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Die Satzungs-Serie von sechzger.de: Eintracht Frankfurt

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TSV 1860 Trikot Retro

Die Satzung des TSV München von 1860 e.V. wird in Kommentarbereichen kommerzieller Boulevardblogs gerne als undemokratisch bezeichnet. Sechzger.de wagt eine Vergleichsreihe.

Satzung des TSV 1860 wird vielfach kritisiert

Keine Briefwahl, keine Onlineversammlung, keine unbeschränkte Kandidatenauswahl bei der Präsidiumswahl. Das Wehklagen in einschlägigen Blogs rund um den TSV 1860 ist groß, wenn es um die Vereinssatzung geht. Insbesondere vor der anstehenden Mitgliederversammlung treten vermehrt Versuche auf, der “Verfassung” des Vereins die Existenzberechtigung abzusprechen und diese in ein schlechtes Licht zu rücken.

So äußerte sich Verwaltungsratskandidat Klaus Lutz, der jüngst 1860-Fans als “Abschaum” und “Idioten” bezeichnet hatte, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung wie folgt: “Ich (…) bin an manchen Stellen schon verwundert. Was ich hier feststelle, hat mit einer vereinsrechtlich demokratischen Ausrichtung wenig zu tun. (…)

Ist die Kritik berechtigt?

Kritik ohne Faktengrundlage ist man beim TSV 1860 von einigen Seiten leider inzwischen gewöhnt. Umso wichtiger ist es, diesen fundiert auf den Grund zu gehen. Denn die Mitglieder unseres Vereins dürfte durchaus interessieren: ist unsere Satzung wirklich “undemokratisch”?

Wir haben uns die Satzungen diverser Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga vorgenommen und werden diese in einer eigenen Reihe – immer dienstags und donnerstags – auf sechzger.de vorstellen. Stichpunktartig wird unser Fokus auf der Zusammensetzung der Vereinsgremien, deren Berufung in die jeweiligen Ämter, Online-Versammlungen und Mehrheits-Erfordernisse bei Abstimmungen liegen. Wir beginnen mit dem TSV München von 1860 e.V.

Was wir schon verraten können: von den bisher 6 verglichenen Satzungen weist die des TSV München von 1860 e.V. die höchste Direktbeteiligung der Vereinsmitglieder auf.

Es folgen (vorerst) in der Gegenüberstellung:

Die Satzung von Eintracht Frankfurt in der Übersicht

Volltext der Satzung von Eintracht Frankfurt

Organe (Auszug)

Die Mitgliederversammlung

Das Präsidium:

  • Präsident und 4 weitere Präsidiumsmitglieder

Der Wahlausschuss:

  • Besteht aus
    • Dem Vorsitzenden des Ehrenrats
    • Dem Vorsitzenden des Beirats
    • Dem Leiter der mitgliederstärksten Abteilung
    • Zwei weiteren vom Beirat zu bestimmtenden Abteilungsleitern
    • Sechs aus der Mitgliederversammlung im Wege der Listenwahl zu wählenden Mitgliedern, die mindestens 30 Jahre alt und 5 Jahre im Verein sein müssen

Der Verwaltungsrat

  • Besteht aus mindestens 7 und bis zu 11 Mitgliedern, die von der Mitgliederversammlung für 4 Jahre gewählt werden

Der Beirat

Besteht aus

  • Den Abteilungsleitern
  • Dem Vereinsjugendleiter
  • Bis zu 3, von den oben Genannten gewählten, weiteren Beisitzern

Der Ehrenrat

  • Besteht aus 7 Mitgliedern, die von der Mitgliederversammlung auf Vorschlag (mindestens 9 Vorschläge) des Beirats für 4 Jahre gewählt werden. Die Mitglieder müssen das 40. Lebensjahr vollendet haben.

Mehrheiten:

2/3 Mehrheit bei Satzungsänderungen

 

Wahl des Präsidiums:

Der Präsident wird durch die Mitgliederversammlung für 4 Jahre auf Vorschlag des Verwaltungsrats und des Wahlausschusses gewählt. Die weiteren Präsidiumsmitglieder werden auf Vorschlag des Präsidenten vom Verwaltungsrat und Wahlausschuss bestellt.

 

Besonderheiten:

Der Verwaltungsrat kann Präsidiumsmitglieder (nicht den Präsidenten) mit Zustimmung des Wahlausschusses abberufen.

Bei der Eintracht hat der Amateurbereich nicht unerheblichen Einfluss: Der Beirat setzt sich aus Funktionsträgern des Amateurbereichs zusammen, erhält und bestimmt Sitze im Wahlausschuss und schlägt Kandidaten für die Wahl zum Ehrenrat vor.

 

Key facts:

    • Die Mitgliederversammlung wählt nur den Präsidenten (auf Vorschlag von Verwaltungsrat und Wahlausschuss), die übrigen Mitglieder des Präsidiums werden von Verwaltungsrat und Wahlausschuss bestimmt
    • Beirat wird nicht als eigenes Gremium gewählt, sondern wird aus Funktionsträgern anderer Organe zusammengesetzt.
    • Die Mitgliederversammlung wählt den Ehrenrat auf Vorschlag des Beirats.

 

Online-Mitgliederversammlung

Nicht vorgesehen, die Satzung spricht von “erschienenen Mitgliedern”

 

Gegenüberstellung zur Satzung des TSV München von 1860 e.V.

Bei der Eintracht aus Frankfurt gibt es einige Gremien. Doch nur der Verwaltungsrat sowie sechs Mitglieder des Wahlausschusses werden in einer freien Wahl von den Mitgliedern gewählt, wobei bei den Kandidaten für den Wahlausschuss eine Listenwahl vorgesehen ist. Zudem wird nur der Präsident, nicht das gesamte Präsidium, durch die Mitglieder gewählt. Der gewählte Präsident kann sein “Kabinett” also selbst unter Einbeziehung von Verwaltungsrat und Wahlausschuss besetzen.

Angewandt auf den TSV 1860 würde dies bedeuten, dass die Mitgliederversammlung den Verwaltungsrat, der der Mitgliederversammlung das Präsidium zur Wahl vorschlägt, nur teilweise selbst wählen würde. Im Übrigen würde sich dieser selbst aus Funktionsträgern anderer Gremien zusammenstellen.

Der Amateursport  durch die Abteilungsleiter vertreten, sowie die Jugend, haben bei Eintracht Frankfurt mehr Einfluss als beim TSV 1860 München, da der Beirat, der den Wahlausschuss mit besetzt, mit 4 Personen aus diesen Bereichen besetzt ist.

Gräfer im Merkur-Interview: „Angst, körperlich und verbal angegangen zu werden“

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die Bayerische

Martin Gräfer, Vorstand von 1860-Hauptsponsor “die Bayerische” und Verwaltungsratskandidat hat mit dem Merkur in einem Interview über den heute stattfindenden Informationsabend von Pro1860 sowire die kommende Mitgliederversammlung gesprochen.

Gräfer im Interview: “Dieses ganze Lagerdenken ist mir völlig fremd”

Angesprochen auf den Informationsabend, den “Pro1860” gemeinsam mit der “Löwenheimat Giesing” am heutigen Donnerstag abhält, antwortete Gräfer auf die Frage, wie er den “Hardlinern” begegnen wollem, wie folgt: Erst mal würde ich das mit den e.V.-Hardlinern infrage stellen – bin ich dann ja quasi auch. Als Mitglied des Vereins bin ich ja selber Teil des e.V. – wie alle anderen Bündnis-Partner auch. Dieses ganze Lagerdenken ist mir völlig fremd.

Diese Auffassung vertreten die Bündnis-Kandidaten derweil nicht unisono: Klaus Ruhdorfer, ebenfalls “Bündnis-Kandidat”, bezeichnete Teile der Löwenfans jüngst vermehrt als “Stadion-Clique”, was wohl despektierlich gemeint war, jedoch durchaus positiv von den Adressaten aufgenommen wurde und sogar zu einer eigenen T-Shirt-Kollektion führte.

Prof. Klaus Lutz bezeichnete die aktive Fanszene kürzlich als “Abschaum und Idioten” – ebenfalls kein wirkliches einem Lagerdenken entgegenwirkendes Verhalten.

“Wenn Herr Ismaik sich wünscht, dass man wieder auf Augenhöhe miteinander spricht, dann werte ich das als gutes Zeichen”

“Mit dem Investor auf Augenhöhe zu sprechen” – dies ist eine der Kernaussagen, die Kandidaten des Bündnis Zukunft 1860 immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen. Die skeptischen Mitglieder des TSV München von 1860 e.V., die die vergangenen 13 Jahre (mit 6 Präsidenten, 20 Trainern und 13 Geschäftsführern) nicht aus ihrem Gedächtnis gelöscht haben  dürften sie mit diesem kühnen Vorhaben wohl kaum überzeugen.

„Angst, körperlich und verbal angegangen zu werden“

Hinsichtlich der bevorstehenden Mitgliederversammlung bläst Gräfer nun ins Gleiche Horn wie Teile des mit Vorsicht zu genießenden Kommentarbereichs auf einem investorenfreundlichen Online-Blog:

Sorge bereitet mir allerdings, dass mir viele Mitglieder zugerufen haben, sie hätten Angst, bei der Versammlung körperlich und verbal angegangen zu werden. Ich vertraue aber ganz darauf, dass der Wahlausschuss dafür Sorge trägt, dass das nicht passiert.

 

Ganz in blau: TSV 1860 präsentiert Trikot der Saison 2024/25

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Tsv 1860 Trikot Verlaat

Oliver Mueller hatte ja bereits angekündigt, dass die Löwen gegen Arminia Bielefeld in den neuen Gewändern spielen würde. Nun präsentierte der TSV 1860 das Trikot für die Saison 2024/25.

TSV 1860 präsentiert Trikot der Saison 2024/25

Ganz in hellblau werden die Löwen in der kommenden Spielzeit ihre Heimspiele bestreiten. In der Pressemitteilung legt der TSV 1860 auch Wert darauf, dass das neue Trikot in Sachen Nachhaltigkeit vorbildlich ist.

Nachhaltigkeit wird bei den Löwen großgeschrieben. Der Stoff des neuen Löwen-Trikots 2024/2025 ist zu 100 % recycelt und aus Textilabfällen wiederverwertet. Dabei wird auch bei der Verarbeitung des Materials Wert auf Effizienz und Reduzierung von Verschwendung gelegt.

Das ansprechende Design ist von einer Chevron-Grafik inspiriert und enthält moderne Elemente der Abstufung, um der Ästhetik Textur zu verleihen. Natürlich ist das Home-Trikot auch in diesem Jahr wieder in den klassischen Farben Weiß und Blau gehalten.

Der Nike Performance-Stoff „Newton 2.0“ auf der Vorderseite und an den Ärmeln besteht aus Dry-Fit-Material. Es leitet den Schweiß vom Körper weg, während das Speke-Mesh auf der Rückseite und den Seitenteilen für Atmungsaktivität sorgt.

Neben den bekannten und beliebten Elementen wie dem Stern für die deutsche Meisterschaft im Jahr 1966 und dem Schriftzug „Einmal Löwe, immer Löwe“ unter dem Kragen kehrt ein wichtiges Element auf das Trikot zurück, wie der kaufmännische Geschäftsführer des TSV 1860 München, Oliver Mueller, betont:

“Durch den Schriftzug 1860 München, der auf dem Trikotrücken ganz oben über dem Spielernamen angebracht ist, unterstreichen wir die Tradition des TSV 1860 München und den Fakt, dass niemand über dem Verein steht. Zugleich tragen wir mit Stolz den Namen der Weltstadt mit Herz auf dem Trikot und zeigen somit unsere Verbundenheit zu Stadt und Region.”

Ab Samstag im Fanshop erhältlich

Die neue Trikots der Löwen gibt es ab Samstag, 18. Mai 2024 ab 9 Uhr in den Löwen-Fanshops sowie online zu kaufen. Das Auswärts- und Ausweichtrikot werden auf dem Fanfest vorgestellt.

Foto: TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA

Neuer Facebook-Post: Ismaik ist “irritiert”

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TSV 1860 Hasan Ismaik

Hasan Ismaik hat zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit über seine präferierte Kommunikationsplattform “Facebook” einen Post abgegeben.

Der Ismaik-Post im Wortlaut

Liebe Löwen,

Zunächst möchte ich allen noch lebenden ehemaligen Spielern gratulieren, die es anlässlich des 125. Geburtstags der Fußballabteilung des TSV 1860 München in die Jahrhundertelf geschafft haben. Auch Bernd Patzke wurde ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

In meinem persönlichen Pressespiegel habe ich heute gelesen, dass sich Bernd Patzke im Gespräch mit der Abendzeitung große Sorgen um unseren Verein macht. Ich kann ihm nur zustimmen. Ich würde gerne mit ihm sprechen, um ihm einige Zusammenhänge und Abläufe näher zu bringen. Wenn er Interesse hat, werde ich bei meinem nächsten Besuch in München ein Treffen arrangieren. Was ich heute schon sagen kann: Alle Entscheidungen seit 2017 wurden ausschließlich vom Verein getroffen, wir hatten keinerlei Mitspracherecht. Einzig Günther Gorenzel haben wir, nachdem er mit Daniel Bierofka anfangs sehr gut harmoniert und ihm gegenüber auch loyal war, als Geschäftsführer Sport vorgeschlagen. Bei allen anderen Geschäftsführern sind wir von e.V.-Seite vor vollendete Tatsachen gestellt worden.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch meine Gedanken zu Pro1860 äußern. Es irritiert mich, dass diese Vereinigung mit Unterstützung der KGaA-Geschäftsführung ein Wahlkampftreffen auf dem Vereinsgelände organisiert. Für mich ist das eine klare Botschaft. Was hat diese Vereinigung, deren Ziele seit 2005 bekannt und nachzulesen sind, jemals für unsere Löwen erreicht? Der Misserfolg des Profifußballs ist auch ihr Werk. Was ist der Mehrwert von Pro1860 für unseren Verein? Welcher Funktionär dieser Gruppierung hat 1860 nachhaltig geholfen? Warum existiert Pro1860 überhaupt und warum lassen sich die Ultras für deren Zwecke einspannen? Wurde die ARGE möglicherweise ins Abseits gedrängt, damit Pro1860 freie Hand hat? Auch darüber sollten die Fans nachdenken.

Ismaik bezieht Neuigkeiten aus seinem “persönlichen Pressespiegel”

Ismaik – bzw. dessen Ghostwriter – beschreibt, wie er sich über den TSV 1860 München informiert. Dies geschehe über einen “persönlichen Pressespiegel”. Interessant dürfte sein, welche Gazetten sich in diesem handverlesenen Konvolut an Neuigkeiten über die Löwen wiederfinden – und wer die Filterfunktion übernimmt. Erhält Ismaik womöglich nur ausgewählte, einheitlich berichtende Nachrichten über Münchens große Liebe zugespielt?

Ein direktes Herantreten an Ismaik durch das Löwenmagazin mit Hilfe eines arabisch sprechenden Journalisten im Oktober 2023 blieb unbeantwortet.

Ismaik ist “irritiert” über Pro1860-Veranstaltung

Der Kreditgeber der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA zeigt sich in seinem Post auch verwundert darüber, dass die heutige Informationsveranstaltung von “Pro1860” im Hinblick auf die Verwaltungsratswahlen in der “Sechzger Alm” stattfindet:

Es irritiert mich, dass diese Vereinigung mit Unterstützung der KGaA-Geschäftsführung ein Wahlkampftreffen auf dem Vereinsgelände organisiert. Für mich ist das eine klare Botschaft. Was hat diese Vereinigung, deren Ziele seit 2005 bekannt und nachzulesen sind, jemals für unsere Löwen erreicht? Der Misserfolg des Profifußballs ist auch ihr Werk.

Dass die Greschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA (Oliver Mueller und Dr. Christian Werner) hier “unterstützt” hätten bzw. “unterstützen”, ist nicht bekannt und dürfte auf reine Mutmaßungen Ismaiks zurückzuführen sein. Vielmehr sollte Ismaik bekannt sein, dass sich die “Sechzger Alm” von jedermann für Veranstaltungen buchen lässt und derartige Buchungen nicht über die Geschäftsführung laufen. Dies sollte auch in Ismaiks Interesse sein, da die mit Drittveranstaltungen einhergehenden Umsätze auch die Ausgabenseite des KGaA-Kontos schmälern dürften.

Ismaik verstrickt sich in Verschwörungstheorien und bringt die ARGE ins Spiel

Am Ende des Posts wird es nochmal verschwörerisch. Ismaik wittert ein Komplott von “Pro1860” gegen die “ARGE”, den ehemaligen Fanclub-Dachverband rund um den TSV 1860:

Warum existiert Pro1860 überhaupt und warum lassen sich die Ultras für deren Zwecke einspannen? Wurde die ARGE möglicherweise ins Abseits gedrängt, damit Pro1860 freie Hand hat? Auch darüber sollten die Fans nachdenken.

Bei der Beantwortung dieser Frage kann sechzger.de helfen. Die ARGE löste sich im Jahr 2021 auf. Hintergrund war die “E-Mail-Affäre” rund um deren Ex-Vorsitzenden Gerhard Schnell, der unter Zuhilfenahme von Fake-Accounts Beschwerdemails an die KGaA schrieb, um eine vermeintliche Unzufriedenheit im Fanumfeld des TSV 1860 zu fingieren.

Sechzger.de deckte dies und weitere Affären rund um die ARGE in seiner Serie “ARGE Leaks – von der Gründung bis zur Causa ‘Gerhard Schnell‘” im Jahr 2021 auf, welche Hasan Ismaik hiermit wärmstens empfohlen wird.

Ob es die “ARGE Leaks” in Ismaiks persönlichen Pressespiegel schaffen?

 

Sechzig um sieben: Ismaik in “Trump-Manier”

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Die Mitgliederversammlung des TSV 1860 München am 16.06. wirft ihre Schatten voraus. Hasan Ismaik ruft dazu in “Trump-Maier” (Münchner Merkur) zur Abwahl der bestehenden Verwaltungsräte auf. Währenddessen schüren Kandidaten des Bündnis Zukunft Ängste im Rahmen ihrer Wahlwerbung. Der Sport interessiert wohl seit dem Nicht-Abstieg von vergangenem Freitag nur noch periphär an der Grünwalder Straße.

Ismaik agiert in “Trump-Manier”

Hasan Ismaik – oder jemand, der in seinem Namen schreibt – meldete sich am Montag in einer seiner unnachahmlichen Facebook-Nachrichten bei den Löwenfans. Uli Kellner vom Münchner Merkur hat sich die Mühe gemacht und Ismaiks Nachricht analysiert. Unter anderem behauptet Ismaik, dass das schlechte sportliche Abschneiden in dieser Saison ein Spiegelbild der verantwortlichen Funktionäre des e.V. sei. Allerdings waren nicht “Funktionäre des e.V.” an der Zusammenstellung des Kaders beteiligt, sondern Anthony Power, Saki Stimoniaris, Marc-Nicolai Pfeifer und Maurizio Jacobacci, die allesamt der HAM-Seite zuzurechnen sind. Außerdem erinnert Kellner der Aufruf von Hasan Ismaik, das Bündnis Zukunft zu wählen, an den Wahlkampfstil von Donald Trump: “In bester Trump-Manier trommelt Ismaik dafür, die aktuelle Löwen-Regierung abzuwählen.” Als Grund für seine Wahlempfehlung führt Ismaik unter Anderem “konstruktives Miteinander” des Bündnis Zukunft an. Für uns besteht ein konstruktives Miteinander allerdings nicht daraus, dass man potentielle Wähler als “Abschaum und Idioten” bezeichnet. Aber jeder hat da wohl so seine eigenen Maßstäbe.

VR-Kandidat Ruhdorfer veröffentlicht Werbevideo

VR-Kandidat Klaus Ruhdorfer veröffentlichte gestern Video, in dem er seine Ziele als Verwaltungsrat bei 1860 darlegt. Ruhdorfer behauptet darin, dass Sechzig nächste Saison nur sportlich noch die “Nummer 10 in Bayern” wäre. Selbst falls die Würzburger Kickers aufsteigen sollten, spielen in den drei höchsten Spielklassen nur neun bayerische Vereine. 1860 kann also schlechtestenfalls Nummer 9 in Bayern werden. Wie Ruhdorfer für eine Verbesserung der Lage sorgen will, bleibt etwas unklar. Außer, dass er im Falle seiner Wahl mit den anderen Bündnis-Kandidaten “die nötigen Gelder für 1860 generieren könne”. Warum er Gelder für die KGaA nur genrieren will, wenn er als VR des e.V. gewählt wird, wurde ebenfalls nicht klar.

EU-Geldwäsche-Verordnung gilt ab 2029 auch für den Fußball

Das EU-Parlament sieht im Fußball-Business “ein Risiko für Geldwäsche”. Daher wurde gestern eine Verordnung verabschiedet, die Geldwäsche harmonisiert in der ganzen EU bekämpfen soll. Sie gilt auch für Fußballclubs und Spielervermittler. Sie soll 2029 in Kraft treten.

Löwenspiele am Wochenende

Nun aber endlich zu den sportlichen Meldungen: Zahlreiche Mannschaften von 1860 sind auch am kommenden Wochenende im Einsatz. Besondere Highlights sind natürlich das letzte Saisonspiel der Profis gegen Arminia Bielefeld und das letzte Spiel von Frank Schmöller als Trainer der U21 in Sonthofen, die beinahe zeitglich am Samstag Nachmittag stattfinden. Außerdem gibt es bei den Senioren gleich zwei Derbies gegen die Roten. Alle Termine findet Ihr hier.

Wunschaufstellung der sechzger.de Reaktion

Ein letztes Mal in dieser Saison stellen die sechzger.de-Redakteure die Löwenelf auf. Offenbar hat der Auftritt bei RWE allen Redakteuren gut gefallen und es gibt nur weniger Änderungen gegenüber der Startaufstellung von letztem Freitag. Schaut sie Euch an und lasst uns in den Kommentaren wissen, wie Ihr die Löwen zum letzten Mal in dieser Saison auf’s Feld schicken würdet.

News aus der dritten Liga

Multhaup nach Saarbrücken

Der Pokalschreck der zu Ende gehenden Saison arbeitet bereits erfolgreich am Kader für die kommende Saison. Von Zweitligist Eintracht Braunschweig wird Maurice Multhaup an die Saar wechseln. Der Stürmer soll die Offensive der Saarbrücker variabler machen. Multhaup ist nach Phillip Menzel (Tor, Austria Klagenfurt), Philip Fahrner (Abwehr, SC Freiburg II) und Chafik Gourichy (Mittelfeld, US Thionville) bereits der vierte Neuzugang der Saarländer für die neue Saison.

Bielefeld verpflichtet Russo

Arminia Bielefeld vermeldet den ersten Neuzugang für die kommende Saison. Stefano Russo wechselt von Viktoria Köln zum DSC. Der 23-jährige defensive Mittelfeldspieler bringt es schon auf 80 EInsätze in Liga 3.

Fünf Abgänge beim SV Sandhausen

Nach der enttäuschenden Saison werden fünf Spieler den SV Sandhausen verlassen. Dennis Diekmier wird seine Karriere beenden. Der 36-jährige Rouven Hennings möchte nach seiner langwierigen Verletzung an der Achillessehne nochmal an andere Stelle gegen den Ball treten. Außerdem verlassen Yassin Ben Balla, Daniel Klein und Lucas Laux Sandhausen.

Damit wünschen wir Euch wie immer einen schönen Löwentag!

 

 

Sechzig am Wochenende: Letztes Spiel für Frank Schmöller

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TR Schmöller Frank TSV 1860 U21

Die Pfingstferien stehen vor der Tür, das Saisonende naht – entsprechend ausgedünnt präsentiert sich der Spielplan der Mannschaften des TSV 1860. Ein besonderes Spiel erwartet Frank Schmöller, der in Sonthofen letztmals bei der U21 an der Linie stehen wird.

Letztes Spiel für Frank Schmöller

Beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund II war Frank Schmöller im Grünwalder Stadion bereits offiziell verabschiedet worden, am Samstag in Sonthofen betreut der ehemalige Bundesligaprofi die U21 des TSV 1860 dann tatsächlich zum letzten Mal. Mit dem Gastspiel im Allgäu geht eine Ära zu Ende, verlieren die Löwen einen außergewöhnlichen Mitarbeiter und Menschen, der vielen im Umkreis des TSV 1860 in den vergangenen Jahren ans Herz gewachsen ist.

Schmöller ist kein Ja-Sager, keiner, der mit seiner Meinung hinter dem Berg hält – und genau das macht ihn so besonders, authentisch und liebenswert. Seit Juli 2019 schwang er das Zepter bei der U21 und half kurz vor der Winterpause sogar für zwei Spiele bei den Profis aus. Auch wenn dabei kein Punkt ergattert werden konnte, so darf sich Frank Schmöller doch auf die Fahnen schreiben, der Mannschaft wieder Leben eingehaucht und Spaß vermittelt zu haben.

Bei seinem letzten Spiel in Sonthofen (Samstag, 14 Uhr) wird sechzger.de selbstverständlich vor Ort sein, um sich gebührend vom gebürtigen Hamburger zu verabschieden.

Die Spiele im Überblick

Dienstag, 14.05.

18.30 Uhr: U14 – FC Augsburg 4:7

Mittwoch, 15.05.

18.00 Uhr: Auswahl Bayerischer Fußballverband – U16 -:- (in Oberhaching)
18.30 Uhr: U12 – FC Bayern München -:-

Donnerstag, 16.05.

19.00 Uhr: FC Bayern München – Senioren A -:-

Freitag, 17.05.

20.00 Uhr: Senioren C – FC Bayern München -:-

Die U11 nimmt von Freitag bis Sonntag an einem Turnier in Düsseldorf teil, die U10 ist im gleichen Zeitraum in Mönchengladbach im Einsatz.

Samstag, 18.05.

13.30 Uhr: Profis – Arminia Bielefeld -:-
14.00 Uhr: 1. FC Sonthofen – U21 -:-
15.00 Uhr: Vierte – FC Anadolu Bayern -:-
16.30 Uhr: SG München-Ost/Team München/MSV Bajuwaren – Löwinnen II -:-
17.30 Uhr: Dritte – FC Fürstenried -:-

Die U15 tritt von Samstag bis Montag beim 38. Internationalen Pfingstturnier in Hollage (Niedersachsen) an. 2022 konnten die Junglöwen das Turnier zuletzt gewinnen, im Vorjahr belegte der TSV 1860 Rang 10.

Die U12 nimmt am Samstag an einem Turnier in Bad Häring (Tirol) teil, die U9 ist am Samstag und Sonntag in Untertürkheim im Einsatz.

Sonntag, 19.05.

11.00 Uhr: Löwinnen I – FC Fasanarie-Nord -:-

Bild: Sampics (Stefan Matzke)

Video aufgetaucht: VR-Kandidat Ruhdorfer nutzt Angst als Wahlkampfmittel

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Verwaltungsratskandidat Klaus Ruhdorfer hat in einem Video die Beweggründe für seine Kandidatur dargelegt und dabei bewusst Ängste der Löwenfans als Wahlkampfmittel verwendet.

Ruhdorfer stellt sich im Video vor

Sechzger.de liegt ein bislang nicht veröffentlichtes Vorstellungsvideo von Klaus Ruhdorfer vor.

Der 62-Jährige, der jüngst wegen Falschbehauptungen über den Wahlausschuss eine Unterlassungserklärung unterzeichnete, spricht über seine Motivation, zum zweiten Mal nach 2018 für das Kontrollgremium des Vereins zu kandidieren.

Das Video gehört mutmaßlich zu einer Reihe an Vorstellungsvideos, die das Bündnis Zukunft 1860 mit den von ihm ins Rennen geschickten Kandidaten nach und nach auszurollen versucht. Ein erstes, konzeptgleiches Werk konnten die Mitglieder des TSV 1860 bereits gestern sichten, als Robert Forster sich mit dem digitalen Format vorstellte.

Es geht Ruhdorfer quasi nur um den Profifußball

Ruhdorfer, der bereits mit dem Team Profifußball im Jahr 2018 für einen Posten im Verwaltungsrat kandidiert hatte und hierbei eine herbe Niederlage einstecken musste, macht auch im nun vorliegenden Bewerbungsvideo keinen Hehl daraus, dass für ihn der Profifußball der Hauptgrund für seine Bewerbung ist.

Mit Aussagen wie “Weil es so nicht weitergehen kann” und “der Zustand von 1860 ist traurig und desaströs” leitet Ruhdorfer im Video zu den aus seiner Sicht vier Kernpunkten für die Verwaltungsratsaufgaben über:

  • Verhältnis der Gesellschafter der KGaA
  • die Situation der Turnhalle
  • die Situation des Grünwalder Stadions
  • Sportliche Lage von 1860 im Profifußball

Ruhdorfer nutzt Angst als Wahlkampfmittel

“Wir sind in Bayern aktuell im Fußball auf Platz 9” (Anmerkung der Redaktion: Das ist – selbst unter Heranziehung der Momentaufnahme der aktuellen Tabellen der deutschen Profiligen nicht korrekt. Als 14. der 3. Liga belegt 1860 aktuell den 8. Platz im Freistaat), “und nächstes Jahr werden wir sehr wahrscheinlich von Würzburg überholt, dann sind wir die Nummer 10 in Bayern”.

Weshalb die unterfränkischen Regionalligakicker, die es in die Drittliga-Relegation gegen Hannover 96 II geschafft haben, den Löwen in der kommenden Saison in der Dritten Liga den Rang ablaufen sollten, erklärt Ruhdorfer nicht, gleichwohl ist es für ihn “sehr wahrscheinlich”. Versucht Ruhdorfer durch diese (nicht den Tatsachen entsprechenden) Horrorszenarien, wenn man es so nennen will, den wahlberechtigten Löwenmitgliedern Angst zu machen?

Ruhdorfers Aussagen nach, dass auf der Mitgliederversammlung die “Weichen gestellt” würden und man sich zwischen “1860 im Amateurfußball” und “1860 ambitioniert im Profifußball” entscheiden müsse, lassen kaum einen anderen Schluss zu.

Ruhdorfer verspricht im Video Geldgeber und Netzwerk – jedoch nur, wenn das Bündnis Zukunft gewählt wird?

Was es jetzt braucht, ist, dass man nicht nur Sprüche macht à la ‘Biss der Löwen’, sondern dass man ein wirtschaftliches Fundament aufbaut. (…) Wir vom Bündnis Zukunft sind allesamt Unternehmer oder Persönlichkeiten aus der Wirtschaft (…) Wir haben auch unsere Netzwerke, wir können Türen öffnen (…) sind der festen Überzeugung, dass wir die nötigen Gelder für 1860 generieren können, um sportlichen Erfolg wieder möglich zu machen.

Mit diesen Worten macht Ruhdorfer klar: Finanzielles Engagement oder Zur-Verfügung-Stellen des angeblich großen und monetär reichlich ausgestatteten Netzwerks gibt es nur gegen ausgeprägte Macht, die sich aus seiner Sicht nur in der Mehrheitsbesetzung des Verwaltungsrats durch das Bündnis Zukunft 1860 realisieren lässt.

Weshalb für die Kandidaten des Bündnis Zukunft 1860 ein entsprechendes Engagement nicht auch ohne Sitz im Verwaltungsrat infrage kommt, erläutert Ruhdorfer im Video nicht.

Und hier offenbart sich die zweite Wahlkampftaktik: Das Wedeln mit dem – nicht näher definierten – Leckerli. Getreu dem Motto “Wenn ihr uns wählt, fließen Milch und Honig”, ohne jedoch hinsichtlich konkreter Maßnahmen zur Mittelbeschaffung greifbare Argumente zu liefern (Anmerkung: Eine weitere Verschuldung würde die Lizenz des TSV 1860 in der Dritten Liga massiv gefährden) .

Bislang ist vom Bündnis Zukunft lediglich bekannt, für die Budgetaufstockung, die aus ihrer Sicht für einen Aufstieg und Verbleib in die 2. Bundesliga notwendig ist, erneut bei Hasan Ismaik anklopfen zu wollen.

Diese Taktik ist nicht neu und die skeptischen, mit einem intakten Langzeitgedächtnis ausgestatteten Löwenmitglieder kennen sie: 1860-Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik persönlich wandte und wendet diese in regelmäßigen Abständen an, wenn er Personen aus dem Vereinsumfeld entfernt haben möchte. Den Worten folgten – abgesehen von ausufernder Verschuldung und sportlichem Absturz – bislang keine Taten.

Sollten die Zustände nach der Amtszeit ähnlich traurig sein, “werde ich definitiv nicht ein weiteres Mal kandidieren”

Ruhdorfer stellt im Video zudem klar, dass er nach dreijähriger Amtszeit, sollten die Zustände “ähnlich traurig” sein, nicht ein weiteres Mal kandideren werde. Für die Mitglieder, denen an Kontinuität in den Vereinsgremien gelegen ist und die die nun 13 Jahr währende Historie mit dem Mehrheitsgesellschafter der KGaA verfolgt haben, ist dies eine klare Botschaft.

Die Frage ist: Wirft Ruhdorfer auch hin, falls die Zustände nach 3 Jahren Amtszeit schlechter als der Status Quo sein sollten? Und: Wer würde dann den Karren aus dem Dreck ziehen?

 

 

Neue EU-Geldwäsche-Verordnung nimmt Fußballclubs ins Visier

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Geld Euro 50+1 Konsolidierung

Das EU-Parlament hat eine neue Verordnung zur Bekämpfung von Geldwäsche beschlossen und hierbei auch Fußballclubs und Spielerberater ins Visier genommen.

Neue EU-Verordnung gegen Geldwäsche – auch bei Fußballclubs

Die neue, mit großer Mehrheit vom EU-Parlament verabschiedete Verordnung zur Bekämpfung von Geldwäsche hat auch Fußballclubs und Spielerberater ins Visier genommen.

Die Verordnung hat unter anderem eine Harmonisierung der EU-nationalen Gesetze zum Inhalt, zudem soll in Frankfurt am Main eine Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche mit dem Namen AMLA eingerichtet werden.

Die Regelung soll strenger sicherstellen, dass die Kontrollbehörden “potenzielle Schlupflöcher schließen” können. Diese würden von  “Kriminellen genutzt, um über das Finanzsystem illegal erworbene Gelder zu waschen oder terroristische Aktivitäten zu finanzieren”.

“Hohes Risiko” für Geldwäsche im Fußball

In einer entsprechenden Mitteilung des Rats und des Parlaments wurde festgehalten, “dass die Fußballbranche ein hohes Risiko birgt”. Verdächtige Transaktionen sollen ab Inkrafttreten der Verordnung von Clubs und Spielervermittlern den zuständigen Behörden gemeldet werden.

Das Risiko für Geldwäschegeschäfte im Geschäft “Fußball” sei hoch. Dies läge unter anderem an “beträchtlichen Summen, Finanzströmen, großen finanziellen Interessen, grenzüberschreitenden Transaktionen und teilweise undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen”. Dies brächten der Sport und dessen Kommerzialisierung mit sich.

Größte Gefahr bei Sponsoren und Investoren

“Können Fans das Spiel wirklich genießen, wenn man weiß, dass das Geld, mit dem man seinen Lieblingsspieler kauft, aus Erträgen organisierter krimineller Gruppen oder von einem russischen Oligarchen stammt, der den Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt?. Dies fragte der französische Europaabgeordnete Damien Carême im Vorfeld der Abstimmung im britischen “Guardian” und fügte hinzu: “Ich persönlich kann das nicht.“

Die größten Risiken beim Fußball liegen laut EU bei Geschäften mit Sponsoren und Investoren. Ob und inwieweit sich die neue Regelung auf vergangene Zahlungsflüsse bzw. künftig erfolgende Umwandlungen bestehender Darlehen des Mehrheitsgesellschafters bei der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA auswirken wird, ist nicht bekannt. Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten hinsichtlich Geldwäsche zumindest als “Drittländer mit erhöhtem Risiko”. Auch bei potentiellen künftigen Finanzspritzen wären dann gesetzlich verpflichtet, diese genau unter die Lupe zu nehmen.

Die neue Regelung soll ab 2029 gelten.

Merkur-Leseempfehlung: “Ismaik: Revolte!”

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Hasan Ismaik Fahne Fans TSV 1860 München

Den durchaus ein wenig irritierenden neuesten Facebook-Post von Hasan Ismaik vom Montag haben wir – ganz bewusst – hier auf unserem kleinen aber feinen Fanportal nicht besprochen. Wir wollten erstmal abwarten, wie die – nennen wir sie – Leitmedien rund um den TSV 1860 darauf reagieren – und damit meinen wir ausdrücklich nicht, den kommerziellen Blog mit der “24” im Namen.

Merkur analysiert Ismaik-Posting

Uli Kellner vom Münchner Merkur hat sich in einem Artikel für die dienstägliche Print-Ausgabe des Münchner Merkur mit den neuesten Einlassungen von Hasan Ismaik beschäftigt und diese treffend eingeordnet. Online gibt es den Beitrag unter der Überschrift Hasan Ismaik fordert Löwen-Fans zur Revolte auf – 1860-Präsident Robert Reisinger reagiert ebenfalls nachzulesen.

Wer hat die Saison 2023/24 geplant?

Kellner beschreibt in seinem Artikel die aktuelle Gemengelage und beobachtet den “befürchteten Stabwechsel Fußballer/Funktionäre”, der bei 1860 nach dem am Freitag in Essen fixierten Klassenerhalt nun erfolgt sei. Der Wahlkampf im Hinblick auf die Verwaltungsratswahl bei der Mitgliederversammlung am 16. Juni, also genau morgen in einem Monat, wird das Löwenumfeld in den kommenden Wochen dominieren. Der Saisonanalyse von Ismaik im besagten facebook-Post, “die Leistung auf dem Platz” sei “ein Spiegelbild der verantwortlichen Funktionäre und die sind ausschließlich auf der von Pro1860 unterstützten Vereinsseite zu finden,” hält der Autor eine ganz andere Sicht auf die Ereignisse im Sommer 2023 entgegen:

Dass es seine [Ismaiks, die Red.] Leute waren, die die Saison geplant haben (Anthony Power, Saki Stimoniaris, Marc-Nicolai Pfeifer, Maurizio Jacobacci) und die Abwesenheit eines Sportchefs genutzt haben, um Fußballmanager zu spielen – davon kein Wort.

Wahlempfehlung von Ismaik

Hasan Ismaik lastet das sportlich schlechteste Abschneiden der Löwenprofis in der 3. Liga seit dem Aufstieg 2018 allein der e.V-Seite im komplizierten Gebilde 1860 München an. Und als Konsequenz daraus wünscht sich der Jordanier, die Mitglieder dieses e.V. mögen auf der anstehenden Versammlung doch bitte die Angehörigen des Bündnis Zukunft 1860 in den neuen Verwaltungsrat wählen. Diese stünden für ein “konstruktives Miteinander”. Wie Ismaik in diesem Zusammenhang die Aussage von Bündnis-Kandidat Klaus Lutz, der jüngst beim Spiel in Unterhaching die im Gästeblock versammelten Löwenfans als “Idioten und Abschaum” bezeichnet hatte, bewertet, wäre durchaus interessant zu erfahren. Geht so konstruktives Miteinander? Die versuchte Einflussnahme von Hasan Ismaik auf die Verwaltungsratwahl erinnert Uli Kellner indes an einen ehemaligen US-Präsidenten:

In bester Trump-Manier trommelt Ismaik dafür, die aktuelle Löwen-Regierung abzuwählen.

Robert Reisinger äußert sich nicht zu Ismaiks Postings

Der personifizierte Gegenpart zum Gesellschafter HAM ist auf der e.V.-Seite Robert Reisinger. Obwohl der Löwenpräsident Mitte Juni überhaupt nicht zur Wahl steht, kam der Münchner Merkur seiner Journalistenpflicht nach und wollte ein Statement von Reisinger zum Statement Ismaiks einholen. Dieser Versuch war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. “Ich halte es wie immer und werde mich nicht zu in den sozialen Medien getätigten Aussagen äußern. Ich ziehe das direkte Gespräch vor,“ so Reisinger.

 

 

 

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 – Arminia Bielefeld

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Wunschaufstellungen TSV 1860

Die Luft ist raus im Abstiegskampf und die vier Teams, die den bitteren Gang in die Regionalliga antreten müssen, stehen seit dem vergangenen Wochenende fest. Der TSV 1860 und Arminia Bielefeld bleiben der 3. Liga also erhalten und haben sich aus eigener Kraft ein Endspiel auf Giesings Höhen erspart. Obwohl es um nichts mehr geht, sind die Wunschaufstellungen der vier befragten sechzger.de Redakteure relativ konservativ gewählt.

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 – Arminia Bielefeld

Thomas Enn

Unserem Meister der Giesinger Gedanken hat der Auftritt der Löwen in Essen scheinbar gefallen, denn er nimmt nur eine Änderung im Vergleich zum Sieg an der Hafenstraße vor. Für den routinierten Tim Rieder darf sich Jungspund Tim Kloss im defensiven Mittelfeld beweisen.

Die Wunschaufstellung von Thomas Enn

Thomas Spiesl

Auch bei unserem Mann in der Löwenrunde muss Tim Rieder weichen, stattdessen kehrt Manfred Starke in die Startelf zurück. Sein Abschiedsspiel beim TSV 1860? Für Tim Kloss hat Thomas immerhin eine Einwechslung fest eingeplant.

Die Wunschaufstellung von Thomas Spiesl

Stefan Kranzberg

Stefan nimmt ebenfalls nur eine Änderung vor, belässt Rieder jedoch auf der Doppel-Sechs neben Moritz Bangerter. Bei ihm darf David Richter zum Saisonabschluss nochmal das Tor der Löwen hüten und zeigen, was er kann. Gerüchten zufolge soll der Torhüter das Interesse anderer Drittligisten und (mindestens) eines ausländischen Vereines geweckt haben. Ob Richter dem TSV 1860 erhalten bleibt?

Die Wunschaufstellung von Stefan

Bernd Winninger

Zwei neue Spieler beruft Bernd Winninger in seine Startelf gegen Arminia Bielefeld. Zum Einen ersetzt Tim Kloss den Namensvetter Rieder und zum Anderen soll Eliot Muteba auf dem linken Flügel wirbeln. Dafür wird Mansour Ouro-Tagba in die Spitze gezogen, wo er statt Fynn Lakenmacher beginnen darf.

Die Wunschaufstellung von Bernd

Eure Meinung ist gefragt

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Eurer Wunschelf am nächsten? Oder habt Ihr ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Grafiken: meineaufstellung.de