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Sechzig um Sieben: Rothdauscher beendet Karriere vorzeitig

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Sechzig um Sieben mit den News rund um den TSV 1860 München zum Start in den Tag Löwen

Ab dem heutigen Mittwoch sind die neuen Dauerkarten beim TSV 1860 München erhältlich. Der Verkauf startet am Vormittag. Außerdem gab es gestern die Meldung, dass Maximilian Rothdauscher seine Karriere vorzeitig beenden wird. Darüber hinaus ist ein neuer Podcast online, ein neues Gerücht auf dem Transfermarkt und die News von den Konkurrenten aus der 3.Liga gibt es natürlich auch noch.

sechzger.de Talk Folge 157 online

Nach dem Auswärtssieg in Essen spricht Jan in der aktuellen Podcast-Ausgabe mit drei Gästen über den Klassenerhalt des TSV 1860 München. Vor allem über die Partie bei RWE wird ausführlich gesprochen. Ergänzt wird die aktuelle Folge durch die Ausschreitungen in Duisburg, Veranstaltungshinweise sowie eine Vorschau auf das letzte Saisonspiel gegen Arminia Bielefeld.

Verkauf der Dauerkarten startet heute

Heute können sich Löwenfans ab 9 Uhr ihre Dauerkarte für die nächste Saison 2024/25 sichern. Dabei haben unter anderem die erneute Preiserhöhung in der Stehhalle sowie die Änderungen bei Kinder bis sechs Jahre für Ärger unter den Anhängern gesorgt. Ohnehin rechnen die Verantwortlichen mit etwas weniger Andrang, denn die Zahl der Dauerkarten soll auf 10.500 reduziert werden. So können zukünftig mehr Tageskarten angeboten werden.

Der TSV 1860 bittet auf seiner Homepage darum, nicht unmittelbar um 9 Uhr auf den Ticketserver zuzugreifen. So können Ausfälle vermieden werden. Ohnehin haben aktuelle Dauerkartenbesitzer bis Ende Mai die Chance, ihre reservierte Karte zu buchen und zu bezahlen.

Rothdauscher beendet Karriere frühzeitig

Er galt als großes Talent, zieht sich nach mehreren Verletzungen nun aber bereits mit 20 Jahren aus dem aktiven Fußball-Bereich zurück. Wie bekannt wurde, beendet Maxi Rothdauscher aufgrund der dritten Schulterluxation seine Karriere. Der Torwart wechselte 2012 nach Giesing und stieg mit der A-Jugend in die Bundesliga auf. Zuletzt stand er im Kader der U21 in der Bayernliga Süd. Möglicherweise kehrt er nach seinem Studium in anderer Funktion an die Grünwalder Straße zurück.

Maxi Wolfram zum TSV 1860?

Die Gerüchteküche um mögliche Neuzugänge beim TSV 1860 München brodelt immer mehr. Nun tauchte ein neuer Name auf der Liste auf, der mit den Löwen in Verbindung gebracht wird. Es ist Maximilian Wolfram vom SC Verl. Da der Kaderplaner der Löwen (Stephan Engels) von eben jenem Verein stammt, scheint eine Verbindung nicht unwahrscheinlich.

Satzungsserie: der Hamburger SV

Gestern ging außerdem ein weiterer Teil der Satzungsserie online. Als dritten Verein warf sechzger.de dabei einen Blick auf den Hamburger SV, der auch in der kommenden Spielzeit in der 2.Bundesliga an den Start gehen wird. Auch in diesem Vergleich zeigt sich: bei den Löwen können die Mitglieder mehr mitbestimmen.

Bayern U16 mit zwei Löwen in der Startaufstellung

Beim 1.Spieltag des Länderpokals U16, der am gestrigen Dienstag in Duisburg stattfand, setzte sich die bayerische U16 gegen ihre Kontrahenten aus dem Rheinland durch. Beim 4:1-Sieg standen mit Luca Scholl und Arda Efe auch zwei Spieler des TSV 1860 München auf dem Platz.

News aus der 3.Liga

Stamm wird wohl Trainer in Dresden

Dynamo Dresden ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Markus Anfang wohl fündig geworden. Medienberichten zufolge wird Thomas Stamm ab der neuen Saison die Verantwortung für die Mannschaft übernehmen. Der 41-Jährige, der eigentlich als Nachfolger von Christian Streich angedacht war und nach der Beförderung von Julian Schuster seinen Abschied aus dem Breisgau angekündigt hatte, verlässt den SC Freiburg damit nach neun Jahren.

Schreiber wohl neue Nummer 1 bei der SGD

Einen weiteren, wichtigen Transfer machten die Dresdner gestern bereits offiziell. Tim Schreiber kommt vom Ligakonkurrenten aus Saarbrücken und wechselt zu seinem Lieblingsverein. Der 22-Jährige stammt aus der Region um Dresden und avancierte in der laufenden Spielzeit beim FCS ab dem 13.Spieltag zum Stammtorhüter. In zehn Spielen blieb er ohne Gegentreffer und wird nun wohl die neue Nummer 1 in Dresden.

Die Satzungs-Serie von sechzger.de: Hamburger SV

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TSV 1860 Trikot Retro

Die Satzung des TSV München von 1860 e.V. wird in Kommentarbereichen kommerzieller Boulevardblogs gerne als undemokratisch bezeichnet. sechzger.de wagt eine Vergleichsreihe.

Satzung des TSV 1860 wird vielfach kritisiert

Keine Briefwahl, keine Onlineversammlung, keine unbeschränkte Kandidatenauswahl bei der Präsidiumswahl. Das Wehklagen in einschlägigen Blogs rund um den TSV 1860 ist groß, wenn es um die Vereinssatzung geht. Insbesondere vor der anstehenden Mitgliederversammlung treten vermehrt Versuche auf, der “Verfassung” des Vereins die Existenzberechtigung abzusprechen und diese in ein schlechtes Licht zu rücken.

So äußerte sich Verwaltungsratskandidat Klaus Lutz, der jüngst 1860-Fans als “Abschaum” und “Idioten” bezeichnet hatte, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung wie folgt: “Ich (…) bin an manchen Stellen schon verwundert. Was ich hier feststelle, hat mit einer vereinsrechtlich demokratischen Ausrichtung wenig zu tun. (…)

Ist die Kritik berechtigt?

Kritik ohne Faktengrundlage ist man beim TSV 1860 von einigen Seiten leider inzwischen gewöhnt. Umso wichtiger ist es, diesen fundiert auf den Grund zu gehen. Denn die Mitglieder unseres Vereins dürfte durchaus interessieren: ist unsere Satzung wirklich “undemokratisch”?

Wir haben uns die Satzungen diverser Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga vorgenommen und werden diese in einer eigenen Reihe – immer dienstags und donnerstags – auf sechzger.de vorstellen. Stichpunktartig wird unser Fokus auf der Zusammensetzung der Vereinsgremien, deren Berufung in die jeweiligen Ämter, Online-Versammlungen und Mehrheits-Erfordernisse bei Abstimmungen liegen. Wir beginnen mit dem TSV München von 1860 e.V.

Was wir schon verraten können: von den bisher 6 verglichenen Satzungen weist die des TSV München von 1860 e.V. die höchste Direktbeteiligung der Vereinsmitglieder auf.

Es folgen (vorerst) in der Gegenüberstellung:

Die Satzung des Hamburger SV in der Übersicht

Volltext der Satzung des HSV

Organe (Auszug)

Die Mitgliederversammlung

Das Präsidium:

  • Präsident, Vizepräsident, Schatzmeister

Der Beirat:

  • Besteht aus
    • Dem Vorsitzenden des Ehrenrats
    • Einem gewählten Delegierten der Amateure
    • Einem gewählten Delegierten der Fördernden Mitglieder
    • Zwei weiteren Mitgliedern: diese wählen die oben genannten drei Beiratsmitglieder auf Vorschlag von Amateurvorstand und Abteilungsleitung “Fördernde Mitglieder”

Der Ehrenrat

  • Besteht aus 5 Mitgliedern, die mindestens 35 Jahre alt sind und dem Verein mind. 10 Jahre angehört haben, die von der Mitgliederversammlung gewählt werden

Mehrheiten:

¾ Mehrheit bei Satzungsänderungen (entspricht § 33 Abs. 1 BGB)

Wahl des Präsidiums:

Die Mitgliederversammlung wählt das Präsidium für 4 Jahre auf Vorschlag des Beirats, der Beirat soll (nicht muss) für jedes Amt mehr als einen Kandidaten vorschlagen.

Besonderheiten:

Die Amateurabteilungen des HSV erhalten großen Einfluss auf die Besetzung des Beirats und somit die Präsidiumswahl. Eine gänzlich freie Direktwahl durch die Mitgliederversammlung findet nur beim Ehrenrat statt.

Key facts:

    • Wahl des Vorstands nur auf Vorschlag des Beirats
    • Beirat wird nicht als eigenes Gremium gewählt, sondern wird aus Funktionsträgern anderer Organe zusammengesetzt.
    • Der Ehrenrat wird von der Mitgliederversammlung gewählt.

Online-Mitgliederversammlung

Nicht vorgesehen, die Satzung spricht von “anwesenden Mitgliedern”

Gegenüberstellung zur Satzung des TSV München von 1860 e.V.

Die Mitglieder des Hamburger SV haben weniger Einfluss auf die Präsidentschaftswahlen als die des TSV 1860. Der Beirat, der das Präsidium vorschlägt, kann nicht komplett frei von den Mitgliedern gewählt werden, da er sich nur zu 3/5 aus gewählten Vertretern zusammensetzt.

Angewandt auf den TSV 1860 würde dies bedeuten, dass der Verwaltungsrat, der der Mitgliederversammlung das Präsidium zur Wahl vorschlägt, nur teilweise von den Mitgliedern selbst gewählt und sich im Übrigen selbst zusammenstellen würde.

Der Amateursport  durch die Abteilungsleiter vertreten, sowie die Fördermitglieder, haben beim Hamburger SV mehr Einfluss als beim TSV 1860 München, da der Beirat, der das Präsidium zur Wahl vorschlägt (äquivalent zum VR bei 1860) mit 4 Personen aus diesen Bereichen besetzt ist.

sechzger.de Talk 157 Klassenerhalt & TSV 1860 – Arminia Bielefeld

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sechzger.de Talk Folge 157 nach dem Klassenerhalt bei Rot-Weiss Essen und vor TSV 1860 München - Arminia Bielefeld

Es ist endlich soweit: hinter die Saison 2023/24 kann ein Haken gemacht werden – zumindest mit einem Blick auf die Tabelle. Nach dem Auswärtssieg bei Rot-Weiss Essen hat der TSV 1860 München den Klassenerhalt sicher. Es steht aber natürlich noch das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld im Terminkalender. Über die beiden Partien spricht Jan mit insgesamt drei Gästen im sechzger.de Talk Nummer 157.

TSV 1860 siegt bei Rot-Weiss Essen

Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass die Löwen schlussendlich mit drei Punkten (und dem Klassenerhalt) im Gepäck die Heimreise aus Essen antreten würden. Die Anfangsphase der Partie ließ zunächst einige Befürchtungen aufkommen, doch Fynn Lakenmacher sorgte mit seinem Treffer für ausgelassene Stimmung im prall gefüllten Gästeblock. Dieses Tor war auch nach 90 Minuten noch das Einzige des Tages und so gab es tatsächlich einen Sieg in der Fremde zu feiern. Darüber spricht Jan mit seinen Gästen Jonas, Christian und Flo ausgiebig im Talk Nummer 157. Angesprochen wird in diesem Zuge auch eine Analyse von Philipp, der in der letzten Ausgabe zu Gast war. Er hat sich in einem weiteren Video mit der Saison 2023/24 beim TSV 1860 München auseinandergesetzt.

Außerdem wird im Anschluss die Partie MSV Duisburg – Erzgebirge Aue thematisiert. Nicht aber, weil das Geschehen auf dem Platz besonders ansehnlich war, sondern wegen dem Polizeieinsatz und der dazu gehörigen Kommentierung im Fernsehen.

Terminhinweise

Der Mittelteil im Talk fällt in dieser Folge sehr kurz aus und besteht imPrinzip nur aus drei Veranstaltungen, die in dieser Woche noch stattfinden:

  • Vorstellungsrunde der Kandidaten für den Verwaltungsrat, organisiert von PRO1860 am Donnerstag, den 16.Mai ab 18:60 Uhr am Trainingsgelände
  • Eröffnungsfeier Bamboleo am Freitag, den 17.Mai ab 17 Uhr
  • Open Air Kino im Grünwalder Stadion am Sonntag, den 19.Mai ab 20 Uhr

Der Saisonabschluss gegen Arminia Bielefeld

Abschließend geht es natürlich noch um das letzte Heimspiel gegen Arminia Bielefeld. Beide Mannschaften sind mittlerweile gerettet und werden auch in der kommenden Spielzeit aufeinandertreffen. Während die Bielefelder sich viele Jahre gedulden mussten, bis sie wieder einmal ein Spiel in Giesing sehen dürfen, ist bei den Löwenfans nach dem Klassenerhalt womöglich etwas die Luft raus. Das merkt man auch im Talk Nummer 157 – so viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten…

Der sechzger.de Talk 157 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

TSV 1860 mit Interesse an Maximilian Wolfram?

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Mannschaftsbus SC Verl 3.Liga Grünwalder Stadion

Das Saisonende naht, die Gerüchteküche brodelt. Nach David Philipp, Patrick Hobsch und Luca Bolay soll nun Maximilian Wolfram in den Fokus des TSV 1860 gerückt sein.

Wolfram zum TSV 1860?

Wie RevierSport berichtet, sollen die Löwen ihre Fühler nach dem Offensivspieler des SC Verl ausgestreckt haben. Insgesamt stehen bislang 176 Spiele in der 3. Liga in der Vita des 27-Jährigen. Dabei erzielte Wolfram 31 Tore und leistete 24 Assists – eine durchaus gute Quote, von der eventuell zukünftig auch der TSV 1860 profitieren könnte.

“Dass es immer wieder Gerüchte um unsere Spieler gibt, ist Usus. Damit müssen und können wir leben. Die Jungs wissen aber auch, was sie am SC Verl haben. Nicht jeder Spieler funktioniert woanders so gut wie an der Poststraße”, so SCV-Sportchef Sebastian Lange.

Ob der neue Kaderplaner Stephan Engels, der zuvor bei den Westfalen beschäftigt war, bei dem möglichen Deal seine Hände im Spiel hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Verkauf der Dauerkarten für 2024/25 startet am Mittwoch

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TSV 1860 Dauerkarte

Am morgigen Mittwoch startet beim TSV 1860 der Verkauf der Dauerkarten für die Drittliga-Saison 2024/25 für all jene Fans, die schon in der aktuell noch laufenden und demnächst zu Ende gehenden Saison eine Jahreskarte ergattern konnten.
Wie die TSV 1860 KGaA in ihrer gestrigen Veröffentlichung betont, soll die Anzahl verkaufter Dauerkarten heuer auf 10.500 Stück begrenzt werden. Rein theoretisch werden also nicht alle aktuellen Inhaber einer Dauerkarte, auch zur neuen Spielzeit ein Saisonticket erhalten. Man geht bei den Löwen offensichtlich davon aus, dass – nach einer sportlich und auch atmosphärisch eher enttäuschenden Spielzeit – die Nachfrage nach Dauerkarten etwas geringer sein wird, als noch vor einem Jahr. Es sollen zukünftig mehr Tageskarten angeboten werden können. Auch der Zweitmarkt, auf dem Besitzer einer Dauerkarte, die verhindert sind, ihre Karten zum Verkauf anbieten können, wird beibehalten. In der Erklärung heißt es:

„Wir möchten mehr Löwen-Fans die Gelegenheit geben, sich die Spiele von Münchens großer Liebe direkt im stimmungsgeladenen Grünwalder Stadion ansehen zu können.“

Der Dauerkartenverkauf beginnt am Mittwoch, den 15. Mai 2024 online auf www.tsv1860-ticketing.de oder persönlich an der Grünwalderstraße 114 – ab 9.00 Uhr.

Änderung bei der Kinder-Regelung

Für Mütter und Väter, Onkels und Tanten und alle anderen, die sich für den Löwenfan-Nachwuchs engagieren und entsprechend Heranwachsende regelmäßig mit auf Giesings Höhen nehmen, gibt es eine gravierende Änderung: Galt bislang die Regelung, dass Kinder unter sechs Jahren als sogenannte “Schoßkinder” freien Eintritt genießen (sofern sie keinen eigenen Sitzplatz beanspruchen), so wurde hier das Alter angepasst: Zukünftig wird ab vier Jahren der Nachweis einer (kostenpflichtigen) Eintrittskarte verlangt. Kinder bis einschließlich drei Jahren genießen weiter freien Eintritt, benötigen aber zukünftig ein sogenanntes “Schoßticket”, das zwar kostenlos ausgegeben wird, allerdings nur als Tageskarte erhältlich ist. Die Regelung mit dem “Schoßticket” ist – z.B. bei verschiedenen Eishockeyvereinen in der DEL – seit einigen Jahren Praxis. Bei 1860 ist es eine Neuerung.

Teilweise neue Preise

Die Anpassung der Kinder-Regelung, die Eltern von Kindern zwischen vier und sechs Jahren gewaltig ärgern dürfte, hat wiederum für Anhänger, die für Kinder zwischen sechs und dreizehn Jahren eine Dauerkarte erwerben wollen, den Vorteil, dass hier die Preise teilweise sogar gesunken sind. Hat man letzte Saison noch 180 Euro für das Kinder-Ticket in der Westkurve bezahlt (Stehhalle: 280 bzw. 230 in Reihe 1-5, Haupttribüne: 300), sind auf dem Stehplatz für die Kids nun 150 Euro fällig, in der Stehhalle sind es – weiterhin – 280 bzw. (ebenfalls um 30 Euro reduziert) 200 in Reihe 1-5. Auf der Haupttribüne bleibt es bei 300 Euro für den Nachwuchs.

Gute Nachrichten gibt es für die jugendlichen und erwachsenen Fans in der Westkurve: Die Preise bleiben stabil. Der Vollzahler entrichtet weiterhin 285 Euro, was exakt 15 Euro für jedes der 19 Heimspiele entspricht. Ermäßigte (Schüler*innen, Studierende, Azubis, Rentner und natürlich Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren) zahlen 15 Euro weniger – kriegen also quasi ein Spiel geschenkt.

Die Sitzplätze werden – außer in Reihe 1-5 auf der Stehhalle – für alle, sowohl für Vollzahler, als auch Ermäßigte um 50 Euro teurer. 625 Euro sind für den regulären Platz auf der Gegentribüne oberhalb von Reihe 5 fällig, auf der Haupttribüne sind es sogar 650 Euro. Dies entspricht 34,21 Euro pro Spiel. Nach den Erhöhungen in den Vorjahren dreht sich die Preisspirale bei den Löwen also weiter. Bleibt zu hoffen, dass die Leistungen und als Konsequenz auch die Ergebnisse nächste Saison wieder besser werden. Acht (eventuell neun) in dieser Saison erzielte Heimsiege und – bislang – 24 erzielte Tore im Sechzgerstadion (nur die Absteiger Lübeck und Freiburg haben zu Hause noch seltener getroffen) sind eine ernüchternde Bilanz. Gelingen den Löwen in der kommenden Drittligaspielzeit ähnlich wenige Treffer auf Giesings Höhen, zahlt der Fan auf der Haupttribüne umgerechnet über 25 Euro für jedes Tor.

Die Preise der Dauerkarten für 2024/25 im Überblick

Dauerkarten reserviert bis 31. Mai

Ob die Nachfrage angesichts der angesprochenen häufigen sportlichen Enttäuschungen und der erneut gestiegenen Preise nun heuer erstmals nachlässt bzw. ob der schon vor einem Jahr vielfach artikulierte und teilweise auch konkret umgesetzte Wechsel von Fans vom Sitzplatz auf den Stehplatz zunehmen wird, bleibt abzuwarten. Wie 1860 mitteilt, haben aktuelle Dauerkartenbesitzer, die auch noch per Email bzw. postalisch informiert werden, bis Freitag, den 31. Mai Zeit, sich ihr Ticket erneut zu sichern.

In gut zwei Wochen wird dann darüber informiert, ob auch Löwenfans, die aktuell keine Dauerkarte ihr Eigen nennen, zukünftig vielleicht auch auf ein Saisonticket zurückgreifen können.

 

 

 

 

Maximilian Rothdauscher beendet Karriere mit 20

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Rothdauscher Maximilian TSV 1860 U21

Jahrelang galt er als großes Torwarttalent, doch immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück. Nun beendet Maximilian Rothdauscher aufgrund anhaltender Schulterprobleme mit 20 Jahren seine Karriere.

Immer wieder Schulterverletzungen

Im Jahr 2012 wechselte Rothdauscher von seinem Stammverein FT Gern an die Grünwalder Straße und durchlief seitdem sämtliche Jugendmannschaften des TSV 1860. Mit der U19 gelang dem Torwart der Aufstieg in die Bundesliga, zuletzt stand er bei der U21 in der Bayernliga Süd im Kasten. Bei den Profis saß er zudem bei den beiden Toto-Pokal-Spielen in Stockheim und Hain auf der Bank.

Der Weg war eigentlich vorgezeichnet, nur der Körper machte nicht mit wie gewünscht. Nachdem Rothdauscher bereits an der Schulter operiert worden war, erlitt er drei Schulterluxationen. Darunter versteht man die vollständige Auskugelung des Oberarmkopfes aus der Gelenkpfanne, also eine Ausrenkung des Schultergelenkes, was zur akuten oder auch chronischen Instabilität des Schultergelenkes führen kann.

Maximilian Rothdauscher beendet Karriere mit 20

Als Resultat der immer wiederkehrenden Verletzungen zog Maximilian Rothdauscher jetzt die Konsequenzen und beendet seine Karriere zum Saisonende. Bleibt die Hoffnung, dass er nach Abschluss seines Sportmanagement-Studiums als (Jugend-)Torwarttrainer zum TSV 1860 zurückkehrt. Sein Mentor Marc Lamberger, der Rothdauscher insgesamt sieben Jahre trainiert hat, weiß nur Gutes über seinen Schützling zu berichten:

“Er ist höchst zuverlässig und auch im Drumherum ein Vollprofi, was Disziplin, Ernährung und Krafttraining betrifft.”

Machs gut, Maxi, und alles Gute für den weiteren Lebensweg!

Bild: Sampics (Stefan Matzke)

Sechzig um sieben: Rückblick auf den Klassenerhalt in Essen

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Sechzig um Sieben: Ohne Vier gegen Havelse

Am Freitagabend dürften tausenden Fans des TSV 1860 München diverse Felsbrocken vom Herzen gefallen sein. Die Löwen sicherten den Klassenerhalt durch einen 1:0-Auswärtssieg bei Rot-Weiss Essen. Wir blicken für Euch zurück auf den wichtigen Sieg an der Hafenstraße.

Der Sieg zum Klassenerhalt in Essen in der TAKTIKTAFEL

Diese Mal musste sich Bernd Winninger nicht nochmals durch quälende 90 Minuten blutleeren Löwenfußballs kämpfen, um die TAKTIKTAFEL für Euch zu erstellen. Ganz im Gegenteil: nach einer etwas wackligen Anfangsphase sah Bernd eine gelunge Leistung der Löwen, die “wieder nach Mannschaftssport und nicht nach einer Truppe von Einzelkämpfern aussah”.

Michael Glück in kicker “Elf des Tages”

Dass 1860 den Klassenerhalt am Freitag klarmachen konnte, lag zu einem großen Teil an Michael Glück, der in der Anfangsphase zwei Großhancen des Essener vereitelte. Auch sonst ziegte er eine ganz starke Leistung, die ihm die Aufstellung in der kicker “Elf des Tages” sicherte. Außerdem ist Glück zum “Spieler des 37.Spieltags” bei liga3-online.de nominiert. Wer für ihn voten will, kann hier seine Stimme abgeben.

Löwen-Fußballergebnisse vom Wochenende

Nachdem die Löwen der Schöpfung an den letzten Wochenenden nicht so wirklich erfolgreich agierten, nahmen sie sich an den Löwinnen ein Besipiel und kehrten auf die Siegerstraße zurück. Neben den Profis konnte die U21 einen Heimsieg einfahren. Auf die Löwinnen war wie immer Verlass: der Erste besiegte Eintracht Karlsfeld 5:1, die Zweite die Irish Rovers mit 6:0 und die U17 besiegte Türkgücü mit ebensoviel Toren und ohne Gegentor. Alle weiteren Ergebnisse der Löwenmannschaften vom Wochenende findet Ihr hier.

Sechzger.de Talk Nummer 157 geht online

Heute im Laufe des Vormittags geht der sechzger.de Talk Nummer 157 online. Jan empfängt dazu Christian, Flo und mit Löwenfan Jonas aus Schongau einen externen Gast. Die vier schauen nochmal auf den Sieg zum Klassenerhalt in Essen zurück. Wie üblich wird natürlich auch besprochen, was noch vom letzten, letztendlich bedeutungslosen, Spiel gegen Arminia Bielefeld zu erwarten ist. Den Talk findet Ihr natürlich auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen wie:

News aus der dritten Liga

Keller verlässt Sandhausen sofort

Es ist die Zeit der Saisonanalysen. Dass man da in Sandhausen eher unzufrieden ist, liegt auf der Hand. Ex-Löwe Jens Keller kam nun zu dem Schluss, dass seine Zukunft nicht in Sandhausen liegt, da sich seine Zukunftsvorstellungen nicht mit jenen des Vereins decken. Konsequenterweise entschied man sich, die Zusammenarbeit sofort zu beenden. Gerhard Kleppinger übernimmt für den Rest der Saison.

SC Verl verabschiedet sechs Spieler

Die Ostwestfalen trennen sich von sechs Spielern, die vor dem Derby gegen Preußen MPnster verabschiedet wurden. Barne Pernot, Nico Ochojski, Niclas Nadj, Marcel Mehlem, Tom Müller und Joscha Wosz müssen sich einen neuen Verein für die kommende Saison buchen.

Scienza Spieler der Saison

Die traumhafte Saison des SSV Ulm bekommt noch zwei Kirschen auf die Sahnehaube. Leo Scienza wurde vom DFB zum Spieler der Saison gekürt. Sein Trainer Thomas Wörle erhielt die Auszeichnung als bester Trainer der Saison. Wenn’s läuft, dann läuft’s…

Wir wünschen Euch heute auch zwei Kirschen auf Eurer Sahnehaube. Habt einen schönen Löwentag!

 

Michael Glück in kicker “Elf des Tages”

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Glück Wechsel Stuttgart
Glück Wechsel Stuttgart

Nach zuletzt eher blutleeren Auftritten gelang dem TSV 1860 München am vergangenen Freitag bei Rot-Weiss Essen endlich wieder ein Sieg. Entscheidend am Sieg beteiligt Verteidiger Michael Glück, der für seine Leistung nun in die kicker “Elf des Tages” berufen wurde.

Zwei wichtige Rettungstaten in der Anfagsphase

In den ersten 15 Minuten an der Hafenstraße sah es nicht so aus, also ob 1860 den nötigen Punkt für den Klassenerhalt einfahren würde können. Ganz im Gegenteil, die Gastgeber drückten ihrerseits auf das Führungstor, um noch in dne Kampf um den Relegationsplatz eingreifen zu können. Dass die Löwen die Spielphase ohne Gegentreffer überstehen konnten, ist vor Allem Michael Glück zu verdanken. Zwei Mal klärte das Eigengewächs aus dem NLZ an der Grünwalder Straße in höchster Not und verhinderte so einen frühen Essener Führungstreffer. Auch danach spielte der 20-Jährige im Stile eines routinierten Innenverteidigers und trug erheblich dazu bei, dass 1860 in Essen einen Auswärtssieg erkämpfen konnte.

Glück zum zweiten Mal in kicker “Elf des Tages”

Glücks Leistung wird nun auch vom Fachmagazin kicker honoriert. Es berief Glück zum zweiten Mal in dieser Saison in die “Elf des Tages”. Weitere Löwenspieler berief der kicker nicht in die “Elf des Tages”. Neben Glück wurden folgende Spieler vom Fachmagazin ausgewählt:

Sven Müller (Hallescher FC) – Moritz Seiffert (FC Ingolstadt), Michael Glück (TSV 1860 München), Marcel Seegert (SV Waldhof), Kelvin Arase (SV Waldhof), Max Brandt (SSV Ulm 1846), Marvin Stefaniak (Erzgebirge Aue), David Kopacz (FC Ingolstadt) – Sebastian Grönning (FC Ingolstadt), Kennedy Okpala (SV Waldhof), Leo Scienza (SSV Ulm 1846).

Rot-Weiss Essen – TSV 1860 0:1, die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Auswärtssiegs unseres TSV 1860 München bei Rot-Weiss Essen. Im Stadion an der Hafenstraße besiegten unsere Sechzger die Hausherren mit 1:0 und sicherten sich so den Klassenerhalt.

Das Spiel Rot-Weiss Essen – TSV 1860 München am Freitag Abend war sicher nichts für schwache Nerven. Von Beginn an waren die von Christoph Dabrowski im 4-2-3-1 System auf’s Geläuf geschickten Essener mit einem klaren Auftrag unterwegs. Der hieß, möglichst gewinnen um die Chance auf den Relegationsplatz noch weiter im Visier zu behalten. Die im selben System angetretenen Löwen mussten dagegenhalten und schafften das – mit ein wenig Glück und viel Einsatz – besser, als das viele Fans vor der Partie gedacht hatten.

Linien

Gegen den Ball presste Essen von Beginn an sehr hoch, diesem hohen Pressing war auch deren Defensivlinie angepasst. Den Aufbau der Gäste früh zu stören und dadurch schnell wieder in Ballbesitz zu kommen, gelang relativ gut. Dennoch konnten die Hausherren in der extrem druckvollen Anfangsphase die sich bietenden Gelegenheiten nicht in Zählbares ummünzen.

Die Sechzger – ebenfalls im 4-2-3-1 – standen in Erwartung der Angriffe der Gastgeber in vorderster Linie eher tief und hatte auch die Defensivlinie maximal auf mittlerem Niveau platziert. Nach Balleroberung wollten unsere Löwen über schnelles Umschalten Nadelstiche in Richtung des letzten Drittels der Essener setzen. Bis auf wenige Ausnahmen gelang es den Hausherren jedoch, diese Vorstoßversuche zu unterbinden und das Heft des Handelns selbst in der Hand zu behalten.

Sporadisch bis in die gegnerische Hälfte durchgebrachte eigene Entlastungsangriffe halfen den Sechzgern, sich immer wieder zu sortieren. Die Ballkontrolle wirklich zu behaupten, fiel den Löwen gegen kämpferische Essener aber schwer. So machte Essen das Spiel und die Löwen hielten sich mit sporadischen Entlastungsangriffen über Wasser.

Kampfbereitschaft siegt über Spielfreude

In der 24. Minute fruchtete jedoch einer dieser Angriffe und Fynn Lakenmacher erzielte das Goldene Tor des Abends. Das Bild des Spiels veränderte sich auch danach nicht so, dass man sagen könnte, das Tor hätte, was das Spielerische betrifft, zum Vorteil der Löwen großen Einfluss aufs Geschehen genommen. Essen drückte weiterhin und spielerisch leicht überlegen ins letzte Drittel der Sechzger. Sechzig hielt kämpferisch dagegen und wurde belohnt.

Vor der genaueren Analyse der Partie, wie gewohnt, die statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte Rot-Weiss Essen – TSV 1860 München

  • Ballbesitz RWE 65% – TSV 35%
  • Passgenauigkeit RWE 84% – TSV 72%
  • defensive Zweikampfquote RWE 77% – TSV 62%
  • Schüsse/aufs Tor RWE 17/2 – TSV 11/5
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) RWE 5,08 – TSV 11

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (65 : 35%)

Machen wir uns nichts vor: Beim Ballbesitz hatten die Essener während eines Großteils der Partie die volle Kontrolle. Lediglich in der Phase rund um das Tor und kurz nach Wiederanpfiff  der zweiten Halbzeit hatten die Sechzger etwas mehr vom Spiel. ‘Etwas mehr vom Spiel haben’ heißt in diesem Fall allerdings nicht, dass der Ballbesitz für die Löwen die 50%-Marke überschritten hätte, sodass die Sechzger mehr vom Spiel gehabt hätten. Es bedeutet lediglich, dass sie mehr Ballbesitz hatten, als im Durchschnitt der Partie. Rechnen wir diese beiden Phasen heraus, liegt der Ballbesitz für Essen sogar bei knapp unter 70%.

Im Fall der Partie vom Freitag hat der hohe Ballbesitz für die Gastgeber natürlich auch ein wenig mit Ballbesitz in ungefährlichen Zonen zu tun. Aber nicht in einem Ausmaß, dass man hier sagen könnte Essen hätte das Spiel verschleppt.

Die Abwehr der Löwen war einerseits elastisch genug um diesen Druck immer wieder abzufedern und andererseits auch mit einer kleinen Portion Aluglück unterwegs. Von insgesamt 123 Ballbesitzphasen beendeten die Essener 71 im letzten Drittel der Sechzger. Auf der anderen Seite konnten die Sechzger nur 37 von 118 Ballbesitzphasen im letzten Drittel der Gastgeber beenden.

Gelegentliche längere Ballstafetten im eigenen Defensivverbund gab es bei Essen zwar schon, aber dennoch waren die Hausherren in der Progression auf dem Platz klar erfolgreicher als die Gäste.

Ballbesitz ist aber nicht das was am Ende einer Partie zählt.

Passgenauigkeit (84 : 72%)

In allen wichtigen Passkategorien waren die Essener – das gesamte Spiel betrachtet – den Löwen prozentual überlegen. Aber wenn wir genauer hinsehen und uns das Spiel vor allem unter der Prämisse dessen ansehen, wohin vor allem die Pässe ins letzte Drittel und innerhalb desselben bei Essen gespielt wurden, sehen wir, dass das Stellungsspiel der Löwen die Essener, vor allem in der ersten Halbzeit, immer wieder aus dem gern von ihnen bespielten Zentrum auf die Flügel hinaus drückte.

Das hatte zur Folge, dass Essen immer wieder, entgegen dem wie sie im Normalfall gerne die gegnerische Box bearbeiten, Flanken und inverse Läufe zur Strafraumpenetration nutzen mussten. Das führte zwar zu der ein oder anderen brenzligen Situation für die Löwendefensive. Echte Torgefahr ging von Essen, trotz einiger gut vorbereiteter Aktionen, was Abschlüsse betrifft, im ersten Spielabschnitt aber nicht aus.

Die Sechzger verschafften sich, wie gesagt, hauptsächlich durch kurze Entlastungsangriffe über wenige Stationen dafür mit hohem Tempo nach vorne, immer wieder Luft um die Abwehr zu sortieren, konnten aber vor allem in der Frühphase des Spiels nie permanenten Druck aufs letzte Drittel der Gastgeber ausüben, was auch an der Ungenauigkeit der Zuspiele in die für erfolgreich durchgeführte Angriffe wichtigen Zonen lag.

Verbesserung nach dem Treffer

Nach dem Führungstreffer wurde der TSV 1860 dann etwas mutiger und konnte – nachdem es in den ersten 23 Minuten des Spiels keine Möglichkeit zum Abschluss gegeben hatte – bis zum Ende der ersten Halbzeit die Bilanz in der Passgenauigkeit nach vorne gegenüber Essen nicht nur ausgleichen, sondern die Gastgeber sogar übertrumpfen. Zwischen dem Führungstreffer und dem Pfiff zum Pausentee waren die Löwen trotz geringerem Ballbesitz nun was die Genauigkeit im Spiel betrifft, besser als Essen.

Im zweiten Spielabschnitt bekam Rot-Weiss das Zentrum besser in den Griff. Die Hausherren produzierten dort aber dann zu viele Ballverluste und gleichzeitig zu wenig penetrativ Erfolgreiches in Richtung Box der Löwen. Bei 23 Versuchen, während der zweiten Halbzeit in die Box der Löwen zu kommen, konnten die Essener in der zweiten Halbzeit lediglich zehn Ballkontakte dort erzielen.

Die konzentriert verteidigenden Löwen ließen Essen zwar größtenteils gewähren, die Hausherren schafften es aber nicht die vielbeinige Abwehr der Sechzger entscheidend zu durchdringen.

Defensive Zweikampfquote (77 : 62%)

Auf den ersten Blick könnte man meinen, die Essener hätten die Löwen in der defensiven Zweikampfbilanz klar im Sack gehabt. Aber man muss tiefer graben um hier das gesamte Bild der Defensivleistung aufzudecken.

Zunächst sehen wir uns die Zweikampfintensität an. Also wieviele Zweikämpfe pro Minute gegnerischen Ballbesitzes geführt wurden. Und da zeigen sich die Löwen klar besser, als noch in den letzten Wochen. Mit 1,6 geführten Zweikämpfen gegen den Ball pro Minute gegnerischen Ballbesitzes sind die Sechzger in Essen wieder auf einem Niveau der Zweikampfintensität angekommen, das man als passend bezeichnen kann.

Essen war zwar, was die Intensität betrifft, mit 2,2 geführten Duellen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes noch besser. Nichts desto trotz konnten die Löwen, was die absoluten Zahlen betrifft, den Essenern in nahezu allen Bereichen, die das Spiel gegen den Ball betreffen, nicht nur das Wasser reichen, sondern eine bessere Bilanz einfahren. Am Ende stehen die Sechzger mit 22 abgefangenen Pässen und vier gewonnenen Defensivzweikämpfen im Plus gegenüber dem, was Essen gegen den Ball zu tun vermochte.

Lediglich bei den Kopfballduellen liegt Rot Weiss Essen – mit drei erfolgreichen Luftduellen mehr – gegenüber dem TSV 1860 München im Vorteil.

Das Plus bei den abgefangenen Pässen für die Sechzger ist übrigens vor allem der guten Arbeit im direkten Zweikampf zu verdanken, denn auch wenn man einen Zweikampf im direkten Duell verliert, ist dies ein Störfaktor für den ballführenden Spieler, der die Passgenauigkeit im Anschluss negativ beeinflussen kann und in diesem Fall auch hat.

Schüsse/auf’s Tor (17/2 : 11/5)

Auch hier haben wir auf den ersten Blick eine deutliche Überlegenheit für die Essener auf dem Papier stehen. Siebzehn Schüsse und zwei Alutreffer für Essen, elf Schüsse, ein Tor, ein Alutreffer für die Löwen.

Aber graben wir uns doch auch hier mal etwas tiefer in die Statistik. Wichtig bei einem Schuss und dessen Bewertung zur etwaigen Gefährlichkeit ist natürlich immer, von wo geschossen wurde.

Die Essener konnten von ihren siebzehn Schüssen lediglich zwei in der Box der Löwen abfeuern. Und das obwohl sie mehr als doppelt so viele strafraumnahe Standards (Ecken/Freistöße) und 25% mehr Ballkontakte in der gegnerischen Box hatten, als unsere Sechzger.

Die Sechzger auf der anderen Seite verbuchen mit fünf Schüssen im Strafraum der Essener hier ein klar besseres Ergebnis. Das macht sich auch in der durchschnittlichen Chancenqualität bemerkbar.

Während diese pro Schuss für Essen bei 0,04 liegt und ihr Maximum bei Dumboyas Schuss aus neun Metern in der 42. Minute mit 0,18 erreicht, haben die Sechzger hier einen Durchschnittswert, der mit 0,08 eine doppelt so hohe Chancenqualität pro Schuss erreicht. Während Essens siebzehn Schüsse insgesamt lediglich einmal den xG Wert von 0,10 (10%ige Trefferwahrscheinlichkeit) überschreiten, schafften dies die Löwen mit Lakenmachers Schuss (32.), Schröters Versuch (37.) und Freys Pfostenknaller (81.) dreimal. Da ist der Siegtreffer (24.) noch gar nicht mit eingerechnet.

Die hohe Diskrepanz bei der Schussstatistik liest sich zwar bedrohlich. Am Ende sind aber die fünfzehn Schüsse der Essener die von Außerhalb der Box abgesetzt wurden, trotz Aluglück für die Löwen am Ende nicht das, was der Anspruch einer sich in der Spitzengruppe der Liga befindlichen Mannschaft sein sollte.

Je länger das Spiel dauerte, desto verzweifelter und schlechter positioniert waren die Essener bei ihren Schussversuchen. Kein Schuss von Rot-Weiss erfolgte im zweiten Durchgang im Strafraum der Löwen.

PPDA (5,08 : 11)

Hier zeigen die Zahlen das Geschehen auf dem Platz sehr deutlich. Die Sechzger abwartend mit Fokus auf Ballgewinn im Mittelfeld bzw. sogar jenseits der pressingrelevanten Zonen, die Essener aggressiv auf frühen Ballgewinn ausgerichtet, mit Fokus auf frühe Ballgewinne und lediglich einer kurzen Phase in der Mitte der zweiten Halbzeit, wo der Pressingdruck auf den Aufbau der Sechzger etwas nachließ.

Die Sechzger versuchten lediglich ganz am Ende der Partie durch etwas höheren Druck auf Essens Aufbau die eigene Defensive zu entlasten. Das gelang zwar nur rudimentär, verhalf den Löwen aber in der hitzigen Schlussphase, als Essen alles mobilisierte, um doch noch einen eigenen Treffer zu markieren, vor allem dazu, dass man im eigenen letzten Drittel gut sortiert stand und die Essener aus den gefährlichen Zonen der Box heraushalten konnte und so Schüsse bzw. Schussgelegenheiten dort verhinderte.

Das Tor

Hier könnt ihr Euch den Treffer und weitere Highlights noch einmal ansehen.

In einem Umschaltmoment über die linke Seite bei dem zunächst Kwadwo vom stark unter Druck gesetzten Marco Hiller auf der linken Seite auf Höhe der eigen Strafraumlinie nahe der Seitenauslinie das Leder bekommt, treibt der linke Verteidiger der Sechzger den Ball zunächst über etwa zwanzig Meter ohne Gegenwehr der Essener, die sich in der Rückwärtsbewegung sortieren mussten. Immer noch nahe der Seitenauslinie, aber jetzt auf Höhe des Mittelkreises spielt Kwadwo Lakenmacher, der auf den linken offensiven Flügel ausgewichen war, mit einem hohen Pass die Linie hinunter an. Lakenmacher verarbeitet die Kugel und legt mit seinem zweiten Kontakt in dieser Aktion den Ball in den Lauf des vorbeiziehenden Ouro-Tagba.

Mansour Ouro-Tagba schüttelt den ersten Gegner ab, zieht leicht diagonal nach innen, wo er Gegenspieler Nummer zwei alt aussehen lässt und in dem Moment, als er von diesem gestört werden könnte, von der linken Strafraumgrenze etwa sechs Meter vor der Torauslinie dann in den Rückraum der Box, fast an die vordere Begrenzung des Strafraums, zu Schröter passt.

Schröter bekommt den Ball gut unter Kontrolle, geht mit der Kugel am Fuß noch einige Meter weiter horizontal in Richtung der zentralen Zone vor dem Tor. Dort sieht er den von der linken Außenbahn mittlerweile nachgerückten Lakenmacher und spielt ihm den Ball passgenau zum Abschluss in den Lauf.

Lakenmacher lässt sich nicht zweimal bitten und versenkt das Spielgerät rechts hinter Golz im Tor von Rot-Weiss Essen.

Der Einsatzwille von Lakenmacher, die Durchsetzungsfähigkeit von Ouro-Tagba, die Übersicht von Schröter und nicht zu vergessen, der öffnende Pass in dieser Situation von Kwadwo, der dafür sorgte, dass Essens Mannschaft ab diesem Moment nur noch reagieren konnte und das offensive Momentum dieses Angriffs komplett auf der Seite der Löwen brachte, waren hier die entscheidenden Faktoren.

Das fiel auf

Insgesamt sah das am Freitag wieder nach Mannschaftssport und nicht nach einer Truppe von Einzelkämpfern aus!

Eine mutige Aufstellung mit vier noch für U-Mannschaften spielberechtigten Akteuren in der Startaufstellung wurde am Ende belohnt.

Die jungen Wilden

Die Startelfdebütanten Reich, Bangerter und die mit etwas mehr Erfahrung im Profibereich ausgestatteten Glück und Ouro-Tagba zeigten alle, dass aus dem NLZ des TSV 1860 München immer Qualität nach oben in die erste Mannschaft aufrückt.

Natürlich haben die vier jetzt keine Weltmeisterschaft gewonnen und sollten deshalb auf dem Teppich bleiben. Aber dafür, dass die Philosophie, welche die Geschäftsführer mit der Präsentation des „neuen Biss des Löwen“ aufgezeigt haben, funktionieren könnte, kann das schon ein kleiner Indikator gewesen sein.

Mitch Glück, den der Kicker in die elf des Tages beorderte, hatte dabei von allen Sechzgern auf dem Platz mit 70% die höchste Erfolgsquote bei seinen Aktionen. Lediglich einen verlorenen Defensivzweikampf hat er dabei in seinem Hauptbetätigungsfeld hinnehmen müssen.

Julian Guttau

So gesehen auch ein junger Wilder, wenn auch nicht im eigenen NLZ ausgebildet, hat ebenfalls eine großartige Leistung gezeigt. In der offensiven Position die er bekleidet, kam er sowohl bei Ballbesitz, als auch gegen den Ball auf überdurchschnittliche statistische Werte. Das einzige Manko, das man bei ihm ausmachen konnte, war sein etwas zu großer Optimismus in offensiven Eins-gegen-Eins-Duellen.

Seine Ballverluste dabei machte er aber durch Einsatzwillen und erfolgreiche Arbeit gegen den Ball wieder wett. Mit acht gewonnenen Defensivduellen bei neun Versuchen, dem Gegner den Ball abzunehmen und vier abgefangenen gegnerischen Pässen, hat Guttau hier, was die Offensivspieler auf Seiten der Löwen betrifft, mit die beste Bilanz.

Morris Schröter

Der Vorlagengeber zum 1:0-Siegtreffer hatte in der Offensive – abgesehen von dieser Aktion – nicht seinen besten Tag. Aber andere Tugenden, wie Einsatzwille und vor allem sein Stellungsspiel gegen den Ball machten ihn am Freitag für die Sechzger extrem wertvoll.

Mit zwölf abgefangenen gegnerischen Pässen hat er dabei a) seinen Saisonbestwert in einem Spiel fast verdoppelt und war b) in dieser statistischen Kategorie der beste Löwe auf dem Platz.

Schussgenauigkeit

Mit fünf von elf Schüssen, die auf den Kasten des Gegner gingen und Torhüter Golz Arbeit verschafften, haben die Löwen gezeigt, dass, wenn die Entscheidungen beim Schießen weniger von Nervosität und mehr von Überzeugung geprägt sind, auch mit wenig Schüssen viel Torgefahr erzielt werden kann. Vergleichen wir den xG Wert der Teams, steht Sechzig trotz weniger Schussversuchen um 21% besser da, was die Chancenqualität betrifft. Wie schon oben erwähnt wurde insgesamt bei der Chancenqualität pro Schuss eine doppelt so gute Leistung von den Löwen erzielt als von Essen.

Fazit

Abstiegsgespenst vertrieben – voller Fokus auf die neue Saison.

Zu Spiel selbst habe ich, denke ich, alles nötige gesagt. Für das kommende Spiel, in dem es nun für beide Teams um nichts mehr geht, bleibt zu hoffen, dass trotz der geklärten Situation die Konzentration hoch bleibt und unsere Löwen auch diese letzte Partie der Saison für sich entscheiden können. Möglicherweise mit einem weiteren Startelfdebüt aus dem NLZ? Wir werden sehen.

Datenquelle: Wyscout

Sechzig am Wochenende: Hohe Siege für Löwinnen

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TSV 1860 U17 Löwinnen (2) siege

Nachdem die Löwinnen II letzte Woche eine überraschende Niederlage hatten einstecken müssten, gab es an diesem Wochenende wieder hohe Siege für die Frauenteams des TSV 1860. Die Bilanz aus den drei Partien: 9 Punkte und 28:1 Tore.

Hohe Siege für Löwinnen

Bereits am Samstag feierten die Löwinnen I einen ungefährdeten 5:1-Sieg gegen Eintracht Karlsfeld und auch die U17 ließ es ordentlich krachen. Mit 17:0 fertigten die Juniorinnen des TSV 1860 Türkgücü ab.

Am Sonntag rehabilitierten sich dann auch die Löwinnen II für die Niederlage der Vorwoche und besiegten den Munich Irish Rovers FC mit 6:0.

Die Spiele im Überblick

Mittwoch, 08.05.

18.00 Uhr: TSV Poing U11 – U10 1:1
19.30 Uhr: Dritte – FT Gern 0:1

Donnerstag, 09.05.

09.30 Uhr: U9 – SpVgg Unterhaching U10 5:1
11.30 Uhr: U17 – FC Orlando U19 4:1
13.00 Uhr: TSV Großbardorf U17 – U16 2:4
18.30 Uhr: Vierte – TSV Neuried II 4:0

Freitag, 10.05.

19.00 Uhr: Rot-Weiss Essen – Profis 0:1
20.00 Uhr: Senioren C – FC Bayern München 1:3

Samstag, 11.05.

09.00 Uhr: U9 – Fußball-Talente München U10 3:5
11.00 Uhr: Eintracht Frankfurt – U19 1:1
13.30 Uhr: U10 – SV Neuperlach U11 5:2
14.00 Uhr: U21 – SV Kirchanschöring 3:1
15.00 Uhr: U13 – FC Augsburg 2:1
15.30 Uhr: Türkgücü München – Löwinnen U17 0:17
17.30 Uhr: Löwinnen I – TSV Eintracht Karlsfeld 5:1

Die U11 nahm am Samstag an einem Turnier des ASV Dachau teil.

Sonntag, 12.05.

10.00 Uhr: Löwinnen II – Munich Irish Rovers FC 6:0
11.00 Uhr: VfB Stuttgart – U13 3:1 (in Ulm)
11.00 Uhr: SpVgg Thalkirchen – Vierte 3:2
13.00 Uhr: FC Memmingen – U15 0:2
14.00 Uhr: SV Waldperlach U13 – U12 8:0
14.00 Uhr: U16 – TSV 1860 Rosenheim U17 3:2

Zudem war die U9 bei einem Turnier in Satteldorf im Einsatz.