sechzger.de hat vor dem Landgericht München I einen wichtigen Sieg für die freie Berichterstattung gegen die Rechtsanwaltskanzlei “Preu Bohlig & Partner” errungen.
sechzger.de leakte das neu formierte “Bündnis Zukunft 1860”
Alles begann am 17. November 2023. Unter dem Titel “Plant “die Bayerische” das “Team Profifußball 2.0?” leakte sechzger.de das sich formierende “Bündnis Zukunft 1860”, welches bekanntermaßen im folgenden Wahlkampf für die Verwaltungsratswahlen eine tragende Rolle einnehmen sollte.
Nicht nur heimliche Bayernfans wurden von uns als Teil des “Bündnisses” enttarnt, sondern auch ein rassistischer Social-Media-Post des “Urvaters” des “Bündnis Zukunft 1860”, Alexander Hofmann (a.k.a. lg da Xandi).
Die Rechtsanwaltskanzlei “Preu Bohlig & Partner” tauchte ebenfalls im Empfängerkreis des damals geleakten Strategiepapiers, welches man getrost als den “Urvater des Matchplans” bezeichnen könnte, auf.
Wie auch die anderen Protagonisten des Empfängerkreises durchleuchtete unsere Redaktion auch die Kanzlei und widmete dieser im Artikel den folgenden Abschnitt:
Auch die Kanzlei “Preu Bohlig & Partner”, die im Empfängerkreis auftaucht, trat in der Vergangenheit in rechtlichen Angelegenheiten stets GEGEN den TSV München von 1860 e.V. in Erscheinung.
“Preu Bohlig und Partner” wollte Cancel Culture betreiben
Diese Formulierung gefiel der Kanzlei “Preu Bohlig und Partner” offensichtlich nicht, sodass in der Redaktion von sechzger.de eine anwaltliche Abmahnung einging mit der Aufforderung, eine durch die Kanzlei vorformulierte Gegendarstellung zu veröffentlichen.
Unterzeichner des Schreibens war Dr. Alexander Bayer. Dieser gab kurz darauf dem investorennahen Blog “dieblaue24” ein Exklusivinterview, in welchem er reihenweise Informationen aus seinem Mandat mit der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA ausplauderte und auch auf die Berichterstattung von sechzger.de wie folgt zu sprechen kam:
Das war ein aus meiner Sicht untauglicher Versuch, die Mitglieder dieses Bündnisses, konkret unsere Kanzlei, zu diskreditieren. Das hat man mit der Darstellung von unvollständigen Fakten versucht. Das Portal hat deswegen auch schon Gelegenheit von mir eingeräumt bekommen, die dort über unsere Kanzlei getroffene lückenhafte Aussage zu berichtigen und klarzustellen.
Das großzügige Angebot der Gegendarstellung, welches getrost als “Cancel Culture” bezeichnet werden kann, nahm sechzger.de nicht an. Im Gegenteil: Nach Rücksprache mit unseren Anwälten wiesen wir das Abmahnschreiben zurück. Zudem ließen wir eine Schutzschrift im zentralen Schutzschriftenregister hinterlegen, sollte “Preu Bohlig & Partner” auf die Idee kommen, eine einstweilige Verfügung gegen unsere Redaktion erwirken zu wollen. Gleichzeitig erhoben wir eine sogenannte “Negative Feststellungsklage” vor dem Landgericht München, um gerichtlich feststellen zu lassen, dass die von “Preu Bohlig & Partner” behaupteten Unterlassungs- und Berichtigungsansprüche nicht existierten.
sechzger.de siegt vollumfänglich – Preu Bohlig & Partner erkennt die Klage an
Am gestrigen Donnerstag war es dann soweit: Vertreten durch den Verwaltungs- und Beirat RA Nicolai Walch LL.M. stand sechzger.de bei der mündlichen Verhandlung als Kläger vor dem Landgericht München. Schnell war klar: die Klage war erfolgreich. So erfolgreich gar, dass die Gegenseite vollumfänglich die Klage anerkennen musste – um insbesondere auf sie zurückfallende Kosten zu sparen.
Ein Sieg auf ganzer Linie für sechzger.de und vor allem die freie Fanberichterstattung.















