Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer
Am Wochenende steht das Toto-Pokalspiel gegen Illertissen an. Den Sieg der U21 konnten Anhänger*innen des TSV 1860 aber bereits gestern Abend am Trainingsgelände feiern. Alle News aus dem Löwen-Umfeld hier bei Sechzig um Sieben.
U21 mit starkem Auftritt
Mittwochabend feierten die Junglöwen einen weiteren Sieg, ihre punktreiche Serie hält mit dem Erfolg am Trainingsgelände an. Gegen Schalding-Heining überzeugte die Mannschaft von Alper Kayabunar einmal mehr. Damit steht der Nachwuchs wieder auf dem ersten Tabellenplatz, mit derzeit insgesamt 19 Punkten. Einen genauen Spielbericht haben wir bereits veröffentlicht.
Löwinnen im Kreispokal
Wer sich am Samstag nicht auf den Weg nach Illertissen macht, kann auch die erste Frauenmannschaft unterstützen. Am Sechser treffen die Löwinnen auf den SV Neuried im Viertelfinale des Kreispokals. In der Vorsaison gewannen sie das Finale und setzten sich als Außenseiter sogar bis in die Endrunde des Bezirkspokals durch. Auch dieses Jahr sind die Hoffnungen in die Löwinnen wieder groß. Anpfiff des Spiels ist um 17:30 Uhr.
Ergebnistipp für Illertissen
Der Ergebnistipp für das Spiel im Totopokal kommt dieses Mal vom Geschäftsführer der Tölzer Löwen, Fabian Schlager. Auf welches Ergebnis er tippt und wen er zu seinen Torschützen auserkoren hat, findet ihr hier.
Und sonst so?
Während der VfL Osnabrück gegen einen Viertligisten aus dem Landespokal fliegt, kann sich der SSV Ulm mit einem klaren 7:1 gegen den VfL Pfullingen durchsetzen und ist damit einen Schritt näher am Landespokalendspiel.
Moritz Seiffert wird bei Erzgebirge Aue einige Wochen fehlen. Wie der Drittligist mitteilte, erlitt er im Training einen Schlüsselbeinbruch. Der Spieler, welcher in allen bisherigen Partien im Spieltagskader war, wird sich einer Operation unterziehen. Wann er zurück ins Training, geschweige denn in den Ligabetrieb, starten kann, ist noch unklar.
Durch den 2:0-Heimsieg gegen den SV Schalding-Heining erklomm die U21 des TSV 1860 am Mittwochabend die Tabellenspitze der Bayernliga Süd. Für die Löwen trafen Kapitän Xaver Kiefersauer und der eingewechselte Luis Pereira de Azambuja.
Überlegene Löwen ohne Erfolgserlebnis
Von Beginn an drückten die Löwen der Partie den Stempel auf und machten deutlich, dass sie fest gewillt sind, mit einem Heimsieg die Tabellenführung zu übernehmen. Zwar hatten die Gäste die erste Torchance (Gallmaier/9.), doch anschließend zelebrierte der TSV fast schon Einbahnstraßenfußball in Richtung des Schaldinger Tores. Dennoch hielten die Niederbayern bis zur Pause die Null, denn sowohl Fuchs (13.) als auch Kiefersauer (36.) und Wach (45.) ließen ihre Gelegenheiten zur Führung liegen.
Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Sechzig drückte und der Passauer Stadtteilverein beschränkte sich auf die Defensive mit der klaren Absicht, ein Gegentor zu vermeiden. In der 56. Minute dann die Chance für 1860, als Leone bereits am Torwart vorbei war, den Ball dann jedoch an den Pfosten setzte. Es war zum Haare raufen und blieb spannend, zumal die Gäste in der Folge plötzlich versuchten, selbst offensive Akzente zu setzen.
TSV 1860 U21 besiegt SV Schalding-Heining
Diese Bemühungen wurden in der 71. Minute jedoch im Keim erstickt und der Kapitän höchstpersönlich sorgte für die Erlösung. Christian Leone brachte einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum und fand dort Xaver Kiefersauer am langen Pfosten, der den Ball unter die Latte zum 1:0 für 1860 einnickte. Der Bann war endlich gebrochen, das Spiel jedoch noch nicht entschieden.
Der SV Schalding-Heining wechselte nun offensiv, das nächste Tor schoss aber wieder die U21 des TSV 1860. Auch Alper Kayabunar hatte einen neuen Stürmer aufs Feld geschickt und der Joker stach. In der 82. Minute kam Luis Pereira de Azambujar nach einem Abwehrfehler an den Ball, lief alleine auf den Keeper zu und schweißte die Kugel zum 2:0 in den Winkel – die Entscheidung! In der Nachspielzeit hätte Grancay noch den dritten Treffer folgen lassen können, doch Torwart Herzig hatte etwas dagegen. So blieb es beim hochverdienten 2:0-Sieg der U21, die damit die Tabellenführung der Bayernliga Süd übernahm.
Am Samstag sind nich nur die Profis im Cup gefordert, sondern auch die Frauenmannschaft des TSV 1860. Die Löwinnen I empfangen auf dem Sechserplatz den TSV Neuried zum Viertelfinale im Kreispokal. Anpfiff an der St.-Martin-Straße ist um 17.30 Uhr.
Löwinnen im Kreispokal gegen TSV Neuried
Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Löwinnen deutlich beim TSV Egmating durchgesetzt, der nächste Gegner SG Haar/Grasbrunn trat am vergangenen Wochenende nicht an. Folglich zog das Team von Trainer Lorenzo Tonello kampflos ins Viertelfinale ein, in dem die Löwinnen auf den TSV Neuried treffen. Dieser setzte sich am Montag im Elfmeterschießen beim TSV Solln durch, nach 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden.
Gegen den Bezirksligisten gehen die Löwinnen rein von der Ligazugehörigkeit als Außenseiter ins Spiel, dürften jedoch alles andere als chancenlos sein. Kurze Erinnerung: Kreisligist TSV 1860 sicherte sich in der Vorsaison den Kreispokal und wurde erst im Finale des Bezirkspokals im Elfmeterschießen gestoppt.
Seit März 2024 kooperiert der TSV 1860 München mit dem Eishockey-Oberligisten der Tölzer Löwen. Es ist quasi die Verbindung der Meister von 1966. Während die Sechzger bereits in die Saison gestartet sind, befinden sich die schwarz-gelben Löwen aus dem Isarwinkel noch in der Vorbereitung. Am Freitag, 5. September, um 19:30 Uhr steigt im heimischen Stadion der nächste Test gegen die Adler Kitzbühel. Erstmals ernst wird es dann am Freitag, 19. September, um 19:30 Uhr. Dann geht es in der Tölzer Hacker-Pschorr-Arena gegen Bayreuth erstmals um Oberliga-Punkte. Dabei sind natürlich Fans der Münchner Löwen jederzeit gerne gesehene Gäste in Bad Tölz. Die Tickets gibt es hier.
Ergebnistipp von Fabian Schlager
Die Löwen-Fußballer sind am Samstag im Rahmen des Toto-Pokal-Achtelfinals beim FV Illertissen zu Gast. Unser Ergebnistipp kommt diese Woche von Fabian Schlager, dem Geschäftsführer der Tölzer Löwen:
Ich tippe auf ein 3:0 für Sechzig.
Die Tore machen Samuel Althaus und zweimal Sigurd Haugen
Bleibt zu hoffen, dass der Eishockey-Fachmann damit auch in Sachen Fußball recht behält und die Löwen am Samstag ins Viertelfinale einziehen.
Die U21 des TSV 1860 München ist diese Woche gleich zwei Mal in der Bayernliga Süd im Einsatz. Gegner am heutigen Mittwochabend am Trainingsgelände ist der SV Schalding-Heining. Mit einem Sieg würden die Löwen die Tabellenführung wieder übernehmen.
Springt der TSV 1860 II gegen Schalding-Heining an die Tabellenspitze?
Mit 16 Punkten aus sechs Spielen ist die U21 des TSV 1860 München nahezu perfekt in die neue Saison der Bayernliga Süd gestartet. Lediglich der SV Heimstetten konnte der Mannschaft von Trainer Alper Kayabunar ein Unentschieden abringen. Zuletzt gab es gegen Türkgücü einen deutlichen Heimsieg. Dennoch liegt man derzeit “nur” auf Rang 2, da der SV Kirchanschöring einen Zähler mehr auf dem Konto hat. Allerdings hat der aktuelle Tabellenführer auch ein Spiel mehr absolviert als der TSV 1860 II.
Das könnte sich heute abend gegen 21 Uhr ändern. Dann nämlich ist Abpfiff am Trainingsgelände des TSV 1860 München. Dort empfangen die Löwen ihren Kontrahenten aufgrund der bekannten Rasen-Problematik in Gilching. Gegner des TSV 1860 Ii ist der SV Schalding-Heining, der derzeit Rang 12 belegt. Neun Zähler stehen aus sieben Partien bislang zu Buche. Am Wochenende unterlagen die Passauer mit 2:3 in Heimstetten, die bis dato noch keine Partie gewinnen konnten.
Kayabunar sieht dennoch einer spannenden Aufgabe entgegen. Auf der Homepage des TSV 1860 warnt er vor den Schaldingern: “Es ist ein robuster Gegner, körperlich stark und extrem schwer zu bespielen. Deswegen erwarte ich ein herausforderndes Spiel gegen eine erfahrene Truppe.” Der mögliche Sprung auf Platz 1 ist im Nachholspiel des 6.Spieltages ein zusätzlicher Anreiz erneut eine gute Leistung abzurufen. “Die Tabellenführung ist für uns eine große Motivation” so der 39-Jährige.
Anpfiff ist heute abend um 18:60 Uhr. Wie gewohnt freut sich das Team natürlich über zahlreiche Zuschauer und Unterstützer. Apropos Unterstützung: Lasse Faßmann und voraussichtlich auch Paul Bachmann werden aus dem Profikader aushelfen, weitere Spieler sind nicht ausgeschlossen.
Die U21 des TSV 1860 München hat am heutigen Abend die Chance an die Tabellenspitze der Bayernliga Süd zu springen. Alle News rund um die Löwen auf einen Blick gibt es nun wie gewohnt bei Sechzig um Sieben.
Neuer Mannschaftsbus für den TSV 1860
Die Löwen freuen sich über einen neuen Mannschaftsbus von Sponsor MAN. Nach elf Jahren und vielen, vielen Kilometern auf den Straßen Deutschlands wurde das alte Gefährt in den Ruhestand geschickt. Erstmals zum Einsatz kommt der neue Bus am Samstag auf dem Weg nach Illertissen.
U21 mit Chance auf die Tabellenspitze
Der Mannschaft von Trainer Alper Kayabunar bietet sich am heutigen Mittwochabend die Chance auf die Tabellenspitze in der Bayernliga Süd. Gegner ist am Trainingsgelände ab 18:60 Uhr der SV Schalding-Heining. Bei einem Sieg würde der TSV 1860 wieder Platz 1 übernehmen, den aktuell der SV Kirchanschöring belegt.
Erste Ergebnisse im Toto-Pokal bekannt
Die ersten Partien im Toto-Pokal wurden bereits absolviert, sodass der ein oder andere Viertelfinal-Teilnehmer bereits feststeht. Würzburg siegte beim Bayernligisten Hankofen-Hailing mit 2:0, Unterhaching setzte sich mit dem gleichen Resultat in Erlbach durch. Vogelwild wurde es einmal mehr beim 1.FC Ingolstadt. Gegen den TSV Landsberg setzten sich die Schanzer zwar durch, sorgten allerdings mit einem 7:4 auch für ein ziemliches Spektakel. Zwischenzeitlich lag der FCI mit 0:2 zurück. Bereits seit Ende August stehen Burghausen und Aubstadt als Viertelfinalisten fest.
News aus der 3.Liga
Osnabrück scheitert im Landespokal
Der VfL Osnabrück wird auch in dieser Saison den Landespokal nicht gewinnen. Das steht bereits vorzeitig nach der ersten Runde fest, nachdem die Lila-Weißen gegen den SSV Jeddeloh II verloren. Im Elfmeterschießen konnte sich der Regionalligist durchsetzen. In der vergangenen Spielzeit verpasste Osnabrück den Pokalsieg durch eine Niederlage im Finale.
Martinovic wechselt nach Ulm
Er stand wiederholt auf dem Zettel des TSV 1860 München, nun führt der Weg für Dominik Martinovic allerdings erneut zu einem anderen Verein. Nach nicht einmal einem Jahr verlässt der Stürmer Rot-Weiss Essen schon wieder und hat sich Ligakonkurrent SSV Ulm angeschlossen. Dort erhält der 28-Jährige einen Vertrag bis 2027 und soll den Absteiger nach dem schwachen Saisonstart in andere Tabellenregionen führen.
Ein echter Hingucker ist der neue Löwen-Bus, der am gestrigen Montag am MAN Bus-Forum übergeben wurde. Das neue Gefährt wurde an Geschäftsführer Dr. Christian Werner, Kapitän Jesper Verlaat und Torhüter Thomas Dähne in Form eines symbolischen Schlüssels übergeben. Erstmals im Einsatz sein wird das neue Gefährt beim Toto-Pokal-Achtelfinale am kommenden Samstag um 14 Uhr beim FV Illertissen.
Ein echter Hingucker – der MAN Lion’s Coach C
Münchens große Liebe ist ab sofort im MAN Lion’s Coach C unterwegs. Dieser kommt natürlich in spezieller Löwen-Lackierung daher. Dieser Bus-Typ kam bereits bei der Europameisterschaft 2024 zum Einsatz. Der bisherige Team-Bus hatte bereits elf Jahre und mehrere 100.000 Kilometer auf dem Buckel. Nun kommt im neuen Bus auch die modernste Technik zum Einsatz. Unter anderem gibt es eine Projektion des 1860-Logos im Einstiegsbereich. Alle 32 Ledersitze haben verstellbare Kopfstützen.
Vierer-Sitze eignen sich zum Schafkopfen
Zudem gibt es vier sogenannte Vis-a-Vis-Tische die für Besprechungen gedacht. Geeignet sind diese aber sicherlich auch zum Schafkopfen auf langen Fahren. WLAN, mehrere Fernseher, Küche und Kaffeemaschine sorgen für weiteren Fahr-Komfort. „Mit dem neuen Mannschaftsbus MAN Lion’s Coach C spielen wir schon jetzt in der Ersten Liga. Sportlich haben wir da noch ein Stück Weg vor uns“, scherzt deshalb 1860-Geschäftsführer Geschäftsführer Dr. Christian Werner. „Der neue Bus lässt keine Wünsche offen.“
Im Sommerurlaub in Kanada standen vorrangig Städtetrips auf dem Programm, aber auch die Natur sollte unter anderem mit einem Besuch bei den Niagara-Fällen nicht zu kurz kommen. Außerdem wurde – wenn man schon einmal vor Ort ist – natürlich auch ein weiterer Länderpunkt anvisiert. Gesagt, getan und so besuchte sechzger.de-Redakteur Jan das Spiel zwischen der York United Academy und dem Unionville-Milliken Soccer Club.
York United Academy – Unionville Milliken Soccer Club (League1 Ontario, Championship)
Zwei Wochen Kanada mit Besuchen in Montréal, Ottawa, Toronto und Québec City waren dieses Jahr im Sommerurlaub geplant. Los ging es von München aus per Direktflug nach Montréal, wo neben der Stadtbesichtigung vor allem kulinarische Aspekte auf dem Programm standen. Diverse Restaurants lockten uns an und enttäuschten dabei nicht. Den besten Überblick über die Stadt gab es vom Mont Royal aus, auch der erste Waschbär wurde bei dieser Gelegenheit gesichtet.
Von Montréal aus ging es zunächst mit dem Mietwagen in den Parc Omega: ein Wildpark, den man ganz nordamerikanisch mit dem Auto befährt. Das hat allerdings den Vorteil, dass die Tiere zumeist sehr viel Platz bekommen. Auf den 12 Kilometern Rundweg kommen immer wieder neugierige Vierbeiner direkt an die Autos, um ein oder mehrere Karotten zu erwischen – für den Park gibt es definitiv eine Weiterempfehlung! Sparen kann man sich meiner Meinung nach hingegen einen Besuch in Ottawa, also der kanadischen Hauptstadt. Die Sightseeing-Aspekte sind wirklich überschaubar und nicht besonders. Leider waren auch viele obdachlose und/oder drogenabhängige Personen zu sehen. Deutlich besser gefiel uns dann der Aufenthalt in Mont Tremblant – im Winter ein beliebtes Skigebiet, im Sommer gut für diverse Aktivitäten. Wir entschieden uns für Kayak fahren und eine Dünenbuggy-Tour quer durch den Wald.
Blick auf den Lac Tremblant vom Berg, der im Winter der Startpunkt für diverse Skipisten ist
Kanadische Bahn erfüllt die Erwartungen
Im Anschluss brachten wir den Mietwagen nach Montréal zurück und testeten von dort das kanadische Pendant zur Deutschen Bahn auf dem Weg nach Toronto. Was soll man sagen: auch in Kanada wird man in Sachen Reiseerfahrungen mit dem Zug nicht enttäuscht. Nicht nur, dass wir oftmals nur mit etwa 70 km/h vorwärts kamen. Auch die obligatorische Verspätung war natürlich mit dabei – und was für eine! Wegen eines umgefallenen Strommastens kamen wir mit fünf Stunden Verspätung mitten in der Nacht in Toronto an. Einen großen Pluspunkt bekam die Zugbesatzung dennoch, die spontan eine Pizza-Lieferung an den nächstgelegenen Bahnhof orderte und damit die Gemüter etwas beruhigen konnte.
Toronto, die größte kanadische Stadt mit etwa 3 Millionen Einwohnern, gefiel mir dann irgendwie richtig gut. Gewisse Ähnlichkeiten zu New York lassen sich nicht von der Hand weisen, aber irgendwie passten die zahlreichen Hochhäuser und Sportstätten gut ins Bild. Wenn man schon einmal in dieser Ecke ist, darf natürlich auch eine Tagestour zu den Niagara-Fällen nicht fehlen. Das war schon beeindruckend, welche Wassermassen dort herunterschießen und sah obendrein noch wirklich cool aus. Im Bus wurden zudem auch noch mit geballter Faust die späten Siegtreffer gegen Aachen im sechzger.de-Liveticker verfolgt 🙂
Groundhopping in Kanada
Wie das vor einem Urlaub so üblich ist, werden in den Wochen zuvor die Spielpläne nach einer passenden Gelegenheit durchforstet und mit dem Duell zwischen der York United Academy und dem Unionville-Milliken Soccer Club in Toronto wurde dann auch eine passende Möglichkeit ausgemacht. Eigentlich sollte es zur Partie York United – Pacific FC in der ersten kanadischen Liga gehen, zeitlich besser passte dann aber das Nachwuchsteam. Da es in beiden Fällen das gleiche Stadion war, stellte das kein Problem dar.
Grundsätzlich ist es in Kanada so, dass drei Teams in der amerikanischen Major Soccer League (MLS) vertreten sind: der CF Montréal, Toronto FC und der Vancouver Whitecaps FC. Seit 2019 gibt es in Kanada selbst auch wieder eine erste Liga, nämlich die Canadian Premier League (CPL). Acht Teams treten hier im Kampf um die Meisterschaft an. Der Fokus liegt vor allem darauf, kanadische Fußball-Talente zu fördern. Außerdem gibt es mehrere semiprofessionelle Ligen, unter anderem die League1 Ontario. In eben dieser sollte in der zweitklassigen Championship auch die Partie zwischen der York United Academy und dem Unionville-Milliken Soccer Club stattfinden.
Überraschende Meisterfeier
In gut einer Dreiviertelstunde ging es vom Stadtzentrum aus ohne Umstieg mit der U-Bahn in den Norden der Großstadt. Das war durchaus praktisch, denn ich hatte keine mobilen Daten zur Verfügung und konnte somit nur geringfügig auf die Hilfe meines Mobiltelefons zurückgreifen. Flutlichter (bei strahlendem Sonnenschein…) wiesen mir den kurzen Weg zum Stadion. Auf dem Kunstrasenplatz können auch andere Sportarten, unter anderem American Football, gespielt werden. Etwa 150 Zuschauer wollten dieses Spiel neben mir sehen. Hinzu kamen ein paar Zaungäste, die problemlos einen kostenneutralen Blick in das Stadioninnere erhielten. Der Eintritt hielt sich mit acht kanadischen Dollar allerdings ohnehin in Grenzen.
Der ein oder andere Zaungast verfolgte das Spiel kostenneutral
Spannend war auch die Umsetzung von VIP-Plätzen auf der Gegengerade. Dort waren Container aufgestellt, die für die Erstliga-Spiele geöffnet werden. Davor findet man in zwei Reihen eine Art Flugzeugsitz. Hinter einem der beiden Tore bauten sich Foodtrucks auf, die insbesondere für das folgende Erstliga-Spiel gedacht waren. Der Verein selbst verkaufte aus Container heraus Merchandising und Bier.
Das spielerische Niveau vor etwa 150 Zuschauern war gar nicht so schlecht wie vermutet. Einzig die Chancenverwertung war phasenweise erschreckend schwach und trieb die Trainer an der Seitenlinie zur Weißglut. Die Gäste aus Unionville konnten sich gegen die York United Academy schlussendlich mit 3:1 durchsetzen. Ich hatte mich vorab ausnahmsweise mal nicht mit der Tabelle beschäftigt und wurde daher von einer kleinen Meisterfeier überrascht. Durch den Auswärtssieg im letzten Saisonspiel (auch das war mir natürlich entgangen) sicherte sich Unionville-Milliken Rang 1 und steigt vemutlich in die League1 Premier auf. Vermutlich, da ich mit den Aufstiegsmodalitäten in Kanada nicht vertraut bin.
So konnte schlussendlich der nächste Länderpunkt mit neuen Eindrücken und Anekdoten aus Kanada gefeiert werden. Das folgende Erstliga-Spiel endete übrigens mit einem 5:1 für die Gastgeber und wäre also auch keine schlechte Wahl gewesen.
Unionville-Milliken freut sich über die Meisterschaft
Groundhopping auf sechzger.de
In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine Übersicht:
Gestern war der letzte Tag des Sommertransferfensters 2025, neudeutsch “Deadline-Day” genannt. Und neben zahlreichen Transfers über alle Ligen hinweg sicherte sich auch der TSV 1860 München noch einen Neuzugang: Marvin Rittmüller kommt aus Braunschweig nach Giesing.
1860 verstärkt die rechte Außenbahn mit Marvin Rittmüller
Viele Löwenfans sahen nach der Verletzung von Morris Schröter gewissen Handlungsbedarf auf dem rechten Flügel. Offenbar sahen Patrick Glöckner und Dr. Christian Werner das ähnlich und verpflichteten gestern noch einen Spieler für die rechte Außenbahn. Marvin Rittmülller stößt aus Braunschweig zum TSV 1860 und steht nun in direkter Konkurrenz zu Tim Danhof. Dr. Werner preist die Qualitäten des Neuzugang mit folgenden Worten: “Er ist sehr schnell, läuft knapp 36 km/h und ist ein echter Mentalitätsspieler.”
Rückschau auf das Spiel gegen Stuttgart II
Der Mann in schwarz stand beim Spiel zwischen 1860 und dem VfB Stuttgart II im Mittelpunkt und beherrscht seitdem die Diskussionen rund das 1:1-Unentschieden. Eine objektive Bewertung des Unparteiischen kommt wie jede Woche von Babak Rafati. Dieser analysiert, dass Referee Kabalakli beiden Seiten jeweils einen Elfmeter vorenthielt. Dazu dass Kabalakli das Spiel nach Ansicht vieler Löwenfans wie zu häufig auf die angeblichen Verletzungen der Stuttgarter hereinfiel und das Spiel viel zu oft unterbrach, trifft Rafati keine Aussagen. Die besten Impressionen des vierten Spieltags haben wir für Euch natürlich wieder zusammengestellt und Stefan Kranzberg hat “ein Tor des Willens” von Sigurd Haugen gesehen, das den Löwen immerhin noch einen Punkt sicherte.
sechzger.de Talk 226 online
“Das letzte Aufgebot” (O-Ton Moderator Peter) bestehend aus Moderator Peter, Flo und Thomas Enn diskutiert teilweise durchaus kontrovers die Punkteteilung gegen die kleinen Stuttgarter. Dabei geht es im Talk 226 natürlich auch um sie Schiedsrichterleistung, Stuttgarter Cleverness und eine gewisse Einfallslosigkeit der Löwen im Spiel nach Vorne. Nach der wie immer unterhaltsamen Schnellraterunde thematisieren die drei noch das anstehende Toto-Pokalspiel beim FV Illertissen. Sie warnen eindringlich davor, den Gegner aus der Regionalliga Bayern zu unterschätzen. Den Talk findet Ihr wie üblich auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen, wie zum Beispiel:
Dominik Martinovic (Stürmer) von RWE zum SSV Ulm, außerdem soll Fabian Schleusener vom KSC vor einem Wechsel nach Ulm stehen
Marius Wegmann (Innenverteidiger) vom SV Wehen zu Alemannia Aachen
Abgänge
Kevin Goden (Außenverteidiger) von Alemannia Aachen zu Sportfreunde Siegen
Jonah Sticker (linker Verteisiger) von Viktoria Köln zum SC Paderborn
Da nach Redaktionsschluss sicher noch weitere Transfers bekannt gegeben werden, werden wir Euch heute nochmal einen Überblick über die Transfers geben.
Mit einem glücklichen 1:1-Unentschieden endete das Heimspiel des TSV 1860 München gegen den VfB Stuttgart II am Samstagnachmittag. Nicht nur die Löwen konnten lediglich im zweiten Durchgang überzeugen, auch Schiedsrichter-Novize Cangiz Kabalaki (kicker-Note 4,5) hatte mit der Spielleitung schwer zu kämpfen. In seiner wöchentlichen Kolumne auf liga3-online.de analysiert Ex-Profi-Schiedsrichter Babak Rafati die Entscheidungen von Kabalakli.
Rafati: Zwei Mal Elfmeter – zwei Mal kein Elfmeter
Laut Rafati hätte es auf jeder Seite jeweils einen Elfmeter geben müssen. Einmal für Stuttgart nach dem Zweikampf zwischen Verlaat und Ouro-Tagba, einmal für 1860 beim Vergehen von Torwart Hellstern gegen Niederlechner. Die weiteren Situationen habe Kabalaki richtig entschieden, erklärt Rafati.
Zwei Mal kein Elfmeter
Weder für Philipp gegen Catovic, noch für Niederlechner gegen di Benedetto hätte Rafati einen Strafstoß gepfiffen. Dazu schreibt der ehemalige Profi-Schiedsrichter zum vermeintlichen Foul an Philipp in der Anfangsphase der Partie:
Beim Zweikampf nimmt Catovic den Fuß heraus und spielt/blockt den Ball. Erst danach fällt Philip über den Fuß von Catovic, der kurz zuvor den Ball gespielt hat und kommt anschließend zu Fall. Das Ballspielen kann man auch sehr gut an der Flugbahn des Balles erkennen. Somit liegt eine richtige Entscheidung vor, weiterspielen zu lassen und keinen Elfmeter zu geben.
Zum möglichen Vergehen an Niederlechner erklärt Rafati:
Bei Zweikampf nimmt di Benedetto das Bein heraus und blockt damit den Ball. Erst danach fällt Niederlechner über das ausgestreckte Bein des Verteidigers. Somit ist der Ball Spielobjekt, sodass eine richtige Entscheidung vorliegt, weiterspielen zu lassen und keinen Elfmeter zu geben. Wäre nicht der Ball zuerst gespielt worden, dann wäre es erst ein Foulspiel mit der Folge eines Elfmeters.
Foul von Verlaat an Ouro-Tagba
Beim Einsteigen von Verlaat an Ex-Löwe Ouro-Tagba hätte Rafati jedoch auf den Punkt gezeigt. Er erläutert dies folgendermaßen:
Ouro-Tagba wird vom Gegenspieler Verlaat am Fuß getroffen und kommt dann zu Fall. Das ist ein Foulspiel, da Verlaat eine aktive Bewegung in die Laufrichtung von Ouro-Tagba macht und damit ein Beinstellen zustande kommt. Anders wäre es gewesen, wenn der Angreifer selbst in die Beine von Verlaat gelaufen wäre, ohne dass Verlaat eine aktive Bewegung macht, quasi wenn Verlaat das Bein nicht bewegt hätte und der Angreifer gegen ein mögliches Standbein von Verlaat gelaufen wäre. Eine Fehlentscheidung, keinen Elfmeter zu geben und stattdessen weiterspielen zu lassen.
Niederlechner hätte einen Strafstoß bekommen müssen
Diese Fehlentscheidung wiegt sich aber mit einer ebenso falschen Entscheidung gegen die Löwen auf, als VfB-Keeper Hellstern Löwen-Stürmer Niederlechner zu Fall brachte. Hierzu schreibt Rafati:
Beim ersten Zweikampf ist ein regelwidriger Einsatz von Meyer gegen Philipp nicht erkennbar. Der Angreifer legt sich den Ball aus seitlicher Position etwas zu weit vor und kommt dann beim Versuch, den Ball noch erreichen zu wollen, ein bisschen aus der Balance, sodass alles korrekt ist.
Beim zweiten Zweikampf ist Niederlechner etwas früher am Ball. Keeper Hellstern will sicherlich nur zum Ball, aber steht dann nur im Weg und bringt den Angreifer mit dem Oberkörper zu Fall, indem er ihn am Bein trifft. Somit geht der Keeper ein Risiko ein, was in der Natur der Sache liegt, wenn Keeper einen Moment zu spät zum Ball kommen und das Spielgerät nicht rechtzeitig erreichen. Ja, der Angreifer nimmt diesen Kontakt anschließend clever und dankend an. Dennoch ändert das nichts an der Tatsache, dass dieser Kontakt zu einem Foulspiel wird, sodass es einen Elfmeter hätte geben müssen. Eine Karte wäre nicht notwendig gewesen, da im Kampf um den Ball. Somit keine gelbe Karte und keine rote Karte, weil der Ball nicht mehr vom Angreifer erreicht wäre und somit keine Torchance vereitelt wird. Eine Fehlentscheidung, dennoch, weiterspielen zu lassen und keinen Elfmeter zu geben.