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Tragödie: FC Bayern muss sieben Stunden am Flughafen BER warten – ein Kommentar

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FC Bayern BER

Nach dem Spiel gegen Hertha BSC wollte der FC Bayern noch am gleichen Abend vom Flughafen in Richtung Katar abheben. Passt ja – am Boden geblieben ist beim deutschen Rekordmeister offensichtlich niemand mehr, wie man an den anschließenden Wortmeldungen erkennen konnte. Ein Kommentar.

Die holprige Anreise des FC Bayern nach Katar

Kaum zu glauben. Am gestrigen Freitagabend konnte der FC Bayern mal wieder gewinnen. Im Schneetreiben von Berlin reichte dem Tabellenführer ein Schuss, um drei Punkte in der Hauptstadt einzusammeln. Die Partie wurde extra um 30 Minuten vorverlegt und direkt nach Abpfiff ging es für den Bayern-Tross zum neuen Flughafen BER. Ziel war Doha, die Hauptstadt von Katar.

Bekanntlich trägt der Wüstenstaat die Fußball-WM 2022 aus. Die nun anstehende Klub-WM, an der u.a. der FC Bayern teilnimmt,  möchte Katar nutzen und der Welt die neuen Stadien sowie die entstandene Infrastruktur präsentieren. Auf den Baustellen dafür mussten nach aktuellen Schätzungen bereits über 1.000 Menschen ihr Leben lassen. Richtig gelesen: es kam vor allem wegen der enormen Hitze zu zahlreichen Todesfällen, damit überbezahlte Fußballer auf grünem Rasen mitten in der Wüste gegen das runde Leder treten können. Darüber berichtet neben einer Reportage von 2019 nun auch ein Podcast des WDR.

Schon lange steht der FC Bayern in der Kritik, dass er mit Katar beziehungsweise der staatseigenen Airline Qatar Airways kooperiert. Mit der Ausrichtung der Weltmeisterschaft möchte Katar sein Image weiter aufpolieren – koste es, was es wolle.

Nun mussten die Spieler und Verantwortlichen sieben Stunden am neuen Flughafen BER warten. Ein unzumutbarer Zustand. So empfindet es zumindest Karl-Heinz Rummenigge und äußert sich wie folgt:

 

“Wir fühlen uns von den zuständigen Stellen bei der brandenburgischen Politik total verarscht. Die Verantwortlichen wissen gar nicht, was sie unserer Mannschaft damit angetan haben.”

 

Zugegeben: Wegen 30 Sekunden die Startfreigabe zu verweigern, erscheint etwas kleinlich. Sich dann aber so zu äußern, zeigt wieder einmal klar auf, wie sehr sich der Fußball von der Gesellschaft entfernt hat. Im Endeffekt wurde das bestehende Nachtflugverbot von 0 bis 5 Uhr konsequent umgesetzt. Das kann jeden treffen. Aber nicht jeder hat damit so ein Riesenproblem wie der FC Bayern auf seinem Weg nach Katar.

Der Unterschied zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern

Letzte Woche gewann der TSV 1860 München souverän mit 3:0 in Magdeburg. Nach dem Spiel ging es mit dem Bus noch am späten Abend zurück nach Giesing. Mit dem Bus. Nachts. Das ist ja fast schon unmenschlich! Dann kam es noch dicker: damit die Spieler am Donnerstag nicht am Vormittag bereits wieder zum Training erscheinen mussten, begab sich die Mannschaft mitten in der Nacht in den Kraftraum.

Sechzig München – mein Verein für alle Zeit

Diese zwei Ereignisse zeigen mir so deutlich wieder auf, warum der TSV 1860 mein Verein für alle Zeit ist. Während unsere Profis mitten in der Nacht trainieren, macht der FC Bayern wegen einer Wartezeit, die jedem im Leben einmal unterkommt, einen medialen Aufstand. Man habe der Mannschaft etwas angetan. Deutlicher kann man nicht aufzeigen, dass man in einer Blase lebt. Der FC Bayern hätte sich in den sieben Stunden lieber einmal überlegen sollen, ob man solch eine Reise antreten sollte und Katar mit seinem Vorhaben unterstützen will. Aber die SZ hat es 2019 schon richtig formuliert: Mit Katar wählt Bayern mal wieder Geld statt Moral.

Die Fußball-WM 2022: Ohne mich!

Nicht nur die Klub-WM in der kommenden Woche, sondern auch die Weltmeisterschaft 2022 ist ein Wettbewerb, den man komplett boykottieren sollte. Wie gut, dass mir die deutsche Nationalmannschaft schon lange egal ist. Für Löwen- und Nationalmannschaft-Fans gibt es nämlich eine weitere schlechte Nachricht: ein vorbestrafter, ehemaliger Würstchenfabrikant wird TV-Experte. Bei der Fußball-WM im Jahr 2022 sollte sich jeder, wirklich jeder, genauestens überlegen, ob er dieses Event verfolgen und damit unterstützen möchte.

An den Stadien in Katar klebt Blut, das muss man – so martialisch es auch klingt – in aller Deutlichkeit sagen. Und damit dann irgendwie auch am FC Bayern.

 

Titelbild: Merveille Biankadi nach dem 2:0 gegen den FC Bayern II

Groundhopping in Kuba: La Habana – Camagüey 1:2 (07.05.2016)

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Na, woran denkt Ihr spontan, wenn es um Kuba geht? Klar: Rum, Zigarren, Che, Fidel, Sonne, Strand und Salsa. Aber Fußball? Nicht wirklich, oder? Als meine Frau und ich uns entschieden, die mittelamerikanische Insel zu bereisen, war der Besuch eines Matches dort aber von Anfang an ein wichtiger Bestandteil unserer Planungen. Natürlich ist es jedoch nicht ganz so einfach, dort in den Genuss unseres geliebten Sports zu kommen. Viel Spaß beim Groundhopping in Kuba!

Schwierige Planung

Wie aber kommt man an Informationen über Mannschaften? An Spielpläne oder gar Anstoßzeiten? Kuba ist ein Land, in dem das Internet noch immer nur recht wenigen Leuten vorenthalten ist. Zudem ist der nationale Fußball eine absolute Randsportart und die Beschaffung essentieller Infos wirklich schwer. Der Seite der FIFA konnte ich zumindest den Rahmenspielplan entnehmen, privat betriebene Seiten zum kubanischen Fußball waren meist alles andere als up to date. Zudem widersprachen sie sich hinsichtlich der Terminierungen und auch die Nachfrage bei den Seitenbetreibern und beim kubanischen Verband brachten nicht das gewünschte Ergebnis.

Eine andere Welt

Mehr oder weniger planlos, aber mit viel Hoffnung fliegen wir also via Amsterdam und Panama nach Havanna. Nach zwei Stunden Wartezeit aufs Gepäck und einer weiteren aufs Taxi (in diesem Fall ein stinkender Lada) kommen wir um 2.30 Uhr in unserer Unterkunft an und fallen todmüde ins Bett. Wenige Stunden später sind wir wieder wach, treten auf den Balkon und genießen vom 8. Stock aus den Blick über die Altstadt und das Meer. Schon eine komplett andere Welt und eine Reise in eine Zeit, die ich (Geburtsjahr 1978) gar nicht kenne.

Recht viel Zeit haben wir aber nicht, denn nun müssen wir erst mal Geld wechseln. Nächster Schritt: Wie kommen wir aus dem Zentrum zum Estadio Pedro Marrero, das zu Fuß doch etwas zu weit entfernt liegt. Natürlich haben wir noch immer keine Ahnung, wann überhaupt Anpfiff ist. Die komplette Familie unserer Hostelbetreiberin wird zur Recherche eingespannt, wir telefonieren mit irgendjemand im Stadion, aber Licht ins Dunkel kommt leider kein bisschen. Egal, wir fahren einfach mal mittags hin und schauen dann, was passiert.

Auf zum Stadion

Eine halbe Stunde später haben wir kubanisches Geld in der Hand, wobei man differenzieren muss, denn hier gibt es zwei Währungen. Der CUP ist das Geld der Einheimischen, der CUC das der Touristen. Letzteres ist 25 mal so viel wert wie der CUP. Schon blöd, wenn man als Staat zwei Währungen einführt, um den Sozialismus zu fördern, damit aber das genaue Gegenteil bewirkt. Die Bevölkerung will natürlich an CUCs kommen, um sich auch Luxusgüter leisten zu können. Wir hingegen versuchen, möglichst schnell auch CUPs in den Geldbeutel zu bekommen, da man damit eben auch Angebote für Einheimische wahrnehmen kann, sei es an Imbissständen, in Geschäften oder bei städtischen Taxis. So zahlen wir statt umgerechnet 5 Euro nur ca. 40 Cent für die Fahrt im 50er Jahre-Chevrolet und stehen um 12 Uhr vor dem Stadion. Überraschung: De Türen stehen offen. Wir spazieren also rein, von Fußball aber keine Spur. Ein im Schatten sitzender Rentner klärt uns auf, dass das Spiel erst um 16 Uhr angepfiffen wird. Uns ist das ganz recht und so nutze ich das Jugend-Leichathletik-Training und die dafür geöffneten Tore, um mich in den Innenraum zu begeben.

Hilfreiche Dolmetscherin

Das laute Schreien von der Tribüne, als ich die Laufbahn betrete, gilt eindeutig mir, doch ich ignoriere es. Ich drehe seelenruhig eine Runde, mache Fotos, stehe unter der Gegentribüne plötzlich vor einem FIFA-Büro und bin gerade auf dem Weg, die Anzeigetafel zu erklimmen, als mir meine Frau von der Tribüne aus zu verstehen gibt, ich solle nun doch besser wieder zurückkehren. Gesagt, getan. Dort angekommen werde ich aufgeklärt, dass es nicht erlaubt sei, ohne staatliche Genehmigung Fotos zu machen und wofür diese überhaupt seien. Da meine Frau Dolmetscherin für Spanisch ist, fällt es uns relativ leicht, die ältere Dame, die eben noch komplett außer sich war, davon zu überzeugen, dass ich „nur“ Groundhopper bin und keinerlei kommerzielles oder politisches Interesse verfolge. Am Ende haben wir uns also alle wieder lieb. Wir müssen aber trotzdem nochmal raus und nachher Eintritt zahlen, um das Spiel sehen zu dürfen. Das ist für uns dann doch ein wenig überraschend, da der Kollege Stefan M ziemlich genau ein Jahr zuvor auch dort zu Besuch war und der Besuch des Ligaspiels gratis war.

Warten auf den Einlass

Nun gilt es also erstmal, Zeit zu überbrücken. Da der Ground fernab jeglicher Sehenswürdigkeiten liegt, fällt dies ziemlich schwer, zumal uns die Hitze zu schaffen macht. Und mit dem Saufen kann man ja auch nicht schon mittags anfangen. Nach einer kleinen Stärkung und dem Erwerb ein paar einheimischer Biere (Bucanero, Cristal), sowie kubanischer Cola, geht es also um 15 Uhr wieder Richtung Stadion. Der Eintritt kostet den Wahnsinnspreis von 1 CUP (das sind umgerechnet ca. 4 Cent) und dafür gibts sogar ein Ticket und etwas, das entfernt an eine Stadionzeitung erinnert. Traum! Das Mitbringen von Essen und Getränken gehört übrigens scheinbar dazu, auch wenn es im Stadion zumindest Knabberzeug und so ein pappiges Malzgetränk zu kaufen gibt. Fanartikel sucht man indes (erwartungsgemäß) vergebens.

Die Welt ist klein

Wir verziehen uns sofort wieder Richtung überdachter Tribüne, passieren einen verblassten Hansa-Aufkleber und ich denke, ich sehe nicht recht. Ich will mich gerade setzen, als mein Blick auf eine Person trifft, die ich seit Jahren aus dem Internet kenne, die ich aber bislang noch nie persönlich getroffen hatte. Michael ist ebenfalls Löwenfan, lebt aber seit geraumer Zeit in Berlin und macht gerade ebenfalls Urlaub auf Kuba und einen neuen Länderpunkt. Zufälle gibts! Doch damit nicht genug, denn zwei Plätze weiter sitzt Kathi, die Schwester meines besten Freundes zu Schulzeiten, die zusammen mit ihrem Partner ebenfalls seit Jahren hoppt. Und der Clou an der Sache: Kathi und Michael haben sich auch zufällig in Havanna getroffen, kannten sich aber schon, weil sie sich im Jahr zuvor in Nordkorea bereits mal im Stadion über den Weg gelaufen waren.

Groundhopping in Kuba

Der Kubaner im Deutschland-Trikot vor uns macht ein paar Erinnerungsfotos und dann gehts auch schon los. Der Platz ist katastrophal, der Rasen viel zu lang und viel zu trocken. Trotzdem entwickelt sich in der ersten Hälfte ein recht munterer Kick, der mich positiv überrascht. Nichtsdestotrotz kommt das Niveau nicht über die deutsche Oberliga hinaus. Das Heimteam La Habana verpasst es jedoch, den Gästen aus Camagüey schon vor der Pause das ein oder andere Tor einzuschenken. Apropos: Anders als bei uns gibt es auf Kuba keine Vereine im herkömmlichen Sinne. Stattdessen stellt jede Provinz ein Team und die besten zehn Teams spielen in Hin- und Rückrunde um den Titel. Bei unserer Partie empfängt der Tabellenführer eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte und man erkennt den Klassenunterschied über weite Strecken auch deutlich.

Nach dem Seitenwechsel hält Camagüey besser mit, doch just als die Gäste das Match offen gestalten, schlägt La Habana zu und geht in Führung. Der Jubel fällt eher spärlich aus, aber was will man bei 250 Zuschauern in einem 30.000-Mann-Stadion auch erwarten?

Überraschende Heimniederlage

Die Gastgeber bestimmen nun wieder das Geschehen, lassen fahrlässig das 2:0 liegen und kassieren im Gegenzug den doch überraschenden Ausgleich. Und siehe da: Stimmung! Ich glaube ja nicht, dass die Ansammlung der 50 Jubelnden tatsächlich extra aus Camagüey angereist ist, aber plötzlich ist Leben in der (Bruch-)Bude. Als die Gäste kurz vor Schluss den Spielverlauf noch komplett auf den Kopf stellen und das 1:2 erzielen, erkennt man wahre Begeisterung. Was für ein riesiger Spaß, was für ein tolles Erlebnis, was für ein genial geiler Ground! Bei uns würde das Ding wahrscheinlich als Lost Ground rumstehen, auf Kuba ist es das Nationalstadion, wo Länderspiele ausgetragen werden (z. B. das 0:2 gegen die USA mit Fabian Johnson und Bobby Wood am 07.10.2016). Legendär!

Verlorene Meisterschaft

Meister wurde am Ende der Saison übrigens Villa Clara dank der um ein Tor besseren Tordifferenz gegenüber Guantánamo. Und La Habana? Die haben es doch tatsächlich geschafft, die Meisterschaft am letzten Spieltag daheim durch ein 0:0 gegen Santiago de Cuba zu vergeigen und mit einem Punkt Rückstand nur Dritter zu werden. Bitter.

Randsportart Fußball

Während Kathi am folgenden Wochenende in Cienfuegos noch ein weiteres Ligaspiel besucht, ist mir nur der Besuch einiger Baseballstadien (die Sportart Nummer 1 auf Kuba) vergönnt. Ein Blick auf den Stadtplan von Trinidad verspricht aber urplötzlich doch nochmal Fußball, denn dort ist ein Ground eingezeichnet. Meine Ernüchterung könnt Ihr Euch vorstellen, als ich den Platz sehe, auf dem wahrscheinlich seit Jahren niemand gespielt hat und auf dem Pferde grasen, wo einst Eckfahnen standen…

Alles in allem kann ich jedem nur den Besuch eines Matches auf Kuba ans Herz legen. Mit Fußball wie wir ihn kennen hat das jedoch in vielerlei Hinsicht wenig zu tun. Aber gerade das macht die Sache so angenehm, so herzlich, so erfrischend, so exotisch und so liebenswert. Geht offen auf die Menschen zu und werdet dafür mit ganz viel Enthusiasmus und Freude belohnt. Auf der ganzen Insel sieht man Kinder und Erwachsene in Fußball-Trikots (Barcelona, Real, Manchester United, Milan…). Überall wird auf den Straßen gekickt, in Havanna gibt es eine coole Sportsbar mit massenhaft Shirts und Flaggen (v.a. Athletic Bilbao), im TV werden die europäischen Top-Ligen live und kostenlos übertragen und sogar in den Restaurants ist der Fußball präsent. Wundert Euch also nicht, wenn Ihr Euer Abendessen auf Real Madrid-Geschirr serviert bekommt und das dann mit dem passenden Besteck zu Euch nehmen dürft…

Groundhopping auf sechzger.de

Wenn Ihr Lust auf weitere Groundhopping-Abenteuer habt, dann haltet bei sechzger.de die Augen offen. Wir werden immer wieder mal von Fußball-Touren in mehr oder weniger exotische Länder berichten. Bisher erschienen: Rumänien, Mazedonien und Armenien.

Die ursprüngliche Version des Textes erschien im März 2018 auf der Internet-Präsenz von Zeitspiel – Magazin für Fußball-Zeitgeschichte.

Happy Birthday, Hans Sitzberger! Sechzger.de gratuliert!

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Hans Sitzberger Vize-Präsident TSV 1860 München

Obwohl wir es nicht mit absoluter Sicherheit sagen können, gehen wir schwer davon aus, dass Hans Sitzberger, der Vizepräsident des TSV München von 1860 e.V. seinen heutigen 68. Geburtstag im hohen Norden der Republik verbracht hätte. Bzw. auf dem Weg dort hin und wieder zurück nach München.

Immer für die Löwen da

Wenn die Löwen seine Unterstützung brauchen, dann ist er zur Stelle: Ob als Sponsor der KGaA mit seinem Unternehmen AHD Sitzberger, ob mit einer spontanen finanziellen Unterstützung für die Beerdigungskosten eines ehemaligen Löwenspielers (wir berichteten Anfang November letzten Jahres darüber)* oder eben mit der persönlichen Anwesenheit bei den Spielen der Köllner-Elf – der Hans ist da!

*) Da wir schon vor einem Jahr bei unseren Glückwünschen für unseren Vizepräsidenten auf sein vielseitiges und vielfaches Engagement hingewiesen haben, wollen wir es an dieser Stelle bei diesen wenigen Beispielen belassen)

Daheim anstoßen, statt auf Reisen gehen

Dass der heutige Auftritt beim Drittligaaufsteiger in Lübeck bekanntermaßen dem winterlichen Wetter der letzten Tage in Norddeutschland zum Opfer fällt, dürfte seine engsten Familienangehörigen freuen: So wird sicher im ganz kleinen Kreis – Corona-konform – in aller Ruhe auf den Jubilar angestoßen.

Persönliche Bekanntschaft

Der Verfasser dieser Zeilen durfte Hans Sitzberger im Rahmen einer Auswärtsfahrt nach Halle am Karsamstag 2019 näher kennenlernen. Hans saß am Steuer und ich daneben. Und ich kann berichten, dass diese Fahrt – angesichts der interessanten Geschichten, die der Hans nicht nur rund um die Löwen zu erzählen hat – wie im Flug verging. Ein hochinteressanter und extrem sympathischer, bodenständiger Zeitgenosse, der trotz großen beruflichen Erfolgs nie seine Wurzeln vergessen hat und jedem Menschen mit Respekt und auf Augenhöhe begegnet. So einer ist der in Schönberg im Bayerischen Wald geborene Sitzberger. Und wahrscheinlich ist genau dies sein Erfolgsgeheimnis: Dass sich Hans nie zu Schade dafür war und auch im fortgeschrittenen Alter niemals ist, selbst mit anzupacken.

Was wir ihm wünschen

Von einem ruhigen Leben als Rentner ist Hans Sitzberger meilenweit entfernt. Wir wünschen ihm und der ganzen Löwenfamilie, dass uns auch dieses Präsidiumsmitglied noch sehr lange bei Sechzig erhalten bleibt. Viel Freude mit den Kindern und Enkelkindern, weiterhin Erfolg mit seinem Unternehmen und möglichst wenige Konflikte bei den Löwen sind neben der Gesundheit sicher die Eckpfeiler, dass dieser Wunsch auch in Erfüllung geht!

Ois guade, Hans!

3. Liga am Freitag Abend: Hansa Rostock schlägt SC Verl

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FC Bayern II FC Hansa Rostock

Der Ball rollt wieder in der 3. Liga. Nach ein paar Magenta-freien Tagen empfing Hansa Rostock am Freitag Abend den starken Aufsteiger aus Verl. Nach einer dramatischen Partie schlägt der FC Hansa Rostock den SV Verl mit 3:2.

Verfolgerduell an der Ostsee

Vierter gegen Fünfter – die Partie im Ostseestadion versprach schon vor dem Anpfiff einiges. Beide Teams haben sich im Winter-Transferfenster nochmal verstärkt und streben nachhaltig gen Tabellenspitze. Die zweitbeste Offensive (SCV) traf auf die drittbeste Defensive (Hansa), beide Teams mussten jedoch auf namhafte Akteure verzichten. Ex-Löwe Korbinian Vollmann fehlte bei Rostock, während auf Seiten der Verler Yildirim gelbgesperrt aussetzen musste.

Blitzstart der Ostwestfalen

Dass es bei einer Beteiligung des SC Verl sehr wahrscheinlich kein 0:0 geben würde, war abzusehen. Satte 70 Tore fielen in den bisherigen 22 Saisonspielen der Ostwestfalen und auch diesmal dauerte es nur vier Minuten bis zum ersten Einschlag. Sonnenberg legte Rabihic im Strafraum und Janjic verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 0:1. Bereits zwei Minuten später hatte erneut Janjic das zweite Tor auf dem Schlappen, doch Kolke parierte sein Geschoss von der Strafraumkante famos zur Ecke. Eine überragende Parade des Hansa-Keepers!

Hansa wacht nach 20 Minuten auf

Dier ersten 20 Minuten gehörten eindeutig den Gästen, dann drehten die Gastgeber auf und zeigten ihr offensives Potenzial. Pech hatte Hansa bei einem Pfostenkopfball durch Lauberbach (22.), den Abpraller konnte Mikic für Verl klären. In der 31. Minute dann die Riesenchance für Neidhart zum Ausgleich, doch der platzierte seinen Kopfball aus fünf Metern etwas zu hoch und es blieb beim 0:1. Zwei Minuten später dann ein Lebenszeichen der Gäste: Ritzka zog aus 25 Metern ab, doch Kolke war einmal mehr auf dem Posten. Auf der Gegenseite zappelte der Ball in der 35. Minute im Netz, doch Vorlagengeber Sonnenberg hatte vor seinem Abspiel auf Lauberbach im Abseits gestanden und die Führung der Gäste hatte weiterhin Bestand. So aber schepperte es in der 39. Minute auf der Gegenseite: Nach einer tollen Kombination scheiterte Sander zunächst an Kolke, doch Schikowski staubte zum 0:2-Pausenstand ab. Es sah also gut aus mit einem Geburtstagsgeschenk der Mannschaft an Trainer Guerino Capretti.

Wende durch Vierfachwechsel

Hansa-Trainer Härtel war sichtlich unzufrieden; anders ist der Vierfach(!)-Wechsel zur Pause wohl kaum zu erklären. Und die Maßnahmen fruchteten: Nach einer Flanke von Rhein setzte sich Verhoek im Zweikampf durch und köpfte platziert zum 1:2 (54.) ein. Die Kogge hatte Lunte gerochen und in der 59. Minute glichen die Norddeutschen aus. Omladic fasste sich ein Herz, zog aus gut 20 Metern Metern ab und drinnen war er – 2:2! Rostock war nun eindeutig am Drücker, doch aus dem Nichts hatte Schikowski die erneute Gästeführung auf dem Fuß. Sein Flachschuss strich jedoch haarscharf am langen Pfosten vorbei. Glück für Hansa!

Hansa Rostock schlägt SC Verl

In der letzten halben Stunde wogte das Spiel zunächst hin und her. Die Dominanz der Rostocker war vorbei, da der SCV seine Gefährlichkeit im Offensivspiel wieder andeutete. Zudem mangelte es bei den Norddeutschen zunehmend an Präzision im Passspiel. Dennoch: Das Spiel hielt, was es versprach und beide Teams zeigten eindrucksvoll, warum sie in der Tabelle so weit oben stehen. Die beste Chance besaßen sogar die Ostwestfalen, doch Kolke rettete in der Nachspielzeit gegen Putaro. Und auf der Gegenseite traf Türpitz in der 94. Minute zum 3:2 für Hansa. Wahnsinn!

Sechzig@18:60 – Löwenrunde ++ Rasenheizung für den VfB Lübeck

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Bekanntlich fällt die ursprünglich für morgen angesetzte Partie des TSV 1860 beim VfB Lübeck der Witterung zum Opfer. Wie heute bekannt wurde, erhalten die Norddeutschen eine Finanzspritze des Landes Schleswig-Holstein. Damit soll u.a. eine Rasenheizung für den VfB Lübeck installiert werden.

Löwenrunde

Statt über den eigentlichen Gegner am Wochenende, sprach Trainer Michael Köllner viel über sein eigenes Team und verpasste es nicht, zwei verdienten des Spielern des Vereins zum Geburtstag zu gratulieren. Zum Einen nannte er Löwenlegende Roland “Magic” Kneißl, zum Anderen unsere aktuelle Nummer 17 Daniel Wein. Eine ausführliche Zusammenfassung der heutigen Löwenrunde findet Ihr natürlich auf sechzger.de!

Rasenheizung für den VfB Lübeck

Erfreuliche Nachricht für den VfB Lübeck: Das Land Schleswig-Holstein verabreicht dem Verein eine Finanzspritze in Höhe von 1 Million Euro. Das Geld soll in die Infrastruktur der Hansestädter investiert werden. Der VfB wird damit u.a. auch eine Rasenheizung im Stadion an der Lohmühle installieren lassen. Für morgen kommt das freilich zu spät, in Lübeck sah es heute Mittag noch so aus.

Kwasniok nur bis Saisonende in Saarbrücken

Paukenschlag beim 1. FC Saarbrücken: Erfolgstrainer Lukas Kwasniok wird den letztjährigen Pokalhalbfinalisten zum Saisonende verlassen! Der Grund für diese Entscheidung mutet auf den ersten Blick etwas seltsam an. Der Coach hatte angekündigt, seinen auslaufenden Vertrag nur im Aufstiegsfall verlängern zu wollen. Dem wollte der Verein jedoch nicht zustimmen und so werden sich die Wege so oder so im Sommer trennen. Zwar spricht man Kwasniok seitens des FCS weiterhin “volles Vertrauen” aus, doch zeigt die Erfahrung, dass die Halbwertszeit eines Trainers in vergleichbaren Situationen meist deutlich kürzer ausfiel.

3. Liga am Abend

In diesen Minuten wird das Match des FC Hansa Rostock gegen den SC Verl angepfiffen. Für beide Mannschaften gilt es, ihre Aufstiegsambitionen zu untermauern. Aus Sicht der Löwen wäre wohl ein Unentschieden wünschenswert. Eine Zusammenfassung der Partie könnt Ihr ab 20.50 Uhr auf sechzger.de lesen. Das Spiel der Rostocker in Lübeck am kommenden Dienstag steht übrigens massiv auf der Kippe…

Kooperation NLZ & ASV Dachau

Wie heute bekanntgegen wurde, sind die „Die Bayerische“ Junglöwen des TSV 1860 München und die Juniorenabteilung des ASV Dachau seit Anfang des Monats offizielle Kooperationspartner. Beide Vereine werden im NLZ- bzw. Jugendbereich ab sofort im engen Austausch stehen und gemeinsame Projekte vorantreiben.

Heute vor 44 Jahren

In der denkwürdigen Saison 1976/77 mussten die Löwen heute vor 44 Jahren beim FK Pirmasens ran und gewannen im Stadion an der Zweibrücker Straße trotz 70-minütiger Unterzahl mit 4:1. Am Saisonende stand die Rückkehr des TSV 1860 in die 1. Bundesliga. An die legendäre Relegation gegen Arminia Bielefeld mag sich der ein oder andere erinnern…

Groundhopping Armenien

Armenien ist für die meisten Leute vermutlich nicht das Top-Reiseziel, unser Gast-Autor Stefan M jedoch verbrachte zehn spannende Tage in der Kaukasus-Region und krönte seinen Aufenthalt dort mit dem Besuch diverser Fußballspiele. Ob man ihn nun “Fußball-Reisender” oder “Groundhopper” nennt – Stefan hat stets interessante Geschichten von seinen Trips zu erzählen. Viel Spaß beim Lesen!

Hoffnungsschimmer für den KFC Uerdingen

Apropos Armenien: Nachdem die schlechten Nachrichten über den Drittligisten in den vergangenen Wochen nicht abgerissen waren (Rückzug des Investors, sportliche Talfahrt, ausstehende Gehaltszahlungen seit November, Insolvenzverfahren…), erhellt sich für die Krefelder nun der Horizont. Ein Investor aus Armenien (sic!) soll sich bei den Krefeldern eingekauft haben. Zudem scheint die Stadionfrage für die restlichen Heimspiele der Saison geklärt.

KFC Uerdingen angeblich verkauft – Armenischer Investor übernimmt

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Uerdingen entlässt mehrere Spieler

Die schlechten Nachrichten über den Drittligisten wollten in den vergangenen Wochen einfach nicht abreißen. Rückzug des Investors, sportliche Talfahrt, ausstehende Gehaltszahlungen seit November, Insolvenzverfahren…  Nun erhellt sich für die Krefelder der Horizont. Wie die WZ berichtet, wurde der KFC Uerdingen angeblich verkauft.

KFC Uerdingen angeblich verkauft

Nach einem Bericht der Westdeutschen Zeitung soll der kriselnde Club des scheidenden Präsidenten und Anteilseigner Mikhail Ponomarev an einen Investor aus Armenien verkauft worden sein. Nach Informationen des Kickers lautet dessen Name “Roman Gevorkyan”. Von Interesse aus Armenien war schon länger berichtet worden. Bislang war jedoch stets von einer Investorengruppe die Rede. Gevorkyan kennt man im Profifußball bereits: Er ist bereits beim armenischen FC Noah Erewan und dem italienischen Club AC Noah Siena aktiv.

Neue Heimspielstätte gefunden

Auch das Problem der Spielstätte scheint gelöst: Der KFC soll die restlichen Heimspiele der Saison in Lotte austragen. An das dortige Stadion haben die Löwen nur semi-gute Erinnerungen. Am 08.02.2017 schied der TSV 1860 in der 3. Runde des DFB-Pokal bei den Sportfreunden Lotte mit 0:2 aus. Ein gewisser Ribamar sah zudem die Rote Karte. Auch in der 3. Liga gelang den Löwen kein Sieg am Lotter Kreuz. Trotz der frühen Führung durch Nico Karger hieß am 25.01.2019 beim Schlusspfiff “nur” 1:1. Am 30. Spieltag wird der TSV also einen neuen Anlauf nehmen, um erstmals ins Lotte den Platz als Sieger zu verlassen.

Heute vor 44 Jahren: Auswärtssieg des TSV 1860 beim FK Pirmasens

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Tickets Testspiel Pirmasens

Bei den Löwen wird ja gerne mal vom “Konsolidierungskurs” gesprochen. Dass die aktuelle Vereinsführung nicht die erste ist, die auf so eine Idee kam, wird dabei meist verschwiegen. Denn auch in der Saison 1976/77 wurde der Gürtel deutlich enger geschnallt. Das (unerwartete) Ergebnis: Sechzig stieg nach sieben Jahren Zweitklassigkeit wieder in die 1. Bundesliga auf! Dazu halfen auch die gewonnen zwei Punkte aus dem Auswärtssieg des TSV 1860 beim FK Pirmasens.

Rigider Sparkurs

Trainer Heinz Lucas war wahrlich nicht zu beneiden. Die Vereinsführung hatte nach den durchwachsenen Ergebnissen der Vorjahre und aufgrund wirtschaftlicher Zwänge einen strengen Sparkurs angekündigt – und durchgesetzt. Viele Spieler verließen deshalb im Sommer 1976 den Verein. Mit Verträgen, bei denen sich das Einkommen an den Ergebnissen und sogar an den Zuschauerzahlen orientieren sollte, wollten sie nicht mehr für die Löwen auflaufen. Von der Mannschaft, die 1970 aus der Bundesliga abgestiegen war, war somit nur noch ein Spieler übrig: Georg “Schorsch” Metzger.

Durchwachsener Start

Entsprechend niedrig war auch die Erwartungshaltung im Umfeld. An den Aufstieg dachten zum Rundenbeginn vermutlich nicht mal die größten Optimisten. Auch die ersten Ergebnisse waren eher durchwachsen: In den ersten sechs Spielen sammelte der TSV 1860 gerade mal sechs Punkte und verlor dabei unter anderem gegen den KSV Baunatal und den FK Pirmasens. Erste Stimmen, wie man mit dieser Mannschaft in der 2. Bundesliga Süd dauerhaft bestehen wolle, machten sich breit.

Heimstarke Löwen

Besagte Heimniederlage gegen den FK Pirmasens sollte die letzte und einzige Pleite zuhause bleiben. Sowohl die Bezirkssportanlage an der Grünwalder Straße (ja, so hieß das Sechzger damals!) als auch das Olympiastadion wurden zur Festung. Diese Heimstärke legte den Grundstein für die Erfolge dieser denkwürdigen Spielzeit. So gab es beispielsweise hohe Heimsiege gegen Kickers Offenbach, den FV Würzburg 04 (jeweils 4:0), den FSV Frankfurt und den SV Röchling Völklingen (jeweils 6:0). Und auch dem späteren Meister VfB Stuttgart rang man im Olympiastadion für über 74.000 (!) Zuschauern ein 0:0 ab. Wie sich am Saisonende herausstellen sollte, fehlte jedoch genau dieser eine Punkt, um direkt in die 1. Bundesliga aufzusteigen.

Auswärtssieg des TSV 1860 beim FK Pirmasens

Auch auswärts stabilisierten die Löwen ihre Leistung. Lediglich fünf Niederlagen in der Ferne bei 19 Duellen sprechen eine deutliche Sprache. Auch am 05.02.1977 (25. Spieltag) hatte die Fans Grund zum Jubeln und feierten den Auswärtssieg des TSV 1860 beim FK Pirmasens. Sechzig hatte die letzten elf Spiele davor nicht verloren, die letzten sechs davon sogar gewonnen. Es lief rund bei den Löwen auch “die Klub” konnte den Höhenflug nicht stoppen. Jimmy Hartwig, Toni Nachreiner und zweimal Peter Falter sorgten für einen nie gefährdeten 4:1-Erfolg des TSV 1860 im Stadion an der Zweibrücker Straße. Dass der Sieg nach der frühen Roten Karte für Nielsen (20.) in Unterzahl erzielt wurde, macht die Sache umso bemerkenswerter.

Aufstellung des TSV 1860

Folgenden Spielern schenkte Trainer Heinz Lucas heute vor 44 Jahren sein Vertrauen:

Hartmann – Hartwig, Agatha, Kohlhäufl, Glavovic – Nielsen (20., Rote Karte), Haunstein, Herberth, Falter – Metzger, Nachreiner

Tore:
0:1 Hartwig (42.), 0:2 Falter (53.), 0:3 Nachreiner (66.), 1:3 Schuster (80.), 1:4 Falter (85.)

Vizemeisterschaft und Relegation

Nach 38 Spielen hatte der TSV 1860 insgesamt 56:20 Punkte gesammelt – einen weniger als Meister VfB Stuttgart. Während die Schwaben also zusammen mit Nord-Meister FC St. Pauli direkt in die 1. Bundesliga aufstiegen, ging es für den TSV 1860 München in die Relegation gegen Arminia Bielefeld. Aber das ist eine Geschichte für sich…

Löwen Kompendium

Auch heute verweisen wir wieder auf das grandiose Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys. Du hast Fragen zu Statistiken rund um den TSV 1860? Im Kompendium wird Dir geholfen!

 

Die LÖWENRUNDE des TSV 1860 am Freitag, 5. Februar 2021 (+ Video)

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Trotz der Absage des Spiels der Löwen beim Aufsteiger VfB Lübeck standen Trainer Michael Köllner und Geschäftsführer Günter Gorenzel am Freitag Mittag in der LÖWENRUNDE des TSV 1860 den Journalisten für ihre Fragen zur Verfügung.

Positive Aspekte der Absage

Michael Köllner kann der Absage der Partie im Norden Deutschlands “nachdem wir das letzte Spiel ja im wahrsten Sinne des Wortes in den Sand gesetzt haben” auch positive Aspekte abgewinnen: Er ist froh, dass der Ausfall in Lübeck frühzeitig bekannt war. Und dass er nun die Möglichkeit hat, seine Spieler – speziell die jüngeren – einmal länger am Stück im reinen Trainingsbetrieb zu beobachten, sieht er als Vorteil der natürlich eigentlich nicht vorgesehenen Zwangspause.

Wie geht’s weiter?

Für den morgigen Samstag plant der Löwendompteur ein “gemischtes Wettkampfspiel”, um alle Spieler im Rythmus zu halten. Am Sonntag und Montag hat die Mannschaft frei und am Dienstag beginnt dann die regulär geplante Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Hansa Rostock mit dem Mannschaftstraining. Aller Voraussichtlich nach wird dann auch Keanu Staude ins Training einsteigen. Der positiv auf Covid-19 getestete Neuzugang berichtete leichte Corona-Sympthome, die seit Mittwoch allerdings abgeklungen sind.

Kein Training zusammen mit der U23

Nachdem seit Montag dieser Woche auch die zweite Mannschaft des TSV 1860 wieder im Trainingsbetrieb ist, stellte sechzger.de in der Zoom-Veranstaltung die Frage, ob die von Köllner angesprochene Wettkampfpraxis auch durch ein gemischtes Training zusammen mit der U23 der Löwen in Form eines Spiels der beiden Teams möglich wäre. Dies ist angesichts des komplexen Hygiene- und Testkonzepts für die Profimannschaft leider nicht möglich. Köllner bezeichnete in diesem Zusammenhang den ganzen Betrieb der 3. Liga als “Blase”, die allerdings die Sicherheit gebe, auf einen positiven Corona-Fall im Umfeld eines Teams sehr schnell reagieren zu können.

Schon fast vergessene Trainingsgäste nach Weihnachten

Die vier Nachwuchsspieler aus U17 und U19, die nach Weihnachten vorrübergehend am Profitraining teilnehmen durften, mussten sich ebenso dem vorgeschriebenen Testprozedere unterziehen. Nach negativen Befunden hinterließen alle – so berichtete der Löwendompteur auf sechzger.de-Nachfrage heute in der Pressekonferenz – einen guten Eindruck bei ihm. Die vier ‘Weihnachtsgäste’ sind inzwischen “zum Glück” wieder mit ihren eigenen Mannschaften auf dem Fußballplatz aktiv und Köllner kündigte an, dass er das spielfreie Wochenende auch dafür nutzen will, sich auch einmal ein Training einer U17 oder U19 anzusehen. “Es gibt ja nichts schöneres, als abends um Sieben noch draußen zu stehen und anderen Mannschaften beim Kicken zuzuschauen.” Dieser Mann lebt den Fußball!

Gorenzel zu geimpften Zuschauern im Stadion

Günter Gorenzel wurde in der Pressekonferenz auf ein Thema angesprochen, das am gestrigen Donnerstag auch schon hier bei sechzger.de thematisiert wurde und für durchaus kontroverse – aber zivilisierte – Diskussionen auf unserer facebook-Präsenz geführt hatte: Sollte man demnächst nur Zuschauer, die eine erfolgte Corona-Impfung nachweisen können, ins Stadion lassen? Der Geschäftsführer hatte eine sehr diplomatische Antwort parat, die er jedoch mit seinem flammenden Wunsch nach der Rückkehr von Fans verband: “Wir betreiben Sport für die Fans, nicht für die Fernsehanstalten. Die Fans fehlen massiv! Final ist es aber eine Entscheidung der Politik und der Behörden, ob nur Geimpfte ins Stadion dürfen.” Mit einer ausformulierten Hoffnung ließ Gorenzel dann aufhorchen. Er habe die Hoffnung, dass noch in der laufenden Saison wieder Fans Einlass in die Stadien der 3. Liga erhalten werden.

Köllner am Wochenende nur vor dem TV, nicht im Stadion

Weil Michael Köllner vor Kurzem am Samstag Nachmittag beim Spiel der SpVgg Unterhaching im Sportpark der Vorstadt gesehen wurde, lag die Frage auf der Hand, ob er auch für dieses Wochenende – angesichts überaschenden zeitlichen Freiraums – den Besuch eines anderen Drittligaspiels plane? Dies verneinte der Coach allerdings. Das räumlich naheliegendste Spiel der sogenannten “Amateure” des FC Bayern gegen Uerdingen am Sonntag ist für ihn kein Thema, nachdem diese beiden Teams nicht in der näheren Zukunft auf seine Mannschaft treffen. In gewohnter Manier machte er Werbung für Fußball im Fernsehen und kündigte an, sich am Samstag Nachmittag die Magenta-Konferenz anzusehen. Da dürfte er mit dem einen oder anderen Löwenfan etwas gemeinsam haben.

Das Video von der LÖWENRUNDE des TSV 1860

ASV Dachau und TSV 1860 München – Kooperation bei den Junioren

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ASV Dachau - Kooperation mit dem TSV 1860 München

ASV Dachau und TSV 1860 München – Kooperation bei den Junioren

„Die Bayerische“ Junglöwen des TSV 1860 München und die Juniorenabteilung des ASV Dachau sind seit dem 01.02.2021 offizielle Partner. Das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des TSV 1860 wird mit der Juniorenabteilung des ASV Dachau ab sofort im engen Austausch stehen und gemeinsame Projekte vorantreiben.

Die Zusammenarbeit beider Vereine wurde mit einer Kooperationsvereinbarung verankert.

Stimmen vom TSV 1860 zur Zusammenarbeit

„Mit dem ASV Dachau haben wir einen Partnerverein gewinnen können, der sowohl sportlich als auch infrastrukturell optimal in unser Anforderungsprofil passt. Zudem war vom ersten Gespräch an zu erkennen, dass die Chemie zwischen den handelnden Personen auf beiden Seiten stimmt.

Wir sind uns sicher, dass wir mit dem ASV Dachau eine langfristige Partnerschaft gestalten können, welche für beide Seiten von großem Nutzen sein wird“, freut sich Manfred Paula, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des TSV 1860 München über den Mehrwert für beide Seiten durch die neue Kooperation.

Auch Marco Haber, Leiter der Talentsichtung und Kaderplanung der Junglöwen, ist von der vereinbarten Partnerschaft begeistert: „Aufgrund des regionalen Bezugs zu München, aber auch der nachhaltigen Jugendförderung bei unserem Partner freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit.“

Zudem ergänzt Haber in Hinblick auf den positiven Effekt der Kooperation. „Wir sind an einem intensiven Austausch interessiert, in dem auch wir unsere Erfahrungswerte weitergeben. Durch die Kooperation wollen wir zu einer Verbesserung der Talentförderung in der Region beitragen. Davon sollen sowohl beide Vereine, aber auch vor allem junge Fußballer profitieren.“

Stimmen zur Zusammenarbeit aus Sicht des ASV Dachau

Doch nicht nur die Junglöwen, sondern auch die  Dachauer freut sich auf die kommende Kooperation. „Wir als ASV Dachau Fußballjunioren freuen uns sehr auf diese Partnerschaft mit dem NLZ des TSV 1860 München. Ein großer Dank geht an die Verantwortlichen des NLZs, die uns diese großartige Zusammenarbeit ermöglicht haben. Diese Partnerschaft zeigt uns aber auch, dass wir als Verein auf dem richtigen Weg sind. Ich hoffe auf eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen beiden Vereinen“, erklärt Jugendleiter Jochen Tscharnke.

Groundhopping Armenien, FC Urartu – FC Ararat Yerewan 2:1, 31.03.2017

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Groundhopping Armenien, FC Urartu – FC Ararat Yerewan

Groundhopping Armemien – Unterwegs in Sachen Fussball in Jerewan

FC Urartu – FC Ararat Yerewan, 2:1
Ուրարտու Ֆուտբոլային Ակումբ – Ֆուտբոլային Ակումբ Արարատ Երեւան
31.3.2017, Banants Stadion Jerewan

Es sollten 10 aufregende Tage in den kleinen Kaukasusländern werden, die ich im Frühjahr 2017 mit Freunden verbringen wollte. Auf dem Plan stand der Besuch der Länderspiele Georgien gegen Serbien in Tiflis und Aserbaidschan gegen Deutschland in Baku. Und wenn es irgendwie gehen sollte, dann wäre auch Groundhopping in Armenien ganz nett.

Komplizierte Grenzübertritte inklusive

Wohlwissend, dass es aufgrund politischer Spannungen keine Chance gab, direkt die Grenze von Aserbaidschan nach Armenien überqueren zu dürfen. Von Georgien aus dürfen wir in beide einreisen, aber wer einmal in Aserbaidschan war, darf nicht mehr nach Armenien. Umgekehrt geht das eventuell schon, aber so wirklich sicher ist sich auch keiner. Außerdem war der Spielplan noch nicht ganz raus. Trotzdem endete unsere Rundreise, die uns unter anderem zum Kongress der Deutschlehrerinnen Aserbaidschans in das Bergdorf Sheki führte, dann 2 Tage zu früh in Tiflis, dem geplanten Rückflugort.

Mittlerweile hat sich in der armenischen Hauptstadt Jerewan ein Erstligaspiel aufgetan, und im Gespräch mit dem Hostelchef konnten wir in Erfahrung bringen, dass ein Grenzübertritt „derzeit“ kein Problem sei. Wir haben also zwei Tage Zeit, also erklärte er sich bereit uns nach Jerewan zu fahren!

Auf nach Jerewan!

Also los geht’s! 6 Stunden dauert die Fahrt im klapprigen alten Mercedes. Vorbei an verschneiten Bergen, Viehherden und liegengelassenen LKWs. An der Grenze wurden wir intensiv über unsere Reisepläne befragt, was sich in etwa so darstellte: „Sie waren schonmal in Aserbaidschan, was wollen Sie in Armenien?“ – „Fußball schauen“ – „Was wissen Sie über Armenien?“ – „Die erste Liga hat 8 Teams, heute spielt der Siebte zuhause gegen den Sechsten, es ist also Jerewan-Derby!“ – Fragende Blicke – Problem gelöst! Der klapprige Mercedes setzte uns bei unserer neuen Unterkunft ab und machte sich wieder 6 Stunden lang auf den Rückweg.

Das Fußballspiel: FC Urartu – FC Ararat Yerewan

Via Uber ging es zum Stadion. Dass das Spiel selbst einem Derby nicht würdig war steht auf einem anderen Blatt. Ligafußball hat in der ehemaligen Sovietrepublik nicht den größten Stellenwert, und so waren bei diesem Spiel auf einer ackerähnlichen Bezirkssportanlage weit vor der Stadt auch nur etwa 400 Menschen anwesend. Das Heimteam Urartu gab sich jedoch alle Mühe uns zu bespaßen, organisierte das Catering in Form der gegenüberliegenden Tankstelle, Eintrittskarten und Einlaufkinder mit bunten Luftballons.

Und unser Uber-Fahrer glaubte nicht im Traum daran, dass er uns wirklich 2 Stunden, nachdem er uns in diesem unwirklichen Wohngebiet abgesetzt hatte, genau dort wieder lachend und angetrunken in Empfang nehmen würde. Ein riesiger Spaß, abseits großer Arenen und dem Hochglanzfußball, der uns paar Tage vorher noch beim Länderspiel in Baku präsentiert wurden (bei dem wir uns allerdings auch zu VIP-Tickets gemogelt hatten).

Sightseeing in der Hauptstadt Jerewan

Den darauffolgenden Tag nutzten wir noch zum Sightseeing in der Hauptstadt, wobei wir uns auf die größten Bauten und Museen in der Innenstadt konzentrieren.

Die Stadt blickt auf eine beeindruckend wechselhafte Geschichte zurück, und ist vor allem Stolz auf seine eigene Schrift. Der Erfinder der Schriftart hat – der Geschichte nach – auch die georgische Schriftart erfunden, und zwar indem er einen Teller Spaghetti an die Wand warf. Wir glauben das mal und freuen uns hier gewesen zu sein.

Da der Rückflug von Tiflis aus ging, hatten wir am nächsten Tag erneut eine Schlaglochrally vor uns, konnten dabei aber noch zwei wirklich tolle Kloster, sowie mit Alawerdie die wahrscheinlich hässlichste Stadt der Welt besuchen. Ein Überlandtrip in dieser Region ist auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis.

Das Spiel der deutschen Nationalmannschaft in Armenien

Das Spiel der deutschen Elf wird im November natürlich nicht auf dem Platz von Ararat stattfinden, sondern im ”Republikanischen Stadion” am Stadtrand mit 14.000 Plätzen. Noch geiler wäre es allerdings, wenn das Stadion Hrazdan zwischen Innenstadt und Bergkette für das Spiel reaktiviert werden könnte, ein ziemlich geiler, alter Kommunistenbau mit riesigen Flutlichtmasten.


Für ein Spiel in diesem Stadion würde ich möglicherweise sogar nochmal im November einen Trip nach Jerewan wagen.

Top-Sehenswürdigkeiten Jerewan: Am „Complejo Cascade“, einer riesigen Treppenanlage, kommt kein Touri vorbei.

Top-Restaurant in Jerewan:
Kavkaz Tavern, Teryan Street – die größten Fleischspieße des Landes, leider nicht ganz  günstig.

Nachtleben Jerewan:
„Cantaloupe Bar“ in der Pushkin Street. Naja, ein Tip ist es nicht wirklich, aber ein Treffpunkt für Söldner aus der ganzen Welt, die von ihren Kriegsgeschichten prahlen. Der deutsche Mob wird sich wohl eher im „Kilikia Beerhouse“ treffen.

Übernachtungstip Jerewan:
„Envoy Hostel“ ist nicht sonderlich sauber und leise, aber punktet vor allem mit kostenlosen Stadtführungen und dem Shuttle nach Tiflis.

Anreisetip Jerewan:
Entweder mit Direktflug nach Tiflis, und dann eine Abenteuerreise mit dem Mercedes übers Land. Oder man zahlt ein paar Taler mehr und fliegt von München über Wien.

(Bilder: Eindrücke vom Banantas Stadion – Blick über Jerewan – Nationalstadion)

Die Auswärtsgegner der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft zur WM-Qualifikation 2022

Über Rumänien und (Nord-)Mazedonien habe ich ja bereits berichtet. Einfach die Verlinkungen anklicken.

War das schon alles?

Aufmerksame Leser werden bemerken, dass noch zwei Auswärtsspielorte der Nationalmannschaft in meinen Erzählungen fehlen. Der Besuch eines Fußballspiels auf Island fehlt mir aber leider noch, sodass ich außer einem 24stündigen Stopover, von Rejkavik auch nichts berichten kann.

Naja, und über die Hauptstadt Liechtensteins Vaduz kann man nur wenig berichten. Sofern bis März überhaupt wieder Zuschauer zugelassen sind, und man an Tickets kommt, überquert man am Bodensee kurz die Grenze. Dann sieht sich das Spiel an und fährt wieder heim. Bier trinkt man wegen dem enormen Preisunterschied auch lieber daheim.

Natürlich konzentrieren sich meine Reisen nicht nur auf die Nationalmannschaft, auch wenn ich jetzt hier die Tips dafür schreibe. Am schönsten ist für mich eine Reise, wenn ich ein paar Wochen das Land kennenlernen darf, auf unterschiedliche Menschen treffe und viele Erfahrungen aufsauge, und das Ganze auch noch mit dem Besuch eines Fußballspiels kröne. Daher geht’s im nächsten Bericht auch aus der Komfortzone der UEFA raus, und ab nach Südostasien. Freut euch drauf.

Stefan M. berichtet von seinen Reisen zu Fußballspielen in aller Welt. Die Vorstellung von ihm findet ihr hier.