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Vor der Beirats-Sitzung der KGaA: Hauen und Stechen hinter den Kulissen

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Trainingsgelände TSV 1860 München Stein Winter 2

Vor der heutigen Beirats-Sitzung der KGaA gibt es mal wieder Hauen und Stechen beim TSV 1860 München. Hintetgrund sind Meinungsverschiedenheiten rund um die Besetzung der vakanten Posten des sportlichen Leiters bzw. Sport-Geschäftsführers und des Trainers.

Vor Beirats-Sitzung: Mal wieder E-Mails durchgestochen

Der Streit, der sich mittlerweile zwischen drei Parteien, nämlich den e.V-Vertretern, Noch-Geschäftsführer Pfeifer und HAM-Vertretern abspielt, wird offenbar seit mehreren Wochen teilweise per E-Mail in einem nicht ganz kleinen Verteiler geführt. Diese Konversation und weitere interen Dokumente wurden nun mindestens an Julian Buhl, seines Zeichens t-online-Reporter eines anderen Münchner Vereins, und Georg Holzner vom Kicker (der ebenfalls hauptsächlich über den Verein von der falschen Straßenseite schreibt) durchgestochen. Wer Interesse an sochen Indiskretionen hat und die Vertraulichkeit interner Dokumente des TSV 1860 bewusst verletzt, kann sich jeder selbst überlegen. Dieses Verhalten trägt auf jeden Fall originär dazu bei, dass an der Grünwalder Straße einfach nicht in Ruhe gearbeitet werden kann und sollte zum Wohle von Sechzig ab sofort unterlassen werden. Hier werden immer wieder Partikularinteressen über das Wohlergehen des TSV 1860 München gestellt.

Streitthema 1: Die Ernennung von Dr. Werner

Der Beirat soll heute die Besetzung des sportlichen Leiters und/oder Geschäftsführers entscheiden. Nachdem die e.V.-Seite den von Pfeifer nominierten Kandidaten Dr. Christian Werner als sportlichen Leiter mehrmals ablehnte, soll dieser nun überraschenderweise von der e.V.-Seite als Geschäftsführer eingesetzt werden. Interne Dokumente über die Gründe für die e.V-seitige Ablehnung liegen dem Kicker vor. Hasan Ismaik kritisierte bereits: “Ich hätte es besser gefunden, wenn der Rest dieser Saison genutzt worden wäre, um Werners Leistung als Sportdirektor zu beurteilen und dann zu entscheiden, ob er befördert werden kann.” Ismaiks Kritik, dass ein Kandidat, der als sportlicher Leiter für ungeeignet befunden wurde, nun für einen Job eine Ebene höher geeignet sein soll, ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

Dreht Ismaik den Geldhahn zu?

Die Diskussionen um Werners Ernennung vor der heutigen Beirats-Sitzung wurden intensiv per Mail mit großem Verteiler geführt. Diese Konversation wurde Buhl zugespielt, der 1860 übrigens fälschlicherweise auf Platz 16 der dritten Liga verortet. Die Konversation soll “verbale Spitzen, gegenseitige Unterstellungen und Lügenvorwürfe aneinanderreihenund immer schärfer formuliert” sein. Es ist davon auszugehen, dass der e.V. Dr. Werner heute notfalls per 50+1 ins Amt hieven wird, um endlich wieder sportliche Kompetenz in die Führung der KGaA zu bringen. Spannend wird sein, ob Ismaik in der Folge ernst machen wird. Er drohte, bei Verpflichtung ihm nicht genehmen Personals den Geldhahn zuzudrehen.

Streitthema 2: Der Jacobacci-Nachfolger

Angeblich hat der DFB 1860 eine Frist bis heute gesetzt, um einen neuen Chef-Trainer mit gültiger UEFA-Pro-Lizenz zu benennen. Auch um Jacobaccis Nachfolger scheint es profunden Streit zwischen Präsidium und Pfeifer zu geben. Reisinger soll Pfeifer vorgeworfen haben, Jacobacci und auch Köllner gefeuert zu haben, ohne einen Nachfolger in der Hinterhand zu haben. Pfeifer verweist wohl darauf, dass es mit Manfred Paula “einen Lizenzinhaber” im Hause gebe, der das Team übernehme könnte. Weiter soll Jochen Seitz im Rennen sein, während die Abendzeitung zu wissen meint, dass Bernhard Trares in Giesing anheuert. Laut Kicker soll intern auch Felix Magath diskutiert worden sein. Reisingers Favorit dagegen scheint dem Kicker zur Folge Marco Antwerpen zu sein. Angeblich soll sich Dr. Werner schon in die Trainersuche eingearbeitet haben. Wichtig wäre, dass ein Kandidat ausgewäöhlt wird, der der Philosophie des möglichen neuen sportlichen Leiters (oder Geschäftsführers?) entspricht. Sonst scheint die nächste Trainersuche vorprogrammiert.

Spannend allemal, was der Beirat heute entscheiden wird. Es geht immerhin um wichtige sportliche Weichenstellungen für ein verunsichertes Team mitten im Abstiegskampf. Sobald wir die entsprechenden Infos haben, werden wir diese an Euch weitergeben. Vielleicht twittert ja jemand aus der Beirats-Sitzung oder gibt die Beschlüsse an die Herren Buhl oder Holzner live weiter.

 

 

Fotogalerie zu SV Waldhof Mannheim – TSV 1860 München

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Sv Waldhof Mannheim Tsv 1860 München Fotogalerie Titelbild

Wieder kein Tor, wieder eine unglückliche Niederlage, wieder enttäuschte Gesichter. Wie bereits in Bielelfeld konnten die Löwen sich auch in der Quadratestadt nicht für ihren Aufwand belohnen und mussten sich dem Gegner geschlagen geben. Wir päsentieren Euch in der Fotogalerie die besten Impressionen vom Spiel des TSV 1860 beim SV Waldhof Mannheim.

Fotogalerie zu Waldhof Mannheim – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage bei Waldhof: Ausgelaugt

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Sichtlich angeknockt verabschieden sich die Löwen von den Fans in die Winterpause
Sichtlich angeknockt verabschieden sich die Löwen von den Fans in die Winterpause

Unfassbar, wie unser TSV 1860 München gestern beim SV Waldhof unterlag. Sechzig verlor den Grottenkick durch einen unberechtigten Handelfmeter und steht nun auf Tuchfühlung mit dem Abstiegsplätzen. Zum Glück ist jetzt endlich Winterpause, ich bin grad einfach nur ausgelaugt, was das Thema 1860 angeht.

Der Torlosfluch konnte nicht überwunden werden

Was man da gestern als Löwenfan in Mannheim miterleben musste, lässt sich leider schwer in Worte fassen. Wenn man ehrlich ist, sah man einen Grottenkick zwischen zwei stark verunsicherten Mannschaften. Von diesen war Sechzig aber zwischen der 20. und 45. Minute die klar bessere. In dieser Phase hätten die Löwen ihren Torlosfluch überwinden müssen. Jesper Verlaat mit Doppelkopfballchance und Manni Starke (gleich drei Mal) hätten die Kugel im Kasten der Mannheimer unterbringen müssen. Da die beiden aber beste Gelegenheiten ausließen, hält der Torlosfluch nun schon fünf Spiele an und wird langsam richtig gefährlich. Wenn es in der Vorbereitung auf die Rückrunde nicht gelingt, die Effektivität vor dem gegenerischen Tor substantiell zu erhöhen, könnte es noch richtig gefährlich werden diese Saison.

Manni Starke – das Gesicht der Verunsicherung

Ich hatte das Glück, Manni Starke persönlich kennenzulernen und finde ihn einen sehr sympathischen und reflektierten Menschen. Daher liegt es mir fern, ihn als Sündenbock hinzustellen. Aber er ist aktuell einfach das Gesicht der Verunsicherung von 1860. Und das tut mir wahnsinning leid für ihn. Wie er drei Großchancen auf die selbe Art und Weise versemmelte, lässt sich für mich nicht anders als durch extreme Verunsicherung erklären. Drei Mal übersah die Mannheimer Abwehr Starke, der jedes Mal alleine auf weiter Flur im Mannheimer Strafraum hätte treffen müssen. Stattdessen gelangen ihm immer nur zarte Rückgaben direkt in die Arme von Mannheim-Keeper Hawryluk. Wenn’s läuft, macht er einen Hattrick, aktuell gelingen ihm nur Rückgaben. Ich denke, ihm wird die Pause gut tun und auch er wird mental auch ziemlich ausgelaugt sein aktuell.

Pech mit dem Schiri – zwei Mal in Folge

Wenn es wenigstens nur eigenes Unvermögen gewesen wäre, an dem 1860 gestern gescheitert wäre. Nein, es bedurfte noch einer kapitalen Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Genau genommen sogar deren zwei. In der 58. Minute berühte Waldhofs Jans den Ball leicht mit dem Unterarm, so dass dieser die Flugbahn änderte und Greilinger nicht mehr an den Ball kam. Nur fünf Minuten später wurde Ludewig von hinten (!) aus kürzester Distanz an den Arm geköpft und Schiri Oldhafer zeigte auf den Punkt. Da wurde eindeutig mit zweierlei Maß gemessen und 1860 schlicht und einfach benachteiligt. Dass Richter dann den Elfer fast noch pariert und er über den Innenpfosten den Weg ins Tor fand – geschenkt! Es ist einfach zum Kotzen gerade, es läuft einfach Alles gegen die Löwen. Das Fass mit dem möglichen Elfer vor dem Gegentor in Bielefeld will ich jetzt gar nicht mehr aufmachen.

Alles gegeben

Dass nach dem Elfer der Faden im Spiel der Löwen endgültig riss, ist nicht wegzudiskutieren. Erst in der Nachspielzeit schien Sechzig nochmal aufzuwachen. Trotz der spielerischen Limitierung war Sechzig gestern anzumerken, dass die Mannschaft wollte und Alles reinwarf. Das honorierten auch die mitgereisten Fans. Als die Mannschaft wie begossene Pudel vor dem Auswärtsblock stand, spendete dieser aufmunternden Beifall. Hoffen wir, dass sich die Mannschaft daran aufrichten kann. Auch die Phase von der 20. Minute bis zur Halbzeit sollte den wahrscheinlich demoralisierten Spielern Auftrieb geben, da hätte Sechzig das Spiel einfach entscheiden müssen. Aber Sechzig hat grad die Scheiße am Hacken und das Runde will einfach nicht ins Eckige. Man darf allerdings nicht den Fehler machen, die aktuelle Situation auf Pech mit dem Schiri oder Ähnliches zu schieben. Der Hase liegt bei einem suboptimal zusammengestellten Kader, einem zu spät gefeuerten, selbstgerechten Trainer und einer zu harmlosen Offensive im Pfeffer.

Innerlich ausgelaugt gehe ich in die Winterpause

Der aktuelle Abwärtstrend muss nach der Winterpause gestoppt werden. Und zwar sofort. Denn dann gastiert der MSV Duisburg in Giesing, der auch nur noch vier Punkte hinter uns liegt. Normalerweise wäre ich ob des hauchdünnen Vorsprungs auf die Abstiegsplätze und der weitgehend dürftigen Leistungen in der Hinrunde im Alarmzustand. Aber ich bin es nicht. Ich bin einfach nur leer, was das Thema 1860 angeht. Der sich fortdauernd verschärfende Streit zwischen e.V. und HAM, die ungelöste Sportdirektorfrage, der vakante Trainerposten, die anstehende Suche nach einem Geschäfstführer und so weiter und so fort. All das zerfrisst mich innerlich. Ich weiß gar nicht, welcher Brandherd rund um 1860 als erster gelöscht werden sollte. Möglicherweise ist es eine Schutzrekation meines Körpers, auf diese mannigfaltigen Probleme mit Gleichgültigkeit zu reagieren. Ich hoffe, dass mir die Winterpause trotz der brenzligen Tabellensituation etwas Ruhe bringt und ich die Themen für mich irgendwie sortieren kann, damit ich wieder mit mehr Herzblut für 1860 in die Rückrunde starte. Die könnte noch ganz unfreiwillig sehr spannend werden.

Spielbericht 20. Spieltag: Unverdiente Niederlage in Mannheim

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Sichtlich angeknockt verabschieden sich die Löwen von den Fans in die Winterpause
Sichtlich angeknockt verabschieden sich die Löwen von den Fans in die Winterpause

Unverdiente Niederlage in Mannheim. Sichtlich angeknockt verabschieden sich die Löwen von den Fans in die Winterpause. Durch einen unberechtigten Elfmeter verliert 1860 sehr unglücklich gegen schwache Waldhöfer. Sechzig muss sich erneut vorwerfen lassen, dass die Chancenverwertung unterirdisch war und man nach dem Gegentor komplett den Faden verloren hat.

Waldhof-Trainer Rehm musste heute mit Bartels, Herrmann und Zok auf drei Akteure verzichten, welche verletzungsbedingt ausfielen. Allerdings gab es für ihn nach dem Sieg in Aue keinen Grund, die Startelf im Vergleich zur Partie vom Wochenende zu verändern. Die Löwen hingegen wollten laut Trainer Frank Schmöller in Mannheim “das Gesicht der zweiten Halbzeit” des Bielefeld-Spiels zeigen. Gegenüber dem Spiel in Bielefeld standen bei den Löwen vier Neue in der Startelf. Lang, Tarnat, Zejnullahu und Rieder spielten heute nicht von Beginn an. Für das Quartett starteten Ludewig, Glück, Greilinger und Guttau.

Die erste Halbzeit

Die ersten Minuten der Partie gehörten zwar den Mannheimern, welche durch Jans die erste Chance des Spiels verzeichnen konnten (8.). Danach übernahmen die Löwen in einer allgemein schwachen Partie das Zepter, vergaben jedoch alle Chancen, die sich boten. Die Chancenauswertung bleibt somit weiter ein großes Thema bei 1860. Lakenmacher (21.), Starke (23. & 26.) und Verlaat (Doppelchance 34.) konnten ihre Chancen nicht in zählbares ummünzen. Zum Ende der ersten Hälfte war Sechzig dann klar überlegen, auf niedrigem Niveau, schaffte es aber, die Barrackler in deren Hälfte einzuschnüren. Von Mannheim kam nach der einzigen Chance aus der 8. Minute gar nichts mehr, so dass es nach drei Minuten Nachspielzeit torlos in die Pause ging.

Die zweite Halbzeit

Wie die erste Halbzeit endete, begann auch die zweite. Sechzig war weiterhin das aktivere Team und konnte somit durch Schröter in der 58. auch die erste Halbchance des zweiten Durchgangs verzeichnen. Der Ball von Schröter in den Fünfer brachte aber auch nichts ein. Kurz danach wurde es richtig spannend. Sechzig setzte sich am Strafraum der Hausherren fest, aber es gelingt nur eine harmlose Flanke von Greilinger. Den Befreiungsschlag fängt Verlaat ab, der direkt schießt. Der Ball fliegt an den Arm von Jans – zu wenig für einen Elfmeter befindet Oldhafer. In der 63. Minute jedoch eine fast vergleichbare Situation im Strafraum der Löwen. Jans flankt von rechts, Ludewig wird der Ball im Sprung von hinten an den Arm geköpft und Schiri Oldhafer zeigt auf den Punkt. Zwei durchaus diskutable Entscheidungen des Unparteiischen, vor allem in so kurzem Abstand.

Die Ultras von 1860 wünschen allen Löwenfans ein frohes Weihnachtsfest mit einem gemalten Banner sowie einer Begleitung durch einige Bengalos.
Die 1860 Ultras wünschen allen Löwenfans ein frohes Weihnachtsfest.

Vor der Ausführung fing es im Block der Löwen jedoch an zu qualmen und zu leuchten: Die Ultras wünschten damit allen Löwenfans ein frohes Weihnachtsfest, woraufhin Schiri Oldhafer die Teams vom Feld beorderte. Als sich der Nebel verzogen hatte, trat Bahn zum Elfer an. Richter ahnte die Ecke, kam sogar noch leicht an den Ball, welcher aber vom Innenpfosten ins Tor prallte.

Der Schock saß tief bei den Löwen, welche sich im Anschluß noch schwerer taten zu Chancen zu kommen. Mit dem komplett verlorenem Faden der Sechzger hatten es die Mannheimer leicht, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Lediglich Starke  konnte noch noch eine Chance erarbeiten, doch Glück (89.) konnte die Flanke, die dieser artistisch mit einem Scherenschlag abnahm, auch nicht über die Linie, sondern lediglich Zentimeter neben das Netz bringen. In der Verlängerung, welche durch die Unterbrechung 8 Minuten betrug, versuchten die Löwen zwar noch, das Glück zu erzwingen, aber haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.

Fazit: Unverdiente Niederlage

Durch den unberechtigten Elfmeter verloren die Löwen also sehr unglücklich gegen schwache Barrackler. Die Mannschaft muss sich erneut vorwerfen lassen, dass die Chancenverwertung katastrophal war und man durch Schock durch das Gegentor nicht mehr wirklich an die erste Halbzeit in Mannheim und auch nicht die zweite in Bielefeld anknüpfen konnte.

Sechzig noch dazu mit einer Serie von fünf Partien ohne eigenen Treffer. Eine Serie, auf die man sicherlich gerne verzichtet hätte. Mannheim konnte nun jedoch nach zwei Siegen in Folge mit den Löwen gleichziehen und überwintert ebenfalls über dem Strich. Nach der Winterpause geht es für die Löwen im ersten Samstags-Topspiel (um 16.30 Uhr) des neuen Jahres gegen Duisburg.

 

Liveticker: Waldhof Mannheim – TSV 1860 München (20.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 20.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen Waldhof Mannheim und dem TSV 1860 München!

Im zweiten und wohlmöglich letzten Anlauf soll es klappen: Interimstrainer Frank Schmöller und sein Team hoffen auf drei Punkte! Dafür ist im Duell mit Waldhof Mannheim vor allem eine Leistungssteigerung bei den Torabschlüssen dringend nötig. Ob das gelingt und wie die Löwen im letzten Spiel des Jahres 2023 abschneiden, verrät der sechzger.de Liveticker aus Mannheim.

 

Aufstellung:
Richter – Ludewig, Verlaat (C), Glück, Steinhart – Starke – Schröter, Vrenezi (72. Sulejmani), Guttau, Greilinger (72. Kwadwo) – Lakenmacher (79. Ouro-Tagba)

Bank:
Hiller (TW), Lang, Kurt, Zejnullahu, Kwadwo, Sulejmani, Ouro-Tagba, Cocic, Tarnat

Tore:
1:0 Bahn (Handelfmmeter, 68. Minute)

Die Personalsituation

Es fehlen: Tim Rieder (Prellung), Joël Zwarts (Schambeinentzündung), Daniel Winkler (Kreuzbandriss)

Ausfälle bei Waldhof Mannheim: Bartels, Herrmann, Zok (alle verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Jesper Verlaat und Tim Rieder haben bereits vier gelbe Karten gesehen, bei einer weiteren Verwarnung müssten sie also ein Spiel aussetzen. Julian Guttau steht aktuell bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel Waldhof Mannheim – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Auch im letzten Spiel 2023 werden sich wieder zahlreiche Löwenfans auf den Weg nach Mannheim machen und sich im Gästeblock einfinden. Kurzentschlossene können sich noch bis Anpfiff online mit einem Ticket versorgen und ebenfalls live dabei sein.

Im Free-TV wird die Partie zwischen der Arminia und den Löwen leider nicht übertragen.

MagentaSport ist jedoch natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor Waldhof Mannheim – 1860

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Sechzger.de winningers wirtshaus weisheiten waldhof mannheim tsv 1860 münchen

Noch 90 Minuten (plus Nachspielzeit) Fußball stehen für den TSV 1860 in diesem Kalenderjahr auf dem Programm. Nach der Niederlage in Bielefeld gilt es für die Löwen, heute Abend im Carl-Benz-Stadion unbedingt zu punkten, um nicht in unmittelbarer Nähe der Abstiegszone zu überwintern. In seinen Wirtshaus Weisheiten zeigt Bernd Winninger auf, wie der TSV 1860 heute Abend bei Waldhof Mannheim bestehen und das gewünschte Ergebnis erzielen kann. Das Spiel könnt Ihr natürlich in unserem Liveticker verfolgen!

Wirtshaus Weisheiten vor SV Waldhof – TSV 1860

Welches System bevorzugt Waldhot-Trainer Rüdiger Rehm und auf welche taktischen Vorgaben müssen sich die Löwen einstellen? Wer sind die Schlüsselspieler der Kurpfälzer, wo finden sich eventuelle Schwachstellen der Mannheimer? Ergänzend zu seiner TAKTIKTAFEL erläutert Bernd Winninger die Chancen des TSV 1860 für die heutige Partie.

Waldhof Mannheim – TSV 1860, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur letzten Taktiktafel vor einem Spiel des Jahres 2023. Der SV Waldhof Mannheim empfängt unseren TSV 1860 München im Carl-Benz-Stadion. Was kommt dort auf die Löwen zu?

Waldhof Mannheim – TSV 1860 ist ein Traditionsduell zum Jahresabschluss, das man nicht verlieren sollte. Das gilt allerdings für beide Teams. Pünktlich vor dem Duell mit unseren Löwen hat Mannheim eine Serie von zehn Spielen ohne Sieg am Samstag gegen Aue mit einem 3:0 beendet.

Rüdiger Rehm, Trainer des Waldhof setzt grundsätzlich auf ein 4-2-3-1. Mit einer Pressinglinie, die im Normalfall aus zwei Spielern besteht und drei dahinter agierenden Mittelfeldspielern, die den eröffnenden Vorwärtspass verhindern sollen, steht Mannheim beim Anlaufen im Normalfall mittig bis tief. Die Defensivlinie steht meist auf mittlerem Niveau.

Bei eigenem Ballbesitz im gegnerischen letzten Drittel verschiebt Mannheim ballfern asymmetrisch auf ein 4-1-2-3 mit teilweise weit vorgeschobenem Außenverteidiger auf der ballnahen Seite.

Gegen den Ball verteidigen die Mannheimer im eigenen letzten Drittel im 4-5-1 oder 4-4-1-1. Je nachdem wie die Staffelung der gegnerischen Mannschaft situationsbedingt aussieht.

Bevor wir einen genaueren Blick auf Mannheims Spielweise werfen, zunächst – wie immer – die statistischen Werte der bisherigen Saison des Waldhof.

Statistische Werte: SV Waldhof Mannheim

  • Ballbesitz 44%
  • Passgenauigkeit 77%
  • defensive Zweikampfquote 64%
  • Flankengenauigkeit 32%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 11,3

Wie spielt der Waldhof?

Bei Ballbesitz

Durch die häufig tief stehende Pressinglinie und die mittig aufgestellte Defensivlinie versucht Mannheim selbst eher über Umschaltspiel und schelle Vorstöße – dort wo der Gegner Räume anbietet – vorzustoßen.

Das bedeutet, dass Mannheim nach Ballgewinn, egal in welcher Zone, sofort den schnellen Weg nach vorne sucht. Dazu ist jedes Mittel recht. Man sieht sowohl stark vertikales Passspiel, als auch progressive Läufe über längere Strecken oder – allerdings sehr selten, meist bei Ballgewinn knapp hinter der Mittellinie – Kombinationsspiel durchs Zentrum, das dann meist über Bentley Baxter Bahn als Ballverteiler hinter der Spitze läuft.

Müssen die Mannheimer im Positionsspiel von hinten aufbauen, regiert der lange Ball. Das führt zu vielen Situationen in denen der Kampf um sogenannte zweite Bälle in den Fokus rückt. Um dabei erfolgreich zu sein, überlädt Mannheim die zweite Reihe zunächst mit dem Box to Box Spieler und einem Außenverteidiger. So stehen hinter der Sturmspitze fünf Spieler auf einer Linie die auf der Seite verdichten, wohin der lange Ball gespielt wurde. Meist war das, in den Spielen die ich zur Analyse gesehen habe, die linke oder halblinke Seite.

Aus dieser Verdichtung heraus schieben dann ein bBallnaher Flügelspieler (Verteidiger oder Mittelfeldspieler) nach vorne auf die Linie der Sturmspitze während der ballferne Mittelfeldaußenspieler asymmetrisch mit in die Box schiebt. Je nachdem, wie und wo die Mannheimer dann Platz finden, läuft die Kugel entweder auf den ballnahen Flügel oder ins Zentrum, wo der Zehner über den weiteren Verlauf der Attacke entscheidet.

Gegen den Ball

Gegen den Ball setzt der Waldhof alles darauf, dass durch die eher tief stehende Pressinglinie und die mittig positionierte Defensivlinie die Räume für den Gegner so eng werden, dass präzises Kombinationsspiel fast unmöglich wird. Mit diszipliniertem, druckvollem und vor allem konsequentem Agieren gegen den ballführenden Spieler oder den Passempfänger versucht Mannheim so eklig wie möglich für Ballgewinne in der Zone zwischen Mittellinie und letztem Drittel zu sorgen. Diese Ballgewinne sollen wie oben beschrieben dann möglichst zu schnellen Umschaltangriffen führen.

Dringt der Gegner trotz allem ins eigene letzte Drittel der Mannheimer ein, verteidigt der Waldhof mit zwei Ketten diszipliniert und konsequent. Vor allem im Zentrum ist ein Durchkommen für den Gegner oft schwer.

Auch nach Ballgewinnen im eigenen letzten Drittel, sofern ein Feldspieler den Ball erobert, ist die Devise der Waldhöfer, möglichst schnell umzuschalten um die, möglicherweise etwas entblößte, Restverteidigung des Gegners in Unterzahl zu erwischen.

Stärken und Schwächen des Systems 4-2-3-1

Die Stärken

Gegen den Ball ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert.

Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ variabel gestaltet werden, sowohl über die Flügel als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.

Die Schwächen

Gegen den Ball ist ein Gegner der gern über die Flügel angreift schwer zu kontrollieren, da die Wege um einen Spieler zu Doppeln relativ weit sind und die Doppelung vom Angreifer oft schon erkannt wird wenn sich der doppelnde Gegner aus seiner taktischen Grundposition löst. Das führt bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel zu viel Raum für die angreifende Mannschaft.

Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorn ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko, da sich durch dessen Fehlen für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten bietet. Deshalb sind torgefährliche Mittelfeldspieler, die mit aufrücken zwingend erforderlich um im 4-2-3-1 erfolgreich zu sein.

Wie kann man den Waldhof knacken?

Meine Idee für den TSV 1860 München gegen Waldhof Mannheim, so wie die Kurpfälzer sich, in den Spielen die ich gesehen habe, präsentiert haben, wäre es zu versuchen, sie mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen. Damit meine ich, dass man Mannheim zu einem Spiel zwingt, das sie eigentlich nicht können. Positionsspiel uns der eigenen Abwehr heraus.

Dazu müssten gegen den Aufbau der Mannheimer sowohl die Pressinglinie, als auch die Defensivlinie, auf tiefem Niveau agieren. Nur der Mittelstürmer dürfte, und das ist mit viel läuferischem Aufwand verbunden, den/die auslösenden Spieler anlaufen. Der zweite Spieler in der Pressinglinie hätte die Aufgabe, das Passspiel auf einen der Flügel zu verhindern, während die zweite Reihe auf der gesamten Breite mannorientiert verteidigt.

Funktioniert das wie gedacht, wird Mannheim den langen Ball spielen müssen, der dann um jeden Preis Beute der Löwendefensive werden muss. Gelingt auch das, und schafft man es gleichzeitig dem Gegenpressing nach Balleroberung zu entgehen, muss der Ball sofort nach vorne auf den Zielspieler gespielt werden, der, wenn alles richtig läuft, dann hinter sich eine Dreierreihe eigener Mannschaftskameraden findet die entweder angespielt werden können oder bei der Eroberung des zweiten Balles helfen. Danach muss der Pass in die Tiefe auf die Spitze erfolgen um den mit Tempo einlaufenden Stürmer im Idealfall durch die Schnittstelle zu bedienen und so eine eins gegen eins Situation herzustellen.

Attraktiver Fußball ist natürlich etwas anderes. Aber ich denke in der momentanen Situation interessiert nur das was am Ende auf der Anzeigetafel steht.

Schlüsselspieler

Tor

Seit drei Spielen hat Lucien Hawryluk (#30) Jan-Christoph Bartels als Nummer eins abgelöst. Nachdem Hawryluk schon im Sommer nach einer Gehirnerschütterung von Bartels für mehr Sicherheit im Kasten bei Mannheim sorgte, als die eigentliche Nummer eins, und während der sechs Spiele nur zwei Niederlagen hinnehmen musste, war die Entscheidung Rehms nun ihm den Vorzug vor Bartels zu geben nur konsequent und vermutlich richtig. Hawryluk ist 23 Jahre alt, 1,92 m groß zeigt eine exzellente Strafraumbeherrschung, hat extrem gute Reflexe, und ist wenn man den Daten folgt, überragend in der Strafraumbeherrschung. Seine Eignung für 1-gegen-1-Situationen einzuschätzen fällt mir schwer, denn er hatte in dieser Saison noch keine solche Situation zu überstehen. Die Daten aus seiner Zeit in den U-Mannschaften des BVB geben da leider auch keine Hilfestellung. Über den Zeitraum von 2016 bis heute steht bei der Anzahl solcher Momente in der Statistik eine große Runde Null.

Abwehr

Marcel Seegert (#5) ist Kapitän und Abwehrchef der Mannheimer. Der extrem fair spielende Innenverteidiger gewinnt knapp drei Viertel seiner seiner Zweikämpfe gegen den Ball, ist überaus dominant in Luftduellen. Die Spieleröffnung teilt er sich mit seinem jeweiligen Nebenmann Karbstein oder Riedel.

Mittelfeld

Bentley Baxter Bahn (#7) ist in der Offensive der wichtigste Baustein der Kurpfälzer. Seine offensiven Qualitäten sowie seine Bissigkeit und unangenehme Spielweise gegen den Ball machen den 31jährigen Hamburger zum Herzstück des Mannheimer Spiels. Vorn verteilt der dribbelstarke Zehner des Waldhof klug die Bälle an seine Mitspieler und gegen den Ball lässt der erfahrene Drittligaprofi ebenfalls wenig anbrennen. Seine defensive Zweikampffrequenz und -quote sind für einen Spieler auf seiner Position beide sehr hoch. Seine Kreise einzugrenzen wird für den TSV 1860 im Spiel gegen Waldhof Mannheim oberste Priorität haben, sobald sich das Mannheimer Spiel ins offensive Zentrum bewegt.

Sturm

Seit vier Spielen setzt Rüdiger Rehm im Sturmzentrum auf den erst neunzehnjährigen Kennedy Okpala (#32). Der Mittelstürmer mit nigerianischen Wurzeln verfügt über eine unglaublich hohe Schussgenauigkeit von 57%, ist dribbelstark, hat für einen Spieler seiner Alters bereits ein sehr hohes Durchsetzungsvermögen bei Kopfballduellen und agiert extrem giftig und erfolgreich im Gegenpressing. In den vier Partien, in denen er nun in der Startelf stand, konnte er bereits zwei Treffer verbuchen.

Fazit

“Ohne Kampf kein Sieg” ist der Wahlspruch eines guten Freundes von mir, und das wird auch das Motto für den TSV 1860 München gegen den SV Waldhof Mannheim am Mittwoch Abend sein müssen.

Ich will mich hier nun nicht lange aufhalten. Welches taktische Mittel der Coach dem Team auch immer vorgibt, die oberste Devise für alle elf Akteure auf dem Feld muss sein, dass gekämpft wird bis zum Umfallen. Das bedeutet nicht, dass jeder versuchen sollte mehr zu tun als er kann oder als es seine Aufgabenstellung für die Position und Rolle auf dem Feld verlangt, aber in dieser Position und Rolle auf dem Feld muss jeder Spieler in der Mannschaft über 90 Minuten 100% Einsatz zeigen.

Ein Zehner beispielsweise muss Bälle verteilen und nicht Behelfs-Maradona und Messi in einer Person versuchen zu spielen, ein Stürmer gehört im letzten Drittel ins Zentrum und nicht auf den Flügel usw.. Ich denke ihr wisst was ich meine.

Ich hoffe auf einen Kurswechsel bei der Richtung, die unsere Löwen in der Tabelle in den letzten Woche eingeschlagen haben. Wenn nötig auch mit dreckigem, unattraktivem Fußball, der dann wieder den Wutlöwen die Röte ins Gesicht treibt. Mir egal wie. 100% Einsatz, genug Zielwasser im Bus mitnehmen und kämpfen bis zum Umfallen, dann holt der TSV 1860, so Gott will, einen Punkt bei Waldhof Mannheim.

So könnte Mannheim beginnen

Datenquelle: Wyscout

Waldhof Mannheim – TSV 1860: Ergebnistipp Christopher Lannert

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22 Christopher Lannert TSV 1860

In der letzten Saison bestritt Christopher Lannert 29 Drittliga-Partien für Münchens großer Liebe, am Sonntag besiegte er die Löwen mit seinem neuen Club Arminia Bielefeld. Für sechzger.de tippt Lannert nun die Partie des TSV 1860 bei Waldhof Mannheim.

Christopher Lannert traut 1860 ein Remis zu

Der 25-Jährige hatte am Wochenende die Möglichkeit, die Löwen aus nächster Nähe zu betrachten und profitierte mit der Arminia von der einmal mehr katastrophalen Chancenauswertung des TSV 1860. So gewann Bielefeld mit 2:0, während Sechzig einmal mehr ein Torerfolg verwehrt bliebe. Für das Spiel in Mannheim traut Christopher Lannert jedoch ein Erfolgserlebnis und einen Punkt zu:

“Ich tippe auf ein 1:1!”

Nach der Torlos-Serie zuletzt wäre das doch mal ein guter Anfang, oder? Und wer trifft?

“Ich wünsche es Laki, also tipp ich mal auf ihn.”

Von der Grünwalder Straße zurück nach Ostwestfalen

Der gebürtige Münchner hatte bereits in der Jugend an der Grünwalder Straße gekickt und kehrte im Sommer 2022 über die Stationen FC Bayern, FC Augsburg und SC Verl nach Giesing zurück. Bei den Löwen kam er in der 3. Liga zu 29 Einsätzen und leistete vier Assists. Nach nur einem Jahr wechselte Christopher Lannert wieder nach Ostwestfalen und schloss sich Arminia Bielefeld an, wo er direkt zum Vize-Kapitän aufstieg und mit Marius Wörl, Merveille Biankadi und Semi Belkahia auf drei weitere Ex-Löwen traf.

Wird Dr. Werner Geschäftsführer? Beirat tagt am Freitag

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Symbolbild Weihnachten TSV 1860 München Christbaumkugel Schnee Trainingsgelände

Am kommenden Freitag tagt der Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH und entscheidet über die Bestellung von Dr. Christian Werner zum Sport-Geschäftsführer.

Dr. Werner schon länger diskutierte Personalie

Die BILD hatte kürzlich berichtet: Dr. Werner, der favorisierte Kandidat von Finanz-Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer, sei in der Vergangenheit von Vereinsseite für den Posten des Sportdirektors schon dreimal abgelehnt worden.

Jetzt soll er sogar die Position des Sport-Geschäftsführers übernehmen und bis 2025 unterschreiben. Es fehle nur noch an der “Zustimmung des Mitgesellschafters Hasan Ismaik (45)”. Sollte diese ausbleiben, würde Christian Werner möglicherweise gemäß der 50+1-Regel eingesetzt werden.

Geschäftsführer statt Sportdirektor

Die Bestellung von Dr. Werner als Sportgeschäftsführer statt als Sportdirektor ergibt durchaus Sinn und ist im Hinblick auf Sorgfaltspflichten gegenüber der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA durchaus geboten: Aufgrund der Nicht-Verlängerung von Finanzgeschäfstführer Marc-Nicolai-Pfeifer droht ein Vakuum, sobald dieser den Verein verlässt. Zwar hatte Pfeifer angedeutet, seine Amtszeit bis Juni 2024 erfüllen zu wollen, jedoch sollte man im schnelllebigen Fußballgeschäft stets auf Nummer sicher gehen. Mit einem Geschäftsführer Dr. Wener “in charge” wäre man in dieser entscheidungsrelevanten Position abgesichert und weiterhin handlungsfähig.

Beirat tagt: es droht eine Patt-Situation

Doch wird der Beirat (bestehend aus zwei e.V.-Vertretern und zwei HAM-Funktionären) auch zu einem positiven Abstimmungsergebnis kommen?

Nach sechzger.de-Informationen könnte eine Patt-Situation drohen. Bereits in der Sportdirektoren-Frage hatte Vizepräsident Schmidt unlängst die mangelnde Kooperation mit der HAM angeprangert:

“Von einem Vertreter unseres Mitgesellschafters wurde mir persönlich unverblümt erklärt, es wäre völlig unerheblich, welchen Namen der Verein in den Ring wirft. Sobald öffentlich klar sei, es handelt sich um einen Kandidaten des Vereins, würde ihn HAM, unabhängig von dessen Qualifikation, kategorisch ablehnen.”

Gilt also die von Schmidt angesprochene Blockadehaltung auch für Geschäftsführer-Kandidaten, wenn der e.V. diese vorschlägt?

Wird Dr. Werner der nächste Einsatz von 50+1 in der Geschichte des TSV 1860?

Heute vor zwei Jahren: Geisterspiel am eiskalten “Dalle”

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Würzburger Kickers TSV 1860 München

Dereinst wird man zurückblicken und sich an eine Zeit erinnern, in der ein Fußballspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit nicht etwa eine individuelle Strafmaßnahme für einen Verein darstellte, dessen Anhänger sich in irgendeiner Weise ungebührlich betragen hatten, sondern in der Geisterspiele – aufgrund der Corona-Pandemie – im Profifußball Alltag waren. Heute vor zwei Jahren fand die bislang letzte Auswärtspartie des TSV 1860 statt, die nur von Reportern und wenigen handverlesenen Funktionären besucht werden konnte: Am Montag Abend auf dem eiskalten Dallenberg in Würzburg. Drei Redakteure von sechzger.de (einer davon auch für liga3-news im Einsatz) hatten eine Akkreditierung für das Spiel in Unterfrankens Hauptstadt erhalten und froren sich als einzige Medienvertreter aus München den sprichwörtlichen Ar… ab. Wenigstens konnten Spielverlauf und Endergebnis ihre Herzen vorweihnachtlich erwärmen.

Gespenstische Leere am Würzburger Dallenberg kurz vor dem Anpfiff des Löwengastspiels
Natürlich auch in Würzburg: Anerkennung und Unterstützung der Fan-Reporter

In Würzburg Spiel zwei nach dem Mölders-Aus

Die Wochen vor dem das Kalenderjahr 2021 beschließenden Spiel waren – mal wieder – turbulent gewesen an der Grünwalder Straße 114. Der vorsaisonale Drittligatorschützenkönig Sascha Mölders war am Nikolausabend vom TSV 1860 freigestellt worden und postete diese Entwicklung auf seinem Instagram-Kanal noch ehe die KGaA selbst Stellung genommen hatte… quasi der ganz normale tägliche Wahnsinn bei Münchens großer Liebe. Die sportliche Entwicklung vor der Mölders-Demission ist treffend mit der Vokabel Abwärtstrend umschrieben: Zahlreichen Unentschieden im Herbst folgten zwischenzeitlich zwar ein paar Siege, dann aber zwei krachende Heimpleiten gegen den SV Waldhof (1:3) und den 1. FC Magdeburg (2:5 – zur Pause 0:5) innerhalb von nur fünf Tagen. Und die Verantwortlichen reagierten – siehe oben.

Im ersten Spiel ohne den Leitwolf Mölders zeigte die Mannschaft eine echte Reaktion und siegte im Stadion Rote Erde gegen den Nachwuchs des BVB mit 2:0. Wie würde sich das Team nun im letzten Spiel des Kalenderjahres präsentieren?

Christian und Stefan – für sechzger.de auf dem eiskalten Dallenberg
Gleich geht’s los – vor leeren Rängen

Aus dem Nichts: 2:0 für die Löwen

Zunächst präsentierten sich Sechzig viel zu passiv und konnten den Angriffsbemühungen der Gastgeber wenig entgegen setzen. Der Zweitligaabsteiger auf ungebremster Talfahrt Richtung Regionalliga Bayern (wo die Kickers dann im Frühjahr auch landeten) mit bis dahin nur zwei Siegen drängte auf einen versöhnlichen Jahresabschluss. Als allerdings der Würzburger Druck auf das Tor von Marco Hiller ein wenig nachließ, schlugen wiederum die Löwen eiskalt zu: Marcel Bär erzielte in der 32. Minute nach Vorarbeit von Stefan Lex mit einem Rechtsschuss das erste Tor der Partie. Der Riesenjubel auf der Münchner Bank war gerade verklungen, da revanchierte sich Cello und legte wiederum dem Kollegen Lexi die Kugel per mustergültigem Pass auf den Fuß, der sich nicht zweimal bitten ließ. In fünf Minuten hatte 1860 den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.

Jubelnde Löwen – dreimal zu sehen an diesem Abend

Würzburg am Abgrund, die Löwen im Mittelfeld

In der zweiten Halbzeit waren die Würzburger sichtlich rat- und ideenlos. Die Löwen verwalteten die Führung, die wenigen im Stadion anwesenden Zuseher froren. Mit der ersten Chance für 1860 im Abschnitt zwei machte erneut Marcel Bär dann den Deckel drauf: 3:0 (71.). Damit endete ein – mal wieder – turbulentes Jahr einigermaßen versöhnlich. Dass Michael Köllners Team im neuen Jahr – u.a. dank des Komplettscheiterns von Türkgücü – nochmal ganz nah an den Aufstiegstraum heranrückte, wagte man zu jenem Zeitpunkt allerdings noch nicht wirklich zu hoffen. Dass die Partie in Würzburg das letzte Corona-bedingt unter völligem Ausschluss der Fans ausgetragene Auswärtsspiel für den TSV 1860 sein würde, hingegen schon. Nur die zwei Heimspiele gegen Wiesbaden und den KSC (im Pokal) zu Beginn des folgenden Jahres fanden noch vor gänzlich leeren Rängen statt. Danach kehrte langsam die Normalität zurück.

Obligatorische Grüße aus Würzburg.