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TSV 1860 – FC Ingolstadt (3:1), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des absolut verdienten Heimsiegs unseres TSV 1860 München gegen den FC Ingolstadt 04. Mit 3:1 schlugen die Löwen die Schanzer aus der Audistadt am Sonntag im Sechzgerstadion auf Giesings Höhen. Was nehmen wir aus analytischer Sicht aus dieser Partie mit?

TSV 1860 – FC Ingolstadt war ein Duell mit Brisanz, kehrte doch der ehemalige Übungsleiter der Löwen an die alte Wirkungsstätte zurück. Am Ende stand für die wieder im 4-4-2 antretenden Löwen, bei denen Julian Guttau als hängende Spitze bzw. Schattenstürmer offensiv im Zentrum zwischen den Linien agierte und Manfred Starke die Position des Box-to-Box Spielers im Mittelfeld bekleidete, ein 3:1 Heimerfolg auf der Anzeigetafel.

Ebenfalls im 4-4-2 traten die Gäste an, allerdings mit einem frei auf die Flügel ausweichenden Jannik Mause, der somit eher die Rolle eines Raumdeuters inne hatte, und Neuzugang Sebastian Grönning im Sturmzentrum etwas anders gestaffelt. Ingolstadt formierte sich in einer offensiv flachen Raute, die sich gegen den Ball im letzten Drittel zu einer Linie formieren sollte.

Pressing und Defensivlinien

Die Sechzger wählten die Pressinglinie gegen das Positionsspiel zunächst hoch stehend, änderten diesen Ansatz jedoch während der Partie mehrfach. Mit der Führung im Rücken wurde allerdings nicht mehr auf die extrem aggressive Variante gesetzt, in der schon tief im letzten Drittel des Gegners Aktionen gesetzt wurden. Die Anzahl der anlaufenden Offensivspieler und deren Positionierung in der Linie war ebenso variabel. Von daher waren auch die aufgestellten Pressingfallen immer wieder anders. Ingolstadt kam damit nur schwer zurecht.

Ebenso verhielt es sich mit der Defensivlinie. Die Unterschiede hier waren jedoch lediglich von der Höhe geprägt, nicht jedoch von Personalien bzw. der Rollenverteilung. Von mittig bis extrem hoch waren hier alle Varianten zu sehen.

Im Gegenpressing nach Ballverlusten hingegen waren die Sechzger immer bissig und das in der gesamten pressingrelevanten Zone.

Ingolstadt wählte sowohl den intensiveren als auch den aggressivsten Ansatz beim Pressing. Und das sowohl gegen das Positionsspiel als auch im Gegenpressing nach Ballverlusten. Die Positionierung der Offensivspieler in der Pressinglinie war bei Ingolstadt im Gegensatz zu den Löwen nicht variabel angelegt. Es waren immer drei Angreifer mit diesen Aufgaben betraut. Das machte den Aufbau für die Löwen kalkulierbarer als für die Gäste.

Kommen wir vor der Analyse zu den statistischen Werten der Partie.

Statistische Werte des Spiels TSV 1860 – FC Ingolstadt

  • Ballbesitz TSV 1860 45% – FCI 55%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 68% – FCI 80%
  • defensive Zweikampfquote TSV 1860 45% – FCI 56%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 9/4 – FCI 17/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 14,5 – FCI 4,67

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (45%:55%)

Mit 58% Ballbesitz hatte die Mannschaft unseres TSV 1860 München im Spiel gegen den FC Ingolstadt bis zum Torerfolg durch Fynn Lakenmacher klar die Ballbesitz- und Feldvorteile auf der eigenen Seite. Danach zogen sich die Sechzger gegen das Positionsspiel der Schanzer weiter zurück und spielten aus einer abwartenden Position heraus immer wieder auf Umschaltaktionen und Konterangriffe lauernd ein defensives Spiel. Sie überließen den Schanzern großteils die Kugel. Dass Ingolstadt gegen tiefstehende Mannschaften schlecht Lösungen findet und wenig gute Chancen herausspielt, ist nichts Neues. Die Sechzger verwalteten die Führung gut. Ganz fehlerfrei geht das im Fußball nie. Mit der Ballbesitzüberlegenheit nach dem Führungstreffer erarbeiteten sich die Gäste zwar Chancen und Abschlüsse, diese waren qualitativ mehrheitlich ungenügend, dazu weiter unten mehr.

Der höhere Ballbesitz für Ingolstadt hatte wie immer auch Gründe in einem verzögerten Aufbauspiel. Das ist eine Kunst, die Ingolstadt im Normalfall sehr gut beherrscht. Sie sind statistisch gesehen die Mannschaft mit dem zweitniedrigsten Spieltempo der Topmannschaften in Liga drei. Gegen die variablen defensiven Varianten, die der TSV 1860 München am Sonntag aufbot, kamen die Ingolstädter jedoch nicht gut zurecht.

Passgenauigkeit (68%:80%)

Die alte Leier, Stammleser der Taktiktafelanalyse wissen was kommt. Hohe Ballsicherheit und Passgenauigkeit entsteht meistens durch viele Pässe im eigenen Defensivverbund. So auch am Sonntag im Fall von Ingolstadt.

Was Vorwärtspässe anbelangt befinden sich beide Teams von der Quote her auf nahezu demselben Niveau. Lediglich drei Prozentpunkte trennen hier die beiden Mannschaften. Rechnen wir da nun auch die Vorwärtspässe nach Rückpässen innerhalb des Abwehrverbundes mit ein – also jene Vorwärtspässe, die keinen offensiven Mehrwert in der räumlichen Progression eines Angriffs bringen – haben wir sogar einen leichten Vorteil für die Sechzger, was das für die Offensive wichtige Passspiel nach vorne betrifft zu verzeichnen.

In der Gesamtanalyse muss man natürlich auch mit einbeziehen, dass Ingolstadt durch die gute Staffelung der Defensive der Sechzger des Öfteren gezwungen war Angriffe komplett neu aufzubauen, weil sie keine Chance sahen von den Positionen, die sie bezogen hatten durch die kompakte Defensive der Sechzger durchzudringen und so zu deutlich mehr Positionsangriffen insgesamt kam, die jedoch großteils unwirksam verpufften.

Defensive Zweikampfquote (45%:56%)

Wie schon im Spiel gegen Rot-Weiss Essen sieht die defensive Zweikampfquote im ersten Moment verheerend aus. Beäugt man aber die Zweikämpfe, die geführt wurden und den wechselnden Ballbesitz genauer, sehen wir, dass die Art und Weise der Balleroberung oft guter Teamarbeit und dem Abfangen eines Balles nach einem Zweikampf durch einen parat stehenden Mitspieler erfolgte. Hierfür waren kurzräumige Verdichtungsverschiebungen seitens der Löwen ein Garant. Auf diese Eroberungen folgende Frustfouls der Schanzer waren ein wunderschönes Zeugnis ihrer Hilflosigkeit gegen die räumliche Überlegenheit der Sechzger im Stellungsspiel. Ein anderer Schiedsrichter hätte womöglich öfter den gelben Karton aus der Brusttasche hüpfen lassen. Ich muss aber sagen, dass mir die Linie des Unparteiischen hier sehr gut gefallen hat. So sollte es öfter sein. Das Spiel konnte sich entwickeln und die Unterbrechungen nach Foulspielen waren meist nur von kurzer Natur.

Allerdings waren es nicht nur die Bälle, die der zweite Mann abfangen konnte, die für Ballbesitzwechsel sorgten, sondern auch die Tatsache, dass die Schanzer den Ball zwar behaupteten, aber wegen der Richtung aus der der defensive Angriff der Löwen kam, die Kugel ins Seitenaus beförderten und somit ein verlorener Zweikampf im Nachgang doch ein gewonnener war.

Foulstatistik

Trotzdem möchte ich noch kurz auf die Foulstatistik insgesamt eingehen. Trotz deutlich mehr Ballbesitz hat Ingolstadt 63% mehr Fouls begangen als der TSV 1860 München. Die harte Gangart der Ingolstädter war vorher bekannt. Sechzig ließ sich nicht ins Bockshorn jagen. Das muss man lobend erwähnen.

Kommen wir auf die wirklich wichtigen Zonen vor dem eigenen Tor der Sechzger zu sprechen, müssen wir festhalten, dass in der Box und zentral davor nur zwei Defensivduelle am Boden verloren wurden. Bei Zweikämpfen in der Luft kippt hier die Statistik zwar in Richtung FC Ingolstadt, allerdings waren deren Kopfbälle in der Box des TSV 1860 München selten ein Gefahrenherd, weil nie ein Spieler unbedrängt zum Kopfball kam.

Das Verhältnis zwischen In die Box gespielten Bälle und Ballberührungen in der Box liegt beim TSV bei 1,25:1 und beim FCI bei 2:1. Anders ausgedrückt: die Sechzger konnten vier Fünftel ihrer in die Box gespielten Bälle dort in irgendeiner Art verwerten. Die Schanzer lediglich die Hälfte. Und was die Qualität dort betrifft lest ihr im nächsten Abschnitt.

Schüsse/aufs Tor (9/4:17/7)

Auch durch diese Statistik könnte man eine Dominanz des FC Ingolstadt gegenüber dem TSV 1860 München vermuten, wenn man lediglich die Anzahl der Schüsse sieht.

Kommen wir zur Schussgenauigkeit ergibt sich ein nahezu ausgeglichenes Bild mit 3% Punkten Vorteil für unsere Löwen. Nehmen wir das Eigentor für uns mit in die Statistik hat Ingolstadt dieselbe Schussgenauigkeit, allerdings mit einem zielgenauen Schuss auf den falschen Kasten.

Sehen wir nun auf die Qualität der Chancen beider Teams ergibt sich ein deutlich anderes Bild. Abgesehen vom Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:1 hatte kein einziger Schuss der Schanzer einen xG Wert über 0,1. Der durchschnittliche xG Wert pro Schuss unter Nichtberücksichtigung des Elfmeters lag für die Schanzer bei 0,04.

Beim TSV lag die Schussqualität im Schnitt bei 0,18. Sogenannte 100%ige Chancen haben einen Wert von 0,25 oder höher. Wir können also auch hier sagen, Qualität und Quantität ist hier nicht Hand in Hand gegangen, sie war bei beiden Teams indirekt proportional. Weniger Schüsse höherer Qualität bei den Sechzgern und mehr Schüsse deutlich geringerer Qualität bei den Gästen.

PPDA (14,5:4,67)

Nach der Anfangsviertelstunde mit deren Ablauf die Sechzger das 1:0 erzielt hatten, schalteten die Löwen zwei Gänge herunter was die Intensität der Defensivbemühungen in den pressingrelevanten Zonen betraf. Das bedeutet aber nicht, dass nicht mehr angelaufen wurde. Es wurde lediglich von ballgewinnorientiertem Pressing auf Angriffssteuerung umgeschalten. Die Schanzer taten den Löwen auch den Gefallen und spielten immer wieder in die in der Tiefe lauernden Pressingfallen, von wo die Sechzger ihrerseits schnelle präzise Angriffe über die Vertikale lancierten und so oft gefährlich ins letzte Drittel eindrangen.

Die hohe Pressingintensität, die Ingolstadt über das ganze Spiel hinweg an den Tag legte, half gegen aus der Defensive heraus im Positionsspiel gut und zielstrebig angreifende Löwen nur bedingt. Selbst wenn Ingolstadt sich die Kugel erobern konnte, waren die Sechzger gut genug gestaffelt, um den ballführenden Ingolstädter sofort wieder zu attackieren oder Passwege in die Tiefe so zuzustellen, dass Ingolstadt entweder nur ein kompletter Neuaufbau oder riskante Schüsse aus der Ferne übrig blieben, sofern sie den Ball behaupten konnten.

Die Tore

Hier könnt ihr Euch die Tore und weitere Highlights noch einmal ansehen. Bei einem Endergebnis von 3:1 ist das entscheidende Tor logischerweise das zweite für die siegreiche Mannschaft. Da dies aber ein äußerst tölpelhaftes Eigentor des Keepers der Schanzer war, beleuchten wir hier diesmal das erste Tor durch Fynn Lakenmacher nach einem Traumpass von Guttau.

Julian Guttau stibitzt den Schanzern nach einem nonchalenten Querpass auf deren linker Seite nahe der Seitenauslinie den Ball. Er geht einige Meter steil Richtung Box der Gäste. Fynn Lakenmacher läuft mit der sich zurückziehenden Abwehrkette in der Schnittstelle der Innenverteidiger mit und zeigt an, wo er gerne den Ball hin hätte. Diesem Wunsch kam Julian Guttau nur zu gerne nach und spielte den Ball durch die Gasse in den Lauf des Stürmers, der die Kugel verarbeitete, sich von den Innenverteidigern absetzte und beim Schuss aus halbrechter Postion in der kleinen Box dem Keeper der Schanzer mit einem wunderschönen Lupfer keine Chance zur Abwehr ließ. Dass Funk allein gegen einen Angreifer selten gut aussieh, wusste man vorher. Dass Lakenmacher diese Schwäche so ausnutzte, freut mich besonders für ihn, der überhaupt ein sensationelles Spiel auf den Rasen legte.

Das fiel auf

Taktische Variabilität

Die taktische Variabilität der Mannschaft des TSV 1860 München durch den Trainerwechsel war auch im Spiel gegen den FC Ingolstadt wieder deutlich zu sehen. Ein Anpassen des Matchplans je nach Spielstand schien im Herbst noch ein reiner Wunschtraum zu sein. Unter anderem am Pressingverhalten des Teams vor und nach dem Führungstreffer wird es nun aber deutlich, dass die Löwen mehr als nur ein Schema, wie man ein Spiel gestaltet, im Repertoire haben. Das ist höchst erfreulich und darf gerne so weitergehen.

Marco Hiller

Wie ein Fels in der Brandung ist Hiller mittlerweile ein Rückhalt, der auch seinen Vorderleuten durch seine guten Leistungen Sicherheit gibt und somit die gesamte Defensive mit stabilisiert. Vom Kicker wurde er in die Elf des Tages beordert. Beim Elfer nur knapp und wegen der Wucht des Schusses von Jannik Mause bezwungen war er ansonsten wieder ein Stabilitätsfaktor, der auch bei den knappen Schüssen der Ingolstädter rechts neben seinen Kasten jeweils im richtigen Eck gewesen war und die Schüsse, falls sie platziert genug gewesen wären, möglicherweise entschärft hätte.

Einer für Alle und Alle für einen

Das Verständnis der Spieler untereinander auf dem Platz ist bewundernswert. Die Elf „Musketiere“ in weiß und blau könnten das fußballerische Pendant zu Dumas Heldenquartett in den berühmten Romanen darstellen. Wie die Spieler füreinander kämpfen und sich jeder in den Dienst der Mannschaft stellt, gute Aktionen des Mitspielers beklatscht oder mit anderen positiven Gesten Zuspruch gibt ist wirklich schön zu sehen.

Fazit

Mit einem verdienten und bravourös erkämpften Sieg setzen sich die Löwen nun mit acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone weiter von dieser ab.

Ich möchte dennoch etwas auf die Euphoriebremse treten. Noch sind wir nicht über den Berg. Bis in dieser Liga, die bekanntlich aus zwanzig Mannschaften besteht, Sicherheit herrscht was den Nichtabstieg betrifft fehlen noch zwölf Punkte.

Ich bin mir allerdings sicher, dass wenn man das Leistungsniveau auf der momentanen Stufe hält oder sogar weiter verbessern kann, die Spieler weiterhin so ein Selbstvertrauen ausstrahlen und dem Motto „Einer für Alle“, das ich im obigen Absatz in den Raum geworfen habe weiterhin treu bleiben, keine Zweifel am Gelingen dieser Aufgabe bestehen.

Die Wandlung, die das Team unter dem neuen Trainer gemacht hat, lässt mich durchaus staunen.

Weiter so Löwen! Wir sind wieder alle mächtig stolz darauf, eine Mannschaft zu sehen, die mit Herz und Hirn für das Wappen auf der Brust kämpft und spielt.

Datenquelle: Wyscout

Sechzig um sieben: TSV 1860 U17 verliert in Braga

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Die U15 und die U17 des TSV 1860 München befinden sich aktuell auf Testspielreise in Portugal. Das erste Testspiel im Rahmen dieser Reise verlor die U17 gestern beim SC Braga.

Erstes Testspiel der Portugalreise: U17 verliert 2:5 beim SC Braga

Die höchsten Nachwuchsmannschaften befinden sich aktuell wieder auf einer der eminent wichtigen Testspielreisen in Europa. Dieses mal finanzierten die Unternehmer für Sechzig eine Reise nach Portugal. Im Rahmen dieser Reise traf die U17 gestern auf ihr Pendant vom SC Braga. Dass diese Mannschaft ein echter Prüfstein ist, kann man daran erkennen, dass die Profis von Braga diese Saison in der Champions League antraten. Unsere U17 schlug sich im Testspiel bei Braga sehr gut, verlor aber am Ende 2:5. Individuelle Fehler und hohe Effektivität vor dem Tor machten den Unterschied zu Gunsten der Portugiesen.

Die Löwenergebnisse vom Wochenende

Die Löwinnen starteten erfolgreich in die Vorbereitung auf die Rückrunde. Sie konnte nach 0:1-Rückstand noch 2:1 in Gilching gewinnen. Die U17 besiegt vor der Abreise nach Portugal die SpVgg Unterhaching mit 3:2. Außerdem gewann die U10 am Wochenende gleich zwei Hallenturniere. Alle Ergebnisse findet Ihr hier.

1860 eSportler im Halbfinale

Bei der 3.Liga eMeisterschaft schlugen sich die Vertreter des TSV 1860 München sehr gut. Sie gewannen ihre Vorrundengruppe etwas überraschend und konnte sich so für das Viertelfinale qualifizieren. Dort eliminierten die eLöwen die eZebras vom MSV Duisburg. Im Halbfinale war dann leider gegen den BVB II Endstation. Trotzdem eine tolle Leistung, zu der wir herzlich gratulieren.

Ismaiks Stippvisite

Hasan Ismaik besuchte München, sah sogar beim Trainings der Profis zu und verschwand dann so schnell wieder wie er gekommen war. Den Besuch des Grünwalder Stadions beim emotionalen 3:1 gegen Ingolstadt ließ er sich entgehen. Alle Details zum Besuch des Mehrheitsaktionärs hat Jan für Euch zusammengestellt.

Lakenmacher Kandidat zum Spieler des 25. Spieltags

Liga3-online sucht wieder den Spieler des 25. Spieltags. Nach seinem Führungstreffer und einer erneut starken Partie steht Löwenstürmer Fynn Lakenmacher zur Wahl. Wer ihm seine Stimme geben will, kann das hier tun. Beim Kicker schaffte es Marco Hiller in die “Elf des Tages”.

Böllerwurf beim Heimspiel gegen Ingolstadt

Eine unschöne Szene gab es am Sonntag leider auch noch. Durch einen Böllerwurf wurde eine Löwin in Block F1 kurz nach dem Treffer von eben bereits erwähntem Fynn Lakenmacher am Bein verletzt. Für sie war das Spiel vorbei, sie musste sich in ein Krankenhaus begeben. Mittlerweile ist sie aber bereits auf dem Weg der Besserung. Der TSV 1860 reagierte am Montag auf den Vorfall und will dabei helfen den Täter zu ermitteln.

News aus der dritten Liga

Saarbrücken: Absage des Pokalspiels kostet 80-100.000 Euro

Nicht nur das Image des 1.FC Saarbrücken leidet unter der Absage des DFB-Pokal-Viertelfinales gegen Borussia Mönchengladbach. Laut Pressesprecher Peter Müller bleiben die Saarländer auf Kosten für Catering, Ordnungsdienst etc. des abgesagten Spiels sitzen.

Mannheim: Antwerpen will “Unkonzentriertheiten” abstellen

Das Debüt von Marco Antwerpen als Trainer des SV Waldhof ging beim SSV Ulm verloren. Antwerpen machte dafür “Unkonzentriertheiten” bei einigen Spielern verantwortlich. Diese gelte es schnellstmöglich abzustellen. Außerdem müsse sich sein neues Team “in ganz vielen Bereichen wesentlich verbessern”.

Freiburg II: Niki Lang zwei Spiele gesperrt

1860-Leihgabe Niki Lang sah im Spiel seines SC Freiburg II gegen Arminia Bielefeld rot. Für sein Foul am Ex-Kollegen Merveille Biankdi wurde Lang nun zwei Spiele gesperrt.

Damit wünschen wir Euch einen schönen Faschingsendspurt!

Beim Heimsieg gegen Ingolstadt: eine Verletzte durch Böllerwurf

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TSV 1860 FC Ingolstadt 04 20240211 (33)

Der Heimsieg gegen den FC Ingolstadt wird dem ein oder anderen Löwenfan nicht nur wegen den weiteren drei Punkten sowie einem guten Auftritt der Mannschaft in Erinnerung bleiben. Im Block F1 ereignete sich kurz nach dem 1:0 durch Fynn Lakenmacher ein Böllerwurf, wodurch eine Person verletzt wurde. Sie befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung.

Eine Verletzte durch Böllerwurf in der Westkurve

In der 15.Minute gab es für die Fans des TSV 1860 München am gestrigen Sonntag das erste Mal Grund zum Jubeln. Fynn Lakenmacher erzielte im Stile eines waschechten Torjägers auf Vorlage von Julian Guttau das 1:0 für die Löwen. Mitten in den Torjubel hinein vernahm man in den Stimmungsblöcken G und H einen dumpfen Schlag. Im Block F1 stieg – bedingt durch einen Böllerwurf – eine Rauchwolke auf. Was aus der Ferne nicht zu beobachten war: es war eine Aktion mit Folgen. Eine Löwin wurde durch den pyrotechnischen Artikel am Bein verletzt und musste sich in ärztlicher Behandlung geben.

Wie auch das Löwenmagazin wurde sechzger.de von dem Bruder der Betroffenen kontaktiert. Die gute Nachricht vorweg: seiner Schwester geht es soweit gut, sie konnte das Krankenhaus noch am Sonntagabend verlassen. Er sei grundsätzlich kein Gegner von Pyrotechnik oder Feuerwerk, möchte aber die Gelegenheit nutzen und an die Vernunft aller appellieren. Ein Böllerwurf in eine Menschenmenge hinein – in diesem Fall sogar auf die eigenen Fans – sei ein absolutes No-Go. Im weiteren Verlauf der Partie kam es zu einer weiteren Böllerexplosion im Block G, diese ging allerdings zum Glück ohne Verletzten aus.

TSV 1860 reagiert und sagt Unterstützung zu

Am Montag reagierte der TSV 1860 München auf den Vorfall und kündigte an sich bei dem betroffenen Fan zu melden. Außerdem wandten sich die Löwen an alle Stadionbesucher, damit ein vergleichbarer Vorfall sich nicht wiederholt.

Löwen-Fans, ihr seid großartig, doch Einzelne stehen den Werten der Löwen-Familie entgegen. Lasst uns gemeinsam für einen sicheren Stadionbesuch stehen, lasst Böller zu Hause oder am besten gleich im Geschäft und sorgt für positive Emotionen. Niemand sollte einen anderen bedrohen oder verletzen, wir sind alle Löwen und wollen nur eines: Sicher ins Stadion kommen, die Löwen siegen sehen und sicher wieder nach Hause zurückkehren.

Die Untersuchungen zur Ermittlung des Täters wurden bereits eingeleitet. Neben der Befragung von Fans werden dazu auch Bilder der Sicherheitskameras ausgewertet.

NLZ: TSV 1860 U17 verliert in Braga mit 2:5

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Sporting Clube De Braga TSV 1860 U17 Portugal

Am gestrigen Sonntag brachen die U17 und die U15 der Löwen nach Portugal auf. Bereits heute stand das erste Testspiel der B-Junioren auf dem Programm. Dabei unterlag die U17 des TSV 1860 dem Sporting Clube de Braga mit 2:5.

TSV 1860 U17 verliert in Braga mit 2:5

Auch wenn das Resultat sehr deutlich aussieht, zogen sich die Junglöwen beachtlich aus der Affäre. Besonders vor der Pause zeigte die Elf von Felix Hirschnagl eine klasse Leistung, lag jedoch durch ein Traumtor und einen Elfmeter mit 0:2 in Rückstand. Am Ende stand im ersten Testspiel auf portugiesischem Boden eine 2:5-Niederlage zu Buche. Die Tore für die Junglöwen erzielten Paul Lichti und Loris Husic.

Morgen um 18 Uhr ist dann die U15 erstmals im Einsatz und wird sich mit dem Nachwuchs von Benfica messen.

Bevor die Junglöwen am Donnerstag wieder nach München zurückkehren, stehen am Mittwoch zwei weitere Partien an. Zunächst trifft die U17 um 9 Uhr auf den FC Porto, um 11 Uhr messen die U15-Teams beider Clubs ihre Kräfte.

Ein großes Dankeschön geht raus an die Unternehmer für Sechzig, die den Trip der Junglöwen überhaupt erst ermöglicht haben.

Sechzig am Wochenende: Löwinnen gewinnen Testspiel in Gilching

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Tsv 1860 Frauen Löwinnen I

Während die Profis gestern im Grünwalder Stadion drei wichtige Punkte in der 3. Liga einfuhren, bestritten die Löwinnen in Gilching ihr erstes Testspiel und feierten ebenfalls ein Erfolgserlebnis.

Löwinnen gewinnen Testspiel in Gilching

Zu Beginn hatte die Elf von Trainer noch etwas Schwierigkeiten, im neuen System zurechtfinden. Nach dem Seitenwechsel kamen die Löwinnen in Gilching jedoch besser ins Spiel und nutzten ihre Chancen. Vor der Pause waren die Gastgeberinnen durch Junghans in Führung gegangen (25.), in der Schlussviertelstunde drehte der TSV 1860 jedoch noch zu seinen Gunsten. Winter (76.) und Städtler (84.) sorgten für den 2:1-Auswärtssieg von Münchens großer Liebe.

Die Spiele im Überblick

Dienstag, 06.02.

19.00 Uhr: Profis – Rot-Weiss Essen 2:0

Mittwoch, 07.02.

19.30 Uhr: SV Aubing U19 – U17 1:3

Freitag, 09.02.

19.15 Uhr: U17 – SpVgg Unterhaching 3:2

Samstag, 10.02.

10.30 Uhr: U15 – AKA Tirol 2:1
13.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U19 0:2
13.00 Uhr: U14 – VfB Stuttgart 2:2
14.00 Uhr: WSG Tirol Juniors – U21 3:3
14.00 Uhr: U13 – RB Salzburg 2:3
15.00 Uhr: Dritte – TuS Holzkirchen II 1:1
15.30 Uhr: U16 – SpVgg Greuther Fürth 3:3
17.00 Uhr: Vierte – SV Eintracht Berglern 4:2

Zudem trat die U12 zu einem Hallenturnier in Wendelstein an und traf dabei u.a. auf den 1. FC Heidenheim sowie die U13-Teams von Bohemians Prag und Wacker Innsbruck.

Die U10 gewann den “Integrations-Cup” des SC Türkgücü Ulm. Im Finale setzten sich die Junglöwen mit 3:2 gegen die Stuttgarter Kickers durch.

Sonntag, 11.02.

13.00 Uhr: TSV Gilching/Argelsried – Löwinnen I 1:2
16.30 Uhr: Profis – FC Ingolstadt 04 3:1

Am Sonntag war außerdem die U11 beim Hallenturnier in Wendelstein im Einsatz.

Die U10 nahm am Turnier des FC Unterföhring (älterer Jahrgang) teil, besiegte dort im Finale die U11 des SV Heimstetten und krönte ihr erfolgreiches Wochenende.

Die U15 und U17 sind zu ihrer Reise nach Portugal aufgebrochen und werden dort jeweils zwei Testspiele absolvieren.

Montag, 12.02.

10.30 Uhr: Sporting Clube de Braga – U17 5:2
18.00 Uhr: SC Arcadia Messestadt U15 – U13 1:0

Dienstag, 13.02.

15.00 Uhr: U14 – SpVgg SV Weiden U15 -:-
18.00 Uhr: SL Benfica – U15 -:-

Mittwoch, 14.02.

09.00 Uhr: FC Porto – U17 -:-
11.00 Uhr: FC Porto – U15 -:-

Titelbild: TSV München von 1860 e.V.

TSV 1860 eSports erreicht Halbfinale bei Qualifikationsturnier

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Tsv 1860 Esports Fifa

Am vergangenen Donnerstag stand für die eSports Abteilung des TSV 1860 das dritte Qualifikationsturnier für die 3.Liga eMeisterschaft auf dem Programm. Da in den ersten beiden Turnieren kaum Punkte erzielt werden konnten, wurden die Löwen in eine sehr starke Gruppe gelost. Dennoch erreichten die eSportler des TSV das Halbfinale.

Starke Gruppenphase des TSV 1860 eSports

In der Gruppenphase wurde gegen jeden Gegner aus der Gruppe zwei Matches ausgetragen, wobei jedes Spiel einzeln gewertet wurde. Zuerst traten die Löwen gegen den BVB II an und kamen in beiden Spielen nicht über ein 1:1 hinaus.

Der nächste Gegner war der SV Sandhausen, gegen den der TSV 1860 eSports mit 3:2 und 2:1 zwei Siege einfahren konnte. Gegen den SC Freiburg II gab es zunächst ein 2:2, im Anschluss erkämpften die Löwen einen 4:3-Sieg. Danach folgte das oberbayerische Duell  gegen Ingolstadt statt. Nicht nur auf dem Rasen waren die Löwen für die Schanzer eine Nummer zu groß, sondern auch an der Konsole. Sechzig konnte beide Spiele mit 3:2 und 4:1 für sich entscheiden.

Im letzten Gruppenspiel ging es gegen Viktoria Köln, den Topfavoriten auf Platz 1 in der Gruppe. Im ersten Spiel verloren die Löwen knapp mit 2:6, im zweiten Match sprang hingegen ein 1:0-Sieg heraus. Überraschenderweise konnte sich der TSV 1860 damit den 1. Platz in der Gruppenphase sichern.

Aus im Halbfinale gegen den BVB

Am nächsten Tag ging es in die KO-Phase, in der die Löwen auf Angstgegner MSV Duisburg trafen. Nach einem 4:1-Sieg und einer 1:2-Niederlage gab es ein Entscheidungsspiel, das der TSV 1860 eSports mit 3:1 für sich entschied und somit ins Halbfinale einzog. Dort wartete erneut der BVB II, der sich diesmal als zu stark erwies. Leider verloren die Löwen beide Spiele mit 3:4 und 2:4 und mussten somit die Segel streichen.

Dennoch haben die eSportler Cedric, Justin, Max & Farki gezeigt, dass sie das Zeug dazu haben, ganz oben mitzuspielen. Der TSV 1860 München e.V. ist sehr stolz auf diese Leistung und natürlich wird das Team beim letzten Qualifikationsturnier alles geben, um wieder die Finals der 3.Liga eMeisterschaft zu erreichen.

sechzger.de dankt Alexander Kneußel vom TSV 1860 eSports für den Bericht und das zur Verfügung gestellte Foto.

Video- & Fotogalerie zu TSV 1860 München – FC Ingolstadt 04

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TSV 1860 FC Ingolstadt 04 20240211 Fotogalerie Titelbild

Giesing bebte! Im oberbayerischen Duell setzten sich die Löwen gestern Abend auf überzeugende Art und Weise mit 3:1 gegen die Schanzer durch und bleiben 2024 weiterhin ungeschlagen. Doch nicht nur auf dem Rasen wusste Münchens große Liebe zu überzeugen. Wir präsentieren Euch in unserer Video- und Fotogalerie die schönsten Impressionen vom Heimsieg des TSV 1860 gegen den FC Ingolstadt 04.

Videos aus dem Grünwalder Stadion

Nachfolgend drei Videos vom Dienstagabend. Noch mehr Bewegtbilder rund um die Löwen findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie zu TSV 1860 München – FC Ingolstadt 04

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Hasan Ismaik in München – ein überraschender wie fragwürdiger Besuch

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Es war schlussendlich eine kurze Stippvisite, die Hasan Ismaik in München einlegte. Er tauchte plötzlich am Trainingsgelände auf, machte ein paar Fotos und war dann auch schon wieder verschwunden. Ein Treffen mit Funktionären des e.V. gab es wieder einmal nicht und so hinterlässt der Besuch mehr Fragen als Antworten.

Ismaik zeigt sich kurz in München beim TSV 1860 – und verschwindet dann wieder

Es war eine überraschende Nachricht, die die Abendzeitung Ende letzter Woche verbreitete. Hasan Ismaik sei am Donnerstag in München angekommen. Zuletzt war der Jordanier im Januar 2023 in der Landeshauptstadt gesichtet worden. Er posierte für ein Foto vor einem Fanshop des TSV 1860 München mit Anthony Power. Zudem gab es ein Treffen mit den damaligen Geschäftsführern Günther Gorenzel und Marc-Nicolai Pfeifer sowie Trainer Michael Köllner. Ismaik zog im Anschluss ein positives Fazit – und versprach zum einen zeitnah wieder in München zu sein, zum anderen einen Termin mit Präsident Robert Reisinger zu vereinbaren.

Gestern Nachmittag bin ich in München gelandet und habe sofort wieder die Herzlichkeit und Schönheit dieser Stadt gespürt. Ich werde demnächst wieder nach München kommen. Dann plane ich ein Treffen mit der Vereinsspitze um Präsident Robert Reisinger. Mein großer Wunsch ist, dass wir unseren Fans, Mitgliedern und Freunden eine neue Heimat bieten können.

Es blieb schlussendlich der einzige Besuch im Jahr 2023, ein Treffen mit Reisinger gab es folglich nicht. Anfang November noch hatte Ismaik den Fans etwas anderes mitgeteilt und dabei auch einen Besuch im Grünwalder Stadion angekündigt.

Im neuen Jahr werde ich auch wieder regelmässig nach München kommen und ins Stadion gehen – das ist einer meiner Vorsätze für 2023.

Die Spannung am gestrigen Sonntag war groß, ob der Mehrheitsgesellschafter diesen Vorsatz nun beim Heimsieg gegen den FC Ingolstadt umsetzen würde. Während der merkur bereits zuvor schrieb, Ismaik sei bereits am Freitagabend wieder abgereist, war der Jordanier laut AZ bis Sonntag in München. Dem Stadion stattete er allerdings keinen Besuch ab. Der Besuch am Trainingsgelände blieb die einzige sichtbare Aktion.

e.V. ohne Informationen zum Besuch

Die Fans allerdings beschäftigte die Stippvisite dennoch. “Hasan, das ganze Stadion pfeift auf dich!” war in großen Buchstaben in der Westkurve zu lesen. Dazu ertönten viele Trillerpfeifen, später folgte noch “Gegen alle Investoren!” mit dem durchgestrichenen Konterfei des Jordaniers. In der Stehhalle antworteten einige Löwenfans auf die Aktionen mit “Reisinger raus!“-Rufen – die Anhänger des TSV 1860 bleiben weiter zerstritten.

Seine Vorsätze und Ankündigungen hielt Ismaik nicht ein – in einem anderen Punkt bleibt er seiner Linie allerdings treu. Nachdem er angekündigt hatte, den e.V. und insbesondere Präsident Robert Reisinger nicht auf Augenhöhe zu sehen, gab es entsprechend auch kein Treffen mit dem frischgebackenen 60-Jährigen oder gar anderen Vertretern des Vereins. Mehr noch: aus e.V.-Kreisen ist zu hören, dass niemand von dem Besuch Ismaiks vorab überhaupt informiert wurde. Da wundert es wenig, dass das Präsidium am Freitag einen Notartermin hatte. Vielmehr stellt sich die Frage, ob der Mehrheitsgesellschafter diesen Termin bei seiner Stippvisite am Trainingsgelände möglicherweise sogar einkalkuliert hatte.

Stattdessen soll sich Ismaik am Freitagnachmittag noch mit dem Bündnis Zukunft getroffen haben. Der ein oder andere Löwenfan nahm diese Mitteilung nicht gerade überrascht zur Kenntnis. Schon lange wird vermutet, dass das BZ1860 hinsichtlich der anstehenden Mitgliederversammlung im Sommer mit Wahlen (u.a. Verwaltungsrat) Ambitionen hegt. Was genau bei dem Treffen besprochen wurde, ist bislang noch nicht bekannt. Eine Zusammenarbeit der beiden Parteien scheint damit aber nicht mehr ganz ausgeschlossen.

Mittlerweile hat Hasan Ismaik München wieder verlassen. Er hinterlässt die Löwenfans mit mehr Fragen als Antworten. Unter anderem fragt man sich, was der Jordanier mit seinem Besuch überhaupt bezwecken wollte. Eines jedoch ist ganz offensichtlich: eine vernünftige Zusammenarbeit zwischen Ismaik und e.V. gab es nicht – und wird es vorerst auch nicht geben, denn sie ist schlichtweg seitens Ismaik nicht erwünscht.

Nach Sieg gegen Schanzer: Marco Hiller in kicker “Elf des Tages”

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Marco Hiller Tsv 1860

Mit 3:1 schlug der TSV 1860 am gestrigen Sonntag den FC Ingolstadt 04 und verschaffte sich damit ordentlich Luft im Abstiegskampf. Mit Marco Hiller wurde ein Löwe vom kicker für die “Elf des Tages” nominiert.

Marco Hiller in kicker “Elf des Tages”

Keine Frage, auch Fynn Lakenmacher oder Julian Guttau (beide kicker Note 2,0) hätten sich beispielsweise eine Nominierung für die Spieltagself aufgedrängt. Letztendlich entschied sich das Sportmagazin aber nur für Torwart Marco Hiller (ebenfalls 2,0). Hinsichtlich der Bewertungen fielen beim TSV 1860 lediglich Morris Schröter (4,0) und Albion Vrenezi (5,5) etwas vom Rest des Teams ab.

Die Spieltagself im Überblick

Hiller (1860) – Kölle (Duisburg), Großer (Bielefeld), Götze (Essen), Faber (Regensburg) – Will (Dresden), Hauptmann (Dresden), Biankadi (Bielefeld), Azhil (BVB II), Lemmer (Dresden) – Ginczek (Duisburg)

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Ingolstadt: Ohne Robert!

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Eigentlich sollte man durch den emotionalen Sieg des TSV 1860 München gegen den FC Ingolstadt gut gelaunt und milde gestimmt sein. Bin ich auch irgendwie. Aber andererseits regt es mich sowas von auf, dass der Mehrheitsgesellschafter unserer KGaA München besucht ohne Robert Reisinger und andere e.V.-Vertreter zu treffen.

Gezielte Provokation der HAM-Seite

Eigentlich liegt eine durchaus passable englische Woche hinter den Löwenfans. 1860 konnte in den drei Spielen der Englischen Woche sieben Punkte einfahren. Der neue Finanzgeschäftsführer Oliver Mueller hinterließ auf seiner Vorstellungspressekonferenz einen durchaus positiven Eindruck und die Nachbarn aus der Seitenstraße verloren ein durchaus wichtiges Spiel. Es könnte also sein, dass mein Sohn erstmals in seinem Leben einen anderen deutschen Meister als unseren ungeliebten Nachbarn erleben darf. Auch ich war nah dran erstmals in meinem Leben etwas ganz Besonderes zu erleben: ein Treffen von Hasan Ismaik mit den führenden Vertretern unseres e.V. Allerdings entschied sich Hasan Ismaik genauso schnell wieder zu verschwinden, wie er aufgetaucht war. Natürlich ohne eine Besprechung mit Robert Reisinger und Co., um die Zukunft der KGaA zu besprechen.

Ismaik brüskiert den TSV 1860 München e.V. ein weiteres Mal

Grund für das Erscheinen nach der bereits gewohnten “Kai aus der Kiste” – Manier des Mitgesellschafters war wohl die notarielle Eintragung der beiden neuen Geschäftsführer. Diese hatte die HAM-Seite ja mit markigen Worten wenige Tage vorher noch in Frage gestellt. Wohlwissend, dass die Eintragung von Geschäftsführern erst der notariellen Beglaubigung bedarf, bevor diese ins Handelsregister eingetragen werden können. Ganz scheinheiliger Move von der HAM-Seite mal wieder. Ebenso fragwürdig ist, dass Ismaik es bei seinen Pop-Up Besuchen in München nicht für nötig hält, sich mit Vertretern des e.V. zu treffen. Ismaik bleibt also seiner Linie treu, seinen Mitgesellschafter, der wegen der 50+1 Regel nun mal die letzte Entscheidungsgewalt hat, nicht auf Augenhöhe zu begegnen. Und trotz blumiger Formulierung, dass doch ein angemessener Umgang mit Menschen” wünschenswert sei, herrschte Mal wieder Funkstille zwischen dem sogenannten Investor und seinem Investment. So schnell wie er gekommen war, entschwebte der Mehrheitsgesellschafter am Freitagabend. Natürlich mal wieder, ohne ein Spiel seines Herzensvereins im Stadion anzuschauen. Wo er ganz schön was verpasste. Selber schuld!

Ohne Treffen mit Robert Reisinger dafür mit dem Bündnis Zukunft

So ging Ismaiks Besuch ein weiteres Mal ohne Treffen mit Robert Reisinger zu Ende. Getroffen hat Ismaik aber Vertreter des bisher sehr amorphen Bündnis Zukunft. Diese Organisation, die bisher ein sehr undurchsichtiges Spiel in und um den TSV 1860 spielt, ist eine Privatinitiative und besitzt keinerlei “offizielle Funktion” rund um e.V. oder KGaA. Wieso besucht Hasan Imaik also Vertreter dieser Privatveranstaltung? Die Motivation dürfte auf der Hand liegen. Auf der MV im Sommer stehen Wahlen zum Verwaltungsrat an. Möglicherweise versucht die HAM-Seite mit dem Bündnis Zukunft als Steigbügelhalter die Macht im e.V. mittels Mehrheit im Verwaltungsrat zu übernehmen. Ein der HAM aus der Hand fressender e.V. ist ja seit langem die Idealvorstellung von Ismaik, Power, Stimoniaris und Co. Was in dieser Konstellation innerhalb kürzester Zeit für Unheil angerichtet werden kann, hat man unter dem Präsidium Cassalette in der Saison 16/17 gesehen. Am Ende fand man sich zwei Ligen tiefer wieder und ächzt unter den Schulden bis heute. Noch dazu ist Herr Cassalette bis heute uneinsichtig, was die Folgen seines Wirkens waren. Es gilt also gegenüber dem Bündnis sehr wachsam zu sein.

Wie wird der Gesellschafterstreit weitergehen?

Schwer zu sagen, wie das alles enden wird. Es ist fast zu befürchten, dass die Löwenfans die Dauerstreitereien der Gesellschafter auf unbestimmte Zeit weiter erdulden müssen. Ismaik wird kaum enteignet werden und seine Anteile verkaufen. Der Verein tut also gut daran, weiter seine Position zu vertreten um so weiteren Schaden – besonders in Form weiterer Verschuldung, die auf Grund der DFB-Regularien eigentlich nicht möglich ist – von e.V. und KGaA fern zu halten. Ich hoffe nicht, eines Tages die Ismaik-Anhänger “Sechzig ist der geilste Klub der Welt. Ohne Robert!” singen zu hören.

Der Fußball kommt zu kurz

Es tut mir leid, dass Ihr wieder mal wenig Gedanken zum Thema Fußball von mir zu hören bekommt. Dieser neuerliche Affront von Ismaik sitzt einfach zu tief in meinem Hirn fest. Schade eigentlich, denn was die Löwen gegen Ingolstadt zeigten, war aller Ehren wert. Wahnsinn, wie Argirios Giannikis wieder Leben in die Mannschaft gebracht hat und was die momentan für einen Lauf haben. Irgendwie fühlte ich mich an den Anfang der Amtszeit von Köllner erinnert. Aber das mag auch am gestrigen Gast gelegen haben.