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Ex-TSV 1860-Spieler Kristian Böhnlein im Interview

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Kristian Böhnlein 1860 bayreuth
Kristian Böhnlein

Mit großen Hoffnungen wagte Kristian Böhnlein im zarten Fußballeralter von 28 Jahren den Sprung von der SpVgg Bayreuth in den Profifußball. Bei den Löwen lief für den sympathischen Franken sicher nicht immer alles nach Wunsch und besonders in seiner ersten Saison wurde er nur selten für den Spieltagskader in der 3. Liga berücksichtigt. Nun verlässt Böhnlein den TSV 1860 nach zwei Jahren wieder und schließt sich dem FC Schweinfurt 05 an.

sechzger.de:

Servus Kristian! Zunächst mal vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Hat in Schweinfurt das Training schon wieder begonnen?

Kristian Böhnlein:

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt jetzt Anfang August. Ich freue mich auf die neue Mannschaft und den Verein.

sechzger.de:

Kürzlich kam ja die Nachricht, dass Testspiele in Bayern bis zum 16.08. untersagt sind, dann die Kehrtwende. Der Re-Start der Pflichtspiele ist aber noch immer für Anfang September angedacht. Deine Meinung dazu?

Kristian Böhnlein:

Es ist schwierig, da eine klare Linie zu finden, gerade für die Testspiele. Meiner Meinung nach sollte es jedem einzelnen Sportler bzw. Verein selbst überlassen bleiben, ob er spielen möchte oder nicht. Aber die Gesundheit geht natürlich vor.

sechzger.de:

Kommen wir auf Deine Zeit bei den Löwen zu sprechen: Wie lautet Dein Fazit zu den vergangenen zwei Jahren? Trotz insgesamt nur 12 Drittliga-Einsätzen zufrieden oder doch ein wenig enttäuscht? Den Versuch wars aber doch so oder so wert, oder siehst Du das anders?

Kristian Böhnlein:

Ich bereue es zu keiner Zeit, dass ich den Schritt gewagt habe. Auch wenn es sportlich nicht wie erhofft gelaufen ist, bin ich sehr dankbar für die Zeit bei den Löwen. Die Stimmung im Grünwalder Stadion und die Menschen, die ich bei 60 kennen gelernt hab, möchte ich nicht missen. Klar ist aber auch, dass ich sportlich eine größere Rolle spielen wollte.

sechzger.de:

Bei 1860 rechnet man Dir sehr hoch an, dass Du trotz der wenigen Einsatzzeiten zu keiner Zeit für Ärger gesorgt hast und Dich sehr positiv auf die Stimmung in der Mannschaft ausgewirkt hast. Ähnliches gilt auch für Markus Ziereis, der jetzt zu Deinem Ex-Klub nach Bayreuth wechselt. Fiel es Dir schwer, Dir trotz der schwierigen Situation Dein sonniges Gemüt zu bewahren?

Kristian Böhnlein:

Ich glaube das gilt für einige Spieler. Markus Ziereis oder auch Eric Weeger, der keine Minute gespielt hat, haben keine schlechte Laune verbreitet und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt! Natürlich ist man persönlich enttäuscht, wenn man nicht dabei ist, aber man muss das große Ganze sehen. Deswegen habe ich immer das Beste gegeben, meine Mitspieler unterstützt und gehofft, dass ich meine Chance bekommen werde.

sechzger.de:

Du galtest innerhalb des Teams als eine der Schafkopf-Koryphäen. Aus welchen Kollegen bestand denn in der Regel die Schafkopf-Runde?

Kristian Böhnlein:

Ja in der Regel bestand die Runde aus Marius Willsch, Stefan Lex, Markus Ziereis und mir. Jedoch kommt es ab und an vor, dass ein gewisser Herr Lex dann lieber Gesellschaftsspiele spielt, also sind des Öfteren unser Zeugwart Steges oder unsere Waschfrau Tanja eingesprungen. Auch unser Co-Trainer Franz Hübl ist während der Corona Zeit mal eingestiegen und hat gleich mal Lehrgeld bezahlt. 🙂

sechzger.de:

Sind das auch die Spieler, mit denen Du auch privat am meisten zu tun hattest? Wie hat man sich denn den Tagesablauf eines Fußballprofis überhaupt vorzustellen?

Kristian Böhnlein:

Der Tagesablauf hängt immer von der Trainingszeit ab. Bei zweimal Training am Tag ist es meistens so, dass du dann nicht mehr rausgehen möchtest, sondern einfach nur regenerieren. Die Mannschaft hat sehr gut harmoniert und von daher war es so, dass viele Spieler was miteinander unternommen haben. Aber die Schafkopfrunde hat natürlich auch außerhalb von 60 das ein oder andere mal stattgefunden! 🙂

sechzger.de:

Sportlicher Höhepunkt Deiner zwei Jahre in Giesing war wohl Dein Tor beim KFC Uerdingen, oder? Der Treffer und der anschließende Jubel blieben auf jeden Fall im Gedächtnis. Oder gabs andere Situationen, die für Dich wichtiger und prägender waren?

Kristian Böhnlein:

Sicherlich war der Treffer gegen Uerdingen der emotionalste Moment und der Jubel danach mit Hendrik Bonmann war witzigerweise abgesprochen, weil ich meinte, ich komme zu ihm wenn ich treffe. Aber auch mein erster Einsatz im DFB-Pokal und das Spiel gegen die Bayern Amateure waren prägende Momente.

sechzger.de:

Unter Michael Köllner kamst Du zuletzt ja regelmäßig zum Einsatz. Bestand da doch nochmal Hoffnung Deinerseits, der Vertrag bei 1860 könne doch noch verlängert werden?

Kristian Böhnlein:

Für mich war es ja relativ früh klar, dass ich zu Schweinfurt wechseln werde und die Kommunikation mit Michael Köllner war sehr gut. Er wusste, wenn er mich braucht, kann er sich auf mich verlassen. Deshalb war ich in Richtung Verlängerung sehr realistisch und habe mir da auch keine Hoffnungen mehr gemacht – auch wenn ich natürlich gerne bei 60 geblieben wäre.

sechzger.de:

Welche Unterschiede konntest Du denn zwischen der Herangehensweise Deiner beiden Trainer bei 1860, Daniel Bierofka und Michael Köllner, ausmachen? Was zeichnet die beiden denn jeweils besonders aus?

Kristian Böhnlein:

Daniel Bierofka war ein sehr emotionaler Trainer, der viel über den Willen und körperliche Stärke trainiert hat. Michael Köllner ist sehr kommunikativ und lässt sehr offensiv und variabel spielen und trainieren. Ich denke aber, jeder Trainer hat seine eigene Herangehensweise.

sechzger.de:

Wieso lief es aus Deiner Sicht auf einmal unter Köllner (16 Spiele ungeschlagen)? Was hat er anders gemacht als sein Vorgänger?

Kristian Böhnlein:

Wir haben, als er gekommen ist, schon zwei spiele gewonnen gehabt. Er sprach immer davon, dass wir jetzt eine Serie starten und hat uns sehr viel Glauben und Stärke vermittelt. Ich denke, dadurch haben wir selbstbewusster gespielt und konnten diese Serie starten.

sechzger.de:

Wie empfandest Du als Spieler denn das Tiefstapeln der sportlichen Führung zu Beginn der letzten Saison? Das klang ja so, als stünde man als Absteiger quasi schon fest.

Kristian Böhnlein:

Wir hatten natürlich einige Abgänge und zu Saisonbeginn einige Verletzte. Tim Rieder und Dennis Erdmann kamen erst spät dazu und man konnte nicht davon ausgehen, dass sich die jungen Spieler wie Noel Niemann, Leon Klassen und Fabian Greilinger gleich so gut einbringen auf dem Platz. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass wir schlechter als andere Mannschaften aufgestellt sind.

sechzger.de:

Wie nimmt man denn als Spieler das Umfeld von 1860 wahr? Bekommt Ihr sowas wie die mitunter etwas kruden Twitter-Nachrichten von Hasan Ismaik oder Klagen seitens der Merchandising GmbH gegen Fans überhaupt mit? Wird der ausgerufene Konsolidierungskurs innerhalb der Mannschaft thematisiert? Sind so Sachen wie Mitgliederversammlungen oder Präsidentenwahlen für Euch irgendwie von Bedeutung?

Kristian Böhnlein:

Das Umfeld für Spieler ist bei 1860 überragend: vom Trainingsgelände über Mitarbeiter bis hin zu den Fans. Wir als Spieler wurden informiert über solche Dinge, aber da wir das nicht ändern können, hat es uns auch nicht so stark interessiert, sondern wir haben uns auf Fußball und Dinge, die wir beeinflussen können, fokussiert.

sechzger.de:

So, jetzt aber genug von Sechzig! Bei Dir steht mit dem FC Schweinfurt 05 eine neue Aufgabe bevor und wie es aussieht, wird die bereits begonnene Saison fortgesetzt. Da alle Spiele von Aufsteiger Türkgücü annulliert wurden, startet Ihr als Tabellenführer in die restlichen Partien. Das Ziel kann folglich nur Meisterschaft und Aufstieg lauten, oder?

Kristian Böhnlein:

Sicherlich ist es eine komische Ausgangssituation, eine alte Saison mit neuen Spielern zu Ende zu spielen. Wir wollen definitiv auch am Ende der Saison an der Spitze stehen und das Ziel 3. Liga verfolgen wir natürlich!

sechzger.de:

Der Wechsel nach Unterfranken stand ja relativ früh fest. Welche weiteren Interessenten gab es denn? War eine Rückkehr nach Bayreuth gar kein Thema?

Kristian Böhnlein:

Ja, ich hatte sehr gute Gespräche mit Markus Wolf und Tobi Strobl, sie haben mir von Anfang an ein gutes Gefühl vermittelt. Auch die Rahmenbedingungen in Schweinfurt sind hervorragend. Von Bayreuth hat sich niemand gemeldet, von daher stand dieser Gedanke gar nicht zur Debatte.

sechzger.de:

Lieber Kristian, nochmal vielen Dank für dieses doch recht ausführliche Interview. Du wirst in Giesing jederzeit wieder mit offenen Armen empfangen werden und wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Kristian Böhnlein:

Vielen Dank auch an sechzger.de! Ich werde natürlich – sobald es wieder möglich ist – das ein oder andere Spiel meiner Löwen im Grünwalder live verfolgen!

Das Interview führte Stefan Kranzberg.

Sechzig um 7: Auch heute wieder BFV/DFB-Pokal +++ FCK mit regionaler Hilfe +++ Trikotanprobe +++ England

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Eigentlich schien zumindest der erste bayerische Teilnehmer der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde (jenseits der Erst- & Zweitligisten) bereits festzustehen: Nachdem Emporkömmling Türk Gücü München noch vor Ende der regulären Regionalliga-Saison 19/20, die ab September weiter und fertig gespielt werden soll, als Aufsteiger in die 3. Liga bestimmt wurde, sollte – nach Vorstellung des BFV – der zum Stichtag Ende August/Anfang September die Regionalliga Bayern anführende Verein (derzeit der FC Schweinfurt) das am Sonntag geloste Duell gegen Schalke 04 bestreiten. Eigentlich… Die Münchner Türken finden das nun gar keine gute Idee mehr und melden Ansprüche an. Nachzulesen hier. Ob das Los des namhaften Bundesligisten bei Türk Gücü den Denkprozess beeinflusst hat? Was sagt Ihr zu dem ganzen Hickhack um den DFB-Pokal? Wie würdet Ihr entscheiden?

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Der Online-Auftritt des kicker-Sportmagazins vermeldete am Mittwoch Abend, dass der 1. FC Kaiserslautern einen “wichtigen Schritt in Richtung Konsolidierung” gegangen sei. Eine regionale Investorengruppe stellt die nähere wirtschaftliche Zukunft am Betze mit Hilfe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags sicher und setzte sich damit gegen das Konzept des in Dubai lebenden Horst Peter Petersen durch. Den ganzen Artikel, der bedauerlicherweise aber naturgemäß relativ wenig mit Sport, aber sehr viel mit Wirtschaft zu tun hat, findet Ihr hier.

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Zwei der drei Löwentrikots für die neue Spielzeit sind der Öffentlichkeit bereits bekannt – allerdings noch nicht an den begnadeten Körpern der Idole, die sie ab Herbst über den Rasen tragen sollen. Dies könnte sich in Kürze ändern: Am Mittwoch Nachmittag fand an der Grünwalder Straße 114 bereits eine Art “Kleiderprobe” mit den neuen Leiberln statt – u.a. Marco Hiller und Stefan Lex machen darin eine gute Figur. Wir bleiben dran und freuen uns schon auf erste offizielle Bilder.

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Ein kleiner Ausflug in die große weite Fußballwelt soll an diesem sonnigen Julimorgen bei Sechzig um 7 auch nicht fehlen. Es geht auf die britische Insel: Gestern Abend bestritt der Brentford FC nach 116 Jahren sein letztes Spiel im legendären Griffin Park – leider natürlich ohne Zuschauer. Dabei ging es um den Einzug ins Play-Off-Finale um den Aufstieg in die Premier League, das dann am 4. August ganz traditionell in Wembley über die Bühne gehen wird. Nach dem 0:1 im Hinspiel in Swansea, endete das Rückspiel mit 3:1 und Brentford trifft kommende Woche wahrscheinlich auf den FC Fulham (oder alternativ auf Cardiff City – diese Entscheidung fällt heute Abend). Einen Bezug zum TSV 1860 kriegen wir bei dieser Meldung übrigens auch hin: Gegen das gestern Abend unterlegene Swansea City bestritten unsere Löwen vor gut fünf Jahren, am 18. Juli 2015 ein Vorbereitungsspiel. Im Sechzgerstadion fanden sich damals leider nur rund 2.000 Zuschauer ein, was nicht zuletzt auf die völlig überzogen hohen Eintrittspreise für ein Testspiel zurückgeführt werden konnte.

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Und damit komplett zurück nach sweet home München Giesing: Im Löwenstüberl gibt es heute eine Kartoffel-Bohnen-Pfanne mit Dipp für 8 Euro oder einen Schweizer Wurschtsalat mit Regensburger, Bergkäse, Paprika, Essiggurken, roten Zwiebeln und Hausbrot für 8,20 Euro.

Sechzig@18:60 – Schromm nicht mehr Trainer in Haching +++ Dynamo rüstet auf +++ Dauerkarten bei Hansa +++ Testspiele doch erlaubt

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Wie heute Mittag bereits bei Facebook berichtet, ist Claus Schromm ab sofort nicht mehr als Trainer der SpVgg Unterhaching tätig, bleibt dem Verein jedoch als Sportdirektor erhalten. Kurios dabei: In seiner neuen Position ist er bei der Suche nach seinem Nachfolger unmittelbar beteiligt. Wir sind gespannt, wen unser ehemaliger U19-Coach aus dem Hut zaubert; im Gespräch sind unter anderem Thomas Oral, Sebastian Dreier und Reiner Maurer.

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Während wir beim TSV 1860 weiter auf den zweiten externen Neuzugang warten, rüstet Zweitligaabsteiger Dynamo Dresden weiter auf. Nun schließt sich auch Verteidiger Robin Becker (zuvor Eintracht Braunschweig) den Sachsen hat, die sicher als Top-Kandidat für den Aufstieg gehandelt werden müssen.

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Der FC Hansa Rostock hat heute zwei interessante Modelle zur Vergabe von Dauerkarten vorgestellt – wir berichteten. Auch sechzger.de hatte sich bereits vor Wochen mit der Thematik beschäftigt und mögliche Szenarien aufgezeigt: Schaut doch mal rein!

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Hatten wir bei Sechzig um Sieben noch berichtet, dass in Bayern keine Testspiele im Amateur-Fußball bis 16.08. erlaubt sind, so gibt es jetzt eine spektakuläre Kehrtwende: Testspiele sind erlaubt – wenn die Gegner aus Bayern kommen. Alle Details dazu – hier: Fupa.net-Testspiele in Bayern erlaubt

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Rostocker Dauerkarten-Modell – zwei Varianten erhältlich – Blaupause für 1860?

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Bleiben die Kurven auch nach Corona leer? 1860
"Fußball gehört den Fans" - Bild von Anne Wild

Beim TSV 1860 brütet man derzeit noch darüber, welche Jahreskarten-Modelle man für die nächste Spielzeit ausgeben kann – noch ist aus der Geschäftsstelle nichts zu hören. Wagen wir einen Blick an die Ostsee:

Hansa Rostock bietet in der kommenden Saison zwei Dauerkarten-Modelle an:

Variante “Soli”:

Diese garantiert bei möglichen Kapazitätsbegrenzungen unter anderem ein Zutritts-Vorrecht zum Ostseestadion – als besonderes Dankeschön gibt es ein Sondertrikot, welches an die letzte DDR-Meisterschaft 1990/91 erinnert. Verpackt wird die Dauerkarte in einer Fischdose – das ist wohl eher nicht für 1860 geeignet.

Inhaber einer “Soli-Dauerkarte” verzichten mit dem Erwerb der Soli-Variante automatisch auf eine Erstattung, falls es doch wieder zu Geisterspielen kommen sollte.

Bisherige Dauerkarteninhaber haben ein Vorkaufsrecht für diese Variante.

Variante “Flex”:

Sollte zu Spielen Corona-bedingt kein Zutritt möglich sein, bekommen die Inhaber der Flex-Variante Gutscheine für diese Spiele, die dann zu anderen Spielen eingelöst werden können. Die Käufer der Flex-Variante erhalten lediglich ein Zutritts-Recht vor Tageskarten-Inhabern – wenn es denn Tageskarten geben sollte.Das ganze findet ihr ausführlicher auf https://www.liga3-online.de/besondere-zeiten-hansa-bietet-zwei-dauerkarten-modelle-an/

Mal schauen, wie der TSV 1860 die schwierige Aufgabe “Spiele während Corona” lösen wird. Die gestern von der DFL durchgesickerten Nachrichten haben ja schon für Aufregung gesorgt.

Sechzig um 7: BFV-Pokal +++ Amateurfußball in Bayern +++ Transfers 3. Liga

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Wie gehts weiter im Bayerischen Pokal, dessen Sieger sich ja bekanntlich für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert und dort auf Eintracht Frankfurt treffen wird? Klar ist zum jetzigen Zeitpunkt lediglich, dass der TSV 1860 als erster Finalist feststeht, da der FC Memmingen auf die Austragung des Halbfinals gegen die Löwen verzichtet. Zwischenzeitlich kursierte das Gerücht, auch das andere Semifinale würde abgesetzt, da die Würzburger Kickers zum Zeitpunkt der Austragung bereits Zweitligist seien und somit gar keine Spielberechtigung mehr hätten. Zudem wurde der Gegner des Aufsteigers bereits ausgelost; die Kickers treffen in der 1. Runde auf Hannover 96.

Etwaigen Spekulationen erteilte Josef Janker, der Vorsitzende des Verbandsspielausschusses, in einer Mail an sechzger.de nun eine Absage:

“Zum momentanen Zeitpunkt wird der Totopokal wie geplant zu Ende gespielt, d.h. voraussichtlich spielt am 01.09. Aschaffenburg – Würzburg und das Finale Sieger HF – 1860 München findet am 05.09. statt.

Wo das Endspiel stattfindet, ist auch noch offen. Sollte Würzburg das HF gewinnen, wird auf jeden Fall in München gespielt. Sollte Aschaffenburg der Endspielgegner sein, hängt es davon ab, ob die Stadt Aschaffenburg die Vorgaben erfüllen kann. Wenn nicht, wird in München gespielt.

Es können sich evtl. noch Änderungen ergeben.”

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Diese angesprochenen eventuellen Änderungen können auch aus einem gestern publik gemachten Beschluss der Bayerischen Staatsregierung notwendig werden. Diese legte überraschend fest, dass bis zum 16.08. keinerlei Testspiele im Amateurbereich in Bayern erlaubt seien; seitens des BFV war eine Lockerung erwartet worden, zahlreiche Testspiele waren bereits für das bevorstehende Wochenende terminiert. Aufgrund der geographischen Lage Aschaffenburgs wäre es natürlich möglich, dass sich die Viktoria mit Testspielen im nahen Hessen auf das Pokalspiel gegen Würzburg (und ggfs. 1860) vorbereitet, inwiefern das jedoch in die Tat umgesetzt werden kann/darf, steht in den Sternen.

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Das Transferkarusell nimmt langsam Fahrt auf und in der 3. Liga tun sich insbesondere Dynamo Dresden, der 1. FC Magdeburg, Waldhof Mannheim und Aufsteiger Türkgücü München hervor. Eine komplette Übersicht der bereits bestätigten Wechsel bietet der kicker in einer Bildergalerie.

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Im Löwenstüberl gibt es heute:

Tomate mit Mozzarella, Basilikum und Baguette (7,80 Euro) oder Münchner Zwiebelfleisch vom Schwein mit  Spätzle (8,90 Euro) – an Guadn!

 

Sechzig@18:60: 10. Todestag Karl-Heinz Wildmoser + Berwein zum TSV 1860? + Karger nach Innsbruck? + und mehr

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Folgt Nico Karger Daniel Bierofka nach Innsbruck? Zumindest die tz vermutet das:

https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/tsv-1860-muenchen-nico-karger-zukunft-transfer-bierofka-fc-wacker-innsbruck-tirol-90013762.html?cmp=defrss

++

Der Merkur fragt, ob Maximilian Berwein den TSV 1860 als Ziel hat:

https://www.merkur.de/sport/lokalsport/garmisch-partenkirchen/maximilian-berwein-3-liga-tuerkguecue-muenchen-13845986.html

++

Die Untergangs-Szenarien in einem großen Löwen-Blog erinnern uns auch dieses Jahr stark an die vom letzten Jahr – was ist von denen vom letzten Jahr eigentlich eingetroffen? Wir haben ein paar zitiert:

https://sechzger.de/tsv-1860-mit-untergangsszenarien-durchs-sommerloch-alle-jahre-wieder/

++

Schlecht schaut es aus für Fußball mit Fans – und noch schlechter für Fußball mit Fans und Stehplätzen, Gästefans & Alkohol – es gibt am 04. August eine außerordentliche Mitgliederversammlung der DFL zu diesem Thema und mit exakt diesen Vorschlägen:

https://sechzger.de/dfl-vorschlaege-keine-gaestefaens-keine-stehplaetze-kein-alkohol/

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Heute jährt sich der Todestag von Karl-Heinz Wildmoser zum zehnten mal – dies wurde auf einigen Seiten thematisiert. Das wiederum führt(e) wie das Wirken von “KHW” schon zu Lebzeiten zu äußerst lebhaften Diskussionen in einigen Fanforen und Kommentarspalten:

Egal wie man zu ihm stand oder steht – wir erwarten auf unseren Seiten einen gewissen Mindest-Respekt und ein Mindestmaß am Anstand bei Kommentaren – so wie wir uns dieses Mindestmaß an Anstand und Respekt gegenüber jedem (ehemaligem und aktuellem) Verantwortlichem uns in allen Blogs und Kommentarspalten wünschen würden.

DFL-Vorschläge: Keine Gästefans, keine Stehplätze, kein Alkohol & Datenerfassung

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Bleiben die Kurven auch nach Corona leer? 1860
"Fußball gehört den Fans" - Bild von Anne Wild

Am 16.07.2020 thematisierten wir in “Sechzig um Sieben” bereits die

“Bedeutung des DFL/DFB-Leitfadens zur Wiederzulassung von Stadionbesuchern für den TSV 1860” – in unserem Text findet sich folgender Absatz:

Interessant: Gästefans sind grundsätzlich unter Berücksichtigung der Infektionszahlen auch am Ort des Gastvereines vorgesehen. DFB & DFL ist jedoch bewusst, dass viele Gästefans auch aus der Region um den Heimverein kommen können (eher für Bayern, Dortmund & Dresden als für 1860 interessant).

Persönliche Vermutung: Gästefans fliegen noch aus dem Corona-Konzept, weil zuviel Risiko bei Anreisewegen etc. und Kapazitäten ohnehin zu gering.

Es scheint, als hätten wir mit unseren Befürchtungen Recht gehabt: Wie der Kicker heute berichtet, lädt die DFL für den 04. August zur außerordentlichen Mitgliederversammlung – und wird dabei unter anderem vier Vorschläge zur möglichen Rückkehr der Fans in die Stadien zur Abstimmung stellen:

  • keine Stehplätze
  • keine Gästefans
  • kein Alkohol
  • Datenerfassung

Genaue Details bitte dem Kicker-Artikel entnehmen. Natürlich ist der TSV 1860 nicht im Bereich der DFL sondern beim DFB angesiedelt – allerdings erwarten wir hier keine großartigen Abweichungen.

Kein Draht nach Österreich?

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Nein, einen einfachen Job hat Günther Gorenzel wahrlich nicht. Er steht zwischen zwei Gesellschaftern, deren Verhältnis belastet ist, muss mit einem eher bescheidenen Etat arbeiten und doch die mitunter überzogenen Erwartungen von Fans, Medien und des Umfeldes des TSV 1860 erfüllen. Alles andere als eine einfache Aufgabe und doch hat sich der 48-Jährige nicht nur mit der Situation arrangiert, sondern scheint sogar immer mehr Ehrgeiz zu entwickeln, um für positive Überraschungen zu sorgen. Wer hätte schon damit gerechnet, dass ein Talent wie Erik Tallig, an dem zahlreiche Zweit- und Drittligisten interessiert waren, sich ausgerechnet für die Löwen entscheidet?

Den einfachen Weg geht Gorenzel bei seiner Arbeit sicher nicht. Und ja, auch ich habe mich in der Vergangenheit des Öfteren über den Österreicher geärgert, wenn er mal wieder in den Jammer-Modus verfallen ist – der Begriff des “Rumgorenzelns” wurde ja nicht umsonst kreiert, als der damalige sportliche Leiter neben Trainer Daniel Bierofka gebetsmühlenartig monierte, was alles fehle, um ordentlich arbeiten zu können. Diese Zeiten sind vorbei, statt Schwarzmalens ist nun ein optimistischer Blick nach vorne angesagt und das steht den Löwen um Trainer Michael Köllner deutlich besser!

Was mich jedoch immer wieder verwundert, ist der Umstand, dass Gorenzel seine Kontakte nach Österreich so rudimentär nutzt, um Spieler nach Giesing zu lotsen. Man darf nicht vergessen: Unser jetziger Geschäftsführer hat nicht nur eine Trainerhistorie bei den Löwen (Co-Trainer der Profis und B-Jugend-Coach), sondern auch reichlich Erfahrung in diesem Bereich bei anderen Vereinen. So stehen u.a. Austria Wien, der Grazer AK, der 1. FC Kaiserslautern, Rubin Kasan, Austria Klagenfurt und Blau-Weiß Linz in seiner Vita, also durchaus namhafte Vereine, deren Kicker relevant für die Löwen sein könnten. Und natürlich sollte gerade der Draht in Gorenzels österreichische Heimat recht kurz sein, um interessante Spieler nach Giesing zu lotsen.

Ich hatte bereits vor Wochen mal den Markt an vertragslosen Spielern durchforstet, die zuletzt in der 2. österreichischen Liga aktiv waren. Dieser ist zwar inzwischen etwas ausgedünnt, ein paar Akteure, die uns weiterhelfen könnten, sind aber immer noch ohne Verein. Wenn man berücksichtigt, dass das Gehaltsniveau der 3. Liga in Deutschland insgesamt um Einiges höher ist als in der 2. Liga unseres Nachbarlandes, sollten die Argumente also ggfs. durchaus auf Seiten der Löwen liegen.

So, welche ablösefreien Spieler könnten unsere Truppe denn nun tatsächlich verstärken? Zum Einen wäre da der zentrale Mittelfeldakteur Lukas Skrivanek (23, zuletzt SV Kapfenberg), der zwar weniger als Torschütze in Erscheinung tritt, dafür aber eine beachtliche Anzahl an Assists vorzuweisen hat. Auch der französische Innenverteidiger Abdourahmane Barry würde per se ins Beuteschema der Löwen passen. Der 20-Jährige wurde bei Paris Saint Germain ausgebildet und war zuletzt für das RB-Farmteam FC Liefering aktiv.

Mit Nikola Jelisic steht sogar ein alter Bekannter auf der Liste, denn der 25-jährige offensive Mittelfeldspieler ist gebürtiger Münchner und schnürte bis zur U17 seine Stiefel für die Löwen, bevor er über die Stationen Säbener Straße, BV Cloppenburg und FC Schweinfurt 05 bei BW Linz landete. Und wieso sollte man nicht auch mal einen Blick auf die vertraglosen Spieler der 1. Liga werfen? Da sticht einem u.a. Stürmer Sandro Gotal ins Auge, der zuletzt beim TSV Hartberg aktiv war; der 28-Jährige Vorarlberger konnte bereits reichlich Auslandserfahrung sammeln und war in Kroatien, Israel, Litauen, Polen, Weißrussland, der Türkei und der Schweiz im Einsatz.

Natürlich habe ich keine Ahnung, inwiefern unser Geschäftsführer Sport sich mit Spielern aus seinem Heimatland beschäftigt, aber vielleicht war ja doch die eine oder Anregeung für ihn dabei.

Was haltet Ihr von den aufgeführten Spielern? Oder habt Ihr noch andere Vorschläge aus der Alpenrepublik?

TSV 1860 – Mit Untergangsszenarien durch´s Sommerloch: Alle Jahre wieder

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Kracher Pfeifer Hartberg
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Den Löwen fehlt das nötige Kleingeld. Nach db24-Informationen können sie auch trotz der Verlängerung der positiven Fortführungsprognose von Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik bis 2021 nicht auf dem Transfermarkt zuschlagen – sehr zum Leidwesen der sportlichen Leitung.

(Zitat aus db24-Artikel Reisinger: “Kapitalerhöhung? Da gibt es keine 50+1-Regel – da hilft gar nichts”, vom 01.07.2019 – dieser Artikel produzierte 758 Kommentare)

Dabei war deutlich zu erkennen, dass der ersatzgeschwächten Bierofka-Elf die entscheidenden Prozente Qualität fehlt, um in der Dritten Liga bestehen zu können.

 

(04.07.2019, db24-Testkicker aus Pettenbach)

Alle Vereine haben kräftig aufgerüstet. Nur beim TSV 1860 stehen sich die Funktionäre mal wieder selbst im Weg und schaffen es nicht, eine Mannschaft an den Start zu bringen, die ein Aufstiegskandidat sein kann. Ganz im Gegenteil, Daniel Bierofka hat das Maximalziel, den Nichtabstieg ausgegeben – und das ist keine Schwarzmalerei. Der Konsoliderungskurs von Robert Reisinger lässt grüßen.

(Wer landet wo? Die 20 Drittliga-Vereine im db24-Saison-Check, 19.07.2019)

Was wurden den Löwen vor exakt einem Jahr nicht alles prognostiziert: Man könne nicht mehr auf dem Transfermarkt zuschlagen, man würde nicht in der dritten Liga bestehen können, man spiele maximal gegen den Abstieg. Hinterher kam es ja dann nur anders, weil die Löwen ja dann doch auf dem Transfermarkt zuschlugen (was nach db24-Informationen vom 01.07.19 noch ausgeschlossen worden war) bzw. Spieler auf Leihbasis verpflichteten.

Ein Jahr später: Die Welt ist inzwischen zweimal fast untergegangen: Zum einen, als Daniel Bierofka beim TSV 1860 hingeschmissen hat – zum anderen durch Corona. Die Verantwortlichen beim TSV 1860 und auch die Spieler haben sich durch die diversen Weltuntergänge nicht verunsichern lassen – am Ende fehlten 5 Punkte zum Relegations- bzw. 6 Punkte zum direkten Aufstiegsplatz. Von einem Abstiegsplatz war man schlussendlich 14 Punkte entfernt.

Im Sommer 2020 geht die Welt beim TSV 1860 dann wieder mehrfach unter: Sascha Mölders wird mit Manni Schwabl gesehen, die Löwen haben wieder kein Geld und haben mit ihrer jungen Truppe natürlich mal wieder keine Chance, in der Liga irgendwas zu reißen – zumindest in den einschlägigen Kommentarspalten: Dass noch nicht einmal die Saisonvorbereitung begonnen hat, während man vor einem Jahr um diese Zeit schon zwei Spieltage absolviert hatte? Geschenkt. Dass im Hintergrund fleißig gearbeitet wird, der eine oder andere Transfer schon verkündet wurde und Michael Köllner der die Löwen zurück in die Erfolgsspur brachte dieses mal von Anfang an eine Mannschaft nach seinen Vorstellungen (im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten) formen kann? Wen interessiert´s…

Untergangsszenarien verkaufen sich immer gut, schüren Emotionen und produzieren Klicks und Werbeeinnahmen. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns am negativen Wettrüsten nicht beteiligen werden – auch auf die Gefahr hin, dass bei sechzger.de tatsächlich der eine oder andere Sommerloch-Tag entsteht.

(“Sechzig um Sieben” entfällt heute an dieser Stelle, wir bitten um Verständnis)

Sechzig@18:60 am 27.07.: Trikotnummern, Ex-Löwen & Neues aus der Seitenstraße

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Das Sommerloch ist schon was sehr Ekelhaftes. Da werden vermeintliche Nichtigkeiten zu riesengroßen Themen aufgebläht und sogar der TSV 1860 fühlt sich genötigt, Stellung dazu zu nehmen. Festzuhalten bleibt, dass in der Trikot-Posse einiges schief gelaufen ist und diesbezüglich für die Zukunft hinsichtlich der Prozesse viel Luft nach oben ist. Aber wir wissen ja alle: Wichtig is auf’m Platz!

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In der Vergangenheit verließen uns zahlreiche Talente, um in höheren Ligen durchzustarten und die Bundesliga unsicher zu machen. So weit zur Theorie. In der Praxis lässt sich die Karriereplanung leider nicht immer problemlos umsetzen und so haben auch einige “unserer” Youngster andernorts Lehrgeld gezahlt. Während Kilian Jakob (FC Augsburg), Lino Tempelmann und Christoph Daferner (beide SC Freiburg) mittlerweile zumindest ihr Debüt in der Bel Étage des deutschen Fußballs feiern durften, zumeist aber unterklassig kickten, wartet Julian Justvan beim VfL Wolfsburg noch immer auf den Durchbruch. Ist da eventuell einer dabei, den man zur Leihe (oder mehr?) zurück nach Giesing holen könnte? Zudem berichtet liga3-online.de von einem Interesse der Löwen an Timur Gayret von Hertha BSC II.

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Nach Aaron Berzel (1860), Park Yi-Young (St. Pauli), Daniele Gabriele (Jena) und Stefan Stangl (St. Pölten) vermeldet Aufsteiger Türkgücü München den nächsten prominenten Neuzugang: Stürmer Tom Boere wechselt vom KFC Uerdingen an die Isar.

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In der abgelaufenen Saison wurde Sebastian Hoeneß mit der Zweitvertretung des FC Bayern Meister der 3. Liga, nun übernimmt er das Traineramt bei der TSG Hoffenheim. Man wird sehen, wie sich der Sohn von Dieter bzw. Neffe von Uli in einem Umfeld schlägt, in dem der Etat des Teams nicht um Welten höher ist als bei der Konkurrenz.