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TSV Haching München mit drittem Sieg gegen VCO Berlin

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TSV Haching München Voleyball

Am Sonntag kehrte der TSV Haching München mit dem dritten 3:0-Sieg (25:23; 25:18; 25:23) gegen den VCO Berlin nach dem Doppelspieltag nach Hause zurück. Am Samstag setzte es leider ein 1:3 gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen (20:25; 20:25; 28:26; 22:25).

Niederlage in Königs Wusterhausen

In Königs Wusterhausen begannen die Volleyball-Löwen erst im dritten Satz richtig mitzuspielen, weshalb wohl mehr Punkte an diesem Wochenende nicht mitgenommen werden konnten. Immer mehr ins Team spielt sich Florian Krekel mit seinen guten Leistungen. Unser Aufschlag kam ab dem dritten Satz richtig gut.

Auch am Sonntag hatten die jungen Löwen kleine Startschwierigkeiten und Unsicherheiten, während der VCO Berlin zu Beginn der Partie gut mithielt und sein wohl bestes Spiel gegen den TSV Haching München ablieferte. Klar absetzen konnte sich keine der beiden Mannschaften gegen die andere im ersten Satz. Vor allem der Block der Nachwuchstalente war stark und stellte nicht selten ein großes Hindernis den TSV dar.

Erfolgserlebnis für Volleyball-Löwen

Im zweiten Satz ließen sich die Löwen-Volleyballer nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen und gingen direkt mit 3:0 in Führung, ein fantastischer Block von Philipp Schumann und Mark Gumenjuk brachte Punkt vier.

Haching konnte sich in diesem Satz klarer durch- und somit auch absetzen. Viele schöne Ballwechsel gab es für die Fans beider Seiten zu sehen und alle Fans des TSV konnten sich über Satzgewinn Nummer zwei freuen.

TSV Haching München besiegt VCO Berlin

Im dritten Satz ging der TSV mit Führung (8:5) in die erste technische Auszeit, ein erneuter Block von Philipp Schumann und Sebastian Rösler brachte das 12:8. Auch in die zweite technische Auszeit gingen die Spieler mit Hachinger Führung (16:11). Und dann wurde es nochmal richtig spannend: der VCO gab nicht auf, wollte sich nicht so einfach geschlagen geben und blieb dran (21:23), Trainer Bogdan Tanase reagierte mit der taktischen Auszeit. Beide Mannschaften kämpften mit vollem Einsatz um den Sieg dieses Satzes, schließlich hieß es Matchball für Haching, der VC Olympia wehrte ihn ab. Erneut nahm Bogdan Tanase die Auszeit und das war es dann auch, die Local Heroes holten sich den dritten Satz- und somit den Matchgewinn.

MVP der Partie wurde Quentin Zeller, über den das gesamte Spiel viele schöne Angriffe liefen und der mit sicheren, starken Aufschlägen überzeugte. Dieser Sieg sollte den Volleyball-Löwen mit dem nötigen Selbstvertrauen in das Derby am 05.03.2023 (Spielbeginn 15:00 Uhr) gegen die WWK Volleys Herrsching gehen lassen.

Auf eine volle Hütte im März in der Bayernwerk-Sportarena. Unterstützt die Volleyball-Löwen!

Text: Stefan von Bressensdorf, Alexandra Straub & sechzger.de

Michael Köllner ein Kandidat beim FC Basel?

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Michael Köllner TSV 1860 2 Fußball

Während es beim TSV 1860 noch immer keinen neuen Trainer gibt, könnte der ehemalige Übungsleiter bald eine neue Aufgabe übernehmen. Laut Schweizer Medien steht Michael Köllner auf der Kandidatenliste beim FC Basel.

Michael Köllner ein Kandidat beim FC Basel?

Heiko Vogel, Sportchef des 20-fachen Meisters, soll den Oberpfälzer auf die Kandidatenliste für den vakanten Trainerposten bei kriselnden Baslern gesetzt haben. Auch Danny Schwarz, ehemaliger Spieler des TSV 1860 soll sich auf dieser Liste befinden.

Zuletzt war der FC Basel von Alexander Frei trainiert worden, der jedoch am 07.02. freigestellt wurde.

Sollte sich die Bebbi für Köllner entscheiden, dürfte dies auch den Etat des TSV 1860 entlasten…

Bild: OR Pressedienst

Erdbeben Spendenaktion des TSV 1860 bringt 5.000 Euro

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Die Spendenaktion zugunsten der Betroffenen Menschen nach dem Erdbeben in der Türkei und in Syrien des TSV 1860 hat 5.000 Euro erwirtschaftet.

e.V.-Shop  des TSV 1860 spendete seine Einnahmen zugunsten von Hilfsorganisationen

Der Shop des TSV München von 1860 e.V. hat vor knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien seine sämtlichen Einnahmen von zwei Tagen Hilfsorganisationen in den Krisengebieten vor Ort gewidmet (sechzger.de berichtete).

e.V.-Shop des TSV 1860 mit großer Reihe neuer Artikel

So konnten Fans des TSV 1860 die große Anzahl an neuen Artikeln aus dem Shop erwerben und gleichzeitig Gutes tun. Das “Wir sind der Verein”-T-Shirt gibt es inzwischen in drei Farben (weiß, dunkelblau und flaschengrün), zudem ist die Kollektion um T-Shirts und Hoodies im “Carbon-Style” (siehe Foto) reicher geworden. Für Golfer gibt es gebrandete Bälle mit dem “Wir sind der Verein”-Logo.

Womöglich bewegte gerade die Spendenaktion den hadernden Löwenfan zum finalen Mouse-Klick.

Spendenaktion des TSV 1860 bringt 5.000 Euro

Nun ist das Ergebnis der Spendenaktion bekannt: für den guten Zweck haben die 5.000 Euro gesammelt, die nun an Hilfsorganisationen vor Ort gehen. Die Meldung des TSV München von 1860 e.V. im Überblick:

Wie bereits angekündigt, werden die Einnahmen des e.V. Shops vom 8. und 9. Februar an Hilfsorganisationen in Syrien und der Türkei gespendet. Dank eurer Einkäufe kam eine löwenstarke Summe zusammen, die mit Spenden von Firmenmitglied Christian Ammon (500 Euro) und Vizepräsident Hans Sitzberger (1.860 Euro) insgesamt 5.000 Euro beträgt.

Vielen Dank liebe Löwinnen und Löwen für eure Unterstützung. Natürlich werden auch weiterhin dringend Spenden benötigt, denn jeder Euro hilft. 

Die Summe spendet der TSV 1860 aufgeteilt an folgende Hilfsorganisationen:

UNO Flüchtlingshilfe
Aktion Deutschland hilft
Orienthelfer

Titelbild: (c) TSV München von 1860 e.V.

Rhythmische Sportgymnastik: 4 Medaillen für Löwinnen

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Die jungen Löwinnen haben in der Sparte “Rhythmische Sportgymnastik” gleich viermal abgeräumt und mehrere Medaillen nach Hause gebracht.

Rhythmische Sportgymnastik (RSG) beim TSV 1860

Die Turnabteilung des TSV München von 1860 e.V. bietet den aktiven Mitgliedern die Teilnahme an “RSG” (Rhythmische Sportgymnastik) an. Auf seiner Homepage beschreibt der TSV die Sparte wie folgt:

Rhythmische Sportgymnastik (kurz RSG) ist eine Turnsportart. Sie ist aus der Wettkampfgymnastik mit und ohne Handgeräten entstanden und wird mit Musikbegleitung durchgeführt. RSG ist vor allem durch gymnastische und tänzerische Elemente gekennzeichnet und erfordert in hohem Maß Körperbeherrschung, Gleichgewichts- und Rhythmusgefühl. Die Rhythmische Sportgymnastik ist ein reiner Frauensport, auch wenn es in den letzten Jahren vor allem in Japan und in Spanien erste RSG-Wettkämpfe für Männer gab.

In der Rhythmischen Sportgymnastik gibt es fünf Handgeräte: Seil, Reifen, Ball, Keule und Band. In den Altersklassen bis zwölf Jahre wird eine Übung ohne Handgerät durchgeführt.

Die Rhythmische Sportgymnastik (RSG) deckt den Leistungs- und Wettkampfsport ab. Aktuelle Erfolge in diesem Bereich sind die Titelgewinne von Bernardine Madl zur Bayerischen Meisterin 2009, 2010 und 2011 in der RSG-Meisterklasse.

Bei den Box-Heimspieltagen im vergangenen Jahr konnten die Zuschauer*innen in den Pausen die Darbietungen der Junglöwinnen im Boxring live verfolgen.

Vier Medaillen für die RSG-Löwinnen

Bei den Oberbayerischen Meisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik in Haar am vergangenen Wochenende glänzten die jungen Löwinnen gleich vier Mal mit Edelmetall: die Gymnastikerinnen um Trainerin Bernadine Madl holten dreimal Gold und einmal Silber.

Wir sagen herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg für die weiteren Wettkämpfe!

Bei RSG mitmachen?

Ihr wollt ebenfalls bei der Rhythmischen Sportgymnastik dabeisein oder eure Kinder anmelden? Das Training findet immer montags von 16-19 Uhr in der Auenstraße 19 statt.

Hier folgen die Kontaktdaten:

Kontakt RSG
Bernardine Madl
Mail

Alle Infos zu RSG beim TSV München von 1860 e.V. auch hier.

Titelbild: (c) TSV München von 1860 e.V.

sechzger.de Talk 94: Löwen im Krisen-Modus. Nach Verl, vor Halle

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sechzger.de Talk Folge 94 nach der Niederlage gegen Verl und vor Hallescher FC - TSV 1860 München

Es ist nicht leicht, in diesen Tagen über den TSV 1860 München zu sprechen. Aber Wegducken gilt nicht, weshalb sich Bernd, der zweite Thomas in unserer Redaktion (der sechzger.de mittlerweile auch in der LÖWENRUNDE vertritt – nicht zu verwechseln mit Thomas Enn, dem Verfasser der legendären Rubrik Giesinger Gedanken) und Jan (heute mal als Gast) virtuell um Moderator Christian scharen und versuchen, die jüngsten Geschehnisse inhaltlich aufzuarbeiten. Der sechzger.de Talk 94 ist dafür genau die richtige Plattform.

TSV 1860 – SC Verl 0:3

Auch fast 30 Stunden nach Abpfiff der Partie gegen Verl sind wir noch fassungs-, rat- und sprachlos, was da gestern Nachmittag auf Giesings Höhen geboten wurde. Und was da im Stadion noch so alles passierte. Haben die Teilnehmer vom sechzger.de Talk 94, die ja auf sehr unterschiedlich lange Biografien als Löwenfans zurückblicken, sowas schon mal erlebt? Da Sprachlosigkeit für einen Podcast kein sonderlich hilfreicher Begleiter ist, findet die Runde natürlich doch wieder zum Dialog zurück und bespricht einzelne Personalfragen und die Atmosphäre rund um das Spiel insgesamt.

Versuch einer Analyse: Wo ist der Bruch?

Es bleibt die zentrale Frage in diesen schwierigen Tagen: Was ist im Herbst 2022 passiert, dass ein Team, das mit fünf Siegen in die Saison gestartet war, plötzlich komplett den Faden verliert? Die Betrachtung der diversen Tiefschläge (1:4-Niederlage in Elversberg, Totopokal-Aus in Illertissen, Niederlage beim Tabellenletzten in Bayreuth, …) hilft vielleicht weiter? Nachdem es Moderator Christian zunächst mit der Frage nach dem genauen Zeitpunkt eines möglichen Bruchs in der Mannschaft versucht, wendet sich die Runde dann eher der Frage, was eigentlich passiert ist, zu. Eine erschöpfende Antwort gibt es im Talk – wohl erwartungsgemäß – nicht. Schade!

Am Freitag nach Halle

Der TSV 1860 reist am Freitag nicht zum Tabellenletzten. Nachdem der HFC während der Aufzeichnung vom sechzger.de Talk 94 im Montagabendspiel der 3. Liga in Oldenburg mit 1:0 gewinnen konnte, hat der SV Meppen wieder die Rote Laterne von den Hallensern übernommen. Vielleicht ein ein gutes Zeichen? Zuletzt setzte es für die Löwen im November in Bayreuth und vor zwei Wochen in Meppen Pleiten gegen die aktuellen Schlusslichter der Dritten Liga. Was passiert also am Freitag Abend in Sachsen-Anhalt? Unsere Talk-Protagonisten sind wenig optimistisch. Allerdings gibt ein echter Löwe niemals auf…

Der sechzger.de Talk 94 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um sieben: Kein neuer Trainer in Sicht

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Sechzig um Sieben: Ohne Vier gegen Havelse

Am Tag nach der Niederlage gegen Verl ist die Ausgangslage beim TSV 1860 München unverändert. Es ist weit und breit kein neuer Trainer in Sicht.

Die Niederlage gegen Verl in der TAKTIKTAFEL

Bernd Winninger hat sich die 0:3 Niederlage vom Sonntag nochmal angeschaut und dazu die statistischen Werte analysiert. Er kommt dem zu dem wenig überraschenden Schluss, dass die Gäste aus Ostwestfalen den Löwen in allen Belangen überlegen waren. Bernd stellt fest, dass die statistischen Werte nach wie vor schlechter als besser werden und kann in der TAKTITAFEL auch keine Antwort geben, warum dem so ist.

Wo und wann fing es eigentlich an schief zu laufen?

Eine Frage, die sich wahrscheinlich fast jeder im Löwenkosmos stellt. Wie haben uns auch gefragt, was war eigentlich der Fehler, der Sechzg nach dem Rekord-Start in die dritte Liga so abstürzen ließ. Und wer ist verantwortlich für diesen Fehler? Tja, leichte Antworten gibt’s leider keine…

Weiterhin kein neuer Trainer in Sicht

Weder die Löwen auf dem Platz noch das Umfeld machen derzeit Werbung dafür, Übungsleiter bei 1860 zu werden. Es ist also weiterhin kein Trainer in Sicht. Ob Günther Gorenzel einer Verpflichtung näher gekommen ist, lässt sich nicht sagen. Es ist aber wahrscheinlich, dass er nach wie vor handlungsunfähig ist und selbst eine Figur im Ränkespiel zwischen den Gesellschaftern ist. Keine guten Voraussetzungen für eine Verpflichtung von Achim Beierlorzer, der ja gerne eine Konsens-Lösung aller Beteiligter wäre. Wer weiß wie lange der dem Treiben an der Grünwalder Straße noch zuschaut. Außerdem scheint sich sein Noch-Arbeitgeber Red Bull Leipzig querzustellen. Thomas Oral ist mittlerweile übrigens nicht mehr zu haben, der unterschrieb gestern in Sandhausen. Manuel Baum brachte sich dagegen selbst nochmal als “Helfer” ins Spiel. Wird alles ziemlich knapp, wenn Gorenzel am Freitag in Halle tatsächlich nicht mehr auf der Bank sitzen soll.

Es gibt noch Löwensiege

Außer den Profis konnte alle weiteren Löwenteams das Wochenende ungeschlagen überstehen. Siege feiern konnten alle weiteren Herrenmannschaften. Den Überblick über die Ergebnisse vom Wochenende findet Ihr hier.

Fechter gestalten erstes Turnier erfolgreich

Drei Fechter entsandte der TSV 1860 zum Turnier nach Gröbenzell und zwei davon brachten eine Medaille mit heim! Weiter so!

News aus der Liga

Halle feiert Auswärtssieg

Rechtzeitig vor dem Besuch des TSV 1860 München kehrt der Hallesche FC in die Erfolgsspur zurück. Mit 1:0 konnten die Hallenser den VfB Oldenburg in Hannover bezwingen und so den ersten Auswärtsieg der Saison feiern. Tolle Vorzeichen für Freitag…

SV Wehen: Gürleyen zwei Spiele gesperrt

Nach seiner roten Karte wegen Notbremse muss Ahmet Gürleyen zwei Spiele pausieren. Damit fehlt der Verteidiger in Osnabrück und gegen Ingolstadt.

Thielemann in Zwickau vorgestellt

Ronny Thielemann wird nun doch Trainer in Zwickau. Nachdem es zunächst Uneinigkeit über die Gültigkeit seines Vertrages bei Abstieg gab, haben sich die Parteien nun geeinigt und Thielemann als neuen Coach der Schwäne vorgestellt. Sein Vertrag wird auch im Falle eines Abstiegs gelten.

Damit geht Ihr vollinformiert in den Faschimgsdienstag. Am Aschermittwoch ist ja bekanntlich Alles vorbei. Hoffen wir, dass das auch für die Negativserie unserer Löwen gilt.

 

 

3.Liga am Montag: Halle siegt erstmals auswärts gegen Oldenburg

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TSV Havelse in der HDI Arena in Hannover

Zum Abschluss des 23.Spieltags standen sich der VfB Oldenburg und der Hallesche FC gegenüber. Trotz langer Unterzahl konnten die Gäste das Spiel schlussendlich für sich entscheiden.

Casar sieht früh gelb-rot

Gezwungenermaßen empfing der VfB Oldenburg, der Anfang Februar in letzter Minute noch ein Unentschieden gegen den TSV 1860 München erzielen konnte, den Halleschen FC am Montagabend in Hannover. Aufgrund der infrastrukturellen Defizite am Marschwegstadion ist eim Umzug für die Abendspiele in die niedersächsiche Landeshauptstadt unumgänglich. Die Ausgangssituation vor Anpfiff war dabei klar: beide Mannschaften stecken im Tabellenkeller der 3.Liga und kämpfen jeweils gegen den Abstieg in die Regionalliga.

Für den Halleschen FC war es das erste Spiel unter dem neuen Trainer Sreto Ristic, der auf André Meyer folgte. Im ersten Durchgang kamen beide Mannschaften durchaus zu Chancen, doch ein Treffer wollte weder den Oldenburger noch dem Tabellenletzten aus Halle gelingen. Für Oldenburg rettete Mielitz stark gegen Zimmerschied (13.), außerdem hatte der VfB Glück in einer Situation im eigenen Strafraum, dass der Schiedsrichter nicht auf Elfmeter entschied (25.). Die Gastgeber hingegen verpassten ebenfalls mehrfach die Gelegenheit in Führung zu gehen (21., 28., 42.). An Torchancen mangelte es im Kellerduell also nicht unbedingt. Nur eine Kategorie konnte da noch mithalten: gelbe Karten für den HFC. Da Casar gleich zwei davon binnen drei Minuten abholte, mussten die Gäste rund eine Stunde in Unterzahl agieren.

HFC siegt knapp gegen den VfB Oldenburg

Nach dem Wiederanpfiff gelang ihnen dann aber sogar der Treffer des Tages. Nachdem Bolyki einen Elfmeter im Duell mit Zietarski herausgeholt hatte, verwandelte Kreuzer sicher gegen den VfB Oldenburg (51.). Trainer Fossi reagierte umgehend und brachte mit Ademi einen frischen Stürmer auf das Spielfeld. Dieser hatte dann nach 73 Minuten auch die beste Gelegenheit, um das 1:1 zu erzielen. Sein Schuss konnte allerdings noch vor der Torlinie entschärft werden. Auch kurz vor Ende der Partie boten sich dem VfB noch zwei Gelegenheiten, doch der Ball wollte einfach nicht in den Kasten. Viel mehr verpasste der HFC in den Schlussminuten mehrmals die endgültige Entscheidung trotz zahlreicher Möglichkeiten.

Schlussendlich reichte es für den Halleschen FC, der am kommenden Freitag den TSV 1860 München empfängt (19 Uhr, sechzger.de Liveticker), aber doch zum wichtigen Auswärtssieg – dem allerersten in der Saison überhaupt. Damit verlassen die Saalestädter den letzten Rang, den nun wieder der SV Meppen inne hat. Der HFC sortiert sich in der Tabelle auf Platz 18 ein, der VfB Oldenburg ist 17.

Sechzig am Wochenende: Siege für Zweite, Dritte und Vierte

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Löwen am Wochenende: Keine Niederlage, Sieg für die Dritte (im Bild) 1860 III

Sechzig am Wochenende: Abgesehen von den Profis, die sich beim 0:3 gegen den SC Verl vor heimischer Kulisse blamierten waren am vergangenen Wochenende auch zahlreiche weitere Mannschaften der Löwen im Einsatz, eine Niederlage kassierte dabei kein einziges Team. Siege gab es für die Zweite, die Dritte, die Vierte und die Damen!

Siege für Zweite, Dritte und Vierte

Die Bayernliga-Mannschaft der Löwen testete zu Hause gegen den Landesligisten TuS Holzkirchen und feierte dabei einen 5:3-Erfolg. Bereits zur Pause war die Begegnung beim Stand von 3:0 für die Hausherren entschieden.
Einen Erfolg gab es auch für die dritte Mannschaft, die sich gegen den TSV Altenstadt mit 6:0 (3:0) durchsetzte. Auch die Vierte ging als Sieger vom Feld und gewann ihr Testspiel gegen den TSV Röthenbach mit 3:2 (1:0). Zudem trennten sich die Futsal-Löwen in der Regionalliga vom Karlsruher SC mit einem 4:4-Unentschieden.

Löwinnen gewinnen gegen Fiegenstall

Die erste Mannschaft der Löwinnen setzte sich gegen den TSV Fiegenstall ebenfalls durch und feierte im Freundschaftsspiel am Ende einen 4:2-Erfolg. Dabei machten die Löwinnen sogar einen 1:2-Rückstand zur Halbzeitpause wett.

Starke Ergebnisse der Nachwuchsteams

Gute Ergebnisse lieferten auch die Nachwuchsteams. Die A-Jugend holte in der Bundesliga Süd beim Tabellenführer FSV Mainz einen Punkt. Nach frühem Rückstand hielten sich die Jung-Löwen wacker und profitierten in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit von ihrer personellen Überzahl, da ein Mainzer nach einer Stunde die Ampelkarte gesehen hatte. Den Ausgleich zum 1:1-Endstand erzielte der kurz zuvor eingewechselte Sean Dulic.

Die B-Jugend gewann ihr Testspiel gegen die SG Quelle Fürth mit 3:0. Die C-Jugend gewann ihr Regionalliga-Duell bei Greuther Fürth mit 0:2 (0:0). Die Löwen-D-Jugend setzte sich bei der C-Jugend des SV Waldeck Obermenzing mit 0:3 durch.

Erstes Turnier: TSV 1860 Fechten belegt direkt Platz 1 und 2

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TSV 1860 Fechten Mit Turniersieg In Gröbenzell

Seit Anfang 2022 ist beim TSV 1860 München auch eine Abteilung Fechten aktiv. Nach über einem Jahr stand nun endlich das erste Turnier im Terminkalender. Die Löwen konnten sich bei der Premiere direkt über einen ersten sowie einen zweiten Platz freuen.

TSV 1860 Fechten mit tollem Ergebnis bei Turnier in Gröbenzell

Mit drei Sportlern war die Abteilung Fechten des TSV 1860 München am Wochenende bei einem Turnier vertreten. Die Aufregung bei den jungen Sportlern war groß – schließlich war es nach über einem Jahr Vorbereitungszeit die erste Gelegenheit, sich mit anderen Sportlern im Wettkampf zu messen. Im Juni 2022 überzeugte sich ein Redaktionsmitglied von sechzger.de persönlich von den Fortschritten der recht frisch wieder ins Leben gerufenen Abteilung. Bereits damals war Trainer Jens trotz Corona-Zwangspause immens stolz auf seine Schützlinge, die von Einheit zu Einheit besser wurden. Der ursprünglich gegen Ende des Jahres anvisierte Start bei einem Turnier konnte schließlich doch erst im neuen Jahr in die Tat umgesetzt werden.

Beim Max Geuter Marathon gingen die Altersklassen U11 bis U17 an den Start. Gekämpft wurde im Modus “Jeder gegen Jeden”. Für den Wettkampf in Gröbenzell gab der Trainer seinen drei Löwen eine unmissverständliche Devise mit auf den Weg. “Angriff, Angriff und nochmals Angriff!” – und so schlecht sollte diese ganz offensichtlich nicht sein. Während Felix mit Platz 4 in der Altersklasse U13 das Treppchen knapp verpasste, konnte sich Elsa bei ihrem Debüt direkt über eine Silbermedaille freuen.

Elsa Turnier Gröbenzell TSV 1860 München Silber 2.Platz
Elsa vom TSV 1860 München freut sich über ihren 2.Platz.

Weitere Fechtinteressierte gesucht

Noch besser machte es wiederum Luis (siehe Titelbild), der sich ebenfalls in der Altersklasse U13 den Turniersieg sichern konnte. Nicht nur Trainer Jens freute sich mit dem jungen Löwen.
Weitere wertvolle Erfahrungen konnten die Fechter außerdem sammeln, als sie gegen deutlich ältere Gegner antraten. Auch dort lautete die Vorgabe “Keinen Meter zurück, immer stehen bleiben” – gar nicht so leicht, wenn der Gegenüber fast doppelt so alt ist. Darüber hinaus konnten die jungen Sportler Fechten im Rollstuhl ausprobieren. Insgesamt war es ein mehr als gelungener Einstieg für die Abteilung Fechten des TSV 1860. Zwei von drei Startern erreichten ohne bisherige Turniererfahrung direkt eine Podiumsplatzierung.

Wer nun Lust auf die Sportart bekommen hat, kann gerne zu einem Schnuppertraining vorbeikommen. Vor allem in der Altersklasse ab 16 Jahren und für Erwachsene ist noch viel Platz im Kurs vorhanden. Die genauen Zeiten sind auf der Homepage des TSV 1860 München e.V. zu finden.

Fechten Im Rollstuhl

TSV 1860 München – SC Verl (0:3), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 München – SC Verl (0:3). Eine weitere verdiente Niederlage der Löwen.

Am 23.Spieltag traf der TSV 1860 München am gestrigen Sonntag auf den SC Verl. Die Begegnung war bisher in der dritten Liga ein Garant für spannende Fußballspiele. Mit scheinbar nicht mehr zu überbietendem Phlegma ergaben sich die Sechzger nach ansehnlichen Minuten zu Beginn des Spiels dieses Mal allerdings kampflos ihren Gegnern. Von spannendem Fußball war diese Partie weit entfernt. Es wurden in meiner Nähe im Stadion ab Mitte der ersten Halbzeit Wetten abgeschlossen, wann Verl das 1:0 schießen würde. Wieder einmal trifft mein Kollege Thomas Enn, mit dem Aufhänger seiner Giesinger Gedanken “Katastrophal auf allen Ebenen” den Nagel auf den Kopf.

Die Katastrophe während der neunzig Minuten möchte ich Euch nun in der Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 – SC Verl darlegen.

Die Verler liefen wie erwartet im 4-3-3 offensiv mit den in der Taktiktafel vor dem Spiel beschriebenen Besonderheiten beim Spielaufbau auf. Die Pressinglinie bei den mit bis zu vier Mann anlaufenden Verlern war auf sehr hoher Linie gewählt, während die Defensivlinie eher tief stand.

Hohes Anlaufen und tief aufgestellte Pressingfallen waren wie erwartet die Mittel der Verler, um selbst in Ballbesitz zu kommen. Das klappte für die Gäste hervorragend.

Der Versuch der Löwen selbst ähnliche Qualitäten, wie die Gäste sie zeigten, auf den Platz zu bringen scheiterte vor allem am mangelnden Einsatzwillen der Mannschaft des TSV 1860. Die im 4-2-3-1 aufs Geläuf geschickten Spieler der Löwen zeigten als Kollektiv keine drittligataugliche Leistung.

Das belegen die folgenden Zahlen und die anschließende Analyse derselben.

Die wichtigsten statistischen Werte des Spiels TSV 1860 – SC Verl

  • Ballbesitz TSV 1860 38% – SC Verl 62%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 69% – SC Verl 82%
  • Defensive Zweikampfquote TSV 1860 58% – SC Verl 69%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 14/4 – SC Verl 11/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 11,3 – SC Verl 6,33

Analyse der statistischen Werte

Der einzige Wert, der über die desolate Leistung der Löwen hinwegtäuscht, ist das Schussverhältnis – dazu später mehr. Die Werte lügen ansonsten auch diesmal nicht. Der SC Verl war in allen Belangen besser als der TSV 1860 München.

Ballbesitz

Abwarten und im richtigen Moment zustoßen. Das war das erwartete Rezept des SC Verl. Genau so geschah es dann auch. Überlegte Ballstafetten bis man sich das Mittelfeld des Gegners durch eigene Verschiebungen in der Horizontalen so hingestellt hat, dass ein Angriff über die Halbpositionen im Zentrum sinnvoll erschien. Je länger das Spiel dauerte, desto besser und öfter griff dieses Mittel der Verler. Die Ballbesitzquote ist für Verl zwar durch Passspiel in der eigenen Abwehrkette begünstigt. Wer allerdings keine erfolgreichen Pressingaktionen gegen diese Spielweise bringen kann, der braucht sich nicht wundern, wenn der Gegner den Fuß immer weiter in die Tür bringt und seine Aktionen nach vorne immer sicherer sowie gefährlicher werden.

Die Menge der Ballbesitzphasen war dabei weniger das Problem als die Dauer. Wenn Verl den Ball hatte, dann im Schnitt fast doppelt so lange und mit doppelt so vielen Stationen.

Damit sind wir auch schon bei der nächsten Kategorie.

Passgenauigkeit

24 Prozent weniger Ballbesitz und eine Passgenauigkeit von unter 70%. Da braucht man kein Mathematiker zu sein, um einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Größen herzustellen. Die durchschnittliche Passgenauigkeit der einzelnen Mannschaftsteile der Löwen ist jedoch äußerst interessant. Die Spieler mit hauptsächlich Offensivaufgaben kommen auf eine Passgenauigkeit von rund 68%, was auf diesen Positionen normal bis gut ist. Die Defensivspieler (ohne Torwart) kommen auf einen Durchschnittswert von rund 67%. Das ist in dem Bereich hingegen definitiv ungenügend. Mit genauem Passspiel aus der Defensive heraus steht und fällt jeder Positionsangriff.

Wie verhindert man genaues Passspiel? Mit aggressivem Pressing, gutem Stellungsspiel und falls ein Pass doch ankommt über den Zweikampf. In allen drei Kategorien hat der SC Verl die Mannschaft des TSV 1860 München in die Tasche gesteckt und somit das Passspiel der Löwen zerstört.

Da die Löwen keine Anstalten machten ähnliche Tugenden wie die Verler an den Tag zu legen, hatten die Spieler des SC Verl kein Problem ihr Kombinationsspiel in Abwehr und Mittelfeld produktiv auf den Platz zu bringen.

Defensive Zweikampfquote

“Wir wollen Euch kämpfen sehen” schallte es mehrmals von den Rängen. Diesen Kampf verweigerten die Sechzger dem danach lechzenden Publikum jedoch gekonnt. Knapp 24% weniger Ballbesitz und trotzdem weniger geführte Zweikämpfe als der Gast aus Ostwestfalen – und das Ganze dann auch noch mit einer schlechteren, relativen Bilanz. Was soll das bitte liebe Spieler?

Wenn ein Spieler Zweikämpfe führt und verliert, dann ist das eben so. Dann war der Kampf da mit Gegenwehr und der Spieler hat versucht etwas zu unternehmen. Wegen einem verlorenen Zweikampf wird keinem der Kopf abgerissen. Ein nicht geführter Zweikampf kann aber von keinem Spieler gewonnen werden.

Dass die Offensivspieler eine bessere Quote und mehr geführte Zweikämpfe gegen den Ball auf dem Konto haben, obwohl die Pressingintensität eher niedrig ist und obwohl im Verhältnis generell wenige Zweikämpfe gegen den Ball von Seiten der Löwen geführt wurden, ist einerseits bemerkenswert und andererseits für mich komplett unverständlich. Wo ist der Einsatzwille, wo die Galligkeit und Gier auf den Ball der Löwendefensive?

Schüsse

Mehr Schüsse, mit weniger Genauigkeit, aus altbekannten Gründen. Wer kaum in der Box und dort auch nur aus schlechten Positionen abschließt, erzielt wenig bis keine Tore. So geschehen am Sonntag auf Seiten der Löwen. Die Schüsse, die aus vielversprechender Position kamen, wurden von Verl geblockt oder vom Keeper gehalten.

Sechzig schoss insgesamt zwar häufiger, aber oft überhastet im Gewühl oder aus der zweiten Reihe. So kommen kaum klaren Chancen zustande.

Elf Schüsse und drei Treffer bei einer Schussgenauigkeit von 64%. Das ist einerseits klasse von Verl, andererseits ein Armutszeugnis für die Defensive des TSV 1860. Wenn von elf Schüssen sieben aufs Tor gehen, dann wird nicht etwa zu viel zugelassen. Elf zugelassene Schüsse liegen unter dem Durchschnittswert der Liga. Es werden zu wenig Schüsse geblockt. Es wird also unterm Strich zu wenig Einsatz gezeigt.

PPDA

Weiter oben hab ich bereits die defensive Zweikampfquote der Offensivspieler benannt. Dass die meisten dieser Zweikämpfe, obwohl man anfangs hoch anlief, allerdings nicht in den für die PPDA relevanten Zonen stattfanden, ist durchaus bemerkenswert. Verl spielte sich aus den Pressingsituationen tief in der eigenen Hälfte mit einer Selbstverständlichkeit frei als wäre es ein Trainingsmatch.

Ganz anders die Sechzger, die gegen das aggressive Pressing der Verler nur selten eine spielerische Lösung fanden. Meist endete der Ballbesitz des TSV 1860 im Positionsspiel vor der Mittellinie oder nach einem der vielen langen Bälle, die den Sechzgern als Mittel zur Lösung des Pressingdrucks dienen sollten.

Die Tore

Zwei Treffer nach Standardsituationen und einer (der erste) nach einem vermeidbaren Fehler, der aber nicht ursächlich für die Chance an sich war. Eine Fehlerkette oder kollektive Arbeitsverweigerung – beide Sichtweisen sind wohl legitim und passen besser auf den ersten Gegentreffer, als wenn man nur den Fehler des letzten Manns vor dem Einschlag im Netz sieht.

Anzusehen mit weiteren Highlights der Partie sind die Treffer hier.

Haut Verlaat den Ball vor dem 1:0 auf die Tribüne anstatt ihn dem im Hintergrund einlaufenden Wolfram aufzulegen passiert nichts. Trotzdem war der Angriff der Verler gut vorgetragen und Verlaat muss zwar mit einem Spieler in seinem Rücken rechnen, wenn er die vorherige Situation komplett erfasst hat bevor er sich umdreht, um den Ball abzulaufen. Allerdings darf Lannert den Spieler auch nicht allein ins Zentrum laufen lassen. Geht Lannert mit, klärt er möglicherweise nach Verlaats Fehler noch bevor Wolfram am Ball sein kann. Zumindest aber hätte er seinen Körper zwischen Ball und Schützen stellen können. So haben wir die Kombination von technischem Fehler und taktischem Fehlverhalten und somit das Führungstor für den Gegner. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Sieht man sich nicht nur die Momente direkt vor dem Treffer sondern auch noch ein wenig des Geschehens davor an, zeigt sich eindrucksvoll wie ein Matchplan aufgehen kann. Kontrolliertes Aufbauspiel der Verler. Nach vorne und zurück und wieder ganz nach vorn ohne Aktion der Löwen gegen den Ball über etliche Stationen. Die erste Aktion gegen den Ball während dieser zwei Angriffswellen war der Versuch eines Zweikampfs von Belkahia vor der kurzen Hereingabe, die Verlaats unglückliche Abwehraktion und somit den Treffer zur Folge hatte.

Das fiel auf

Der SC Verl hat knapp 58 Minuten den Ball und die Mannschaft des TSV 1860 München führt insgesamt 57 Defensivduelle. Das ist nicht einmal eines pro Minute gegnerischem Ballbesitzes. Der TSV 1860 München hat den Ball im Gegensatz dazu natürlich kürzer in eigenem Besitz und zwar rund 36 Minuten. Verl schafft es in dieser Zeit, die der TSV 1860 München in Ballbesitz war, tatsächlich einmal öfter einen Zweikampf gegen den Ball zu führen als die Sechzger. Jetzt könnte ein schlauer Mensch auf die Idee kommen zu fragen, ob denn dann wenigstens mehr Bälle abgefangen wurden, wenn man schon kaum Zweikämpfe führt und die geführten auch noch über Gebühr verliert. Die Antwort lautet: Nein. Auch bei den abgefangenen Pässen liegt der SC Verl um 25% vor den Sechzgern.

Der Plan, dass man hoch anlaufen wollte war zu sehen. Das geschah jedoch zu zögerlich und mit zu wenig Druck auf die Passwege hinter der Pressinglinie. Wenn mit vielen Spielern hoch angelaufen wird, verliert man so die Hoheit über die Räume im Mittelfeld.

Das bedeutet man müsste entweder mit weniger Spielern auf der Defensivlinie spielen, um das Mittelfeld räumlich in allen Zonen komplett zuzustellen, damit dort die Pressingfallen funktionieren. Das setzt wiederum auf allen Positionen diszipliniertes Rückzugsverhalten im taktischen Konzept voraus, falls die Presssinglinie überspielt wird. Oder aber es bedeutet, dass man direkter auf Ballgewinn pressen müsste, wenn man die Passwege ins offensive Mittelfeld nicht in allen Zonen zustellen kann oder will.

Fazit

Wie aus einer Mannschaft, die begeisternden Fußball spielen kann, so ein Häufchen Elend wird, das seit dem Totopokalspiel gegen Illertissen mit kleinen (vernachlässigbaren) Lichtblicken sukzessive immer schlechter werden konnte, ist mir persönlich unerklärlich. Was müssen da für unüberwindbare Gräben im Kader geschaffen worden sein, dass sich die Mannschaft nicht als solche präsentieren kann? Was ist so schwer daran Grundsätzliches im Fußball zu beherzigen?

Es geht nicht um kuriose Kabinettstückchen. Es geht um Kleinigkeiten wie den minimalen Abstand zum Gegenspieler in Situationen gegen Ball. Es geht darum, dass ein Spiel, das nicht so gespielt wird wie es gedacht ist (Überraschung: Fußball ist ein Laufspiel), nicht gut gespielt werden kann. Wenn ich beim Monopoly nur einen Würfel benutze, werde ich auch nicht schnell genug voran kommen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Ein Fußballspiel, bei dem bei einer Mannschaft nur derjenige wirklich läuft, der gerade den Ball hat, einige Mannschaftskameraden ihm dann zuschauen wie toll er läuft, während sie selbst aber nur ein Alibitraben auf den Platz bringen, das mit vernünftigem Freilaufen in freie Räume nichts zu tun hat, ist kein Fußballspiel. Das ist eine Farce. Dass sich einige Spieler noch im Spiegel ansehen können ist mir ein Rätsel.

Die Nebenkriegsschauplätze für die Leistungen verantwortlich zu machen ist mir zu billig. Jedem seine Meinung dazu. So eine desolate Leistung, so ein unwürdiges Verhalten, was Kampfbereitschaft und Einsatzwillen anbelangt auf fast allen Positionen, nur in unterschiedlicher Weise können nicht das Resultat kurzfristiger Nebenkriegsschauplätze sein. Gegen den Ball fallen die Offensivspieler positiv auf, bei Ballbesitz negativ, und bei den Defensivspielern ist es quasi umgekehrt.

Das ist so eine surreale Situation. Ich kann mich nicht erinnern jemals so eine kontinuierliche Steigerung schlechter Leistungen über einen so langen Zeitraum gesehen zu haben.

Datenquelle: Wyscout