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Sechzig um Sieben: Nach einer magischen Nacht

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SECHZIG UM SIEBEN 1860 löwen

Der Sieg vom Dienstag hallt noch immer nach, außerdem wirft das Derby schon seine Schatten voraus. Zur Wochenmitte haben einige Redakteure zudem einen Blick über den Tellerrand hinaus gewagt und sich mit den Ligarivalen sowie der in Bayern besonders unklaren Aufstiegsfrage auseinandergesetzt. Das alles findet ihr hier für einen informierten Start in den Löwentag noch einmal zusammengefasst bei Sechzig um Sieben

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Bayreuth

Einen Tag nach dem Sieg in Unterzahl gegen einen harten Gegner aus Bayreuth hat Stefan – wie viele Löwenfans – noch einmal diesen schönen Abend Revue passieren lassen. Wie es ihm ergangen ist, lest ihr in den Giesinger Gedanken:

Giesinger Gedanken: Eine dieser magischen Nächte

Stimmen zum Spiel gegen Bayreuth

Nicht nur Redakteure, sondern auch viele andere aus dem Löwenumfeld durften sich wieder zur letzten Partie äußern:

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – SpVgg Bayreuth 2:1

Blick auf die anderen Plätze

Thomas hat wieder einmal die Ergebnisse von den anderen Plätzen zusammengetragen und präsentiert diese in unserer Regionalliga Revue

Regionalliga Revue: Memmingen übernimmt die Tabellenspitze

In der Sache um das Banner der FCB-Meisterfeier

Die Aktion einiger Löwenfans, bei der sie ein pikantes Banner auf den Marienplatz schmuggelten, hat nun doch ein juristisches Nachspiel. Christian hat etwas nachgeforscht:

Neues in der ‘Causa Meisterbanner’: Die Roten sind beleidigt

Wer mag in den Profifußball?

In der Regionalliga Bayern ist es nicht immer einfach mit den Aufsteigern. Unser Redakteur Max hat sich angeschaut, wer den Aufstieg bewältigen könnte:

Aufstieg in die 3. Liga: Wer kann in das Relegationsspiel?

Neues in der ‘Causa Meisterbanner’: Die Roten sind beleidigt

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Der Verein aus der Seitenstraße gegen dessen Auswahl unsere Löwen am Sonntag Nachmittag im Sechzgerstadion um Regionalligapunkte, aber natürlich auch um viel innerstädtisches Prestige kämpfen (14 Uhr – im sechzger.de Liveticker), steht seinem Selbstbild nach gerne über den Dingen. Sportlich unanstastbar, finanziell allen anderen überlegen. Getreu dem Motto ‘Mia san mia’ kann diesen ‘Weltverein’ eigentlich niemand von seinem ganz hohen Ross herunterholen. Außer vielleicht die Fans des TSV 1860. Die gelungene Sabotageaktion von Löwenfans bei der FCB-Meisterfeier am Marienplatz im Mai, als das versammelte rot-weiße Kundenvolk vor Millionen von Fernsehzuschauern ahnungslos ein Banner mit der Aufschrift “FC BAUERN HURENSÖHNE” über die eigenen Köpfe wandern ließ und Neuer & Co. oben auf dem Balkon ungewollt präsentierte, scheint bei den Funktionären in der Säbenerstraße nun doch gewisse seelische Schmerzen hinterlassen zu haben (hier gibt’s das Youtube-Video dazu). Nicht anders ist die später erfolgte Strafanzeige zu erklären. Und über die ist hier zu reden.

Hainer erst überheblich…

Wie sagte ihr Präsident Herbert Hainer, Bruder des ehemaligen Löwenspielers Walter – insofern also wohl irgendwie das schwarze Schaf der Familie – direkt nach den Vorgängen am Marienplatz in seiner einzigartigen, stets ein wenig überheblichen Art:

Wir werden wegen der Aktion keine Strafanzeige erstatten! Leider können sich unsere Fans nicht revanchieren, denn so schnell wird es bei 1860 keine Meisterschaft zu feiern geben.

…dann doch beleidigt

Getreu dem Motto ‘Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern’ ist es wenig später dann doch anders gekommen. Nach Informationen aus gut unterrichteten Kreisen hat die FC Bayern AG im Juli bei der Staatsanwaltschaft München Strafanzeige wegen Beleidigung gegen Unbekannt gestellt. Ob diese Anzeige auch aus der Motivation heraus erfolgte, zu verhindern, dass das riesige Banner den Eigentümern, die es hergestellt und auf den Marienplatz geschmuggelt hatten, über einen Rechtsanwalt von der Staatsanwaltschaft zurück gegeben wird, ist nicht bekannt. Dieser Verdacht liegt aber natürlich auf der Hand. In einem Ermittlungsverfahren gilt das Banner nun als Beweismittel und die Offiziellen des FCB konnten diese eigentlich rechtmäßige Rückgabe von Eigentum an Löwenfans dadurch zumindest deutlich verzögern.

Hausdurchsuchung – wegen eines Banners

Fest steht aber, dass die Funktionäre von der Säbenerstraße 51 mit ihrer Handlung Behörden, also Polizei und Justiz, beschäftigen. Wegen eines Lausbubenstreichs, bei dem niemand zu Schaden kam. Außer vielleicht der Ruhm und die Ehre des großen FCB (siehe oben). Dazu darf sich jeder Steuerzahler seine eigenen Gedanken machen. Und auch zu den weiteren Entwicklungen, nachdem die Anzeige durch die Roten erfolgt war.

Da wurde nämlich dann im September losgelegt und nach einem Eil-Beschluss des Amtsgerichtes München die Wohnung eines Löwenfans durchsucht, den die Beamten – vielleicht unter Zuhilfenahme von Videoaufzeichnungen am Marienplatz vom 17. Mai – als Verdächtigen ausgemacht hatten. Es wurden in der Wohnung elektronische Geräte beschlagnahmt, um nach Kaufbelegen, Zahlungsflüssen, Emails und Chats zu suchen, die im Zusammenhang mit Planung und Durchführung der Aktion stehen könnten. Wie der Rechtsanwalt des Beschuldigten, Sebastian Wagner mitteilt, waren die eingesetzten Polizisten dabei aber sehr freundlich und schmunzelten sogar über die ganze Geschichte. Vielleicht 1860-Anhänger in Uniform?

Chancen auf Erfolg für den FCB sehr gering

Für Wagner, der regelmäßig Löwenfans rechtlich vertritt, hat die Geschichte natürlich auch eine ernste Seite. Seinem Mandant droht – im allerdings sehr theoretischen Extremfall und falls er überhaupt mit der ganzen Sache etwas zu tun hat – ein Prozess. Allerdings schätzt Anwalt Wagner die Erfolgsaussichten der Anzeige für den FCB sehr gering ein: “Das hier vorliegende Verhalten des oder der Beschuldigten erfüllt keinen Straftatbestand. Beim FC Bayern handelt es sich ja auch um ein Kollektiv, das mangels Abgrenzbarkeit gar nicht beleidigungsfähig ist. Dass sich aber der große FC Bayern durch die Aktion in seiner Ehre verletzt fühlt, überrascht mich dann doch.” Wundern darf sich – wie gesagt – jeder steuerzahlende Betrachter der Vorgänge rund um das “Meisterschafts-Banner” über das Verhalten der Roten, das die sowieso schon überlasteten Behörden beschäftigt.

Ziehen die Roten die Anzeige zurück?

Aber es gäbe für Hainer & Co. noch eine Chance aus dieser seltsamen und eigentlich so gar nicht FCB-liken (oder doch?) Nummer eingermaßen gesichtswahrend raus zu kommen: Die Anzeige wegen Beleidigung könnte in diesem Fall – nach Einschätzung eines weiteren Juristen, bei dem wir nachgefragt haben – jederzeit vom Antragsteller zurückgezogen werden. Still und leise. Dann würde nicht weiter ermittelt. Nutzen die roten Granden – vielleicht sogar nach Aufforderung durch ihre aktiven Fanszene, auf die sie ja durchaus mal hören – diese Chance? Wir bleiben dran!

– – – – –
Das Titelbild über diesem Beitrag wurde uns von den Initiatoren zugespielt. Vielen Dank dafür! Mit der Planung und Ausführung der Aktion vom 17. Mai 2026 haben wir als Redaktion selbstverständlich nichts zu tun. Wir berichten nur – allerdings zugegebenermaßen sehr wohlwollend – darüber. 

Regionalliga Revue: Memmingen übernimmt die Tabellenspitze

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Einen Wechsel an der Tabellenspitze gab es am 14. Spieltag in der Regionalliga Bayern. Der FC Memmingen siegte knapp in Fürth und übernahm die Tabellenführung vom TSV Buchbach, der sich zu Hause nach drei Husic-Toren dem FC Augsburg II mit 1:4 geschlagen geben musste. Der TSV 1860 München steht nach dem 2:1-Heimsieg gegen die SpVgg Bayreuth weiterhin auf Tabellenplatz drei. Spielfrei waren die Schwabenritter aus Augsburg, das Match zwischen Nürnberg und der Seitenstraße 1b wurde um zwei Wochen nach hinten verlegt. Alle Spiele vom Dienstagabend fassen wir wie gewohnt für Euch in der Regionalliga Revue zusammen.

Eichstätt patzt – Klarer Sieg für Haching

VfB Eichstätt – DJK Vilzing 2:3
0:1 (8.) Özbay, 0:2 (29.) Ziereis, 1:2 (44.) Herger, 2:2 (51.) Kuqanaj, 2:3 (78.) Goß
Der VfB Eichstätt und die DJK Vilzing lieferten sich ein torreiches Duell. Vilzing ging durch Özbay (8.) und Ziereis (29.) mit 2:0 in Führung. Herger verkürzte kurz vor der Pause (44.), Kuqanaj glich in der 51. Minute aus. Doch Goß traf in der 78. Minute zum 3:2-Auswärtssieg für Vilzing. 365 Zuschauer waren im Stadion. So rutschte Eichstätt auf Platz fünf ab.

TSV Aubstadt – FV Illertissen 0:0
Der TSV Aubstadt und der FV Illertissen trennten sich torlos. Aubstadts Severo Sturm sah in der 64. Minute Gelb-Rot. Die Partie verfolgten 391 Zuschauer. Aubstadt war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, nach der Ampelkarte war Illertissen näher am Sieg, letztlich war die Punkteteilung aber leistungsgerecht.

SpVgg Unterhaching – TSV Landsberg 4:0
1:0 (22.) Pfeiffer, 2:0 (33.) Pfeiffer, 3:0 (41.) Breuer, 4:0 (87.) Weiß
Die SpVgg Unterhaching setzte sich deutlich mit 4:0 gegen den TSV Landsberg durch. Pfeiffer schnürte mit Treffern in der 22. und 33. Minute einen Doppelpack, Breuer erhöhte kurz vor der Pause (41.). Weiß stellte in der 87. Minute den Endstand her. 822 Zuschauer sahen den Heimsieg der Bobfahrer, die punktgleich mit den Löwen Tabellenvierter sind.

Husic schießt Buchbach deutlich ab

TSV Buchbach – FC Augsburg II 1:4.
0:1 (8.) Husic, 0:2 (11.) Husic, 1:2 (18.) Gashi, 1:3 (69.) Husic, 1:4 (72.) Jonathans
Der FC Augsburg II gewann beim TSV Buchbach überraschend deutlich mit 4:1. Husic brachte die Gäste mit zwei frühen Treffern (8., 11.) auf Kurs. Gashi verkürzte in der 18. Minute, doch der Ex-Löwe Husic machte in der 69. seinen Dreierpack perfekt. Jonathans sorgte drei Minuten später für den Endstand. 515 Zuschauer waren vor Ort und sahen einen leistungsgerechten Auswärtssieg der Augsburger gegen defensivschwache Buchbacher.

FC Schweinfurt 05 – SpVgg Ansbach 1:1
0:1 (71.) Weeger, 1:1 (89.) Theinhardt
Der FC Schweinfurt 05 und die SpVgg Ansbach teilten sich die Punkte. Weeger brachte Ansbach in der 71. Minute in Führung, Theinhardt glich kurz vor Schluss aus (89.). Schweinfurts Lauris Bausenwein hatte in der 66. Minute Gelb-Rot gesehen. Vor 1.316 Zuschauer waren wohl beide Seiten nicht zufrieden mit dem Punkt. Schweinfurt verpasste erneut einen Heimsieg und Ansbach gab spät eine Führung aus der Hand.

Memmingen sieht wieder knapp

SpVgg Greuther Fürth II – FC Memmingen 0:1
0:1 (47.) Maier
Der FC Memmingen entführte drei Punkte aus Fürth und feierte wieder einmal einen knappen Sieg. Damit sprangen die Allgäuer aufgrund der zeitgleichen Buchbacher Niederlage auf Rang eins. Maier erzielte in der 47. Minute das entscheidende Tor zum 1:0. Fürths Jakob Krautkrämer sah in der 84. Minute die Rote Karte. Das Spiel verfolgten sage und schreibe 300 Zuschauer, etwa 4.000 weniger als beim Gastspiel der Löwen im Nürnberger Vorort.

SC Eltersdorf – Wacker Burghausen 2:2
1:0 (28./Eigentor) Stegmiller, 2:0 (65.) Niedermayer, 2:1 (68.) Simic, 2:2 (90.+5) Schwarzensteiner
Der SC Eltersdorf verspielte gegen Wacker Burghausen eine 2:0-Führung und musste sich mit einem 2:2 begnügen. Ein Eigentor von Stegmiller (28.) und ein Tor von Niedermayer (65.) brachten Eltersdorf in Front. Simic verkürzte drei Minuten später, ehe Schwarzensteiner in der fünften Minute der Nachspielzeit den Ausgleich erzielte. Vor 250 Zuschauer nahmen die die Burghausener so wenigstens noch einen Zähler mit nach Hause.

Aufstieg in die 3. Liga: Wer kann in das Relegationsspiel?

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2017_09_30 TSV 1860 – 1. FC Schweinfurt, 3:1

Alle Jahre wieder

Jedes Jahr zu einem gewissen Zeitpunkt stellt sich beim Löwenfan ein Gedanke ein: „Dieses Jahr steigen wir auf!“ Es wird einem quasi in die Wiege gelegt. Denn diesen Spruch hört man, seit man Fan ist, regelmäßig von allen Arten von Fans. Egal, wie abstrus und abwegig dieser Gedanke in der jeweiligen Situation eigentlich ist. Auch diese Saison ist es nicht anders. Dabei standen die Chancen vor einigen Monaten denkbar schlecht. Die Umstände sollten mittlerweile allen bekannt sein, und dennoch scheint es so, als hätte man die Chance, den Aufstieg zu realisieren oder zumindest das Aufstiegsspiel zu erreichen.

Die „Amateurliga“ Regionalliga Bayern

Dass die Regionalliga Bayern zwar eine Amateurliga ist und unter den Regionalligen in Deutschland als eine der schwächeren angesehen wird, ändert nichts daran, dass sie alles andere als ein Zuckerschlecken ist. Das haben die Sechzger spätestens bei den Aufeinandertreffen mit Buchbach oder Burghausen gelernt. Aktuell stehen die Löwen auf Rang drei, mit sechs Siegen, sechs Unentschieden und einer Niederlage. Doch könnte das schon für den Aufstieg reichen?

Aufstieg in der Regionalliga Bayern 2025/26

In der vergangenen Saison durfte nicht der Meister, Nürnberg II, an den Aufstiegsspielen teilnehmen. Der Verein hatte bekannt gegeben, nicht aufsteigen zu wollen. Stattdessen rückten die Würzburger Kickers nach, die mit zwei Punkten Rückstand auf Nürnberg auf dem zweiten Platz standen. Die Kickers setzten sich in den Aufstiegsspielen gegen Lok Leipzig durch und stiegen in die 3. Liga auf.

Ein kleiner Schritt zurück: Am 2. März 2026 stellten vier Mannschaften den Antrag auf Zulassung zur 3. Liga: Wacker Burghausen, die Würzburger Kickers, Rot II und die SpVgg Unterhaching. Letztere zogen ihre Bewerbung bereits frühzeitig zurück, nachdem klar geworden war, dass die finanzielle Situation in Haching einen Aufstieg nicht hergeben würde. Burghausen und Rot II stellten den Antrag wohl eher pro forma, denn sie lagen zum damaligen Zeitpunkt im Aufstiegsrennen bereits zwölf beziehungsweise acht Punkte hinter dem Tabellenführer. Doch welche Auflagen müssen die Klubs eigentlich erfüllen?

Auflagen für die 3. Liga

Der Aufstieg in die 3. Liga stellt Vereine nicht nur sportlich, sondern vor allem finanziell, infrastrukturell und organisatorisch vor enorme Herausforderungen. Die Anforderungen des DFB sind hoch und für kleinere, ehrenamtlich geprägte Vereine nur schwer zu erfüllen.

Die Klubs müssen zunächst ihre finanzielle Leistungsfähigkeit nachweisen. Der DFB prüft die eingereichten Unterlagen und untersucht, ob der Verein den Spielbetrieb in der 3. Liga über die gesamte Saison hinweg wirtschaftlich bewältigen kann. Dazu gehören auch die geltenden Eigenkapitalanforderungen. Der reine Sportetat für Spielergehälter sowie Honorare für den Trainer- und Betreuerstab liegt bei einem Drittligisten im unteren Bereich bei rund 2,5 bis 3 Millionen Euro. Dieser Betrag bildet eine finanzielle Mindestgröße, um eine professionelle und halbwegs konkurrenzfähige Mannschaft aufstellen zu können. Hinzu kommen weitere Ausgaben für den Spielbetrieb, die Infrastruktur, das Personal und die Verwaltung. Zum Vergleich, der letztjährige Etat der Löwen lag vermutlich bei ca. 6,3 Millionen Euro. Dieser wäre um 1,8 Millionen gesunken wenn der TSV in Liga 3 geblieben wäre.

Auch die Anforderungen an das Stadion stellen eine erhebliche Hürde dar. Die Spielstätte muss mindestens 5.001 Zuschauerplätze bieten, davon mindestens 2.001 Sitzplätze. Darüber hinaus sind eine Rasenheizung und ein TV-taugliches Flutlicht für Abendspiele erforderlich. Auch die Presse- und Ehrentribüne müssen überdacht sein. Für Aufsteiger können bei einzelnen Anforderungen Ausnahmen gelten. Alternativ besteht grundsätzlich die Möglichkeit, in einem anderen Stadion zu spielen, das den geltenden Vorgaben entspricht. Eine solche Lösung würde allerdings zusätzliche organisatorische und finanzielle Belastungen mit sich bringen.

Neben den wirtschaftlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen prüft der DFB auch die organisatorischen Strukturen der Vereine. Dazu zählen das erforderliche Personal, die administrativen Abläufe und gegebenenfalls die Gesellschaftsstruktur. Der Schritt in den Profifußball erfordert somit nicht nur eine leistungsfähige Mannschaft, sondern auch professionelle Strukturen, die einen deutlich höheren Verwaltungs- und Organisationsaufwand bewältigen können.

Wer kann dieses Jahr aufsteigen und wer rückt nach?

Wer bis zum entsprechenden Stichtag einen Antrag auf Zulassung zur 3. Liga stellen wird, ist derzeit noch unklar. Die SpVgg Unterhaching verzeichnete 2024/25 ein Defizit von mehr als 17 Millionen in der Bilanz und erlebte eine Phase mit zahlreichen Trainerabsprüngen. Wacker Burghausen steht nach eigenen Aussagen vor einem Konsolidierungsjahr, während sich die Würzburger Kickers bereits in der 3. Liga befinden. Absteiger Schweinfurt hat seinen Investor verloren, plant eher für den Amateursport und steht vor einer ungewissen Zukunft. Auch Bayreuth blickt finanziell unsicheren Zeiten entgegen und kehrte freiwillig zum Amateurgeschäft zurück.

Tabellenführer Buchbach und der Tabellenzweite Memmingen erfüllen die Auflagen vermutlich nicht. Und die Löwen? Sie könnten wahrscheinlich sämtliche Voraussetzungen erfüllen. Ob ein Aufstieg ein finanzielles Risiko darstellen würde oder ob es generell sinnvoll wäre, sofort aufzusteigen, können wir nicht beurteilen.

Doch was passiert, wenn bis auf einen anderen Verein und 1860 keiner die Lizenz beantragt? Angenommen die Löwen stehen in der Tabelle  vor diesem einem Verein. Dann würden die Löwen in das Aufstiegsspiel gegen den Meister der Regionalliga Nord gelangen. Entscheidend dabei ist dass die Löwen vor dem anderen Verein in der Tabelle stehen. Ob Platz 2. oder Platz 16. ist dabei nicht relevant. Dass der beispielsweise acht Platzierte ins Relegationsspiel komme würde, spräche allerdings nicht für die Regionalliga Bayern.

In der Regionalliga Nord steht aktuell der SC Weiche Flensburg 08 mit dem wohl besten Spieler der Liga, Erolind Krasniqi, auf Platz 1. Flensburg stellte im letzten Jahr jedoch keinen Antrag für die 3. Liga. Nur der SV Meppen, SV Drochtersen/Assel und der VfB Oldenburg wollten in Liga 3. Es bleibt also abzuwarten wer der potentielle Gegner aus dem Norden sein könnte.

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – SpVgg Bayreuth 2:1

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Spannend war’s gestern Abend auf Giesings Höhen, als die Löwen die SpVgg Bayreuth empfingen und am Ende in Unterzahl mit toller Moral  bezwingen konnten. Unsere Stimmen zu diesem Spiel, das die Löwen gegen die Oldschdod mit 2:1 gewannen.

Linus (gestern gut gesättigt in Block F2):

Der Anstoß für uns begann bereits um halb sechs bei einer schönen Pizza am Grünspitz. Dort stimmten wir unseren Magen schonmal auf das bevorstehende Spiel ein. Mit gefülltem Bauch ging es also ins Stadion. Das Spiel verlief in der ersten Halbzeit bis auf das Tor auch eher ruhig. Die zweite Halbzeit nahm dann schon mehr Fahrt auf. Eine Rote Karte in der 64. Minute von der ich und auch andere bis in die Schlussminuten gar nichts mitbekommen haben und das 1:1-Gegentor. So sollte es aber nicht lange bleiben und nach dem 2:1-Freistoß kam nochmal gut Stimmung im Grünwalder auf. Am Ende gab es  noch ein paar Schlachtrufe gegen die Roten für das bevorstehende Derby. Ein gelungener Spieltag für die Löwen und wichtige drei Punkte.

Andi (ehemaliger Pressesprecher der SpVgg Bayreuth und gern gesehener Gast im sechzger.de-Talk):

Es gibt Niederlagen, die sind tatsächlich schwer zu akzeptieren. Unsere Wespen-Elf war bis zum Löwen-Führungstreffer für mich überraschend zögerlich. Ob es dann doch die Kulisse war, die gehemmt hat? Eine gute Frage. Mit dem Gegentreffer war die Nervosität weg und mir hat das einmal mehr richtig gut gefallen, was und vor allem wie es die Jungs gespielt haben. Der Ausgleich war meiner Meinung nach folgerichtig und ein Punkt hätte am Ende rausspringen können, vielleicht – der Überzahl geschuldet – sogar müssen. Zur Wahrheit gehört auch: So traumhaft Uhlmanns Freistoß auch war. Dort, wo er ihn getreten hat, hat kein Foulspiel stattgefunden. Aber gut, das ist Fußball, von daher: Mund abputzen und die zuletzt gezeigten Leistungen weiter abrufen. Dann wird es im Rückspiel auch wieder eine enge Kiste.

Magnus (Student aus Dänemark, der in München zum Löwenfan wurde):

Mein drittes Spiel im Grünwalder Stadion – diesmal auf den Stehplätzen in der Ostkurve.
Alles in allem ein echtes Auf und Ab gegen eine kämpferisch starke Mannschaft aus Bayreuth. Schon in der ersten Halbzeit war Florian Niederlechner die Frustration deutlich anzumerken. Dabei hätten wir eigentlich mehr als nur das eine Tor nach einer Ecke machen müssen. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel fußballerisch deutlich schwächer, dafür kam die Fußballromantik erst richtig auf! Nieselregen, Grätschen, Befreiungsschläge, eine Rote Karte und dann noch ein wunderschönes Freistoßtor. 2:1 – ein unglaublich wichtiger Sieg! Die Stimmung war am Siedepunkt und für mich sogar noch besser als gegen Schwaben und Nürnberg. Das ist echter Fußball! Von der Elbe bis zur Isar – immer wieder TSV!

Lukas Kling (Trainer SpVgg Bayreuth in der PK nach dem Spiel):

Glückwunsch zum Sieg. Wir haben bis zum 0:1 echt gebraucht, da rein zu finden, hatten da gar keinen Zugriff. Da haben die 60er uns ein bisschen überrollt, was auch die Zweikampführung angeht, machen dann auch verdient das 1:0. Dann sind wir besser ins Spiel gekommen, fand ich, haben Chancen zum Ausgleich, könnten auch vielleicht noch eins kassieren, aber dann war es ein ausgeglichenes Spiel. In der zweiten Halbzeit fand ich unseren Auftritt richtig gut. Wir hatten dann auch bedingt durch die Ampelkarte das Spiel im Griff. Wir machen den Ausgleich und dann machen wir einfach in einer Aktion zwei dumme Fehler durch den Fehlpass und durch das Foul. Und dann sieht man halt die Klasse, die Sechzig dann hat und dann verteidigen sie es leidenschaftlich und gehen dann auch verdient mit 2:1 nach Hause. Ich bin trotzdem stolz auf meine Jungs, was die hier abgerissen haben!

Alper Kayabunar (in der PK nach dem Spiel):

harter Kampf! Ich sehe es ähnlich wie der Lukas, dass wir sehr gut ins Spiel reinstarten. Das haben wir uns fest vorgenommen – mit einer klaren Idee – und das ist uns, glaube ich, sehr gut gelungen. Bis zur 35. Minute haben wir richtig gut gespielt und sind verdienterweise dann 1:0 in Führung gegangen. Ich glaube einfach, dass wir so die letzten sechs, sieben Minuten vor der Halbzeit Probleme hatten, keinen Druck auf den Ball bekommen haben, vielleicht auch in der einen oder anderen Situation da ein bisschen Glück gehabt haben im 16er. Aber dann ist es, wie der Luki gesagt hat. Dass es ausgeglichen ist in der zweiten Halbzeit und dann mit der roten Karte verändert sich das Spiel natürlich. Wir kassieren das 1:1 und dann – was die Jungs da einfach abliefern, das haben sie sich einfach verdient, diesen Kampf – schießen wir das 2:1 und verteidigen alles weg, was möglich ist. Mich freut’s für die Jungs. Trotzdem wünsche ich Luki natürlich alles Gute. Das war heute eine überragende Mannschaft, gegen die wir gespielt haben und ich bin mir auch sicher, dass Bayreuth am Ende der Saison ganz weit oben stehen wird.

Thomas Spiesl (sechzger.de Redakteur):

Das war heute einer der wichtigsten Siege der bisherigen Saison! Gerade nach dem Unentschieden in Illertissen, ein Sieg der Moral, der brutal hart erkämpft wurde. Spielerisch gibt es nach wie vor Luft nach oben, auch wenn die ersten 25 Minuten gut waren. Danach sicherten eine bärenstarke Defensive um Fassmann und ein starker Uhlmann drei ganz wichtige Punkte, denn so konstant wie die Sechzger punktet kaum einer in der Regionalliga. Und wer solche Spiele gewinnt, der …
Das sag ich jetzt lieber nicht.

Michael Eberwein (Torschütze zum 1:0 in der Mixed Zone):

Wir haben uns nach dem Gegentor aufgerafft und gesagt: ‘Wir gehen jetzt trotzdem nach vorne, wir wollen uns nicht komplett hinten reinstellen.’ Und das hat sich heute ausgezahlt. Da braucht man dann auch mal so einen Schuss, wie vom Ulle heut‘. Aber wie wir es dann verteidigt haben, das hat unfassbar Spaß gemacht, weil jeder für den anderen gekämpft hat. Wir haben echt alles reingehauen!

Eric Uhlmann (Torschütze zum 2:1 als Ersatzfreistoßschütze für Tunay Deniz):

Ich bin unglaublich glücklich! Vor der Kurve, so ein Tor, in Unterzahl. In so einer Schlussphase. Das macht extrem Bock und dafür spielen wir Fußball. (…) Man kann sagen, ich hab mir das bei Tunay abgekuckt. (…) Ihn kann man gar nicht eins zu eins ersetzen, deswegen ist das schon unfassbar bitter. Auch für ihn. Ich hab lange mit ihm geredet vorhin noch. Ich wünsche ihm nur die beste Genesung und dass er schnell wieder da ist!

Michi (Host vom Podcast Hartplatzhelden):

Kampfgeist in Giesing! Nach der Hiobsbotschaft zur erneuten schweren Verletzung von Tunay Deniz war die Spannung groß wie das Team reagieren würde. Der Start gelang ordentlich und die Führung nach einer offenbar einstudierten Eckenvariante belohnten das Team. Leider gelang es nicht die zweite Kiste zu machen. In einigen Situationen hatten wir ehrlicherweise auch ein wenig Glück. Nach dem Wechsel hatte ich schon die Befürchtung, dass das Spiel nach Fiedlers Ampelkarte und dem Ausgleich kippen könnte. Aber jetzt fuhren die Löwen die Krallen aus und kämpften um jeden Ball. Dass der Kampfgeist durch den Freistoßtreffer von Uhlmann belohnt wurde und die Verteidigung der Führung bis zum Schlusspfiff gelang, ist ein starkes Zeichen für die Saison. Über den Kampf ins Spiel – eine Floskel, die sich hoffentlich noch öfter bewahrheiten wird. Das ist möglicherweise die wichtigste Erkenntnis vor dem kommenden Sonntag. Ich bin begeistert, wie schnell es nach diesem Sommer wieder möglich wurde, nur über sportliche Belange zu sprechen. Sechzig ist wieder da!

Gernot Mang (Präsident):

Der Sieg war unglaublich wichtig für die Moral und den Zusammenhalt unserer Mannschaft. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass unser Team lebt und jeder für jeden einsteht. Die Mannschaft hat mit Leidenschaft, Kampfgeist und großem Willen alles auf dem Platz gelassen – und das über weite Strecken sogar in Unterzahl. Die ersten 20 Minuten haben wir dominiert, danach leider etwas das Heft aus der Hand gegeben. Umso schöner ist es, dass sich die Mannschaft am Ende für ihren unglaublichen Einsatz mit drei Punkten belohnt hat. Solche Siege sind für den Kopf und das Selbstvertrauen enorm wichtig. Sie zeigen, was mit Zusammenhalt, Mentalität und dem unbedingten Willen, füreinander zu kämpfen, möglich ist. Genau diesen Spirit brauchen wir auch für die kommenden Aufgaben.
Jetzt freuen wir uns alle auf das Derby am Sonntag gegen den FC Bayern II. Das ist ein besonderes Spiel, auf das sich die Mannschaft und unsere Fans gleichermaßen freuen. Ich wünsche mir ein emotionales, leidenschaftliches und vor allem friedliches Derby, das dem Münchner Fußball gerecht wird – und natürlich mit einem erfolgreichen Ende für unsere Löwen!

 

Giesinger Gedanken: Eine dieser magischen Nächte

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giesinger gedanken eine dieser magischen nächte grünwalder stadion 1860

Es war mal wieder angerichtet für ein Drama: Platzverweis, Führung verspielt, der Gegner mit Rückenwind, eine drohende Heimniederlage. Doch dann traf Eric Uhlmann, die Mannschaft erkämpfte sich drei Punkte und es wurde doch noch eine dieser magischen Nächte in Giesing.

Erinnerungen an 2004

Nicht nur einmal dachte ich gestern an den 06.12.2004 und das Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Damals war es ein Montagabend in der 2. Bundesliga, diesmal ein Dienstag zwei Spielklassen tiefer. Wieder war es kalt und ungemütlich, erneut war das Grünwalder Stadion ausverkauft. Auch damals musste ein Löwe mit Gelb-Rot vom Platz – vor knapp 22 Jahren Rodrigo Costa, diesmal Lance Fiedler – und wieder gelang es dem TSV 1860, eine Niederlage abzuwenden und den Platz am Ende als Sieger zu verlassen.

Ein wichtiger Faktor waren einmal mehr die Zuschauer, die sich gestern zwar zugegebenermaßen einige Auszeiten gönnten, in den letzten zehn Minuten plus Nachspielzeit aber alles nachholten. Ein Mann weniger? Nicht bei Sechzig! Statt in Unterzahl verteidigten die Löwen mit einem elften, zwölften und dreizehnten Akteur den knappen Vorsprung.

Wieder mal eine Führung verspielt

Natürlich war auch gestern nicht alles Gold, was glänzte. Warum es auch diesmal nicht gelang, mit einem 1:0 im Rücken weiterhin druckvoll und überlegen zu agieren, wirft Fragen auf. Es schien fast, als sei mit dem Tor von Michael Eberwein ein unerklärlicher Bruch im Spiel der Löwen geschehen. Plötzlich gelang offensiv nur noch sehr wenig, die Gäste aus Oberfranken hatten von einem Moment auf den anderen Oberwasser.

Noch bei 11 gegen 11 schien der Ausgleich nach dem Seitenwechsel eine Frage der Zeit, nach dem Platzverweis für Lance Fiedler und noch vor der Einwechslung seines Ersatzes Julian Bell war es dann so weit. Ganz ehrlich: Nach dem 1:1 hätte ich das Remis bei 20 verbleibenden Minuten sofort unterschrieben…

Eine dieser magischen Nächte

So aber kam es ganz anders: Aus dem Nichts mutierte Eric Uhlmann zum Tunay Deniz und sorgte vor den Augen des schwer verletzten Spielmachers per Freistoß für den Siegtreffer. Videoaufnahmen, die in den Sozialen Medien kursieren, belegen eindrucksvoll, welche Last von der Mannschaft abgefallen ist. Gänsehaut, Baby!

Und so wurde dieser Dienstagabend in Giesing doch noch zu einer dieser magischen Nächte, wie man sie gefühlt nur im Grünwalder Stadion erleben kann. Zittern, Ekstase, Euphorie, Adrenalin, Schlaflosigkeit.

 


 

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und stellen die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors dar. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Sechzig um Sieben: Löwen gewinnen gegen Bayreuth

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Alles Interessante rund um den TSV 1860 München gibt es zur Halbzeit der Woche hier kompakt bei Sechzig um Sieben.

Löwen erzittern sich ein 2:1 in Unterzahl gegen Bayreuth

Dienstagabend, Nieselregen über Giesing und trotzdem war das Grünwalder Stadion ausverkauft beim Heimspiel der Löwen gegen die SpVgg Bayreuth. Die Gäste reisten mit drei Siegen im Rücken an, die Hausherren konnten wieder auf Fiedler und Gevorgyan zurückgreifen. Die Position des verletzten Tunay Deniz übernahm mit Eberwein ein weiterer Rückkehrer in die Startelf. Die Hausherren hatten von Beginn an mehr vom Spiel und gingen Mitte des ersten Durchgangs nach einer Ecke durch einen Eberwein-Kopfball verdient in Führung. Dann verloren die Sechzger aber den Zugriff und kassierten nach einer Ampelkarte gegen Fiedler per Kopf den Ausgleich (68.). Uhlmann traf aus dem Nichts zum 2:1 und am Ende erzitterten und erkämpften sich die Löwen einen Heimdreier in Unterzahl.

Blick zurück: Derbyniederlage beendet Ära Lorant beim TSV 1860

Keine Frage: Werner Lorant prägte beim TSV 1860 eine Ära. Mit ihm als Trainer stiegen die Löwen von der Bayern- in die Bundesliga auf und qualifizierten sich für den internationalen Wettbewerb. Letztendlich scheiterte er an der Erwartungshaltung und dem Druck innerhalb des Vereins. So sollte eine Derbyklatsche die letzte Partie Lorants auf der Bank des TSV 1860 werden. In unserer Rubrik Historische Spiele blicken wir darauf zurück.

Löwen sorgen wieder einmal für Zuschauer Topwerte

Um die 3.500 Löwenfans reisten vergangenen Samstag dem TSV 1860 München nach Illertissen hinterher. Damit war das Illertissener “Stadion” fest in blauer Hand. Wie die Zuschauertopwerte der Regionalliga Bayern, dort belegten die Löwen am vergangenen Spieltag auch wieder den ersten Platz.

Ergebnisse aus der Regionalliga

Dienstag 0:0 Aubstadt – Illertissen
4:0 Haching – Landsberg
1:4 Buchbach – Augsburg II
2:1 TSV 1860 München – Bayreuth
0:1 Fürth II – Memmingen
1:1 Schweinfurt – Ansbach
2:2 Eltersdorf – Burghausen
2:3 Eichstätt – Vilzing
Di, 27.10. 19:00 Uhr Nürnberg II – Seitenstraße 1b
Spielfrei Schwaben Augsburg

1860 erzittert sich ein 2:1 in Unterzahl gegen Bayreuth

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1860 Bayreuth 2:1

Dienstagabend, Nieselregen über Giesing und trotzdem war das Grünwalder Stadion ausverkauft beim Heimspiel der Löwen gegen die SpVgg Bayreuth. Die Gäste reisten mit drei Siegen im Rücken an, die Hausherren konnten wieder auf Fiedler und Gevorgyan zurückgreifen. Die Position des verletzten Tunay Deniz übernahm mit Eberwein ein weiterer Rückkehrer in die Startelf. Die Hausherren hatten von Beginn an mehr vom Spiel und gingen Mitte des ersten Durchgangs nach einer Ecke durch einen Eberwein-Kopfball verdient in Führung. Dann verloren die Sechzger aber den Zugriff und kassierten nach einer Ampelkarte gegen Fiedler per Kopf den Ausgleich (68.). Uhlmann traf aus dem Nichts zum 2:1 und am Ende erzitterten sich dei Löwen einen Heimdreier in Unterzahl.

Deniz-Schock gut verdaut

In der Startelf standen mit Eberwein, Gevorgyan, Leone und Fiedler im Vergleich zum 1:1 in Illertissen gleich vier neue Spieler. Dafür fehlte neben Deniz auch Wagner, Bell und Seiffert saßen auf der Bank. Auf nassem Geläuf begannen die Löwen engagiert und hatten die ersten Möglichkeiten. Zittern mussten die 15.000 Zuschauer nur einmal, als Eicher im Nachfassen bei einem Aufsetzer klärte. Der verdiente Lohn für den engagierten Auftritt war die Führung nach 25 Minuten. Fielder brachte eine Ecke mit viel Zug in die Box und Eberwein köpfte den Ball über die Unterkante der Latte am verdutzen Keeper Kasten vorbei in den Kasten.

Bayreuth kommt vor der Pause auf

Nach dem 1:0 kamen die Bayreuther, die von 360 Fans aus Block Q unterstützt wurden, immer besser ins Spiel und zu zwei gefährlichen Möglichkeiten von Kelvin Onuigwe und Dominic Schmidt, die aber jeweils das Tor verfehlten. Die Sechzger Defensive leistete sich einige Patzer und konnte erst einmal froh sein, dass es beim 1:0 blieb. Auch Eicher musste mehrmals retten, um den Ausgleich zu verhindern. Mit Glück und Geschick brachten die Hausherren die knappe Führung aber in die Halbzeit-Pause.

Uhlmann kommt für Gevorgyan, Fiedler fliegt

Auch nach der Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel, die Löwen kamen nur sehr vereinzelt zu Entlastungsangriffen. Im defensiven Zentrum standen die Löwen zwar gut, doch der Druck der Gäste wurde immer höher. Nicht leichter machte den Sechzgern dabei die Aufgabe eine Ampelkarte gegen Fiedler, der binnen zwanzig Minuten zwei Verwarnungen sah und damit auch am Sonntag gesperrt ist. Es galt also 25 Minuten in Unterzahl zu überstehen, wenn man die drei Punkte einfahren wollte – oder eben das zweite Tor zu machen bei einem schnellen Konter.

Bayreuth gleich per Kopf aus

Letztlich kam es aber wie es kommen musste und Bayreuth glich nach 68 Minuten aus. Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte Scheder unhaltbar ein zum 1:1, das inzwischen auch verdient war. Bell kam weniger später für Leone um die Lücke in der Viererkette wieder zu schließen. Doch Bayreuth spielte trotz des Ausgleichs munter nach vorne. Bei den Löwen funktionierte im Spiel nach vorne hingegen gar nichts mehr. Viel zu schnell verlor man das Leder bei Entlastungsangriffen.

Uhlmann trifft aus dem Nichts zum 2:1

Bei einer Vier-auf-Drei-Situation der Sechzger gab es erst Pfiffe des Publikums für den Schiedsrichter, der auf Freistoß für die Hausherren entschied. Just dieser Freistoß landete aber dann im Netz. Uhlmann verwandelte aus 18 Metern zentral in die Maschen und plötzlich stand das Grünwalder Stadion wieder Kopf. Bayreuth rannte noch einmal an und Kayabunar brachte den kopfballstarken Ortivero Calderon für die letzte fünf Minuten – wohlgemerkt auch für die Standards im eigenen Strafraum.

Löwen erzittern sich ein 2:1 in Unterzahl gegen Bayreuth

Mit Mann und Maus verteidigten die zehn verbleibenden Löwen die Führung in der Schlussphase. Dies gelang nach langen vier  Minuten Nachspielzeit letztlich auch. Obwohl es insgesamt nicht schön war, so erzitterten sich die Löwen am Ende einen 2:1-Sieg gegen Bayreuth in Unterzahl. Die drei Punkte zählen und das gibt natürlich Selbstvertrauen für das nächste Match am Sonntag um 14:00 Uhr auf Giesings Höhen!

Liveticker: TSV 1860 München – SpVgg Bayreuth (14. Spieltag)

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Liveticker TSV 1860 SpVgg Bayreuth

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und der SpVgg Bayreuth! Die beiden Mannschaften treffen am 14. Spieltag der Regionalliga Bayern im Grünwalder Stadion aufeinander.

Die Löwen gegen die Oldschdod – einst ein Klassiker in der Bayernliga, vor ein paar Jahren noch eine Begegnung in der 3. Liga. Genau dorthin möchten der TSV 1860 zurückkehren und sollte deswegen auch die Hürde SpVgg Bayreuth nehmen, um den Anschluss an die Tabellenspitze (ganz unabhängig davon, ob die vorne platzierten Vereine überhaupt aufsteigen wollen/können) nicht zu verlieren. Zuletzt zeigte sich die Mannschaft von Alper Kayabunar sehr heimstark und so darf es natürlich bleiben. Gemma, Löwen!

Statistik

Aufstellung:
Eicher – Gevorgyan (46. Seiffert), Weber, Faßmann, Fiedler – Dressel, Wach (57. Uhlmann) – Leone (71. Bell), Eberwein, Erdogan – Niederlechner (85. Ortivero Calderon)

Bank:
Bachmann (Tor), Hoppe, Gosalci, Collins, Krasniqi

Tore:
1:0 Eberwein (25.), 1:1 Scheder (69.), 2:1 Uhlmann (80.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Deniz, Ott, Wagner, Musa, Moumou (alle verletzt), Klose (Trainingsrückstand)

Ausfälle bei Bayreuth:
Pestel, Markert, George, Shaqiri (alle verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre:
Noch sind keine Löwen von einer Gelbsperre bedroht. Kapitän Dennis Dressel und Mark Gevorgyan stehen bei drei Verwarnungen, Julian Bell und Emre Erdogan sahen zwei Mal Gelb.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 – SpVgg Bayreuth außer im Liveticker noch verfolgen?

Die Partie gegen die Oldschdod wird im Stream der BR24 Mediathek live übertragen.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Gegnervorstellung 26/27: Spielvereinigung Oberfranken Bayreuth 1921 e.V.

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Fans der SpVgg Bayreuth im GWS 22/23

Schon wieder eine englische Woche, diesmal zuhause. In den Schatten, die das Derby vom Wochenende schon vorauswirft, geht die heutige Partie teilweise etwas unter. Dabei kommt erneut ein “Team der Stunde” ins Grünwalder Stadion. Diesmal ist es die Oldschdod, die leider unter der Woche ihr Fanpotenzial nicht entfalten kann. Es heißt also abermals aufpassen, wenn der Löwe die Spielvereinigung Oberfranken Bayreuth 1921 e.V. empfängt!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Der nächste Gegner aus dem von den Löwen angeführten Verfolgerfeld des Spitzenduos aus Buchbach und Memmingen steht vor der Tür. Bayreuth ist aktuell mit 19 Punkten sechster und weist eine Bilanz von 6-1-6 auf. Das Team aus der Wagnerstadt ist also das Gegenteil unserer Remiskönige. Besonders offensiv sind die Franken mit 25 Treffern – genauso viele wie 1860 – stark, während die Defensive mit 18 Gegentreffern zu wünschen übrig lässt. Auswärts holte Bayreuth bisher neun Punkte (3-0-3).

Nach einem eher schwachen Start ist die Oldschdod aktuell gut in Form und seit drei Partien ungeschlagen. In diesen Matches schossen die Gelb-Schwarzen zudem zwölf Tore und kassierten nur zwei Treffer. Die Gegner waren aber auch allesamt aus der unteren Tabellenhälfte. Jetzt können die Mannen von Trainer Lukas Kling unter Beweis stellen, wie nachhaltig die Verbesserung wirklich ausgefallen ist.

Kader & Transfers

Starpower bringt kein Spieler im Kader der SpVgg mit. Im Sommer gab es jeweils 13 Zu- und Abgänge, die größtenteils aus den Regional- und Oberligen kamen. Bekanntester Spieler ist der verletzte Stürmer Jann George (34), der lange bei Jahn Regensburg aktiv war. Vier torgefährliche Spieler finden sich bei den Franken: Top-Torjäger ist der österreichische Stürmer Erijon Shaqiri (23), der seine Jugend beim FC Basel verbracht hatte und vor der Saison vom Bahlinger SC kam. Dahinter haben die weiteren Stürmer Onuigwe und Scheder vier Tore erzielt. Ebensoviele Treffer hat Verteidiger Niklas Doll (26) auf dem Konto. Der Neuzugang von Hertha Zehlendorf wird bei transfermarkt.de im Gegensatz zum kicker als Rechtsaußen geführt, was diese Torflut erklären würde.

Vereinsgeschichte

Die Geschichte der SpVgg Bayreuth begann am 23. Juli 1921, als sich 20 Mitglieder der Fußballabteilung des Hammerstätter TSV Bayreuth abspalteten und eine Fußballabteilung im Turn- und Sportverein Altstadt gründeten. Da der TuSpo den Ausbau des Fußballgeländes auf der Jakobshöhe nicht genügend unterstützte, spalteten die Fußballer sich abermals ab. So entstand 1925 die Freie Spielvereinigung Bayreuth-Altstadt, die sich dem Arbeitersportbund anschloss und schon die heutigen Vereinsfarben trug.

Auf einem gepachteten Kartoffelacker an der Jakobstraße entstand die spätere Spielstätte Jakobshöhe. 1933 wurde der Verein infolge der nationalsozialistischen Machtübernahme aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein am 3. November 1945 als SpVgg Bayreuth von 1921 e. V. wiedergegründet. In den folgenden Jahren entwickelte er sich zum sportlichen Aushängeschild der Stadt und etablierte sich als Rivale des 1. FC Bayreuth.

Die größten sportlichen Erfolge feierte die SpVgg zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren. 1959 gelang erstmals der Aufstieg in die 2. Liga Süd, 1969 kehrte die Mannschaft in die Zweitklassigkeit zurück. Besonders erfolgreich waren die Jahre ab 1971: 1979 erreichte Bayreuth den zweiten Platz in der 2. Bundesliga Süd und durfte an den Aufstiegsspielen zur Bundesliga teilnehmen, scheiterte jedoch an Bayer 05 Uerdingen. Nach dem Abstieg aus der eingleisigen 2. Bundesliga 1982 gelang noch zweimal die Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse. 1990 endete schließlich die Zeit im Profifußball. In den folgenden Jahren musste der Verein mehrere Abstiege hinnehmen, schaffte aber 2005 den Aufstieg in die Regionalliga Süd. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten verweigerte der Verband aber die Lizenz und die Oldschdod war zwischenzeitlich sogar in die Landesliga abgerutscht.

Seit 2013 wurde die Vereinsstruktur durch die Ausgliederung der ersten Herrenmannschaft in eine Spielbetriebsgesellschaft neu organisiert. 2014 stieg die SpVgg in die Regionalliga Bayern auf und etablierte sich dort. Nach der Meisterschaftin der Saison 2021/22 gelang unter Trainer Timo Rost der Aufstieg in die 3. Liga, womit der Verein nach 32 Jahren in den Profifußball zurückkehrte. In der Saison 2022/23 konnte sich die SpVgg jedoch nicht in der 3. Liga behaupten und stieg als Tabellenletzter wieder ab.

Fanszene

Die aktive Fanszene steht in Bayreuth mittig auf der Gegengerade in einer Sektion, die “Das Biest” genannt wird und entsprechend bemalt ist. Der gruppenübergreifende Verband ist dementsprechend die Gegengerade Altstadt Bayreuth, in dem man jede Saison Fördermitglied werden kann. Teil davon sind die Gruppen Wagnerstadtkollektiv mit dem Förderkreis Supcrew und die Szene 1921. Das Collettivo Giallo Nero hat sich im Sommer 2025 aufgelöst. Daneben existieren noch einige “normale” Fanclubs, die den Bayreuther Fußball unterstützen.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Mit acht Meisterschaften ist die SpVgg Bayreuth Rekordmeister der Bayernliga.
  • Im örtlichen Sprachgebrauch wird der Verein als „Oldschdod“ (Altstadt) bezeichnet.
  • Im Gegenzug für den Deal für das erste Sportgelände mussten die Spieler der Bayreuther Singstunden eines Arbeiterchores besuchen.

Der 14. Spieltag im Überblick

Dienstag 18:30 Uhr Aubstadt – Illertissen
19:00 Uhr Haching – Landsberg
19:00 Uhr Buchbach – Augsburg II
19:00 Uhr TSV 1860 München – Bayreuth
19:00 Uhr Fürth II – Memmingen
19:00 Uhr Schweinfurt – Ansbach
19:00 Uhr Eltersdorf – Burghausen
19:00 Uhr Eichstätt – Vilzing
Di, 27.10. 19:00 Uhr Nürnberg II – Seitenstraße 1b
Spielfrei Schwaben Augsburg