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Bundesliga: TSV 1860 U19 & U17 holen jeweils drei Punkte

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Ott Raphael TSV 1860 U19 Giesing

Nicht nur für die Profis gab es in Verl Grund zum Jubeln, auch die A- und B-Junioren konnten in der Bundesliga Siege einfahren. Während sich die U19 überraschend in Ingolstadt durchsetzen konnte, holte die U17 zuhause gegen Kaiserslautern drei Punkte.

TSV 1860 U17 besiegt 1. FC Kaiserslautern

Am vergangenen Wochenende setzte es in Stuttgart noch eine 2:6-Klatsche, diesmal gab es jedoch einen Sieg für die Elf von Felix Hirschnagl. Nach torloser erster Hälfte brachte Efe Karakoc die Junglöwen in der 54. Minute in Führung, doch nur vier Zeigerumdrehungen später sorgte Marvin Yüsün für den Ausleich der Pfälzer.

Erneut war es Karakoc, der den TSV 1860 in der 71. Minute jubeln ließ, ehe Mustafa Tekin tief in der Nachspielzeit gegen mittlerweile dezimierte Gäste mit dem 3:1 den Deckel draufmachte.

Durch den Heimsieg zog die U17 der Löwen am 1. Kaiserslautern vorbei und rangiert nun auf Platz 11 der Bundesliga-Tabelle.

U19 holt drei Punkte in Ingolstadt

Einen etwas überraschenden Auswärtssieg feierte das Team von Jonas Schittenhelm bei den Schanzern. Gegen den bisherigen Tabellenzweiten aus Ingolstadt waren die Löwen als Außenseiter in die Partie gegangen und sahen sich zu Beginn auch guten Möglichkeiten der Gastgeber ausgesetzt. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite, als Ott seinen Sturmkollegen Christian Leone in Szene setzte und dieser zum 0:1 einnetzte (28.).

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel glich Baran Berk für die Jungschanzer aus, die drei Punkte nahm jedoch die U19 aus Giesing mit. Fuchs und Garza bedienten Raphael Ott (siehe Titelbild) und der setzte in der 89. Minute aus 14 Metern den Lucky Punch zum 2:1-Auswärtssieg der Löwen.

Mit diesem Auswärtsdreier zog Sechzig in der Tabelle übrigens am FC Bayern vorbei und belegt derzeit Rang 7.

Bild: Sampics (Stefan Matzke)

Giannikis: “Haben uns mit allem, was wir hatten, reingeworfen”

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Sc Verl Tsv 1860 Pressekonferenz Argirios Giannikis mit allem reingeworfen

Die Erfolgsserie der Löwen nahm auch in Verl kein Ende und so fahren die Löwen nach dem 1:0-Sieg mit drei Punkten im Gepäck zurück nach Giesing. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Trainer Argirios Giannikis, der seiner Mannschaft bescheiningte, sich “mit allem, was wir hatten, reingeworfen” zu haben.

“Haben uns mit allem, was wir hatten, reingeworfen”

Zunächst führte der Trainer des TSV 1860 in der Pressekonferenz an, dass den Löwen bewusst war, dass sie in Verl “eine sehr anspruchsvolle Aufgabe” erwarten würde und verwies auf die hohe Ballbesitzquote der Ostwestfalen. Leider habe seiner Mannschaft vor der Pause “der Mut gefehlt, nach vorne zu verteidigen”. Infolgedessen sei seine Mannschaft unter Druck geraten und durfte sich bei Marco Hiller und dem Pfosten bedanken, dass man mit einem torlosen Remis in die Pause gegangen sei. Zudem sei der Fokus darauf gelegen, die langen Einwürfe und Halbfeldflanken wegzuverteidigen.

Nach dem Seitenwechsel sah Giannikis “eine Leistungssteigerung unserer Mannschaft, dass wir uns mehr getraut haben nach vorne zu verteidigen und mehr den Ball zu wollen”. Nach dem 1:0 “haben wir uns mit allem, was wir hatten, reingeworfen und das Tor verteidigt und den Sieg nach Hause gebracht.”

Die Löwen-Serie geht weiter – 1:0 in Verl

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Die Löwen-Serie geht in Verl weiter
Die Löwen-Serie geht in Verl weiter

Unterstützt von gut 800 Löwen-Fans war der TSV 1860 München am späten Samstagnachmittag beim SC Verl zu Gast. Die Münchner konnten zu Beginn der Partie vor 2.915 Zuschauern nicht so recht an die starken Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Gegen die zuletzt mehrmals sieglosen Verler musste Keeper Hiller zwei Mal in ärgster Not klären, einmal rettete der Pfosten. Nach der Pause steigerten sich die Löwen und traten auch offensiv in Erscheinung. Zwanzig Minuten vor Ende brachte Julian Guttau die Gäste im Nachschuss in Führung. Den gesamten Spielverlauf zum Nachlesen gibt es in unserem Live-Ticker.

Einige Umstellungen in der Startelf

Die Gäste mussten im Vergleich zum 1:0 gegen Halle auf mehreren Positionen umstellen, nachdem Richter, Starke und Nankishi ausfielen. Im Tor begann Hiller, auf der linken Außenverteidiger-Position startete Greilinger für Kwadwo, auf der Sechs stand Frey statt Starke vom Anpfiff ab auf dem Rasen. Erstmals wieder auf der Bank saß der genesene Zwarts.

Verl hat mehr vom Spiel in Hälfte eins

Die Löwen kamen in der ersten Halbzeit zu keinerlei nennenswerter Torchance. Verl hatte mehr von der Partie, deutlich mehr Ballbesitz und auch die besseren Möglichkeiten. Ouro Tagba köpfte nach einer Schröter-Flanke weit am Tor vorbei, das war es auch schon aus Sicht der Gäste. Auf der anderen Seite rettete Hiller stark mit einer Fußabwehr gegen den durchgebrochenen Ochojski. Zehn Minuten später war der Stammkeeper der Löwen bei einer Ecke per Faust zur Stelle und hatte dann bei einem Schuss aus 17 Metern Glück, dass der Pfosten rettete.

Löwen stehen hinten recht solide

Doch wirklich zwingende Chancen blieben auch bei den Hausherren eher eine Seltenheit. Die Löwen verschoben gut und hielten die Hausherren weitgehend von der Box fern, einzig an echten Offensivaktionen fehlte es. Lakenmacher lief sich in der Schlussphase des ersten Durchgangs am letzten Gegenspieler fest und die erste Ecke der Löwen führte ebenfalls zu nichts. So ging es wenig überraschend torlos in die Katakomben.

Kwadwo kommt für Ouro-Tagba

Zum zweiten Durchgang schickte Giannikis dann Kwadwo für Ouro-Tagba aufs Feld und die Löwen begannen etwas schwungvoller, ohne sich aber Zwingend in den Strafraum spielen zu können. Kwadwo übernahm von Greilinger die Position des linken Außenverteidigers, Greilinger rückte dafür auf den linken Flügel nach vorne. Nach einer Flanke von der linken Seite reklamierten die Löwen-Fans einen Elfmeter, doch die Pfeife von Schiedsrichter Ballweg blieb berechtigterweise stumm. Nach einem Foul an Guttau gab es dafür einen aussichtsreichen Freistoß etwa 18 Metern halblinks vor dem Tor. Doch der Gefoulte scheiterte an der Verler Mauer. Auf der anderen Seite rettete Hiller erneut stark gegen Lokotsch.

Guttau bringt die Löwen erneut in Front

Nach einer Stunde ließ Schröter seinen Gegenspieler aussteigen und brachte den ersten Abschluss der Gäste aufs Tor. Der SC-Keeper hatte aber keine Mühe. Das Spiel selbst wurde munterer und beide Teams investierten nun mehr ins Offensivspiel. Zwanzig Minuten vor Ende standen dann Zwarts und Muteba bereit, als die Löwen aus dem Nichts in Führung gingen. Nach einem Angriff über die rechte Seite wurde ein Schuss von Frey geblockt, Guttau nagelte den Abpraller zum 0:1 in die Maschen. Fünf Minuten später kam dann Muteba zu seinem ersten Einsatz und auch Zwarts gab sein Comeback. Die beiden kamen für Lakenmacher und Greilinger in die Begegnung.

Hektische Schlussphase in Verl

Die Hausherren versuchten nun auf den Ausgleich zu drücken, doch die Defensive der Gäste stand sicher und man versuchte sich über schnelle Konter Entlastung zu verschaffen. Wirklich gefährlich wurden die Hausherren nicht mehr, die Löwen hatten in der Schlussphase natürlich keine Eile mehr und nahmen Zeit von der Uhr. Natürlich wurde es noch das eine oder andere Mal hektisch, doch Hiller war stets zur Stelle und verhinderte bei Halbchancen den Ausgleich. Ludewig kam in der Schlussphase noch für Schröter ins Spiel. Er leitete auch den Konter ein, bei dem der Abschluss von Muteba in letzter Sekunde abgegrätscht wurde. Ansonsten brannte nichts mehr an und es blieb beim 0:1 für die Münchner.

Die Löwen-Serie geht in Verl weiter

Am Ende stand ein glückliches 0:1 für die Löwen zu Buche. Die Sechzger nehmen damit drei weitere Punkte mit nach München, bleiben auch im achten Punktspiel des Jahres unter Trainer Giannikis weiterhin ungeschlagen und feierten den vierten Sieg in Folge. Zudem bleiben die Sechzger zum vierten Mal in den letzten fünf Spielen ohne Gegentor. Auch wenn das Spiel kein Augenschmaus war, am Ende zählen die drei Punkte auf fremdem Rasen.

Liveticker: SC Verl – TSV 1860 München (27.Spieltag)

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Sechzger.de.liveticker.3.liga.27.spieltag.sc.verl.1860

Herzlich willkommen zum Liveticker am 27.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen dem SC Verl und dem TSV 1860 München!

Endlich ist der SC Verl zurück in der Sportclub Arena – das denken sich am heutigen Samstag nicht nur die Anhänger der Gastgeber. Nach Stationen in Lotte oder Paderborn reisen die Fans des TSV 1860 München zahlreich nach Nordrhein-Westfalen, um die Spielstätte zu begutachten und vielleicht sogar noch den ein oder anderen Zähler mit in die Heimat zu entführen. Anpfiff zwischen den beiden Teams ist um 16:30 Uhr – sechzger.de berichtet natürlich live aus Verl!

Aufstellung:
Hiller – Glück, Verlaat (C), Reinthaler, Greilinger (77. Zwarts) – Rieder, Frey (93. Steinhart) – Schröter (87. Ludewig), Guttau, Ouro-Tagba (46. Kwadwo) – Lakenmacher (77. Muteba)

Bank:
Schmid (TW), Kurt, Tarnat, Güler

Tore:
0:1 (71.) Guttau

Die Personalsituation

Es fehlen:
Daniel Winkler (Kreuzbandriss), Manfred Starke (Hexenschuss), David Richter (krank), Abdenego Nankishi (angeschlagen)

Ausfälle beim SC Verl: –

Diesen Löwen droht eine Sperre

Tim Rieder, Michael Glück und Fabian Greilinger haben bereits vier gelbe Karten gesehen, bei einer weiteren Verwarnung müssen sie also ein Spiel aussetzen. Julian Guttau, Fynn Lakenmacher und Valmir Sulejmani stehen aktuell bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel SC Verl – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Mindestens 750 Löwenfans reisen dem TSV 1860 München heute hinterher und unterstützen die Mannschaft aus dem Gästeblock heraus. Karten sind vor Ort noch an der Tageskasse erhältlich.

Das Match wird nicht im Free-TV übertragen, MagentaSport ist jedoch natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Einsatz Nummer acht für Giannikis: überholen die Löwen den SC Verl?

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Verkaufswagen Merchandising SC Verl mit Slogan Verliebt in Liga 3

Mit entgegengesetzten Vorzeichen treffen heute in der Sportclub Arena zwei Mannschaften aufeinander. Während die Löwen unter dem neuen Trainer Argirios Giannikis weiterhin ungeschlagen sind, verloren die heutigen Gastgeber die letzten drei Spiele allesamt. Der heutige Vorbericht zum Auswärtsspiel beim SC Verl beschäftigt sich nicht nur mit zwei schmerzhaften Abgängen, sondern auch einem großen Lob von Giannikis in der letzten Löwenrunde.

Vorbericht SC Verl: wie sehr fehlen Corboz und Batista-Meier?

Seit mittlerweile vier Spielzeiten ist der SC Verl in der 3.Liga vertreten. Anfangs als Aufsteiger noch belächelt, spielte sich das Team unter anderem mit erfrischendem Offensivfußball in die Herzen der Fußballfans. In der Saison 2023/24 haben die Verler mit dem Abstieg erneut noch nicht großartig viel zu tun gehabt und Tore sind so gut wie garantiert bei Beteiligung des SCV. Nur zwei Partien endeten mit einem torlosen Unentschieden, fünf Mal blieben die Verler ohne eigenen Treffer. Wobei das nicht ganz richtig ist: im Hinspiel gegen die Löwen traf Torge Paetow, der mittlerweile der Kapitän der Mannschaft ist, im Grünwalder Stadion als einziger. Da er allerdings ein Eigentor erzielte, gewann der TSV 1860 das Hinspiel knapp mit 1:0.

Seitdem ist einiges passiert. Von Platz 6 sind die Gastgeber mittlerweile auf Rang 12 zurückgefallen und könnten heute von den Löwen überholt werden. Mit ein Grund dafür könnten auch die schmerzhaften Abgänge von Mael Corboz und Oliver Batista-Meier sein. Corboz erzielte nicht nur fünf Treffer und legte drei weitere auf, er war auch der Kapitän der Verler. Ihn zog es wenige Kilometer weiter nach Bielefeld, wo er – wie auch beim SCV – absoluter Stammspieler ist. Noch gravierender hinsichtlich der offensiven Qualitäten ist der Abgang von Batista-Meier. Dynamo Dresden beendete die Leihe vorzeitig und verlieh den 23-Jährigen kurze Zeit später in die Schweiz zu den Grasshoppers aus Zürich. Mit neun Treffern und ebenso vielen Assists war er Top-Torschütze und -Scorer in Personalunion. Klar, dass sich die Mannschaft ohne die beiden Leistungsträger erst einmal ein Stück weit neu orientieren muss.

Klettern die Löwen weiter nach oben?

Doch auch ohne die beiden Spieler wird der eingeschlagene Weg weiterverfolgt. Dass die Philosophie beim SC Verl eine wichtige Rolle spielt, bestätigte Vorstandsmitglied Mario Lüke im sechzger.de Talk Folge 104. Dass die Gastgeber ihrer Linie treu bleiben, ist auch Argirios Giannikis nicht entgangen. In der Löwenrunde am Freitag lobte er den kommenden Gegner des TSV 1860 München. Würde man das Logo auf dem Trikot abkleben, wäre immernoch für jeden erkennbar, dass der SC Verl auf dem Platz steht so der Deutsch-Grieche.

Einen passenden Spielplan für die Herangehensweise des SC Verl wird er freilich parat haben. Schließlich wollen die Löwen auch im achten Spiel in Folge ungeschlagen bleiben. Mit einem Sieg winkt Platz 12 – und der Abstand auf die Abstiegszone könnte sich weiter vergrößern. Fehlen werden dem TSV 1860 in Verl Manfred Starke, David Richter und Abdenego Nankishi. Zurück ins Tor kehrt damit Marco Hiller, für Starke dürfte Marlon Frey in die erste Elf rücken. Der Ausfall von Nankishi schmerzt zwar, da der Neuzugang bereits erahnen ließ, welche Qualität in ihm steckt – doch vor dem Tor zeigten sich seine Teamkollegen zuletzt ebenfalls in guter Form. Ob Lakenmacher, Ouro-Tagba oder Guttau: alle erzielten zuletzt immer wieder Tore, sodass der Torschrei heute aus dem Gästeblock nicht unwahrscheinlich erscheint

In den nächsten Wochen stehen drei schwere Spiele gegen Top-Teams der 3.Liga auf dem Programm. Ulm (3.), Dresden (2.) und Münster (seit gestern Tabellenvierter) heißen die Kontrahenten. Doch der Blick auf die Tabelle kümmert die Löwen aktuell nicht unbedingt. Es läuft beim TSV 1860 und das soll auch heute so bleiben. Mit den nächsten drei Punkten im Gepäck darf es nach weiß-blauer Meinung gerne nach Hause gehen – VERLieren wollen Giannikis & Co. heute keinesfalls.

Der 27.Spieltag im Überblick

Freitag

Preußen Münster – MSV Duisburg 3:1 (0:0)

Samstag

Jahn Regensburg – Erzgebirge Aue
SpVgg Unterhaching – Borussia Dortmund II
Dynamo Dresden – Rot-Weiss Essen
SSV Ulm – FC Ingolstadt
Viktoria Köln – SV Sandhausen
SC Verl – TSV 1860 München

Sonntag

Hallescher FC – VfB Lübeck
1.FC Saarbrücken – Arminia Bielefeld
SC Freiburg II – Waldhof Mannheim

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor SC Verl – TSV 1860

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winningers wirtshaus weisheiten sc verl tsv 1860

Samstag, 16.30 Uhr, Sportclub Arena – die Löwen gastieren in Ostwestfalen und wollen ihre tolle Serie 2024 ausbauen. In seinen Wirtshaus Weisheiten analysiert Bernd Winninger den SC Verl, den heutigen Gegner des TSV 1860 München.

Wirtshaus Weisheiten vor SC Verl – TSV 1860

Auf wen müssen die Löwen bei den Ostwestfalen besonders achten, nachdem Mael Corboz und Oliver Batista Meier den SC Verl in der Winterpause verlassen haben? Welches Spielsystem bevorzugt SCV-Trainer Alexander Ende? Auf welche taktischen Finessen des Gegners muss sich die Giannikis-Elf einstellen? Ergänzend zu seiner Taktiktafel erläutert Bernd Winninger in seinen Wirtshaus Weisheiten die Stärken und Schwächen der Verler und gibt seine Einschätzung ab, wie die Löwen etwas Zählbares nach Giesing mitnehmen können.

Seit dieser Folge sind die Wirtshaus Weisheiten übrigens auch auf allen gängigen Podcast-Portalen verfügbar.

Faninformationen SC Verl – TSV 1860 München (27.Spieltag)

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Anzeigetafel SC Verl TSV 1860 München

Mit breiter Brust reist der TSV 1860 München am morgigen Samstag zum SC Verl. Seit sieben Spielen sind die Löwen ungeschlagen und wollen das auch nach dem 27.Spieltag weiter bleiben. Es bietet sich die Gelegenheit die Gastgeber in der Tabelle zu überholen. Diese Chance will das Team von Argirios Giannikis nutzen. Unterstützt werden sie dabei wie gewohnt von zahlreichen Löwenfans. sechzger.de hat vor dem Duell zwischen dem SC Verl und dem TSV 1860 München die wichtigsten Faninformationen für alle Auswärtsfahrer zusammengefasst.

Faninformationen SC Verl – TSV 1860 München

Knapp 600 Kilometer gilt es für die Löwenfans am Samstag zurückzulegen, um beim Spiel live mit dabei zu sein. Nach Jahren des Exils trägt der SC Verl seine Heimspiele mittlerweile wieder in der Sportclub Arena aus. Mit der möglicherweise längsten Stadiontheke Europas gibt es dort ein besonderes Schmankerl, in dessen Genuss auch der ein oder andere Löwenfan kommen wird. Aber auch auf den weiteren Steh- und Sitzplätzen wird sich der ein oder andere weiß-blaue Anhänger einfinden. Etwa 750 Karten wurden im Vorverkauf an die Frau oder den Mann gebracht.

Für alle mitreisenden Anhänger des TSV 1860 München gibt es an dieser Stelle die wichtigsten Faninformationen für das Duell gegen den SC Verl. Auch auf der Homepage der Löwen sind die Hinweise zu finden.

Tickets

Für Kurzentschlossene besteht vor Ort die Möglichkeit an der Tageskasse ein Ticket zu kaufen.

Anreise

Die Adresse für die Anfahrt zum Stadion lautet wie folgt: Poststraße 36, 33415 Verl. Vor Ort stehen jedoch nicht direkt Parkplätze zur Verfügung. Autos und Neuner steuern den Parkplatz an der Schützenallee an (Paderborner Str. 88, Verl). Von dort sind es etwa 15 Minuten zu Fuß zum Stadion. Busse hingegen kommen kostenlos auf Höhe Schmiedestrang 16 unter.

Bahnreisenden wird die Nutzung von Taxis empfohlen. Alternativ können ab dem Bahnhof Gütersloh die Buslinien 73 und 85 genutzt werden.

Hinweise zum Stadionbesuch

Im Stadion sind die üblichen Gegenstände nicht erlaubt. Die Stadiontore öffnen ab 15:00 Uhr, los geht es dann eineinhalb Stunden später. Vor Ort gibt Möglichkeiten Taschen- oder Rücksäcke abzugeben. Im Stadion erlaubt sind Taschen oder Rücksäcke bis maximal DIN A4.

Die Bezahlung von Essen ist nur mit Bargeld möglich. Getränke (u.a. Vollbier) kann hingegen auch mit Karte bezahlt werden.

Livestream und Liveticker

Für alle Löwenfans vor den heimischen Bildschirmen gibt es bezüglich Free-TV keine gute Nachrichten. Ein entsprechendes Angebot gibt es heute nicht. Allerdings kann das Spiel bei Magenta im Fernsehen und Online-Livestream verfolgt werden.

sechzger.de ist in Verl natürlich erneut live mit dabei und berichtet wie gewohnt bereits von der Anfahrt im Liveticker. Im Anschluss gibt es dann zahlreiche Bilder direkt aus der Sportclub Arena.

Re-Start der TSV 1860 U21 in Pipinsried abgesagt

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FC Pipinsried TSV 1860

Eigentlich sollte auch die U21 des TSV 1860 München morgen in Pipinsried wieder in den regulären Spielbetrieb starten. Doch die Partie, die bereits zweimal abgesagt wurde, muss aufgrund der schlechten Platzverhältnisse erneut verschoben werden.

Pipinsried – TSV 1860 U21 erneut verschoben

Zurück bei seiner “alten” Mannschaft ist Frank Schmöller, nachdem er interimsweise als Trainer des Profiteams in der 3.Liga fungiert hatte. Von Erfolg war seine kurze Zeit mit Blick auf das Punktekonto nicht unbedingt geprägt. Dennoch hat Schmöllers Wirken bis heute Folgen. So schildert Julian Guttau in einem Interview mit dem merkur, dass er seine neue Rolle in der Mannschaft dem Trainer der U21 zu verdanken habe. Der ehemalige Hallenser fühlt sich pudelwohl und erzielte zuletzt gegen seine ehemaligen Teamkollegen das entscheidende Tor des Tages.

Schmöller hingegen muss an diesem Wochenende auf Treffer verzichten. Denn das eigentlich für den morgigen Samstag angesetzte Duell zwischen dem FC Pipinsried und der U21 des TSV 1860 München musste erneut abgesagt werden. Grund sind wieder einmal die schlechten Platzverhältnisse wie die Löwen auf der Homepage mitteilen. Bereits zum dritten Mal wird die Begegnung nun verlegt. Der Re-Start nach der Winterpause verzögert sich demnach. Als erstes trifft die U21 nach aktuellem Stand dann auf den TSV Dachau 1865. Anpfiff ist parallel zum Heimspiel der ersten Mannschaft gegen den SSV Ulm am Samstag, den 02.März um 14:00 Uhr.

Pub-Quiz: Abteilung Vereinsgeschichte lädt ins Bamboleo

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Die Abteilung Vereinsgeschichte veranstaltet die nächste Runde des Pub-Quiz, dieses wird im neuen Bamboleo stattfinden.

Pub-Quiz bereits eine Institution – nun erstmals im Bamboleo

Sechsmal war das – inzwischen ja geschlossene – RiffRaff der Ort der Handlung. Die Premiere fand am 19. Januar diesen Jahres statt. Und wie in den zwei folgenden Ausgaben im Februar und April konnten die Blue Vikings damals einen souveränen Tagessieg davontragen. Das vierte 1860-Pub-Quiz im Juni wurde dann von den Experten des Fanclubs selbst gestaltet und moderiert.

Während die ersten fünf Editionen im ehemaligen RiffRaff (jetzt “Bamboleo”) stattfanden, musste der gesellige Abend zuletzt ins Löwenstüberl ausweichen. Jetzt wird das neue Bamboleo mit seiner ersten Veranstaltung eingeweiht: am 6. März können die Löwen im neuen Vereinsheim ihr Wissen rund um ihren Herzensverein auf die Probe stellen. Anpfiff ist um 20 Uhr.

Die Einladung der Abteilung Vereinsgeschichte zum Pub-Quiz im Wortlaut

Liebe Geschichtslöw*innen,

Das Pub Quiz des TSV 1860 startet neu durch im Bamboleo!
Nach einer aufregenden Runde übergangsweise im Löwenstüberl kehren wir zurück in die Tegernseer Landstraße: am Mittwoch, 6. März 2024 um 20 Uhr im Bamboleo könnt ihr wieder Euer Löwen-Wissen testen.

Fünf Mal fand das Pub Quiz des TSV 1860 im RiffRaff statt und einmal übergangsweise im Löwenstüberl. Nun startet das Pub Quiz neu durch und zwar im Bamboleo, dem neuen Vereinsheim des TSV München von 1860 e.V. (ehemals RiffRaff). Die Kult-Kneipe hatte am 7.10. ihre Pforten geschlossen und wurde seither renoviert. Die Abteilung Vereinsgeschichte lädt herzlich ein zum Auftakt am Mittwoch, 06. März 2024 um 20 Uhr (Tegernseer Landstraße 96, 81539 München).

Der TSV 1860 ist einer der traditionsreichsten Sportvereine Deutschlands und blickt auf eine sehr bewegte Geschichte zurück. Die Abteilung Vereinsgeschichte will mit dem Pub Quiz Einblicke in die Historie des TSV 1860 unterhaltsam vermitteln.

Unter dem Motto 18 mal 60 werden insgesamt 18 Fragen gestellt, für die die Teams jeweils 60 Sekunden Zeit haben, um sie gemeinsam zu beantworten. Dass der TSV 1860 weit mehr als ein Fußballverein ist, wird sich auch in den Fragen widerspiegeln. Der Sieger bekommt eine Urkunde, wer bei einer Schätzfrage am nächsten dran ist, eine Runde Schnaps und für das letztplatzierte Team gibt es einen Trostpreis.

Interessierte können als Team kommen, es besteht aber auch vor Ort die Gelegenheit, spontan Teams zu bilden. Der Eintritt ist frei, die Abteilung Vereinsgeschichte freut sich aber über Spenden.

Im März kehrt das Pub Quiz an seinen etatmäßigen Ort zurück: Der TSV 1860 hat das RiffRaff übernommen und wird es in Kürze unter dem Namen „Bamboleo“ wieder eröffnen.

1860 Pub Quiz
06.03.2024, 20 Uhr
Bamboleo, Tegernseer Landstraße 96

Die Abteilung “Vereinsgeschichte”

Der TSV München von 1860 e.V. weist seit seiner Erstgründung im Jahr 1848 eine bewegte Vereinsgeschichte auf. Als Münchner Turnverein gegründet, wurde der Verein im Kontext der Turnerbewegung des 19. Jahrhunderts bald zum wichtigsten Sportverein in München. Bis heute zeichnet den TSV München von 1860 e. V. seine Abteilungsvielfalt und die Bandbreite von sportlichen Erfolgen und gelebtem Breitensport aus.

Alle geschichtsinteressierten Löwinnen und Löwen sind herzlich dazu aufgerufen, der Abteilung beizutreten und sich in den vielfältigen Aufgabenbereichen einzubringen. Die Abteilungsleitung steht für alle Anfragen, Anregungen oder Angebote jederzeit zur Verfügung und ist per Mail erreichbar unter vereinsgeschichte@tsv1860.org.

Alle Infos zum neuen Bamboleo

Alle Informationen zum neuen Vereinsheim “Bamboleo” findet ihr auf der Website. Aktuelle Bilder und News gibt’s natürlich auf dem Instagram-Profil.


Titelbild: (c) Sven Schlager / TSV München von 1860 e.V.

SC Verl – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Auswärtsspiel unseres TSV 1860 München beim SC Verl. Die Spektakelfußballer aus Ostwestfalen haben in der Offensive einiges zu bieten. Schauen wir uns an, was die Löwen am Samstag erwartet.

SC Verl – TSV 1860 München in der Sportclub Arena zu Verl. Die Bilanz spricht klar für den TSV 1860 München, der die Tabellennachbarn aus Ostwestfalen am Samstag überholen könnte. Lediglich ein Sieg (gegen den SC Freiburg II) steht für die Verler in den letzten neun Partien auf der Habenseite. Sehen wir uns an, was in Verl auf die Löwen zukommt.

System

Alexander Endes Elf spielt mit dem 4-3-1-2 (flache Raute) ein System, das so in dieser Liga selten zum Einsatz kommt. Ich persönlich denke, dass das, was Verl aufs Feld bringt, viel Power birgt. Es sorgt allerdings durchaus auch für viel Gefahr im eigenen letzten Drittel. Die qualitativ hochwertigeren Chancen sehen wir aber in den meisten Spielen auf Seiten der Verler.

Das 4-3-1-2 der Verler beruht immer noch auf einer Dreierkette im defensiven Mittelfeld und nur einem offensiven Mittelfeldspieler, der meist die Rolle des Schattenstürmers bekleidet und somit aus der Tiefe für Gefahr im Zentrum hinter der Doppelspitze sorgen soll.

Linien

Das Pressing der Verler ist im Allgemeinen sehr hoch und aggressiv gegen den ballführenden Aufbauspieler angelegt. Gleichzeitig wird im Mittelfeld versucht, die als gefährlich geltenden Spieler des Gegners, ebenso wie die kurzen Passwege dorthin, zuzustellen.

Die Defensivlinie muss dabei fast zwingend hoch bis sehr hoch agieren, sonst könnte man diese Art des Pressings auf allen Positionen nicht durchführen.

Schafft es der Gegner, sich spielerisch aus dieser Umklammerung zu befreien, ist das Rückzugsverhalten der Verler diszipliniert und situativ. Die Verschiebungen richten sich eher nach dem, was der Gegner versucht zu spielen, als nach einer strikten Defensivtaktik; man nennt das taktisch flexibles Rückzugsverhalten. Raumdeckung im defensiven Positionsspiel vor dem eigenen letzten Drittel bestimmt das Geschehen. Das verlangt von allen Spielern der Verler permanente Konzentration, gute Antizipation der gegnerischen Spielzüge und vor allem viel Laufarbeit.

Bevor wir die Spielweise Verls genauer betrachten, wie immer die bisherigen statistischen Werte des Gegners in dieser Saison.

Statistische Werte des SC Verl

  • Ballbesitz: 58% (Platz 1)
  • Passgenauigkeit: 85% (Platz 1)
  • Defensive Zweikampfquote: 62%
  • Flankengenauigkeit 39% (Platz 3)
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 7,77 (Platz 2)

Wie spielt der SC Verl?

Bei Ballbesitz

Der Statistiktabelle ist schon zu entnehmen, dass Verl gerne den Ball hat, dabei auch äußerst ballsicher und auf allen Ebenen genau agiert. Zudem laufen die Spieler des SC Verl sehr aggressiv gegen den gegnerischen Ballbesitz an und haben nicht nur in den pressingrelevanten Zonen, sondern überall auf dem Platz eine sehr hohe Zweikampfintensität. Hier liegen sie auf dem dritten Rang hinter Bielefeld und Freiburg II.

Überwinden der Pressingline

Bei eigenem Ballbesitz setzt Verl im tiefen Aufbau gegen hohes Pressing auf eine dynamische Dreierkette. Steht die Pressinglinie des Gegners auf tiefer Linie, sehen wir eine 2-3-2-3 Formation mit dem zentralen defensiven Mittelfeldspieler im Zentrum zwischen den beiden weit außen agierenden Flügelverteidigern und den Innenverteidigern dahinter. So entstehen Passdreiecke, die verschiedenen Varianten des Aufbaus zulassen.

Die bei hohem Pressing aktivierte dynamische Dreierkette, bei der beide Außenverteidiger ins Mittelfeld nach vorne schieben und ein eher defensiv eingestellter Spieler aus der Dreierkette davor abkippt, lässt durch die weitere Verschiebung des Box to Box Spielers nach vorne und der beim Aufbau zunächst greifenden Positionstreue des zurückgezogenen Spielmachers, ein im Zentrum sehr starkes 3-3-2-2 entstehen.

Weiterer Verlauf

Im weiteren Verlauf eines Angriffs nach Überspielen der Pressinglinie kommt der abgekippte Mittelfeldspieler zurück auf seine angedachte Position. So entsteht entweder – wie bei der Variante gegen die tief angelegte Pressinglinie – das zuvor erwähnte ballfern asymmetrische 2-3-2-3 oder eine flachere Version im Mittelfeld mit Verschiebung auf ein ebenfalls ballfern asymmetrisch gespieltes 2-4-4 oder 2-4-1-3.

Je nach Staffelung des Gegners im Mittelfeld kann es einige Zeit dauern, bis die Verler sich entschließen, den Angriff mit einem Pass zu eröffnen. Die Laufbereitschaft der Spieler im Zentrum des Spielfeldes bei Verl ist ungeheuer groß. Dies gilt auch für die Geduld der Spieler des Sportclubs im Aufbau. Hat sich ein Spieler irgendwann durch Verschiebung im Mittelfeld genügend Raum verschafft, kommt die präzise Attacke aus der Tiefe meist schnell und direkt.

Durch das Überladen des Mittelfelds mit den beiden Außenverteidigern und dadurch, dass der spieleröffnende defensive Mittelfeldspieler ebenfalls mit nach vorne prescht, sobald er den Pass gespielt hat, findet sich, wenn der Gegner nicht hellwach und konzentriert im Raum die Spieler übergibt, oder in der Manndeckung Fehler macht, meist eine Anspielstation für den SC.

Das Spiel der Verler ist in dieser Saison im gegnerischen letzten Drittel sehr zentrumslastig. Sollte der Aufbau aus der Tiefe über einen der Flügel erfolgt sein, versucht Verl meistens kurz nach Überqueren der Mittellinie das Spielgerät über die Halbpositionen schnell ins Zentrum zu bringen.

Ist im Zentrum allerdings zu wenig Raum vorhanden, spielt der SC problemlos auch über die Flügel. Die Flankengenauigkeit von knapp über 39% zeigt, dass Verl für alles, was der Gegner anbietet, eine offensive Lösung haben kann.

Gegen den Ball

Hohes Pressing ist bei Verl der geltende Defensivansatz. Um das gut und erfolgreich auf den Platz zu bringen, ist es vonnöten, dass die Verler auch in der Defensivlinie mutig nach vorne schieben. Eine Mischung aus Mann- und Raumdeckung hilft Verl, den Gegner oft zu langen Bällen zu zwingen. Ziel ist es, durch die Ungenauigkeit bei diesen langen Bällen entweder sofort, spätestens jedoch beim Kampf um den zweiten Ball sofort ins Umschaltspiel gehen zu können.

Spielt sich die gegnerische Mannschaft bis ins letzte Drittel des SCV hinein, verteidigt Verl mit zwei kompakten Ketten vor der eigenen Box. Je nach Anzahl der gegnerischen Spieler im Mittelfeld und Restverteidigung erfolgt dies im 4-4-1-1 oder 4-5-1.

Stärken und Schwächen des 4-3-1-2

Stärken

Das 4-4-2 mit flacher Raute (4-3-1-2) im Mittelfeld bietet eine sehr kompakte Formation guter Staffelung im Mittelfeld. Das gilt vor speziell wenn man die Tiefenstaffelung betrachtet. Es bietet sich an das Mittelfeld im Zentrum sowohl defensiv als auch offensiv zu dominieren. Viele Möglichkeiten bei der Bildung von Passdreiecken sind beim Kurzpass-Kombinationsspiel hilfreich. Der kurze Spielaufbau ist sowhl über Innen als auch über Außen möglich.

Schwächen

Aus der großen Kompaktheit des Systems im Zentrum ergibt sich seine größte Schwäche: Die Flügel sind oft nur mit Außenverteidigern besetzt, was gegen Mannschaften mit Fokus auf Flügelspiel zu Unterzahlsituationen führen kann. Lässt man seine äußeren Mittelfeldspieler weiter auf den Flügel rücken, gibt man gegen den Ball etwas von seiner zentralen Kompaktheit auf.

Speziell der offensive Mittelfeldspieler muss sich seiner Aufgaben gegen den Ball stets Bewusst sein, und darf seine Position nicht zu offensiv interpretieren.

Wie kann man Verl knacken?

Die Lösung dieses Problems ändert sich im Vergleich mit dem Hinspiel nur marginal.

Gegen den Ball

Ein Patentrezept gegen die variable Spielweise des SC Verl gibt es nicht. Was bei Ballbesitz der Verler wichtig sein wird, ist, dass unsere Löwen den eigenen Defensivverbund so verschieben, dass Verl keine Überzahl im offensiven Mittelfeldzentrum und im Zentrum vor dem Tor bekommt. Verl kann dort auf engem Raum sehr genau und direkt agieren. Hier spielt man lieber einmal mehr Foul als das Risiko einzugehen, dass die Kugel in die Box kommt.

Ebenso sollte der TSV 1860 das schnelle und direkte Umschaltspiel des SC Verl tunlichst versuchen zu verhindern. Sofortiges Gegenpressing nach Ballverlusten muss die Hauptdirektive für die Löwen sein. Es wird sicher sehr anstrengend werden, Verl in solchen Situationen dauerhaft unter Kontrolle zu halten.

Verl ist zwar dann am stärksten, wenn der SC im Zentrum agiert, doch auch das Flügelspiel darf man nicht unterschätzen. Insofern sollte man davon ausgehen, dass die Defensive der Sechzger stark gefordert werden wird. Ich bin mir jedoch sicher, dass Giannikis Lösungen dafür parat hat.

Bei Ballbesitz

Die variable Defensive des SC Verl im Positionsspiel zu knacken, wird für den TSV 1860 München nur durch gute Aktionen möglich sein, in denen man es schafft, Überzahl und freien Raum für Aktionen herzustellen.

Aus dem Umschaltspiel heraus gilt es, präzises vertikales Spiel anzuwenden und die oft riskant entblößte Restverteidigung der Verler auf dem falschen Fuß zu erwischen. Die ballverliebten Verler muss man, wenn sie die Kugel verlieren, schnell und präzise attackieren, um zum Torerfolg zu kommen.

Standardsituationen werden möglicherweise wieder entscheidend, aber Verl wird nach Guttaus Traumtor vom Sonntag gewarnt sein.

Schlüsselspieler

Tor

Luca Unbehaun (#1) kam im Sommer vom BVB nach Verl und ist der teuerste Spieler im Verler Kader. Der 1,85 m große Keeper ist ein reflexstarker Keeper mit unfassbar guter Strafraumbeherrschung. Im Timing bei Eins-gegen-Eins-Situationen ist er besser als andere junge Keeper, aber nicht auf oberstem Topniveau. Das ist allerdings seine einzige leichte Schwäche. Ich halte ihn, das habe ich hier auch schon öfter geschrieben, für eines der größten deutschen Talente im Tor.

Abwehr

Kapitän Torge Paetow (#16) ist der Schlüsselspieler des SC Verl in der Innenverteidigung. Dort profitiert er vor allem von seinem guten Stellungsspiel. Seine Zweikampfquote gegen den Ball liegt ein wenig unter dem, was man eigentlich von einem Innenverteidiger erwartet. Beim Spielaufbau beteiligt er sich je nach Situation präzise und sicher. Im Positionsspiel gegen hohes Pressing überlässt er diese Aufgabe jedoch meist dem abgekippten Mittelfeldspieler, wenn die dynamische Dreierkette zum Einsatz kommt.

Mittelfeld

Mit dem Abgang von Maël Corboz (zu Arminia Bielefeld) ist das Herz des Verler Spiels verloren gegangen.

Zum wichtigsten Spieler in diesem Mannschaftsteil wird damit der aus der Tiefe heraus, aber dennoch sehr offensiv agierende Nicola Sessa (#30). Er verteilt die Bälle in der Offensive und rückt auch selbst in die Position hinter den Spitzen, um dort für Gefahr aus der zweiten Reihe zu sorgen.

Sturm

Als einer der Torgaranten fehlt seit der Wintertransferperiode auch Oliver Batista-Meier neun Tore und zehn Vorlagen hatte der Offensivallrounder zum Zeitpunkt der Beendigung der Leihe an Verl seitens des abgebenden Vereins Dynamo Dresden auf dem Konto. Mittlerweile wurde Batista-Meier an den Grashopper Club Zürich weiterverliehen und geht nicht mehr in der Dritten Liga auf Torejagd.

Lars Lokotsch (#13) spielt die Schlüsselrolle im Sturm. Der 9-Tore-Stürmer des SC Verl hat zusätzlich zu seinen Treffern auch schon vier Vorlagen auf dem Konto. Im Sommer von Fortuna Köln nach Ostwestfalen gewechselt, findet er sich nun in der 3. Liga zurück bei Verl gut zurecht. Fast jeder zweite seiner Schüsse geht so aufs Tor, dass er dem gegnerischen Keeper Arbeit verschafft. Abgesehen davon ist er für einen Stürmer extrem passsicher. Seine Durchsetzungsfähigkeit bei Einzelaktionen ist im Dribbling deutlich besser als bei offensiven Laufduellen. Gegen den Ball zeigt er sich ebenfalls sehr einsatzfreudig und durchaus erfolgreich was auch nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, wie Verl das Pressing anlegt. Mit rund drei Balleroberungen pro Partie hat er für einen Mittelstürmer hier eine gute Quote.

Fazit

Es wird für den TSV 1860 München beim SC Verl sicher nicht einfach. Aber wir sollten die Flinte nicht schon vor dem Spiel ins Korn werfen. Ich denke, dass die offensive Spielweise des Sportclubs uns entgegen kommt und wir ein rassiges und spannendes Spiel zu sehen bekommen werden.

Mit der richtigen Einstellung, vor allem was die Offensive betrifft, und Disziplin und Konzentration gegen den Ball werden wir in der Lage sein, aus Verl einen Punkt zu entführen, wenn nicht sogar drei. Es gilt für unsere Sechzger weiterhin, als Mannschaft so aufzutreten, wie wir es seit dem Ende der Winterpause und auch schon in den beiden Spielen unter Interimstrainer Frank Schmöller vor der Pause gesehen haben. Dann ist überall alles möglich.

So könnte Verl beginnen

Datenquelle: Wyscout