Kreditgeber Hasan Ismaik hat sich mit einem weiteren Post innerhalb von nur wenigen Tagen erneut in den Sozialen Medien zu Wort gemeldet. Der Jordanier zeigt sich damit aktiv wie lange nicht. Der Inhalt der neuesten Meldung ist dabei durchaus brisant. Ismaik bestätigt unter anderem, dass er keinen persönlichen Kontakt wünscht und kritisiert die Vertreter des e.V. stark.
Ismaik: persönlichen Kontakt soll es nicht geben
Sportlich gelangen die Löwen mit ihrem neuen Trainer Maurizio Jacobacci allmählich wieder in ruhigere Fahrwasser, gegen Osnabrück gab es zuletzt einen klaren Heimsieg im Grünwalder Stadion. Doch abseits des grünen Geläufs passiert momentan eher das Gegenteil. Beide Gesellschafter müssten dringend Gespräche für die nächste Spielzeit aufnehmen. Wichtige Entscheidungen wie die Zukunft von Günther Gorenzel, dem Trainerposten oder angesichts zahlreicher auslaufender Verträge von Spielern sind zu treffen. Doch das Verhältnis scheint zerrüttet wie lange nicht mehr. Tief blicken lässt dabei die neueste Äußerung von Hasan Ismaik in den Sozialen Medien.
Seit langem wünschen sich viele Löwenfans, dass beide Seiten miteinander sprechen. Konkret wird immer wieder gefordert, dass sich Präsident Robert Reisinger und Hasan Ismaik zusammen an einen Tisch setzen sollen. Was nach sechzger.de Informationen schon länger gilt, bestätigt der Jordanier nun in seiner neuesten Mitteilung. Ismaik wünscht keinen persönlichen Kontakt. Dieser Zustand besteht bereits seit mehreren Jahren wie dem Statement des 45-Jährigen zu entnehmen ist. Dafür gebe es “nachvollziehbare Gründe” – unter anderem kritisiert er die vielen ergebnislosen Sitzungen, an denen er beteiligt war.
Mangelnder Respekt seitens der e.V.-Vertreter
Zuletzt hatte sich Reisinger auf Anfrage kurz in den Medien zu Wort gemeldet und gesagt, er kommuniziere mit dem Kreditgeber des TSV 1860 München nicht über die Sozialen Medien. Eben jene Aussage greift Ismaik nun auf und attackiert den Präsidenten des TSV 1860 e.V. Reisinger würde im Aufsichtsrat “meist die Anwälte sprechen” lassen. Was beide Aussagen allerdings miteinander zu tun haben, ist für den Leser nur schwer nachvollziehbar. Richtig ist, dass beide Seiten jeweils auf einen Rechtsbeistand zurückgreifen – ein durchaus normales Verhalten bei den komplizierten Strukturen und Vorgängen an der Grünwalder Straße 114.
Von einem gemeinsamen Handeln scheint man aktuell sehr weit entfernt zu sein. Ismaik beklagt zudem mangelnden Respekt der e.V.-Vertreter im Gesamten. Ob so eine vernünftige Planung für die Saison 2023/24 möglich ist, darf durchaus bezweifelt werden.
Die Mitteilung von Hasan Ismaik im Wortlaut
Liebe Löwen,
täglich werden mir von meiner PR-Abteilung alle Texte zu 1860 München, sowohl in englischer als auch arabischer Sprache, übersetzt. Dabei wurde Herr Präsident Reisinger in einem Text zitiert, dass er meinen Aussagen über die Social-Media-Kanäle keine Bedeutung schenkt. Das ist interessant: Sie müssen wissen, dass Herr Reisinger im Aufsichtsrat meist die Anwälte sprechen lässt.
Ich möchte noch einmal betonen, dass diese Accounts meine offiziellen Kommunikationswege sind, über die ich meine Meinungen, Anregungen und Wünsche zu unseren Löwen kund tue. Ich bin immer bestens informiert und auf dem aktuellen Stand über unseren Verein.
Es gibt durchaus nachvollziehbare Gründe, warum ich seit Jahren auf den persönlichen Dialog verzichte. Ich habe vor allem in den Anfangsjahren immer an stundenlangen Besprechungen bei 1860 persönlich teilgenommen. Das Ergebnis war immer das selbe: Große Ankündigungen, keine Ergebnisse.
Respekt habe ich nur in den seltensten Fällen seitens der eV-Vertreter erlebt, dabei wäre genau das die Grundlage für ein friedvolles und erfolgreiches Miteinander. Bis heute frage ich mich: Warum geben sich die Fans mit diesen Zuständen zufrieden, die den TSV 1860 sportlich und wirtschaftlich seit Jahren lähmen?
Einmal Löwe, immer Löwe
Hasan Ismaik