, 03.04.2021 das Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen in Lotte an.
Für Dresden hingegen kommt es daheim zum nächsten Kracherduell: am Sonntag, 04.04.2021 geht es gegen den Tabellenzweiten Hansa Rostock.

Pause haben die Löwen allerdings trotzdem nicht. Der Totopokal steht auf dem Programm. Am Samstag, den 27.03.2021 trifft der TSV 1860 München im Halbfinale auf den FC Ingolstadt 04 im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale.

 

Fotos: Anne Wild

Liveticker TSV 1860 München – Dynamo Dresden: das Spitzenspiel

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker beim Spitzenspiel zwischen dem TSV 1860 München und Dynamo Dresden!

Am 29.Spieltag der Saison 2020/21 trifft der Tabellenvierte TSV 1860 München daheim auf den Tabellenführer Dynamo Dresden. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern aus dem Stadion und allen Ereignissen rund um das Spiel.

TSV 1860 Dynamo Dresden 1:0 Endstand

Aufstellung: 1 Hiller – 36 Steinhart, 27 Belkahia, 6 Salger, 25 Willsch – 14 Dressel – 19 Biankadi (90.+3 8 Tallig), 31 Neudecker (88. 13 Erdmann), 23 Staude (88. 17 Wein), 7 Lex – 9 Mölders

Bank: 40 Kretzschmar (Tor), 11 Greilinger, 21 Djayo, 33 Klassen

Tore: 1:0 Steinhart (85.)

Die Personalsituation

Richard Neudecker steht nach seiner vorzeitigen Auswechslung in Lübeck für das Spiel zur Verfügung. Daniel Wein kehrte nach Verletzung erst vergangenen Freitag wieder zurück in das Mannschaftstraining. Weiterhin nicht einsatzbereit sind Tim Linsbichler und Quirin Moll.

Sperre droht für zwei Verteidiger

Weiterhin mit vier gelben Karten vorbelastet sind Stephan Salger und Philipp Steinhart. Bei einer möglichen gelben Karte am heutigen Abend müssten sie gegen Uerdingen pausieren.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Dynamo Dresden außer im Liveticker noch verfolgen?

Nach dem Spiel in Kaiserslautern nutzt MagentaSport das heutige Spitzenspiel erneut und zeigt die Partie für alle im Free-TV. Empfangbar ist die Partie auf Kanal 330 und im Stream.

Eine weitere Option gibt es für Nutzer außerhalb der D-A-CH-Region. Auf dem Kanal von German Football wird das Spiel live auf Youtube ausgestrahlt.

Wie bei jedem Heimspiel ist auch heute das Löwenradio im Einsatz und moderiert für euch die 90 Minuten.

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – SG Dynamo Dresden (29.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Heimspiel unseres TSV 1860 München gegen die SG Dynamo Dresden.

Trainer Markus Kauczinski lässt seine Elf seit dem Hinspiel im November zwischen dem TSV 1860 und Dynamo Dresden meist in einer 3-5-2 Formation auflaufen. Das bedeutet viel Laufarbeit für die Mittelfeldaußenspieler. Mit diesem System und der taktischen Herangehensweise der Dresdner lässt sich im Mittelfeld sehr leicht eine Überzahl generieren. Aber das Mittelfeld erweist sich tatsächlich nicht als das einzige Prunkstück dieser Mannschaft. Noch besser zeigt sich die Qualität der SGD im Sturm. Die exzellenten Stürmer der Dynamos treffen nämlich öfter als statistisch erwartet.

Dazu kommt, dass bei den defensiven Verschiebungen die Abläufe gut stimmen. Die Mittelfeldspieler schieben sich vor die gegen den Ball entstehende Fünferabwehrkette. Die Mittelfeldaußen agieren als Verteidiger mehr störend als tackelnd. All das sorgt dafür, dass der Gegner kaum vielversprechende Chancen einleiten kann. Das Stellungsspiel der taktisch wahnsinnig klug agierenden Dresdner gegen den Ball ist hervorragend. Wenn die Gegner also zum Schuss kommen, passiert das oft aus Positionen, in denen ein Treffer eher unwahrscheinlich ist. Dynamo Dresden hat, wenn man die Gegentore (23) als Maßstab nimmt, die beste Abwehr der 3.Liga.

Die wichtigsten statistischen Werte der SGD

  • Ballbesitz 52%
  • Passgenauigkeit 80%
  • Defensive Zweikampfquote 60%
  • Flankengenauigkeit 31%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 10.52

Mit was muss der TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden rechnen?

Mit dem grundsätzlich offensiven System, das Dresden auf den Platz bringt, ist es ein klares Ziel sowohl bei eigenem Ballbesitz als auch gegen den Ball immer ein personelles Übergewicht im Mittelfeld herzustellen. Wenn die Qualitäten der Spieler dafür gegeben sind, führt dies zu permanentem Druck für den Gegner. Die gute Tiefenstaffelung, die in Systemen mit Dreierkette erreicht wird, hilft sowohl beim Aufbauspiel als auch beim Gegenpressing immens, um den Gegner zu schnellen Aktionen zu zwingen, die dann in der Offensive oft ungenau und in der Defensive zu spät erfolgen.

Gegen den Ball verschiebt Dresden äußerst variabel und gegnerabhängig im letzten Drittel entweder auf eine links gependelte Viererkette oder auch auf eine Fünferkette, bei der sich beide Mittelfeldaußen zurückfallen lassen.

Drei exzellente Stürmer im Kader und ein sehr torgefährlicher offensiver Mittelfeldspieler machen Dynamo was die Offensive angeht sehr schwer ausrechenbar. Das variable Spiel, das sich mit Hilfe der permanenten Überzahl nach vorn entwickelt, funktioniert bei Dresden über die komplette Breite des Platzes. Die Dresdner stechen da hinein, wo sie Platz finden und lösen ihre offensiven Aufgaben meist bis ins gegnerische letzte Drittel sehr gut. Erstaunlicherweise erzeugen sie dort nicht so viele Torchancen. Die sich bietenden werden aber vom Offensivpersonal eiskalt genutzt. Hinzu kommt, dass vor allem die Ecken der Dynamos eine wahre Waffe sind. Mit acht Treffern führt man diese Statistik bei Toren nach Eckstößen ligaweit an.

Stärken und Schwächen des 3-5-2

Stärken

Das System ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe. Dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen. Zwei Stürmer in der Spitze bringen starke Präsenz im Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels. Durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.

Schwächen

Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel gut ausnutzen kann. Die für die Flügelspieler langen Laufwege können in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechsel zu verfrühtem Kraftverlust und damit zum Erlahmen des Drucks über die Flügel führen. Die Flügel sind nur einfach besetzt. Deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln. Gegen Systeme, in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird, kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.

3-4-3 statt 3-5-2?

In manchen Schemata, die man auf diversen Sportportalen sieht wird das System der Dresdner in manchen Spielen als 3-4-3 dargestellt. Ich bezweifle jedoch, dass Markus Kauczinski bei den betreffenden Spielen tatsächlich dieses System im Kopf hatte. Das 3-5-2 entwickelt sich vielmehr im Offensivspiel dorthin. Wenn Dresden viele Spielanteile in der gegnerischen Hälfte hat, ist ein Reporter, der über das Spiel berichtet, vielleicht der Meinung ein 3-4-3 gesehen zu haben. Ich halte das aber für nicht zutreffend, denn persönlich sehe ich das 3-4-3 als absolutes “Harakiri” System an.

Die Schlüsselspieler

Torwart Kevin Broll (#1) hat sowohl in der Strafraumbeherrschung als auch im Eins gegen Eins sowie bei der Reaktionsschnelligkeit bei Schüssen aus der Nahdistanz große Stärken. Bei 1,86 m Größe bringt Broll nur 77 kg Gewicht mit und ist somit für einen Torhüter heutzutage eher schmächtig, dafür aber sehr beweglich. Bereits zwölf Mal hielt er seinen Kasten sauber.

Innenverteidiger und Kapitän Sebastian Mai (#26) ist vor allem im Stellungsspiel gegen den Ball eine Macht. So gelingt es ihm viele Bälle abzufangen. Bei den defensiven Zweikämpfen ist er stark tagesformabhängig.

Winterneuzugang Heinz Mörschel (#8) vom KFC Uerdingen ist mit acht Saisontoren, von denen er seit seinem Wechsel am 20.01. vier für Dynamo erzielt hat, der torgefährlichste Mittelfeldspieler in Reihen der Dresdner.

Stürmer Christoph Daferner (#33) hat bisher 10 Treffer auf dem Konto. Sein Nebenmann ist Philipp Hosiner (#14). Beide Spieler können in einem Spiel für Dresden der Schlüssel zum Erfolg sein. Auch Pascal Sohm (#9) mit sieben Scorerpunkten in 18 Spielen ist als dritter Stürmer im Bunde nicht zu unterschätzen.

Fazit: kann der TSV 1860 gegen Dresden Punkte erzielen?

Die Spieler des TSV 1860 München werden am Abend den heißesten Tanz bisher auf Giesings Höhen erleben. Doch es gilt natürlich ohne Angst und wie es Günther Gorenzel und Michael Köllner in der Pressekonferenz am Freitag gesagt haben mit Leichtigkeit im Kopf in dieses Spiel zu gehen, bei dem sicher der Gast als Favorit im Sechzgerstadion antreten wird. Ohne Nervosität, aber mit voller Konzentration an diese Aufgabe herangehen, so kann man punkten.

Es wird mit Sicherheit das schwerste Saisonspiel bisher. In solchen Spielen kann man nur gewinnen. Entweder Punkte oder Erfahrung – im besten Falle sogar beides.

Über die Einstellung und den Willen der Sechzger brauchen wir uns wohl keine Gedanken zu machen. Der war bisher in jedem Spiel deutlich erkennbar und das wird auch in diesem Spiel so sein. Ob Michael Köllner es schafft die Taktik so zu wählen, dass man die Sachsen zumindest an den Rand einer Niederlage bringt oder sogar darüber hinaus, werden wir sehen.

Ich bin wie immer guter Dinge, dass wir ein tolles Spiel sehen werden, in dem die Löwen ihre Tugenden zum Einsatz bringen. Ob sich der TSV 1860 München am Ende gegen Dynamo Dresden auch belohnt? Lassen wir uns überraschen. Ein Punkt gegen den Tabellenführer wäre schön. Ein Sieg hingegen überragend.

So könnte Dynamo Dresden heute auflaufen

TSV 1860 München Dynamo Dresden Aufstellung
Dynamo Dresden im beschriebenen 3-5-2

 

Unsere Datenquelle: wyscout

Sechzig um Sieben: TSV 1860 München – Dynamo Dresden

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Unser Vorbericht zum Montagsspiel der Löwen gegen Dresden

Denkbar unterschiedliche Gegner

Was für ein Kontrastprogramm: Am letzten Mittwoch traten die Löwen beim Tabellenletzten der 3. Liga mit dem niedrigsten durchschnittlichen Wert je Spieler an, der in der Vorsaison noch in der Regionalliga gekickt hatte und dieses Schicksal wohl auch für die Saison 2021/22 vor sich hat. Heute Abend empfängt der TSV 1860 den letztjährigen Zweitligaabsteiger, seines Zeichens Tabellenführer der 3. Liga und mit dem – mal abgesehen von der Zweitvertretung aus der Seitenstraße – mit Abstand wertvollsten Kader der Liga ausgestattet.

Der Saisonverlauf für Dynamo

Im einzigen Heimspiel der Löwen im ganzen März 2021 ist heute also die SG Dynamo Dresden der Gegner. Nach etwas holprigen Start in die Saison mit nur vier Siegen aus den ersten neun Spielen, hatten sich die Sachsen spätestens Mitte November dann doch an die neue Liga und die Herausforderung der für sie eher ungewohnten Rolle des Ligafavoriten gewöhnt. Das Hinspiel der heutigen Partie – ein 2:1-Sieg am 15. November – kann als eine Art Wendepunkt oder Initialzündung der Spielzeit für Dynamo gewertet werden. Zwei Wochen und weitere drei Siege später, belegte das Team von Trainer Markus Kauczinski erstmals einen Aufstiegsplatz. Und nach dem 15. Spieltag Mitte Dezember eroberten man die Tabellenführung, die seither auch nicht mehr abgegeben wurde.

Mit nur 23 Gegentreffern stellt die Mannschaft aus Elbflorenz die stärkste Abwehr der 3. Liga. Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle bleiben, dass unsere Löwen – mit nur zwei Gegentoren mehr – den zweiten Platz in dieser Statistik belegen. Während Löwentorwart Marco Hiller in keinem einziges Spiel mehr als zweimal hinter sich greifen musste, waren es bei Dresdens Kevin Broll aber immerhin zwei Spiele mit drei Gegentoren: Das 0:3 bei den kleinen Bayern in der Anfangsphase der Saison und der spektakuläre 4:3-Sieg im Heimspiel gegen Kaiserslautern Ende Januar.

Dritter Aufstieg aus der 3. Liga steht bevor

An einer Rückkehr der stärksten Auswärtsmannschaft der Liga in die 2. Bundesliga im Sommer 2021 hegt aktuell wohl keiner mehr einen Zweifel. Dies wäre nach 2011 und 2016 der dritte Aufstieg aus der 3. Liga. Dynamo Dresden steigt also alle fünf Jahre in die 2. Liga auf. Brauchte man allerdings beim ersten Mal drei Spielzeiten Anlauf und beim zweiten Mal zwei, hat es diesmal dann direkt im ersten Versuch geklappt. Auf die wechselhafte Geschichte eines der Aushängeschilder des Fußballs in der ehemaligen DDR wurde bereits im Vorbericht zum Hinspiel eingegangen. Nachfolgend beleuchten wir die Auftritte der gelb-schwarzen aus der sächsischen Landeshauptstadt in der bayerischen Landeshauptstadt etwas näher.

Dresden in München – was bisher geschah

Zum neunten Mal in der gesamtdeutschen Fußballgeschichte empfangen die Löwen heute Abend Dynamo Dresden zum Duell in München. Neben einer Niederlage in der ersten Pokal-Hauptrunde 1992 und einem Sieg in der Bundesliga auf Giesings Höhen 1995 kam es noch zu sechs Duellen in der 2. Liga. Nach einem 2:0-Sieg für Weiß-Blau im Olympiastadion im Herbst 2004 durfte der jeweils zahlreich anwesende Anhang der Dynamos in den folgenden vier Partien in der Arena vor den Toren der Stadt zwischen 2005 und 2014 drei Auswärtssiege bzw. einen Punktgewinn bejubeln. Ausgerechnet in der Abstiegssaison 2016/17 gelang dann mit einem schmutzigen 1:0 der erste und einzige Erfolg für die Löwen über Dresden in Fröttmaning. Mit einem Sieg heute Abend könnten wir die Heimbilanz gegen diesen Gegner zumindest ausgleichen.

2. Oktober 2011 – wieder Mal füllt eine stattliche Anzahl an Dynamo-Fans den Südwesten der Arena und erfreut sich später an einem 4:2-Sieg
3. Dezember 2016 – kurz nach Abpfiff des einzigen Löwensiegs gegen Dresden in Fröttmaning

Dresden und Demos: Zwei Erinnerungen

Besonders in Erinnerung geblieben sind dem Verfasser dieser Zeilen zwei Auftritte von Dynamo Dresden in München. Und zwar jeweils aus Gründen, die mit dem Begriff Demonstration verbunden sind. Allerdings keineswegs, wie man vielleicht vermuten mag, mit fußballerischen Demonstrationen auf dem grünen Rasen, sondern viel mehr mit Fan-Demos.

Dezember 2012: Protest der Dynamofans gegen die DFL

Am 16. Dezember 2012 blieb zu Beginn der Zweitligapartie in der Allianz Arena der Gästeblock zunächst komlett leer. Über dem Mittelrang hing ein Banner mit der Aufschrift AB SOFORT REDUZIERTES KARTENKONTINGENT. Nur einige wenige der rund 5000 anwesenden Gästefans kamen dann in einer kleinen Gruppe auf ihre Plätze und demonstrierten so das traurige optische Erscheinungsbild eines winzigen Fanblocks. Etwa fünf Minuten später folgte dann der große Rest der Anhänger in gelb-schwarz. Mit dieser durchaus gelungenen Aktion wurden die Folgen eines der Punkte im damals kursierenden Sicherheitspapier der DFL plastisch dargestellt: Gästefans sollten nach damaligen Plänen des Ligaverbands in beiden Bundesligen weniger Karten erhalten. Zahlreiche Beiträge zur Debatte um das besagte Sicherheitspapier aus der Saison 12/13 finden Interessierte hier.

16. Dezember 2012 – Im zunächst komplett leeren Gästeblock…
…demonstriert dann ein Häuflein Dynamofans, wie die Auswärtskurven nach Vorstellung der DFL aussehen würden…
…um kurz später aufzuzeigen, wie es sich das Erscheinungsbild eines Gästeblocks die Fans vorstellen.

April 1995 – Löwendemo für das Sechzgerstadion

Über 17 Jahre zuvor hatten die Löwenfans vor der Bundesligapartie zwischen beiden Vereinen ihren Unmut über den geplanten Umzug des TSV 1860 ins Olympiastadion, vorangetrieben von Präsident Karl-Heinz Wildmoser, auf die Straße getragen. Drei Stunden vor dem Anpfiff im Sechzgerstadion startete an diesem verregneten Samstag der Protestzug am Sendlinger Tor. Nicht zuletzt aufgrund des sportlichen Erfolgs – trotz des Durchmarschs von der Bayernliga in die Bundesliga wurde wenige Wochen später der Klassenerhalt im Oberhaus gesichert – konnte der Protest bei den Verantwortlichen kein Umdenken in Gang setzen. Ab der Saison 1995/96 absolvierten die Löwen neun Spielzeiten lang alle Bundesligaspiele im Olympiastadtion.

1. April 1995 – vor dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden ziehen zahlreiche Löwenfans vom Sendlinger Tor zum Stadion. Ein Protestzug für das geliebte Sechzgerstadion.
Flyer der Fan-Initiative TSV 1860 mit Argumenten gegen den Umzug ins Oly

MAGENTA für alle – und natürlich der sechzger.de-Ticker

Zurück in die Gegenwart. Nach der heutigen – hoffentlich erfolgreichen – Partie ist in der 3. Liga erstmal eine kleine Pause angesagt: Erst in zwölf Tagen, am Karsamstag führt der Spielplan die Löwen nach Lotte, in die aktuelle Heimstatt des KFC Uerdingen. Am kommenden Samstag steht erstmal der Totopokal auf dem Programm und – quasi als Generalprobe für den letzten Spieltag der 3. Liga – der TSV 1860 empfängt den Ligakonkurrenten FC Ingolstadt. Dann – genauso wie heute Abend – ist natürlich unser Tickerteam für Euch bereit und freut sich, Euch mit den wichtigsten Infos rund um die Partien zu versorgen. Das heutige Spitzenspiel wird übrigens – als Ergänzung zum Ticker – als frei empfangbare Version auf MAGENTA TV angeboten.

Heute vor 40 Jahren: Drei Tore von Nastase für den TSV 1860

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TSV 1860 Löwen Historie

Im Sommer 1980 wechselte ein gewisser Rudi Völler von den Offenbacher Kickers nach Giesing. 700.000 DM legten die Löwen für das hessische Stürmertalent auf den Tisch. Erfolgreichster Torschütze der Saison 1980/81 wurde jedoch ein anderer: Viorel Nastase gelangen in 23 Spielen satte 14 Tore für 1860. Für den Klassenerhalt reichte es dennoch nicht. Der TSV 1860 München stieg als Tabellen-16. in die 2. Bundesliga ab.

Bitterer Abstieg des TSV 1860

Die Löwen und ihre verschossenen Elfmeter kurz vor Saisonende – ein bitteres Kapitel! Wer erinnert sich an Francis Kioyo und seinen fatalen Fehlschuss am 33. Spieltag der Saison 2003/04.

Doch auch in der Spielzeit 1980/81 wurde ein verschossener Strafstoß dem TSV 1860 zum Verhängnis. Auch damals war es der 33. Spieltag und das Drama fand im Olympiastadion statt. Der Protagonist: Viorel Nastase, den an HSV-Keeper Uli Stein scheiterte. Das Match endete 0:0 und eine Woche später stiegen die Löwen mit einem 2:7(!) beim KSC aus der Bundesliga ab.

TSV 1860 – Bayer Uerdingen: Nastase trifft dreimal

Am 25. Spieltag, am 21.03.1981, schien der Klassenerhalt noch möglich. Zwar hatten die Löwen am Samstag zuvor mit 2:3 in Mönchengladbach verloren, doch gegen Bayer Uerdingen lief alles nach Maß für den TSV 1860. Bereits in der 2. Minute brachte Nastase die Löwen per Elfmeter in Führung und ließ in der 34. Minute auch den zweiten Treffer folgen. Noch vor der Pause sorgte Klinkhammer für das 3:0 (40.) und damit für die Vorentscheidung.

Nach dem Seitenwechsel ließ es der TSV vor 17.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion etwas lockerer angehen. Dennoch gelang dem ehemaligen rumänischen Nationalspieler Viorel Nastase in der 65. Minute noch das 4:0 für 1860 – wieder per Elfmeter!

Eine Woche später trotze man dem Lokalrivalen und späteren Meister noch ein respektables 1:1  ab, doch am Ende stand der bittere Abstieg in die Zweitklassigkeit.

Die Aufstellung der Löwen

Folgende Mannschaft schickte Trainer Carl-Heinz Rühl aufs Feld:

Zander – Klinkhammer, Grünther, Scheller, Schreml (46. Strack) – Raubold, Sidka, Wohlers – Senzen, Völler (75. Bitz), Nastase

Tore:
1:0 Nastase (2., Elfmeter), 2:0 Nastase (34.), 3:0 Klinkhammer (40.), 4:0 Nastase (65., Elfmeter)

Statistik auf sechzger.de

Wenn Ihr mehr über Statistiken rund um den TSV 1860 erfahren wollt, legt Euch unbedingt das Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys zu. Auch auf sechzger.de gibt es eine umfangreiche Statistik-Sektion, bei der Ihr Eure besuchten Spiele eintragen und Fotos hinterlegen könnt.

Linus Straßer Neunter im Slalom in Lenzerheide

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Skilöwen 1860 dorigo straßer klingler
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Linus Straßer belegte beim Weltcup-Finale im schweizerischen Lenzerheide den 9. Platz. Das letzte Weltcup-Rennen der Saison gewann der Österreicher Manuel Feller mit 0,08 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Clemet Noel. Das Stockerl komplettierte der frisch gebackene Welctcup Gesamtsieger Alexis Pinturault (ebenfalls Frankreich) mit 0,11 Sekunden Rückstand.

Nach dem ersten Durchgang lag der Skilöwe mit 0,72 Sekunden Rückstand noch auf einem aussichtsreichen 5. Rang. Im zweiten Durchgang konnte der Münchner dann leider seine gute Ausgangslage nicht nutzen und legte vom Start bis ins Ziel einen Lauf mit vielen kleinen Fehlern in den Schweizer Schnee.

Damit blickt Linus Straßer auf eine Saison mit Aufs und Abs zurück. Im Januar feierte der Skilöwe mit seinem ersten Weltcup in einem klassichen Rennen in Zagreb sicherlich seinen bisherigen Karrierehöhepunkt. Es folgten ein zweiter Platz beim Klassiker in Adelboden und ein guter fünfter Platz beim Nachtrennen in Flachau.

Nach diesen guten Ergbenissen hatte sich Linus sicher auch für die WM in Cortina d’Ampezzo etwas ausgerechnet. Leider ging sich dort im Slalom kein Erfolg für den gebürtigen Münchener aus. Mit dem 15. Rang fuhr er nach den starken Leistungen zu Beginn des Jahres ein enttäuschendes Ergebnis ein.

Nachdem Linus Straßer 9. beim letzten Rennen der Saison wurde, belegt er im Slalom-Weltcup diese Saison mit 347 Punkten den 8. Rang im Schlussklassement. Damit schließt er die Saison 2021/22 mit der besten Platzierung seiner Karriere im Disziplinenweltcup ab. Alles in Allem wird er positiv auf die abgelaufenen Saison zurückblicken. Immerhin gelang ihm endlich ein Sieg und er konnte sich in der erweiterten Weltspitze festsetzen.

Wir wünschen unserem Skilöwen, dass er sich nach der anstrengenden Saison gut erholt! Bald geht es ja dann schon mit dem Sommertraining und der Vorbereitung auf die nächste Saison wieder los. Geplant sind auch olympische Wiinterspiele in Peking. Vielleicht klappt es ja dann mit der Medaille bei einem Großereignis. Wir halten Euch auf jeden Fall über alles Wissenswerte über Linus auf dem Laufenden.

 

29. Spieltag: Expertentipps mit Ex-Löwe Efkan Bekiroglu (Alanyaspor)

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Efkan Bekiroglu, ehemaliger Spieler des TSV 1860
Efkan Bekiroglu, ehemaliger Spieler des TSV 1860

Am vergangenen Wochenende gelang Efkan Bekiroglu endlich sein erstes Tor in der türkischen Süper Lig. Beim 4:0-Sieg seines Vereins Alanyaspor über Antalyaspor glänzte er bei seinem Kurzeinsatz zudem mit einem Assist.

Efkan Bekiroglu (Alanyaspor) tippt auf Heimsieg

Ganz zufrieden dürfte der gebürtige Dachauer mit seiner Bilanz in der Türkei dennoch nicht sein. Bislang stehen beim 25-Jährigen ganze 13 Einsätze -meist als Einwechselspieler – zu Buche. Zuvor war Efkan Bekiroglu zwei Jahre für den TSV 1860 am Ball gewesen und hatte in 57 Ligaspielen 13 mal eingenetzt. Was viele nicht wissen: Bereits in der Jugend hatte Bekiroglu für die Löwen die Fußballstiefel geschnürt (2005 – 2007), eher er über den ASV Dachau, den SC Fürstenfeldbruck, Phönix München, den FC Unterföhring und den FC Augsburg II nach Giesing zurückkehrte. Besondere Aufmerksamkeit erregte der Offensivakteur beim 3:2 der Augsburger über die Löwen am 15.10.2017, als er Marco Hiller zweimal überwand.

Beim TSV 1860 reifte Bekiroglu zur spielbestimmenden Persönlichkeit heran und zog das Interesse mehrerer Zweitligisten auf sich. Schließlich entschloss er sich jedoch zum Wechsel in die Türkei zum Europa League-Teilnehmer Alanyaspor, wo er u.a. mit dem ehemaligen Hachinger Profi Ceyhun Gülselam zusammenspielt.

Für das Duell der Löwen mit Dynamo Dresden ist Bekiroglu optimistisch und tippt auf einen 2:1-Sieg des TSV 1860.

Justin Eilers setzt auf Dynamo

Etwas anders sieht Justin Eilers vom SC Verl die Kräfteverhältnisse. Natürlich käme den Ostwestfalen in Hinblick auf den Kampf um Platz 4 und die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal eine Niederlage der Löwen sehr gelegen. So überrascht es nicht wirklich, dass er bei liga3-online auf einen 3:1-Sieg der Dresdner im Grünwalder Stadion tippt.

Bilder: Martin Kolmberger bzw. SC Verl

Stellungnahme der “Freunde des Sechz´ger Stadions” zur Löwenumfrage

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sechzger stadion tsv 1860 Grünwalder Stadion Stadt München
TSV 1860 - Osnarbrück, by CR-Fotos

Stellungnahme der FDS zur Löwenumfrage 2.0

Der TSV 1860 München hat Anfang des Jahres eine große Umfrage unter den Löwenfans gemacht. Nun wurde vor wenigen Tagen die große Löwenumfrage 2.0 vorgestellt. Diese hat nicht wenige Löwenfans gelinde gesagt irritiert. Befragt werden bei der Umfrage unter anderem Optionen zum Stadion. Die Frage, ob man den Umbau des Sechzgerstadions, oder lieber ein eigenes Stadion für den TSV 1860 an einem neuen Standort für geeignet hält, hat nicht bei wenigen Löwenfans kopfschütteln verursacht.

Nun haben sich auch die Freunde des Sechzger´Stadions mit einer Stellungnahme auf Facebook zu Wort gemeldet. Die Stellungnahme im Wortlaut:

Stellungnahme zur Löwenumfrage 2.0

Wie Ihr sicher mitbekommen habt, läuft derzeit eine Umfrage der TSV 1860 München GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit INNOVATION PARTNERS. In der Löwenumfrage 2.0 geht es unter Anderem um das Thema Spielstätte.

Grundsätzlich ist es natürlich lobenswert, dass Vereinsmitglieder und Fans nach ihrer Meinung gefragt werden. Gerade beim TSV 1860 München war das in der Vergangenheit viel zu selten der Fall. Jedoch sollte eine solche Umfrage auch gewissen Qualitätskriterien erfüllen, was bei der Löwenumfrage 2.0 nur bedingt der Fall ist. Einige Fragen bzw. die damit verbundenen Antwortmöglichkeiten verursachen bei uns doch ziemliches Kopfschütteln. Über die Frage, ob man Fan des TSV 1860 München wäre (wer sonst sollte bitte daran teilnehmen?) kann man ja durchaus schmunzeln. Andere Fragestellungen hingegen sind einfach nur ärgerlich und aus unserer Sicht auch riskant.

Unsere Hauptkritikpunkte wollen wir daher an dieser Stelle nennen und begründen:
Fragen 13 und 14 („In Deutschland gibt es verschiedene Fußballstadien mit Stärken und Schwächen. Welche Aspekte sind für Dich besonders wichtig?”):

Mögliche Antworten sind hier unter Anderem Vollüberdachung, VIP-Bereich und Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung. Diese Kriterien sind Zulassungsvoraussetzungen für Spielstätten der 1. und 2. Bundesliga und im Falle eines Aufstiegs ohnehin nicht verhandelbar. Wie viele Umfrageteilnehmer diese Kriterien für wichtig erachten, ist daher völlig irrelevant.

Eine weitere Antwortmöglichkeit lautet TSV 1860 München als Eigentümer. Es wird also eine Option ins Spiel gebracht wird, die auf Grund der wirtschaftlichen Lage der KGaA auf absehbare Zeit völlig unrealistisch ist. Und welche Zuschauerkapazität genau sich hinter der Antwort Kapazität (Platz für alle Löwenfans) verbergen soll, wird wohl das Geheimnis der Ersteller dieser Umfrage bleiben.

Frage 16 („Welche Zuschauerkapazität für ein Stadion des TSV 1860 München hältst Du auf lange Sicht für richtig?“)

Die Frage nach der gewünschten Stadionkapazität wird hier zwar präzisiert, indem unterschiedliche Kapazitäten zur Auswahl stehen. Wünschenswert wären hier aber Auswahlmöglichkeiten gewesen, die zumindest ansatzweise realistisch sind.

Frage 17 („Würdest Du zukünftig lieber im Stadion essen und trinken, wenn der TSV 1860 München an den Umsätzen beteiligt wäre?“)

Auch hier wird eine Frage gestellt, die einfach nur irrelevant ist. In keinem Stadion in München gäbe es die Option, den TSV 1860 an den Gastronomieumsätzen zu beteiligen. Im Grunde geht es also einzig darum, ob der TSV 1860 München ein eigenes Stadion bauen soll. Nachdem genau danach im weiteren Verlauf der Umfrage gefragt wird, hätte man sich diesen Punkt auch einfach sparen können.

Frage 18 („Die Landeshauptstadt München erwartet vom TSV 1860 München eine Haltung zum geplanten Umbau des Städtischen Stadions an der Grünwalder Straße. Vorneweg ist zu erwähnen, dass nach aktuellem Kenntnisstand der geplante Umbau lediglich für die Lizenz zur 2. Bundesliga ausreichen könnte. Was meinst Du?“)

Die Fragestellung suggeriert, dass im Falle eines Umbaus der Spielbetrieb in der 1. Bundesliga nicht möglich wäre. Derzeit unterscheiden sich die Anforderungen der DFL für Spielstätten der 1. und 2. Bundesliga aber nur marginal. Lediglich bei Flutlicht, Flächen für die TV-Produktion und Parkplätzen für Medienvertreter sind die Anforderungen in der 1. Bundesliga etwas höher als in der 2. Liga.

Sollte das Stadion an der Grünwalder Straße zweitligatauglich ertüchtig werden, wäre nach unserer Überzeugung auch ein Spielbetrieb in der 1. Liga grundsätzlich möglich. Darauf wird in der Fragestellung aber leider nicht eingegangen.

Wie schon erwähnt, begrüßen wir ausdrücklich, dass der TSV 1860 München seine Fans um deren Meinung fragt. Wegen der genannten Schwächen dieser Umfrage sehen wir aber das große Risiko, dass die Ergebnisse am Ende falsch interpretiert und Schlussfolgerungen gezogen werden könnten, die mit der eigentlichen Meinung der Teilnehmer nicht im Einklang stehen.

Die Pressekonferenz von Dynamo Dresden vor dem Gastspiel in München

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Besondere Spiele erfordern besondere Vorbereitung! Aus diesem Grund möchten wir unsere Leser vor dem Spitzenspiel der 3. Liga am Montag Abend im Sechzgerstadion gegen Dynamo Dresden gerne auf die Pressekonferenz des Löwengegners auf Dynamo TV hinweisen.

Markus Kauczinski über den TSV 1860

Wer sich auf Youtube reinklickt, erfährt, mit welchen sportlichen Erwartungen Trainer Markus Kauczinski aus der sächsischen Landeshauptstadt nach München reist. Der gebürtige Gelsenkirchener äußert sich aber z.B. auch zur teilweisen Zuschauerzulassung in Rostock (gegen den Halleschen FC) an diesem Wochenende. Und es sei vorweggenommen: Kauczinski hat dazu eine ganz ähnliche Haltung, wie sie unser Coach Michael Köllner in der gestrigen LÖWENRUNDE von sich gab.

Leroy Kwadwo gibt ebenfalls Auskunft

Auf dem PK-Podium sitzt – neben dem Übungsleiter der Dynamos – auch der Spieler Leroy Kwadwo, der erst im Januar aus Würzburg an die Elbe gewechselt war. Der Linksverteidiger wurde im Drittliga-Herzschlagfinale der vergangenen Spielzeit in der 64. Minute eingewechselt – quasi direkt zum Aufstieg in die 2. Liga. Auf eine Wiederholung dieses Erfolges hofft er auch für die laufende Saison. In den letzten vier Spielen kam der Deutsch-Ghanaer – aufgrund der Stärke des Kaders an der Elbe – lediglich zu einer einzigen Einwechslung in der 90. Minute. Naturgemäß hofft er zukünftig wieder auf mehr Spielzeit.

Kauczinski mag das Sechzgerstadion

Eine interessante Frage lässt in der Pressekonferenz ein Dresdner Journalist den Pressesprecher stellen: “Sie spielen am Montag in München zum dritten Mal im selben Stadion. Finden Sie es eigentlich richtig, dass der DFB drei Vereine in einer Heimstätte zulässt, da dies ja – speziell um diese Jahreszeit – den Platz sehr schädigt?” Kauczinski erwidert, dass bei den beiden bisherigen Partien – trotz der vielen Spiele – der Platz im Sechzger top gepflegt gewesen sei. “Anders als an manch anderen Orten.” Und er wird bei dem Thema auch ganz grundsätzlich: “Ich finde da jetzt nichts problematisch. Ist ja ein geiles Stadion, ein geiles altes Stadion, wo man gerne spielt.”
Dem können wir uns nur anschließen!

Die Samstagspartien am 29.Spieltag in der 3.Liga in der Übersicht

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29.Spieltag 3.Liga 2020/2021

Am 29.Spieltag der 3.Liga waren unter anderem Ingolstadt, Rostock und Türkgücü München im Einsatz. In Magdeburg und Unterhaching war Abstiegskampf pur angesagt.

29.Spieltag der 3.Liga, die Samstagspartien

VfB Lübeck – SC Verl 2:2

Nach dem guten Auftritt gegen den TSV 1860 München am vergangenen Mittwoch konnte Lübeck am heutigen Samstag erneut ein Unentschieden erzielen. Zweimal ging Verl in Führung, zweimal konnten die Gastgeber ausgleichen.

MSV Duisburg – Türkgücü München 3:2

Spiel Nummer 4 mit Hupeinsatz der Fans von draußen und zum vierten Mal kann Duisburg drei wichtige Punkte daheim erzielen. Nach 0:2-Pausenführung für die Gäste aus München drehte der MSV im zweiten Durchgang ordentlich auf und erzielte in der 89.Minute den umjubelten Siegtreffer.

Hansa Rostock – Hallescher FC 1:0

Arbeitssieg für Hansa Rostock am 29.Spieltag in der 3.Liga. Gegen den Halleschen FC reichte den Rostockern ein Treffer von Verhoek (7.Minute) zu drei Punkten im Aufstiegskampf. Hansa spielte als erste Mannschaft in Deutschland seit Oktober 2020 wieder vor Zuschauern. 777 Anhänger mit Wohnsitz in Rostock wurden für die Partie zugelassen.

FC Ingolstadt – Waldhof Mannheim 1:0

Auch die drittplatzierten Ingolstädter ließen keine Punkte liegen und besiegten Waldhof Mannheim ebenfalls mit 1:0. Elva traf in der 41.Minute und sorgte so für drei Punkte für den FCI.

SpVgg Unterhaching – KFC Uerdingen 2:3

In der Müncher Vorstadt wird es langsam richtig eng. Im Abstiegskampf war heute der KFC Uerdingen zu Gast in Unterhaching. Vor den Augen von Ivonne und Sascha Mölders lag Uerdingen zur Pause mit 0:2 vorne. Haching konnte mit einem Doppelschlag in den Minuten 60 und 62 durch Grauschopf und Hain zunächst ausgleichen, doch quasi im Gegenzug sorgte Kiprit für den Schlusspunkt. Uerdingen verschoss zudem noch einen Foulelfmeter. Durch die Siege von Uerdingen und Duisburg ist das rettende Ufer für Unterhaching nun bereits acht Punkte entfernt. Aufgrund des erneuten Punktgewinns für Lübeck liegt man zudem auf dem letzten Tabellenplatz.

1.FC Magdeburg – 1.FC Kaiserslautern 1:0

Das zweite direkte Duell im Abstiegskampf fand zwischen Magdeburg und Kaiserslautern statt. Die Forderung des Magdeburger Anhangs über die gesamte Gegengerade (“Einfach nur 3 Punkte”) setzte das Team um und behält mit einem 1:0 drei ganz wichtige Punkte in der Landeshauptstadt. Bei Lautern läuten hingegen alle Alarmglocken. Es fehlen bereits sechs Punkte auf Platz 16.

TSV 1860 München am 29.Spieltag der 3.Liga montags gefordert

Für Sechzig München steht am Montagabend das Duell mit Tabellenführer Dresden auf dem Programm. Anpfiff ist im Grünwalder Stadion um 18:60 Uhr. Die Löwenfans können sich dabei erneut über die Partie im Free-TV freuen.