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Heute vor zwei Jahren: Geisterspiel am eiskalten “Dalle”

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Würzburger Kickers TSV 1860 München

Dereinst wird man zurückblicken und sich an eine Zeit erinnern, in der ein Fußballspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit nicht etwa eine individuelle Strafmaßnahme für einen Verein darstellte, dessen Anhänger sich in irgendeiner Weise ungebührlich betragen hatten, sondern in der Geisterspiele – aufgrund der Corona-Pandemie – im Profifußball Alltag waren. Heute vor zwei Jahren fand die bislang letzte Auswärtspartie des TSV 1860 statt, die nur von Reportern und wenigen handverlesenen Funktionären besucht werden konnte: Am Montag Abend auf dem eiskalten Dallenberg in Würzburg. Drei Redakteure von sechzger.de (einer davon auch für liga3-news im Einsatz) hatten eine Akkreditierung für das Spiel in Unterfrankens Hauptstadt erhalten und froren sich als einzige Medienvertreter aus München den sprichwörtlichen Ar… ab. Wenigstens konnten Spielverlauf und Endergebnis ihre Herzen vorweihnachtlich erwärmen.

Gespenstische Leere am Würzburger Dallenberg kurz vor dem Anpfiff des Löwengastspiels
Natürlich auch in Würzburg: Anerkennung und Unterstützung der Fan-Reporter

In Würzburg Spiel zwei nach dem Mölders-Aus

Die Wochen vor dem das Kalenderjahr 2021 beschließenden Spiel waren – mal wieder – turbulent gewesen an der Grünwalder Straße 114. Der vorsaisonale Drittligatorschützenkönig Sascha Mölders war am Nikolausabend vom TSV 1860 freigestellt worden und postete diese Entwicklung auf seinem Instagram-Kanal noch ehe die KGaA selbst Stellung genommen hatte… quasi der ganz normale tägliche Wahnsinn bei Münchens großer Liebe. Die sportliche Entwicklung vor der Mölders-Demission ist treffend mit der Vokabel Abwärtstrend umschrieben: Zahlreichen Unentschieden im Herbst folgten zwischenzeitlich zwar ein paar Siege, dann aber zwei krachende Heimpleiten gegen den SV Waldhof (1:3) und den 1. FC Magdeburg (2:5 – zur Pause 0:5) innerhalb von nur fünf Tagen. Und die Verantwortlichen reagierten – siehe oben.

Im ersten Spiel ohne den Leitwolf Mölders zeigte die Mannschaft eine echte Reaktion und siegte im Stadion Rote Erde gegen den Nachwuchs des BVB mit 2:0. Wie würde sich das Team nun im letzten Spiel des Kalenderjahres präsentieren?

Christian und Stefan – für sechzger.de auf dem eiskalten Dallenberg
Gleich geht’s los – vor leeren Rängen

Aus dem Nichts: 2:0 für die Löwen

Zunächst präsentierten sich Sechzig viel zu passiv und konnten den Angriffsbemühungen der Gastgeber wenig entgegen setzen. Der Zweitligaabsteiger auf ungebremster Talfahrt Richtung Regionalliga Bayern (wo die Kickers dann im Frühjahr auch landeten) mit bis dahin nur zwei Siegen drängte auf einen versöhnlichen Jahresabschluss. Als allerdings der Würzburger Druck auf das Tor von Marco Hiller ein wenig nachließ, schlugen wiederum die Löwen eiskalt zu: Marcel Bär erzielte in der 32. Minute nach Vorarbeit von Stefan Lex mit einem Rechtsschuss das erste Tor der Partie. Der Riesenjubel auf der Münchner Bank war gerade verklungen, da revanchierte sich Cello und legte wiederum dem Kollegen Lexi die Kugel per mustergültigem Pass auf den Fuß, der sich nicht zweimal bitten ließ. In fünf Minuten hatte 1860 den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.

Jubelnde Löwen – dreimal zu sehen an diesem Abend

Würzburg am Abgrund, die Löwen im Mittelfeld

In der zweiten Halbzeit waren die Würzburger sichtlich rat- und ideenlos. Die Löwen verwalteten die Führung, die wenigen im Stadion anwesenden Zuseher froren. Mit der ersten Chance für 1860 im Abschnitt zwei machte erneut Marcel Bär dann den Deckel drauf: 3:0 (71.). Damit endete ein – mal wieder – turbulentes Jahr einigermaßen versöhnlich. Dass Michael Köllners Team im neuen Jahr – u.a. dank des Komplettscheiterns von Türkgücü – nochmal ganz nah an den Aufstiegstraum heranrückte, wagte man zu jenem Zeitpunkt allerdings noch nicht wirklich zu hoffen. Dass die Partie in Würzburg das letzte Corona-bedingt unter völligem Ausschluss der Fans ausgetragene Auswärtsspiel für den TSV 1860 sein würde, hingegen schon. Nur die zwei Heimspiele gegen Wiesbaden und den KSC (im Pokal) zu Beginn des folgenden Jahres fanden noch vor gänzlich leeren Rängen statt. Danach kehrte langsam die Normalität zurück.

Obligatorische Grüße aus Würzburg.

Rehm oder Schmöller: wer sichert sich drei Punkte zu Weihnachten?

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Fotogalerie Sv Waldhof Mannheim Tsv 1860 06

Ein Spiel noch, dann geht es für den TSV 1860 München endgültig in die Winterpause. Das heutige Duell riecht nach Abstiegskampf, denn der 15. reist zum Tabellen-17. Im Vorbericht zum Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim spielt das natürlich eine Rolle – aber auch der zweite Einsatz für Frank Schmöller als Trainer der Löwen. Gelingt ihm im Duell mit dem SVW zum Jahresabschluss ein Sieg?

Vorbericht Waldhof Mannheim: der nächste Sieg?

Zehn lange Spiele mussten sich die Fans von Waldhof Mannheim gedulden, am vergangenen Wochenende war es endlich soweit. Zum ersten Mal seit Ende September durften sie sich über drei Punkte freuen – der Stuhl von Trainer Rüdiger Rehm wackelte verständlicherweise bereits bedenklich. Gegen Erzgebirge Aue gelang dem in der Abstiegszone positionierten Waldhof ein klarer 3:0-Heimerfolg. Die Partie dürfte der Mannschaft vor dem Duell mit dem TSV 1860 München ein Stück weit Selbstbewusstsein geben. Vor allem aber fiel die Last der angesprochenen Negativserie endlich von den Schultern ab.

Gegen die Löwen und vor heimischen Publikum soll dieser Sieg zum Jahresende natürlich noch einmal vergoldet werden. Ein Unentschieden würde zumindest schon einmal reichen, um die Winterpause nicht auf einem Abstiegsplatz zu verbringen. Gewissheit ist das schon einmal für den VfB Lübeck, den MSV Duisburg und die zweite Mannschaft des SC Freiburg. Gerade die Zebras hatten mit diesem Zwischenstand kurz vor Weihnachten sicherlich nicht gerechnet.

Schmöllers zweite (und letzte?) Chance

Dem TSV 1860 München droht der Fall auf Platz 17 seit gestern abend zumindest nicht mehr. Durch die Niederlage des HFC werden sie in jedem Fall über dem Strich überwintern. Wahrscheinlich bleibt auch Waldhof Mannheim hinter den Löwen – mindestens mit einem 4:0 müssten die Gastgeber den TSV 1860 aus dem Stadion fegen, um auf Platz 15 zu springen. Trainer Frank Schmöller hofft allerdings natürlich darauf, dass es ganz anders kommt. Im zweiten Anlauf möchte er unbedingt drei Punkte erzielen. In Bielefeld boten sich bereits zahlreiche Möglichkeiten einen Treffer zu erzielen. Doch das Team scheiterte am Keeper der Bielefelder, am Aluminium – oder schlicht und ergreifend an sich selbst.

Eigene Treffer sind das A und O, um drei Punkte aus der Fremde entführen zu können. Spannend dürfte zu beobachten sein, wen der Interimstrainer in der Spitze aufbieten wird. In den Wunschaufstellungen spielt nicht nur Fynn Lakenmacher eine Rolle, sondern auch Mansour Ouro-Tagba oder Samir Neziri aus der U21. Schmöller wird sich die Aufstellung gut überlegen. Es könnte sein (vorerst) letzter Auftritt an der Seitenlinie der Profimannschaft sein. Christian Werner steht als Geschäftsführer Sport in den Startlöchern und sucht bereits nach einem Nachfolger für Maurizio Jacobacci. Dieser dürfte dann das Trainingslager im Januar und auch die Spiele in der 3.Liga begleiten. Doch wer weiß – ob sich beide Gesellschafter zeitnah auf einen Kandidaten einigen können, steht wie so oft bei solchen Themen in den Sternen. Der ein oder andere Löwenfan würde sich nicht zu wetten trauen, dass es das letzte Spiel von Frank Schmöller als Trainer in der 3.Liga wird. Zunächst aber gilt es, den Löwenfans drei Punkte als Geschenk unter den Weihnachtsbaum zu legen. Das könnte zumindest für etwas Ruhe in der staden Zeit beim TSV 1860 München sorgen.

Der 20.Spieltag im Überblick

Dienstag

FC Ingolstadt – Erzgebirge Aue 1:1 (1:0)
SpVgg Unterhaching – SSV Jahn Regensburg 1:0 (1:2)
1.FC Saarbrücken – SSV Ulm 2:1 (1:0)
Rot-Weiss Essen – Hallescher FC 3:2 (0:1)
SV Sandhausen – VfB Lübeck 1:2 (0:2)

Mittwoch

Borussia Dortmund II – Preußen Münster
SC Verl – Viktoria Köln
Arminia Bielefeld – Dynamo Dresden
Waldhof Mannheim – TSV 1860 München
MSV Duisburg – SC Freiburg II

Sechzig um Sieben: Jahresabschluss bei Waldhof Mannheim

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Noch einmal treten die Löwen in der 3.Liga vor der Winterpause an. Gegner ist bekanntlich der SV Waldhof Mannheim, Anstoß ist um 18:60 Uhr und sechzger.de begleitet die Partie wieder im Liveticker. Zunächst aber gibt es noch einen kleinen Blick auf den gestrigen Tag. Unter anderem war Tabellenführer Jahn Regensburg im Einsatz.

Faninformationen Waldhof Mannheim

Rund 1.000 Löwenfans werden heute abend den Gästeblock bei Waldhof Mannheim bevölkern. Damit zeigen sie sich weiterhin extrem reisefreudig und unterstützen den TSV 1860 in der Fremde bestmöglich. Für alle, die sich auf den Weg machen, gibt es in der Faninformationen alles Wichtige im Überblick.

Wunschaufstellungen der Redaktion

Fünf Redakteure und fünf Aufstellungen – das gibt es auch eher selten bei den Wunschaufstellungen. Doch vor dem Duell geggen den SVW tritt genau das ein. Vor allem in der Abwehrkette gibt es verschiedene Ideen, aber auch die Sturmspitze sorgt für Variationen in der möglichen Startelf der jeweiligen Redakteure.

sechzger.de Talk Folge 136 online

Über die Niederlage bei Arminia Bielefeld und das Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim spricht Jan mit zwei Gästen. Bernd und Edge analysieren mit ihm zunächst das 2:0 auf der Alm, bei dem die Löwen durchaus auch das ein oder andere Tor hätten erzielen können. Danach schauen die drei noch auf den heutigen Abend voraus. Die nächste Folge geht dann bereits am Donnerstagabend online, dort wird hoffentlich über einen Auswärtssieg gesprochen.

News aus der 3.Liga

20.Spieltag: Englische Woche, Teil 1

Jahn Regensburg geht als Tabellenführer in die Winterpause der Saison 2023/24. Bei der SpVgg Unterhaching siegte der SSV am 20.Spieltag mit 2:1. Ex-Löwe Marcel Bär sicherte Erzgebirge Aue beim FC Ingolstadt mit seinem Treffer zum 1:1 einen Punkt. Der VfB Lübeck gewann überraschend beim SV Sandhausen. Außerdem gab es Heimsiege von Essen (gegen den Halleschen FC) sowie Saarbrücken (gegen Ulm).

Faninformationen Waldhof Mannheim – TSV 1860 (20.Spieltag)

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SV Waldhof Mannheim TSV 1860 München (77)

Ein letztes Mal fahren die Löwenfans im Jahr 2023 auswärts. Es geht in das Carl-Benz-Stadion, wo ein wahres Kellerduell in der 3.Liga ansteht. Die Löwen treffen auf den Waldhof –  beide Mannschaften blicken bislang auf eine Saison zurück, die sicher nicht nach ihren Vorstellungen gelaufen ist. Trotz allem machen sich wieder viele Fans auf den Weg, um im Gästeblock dabei zu sein. sechzger.de hat vor dem Duell zwischen Waldhof Mannheim und dem TSV 1860 München die wichtigsten Faninformationen für alle Auswärtsfahrer zusammengefasst.

Faninformationen Waldhof Mannheim- TSV 1860 München

Kurz vor Weihnachten und eine Englische Woche: die Bedingungen, um die Löwen in der Fremde zu unterstützen, könnten erneut deutlich besser sein. Immerhin handelt es sich mit etwa 350 Kilometern um eine vergleichsweise kurze Strecke, die dafür bewältigt werden muss. Zuletzt waren es knapp 1.000 Löwenfans, die sich auf den Weg nach Bielefeld machten. Heute dürfte eine ähnliche Größenordnung erreicht werden.

Für alle mitreisenden Anhänger des TSV 1860 München gibt es an dieser Stelle die wichtigsten Faninformationen für das Duell gegen Waldhof Mannheim. Auch auf der Homepage der Löwen sind die Hinweise zu finden.

Tickets

Für Kurzentschlossene besteht bis zum Anpfiff die Möglichkeit, online ein Ticket zu erwerben und dem Spiel ebenfalls beizuwohnen. Eine Tageskasse am Stadion wird es dagegen nicht geben.

Anreise

Die Adresse für die Anfahrt lautet wie folgt: Theodor-Heuss-Anlage 20, 68165 Mannheim. Am Stadion stehen zwei Gästeparkplätze zur Verfügung. Für Busse und Neuner gelten spezielle Vorgaben der Polizei:

Wir beabsichtigen, Reisebusse und/oder Kleinbusse (v.a. 9-Sitzer) anreisender Fans des TSV 1860 München auf der Tank- und Rastanlage „Hockenheim“, die direkt an der BAB 6 gelegen ist, zwischen 17:00 und 17:30 Uhr zu sammeln. Von dort erfolgt eine gesicherte Lotsung durch Polizeikräfte zu dem kostenlosen und durch Polizeikräfte überwachten Parkbereich für Gästebusse am Hans-Reschke-Ufer. Wir empfehlen hierfür die Anfahrt über das Walldorfer Kreuz (BAB 5 / BAB 6).“

Bahnreisende erreichen das Stadion mit der Tramlinie 6 bzw. eine der bereitgestellten Sonderbahnen. Das Stadionticket enthält eine Fahrkarte.

Hinweise zum Stadionbesuch

Im Stadion sind die üblichen Gegenstände nicht erlaubt. Die Stadiontore öffnen ab 17:00 Uhr, los geht es dann zwei Stunden später. Vor Ort gibt es nur wenige Möglichkeiten Taschen- oder Rücksäcke abzugeben. Erlaubt sind Taschen oder Rücksäcke bis maximal DIN A4.

Die Bezahlung der Verpflegung (u.a. Vollbier) ist nur mit Bargeld möglich.

Livestream und Liveticker

Für alle Löwenfans vor den heimischen Bildschirmen gibt es bezüglich Free-TV keine gute Nachrichten. Ein entsprechendes Angebot gibt es heute nicht. Allerdings kann das Spiel bei Magenta im Fernsehen und Online-Livestream verfolgt werden.

sechzger.de ist in Mannheim natürlich erneut live mit dabei und berichtet wie gewohnt bereits von der Anfahrt im Liveticker. Im Anschluss gibt es dann zahlreiche Bilder direkt aus dem Carl-Benz-Stadion.

Waldhof Mannheim – TSV 1860: Aufstellungen sechzger.de

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TSV 1860 Wunschaufstellungen sechzger.de Redaktion

Fünf Redakteure, fünf unterschiedliche Meinungen – bei den Wunschaufstellungen vor der Partie des TSV 1860 bei Waldhof Mannheim ist sich die sechzger.de Redaktion uneinig. Setzt Frank Schmöller auf die Elf, die zuletzt in Bielefeld unterlag oder sehen wir im Carl-Benz-Stadion neue Gesichter in der Startformation?

Wunschaufstellungen zu Waldhof Mannheim – 1860

Bernd Winninger

Mr. Taktitafel gönnt Jesper Verlaat nach seinem neuerlichen Patzer eine Verschnaufpause und beordert Leroy Kwadwo nach Ablauf von dessen Sperre ins Abwehrzentrum. Neben ihm agiert Niki Lang, Tim Rieder muss also ebenso auf die Bank. Julian Guttau kehrt in die Startelf zurück und im Angriff bekommt Mansour Ouro-Tagba eine Chance.

Die Wunschaufstellung von Bernd

Christian Jung

Auch bei Christian darf Ouro-Tagba kurz nach seinem 19. Geburtstag von Beginn an ran. Ansonsten gibt es nur einen weiteren Wechsel im Vergleich zum Bielefeld-Spiel: Kwadwo rückt für Rieder in die Innenverteidigung.

Die Wunschaufstellung von Christian

Stefan Kranzberg

Leroy Kwadwo steht auch bei Stefan in der Startelf, allerdings auf der Position des linken Verteidigers. Michael Glück und Kaan Kurt dürfen ebenfalls in der Abwehr ran, Kapitän Verlaat darf sich nochmal beweisen. Julian Guttau soll auf links wirbeln, Albion Vrenezi auf der Zehner-Position. Im Sturm setzt Stefan noch einmal auf Fynn Lakenmacher, der zwar zuletzt nicht zum Abschluss kam, aber durch seinen Einsatz zu gefallen wusste.

Die Wunschaufstellung von Stefan

Florian Buch

Florian würde noch immer gerne Samir Neziri von der U21 für den Sturm aus dem Hut zaubern und gibt Milos Cocic ein Chance von Beginn an auf der 10. Tim Rieder rückt für Manfred Starke ins defensive Mittelfeld und in der Abwehr stehen Michael Glück und Kilian Ludewig in der Startelf.

Die Wunschaufstellung von Florian

Thomas Enn

Thomas hingegen lässt Tim Rieder in der Innenverteidigung, wo er zusammen mit Leroy Kwadwo, Phillipp Steinhart und Niki Lang die Viererkette bildet. Und Jeseper Verlaat? Den beordert Thomas von Beginn an ins Sturmzentrum! Eine gewisse Torgefahr (ähem) hat der Niederländer zuletzt ja durchaus ausgestrahlt…

Die Wunschaufstellung von Thomas

Eure Meinung ist gefragt

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Eurer Wunschelf am nächsten? Oder habt Ihr ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Grafiken: meineaufstellung.de

sechzger.de Talk 136 nach Bielefeld und vor Mannheim – TSV 1860

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sechzger.de Talk Folge 136 nach der Niederlage gegen Arminia Bielefeld und vor Waldhof Mannheim - TSV 1860 München

Das Debüt von Interimstrainer Frank Schmöller misslang – bei Arminia Bielefeld kassierte der TSV 1860 München eine 0:2-Niederlage. Darüber spricht Jan mit seinen Gästen Bernd und Edge. Außerdem richten die drei im sechzger.de Talk Folge 136 gemeinsam einen Blick auf den Jahresabschluss gegen den SV Waldhof Mannheim.

Die Niederlage auf der Bielefelder Alm

Edge war live auf der Bielefelder Alm mit dabei am 18.Spieltag der 3.Liga – wie auch viele weitere Löwenfans, die sich trotz erneut ungünstiger Terminierung auf den Weg gemacht hatten. Passend dazu geht es zu Beginn vom sechzger.de Talk Folge 136 um die Eindrücke und das Geschehen aus dem Block. Eines der Themen ist dabei der Wurf von Rauchbomben auf das Spielfeld. Zudem geht es um den zwölfminütigen Protest gegen die DFL. Danach wird es sportlich – und die ein oder andere diskussionswürdige Situation gab es in dem Duell der beiden Mannschaften in jedem Fall. Da wäre zum Beispiel der nicht gegebene Elfmeter für die Löwen zu nennen oder der Führungstreffer für die Arminia, der nur wenig später fiel. Außerdem geht es natürlich auch um das Debüt von Frank Schmöller an der Seitenlinie.

Vorschau Waldhof Mannheim

Zum letzten Mal 2023 tritt der TSV 1860 München am Mittwochabend an. Gegner ist dann – erneut auswärts – der SV Waldhof Mannheim. Mit Platz 15 und 17 ist es ein wahres Kellerduell. Damit hätte vor Saisonbeginn sicherlich auch nicht jeder unbedingt gerechnet. Pünktlich zum Duell mit den Löwen sind die kommenden Gastgeber wieder in der Spur. Am Wochenende gab es einen klaren Heimsieg gegen Erzgebirge Aue. Ob Schmöller mit der Profi-Mannschaft gegen den SVW mehr Erfolg haben könnte, besprechen die drei Teilnehmer in der aktuellen Ausgabe zum Schluss.

Der sechzger.de Talk 136 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

19.12.2001: Max, Häßler & Wiesinger schießen 1860 zum Sieg beim FCK

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Kaiserslautern 1860 Betzenberg

Als Tabellenneunter der Bundesliga fuhren die Löwen heute vor 22 Jahren zum 1. FC Kaiserslautern. Die Pfälzer standen damals auf Platz 3 in Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Ein Sieg gegen den TSV 1860 war auf Seiten des FCK vermutlich fest eingeplant, doch Martin Max, Thomas Häßler und Michael Wiesinger machten Lautern einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

FCK-Führung durch Klose

Die Geschichte der ersten Hälfte ist schnell erzählt: Die Löwen agierten defensiv extrem konzentriert, schalteten Kaiserslauterns Spielmacher Lincoln aus und hielten den Gegner so vom eigenen Tor fern. Zudem beschäftigte Daniel Bierofka seinen Gegenspieler Mario Basler dermaßen, dass dieser offensiv nicht zum Zuge kam.

Nach der Pause schien sich das Blatt dennoch zugunsten der Pfälzer zu wenden. Der FCK ging nun aggressiver zu Werke, erarbeitete sich Chancen und ging in der 57. Minute durch Miroslav Klose in Führung, nachdem Löwen-Keeper Jentzsch gepatzt hatte. Fun Fact: Aktuell spielen die beiden Söhne des WM-Rekordtorschützen Klose in der U19 des TSV 1860!

Häßler bringt 1860 zurück ins Spiel

Und es sollte noch schlimmer kommen, denn Uwe Ehlers musste nur wenige Sekunden nach dem Rückstand den Platz mit Gelb-Rot verlassen. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für einen Auswärtssieg. Aber Sechzig gab sich nicht geschlagen und profitierte in der 70. Minute von einem schmeichelhaften Elfmeterpfiff durch Schiedsrichter Lutz Wagner. Thomas Häßler ließ sich nicht zweimal bitten und glich für den TSV 1860 aus.

Jetzt war Sechzig am Drücker und tatsächlich brachte Martin Max die Löwen in der 77. Minute in Unterzahl in Führung. Kurz vor Schluss machte Michael Wiesinger mit dem 1:3 den Deckel drauf und 1860 entführte drei unerwartete Punkte vom Betzenberg.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Peter Pacult vertraute heute vor 22 Jahren dieser Mannschaft.

Jentzsch – Votava, Hoffmann, Ehlers – Cerny, Tapalovic, Wiesinger, Bierofka (63. Tyce), Häßler – Pürk (63. Schroth), Max (84. Pfuderer)

Tore:
1:0 Klose (57.), 1:1 Häßler (70., Elfmeter), 1:2 Max (77.), 1:3 Wiesinger (86.)

Gelb-Rot:
Ehlers (TSV 1860, 58. Minute)

Sechzig um sieben: Druck steigt gegen Mannheim

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Nach dem misslungenen Debüt von Interimstrainer Frank Schmöller steht der TSV 1860 München unter Druck vor dem Spiel bei Waldhof Mannheim. Eine weitere Niederlage bringt die Löwen möglicherweise sogar unter den ominösen Strich.

Unter Druck nach Mannheim

Theoretisch könnten die Löwen auf einem Abstiegplatz überwintern. Dies wäre der Fall, wenn 1860 in Waldhof mit vier oder mehren Toren Unterschied verliert und der Hallesche FC sein heutiges Spiel bei RW Essen gewinnt. In Summe schon ein eher unwahrscheinliches Szenario, aber 1860 ist so oder so näher an den Abstiegsplätzen, als es einem lieb sein kann. Daher steht das Team gehörig unter Druck, wenn morgen um 18:60h in Mannheim angepfiffen wird. Folgerichtig sprach Frank Schmöller auf der gestrigen PK von “Abstiegskampf”. Für die Reise an den Neckar fallen neben den Langzeitverletzten Greilinger und Kwadwo sicher aus. Fraglich sind wegen Blessuren Cocic und Rieder. Mut macht dem Interimstrainer das Geischt, das die Mannschaft in der zweiten Hälfte auf der Alm zeigte. Dennoch zeig sich auch Schmöller ratlos, wie er das Tor-Problem der Löwen lösen könnte. “Ohne Zwarts tun wir uns wahnsinnig schwer, ein Tor zu schießen”, analysierte Schmöller und riet in der Winterpause in der Offensive noch einmal nachzulegen. Fakt ist, dass man ohne eigenes Tor kein Spiel gewinnen kann und 1860 seit vier Pflichtspielen nicht mehr eingenetzt hat. Hoffentlich gelingt es Schmöller mit seiner empathischen Art, die Torblockade der Löwenoffensive zu lösen und mindestens einen Punkt aus dem Carl-Benz-Stadion zu entführen. Andernfalls steckt 1860 wirklich mitten im Abstiegskampf.

Die Niederlage in Bielefeld in der TAKTIKTAFEL-Analyse

Ähnlich wie Frank Schmöller sah auch Bernd Winninger durchaus positive Ansätze an der Leistung der Löwen in Bielefeld. Bernd führt die Niederlage auf individuelle Fehlentscheidungen in Offensive und Defensive zurück. Dennoch hat Bernd eindeutige spielerische Fortschritte gesehen und auch bei der Passgenauigkeit zeigt sich 1860 verbessert. Das gilt es nun in Mannheim auszubauen, die Fehler abzustellen und irgendwie mal wieder einen Ball über die Linie zu bringen.

News aus der dritten Liga

Greil verstärkt Sandhausen

Patrick Greil wird in der Winterpause von Rapid Wien zum SV Sandhausen stoßen. Der 27- jährige offensive Mittelfeldspieler spielte zuletzt bei den Grün-Weißen kene Rolle mehr.

Zieleniecki fehlt Halle bis Saisonende

Sebastian Zieleniecki riss sich bei der 1:2-Niederlage des HFC bei Borussia Dortmund das Kreuzband. Der Verteidiger wird den Hallensern nun bis Saisonende im Abstiegskampf nicht zur Verfügung stehen. Bemerkenswert ist, dass sich der Pole die Verletzung bereits in der 4. Minute zuzog und bis zur Halbzeit wwiterspielte.

Neuer Zuschauerrekord in der dritten Liga

Nach der Hinrunde bewegt sich die dritte Liga auf einen neuen Zuschauerrekord zu. Aktuell liegt der Zuschauerschnitt bei 9.260 zahlenden Besuchern pro Spiel. Rechnet man das hoch käme die dritte Liga am Saisonende auf 3,5 Mio. Zuschauer, was den Rekord von 3,1 Mio. aus der letzten Saison gleich überbieten würde.

Damit geht Ihr wieder gut informiert in den Löwentag, der heute Abend eventuell mit heimlichen Daumendrücken für Rot-Weiss Essen zu Ende gehen könnte…

 

 

Arminia Bielefeld – TSV 1860 München (2:0), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Hinrundenabschlusses unseres TSV 1860 bei Arminia Bielefeld. Am Ende gewinnt Bielefeld die Partie gegen sich aufopfernd gegen die Niederlage stemmenden Löwen mit 2:0. Trotzdem kann man auch Positives aus der Niederlage mitnehmen.

Arminia Bielefeld – TSV 1860 München hieß es am späten Sonntagnachmittag in Ostwestfalen auf der Alm. Das Ergebnis und der Spielverlauf haben miteinander ungefähr so wenig zu tun wie der Nord- mit dem Südpol. Es war wieder einmal die miserable Chancenverwertung seitens der Sechzger, die dafür sorgte, dass die Löwen am Ende mit leeren Händen da stehen.

Die Sechzger stellten im 4-2-3-1 Manfred Starke auf die Position des Box-to-Box Spielers auf der Doppelsechs. Arminia Bielefeld spielte wie erwartet im 4-1-3-2 und hatte mit dem Ex-Löwen Marius Wörl nur einen Sechser auf dem Platz.

Die Arminen, deren Spiel systembedingt von hohem Pressing und daraus entstehenden Umschaltmomenten lebte, begann die Partie genau so. Das Positionsspiel der Löwen wurde ab der ersten Minute aggressiv angelaufen. So konnten die Löwen sich zu Beginn der Partie kaum aus dem eigenen letzten Drittel befreien.

Sechzig versuchte dieser Herangehensweise schnelle Gegenstöße entgegenzusetzen, was zwar nur sporadisch funktionierte, aber in einer frühen Situation, in der Zejnullahu beim Stand von 0:0 in den Strafraum der Arminen eindringen konnte, zu einem Elfmeter hätte führen müssen. Leider war der bundesligaerfahrene Schiedsrichter ohne VAR nicht in der Lage dies zu erkennen.

Kurze Zeit später nahm das Schicksal seinen Lauf. Ebenfalls nach einem Angriff des TSV 1860, der bis in den gegnerischen Sechzehner führte, konnte Arminia Bielefeld einen präzise ausgespielten Umschaltangriff nutzen. Beim Abschluss durch Biankadi nutzten die Gastgeber einen Stellungsfehler in der Innenverteidigung aus und erzielten das 1:0 (12.). Ein individueller Fehler aus der Kategorie Slapstick (24.) sorgte dann für den Endstand.

Das große Aufbäumen der Löwen gegen die in Halbzeit zwei lange Zeit durch eine rote Karte dezimierten Arminen führte trotz der ausgepackten Brechstange und klarer Überlegenheit nicht mehr zu einer Ergebniskorrektur.

Bevor wir nun das Spiel genauer analysieren, wie immer, die statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte DSC Arminia Bielefeld – TSV 1860 München

  • Ballbesitz DSC 47% – TSV 1860 53%
  • Passgenauigkeit DSC 81% – TSV 1860 77%
  • defensive Zweikampfquote DSC 70% – TSV 1860 61%
  • Schüsse/aufs Tor DSC 10/5 – TSV 1860 22/6
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) DSC 8,95 – TSV 1860 12,76

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (47%:53%)

Schaut man hier nur auf die nackten Zahlen über das gesamte Match, sieht es auf den ersten Blick aus als hätte man ein ausgeglichenes Spiel auf dem Platz gesehen. Aber die Partie hatte so gesehen vier Phasen. Die druckvollen, ersten 25 Minuten, in denen Bielefeld um fast zwei Drittel der Spielzeit länger in Ballbesitz war. Dann die Phase nach dem zweiten Treffer der Arminen, als Bielefeld den Sechzgern mehr Ballbesitz zugestand und sich selbst mit Umschaltmomenten aus der Tiefe heraus versuchte. Dies erfolgte natürlich auch, um Kraft zu sparen. In der ersten Halbzeit bis zur Vorentscheidung hatten die Sechzger also bis auf Entlastungsangriffe kaum selbst etwas vom Spiel.

In der zweiten Hälfte zeigten beide Teams in den ersten zehn Minuten ein ähnliches Gesicht wie zu Beginn der ersten. Schröters Pfostenschuss in der 58. Minute war dann der Moment, in dem das Spiel kippte. Sechzig witterte Morgenluft und bis zum Ende der insgesamt 105 Minuten gingen die Löwen nicht mehr vom Gas. Ab diesem Zeitpunkt waren quasi nur noch die Sechzger am Ball. Die rote Karte für Großer (64.) spielte da natürlich mit eine entscheidende Rolle. Raus kam am Ende bekanntlich leider nichts.

Passgenauigkeit (81%:77%)

Die Passgenauigkeit ist ja häufig eine differenziert zu betrachtende Größe, geprägt davon, wo die Zuspiele stattfinden. Am gestrigen Sonntag waren tatsächlich bis auf seltene Momente nur wenige einen Angriff vorbereitende Pässe in der Hintermannschaft nötig, wenn es bei den Löwen nach vorne ging. Richter agierte hier oft schnell und brachte den Ball mit Pässen oder Abwürfen so zügig ins Spiel, dass die Bielefelder sich, wenn die Löwen im Positionsspiel waren, nicht schnell genug positionieren konnten. So kam der Ball in vielen Momenten schneller ins Mittelfeld als noch in den meisten Spielen zuvor. Problematisch war hier lediglich die erste halbe Stunde der ersten Halbzeit, wo die Pässe zwar ankamen, aber Bielefeld das gut verteidigte und den Löwen selten die Chance ließ ins letzte Drittel des DSC einzudringen.

Den Aufbau aus der Hintermannschaft heraus zu beschleunigen hätten die Löwen also schon einmal geschafft. Auch das Spiel vorne wurde durch hohen läuferischen Einsatz präziser. Der Knackpunkt bei Offensivaktionen und Hauptgrund für Ballverluste vorne waren unnötige Einzelaktionen im Dribbling einzelner Akteure.

Die Löwen hatten mit über 75% angekommenen Vorwärtspässen das drittbeste Ergebnis in dieser Kategorie diese Saison.

Defensive Zweikampfquote (70%:61%)

Die Bielefelder haben bis zum 2:0 in dieser Kategorie was die Quote und Frequenz betrifft die Nase deutlich vorn. Auch fehlende Aggressivität kann man den Sechzgern diesmal in der Anfangsphase wieder vorwerfen. In Abhängigkeit vom gegnerischen Ballbesitz hatten die Löwen 0,9 Zweikämpfe gegen den Ball pro Minute gegnerischen Ballbesitzes, die Arminen führten dagegen 2,1 Zweikämpfe gegen den Ball pro Minute in der der TSV 1860 die Kugel hatte. Zusätzlich war in der Zeit bis zum 2:0 für Arminia Bielefeld dieser Wert bei Sechzig München hauptsächlich von Misserfolgen geprägt. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten die Sechzger nicht einmal die Hälfte der direkten Duelle gegen den Ball für sich entscheiden. Danach kehrt sich dieser statistische Wert stark ins Positive. Nur war das Kind da schon in den Brunnen gefallen.

Nach dem zweiten Treffer für Bielefeld bleibt die Zweikampffrequenz mit 1,0 Zweikämpfen pro Minute gegnerischem Ballbesitzes bei den Sechzgern auf etwa dem gleichen Niveau wie zuvor. Allerdings wurden diese dann nur noch selten verloren. Die Bielefelder hingegen konnten ihre Zweikampffrequenz noch signifikant steigern. Mit 2,4 geführten Zweikämpfen gegen den Ball pro Minute gegnerischen Ballbesitzes bei einer Erfolgsquote von knapp unter 70% ist das, was der Gegner der Löwen hier leistete, am besten mit den Worten leidenschaftliche Defensivarbeit zu beschreiben.

Hinzu kommt, dass es den Sechzgern im gesamten Spiel auch leider nur sehr selten gelang gegnerische Pässe abzufangen. Profitieren konnte man allerdings häufig von ins Aus gespielten Bällen der Gastgeber. Die Löwen konnten im Vergleich mehr als doppelt so viele Einwürfe für sich herausholen.

Alles in allem hilft es natürlich nicht viel, wenn die Zweikämpfe gegen den Ball erst dann funktionieren, wenn das Spiel schon fast entschieden ist. Egal wie häufig der Gegner die Kugel ins Aus spielt.

Schüsse/aufs Tor (10/5:22/6)

Die Schussanzahl für die Löwen sieht auf den ersten Blick gut aus, die Schussgenauigkeit eher weniger. Bei Bielefeld ist es genau andersherum. Im Vergleich schoss der TSV 1860 zwölf Mal häufiger. Ziehen wir die Schüsse von außerhalb des Strafraums ab, bleiben nur noch neun Versuche aus dem Strafraum aufs gegnerische Tor zu schießen übrig. Von diesen verschafften lediglich drei dem gegnerischen Torhüter Arbeit. Zwei wurden geblockt, der Rest ging drüber oder vorbei. Die beiden Alutreffer erfolgten nach Schüssen von außerhalb der Box. Lediglich sechs der 22 Schüsse kamen zentral aus der Box. Einer dieser sechs Schüsse wurde durch die Arminen geblockt (Cocic 82.), drei wurden Beute des Keepers (Verlaats Kopfball nach Ecke (69.), Vrenezis Schuss nach Zuspiel Guttau ebenfalls (69.) und ein weiteres Mal Verlaat per Kopf (90+5)), zwei trafen das Ziel nicht.

Bielefeld schoss insgesamt nur zehn Mal. Vier dieser Schüsse konnte die Abwehr der Löwen blocken, einer ging daneben, alle anderen entweder so aufs Tor, dass Richter Arbeit bekam oder der Ball hinter ihm im Netz zappelte.

Man muss zugeben, dass die Tore für Bielefeld individuellen Fehlern bzw. einer Fehlerkette entsprangen. Allerdings ist es auch so, dass es die Sechzger selbst dann nicht schaffen zu treffen, wenn der Gegner sie mit Fehlern dazu einlädt (Starke 20.).

PPDA (8,95:12,76)

Die Pressingintensität beider Teams liegt für das Spiel den Spielverlauf nach genau dort, wo man sie erwarten durfte, wenn man das Spiel gesehen hat. Die Sechzger waren zunächst eher selten mit aktivem Anlaufen beschäftigt. Bielefeld drückte und Sechzig konnte aufgrund des hohen Angriffsdrucks der Gastgeber, die den TSV 1860 in den ersten 25 Minuten mehr oder weniger in der eigenen Hälfte festnagelten, hier zunächst gar nichts mehr aufs Parkett bringen. Dass sich das nach dem zweiten Gegentreffer änderte, verhalf zwar dem Spiel an sich zu mehr Attraktivität, wenn man das ganze neutral betrachtet, brachte aber aufgrund der mangelnden Chancenverwertung bei den Löwen nichts mehr ein.

Die Tore

Hier könnt ihr die Tore und weitere Highlights noch einmal ansehen.

Entscheidend für das Spiel war logischerweise das 1:0. Wenn ein Spiel zu null ausgeht ist der erste Treffer immer der Entscheidende. Dieser war auch nicht nur durch einen Stellungsfehler gekennzeichnet, sondern die Fehlerkette vor dem ersten Treffer beginnt leider mit dem verlorenen Ballbesitz der Löwen im gegnerischen Strafraum.

Bei einem Umschaltangriff der Löwen laufen drei Feldspieler der Sechzger gegen drei Verteidiger der Arminen aufs Tor von Bielefeld zu. Als Vrenezi von links in den Strafraum eindringt, lässt er den ersten Spieler der Bielefelder, der sich ihm in den Weg stellt, wunderbar aussteigen. Anstatt dann jedoch sofort auf den in diesem Moment freien Lakenmacher zu passen, geht Vrenezi weiter mit Ball am Fuß und wird vom aus dem Hintergrund herbeieilenden Lannert vom Ball getrennt.

Dann geht alles ganz schnell. Der in Richtung Auslinie rollende Ball wird von einem Arminen nach vorne gespielt und kommt über nur zwei weitere Stationen zu Wintzheimer, der in den Strafraum der Löwen eindringt, sich gegen Lang (!) durchsetzt und den aus dem Hintergrund einlaufenden, sträflich allein gelassenen Biankadi bedient. Dieser bedankt sich und netzt ein.

Die Fehlerkette beginnt bei Vrenezi, der sich im gegnerischen Strafraum wieder einmal falsch entscheidet; setzt sich auf der linken Mittelfeldseite, wo kein Spieler gegen Shipnoski und Schreck, die jeweils kurz am Ball waren, Zugriff findet, fort und endet mit dem völlig auf der falschen Position stehenden Lang. Wäre Lang auf der rechten Seite geblieben wo er hingehört, wäre Biankadi vermutlich nicht zum Schuss gekommen. Möglicherweise hätte er sogar den Pass nicht bekommen.

Das fiel auf

Falsche Entscheidungen offensiv wie defensiv seitens des TSV 1860 und ein saublöder Fehler von Verlaat entscheiden dieses Spiel zugunsten der Arminia aus Bielefeld.

Vrenezi wieder sehr ballverliebt. Von vierzehn Einzelaktionen mit Ball konnte er lediglich vier für sich entscheiden. Auch vor seiner Chance (69.) lässt er anstatt mit freier Schussbahn zu schießen lieber erst noch einen Gegner stehen. Das sieht dann schon gut aus, nur bringt es halt nichts. Schießt Vrenezi zwei Schritte früher hätte er freie Bahn gehabt und den Ball mit deutlich mehr Wucht auf den Kasten bringen können, als es dann beim eigentlichen Schuss der Fall war.

Wenig Zugriff in den starken Phasen der Arminia. Das sieht man seit Längerem, wenn die Gegner den Ball haben. Die Spieler des TSV 1860 sind oft zu weit vom Gegenspieler entfernt. So haben diese Zeit das Leder zu verarbeiten und weiterzuleiten, bevor es überhaupt zu einem Zweikampf um den Ball kommen kann.

Leider muss man sagen hatte auch der Schiedsrichter nicht seinen besten Tag. In der 8. Minute muss es Elfmeter für den TSV 1860 München geben als Wörl Zejnullahu im Strafraum zu Boden reißt.

Fazit

Trotz der Niederlage war nicht alles schlecht. Die Kommentarspalten in den sozialen Netzwerken haben kollektiv Schaum vorm Mund. Das ist nicht sehr hilfreich. Die Verbesserungen in einigen Bereichen, was das Spielerische und vor allem die Passgenauigkeit betrifft waren nicht zu übersehen. Und Rom wurde nicht an einem Tag erbaut meine Damen und Herren. Man kann nicht erwarten, dass sich nach eineinhalb Wochen alles, was vorher schlecht war, um 180° dreht und plötzlich aus Scheiße Gold wird. Die starke Verbesserung im Passspiel nach vorne muss doch außer mir noch jemandem aufgefallen sein, oder? Dass nicht jeder Ball verarbeitet werden kann ist eine andere Sache. Je tiefer man sich in des Gegners Hälfte befindet, desto aggressiver und erfolgreicher werden die Versuche, einen vom Ball zu trennen.

Die Niederlage durch – wie der Trainer richtig sagte – zwei billige Gegentreffer und auch aufgrund eines nicht gegebenen Strafstoßes sehe ich trotz der verlorenen Punkte als Schritt nach vorne. Die Mannschaft ist sicherlich nicht tot, sie hing allerdings phasenweise in der Notaufnahme fest.

Mund abwischen weitermachen. Es wird besser.

Datenquelle: Wyscout

Löwenrunde: “Gesicht der zweiten Halbzeit zeigen”

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Löwenrunde: Gesicht der zweiten Halbzeit zeigen 1860 Schmöller U21
Löwenrunde: Gesicht der zweiten Halbzeit zeigen

Nur drei Tage nach der 0:2-Niederlage in Bielefeld müssen die Löwen erneut auswärts ran. Am Mittwoch um 19:00 Uhr (live bei MagentaSport) steigt beim SV Waldhof Mannheim das Kellerderby, mit dem es dann auch für beide Teams in die Winterpause geht. Bei der Löwenrunde vor dem Spiel sprach Coach Frank Schmöller über die personelle Lage und den Gegner und sagte: “Es ist schön, dass wir es drei Tage später besser machen können. Wir müssen in Mannheim über 90 Minuten das Gesicht der zweiten Halbzeit zeigen.”.

Angeschlagene Spieler vor dem Mannheim-Spiel

Noch ist nicht klar, wie der Kader in Mannheim aussehen wird, denn einige Spieler sind nach dem Match in Bielefeld angeschlagen. Cocic ist aufgrund einer Prellung in ärzlicher Behandlung, auch Rieder musste am Montag vom Doc untersucht werden, hinter dem Einsatz von Greilinger steht ebenfalls noch ein Fragezeichen. Das gilt auch für Kwadwo, dessen Sperre zwar abgelaufen ist, der Defender ist jedoch krank. Vielleicht wieder mit dabei sein könnte auch Keeper Hiller, der in der Sonntagnacht Papa wurde.

“Gesicht der zweiten Halbzeit zeigen”

Zu Beginn sprach Schmöller noch einmal über das Spiel in Bielefeld. “Es war ein schwieriges Spiel. Vor dem ersten Gegentor können wir einen Elfmeter bekommen, beim 0:2 haben wir schlecht verteidigt. Nach der Pause hatten wir bessere Chancen. Zwei Mal sind wir an Pfosten und Latte gescheitert und zwei Mal hat der Keeper hervorragend gehalten. Wir müssen jetzt die Köpfe hochkriegen und in Mannheim das Gesicht der zweiten Halbzeit zeigen. Warum wir in der ersten Halbzeit nicht so mutig gespielt haben, wie in der zweiten, werde ich mit der Mannschaft besprechen”, sagte Schmöller.

“Wir müssen Abstiegskampf können”

Auf die Frage, ob sein Team bereits sei für den Abstiegskampf sagte Schmöller weiter: “Wir müssen Abstiegskampf können. Es ist keine einfache Situation, aber in die haben wir uns selbst gebracht. Wir müssen gemeinsam an die Sache rangehen und über den Kampf ins Spiel kommen. Wir haben uns Chancen herausgespielt, aber uns fehlt auch total das Spielglück”. Während der Ball beim 1:0 in Bielefeld vom Pfosten ins Tor kullerte, sprang er beiden Löwen zwei Mal wieder ins Feld zurück.

Verlaat keine Alternative für den Sturm

Auf die Frage von sechzger.de, ob denn Verlaat von Beginn an eine Alternative für den Angriff sein könne und wie er den Patzer des Kapitäns vor dem zweiten Gegentor sieht, sagte der Löwen-Coach: “Nein, auch wenn er, als er vorne drin war, zwei gute Aktionen. Beim 0:2 weiß er selbst, dass er den Ball besser mit der Innenseite gespielt hätte. Wir werden natürlich noch mit ihm sprechen”. Zu Lakenmacher sagte er: “Man merkt, dass ihm total das Selbstvertrauen fehlt. Ich kenne das selbst, für einen Stürmer ist es schwierig, wenn man lange nicht getroffen hat.”. Lakenmacher habe gut für das Team gearbeitet, sich aber im letzten Drittel zu selten in Position gebracht. Mit Zwarts, der in Bielefeld im Stadion war, sprach Schmöller im Rahmen des Spiels: “Er macht bei der Reha in Holland Fortschritte. Wir tun uns ohne ihn wahnsinnig schwer, ein Tor zu schießen”, erklärte Schmöller.

Glück wäre ein Kandidat für die Defensive

Bei Ausfällen könnte Glück in Mannheim in die Verteidigung rücken. “Wir haben in Bielefeld zwei billige Gegentore kassiert”, berichtete Schmöller weiter. Fußball sei zu 80 Prozent eine Kopfsache. “Wir hatten in der zweiten Halbzeit gute Szenen, diese müssen wir nach Mannheim mitnehmen. Wir waren nicht völlig chancenlos, es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Schröter, Guttau, Vrenezi und Starke hatten gute Chancen. Daran müssen wir uns aufbauen und das Spiel der zweiten Halbzeit über 90 Minuten zeigen”, forderte der Coach. “Als wir mit dem Rücken zur Wand standen, ging es ja auch und wir haben versucht richtig Gas zu geben”, sagte der TSV-Trainer weiter.

“Dürfen in unsere Situation niemand unterschätzen”

Nach dem Sieg der Mannheimer am vergangenen Wochenende wird es für die Löwen zum Ende des Jahres noch einmal richtig brenzlig in der Tabelle. “Wir dürfen in unserer Situation überhaupt keine Mannschaft unterschätzen. Wir begegnen jedem Gegner mit Respekt”, sagte Schmöller vor dem Keller-Duell der beiden Traditionsvereine.

Kader steht erst morgen fest

“Ich muss mir erst einen Überblick verschaffen, wer ausfällt”, sagte Schmöller im Hinblick auf die angeschlagenen Spieler. Ob möglicherweise Kicker aus der U21 aufrücken ließ er offen. “Wir werden möglichst positionsgetreu auffüllen und wollen Spieler finden, die bereit sind für die Aufgaben und mit dem Druck umgehen können”, erklärte Schmöller.

Mit Fanunterstützung nach Mannheim

Auch am Mittwochabend dürfen sich die Löwen in Mannheim wieder der Unterstützung ihrer Fans sicher sein, die trotz der schwierigen Ansetzung wieder zahlreich in den Westen reisen werden. Mit einem Auswärtssieg könnte man nicht nur in der Tabelle wieder ein kleines Polster nach hinten schaffen, sondern vor allem auch mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen. Wer nicht in Mannheim dabei ist, kann das Spiel natürlich wieder bei uns im Live-Ticker verfolgen. Bleibt zu hoffen, dass die Löwen dann das Gesicht der zweiten Halbzeit in Bielefeld zeigen und auch endlich ihre Chancen in Tor ummünzen.