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Löwenrunde: Ein Sieg zum Abschluss als Ziel

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Löwenrunde: Ein Sieg zum Abschluss als Ziel
Löwenrunde: Ein Sieg zum Abschluss als Ziel

Für den TSV 1860 München führt die letzte Reise in dieser Saison zum FSV Zwickau. Am Samstag um 13:30 Uhr findet dort das letzte Auswärtsspiel vor der Sommerpause statt. In der abschließenden Löwenrunde sprach Trainer Maurizio Jacobacci über die aktuellen Ausfälle und gab einen Sieg zum Abschluss als Ziel aus.

Jacobacci: “Sieg zum Abschluss ist das Ziel”

“Wir wollen das letzte Spiel in Zwickau gewinnen”, erklärte der Löwen-Coach. Allerdings habe man “einige personelle Probleme” und es werde “schwer, einen 20 Mann Kader zu stellen”, wie der Schweizer ergänzte.
Auf Seiten der Gäste sind Philipp Steinhart (muskuläre Probleme), Fynn Lakenmacher (Todesfall in der Familie) und Quirin Moll (Adduktoren-Probleme) fraglich. Sicher ausfallen wird Stammkeeper Marco Hiller, der sich nach wie vor mit Knieproblemen herumschlagen muss. Zudem ist Jesper Verlaat nach seiner zehnten Gelben Karte gesperrt.

Holzhauser, Morgalla und Wörl wieder mit dabei

Wieder im Kader stehen hingegen Raphael Holzhauser, Marius Wörl und Leandro Morgalla. Für Holzhauser wird es das letzte Spiel im Trikot der Löwen und auch bei Wörl kündigt sich bekanntlich der Abgang in die zweite Liga an. Obwohl das Spiel sowohl für die bereits abgestiegenen Zwickauer, als auch für die im Mittelfeld des Klassements feststeckenden Löwen bedeutungslos ist, werden 1.300 Sechzger-Fans die Löwen zum letzten Auswärtsspiel begleiten.

Jacobacci: “Bleibt uns treu wie bisher”

Im Hinblick auf die Zusammenstellung des Kaders für die neue Saison stehen bereits neun Abgänge fest, wovon der alte und neue Löwen-Dompteur vier gerne behalten hätte. Stefan Lex habe man aber nicht mehr umstimmen können. Bitter sei der Abgang von Yannick Deichmann, sowie der Abschied von Marius Wörl, der sich abzeichnet. “Wir haben das zu akzeptieren und müssen das Beste draus machen”, sagte Jacobacci weiter. Der Schweizer bleibt dennoch optimistisch: “Es kann hier etwas Gutes entstehen. Wir brauchen Geduld und mit der Zeit kommt auch der Rat”, sagte Jacobacci. Über mögliche Ziele für die Saison 2024/25 wollte der Coach aber noch nicht sprechen “so lange der Kader noch nicht feststeht”. Einen Appell richtete er an die Fans: “Bitte bleibt uns treu und unterstützt die Mannschaft weiterhin so wie bisher”.

In Zwickau können sich die Löwen einer lautstarken Fankurve jedenfalls sicher sein und mit einem Sieg könnte man immerhin ein gutes Gefühl mit in die Sommerpause nehmen.

Mögliche Neuzugänge des TSV 1860 zur Saison 23/24 – Teil II

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TSV 1860 Trikot Bundesliga 1994/95 redaktion Wunschaufstellungen
"Stempeltrikot" des TSV 1860 München

Nachdem wir Euch gestern im ersten Teil mögliche Neuzugänge des TSV 1860 zur Saison 23/24 im zentralen Mittelfeld vorgestellt haben, wird es heute noch einen Tick offensiver. Wer könnte die Löwen auf den Flügelpositionen oder im Sturm verstärken?

Mögliche Neuzugänge des TSV 1860 – Teil II

Starten wir mit den Außenbahnen, wo die Löwen aufgrund der Abgänge von Stefan Lex und Joseph Boyamba einen großen Aderlass hinnehmen müssen. Auch Yannick Deichmann hätte dort durchaus spielen können, wechselt aber bekanntlich zum FC Ingolstadt 04.

Flügel links

Für diese Position ist nach dieser Saison abgesehen von Fabian Greilinger kein Spieler mehr im Kader. Welche Optionen werden vertragslos auf dem Transfermarkt landen?

Aus der 3. Liga wären da als interessante Personalien Tom Zimmerschied (Hallescher FC), Alexander Nollenberger von der SpVgg Bayreuth und Fridolin Wagner (Waldhof Mannheim) die einzigen Spieler, die diese Position als Hauptposition spielen, auf dem Markt.

Erweitern wir das Suchgebiet auf das angrenzende Ausland und eine Liga höher oder tiefer, könnten Charalampos Makridis (zur Zeit in Regensburg), Danny Blum vom 1.FC Nürnberg, Albin Gashi vom SV Horn oder der momentan in Unterhaching unter Vertrag stehende Ex-Löwe Sebastian Maier möglicherweise gute Kandidaten für unseren TSV 1860 sein. Auch auf Oliver Kragl, zur Zeit in der dritten italienischen Liga bei Messina unter Vertrag, oder Danilo Del Toro von Xamax Neuchatel könnten die Löwen ein Auge werfen.

Flügel rechts

Hier wird die Suche etwas leichter, denn ein rechtsfüßiger Spieler ist glücklicherweise häufiger zu finden als der Linksfüßer.

In Liga 3 wäre Marco Pasalic vom BVB II – falls das realisierbar wäre – für mich die erste Wahl. Tom Baumgart von Erzgebirge Aue wäre ein weiterer Kandidat, der ligaintern für einen Wechsel zum TSV 1860 in Frage kämen.

Richten wir den Blick ins Ausland oder in die anderen Ligen der Republik, kommen auf dieser Position für mich beispielsweise der auch als Mittelstürmer einsetzbare Österreicher Alex Sobczyk von Piast Giwice oder Jan-Hendrik Marx von Eintracht Braunschweig in Frage.

Offensives Mittelfeld

Im zentralen offensiven Mittelfeld verfügt der TSV 1860 mit Albion Vrenezi und Martin Kobylanski über zwei erfahrene Akteure. Sollte der Vertrag von Milos Cocic verlängert werden, drängt zudem ein Talent in die Mannschaft.

Klar ist jedoch, dass man seitens der Löwen durchaus nicht abgeneigt wäre, Kobylanski im Sommer abzugeben. Wird eine Planstelle im offensiven Mittelfeld frei, werde ich hierzu gerne eine eigene Kandidatenliste erstellen. Vom angeblichen Interesse des TSV 1860 an Nicolas Sessa und Eroll Zejnullahu hatten wir ja bereits berichtet.

Sturm

Aus der 3. Liga wären 13-Tore-Mann Dominic Baumann, der zurzeit beim designierten Absteiger FSV Zwickau unter Vertrag steht, und die beiden Mannheimer Pascal Sohm und Dominik Martinovic Kandidaten, die bei Verfügbarkeit möglicherweise finanzierbar wären.

Über die Grenzen und in anderen Ligen geblickt finden wir mit Sven Braken von VVV Venlo, Cas Peters von FSV Frankfurt, Tyrone Conraad von Sutjeska Niksic (Montenegro) drei Stürmer niederländischer Herkunft, die sehr interessant sind. Des Weiteren sind beispielsweise Pingdwinde Daouda Beleme (zur Zeit beim HSV II), Dejan Sorgic vom FC Luzern oder der noch in Thun unter Vertrag stehende Gabriel Kyeremateng Spieler, die man sich durchaus beim TSV 1860 München vorstellen könnte.

Und dann gibt es ja noch die Personalie Shkelqim Demhasaj, bei der Trainer Maurizio Jacobacci sein Interesse ja bereits bestätigt hat…

Eure Meinung ist gefragt!

Was haltet Ihr von der Auswahl? Ist da der ein oder andere dabei, den Ihr gerne beim TSV 1860 sehen würdet?

Martin Hagen über das Stadion und die Stadionfrage

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Martin Hagen äußerte sich ausgiebig in der Podiumsdiskussion am gestrigen Mittwoch zum Stadion. Obwohl er andere Probleme für dringender hält, drehte sich das Gespräch – von Moderator Tobias Fischbeck bewusst so gesteuert – hauptsächlich um den Spielort des TSV 1860.

Natürlich liegen uns, auch wenn wir selbst nicht dabei sein durften, die O-Töne der Protagonisten der Veranstaltung im Filmtheater am Sendlinger Tor in digitaler Form vor. Von Nostalgie mit Petar Radenkovic und Fredi Heiß über Polemik mit Schauspieler Michael Lerchenberg kam man während der Veranstaltung doch zu einzelnen wichtigen Themen und interessanten Antworten der auf der Bühne Rede und Antwort stehenden Personen.

Lassen wir mal die Nostalgie der Meisterlöwen, ohne deren grandiose Erfolge dieser Verein sicherlich nicht das wäre, was er heute ist, außen vor.

Der erste Gast, der wirklich etwas Substantielles zu sagen hatte, war Martin Hagen (Vorsitzender der FDP Bayern und Löwenfan).

Martin Hagen im Gespräch mit Tobias Fischbeck

Fischbeck (zu Hagen): Du bist, zumindest hab ich das so gelesen, ein klarer Verfechter des Standorts Grünwalder Straße. Jetzt haben wir von Michael Lerchenberg gehört, es sollen 70 Millionen ausgegeben werden, um das Stadion auf 18.500 und ein paar Zerquetschte auszubauen. Was soll das bringen? (…) Wie soll sich das rechnen, wenn der Finanzgeschäftsführer am Sonntag bekanntgegeben hat, in der Saison 21/22 (teilweise ohne Zuschauer, Anm. der Redaktion) haben wir eine halbe Million Miese gemacht. Er hat letztes Jahr, ziemlich genau vor einem Jahr, vorgerechnet, dass er mit diesem Stadion im Schnitt von allen Drittligisten 1,5 Millionen weniger verdient. Also nicht wie der Drittligist, der am meisten verdient, sondern der komplette Schnitt der 3. Liga. 1,5 Millionen weniger Erlöse durch das Grünwalder Stadion. Wie soll das was werden in Giesing?

Hagen: Also erstmal ich bin immer zu Sechzig gegangen, egal in welchem Stadion. Ich war im Olympiastadion, hab da tolle Spiele gesehen. Ich war in der Allianz Arena, habe eine Dauerkarte, hab da Spiele gesehen. Nicht so viele tolle, aber ein paar, und ich war natürlich gern im Grünwalder Stadion. Ich bin ein großer Fan der Innenstadtlage. Ich finde es ist ein ganz anderes Flair, wenn man in der Silberhornstraße aus der U-Bahn kommt und dann geht man durchs Viertel und dann geht man an den Kneipen vorbei, und überall ist was los und vor dem Spiel. Nach dem Spiel geht man was trinken, als wenn man da irgendwo vor der Stadt auf der grünen Wiese erstmal fünf Kilometer über den Parkplatz läuft. Das mag ich, das gefällt mir.

Fischbeck: Definitiv, brauch ma nicht reden.

Hagen: Die Frage ist: Ist das Grünwalder Stadion das Stadion, mit dem Sechzig München Geld verdienen kann? Ist es momentan nicht. Aber was war in der Allianz Arena? In der Allianz Arena haben wir in jeder einzelnen Spielzeit Geld verloren. Jetzt momentan verdienen wir Geld, zu wenig, wir verdienen mit diesem Stadion zu wenig Geld, aber der Spielbetrieb in diesem Stadion wirft zumindest ein paar Euro ab. Es wird nicht das Stadion sein, wo Sechzig zu alter Größe zurückkommt, des is klar. Aber ich seh momentan keine Alternativen. Michael Lerchenberg hat gesagt es sei die eiserne Kugel an unserem Bein, das Grünwalder Stadion. 2017 war es unser Rettungsanker. Was hätten wir denn gemacht ohne das Grünwalder Stadion? In der Allianz Arena gespielt? In der vierten Liga?

Kombilösung als Option?

Fischbeck: Also da muss ich sagen, man hat in der Vergangenheit gesehen, dass es ja auch anders geht und das hat Sechzig München ja auch schon vorgemacht, als man aus der Bundesliga abgestiegen ist und sich gesagt hat, o.k. wir nehmen die kleineren Spiele nach Giesing, die größeren im Olympiastadion. Seinerzeit war die Allianz Arena noch nicht fertig, aber man hätte das ja auch stückeln können. Ich bin mir sicher, dass der damalige Stadionpartner einverstanden gewesen wäre, wenn man gesagt hätte: Okay, man hat das Spiel gegen die Bayern-Reserve, man hat vielleicht noch ein erstes Spiel gegen Burghausen. Man hat Aufstiegsspiele gegen Saarbrücken und ich bin mir sicher, dass da mehr als 12500 – oder wieviele waren es damals, die reindurften ins Grünwalder Stadion? – in die Allianz Arena mehr gekommen wären. Wäre es nicht die Möglichkeit gewesen, dass man sich das nicht komplett verbaut?

Hagen: Ja klar kann man solche Kombilösungen machen. (…) Ich war in so ca. jedem Heimspiel in der Regionalliga Saison dabei, es hätte zumindest ein Spiel gegeben, wo man in der Allianz Arena 50.000 plus gehabt hätte, das war die Relegation gegen Saarbrücken. Ansonsten, ganz ehrlich, Regionalliga in diesem Stadion? In der 2. Liga haben wir in der letzten Saison 20.000 Zuschauer gehabt…

Fischbeck fällt ihm ins Wort: …brauch ma’ ja nicht reden, dass man gegen Pipinsried in Grünwalder Stadion geht.

Hagen: Aber nochmal: Ich bin kein Stadiondogmatiker. Wenn jemand kommt und er sagt er hat einen Super-Standort, und er baut uns da ein Stadion für 30.000 Leute…

Geht es um die Löwenzukunft im Profifußball?

Fischbeck fällt ihm ins Wort: …aber man hat doch…

Hagen: aber ich sehs im Moment nicht.

Fischbeck: Aber man hat doch die Tür komplett zugeschlagen für die Zukunft, die is doch komplett zugeschlagen worden. (Zum Sachverhalt, wer wem damals die Tür zuschlug, gehts hier!)

(…)

Hagen: Welche Tür meinst Du?

Fischbeck: Die Tür für die, ich nenns jetzt mal provokant Löwenzukunft im Profifußball. (etwa zwei Leute klatschen)

Hagen: Wenn einer kommt, der sagt: Ich bau euch ein Stadion für 30.000 Leute an einem guten Standort und ich geb Euch einen Mietvertrag, damit des Ding wirtschaftlich genutzt werden kann, ich mein wir sind 3. Liga jetzt, aber irgendwann, wenn wir hoffentlich bald in der 2. Liga spielen und so Gott will irgendwann auch wieder erste Bundesliga, wenn jemand kommt und sagt, (…) ich bau ein Stadion und dann könnt ihr des wirtschaftlich betreiben, super, gern, aber momentan ist es ja nicht da.

Hagen bezieht Stellung pro Grünwalder Stadion

Fischbeck: Aber angeblich gibt es ja diesen Standort. Dieter Reiter zumindest hat das gesagt. Oder was schlagen Sie der Stadt vor, welches Bild gibt für Sie die Stadt in der Stadionfrage ab? Für Dich?

Hagen: Die Stadt hat halt auch ihre wirtschaftlichen Interessen. Der Stadt, der gehört das Grünwalder Stadion, Sechzig zahlt auch eine für Drittligaverhältnisse sehr hohe Miete. Klar, des muss sich für die Stadt auch irgendwie lohnen, wir zahlen natürlich auch im Vergleich zur 2. Mannschaft des FC Bayern oder zu Türkgücü, als die da gespielt haben, eine sehr hohe Miete, die (die Stadt, Anm. der Redaktion) haben ihre Interessen, aber das ist halt so. Aber nochmal: Was wäre denn momentan die Alternative? Sagen wir Sechzig steigt morgen in die 2. Liga auf, was wäre denn die Alternative? (…)

Fischbeck: Dass man sich die Hintertür Arena offengehalten hätte. Wenn Du längerfristig 2. Liga spielen willst, das kann man im Grünwalder nicht, die DFL hat ganz strikte Richtlinien, die sagen sich: “Okay, wir wollen einen Plan haben. Wo wollt ihr in einem bundesligatauglichen Stadion spielen? Sagt uns das, wir geben Euch ein Jahr Gnadenfrist, aber dann müsst ihr ein Stadion haben.” Ja, und dann spielt Sechzig wahrscheinlich in Nürnberg oder in Ingolstadt oder sonst wo.

Hagen: Ja also, Sechzig hat in der Allianz Arena in der 2. Liga, nochmal, jedes Jahr Geld verbrannt, das ist auch nicht die Perspektive, wo man sagt, da haben wir…

Fischbeck fällt ihm ins Wort: …aber da dürfen sie spielen!

Hagen: Ja, da dürfen sie spielen. Wir dürfen, wenn wir jetzt in die 2. Liga aufsteigen, (…) auch erst einmal eine Saison spielen, wo wir sind. Und wenn man dann sagt, die Stadt hat (…) einen verbindlichen Plan, dass man das Stadion zweitligatauglich ausbaut, dürfen wir da auch weiter drin spielen. Das ist nicht optimal, ich möchte nicht vor 18.000 Zuschauern spielen, ich will lieber vor 30.000 spielen, aber man muss halt realistisch bleiben.

(…)

“Sechzig hat größere Probleme als das Stadion.”

Fischbeck: Die Diskussion gibt es jetzt seit 30 Jahren, irgendwie werds scho geh, aber es geht halt leider nicht an dem Standort. Aber jetzt reden wir schon wieder übers Stadion.

Hagen: Also wir reden übers Stadion, weil wir sehen, dass das wohl die dringendste Frage ist, aber das ist nicht richtig. Sechzig hat größere Probleme als das Stadion.

Fischbeck: Also wir haben jetzt am Wochenende Proteste gesehen in der Kurve, wo sie sich beschweren, dass die Dauerkartenpreise erhöht worden sind. Aber wo soll er hin der Marc Nicolai Pfeifer? Er muss ja irgendwie Geld generieren.

Hagen: Ja, Sechzig spielt in einer teuren Stadt. Wie gesagt: Wir haben sicher eine der höchsten Mieten vom Stadion in der 3. Liga. Aber er kann natürlich diese Preise aufrufen – das muss man auch mal sagen – weil wir eine begrenzte Kapazität haben. In einem Stadion wie der Allianz Arena, wo man immer weiß, (…) wir haben, wenns gut läuft, 20.000 Zuschauer, das heißt, wir haben da irgendwo 50.000 leere Plätze, da kauft sich keiner eine Dauerkarte. (Zwischenruf von Fischbeck: “Also das Argument mit der Verknappung quasi”; diesmal lässt sich Hagen nicht unterbrechen, sondern er spricht weiter) Wenn ich weiß, ich kann zu jedem Spiel an die Tageskasse gehen, ist heut schönes Wetter, geh ich ins Stadion, regnets, bleib ich daheim, dann kauft sich keiner eine Dauerkarte…

Fischbeck fällt ihm ins Wort: …aber wenns regnet, dann brauch ich in der Allianz Arena nicht daheim bleiben, da ist ein Dach drauf.

Hagen: Und die Westkurve ist auch voll, wenns regnet.

Fischbeck: Also Du hast gesagt, es ist nicht die drängendste Frage. Was ist denn die drängendste Frage?

Hagen: Die drängendste Frage ist, wie man sportlich vorankommt. Und man kann im Grünwalder Stadion genauso aufsteigen wie in jedem anderen Stadion auch. (Zwischenruf einer Dame aus dem Publikum. “Wie denn?”) Da sitzt ein Trainer (Lorant, Anm. der Redaktion), ich bin kein Trainer. Aber sagen wir mal so: Wir waren doch in der vergangenen Saison am 10. Spieltag Tabellenführer und alle haben gesagt: Super.

Fischbeck: Mit einem Etat von, korrigiert mich gerne, 6,5 Mio. Aktuell für die kommende Spielzeit 4,3 Mio., wenn ich mich nicht täusche. Des wird ein bisschen schwierig.

Hagen: Des wird sauschwierig, vor allem jetzt. Der Lex ist weg, Boyamba ist weg, Deichmann ist weg, also die ganzen Leistungsträger sind weg. Also ich seh mit dem Kader auch noch keinen Aufstieg nächstes Jahr. Aber der Punkt ist doch der: Das Budget ist doch das, was es ist. Das Budget wär doch nicht größer… Jetzt fang ma schon wieder mit dem Stadion an. Das Budget wäre doch in der Allianz Arena nicht größer. Wir brauchen ein vernünftiges Budget. Wir brauchen…

“Wir haben in der Allianz Arena nie Einnahmen generiert”

Fischbeck fällt ihm ins Wort: Aber das Budget ist doch automatisch größer, wenn man in einem Stadion gegen Hertha BSC spielt, wo man 40000 Karten verkaufen kann, als wenn man in einem Stadion spielt, wo man gegen den Halleschen FC spielt und nur 15000 Karten verkaufen kann. Ich glaub, man kann an dem Budget auch ein bisschen nach oben schrauben.

Hagen: Gegen Hertha BSC?

Fischbeck: Ja.

Hagen: Ja, da müssen wir erstmal aufsteigen.

Fischbeck: Ja, aber des is klar, aber das ist doch ein ewiger Teufelskreis. Du musst doch das Ziel haben irgendwo Einnahmen zu generieren.

Hagen: Nochmal, wir haben in der Allianz Arena nie Einnahmen generiert. Die Allianz Arena bringt uns wirtschaftlich nicht voran. Da kann man sagen, da kriegen mehr Leute eine Karte. Das ist schön für die Leute, die momentan sagen, ich kann so selten ein Heimspiel sehen. Aber wirtschaftlich bringt uns die Allianz Arena nicht voran.

(Es entsteht Gemurmel im Saal, Zwischenrufe, weiter lautes Gemurmel.)

Moderator bricht Gespräch ab

Fischbeck: Martin Hagen, ich glaub in Sachen Stadion…

Hagen: Da kommen wir heute nicht zusammen. Nochmal: Ich bin gern in jedes Stadion gegangen und für mich steht Sechzig im Vordergrund. (…) Ich habs in der tz gestern gesagt: Ich bin kein Freund dieser Lagerbildung. Da draußen stehen Leute, die sind Sechzger Fans, hier drin sitzen Leute, die sind Sechzger Fans, die haben alle mehr, was sie verbindet als was sie teilt. Weil alle wollen, dass Sechzig erfolgreich ist. Alle lieben 1860. (laute Zwischenrufe)

Fischbeck: Ja aber es muss doch was gemacht werden. Dass da draußen das “S C H – Lied” gesungen wird und sich wichtige Menschen nicht mehr trauen hierher zu gehen wirds schwierig…

Hagen: Aber es sind ja trotzdem alle gekommen.

Kurz danach bricht Fischbeck das Gespräch mit Martin Hagen ohne weitere Worte ab und wendet sich Saki Stimoniaris zu, um von einem “Klima der Angst” zu schwadronieren…

Herrscht ein “Klima der Angst” beim TSV 1860?

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Saki Stimoniaris Tobias Fischbeck Klima Der Angst Tsv 1860

Seit geraumer Zeit erscheint Saki Stimoniaris, Aufsichtsratsvorsitzender des TSV 1860, in Begleitung eines Personenschützers bei Veranstaltungen rund um die Löwen. Die genauen Gründe dafür waren und sind unklar. Gestern Abend lieferte Tobias Fischbeck, Mitveranstalter des Events am Sendlinger Tor, eine überraschende Erklärung. Der Sportkommentator sprach in Zusammenhang mit dem TSV 1860 von einem “Klima der Angst”.

“Klima der Angst” beim TSV 1860?

Er finde es in Bezug auf Stimoniaris “unsäglich”, “unglaublich” und “Wahnsinn”, dass man sich bei den Löwen als Aufsichtsratsvorsitzender nur noch mit Personenschutz beim TSV 1860 bewegen könne. Man ist geneigt, Fischbeck Recht zu geben, wenn man das so hört. Die Frage ist: Stimmt das so? Herrscht das besagte “Klima der Angst” tatsächlich oder wird hier ein Szenario aufgebaut, um bestimmte Fangruppen in eine Ecke zu drängen?

Gibt es konkrete Hinweise darauf, dass Stimoniaris gefährdet ist? Ist ein Personenschutz wirklich notwendig? Wer sollen denn die Personen sein, die den Aufsichtsratsvorsitzenden attackieren könnten? Diese Fragen blieben offen.

Auch Blogbetreiber mit Personenschutz

Auch Blogbetreiber Oliver Griss erschien vor einigen Jahren bereits mit Personenschutz auf einer Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V.. Dies wurde damals mit Erstaunen und Kopfschütteln zur Kenntnis genommen und nicht selten wurde die Frage gestellt, ob sich der ehemalige Boulevard-Journalist nicht ein wenig zu wichtig nehme.

Natürlich ist die Frage berechtigt, denn weder im Stadion noch bei der An- und Abreise zu den Spielen setzt Griss auf Bodyguards und siehe da: Passiert ist bisher nichts! Ein “Klima der Angst”? Fehlanzeige! Dass man mit dem ehemaligen Journalisten in Fankreisen verbal nicht zimperlich umgeht, ist unbestritten. Saki Stimoniaris hingegen war bislang selten Gegenstand irgendwelcher öffentlicher Proteste und seine Schutzmaßnahmen scheinen übertrieben.

Soll damit für die Öffentlichkeit ein Gefahrenszenario skizziert werden, das in der Realität gar nicht existiert?

“Ich lasse mich hier nicht verjagen”

Wenig überraschend erhält Stimoniaris Unterstützung von Michael Hofmann, der zum Besten gibt:

“Wenn jemand hier mit Personenschutz kommen muss, das ist unglaublich. Diese Leute können sich nicht im Spiegel anschauen, denn der würde zerplatzen.”

Der Aufsichtsratsvorsitzende selber gibt zu Protokoll:

“Es ist so wie es ist. Ich bin nicht so wichtig, aber es geht um meine persönliche Sicherheit. Ich bin gebürtiger Münchner und lasse mich hier nicht verjagen. Ein Sechzger leidet, aber ein Sechzger geht seinen Weg.”

Wer genau den ehemaligen Grünwalder verjagen möchte oder seine Sicherheit bedroht, verriet Stimoniaris nicht. Selbstredend verlief auch gestern der Protest friedlich.

Sechzig um sieben: Mögliche Neuzugänge für 1860

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Nach mittlerweile neun bestätigten Abgängen wird es langsam Zeit, den Kader für die neue Saison zu komplettieren. Deswegen werfen wir einen Blick auf potentielle Neuzugänge für den TSV 1860 München.

Potentielle Neuzugänge für das Mittelfeld von 1860

In Teil I seiner Suche nach bezahlbaren und sinnvollen Neuzugängen für den Kader von 1860 hat Bernd Winninger interessante Mittelfeldspieler unter die Lupe genommen. Nach dem Abgang von Deichmann und dem zu befürchtenden Wechsel von Marius Wörl in die zweite Liga besteht besonders auf der 6 und der 8 Handlungsbedarf. Schaut Euch an, welche Spieler Bernd für geeignet hält. Natürlich könnt Ihr gerne weitere interessante Namen einwerfen und im Kommentarbereich mitdiskutieren, welche Neuzugänge 1860 am Besten zu Gesicht stehen würden. Heute könnt Ihr in Teil 2 lesen, wer für Bernd Winninger als Nachfolger von Marcel Bär im Sturm in Frage kommt.

Maulwürfe gegen Exklusivmeldungen

Maurizio Jacobacci zeigte sich in den ersten Wochen seiner Tätigkeit bei 1860 durchaus verwundert, dass gewisse Interna in Giesing schnell ans Licht kommen. Wir haben für Euch mal beleuchtet, wer welchen Vorteil von angeblichen Giesinger Maulwürfen oder sogenannten Exklusivmeldungen hat. Wie immer im Leben kommt es auf die Perspektive an.

Kommentar zu Ismaiks Absage der gestrigen Privat-Veranstaltung am Sendlinger Tor

Am Ende sagte Ismaik die Teilnahme an der Privat-Veranstaltung des investorenfreundlichen Bloggers ab. Keine Überraschung, wenn man sich die widersprüchlichen Aussagen des 1860-Mehrheitsaktionärs mal anschaut. Ganz im Gegenteil, je mehr man sich mit Ismaiks Aussagen beschäftigt, umso mehr Fragezeichen tun sich auf, ob man diesen Mann überhaupt noch ernst nehmen kann.

Satzungsändernde Anträge auf der MV

Am 09.07. ist es wieder soweit: die Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V. steht an. Der Ort, der im Gegensatz zu irgendwelchen Privat-Veranstaltungen allen Mitgliedern offen steht, um die Arbeit des Vereins zu kritisieren oder neue Ideen in das Vereinsleben einzubringen. Das Salz in der Suppe sind dabei natürlich die satzungsändernden Anträge. Diese haben wir Euch zusammengestellt, damit Ihr Euch vor der MV bereits über die Anträge Gedanken machen könnt.

Pub-Quiz Nummer 4

Am 14.06. lädt die Abteilung Vereinsgeschichte zur vierten Edition des Pub-Quiz ins riffraff. Dabei werden die Blue Vikings, die alle 3 bisherigen Ausgaben für sich entscheiden konnten, die Fragen stellen. Ab 18:60h könnt Ihr Euer Wissen über 1860 unter Beweis stellen!

News aus der dritten Liga

SV Wehen: Kauczinski bleibt gesperrt

Das wahrscheinlich nervenzerreißende Saisonfinale muss Markus Kauczinski von der Tribüne aus verfolgen. Er erhielt vergangenen Samstag in Elversberg seine vierte gelbe und ist deswegen am letzten Spieltag gesperrt. Der DFB wies gestern einen Einspruch gegen die gelbe Karte zurück. Somit muss Wehen ohne den Chef-Trainer an der Seitenlinie versuchen, das eine Tor Rückstand auf Osnabrück und den direkten Aufstiegsplatz gut zu machen.

1. FC Saarbrücken: Zeitz für zwei Spiele gesperrt

Für seine Notbremse in Duisburg muss FCS-Kapitän Manuel Zeitz zwei Spiele pausieren. Damit verpasst er das Aufstiegsfinale gegen Viktoria Köln und ein mögliches erstes Relegationsspiel, falls sich Saarbrücken dafür qualifizieren sollte.

Rot-Weiss Essen: Drei Spieler bleiben

Durch den feststehenden Klassenerhalt ist klar, dass Felix Götze, Cedric Harenbrock und Ron Berlinski auch nächste Saison in Essen bleiben werden. Raphael Koczor dagegen wird den RWE verlassen.

Während andere also ins dramatische Saisonfinale gehen, beschäftigen wir uns mit Neuzugängen für den TSV 1860 München. Wie gerne hätte ich Euch heute eine adrelingeladene Vorschau auf unser Aufstiegsfinale in zwei Tagen in Zwickau geschrieben. Pustekuchen… So ist das Leben als Löwe… BLAU BLEIBEN!

 

 

Abt. Vereinsgeschichte: Viertes Pub Quiz im Riff Raff am 14.06.

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pubquiz pub quiz 1860 vereinsgeschichte

Dreimal fand das Pub Quiz der Abteilung Vereinsgeschichte bereits statt, dreimal hieß der Sieger am Ende Blue Vikings. Für die vierte Austragung der Veranstaltung im Riff Raff am 14.06. haben sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen.

Abt. Vereinsgeschichte: Viertes Pub Quiz am 14.06.

Nachdem die Blue Vikings bei den ersten drei Runden ihr Fachwissen eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten, sind sie es, die diesmal die Fragen stellen. Wir sind gespannt, was sie sich einfallen lassen.

Zum vierten Pub Quiz heißt es auf der Homepage des Vereins weiter:

Der TSV München von 1860 ist einer der traditionsreichsten Sportvereine Deutschlands und blickt auf eine sehr bewegte Geschichte zurück. Die Abteilung Vereinsgeschichte will Einblicke in die Historie des TSV 1860 unterhaltsam vermitteln.

Unter dem Motto 18 mal 60 werden insgesamt 18 Fragen gestellt, für die die Teams jeweils 60 Sekunden Zeit haben, um sie gemeinsam zu beantworten. Dass der TSV 1860 weit mehr als ein Fußballverein ist, wird sich auch in den Fragen widerspiegeln. Für die Gewinner gibt es Preise, die natürlich alle einen Bezug zum TSV 1860 haben.

Interessierte können als Team kommen, es besteht aber auch vor Ort die Gelegenheit, spontan Teams zu bilden. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei, die Abteilung Vereinsgeschichte freut sich aber über Spenden.

1860 Mitgliederversammlung: 5 satzungsändernde Anträge

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Die Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. findet am 9. Juli 2023 statt. Neben den Wahlen von zwei Ersatzmitgliedern für den Wahlausschuss werden die Mitglieder über 5 Anträge auf Satzungsänderung abstimmen. Wir haben diese für euch aufgelistet.

Fünf Anträge auf Satzungsänderung des TSV 1860

Bis zum 31.03.2023 war es den Mitgliedern des TSV München von 1860 e.V. möglich, Anträge auf Satzungsänderung für die Mitgliederversammlung 2023 zu stellen. Insgesamt wurden fünf Anträge vom Wahlausschuss zur Abstimmung zugelassen, darunter auch ein “Evergreen”. Wir haben euch die Anträge aufgelistet und Änderungen zum Status quo visuell herausgehoben.

Antrag von Oskar Dernitzky

25.3 a) Der Wahlausschuss ist in der ersten Mitgliederversammlung neu zu wählen, die nach Eintragung dieser Satzung in das Vereinsregister stattfindet, wobei der Aufruf zur Einreichung von Wahlvorschlägen abweichend von Ziffer 15.6.1 mit der Einladung zur Mitgliederversammlung und die Bekanntgabe der zugelassenen Wahlvorschläge abweichend von Ziffer 15.6.3 erst während der Mitgliederversammlung erfolgen kann.

25.3 b) In der Amtsperiode, die auf die erste turnusmäßige Wahl des Wahlausschusses ab der Mitgliederversammlung 2023 folgt, beträgt die Amtsdauer des Wahlausschusses einmalig zwei Jahre.

Antrag von Achim Pilz

Ziffer 10.1. Die Mitgliederversammlung ist das oberste beschließende Vereinsorgan. In ihr
sind alle ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder vertreten, wobei die Regelung der
vertreten, wobei die Regelung der Ziffer 5.1 zu beachten sind.

Das Stimmrecht kann nur persönlich in Präsenz oder per Briefwahl ausgeübt werden; eine Vertretung durch Dritte, auch durch andere Mitglieder, ist nicht zulässig.

Jedes Mitglied hat eine Stimme.

Antrag 1 von Peter Schaefer

Ziffer 10.9 Satzungsändernde Beschlüsse bedürfen einer Mehrheit von drei Vierteln der  anwesenden stimmberechtigten Mitglieder der abgegebenen, gültigen Stimmen. Ziffer 18 dieser Satzung kann jedoch nur einstimmig geändert werden.

Antrag 2 von Peter Schaefer

Ziffer 15.7 i) Der Wahlausschuss (…) prüft die Zulässigkeit der Anträge zur Mitgliederversammlung und berichtet der Mitgliederversammlung über das Prüfergebnis; dies gilt nicht für Abteilungsversammlungen. Es obliegt ihm nicht, den Mitgliedern (Rechts)Beratung zur formellen und/oder inhaltlichen Zulässigkeit von Anträgen zu leisten.

Antrag von Peter Schaefer, Sascha Königsberg, Sebastian Seeböck, Nicolai Walch, Christian Groß, Beatrix Zurek, Gerhard Mayer, Markus Drees, Robert von Bennigsen, Norbert Steppe,

Ziffer 10.1

Die Mitgliederversammlung ist das oberste beschließende Vereinsorgan. In ihr sind
alle ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder vertreten, wobei die Regelung der Ziffer 5.1 zu beachten sind. Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden; eine Vertretung durch Dritte, auch durch andere Mitglieder, ist nicht zulässig. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich und findet als Präsenzveranstaltung statt.

Ziffer 10.2

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet alljährlich einmal statt. Sie soll zwischen dem 1. April und 30. Juni eines jeden Jahres abgehalten werden. Wenn rechtliche Gründe in einem vollen Kalenderjahr die Einberufung einer fristgerechten Präsenzveranstaltung ausschließen, findet im selben Kalenderjahr eine Onlineversammlung statt.

(…)

Ziffer 10.4

Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, wenn dies das
Präsidium, der Vereinsrat oder der Verwaltungsrat beschließt oder mindestens 2,5% der stimmberechtigten Mitglieder dies schriftlich unter Nennung ihres Namens, ihrer Anschrift und ihrer Mitgliedsnummer beim Präsidium beantragen. Der Beschluss, die Beantragung sowie die Einberufung haben unter Angabe des Zwecks sowie der Gründe für die außerordentliche Mitgliederversammlung zu erfolgen. Die Frist zur Einberufung der außerordentlichen Mitgliederversammlung beträgt 60 Tage ab Beschlussfassung des Präsidiums, des Verwaltungsrats oder des Vereinsrates beziehungsweise ab Eingang des Antrags der Mitglieder bei der Geschäftsstelle. Wenn rechtliche Gründe die Einberufung einer fristgerechten Präsenzveranstaltung ausschließen, findet eine Onlineversammlung statt. 

TSV 1860 veröffentlicht Einladung zur Mitgliederversammlung und Anträge im Vereinsheft

Alle Anträge und die Einladung zur Mitgliederversammlung 2023 sind im Vereinsmagazin “Sechzger 02/23” nachzulesen.

Mögliche Neuzugänge des TSV 1860 zur Saison 23/24 – Teil I

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TSV 1860 Terminierung 3.Liga Restprogramm im Auftrag der Löwen Tickets quo vadis Testspiele Vorverkauf

Der Kader des TSV 1860 München wird in der kommenden Saison sehr stark verändert sein. Während in der Defensivabteilung wenig Handlungsbedarf besteht, bleiben in Mittelfeld und Sturm aus dem Bestandskader lediglich acht Spieler übrig. Wir präsentieren Euch in unserer Reihe mögliche Neuzugänge des TSV 1860 zur Saison 23/24.

Baustelle Mittelfeld

Die Abwehr ist mit den Abgängen von Belkahia und Willsch der Mannschaftsteil, der durch die Rückkehr von Michael Glück zahlenmäßig nahezu unverändert bleibt. Ob Morgalla verkauft wird, ist unklar, jedoch aufgrund der finanziellen Situation sehr wahrscheinlich. Dieser Mannschaftsteil ist – sowohl von der Qualität her als auch von der Anzahl der verfügbaren Spieler – durchaus konkurrenzfähig. Maximal wird dort vermutlich ein rechter Verteidiger neu in die erste Mannschaft kommen. Ob der Kapitän der U21, Valentin Sponer, diese Lücke füllen wird, ist fraglich, aber nicht unwahrscheinlich. Auch aus der U19 gäbe es für diese Position einige mögliche Kandidaten.

Nachdem dieser Mannschaftsteil also vermutlich mit eigenen Spielern ergänzt wird, werden fürs Mittelfeld pro Position mindestens zwei Neue gesucht. Als Ergänzungsspieler können auch dort Eigengewächse aus U21 und U19 den Weg ins Team finden. Aber der TSV braucht auf der Sechser- und der Achterposition sowie auf beiden offensiven Flügeln mindestens einen gestandenen Neuzugang.

Gesucht: Sechser und Achter

Sehr wahrscheinlich wird auch der momentan verletzte Erik Tallig einen neuen Vertrag erhalten. Trotzdem bleibt der Bedarf, pro Position mindestens einen Spieler zu verpflichten.

Sechser

Für die Sechserposition bleibt nach momentanem Stand lediglich Tim Rieder im Kader. Mittelfeldallrounder Nathan Wicht, der gegen Essen eingewechselt wurde und insgesamt viermal im Kader der ersten Mannschaft stand, kann als Ergänzung hochgezogen werden, wird aber vermutlich eher die Rolle eines Ergänzungsspielers einnehmen. Er war in der vergangenen U19-Bundesligasaison Stammspieler. Der 19-jährige Schweizer U-Nationalspieler wird einen großen Leistungssprung machen müssen, um bei den Profis tatsächlich Fuß zu fassen. Für Wörl stellt ein Fanblogger die Möglichkeit einer Leihe nach dessen wahrscheinlichem Wechsel zu einem höherklassigen Club in Aussicht. Das wäre aus Sicht des TSV 1860 München wegen des Verlusts des Transfererlöses eine zwar schmerzliche, aber dennoch begrüßenswerte Lösung.

Welche bezahlbaren Optionen für diese Position finden wir also auf dem Transfermarkt?

Aus der 3. Liga sind der gebürtige Münchner Sebastian Mrowca von SV Wehen Wiesbaden, Jan Löhmannsröben von Absteiger FSV Zwickau oder Sven Köhler vom VfL Osnabrück mögliche Optionen, die mir bezahlbar und sinnvoll erscheinen.

Blicken wir über die Grenzen, finden sich in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz einige Spieler, die für mein Dafürhalten interessant sind. Da wären beispielsweise Orhan Dzepar von MVV Maastricht, Mike Steven Bähre vom SCR Altach, Eris Abedini, der momentan noch in Winterthur unter Vertrag steht, oder auch Max Veloso, zurzeit bei Xamax Neuchatel spielend, Kandidaten, die meines Erachtens interessant sein können.

Achter

Auf der Achterposition ist momentan Erik Tallig Kandidat für eine Vertragsverlängerung. Nathan Wicht könnte auch hier als Ergänzungsspieler in den Kader rücken. Trotzdem sind mindestens zwei weitere Spieler für diese Position vonnöten.

In der 3. Liga sehe ich z.B. den für Dortmunds U21 zu alt gewordenen Ole Pohlmann, Patrick Sontheimer von Viktoria Köln oder auch Rico Preißinger, der bis Saisonende noch in Ingolstadt unter Vertrag steht, als realistische Optionen an.

Beim Blick über die Grenzen, eine Liga höher oder auch tiefer, sind hier meiner Meinung nach Yunus Malli, der bei Kasimpasa in der Türkei spielt und gebürtig aus Kassel stammt, Ex-Löwe Aleksandar Ignjovski (zurzeit in Kiel), Luca Bazzoli vom VfB Stuttgart II, Bryan Henning (momentan in Braunschweig) und Kristijan Dobras (aktuell noch in Vaduz tätig) sehr interessant.

Eure Meinung ist gefragt!

Was haltet Ihr von der Auswahl? Ist da der ein oder andere dabei, den Ihr gerne beim TSV 1860 sehen würdet?

Maulwurf-Skandal oder Exklusivmeldung: Was ist der Unterscheid?

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Wappen TSV 1860 auf Uhlsport-Trikot Aufstellung Wunschaufstellung Löwen Wunschaufstellungen fc sv
Der Löwe auf einem Trikot des TSV 1860 München

Mit Verwunderung stellte Maurizio Jacobacci vor rund zwei Wochen fest, dass sein Interesse an Stürmer Stürmer Shkelqim Demhasaj an die Öffentlichkeit geraten war. Ein Blog konstruierte daraus “interne Störfeuer” und stellte infrage, “ob dieser Weg mit Informationsweitergabe an die Medien der richtige Weg” sei. Das selbe Medium wartet nun einmal mehr mit einer angeblichen Exklusivmeldung hinsichtlich eines bevorstehenden Transfers auf. Aber was ist denn nun der Unterschied zwischen einem Maulwurf-Skandal und einer Exklusivmeldung?

Überraschter Maurizio Jacobacci

Etwas ungläubig präsentierte sich Maurizio Jacobacci, nachdem die Abendzeitung vom Interesse der Löwen am Angreifer der Grasshoppers berichtet hatte.

“Viele Leute wussten nicht davon, dass ich mit diesem Spieler gesprochen habe. Und trotzdem ist es rausgekommen. Ich bin schon überrascht, dass Namen, die nur wenige intern kannten, rauskommen. Das sind Dinge, die eigentlich aktuell nicht in der Öffentlichkeit sein sollten.”

Damit hat der Übungsleiter des TSV 1860 natürlich Recht. Ob die Weitergabe jedoch aus Reihen der Löwen erfolgte, darf bezweifelt werden. Wer profitiert denn bei 1860 davon, wenn das Interesse am Spieler öffentlich wird? Niemand! Im Endeffekt wirkt sich so eine Meldung ausschließlich für den Spieler und dessen Berater positiv aus, da sich deren Verhandlungsposition signifikant verbessert.

Selektive Schuldzuweisung

Natürlich überrascht es nicht, dass Spekulationen in Richtung Informationsweitergabe durch einen Blog explizit in eine Richtung gelenkt wurden. “Der Löwe und Interna, die an die Öffentlichkeit geraten. Nicht das erste Mal ein Thema in den vergangenen Jahren.” heißt es dort ebenso wie “Indiskretion im innersten Kreis des Klubs.” 

Auf der anderen Seite ist es genau dieser Blog, der bereits seit Jahren damit wirbt, Exklusiv-Meldungen zu verbreiten und sich damit rühmt, vor allen anderen über Transfers und andere Entscheidungen beim TSV 1860 Bescheid zu wissen. Quellen werden natürlich (und völlig nachvollziehbar) nicht genannt, aber irgendwoher müssen die Informationen ja kommen.

Maulwurf-Skandal oder Exklusivmeldung?

Und da sind wir auch schon bei der Antwort auf die Frage, was denn nun der Unterschied zwischen einem Maulwurf-Skandal und einer Exklusivmeldung ist:

Es kommt einzig und alleine auf die Betrachtungsweise an. Was will man mit seiner Meldung bezwecken, wen oder was damit anprangern? Profitiert man als Medium von seinem Informationsstand, ist es eine Exklusivmeldung, hat jemand anders die Information früher, muss wohl jemand geplappert haben.

Ach ja: Es ist nicht so, als sei das Gerücht vom bevorstehenden Wörl-Transfer gestern Abend nicht auch zur sechzger.de-Redaktion durchgedrungen. Uns sind solche Exklusivmeldungen aber nicht ganz so wichtig, wir können die offizielle Verkündung bis zu unserem Artikel durchaus noch abwarten.

Hasan Ismaik und die Gründe der Absage – ein Kommentar

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Hasan Ismaik Absage München Titelbild

Hasan Ismaik und die Gründe der Absage – ein Kommentar

oder: Wer glaubt noch die Aussagen von Hasan Ismaik?

TSV 1860 Anteilseigner und Kreditgeber Hasan Ismaik hat seinen medial vor allem von einem Blogger beworbenen Besuch in München abgesagt. Die offizielle Begründung dafür lautet:

“Ich möchte jedoch sicherstellen, dass ich auch die Möglichkeit habe, mit meinen Partnern über unsere Ziele für 1860 zu sprechen, und ich hoffe, dass wir eine gemeinsame Basis finden werden.”

Die Glaubwürdigkeit dieser Aussage darf jedoch bezweifelt werden. Schließlich hatte Ismaik am 12. April diesen Jahres erst auf seinen Social Media Kanälen folgende Aussage getätigt:

“Es gibt durchaus nachvollziehbare Gründe, warum ich seit Jahren auf den persönlichen Dialog verzichte.”

In einem Interview mit der Abendzeitung vor wenigen Tagen sagte er zudem:

 “Ich habe derzeit keine Pläne für weitere Treffen in Bezug auf 1860.”

Vor diesem Hintergrund wirken die Gründe für die Absage wenig glaubwürdig.

Waren die angekündigten Proteste gegen Hasan Ismaik der Grund für die Absage?

Es war doch alle so schön angerichtet für eine großartige Propagandaveranstaltung. Eine schöne Location im Herzen von München. Mit einer Kapazität, die ungefähr der Größenordnung der unverbesserlichen Investorenfreunde beim TSV 1860 entspricht.

Zumindest wenn man an die letzten Mitgliederversammlungen denkt.

Gastgeber, die ganz genau darauf geachtet haben, wer Einlass zu dieser Veranstaltung bekommt und wer nicht. Zur Anmeldung benötigte man seinen Namen, Namen der Begleitperson (!) und idealerweise noch den Benutzernamen im investorenfreundlichen Blog.

Leute, die als weniger investorenfreundlich bekannt waren, bekamen auf ihre Kartenanfrage per Mail nicht einmal eine Antwort. Nachweislich.

So war klar, dass es keine kritischen Fragen oder Unmutsbekundungen geben würde. Ob das so geplant war? Das kann niemand mit Sicherheit sagen.

Aber dass Ismaik seit Jahren nicht im Stadion oder auf einer Mitgliederversammlung erschienen ist, ist Fakt. Da erscheint es doch zumindest verwunderlich, für so eine Veranstaltung nach München zu kommen.

Die angekündigten Gegenproteste gegen Ismaik wurden größer und größer

Doch dann formierte sich Widerstand gegen die Veranstaltung bzw. gegen Hasan Ismaik. Verschiedene Medien berichteten darüber, darunter 11Freunde, diverse Münchner Zeitungen und diverse Sprachorgane der Kurve und der Fanszene. “Hasan kommt – wir auch” – der Flyer wurde immer öfter geteilt, fand sich auf immer mehr Profilbildern.

Immer mehr Leute schrieben in den sozialen Medien. dass sie auch kommen würden. Es entstand eine immer größer werdende Gegenbewegung.

Was soll eine Demonstration gegen Hasan Ismaik bringen?

Diese Frage wurde in den vergangenen Tagen öfters von einigen Fans des TSV 1860 gestellt. Die Antwort haben die Leute jetzt mit der Absage von Ismaik erhalten. Es gibt keine Propaganda-Veranstaltung vor ausgesuchtem Publikum, welches danach als “schweigende Mehrheit” medial ausgeschlachtet werden kann. Das ist schon einmal ein großer Erfolg.

Hasan kommt nicht – wir kommen trotzdem

Auch wenn Ismaik abgesagt hat, viele Teilnehmer des Protestes haben dennoch ihr Kommen angekündigt. Ein entsprechender Flyer ist bereits im Internet im Umlauf.

Vermutlich werden es nach Ismaiks Absage nicht so viele wie ursprünglich angedacht werden, aber es ist auch hier mit vielen Löwenfans zu rechnen.

Der Eintritt zur Veranstaltung wird ihnen wahrscheinlich verwehrt bleiben.

Aber vielleicht können sie einen Blick auf Radi erhaschen. Es bleibt spannend beim TSV 1860.