Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114
Nachdem Dr. Christian Werner im Laufe der vergangenen Woche klar gestellt hatte, dass der TSV 1860 München eine neue Nummer eins sucht, gibt es nun ein erstes Gerücht, wer Marco Hiller nachfolgen könnte. Philipp Schulze ist der erste Name, der als neuer Keeper von 1860 gehandelt wird.
Philipp Schulze hat Interesse von 1860 geweckt
Philipp Schulze steht beim VfL Wolfsburg unter Vertrag, wurde zuletzt von den Wölfen aber mehrfach verliehen. In dieser Saison stand Schulze bei Ligakonkurrent SC Verl leihweise im Kasten. Bei den Ostwestfalen verpasste er nicht eine Minute, stand also bei allen 38 Saisonspielen zwischen den Pfosten. Schulze ist 22 Jahre alt und erblickte in Hannover das Licht der Welt. Seit seinem 14. Lebensjahr spielt er für den VfL Wolfsburg. In der Rückrunde der Saison 2023/24 war er an den Halleschen FC ausgeliehen. Dort wurde er 14 Mal in der dritten Liga eingesetzt. Sein Vertrag beim Wolfsburg läuft noch bis zum 30.06.2026, so dass er nur wieder verliehen werden könnte, wenn er seinen Vertrag in Wolfsburg verlängert. Alternativ könnte es zu einer Vertragsauflösung kommen oder 1860 ist bereit, eine Ablöse für ihn zu bezahlen.
Schulze fällt unter U23-Regelung
Da Schulze Jahrgang 2003 ist, fällt er noch unter die U23-Regel. Das macht Schulze für den TSV 1860 München (und andere Drittligisten) besonders attraktiv. Gerade nach den Abgängen mehrerer Talente aus dem NLZ ist noch nicht klar, wie die Löwen die U23-Quote erfüllen wollen. Da könnte ein unter 23-jähriger Stammkeeper natürlich ein Teil der Lösung sein. Beim SC Verl sah man die Saison von Schulze sehr positiv. „Philipp ist ein außergewöhnlicher Torhüter. Er hat eine starke Ausstrahlung, zeigt hervorragende Präsenz und coacht lautstark,“ äußerte sich Verl-Sportchef Sebastian Lange.
Schon im fünften Jahr hintereinander blicken sechzger.de-Redakteure am Ende der Saison in einem Rückblick aus ihrer ganz persönlichen Perspektive zurück auf die zu Ende gegangene Spielzeit. Heute ist Stefan Kranzberg mit seinem Saisonrückblick an der Reihe und zieht Bilanz.
Saisonhighlight: Auswärts in Aachen
Welches war Dein Löwenspiel der Saison?
Da blieb mir besonders das Auswärtsspiel in Aachen in Erinnerung. Weniger wegen der 90 Minuten auf dem Rasen, als vielmehr wegen des Drumherums. Man wurde als Löwe freundlich empfangen, die hatten da richtig Bock auf das Duell mit 1860 vor voller Hütte. Ich habe das Wochenende zudem mit Besuchen bei Fortuna Köln und Fortuna Sittard garniert und trotz des Bahn-Chaos war es alles in allem ein super Trip.
Emotional war auch das Testspiel beim SSV Ulm 1846 etwas Besonderes, weil ich es mit meinem 7-jährigen Sohn besuchen konnte, der auf jedes einzelne Foto, das er zusammen mit seinen Helden schießen konnte, stolz ist. Ganz toll auch, wie zugänglich die Spieler waren.
Wer war Dein Spieler der Saison?
Auch wenn ich mich in der Vorrunde das eine oder andere Mal kolossal über Jesper Verlaat geärgert habe, so hat man in der Phase, als er verletzt ausfiel, ganz besonders gemerkt, wie wichtig er als Spieler, Mensch, Charakter und Kapitän für diese Mannschaft ist. Für mich war er – trotz Patrick Glöckner und der Neuzugänge im Winter – das Gesicht des Aufschwungs in der Rückrunde.
Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?
Positiv bleibt da nicht viel hängen, aber die Entwicklung von Sean Dulic war schon bemerkenswert. Vom Stammspieler in der U21 zum Notnagel bei den Profis, reichlich Lehrgeld in den ersten paar Spielen und dann mitunter eine Abgezocktheit, die man sich nicht hatte vorstellen können. Die Krönung war natürlich diese sensationelle Torvorlage für Patrick Hobsch gegen Energie Cottbus.
Stark war selbstverständlich auch die Saison der Amateure in der Bayernliga. Bis zum letzten Spieltag um die Meisterschaft mitgespielt, Talente für die Profis ausgebildet und ein Trainer, der zielstrebig und doch ungemein menschlich vorgeht. So muss das sein!
Negatives gab es reichlich, besonders diese katastrophale Heimbilanz bis zum Trainerwechsel war schmerzhaft. Dass man im Toto-Pokal einmal mehr gnadenlos versagt hat, passt da bestens ins Bild.
Was war für Dich das schönste Tor der Saison?
Die Heimniederlage gegen Viktoria Köln war zusammen mit dem 0:4 gegen den SC Verl vermutlich der sportliche Tiefpunkt der Saison. Gott, was das erbärmlich! Und doch hatte dieser Katastrophenkick auf Giesings Höhen ein Highlight, das in Erinnerung blieb. Raphael Ott erzielte sein erstes (und bislang einziges) Drittligator – und das mit einem sensationellen Fallrückzieher!
Wir brauchen mehr englische Wochen
Am Ende stand Platz 11. Bis Du zufrieden mit dieser Saison?
Mit dieser Saison kann man natürlich nicht zufrieden sein. Damit beziehe ich mich weniger auf die Platzierung, sondern vielmehr darauf, wie die Spielzeit verlaufen ist. Von Spielern mit dieser individuellen Klasse darf man mehr erwarten, aber zuerst fehlte es m.E. an Emotionen und am Saisonende am Biss, um eine bessere Tabellenposition zu erreichen. Kurz: Da war ganz, ganz viel Luft nach oben in allen Bereichen.
Wie schätzt Du die Arbeit von Patrick Glöckner und seinem Trainerteam ein?
Bis vier Spielrunden vor Schluss hätte ich gesagt, er hat den Hebel gefunden, wie man die Mannschaft packen kann und muss. Nach einer kurzen Eingewöhnung zeigte das Team teilweise begeisternden Fußball und fuhr auch entsprechende Ergebnisse ein. Nach dem feststehenden Klassenerhalt verfiel die Mannschaft aber wieder in alte Muster. Ich bin gespannt, ob Glöckner da zur neuen Saison wieder Impulse setzen kann, die den Kader reizen.
Was wird Dir von der Saison 2024/25 besonders in Erinnerung bleiben?
Alles in allem wahrscheinlich nicht viel. Tatsächlich wird es für mich vermutlich wohl als die Saison im Gedächtnis bleiben, in der Marco Hiller zum letzten Mal im Tor des TSV 1860 stand. Als Learning aus der Saison nehme ich mit: Wir brauchen mehr englische Wochen, denn die haben uns irgendwie den Arsch gerettet, oder?
Samuel Althaus als große Überraschung?
Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison mit den Rückkehrern Volland, Niederlechner und Jakob aus?
Man darf jetzt nicht den Fehler begehen und glauben, dass mit Kevin Volland der Messias an die Grünwalder Straße gewechselt ist. Nüchtern betrachtet hat er ein Jahr lang kaum ein Spiel bestritten und muss erstmal wieder seinen Rhythmus und sich in der neuen Liga zurecht finden. Niederlechner ist sicher auch ein Guter, aber halt auch schon 34. Von Kilian Jakob erwarte ich einiges, aber auch der muss sich erstmal durchsetzen.
Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2025/26 besonders viel?
Ich traue den jungen Samuel Althaus und Emre Erdogan zu, für eine große Überraschung zu sorgen und sich bei den Profis festzuspielen. Althaus ist womöglich noch ein bisschen zu impulsiv, aber was für ein geiler Fußballer!
Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?
Ich würde mir sehr wünschen, dass sich die Gesellschafterstruktur verändert und es in der Stadionfrage endlich vorangeht. Der aktuelle Zustand ist einfach nur lähmend und ermüdend.
Bisher erschienene Saisonrückblicke der sechzger.de-Redaktion auf die Saison 2024/25:
Im Hinspiel der Relegation am heutigen Freitagabend hat Eintracht Braunschweig auswärts beim 1.FC Saarbrücken einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Niedersachsen gewannen im Ludwigsparkstadion und haben vor dem Rückspiel alle Trümpfe in der eigenen Hand.
Eintracht Braunschweig feiert Auswärtssieg in Saarbrücken
Zwei Plätze für die 3.Liga 2025/26 gilt es in den kommenden Tagen noch zu befüllen. Zum einen spielen der TSV Havelse und Lok Leipzig einen Aufsteiger aus der Regionalliga aus, zum anderen geht es zwischen Braunschweig und Saarbrücken um die Zweit- und Drittklassigkeit. Zwischen den beiden letztgenannten Teams stieg am heutigen Freitag das Hinspiel im Saarbrücker Ludwigsparkstadion.
Im ersten Durchgang neutralisierten sich beide Teams weitesgehend und waren jeweils darauf bedacht, in der Defensive nichts anbrennen zu lassen. Das gelang größenteils auch, wobei der BTSV kurz vor der Pause um ein Haar in Führung gegangen wäre. Polter und Bicakcic verpassten eine Hereingabe nur denkbar knapp. Aufgrund der verpassten Gelegenheit ging es mit einem zu diesem Zeitpunkt verdienten, torlosen Remis in die Katakomben. Nach dem Seitenwechsel sollten jedoch Tore fallen – und jubeln durften dabei die Gäste. Auch wenn die Saarbrücker mit Dampf aus der Kabine kamen, waren es die Braunschweiger, die drei Minuten nach Wiederanpfiff in Führung gingen. Menzel konnte gegen Philippe noch stark retten, den Nachschuss auf das leere Tor versenkte Ex-Löwe Tempelmann jedoch zum 0:1.
In der Folge kam es noch dicker für den FCS, denn die Niedersachsen konnten nur wenig später erhöhen. Eine flache Hereingabe gelangte zu Rittmüller, der am zweiten Pfosten kompromisslos versenkte (61.). Saarbrücken probierte in der verbleibenden halben Stunde zumindest noch den Anschlusstreffer zu erzielen, kam gegen gut gestaffelte Gäste aus Braunschweig allerdings nur selten gefährlich vor das Tor. So blieb es schlussendlich beim 0:2 aus Sicht des FCS. Die Trainerentlassung scheint bei der Eintracht die erhofften Früchte zu tragen. Marc Pfitzner, der bislang als Assistent unter Daniel Scherning agierte, hat die Mannschaft allem Anschein nach gerade noch rechtzeitig wach gerüttelt.
Das Rückspiel zwischen Braunschweig und Saarbrücken steigt dann am kommenden Dienstag. Anpfiff im Eintracht-Stadion ist um 20:30 Uhr.
Schon im fünften Jahr hintereinander blicken die sechzger.de-Redakteure am Ende der Spielzeit in einem Saisonrückblick aus ihrer ganz persönlichen Perspektive zurück auf das, was hinter uns liegt. Heute präsentieren wir die Rückschau von Thomas Spiesl.
Saisonrückblick von Thomas Spiesl
Welches war Dein Löwenspiel der Saison?
Die Löwen in Aachen zu Gast bei Freunden
Womit sollte der Saisonrückblick von Thomas Spiesl beginnen, eigentlich immer mit dem gleichen Satz: Auswärts ist es immer am Schönsten. So lautet die Devise vieler Kollegen und oft auch die meinige. Auch heuer war ich einige Male auswärts mit dabei. Meine Highlights waren dabei die Spiele in Aachen und Dortmund.
Der Besuch am neuen Tivoli wurde von uns mit Spannung erwartet. Schließlich verabschiedeten wir nicht nur unseren Redaktions-Kollegen Vali zu seiner Südamerika-Reise, sondern hatten auch noch einen Besuch in der zweiten holländischen Liga auf dem Plan.
Trotz erheblicher Zugprobleme und Streckensperrungen schafften wir es nach Aachen und fühlten uns dort zu Gast bei Freunden! Selten habe ich auswärts so ein harmonisches und stimmungsvolles Miteinander erlebt wie in Aachen, sodass wir trotz des Unentschiedens zufrieden nach Hause fuhren.
Die Fettbeidl am Dortmunder Hauptbahnhof
Etwas ganz Besonderes war für mich auch das Spiel bei der Dortmunder Zweitvertretung im Stadion Rote Erde! Das Pressebuffet für die handgezählten sieben Medienvertreter war absolut Champions-League-würdig. Die Löwen holten wichtige drei Punkte und nicht zu vergessen das Wiedersehen mit meinem ehemaligen Mitbewohner Patrick aus dem Sauerland. Lustig war es auch auf der Heimfahrt.
So war es wie so oft: Auswärts ist es halt am Schönsten – abgesehen vom 5:1 gegen Cottbus, dass es als Heimspiel in meine Top Drei Spiele der Saison geschafft hat.
Wer war Dein Spieler der Saison?
Mein Löwe der Saison: Anderson Lucoqui
Mein Löwe der Saison ist ein Winter-Neuzugang: Anderson Lucoqui. Keiner verkörpert für mich die Löwen-Seele so sehr wie der Außenverteidiger. Immer voller Einsatz, immer volle Konzentration, immer bis zur letzten Sekunde kämpfen! Umso mehr wünsche ich mir, dass er uns auch in der Spielzeit 2025/26 erhalten bleibt. Dabei vertraue ich voll auf das Verhandlungsgeschick von Dr. Christian Werner.
Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?
Das Heimspiel gegen Unterhaching im Toto-Pokal war so niederschmettern schlecht, so kampflos, so unterirdisch, dass es mir nicht nur den Tag, sondern eine ganze Woche versaut hat. So ein Spiel bleibt leider im Gedächtnis. Diese Partie wäre für mich der perfekte Zeitpunkt für einen Trainerwechsel gewesen… Nach solchen Niederlagen merkt man erst wirklich, wie emotional man als Löwenfan mit diesem Verein, der Mannschaft und dem Umfeld verbunden ist… Unglaublich schlecht, unglaublich traurig, unglaublich enttäuschend.
Danke an die Bembelbande für diesen sensationellen Aufkleber!
Umso schöner war dann die Siegesserie, die 1860 unter Patrick Glöckner startete. Diese Euphorie, “Jetz steing ma auf, dann kaff ma an Braslianer”. Schade dass es am Ende nicht reichte, um bis zum Schluss oben dabei zu bleiben. Aber die Löwen haben uns in der Rückrunde auch viel Freude bereitet, das darf man nicht vergessen! Und auch das merkt man wieder, wenn man am Tag nach einem Heim-Sieg euphorisch aufsteht und Bäume ausreißen könnte.
Was war für Dich das schönste Tor der Saison?
Für mich war es der Weitschuss von Tunay Deniz beim 2:1-Auswärtssieg in Dortmund! Schon wieder ein Tor von der Mittellinie und die Löwen drehen einen 0:1-Pausenrückstand. Und – das muss man den Löwen schon lassen – auch wenn wir nicht immer den erfolgreichsten Fußball gespielt haben, wir haben auf jeden Fall eine ganze Reihe sehenswerter Tore geschossen.
Am Ende stand Platz 11. Bist Du zufrieden mit dieser Saison?
Ich muss mich schon fast für die Antwort entschuldigen: Ja bin ich! Den elften Platz hätte ich in der Winterpause mit Handkuss genommen. Klar war mehr drin, aber man darf nicht vergessen wie katastrophal sich die Löwen beim ersten Spiel des Jahres in Saarbrücken präsentierten. Wie nah wir den Abstiegsplätzen waren. Ich habe mit dem Schlimmsten gerechnet und schade, dass wir nicht bis zum Schluss vorne dabei waren. Aber die Mannschaft hat den Kopf eindrucksvoll aus der Schlinge gezogen. Drum sage ich ganz bewusst, ja bin ich. Auch wenn sicher mehr drin gewesen wäre.
Wie schätzt Du die Arbeit von Patrick Glöckner und seinem Trainerteam ein?
Patrick Glöckner – der Mann mit der guten Laune!
Patrick Glöckner und seinem Team ist gelungen, das Team binnen weniger Wochen zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Ich treffe ihn ja fast jede Woche bei der Löwenrunde und sein lustiges und fast immer gut gelauntes Wesen steckt an: Die Mannschaft und auch mich. Immer einen Scherz auf den Lippen, so soll es sein. Wobei ich an dieser Stelle auch nicht vergessen möchte, dass auch Argirios Giannikis mit seiner ruhigen Art ein angenehmer Zeitgenosse war, leider ohne den sportlichen Erfolg.
Dass in den letzten vier Spielen die Luft raus war, möchte ich jedenfalls nicht Patrick Glöckner anlasten. Das ist eine natürliche Reaktion nach dem ganzen Druck der Rückrunde, die schwierige Situation, dem ganzen Löwen-Blues. Was wirklich drin ist, werden wir in der nächsten Saison sehen… Ich bin optimistisch – wie eigentlich immer. Was der Trainerwechsel gebracht hat zeigte für mich schon alleine unser aller geschätzter Kollege Thomas Enn, der plötzlich klare Löwen-Siege vorhersagte. Die positive Art von Patrick Glöckner steckt einfach an – hoffentlich auch in der nächsten Saison!
Was wird Dir von der Saison 2024/25 besonders in Erinnerung bleiben?
Hier muss ich noch einmal zur dritten Frage zurückkommen. Was mir in Erinnerung bleiben wird ist die Erkenntnis, wie sehr man emotional mit diesem Verein, dieser Mannschaft, diesen Fans und allem rund um die Löwen verbunden ist. Ich bin ja erst – und daraus habe ich nie ein Geheimnis gemacht – seit fünf Jahren wirklich intensiv mit dabei. Und dass mich ein Verein einmal so in seinen Bann ziehen kann, habe ich davor ehrlichgesagt auch nicht für möglich gehalten.
Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison mit den Rückkehrern Volland, Niederlechner und Jakob aus?
Ich bin optimistisch, dass wir auf keinen Fall etwas mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Auch wenn das natürlich schwer zu sagen ist, solange der Kader noch nicht komplett ist. Gelingt es Dr. Werner noch den einen oder anderen wichtigen Spieler wie Lucoqui, Guttau oder vor allem auch Abiama zu verlängern, dann ist viel drin. Besonders Abiama messe ich eine große Bedeutung bei, da man zu Spielern wie Volland und Niederlechner, die uns bestimmt viele Tore schenken werden, auch einen Offensivspieler braucht, der nicht auszurechnen ist, der manchmal selbst nicht weiß was er macht und das verkörpert für mich Abiama, der in meiner Top Drei der besten Spieler der letzten Saison seinen festen Platz findet. Meine Prognose: Vorderes Tabellendrittel – wenn wir einen würdigen Nachfolger als echte Nummer eins zwischen den Pfosten bekommen.
Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2025/26 besonders viel?
Hier stimme ich Christian voll zu: Natürlich von Kevin Volland. Ein Ex-Nationalspieler mit Champions League Erfahrung – welch Glanz in unserer Hütte. Hoffentlich bleibt unserer Rückkehrer gesund, die gilt natürlich auch für Flo Niederlechner, der bereits zu meiner Freiburger Zeit einer meiner Lieblingsspieler war.
Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?
Ich wünsche mir als allererstes, dass das Jubiläumsspiel zwischen meinem Heimatverein TSV Weyarn und dem TSV 1860 München ein richtig schönes Fußballfest mit der Löwenfamilie wird. Als dritter Vorstand des TSV Weyarn und Fan des TSV 1860 München ist es natürlich ein absoluter Traum, beide Seiten zusammenzubringen und ich würde mich freuen, wenn viele Fans mit dabei sind. Wir als Ausrichter werden auf jeden Fall alles dafür tun, dass ihr Euch in Weyarn wohlfühlt und einen schönen Tag habt. Und gegen ein paar Tore von Kevin Volland und Flo Niederlechner hätte ich natürlich auch nichts!
Bisher erschienene Saisonrückblicke der sechzger.de-Redaktion auf die Saison 2024/25:
Dass die fünf Meister der Regionalligen nicht direkt in die 3. Liga aufsteigen können, ist seit Längerem ein Ärgernis im deutschen Fußball. Um eine fairere Aufstiegsregelung zu finden, hat sich vor ein paar Wochen die Initiative “Aufstiegsreform 2025” gebildet.
Weitere Mitglieder schließen sich “Aufstiegsreform 2025” an
Die Initiative wurde von zahlreichen Vereinen aus der Regionalliga Nordost im Februar ins Leben gerufen. Mittlerweile schlossen sich weitere Vereine auch aus der 3. Liga und anderen Regionen Deutschlands an. Jüngst assoziierten sich Hansa Rostock, der SV Meppen, der 1. FC Bocholt und die Würzburger Kickers. Damit sind erstmals auch Verteter der Regionalliga Nord und der Regionalliga Bayern Mitglied der Initiative. Tommy Haeder vom Chemnitzer FC, der als Sprecher der Initiative auftritt, zeigte sich erfreut. “Unsere Forderung nach einer fairen Aufstiegsregelung und der damit verbundenen Strukturreform wird nicht nur gehört, sondern auch geteilt. Die Bewegung gewinnt weiter an Fahrt, wächst stetig – und auch im Hintergrund laufen täglich viele Gespräche, die Mut machen. Wir sind noch lange nicht am Ziel, aber wir kommen der Gerechtigkeit im Regionalliga-Fußball Schritt für Schritt näher.”
Konkretes Konzept zeichnet sich ab
Inzwischen zeichnet sich auch ein Grobkonzept ab, wie die Reform konkret aussehen könnte. Nachdem die 3. Liga einen fünften Absteiger kategorisch ablehnte, soll die Anzahl der Regionalligen auf vier reduziert werden. Dazu existiert folgender Vorschlag:
Regionaliga Süd mit Bayern und Baden-Württemberg
Regionalliga Ost mit Hessen, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
Regionalliga Nord mit Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen
Regionalliga West mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Eine Variante wäre auch Rheinland-Pfalz und das Saarland der Regionalliga Süd anzugliedern.
Anwendung ab 2027/28?
Sollte die Reform kommen, steht im Raum die vier Staffeln zunächst in ein Übergangsjahr mit je 22 Mannschaften zu teilen. Nach dem Übergangsjahr sollte die Anzahl der Mannschaften je Staffel auf 20 reduziert werden. So würde sich die Anzahl der Regionalligisten von aktuell 90 auf vorerst 88 verringern und schlussendlich dann bei 80 liegen. Die Reform soll auf dem DFB-Bundestag am 7. November beschlossen werden und möglicherweise in der Saison 2027/28 zur Anwendung kommen.
Wie steht Ihr der Reform gegenüber? Welche Option würdet Ihr bevorzugen?
Sommerpause! Zeit für Transfers, Vertragsverlängerungen und Vertragsauflösungen. Beim TSV 1860 München gab es gestern immerhin Transfers und eine wichtige Vertragsverlängerung zu vermelden. Sean Dulic verlängerte seinen Vertrag bei 1860.
Dulic bleibt ein Löwe: Vertragsverlängerung bei 1860
Eigengewächs Sean Dulic wird den Löwenfans noch länger erhalten bleiben. Wie gestern bekannt gegeben wurde, wird Dulic auch in Zukunft das Trikot von 1860 tragen. Wie lange genau, wurde nicht bekannt gegeben. Der Münchner Merkur spekuliert, dass Dulics neues Arbeitspapier bis zum Ende der Saison 27/28 gültig ist.
Reich vor Abgang bei 1860
Beim zweiten großen Abwehrtalent stehen die Zeichen dagegen wohl auf Trennung. Wie der Münchner Merkur berichtet, soll Lukas Reich in der Sommerpause verkauft werden. Offenbar gibt es Unstimmigkeiten zwischen 1860 und dem Spieler, dessen Vertrag noch bis Ende der kommenden Saison läuft. Da Reich 2026 das Abitur machen möchte, käme ihm ein Vereinswechsel wohl eher ungelegen. Bisher konnten sich beide Seiten wohl auch nicht auf einen Kompromiss wie zum Beispiel einen Verkauf mit Rückleihe für eine Saison oder eine Vertragsverlägerung mit Ausstiegsklausel einigen.
Ott und Bangerter mit neuen Vereinen in der kommenden Saison
Nachdem Raphael Ott und Moritz Bangerter keinen neuen Vertrag mehr bei 1860 bekommen haben, ist nun bekannt, wohin sie wechseln. Ott wird der dritten Liga erhalten bleiben und sich Viktoria Köln anschließen. Bangerter wird in die Regionalliga Bayern wechseln und nächste Saison bei Wacker Burghausen spielen.
Senioren E netzen neun Mal ein
Die Senioren E des e.V. konnten einen Kantersieg feiern. Sie gewannen bei der SG Lerchenauer See/Fasanerie-Nord mit 9:2.
Saisonrückblick von Christian Jung
Christian Jung lässt Euch an seinen Gedanken zur Saison 24/25 teilhaben. Neben schönen persönlichen Erlebnissen ist der Redakteur doch auch ziemlich enttäuscht von der Leistung der Löwen in der vergangen Saison. Insbesondere von der katastrophalen Heimbilanz. Wenn es nach Christian geht, könnte aber in der kommenden Saison “wirklich was gehen!”
News aus der dritten Liga
Tipico neue Liga-Sponsor
Der DFB stellte den Wettanbieter tipico als neuen “Hauptpartner der 3. Liga” vor. Das Unternehmen wird auf dem rechten Trikotärmel aller Drittligisten präsent sein. Außerdem sicherte sich tipico “die TV-relevante Sichtbarkeit des Markenlogos in den Stadien durch Bandenwerbung sowie digitale Rechte.” Wie viel Geld das Sponsoring-Paket umfasst, wurde nicht bekannt gegeben. Ein Großteil der Erlöse geht direkt an die 20 Drittligisten. Der Vertrag läuft bis 2028.
Saarbrücken geht optimistisch in die Relegation
Am letzten Spieltag überholten die Saarbrücker noch Energie Cottbus und sicherten sich so die Teilnahme an der Relegation. Für das heutige Hinspiel sind die Saarländer optimistisch und gehen mit “breiter Brust” ins Spiel. “Wir sind guter Dinge, gut gewappnet und haben auch gut trainiert”, fasste Trainer Alois Schwartz die Lage bei FCS zusammen. Schwarz fehlen vor heimischem Publikum lediglich die Langzeitverletzten Amine Naïfi (Kreuzbandriss), Jacopo Sardo (Außenbandriss), Richie Neudecker (Adduktorenverletzung) und Chafik Gourichy (krank).
Neuer Torwart für Schweinfurt 05
Der Aufsteiger meldet einen neuen Keeper für die kommende Saison. Toni Stahl wechselt von Hannover 96 II zu den 05ern.
Damit geht Ihr bestens informiert in diesen Freitag!
Die Polizeikosten bei Hochrisikospielen werden in Bayern nicht auf die Vereine umgelegt. Das verkündete der bayerische Innenminister Joachim Hermann (CSU) am gestrigen Mittwoch in einer Sitzung des bayerischen Landtags. Die Profiklubs im Freistaat, insbesondere die finanziell schwächeren Drittligisten, können also aufatmen. Außerdem kündigte Hermann noch eine Ausweitung des Pilotprojekts Stadionallianzen auf alle Spiele der ersten drei Ligen in Bayern an.
Bayern verzichtet auf Kostenumlage
Nach dem viel beachteten Urteil des Bundesverfassungsgericht zur Praxis der Stadt Bremen, die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen dem Veranstalter in Rechnung zu stellen, ist nun die endgültige Entscheidung gefallen. Obwohl das Höchstgericht eine solche Umlage als rechtmäßig anerkannt hat, wird der Freistaat Bayern nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.
Schon in den vergangenen Monaten hatte es in dieser Richtung immer wieder Signale seitens der Entscheidungsträger gegeben. Nun hat sich das Kabinett offiziell zu diesem Vorgehen entschlossen. Wie die Münchner Abendzeitungberichtet, war diese Entscheidung den bayerischen Profivereinen schon vor einigen Wochen bei einem Termin im Innenministerium mitgeteilt worden. Eine Rolle in der Entscheidungsfindung soll auch der Umstand gespielt haben, dass die Einstufung von Spielen in die relevante Kategorie fast ausschließlich im Gefährdungspotential durch die jeweiligen Gästefans begründet liegt.
Kosteneinsparungen durch Stadionallianzen
Da die Kosten für Polizeieinsätze beim Fußball trotzdem sinken sollen, werden andere Wege bestritten. Aus diesem Grund wird das Pilotprojekt Stadionallianzennun für alle Profispiele im Freistaat eingeführt. Die Idee stammt aus Baden-Württemberg und soll dort schon zu Minderausgaben von ca. 2 Mio. Euro geführt haben.
Doch was verbirgt sich hinter diesem Namen? In die Risikobewertung vor den Heimspielen sollen nun auch die Fanprojekte der beteiligten Vereine intensiv eingebunden werden. Diese verfügen aufgrund ihrer Arbeit und Ausbildung über eine bessere Einschätzungsfähigkeit in Bezug auf das Konfliktpotential zwischen den Fanlagern als Polizei und Behörden. Völlig überzogene Polizeiaufmärsche, wie sie besonders in der jüngeren Vergangenheit oft zu beobachten waren, werden so hoffentlich eher wieder zur Ausnahme.
Außerhalb der südlichen Bundesländer wird das Konzept noch in Hessen, Niedersachsen Berlin, Bremen und Sachsen angewendet bzw. erprobt. Im Gegensatz zu BW macht das Beispiel Niedersachsen im Hinblick auf die Maßnahmen bei den letzten großen Derbies leider wenig Hoffnung auf fundamentale Veränderungen.
Während sich die Profis und die U21 bereits im Sommerurlaub befinden, geht es für anderen Mannschaften des TSV 1860 noch um (wichtige) Punkte. So wollen die Löwinnen I am vorletzten Spieltag der Kreisliga die Voraussetzungen schaffen, um in der letzten Partie aus eigener Kraft den Aufstieg zu realisieren.
Vorletzter Spieltag für die Löwinnen
Um als Spitzenreiter in die letzte Runde zu starten benötigen die Löwinnen am vorletzten Spieltag einen Heimsieg gegen die SG Sentilo-Blumenau/Pullach. Nach dem 9:0 in Dornach sind Frauen des TSV 1860 gegen den Tabellenachten auch diesmal Favorit. Anpfiff auf dem Sechser-Platz ist am Samstag um 17.30 Uhr. Bereits um 15 Uhr empfangen die Löwinnen II den TSV Eintracht Karlsfeld.
Nachtrag: Die SG Sentilo-Blumenau/Pullach tritt nicht an, die drei Punkte gehen kampflos an 1860.
Alle Spiele im Überblick
Freitag, 23.05.
19.30 Uhr: SG Dietersheim/Garching – Senioren A -:-
20.00 Uhr: Senioren C – FC Türk Sport Garching -:-
Samstag, 24.05.
09.45 Uhr: U11 – SV Italia 1965 U13 -:-
11.00 Uhr: SpVgg Unterhaching – U10 -:-
12.00 Uhr: FC Eintracht München U10 – U9 -:-
13.00 Uhr: U16 – FC Schweinfurt 05 U17 -:-
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – SG Aßling/Grafing -:-
14.45 Uhr: Löwinnen U15 – SG Tegernseer Tal -:-
15.00 Uhr: Löwinnen II – TSV Eintracht Karlsfeld -:-
17.30 Uhr: Löwinnen I – SG Sentilo-Blumenau/Pullach -:-
Zudem tritt die U13 in einem BFV-Förderturnier in Grünwald an und trifft dabei auf die SpVgg Unterhaching, die FT Freiham, den TSV Grünwald und den SV Heimstetten.
Auch die U12 ist bei einem BFV-Förderturnier im Einsatz und misst sich in Rosenheim mit mit den U13-Teams des TSV 1860 Rosenheim, des SB Chiemgau Traunstein, des SV Wacker Burghausen und der FT München.
Schon im fünften Jahr hintereinander blicken die sechzger.de-Redakteure am Ende der Spielzeit in einem Saisonrückblick aus ihrer ganz persönlichen Perspektive zurück auf das, was hinter uns liegt. Heute präsentieren wir die Rückschau von Christian Jung.
Saisonhighlights in Mannheim und (wieder) in Verl
Welches war Dein Löwenspiel der Saison?
Sportlich ist die Auswahl ja nicht all zu groß. Ich würde zunächst mal den 3:0-Sieg in Mannheim am 13. April nennen. Der erste Sieg – vor Zuschauern – beim Waldhof nach fünfzig (!) Jahren, eine richtig starke zweite Halbzeit und großartiger Support der über 3.000 mitgereisten Löwenfans in ihren weißen Mottoshirts. Und ein ganz großer Schritt Richtung Klassenerhalt gegen einen direkten Konkurrenten mit ebenfalls stimmgewaltigem Anhang… Das war schon richtig geil!
3:0 in Mannheim vor über 3.000 Löwenfans.
Aus der reinen “Drumherum-Perspektive” war mein Löwenspiel der Saison das letzte Auswärtsspiel in Verl. Hawai-Motto im Gästeblock (und dank der Gastgeber nicht nur da), wieder zahlreiche sechzger.de-Redakteure an der “längsten Fußballtheke der Welt” und ein lustiges Spruchband mit dem Hinweis auf unser Fanportal, das sogar ausführliche Würdigung in der MAGENTA-Übertragung erfuhr. Mehr geht fast nicht. Nachdem schon in meinem Rückblick auf die Saison 2024 der Tripp nach Verl in dieser Kategorie das Rennen machte, war dies heuer – abseits des Geschehens auf dem Rasen – noch eine Steigerung. Ich bin gespannt, ob Verl in der kommenden Saison den Hattrick einheimsen kann.
Wer war Dein Spieler der Saison?
Ganz eindeutig: Lukas Reich! Auch wenn der im Herbst volljährig gewordene Rechtsverteidiger im Laufe der Saison ein wenig nachließ und der zehn Jahre ältere Kollege Tim Danhof in der Rückrunde immer häufiger seinen Platz einnahm, ist Luki – auch aufgrund seiner super-sympathischen Art – unangefochten mein Löwe der Saison. Ich hoffe inständig, dass er uns auch in der kommenden Saison erhalten bleibt und der ganze Verein einfach den Weg nach oben geht, den man Lukas individuell guten Gewissens prognostizieren kann.
Christians “Löwe der Saison”: Lukas Reich
Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?
Das Aus gegen Unterhaching im Toto-Pokal Mitte November. Nachdem durch die 3:0-Siege in Sandhausen und daheim gegen den Waldhof der Bock umgestoßen schien und die – zu diesem Zeitpunkt in der Liga schon eine gefühlte Ewigkeit sieglosen – Vorstädter im Viertelfinale nach Giesing kamen, stand das Weiterkommen im Landespokal für mich außer Frage! Entsprechend groß war die Enttäuschung angesichts einer desolaten Leistung und des wiederholten Scheiterns auf dem Weg zur DFB-Pokalqualifikation für die kommende Saison. Eine echte positive Überraschung fällt mir ad hoc keine ein. Was insgesamt defintiv nicht für diese Saison spricht.
Was war für Dich das schönste Tor der Saison?
Diese Schüsse aus extremer Distanz, die den Weg ins gegnerische Tor fanden (und nicht ins Löwentor, wie am 11. August gegen Stuttgart II in Großaspach), waren schon etwas ganz besonderes. Beide passierten ja an zwei Samstagen direkt hintereinander im September. In Bielefeld und in Dortmund. Das Rennen macht für mich hier letztlich das 1:0 auf der Alm, als Thore Jacobsen zwei Minuten vor Schluss aus über sechzig Metern den Siegtreffer erzielte. Dass es für den von der ARD zum “Tor des Monats September” gekürten Treffer nicht auch zum “Tor des Jahres 2024” reichte, sondern irgend so ein Vogel aus der Seitenstraße diesen Titel für ein absolut fades Dantel-Kopfballtor erhielt, spricht nicht für das fußballästhetische Bewusstsein der ARD-Zuschauer!
Am Ende stand Platz 11. Bis Du zufrieden mit dieser Saison?
Bin gespannt, ob einer der geschätzen Kolleg*innen hier mit “ja” antwortet… Ich bin natürlich nicht zufrieden! Obwohl ich nicht zu den Leuten gehöre, die seit acht Jahren vor jeder neuen Saison den Aufstieg fordern und als selbstverständlich erwarten, wäre mit diesem im Sommer 2024 frühzeitig und sinnvoll zusammengestellten Kader defintiv mehr drin gewesen, als die Tabellenführung der zweiten Tabellenhälfte der 3. Liga.
Wie schätzt Du die Arbeit von Patrick Glöckner und seinem Trainerteam ein?
Ist aus der Außenperspektive natürlich immer extrem subjektiv, aber Glöckner ist es auf jeden Fall gelungen, die Mannschaft direkt nach der Winterpause zu stabilisieren und dann vorzeitig zum Klassenerhalt zu führen. Was andererseits – siehe oben – mit diesem Kader auch noch kein ganz großes Hexenwerk war. Ich bin gespannt, wozu der Coach mit einer kompletten Vorbereitung und dem einen oder anderen eigenen Wunschspieler in der Lage ist.
Was wird Dir von der Saison 2024/25 besonders in Erinnerung bleiben?
Die katastrophale Heimbilanz. Acht Niederlagen auf Giesings Höhen, ausgerechnet in einer Saison, in der ich selbst – nach über 30 Jahren – mal wieder alle Heimspiele live miterleben durfte. Das geht gar nicht! Der verdiente Lohn ist ein Abstiegsplatz in der Heimtabelle. Darüber hinaus bleiben aber natürlich die vielen Begegnungen und Gespräche mit anderen Löwenfans am Rande der Spiele und auch die gemeinsame Arbeit mit extrem netten Leuten am Projekt sechzger.de immer in Erinnerung. Auch in dier Saison 2024/25.
Große Hoffnungen auf Kevin Volland
Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison mit den Rückkehrern Volland, Niederlechner und Jakob aus?
Für mich ist das völlig offen. Alles kann komplett nach hinten losgehen, wenn die drei Rückkehrer die Erwartungen nicht erfüllen, sich z.B. frühzeitig verletzen und es nicht gleich von Anfang an sportlich gut läuft. Andererseits dürfte die Liga – mit den Abgängen von Bielefeld, Dresden und eventuell Saarbrücken – nominell ein wenig schwächer sein, als in den letzten Jahren bzw. sind es einfach weniger Teams, die per se, schon aufgrund des klangvollen Namens Aspiraten auf den Aufstieg in die 2. Liga sind. Vielleicht geht also wirklich was in der neuen Saison…
Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2025/26 besonders viel?
Natürlich von Kevin Volland. Ein Mann mit seiner Erfahrung und Klasse, noch dazu ein wirklich sympathischer Typ, der eine Mannschaft mitreissen kann und sich bei den Mitspielern (und Fans) großer Beliebtheit erfreut. Das sind ja eigentlich die besten Voraussetzungen für eine richtig starke Performance!
Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?
Dass die internen Streitereien auf allen Ebenen aufhören und dass man – auch in diesem Verein – lernt, respektvoll und kooperativ zu kommunizieren und zu handeln. Das ist ein sehr allgemein formulierter und sicher auch etwas naiver Wunsch, aber mir persönlich einfach der dringlichste!
Bisher erschienener Saisonrückblick der sechzger.de-Redaktion auf die Saison 2024/25:
Das Ziel des nächsten Abgangs beim TSV 1860 München ist bekannt. Moritz Bangerter wird in Zukunft seine Stiefel für Wacker Burghausen schnüren.
Bangerter unterschreibt für zwei Jahre in Burghausen
Wie Wacker Burghausen auf seiner Homepage heute vermeldet, wechselt Löwen-Eingengewächs Moritz Bangeter von Giesing nach Burghausen. An der Salzach unterschrieb er einen Vertrag für zwei Jahre plus Option. Der defensive Mittelfelspieler wurde seit 2015 im NLZ an der Grünwalder Straße ausgebildet. 2022 gehörte er zur U19 des TSV 1860 München, die den Aufstieg in die Junioren-Bundesliga schaffte. Danach stand Bangerter 20 Mal für die U19 in der Junioren-Bundesliga auf dem Feld. Für die U21 der Löwen absolvierte er 23 Spiele und konnte dabei fünf Scorerpunkte erzielen. In der dritten Liga war er insgesamt drei Mal für die Löwen im Einsatz. Unglücklicherweise fiel er wegen einer Hüftverletzung in der vergangen Saison lange aus und hatte so wenig Chancen, sein Können bei den Profis unter Beweis zu stellen.
Neustart in der Regionalliga Bayern
Nun möchte Bangerter sein Potential also in der Regionalliga Bayern unter Beweis stellen. Bangerter blickt seiner Zeit an der Salzach positiv entgegen: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung sowie die gemeinsame Zeit beim SV Wacker Burghausen und möchte mich bei den Verantwortlichen für die sehr angenehmen Gespräche und das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Für mich war es an der Zeit, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu gehen”. Andreas Huber, der Geschäftsführer der Wacker Burghausen Fußball GmbH zeigte sich erfreut über den Neuzugang: „Mit Moritz ist es uns gelungen, einen weiteren jungen Spieler mit extrem viel Potential zu verpflichten. Beim TSV 1860 München hat er trotz seines jungen Alters bereits Drittliga-Luft geschnuppert und ist als Abräumer im defensiven Mittelfeld sowie in der Innenverteidigung flexibel einsetzbar. Wir sind davon überzeugt, dass er unser Team ab Sommer verstärken und uns bei der Erreichung der ambitionierten Ziele weiterhelfen wird“.