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Sechzig@18:60 am 27.11.: Derby, Lex, Göktan & Türkgücü München

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Sechzig @18:60 Pilotprojekt Union Berlin
Das Grünwalder Stadion in den Abendstunden

Derbysieg 1999

Der 27.11.1999 wird jedem Löwenfan für immer im Gedächtnis bleiben und Thomas Riedl hat sich mit seinem Siegtreffer über den FC Bayern an diesem Tag unsterblich gemacht. Wir blicken zurück auf den legendären Derbysieg im ungeliebten Olympiastadion

Türkgücü vor der Brust

Passend dazu steht morgen auch der nächste Münchner Stadtvergleich auf dem Programm, den die Löwen natürlich ebenfalls siegreich gestalten wollen. Michael Köllner spielte auf der heutigen Pressekonferenz die Bedeutung der Partie zwar etwas herunter, die drei Punkte möchten er und sein Team aber natürlich trotzdem liebend gerne einfahren.

Ob das klappt, steht heute natürlich noch in den Sternen, Ex-Löwe Berkant Göktan traut dem TSV 1860 jedoch einen Sieg zu.

Wie das klappen kann, zeigt Bernd Winninger in seiner allseits beliebten TAKTIKTAFEL auf. Wir sind gespannt, ob seine Analyse der gegnerischen Taktik auch diesmal wieder ins Schwarze trifft. Zudem könnt Ihr Euch bereits auf den morgigen Vorbericht freuen, der pünktlich um 7 Uhr online gehen wird und einen Überblick über die bisherigen Duelle mit Türkgücü gewährt.

Selbstverständlich werden wir auch diesmal wieder live aus dem Grünwalder Stadion tickern und Euch mit aktuellen Fotos aus der einzig wahren Heimat der Löwen versorgen.

Geburtstag Stefan Lex

Apropos “treffen”: Das wünschen wir unserem heutigen Geburtstagskind Stefan Lex natürlich auch für den morgigen Tag. Das Runde muss ins Eckige, gerne auch mehrmals. Auf gehts, Löwen!

13. Spieltag: Expertentipps mit Berkant Göktan und Torsten Ziegner

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Morgen rollt der Ball wieder auf Giesings Höhen und erstmals kreuzen die Löwen und Lokalrivale Türkgücü München in der 3. Liga die Klingen. Bislang hat der TSV 1860 zwei Punkte mehr gesammelt als der Aufsteiger, der seinerseits jedoch zwei Spiele weniger absolviert hat als die Köllner-Truppe.

Spannung ist also garantiert und auch unsere Experten erwarten eine schwierige Aufgabe für den TSV. Berkant Göktan sieht uns dennoch knapp im Vorteil und hofft auf einen 1:0-Heimsieg für die in den weißen Weihnachtstrikots auflaufenden Löwen.

Ein wahrer Kenner der 3. Liga ist Torsten Ziegner, der von 2012 bis 2018 den FSV Zwickau trainierte und danach bis zum 25. Spieltag der Saison 2019/20 an der Seitenlinie des Halleschen FC stand. Er sieht die Kontrahenten in München auf Augenhöhe und tippt ein 1:1.

Mit Fiete Arp darf sich auch ein Spieler des FC Bayern II zu Wort melden, der sich seine Karriere nach dem Wechsel an die Säbener Straße sicher auch anders vorgestellt hatte. Statt Nationalmannschaft und Champions League ist 3. Liga angesagt – schlecht beraten nennt man das wohl… Er sagt ein 2:2 zwischen den Löwen und Türkgücü voraus.

PK aktuell: Keine Entscheidung in der Münchner Fußball-Hierarchie!

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Gleichwohl das Medieninteresse an der heutigen LÖWENRUNDE vor dem morgigen innerstädtischen Duell zwischen dem TSV 1860 und Türk Gücü größer war, als sonst, wurde die Presserunde in rekordverdächtigen 17 Minuten erledigt. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die berichtende Zunft heiß ist auf den rollenden Ball und weniger auf warmen Worte.

Wie die von Günter Gorenzel, der zum Auftakt an den Tod von Diego Maradonna in dieser Woche erinnerte. Durch solche Ereignisse würden sich Dinge relativieren und sich die Frage mehr als sonst stellen, was wirklich wichtig sei im Leben. Dass die Mannschaft des TSV 1860 morgen in weißen Weihnachtstrikots auflaufe und man damit den “Helden der Gesellschaft 2020”, also insbesondere Menschen in Pflegeberufen, danken wolle, zeige, deutlich, worauf es in diesen Zeiten ankäme. Die ganz aktuelle sportliche Situation bei den Löwen verglich der Österreicher mit einer Bergtour, bei der es nicht “…diretissima auf den Gipfel hinaufgeht. Man hat auch Umwege zu gehen.” Den mitunter etwas überzogenen Erwartungen von manchen Fans und Medien in München führte Gorenzel den sportlichen Vergleich zur vergangenen Saison vor Augen: Nach zwölf Spielen hatte man im Oktober 2019 fünf Punkte weniger und ein um 13 Tore schlechteres Torverhältnis, als heute. “Die Entwicklung der Mannschaft ist nach dem Umbruch im Sommer aber keineswegs abgeschlossen”, betonte Gorenzel.

Für Trainer Michael Köllner, der im morgigen Spiel personell wieder aus dem Vollen schöpfen kann – außer Tim Linsbichler sind alle Löwen im Mannschaftstraining; Martin Pusic steht mit einer Handschiene zur Verfügung, an die er sich mehr und mehr gewöhnt  – ist die Frage, ob am Dienstag in Paderborn ein Punkt gewonnen oder zwei verloren wurden, nach wie vor nicht klar entschieden. Insgesamt zog er dann aber doch ein positives Fazit des Verl-Spiels und wünscht sich, dass seine Mannschaft gegen Türk Gücü den nächsten Schritt geht und “mehr Lockerheit im Offensivspiel entwickelt”. Dazu beitragen könnte sicher auch die Tatsache, die übertriebenen Druck von der Mannschaft nimmt, dass nämlich für Köllner im morgigen Spiel defintiv nicht darüber entschieden wird, wer die Nummer Zwei im Münchner Fußball ist, wie es vom Gastverein jüngst verbreitet wurde. Er akzeptiere, dass die Partie für viele Fans eine hohe Bedeutung habe, aber es kribbele vor dem Duell mit dem Aufsteiger beim Löwendompteur nicht mehr, als vor jedem anderen Spiel. Dies kann der Vertreter von sechzger.de, der Euch diese Zeilen widmet, zu 100% nachvollziehen. Den Löwenfans sollte ja sowieso klar sein, wer – in puncto Treue, Leidenschaft, Support und Verankerung in der Stadtgesellschaft – die unangefochtene Nummer Eins in München ist. Der zweite Platz beschäftigt uns nicht wirklich, oder?

 

 

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – SV Türkgücü München

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel unseres TSV 1860 München gegen den SV Türkgücü München. Der Aufsteiger, dessen Trainingsgelände sich an der Heinrich-Wieland-Straße in München-Perlach befindet, ist wie auch Verl und Saarbrücken stark in die Saison gestartet und hat schon für einige Überraschungen gesorgt. Momentan befindet man sich mit vier Siegen, fünf Unentschieden und nur einer Niederlage aus zehn bisher gespielten Spielen (zwei Partien müssen Coronabedingt nachgeholt werden) mit siebzehn Punkten auf Platz acht der Tabelle.

In den meisten Spielen trat der 1975 gegründete Sportverein offensiv in einem 4-3-1-2 System an, das defensiv situations- und gegnerabhängig zu einem 4-1-4-1 oder einem 4-4-2 (flach) verschoben werden kann. Allerdings traten die Kicker von der Bezirkssportanlage am Ostpark auch jeweils einmal als 3-5-2 und 4-5-1 in Erscheinung. Taktische Variabilität hat die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt also durchaus vorzuweisen. Kein Wunder bei fünfunddreißig Profis im Kader. Die „Perlacher“ um Kapitän Aaron Berzel (#22) sind mit vielen Kickern bestückt, die auch höherklassig schon massig Erfahrung sammeln konnten. Es kommt hier also kein „normaler“ Aufsteiger auf die Sechzger zu, sondern eine mit viel Geld zusammengekaufte, gute Mannschaft, die in der Liga sicher ihren Weg gehen wird.

Was kommt am Samstag auf unsere Löwen zu?

Sowohl technisch als auch kämpferisch muss sich der Gegner der Löwen bisher nichts vorwerfen lassen.

In der Offensive geht der Großteil der Attacken mit 42,5% im Aufbau über die rechte Seite. Steinhart wird also bei den Löwen wieder einen stressigen Nachmittag erleben und stark gefordert dabei sein, den Flügel dichtzuhalten. 31% der Angriffe erfolgen über links und mit 26,5% verzeichnet Türkgücü ein wenig mehr Angriffe durch das Zentrum als der Ligadurchschnitt.
Die im Angriff durchaus variabel spielende Mannschaft sucht als erste Station im Aufbau der Positionsangriffe, von denen pro Spiel im Schnitt vierundzwanzig vorgetragen werden, meist den defensiven Mittelfeldmann Erhardt als Anspielstation. Dieser steuert dann mit viel Übersicht das weitere Geschehen im Spiel nach vorne und versteht es gut, seine Vordermänner mit genauen Pässen in Szene zu setzen.
Die beiden in der Halbzentrale aktiven Mittelfeldakteure im 4-3-1-2 können sowohl auf den Flügeln als auch im Zentrum das weitere Spielgeschehen mit Pässen klug steuern und ihrer Mannschaft auch mit Tempodribblings eine Überzahl verschaffen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Spiel von Türkgücü darauf ausgelegt ist durch schnelles Spiel eine Überzahl im letzten Drittel herzustellen. Sercan Sararer (#10) ist dann der Spieler der meist im letzten Drittel gesucht wird um entweder selbst den Abschluss zu suchen oder die Sturmspitzen (allen voran Petar Sliskovic (#25)) in Szene zu setzen.

Regelmäßig schalten sich auch die Außenverteidiger in die Offensive mit ein, um einerseits auf den Flügeln variabler agieren zu können und andererseits Lücken in die Defensivformationen  von Mannschaften, die nicht tief verteidigen, zu reißen.

Zwei bereits abgesessene Gelbsperren (Berzel und Sararer) zeugen von dem kämpferischen Willen, den man bei Türkgücü hat, um sich gegen die Kontrahenten durchzusetzen. Trotzdem muss man am Samstag nicht erwarten, dass es von Türkgücü hauptsächlich auf die Hölzer gibt wenn sie verteidigen. Vor dem Strafraum kann man beobachten, wie die Räume geschickt eng gemacht werden um den Gegner im Passspiel vor Probleme zu stellen. Die Außenverteidiger haben ihre Flügel nicht ganz so gut im Griff, daher finden relativ viele Flanken den Weg in den Strafraum. Erschwerend kommt die offensichtliche Kopfballschwäche der Verteidiger hinzu. Nur knapp 50% der defensiven Luftduelle kann Türkgücü für sich entscheiden.

Auch sonst lässt Türkgücü die Defensive gern ein wenig schleifen und muss öfter als der Durchschnitt der Liga zu unfairen Mitteln greifen, um Gefahr zu verhindern. Fast jeder 2. Angriff des Gegners wird durch ein Foul unterbrochen. Die Gesamtzahl gelber Karten gegen Türkgücü könnte mit erst 25 ein faireres Gebaren vermuten lassen. Die Realität sieht jedoch anders aus.

Stärken und Schwächen des 4-3-1-2

In der Offensive hat das 4-3-1-2 vor allem durch die beiden Stoßstürmer, die bei Angriffen nur schwer gedoppelt werden können, einen großen Vorteil und ist gegen alle Abwehrformationen ein probates Mittel um gehörigen Druck zu erzeugen. Da der offensive Mittelfeldspieler direkt hinter den Spitzen agiert, kann schnell eine Überzahl gegen die Kette erzeugt werden, wenn er mit ins Sturmzentrum aufrückt oder auf die Flügel ausweicht. Verhindert werden kann dies durch ein aufmerksames defensives Mittelfeld; Unkonzentriertheiten oder Schläfrigkeit ist also verboten.

Schwächen der Offensive sind oft fehlende Anspielstationen auf den Außenpositionen, wenn die Flügel nicht aus der Abwehrkette heraus verstärkt werden. Das kann, wenn der Gegner gut gestaffelt verteidigt, zu einer Verschleppung bis hin zur Erlahmung der Angriffsbemühungen führen.

Um im Spiel gegen den Ball eine kompakte Formation herzustellen, muss stark verschoben werden, was eine hohe Spielintelligenz und Laufbereitschaft der Akteure voraussetzt. Im Fall des 4-1-4-1, auf das Türkgücü im Rückzugsgefecht meist umstellt, müssen gleich drei Spieler ihren Platz gegen den Ball zu finden. Sobald das geschehen ist, kann man davon ausgehen, dass die Mannschaft von Schmidt gut gegen den Ball arbeitet. Ausnahmen ergeben sich durch individuelle Fehler. Wie schon öfter erwähnt hat ein 4-1-4-1 im Spiel gegen den Ball keine taktischen Schwächen, wenn vor allem der defensive Mittelfeldspieler seinen Job gut macht.

Die wichtigsten statistischen Zahlen von Türkgücü

  • 45% Ballbesitz
  • 78,5% Passquote
  • 58% gewonnene Defensivzweikämpfe (schlechter Wert)
  • 53% gewonnene Dribblings in der roten Zone (sehr guter Wert)
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 11,93

Die Schlüsselspieler

Torwart René Vollath (#1) kam vor der Saison vom KFC Uerdingen als sicherer Rückhalt. Er ist souverän in der Strafraumbeherrschung und reaktionsschnell; Schwächen zeigt er im Eins gegen Eins.

Aaron Berzel (#22) ist Kapitän und Ankerpunkt in der Innenverteidigung. Er schwächelt dieses Jahr bei den defensiven Zweikämpfen generell und bei den Kopfballduellen im Besonderen. Seine bekannten antizipatorischen Stärken gegen das Passspiel sind hingegen weiterhin präsent. Als Kartensammler Nummer eins – 7 mal gelb in zehn Spielen – führt er hier ligaweit die Statistik an.

Phillipp Erhardt (#24), defensiver Mittelfeldspieler, kam wie bei uns Pusic von Mattersburg nach München und ist meist die erste Anspielstation bei Angriffen. Mit einer Passquote von 84% sorgt er für Sicherheit im Aufbau bevor die Attacken jenseits der Mittellinie von seinen Mitspielern weitergeführt werden. Seine Defensivqualitäten stellt er, wenn man seine Zweikampfstatistiken betrachtet, allerdings noch nicht hundertprozentig unter Beweis.

Sercan Sararer (#10) ist seit dem Wintertransferfenster der vergangenen Saison die offensive Schaltzentrale Nummer eins bei Türkgücü. Bereits acht Vorlagen und drei Treffer hat der dribbelstarke offensive Mittelfeldspieler in dieser Spielzeit auf dem Konto und führt damit die ligaweite Scorerliste an. So sehr er auch in Dribblings glänzt, in Laufduellen zieht er meist den Kürzeren gegen seine Kontrahenten. Wenn die Passwege zu seinen Mitspielern effektiv zugestellt werden können, sinkt seine Effektivität enorm.

Petar Sliskovic (#25) kam im Sommer aus Duisburg. Acht erzielte Tore machen ihn zum Torjäger Nr. 1 in Liga 3, hinzu kommen zwei Vorlagen. Vor diesem Spieler, der sich zur Not den Ball auch im Mittelfeld abholt, um dann im Alleingang den Strafraum zu entern, ist allerhöchste Vorsicht geboten. Mehr als die Hälfte seiner Schüsse zwangen die gegnerischen Torhüter zum eingreifen.

Fazit

Es kommt ein torgefählicher Gegner mit offensichtlichen Defiziten in der Defensive auf die Sechzger zu. Wenn die Löwen ihr Spiel so durchziehen wie man es gewohnt ist, sollten drei Punkte möglich sein. Unkonzentriertheiten darf man sich gegen den Ball keine erlauben. Die technisch gute, schnell und offensiv intelligent spielende Mannschaft aus Perlach wird Fehler in der Abwehr gnadenlos bestrafen.

Auf welches System Michael Köllner gegen Türkgücü zurückgreifen wird werden wir sehen. Mir persönlich hat die 4-2-3-1 Grundformation, die gegen Verl zum Zug kam, sehr gut gefallen. Vielleicht gibt es auch wieder das bewährte 4-1-4-1 zu sehen. Michael Köllner wird auf jeden Fall einen guten Matchplan haben. Hoffen wir, dass die Mannschaft den auch vernünftig umsetzt.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Diese Aufstellung erwarten wir für morgen von unseren Gästen:

Auf die Löwen!

Happy Birthday, Stefan Lex! sechzger.de gratuliert

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Stefan Lex wird heute 31 Jahre jung!

Neben den obligatorischen Wünschen für Zufriedenheit, Gesundheit und privatem wie beruflichem Glück wünschen wir ihm (und uns), dass er im morgigen Duell mit Türk Gücü – wie unter der Woche in Paderborn – mindestens einen Treffer zum sportlichen Erfolg beisteuern kann.

Stefan Lex kam nach dem Aufstieg im Sommer 2018 zu den Löwen und trug in der vergangenen Saison mit sieben Toren und elf Assists in 29 Spielen dazu bei, dass 1860  spätestens ab Weihnachten mit dem Abstiegkampf rein gar nichts mehr zu tun hatte. Er konnte damit seine Quoten aus der Vorsaison dramatisch erhöhen. In der laufenden Saison fehlen dem gebürtige Erdinger, der schon als Kind ein Löwenfan war, nach zehn Spielen nur noch ein Tor und eine Vorlage, um seine Werte aus der Premierensaison beim TSV 1860 zu egalisieren. Wie gesagt: Am besten gleich morgen damit anfangen, als nachträgliches Geburtstagsgeschenk.

Ois Guade, Lexi!

„Der“ Derbysieg wird Erwachsen – die Stätte des Triumphes bald ein halbes Jahrhundert. Sollen die Löwen dahin zurück?

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(heute statt “Sechzig um Sieben”)

Der 27.11.1999 hat sich bei vielen Löwenfans unauslöschlich ins Gedächtnis eingebrannt: Es läuft die 85. Minute, die Löwen greifen an, Martin Max legt den Ball auf Thomas Riedl ab, dieser schießt aus rund 25 Metern auf´s Tor von Oliver Kahn und der Ball schlägt unhaltbar halbhoch rechts ein. In den folgenden Minuten passiert nichts mehr und beim Schlusspfiff brechen alle Dämme – die Löwenspieler und ihre Fans feiern, als wären sie eben Weltmeister geworden. Mindestens. Etwas mehr als 22 Jahre waren seit dem letzten Derbysieg der Löwen gegen die Bayern vergangen – viele Jahre davon trennten Bayern und Sechzig zwei Ligen. Viele Fans die in der Nordkurve feierten waren beim letzten Sieg noch nicht einmal geboren oder zu klein um sich zu erinnern – oder es war eine halbe Ewigkeit her. So wie dieser Tag aus der heutigen Perspektive…

Es sollte der Auftakt zur erfolgreichsten Saison von 1967 bis zum heutigen Tage sein – am Ende wurden die Löwen vierter in der 1. Bundesliga und scheiterten in der Qualifikation zur Champions-League denkbar knapp an Leeds United.

Pikant-Bemerkenswert: Obwohl der TSV 1860 seine beste Saison seit mehr als dreißig Jahren spielte und trotz eines natürlich ausverkauften Derbys hatten die Löwen am Saisonende einen Zuschauerschnitt von gerade einmal etwas mehr als 32 000 – bei den meisten Spielen war die große, flache Schüssel nicht einmal zur Hälfte gefüllt und verströmte eine dementsprechende Atmosphäre.

Bayern und Löwen sind sich selten einig – was das Olympiastadion angeht, so herrschte hier eine zuvor kaum gekannte Einigkeit: Zu groß, zu flach, die meisten Plätze zu weit vom Spielfeld entfernt, nicht vollständig überdacht (und wegen dem Urheberrechtsschutz der bis 2080 gilt auch quasi nicht umbaubar), ein Zeltdach unter dem sich im Winter kalte Wirbel bilden wie sonst nur in der Antarktis – Bayern und Löwen wollten nur noch raus und bauten gemeinsam die Arena. Der Rest ist bekannt.

Inzwischen sind die Anforderungen an Fußballstadien enorm gestiegen: War das Olympiastadion Austragungsort zahlreicher Europacup-, EM- und WM-Spiele, so fordert heute selbst die zweite Liga eine komplette Überdachung des Stadions, dieser ist im Olympiastadion bis 2080 ebenso unmöglich wie ein Stadion-in-Stadion-System wie es in Leipzig mit dem Zentralstadion (in welchem die Löwen 1992 beim VfB Leipzig antraten) und der Red-Bull-Arena (2014 & 2016 waren die Löwen hier bei RB Leipzig zu Gast) verwirklicht wurde. Was bleibt? Zum einen natürlich die Gewissheit, dass der TSV 1860 hier nie wieder dauerhaft einziehen wird, weil dieses Stadion für Spitzenfußball gänzlich ungeeignet und mit den heutigen Regularien auch gar nicht mehr zulässig ist. Zum Glück.

Es bleibt aber auch für viele die Erinnerung an den WM-Titel 1974, das EM-Finale 1988, Champions-League-Finale, den Zuschauerrekord aufgestellt durch den TSV 1860 gegen Augsburg, das CL-Quali-Spiel gegen Leeds United (mit 56 000 Zuschauern nicht ausverkauft) und viele weitere Spiele.  Für mich ist das Olympiastadion vor allem der Ort des Triumphes vom 27.11.1999 – an diesen Tag erinnere ich mich gerne.

Kleiner Wermutstropfen: Da das Stadion ja leider doch sehr außerhalb liegt, verteilte sich das feierwütige Löwenvolk auf die ganze Stadt. Wir feierten übrigens an diesem Abend in der Stadionwirtschaft im Sechzgerstadion, in der hunderte Löwenfans nach dem Spiel für einen Rekordumsatz sorgten. Im Sechzgerstadion – wo auch sonst. Damals – heute – immer.

Ois Guade zum 62. Geburtstag, Obststandl-Didi Schweiger!

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Er gilt als Münchner Original, hat sogar im TV Karriere gemacht und ist durch und durch Löwe: der Obststandl-Didi! Heute feiert Dieter Schweiger, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, seinen 62. Geburtstag. sechzger.de gratuliert recht herzlich und freut sich schon darauf, ihn bald wieder im Grünwalder Stadion zu treffen.

Bis dahin bleibt nichts anderes, als seinen berühmten Stand an der Universität aufzusuchen, sich mit Obst aller Art einzudecken und über die Löwen und das Leben zu sinnieren. Selbst Hasan Ismaik besuchte den Obststandl-Didi bei einem seiner raren Besuche in München, um sich mit vitaminhaltiger Nervennahrung zu versorgen. Und das mag was heißen…

Ois Guade, Didi, und bleib, wias’d bist!

TAKTIKTAFEL: Nachbetrachtung SC Verl – TSV 1860 München

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL-Nachbetrachtung des Spiels SC Verl gegen den TSV 1860 München. Am Dienstag trafen zwei offensiv ausgerichtete Mannschaften aufeinander: Verl kam wie erwartet mit einer 4-3-3 Grundformation, die defensiv zu einem 4-1-4-1 verschoben wurde, an. Die Löwen spielten zum ersten Mal in der Saison ein 4-2-3-1 und setzten dieses System, das nicht so stark ballbesitzorientiert ist wie das gewohnte 4-1-4-1, sehr gut um.

In einem erfrischenden, für mich guten, aber nicht hochklassigen Spiel trennten sich die Kontrahenten leistungsgerecht mit einem 1:1-Unentschieden.

Die taktische Variante 4-2-3-1 bei den Löwen hat mir wegen der großen Variabilität im Aufbau aus der Defensive heraus gut gefallen. Die Doppelsechs mit Erdmann als tiefer Sechser und Wein als die Offensive unterstützender, zurückgezogener Spielmacher hat mir ausgesprochen gut gefallen. Letzterer genoss einige Freiheiten nach vorne, war aber gegen den Ball immer zur Stelle, wenn er benötigt wurde.
Auch Djayo, der hinter Mölders die Aufgabe im offensiven Mittelfeld übernahm, wirkte im Spiel der Löwen sehr gut für einen unerfahrenen jungen Spieler, der wohlgemerkt seine erste Profisaison spielt. Er bewegte sich horizontal über die gesamte Breite des Feldes, vernachlässigte dabei auch seine Defensivaufgaben nicht. Einige Male konnte er lange Bälle aus der eigenen Hälfte gut festmachen und Angriffe, die dann von Lex, Dressel oder Mölders weitergeführt wurden, unterstützen. Leider agierte er etwas ungestüm und kassierte schnell eine Gelbe Karte, was in der Folge zu seiner Auswechslung während der Halbzeitpause geführt haben dürfte.

Es gab bei den Löwen eine gute Mischung aus hohem Anlaufen – wodurch die Gastgeber bisweilen zu Fehlern gezwungen wurden – und den Gegner kommen lassen, was den Löwen bei Ballgewinn Räume einbrachte. So entwickelte sich ein Spiel, in dem die Ostwestfalen zwar größtenteils den Verlauf bestimmten, die mit offenem Visier spielenden Löwen jedoch ebenfalls zu vielen Positionsangriffen kamen und auch gefährliche Konter setzen konnten. Obwohl der SC Verl die größeren Spielanteile hatte, gab es für kein Team wirklich entscheidende, langanhaltende Vorteile in den neunzig Minuten. Das ist vielleicht nicht für jedermann offensichtlich, aber dennoch eine klare Sache. Beide Mannschaften machten in der Offensive vieles gut. Jedoch hatten beide Teams unterschiedliche Ansätze, die gegnerische Offensive zu stören. Diese nehmen immer einen interessanten Einfluss auf das Spielgeschehen und natürlich auf den Ballbesitz.

Bei den Löwen fiel auf, dass die Passquote gegen Verl im Vergleich zum Saisondurchschnitt um über zehn Prozent fiel. Damit sanken logischerweise die Spielanteile. Das lag jedoch nicht etwa an schlechten Pässen der Sechzger, wie man vermuten könnte, sondern an der gut gestaffelten Raumaufteilung im Mittelfeld gegen den Ball beim Sport Club Verl. Diese gute Staffelung machte es einfacher für die Spieler des SC, störend in die Passwege einzulaufen. Ähnlich dem, was man auch von unseren Löwen in den meisten Spielen bisher gesehen hat, verteidigten die Verler sehr aktiv gegen den Ball und konnten oft in die Passlinien einlaufen und Bälle abfangen.

Zur kurzen Erinnerung: ein abgefangener Ball ist kein Fehlpass. Das Ergebnis ist nichtsdestotrotz das gleiche – Ballverlust.

Trotz der schlechteren Passquote hatten die Löwen sogar einen Ballkontakt mehr in der gegnerischen Box als die optisch überlegenen Verler. Zieht man bei beiden Teams die Ecken ab, hat Verl aus dem Spiel heraus genau gleich oft den Strafraum des Gegners erreicht wie die Löwen.
Bei Verl wiederum muss man den Grund für die Schwäche beim Spiel im letzten Drittel an gänzlich anderer Stelle suchen.

Es gelang Sechzig oft, Verl auf den Flügeln zu halten und Vorstöße ins Strafraumzentrum zu unterbinden. Die Verdichtung, um die Räume für die Verler Spieler eng zu machen, wurde sehr gut ausgeführt. Indem Erdmann oder Wein ihren Außenverteidigern halfen, die quirligen Außenstürmer Rabihic und Yildirim zu stellen oder vom Ball zu trennen, war das Ergebnis dieser Flankenläufe oft „nur“ ein Eckball für den Sport Club. Wenn einer der beiden Verler Dribbelkünstler ins Eins gegen Eins ging, konnte der Verteidiger möglicherweise zunächst vernascht werden, meistens war dann aber das folgende Laufduell nicht mehr von Erfolg gekrönt und die Passwege durch die Hilfe aus dem defensiven Mittelfeld zugestellt.

Wenn ein Ball der Verler es dann doch in die Box schaffte, gelang es ihnen für ihre Verhältnisse selten, im Strafraum der Löwen zwingend zu werden. Das Eindringen in die Box konnten die Sechzger zwar nicht bei jedem Angriff verhindern, jedoch stand die Abwehr des TSV im Strafraum so sattelfest gegen die Angriffe der Ostwestfalen, dass Verl aus dem Spiel heraus über die neunzig Minuten kaum zu Chancen kam.

Das schaffte der SCV allerdings mit den Standards, die er sich erarbeitete. Ganze zehn Ecken und zusätzlich drei Freistöße in aussichtsreichen Positionen konnte sich Verl erarbeiten. Kurioserweise fielen auch beide Tore im Spiel nach einer Ecke der Verler.

Bis auf einen Schuss wurden alle Versuche der Verler, die aufs Tor der Sechzger gingen, Beute des Löwenkeepers. In der 25. Minute rettete Marco Hiller die Führung gleich doppelt, als er nach einer Ecke von der linken Verler Angriffsseite erst gegen Stöckner und dann gegen Kurt den Ausgleich mit zwei Glanzparaden verhinderte. Ein weiterer Schuss, bei dem Hiller rettend eingreifen konnte, kam in der 87. Minute von Sander, der auf halbrechter Position im Strafraum aus etwa dreizehn Metern aufs kurze Eck abzog.
Sechs weitere Schüsse der Verler verfehlten das Ziel oder wurden geblockt.

Das Tor des TSV 1860

Nach einer Ecke des SCV eroberten die Löwen in Person von Djayo nahe der eigenen Grundlinie auf der linken Abwehrseite den Ball. Djayo gab die Kugel sofort an Dressel weiter, der zu einem 30 Meter-Lauf ansetzte. Nach einem hohen weiten Pass auf Mölders, der diesen zentral etwa zwanzig Meter vor dem Strafraum der Verler allerdings verpasste, kam Wein auf der halbrechten Seite in Ballbesitz. Wein schlug das Leder aus dem Halbfeld in die Box, wo Mölders mittlerweile schon wartete. Dieser verarbeitete den Ball und zog im Strafraum noch ein paar Schritte nach rechts. Anschließend spielte er zurück auf Wein, der immer noch völlig frei mit einer strammen Flanke Lex am Elferpunkt bediente. Von Lex’ Kopf flog der Ball unhaltbar ins vom Schützen aus gesehen linke Eck des Tores.

Das Tor für Verl

Nach einer von Yildirim herausgeholten Ecke von rechts (aus Verler Sicht) köpfte Salger den Ball knapp hinter das linke (aus Löwensicht) Strafraumeck, wo Lannert in Ballbesitz kam. Willsch, der nicht schnell genug reagieren konnte, musste ihn ziehen lassen und auch der schon mit der gelben Karte belastete Djayo hätte ihn nur noch mit einem Foul bremsen können. Aus etwa siebzehn Metern von Lannert scharf geschossen schlug das Spielgerät unhaltbar für Hiller im linken unteren Bereich circa einen Meter neben dem Pfosten ein.

Die Statistiken zum Spiel

  • Ballbesitz: 40%:60% zugunsten des SCV
  • Schüsse: 16:11 aus Löwensicht
  • Passquote: TSV 1860 70%, SC Verl 76%
  • Positionsangriffe gab es 25 für den TSV und 32 für die Verler
  • Konter: 2:0 für die Löwen
  • Eckenverhältnis: 4:10 (Vorteil SCV)
  • Freistöße in aussichtsreicher Position: 3:2 (Vorteil TSV)
  • Zweikämpfe defensiv: TSV 65% (mäßiger Wert), SCV 53% (schlechter Wert)

Das Fazit

Eines der spielstärksten Teams der dritten Liga wurde vom TSV 1860 gut in Schach gehalten. Beide Teams hatten die gleiche Anzahl an hochkarätigen Chancen. Somit ist das Ergebnis gerecht.

Es fällt übrigens positiv auf, dass der TSV während der neunzig Minuten keine längeren, unkonzentrierten Phasen mehr hat. Zu Beginn der Saison sah das etwas anders aus. Wenn etwas schief geht, liegt es mittlerweile an individuellen Fehlern, vor denen keine Mannschaft gefeit ist. Kollektive Totalausfälle der Konzentration, die zu Beginn der Saison gerne nach der Halbzeitpause auftraten, scheinen nun der Vergangenheit anzugehören.

Zwei Dinge sind noch anzumerken:

  1. In einer Situation hat der Linienrichter bei einem offensichtlich regelkonformen Treffer für Verl zu Unrecht und auch sehr spät auf Abseits entschieden.
  2. Allein auf dem Weg zum Tor befindlich wurde Lex von Stöckner, der für diese Aktion gelb sah, zu Fall gebracht. Das Foul alleine wäre schon gelbwürdig gewesen. Die Tatsache, dass Lex danach keinen Gegenspieler außer dem Torhüter mehr vor sich hatte und das 2:0 hätte erzielen können, ist ein klarer Indikator, dass es hier meiner Meinung nach die Rote Karte für den Verler Kapitän hätte geben müssen.

Aber wer macht denn keine Fehler? Weder der SC Verl noch der TSV 1860 wird den Grund für die Punkteteilung beim Schiri suchen.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Giesinger Gedanken: Die Lage der Löwen nach dem Spiel gegen Verl

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Und schon wieder so ein Spiel wie gegen Uerdingen. Es fällt einem wieder sehr schwer zu sagen, ob der Punkt ein Erfolg oder eher ein Misserfolg ist.

Positiv ist sicher zu vermerken, dass der SC Verl eine sehr spielstarke Mannschaft ist, die aktuell noch dazu gut in Form ist. Vergessen wir nicht, dass Verl zwei Spiele weniger auf dem Konto hat und nur zwei Punkte hinter uns in der Tabelle liegt. Bei gleicher Anzahl von Spielen stünden sie wahrscheinlich vor uns. Gegen eine solche Mannschaft auswärts einen Punkt zu holen, ist sicher aller Ehren wert. Wenn Verl die Saison auf diesem Level weiterspielen kann, werden dort sicher noch einige Teams Punkte liegen lassen. Wir haben immerhin einen Zähler mitgenommen. Den Stimmen, die den SC Verl aufgrund seines vielleicht nicht ganz so wohlklingenden Namens für Fallobst der dritten Liga halten, ist hoffentlich klar geworden, dass das eine gewachsene Mannschaft ist, die für die 3. Liga einen sehr fein strukturierten Fußball spielt. Im Gegensatz zu manch anderem Team mit großem Namen, man schaue nur in den Tabellenkeller.

Leider gibt es auch einige Dinge, die auf der Negativseite eingetragen werden müssen. Am augenscheinlichsten war die Phase nach dem Treffer der Löwen. War das Spiel vorher ausgeglichen und Chancen eher Mangelware, sorgte das Tor der Löwen für einen Leistungsschub beim Gegner. Verl wirkte wie aus einem Schlaf erweckt, übernahm die Spielkontrolle und baute bis zur Halbzeit permanenten Druck auf das Tor von Marco Hiller auf. Die Löwen konnten sich glücklich schätzen, dass den Westfalen vor der Pause „nur“ der Ausgleich gelang. Schade, dass das Führungstor den Löwen nicht mehr Sicherheit im Spiel verlieh. Ich denke, darüber wird sich auch Michael Köllner den Kopf zerbrechen.

Schade war auch, dass Sechzig der Lucky Punch in der Schlussphase nicht gelingen wollte. Die zwei einzigen nennenswerten Offensivaktionen in der zweiten Hälfte hätten beinahe zu Toren geführt. Brüseke und die Latte retteten den Verlern den Punkt. Ein Sieg wäre sicher sehr glücklich gewesen, aber wir hätten die zwei Punkte mehr schon gerne mitgenommen. Am Ende fragt niemand mehr und ein bisserl Glück würde der jungen Mannschaft sicher auch guttun und für weiteres Selbstvertrauen sorgen. Mit etwas mehr Killerinstinkt hätte schon ein Sieg rausspringen können…

So bleibt ein Unentschieden bei einem starken Gegner, aber die Pessimisten können anführen, dass seit der Gala gegen Halle jetzt schon drei Mal in Folge nicht gewonnen wurde. Der Boulevard und andere Elemente könnten eine Ergebniskrise herbeischreiben. So weit wollen wir nicht gehen, aber vom vom Trainer selbst ausgegebenen Ziel, in der englischen Woche neun Punkte holen zu wollen, sind wir doch ein Stück weit entfernt. Durch die Ergebnisse am gestrigen Abend liegen wir nach wie vor auf dem hervorragenden vierten Rang. Die etwas „schiefe“ Tabelle hat aber aktuell nicht die allerletzte Aussagekraft.

Nach dem guten Start in die Saison und den sehr ansehnlichen spielerischen Darbietungen der Löwen ist die Erwartungshaltung im Umfeld der Grünwalder Straße naturgemäß wieder in luftige Höhen geschnellt. Ich möchte festhalten, dass wir nach wie vor in einer sehr guten Ausgangsposition stehen. Wahrscheinlich etwas besser, als wir das alle vor Saisonbeginn erwartet hätten. Es wäre schade, wenn wir jetzt etwas den Anschluss nach oben verlieren, nur zu gern würden wir bis zum Ende der Saison im Kampf um den Aufstieg mitmischen. Andererseits war es nie das ausgegebene Ziel, diese Saison schon den Aufstieg anzupeilen. Das Spiel gegen Türkgücü am Samstag wird Aufschluss darüber geben, ob wir weiter ganz oben dranbleiben. Ich denke, Türkgücü sollte uns aufgrund seiner offensiv ausgelegten Spielweise wieder liegen und ein Sieg ist durchaus möglich. Dann sind wir wieder oben dran, von Krise sollte dann keine Rede mehr sein und die Erwartungshaltung erklimmt sicher noch luftigere Höhen. Und wenn wir verlieren, werden einige das Abstiegsgespenst herbeizitieren. Der übliche Giesinger Wahnsinn also!

Wegen Corona: Geisterspiele wie erwartet bis 20. Dezember

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Bleiben die Kurven auch nach Corona leer? 1860
"Fußball gehört den Fans" - Bild von Anne Wild

Die Spatzen hatten es ja bereits von den Dächern gepfiffen, gestern Abend kam nun die erwartete Bestätigung: Bund und Länder verständigten sich darauf, den für November beschlossenen Shutdown bis zum 20. Dezember zu verlängern. Somit werden (mindestens) bis dahin auch keine Zuschauer in den Stadien zugelassen.

Überraschend kommt das aufgrund der weiterhin hohen Inzidenzwerte nicht, wie liga3-online berichtet: “In der 3. Liga liegen 16 der 18 Standorte in einem Risikogebiet (Inzidenz-Wert über 50), 13 Standorte weisen gar einen Wert von über 100 auf – trauriger Spitzenreiter ist Zwickau mit 266. Nur in Rostock (35,9) und Lübeck (49,4) liegen die Zahlen mit Stand von Mittwoch unter dem Schwellenwert von 50. Insgesamt sind die Infektionszahlen bundesweit zuletzt zwar etwas zurückgegangen, von einer Entspannung der Lage kann aber noch keine Rede sein.”

Das Warten geht also weiter…