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Sechzig um sieben: Bündnis Zukunft präsentiert seine Ideen

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Gestern war es weitgehend ruhig um den TSV 1860 München. Sportlich könnte es kaum besser laufen nach sieben ungeschlagenen Spiele in Folge und beruhigenden elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge. Einzig abseits des Rasens gab es gestern relevante Geschehnisse: das Bündnis Zukunft präsentierte erstmals öffentlich seine Ideen.

Talk des Bündnis Zukunft: Ideen zu Finanzen und Marketing

Im Rahmen eines Online Talks stellte das Bündnis Zukunft seine Gedankenansätze zu einer rosigen Löwenzukunft vor. Thomas Heigl stellte die finanzielle Bestandsaufnahme der Privatinitiative vor. Diese beinhaltete wenig Überraschendes. Nämlich, dass die KGaA bilanziell überschuldet ist, jedes Geschäftsjahr mit negativem Ergebnis abgeschlossen wird und infolgedessen frisches Geld benötigt wird. Dazu präsentierte Heigl vier Möglichkeiten: Kapitalerhöhung durch beide Gesellschafter, einseitige Kapitalerhöhung durch die HAM (was eine Verwässerung der e.V.-Anteile bedeuten würde), Einstieg eines weiteren Gesellschafter und weiterhin Kapitalzuführung mittels Genussscheinen durch die HAM. Also nichts dabei, auf was nicht jeder interessierte Löwenfan schon seit geraumer Zeit selbst gekommen wäre.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe “Vision, Marke & Kommunikation” stellte Alexander Möst vor. Er verglich dabei den TSV 1860 München mit einem Motorradclub und man fühlte sich ein wenig an Präsident Mayrhofer und Motörhead erinnert. Es wurde ein schwer nachvollziehbares Leitbild vorgestellt, nebulös angedeutet, dass das Merchandising zukünftig “aus einer Hand” kommen solle, was wohl durch die Blume das Aus für den e.V.-Shop bedeuten würde. Bemerkenswert war noch, dass unter der Überschrift “Fans und Fanclubs” die Einführung eines Sponsoren-Arbeitskreises gefordert wurde. Am Ende schwirrte einem tatsächlich ein Klassiker von Motörhead durch den Kopf.

News aus der dritten Liga

Saabrücken gewinnt bei Viktoria Köln

Im Nachholspiel des 21. Spieltags gelang dem 1. FC Saarbrücken ein Auswärtssieg bei Viktoria Köln. Die Saarländer gingen in der 3. Spileminute durch Naifi in Führung. Direkt nach der Pause legte Brünker das 0:2 nach (47. Minute). Der Viktoria gelang durch Becker in der 55. Minute der Anschlusstreffer. In der 68. Minute scheiterte Rabihic zunächst mit einem Elfmeter an Voll, aber Naifi konnte den Nachschuss zum 1:3 verwerten. Kerber sorgte dann in der 85. Minute mit 1:4 für die endgültige Entscheidung. In der Nachspielzeit konnte jedes Team noch ein Mal treffen, so dass Saarbrücken 5:2 gewinnen konnte. Damit liegt 1860 jetzt in der Tabelle definitiv drei Punkte vor Viktoria Köln auf Rang 13.

Aue mit Personalsorgen zum Spitzenreiter

Der Sieg im Derby gegen Dynamo Dresden gibt den Schachtern naturgemäß gehörigen Auftrieb. Nach dem Tabellenzweiten haben die Auer nun direkt das Auswärtsspiel beim Tabellenersten aus Regensburg vor der Brust. Dort wird Pavel Dotchev auf zahlreiche Stammkräfte verzichten müssen. Gelb-gesperrt werden Tim Danhof und Omar Sijaric fehlen. Verletzungsbedingt können die Reise in die Oberpfalz Maximilian Thiel, Niko Vukancic und Linus Rosenlöcher nicht antreten.

Essen will mit Dabrowski verlängern

Der letzte Saison schwer umstrittene Christoph Dabrowski steht kurz vor einer Vertragsverlängerung bei Rot-Weiss Essen. Nachdem erfolgreich überstandenen Abstiegskampf der letzten Saison, spielen die Rot-Weißen diese Saison um den Aufstieg. Gute Argumente für Dabrowski, dessen Kontrakt nun kurzfristig um zwei Jahre bis 2026 verlängert werden soll.

Damit seid Ihr wieder up to date, was 1860 angeht. Wer hätte gedacht, dass man sich im Jahre 2024 nochmal an Motörgerd erinnern würde. Habt einen schönen Tag!

Bündnis Zukunft 1860 lädt zum ersten “Bündnis-Talk”

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Bündnis Zukunft 1860 Logo Symbolbild

Das “Bündnis Zukunft 1860” rund um Initiator Martin Gräfer hat zum ersten “Bündnis-Talk” geladen. Teilnehmen können nur Personen, die sich auf der Website des Bündnisses registriert haben und angenommen wurden.

“Bündnis Zukunft 1860” – was will der Zusammenschluss?

Das “Bündnis Zukunft 1860” wurde im November letzten Jahres aus Sponsoren und VIP-Dauerkarteninhabern des TSV 1860 München gegründet (Sechzger.de berichtete zuerst). Das offiziell kommunizierte Ziel des marketingmäßig stark gepushten Konstrukts ist die neutrale Unterstützung des TSV 1860 München (jedoch wohl nur des Profifußballs und des Nachwuchses) in festgelegten Arbeitsgruppen. Diese umfassen

  • Vision, Marke & Kommunikation

  • Stadion und Infrastruktur

  • Finanzplanung und Vereins- und Gesellschafterstrukturen

  • Jugend- und Nachwuchsförderung

Die Arbeitsgruppe “Meisterschaft” wird inzwischen nicht mehr auf der Website des “Bündnis Zukunft 1860” aufgeführt. Nach Informationen von sechzger.de ist die Mitwirkung in den Arbeitsgruppen jedoch nicht ohne Weiteres möglich – diese seien mitunter “ausgelastet”.

Selbst bezeichnet sich das “Bündnis Zukunft 1860” wie folgt:

Das Bündnis Zukunft 1860 ist eine Plattform von treuen und langjährigen Unterstützern des TSV 1860 München, die den Verein inhaltlich und strukturell entscheidend voranbringen möchten. Das Bündnis ist überparteilich und selbstverständlich offen für alle! Es ist geeint durch seine inhaltliche Ausrichtung, wesentliche Themen für den TSV 1860 München voranzutreiben.

Kandidaturen für die Verwaltungsratswahl?

Da sich das Bündnis Zukunft 1860 in einer seiner Arbeitsgruppen die “Vereins- und Gesellschafterstrukturen” auf die Fahne geschrieben hat, stellen sich Fans die Frage, was hiermit gemeint sein soll. Die Strukturen des Vereins sind in der Vereinssatzung geregelt, die der KGaA in der Gesellschaftsssatzung, die Zusammenarbeit zwischen den beiden KGaA-Gesellschaftern soll grundsätzlich der Kooperationsvertrag regeln.

Sind also Änderungen an personellen Strukturen geplant?

Blickt man auf den Verein, kann man die Vereinsstrukturen nicht einfach so ändern. Es wären umfangreiche Satzungsänderungen notwendig, um hier die Struktur der Gremien mit Zuständigkeiten und Rechten zu verändern.

Die personellen Strukturen in den Gremien selbst lassen sich jedoch ändern: durch Kandidaturen für die entsprechenden Gremien, insbesondere den Verwaltungsrat, der bei der Mitgliederversammlung 2024 neu gewählt wird.

Konkreten Fragen, ob das Bündnis Kandidaturen aus den eigenen Reihen für die kommenden Verwaltungsratswahlen beabsichtigt, weicht das “Bündnis Zukunft 1860” bisweilen aus und verweist auf seine Sacharbeit, es gehe ausschließlich darum, “Inhalte voranzutreiben”. Jedoch möchte man auch “Verbesserungen in den bestehenden Strukturen” erreichen. Darunter ließen sich durchaus Kandidaturen für den Verwaltungsrat subsumieren. Zudem will das Löwenmagazin aus interner Kommunikation des Bündnisses erfahren haben, dass es Absichten gibt, “auch Kandidaten für den Verwaltungsrat zu stellen. Von mindestens sieben Kandidaten ist die Rede, im besten Fall neun.”

Wie neutral ist das “Bündnis Zukunft 1860”?

Fest steht, dass das Bündnis Zukunft 1860 mit dem Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik gesprochen hat, als dieser der Stadt München einen Blitzbesuch abstattete. Die Vereinsvertreter, insbesondere das Präsidium, wurden von Ismaik nicht über dessen Besuch informiert, das Bündnis in Person von Initiator Martin Gräfer jedoch sehr wohl. Wieso unterrichtete Gräfer nicht die e.V.-Verantwortlichen und initiierte ein Treffen zwischen den Gesellschaftern, ggf. unter der Moderation des neutralen “Bündnis Zukunft 1860″?

Offen ist auch, ob das neutrale Bündnis Zukunft 1860” den Verein über die Gespräche mit Ismaik und ggf. deren Inhalte unterrichtete. Es dürfte dem Verhältnis zwischen den Gesellschaftern wenig dienlich sein, wenn nun noch eine Dritte Partei ohne entsprechende Legitimation in Verein und/oder KGaA “mitwurschtelt”, ohne dass ein Informationsfluss zwischen den Gesellschaftern zustandekommt. Verschwiegenheitsverpflichtungen sollten hier nicht als Ausreden herangezogen werden dürfen: ein neutraler Vermittler sollte sich als Bedingung für ein Gespräch gegenüber dem anderen Mitgesellschafter nie zur Verschwiegenheit verpflichten lassen.

Erwartung auf die Inhalte des “Bündnis-Talks”

Somit werden Inhalte und Ergebnisse des “Bündnis-Talks” mit Spannung erwartet. Da das “Bündnis Zukunft 1860” auch eine Frage-Antwort-Runde plant, wird es sich mit Sicherheit auch den Fragen nach der politischen Ausrichtung und etwaiger Kandidaturen für die Verwaltungsratswahl stellen müssen. Schwammige Antworten zu diesem Thema dürften bei den Löwenfans nicht gut ankommen – das konnte man schon beim Fan-Talk im Oktober letzten Jahres in der Alm beobachten, als Ex-Geschäftsführer Marc-Nicolai-Pfeifer kaum Konkretes auf die Fragen der Fans entgegnete.

 

 

 

Video- & Fotogalerie zu TSV 1860 – Hallescher FC

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Tsv 1860 Hallescher Fc Fotogalerie Titel

Mit der (etwas verspäteten) Video- und Fotogalerie beschließen wir die Berichterstattatung zur Partie TSV 1860 München – Hallescher FC. Auch die ungewohnte Anstoßzeit am Sonntag um 19.30 Uhr konnte die Löwen nicht stoppen.

Video aus dem Grünwalder Stadion

Nachfolgend ein Video von der Ehrenrunde nach dem 1:0-Sieg der Giannikis-Elf im Sechzgerstadion. Noch mehr Bewegtbilder rund um die Löwen findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie zu TSV 1860 München – Hallescher FC

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Sechzig um Sieben: Präsidium äußert sich zu Aussagen von Ismaik

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Zwei Tage nach dem Heimsieg gegen den Halleschen FC beschäftigten sich gestern noch einmal zwei Artikel mit der Partie vom Sonntagabend. Zum einen war das die Taktiktafel-Analyse, zum anderen die neue Ausgabe des sechzger.de Talks. Außerdem äußerte sich das Präsidium zu den neuen Aussagen von Hasan Ismaik und es gab einen Bericht über die aktuellen Fan-Proteste gegen die DFL. Zu guter Letzt erfolgt heute wie gewohnt auch ein Blick auf die Konkurrenz in der 3.Liga.

sechzger.de Talk Folge 145 online

Die nächste Ausgabe des Podcasts von sechzger.de ist seit gestern online zu finden. Jan spricht dabei mit seinen Gästen über den Heimsieg gegen den Halleschen FC sowie das bevorstehende Auswärtsspiel beim SC Verl. Aber auch die Vereinspolitik kommt in Folge 145 nicht zu kurz. Besprochen wird der Rücktritt von Hans Sitzberger, das Interview von Hasan Ismaik sowie der Besuch der beiden Geschäftsführer im Blickpunkt Sport.

Interview mit Ismaik in der Abendzeitung, Teil 3

Eben jenes Interview von Hasan Ismaik erschien in den letzten Tagen in insgesamt drei Teilen in der Abendzeitung. sechzger.de-Redakteur Valentin widmete sich nach Teil 1 und 2 nun auch der dritten Veröffentlichung. Dabei reist er unter dem Titel “Ismaiks Schabernack” in das Reich der Poeten – absolut lesenswert!

Präsidium nimmt Stellung zu Aussagen von Hasan Ismaik

Auch das Präsidium (aktuell bestehend aus Robert Reisinger sowie Heinz Schmidt) hat sich mit den Aussagen von Hasan Ismaik beschäftigt und ein Statement veröffentlicht. Dabei stellt es zunächst noch einmal klar, dass es keinerlei Kontaktaufnahme seitens des Mitgesellschafters gab. Insgesamt erkennt es mit den Aussagen im Interview einen Strategiewechsel seitens Ismaik. Man habe zum ersten Mal gehört, dass der Jordanier bereit sei “seine Anteile zu veräußern“. Mit diesem Schritt sehen Reisinger und Schmidt eine Chance die “ungute Polarisierung” zwischen den beiden aktuellen Gesellschaftern zu lösen.

Der Heimsieg gegen Halle in der Taktiktafel-Analyse

Zurück zum Sportlichen: erfreulicherweise gab es am Wochenende den dritten Heimsieg in Folge zu bejubeln. Bernd hat sich wie immer ausführlich in der Taktiktafel-Analyse mit dem Geschehen auf dem Platz beschäftigt. Dabei analysiert er unter anderem die Zahlenwerte und teilt die Partie dafür in vier Phasen ein. Grundsätzlich sieht er in den Löwen einen verdienten Sieger, wenn auch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Bericht zu den DFL-Protesten und den Zusammenhang mit dem TSV 1860

Ausführlich war nicht nur die Taktiktafel, sondern auch ein weiterer Artikel bei sechzger.de. Dieser beschäftigt sich mit den Fan-Protesten rund um den möglichen Investoren-Deal der DFL. An den vergangenen Wochenenden wurden mit Tennisbällen oder ferngesteuerten Fahrzeugen Spielunterbrechungen provoziert, die mediales Aufsehen erregt haben. Thomas Spiesl hat sich den aktuellen Stand genau angesehen und ordnet die Proteste auch im Zusammenhang mit dem TSV 1860 München ein. Mittlerweile scheinen die Fans erhört zu werden: aktuell wird über eine mögliche, neue Abstimmung beraten.

Nächstes Pubquiz voraussichtlich am 06.März

Die Abteilung Vereinsgeschichte befindet sich bereits in der Vorbereitung auf das nächste Pubquiz. Geplant ist die Veranstaltung voraussichtlich für den Mittwoch, 06.März. Ort und genauer Zeitpunkt werden noch bekannt gegeben. Gut möglich ist es, dass das Pub Quiz im neuen Bamboleo stattfindet, wo die Arbeiten weiterhin auf Hochtouren laufen.

SV Sulzemoos freut sich auf den TSV 1860 München

Noch weiter in der Zukunft liegt ein weiterer Termin, auf den sich die kommenden Gastgeber aber schon jetzt freuen. Wie der SV Sulzemoos bekannt gegeben hat, wird der TSV 1860 München in der Sommer-Vorbereitung auf die Saison 2024/25 beim aktuellen Bezirksligisten zu Gast sein. Das Testspiel war ursprünglich im Jahr 2022 anlässlich des 75.Geburtstags geplant und wird nun nachgeholt.

News aus der 3.Liga

Essen vor Verlängerung mit Dabrowski

Es gab noch Zeiten, da wurde Christoph Dabrowski bei den Fans von Rot-Weiss Essen durchaus kritisch gesehen. Das ist aber mittlerweile vorbei, nicht zuletzt aufgrund der starken Saison von RWE. Momentan steht der Verein auf Platz 6 der Tabelle. Seit längerem wollen die Verantwortlichen gerüchteweise mit Dabrowski verlängern. Nun scheint neue Bewegung in die Angelegenheit zu kommen, im Raum steht ein Vertrag bis 2026.

Ristic bekommt Rückendeckung in Halle

Die Lage für den Halleschen FC ist nach der Niederlage gegen die Löwen weiter bedenklich. Mit 25 Punkten aus 26 Spielen belegt der HFC momentan Rang 16 in der 3.Liga. Mit 55 Gegentreffern stellt man die schwächste Defensive aller Drittligisten. Dennoch genießt Trainer Sreto Ristic weiterhin das “uneingeschränkte Vertrauen” des Vorstands wie nach einer Krisensitzung am Sonntagabend bekannt wurde. Doch ganz so fest im Sattel sitzt der Trainer Medieninformationen zufolge nicht. Sollte Halle am kommenden Wochenende auch gegen den VfB Lübeck verlieren, dürfte die Jobgarantie für Ristic erneut auf dem Prüfstand stehen.

Nachholspiel zwischen Köln und Saarbrücken

Heute abend ab 18:60 Uhr empfängt Viktoria Köln den 1.FC Saarbrücken im Sportpark Höhenberg. Die Partie sollte ursprünglich am 21.Spieltag stattfinden, konnte aber witterungsbedingt nicht wie geplant Ende Januar stattfinden. Mit einem Heimsieg könnte die Viktoria nach Punkten sowohl mit dem FCS als auch mit den Löwen gleich ziehen. Allerdings haben die Saarbrücker auch noch das Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching vom 25.Spieltag aufgrund der Unbespielbarkeit des Rasens nicht absolviert. Diese Partie wurde im April neu angesetzt.

Präsidium nimmt Stellung zu Ismaiks Besuch und dessen Interview

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. hat zum Besuch von Hasan Ismaik in München vergangene Woche sowie zu dessen Interview-Reihe in der Abendzeitung Stellung genommen.

“Begrüßen diesen Schritt ausdrücklich”

Wohlgemerkt begrüßt das Präsidium nicht ausdrücklich Ismaiks unangekündigten Besuch in München – dieser “Blitzbesuch” habe stattgefunden, “ohne das Präsidium davon zu informieren”. Und dies trotz “zahlreicher Einladungen sowohl schriftlich als auch mündlich” durch den Verein in der Vergangenheit. Ausdrücklich begrüßen Robert Reisinger und Heinz Schmidt die angedeutete Veräußerung Ismaiks, der durch die baldige Manifestieren der 50+1-Regel, welche er “seit dem Sommer 2017 (…) mit größtmöglichen Anstrengungen” versucht habe, “zu Fall zu bringen”.

Der Wortlaut der Stellungnahme des Präsidiums des TSV München von 1860 e.V.

Liebe Löwinnen und Löwen,

aktuell erhalten wir Nachfragen aus den Reihen unserer Mitglieder, die Vereinsvertreter mögen sich zu den Worten unseres Mitgesellschafters Hasan Ismaik aus einem mehrteiligen Interview mit der Münchner Abendzeitung äußern. Wir ordnen deshalb die wesentliche dort veröffentlichte Aussage aus unserer Sicht ein.

Hasan Ismaik ist zu einem Blitzbesuch in München erschienen, ohne das Präsidium davon zu informieren. Während Mitglieder und Medien häufig die Frage stellen “Warum spricht der Präsident nicht mit Hasan Ismaik?“, ist es tatsächlich so, dass vom Verein zahlreiche Einladungen sowohl schriftlich wie mündlich (über seine Vertreter) ausgesprochen wurden. Der Verein war und ist dialogbereit.

Seit dem Sommer 2017 hat HAM International Limited aus Dubai, das Beteiligungsunternehmen von Hasan Ismaik, größtmögliche Anstrengungen unternommen, um die 50+1-Regel in Deutschland auf juristischem Weg zu Fall zu bringen. Hasan Ismaiks Aufwand für Anwaltskanzleien und Lobbyarbeit in den vergangenen sechs Jahren ist beträchtlich. 

Begleitet waren seine Bemühungen in diesem Zeitraum häufig von einer bewusst brüsken Haltung gegenüber den gewählten Vereinsvertretern des TSV München von 1860 e. V.. Der Umgang mit uns war erkennbar strategisch motiviert und sollte den Verein und seine gewählten Vertreter in der Öffentlichkeit delegitimieren 

Die Beschwerde vor dem Bundeskartellamt scheint nun aber nicht zum gewünschten Erfolg zu führen. 50+1 wird in Deutschland aller Wahrscheinlichkeit nach als Norm Teil des Regelwerks für den Profifußball bleiben. Vor diesem Hintergrund erkennen wir einen Strategiewechsel bei unserem Mitgesellschafter – auch im Umgang mit dem Mutterverein. Sollte dieser dazu führen, die Handlungsmöglichkeiten für die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA zu verbessern, sehen wir dem als Vereinsvertreter mit großem Interesse entgegen.

Hasan Ismaik selbst hat in genanntem Interview die Option ins Spiel gebracht, seine Anteile zu veräußern. Das hören wir in der Form zum ersten Mal. Unsere Haltung dazu war immer klar: Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA braucht mehr Vielfalt bei den Kapitalgebern. Dann löst sich auch die ungute Polarisierung zwischen unserem alleinigen Mitgesellschafter und dem Verein. Wenn dazu jetzt die Bereitschaft besteht, begrüßen wir diesen Schritt ausdrücklich.

 

Das Präsidium,

Robert Reisinger, Heinz Schmidt

TSV 1860 – Hallescher FC (1:0), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 München – Hallescher FC. Am Ende gewinnen die Löwen verdient in einem zerfahrenen Spiel, dass durch viele Fouls der Gäste oft an Tempo verlor. Der sehenswerte Freistoßtreffer durch Julian Guttau besiegelte das Schicksal der Gäste schon früh in der Partie.

Die Partie TSV 1860 – Hallescher FC wird als Arbeitssieg in die Annalen der Saison 23/24 eingehen. Auch solche Spiele muss man erst mal über die Zeit schaukeln. Die Hallenser wurden wie erwartet von Trainer Sreto Ristic im 4-3-3, das sich gegen den Ball auf ein asymmetrisches 4-4-2 verschob, ins Rennen geschickt. Die Sechzger starteten hingegen im 4-4-2, das in der Spitze wieder sehr variabel angelegt war. Gegen den Ball verschoben die Löwen im eigenen letzten Drittel auf 4-5-1.

Mit zunächst eher mittig bis tief angelegter Pressinglinie und mittig angelegter Defensivlinie erwarteten die Hallenser die Löwen in einer engmaschigen sowie kompakten Formation, die es den Löwen durchaus schwer machte die gegnerische Box zu penetrieren. Auch die Sechzger hatten ihre Pressinglinie zu Beginn des Spiels nicht auf höchstem Niveau stehen. Die Defensivlinie formierte sich von der Höhe her meist diesem Anlauflevel angepasst.

Phasen

Phase 1

In der ersten Phase der Partie, die bis zum Führungstreffer andauerte, hat Halle lediglich einen Positionsangriff tatsächlich bis tief in die Hälfte der Sechzger durchbringen können. Das Mittelfeld der Löwen war in dieser Phase für Halle fast nicht zu durchdringen. Nach dem Führungstreffer für die Sechzger änderte sich die defensive Herangehensweise der Gäste gegen das Positionsspiel der Hausherren im Spiel TSV 1860 – Hallescher FC. Das änderte aber bis zur Halbzeitpause nichts an der Dominanz der Hausherren. Besonders beim Ballbesitz aber auch bei den meisten anderen wichtigen Statistiken (mit einer Ausnahme) sprechen die Zahlen in dieser Phase klar für die Löwen.

Phase 2

Zwischen der 17. Minute, in der die Löwen den Führungstreffer erzielten und dem Pausenpfiff, also der zweiten Phase im Spiel, gelang es der Gastmannschaft trotz aggressiverem und höherem Anpressen lediglich weitere vier Mal bis ins letzte Drittel der Löwen vorzudringen. Ausbeute hierbei waren zwei Ballkontakte für Halle in der Box des TSV 1860 München und ein sehenswerter Fernschuss, den Löwenkeeper Richter sensationell entschärfte und zum Glück an die Latte lenken konnte.

Die Sechzger spielten in dieser Phase offensiv wie defensiv sehr kontrolliert und abgeklärt. Im letzten Drittel wurde versucht über Läufe und Pässe über die gesamte Breite des Spielfelds verteilt in die gegnerische Box einzudringen. Flanken waren Mangelware. Gegen den Ball ließ der TSV 1860, abgesehen von dem gefährlichen Weitschuss des Halleschen FC durch Eitschberger, nichts anbrennen. Drücken wir das anhand der die Chancenqualität bezeichnenden, relativen Zahlen aus, hatten die Sechzger hier einen Qualitätsvorsprung von 58% bei den abgegebenen Schüssen.

Phase 3

Als dritte Phase des Spiels muss man dann die erste halbe Stunde der zweiten Halbzeit ansehen. Halle versuchte den Löwen den Schneid abzukaufen und wurde stärker. Die Sechzger verteidigten ihre Box und das letzte Drittel jedoch gut, sodass Halle zwar zu Chancen kam – diese aber nicht nutzte. Auch die größte Gelegenheit der Gäste durch Deniz, der zentral vor Richters Kasten stehend in der 64. Minute das lange Eck nicht traf, fiel in diese Phase. Die Löwen hatten offensiv in dieser Phase wenig Aktien auf ihrer Seite.

Wenn der TSV 1860 es bis ins letzte Drittel der Gäste schaffte, kam man allerdings bei jedem zweiten Angriff auch in deren Box und zum Abschluss. Allerdings waren diese Situationen rar gesät, sodass es für diese Phase besser klingt als es war. Die Spieler des TSV 1860 München standen jedoch nach wie vor meist gut gegen den Ball. Mit vereinzelten Strafraumszenen der Gäste muss man – weil Fußball ein Fehlerspiel ist und bleibt – je länger eine Partie dauert immer rechnen. Für die Menge an Ballbesitz hätte man allerdings mehr erwarten dürfen, wenn man Fan des HFC wäre. Halle hatte in dieser Phase 66% Ballbesitz und kam dabei lediglich zu sechs Ballberührungen in der Box des TSV 1860.

Phase 4

In der letzten Viertelstunde plus Nachspielzeit entwickelte sich die Partie wieder offener mit einem deutlichen Plus an zuende gespielten Angriffen für die Sechzger, aber leider ohne weiteren Torerfolg – und das trotz Ballbesitzvorteilen seitens der Gäste.

Vor der genaueren Analyse gibt es an dieser Stelle wie immer die statistischen Werte der Partie TSV 1860 – Hallescher FC.

Statistische Werte TSV 1860 – Hallescher FC

  • Ballbesitz TSV 1860 44% – Halle 56%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 83% – Halle 82%
  • defensive Zweikampfquote TSV 1860 68% – Halle 65%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 9/4 – Halle 10/2
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 16,3 – 7,14

Analyse der Statistischen Werte

Ballbesitz (44%:56%)

Wie oben schon bei der Erläuterung der Spielphasen erklärt, hatten die Löwen bis zum Führungstreffer in dieser Kategorie deutliche Vorteile. In Abhängigkeit vom Ballbesitz der Hallenser waren die Sechzger den Gästen hier um 42% voraus. Wir brauchen die Gründe dabei auch keineswegs in unproduktivem Geschiebe in der letzten Reihe suchen. Sechzig war ball- und feldüberlegen, hatte ein deutliches Plus an zuende gespielten Positionsangriffen und natürlich auch die Führung auf der Habenseite.

In der zweiten Phase bis zum Pausentee sahen wir ein Spiel, das ausgeglichenen Ballbesitz (50:50) aufweist. Allerdings waren die Sechzger auch hier deutlich überlegen und brachten während ihrer Ballbesitzphasen die Kugel deutlich öfter ins letzte Drittel des Gegners.

Die dritte Phase in der das Spiel, hätten die Gäste Zielwasser im Gepäck gehabt, möglicherweise hätte kippen können, war geprägt von Dominanz der Hallenser auf dem Feld zwischen den Strafräumen und Ballbesitzvorteilen von 46% in Abhängigkeit des Ballbesitzes der Löwen. Die Abschlussschwäche des Halleschen FC war in dieser Phase entscheidend, dass die Gäste nicht zum Ausgleich kamen.

In der letzten Phase, der Schlussviertelstunde, waren die Gäste zwar nach wie vor mit mehr Ballbesitz unterwegs, aber sie konnten lediglich fünf Mal bis ins letzte Drittel der Löwen vordringen. Bei 30% weniger Ballbesitz in Abhängigkeit vom eigenen Ballbesitz schafften es die Sechzger sechs mal häufiger als die Gäste aus Halle bis ins gegnerische letzte Drittel vorzudringen.

Passgenauigkeit (83%:82%)

Bei der Analyse dieser Statistik müssen wir die Partie nicht in Phasen zerlegen. Die Sechzger waren vor allem im Spiel nach vorne äußerst präzise. In der für Raumgewinn wichtigen Kategorie der progressiven Pässe haben die Sechzger einen Wert von 79% erreicht. Das sagt schon sehr viel aus. Rück- und Querpässe innerhalb der eigenen Defensivabteilung fallen nicht ins Gewicht, hier haben die Löwen keine übertrieben hohen Zahlen aufzuweisen und alles dort befindet sich im Vergleich zu den Pässen in den anderen Mannschaftsteilen in einem annehmbaren Verhältnis.

Anders sieht es da beim HFC aus. 39 Rückpässe sowie sage und schreibe 131 Querpässe innerhalb des eigenen Defensivverbundes spielten die Hallenser, um ihre Angriffe vorzubereiten. Wenn man bedenkt, dass jeder Rückpass hier auch wieder einen mehr oder weniger unproduktiven, weil ohne tatsächlich erzielten Raumgewinn Vorwärtspass nach sich zieht, kommen wir auf 209 Pässe, die keinerlei offensiven Mehrwert für Halle aufweisen. Auf die Gesamtzahl aller Pässe der Hallenser fallen damit rund 44% Pässe, die keine echte Progression ins Spiel des HFC brachten.

Summa Summarum war also trotz insgesamt geringerem Ballbesitz die Produktivität bei den Angriffen bei den Löwen höher. Das sieht man auch an der Gesamtzahl der zuende gespielten Positionsangriffe. In Abhängigkeit der Angriffe, die Halle bis ins gegnerische letzte Drittel durchbringen konnte, haben die Sechzger hier die Nase um 23% gegenüber den Gästen vorn.

Defensive Zweikampfquote (68%:65%)

Wow möchte man sagen wenn man die Zweikampfquote der Löwen sieht, und Doppelwow, wenn man sie mit den Zahlen der letzten Spiele vergleicht. Und das zurecht. Hier zeigt uns die Statistik beider Mannschaften starke Werte. Allerdings muss man unbedingt anmerken, dass die Sechzger insgesamt (also in absoluten Zahlen) viel weniger defensive Zweikämpfe verloren und deutlich häufiger offensive Zweikämpfe gewannen. Das hat unter anderem damit zu tun, dass Halle sehr viel mit hintenherum spielen beschäftigt war, somit selbst deutlich weniger offensive Zweikämpfe führte und sechzig deshalb weniger in Defensivduelle gehen musste.

Zum besseren Verständnis dieser vielleicht für den ein oder anderen etwas komplizierten Zusammenhänge sei gesagt, dass die Löwen mehr als doppelt so viele ihrer offensiven Zweikämpfe gewinnen konnte als die Hallenser. Dass das möglicherweise unlogisch klingt, ändert nichts an der statistischen Wahrheit, die hauptsächlich darauf beruht, dass Halle bei eigenem Ballbesitz für den Weg nach vorn oft einfach sehr lange brauchte.

Wichtig zu erwähnen ist ebenso die Qualität der defensiven Zweikämpfe. Was bei Halle oft in einem Foul endete, konnten die Sechzger größtenteils fair lösen. Die vielen Fouls der Gäste im Spiel TSV 1860 München – Hallescher FC sorgten auch für die Zerfahrenheit der Partie, sodass selten ein richtiger Spielfluss aufkommen konnte.

Im Schnitt gab es alle 50 Sekunden eine Unterbrechung durch Fouls, Ecken, Einwürfe oder Eckstöße. Dabei ist anzumerken, dass die Löwen zwei Freistöße mehr als Einwürfe ausführten. Das ist absolut ungewöhnlich. Auf alle Unterbrechungen heruntergerechnet bedeutet das: es gab 16% mehr Unterbrechungen als im Saisonschnitt. Das ist nicht gerade wenig. Die am meisten ins Gewicht fallenden Unterbrechungen durch oft zeitraubenden Freistoßentscheitungen haben hier einen Anteil von 66% über dem Durchschnittswert.

Schüsse/aufs Tor (9/4:10:2)

Einen Schuss weniger, aber dafür eine um 24% höhere Schussgenauigkeit als der Gegner hatten die Sechzger im Spiel TSV 1860 München – Hallescher FC vorzuweisen.

Die Chancenqualität insgesamt kippt allerdings diesmal auf die Seite der Gäste. Die Hallenser hatten hier ein leichtes Qualitätsplus, das allerdings durch die schwache Chancenverwertung diesmal nicht wirklich relevant ist.

Problematisch ist allerdings, dass wir beim Verteidigen der Box wieder etwas sahen, was mir persönlich und vermutlich auch Euch, liebe Leser, nicht gefallen kann. Kein einziger Schuss der Gäste wurde durch einen Abwehrspieler geblockt.

Witzigerweise schafften die Hallenser das auch lediglich zweimal und das bei Schüssen von vor der Strafraumgrenze.

Die qualitativ beste Chance im Spiel hatte wieder einmal Fynn Lakenmacher. Leider war sein Schussversuch aus ca. sieben Metern nicht druckvoll genug, um den Torhüter der Hallenser ernsthaft prüfen zu können.

PPDA (16,3:7,14)

Hier zeigen uns die Zahlen bezüglich der Pressingintensität gesehen aufs ganze Spiel nicht das, was eigentlich auf dem Platz zu sehen war. Wir müssen also wieder zurück zu den vorher angesprochenen Phasen. In der ersten Phase bis zum Führungstreffer verhielten sich die Hallenser eher passiv und hatten abgesehen vom ersten Positionsangriff im Spiel keine Ambitionen direkt zu pressen. Halle hielt sich in dieser Zeit an die gewohnte Herangehensweise und versuchte Ballgewinne in der zweiten Reihe oder tief zu erzielen.

Nach der Führung durch Julian Guttau veränderte Halle das und lief aggressiver an. Allerdings brachte das den Hallensern zunächst wenig Erfolg im Spiel nach vorne.

Nach dem Pausentee kauften die Gäste durch das weiterhin konsequente Pressing den Löwen etwas den Schneid ab, konnten allerdings trotz des intensiveren Anlaufens und vieler gesetzter Aktionen in den Pressingrelevanten Zonen in diesem Zeitraum nur selten Ballgewinne erzielen.

In der letzten halben Stunde wurde Halle diesbezüglich noch aggressiver mit zwischenzeitlich etwas besserem Erfolg, aber dennoch ohne dass die Pressingarbeit wirklich zu erfolgreichem Angriffsspiel geführt hätte.

Bei den Sechzgern, die in der ersten Phase bis zum eigenen Treffer kaum Probleme hatten selbst in Ballbesitz zu kommen und auch im weiteren Verlauf bis zur Pause im Pressing wenig investieren mussten, da sie sich auf Abspielfehler der Gäste verlassen konnten bzw. durch gutes Stellungsspiel im Mittelfeld und dem eigenen letzten Drittel beim Abfangen gegnerischer Passversuche leicht taten, war nach dem Pausentee alles auf tiefes Verteidigen ausgelegt und somit kaum Aktionen gegen den Ball im pressingrelevanten Raum vorhanden. In der letzten halben Stunde stabilisierte sich das mit dem Topwert für diese statistische Kategorie während der Schlussviertelstunde, als auch die Sechzger dann wieder mehr investierten, um vielleicht doch noch in einer Umschaltaktion zum zweiten Treffer zu kommen.

Das Tor

Ein wunderschöner direkt verwandelter Freistoß von Julian Guttau sorgte in der 17. Minute aus zentraler Position aus etwa 18 Metern für die 1:0 Führung und gleichzeitig den Endstand. Zu bewundern ist das Tor und weitere Highlights hier.

Ich denke mehr gibt es zu diesem Treffer, der im vom Schützen aus gesehen rechten oberen Eck des Tores einschlug, nicht zu sagen.

Das fiel auf

Leroy Kwadwo

Der Verteidiger ist auf der linken defensiven Außenbahn schon in den letzten Spielen positiv aufgefallen, aber am Sonntag war er für mich der beste Mann auf dem Platz. Was er an Laufarbeit leistet ist schon allein aller Ehren Wert. Aber seine progressiven Läufe mit Ball, während derer er nur durch ein Foulspiel des Gegenspielers zu stoppen zu sein scheint, waren am Sonntagabend im Spiel TSV 1860 – Hallescher FC eine Augenweide. Genauso wie sein unermüdlicher und souveräner Einsatz gegen den Ball.

Mit lediglich einem verlorenen Defensivzweikampf, 66% gewonnenen Offensivzweikämpfen und einer Gesamterfolgsquote von 74% bei allen seinen Aktionen hat Kwadwo am Sonntagabend ein Statement gesetzt. Weiter so.

Julian Guttau

Vom Gegner schwer unter Kontrolle zu bringen, mit einer Passquote von 75% (was für einen Offensivspieler sehr gut ist) und dem goldenen Tor am Sonntag konnte sich Guttau zum zweiten Mal für die Elf des Tages im Fachmagazin kicker qualifizieren. Sein gutes Zusammenspiel mit den Nebenleuten führte leider nicht zu weiteren Toren für den TSV 1860, was allerdings nicht ihm anzukreiden ist. Seine drei Schussvorlagen wurden leider nicht verwandelt.

Defensive Stabilität

Zeitweise haben die Löwen etwas gewackelt, aber sie sind nicht gefallen. Trotzdem gilt es gerade in der Box öfter hinter dem Ball bei Chancen des Gegners zu stehen. Die Tatsache, dass keiner der Schüsse des Gegners geblockt werden konnte, lässt sich nicht weg diskutieren. Man kann mir jetzt hier jammern auf hohem Niveau vorwerfen, aber es waren zwei hochgefährliche Situationen dabei in denen die Gäste im Spiel TSV 1860 – Hallescher FC durchaus einen Treffer hätten markieren können.

Die Mannschaft lebt

Speziell die Bilder nach dem Spiel und wer da alles mit lachendem Gesicht von den nicht zum Einsatz gekommenen Spielern freudig gratuliert hat, u.a. Joël Zwarts, der mit Mannschaftskamerad Verlaat feierte, zeigt, dass im Team keiner den anderen den Erfolg oder die Einsatzzeiten nicht gönnt. Das ist schön zu sehen und freut mich persönlich sehr.

Fazit zum Sieg gegen den HFC

In dem äußerst zerfahrenen Spiel TSV 1860 – Hallescher FC gehen die Löwen am Ende als verdienter Sieger, wenn auch ein wenig glücklich, vom Platz. Gehen alle sogenannten 100%igen Chancen in den Kasten steht es am Ende immer noch 3:2 für Sechzig.

Acht ungeblockte Schüsse des Gegners in der Box sind wie gesagt zu viele. Das war schon deutlich besser. Auch den Gegner von der Box fernzuhalten war in den vorigen Spielen für die Löwen einfacher. Nun gibt es dazu zwei Theorien: Halle wird entweder generell weit unter Wert geschlagen oder die Sechzger waren am Sonntagabend diesbezüglich ein wenig unvorsichtig. Die Lösung ist tatsächlich erstere. Lediglich ein Team verzeichnet in der relativen Statistik mehr ungeblockte Schüsse.

Am Samstag in Verl sollte das allerdings wieder besser werden, denn die Ostwestfalen sind was die Chancenverwertung anbelangt eine der besseren Mannschaften in Liga drei.

Zur Foulstatistik muss man noch anmerken, dass ich mich nicht an ein Spiel erinnern kann in dem von einer Mannschaft so deutlich häufiger Foul gespielt wurde als von Halle am Sonntag. Das Fass mit dem leidigen Thema, mit der Konsequenz gelbe Karten für taktische Fouls zu verteilen, die dafür angebracht wären, mach ich heute nicht auf. Am Ende hat ein Foul zum Führungstreffer geführt. Mehr Disziplin täte den Hallensern im Abstiegskampf vermutlich gut. Aber das ist nicht meine Baustelle.

Datenquelle: Wyscout

Was die DFL-Proteste mit den Löwen zu tun haben

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DFL beendet Investorensuche
DFL beendet Investorensuche

Seit Wochen fliegen in fast allen Stadien der Republik Tennisbälle auf den Rasen, es gibt Spiel-Unterbrechungen noch und nöcher. Die Konferenz-Übertragungen auf Sky enden, obwohl mehrere Spiele noch nicht beendet sind. Der Grund dafür sind die Proteste der Fans, die einen Investoren-Einstieg ablehnen, der durch eine umstrittene und geheime Abstimmung auf DFL-Seite möglich gemacht werden sollte. Acht Prozent an einer Vermarktungsgesellschaft sollten an einen externen Bieter vergeben werden, möglichst zum Preis von etwa 1 Milliarde Euro. Blackstone hat sich bereits zurückgezogen, als letzter möglicher Bieter scheint CVC im Rennen zu sein, die Zeichen deuten nun aber auf eine Neuabstimmung. Was die DFL-Proteste mit den Löwen zu tun haben? Dazu später mehr…

Fan-Proteste werden immer kreativer

Am vergangenen Wochenende machten die Fans mit immer kreativeren Aktionen ihrem Unmut Luft: Bislang flogen oft nur Tennisbälle oder Schoko-Taler auf das Spielfeld. Nun sind es ferngesteuerte Autos mit integrierten Rauchtöpfen wie beim Spiel zwischen Hansa Rostock und dem Hamburger SV. Beim Duell zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt kreisten gar Miniatur-Flugzeuge über dem Spielfeld. Die Fans des 1. FC Nürnberg stürmten beim Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern hingegen den Innenraum und verließen diesen nach Gesprächen mit den Offiziellen aber auch wieder sehr geordnet. Damit zeigen die Fans klare Kante, die Kernaussage der Proteste: Der Fußball gehört den Fans!

Unattraktive Spielzeiten zu Lasten der eigentlichen Fans

Dass die DFL nicht nach Wunsch der Fans sondern schlichtweg aus Profit-Interesse agiert, sollte inzwischen allen klar sein. Die Spielzeiten wurden aufgebläht, sodass der Couch-Zuschauer möglichst viele Partien im (Bezahl-) Fernsehen verfolgen kann. Die Folgen für den eigentlichen Fan, der sein Team Woche für Woche live im Stadion verfolgt, werden dabei außen vor gelassen. Dieses Vorgehen kann auch 1:1 auf die 3. Liga abgebildet werden. So wurden beispielsweise beide Duelle zwischen dem VfB Lübeck und dem TSV 1860 München an einem Dienstagabend um 18:60 Uhr angepfiffen bei der wohl längsten Anreise innerhalb der Liga.

Wer braucht Spiele am Sonntagabend?

Am Sonntag mussten die Löwen zuletzt zur Unzeit um 19:30 Uhr gegen Halle ran. Das kann nicht im Interesse der Fans sein, außer wir wollen uns englischen Verhältnissen annähern, wo sich der Normalbürger ein Ticket nicht mehr leisten kann und Fan-Gruppierungen nicht erwünscht sind – ganz zu schweigen von Gäste-Gruppen.
Dies gilt es zu verhindern, denn: Der Fußball gehört den Fans!

Was bezweckt der Vermarkter damit?

Unterscheiden muss man dabei zwei Arten von Fans: Die Zuschauer, die ihr Team Woche für Woche lautstark in ganz Deutschland unterstützen und hunderte, wenn nicht tausende Euro an Kosten in Kauf nehmen, um ihrem Team zu folgen. Diese Fans sind es, die Fußball zum Erlebnis machen und die den Unterschied ausmachen. Beispielsweise zwischen dem Grünwalder Stadion und der Arena auf dem Müllberg im Münchner Norden. Schließlich gehört die Atmosphäre im Stadion mit zum Gesamtpaket, das die Pay-TV-Sender dem Couch-Konsumenten verkaufen. Und wer schafft diese Atmosphäre? Richtig: die Fans. Mir stellt es immer wieder die Nackenhaare auf, wenn ich TV-Kommentatoren sagen höre: “Jetzt reicht es aber wieder mit den Protesten, wir wollen schließlich Fußball sehen…”. Humbug! Ohne Fans kein Fußball und ohne Atmosphäre keine TV-Gelder. Sägt nicht an dem Ast, auf dem ihr sitzt liebe Kommentatoren!

Wer ist der wahre Fußball-Fan?

In der unter Wildmoser erbauten Schüssel im Norden tummelt sich vermehrt die Art Zuschauer, die man als “Kunden” bezeichnen kann. Einmal im Jahr im Stadion für ein kurzes Insta-Video, schnell noch ein Trikot vom neuen Star, der eine Saison später ohnehin für eine spanische, italienische oder gar saudi-arabische Mannschaft aufläuft. Andere Spiele werden daheim vor dem TV verfolgt, wenn man denn Lust und Zeit dazu hat. Sonst tut es auch die Sport-App auf dem Handy. Das ist wohl diese “schweigende Mehrheit” wie sie gerne auf einem Löwen-Blog bezeichnet wird, aber das ist nicht die Gruppe, die den Fußball besonders macht. Denn das sind die Fans die jede Woche bei Wind und Wetter in der Kurve stehen! Der Fußball gehört den Fans!

Was die DFL-Proteste mit den Löwen zu tun haben

Was der Einstieg eines Investors an Folgen nach sich zieht, das zeigt der TSV 1860 München. Näher auf die Probleme und Differenzen einzugehen, erübrigt sich an dieser Stelle. Inzwischen haben sich zwei Lager gebildet, die man wohl kaum noch vereinen kann: Die Fans in der Kurve, die auf der Seite des e.V. stehen und die Anhänger, die sich auf der Seite des Investors aus dem Nahen Osten versammelt haben. Das Für und Wider kann man sich hier ersparen, die Spaltung der Anhänger ist aber offensichtlich. Was ist mir als Anhänger wichtig: Will ich mein Team im Stadion unterstützen oder alle paar Wochen im schicken Trikot auf der heimischen Couch zuschauen? Ich bin der Meinung, dass erstere Gruppe Vorrang hat, denn: Der Fußball gehört den Fans! Und die Fans machen die Spiele erst zu dem was sie sind: Ein atmosphärisches Erlebnis!

Investoren-Clubs mit Zuschauer-Problemen

Blickt man wieder in die Bundesliga, so fällt auf, dass in mehreren (hochmodernen) Arenen diese Fans weitgehend fehlen. In Hoffenheim, in Wolfsburg oder in Leipzig bleiben immer wieder viele Sitzschalen leer. Warum? Ganz einfach, wenn man in Leipzig durch die Stadt läuft wird man vergeblich nach einem Trikot des Clubs unter Regie eines österreichischen Brauseherstellers suchen. Für die Leipziger gibt es nur zwei Clubs: Chemie und Lok. Die Duelle in der vierten (!) Liga sind immer wieder ausverkauft und stimmungstechnisch wohl weit vorne bei dem, was der Deutsche Fußball zu bieten hat.

Kein Interesse am Brause-Team

Zu Rasenballsport Leipzig geht der Event-Zuschauer – ähnlich wie in München. Wobei man bei allen Differenzen mit dem ungeliebten Konkurrenten aus der Seitenstraße nicht verschweigen darf, dass auch die Roten eine durchaus ansehnliche Schar an “echten” Fans haben. Diese reisen aber zum Teil nur noch zu Auswärtsspielen, das Event im heimischen Rund mit Bayern3-Rundum-Beschallung tut man sich schlichtweg nicht mehr an. Denn der “echte” Fußball gehört den Fans!

Fans fühlen sich vom Investor verraten

Solch zukunftsweisende Abstimmungen, wie die über den Einstieg eines Investors nicht-öffentlich und geheim vorzunehmen ist eine Farce. Welchen Zweck verfolgt man damit? Den Zweck der Geheimhaltung und selbst das klappt nicht. So stimmte Hannovers Investor Kind wohl entgegen den Wünschen seines Clubs für einen Investoren-Einstieg. Die Fans nehmen es mit Humor. Ein Plakat der Hannoveraner sorgte kürzlich für Schmunzeln: “Diese Spielunterbrechung wird ihnen präsentiert von Kind Störgeräte!” stand darauf zu lesen. Wenn sich die Fans vom Investor im eigenen Club verraten fühlen: Falls dies jemandem bekannt vorkommt – ja genau wie bei den Löwen… Wer war es denn der die Abstimmung über die wichtige 50+1-Regel mit einem Befangenheitsantrag blockierte? Richtig, der Investor. Aber auch er musste erkennen: Der Fußball gehört den Fans!

Stimmungsmache auf beiden Seiten

Natürlich ist es legitim, dass man sich im Löwen-Umfeld einen gepflegten Umgang aller Anhänger des Clubs untereinander wünscht. Davon träumen viele, aber die Lager sind leider inzwischen zu gespalten. Dass es oft sogar an den Grundtugenden des vernünftigen Miteinanders und dem Unterlassen von Beleidigungen mangelt, ist ein trauriger Nebeneffekt. Wohl leider Normalität in der heutigen schnelllebigen und oftmals in ihrer virtuellen Realität lebenden Gesellschaft.

Wer ist der Vater des Erfolgs?

So erfolgreich die Löwen momentan kicken, so intensiv wird gestritten, wem man dies zu verdanken hat. So oft die eine Seite betont, dass die Neubesetzungen des Trainer- und der beiden Geschäftsführer-Posten Ruhe in den Verein gebracht hat, so oft betont die andere, wie toll sich doch nun die Neuzugänge der Transfer-Periode unter Jacobacci/Pfeifer jetzt entwickeln. Auch hier hat beides seine Berechtigung: Es wurden damals durchaus gute Spieler verpflichtet, die nun unter einem Trainer Giannikis erstmals ihr Potenzial abrufen, was unter Jacobacci nur äußerst selten gelang. Was das bringt: Nichts, außer weiterer Spaltung! Aber ändern werden wir es nicht können, dafür sind die Gräben bereits zu tief. Dennoch wäre es wünschenswert, dass wenigstens alle Löwen ihr Team unterstützen und ebenso die Proteste der deutschlandweiten Fan-Szene fast aller Clubs, die fordern: Der Fußball gehört den Fans!

Ohne Sponsoren geht es auch nicht

Ohne Sponsoren geht es nicht, das ist klar, aber was passiert wenn Investoren zu viel Einfluss bekommen, sieht man an vielen Ecken und Enden. Und wer hat bitte Lust auf einen Super-Cup in Saudi-Arabien, Spiele am Sonntagvormittag um 9 Uhr – für die Fans in Asien. Oder vielleicht eine Pokalrunde in den USA? Richtig: niemand – zumindest niemand, der sich den Titel “Fan” verdient hat und seine Mannschaft live im Stadion sehen will!

Appell an die Fans: Unterstützt die Proteste

Darum liebe Löwen-Fans – egal welcher Seite und welcher Gesinnung – lasst die internen Themen mal für ein paar Wochen außen vor und unterstützt die Fanproteste gegen die DFL, sonst könnte es bald zu spät sein! Und ganz nebenbei: Die Ruhe an der Grünwalder Straße würde auch allen gut tun, freuen wir uns doch einfach mal an den Erfolgen der Mannschaft, wie das 1:0 gegen Halle am Sonntag, und kämpfen wir an der Seite vieler anderer gegen den Einstieg eines Investors in und durch die DFL. Denn:
Der Fußball gehört den Fans und das muss unbedingt auch so bleiben!

sechzger.de Talk 145: Sieg gegen Halle, vor SC Verl – TSV 1860

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sechzger.de Talk Folge 145_ Heimsieg gegen den Halleschen FC, Rücktritt Hans Sitzberger, Vorschau SC Verl - TSV 1860 München

Auch im sechzger.de Talk Folge 145 geht es weiter mit der guten Laune. Kein Wunder, schließlich ist der TSV 1860 München unter Argirios Giannikis noch immer ungeschlagen. Der Heimsieg gegen den Halleschen FC, den Jan mit drei Gästen bespricht, war der dritte in Folge. Neben dem kommenden Auswärtsspiel beim SC Verl wird auch der Rücktritt von Hans Sitzberger sowie die Sendung Blickpunkt Sport vom Sonntagabend thematisiert.

Auch gegen den Halleschen FC gibt es drei Punkte

Erneut gab es für die Zuschauer, die es mit den Löwen hielten, dreifachen Grund zum Jubeln im Grünwalder Stadion. Nach den Siegen gegen Rot-Weiss Essen und den FC Ingolstadt reichte nun ein Guttau-Treffer zu einem knappen Heimsieg gegen den Halleschen FC. Im Talk Nummer 145 spricht Jan zu Beginn der Sendung mit Martin, Christian und Bernd ausführlich über das letzte Heimspiel des TSV 1860. Neben der Stimmung auf den Rängen (inklusive Scheichlied) sowie der fehlenden Stimmung im Gästeblock geht es auch um alles, was auf dem grünen Rasen geschah. So ansehnlich wie in den vergangenen Wochen war das Spiel der Löwen nicht immer, doch schlussendlich reichte es zu drei Punkten. Damit gibt es wenig Grund sich zu beschweren und auch die Zahlen sind ordentlich wie Bernd schildert.

Hans Sitzberger tritt zurück, Mueller und Werner im Blickpunkt Sport

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung bleibt dem TSV 1860 München und seinen Mitgliedern erspart. Hans Sitzberger gab am vergangenen Mittwoch seinen Rücktritt als Vize-Präsident bekannt. In seinem Statement griff er den amtierenden Verwaltungsrat zum Teil stark an, das Gremium antwortete wiederum zwei Tage später mit einer Stellungnahme.

Neben dem Rücktritt Sitzbergers sowie dem dreiteiligen Interview von Ismaik, das im Talk 145 nur kurz angesprochen wird, spielt auch die Sendung Blickpunkt Sport vom Sonntagabend eine Rolle. Dort waren die beiden Geschäftsführer Christian Werner und Oliver Mueller zu Gast. Martin und Christian haben die Sendung gesehen und geben ihre Einschätzung zu der Darstellung der beiden Funktionäre ab.

Das nächste Auswärtsspiel: zu Gast beim SC Verl

Abschließend geht es in der aktuellen Ausgabe um das nächste Spiel. Gegner am kommenden Wochenende ist der SC Verl. Der TSV 1860 München ist nach Jahren des Verler Exils wieder einmal zu Gast in der Sportclub Arena. Unter anderem mit einer riesigen Theke wartet ein besonderes Highlight auf die Löwenfans. Spielerisch erhoffen sich die Gäste in Folge 145 natürlich die nächsten drei Punkte, könnten aber auch mit einem Unentschieden leben. Das Polster auf die Abstiegszone ist jedenfalls deutlich angewachsen – da träumen schon die ersten von einer möglichen Qualifikation für den DFB-Pokal in der kommenden Saison…

Der sechzger.de Talk 145 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

AZ Interview Teil III: des Ismaiks Schabernack

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TSV 1860 Hasan Ismaik

“Meck, meck, meck!” tönt es im Dritten Streich der Bubengeschichten, als Max und Moritz den Schneider Böck aus seinem Haus locken, um ihn über die von ihnen angesägte Brücke in den Bach stürzen zu lassen. In Wilhelm Buschs Werk verwenden die Spitzbuben diesen Ruf als wiederkehrendes Motiv, das die Schelmereien der beiden betont. Nur einem ähnlichen Schelm würde sich beim Lesen des Dritten Streichs der Ismaik-Geschichten der Abendzeitung unweigerlich der Gedanke “Meck, meck, meck!” und die angesägte Brücke gar als Metapher für Ismaiks neueste Offerten aufdrängen. In beiden Fällen dient das “Meck, meck, meck!” jedoch als Symbol für die Streiche und Schelmereien, die von den Protagonisten ausgeführt werden.

I. Streich

Einsicht: Unzureichende Informationsgrundlage als größter Fehler

Es lebte einst ein Mann von List und Tücke,
Namens Hasan, voller Schelmerei und Glücke.
Mit einem Augenzwinkern, schlau und geschwind,
Verwirrte er die Leute, wie der Wind.

Es trug sich zu zu jener Zeit,
Ein Investor voll Heiterkeit,
Hasan Ismaik, reich an Geld,
Trug sich manche Sorg’ ums Geld.

Der TSV Sechzig war sein Ziel,
Doch fehlte ihm ein guter Stil.
“Mein Fehler war’s, so sagt er klar,
Nicht tief genug zu forschen, gar.”

Ismaik gibt zu, dass sein größter Fehler darin lag, sich nicht ausreichend über den TSV 1860 informiert zu haben, bevor er sein Vertrauen und Geld in den Verein steckte. Er sagt: “Ja, ich denke schon, dass es mein größter Fehler war, mein Vertrauen zu geben, ohne mich tiefgründiger über die Löwen zu informieren. […] Aber ich werde immer wieder meinen guten Willen zeigen, denn ich habe den Verein lieben gelernt, die Stadt München, Deutschland.” Hier stellt sich die Frage nach der Echtheit der Liebe zum Verein und zur Stadt München, spielt sich diese doch mittlerweile in einer dauerhaften Fernbeziehung ab.

II. Streich

Vertragsunterzeichnung als Wendepunkt: schnelle Ernüchterung

Ohne Wissen und ohne Pfiff,
Ging er in dieses Abenteuer tief.
Verträge wurden schnell unterschrieben,
Doch bald war’s, als ob Blitze trieben.

Denn keine Warnung, keine Klage,
Vermied des Investors Lebenslage.
“Keiner sprach von Schwierigkeiten,
Das hat mich doch sehr schnell verdrießen.”

Trotz seiner anfänglichen Vorstellungen von einem positiven Investment habe sich die Situation schnell geändert, nachdem die Verträge unterzeichnet waren. Er fühlt sich von einigen im Verein nicht akzeptiert und betont: “Keiner hat mir gesagt, dass meine Investoren-Rolle schwierig werden könnte.” Die Frage, wie es möglich ist, dass ein erfahrener und vermeintlich erfolgreicher Geschäftsmann keine sorgfältige Prüfung seines Investments in Millionenhöhe unternimmt, bleibt unbeantwortet (da ungestellt von den Journalisten der AZ).

III. Streich

Pfeifers mögliche Rolle: Ismaiks Wunsch nach Kontinuität und Expertise

Und Pfeifer, jener kluge Mann,
Bekannt aus manchem Zeitungstann’,
Sollte bleiben, so Ismaik spricht,
Als Ratgeber in schlechter Licht.

Bezüglich seiner Interessenvertretung vor Ort erwähnt Ismaik, dass er Marc-Nicolai Pfeifer, den ehemaligen Geschäftsführer, gerne in einer beratenden Rolle behalten würde. Er sagt: “Wenn es Herrn Pfeifer gefällt, würde ich mich freuen, wenn er für 1860 eine beratende Rolle ausfüllen würde. Warum nicht?”

IV. Streich

Erfolg als Einigungsquelle: Ismaiks Glaube an vereinende Kraft

Doch trotz der Sorgen, trotz der Plagen,
Glaubt er an des Erfolges Wagen.
“Ich denk’, wenn wir zusammenstehen,
Wird sich das Blatt zum Guten drehen.”

Er lockte Fans mit großem Klange,
Versprach Erfolg, Geld und Ruhm in Menge.
Doch hinter den Kulissen, heimlich und leise,
Verwob er Intrigen, ganz zur Freude und zum Schleiche.

Die 50+1-Regel, ein Hindernis groß,
Doch Ismaik bleibt voller Trost.
“Wir finden Wege, Dialog sei ehrlich,
So machet endlich Schluss mit Streit und Täuschung ehrlich.”

Ismaik äußert auch seine Ansichten zur Zukunft des Vereins und betont, dass Erfolg und Einheit die Fans vereinen würden. Er sagt: “Ich glaube deshalb, dass uns dann der Erfolg vereinen wird.”

V. Streich

Kritik an Konfrontation: Ismaiks Appell für einen konstruktiven Umgang

Diejenigen, die stets verfehmen,
Seien nicht willkommen, so die Lehren.
“Lasst uns reden, lasst uns schauen,
Wie wir gemeinsam aufrecht bauen.”

In Bezug auf die 50+1-Regel zeigt sich Ismaik optimistisch, dass Wege gefunden werden können, um die Sorgen der Fans zu beruhigen, solange der Dialog ehrlich und respektvoll bleibt. Ismaik dazu: “Ich bin optimistisch, dass wir Wege finden, ihre Sorgen zu adressieren. Aber der Dialog muss ehrlich, ohne Manipulation, ohne Politik und mit gegenseitigem Respekt erfolgen. Diejenigen, die weiter an der ‘Nadelstich’-Politik arbeiten, bringen uns hier nicht weiter.”

VI. Streich

Ende: Interview hinterlässt viele offenen Fragen

So sprach Hasan, voller Mut,
Seine Worte, wie aus einer Flut.
Und hofft auf eine bess’re Zeit,
Für Sechzig, die in Dunkelheit.

Das Interview, ein Lehrstück klug,
Nach Wilhelm Busch, voll Zorn und Klug.
Doch hofft man, dass der Streit bald schweigt,
Und Sechzig wieder hoch im Leben zeigt.

Sechzig um sieben: Guttau in kicker “Elf des Tages”

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Der TSV 1860 München ist nun sieben Mal in Folge ungeschlagen. Am Sonntag konnten die Löwen trotz einer mittelguten Leistung 1:0 gegen Halle gewinnen. Matchwinner für Sechzig war Julian Guttau, der vom kicker in die “Elf des Tages” berufen wurde.

Sechzig in kicker “Elf des Tages” durch Julian Guttau vertreten

Er brachte die Löwen mit seinem wunderschönen Freistoßtreffer auf die Siegerstraße: Julian Guttau. Für seine erneut sehr gute Leistung wurde Julian Guttau nun vom kicker belohnt. Sechzigs Mittelfeldmotor steht in der kicker “Elf des Tages”.

Dr. Werner und Mueller bei Blickpunkt Sport

Die beiden neuen Geschäftsführer der KGaA waren am Sonntag Abend nach der Partie gegen Halle beim BR in der Sendung “Blickpunkt Sport” zu Gast. Die KGaA-Vertreter absolvierten einen souveränen Auftritt, während Gastgeber Markus Othmer teilweise tendentiöse Fragen stellte. Ebenso sorgte ein arg einseitiger pro-Investoren-Einspieler für Kritik nach der Sendung.

Letze Rückblicke auf den Sieg gegen Halle

Wenn es läuft kann man auch länger auf die Spiele zurückblicken und sich an den positiven Ergebnissen erfreuen. So geht es uns auch und deswegen werden wir heute die Berichterstattung zum Spiel gegen Halle abschließen. Zum Einen erscheint gegen MIttag der neue sechzger.de Talk, zum Anderen wird im Laufe des Nachmittags die TAKTIKTAFEL erscheinen. Da sind wir gespannt, wie Bernd Winninger das Spiel bewerten wird, in den die Löwen sich schwerer taten, als es hätte sein müssen. Bernd ist auch im Talk zu Gast und verrät erste Erkenntnisse seiner Analyse. Außerdem diskutieren Jans weitere Gäste Christian und Martin, wann sie das letzte Freistoßtor von Sechzig vor Guttaus 1:0 gesehen haben. Natürlich darf ein Ausblick auf die anstehende Reise nach Ostwestfalen zum SC verl nicht fehlen. Den Talk könnt Ihr auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen ansehen bzw. -hören, wie zum Beispiel:

News aus der dritten Liga

Arminia Bielefeld: Kniat nach wie vor in der Kritik

Nach der Niederlage gegen Unterhaching musste sich das Bielefelder Team ein gellendes Pfeifkonzert anhören. Coach Kniat wurde gar mit “Kniat raus” – Rufen bedacht. Der Coach der Arminen zeigte jedoch Verständnis für die Äußerungen: “Wir hatten eine Niederlagenserie, haben dann einen Sieg eingefahren und jetzt haben wir wieder verloren.” Wahrscheinlich muss Kniats Team beim nächsten Spiel in Saarbrücken punkten, um ihm den Job ein weiteres Mal zu sichern.

SV Waldhof: Antwerpen ermahnt seine Mannschaft

Nach der Heimniederlage im Südwest-Derby gegen den 1. FC Saarbrücken sieht sich Marco Antwerpen nach eigener Aussage “vor der schwierigsten Situation” seiner Karriere. Der Coach wirkt etwas ratlos, nachdem seine Maßnahmen bisher keine Erfolge zeigten. Deshalb ließ er sein Team zum Rapport antraben und sprach dort “eindringliche Warnungen” an seine Spieler aus. Mit dem aktuellen Leistungsniveau wird es Waldhof schwer haben, über den STrich zu kommen.

Damit wünschen wir Euch einen schönen Dienstag! Sechzger.de hält Euch auch heute über alles Wissenswerte rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga auf dem Laufenden.