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Giesinger Gedanken: Almabtrieb ohne Tore und Punkte

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DSC Arminia Bielefeld TSV 1860 20231217 Fotogalerie Almabtrieb

Was soll man am Morgen danach schon groß schreiben? Wie bereits in Pipinsried, gegen Unterhaching und in Dortmund, so schafften es die Löwen gestern erneut nicht, das Runde ins Eckige zu bringen. Die durch den Trainerwechsel kurzfristig entstandene Euphorie verpuffte innerhalb weniger Minuten und hinterließ einmal mehr reichlich Fragezeichen bei Spielern, Trainerteam und Fans. So erlebte der TSV 1860 am Sonntag in Bielefeld einen Almabtrieb ohne Tore und Punkte…

Was wäre, wenn…?

Wie schon nach der Niederlage in Dortmund fragt man sich als Fan, was da eigentlich passiert ist? Der Anfang war verhalten aber okay und gerade angesichts der schlechten Ergebnisse zuletzt erfreulich unaufgeregt. Und dann begann das große “was wäre, wenn…”: Was wäre wohl passiert, wenn die Löwen den durchaus berechtigten Elfer bekommen hätten, als Marius Wörl Eroll Zejnullahu im Strafraum zu Boden zog? Quasi im Gegenzug fiel das 1:0 für die Arminen durch Ex-Löwe Merveille Biankadi. Was wäre geschehen, hätte Manfred Starke die Hundertprozentige zum Ausgleich gemacht? Hätten die Löwen Aufwind bekommen und befreit weiterspielen können?

Was wäre noch möglich gewesen, wenn Kapitän Jesper Verlaat nicht zum zweiten Mal in Folge der vorentscheidende Fehler zum 0:2 unterlaufen wäre? So aber traf Fabian Klos und danach verfiel die Schmöller-Elf in eine Schockstarre, die bis zu 64. Minute anhielt.

Almabtrieb ohne Tore und Punkte

Nachdem Sechzig vierzig Minuten lang quasi nicht stattgefunden hatte, hauchte der Platzverweis für Großer den Löwen plötzlich neues Leben ein. Auf einmal war wieder Leben drin, man erspielte sich Chancen – und vergab diese. Mal hielt Torwart Kersken sensationell, mal streifte der Ball am Tor vorbei. Was wäre wohl passiert, wenn der Schuss von Schröter in der 57. Minute nicht an den Pfosten geklatscht wäre, sondern die Maschen erzittern hätte lassen? Wäre das die Initialzündung gewesen?

Was wäre noch möglich gewesen, wenn Guttaus Freistoß in der 85. Minute vom Innenpfosten nicht raus, sondern ins Tor gesprungen wäre? Hätten die Löwen in der Restspielzeit noch was Zählbares mitgenommen? Ich persönlich glaube schon, dass ein Tor der Mannschaft so viel Schwung gegeben hätte, dass ein zweites gefolgt wäre. So aber wurde es ein Almabtrieb ohne Punkte und Tore und die Abstiegszone ist nur noch drei Punkte entfernt.

Zielwasser unter dem Christbaum?

Den Löwen wünsche ich zu Weihnachten eine Extraportion Zielwasser und die Fähigkeit, das zweifelsohne vorhandene Potential auch mal über 90 Minuten auf den Platz zu bringen. Vielleicht gelingt ja schon am Mittwoch in Mannheim ein versöhnlicher Jahresabschluss. Was denkt Ihr?

Fotogalerie zu DSC Arminia Bielefeld – TSV 1860 München

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DSC Arminia Bielefeld TSV 1860 20231217 Titelbild Fotogalerie

Wieder mal kein Tor erzielt, 0:2 verloren und die Erkenntnis, dass man den tabellarischen Blick nun wohl endgültig nach unten richten sollte – oder kurz: wieder mal ein gebrauchter Tag für die Löwen… Wir haben in unserer Fotogalerie die besten Impressionen on der Niederlage des TSV 1860 bei Arminia Bielefeld zusammengefasst.

Fotogalerie zu Arminia Bielefeld – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 unterliegt gegen Arminia Bielefeld

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Der TSV 1860 München hat am 18.Spieltag eine Niederlage gegen Arminia Bielefeld kassiert. Chancenlos waren die Löwen dabei allerdings keineswegs. Auch für die U17 und U19 gab es in den Bundesligen nichts zu holen.

TSV 1860 unterliegt bei Arminia Bielefeld

Mit Spannung war das Debüt von Interimstrainer Frank Schmöller bei den Löwen erwartet worden. Mit drei Änderungen schickte er den TSV 1860 München gegen Arminia Bielefeld ins Rennen. Für Greilinger (krank), Guttau (Bank) und Kwadwo (Gelbsperre) begannen Steinhart, Vrenezi und Tarnat. Früh konnten die Gastgeber mit zwei Treffern in Führung gehen. Ex-Löwe Biankadi (12.) und Klos (24.) nach kapitalem Bock von Verlaat sorgten für die Arminen-Führung. Die Löwen hatten jedoch auch Chancen: vor dem ersten Gegentreffer wurde ein Elfmeter nicht gegeben. Vor dem 2:0 hatte Manfred Starke die riesige Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen, verfehlte jedoch das leere Tor aus fünf Metern. Im zweiten Durchgang fehlte dem TSV 1860 ein wenig der Biss, um noch etwas Zählbares gegen Arminia Bielefeld mitzunehmen. Zudem verhinderte das Aluminium einen weiß-blauen Treffer. Auch die fast halbstündige Unterzahl der Gastgeber konnte einen Tor für die Schmöller-Elf nicht begünstigen.

Zeit zum Verschnaufen gibt es nur wenig. Am Mittwoch steht das Kellerduell gegen Waldhof Mannheim an. Anstoß ist dort um 18:60 Uhr.

Nichts zu holen für U17 und U19

Einen Grund zum Jubeln gab es auch bei den beiden Nachwuchsmannschaften der Löwen in der Bundesliga nicht. Die U19 machte am Samstagvormittag den Anfang und empfing Eintracht Frankfurt an der Grünwalder Straße. 125 Zuschauer sahen eine 2:1-Pausenführung der Gäste. Auch mit dem Schlusspfiff sollten die Frankfurter noch vorne liegen, 4:2 hieß es am Ende aus Sicht der Eintracht. Ein paar Stunden später empfing dann die U17 den 1.FC Nürnberg. Dabei wurde es sogar noch deutlicher, der Club behielt mit 3:0 die Oberhand. Beide Mannschaften können sich zumindest auf die Winterpause freuen.

News aus der 3.Liga

Der 19.Spieltag

Viele Treffer gab es auf den Plätzen und in den Stadien der 3.Liga am Wochenende zu bejubeln. Ingolstadt besiegte Sandhausen beispielsweise klar mit 4:0. Noch torreicher ging es zwischen Duisburg und Dresden zu. Die SGD siegte mit 4:2. Tabellenführer Regensburg kam am 19.Spieltag zu einem 2:2-Unentschieden in Saarbrücken. Der nächste Löwengegner Waldhof Mannheim konnte nach langem Warten mal wieder einen Sieg bejubeln. Zuhause gab es ein 3:0 gegen Erzgebirge Aue. Die Löwen stehen momentan auf Platz 15.

 

Liveticker: Arminia Bielefeld – TSV 1860 München (19.Spieltag)

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livetickerarminia bielefeld tsv 1860 münchen

Herzlich willkommen zum Liveticker am 19.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen Arminia Bielefeld und dem TSV 1860 München!

Beim Debüt von Frank Schmöller müssen die Löwen auf die Alm und messen sich dort mit Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen waren schwach in die Saison gestartet, haben sich inzwischen jedoch gefangen, sind aber nun bereits seit fünf Spielen sieglos (1 Niederlage, 4 Unentschieden). sechzger.de berichtet live aus Bielefeld und versorgt Euch mit allerhand Fotos und Infos aus erster Hand!

Aufstellung:
Richter – Lang, Verlaat (C), Rieder, Steinhart – Tarnat, Starke – Schröter, Zejnullahu, Vrenezi – Lakenmacher

Bank:
Schmid (TW), Kurt, Guttau, Kloss, Ouro-Tagba, Ludewig, Cocic, Glück, Frey

Tore:
1:0 Biankadi (12.), 2:0 Klos (24.)

Rot:
Großer (64., Arminia)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Joël Zwarts (Schambeinentzündung), Daniel Winkler (Kreuzbandriss), Fabian Greilinger (Infekt), Leroy Kwadwo (gesperrt), Marco Hiller (aus privaten Gründen freigestellt)

Ausfälle bei Arminia Bielefeld:
Gerrit Gohlke (Knie-Operation), Noah Joel Sarenren Bazee (Kreuzbandriss)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Jesper Verlaat hat bereits vier gelbe Karten gesehen, bei einer weiteren Verwarnung müsste er also ein Spiel aussetzen. Tim Rieder und Julian Guttau stehen aktuell bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel Arminia Bielefeld – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Bis zu 1.000 Löwenfans machen sich auf den Weg nach Bielefeld und werden sich trotz der ungünstigen Terminierung im Gästeblock einfinden. Kurzentschlossene können sich vor Ort ab 15 Uhr an der Tageskasse noch mit einem Ticket versorgen und ebenfalls live dabei sein.

Im Free-TV wird die Partie zwischen der Arminia und den Löwen leider nicht übertragen.

MagentaSport ist jedoch natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor Arminia Bielefeld – TSV 1860

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Winningers Wirtshaus Weisheiten Arminia Bielefeld Tsv 1860 München

Mit Neu-Trainer Frank Schmöller reisen die Löwen nach Ostwestfalen und wollen drei Punkte von der Alm entführen. In seinen Wirtshaus Weisheiten analysiert Bernd Winninger die Chancen des TSV 1860, beim DSC Arminia Bielefeld zum Erfolg zu kommen.

Wirtshaus Weisheiten vor Arminia Bielefeld – 1860

Wer sind die Schlüsselspieler der Arminen? Welches Spielsystem bevorzugt Trainer Mitch Kniat? Auf welche taktischen Kniffe des DSC müssen die Löwen besonders aufpassen? Ergänzend zu seiner Taktiktafel erklärt Bernd Winninger in knapp 12 Minuten, was den TSV 1860 in Bielefeld erwartet und was es bedarf, um die Partie am Sonntagnachmittag erfolgreich zu bestreiten.

Arminia Bielefeld – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel beim DSC Arminia Bielefeld. Die Löwen erwartet ein Gegner, der sich nach Startschwierigkeiten in der Liga zwischenzeitlich im Aufwind befand, nun aber seit fünf Spielen nicht mehr gewinnen konnte.

Arminia Bielefeld – TSV 1860 München, es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich ihre Tabellensituation kurz vor der Winterpause im Sommer sicherlich anders gewünscht hätten. Weniger Siege als Bielefeld haben nur die Teams auf den Abstiegsplätzen. Die Sechzger auf der anderen Seite gehören zu den Mannschaften mit den zweitmeisten Niederlagen. Das Plus an unentschiedenen Spielen sorgt also für die leicht bessere Tabellensituation seitens der Ostwestfalen. Mit einem Sieg zögen die Sechzger an Bielefeld vorbei.

Michél Kniat, Trainer der Bielefelder, schickte seine Mannschaft in allen Spielen, die ich gesehen habe, im 4-1-3-2 ins Rennen. Interessanterweise wird das System der Arminia in allen Portalen, die ich wegen meiner Verwunderung der Einordnung des Systems seitens Magenta konsultiert hatte, durch die Bank als 4-3-3 identifiziert. Die Verschiebung zu dieser Formation findet allerdings erst statt, wenn sich das Spielgeschehen ins letzte Drittel des Gegners bewegt. Gegen den Ball ist das System 4-1-3-2 klar erkennbar.

In diesem System agieren die Arminen gegen das Positionsspiel der Gegner im Pressing druckvoll, aber nicht allzu aggressiv Es werden in den pressingrelevanten Zonen viele Aktionen gesetzt, die auf indirekten Ballgewinn durch Abspielfehler abzielen. Die Pressinglinie steht meist auf relativ hohem Niveau.

Meistens an die Höhe der Pressinglinie angepasst, formiert sich die Defensivlinie so, dass dem Gegner im Mittelfeld nicht allzu viel Raum geboten wird.

Kommen wir vor der genauen Erläuterung der Spielweise der Arminen zunächst – wie immer – zu den bisherigen statistischen Werten.

Statistische Werte des DSC Arminia Bielefeld

  • Ballbesitz: 55%
  • Passgenauigkeit: 80%
  • Defensive Zweikampfquote: 62%
  • Flankengenauigkeit: 40% (Ligabestwert)
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 6,93 (Ligabestwert)

Wie spielt Bielefeld?

Bei Ballbesitz

Im Positionsspiel der Arminen fällt auf, dass beide Außenverteidiger sich im Aufbau sofort auf die Höhe des defensiven Mittelfeldspielers bewegen. Die Spieleröffnung erfolgt geduldig aus der Innenverteidigung heraus mit oft längeren Phasen tiefen Ballbesitzes bis eine Anspielstation gefunden wird. Diese finden die Ostwestfalen dann meist entweder zentral im defensiven Mittelfeld, wohin zur Unterstützung oft ein weiterer Mittelfeldspieler abkippt, oder über einen Diagonalpass auf der ballfernen Außenbahn.

Im weiteren Verlauf der Attacke versucht man im Idealfall, den Gegner durch das Überladen einer Seite in eine Verdichtung zu locken, aus der dann ein öffnender Pass auf den ballfernen Flügel erfolgt. Von dort spielen die Arminen, die auch die Mannschaft sind, welche die meisten Flanken schlägt, diese mit der höchsten Genauigkeit der Liga ins Zentrum. Bielefeld hat so bisher – zusammen mit Saarbrücken, das ebenfalls 30 Treffer verbuchen konnte – die drittmeisten Tore in der Liga erzielt.

Aufgrund der hohen Pressingintensität der Arminen dürfen wir allerdings auch viele schnelle Attacken, die sich im Umschaltspiel nach Ballgewinn im Mittelfeld ergeben, erwarten.

Gegen den Ball

Die Spielweise der Arminen gegen den Ball ist mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler und bei eigenen Attacken weit vorgeschobenen Außenverteidigern, anfällig gegen Umschaltspiel und Konterangriffe bei Ballverlusten im Mittelfeld oder im letzten Drittel.

Das Spiel gegen den Ball ist der Schwachpunkt der Arminia. Gelingt es im Gegenpressing nach Ballverlusten oder wenn sich der Gegner im Positionsspiel befindet nicht, das Spiel in die Pressingfallen zu locken, bekommt Michél Kniats Mannschaft Probleme.

Die aus zwei Spielern bestehende und oft hoch anlaufende Pressingreihe bleibt grundsätzlich zentral und versucht, den gegnerischen Innenverteidigern die Eröffnung so schwer wie möglich zu machen. Dahinter agiert eine Dreierkette, welche die Passwege ins Mittelfeld zustellt. Pässe auf Außenverteidiger werden zwar zugelassen, danach wird aber sofort aus dieser zweiten Reihe dort angelaufen. Der ballnahe Stürmer der Pressingreihe verlässt dann seine Position, um dort, wo durch den aufrückenden Außenspieler eine Lücke entstand, die Halbposition zuzustellen.

Das Pressing der Arminen ist also sehr variabel und von vielen Verschiebungen gekennzeichnet.

Dringt der Gegner ins letzte Drittel der Ostwestfalen ein, verteidigt Bielefeld konservativ mit zwei Viererketten vor der eigenen Box. Bei Bedarf, den es durchaus häufig gibt, kippt auch einer der beiden Stürmer mit in die Reihe vor der Viererkette ab.

Stärken und Schwächen des Systems 4-1-3-2

Stärken

Das System 4-1-3-2 gibt einer Mannschaft durch die fünf offensiv ausgerichteten Spieler die Möglichkeit, im Angriff extrem variantenreich zu agieren. Durch Aufrücken oder Abkippen einzelner Spieler sowie horizontale Verschiebungen in der Folge dieser Aktionen, ist es für den Gegner oft schwer, die Zuordnung in der Defensive aufrecht zu erhalten. Das führt, wenn es wie geplant funktioniert, zu vielen Torchancen für die in diesem System agierende Mannschaft. Am häufigsten sieht man dieses System spät in Spielen, wenn eine Mannschaft einen Rückstand aufholen muss. Als Startformation wird es allgemein eher selten aufgeboten.

Die doppelte Besetzung beider Flügel erschwert es dem Gegner, dort schnell und über progressives Passspiel zu agieren.

Schwächen

Durch die überladene Offensive gestaltet sich der Aufbau oft zäh, da in der Frühphase eines Angriffs oft keine Anspielstation gefunden wird. Die größte Schwäche befindet sich allerdings im defensiven Mittelfeld, wo man mit nur einem Spieler ein wenig unterbesetzt ist, sofern nicht einer der drei offensiven Mittelfeldspieler die Rolle des Box-to-Box Spielers übernimmt.

Ist das nicht der Fall, wird man im Zentrum anfällig bei schnellen Kontern in Umschaltmomenten oder wenn das Überspielen des Pressings so gelingt, dass die Pressingfallen gemieden werden können und die im 4-1-3-2 agierende Mannschaft den Kampf um zweite Bälle verliert.

Gegen den Ball ist diese Variante obendrein extrem laufintensiv; das kann in späten Phasen des Spiels zu konditionellen Problemen führen.

Wie kann man Bielefeld knacken?

Das A und O für den TSV 1860 München gegen die offensivstarke Arminia aus Bielefeld muss der Fokus auf stabile Defensivarbeit und eine kämpferische Einstellung dabei sein. Gibt man den Bielefeldern zu viel Raum, spielen sie mit einer Abwehr Katz und Maus – mit dem klar besseren Ende für die Katze.

Für den eigenen Torerfolg wird vor allem das Tempo der eigenen Angriffe ausschlaggebend sein. Lässt man sich beim Überbrücken des Mittelfelds zu viel Zeit, kann sich die eigentlich hinten recht offen stehende Arminia wieder hinter dem Ball formieren und agiert dann relativ stabil in der Abwehr.

Es gilt also, in Umschaltmomenten durch schnelles Kombinieren möglichst kein Gegenpressing zuzulassen. Gelingt es, sich aus dem Pressing im Positionsspiel freizuspielen, muss man selbst die Offensive zu überladen. Damit wird den Pressingfallen die Chance auf ein Zuschnappen genommen.

Schlüsselspieler

Tor

Jonas Kersken (#1) im Tor der Arminen ist ein solider Torhüter, der seine Stärken vor allem bei der Strafraumbeherrschung zeigt. Auch sonst hat er keine großen Schwächen aufzuweisen. Allerdings hat er eine etwas löchrige Abwehr vor sich. Würden seine Vorderleute es häufiger schaffen, gegnerische Schüsse zu blocken, sähe die Tabellensituation der Arminen besser aus. Der 1,90 m große Kersken hat am bisherigen Abschneiden der Ostwestfalen am wenigsten Schuld.

Abwehr

Die junge Innenverteidigung, in der Semi Belkahia (#5), der im Sommer vom TSV 1860 zu Arminia Bielefeld gewechselt war, der älteste Spieler ist, ist die wohl größte Baustelle der ansonsten soliden Arminia. Hier einen Schlüsselspieler auszumachen fällt mir etwas schwer. Maximilian Großer (#19) und Leon Schneider (#23) haben sich in den letzten Spielen hier in der Stammformation durchgesetzt. Schneider führt die Liga bei den gewonnenen Defensivzweikämpfen mit 83% Erfolgsquote an. Dem muss man jedoch entgegenhalten, dass das bei lediglich 3,5 geführten Zweikämpfen pro Spiel ein Muster ohne Wert sein kann.

Mittelfeld

Marius Wörl (#38), Leihspieler aus Hannover, dessen im Sommer ausgelaufener Vertrag vom TSV 1860 leider nicht verlängert werden konnte, zieht nun im defensiven Mittelfeld die Fäden bei Arminia Bielefeld. Er ist, nachdem er am Ende der Transferperiode im Sommer von Hannover nach Bielefeld verliehen wurde, schnell Stammspieler auf der Position des defensiven Mittelfeldspielers geworden, und dort nun nicht mehr weg zu denken. Über seine Qualitäten muss man wohl niemanden, der Sechzig verfolgt, aufklären. Letzte Saison gehörte er zu den besten Spielern der Mannschaft.

Kaito Mizuta (#25), mit auch erst 23 Jahren, ist ein weiterer junger Spieler der Arminen, der im Mittelfeld vor allem offensiv seine Qualitäten auf den Platz bringt und auch gerne aus dem offensiven Mittelfeldzentrum in die Spitze vorrückt. Sowohl als Vorbereiter als auch als Torschütze ist er jederzeit fähig, entscheidende Situationen vorzubereiten oder abzuschließen. Er ist dribbelstark, passsicher, mit einem guten Auge für sich entwickelnde Situationen, äußerst lauffreudig, gegen den Ball diszipliniert und sehr zweikampffreudig für einen Offensivspieler.

Sturm

Mittelstürmer und Kapitän Fabian Klos (#9) ist mit 36 Jahren der Oldie im jungen Team der Ostwestfalen. Er ist mit sechs Treffern Toptorschütze und hat auch vier Vorlagen auf der Habenseite. Erfahren, schlitzohrig, mit einer hohen Schussgenauigkeit, aber auch uneigennützig, wie es sich für einen Kapitän gehört, ist er in jeder Situation, in der er am Ball ist, eine große Gefahr für das gegnerische Tor, egal ob er sich als Vorbereiter eines Schusses oder als Schütze hervortut. Was er macht, hat Hand und Fuß. Das Verhältnis zwischen Torschüssen und Vorlagen pro Spiel ist bei ihm etwa 2:1. Zudem ist er für einen Stürmer nicht zuletzt aufgrund seiner großen Erfahrung sehr passsicher.

Fazit

Mit frischem Wind durch den überfälligen Wechsel auf der Trainerposition sollte es dem TSV 1860 München gegen eine in der Defensive immer etwas wackelige Arminia Bielefeld möglich sein zu punkten-  ob ein- oder dreifach werden wir sehen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es den Sechzgern unter Frank Schmöller schon in Bielefeld gelingen wird, ein anderes Gesicht auf dem Platz zu zeigen als zuletzt. Worauf man sich gegen Bielefeld allerdings einrichten muss, ist, dass es durchaus sein kann, dass man, wenn Bielefeld sein Spiel gut aufs Geläuf bringt, auch einem Rückstand hinterherlaufen könnte. Nur bin ich jetzt wieder davon überzeugt, dass die Mannschaft dann in der Lage sein wird, sich dagegenzustemmen und im Fall der Fälle das Ruder herumzureißen, um aus Bielefeld etwas Zählbares mitzunehmen.

Über die richtige taktische Ausrichtung brauchen wir uns nun, denke ich, keine mehr Sorgen zu machen. Die Mannschaft hat mit Bielefeld einen Gegner vor der Brust, wo sie zeigen kann, dass sie auch offensiv im Stande ist, etwas zu leisten. Hinten aggressiv dem Gegner auf die Nerven gehen, stabil stehen, dann schnell, präzise umschalten und kontern sind die Zutaten für einen erfolgreichen Sonntagnachmittag auf der Alm.

Am wichtigsten wird es unabhängig vom Ergebnis sein, zu sehen, ob sich an der Grundeinstellung, wie man mit dem Löwen auf der Brust zu spielen hat, etwas geändert hat – und da bin ich sehr optimistisch!

So könnte Bielefeld beginnen

Datenquelle: Wyscout

Arminia Bielefeld: Relative Ruhe trotz Doppelabstieg

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Die Alm von Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld - TSV 1860 (2015)

Vier Unentschieden in Folge stehen bei Arminia Bielefeld aktuell zu Buche, der letzte Sieg der Ostwestfalen datiert gar vom 28.10., als man den FC Ingolstadt 04 passenderweise mit einer 0:4-Klatsche zurück an die Donau schickte. Dennoch ist gibt man sich auf der Alm mittlerweile betont gelassen.

Arminia Bielefeld: Doppelabstieg & mauer Saisonstart

Dies sah vor einigen Wochen jedoch noch ganz anders aus. Nachdem die Arminia binnen einen Jahres von der Bundesliga in die 3. Liga durchgereicht worden war, fand sie sich dort nach dem 9. Spieltag und empfindlichen Pleiten gegen Saarbrücken (2:6) und im Derby gegen Verl (1:3) plötzlich auf Rang 18 wieder. Die Alarmglocken schrillten zwar, doch wurde Ruhe bewahrt und an Trainer Mitch Kniat, der zur neuen Spielzeit verpflichtet worden war, festgehalten. Inzwischen hat sich der DSC stabilisiert und orientiert trotz zuletzt fünf Spielen ohne Sieg eher nach oben.

Dass es bei den Ostwestfalen nicht von Beginn an rund laufen würde, war indes vorauszusehen. Zu stark war die Fluktuation innerhalb des Kaders gewesen, denn 27 (!) Abgängen standen immerhin 20 (!) Neuzugänge gegenüber.

Vier Ex-Löwen auf der Alm

Einige dieser Neuzugänge sind beim TSV 1860 keine Unbekannten, denn mit Merveille Biankadi, Semi Belkahia, Christopher Lannert und Marius Wörl haben gleich vier Spieler eine Löwen-Vergangenheit. Im Interview mit dem Merkur stellt Chris Lannert fest:

“Wir sind als Ex-Münchner alle gut befreundet, unternehmen auch viel zusammen – wir sind alle froh, hier gelandet zu sein. Mit Semi treffe ich mich hin und wieder zum Spazierengehen, er hat jetzt auch einen Hund, und wir wohnen auch nicht so weit auseinander.”

Lannert ist inzwischen Vizekapitän der Arminia, der unumstrittene Leitwolf hingegen ist Stürmer Fabian Klos, der trotz seiner 36 Jahre unverzichtbar erscheint und in der laufenden Saison bereits sechs Tore beisteuerte.

Arminia Bielefeld – TSV 1860: Wunschaufstellungen sechzger.de

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Wappen 1860 Trikot 92/93 Löwen Wunschaufstellungen
Der Löwe auf einem Trikot des TSV 1860

Maurizio Jacobacci wurde kürzlich seitens des TSV 1860 freigestellt, mit U21-Coach Frank Schmöller hat ein Trainer interimistisch das Traineramt übernommen, der sich in der Entwicklung und Ausbildung junger Spieler auskennt. Die Karten werden also komplett neu gemischt und mit Mansour Ouro-Tagba, Devin Sür, Lukas Reich, Sean Dulic, Moritz Rem und Leon Tutic durften sich Talente im Training präsentieren, die länger oder bisher gar nicht im Profikader dabei waren. Für das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld fallen beim TSV 1860 die verletzten Joel Zwarts und Daniel Winkler sowie der erkrankte Fabian Greilinger aus; zudem fehlt Leroy Kwadwo gelbgesperrt. Michael Glück hingegen steht nach seiner Sperre wieder zur Verfügung. Nicht nur Frank Schmöller, sondern die sechzger.de Redaktion steht vor der interessanten Aufgabe, die richtige Startelf für Spiel 1 nach Jacobacci zu wählen.

Anmerkung: Die Aufstellungen der Redaktion wurden bereits am Donnerstag erstellt, als der Ausfalls Marco Hillers noch nicht bekannt war.

Wunschaufstellungen: Arminia Bielefeld – TSV 1860

Thomas Enn

Thomas würde keine großen und grundlegenden Änderungen vornehmen. Für die absenten Greilinger und Kwadwo würden Steinhart und Glück in die Startelf rücken. Im Tor der Löwen stünde unverändert David Richter.

Die Wunschaufstellung von Thomas

Stefan Kranzberg

Sehr ähnlich sähe die Aufstellung bei Stefan aus, der ebenfalls Steinhart und Glück in der ersten Elf sieht. Einzige weitere Änderung: Statt Tim Rieder, der nach Stefans Ansicht seiner Führungsrolle zuletzt nicht ausreichend gerecht wurde, dürfte sich Niklas Tarnat mal wieder von Beginn an beweisen. Perspektivisch könnte sich Stefan den jungen Lukas Reich auf der rechten Außenverteidigerposition vorstellen, der am Wochenende jedoch noch in der U19-Bundesliga im Einsatz sein wird.

Die Wunschaufstellung von Stefan

Jan Schrader

Auch Jan würde das Rad nicht komplett neu erfinden, personell jedoch interessante Änderungen vornehmen. So würde bei ihm Julian Guttau den erkrankten Fabian Greilinger links hinten ersetzen – eine Position, die er beim SC Freiburg II auch gelegentlich bekleidet hatte. Auf der linken Offensivposition bekäme Milos Cocic eine Chance von Beginn an. Und: Im Tor würde Marco Hiller wieder in die Startelf zurückkehren!

Die Wunschaufstellung von Jan

Florian Buch

Flo setzt ebenfalls auf das gewohnte 4-2-3-1, würde rechts hinten jedoch Kaan Kurt wieder eine Chance geben. Bei ihm dürfte Milos Cocic die Zehner-Position bekleiden und im Angriff würde er U21-Stürmer Samir Neziri (6 Saisontore) aus dem Hut zaubern.

Die Wunschaufstellung von Florian

Bernd Winninger

Mr. Taktiktafel Bernd Winninger würde es auf der Alm mit einem 4-1-4-1 probieren und auch personell Veränderungen vornehmen. Vor der Viererkette gäbe Niklas Tarnat den Abräumer, für Rieder und Starke bliebe nur ein Platz auf der Ersatzbank. Die offensive Viererkette bestünde aus Guttau, Cocic, Zejnullahu und Schröter, die den schnellen Mansour Ouro-Tagba im Sturm mit Vorlagen füttern sollen.

Die Wunschaufstellung von Bernd

Eure Meinung ist gefragt

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Eurer Wunschelf am nächsten? Oder habt Ihr ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Grafiken: meineaufstellung.de

Löwenrunde: “Alles vergessen machen”

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Löwenrunde Schmöller: Alles vergessen machen
Löwenrunde Schmöller: Alles vergessen machen

Am Sonntag um 16:30 Uhr (live bei MagentaSport) sind die Löwen bei Arminia Bielefeld zu Gast. Es wird das erste Spiel unter Frank Schmöller als Interims-Coach an der Seitenlinie sein, nachdem das Heimspiel gegen Essen am vergangenen Wochenende aufgrund der Schneemassen abgesagt werden musste. Bei der Löwenrunde vor dem Auswärtsspiel sprach Schmöller über die Kaderzusammenstellung, den Gegner und die Stimmung in der Mannschaft. Von den Zuschauerplätzen aus verfolgte Stefan Lex die Löwenrunde, er hat inzwischen seinen neuen Job in der Verwaltung der Sechzger angetreten.

Baby-Pause für Hiller – Greilinger fehlt

Gut gelaunt begrüßte Schmöller die Pressevertreter. Er informierte zu Beginn, dass Greilinger aufgrund eines Virus-Infekts am Wochenende nicht zur Verfügung stehen wird. Frühzeitig in die Winterpause verabschiedet hat sich auch Keeper Hiller. “Seine Frau und er erwarten ein Kind. Am Sonntag ist der Geburtstermin. Sonst hätte es einen offenen Konkurrenzkampf gegeben. So aber wird in Bielefeld und Mannheim Richter im Tor stehen”, erklärte Schmöller. Als Ersatz-Keeper steht Schmid auf dem Aufstellungsbogen. Keinen Kontakt habe es von ihm zu Zwarts gegeben, der seine Reha bekanntlich außerhalb Münchens absolviert.

Chance für junge Spieler ist denkbar

Auf Nachfrage von sechzger.de erklärte Schmöller, der in den letzten Tagen einige Spieler der U19 und der U21 zur ersten Mannschaft hochgezogen hatte: “Die Jungs haben einen guten Eindruck hinterlassen. Es kann gut sein, dass jemand mitfährt. Der eine oder andere hat sich ins Blickfeld gespielt, aber das teile ich der Mannschaft morgen mit”. Weiter wollte er sich zum Kader nicht äußern. Schmöller erklärte, dass es in Bielefeld wichtig sei, die Einstellung und die Mittel zu finden, um die Bielefelder in den Griff zu bekommen, die offensiv große Qualität im Kader haben. “Sonst kann es auf der Alm unangenehm werden”, sagte der Interims-Coach weiter, der sich gerne an Bielefeld erinnert: “Als Spieler habe ich dort nie verloren. Uns erwartet sicher eine tolle Atmosphäre und eine große Herausforderung”.

Fortschritte im Training erkennbar

Ebenfalls auf Frage von sechzger.de bestätigte Schmöller, er habe im Training Fortschritte im Team erkennen können. “Wir haben eine bessere Kommunikation auf dem Platz. Man hat im Training gesehen, das Leben im Team ist. Ich habe viele Einzelgespräche geführt und mit dem Mannschaftsrat kommuniziert. Jeder Spieler weiß woran er ist”, sagte der Löwen-Dompteur. Selbstvertrauen müssen sich seine Kicker über harte Arbeit im Training und Spiel holen und “bereit sein, sich zu wehren”, ergänzte Schmöller.

Schmöller: “Können in zwei Wochen alles vergessen machen”

Dem abgesagten Heimspiel gegen Essen trauert Schmöller nur bedingt hinterher. “Die zusätzliche Zeit mit der Mannschaft war nicht schlecht. Auch wenn ich gerne mit einem Heimspiel im Grünwalder angefangen hätte. Das war ein Traum von mir”, sagte der TSV-Coach. So habe man die Zeit genutzt um sich kennenzulernen. Nun wisse jeder Spieler, was von ihm erwartet wird. “Wir haben jetzt in zwei Spielen die Möglichkeit, fast alles vergessen zu machen, was vorher war. Es ist sehr wichtig, mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen”, sagte Schmöller weiter.

Schwerer Gegner – gute Vorbereitung

“Bielefeld ist eine sehr flexible Mannschaft mit Tiefgang. Wir müssen auf dem Platz die richtigen Antworten finden. Ich bin kein Freund des Steinchenverschiebens an der Taktiktafel. Wir haben sie analysiert und gesehen, wo sie ihre Stärken und Schwächen haben. Ob wir über einen geordneten Spielverlauf oder über Umschaltspiel agieren, das ist situationsbedingt. Wir müssen Antworten finden”, fordert Schmöller auch von seinem Team Flexibilität.

Mit dem Flugzeug zum Auswärtsspiel

Die Löwen reisen am Samstag mit dem Flugzeug nach Hannover und verbringen ist Ostwestfalen eine Nacht im Hotel, um ausgeruht ins Spiel zu gehen. “Für mich ist das auch neu. Mein letztes Spiel mit Hotelübernachtung ist ungefähr 27 Jahre her”, gab sich Schmöller gut gelaunt. “Ich habe die Abläufe detailliert mit Fatih, unserem Teammanager, durchgesprochen. Wir werden das etwas entspannter gestalten und am Sonntag eine Stunde länger ausschlafen”, sagte Schmöller weiter.

Keine Angst vor Kloß

“Wir dürfen ihn nicht in die Gefahrenzone kommen lassen und müssen bereits frühzeitig die Flanken verhindern. Im Strafraum ist er schwer zu verteidigen. Dort muss man mit ihm Kontakt haben und eine Räume lassen”, forderte Schmöller in Bezug auf Arminia-Stürmer Kloß. Keine großen Besonderheiten, abgesehen von einem Gespräch am Rande des Spiels, erwartet er im Hinblick auf die Ex-Löwen im Kader der Arminia. “Das spielt für uns keine Rolle”, sagte Schmöller. Rund um die Pressekonferenz sorgte er immer wieder für Lacher, als er beispielsweise fragte, ob es denn bei der Löwenrunde nichts zu Essen gäbe, oder dass sich Lex nicht habe für einen Platz im Kader empfehlen können. Auch zum Abschluss hatte er die Lacher auf seiner Seite. “Die Bild ist heute so ruhig, das bin ich gar nicht gewohnt” scherzte der Übungsleiter.

Mit guter Laune und 1.000 Löwenfans unterwegs

Die Stimmung im Lager der Löwen scheint also zu stimmen. Unterstützt werden die Sechzger in Bielefeld trotz der unangenehmen Anstoßzeit am späten Sonntagnachmittag von etwa 1.000 Schlachtebummlern aus der blauen Landeshauptstadt. Mit einem Dreier könnten die Löwen nicht nur Maurizio Jacobacci, sondern auch die schwachen Ergebnisse der letzten Wochen vergessen machen. Wer zu Hause die Daumen drückt, kann das Match wie gewohnt bei uns im Live-Ticker verfolgen.

 

Marco Hiller fehlt den Löwen in Bielefeld und Mannheim

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Marco Hiller (TSV 1860)
Marco Hiller, Torwart des TSV 1860

Aus dem wohl schönsten Grund der Welt wird Marco Hiller dem TSV 1860 bei den bevorstehenden Auswärtsspielen in Bielefeld und Mannheim fehlen. Seine Lebensgefährtin Chloé erwartet in den kommenden Tagen Nachwuchs.

TSV 1860 in Bielefeld und Mannheim ohne Hiller

Nachdem zuletzt ohnehin David Richter das Tor des TSV 1860 gehütet hatte und auch bei Frank Schmöller die Tendenz in Richtung des Neuzugangs aus Offenbach zeigte, wird voraussichtlich Julius Schmid in den kommenden beiden Partien den Platz auf der Ersatzbank einnehmen.

Marco Hiller zeigte sich dankbar, bei der Geburt seines ersten Kindes dabei sein zu dürfen:

“Bei der Geburt des eigenen Kindes dabei zu sein wird sicher eines der schönsten Erlebnisse, bei dem ich meiner Freundin Cloé unbedingt beistehen möchte. Ich habe schon von einigen Mannschaftskollegen gehört, wie einzigartig es ist, den Nachwuchs zum ersten Mal in den Armen zu halten. Auf diesen Moment freue ich mich unglaublich. Daher bin ich Frank Schmöller sehr dankbar, dass er mir ermöglicht, in München bleiben zu können.”

Wir wünschen Marco, Chloé und ihrem Nachwuchs natürlich nur das Beste!

Bild: Oliver Rabuser