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Deutscher Meister 1966 – Zeitzeuge Wolfgang Mittermair erinnert sich

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Heute vor 60 Jahren wurde der TSV 1860 München durch ein 1:1 gegen den Hamburger SV Deutscher Meister. sechzger.de hat einige Zeitzeugen gebeten, ihre Erinnerungen an diesen besonderen Tag und diese unvergessliche Spielzeit in der Historie der Löwen niederzuschreiben. Im ersten Teil berichtet Euch Wolfgang Mittermair, wie er die Meistersaison erlebte.

Zeitzeuge Wolfgang Mittermair erinnert sich

Zum diesjährigen Meisterjubiläum ist für jüngere Fans vielleicht besonders spannend, wie klein der Kader damals war: Die Löwen wurden mit nur 15 Spielern Deutscher Meister. Aus heutiger Sicht ist das kaum vorstellbar. Heute sprechen wir von breiten Kadern, Belastungssteuerung, Rotation und fünf möglichen Auswechslungen. Damals war Fußball deutlich einfacher organisiert – und zugleich viel härter.

Keine Auswechslungen im Punktspiel

Was viele vielleicht gar nicht wissen: Bei Punktspielen durfte damals nicht ausgewechselt werden. Ganz egal, ob ein Spieler verletzt war oder einen schlechten Tag erwischt hatte. Wer auf dem Platz stand, musste weiterspielen. Diese Regel wurde erst zur Saison 1967/68 geändert, zunächst allerdings nur für den Fall einer Verletzung. Das führte später nicht selten dazu, dass Verletzungen auch einmal vorgetäuscht wurden.

Für die Spieler bedeutete das: durchbeißen, auch wenn es weh tat. Für die Mannschaft bedeutete es: improvisieren, umstellen, zusammenhalten. Genau solche Umstände machen die Leistungen der damaligen Löwen aus heutiger Sicht noch beeindruckender.

Rudi Steiner verletzt – und trotzdem weiter dabei

Ein Beispiel dafür ist das Pokalfinale 1964 gegen Eintracht Frankfurt. Verteidiger Rudi Steiner war am rechten Oberschenkel schmerzhaft verletzt, musste aber weiterspielen, weil eben nicht gewechselt werden durfte.

Die Folge war eine Notlösung auf dem Platz: Steiner rückte nach links außen, während der eigentliche Linksaußen Fredi Heiß auf die Position des linken Verteidigers ging. Im Grunde spielten die Löwen in dieser Phase fast nur noch mit zehn Mann – und mussten trotzdem bestehen.

Als Radi einen Ausflug machte

Auch aus dem letzten Oberliga-Jahr 1963 ist mir eine Szene besonders in Erinnerung geblieben. In München lagen die Löwen gegen Borussia Dortmund mit 0:1 zurück. Torhüter Radi machte einen Ausflug über das halbe Spielfeld – und prompt stand es 0:2 durch ein Tor des Dortmunders Wosab.

Trainer Max Merkel ging daraufhin hinter Radis Tor. Gelobt hat er ihn dort wohl eher nicht. Eine Coaching-Zone gab es damals schließlich auch noch nicht.

Doch die Löwen zeigten Moral. Aus dem 0:2 machten sie noch ein 3:2. Diese Mannschaft konnte Rückschläge wegstecken, weil sie zusammenhielt und nie aufgab. Ob so etwas heute noch gelingen würde? Man darf zumindest schmunzelnd darüber nachdenken.

Begegnung mit Rudi Brunnenmeier

Ich habe auch noch ein Foto, das wir Jahre später persönlich von Rudi Brunnenmeier bekommen haben. Es entstand im Zusammenhang mit einem Treffen im Donisl am Marienplatz, zu dem Karl-Heinz Wildmoser eingeladen hatte.

Laut Rudi Brunnenmeier mussten die Anwesenden ihre Rechnung allerdings selber zahlen. Auch das passt irgendwie zu Sechzig: große Namen, große Geschichten – und am Ende bleibt immer noch eine kleine Pointe.

Eine andere Zeit, derselbe Verein

Wenn man heute auf diese Erinnerungen blickt, wird deutlich, wie sehr sich der Fußball verändert hat. Die Kader sind größer, die Regeln andere, das Umfeld professioneller. Aber die Geschichten von damals erzählen etwas, das bis heute gültig ist: Sechzig war nie nur ein Verein für die glatten Wege.

Die Löwen mussten improvisieren, kämpfen, einstecken und wieder aufstehen. Genau darin liegt ein großer Teil ihrer Geschichte – und vielleicht auch ihrer Faszination.

Einmal Löwe, immer Löwe!

Livetalk mit Blick zurück

Auch in der dritten Ausgabe des sechzger.de Livetalks haben wir einen Blick zurück in die Vergangenheit gewagt und mit Zeitzeugen gesprochen. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung im Bamboleo findet Ihr auf unserem YouTube-Channel.

Social Media: Hasan Ismaik meldet sich zu Wort

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Ismaik Millionen-Exit

Lange war es ruhig um Hasan Ismaik, gestern kam dann die überraschende Meldung, der Jordanier habe kurzfristig zwei Darlehen gekündigt, was den TSV 1860 finanziell und zeitlich unter Druck setzt – es geht schließlich um die Lizenz für die 3. Liga. Am späten Mittwochabend meldete sich Ismaik nun via X (ehemals Twitter) etwas ausführlicher zu Wort.

Via X: Ismaik meldet sich zu Wort

Dabei betont Ismaik, dass er den Verein in den vergangenen 15 Jahren mit fast 80 Millionen Euro unterstützt hat, um ein stabiles Fundament aufzubauen. Er räumt jedoch ein, dass die sportlichen und wirtschaftlichen Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien. Dafür übernehme er die volle Verantwortung, sieht die Schuld jedoch in der Verantwortung aller beteiligten Parteien über die Jahre hinweg.

Weiter erklärt Ismaik, dass er die bestehenden Darlehen gekündigt habe, da wichtige vertragliche Verpflichtungen seitens des Vereins nicht eingehalten wurden. Es dürfe nicht wie bisher weitergehen und die Strukturen müssten grundlegend auf den Prüfstand gestellt werden.

Sechs Forderungen neu verpackt

Im Großen und Ganzen wiederholt Ismaik sechs der sieben bekannten Forderungen und möchte offensichtlich Druck auf den e.V. und das Umfeld aufbauen. Aus Ismaiks Sicht benötige “der Verein” (oder meint er hier die KGaA?) eine Restrukturierung, moderne Managementstandards, Finanzkontrollsysteme und Compliance.

Ismaik habe zwei Finanzierungsalternativen vorgelegt, die den Verbleib in der 3. Liga sichern und eine Insolvenz abwenden sollen, heißt es in dem Beitrag auf Social Media. Diese Angebote seien zinslos und böten bessere Konditionen als zuvor.

Diese finanzielle Unterstützung sei an strikte Transparenz und finanzielle Disziplin gekoppelt, so Ismaik. Für beide Alternativen fehle noch die Zustimmung des Vereins.

Steht der Lizenzentzug bevor?

Ismaik plädiert weiters dafür, das Problem nicht mehr von Saison zu Saison durch neue Kredite zu vertagen. Notfalls müsse man einen Schritt zurückgehen, um den Verein von Grund auf neu und solide aufzubauen – die aktuelle Ligazugehörigkeit sei dabei zweitrangig.

Bereitet er den TSV 1860 und die Fans hiermit auf den baldigen Lizenzentzug und den damit verbundenen Abstieg vor?

Warum soll der Verein auf das Vorkaufsrecht verzichten?

Darüber hinaus fordert der Jordanier finanzielle Stabilität, eine Mannschaft mit echtem Teamgeist, die Förderung des Nachwuchsleistungszentrums sowie realistische, klare Zielsetzungen und wirtschaftliches Arbeiten. Inwieweit das bisher im Rahmen der Möglichkeiten nicht der Fall sei, lässt er ebenso offen wie die siebte und brisanteste Forderung.

Leider verliert Ismaik kein Wort darüber, weshalb der Verein auf sein Vorkaufsrecht verzichten sollte, wenn Ismaik seine Anteile veräußern möchte. Gerade dieser Punkt birgt doch große Risiken für den TSV 1860 und lässt allerhand Raum für Spekulationen.

Gekündigte Darlehensverträge: Hasan Ismaiks Forderungen zur Freigabe der Darlehen

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Ismaik: Geschäftsstelle an der 114
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

“Tröpferlweise”, wie man in Bayern sagt, kommen die vollständigen Umstände zu Hasan Ismaiks Kündigung der Darlehensverträge und dem damit möglicherweise verbundenen Lizenzentzug der TSV 1860 München KGaA ans Licht. Nun sind die sieben ominösen Forderungen zur erneuten Freigabe der gekündigten Darlehen bekannt geworden.

Ismaik kündigt Darelehen und riskiert erneuten Zwangsabstieg von 1860

Die Vorgeschichte dürfte gut informierten Löwenfans mittlerweile bestens bekannt sein. Am 21.05.2026 kündigte HAM zwei Darlehensverträge mit der KGaA, wodurch sich die KGaA aktuell zahlungsunfähig sieht und nicht in der Lage ist, dem DFB die geforderte Liquidität in Höhe von 2,7 Mio. Euro am 03.06.2026 nachzuweisen. Geschieht dies nicht, wird der DFB 1860 keine Lizenz für die dritte Liga erteilen und die Löwen müssten somit nächste Saison in der Regionalliga Bayern an den Start gehen. Doch wie bereits mehrmals in der Vergangenheit nutzt Ismaik erneut die Finanzen, um Zugeständnisse vom e.V. als zweiten Gesellschafter der KGaA zu erzwingen. Manche sagen auch “erpressen”.

Ismaiks Forderungen im Überblick

Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, sind sechs der sieben Forderungen von Hasan Ismaik unkritisch und sollten in jedem mittelständischen Unternehmen umgesetzt sein. Er fordert im Detail:

  • ordnungsgemäße Finanzberichterstattung und Aufbau eines Compliance- und Finanzberichterstattungssystems bis zum 30. September 2026
  • Beauftragung eines neutralen externen Finanzexperten bis zum 30. Juni 2026
  • Ausgabebeschränkungen zur Gewährleistung einer strikten Zweckbindung neuer Mittel
  • strikte Einhaltung des genehmigten Budgets
  • Verzicht auf Herabwürdigung
  • Umstrukturierung der KGaA bis zum 31. Oktober 2026 auf der Grundlage eines vereinbarten Umstrukturierungsplans, der bis zum 30. Juni 2026 fertiggestellt werden soll

Soweit so unspektakulär. Der Punkt “strikte Einhaltung des genehmigten Budgets” birgt eine gewisse Ironie in sich. Denn das Budget wurde ja laut Aussage der KGaA gar nicht überschritten und erst im Mai 2025 nach einem Patt im Aufsichtsrat erhöht. Und dies wurde nur mit der doppelten Stimme des damaligen AR-Vorsitzenden Saki Stimoniaris durchgewunken.

KGaA weist Anschuldigungen von HAM zurück

Wie die SZ weiter berichtet, weist KGaA-GF Manfred Paula die Vorwürfe, die sich aus Ismaiks Forderungen ergeben, strikt zurück. “Wesentliche Prozesse, die Gegenstand Ihrer Beanstandungen sind, waren zum Zeitpunkt Ihrer Kündigung bereits eingeleitet bzw. in Umsetzung“, wird aus einem Schreiben von Paula an HAM zitiert. Außerdem wird präzisiert, warum die KGaA die Kündigung für unwirksam hält. Die Darlehensgeberin (also HAM) habe weder vorher abgemahnt noch eine entsprechende Frist zur Beseitigung der Unzulänglichkeiten gesetzt. Dies widerspricht nach Auffasung der KGaA §314 Abs. 2 des BGB.

Forderung Nummer 7 hat es in sich

Die siebte Forderung allerdings ist sehr heikel. Sie verbrigt sich hinter der Überschrift “Exit-Unterstützung”. Denn Ismaik fordert vom e.V., dass er im Rahmen eines Verkaufs von Ismaiks Anteilen auf sein Vorkaufsrecht verzichtet. Im Kooperationsvertrag ist bekanntlich geregelt, dass der e.V. das Recht hat, einem Interessenten, der einen höheren Preis als ein von Ismaik akquirierter Kaufinteressent bietet, dessen Anteile zu verkaufen. Dieser Punkt könnte zum Tragen kommen, wenn Ismaik seine Anteile zu einem sehr niedrigen Preis veräußern will und der e.V. einen potentiellen Käufer an der Hand hätte, der bereit wäre, mehr zu bezahlen. Das Vorkaufsrecht einfach so herzugeben, dürfte für den e.V. keine Option sein.

Der SZ geht es übrigens wie sechzger.de. Hasan Ismaik antwortet nicht auf ihre Anfrage und verweist auf “Mr. Herbert”. Per Whatsapp schrieb er uns: “Hallo Thomas, vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie können alle Ihre Anfragen an Herrn Herbert oder Herrn Mang richten. Ich hoffe, dass diese Ihnen alle Antworten geben werden, die Sie benötigen. Mit freundlichen Grüßen.” Wir versuchen nun also, Herbert Bergmaier zu kontaktieren und mehr über Ismaiks Motivation für das ganze Hickhack in Erfahrung zu bringen. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht bis zur Deadline am 03.06.

Saisonrückblick 2025/26: Stefan Kranzberg

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fotogalerie titelbild tsv 1860 msv duisburg löwen zebras

Obwohl seit den Meldungen vom gestrigen Dienstag völlig unklar ist, wie es beim TSV 1860 weiter geht und gleichwohl sogar die Ligazugehörigkeit in der kommenden Spielzeit 26/27 anscheinend noch nicht feststeht, wollen wir sechzger.de-Redakteure – wie traditionell nach jedern Saison – auf die abgelaufene Spielzeit zurückblicken und unsere Highlights und Enttäuschungen mit der geneigten Leser*innenschaft teilen.
Da diese Beiträge teilweise schon direkt nach den letzten Spielen in Verl bzw. Würzburg ausformuliert wurden,berücksichtigen sie (insbesondere bei der Frage nach den Wünschen und Erwartungen für die kommende Saison und die Zukunft) die aktuellen Entwicklungen nicht.
Zum Start lässt Euch Stefan Kranzberg an seinen Erinnerungen an die abgelaufene Saison teilhaben:

Saisonrückblick 2025/26: Stefan Kranzberg

Welches war Dein Löwenspiel der Saison?

Eigentlich waren es nur zwei, die mich wirklich mitgerissen haben: der 2:1-Sieg in Ingolstadt und das Pokal-Halbfinale in Regensburg. Bei beiden wurde spielerisch nicht geglänzt, aber die Mannschaft hat sich den Arsch aufgerissen, ist füreinander gelaufen und hat bis zur letzten Sekunde gekämpft.

Wer war Dein Spieler der Saison?

Da vermutlich alle Sigurd Haugen oder Thomas Dähne nennen, tanze ich mal aus der Reihe und werfe Max Reinthaler in den Ring. Als vermeintlicher Innenverteidiger Nummer 5 in die Saison gestartet, dem man wohl keine Steine in den Weg legen würde, wenn er woanders sein Glück suchen wollte, wandelte sich der Südtiroler zu einem Leistungsträger bei den Löwen. Natürlich profitierte Reinthaler von den Verletzungen von Verlaat, Schifferl und Dulic, überzeugte dann jedoch dermaßen, dass er vom kicker bei 21 benoteten Einsätzen sieben Mal in die “Elf des Tages” und sogar in die “Elf der Saison” berufen wurde.

TSV 1860 16 Reinthaler Max

Seltene spielerische Highlights

Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?

Man könnte hier natürlich auf einzelne Personalien eingehen, aber darauf verzichte ich bewusst. Die positive Überraschung, dass letztlich doch etliche junge Spieler zum Einsatz kamen, ist vermutlich nicht zuletzt durch die negative Überraschung, dass man so viele (Langzeit-)Verletzte wie selten zuvor hatte, begründet.

Positiv ist zudem anzumerken, dass endlich mal Schritte in Sachen Stadionausbau eingeleitet wurden, auch wenn diesbezüglich noch sehr viele Fragen offen sind.

Bezüglich sechzger.de freue ich mich besonders, dass wir wieder neue Kollegen begrüßen durften, die sich tatkräftig einbringen. Dennoch stimmt es mich traurig, dass Jan unseren Blog verlassen hat bzw. verlassen musste. Dennoch wünsche ich ihm selbstverständlich alles Gute bei seiner Kandidatur für den Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V..

Was war für Dich das schönste Tor der Saison?

Da kommt mir als Erstes das Tor von Max Christiansen gegen Viktoria Köln in den Sinn. Was für ein Strich direkt unter die Latte!

Am Ende steht Platz 8. Bist Du zufrieden mit dieser Saison?

Trotz Qualifikation für den DFB Pokal bin ich natürlich nicht zufrieden mit der Saison. Und das weniger wegen der Platzierung in der Liga, sondern vielmehr deswegen, wie die Mannschaft leider viel zu oft aufgetreten ist. Die hohen Niederlagen gegen Hoffenheim II und in Regensburg waren natürlich die Tiefpunkte, aber selbst bei gewonnenen Partien waren die spielerischen Highlights oft rar gesät.

Verflogene Euphorie um Volland & Co.

Wie schätzt Du die Arbeit von Markus Kauczinski und seinem Trainerteam ein?

Schwierige Frage. Zwischenzeitlich sah es hinsichtlich der Ergebnisse ja mal ganz ordentlich aus, aber wenn man ehrlich ist, war eine spielerische Entwicklung kaum zu erkennen. Ja, es gab viele Verletzte und nein, für das angedachte Spielsystem war man personell nicht entsprechend aufgestellt, aber dennoch: Aus meiner Sicht hätte man mit dem vorhandenen Spielermaterial offensiv mehr erarbeiten und zustande bringen müssen, als den Ball wiederholt nach vorne auf Sigurd Haugen zu dreschen und zu hoffen, dass der was draus macht.

Was wird Dir von der Saison 2025/26 besonders in Erinnerung bleiben?

Die Euphorie im Umfeld nach der Verpflichtung von Kevin Volland, Florian Niederlechner und anderen namhaften Spielern. Aber leider auch die Ernüchterung nach dem emotionalen Höhenflug und die Enttäuschung über die gezeigten Leistungen. Und dann war da ja noch dieser gescheiterte Anteilsverkauf von Hasan Ismaik in der Saisonvorbereitung…

Mein Wunsch: Ausbau des Grünwalder Stadions

Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison aus?

Ein paar schöne Nachmittage und Abende in Giesing mit Menschen, die ich sehr gerne mag. Dazu wird Fußball geschaut. Nein, ernsthaft: Bevor nicht klar ist, wie der Kader aussieht, kann ich Frage nach sportlichen Erwartungen und Zielen nicht seriös beantworten.

Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2026/27 besonders viel?

Ich mag ja bekanntermaßen die Spielweise von Samuel Althaus sehr gerne und hoffe, dass er zusammen mit Xaver Kiefersauer viele Möglichkeiten bekommt, um den Löwen seinen Stempel aufzudrücken. Und wie geschrieben: Es werden ja noch Neuzugänge folgen, die man mit seiner Erwartungshaltung gewaltig unter Druck setzen kann. 😊

Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?

Wie schon seit Jahrzehnten: der Ausbau des Grünwalder Stadions!

 

Überblick Saisonrückblicke von Stefan Kranzberg

In den vergangenen Jahren erschienen (außer nach der Saison 2021/22) alljährlich Saisonrückblicke der sechzger.de-Redakteure.
Auf Wunsch zahlreicher Leser*innen verlinken wir unter den aktuellen Artikeln des jeweiligen Autors dessen Rückblicke aus den vergangenen Jahren:

Stefans Blick auf die Saison 2020/21

Stefans Blick auf die Saison 2022/23
Stefans Blick auf die Saison 2023/24
Stefans Blick auf die Saison 2024/25

Heute vor acht Jahren: Der Aufstieg gegen Saarbrücken

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27. Mai 2018 – Der Aufstieg gegen Saarbrücken

Kinder, wie die Zeit vergeht. Acht Jahre liegt er heute schon wieder zurück, jener Sonntagnachmittag im Frühsommer 2018, an dem ganz Giesing bebte. Die Löwen hatten nach einem 2:2 im Relegationsrückspiel gegen den 1. FC Saarbrücken, den Meister der Regionalliga Südwest den Aufstieg in die 3. Liga geschafft. Das Gastsspiel in der bayerischen Regionalligaprovinz – nötig geworden durch den Totalabsturz 2017 – hatte nur eine Spielzeit gedauert und der TSV 1860 sich in zwei packenden Spielen gegen die Saarländer zurück in den Profifußball gekämpft. Der leicht favorisierte und danach sehr enttäuschte Gegner schaffte den Aufstieg dann zwei Jahre später und ist seitdem regelmäßiger Gegner der Löwen in Drittligaduellen. Natürlich wird auch bei diesen regelmäßigen Aufeinandertreffen nicht verpasst, an das Duell aus dem Mai 2018 zu erinnern. Bei uns sehr gerne – beim FCS naturgemäß weniger gerne.

Nochmal eintauchen…

Wer in der aktuell laufenden Sommerpause ein wenig in Erinnerungen schwelgen und eintauchen möchte in die die Magie dieses ganz besonderen Tages 27. Mai 2018, dem legen wir an dieser Stelle den Beitrag unseres ehemaligen Redaktionsmitglieds von Jan Schrader aus dem Jahr 2021 ans Herz. Fotos, ein Video und die Beschreibung der Ereignisse in Textform.

Klickt Euch hier rein!

Sechzig um sieben: Schickt Ismaik 1860 zum zweiten Mal in die Regionalliga?

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Guten Morgen, allerseits! Herzlich willkommen zum letzten Sechzig um sieben dieser vermaledeiten Saison 2025/26. Wer dachte, der Horror der laufenden Saison sei mit der unnötigen Niederlage im Elfmeterschießen bei den Würzburger Kickers vorbei, sieht sich grob getäuscht. Hasan Ismaik droht in einer weiteren Folge des unendlichen Horrorsequels “Hasan the Lion Slayer” den TSV 1860 München ein zweites Mal in die Regionalliga zu schicken.

Ismaik kündigt Darlehen: muss 1860 erneut in die Regionalliga zwangsabsteigen?

Gestern Morgen vermeldete die Bild, dass 1860 bis zum 03.06. eine Finanzlücke von 2,7 Mio. Euro decken muss. Im Laufe des Tages nahm die Handlung von “Hasan the Lion Slayer II” dann weiter Fahrt auf. Die Süddeutsche Zeitung vermeldete, dass die Finanzlücke entstand, weil Ismaik mehrere Darlehen kündigte, deren Bereitstellung der KGaA im Februar noch schriftlich zugesichert worden war. Er ließ verkünden, dass die KGaA nicht ordnungsgemäß an den Aufsichtsrat berichtet hätte und HAM “erhebliche Anstrengungen unternommen habe, um einen neuen Investor zu finden, der bereit ist, HAM zu finanzieren, damit diese die KGaA weiterhin unterstützen kann“. Ismaik sucht also jemanden, der dem Investor Geld leiht, um die KGaA weiter finanziell am Leben zu erhalten. Durch diese Finanzlücke sah sich GF Manfred Paula genötigt, alle Zahlungen – auch Gehaltszahlungen – der KGaA zu stoppen und sich als Notgeschäftsführer zu ernennen. Wie immer lässt sich Ismaik ein Hintertürchen offen und spricht von sieben Forderungen (die nicht näher bekannt sind), die KGaA bzw. e.V. erfüllen müssten, um die drigend benötigten Finanzmittel doch noch bereit zu stellen. Auch das kennt man aus vielen Kurzepisoden von “Hasan the Lion Slayer”. Wie es weitergeht, ist momentan schwer zu sagen. Aber wenn die KGaA am 03.06. nicht den Zufluss von 2,7 Mio. Euro nachweisen kann, hat Hasan Ismaik den TSV 1860 ein zweites Mal in die Regionalliga geschickt. Wir haben Hasan Ismaik nach seinen Motiven gefragt und bisher keine Antwort erhalten.

Jacobsen erleidet Kreuzbandriss

Ganz bitterer Abschied für Thore Jocobsen von den Münchner Löwen. Er riss sich im Toto-Pokal-Finale das Kreuzband und wird mehrere Monate ausfallen. Die Verletzung kommt für Jacobsen natürlich zur Unzeit, nachdem sein Vertrag in Giesing nicht verlängert wurde und er bisher noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden hat. sechzger.de wünscht schnelle Genesung!

Sechzger.de Livetalk gestern aufgezeichnet

Die triste Realität wurde gestern Abend beim dritten sechzger.de Livetalk im Bamboleo weitgehend ausgeblendet. Wir hatten einige Zeitzeugen der deutschen Meisterschaft von 1966 zu Gast, die lebendig von ihren Erlebnissen rund um den größten Erfolg von Münchnes großer Liebe berichteten. Der Mitschnitt wird Ende der Woche auf unserem youtube-Kanal abrufbar sein, damit auch diejenigen, die nicht live dabei sein konnten, in den Genuss dieses tollen Abends kommen.

News aus der dritten Liga

Fürth gewinnt Relegation

Seit gestern Abend stehen 19 von 20 Drittligisten fest. Oder nur 18 von 20? In der Relegation besiegte die SpVgg Greuther Fürth RW Essen mit 2:0. Damit machten die Kleeblättler die 1:0-Niederlage aus dem Hinspiel wett und bleiben nächste Saison in der zweiten Bundesliga. RWE muss nächste Saison einen neuen Anlauf Richtung Bundesliga zwei nehmen.

Waldhof auf Trainersuche

Luc Holtz gab nach dem Landespokalfinale gegen den VfR Mannheim seinen Abschied vom Waldhof bekannt. Die Barackler möchte nun so schnell wie möglich einen Coach verpflichten, um die neue Saison planen zu können. Neben Orest Shala sind laut Sportchef Gerhard Zuber weitere Kandidaten im Rennen.

Majetschak zu Jahn Regensburg

Erik Majetschak verläste nach dem Abstieg von Erzgebirge Aue die Veilchen. Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag bei Jahn Regensburg.

Sechzig um sieben geht in die Sommerpause

Das war das letzte Sechzig um sieben dieser Horror-Saison, die ja gerade noch ein gruseliges Nachspiel erfährt. Wir brauchen auch mal ein paar Wochen zum Durchschnaufen nach dieser Saison. Natürlich halten wir Euch dennoch über alle Entwicklungen im Horror-Schocker “Hasan the Lion Slayer II” auf dem Laufenden. Neuzugänge (falls es denn überhaupt welche gibt) vermelden wir natürlich auch. Und alle Infos rund um die anstehende MV und die zu gründende Stadiongesellschaft haben wir selbstverständlich auch für Euch. Wir sind dann ab dem Trainingsstart am 28.06. wieder wie gewohnt mit Sechzig um sieben für Euch am Start. Egal auf welche Liga sich unsere Löwen vorbereiten. Danke, dass Ihr Euch diese Saison bei uns informiert habt. BLAU BLEIBEN!

Grund für die Finanzlücke von 2,7 Millionen Euro: Ismaik kündigt Darlehensverträge

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TSV 1860 Hasan Ismaik
Bild: Anne Wild

Heute Morgen machte die Nachricht einer Finanzlücke in Höhe von 2,7 Millionen Euro beim TSV 1860 München die Runde. Nun ist klar, wo die Lücke herkommt: Hasan Ismaik kündigte Darlehen, die nun eine entsprechende Finanzlücke verursachen.

Ismaik kündigt Darlehensverträge

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, kündigte Ismaik am 21.05.2026 mehrere Darlehensverträge, deren Auszahlung noch im Februar von HAM-Aufsichtsratmitglied Biel Ballester Relat zugesagt worden waren. Die SZ zitiert aus einer entsprechenden Mail: er könne „als Vertreter von HAM bestätigen, dass wir unseren Verpflichtungen als Darlehensgläubiger wie bisher auch weiterhin nachkommen werden“. Nun machen Ismaik und seine Vertreter im Aufsichtsart kurz vor knapp mal wieder eine 180°-Kehrtwendung. Wegen angeblicher Verstöße “der Geschäftsführung gegen Berichterstattungspflichten” sehe man sich “gezwungen, diesen Schritt zu unternehmen“, hieß es von Seiten der HAM. Angeblich habe die HAM einen Investor gesucht, der HAM bei der Finanzierung der KGaA entlasten soll. Wörtlich schreibt die SZ: HAM habe „erhebliche Anstrengungen unternommen, um einen neuen Investor zu finden, der bereit ist, HAM zu finanzieren, damit diese die KGaA weiterhin unterstützen kann“.

Weiter heißt es, dass die HAM als Sicherheit für den neuen Kreditgeber „9 % der Anteile an der KGaA, 30 % der Anteile an der TSV 1860 Merchandising GmbH“ sowie „der Gewinnansprüche an der TSV 1860 Merchandising GmbH“ gewähren will. Das liest sich so, als ob Ismaik selbst unter Liquiditätsproblemen leidet und einen Geldgeber für die HAM sucht, damit diese ihre Verpflichtungen gegenüber der KGaA erfüllen kann. Außerdem stellt er sieben weitere Bedingungen, um der KGaA die benötigten Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.

KGaA geht gegen Kündigung juristisch vor

Die KGaA bestreitet die Rechtmäßigkeit der Kündigung der Darlehensverträge. Manfred Paula antwortet als Geschäftsführer der KGaA, dass die Kündigung unwirksam sei. Außerdem bezeichnet sie als “treuwidrig, da die HI Squared International GmbH gleichzeitig in Aussicht stellt, die Finanzierung unter zusätzlichen Bedingungen anderweitig zu gewähren.“ Durch die wegfallende – eigentliche zugesagte – Finanzierung sieht sich die KGaA akuter Insolvenzgefahr gegenüber. Paula geht deswegen von unmittelbaren Finanzproblemen aus. Er weist darauf hin, “dass wir bis auf Weiteres keine Zahlungen leisten können, auch keine Gehaltszahlungen.” Daher ernannte er sich vorsorglich zum Notgeschäftsführer. Spielerverpflichtungen für die neue Saison sind unter diesen Bedingungen natürlich erstmal vom Tisch.

Abstieg in die Regionalliga droht

Sollte bis zum 03.06., 17:00h (die Bild-Zeituing nannte 12:00h) keine Einigung erfolgen und der TSV 1860 die geforderten 2,7 Millionen Euro nicht nachweisen können, ist von einem Zwangsabstieg in die Regionalliga auszugehen. Fakt ist, dass mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet werden muss, wollen die Löwen den zweiten Zwangsabstieg nach 2017 vermeiden. Wie wahrscheinlich eine positive Lösung ist, ist von Außen schwer zu beurteilen. Besonders, da man Ismaiks sieben weiteren Bedingungen nicht kennt. Ismaiks Verhalten dagegen schon. Wie in der Vergangenheit stoppt er zugesagte Geldflüsse an die KGaA kurz vor wichtigen Terminen, um Forderungen gegenüber ihr oder seinem Mitgesellschafter durchzusetzen. Manfred Paula jedenfalls rechnet mit dem Schlimmsten und bittet HAM in seinem Schreiben, um eine Fortführungsprognose für den Fall des Zwangsabstiegs in die Regionalliga Bayern.

 

Mangelnde Liquidität: Lizenz von 1860 in Gefahr?

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Trainingsgelände TSV 1860 München Gebäude Übersicht Geschäftsführer Ismaik

Große Aufregung rund um den TSV 1860 München. Wie die Bild berichtet, soll eine erhebliche Liquiditätslücke bei den Löwen bestehen, die sogar die Lizenz zur Teilnahme an der dritten Liga in Gefahr bringt.

2,7 Millionen Euro fehlen angeblich

Wie die Bild berichtet, sollen bei der KGaA 2,7 Mio. Euro Liquidität zur Erteilung der Lizenz für die Saison 26/27 fehlen. Wenn das stimmt, ist große Hektik an der Grünwalder Straße angesagt, denn die entsprechende Liquidität muss dem DFB bis zum 03.06.2026, 12:00h, nachgewiesen werden. Die Finanzlücke kommt nicht überraschend, denn bei Etatplanung für die abgelaufene Saison wurde im Mai 2025 das entsprechende Defizit eingeplant. Zur Erinnerung: Der Aufsichtsrat hatte das Budget gegen die Stimmen des e.V. erhöht. Bei einem 3:3-Pari hatte das Votum des damaligen AR-Vorsitzenden Saki Stimoniaris doppelt gezählt.

Ismaik lehnt mehrere Kaufangebote ab

Nach dem geplatzten Verkauf der HAM-Anteile an einen dubiosen Geschäftsmann aus der Schweiz hat Hasan Ismaik offenbar das Interesse an seinem Investment verloren. Zwar möchte der Jordanier seine Anteile an der KGaA weiterhin verkaufen, lehnte aber bereits mehrere Angebote ab. Wie unsere Redaktion aus verlässlichen Quellen weiß, lagen Ismaik Angebote in Höhe von über 20 Mio. Euro vor. Der Jordanier lehnte bisher jedoch alle Angebote ab. Zuletzt wurde über das Interesse einer Investorengruppe um Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsberger und den ehemaligen KGaA-Geschäftsführer Markus Rejek bekannt. Hitzlsperger bezeichnete die Verhandlungen als “kompliziert”. Offenbar scheint Ismaik nun auch die Lust verloren zu haben, Darlehen in Genusscheine zu wandeln, um die Drittliga-Lizenz für den TSV 1860 für die kommende Saison zu sichern. Oder stellt er in der prekären Lage im Hintergrund weitere Forderungen, um dann kurz vor Ablauf der Deadline die benötigten Finanzmittel doch zur Verfügung zu stellen? Klar ist, dass bei einem Lizenzentzug samt damit verbundenem Abstieg in die Regionalliga Bayern der Wert seines Inevstments (und damit auch der realistisch zu erlösende Verkaufspreis) erheblich sinkt. Daran dürfte der Jordanier eigentlich kein Interesse haben.

Wie kann 1860 die Finanzlücke schließen?

Falls Ismaik die Schatulle nicht öffnet, bleiben der KGaA wenig Möglichkeiten, die geforderte Liquidität nachzuweisen. Eine Variante wäre die Aufnahme eines Darlehens am Markt. Diese ist aber auch durch HAM zustimmungspflichtig. Außerdem würde eine Erhöhung der Verschuldung Strafen des DFB (Punktabzug) nach sich ziehen, da 1860 ja eigentlich die Fremdkapitalquote reduzieren muss. Ebenso ist fraglich, ob sich eine Bank findet, die der überschuldeten KGaA überhaupt einen Kredit bereitstellen würde. Wie 1860 die Zinszahlung und Tilgung in der Folge darstellen will, ist ebenfalls schwer vorstellbar. Als ultima Ratio bleiben also Spielerverkäufe, um die Finanzlücke zu schließen und die Lizenz für 1860 zu sichern. Dabei dürfte der Fokus auf den Verkäufen von Sigurd Haugen (aktueller Marktwert 1,0 Mio. Euro) und Sean Dulic (aktueller Marktwert 1,3 Mio. Euro) liegen. Was das dür die sportlichen Ambitionen für die kommende Saison bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.

 

26.05.1998: TSV 1860 unterliegt Rampla Juniors bei Turnier in Shanghai

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Shanghai TSV 1860 Rampla Juniors

Der reisefreudige Löwenfan sehnt sich nach internationalen Auftritten unseres Herzensvereins. Während es Münchens große Liebe heutzutage bestenfalls mal nach Österreich oder in die Schweiz verschlägt, standen in der Vergangenheit auch mal Testspielreisen nach Spanien, Kanada, Südkorea oder gar auf den afrikanischen Kontinent auf dem Programm. Im Mai 1998 nahm der TSV 1860 an einem Turnier in Shanghai teil und traf heute vor 28 Jahren auf die Rampla Juniors aus Uruguay.

Der TSV 1860 in Shanghai

Ein ebenso illustres wie kurioses Teilnehmerfeld lockte der Guan Sheng Yuan Cup ins Reich der Mitte. Neben dem TSV 1860 waren auch die B-Nationalmannschaft der Tschechischen Republik, die Rampla Juniors aus Montevideo (Uruguay) und Gastgeber Shanghai Shenhua am Start. Lange nach Beendigung der Bundesliga-Saison waren aber auch die Löwen nicht unbedingt in Bestbesetzung nach China gereist. Stattdessen wurde der Kader großzügig mit Spielern der Amateure aufgefüllt.

Zum Auftakt des Turniers traf Sechzig am 21.05. auf die tschechische B-Auswahl und musste sich dieser mit 0:1 geschlagen geben. Drei Tage später folgte das Kräftemessen mit Gastgeber Shanghai Shenhua. 40.000 Zuschauer hatten sich im Shanghai Stadium eingefunden, um ihr Team zu unterstützen, darunter auch rund 30 mitgereiste Fans des TSV 1860. Letztere hatten deutlich mehr Grund zur Freude, denn die Löwen setzten sich durch Tore von Agostino (63./85.) und Hobsch (65.) mit 3:1 durch.

Niederlage gegen die Rampla Juniors

Heute vor 28 Jahren folgte der letzte Auftritt des TSV 1860 in Shanghai. Gegner waren diesmal die Rampla Juniors aus Montevideo, der Hauptstadt Uruguays. Größter Erfolg des Rojiverdes (Rotgrünen) war der Gewinn der Landesmeisterschaft im Jahr 1927. Aktuell spielt der Club in der Segunda División, also der 2. Liga.

Damals aber waren die Südamerikaner noch erstklassig und das bekamen die ersatzgeschwächten Löwen zu spüren. In einer insgesamt ausgeglichenen Partie zeigten sich Rampla Juniors vor 20.000 Zuschauern kaltschnäuziger und erzielten eine Viertelstunde vor Schluss das goldene Tor. Dem TSV 1860 – und vor allem auch den mitgereisten Fans – blieb die Erinnerung an eine außergewöhnliche Erfahrung in China. Wer weiß, ob und wann die Löwen mal wieder so eine weite Auswärtsreise antreten dürfen…

Die Aufstellung der Löwen

Bei der Niederlage gegen die Rampla Juniors am 26.05.1998 setzte Trainer Werner Lorant auf folgende Elf:

Hoffmann – Zelic (34. Hornung), Gorges (84. Barlecaj), Walker, Schlüter – Hasi, Malz, Heldt, Fuchs – Agostino, Hobsch

Tor:
0:1 Barragan (76.)

Groundhopping Argentinien: Der Kraiburger in Südamerika

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Groundhopping Südamerika

Über Ostern machte sich unser Leser Stefan – besser bekannt als Kraiburger – zum Groundhopping auf den Weg nach Südamerika. Insgesamt besuchte er dort 16 Partien – und sah Hinterhofstadien mit 6.000 Zusehenden genauso, wie monumentale Arenen. Viel Spaß beim Lesen!

Obwohl ich es seit 2012 bei jedem großen Fußballturnier geschafft habe, die Spiele live im Stadion zu sehen, habe ich mich diesmal endgültig gegen einen Besuch der WM in Nordamerika entschieden. Stattdessen habe ich meine „freie Zeit“ genutzt, und bin im April für zwei Wochen nach Südamerika geflogen. Und zwar ausschließlich, um Fußballkultur zu schnuppern.

Groundhopping, Sightseeing und Kulinarisches

16 Spiele in 18 Tagen in drei verschiedenen Städten sind es letztendlich geworden. Es hätten sicher noch ein paar Spiele mehr werden können, aber gerade zum Ende raus habe ich mich doch eher für Qualität statt Quantität entschieden. An den zwölf Tagen in Buenos Aires hätte ich locker jeden Tag drei Spiele besuchen können, hinunter bis zur dritten Liga. Entschieden habe ich mich dann aber doch eher für Sightseeing und den Verzehr von Steaks – viele Steaks.

Über Fußball in Südamerika, vor allem in Buenos Aires, brauche ich ja nichts schreiben. Alles, was erzählt werden muss, hat Flo von grounded/woistflo (instagram) ja schon ausführlich erläutert: Der frühere Vorsänger der Giasinga Buam hat anderthalb Jahre in Buenos Aires verbracht und dabei so ziemlich jeden Club besucht. Was kann ich denn da tun, außer ihm bei jedem Bericht wohlwollend zuzustimmen? Bedanken möchte ich mich bei ihm auf jeden Fall für die unzähligen Tipps und Empfehlungen im Vorfeld!

Start in Paraguays Hauptstadt

Der Start war in Asunción, der Hauptstadt Paraguays, aus welcher elf der zwölf Erstligisten der nationalen Liga kommen. An einem normalen Spieltag mit sechs Spielen, die jeweils Freitags bis Sonntags um 18 und 21 Uhr stattfinden, werden also mindestens fünf Spiele in einer Taxi-Reichweite von maximal 20 Minuten ausgespielt. Das hat zur Folge, dass man das Spiel vom 1979-Weltpokalsieger Olimpia, die vor knapp 30.000 Leuten gegen Lokalrivalen Libertad im Nationalstadion Defensores del Chaco siegen, um 19:50 Uhr verlässt, und schon 20 Minuten später mit 35.000 Gleichgesinnten im Stadion von Cerro Porteno, General Pablo Rojas, steht, die ihr Spiel gegen den Lokalrivalen Club 2 Mai gerade beginnen. Erwähnenswert noch, dass bei beiden Spielen dieselben Chipsverkäufer ihre Ware anbieten. Mit dem Mofa sind die 3,2km wahrscheinlich noch schneller zu fahren als (wie unsereins) mit dem Taxi. Die Stimmung bei beiden Spielen war schonmal gleich sehr gut und hat unsere Vorfreude auf die nächsten Tage erhöht.

Der Zweitligaclub Resistencia Asunción hat vor ein paar Jahren sein Stadion auf 6.000 Plätze ausgebaut. Dämlicherweise stand dabei ein Baum im Weg. Der Baum wurde kurzerhand Vereinsmitglied und gibt nun auf der Hintertortribüne Schatten. Diese Anekdote war für uns Grund genug, am Ostersonntag um 11 Uhr morgens dorthin zu einem Zweitligaspiel zu fahren, nichtsahnend, dass das Stadion mitten in einer nicht befriedeten Favela liegt. Der Taxifahrer, den wir eh schon schwerlich überzeugen konnten, uns dahin zu bringen, hat dann aus Panik vor den Fußballfans auch noch kurz Gas und Bremse verwechselt und ein anderes Auto mitten in der Favela angefahren. Statt anzuhalten, hat er seine Fenster verriegelt und Vollgas gegeben und uns wortlos und ganz, ganz schnell am Stadion rausgelassen. Wir haben es uns dann unterm Baum gemütlich gemacht um der Heimmannschaft aus der Favela Chacarita bei einer 1:3-Niederlage zuzusehen. Am Tag darauf flogen wir weiter ins heilige Argentinien.

Via Buenos Aires nach Uruguay

Das Zweitligaderby in Buenos Aires zwischen Atlanta und Nuevo Chicago startete mit einem richtig geilen Fanmarsch auf der Hauptstraße, inkl. römischer Lichter, Blaskapelle und Gesängen, und endete im strömenden Regen mit einer Niederlage. Bedauerlicherweise sind die Projekte, Gästefans wieder im Stadion zu erlauben, noch nicht sonderlich ausgereift. Gästefans können wir also leider nur bei den internationalen Wettbewerben begrüßen.

Schon am Tag darauf starten wir einen 3-tägigen Ausflug ins Nachbarland Uruguay.

Das Centenario in Montevideo ist als ein Spielort für die WM 2030 vorgesehen und soll dafür für viel Geld umgebaut werden. Bitte, bitte macht das nicht. Das erste WM-Final-Stadion der Geschichte atmet und lebt Fußballkultur. Die betonierten Stühle, das weite Rund, der Funkturm, dieser Brutalismusbeton – das alles ist Fußballleben. Das darf nicht für die Erben Infantinos geopftert werden.

Sportlich wars eher mau. Montevideo City, das Farmteam von Manchester City, gewann mit Kapitän Gary Kagelmacher 1:0 in der Copa Sudamericana gegen Grêmio Porto Alegre. Von den etwa 3.000 Zuschauern waren knapp 2.500 aus der etwa 1.000 Kilometer entfernten brasilianischen Stadt angereist. Neben Montevideo hat Manchester City ja auch noch Farmteams in Mumbai und Melbourne. Die City Group suchen sich meistens Teams aus, die in ihrer Stadt Nummer 2 sind, deren Stadtnamen mit M beginnt, deren Vereinsfarben blau sind und die irgendwie zum Verkauf stehen. Keine Sorge, wir bei Sechzig sind da sicher safe …

Zurück in Buenos Aires

Freitagabend haben wir uns ein Drittligaspiel angesehen. Excursitantes hat gegen irgendwen gespielt. Ein Club, bei dem Stadtviertel, Verein und Fans absolut zusammenpassen. Alles war in sich stimmig. Der Stadioneingang war irgendwie nicht mehr als ein kleines Tor in den Hinterhof und wenn der Ball raus fliegt, dann ist er halt auf der Straße. Trotzdem waren da etwa 4.000 Leute im engen „Rund“ zwischen den Hochhäusern. Und alle hatten mächtig Spaß.

Im Vorort La Plata haben wir uns Estudiantes angesehen. Die Stadionbetreiber haben sich für eine Mantelnutzung entschieden: Unter Tags sind die Tribünen Einkaufszentrum, wobei das Spielfeld, wenn gerade kein Fußball ist, als Biergarten verwendet werden kann. Das mit den Tickets war irgendwie eigenartig: Wir drei Alkoholiker (alle über 40) mussten uns als Familie anmelden, um an Tickets zu gelangen. Und am Ende hat der Scanner sowieso wieder nicht funktioniert, sodass „Sprachbarriere, Lächeln und gehetzt wirken“ uns schließlich zum begehrten Einlass brachte.

Sonntag war hardcore: Erst zu Huracán. Das ist das Stadion mit dem epischen Fernsehturm, den betonierten Sitzen und dem Wahnsinns Blick über die Skyline von Buenos Aires. Das hat mich echt geflasht und ich will sofort wieder hin. Aber: Nur vier Kilometer Entfernung und 1h Pause dazwischen spielt Racing Club – einer der fünf großen Vereine. Gegner ist kein geringerer als Serienmeister River Plate. Das Stadion Cilindro – ein richtig geiler, runder, hoher Bau – haut einen von den Socken. Racing präsentiert zu Spielbeginn drei unterschiedliche Blockfahnen und das ganze Stadion macht richtig Alarm. Sehr schade, dass erneut keine Gästefans zugelassen sind. Per Beamer werden zu Beginn Spielsequenzen alter Derbies aufs Spielfeld projiziert. Alles ist angerichtet, 50.000 sind höchstmotiviert, die Fans in blau singen, jubeln, schreien und winken mit ihren Armen, wie es in Südamerika üblich ist. Es ist alles fast wie daheim: Blau verliert das Derby gegen Rot mit 0:2.

Wochenstart bei Veléz Sarsfield und Boca

Montag waren wir beim ehemaligen Weltpokalsieger Veléz Sarsfield in einem schön heruntergekommenen Stadtviertel mit viel, viel dunkelblau. Direkt neben dem Stadion führt die Autobahn vorbei, und unter der Autobahn spielen die Vereinsmitglieder nachts Fußball. Oder betreiben eines der besten Steakrestaurants der Stadt. Das Stadion José Amalfitani war bei der WM 1978 eines von zwei Stadien in der Hauptstadt, unter anderem fand dort der 2:1-Sieg der Österreicher gegen Spanien statt (Tore Hans Krankl und Schoko Schachner).

Dienstag dann der nächste Höhepunkt: Boca Juniors spielen in der Copa Libertadores gegen den FC Barcelona aus Ecuador. Wir hatten über den Schwarzmarkt Tickets in der obersten Reihe der legendären Bombonera und sind einfach nur geflasht. Alle 56.000 im Stadion gehen ab, sie singen und tanzen zu den Rhythmen der Blaskapelle der Barras. Und ganz oben, da glaubt man irgendwann nicht mehr, dass das Stadion dieses Spiel überleben wird, denn es wackelt brutal. 3:0 gewinnt Boca. Boca Juniors, der Verein, bei dem ich immer noch nicht weiß, ob er den Kapitalismus perfektioniert hat, oder ob es wirklich die perfekte Symbiose zwischen Stadtteil, Verein und Fans ist. Tatsache ist: Wenn Boca spielt, dann ist das ganze Viertel eine einzige Party bis spät in die Nacht. Weitaus intensiver als in Giesing.

Weiter geht’s mit River und San Lorenzo

Am nächsten Tag spielt River Plate daheim gegen einen Vertreter aus Bolivien. River Plate ist der andere große Verein, auch einer der Big 5 (zu denen neben Racing und Boca auch Indepediente und San Lorenzo gehören). Im Finalstadion der WM 1978 Mas Monumental haben sie aktuell mit 83.000 Zuschauern pro Spiel den weltweit höchsten Zuschauerschnitt. Leider wurde ich enttäuscht. Entweder waren es einfach scheiß Plätze, oder meine Erwartungshaltung nach dem bombastischen Erlebnis des Vortags war zu groß, oder der Fußball dort ist wirklich scheiße: Aber ich fühlte mich nicht mitgenommen. Weder vom Spiel noch von den Fans. Spielerisch wars meines Erachtens ungefähr auf dem Niveau Verl gegen Ulm. Von keiner der beiden Mannschaften kam ein Ball an. Nichts ging. Irgendwie hats hinten und vorne gefehlt. Zudem hatten wir etwas teurere Plätze über den Fans mit relativ wenig Sicht auf die weiteren Fankurven. Es ist also möglich, dass der Funke einfach nicht auf uns übergesprungen ist.

Am Donnerstag gab es zum Abschluss von San Lorenzo (der Vierte der Big5) gegen Cuenza aus Venezuela. Der Club Papst Franciscos gewann souverän, aber dennoch aus meiner Warte spielerisch nicht überzeugend. Interessant ist auf jeden Fall die Stadionhistorie von San Lorenzo: Weil der Verein in den 70er-Jahren finanzielle Probleme hatte, verkaufte er sein altes Stadion an die Stadt. Die wiederum verkaufte das Areal an eine Supermarktkette und das Stadion wurde 1979 abgerissen. San Lorenzo musste sich dann einige Kilometer entfernt ein neues Stadion bauen, in dem sie nie wirklich heimisch wurden. Mittlerweile haben die Fans der Supermarktkette das alte Grundstück wieder abgekauft und es bleibt abzuwarten, ob der Verein irgendwann an seine alte Wirkungsstätte zurückziehen kann.

Tickets von der Stadionkasse bis zum Schwarzmarkt

Um Tickets haben wir uns meist ein paar Tage vor Anpfiff online gekümmert. Mit Ausnahme von Boca und Racing (gegen River) war das auch durchaus möglich. Bei unterklassigen Spielen gab es auch Tickets am Stadion. Nur für die großen Spiele von Boca, Racing und letztendlich auch River (wobei es hier auch anders gegangen wäre) haben wir uns der halblegalen Ticket-Unterwelt anvertraut. Das Heimspiel von Boca schlug dabei mit 140 Euro zu Buche, Racing mit 120 Euro. Doch selbst reguläre Tickets können (wie bei San Lorenzo) bis zu 60 Euro teuer werden. Der durchschnittliche Erstligapreis in Buenos Aires liegt bei 30 Euro, deutlich günstiger sind Tickets in Uruguay und Paraguay mit jeweils 3 bis 10 Euro. Auf alle 16 Spiele verteilt hat ein Ticket im Schnitt 39 Euro gekostet. Sicher bin ich mir jedenfalls: Wäre ich stattdessen zur WM nach Nordamerika, dann hätte ich in der selben Zeit maximal ein Viertel der Spiele gesehen, und dafür sicherlich doppelt soviel Geld bezahlt.

Unvergessliche Erfahrungen die Lust auf mehr machen

Was bleibt hängen: Es war mein Traum, einmal in die Fußballkultur der Fußball-Welthauptstadt einzutauchen. Das habe ich im Rahmen meiner Möglchkeiten geschafft. Von den Big5 habe ich vier daheim gesehen. Von den weiteren “großen” Clubs habe ich Huracán und Sarsfield erleben dürfen. Drei bis vier weitere könnten hier noch folgen. Wars das, was ich erwartet habe? Ganz ehrlich: Boca in einem Heimspiel der Copa Libertadores erleben zu dürfen, ist ein unvergesslicher Traum. Aber ich habe mir insgesamt mehr Konfetti, Regenschirme, Fahnen, Pyros und Luftballons erwartet. Und die gab es größtenteils nicht. Was es überall gibt, ist die Blaskapelle der Ultras – hier Barra Brava genannt. Diese spielen 90 Minuten ihre Lieder durch, wobei sich die Lieder bei allen Vereinen immer irgendwie wiederholen („hey, hey Amigo Charlie Brown ….“). Wobei auch immer, wenn ein neues Lied angesungen wird, das ganze Stadion aufsteht und für 4-6 Minuten voll mitgeht. Buenos Aires ist fußballerisch ein absoluter Traum. Und ich bin froh, dass ich diesen Traum mal für kurze Zeit mitträumen durfte.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Jahren erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand I
Groundhopping Thailand II
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien
Groundhopping Bosnien
Groundhopping Taiwan
Groundhopping Tunesien
Groundhopping Algerien
Groundhopping Türkei
Groundhopping Galicien (Teil I / Teil II)
Groundhopping Madrid (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ecuador (Teil I / Teil II)
Groundhopping Albanien I
Groundhopping Albanien II (Teil 1 / Teil 2)
Groundhopping Schweden (Teil I / Teil II)
Groundhopping Finnland
Groundhopping Norwegen
Groundhopping Litauen
Groundhopping Lettland
Groundhopping Kanada
Groundhopping Sri Lanka
Groundhopping Moldawien
Groundhopping Belgien & Luxemburg