Start Blog Seite 1045

Rafati: Rot für Duisburg wäre angebracht gewesen!

0
Symbolbild Schiedsrichter VAR 3. Liga Regeln Saison
Manchmal ein undankbarer Job, aber immer mittendrin statt nur dabei: der Schiedsrichter

[dt_gap height=”10″ /]

Babak Rafati galt als einer der bekanntesten und besten Schiedsrichter Deutschlands, ehe er 2012 aufgrund von Depressionen seinen Rücktritt erklärte. Seit mehreren Jahren agiert der Hannoveraner nun als Experte für liga3-online.de und analysiert strittige Szenen des vorangegangen Spieltags der 3. Liga.

[dt_gap height=”10″ /]

Bei seiner heutigen Beurteilung steht die Partie zwischen dem TSV 1860 München und dem MSV Duisburg im Fokus; dabei attestiert Rafati dem Kollegen Max Burda alles in allem eine gute Leistung. So war seine Einschätzung hinsichtlich der Schwalbe von Martin Pusic absolut korrekt und auch bei anderen kniffligen Szenen lag der Referee goldrichtig. Lediglich in einer Situation erkennt Rafati eine Fehlentscheidung, die womöglich auch spielentscheidend war:

[dt_gap height=”10″ /]

Bei einem Laufduell im Mittelfeld geht der Duisburger Dominik Schmidt in einen Zweikampf mit Pusic (1860) und bringt diesen zu Fall. Rafati erachtet dies als Notbremse, also rotwürdig, während es Burda bei Gelb beließ, da er auch von der Seitenlinie keinen entsprechenden Hinweis erhielt.

[dt_gap height=”10″ /]

Heute vor drei Jahren: 2:0 gegen den FC Memmingen 1907

1

[dt_gap height=”10″ /]

Gerne schauen wir in unserer Rubrik “Historische Spiele” weit zurück in die Vergangenheit und erinnern an Partien der Löwen, die die meisten von uns selber gar nicht erlebt haben, z.B. das Pokal-Aus beim unterklassigen FC Oberau 1927 vor rund 60 Jahren oder den Triumph im DFB-Pokal-Finale im Jahr 1964 gegen Eintracht Frankfurt. Manchmal reicht es jedoch auch, nur ein paar Monate zurückzublicken, um sich schöne Momente ins Gedächtnis zu rufen; deswegen gehen wir heute “nur” drei Jahre zurück, der TSV 1860 war nach dem Totalabsturz in der Regionalliga Bayern gelandet und empfing im Grünwalder Stadion, der Heimat der Löwen, den FC Memmingen 1907.

[dt_gap height=”10″ /]

Klar, das Match als solches war spielerisch nicht unbedingt eins der ganz großen Highlights der Saison, aber das Drumherum bot alles, was Sechzig ausmacht, weswegen wir es mit den Blauen halten und den Löwen treu bleiben, was auch kommen möge. Freitag Abend, Giesing, Sechzgerstadion, Flutlicht – Löwenherz, was willst Du mehr?

[dt_gap height=”10″ /]

Vom jetzigen Löwenkader standen mit Marco Hiller, Daniel Wein, Philipp Steinhart und Sascha Mölders vier Spieler in der Startelf, dazu Sympathieträger wie Aaron Berzel, Kapitän Felix Weber, Goalgetter Markus Ziereis oder der jetzige Marketingverantwortliche des TSV 1860, Jan Mauersberger.  Als Einwechselspieler kam u.a. Christian Köppel (jetzt FC Augsburg II) zum Zug, der heute seinen 26. Geburtstag feiert. Auf diesem Wege: Ois Guade, Köppi!

[dt_gap height=”10″ /]

Die Geschichte des Spiels ist indes schnell erzählt: Fünf starke Minuten reichten den Löwen, um den ungefährdeten Sieg gegen die Allgäuer einzutüten. In der 32. Minute traf Nico Karger (jetzt SV Elversberg) auf Pass von Markus Ziereis (jetzt SpVgg Bayreuth) zum 1:0, in Minute 35 erhöhte Felix Weber (jetzt RW Essen) nach Ecke von Benjamin Kindsvater (vereinslos) per Kopf zum Endstand.

[dt_gap height=”10″ /]

[dt_gap height=”10″ /]

Sechzig um Sieben: Training + Spende für die Frauenmannschaft + Info zu Löwenherz-Trikots

0
Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Gestern war für die Profis trainingsfrei, ab heute gilt der Fokus dem nächsten Gegner: heute ist für den frühen Nachmittag eine Einheit angesetzt. Diese findet natürlich – ihr könnt es euch denken – unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

++

Die Unternehmer für Sechzig haben es sich zur Aufgabe gemacht, alle Abteilungen des TSV München von 1860 e.V. zu fördern und zu unterstützen. Eine der letzten Aktionen war die Neugestaltung von Kabinen für die U16 und U17 (wir berichteten). Nun gab es eine Finanzspritze in Höhe von 1500 Euro für die neu geschaffene Frauenmannschaft der Löwen. Alle Spielerinnen wurden mit einer kompletten Trainingsmontur ausgestattet. Passend dazu hat sich das Fußballmagazin 11Freunde mit den drei Gründerinnen getroffen und dem Projekt einen Artikel gewidmet und auch auch wir hatten die Initiatorinnen bereits im Interview.

++

Wie die Fanbetreuung auf Facebook bekannt gab, werden demnächst die Größenabfragen für die Löwenherz-Trikots verschickt. Bis ihr dann euer Trikot in den Händen halten dürft, wird es allerdings noch eine Weile dauern: nach aktuellem Stand wird damit nicht vor April 2021 gerechnet.

++

Für das kommende Spiel gegen den Halleschen FC gibt es ab sofort das 12.Mann-Ticket. Dieses Mal ist Abwehrspieler Quirin Moll auf den Sammeltickets zu finden.

++

Kaiserslautern und der FC Hansa Rostock trennten sich im Montagabendspiel mit einem 0:0-Unentschieden, sodass Rostock Tabellenführer bleibt. Sechzig belegt den zweiten Platz, wobei einige Teams uns mit ihren Nachholspielen noch überholen könnten.

Sechzig@18:60 – Taktiktafel + Blick zurück + Unterhaching

0
Sechzig @18:60 Pilotprojekt Union Berlin
Das Grünwalder Stadion in den Abendstunden

[dt_gap height=”10″ /]

Es war ein eher ruhiger Tag an der Grünwalder Straße; das Löwenstüberl durfte gar nicht erst öffnen, Jugendteams wurden coronabedingt bereits in die Winterpause geschickt und auch die Profi-Mannschaft samt Trainerteam hatten heute einen freien Tag und durften nochmal über die alles in allem sehr unnötige Niederlage am Samstag gegen den MSV Duisburg sinnieren.

[dt_gap height=”10″ /]

Auch Bernd Winninger hat sich Gedanken bezüglich der Heimniederlage gemacht, das Ganze taktisch und analytisch betrachtet und Euch eine Taktiktafel zusammengeschustert, die zeigt, dass die Löwen per se nicht schlecht gespielt haben, im letzten Drittel jedoch zu unkonzentriert und zu wenig zwingend agierten.

[dt_gap height=”10″ /]

+++

[dt_gap height=”10″ /]

Wenig Grund zur Freude hatten die Fans des TSV 1860 auch heute vor 29 Jahren, als die Zweitligatruppe um Berg, Miller, Maurer, Kneißl und Schmidbauer gegen den FC Carl Zeiss Jena im Sechzgerstadion nicht über ein 0:0 hinauskam. Die bekanntesten Protagonisten auf Seiten der Thüringer Gäste waren übrigens Torwart Perry Bräutigam und Trainer Klaus Schlappner. Lang, lang ists her…

[dt_gap height=”10″ /]

+++

[dt_gap height=”10″ /]

Doch zurück in die Gegenwart: Am Wochenende musste die SpVgg Unterhaching aufgrund eines positiven Corona-Tests die Begegnung beim Halleschen FC, dem nächsten Gegner der Löwen, absagen. Die letzte Testreihe ergab nun ausschließlich negative Ergebnisse, die Quarantäne konnte also aufgehoben werden. Wann das Auswärtsspiel der Hachinger in Halle nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

[dt_gap height=”10″ /]

TAKTIKTAFEL: Die Nachbetrachtung des Spiels gegen den MSV Duisburg

1
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafel! Heute gibt es die Nachbetrachtung des Spiels TSV 1860 München gegen den MSV Duisburg. Wie erwartet standen sich beide Teams in der gleichen taktischen Ausrichtung gegenüber. Sowohl Thorsten Lieberknecht als auch Michael Köllner schickten ein 4-1-4-1 aufs Feld.

Das Spiel hat mit seinem Endergebnis von 0:2 aus Sicht der Löwen definitiv einen anderen Verlauf genommen, als man es aufgrund des Spielgeschehens und der optischen Überlegenheit der Sechzger vermuten würde. Ähnlich wie auch schon gegen Saarbrücken und Magdeburg gelang es der Mannschaft leider nicht, die gegnerische Abwehr im letzten Drittel entscheidend auszuhebeln.

Die Vorgaben was Stellungsspiel, Balleroberung, Ballbesitz und Offensive betrifft, setzten die Sechzger teilweise brilliant um, allerdings ohne das so wichtige Führungstor zu erzielen.

 

So lief die erste Halbzeit

 

Die Münchner Löwen legten eine sehr überlegene erste Halbzeit aufs Parkett, die in der Defensive fast nicht besser hätte gespielt werden können. Die Abschirmung der eigenen Box funktionierte bestens. Ganze sieben Ballkontakte standen für die Duisburger im Löwenstrafraum während der ersten 45 Minuten zu Buche. Sieht man von den zwei Schüssen, die zugelassen wurden – einer geblockt, einer links am Tor vorbei – ab, hatte Sechzig das Spiel gegen die Duisburger vollkommen im Griff.

 

Der MSV hingegen kam mit den Offensivbemühungen der Sechzger überhaupt nicht zurecht und sollte sich bei den Weißblauen recht herzlich bedanken, dass vor dem gegnerischen Tor, bzw. auf dem Weg dorthin entweder fahrlässig, ungenau oder überhastet gehandelt wurde. Allein in den ersten neun Minuten gab es fünf Ballkontakte für Sechzig in der gegnerischen Box. Im weiteren Verlauf der ersten Viertelstunde kamen beim TSV 1860 München noch einmal zwei Ballkontakte im Strafraum hinzu, in dieser Zeit setzte Sechzig drei Schüsse ab, einer aufs Tor.

 

Bis zum Halbzeitpfiff flachte die Anfangsoffensive der Löwen dann etwas ab, und so stehen zwischen Minute sechzehn und Minute fünfundvierzig ebenfalls sieben Ballkontakte im Strafraum und weitere vier Schüsse zu Buche.

 

Die erste Halbzeit in Zahlen

 

58% Ballbesitz, eine Passgenauigkeit von 82% sowie Dominanz im Kopfballspiel mit 58% gewonnener Luftduelle. Auch die PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) für den TSV 1860 war mit 12.29 absolut im Rahmen dessen, was man in einem Duell mit einer, von Trainer Köllner als “Aufstiegskader” betitelten, Mannschaft erwarten kann.

 

Lediglich Tore wollten für die Löwen nicht fallen. MSV-Keeper Weinkauf war auf Duisburger Seite in der ersten Halbzeit eindeutig der beste Mann auf dem Platz. Einen fehlerfreien Auftritt mit einem gehaltenen Schuss, sowie gute Antizipation in der Situation wo er mit dem Fuß den Ball vor angreifenden Löwen klären muss, und 100% Quote bei hohen Bällen hat er auf seinem Konto vorzuweisen.

 

 

Woran es haperte

 

Wo war also in diesen 45 dominanten Minuten das Haar in der Suppe zu finden? Die Genauigkeit im letzten Spielfelddrittel, bezüglich Pässe und Flanken in die Box und die durchaus vorhandene Abschlussschwäche der Sechzger muss man bemängeln.

 

Aber der Reihe nach: Bei sechzehn Positionsangriffen und vier Ecken kamen die Löwen auf gerade einmal drei Schüsse. Die fünf genauen Flanken in die Box von Willsch, Steinhart und Pusic konnten allesamt durch die vielbeinige Duisburger Abwehr noch bei oder kurz nach der Verarbeitung entschärft werden, ganz abgesehen von den zwölf Hereingaben in der ersten Halbzeit, die gar nicht erst zum Adressaten gelangten.

 

Knapp die Hälfte seiner Offensivzweikämpfe (48,4%) gewann das Team – trotzdem gelang es nicht, aus der daraus resultierenden, kurzfristigen, personellen Überlegenheit im Raum Kapital zu schlagen. Vier Ecken, von denen keine auch nur die geringste Gefahr für das Tor von Weinkauf darstellte, runden das schlechte Gesamtbild im letzten Drittel vor dem Duisburger Tor ab. Eine bis 30 Meter vor dem Tor total dominante Löwenmannschaft lässt sich den Schneid in der roten Zone Duisburgs komplett abkaufen. Das war leider sehr enttäuschend anzusehen.

 

 

Die zweite Halbzeit

 

In der zweiten Halbzeit sah das Ganze nicht viel anders aus – offensiv zumindest. Nochmal 2% mehr Ballbesitz – insgesamt also 60%, allerdings nur zehn abgegebene Schüsse bei 20 Positionsangriffen und fünf Ecken. Knapp 57% gewonnene Offensivzweikämpfe stehen positiv zu Buche. Negativ wiederum das Spiel im letzten Drittel vor des Gegners Kasten. Es konnten zwar einige Bälle auf das Tor der Zebras gebracht werden, allerdings sind drei Schüsse aufs Tor von zehn insgesamt abgegebenen Schussversuchen noch lang kein Grund, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen.

 

Nur drei angekommene Flanken und wieder kein Ball aufs Tor nach einem Eckball stellen der Offensive der Löwen in diesem Spiel ein desaströses Zeugnis in der roten Zone über die gesamten 90 Minuten aus. In einer Liga, in der alle Teams leistungsmäßig so dermaßen eng beisammen sind, müssen Chancen wie der Pfostentreffer von Pusic (zählt statistisch übrigens nicht als Schuss aufs Tor), oder einer der vier Schüsse aufs Ziel während der 90 Minuten einfach versenkt werden.

 

 

Die Entstehung der Gegentore

 

Warum fielen bei so viel Feldüberlegenheit des TSV 1860 München also die Tore auf der anderen Seite? Das erste Tor entstand auf ziemlich kuriose Weise bei einem Eckstoß. Die von Duisburgs rechter Angriffsseite in den Strafraum getretene Ecke wurde von Jansen aus halbrechter Position, auf halbem Weg zwischen Fünfer und Begrenzung der Box, hoch in den Torraum der Löwen verlängert. Sowohl Torhüter Hiller als auch Mittelfeldspieler Dressel versuchten zum Ball zu gehen. Hiller konnte sich hierbei nicht gegen den eigenen Mann durchsetzen, weshalb Dressels Kopfball gefährlich auf das eigene Tor ging. Daraufhin wurde der Ball von Moll auf der Linie geklärt, fliegt jedoch dem Duisburger Fleckstein ins Gesicht und von dort in die Maschen.

 

Wäre das zu verhindern gewesen und wenn ja, wie? Aus meiner Sicht ist das relativ klar: Wenn Hiller in dieser Situation zum Ball geht, muss er diesen ohne Rücksicht auf Verluste klären. Leider zeigen die zur Verfügung stehenden Bilder nicht, ob er ein Rauskommen seinerseits durch ein Kommando an die Vorderleute ankündigt und Dressel somit vom Ball hätte wegbleiben sollen oder nicht.

 

Letztlich ist das aber nebensächlich. Wenn er hingeht, muss er sich auch gegen den eigenen Mann ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen und ihn zur Not im eigenen Fünfer abräumen. Wäre Hiller jedoch auf der Linie geblieben, hätte wiederum Moll nicht klären müssen, denn Hiller hätte entweder Dressels verunglückte Kopfballabwehr mit Leichtigkeit gehabt oder aber Dressels Kopfballabwehr wäre sehr viel gezielter vonstatten gegangen und hätte nicht für Gefahr gesorgt.

 

Möglicherweise fehlende Kommunikation beim Rauslaufen gepaart mit zu wenig Mut, sich gegen den eigenen Mitspieler durchzusetzen, oder falsches Reagieren auf Jansens Eckballverlängerung. Man kann es sich aussuchen, aber wie man es dreht und wendet, dieses Tor geht leider auf Hillers Kappe.

 

Der Konter, den sich die Löwen dann zum 0:2 einfingen, war eine logische Folge der totalen Offensive, die mit der Herausnahme von Willsch für Djayo eingeleitet wurde. Die Sechzger hatten es nach dem ersten Gegentreffer noch schwerer, in des Gegners Strafraum einzudringen, geschweige denn dort in Ballbesitz zu gelangen.

 

Torhüter Weinkauf schlägt nach einer Balleroberung der Zebras, den Ball mit viel Übersicht lang auf die wegen Willschs Herausnahme mehr oder weniger verwaiste rechte Abwehrseite. Moll versucht zwar, sich Vermeij entgegenzustellen, kommt aber, während der Niederländer den Ball in hohem Tempo an ihm vorbeilegt, ins Straucheln und wird somit bei der Aktion des Stürmers gnadenlos düpiert.

 

Vermeij kann daraufhin unbedrängt an der Grundlinie entlang auf Hiller, der die linke Seite seines Kastens öffnen muss, um sich Vermeij entgegenzustellen, zulaufen und einen Schuss absetzen, den Hiller mit dem rechten Fuß nur ins Strafraumzentrum parieren kann.

 

Djayo ist zwei Schritte zu weit von Scepanik weg, der den Ball vor die Füße bekommt. Somit kann dieser den Treffer zum 0:2-Endstand verbuchen. Um diesen Treffer zu verhindern, muss entweder Moll Vermeij an der Außenlinie mit einem Foul aus dem Spiel nehmen, oder Djayo seinen temporären Gegenspieler Scepanik besser bewachen.

 

Dieses Tor würde ich aber tatsächlich den Löwen nicht als Fehler ankreiden. Da hat Duisburg einfach die durch das offensive Dauerfeuer der Löwen entstandenen Räume clever genutzt und zu seinem Vorteil ausnutzen können.

 

 

Das Fazit zum Spiel

 

Eine komplett feldüberlegene Löwenmannschaft hat es zuhause wieder einmal nicht geschafft den massiven Defensivblock eines Gegners entscheidend zu knacken. Die fehlende Durchschlagskraft bei den Offensivspielern in allen bisherigen Heimspielen abgesehen vom Aufeinandertreffen mit dem VfB Lübeck, wird langsam zum Problem. Die verschiedenen Gegner können sich mehr und mehr darauf einstellen wie sie die Angiffsbemühungen der Löwen zerstören können.

 

Dass Duisburg aus drei Bällen auf Hillers Kasten zwei Tore macht, ist ähnlich bitter wie auch die Ergebnisse gegen Magdeburg und Saarbrücken. Eines muss man den Zebras aber auch klar zugestehen: dass sie gegen den Ball und besonders in der roten Zone durch das punktgenaue Ausschalten der Anspielstationen des Gegners in der Box und mit einem gut aufgelegten Torwart die Null absolut verdient gehalten haben.

 

Alle Gegner, die bisher Punkte von der Grünwalder Straße entführen konnten, haben sehr diszipliniert nach hinten gearbeitet und obendrein das nötige Glück vorne gehabt. Der MSV Duisburg reiht sich hier nahtlos bei Magdeburg und Saarbrücken ein. Ein spezielles Rezept, diese massiven Abwehrblöcke zu knacken, habe ich nicht. Die Offensivtaktik der Löwen geht grundsätzlich so gut auf, wie sie nur aufgehen kann. Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten kann leider kein Trainer der Welt herbeizaubern.

 

Wenn man auf Teams trifft, die ihr Spiel auf dynamische oder direkte Konter ausgelegt haben und nicht mehr vom eigenen Spiel erwarten, als das des Gegners zu zerstören bis sie zum Tempogegenstoß ansetzen und Standards rausholen können, hat man es per se extrem schwer. Bei personell etwa gleich starken Teams werden diese Standards dann schnell das Zünglein an der Waage – siehe vergangenen Samstag!

 

Mit dieser Niederlage allzu sehr zu hadern, ist weder für Fans noch für die Mannschaft zielführend. Es gilt für Michael Köllner, die Kaltschnäuzigkeit und Genauigkeit beim Abschluss im Strafraum zu verbessern und weiter am eigenen Spiel im letzten Drittel zu feilen.

 

Nächste Woche empfangen die Löwen den Halleschen FC. In diesem Spiel haben wir dann hoffentlich schon besseres Zielwasser in der Offensive, damit dann a) von den vielen abgegebenen Schüssen mehr auf den Kasten des Gegners gehen, und wir b) in Folge dessen auch Treffer verbuchen können, bevor wir welche kassieren.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Sechzig um Sieben: Tag 1 im erneuten Lockdown + Nachbetrachtung Duisburg + Amateure mit Punktgewinn in Pullach

0
Löwen Sechzig um Sieben

Guten Morgen Löwenfans,

für uns alle geht es heute in den erneuten Lockdown. Manche schränkt dies mehr ein, andere weniger. Lasst uns zusammen halten und versuchen, die Zeit bestmöglich zu überstehen! Damit einhergehend ist natürlich auch klar, dass wir somit weiterhin – mindestens im November – keine Chance haben werden, unsere Löwen live im Stadion verfolgen zu können. Wir bei sechzger.de geben unser Bestes, um euch trotzdem auf dem aktuellsten Stand der Dinge zu halten und tickern die Spiele für euch live aus den Stadien.
Für alle Vereine unterhalb der 3.Liga bedeuten die neuen Regelungen mit ziemlicher Sicherheit eine verfrühte Winterpause. Nicht einmal gemeinsames Training wird in den nächsten Wochen erlaubt sein.

++

Nachdem am Samstag gegen Duisburg die zweite Heimniederlage hingenommen werden musste, erklärt euch Bernd Winninger heute in seiner Taktik-Nachbetrachtung, wie es dazu kommen konnte.

++

Die Amateure hingegen konnten mit einer kämpferischen Leistung zumindest einen Punkt aus Pullach entführen. Über 60 Minuten mussten die kleinen Löwen dabei aufgrund einer gelb-roten Karte in Unterzahl spielen. Wie oben bereits erwähnt war dies aller Voraussicht nach der letzte Auftritt vor der Winterpause. Unsere 2.Mannschaft überwintert damit auf einem tollen 6.Platz.

++

Übrigens: Sollten die roten Teufel aus Kaiserslautern heute abend gegen Rostock mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen, würde Sechzig durch diese fremde Mithilfe die Tabellenführung wieder übernehmen.

 

Das Team von sechzger.de wünscht euch einen guten Wochenstart!

Nachbetrachtung TSV 1860 – MSV Duisburg

0

Gestern Nachmittag mussten sich unsere Löwen zu Hause dem MSV Duisburg mit 0:2 geschlagen geben. Diese Niederlage war unnötig und ärgerlich, hatten die Löwen doch gerade in der Anfangsphase ein beachtliches Chancenplus und setzten Duisburg unter Dauerdruck

Michael Köllner schickte dieselbe Elf wie beim Auswärtssieg in Unterhaching aufs Feld. Es begann also wieder Pusic und der wiedergenese Lex musste auf der Bank Platz nehmen.

Drückende Überlegenheit in Halbzeit eins

In der Anfangsphase legte der TSV los wie die Feuerwehr. Noch in der ersten Minute kam Pusic um Millisekunden zu spät, um einen Ball aus dem Mittelfeld vor Weinkauf zu erwischen und diesen ins Tor zu schieben. In der 8. Minute zwang Pusic den Ex-Roten im Tor der Zebras per Kopfball zu einer Glanzparade. Der Führungstreffer der Löwen lag in der Luft. Die Meidericher konnten sich überhaupt nicht vom Dauerdruck der Münchner befreien. Leider gelang es der Mannschaft danach nicht mehr, die Stürmer in letzter Konsequenz in Szene zu setzen. Besonders Mölders hatte gegen seinen ehemaligen Verein nicht seinen stärksten Tag. Dennoch gab es bis zur Halbzeit weitere Chancen durch Moll (17. Minute) und zwei weitere Male Pusic (24. Minute und kurz vor der Pause). Der verdiente Führungstreffer wollte den Löwen einfach nicht gelingen. Von Duisburg ging bis zur Pause quasi keinerlei Torgefahr aus.

Wieder zwei vegebene Chancen zum Start in die zweite Hälfte

Ähnlich startete Durchgang zwei. Direkt nach Wiederanpfiff bekam Mölders eine Hereingabe von Neudecker auf den schwächeren rechten Fuß. Leider brachte er nicht genügend Druck auf den Ball, der das Tor knapp verfehlte. Dressel setzte nach einem Angriff über links einen Fernschuss aus guter Position über das Tor (51. Minute).

Dann kam es, wie es kommen musste…

Als Duisburg seien ersten gefährlichen Angriff auf das Tor von Maco Hiller in der 60. Minute zustande brachte, herrschte sofort Torgefahr. Vermej stand nach einer Flanke von rechts perfekt, Moll konnte den Ball in letzter Sekunde zur Ecke klären. Nach einer unorthodox Richtung Fünfmeterraum verlängerten Ecke behinderten sich Hiller und Dressel beim Abwehrversuch, so dass Dressel den Ball unfreiwillig auf das eigene verlassene Tor köpfte. Moll konnte den Ball noch volley vor der Linie klären, Traf aber Fleckstein im Gesicht, von wo aus der Ball aus einem Meter ins Tor prallte. Was für ein blödes Gegentor!

Die direkte Chance zum Ausgleich

Im direkten Gegenzug vergaben die Löwen die beste Chance zu Ausgleich. Tallig steckte den Ball fein auf Pusic durch, der alleine vor dem Tor Weinkauf überwand und am linken Pfosten scheiterte. Danach ein leider gewohntes Bild bei Rückstand der Löwen: Sechzig hatte deutlich mehr Ballbesitz, spielte teilweise schöne Ballstaffetten, aber es gelang nicht ein Mal gefährlich in den Strafraum einzudringen und eine Abschlussgelegenheit zu kreieren. In der 74. Minute kam dann Djayo für den angeschlagenen Willsch, dessen Oberschenkel sofort nach der Auswechslung bandagiert wurde.

Die Schlussphase

Die Schlussphase begann mit einer Konterchance für die Meidericher. Der eingewechselte Pepic flankte genau auf den am langen Pfosten wartenden Krempicki. Doch dieser verfehlte den Ball um Zentimeter. Das hätte gut und gern die Vorentscheidung sein können. Die Löwen reagierten mit einer Doppelchance. Erst prüfte Djayo Weinkauf mit einem strammen Fernschuss, unmittelbar danach köpfte Mölders eine Flanke von Neudecker gut platziert auf das linke Toreck. Aber Weinkauf reagierte blitzschnell und konnte den Ball mit einer Glanzparade abwehren (79. und 80. Minute). Die Duisburger konnten in der Schlussphase die Löwen weitgehend vom eigenen Tor fernhalten und kamen ihrerseits durch Vermej und Pepic zu guten Einschussmöglichkeiten. Den Deckel machte schließlich Scepanik in der 93. Minute drauf. Hiller konnte einen Schuss von Vermej nur abklatschen, Scepanik staubte aus elf Metern ab. Damit war die zweite Heimniederlage in Folge besiegelt.

Die Lehren aus dem Spiel

Die Löwen müssen sich ärgern, dass sie die drückende Überlegenheit der ersten ca. 25 Minuten nicht für ein oder zwei Tore genutzt haben. Das wäre sicher möglich gewesen. Aber wer sie vorne nicht macht…

Außerdem ist auffällig, dass sich die Löwen gegen tiefstehende Gegner enorm schwer tun, Chancen zu kreieren. Zwar läuft der Ball wirklich ansehnlich durch die Reihen der Giesinger, aber es gelingt zu selten aus der Feldüberlegenheit und dem Ballbesitzplus richtige Gefahr im gegnerischen Strafraum zu erzeugen. Liegt der Gegner in Führung verstärkt sich dieses Problem noch. Für die Löwen ist aktuell eminent wichtig aus einer Führung heraus zu agieren. Um das zu erreichen, war die Effektivität vor dem Tor gestern leider zu suboptimal. Dies sollte bis zum nächsten Auftritt gegen Halle ausgemerzt werden. Ein Lichtblick war heute die engagierte Leistung von Martin Pusic. Wir sind überzeugt, dass bei seinem ersten Tor der Knoten platzt und der Österreicher dann für einige Hütten gut ist.

Duisburg entführt drei Punkte aus Giesing

0

Da war mehr drin…

Nachdem die Löwen am Montag mit einem Sieg im S-Bahn-Duell gegen die Bobfahrer aus Unterhaching die Tabellenspitze zurück erobern konnten, war heute der MSV aus Duisburg zu Gast auf Giesings Höhen. Sechzig begann stark und drängte die Gäste mit hohem Anlaufen und aggressivem Pressing in ihre eigene Hälfte. Um ein Haar hätte dies bereits in Spielminute 1 zum frühen Tor geführt, doch Duisburgs Keeper Weinkauf konnte gerade noch rechtzeitig vor dem heraneilenden Pusic klären. Überhaupt: Pusic war in der Anfangsphase der mit Abstand auffälligste Akteur auf dem Platz und glänzte mit vielen guten Aktionen. Lediglich seine plumpe Schwalbe (19.Minute) trübte den guten Eindruck. Nach der druckvollen Anfangsviertelstunde kamen die Zebras besser zurecht und das Spiel verlagerte sich zunehmend ins Mittelfeld. Offensiv trat der Tabellen-17. erstmals nach 25 Minuten in Erscheinung: Karweina verzog allerdings und der Ball landete neben dem linken Pfosten. Hiller musste nicht eingreifen. Bis zur Halbzeit passierte dann kaum noch etwas Zwingendes auf beiden Seiten.
Ohne Wechsel ging es nach der Pause weiter und Sechzig begann erneut – wenn auch nicht ganz so druckvoll wie zu Beginn – deutlich offensiver als die Duisburger, doch Zählbares sollte bei den Bemühungen weiterhin nicht herausspringen. Stattdessen gelang den Gästen unter gütiger Mithilfe dann der überraschende Führungstreffer: nach einer Ecke von links behinderten sich Hiller und Dressel am Fünfmeterraum gegenseitig, der folgende Klärungsversuch von Moll landete im Gesicht von Innenverteidiger Fleckstein und prallte von da ins Tor. Quasi direkt nach Wiederanstoß hatte Pusic nach Pass von Tallig den sofortigen Ausgleich auf dem Fuß: er traf aus elf Metern jedoch lediglich den linken Pfosten. In der Folge waren die Löwen weiterhin spielbestimmend, zwingende Chancen sprangen dabei aber nicht heraus. So kam es, wie es kommen musste: In der ersten Minute der Nachspielzeit brach Kapitän Vermeij auf links durch und scheiterte zunächst aus spitzem Winkel an Hiller. Den Abpraller beförderte allerdings der freistehende Scepanik per Aufsetzer ins Tor.

Durch die zweite Heimniederlage in Folge verliert Sechzig aufgrund der nun schlechteren Tordifferenz die Tabellenführung an Hansa Rostock. Positiv aufgefallen sind neben dem bemühten Pusic auch der stets aufmerksame Daniel Wein sowie erneut Richard Neudecker, der bereits in Unterhaching zu den Besten gehörte.

Für die Löwen geht es am kommenden Samstag weiter. Dann empfängt man um 14:00 Uhr den Halleschen FC im Grünwalder Stadion.

 

Mitglied des Funktionsteams positiv getestet

0

Nachdem beim TSV 1860 in den letzten sieben Monaten kein Corona-Test positiv ausgefallen ist, vermeldet der Verein nun die erste infizierte Person: ein Mitglied des Funktionsteams wurde im Rahmen der Testreihen vor dem heutigen Spiel gegen Duisburg positiv auf das Corona-Virus getestet. Da das vorgeschriebene Hygienekonzept streng eingehalten wurde, kann das Spiel in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt München trotz allem stattfinden. Wir wünschen an dieser Stelle der betroffenen Person einen milden Verlauf der Erkrankung sowie eine möglichst schnelle Genesung!
An dieser Stelle verweisen wir gerne noch auf unseren Liveticker, der euch nicht nur alle Spielereignisse vermeldet, sondern auch vor und nach dem Spiel aktuelle Infos und Bilder aus dem Stadion liefert.

Derweil ist die Bekanntmachung vom Freitag, dass bei den Zebras zwei Personen positiv gestestet wurden, für unseren Gegner nicht die erste ihrer Art: da die Mannschaft zum Teil in Quarantäne musste, wurden die Spiele gegen Halle und Saarbrücken abgesagt bzw. verschoben.

Folgenreich hingegen war der positive Test eines Spielers von der Spielvereinigung Unterhaching: dieser war bereits mit der gesamten Mannschaft nach Halle angereist, sodass das zuständige Gesundheitsamt Quarantäne für den gesamten Kader anordnete. Das Spiel gegen den Halleschen FC kann somit nicht stattfinden. Auch der SC Verl vermeldet soeben, dass das Spiel gegen Zwickau aufgrund von zwei positiven Tests kurzfristig abgesagt wurde.

Live-Ticker: TSV 1860 München – MSV Duisburg – sechzger.de tickert live aus dem Sechzger

2
Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Der Live-Ticker zum Spiel TSV 1860 München – MSV Duisburg am 31.10.2020 um 14.00 Uhr – 8. Spieltag der 3. Liga in der Saison 2020/21