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Löwenrunde: TSV reist dezimiert nach Verl

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Löwenrunde: TSV reist dezimiert nach Verl
Löwenrunde: TSV reist dezimiert nach Verl

Am Samstag um 16:30 Uhr ist der TSV 1860 München beim SC Verl zu Gast. Wie Trainer Giannikis bei der Löwenrunde bekanntgab, reisen die Löwen dezimiert in den Nord-Westen der Republik. Keeper Richter ist krank, Starke musste nach seinem Hexenschuss das Training abbrechen und fehlt ebenso wie Nankishi, für den ein Einsatz nach seiner Verletzung noch zu früh käme. Zudem gibt es einige angeschlagene Spieler, die aber wohl zur Verfügung stehen werden. “Es wird ein enges Spiel”, prognostizierte Giannikis. Die Wunschaufstellungen der Redaktion sind damit bereits weitgehend hinfällig.

Lange Busfahrt am Freitag

Bereits am Freitagmittag nach dem Abschlusstraining reisen die Löwen nach Verl. “Die Liga ist sehr eng und deshalb erwarte ich auch ein enges Spiel. Wir wollen natürlich unsere Fähigkeiten ins Spiel bringen. Wir müssen in beide Richtungen arbeiten und die richtige Balance finden”, sagte Giannikis auf Nachfrage von sechzger.de zur geplanten Ausrichtung seines Teams.

TSV reist dezimiert nach Verl

Nicht nur aufgrund der Ausfälle von Richter, Starke und Nankishi ist Zwarts wieder ein Thema für den Kader. “Er macht Fortschritte. Für 90 Minuten reicht es noch nicht, aber vielleicht schon für Einsatzzeiten”, erklärte Giannikis. Mit der Leistung von Ouro-Tagba gegen Halle zeigte sich der Löwendompteur zufrieden und lobte den Youngster: “Mansour ist sehr fleißig und sich auch nicht zu schade für die Defensivarbeit. Defensiv hat er es sehr gut gemacht, offensiv ist noch Luft nach oben. In Summe macht er es sehr gut und nimmt die Prozesse schnell auf”. Welche Spieler in der U23, die in Pipinsried in die Rückrunde startet, wollte Giannikis erst nach dem Abschlusstraining entscheiden.

Verl mit hohem Wiedererkennungswert

Die Spielweise von Verl sei von “hohem Wiedererkennungswert”, sagte Giannikis. “Wenn man das Logo runternimmt, würde man trotzdem erkennen, dass Verl spielt”, fügte er an. Die Hausherren hätten hohe Ballbesitzzeiten, würden hohes Tempo gehen, würden gerne und viel mit dem Ball spielen und hätten viele Positionswechsel. “Sie haben in den letzten Spielen viele Chancen liegen gelassen”, erläuterte der TSV-Coach weiter.

Einsatzzeiten für Muteba und Güler?

Angesprochen von sechzger.de auf die Neuzugänge Muteba und Güler, die noch nicht groß zum Zug kamen antwortete Giannikis: “Die Spieler müssen sich einfinden, das dauert seine Zeit. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass jeder seine Chance bekommt. Das hängt aber auch davon ab, wer auf dem Feld müde ist, wer schon Gelb hat. Da spielt vieles zusammen.”. In Verl stellen sich die Löwen laut ihrem Trainer auf einen Gegner mit “mutiger Spielweise” ein.

Defensiv-Schwäche von Verl nutzen

Während die Löwen nach sieben Spielen noch immer ungeschlagen sind, hat Verl drei der letzten fünf Spiele verloren. Gerade in der Defensive zeigte der SC zuletzt Schwächen und präsentierte sich in der Offensive nicht so treffsicher wie in der Vorrunde. Mit einem Sieg könnten die Löwen in der Tabelle an den Gastgebern vorbeiziehen und ein Ausbauen der Serie ist auch das Ziel der Münchner. Wer nicht live in Verl an der längsten Theke Deutschlands oder vor dem TV mit dabei sein kann, der hat natürlich wieder die Möglichkeit das Match bei uns im Live-Ticker zu verfolgen.

 

SC Verl – TSV 1860: Ergebnistipp Nathan Wicht

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Nathan Wicht TSV 1860 U19 Schweiz

Von 2016 bis 2023 schnürte Nathan Wicht für den TSV 1860 die Fußballstiefel, ehe er mangels Perspektive vor der laufenden Saison zum FC Luzern wechselte. Dort kam der Schweizer Junioren-Nationalspieler für die U21 bislang 15 Mal in der Promotion League (dritthöchste Spielklasse) zum Einsatz. Heute tippt der Ex-Löwe die Partie seines ehemaligen Clubs beim SC Verl.

Nathan Wicht tippt auf Tor von Ouro-Tagba

Normalerweise verfolgt Nathan Wicht seinen Ex-Verein schon noch regelmäßig, die letzten drei Partien konnte er jedoch nicht sehen. Dennoch traut er den Löwen zu, die Serie auch in Verl fortzusetzen.

“Ich sag mal 1:1 und Mansour macht das Tor!”

Der Torschütze verwundert nicht, wenn man bedenkt, wie oft Nathan Wicht und Mansour Ouro-Tagba Seite an Seite für die Löwen auf dem Platz standen.

Drei Mal 3. Liga für die Löwen

Trotz toller Anlagen und reichlich Vorschusslorbeeren stand Nathan Wicht für den TSV 1860 lediglich drei Mal in der 3. Liga auf dem Platz. Sein Debüt feierte der damals 17-Jährige im August 2021 beim 3:0-Heimsieg gegen Viktoria Köln.

Deutlich runder lief es für den gebürtigen Zürcher in den Nachwuchsmannschaften des Schweizer Fußballverbandes. Sowohl in der U15 als auch in der U16, U18 und U19 seines Heimatlandes kam der Ex-Löwe zum Einsatz und erzielte dabei bislang drei Tore für die Schweiz. Auf seinen ersten Profieinsatz beim FC Luzern muss der Defensivspieler indes noch warten.

Sechzig um Sieben: Ismaik kritisiert DFL-Entscheidung

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Sechzig um Sieben: Regionalliga-Match in Vilzing

Sechzig um Sieben, heute mit der Kritik von Hasan Ismaik an der Entscheidung der DFL, die Gespräche mit einem Investor ad acta zu legen sowie weiteren Themen.

DFL beendet Gespräche mit Investoren

Die DFL hat laut deren Präsident Joachim Watzke die Gespräche mit Investoren ad acta gelegt. Zu groß waren die Proteste der Fans in den vergangenen Wochen und zu wackelig die notwendige Abstimmung, die aufgrund des 50+1-Verstoßes von Martin Kind nicht als rechtssicher eingestuft werden konnte. Die DFL bekräftigte erneut, voll und ganz hinter 50+1 zu stehen. Hier geht’s zum Artikel.

Ismaik kritisiert DFL-Entscheidung

Hasan Ismaik hat die Entscheidung der DFL zum Abbruch der Investorengespräche auf Instagram kritisiert und als “Niederlage für die Zukunft des deutschen Fußballs” bezeichnet. In seinem Post glänzte der Mehrheitsgesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA mit vagen Vermutungen und Prognosen sowie fehlender Kenntnis der Sachlage. Sechzger.de hat Ismaik dessen Aussagen entgegengehalten.

“Bündnis Zukunft 1860” mit ersten Erkenntnissen

Das “Bündnis Zukunft 1860” hat in seinem “Bündnis-Talk” die Erkenntnis offenbart, dass die KGaA des TSV 1860 bilanziell überschuldet sei. Wieso diese Erkenntnis bei Weitem nicht neu ist und weshalb auch alle 4 von der Initiative genannten Lösungsansätze ebenfalls in der Vergangenheit u.A. von Präsident Robert Reisinger kommuniziert wurden, lest ihr hier.

1860 gegen Verl: die Wunschaufstellungen der sechzger.de-Reporter

Am kommenden Samstag um 16:30 Uhr (sechzger.de-Liveticker) treffen die Löwen in der Ferne aus den SC Verl. Dies hat sechzger.de erneut zum Anlass genommen, um die Wunschaufstellungen der Redaktion zu veröffentlichen. Während TAKTIKTAFEL-Bernd auf eine Doppelspitze mit Nankishi und Lakenmacher setzt, präferieren Christian und Stefan Fynn als alleinige Spitze. Guttau spielt bei den beiden auf der 10, Bernd stellt ihn, da Nankishi bei ihm in den Sturm wandert, auf die linke Mittelfeldposition. Marco Hiller ist bei allen gesetzt. Hier geht’s zu den Wunschaufstellungen.

Löwenfans vom Start ins Jahr 2024 überrascht

Die Auswertung unserer neuesten Umfrage zeigt: die Leserinnen und Leser von sechzger.de sind vom Start in das Jahr 2024 überrascht. Mehr als die Hälfte der Befragten (52%) geben an, niemals mit einer solchen Bilanz gerechnet zu haben. 24% waren optimistisch, sind jedoch von den tatsächlichen Ergebnissen nun ebenfalls überrascht. 18% fanden es schwer, eine Prognose abzugeben und nur 5% wussten alles bereits vorher. Somit steht insgesamt 76% der Befragten ein Staunen ins Gesicht geschrieben. Hier geht’s zum Artikel.

Sechzig am Wochenende

Massenhaft Gelegenheiten, die Löwinnen und Löwen live zu sehen, bieten sich am kommenden Wochenende. Ob NLZ, Futsal, Amateure, Profis oder Frauen – HIER findet Ihr sicher auch ein Match für Euch!

Testspiel: Dritte siegt 5:2

Bereits am gestrigen Donnerstag absolvierte die 3. Mannschaft des TSV 1860 München ein Testspiel und besiegte dabei den FC Deisenhofen III mit 5:2.

Testspiel: TSV 1860 III besiegt Dritte des FC Deisenhofen

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Tsv 1860 Dritte Fc Deisenhofen Iii

Vor der Saison unterlag die Dritte des TSV 1860 dem FC Deisenhofen III noch mit 2:4, am Donnerstagabend drehten die Löwen den Spieß um und setzten sich mit 5:2 durch.

TSV 1860 III besiegt Dritte des FC Deisenhofen 5:2

Nur wenige Tage nach dem 5:3 gegen den FC Mindelstetten stand die Elf von Trainer Lulzim Kuqi schon wieder auf dem Platz, um sich auf die Rückrunde in der Kreisliga vorzubereiten. Bis zur Pause lief dabei alles nach Maß, denn die Löwen führten durch Tore von Mario Krischel (12./13.) und Peter Lettenbauer (30.) bei einem Gegentreffer durch Jakob Neumaier (45.) mit 3:1 – und das, obwohl die Giesinger aufgrund einer Zeitstrafe nach hartem Einsteigen zehn Minuten in Unterzahl agieren mussten.

Nach dem Seitenwechsel ging es dann munter hin und her. Zunächst stellte Sechzig durch Philip Löbner (47.) den alten Vorsprung wieder her. Anschließend kam die Dritte des FCD erneut heran (Martin Mayer/77.), ehe Dominik Kilpatrick in der 89. Minute den 5:2-Endstand herstellte.

Bereits am Samstag steht für den TSV 1860 III das nächste Testspiel auf dem Programm. Um 17.30 Uhr empfängt die Dritte den SV Günding auf dem Sechser-Platz. Bereits um 15 Uhr gastiert der 1. FC 1919 Viechtach bei der 4. Mannschaft der Löwen.

Die Aufstellung der Löwen

Startelf:
24 Radenkovic (T), 4 Hagner, 6 Ebert (C), 11 Krischel, 12 Musselmann, 14 Geismann, 16 Gröschel, 19 Price, 21 Loher, 22 Lettenbauer, 25 Schleich

Bank:
1 Schober (TW), 8 Hones, 9 Schleich, 10 Kilpatrick, 13 Keita, 20 Parasole, 26 Löbner, 27 Gass

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 U21 beim FC Pipinsried

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Tsv 1860 Sechzig Wochenende U21 U19 U17 Testspiel III IV Dritte Vierte

Am Wochenende gehts endlich auch für die Mannschaft von Frank Schmöller um Punkte. Im Nachholspiel der Bayernliga Süd muss die U21 des TSV 1860 beim FC Pipinsried ran. Im Dachauer Hinterland hatten sich die Profis ja bekanntermaßen im Toto-Pokal blamiert und waren aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

Darüber hinaus sind etliche weitere Teams des TSV 1860 in den kommenden Tagen im Einsatz.

Bayernliga Süd: TSV 1860 U21 beim FC Pipinsried

Während Kapitän Mason Judge die U21 in Richtung SV Horn (2. Liga Österreich) verlassen hat, konnte Frank Schmöller im Winter gleich drei Neuzugänge im Kader begrüßen. Wobei “neu” nur die halbe Wahrheit ist, denn Anian Brönauer und Jeremie Zehetbauer waren bereits in der Vorsaison für die Löwen in der Bayernliga am Ball. Auch der dritte “Neue” ist eigentlich ein alter Bekannter: Brahim Moumou war bereits von 2016 bis 2021 im NLZ der Löwen aktiv. Seine ersten fußballerischen Schritte machte der jetzt 22-Jährige jedoch bei der FT Gern, ehe er zum TSV 1860 wechselte und dort bis zur U19 kickte.

Es folgte der Wechsel zum slowakischen Zweitligisten ŠTK 1914 Šamorín, dem Farmteam des Erstligisten DAC Dunajská Streda. In der Slowakei kam er zu 18 Einsatzen in der zweithöchsten Spielklasse und absolvierte in der 1. Liga der Slowakei insgesamt 30 Partien, in denen ihm drei Treffer gelangen. Zudem stand Moumou in der Qualifikation zur Conference League bei sechs Spielen für Dunajská Streda auf dem Platz und konnte dabei u.a. Erfahrungen gegen Partizan Belgrad und Steaua Bukarest sammeln.

Die Partien im Überblick

Montag, 19.02.

19.30 Uhr: FC Olympia Moosach – Senioren B 4:4

Donnerstag, 22.02.

20.00 Uhr: Dritte – FC Deisenhofen III 5:2

Samstag, 24.02.

10.30 Uhr: RB Salzburg – U10 -:-
11.00 Uhr: U17 – 1. FC Kaiserslautern -:-
12.30 Uhr: ASV Dachau U12 – U11 -:-
13.00 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U19 -:-
14.00 Uhr: SG Puchheim/Gröbenzell – Löwinnen U17 -:-
14.00 Uhr: TSV Neuried U10 – U9 -:-
14.00 Uhr: TSG Hoffenheim – U12 -:-
14.00 Uhr: FC Pipinsried – U21 -:-
15.00 Uhr: Vierte – 1. FC 1919 Viechtach -:-
15.30 Uhr: TSG Hoffenheim – U13 -:-
16.30 Uhr: SC Verl – Profis -:-
17.00 Uhr: FC Puchheim – Löwinnen I -:-
17.00 Uhr: U15 – DFI Bad Aibling U16 -:-
17.30 Uhr: Dritte – SV Günding -:-
18.00 Uhr: Futsal – TSV Neuried -:-

Sonntag, 25.02.

11.00 Uhr: U16 – FC Bayern München -:-
13.30 Uhr: U14 – SV Sandhausen -:-
15.00 Uhr: SG Bichl/Penzberg – Löwinnen II -:-

Der Start ins Jahr 2024 überascht die Löwenfans

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Die sechzger.de-Redaktion besteht (bis auf eine Ausnahme) nicht aus hauptberuflichen Journalisten. Fast alle an dem Projekt Beteiligten haben zwar – teilweise jahrelange noch aus Printzeiten herrührende – Erfahrung mit dem Schreiben über Fußball im Allgemeinen und den TSV 1860 im Speziellen. Und doch sind wir in erster Linie Löwen-FANS. Und entsprechend ist aktuell auch die Stimmung in der Redaktion. Wie so oft bei Sechzig: Nach ein paar Niederlagen in Folge befürchtet man Schlimmstes, nach – wie im aktuellen Fall – drei Siegen, richtet sich der Blick plötzlich wieder nach ganz weit oben. Das bekannte Sprichwort vom demnächst zu kaufenden Brasilianer (was jedoch in der 3. Liga gar keinen Sinn ergibt) ist wohl bekannt.

Altuelle Umfrage zum Start ins Jahr 2024

Die aktuelle Erfolgswelle unter dem neuen Coach Argirios Giannikis mit sieben ungeschlagenen Spielen und zuletzt drei Siegen in Serie – zwei davon über echte Spitzenteams der Liga – hat also durchaus eine neue sportliche Hochstimmung bei den Fans erzeugt. Und zwar für die breite Mehrheit völlig überraschend. In unserer jüngsten Umfrage, an der sich 764 User*innen beteiligt haben, gibt nur jeder Zwanzigste (5%) an, mit einem derartigen Jahresstart gerechnet zu haben, weil klar war, “dass die Mannschaft so stark” sei. Drei Viertel sind von den letzten Wochen trotz ihres Optimismus’ “überrascht” (24%) bzw. geben ganz offen zu, mit so einer Bilanz “nie gerechnet” zu haben (52%). Die verbliebenen 18% der Antwortenden haben angegeben, sich Mitte Januar noch schwer schwer getan zu haben, eine Prognose abzugeben, was da auf die Löwen zukommt.

Die Ergebnisse unserer jüngsten Umfrage im Überblick

Spielvorhersagen immer optimistischer

An den Abfragen nach den Erwartungen für die unmittelbar bevorstehenden Spiele zeigt sich der steigende Optimismus der Löwenfans der letzten Wochen übrigens sehr deutlich: Rechnete Ende Januar zum Spiel gegen Sandhausen eine knappe Mehrheit von 39% noch mit einer Niederlage und nur 37% mit einem Heimsieg (ein Viertel prognostizierte die Punkteteilung richtig), gingen in das Duell mit dem FC Ingolstadt schon 58% mit der Erwartung eines Sieges, der letztlich über das Team von Ex-Coach Michael Köllner ja auch gelang. Den nächsten Dreier auf Giesing Höhen (gegen den Halleschen FC) erwartenen dann schon 80% der Teilnehmer*innen – nur ein Zehntel soviele warwn pessimistisch und fürchteten die erste Pleite des Jahres gegen den Abstiegskandidaten aus Sachsen-Anhalt.

Optimistisch nach Verl?

Spannend, wie das Votum unserer Leser*innen im Hinblick auf das anstehende Auswärtsspiel beim SC Verl ausfällt, zu dem unsere Umfrage heute Vormittag online ging. Die Ost-Westfalen waren bis zur Winterpause sicher eine der positiven sportlichen Überraschungen der Liga, sind aber zuletzt arg ins Straucheln geraten, haben den Start ins Jahr 2024 ziemlich verhauen und warten nach zuletzt drei Niederlagen (mit einem, drei und dann sogar fünf Gegentreffern) seit Ende Januar auf einen Erfolg.
Im aktuellen sechzger.de-Talk haben Redaktionsmitglieder und der Gast Plessi ihre Erwartungen für die Partie am Samstag (16.30 Uhr im sechzger.de-Liveticker) übrigens auch schon verraten.

DFL beendet Investorensuche – Ein Sieg für die Fans

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DFL beendet Investorensuche
DFL beendet Investorensuche

Mit einer überraschenden Nachricht ging Hans-Joachim Watzke, der Sprecher des DFL-Präsidiums Mitte der Woche an die Öffentlichkeit. Die DFL habe die Suche nach einem Investor eingestellt. “Eine erfolgreiche Fortführung des Prozesses scheint in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen nicht mehr möglich”, sagt er. Anhaltende Proteste der Fans und harte Diskussionen hätten die Vereine und den deutschen Profifußball nach Worten Watzkes vor eine “Zerreißprobe” gestellt. Nun habe man die Verhandlungen beendet und das Vorhaben ad acta gelegt. Ein Sieg für die Fans in den Stadien der deutschen Profiligen, die in den letzten Wochen immer wieder gegen den Einstieg eines Investors protestiert hatten.

Irritierende Nachrichten noch am Tag zuvor

Noch tags zuvor hatte die DFL kein Verständnis für die Fans gezeigt, die immer kreativere Formen des Protests in die Stadien getragen und für zahlreiche Spielunterbrechungen gesorgt hatten. Man denke über neue Szenarien und Abstimmungen nach, hatte es damals geheißen. Da es scheinbar keine Alternativen gab, wurde die Investorensuche nun beendet. Wir hatten noch Anfang der Woche berichtet, wie wichtig und richtig die Proteste der Fans waren.

Ein kurzer Blick zurück

Bereits im Mai 2023 wurde über den Einstieg eines Investors abgestimmt. Damals scheiterte das Projekt an der fehlenden Zwei-Drittel-Mehrheit der Vereine. Ende Dezember wurde erneut abgestimmt und dabei genau die erforderliche Quote von 24 der 36 Stimmen erreicht. Für Diskussionen sorgte aber das Stimmverhalten von Martin Kind, der entgegen der Anweisung des Vereins von Hannover 96 für den Einstieg gestimmt hatte. Im Anschluss begannen die Proteste, aber nicht nur in Hannover. In der ganzen Republik, protestierten die Fans mit Tennisbällen, die auf den Rasen flogen, bis hin zu ferngesteuerten Autos, die für Unterbrechungen sorgten.

Keine Verhältnisse wie in Spanien oder England

Ein Investoren-Einstieg, acht Prozent der Vermarktungsrechte hätten an CVC oder Blackstone (das sich vorzeitig aus dem Bieterprozess zurückgezogen hatte) veräußert werden sollen, zum Preis von etwa einer Milliarde Euro, hätte mit Sicherheit zu einer weiteren Kommerzialisierung des Profifußballs geführt. Dies haben die Fangruppen nun gemeinschaftlich unterbunden. In Spanien, wo CVC ein Gesellschafter ist, finden beispielsweise an einem Spieltag gestreckt über vier Tage zehn Spiele zu zehn unterschiedlichen Spielzeiten statt. Das pure Produkt Fußball für die Zuschauer am TV ohne Rücksicht auf die Fans in den Stadien. In England oder Frankreich können sich die eigentlichen Fans die Tickets nicht mehr leisten. Entsprechend leer sind oftmals die Stadien und entsprechend mau ist auch die Stimmung.

Tradition vor Seelenverkauf

Auch das Argument, die deutschen Vereine seien ohne den Einstieg eines Investors international nicht konkurrenzfähig, kann man getrost vom Tisch wischen. Sechs von sieben deutschen Clubs stehen in den internationalen Wettbewerben der UEFA in der K.O.-Runde. Die deutsche Bundesliga muss nicht den Anspruch für sich haben, dass dort die zehn teuersten Stars Europas spielen. Denn das endet in einem Verkauf der Seele und in einem Verlust der Identität der Clubs, die dann aus dem Ausland gelenkt werden. Und zwar von Leuten denen die Sachkenntnis und die Verbindung zu der Situation vor Ort fehlt. Dann lieber weiterhin Traditionsduelle, tolle Stimmung und volle Stadien. Auch ohne einen Mbape, Benzema oder Haaland in der Bundesliga. Nicht umsonst hat die höchste deutsche Liga aktuell die besten Zuschauerzahlen aller europäischen Top-Ligen.

Isamaik sieht eine Niederlage des deutschen Fußballs

Hasan Ismaik, Investor beim TSV 1860 München, kommentierte die Entscheidung in den sozialen Medien folgendermaßen: “Es ist zweifelsfrei ein Sieg für die Ultras, aber eine große Niederlage für die weitere Entwicklung des deutschen Fußballs.”. In Anbetracht der Zahlen die dem klar widersprechen, kann man dieses Zitat wohl unkommentiert so stehenlassen.

Klares Bekenntnis zu 50+1

Das klare Bekenntnis der DFL zur 50+1-Regel und nun die Absage an einen Investoren-Deal dürften hingegen eine klare Ansage an mögliche Investoren bei allen deutschen Profi-Clubs sein, dass ihnen die Möglichkeit eines Investments weiterhin offen steht, allerdings mit der Einschränkung, dass die Entscheidungsvollmacht bei den Muttervereinen bleibt – und das ist auch gut so für die Zukunft des Deutschen Fußballs.

Ismaik: DFL-Entscheidung “Niederlage für Entwicklung des deutschen Fußballs”

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Fußball gehört den Fans
Fußball gehört den Fans

Hasan Ismaik hat auf Instagram seine Meinung zur DFL-Entscheidung über die Beendigung der Investorenverhandlungen kundgetan.

Hasan Ismaik: “Ist es das, was die aktive Fanszene will?”

In einem Instagram-Post hat Hasan Ismaik die Entscheidung der DFL, die Verhandlungen über einen Investoreneinstieg niederzulegen, kritisiert. Der Mehrheitsgesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, der kürzlich offen zu einer Revolution gegen die FIFA aufgerufen hatte, äußerte sich auf dem sozialen Netzwerk wie folgt:

“Mit großem Bedauern habe ich gestern registriert, dass die DFL die Verhandlungen mit dem einzig übriggebliebenen Investor auf Druck der aktiven Fanszene abgebrochen hat. Es ist zweifelsfrei ein Sieg für die Ultras, aber eine große Niederlage für die weitere Entwicklung des deutschen Fußballs. Die DFL und auch die Fans hätten mit diesem Milliarden-Deal ohne Stimmrecht keinen Nachteil gehabt, sondern deutliche Vorteile daraus gezogen”.

Ein “Milliarden-Deal” wäre es jedoch mitnichten gewesen: 300 Millionen Euro der gezahlten Milliarde hätten für Rückzahlungen an den Investor zurückgestellt werden müssen. Effektiv hätten also nur 700 Millionen Euro zur Verfügung gestanden.

Welche Vorteile man verpasst, lässt Ismaik offen

Welche Vorteile der Investoren-Deal genau gebracht hätte, ließ Ismaik offen. Die Attraktivität der Wettbewerbe, gemessen an den Zuschauerzahlen der verschiedenen Ligen, kann er jedoch nicht gemeint haben. Das Zuschauerinteresse in Deutschlands Stadien übertrifft (trotz fehlenden Investoren-Fremdgelds und trotz 50+1-Regel) das der anderen europäischen Topligen:

      1. Bundesliga – 39.116
      2. Premier League – 38.354
      3. Serie A – 30.859
      4. La Liga – 29.136
      5. 2. Bundesliga – 28.332
      6. Ligue 1 – 26.620

Zudem kritisierte Ismaik, dass die Verhandlungen trotz einer befürwortenden Abstimmung der 36 (derzeitigen) DFL-Clubs mit Erreichung der 2/3 Mehrheit dennoch abgebrochen wurden.

“Jetzt will die DFL nichts mehr davon wissen?”

“Die Vertreter von Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga hatten für den Investoren-Deal gestimmt und jetzt will die DFL davon nichts mehr wissen, und das nur, weil man vor den lauten und organisierten Fans Angst hat?”

Dies ist nur die halbe Wahrheit. Ismaik scheint entgangen zu sein, dass die entscheidende Stimme in der Abstimmung zugunsten des Investoreneinstiegs mutmaßlich von Martin Kind abgegeben worden war – entgegen einer ausdrücklichen Weisung von Hannover 96, welche diese aufgrund der 50+1-Regel auch so erteilen durfte. Auch die DFL wusste von dieser Weisung und somit auch, dass Kind sich über 50+1 hinweggesetzt hatte. Somit war die Abstimmung unter Berücksichtigung der 50+1-Regel bereits rechtlich fehlerbehaftet und der DFL drohten entsprechende rechtliche Schritte von Hannover 96 mit ungewissem Ausgang. Dass Ismaik, der selbst seit Jahren gegen die 50+1-Regel vorgeht, in Martin Kinds Verhalten keine Problematik sieht, ist natürlich nur logisch – richtig aber deshalb noch lange nicht.

Zudem war es wohl nicht die “Angst” vor den organisierten Fanszenen, sondern der drohende, immense Imageverlust der Bundesligen durch täglichen, lautstarken und medienwirksam sichtbaren Protest, der teilweise in lange Spielunterbrechungen mündete. Im Hinblick auf TV- und Vermarktungspartner ist dies ein absolut berücksichtigenswerter Belang. Die Entscheidung also auf “Angst” vor fast schon als kriminelle Vereinigungen dargestellte Fanszenen zu schieben, ist einmal mehr ein nicht zu Ende gedachtes Schwarz-Weiß Denken seitens Hasan Ismaik.

Als Mehrheitsgesellschafter eines Drittligisten müsste Ismaik den Schritt eigentlich begrüßen

Als Mehrheitsgesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA müsste Hasan Ismaik den Schritt der DFL, würde man ihm zukunfsgerichtetes, abgewogenes Denken unterstellen, eigentlich begrüßen.

Durch den Einstieg eines Investores und damit verbundenes, zusätzliches Geld, welches zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auch an die 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga ausgeschüttet werden sollte, würde sich die Schere zwischen 2. Bundesliga und der Dritten Liga noch weiter öffnen und ein Verbleib in Liga zwei wäre nach einem Aufstieg aus der Dritten Liga aufgrund der nun noch deutlich höheren Diskrepanz der finanziellen Möglichkeiten zwischen den “old 18” und Neulingen im Unterhaus noch schwieriger zu bewerkstelligen.

Und auch Absteiger aus der 2. Bundesliga wären gegenüber den verbliebenen Drittligisten aufgrund der erhaltenen Gelder deutlich im Vorteil. Eine Wettbewerbsverzerrung immensen Ausmaßes hätte gedroht. Wäre dies im Sinne Ismaiks gewesen? Womöglich hatte er dies gar nicht im Blick.

Ismaik befürchtet steigende Preise für die Fans in Ticketing und Merchandising

Ismaik sieht als Konsequenz des Nicht-Einstiegs des Investors auch Nachteile auf die Fans zukommen. “Leidtragender wird am Ende der Konsument (der Fan) sein, der etwa mit höheren Kosten bei den Eintrittspreisen oder im Merchandising rechnen muss.”

Diese – aus Sicht Ismaiks – automatische Folge des Nicht-Einstiegs des Investors bei der DFL ist nicht nachvollziehbar. Am Beispiel der englischen Premier League sieht man gut, dass Merchandising, Ticketpreise und Verpflegung rund um den Fußball deutlich höher sind als in Deutschland. In England gibt es kein 50+1 und die Liga ist mit Fremdgelder überschwemmt.

Immerhin hier können die Löwen aufatmen: diese Aussage kann sich wohl nur auf die Clubs der 1. und 2. Bundesliga beziehen. Und aufgrund bereits bestehender rekordverdächtiger Ticketpreise  beim TSV 1860 dürfte eine weitere Erhöhung den Schock der Fans in Grenzen halten.

Glücklicherweise sinken beim TSV 1860 die Preise für das Merchandise: die Trikots (Heim-, Auswärts-, Ausweich- und Wiesntrikot) sind so schlecht verkauft, dass sich die Löwenfans bei 11 Team Sports inzwischen mit bis zu 50% Rabatt eindecken können.

DFL bekannte sich erneut zu 50+1

Die DFL sie die entscheidende Abstimmung zum Investoren-Einstieg zwar als rechtssicher an:

Dieses Votum wird innerhalb des Präsidiums und nach Einschätzung der Juristen als rechtswirksam angesehen. 

Jedoch hat sie sich gestern erneut deutlich zu 50+1 bekannt:

Gleichwohl darf nicht verkannt werden, dass es diesem Votum aufgrund der Vorgänge um Hannover 96 an breiter Akzeptanz fehlt. Darüber hinwegzugehen, darf vor dem Hintergrund des hohen Guts, das wir mit der 50+1-Regel in unseren Händen halten, nicht unser Ansatz sein. Das DFL-Präsidium steht einmütig zur 50+1-Regel. 

Bald dürfte die Abstimmung zu 50+1, die Ismaik aufgrund angeblicher Befangenheit eines Beteiligten verzögern ließ, stattfinden und die Regel im Deutschen Fußball manifestieren, auch wenn Ismaik selbst an den Fall der Regel “in den nächsten 5 Jahren” glaubt. Das sei ihm natürlich unbenommen.

 

 

sechzger.de: Wunschaufstellungen für SC Verl – TSV 1860

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Trikot altes Wappen TSV 1860 München löwe zurück Wunschaufstellungen

Abdenego Nankishi und Marco Hiller sind bei den Löwen wieder einsatzbereit und drängen zurück in die Startelf. Sehen das auch die Redakteure von sechzger.de so? Wie gestalten sie ihre Wunschaufstellungen des TSV 1860 für die Partie beim SC Verl?

Wunschaufstellungen für SC Verl – TSV 1860

Thomas Spiesl & Stefan Kranzberg

Thomas und Stefan sind sich einig: Hiller und Nankishi kehren in die Startelf zurück, Richter und Ouro-Tagba müssen dafür auf der Bank Platz nehmen. Zudem bringen die beiden sechzger.de Redakteure Michael Glück wieder von Beginn an auf der rechten Abwehrseite.

Die Aufstellung von Thomas und Stefan

Christian Jung

Auch bei Christian kehrt Marco Hiller zwischen die Pfosten zurück, Nankishi hingegen muss sich noch ein wenig gedulden. Im defensiven Mittelfeld darf Marlon Frey anstelle von Manfred Starke ran.

Die Aufstellung von Christian

Bernd Winninger

Unsere TAKTIKTAFEL bringt die beiden zuletzt angeschlagenen Spieler von Beginn an, belässt die restliche Elf jedoch so wie beim Heimsieg gegen den Halleschen FC. Anders als seine Redaktionskollegen sieht Bernd die Löwen im 4-4-2 defensiv.

Die Aufstellung von Bernd

Eure Meinung ist gefragt

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Eurer Wunschelf am nächsten? Oder habt Ihr ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Grafiken: meineaufstellung.de

Erkenntnisse des Bündnis-Talks: “Die KGaA ist bilanziell überschuldet”

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Bündnis Zukunft 1860 Logo Symbolbild

Das “Bündnis Zukunft 1860” hat am gestrigen Abend den ersten sogenannten “Bündnis-Talk” abgehalten und die ersten Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt, unter anderem die Erkenntnis, dass die KGaA des TSV 1860 bilanziell überschuldet ist.

Erster “Bündnis-Talk” des “Bündnis Zukunft 1860”

Am gestrigen Abend lud das sogenannte “Bündnis Zukunft 1860” registrierte und akzeptierte Interessierte zum ersten “Bündnis-Talk” ein, welcher online stattfand. Bei mäßiger Übertragungsqualität stellte das sich als neutral bezeichnende Bündnis erste Zwischenergebnisse aus den beiden Arbeitsgruppen “Finanzplanung und Vereins- und Gesellschafterstrukturen” sowie “Vision, Marke & Kommunikation”

Thomas Heigl spricht über die Finanzen

Thomas Heigl, Vorstand des Versicherungsunternehmens und Hauptsponsors “die Bayerische”, welches Mitinitiator des “Bündnis Zukunft 1860” ist, stellte den Publikum die ersten Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppe “Finanzplanung und Vereins- und Gesellschafterstrukturen” vor. Löwenfans, die den Verein sowie die KGaA in den letzten Jahren auch nur halbwegs aufmerksam verfolgt haben, dürften sich hier keine neuen Erkenntnisse offenbart haben. Grundtenor des Zwischenergebnisses der Arbeitsgruppe war: Die KGaA ist bilanziell überschuldet. Heigl zählte Verlustrechnungen der vergangenen Saisons auf und stellte, heraus, dass “zu jedem Bilanzstichtag (…) eine positive Fortführungsprognose benötigt” würde.

Dies hatte Präsident Robert Reisinger seit seinem Amtsantritt in beinahe jeder seiner Reden auf den Mitgliederversammlungen den Mitgliedern berichtet. Auch Ex-Geschäftsführer Fauser hatte dies im Zusammenhang mit dem Konsolidierungskurs stets als alternativlos für die Zukunft der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA bezeichnet.

Heigl stellte die Möglichkeiten für die Zukunft, die seine Arbeitsgruppe herausgearbeitet hatte, heraus, um den TSV 1860 München zukünftig finanziell besser auszurichten und die Weichen in Richtung 2. Bundesliga zu stellen:

  1. Kapitalerhöhung beider Gesellschafter gemäß ihrer jeweiligen Anteile 
  2. Kapitalerhöhung nur durch HAM International Ltd. und damit einhergehende Reduzierung der Anteile des e.V.
  3. Einstieg eines Dritten Gesellschafters, welcher neues Kapital bringt a) alleine, dann reduzieren sich die Anteile vom e.V. und HAM oder b) gemeinsam mit HAM, dann reduziert sich Anteil des e.V.
  4. HAM führt Kapital durch Genussrechte zu

Bei drei Punkten wäre die Zustimmung der Mitglieder notwendig

Der derzeit gelebte Usus ist seit Jahren Nummer 4. HAM International Ltd. ist – allein aus Eigeninteresse zur Vermeidung einer Insolvenz – seit Jahren dabei, bestehende Darlehensforderungen in Genussrechte umzuwandeln.

Die Ziffern 1-3 bedürfen der Zustimmung der Mitgliederversammlung (Ziffer III.11.3.6b der Vereinssatzung). Dies trug Präsident Reisinger bereits auf der Mitgliederversammlung 2018 vor.

Auszug aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung 2018: “Rückblickend wurde damals (2011, d.Red.) aus meiner Sicht von den Verantwortlichen versäumt, Sie, die Mitglieder des TSV 1860 München, angemessen über die Chancen, aber auch über mögliche Risiken und Nebenwirkungen eines Verkaufs von Anteilen zu informieren. Die Satzung unseres Vereins war damals noch eine andere, es war die alte sogenannte “Wildmoser-Satzung”, die das Präsidium auch nicht groß dazu verpflichtet hat. Heute wäre die Situation bei der Veräußerung von Vereinseigentum satzungsrechtlich eine andere.”

Reisinger brachte eine Kapitalerhöhung bereits vermehrt ins Spiel

Präsident Reisinger hatte sich schon oft für einen dritten Gesellschafter ausgesprochen, die Gespräche über eine Kapitalerhöhung waren jedoch seitens HAM Ltd. nicht weiter verfolgt worden, wie Reisinger auf diversen Mitgliederversammlungen vermeldete:

Auszug aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung 2019: “Der Präsident wünscht sich einen gemeinsamen Weg der Gesellschafter sowie eine Neuordnung des Kooperations-Vertrages, um die wirtschaftlichen Aussichten der KGaA zu verbessern, bspw. durch weitere Gesellschafter. Herr Ismaik wurde vor zwei Monaten schriftlich über die geplante Kapitalerhöhung informiert, bisher jedoch ohne Rückmeldung zu Verhandlungsterminen.”

Auszug aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung 2021: “Zur Kapitalerhöhung werde er (Robert Reisinger, d.Red.) keine Aussage machen, da die Gespräche momentan stocken. Robert Reisinger wünscht sich eine gemeinsame Arbeit mit der KGaA zur Gesundung.”

Erst kürzlich manifestierte das Präsidium die Bereitschaft, eine Kapitalerhöhung unter Einbeziehung eines dritten Gesellschafters anzugehen:

“Hasan Ismaik selbst hat in genanntem Interview die Option ins Spiel gebracht, seine Anteile zu veräußern. Das hören wir in der Form zum ersten Mal. Unsere Haltung dazu war immer klar: Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA braucht mehr Vielfalt bei den Kapitalgebern.”

Fazit: keine neuen Erkenntnisse

Die gutgemeinte Arbeit der Arbeitsgruppe “Finanzplanung und Vereins- und Gesellschafterstrukturen” des “Bündnis Zukunft 1860” lieferte keinerlei neue Erkenntnisse. Sämtliche Zwischenergebnisse waren den informierten Fans bereits seit langem bekannt. Man darf auf die Endergebnisse mit tatsächlichen Neuansätzen und – realistischen – Lösungsvorschlägen in der Finanzsituation der KGaA gespannt sein.