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Pressekonferenz von Erzgebirge Aue: “1860 ist im Aufwind”

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Trainer Pavel Dotchev und Torhüter Martin Männel standen den Journalisten in der Pressekonferenz vor dem Spiel zwischen Erzgebirge Aue und dem TSV 1860 München Rede und Antwort.

Dotchev auf Pressekonferenz in Aue: “1860 ist im Aufwind”

Aues Presseprecher begrüßte die anwesenden Journalisten zur Pressekonferenz vor dem Drittligaspiel Erzgebirge Aue – TSV 1860 München mit dem traditionellen “Glück auf!”. Danach begann Aue-Trainer Pavel Dotchev mit seiner Analyse der Löwen vor dem Spiel am Samstag. “Die Mannschaft von München 1860 ist im Aufwind”, waren die ersten Worte zum kommenden Gegner. Besonders beeindruckt Dotchev, dass Sechzig drei Spiele in Folge nicht verloren hat und “drei neue Spieler verpflichtet” hat. Offenbar war Dotchev also noch nicht über Neuzugang Nummer vier unterrichtet. Er geht davon aus, dass der TSV 1860 versuchen wird, “mit aller Macht die Tabelle zu korrigieren”. Der aktuelle Tabellenstand sei nicht der Anspruch von 1860. Dotchev schloss eine Ausführungen zu den Löwen mit den Worten: “Dass wir es am Samstag mit einer Mannschaft zu tun haben, die sehr viel Potenzial hat.” Der FC Erzgebirge müsse eine “Top-Leistung abrufen”, um das Spiel zu gewinnen.

Aue möchte “kleine Serie starten”

Dotchev möchte mit seinem Team eine kleine Serie starten, “was in dieser Saison bisher nicht gelungen ist”. Zu schwankend waren die Leistungen der Schachter bis dato. Ins Team zurückkehren werden Niko Vukancic und Marvin Stefaniak, die ihre Gelbsperren abgesessen haben. Fehlen werden dagegen Steffen Nkansah (verletzungsbedingt) und Ex-Löwe Korbinian Burger wegen Rotsperre. Obwohl der FC Erzgebirge ein “schweres Spiel vor der Brust” habe, sieht der Bulgare sein Team in der Lage, das Spiel gewinnen zu können. Dazu müsste man einfach an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen.

Für Dotchev ist die Siegermentalität entscheidend

Auf Grund der Tabellensituation mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge wurde Dotchev gefragt, ob er die Befürchtung habe, dass seine Mannschaft zu lasch ins Spiel gehe. Falls dies der Fall sein sollte, sieht Dotchev “die Riesengefahr, die Linie zu verlieren”. Daher ist für ihn am Wichtigsten, “dass seine Mannschaft in jedem Spiel Siegermentalität zeige.” Außerdem beantwortete Martin Männel Fragen zu seiner Vertragsverlängerung. Der Auer Torwart ist bereits seit 2008 Torhüter in Aue, was im heutigen Profigeschäft durchaus bemerkenswert ist.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel Erzgebirge Aue – TSV 1860 München könnt Ihr hier komplett sehen.

 

 

Erzgebirge Aue – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Auswärtsspiel unseres TSV 1860 München beim FC Erzgebirge Aue. Mit sechs Punkten Rückstand auf Platz 3 ist Aue immer noch in Schlagdistanz. Was erwartet die Löwen im Erzgebirgsstadion?

Erzgebirge Aue – TSV 1860, dieses Duell findet nun zum vierten Mal in der 3. Liga statt, zwei Löwensiegen steht eine Niederlage gegenüber. Die Scharte aus dem Hinspiel werden die Sechzger versuchen auszuwetzen.

Pavel Dotchev schickt die Auer in dieser Saison immer in der allseits beliebten Grundformation 4-2-3-1 auf den Platz, wobei sich die Auer bei den offensiven Verschiebungen durchaus variabel zeigen und diese gut, dem was der Gegner auf den Platz bringt, anpassen können. Was bedeutet das für das Spiel am Samstag?

Gegen den Ball hat Dotchev seine Strategie im Vergleich zum Beginn der Saison etwas verändert. Aue attackiert den Positionsaufbau der Gegner mittlerweile oft hoch mit drei Spielern. Die Defensivlinie steht dabei ebenfalls auf höherem Niveau.

Bei eigenem Ballbesitz zeigt sich Aue variabel in den Verschiebungen, aber sehr rechtslastig beim Aufbau.

Bevor wir uns die Spielweise genauer ansehen, hier die wichtigsten statistischen Werte des FC Erzgebirge bisher.

Statistische Werte des FC Erzgebirge Aue

  • Ballbesitz: 55%
  • Passgenauigkeit: 82%
  • Defensive Zweikampfquote: 61%
  • Flankengenauigkeit: 31%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 11,59

Wie spielt Aue?

Offensiv

Der Aufbau im Positionsspiel soll grundsätzlich dem Schema aus der Abwehr heraus folgen, die in den meisten Fällen rechtsgependelt nach vorne verschiebt, über einen Sechser auf die Halbpositionen im zentralen Mittelfeld zu kommen. Wie im Angriff von dort weiter verfahren wird, ist denn sehr variantenreich. Man sieht bei Aue in diesen Varianten eine leichte Rechtslastigkeit im Verhältnis 7:5, insgesamt aber im Speziellen doch eher davon abhängig, wo der Gegner Räume offen lässt oder eben die Pressingfallen setzt.

Dringen die Auer ins letzte Drittel des Gegners ein, können wir aber mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass über die Flügel oder die äußeren Halbpositionen gespielt wird. Lediglich Duisburg verzeichnet mehr Angriffe über Flügelpositionen im letzten Drittel als die Schachter.

Ein interessantes Angriffsschema dabei ist das dosiert eingesetzte doppelte Hinterlaufen auf den Flügeln. Beim Eindringen ins letzte Drittel des Gegners hinterläuft der Außenverteidiger den Mittelfeldaußen, bekommt den Ball, zieht diagonal nach innen und wird seinerseits wieder von diesem Spieler auf der Außenbahn überholt. Gegen Mannschaften, deren taktische defensive Ausrichtung es ist, in dieser Zone von Raum auf Manndeckung überzugehen, hat diese Variante schon sichtlich zu Verwirrung dabei geführt, wer nun defensiv für wen zuständig wäre.

Kleiner taktischer Exkurs

Dieses doppelte Hinterlaufen hat bei Ballverlust auch einen kleinen taktischen defensiven Vorteil. Der hinterlaufende Defensivspieler ist dann weniger Gefahr ausgesetzt, auf seiner Position plötzlich zu weit vorn zu sein und dem Gegner dadurch doppelte Überzahl auf diesem Flügel zu ermöglichen. Sofern er in diesem Fall Boden auf seinen direkten Gegenspieler gutzumachen hätte, müsste er diesem dann eher diagonal nach außen einholen und lediglich in den selteneren Fällen hinterherlaufen. Da der Ball aber, ähnlich wie ein Springer im Schach, außen nur begrenzten Mehrwert hat, wenn es um die schnelle Penetration des gegnerischen Zentrums geht, ist das parallele Mitlaufen hier meist ausreichend, um auf den ballführenden Angreifer dort so einzuwirken, dass eventuelle präzise Anspiele auf Spieler im Zentrum deutlich gestört würden. So wird die Restverteidigung beim Umschaltspiel des Gegners entlastet.

Im letzten Drittel

Dringt Aue stabil ins letzte Drittel des Gegners ein, sehen wir, so wie mittlerweile bei vielen Teams, eine Verschiebung auf eine 2-4 bzw. 2-1-3 Formation in den vordersten Linien, die ballfern asymmetrisch und zentral doppelt besetzt ist.

Des Weiteren hat Aue das Angriffstempo in Pressingsituationen, die sie nicht lösen können, erhöht. Anstatt – wie noch zu Saisonbeginn – oft geduldig zu warten und lange im eigenen Defensivverbund den Ball zu halten, treffen die Spieler mittlerweile früher die Entscheidung, sich aus gut positioniertem Pressing des Gegners über den langen Ball zu befreien. Die Präzision hier liegt im Ligavergleich klar im vorderen Drittel und somit deutlich über dem Durchschnitt.

Defensiv

Gegen den Ball verteidigen die Auer das Positionsspiel des Gegners mittlerweile mit einer Dreierkette in der Pressinglinie und nicht mehr in der 1-3 Formation wie noch zu Saisonbeginn. Die Intensität dabei ist, solange es unentschieden steht oder wenn Aue zurückliegt, immens hoch. Hier wurde ganz klar während der Winterpause an der Stellschraube gedreht. Die indirekt proportional zu lesende Pressingintensität liegt, wenn Aue nicht in Führung ist, bei einem Wert von 6,85.

Überwindet der Gegner die Pressinglinie und spielt sich bis ins letzte Drittel der Schachter hinein, verteidigen die Auer mit zwei Linien vor der eigenen Box im 4-5-1, wobei der ballnahe Spieler in der Doppelsechs oft zwischen die Linien abkippt, um Diagonal- oder Querpässe beim Flügelspiel zu unterbinden.

Stärken und Schwächen des Systems 4-2-3-1

Die Stärken

Gegen den Ball ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum, um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert.

Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ variabel gestaltet werden. Sowohl über die Flügel als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich, wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.

Die Schwächen

Gegen den Ball ist ein Gegner, der gern über die Flügel angreift, schwer zu kontrollieren, da die Wege, um einen Spieler zu doppeln, relativ weit sind und die Doppelung vom Angreifer oft schon erkannt wird, wenn sich der doppelnde Gegner aus seiner taktischen Grundposition löst. Das führt bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel zu viel Raum für die angreifende Mannschaft.

Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen, wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorne ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko, da sich dadurch für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten bietet. Deshalb sind torgefährliche Mittelfeldspieler, die mit aufrücken, zwingend erforderlich, um im 4-2-3-1 erfolgreich zu sein.

Wie kann der TSV 1860 den FC Erzgebirge Aue knacken?

Aufgrund der variantenreichen Offensive der Auer ist das A und O für jeden Gegner eine kompakte Defensive mit klaren Zuordnungen im letzten Drittel. Dabei darf man allerdings den Pressingdruck auf das Auer Positionsspiel nicht vernachlässigen, denn man hat in den bisherigen Spielen nach der Winterpause gesehen, dass Aue hier durchaus oft die Ideen beim Aufbau ausgehen. Dann gilt es, beim langen Ball gegen die guten Auer Offensivspieler die Oberhand zu behalten und über schnelles Umschaltspiel sofort präzise nach vorne zu kommen. Stellungsspiel in den Pressingsituationen und gute Antizipation, wohin der lange Ball kommt, werden in diesen Situationen eine entscheidende Rolle spielen.

Im Positionsspiel müssen die Löwen schnell agieren. Lässt der TSV 1860 da Erzgebirge Aue genug Zeit, die Defensivpositionen einzunehmen, wird das Durchkommen bis ins gegnerische letzte Drittel sehr schwer. Generell gilt es vor allem für die Spieler in der Mittelfeldzentrale, möglichst viel zu rochieren, um so das Stellungsspiel der Auer im Raum auseinanderzuziehen und so Räume zu schaffen, in die dann der ein oder andere Spieler hineinstoßen kann. Ein gewisses Risiko, in dem man Spieler “out of position” in diese Räume schickt, einzugehen, kann hier der Knackpunkt sein, um Aue zu überraschen. Im Umschaltspiel nach Ballverlust kann das für Räume sorgen, die Aue dann nutzen könnte. Hier gilt es dann, die Verhältnismäßigkeit in diesen Aktionen abzuwägen.

Schlüsselspieler

Tor

Torwart und Kapitän Martin Männel (#1) ist momentan statistisch gesehen der zweitbeste Keeper der Liga hinter dem Dortmunder Lotka. Erfahrung und Routine gepaart mit katzenartigen Reflexen und nahezu perfekter Strafraumbeherrschung, machen Männel zu einem der am schwersten zu überwindenden Torhüter in Liga 3. Wenn es hinter ihm einschlägt, müssen sich im Normalfall die Abwehrspieler den Schuh anziehen, Mist gebaut zu haben.

Abwehr

Wie im Hinspiel ist auch diesmal Eisenfuß Niko Vucancic (#4), der gegen Lübeck mit Gelbsperre pausieren musste, der Schlüsselspieler, den es bei Penetration der Box zu meiden gilt. Der schnelle Innenverteidiger hat eine defensive Zweikampfquote von 71% vorzuweisen und gewinnt überdurchschnittlich viele Kopfballduelle. Im Stellungsspiel hat der aus Düsseldorf nach Aue gewechselte Abwehrrecke seit Saisonstart allerdings etwas nachgelassen. Im Aufbau teilt er sich die Aufgabe mit seinem Nebenmann Anthony Barylla (#23).

Mittelfeld

Der Box to Box Spieler Mirnes Pepic (#10) ist nach wie vor die Schaltzentrale im Mittelfeld beim Aufbau im Positionsspiel. Übersicht und Routine sind bei ihm die ausschlaggebenden Faktoren für sein gutes Spiel nach vorne. Gegen den Ball verhält er sich mannschaftsdienlich und schließt vorhandene Lücken nach hinten zügig. Passsicher, schnell, dribbelstark und mit einem hohen Durchsetzungsvermögen ausgestattet, ist er das Herz und die Triebfeder bei Angriffen der Schachter.

Sturm

Bisher zehn Tore stehen für Marcel Bär (#15), der einst bei uns zum Torschützenkönig der 3. Liga wurde, zu Buche. Damit ist über seine Gefährlichkeit in dieser Saison alles gesagt. Auch im Hinspiel gelang dem Stürmer, den ich hier wohl nicht weiter vorstellen muss, ein Treffer. Hoffen wir, dass er diesmal torlos bleibt – sorry, Cello! Kommende Woche darfst wieder treffen.

Fazit

Dem TSV 1860 München steht beim FC Erzgebirge Aue eine schwere Aufgabe bevor. Zwei verdienten Siegen steht eine sehr unglückliche Niederlage gegen unseren Gegner vom vergangenen Wochenende gegenüber.

Wenn nicht alle Rädchen ineinander greifen, die Konzentration bei jedem Spielen nicht über die komplette Spielzeit auf 100% ist und auch nur ein µ Einsatzwille, vor allem im eigenen letzten Drittel, fehlt, wird es in Sachsen nicht viel für die Löwen zu erbeuten geben.

Nach der Erfahrung der letzten drei Spiele bin ich mir aber sicher, dass Matchplan und taktische Vorgaben dem entsprechen werden, was den Gegner in Bedrängnis bringen kann. Das umzusetzen liegt dann an der Mannschaft und deren Zusammenspiel.

Ein Punkt wäre schön, drei Punkte ein Traum. Also: Auf geht’s Löwen, lasst uns träumen!

So könnte Aue beginnen

Datenquelle: Wyscout

Giannikis: “Wir sind siegfähig”

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Giannikis Wir sind siegfährig
Giannikis Löwenrunde TSV 1860 München bei Erzgebirge Aue

Die ungeschlagenen Löwen reisen am Samstag zum zweiten Auswärtsspiel des Jahres: Am Samstag um 14:03 Uhr sind die Münchner beim FC Erzgebirge Aue zu Gast. Bei der Löwenrunde vor der Partie zeigte sich TSV-Trainer Giannikis optimistisch: “Wir sind siegfähig”. Bis auf Zwarts (Aufbautraining), Verlaat (gesperrt) und Bangerter (Adduktorenprobleme) sind die Löwen komplett und wollen in Aue erneut punkten.

Drei Möglichkeiten als Verlaat-Ersatz

Kwadwo, Glück und Neuzugang Reinthaler sind die drei Kandidaten für die Innenverteidigung, nachdem Kapitän Verlaat gesperrt fehlt. “Zwei davon werden spielen”, verriet Giannikis. Ob es einer oder mehrere Neuzugänge in die Startelf schaffe werden, ließ der Löwen-Dompteur erst einmal offen. “Wir vertrauen unserem Kader, der ja auch fünf Punkte aus drei Spielen geholt hat. Wir haben jetzt eine gute Mischung aus U-Spielern und erfahrenen Spielern. Es ging darum, den Kader zu optimieren”, erklärte Giannikis die Transferaktivitäten. Alle Neuzugänge seien fit und körperlich in einem guten Zustand. “Es wird sich zeigen, wer in der Kürze am schnellesten adaptiert. Wir werden schauen, ob schon einer der Spieler in der Lage ist, in Aue zu starten”, sagte er weiter.

Aktuell keine Abgänge geplant

Abgänge wird es laut den Worten des Löwen-Trainers wohl vorerst nicht mehr geben, sodass die Münchner für den Rest der Spielzeit mit 31 Spielern einen großen Kader zur Verfügung haben. “Bei den jungen Spielern müssen wir individuell entscheiden, ob es Sinn macht, dass sie in der U23 mehr Einsatzzeit bekommen”, sagte Giannikis weiter. Zudem stand laut Löwen-Trainer die Leihe von Lang nach Freiburg in keinem Zusammenhang mit der Verpflichtung von Reinthaler, wie er auf Nachfrage von sechzger.de erklärte. “Das war unabhängig von einander. Wir haben einen kopfballstarken Spieler gesucht”, sagte Giannikis.

Zwarts auf gutem Weg

Auch Joel Zwarts sei auf einem guten Weg. “Wir hoffen, dass er bald Teile des Mannschaftstrainings mitmachen kann. Wir testen aktuell wie er bei Belastung reagiert”, erklärte der Löwen-Coach. Die Stimmung im Team sei gut. “Es ist eine Last von der Mannschaft abgefallen, sie haben gesehen, dass es klappt und dass sie auch einen Rückstand aufholen kann”, sagte Giannikis weiter.

Giannikis: “Wir sind siegfähig”

In Aue sieht er “eines der spielstärksten Teams der Liga”. “Sie nehmen viele Positionswechsel vor, sind sehr ballsicher. Aber wir sind siegfähig.”, sagte Giannikis weiter. Jeder Gegner stelle sein Team vor neue Herausforderungen. Quervergleiche zum letzten Auswärtsspiel in Lübeck (1:1) wollte er nicht vornehmen. “Das waren andere Voraussetzungen mit dem Flug, dem Wind und dem Platz. Es wird ein anderes Spiel. Ich hoffe, dass wir ein Gesicht zeigen, das uns berechtigte Hoffnung auf einen Sieg macht”, erklärte Giannikis.

“Saison ist ein Marathon und kein Sprint”

Darauf angesprochen, wie es die Mannschaft aufgenommen habe, dass sie trotz fünf Punkten noch immer im Abstiegskampf stecke, erklärte der Sechzger-Trainer: “Ich habe nicht erwartet, dass wir nach drei Spielen die Klasse gehalten haben. Eine Saison ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wir müssen kühlen Kopf bewahren und die nötige Geduld aufbringen”. Giannikis hat jedenfalls ein Umdenken im Team bemerkt: “Es ist etwas mit der Mannschaft passiert, aber auf uns warten auch neue Herausforderungen, die zeigen werden welches Potenzial in der Mannschaft steckt”, erklärte Giannikis. Vor allem gegen Sandhausen habe das Team gezeigt, “dass es die Systemumstellung auf dem Platz schnell angenommen hat, dass es den Glauben an sich hat”.

Taktisch viele Möglichkeiten

In Bezug auf die taktische Ausrichtungen ließ sich Giannikis auch auf die Rückfragen von sechzger.de-Taktik-Guru Bernd Winninger nicht in die Karten schauen. “Die Raumaufteilung hat mit den Gegentoren wenig zu tun. Je näher es zum Tor geht, desto mannorientierter muss man verteidigen. Bei den Gegentoren haben wir die Spielverlagerung zugelassen und waren nicht in den Positionen, in denen man sein muss. Es wird defensiv taktisch eine anspruchsvolle Aufgabe Aue vom Tor wegzuhalten. Daran haben wir gearbeitet und ich bin guter Dinge, dass wir das auf den Platz bringen”, erläuterte Giannikis. Auf Rückfrage von sechzger.de sagte der Löwen-Trainer zur Taktik weiter: “Ob zentrumslastiger oder mehr über den Flügel – beides ist möglich. Das müssen die Spieler situationsbedingt sehen. Entweder geht man komplett aus dem Zentrum raus und nur auf den Flügel, oder mehr auf das Zentrum”.

Mit 1.500 Löwen-Fans nach Aue

Ein geheimes Abschlusstraining absolvierten die Löwen am Freitagvormittag noch, ehe man sich auf den Weg ins Erzgebirge macht. Dorthin werden die Münchner von 1.500 Löwen-Fans begleitet, die sicherlich für gute Stimmung sorgen werden. Die Partie wird live im BR übertragen, natürlich könnt ihr das Match aber auch wieder bei uns im Live-Ticker verfolgen.

TSV 1860: Personelle Veränderung im Wahlausschuss

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TSV 1860 Mitgliederversammlung Stimmkarte
Stimmkarte bei einer Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V.

Evert Koenes hat seine langjährige Amtszeit im Wahlausschuss des TSV München von 1860 e.V. mit sofortiger Wirkung beendet. Koenes kann dem Gremium aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die Mitteilung des TSV 1860 im Wortlaut

Evert Koenes hat sein Ehrenamt im Wahlausschuss des TSV München von 1860 e.V. mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Koenes sieht sich aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter in der Lage, dem Gremium und somit dem Verein im Ehrenamt zur Verfügung zu stehen.

Evert Koenes war für den TSV München von 1860 e.V. seit 2015 als Mitglied des Wahlausschusses ehrenamtlich aktiv, viele Jahre davon als Vorsitzender. Dafür gebührt ihm großer Dank aller Mitglieder und Funktionäre.

Wahlausschuss dankt Koenes für dessen Verdienste für den TSV 1860

Auch der Wahlausschuss selbst möchte Koenes mit dieser Mitteilung seinen Dank aussprechen. Wahlausschuss-Vorsitzender Peter Schaefer: „Wir haben Evert viel zu verdanken. Besonders in den vereinspolitisch herausfordernden Jahren hat er stets gewissenhaft, professionell und besonnen sein Amt ausgeführt und stand den Mitgliedern des Wahlausschusses bis zuletzt mit Rat und Tat zur Seite. Stellvertretend für den gesamten Wahlausschuss wünsche ich dir, lieber Evert, alles Gute für die Zukunft und danke dir herzlich für dein Engagement für den Wahlausschuss des TSV 1860.“

Poschet übernimmt stellvertretenden Vorsitz im Wahlausschuss

Den stellvertretenden Vorsitz des Wahlausschusses hat Christian Poschet übernommen. Der Wahlausschuss bleibt mit Peter Schaefer, Christian Poschet, Silke Dehling und Tamara Hof gem. Ziffer 15.1 der Vereinssatzung handlungsfähig und kann seine satzungsgemäßen Aufgaben weiterhin uneingeschränkt erfüllen.

Der TSV München von 1860 e.V. bedankt sich bei Evert Koenes für seine langjährigen Dienste für den Verein und wünscht ihm insbesondere gesundheitlich nur das Beste für die Zukunft.

Erzgebirge Aue – TSV 1860: Ergebnistipp Frank Peuker

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Frank Peuker 1860

Vier Neuzugänge, aber der Kapitän gesperrt – man darf sehr gespannt sein, mit welcher Startelf die Löwen versuchen werden, drei Punkte aus dem Erzgebirge zu entführen. Mit Frank Peuker gibt diesmal ein ehemaliger Spieler des TSV 1860 seinen Ergebnistipp zum Match in Aue ab.

Peuker hofft auf Sieg des TSV 1860

Drei Mal blieben die Löwen zuletzt unter Neu-Trainer Argirios Giannikis ohne Niederlage. Geht es nach Frank Peuker, setzt der TSV 1860 diese Serie im Erzgebirgsstadion fort.

“Ich tippe auf einen 2:1-Auswärtssieg der Löwen.
Tore: Guttau und Kwadwo”

Ein Auswärtsdreier wäre im Abstiegskampf natürlich Gold wert!

Spieler und Fan der Löwen

Frank Peuker war ein hoffnungsvolles Eigengewächs, das es laut transfermarkt.de auf drei Einsätze in der Bayernliga beim TSV 1860 brachte. Das Löwenkompedium von Thorsten Ruinys weist dagegen 10 Einsätze und ein Tor aus. Peuker hat nicht nur für die Löwen gespielt, sondern ist auch selbst großer Löwenfan und wird immer wieder bei Heim- und Auswärtsspielen von Münchens großer Liebe gesichtet. Auch bei Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft trifft man ihn des Öfteren live im Stadion. In seiner Vita als Trainer stehen bei Peuker Stationen in Markt Indersdorf, Dachau, Jetzendorf und zuletzt ein Kurzengagement beim FC Pipinsried zu Buche.

1500 Fans folgen dem TSV 1860 München ins Erzgebirge

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FC Erzgebirge Aue TSV 1860 Fotogalerie (9)

Auch im Duell mit dem FC Erzgebirge Aue am kommenden Samstag kann sich der TSV 1860 München auf seine Fans verlassen. Rund 1500 Anhänger werden im Gästeblock erwartet. Tickets sind noch über die Gastgeber erhältlich.

Große Unterstützung des TSV 1860 auch bei Erzgebirge Aue

Einer weiten Anreise unter der Woche sowie dem Bahnstreik zum Trotz reisten Ende Januar rund 700 Löwenfans nach Lübeck und sahen in der Hansestadt ein 1:1-Unentschieden. Mansour Ouro-Tagba erzielte in dem Duell mit dem VfB seinen ersten Treffer in der 3.Liga. Auch am kommenden Wochenende beim Gastspiel des TSV 1860 München im Erzgebirge gegen Aue kann sich die Mannschaft auf zahlreiche Unterstützung im Gästeblock freuen. Rund 1500 Löwenfans werden im Erzgebirgsstadion erwartet. Rund 380 Kilometer oder vier Stunden mit dem Auto müssen sie dafür zurücklegen. Tickets sind aktuell noch im Onlineshop der Gastgeber erhältlich.

Im bisherigen Schnitt folgen dem TSV 1860 knapp 2000 Fans zu den Auswärtsspielen. Der aktuelle Höchststand wurde beim Gastspiel in Ulm aufgestellt. 6000 weiß-blaue Anhänger reisten dabei nach Baden-Württemberg. Auch in Ingolstadt war diese Anzahl vertreten. Beim Duell gegen die SpVgg Unterhaching Ende April dürfte eine ähnliche Größenordnung machbar sein, schließlich trennen die beiden Stadien nur wenige Kilometer. Nicht viel weiter ist es nach Regensburg, dort dürfte die Ticketsituation allerdings deutlich angespannter sein. Die beiden bayerischen Duelle bestreiten die Löwen im April.

Noch ein Neuzugang: Brahim Moumou wechselt zum TSV 1860

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TSV 1860 Trikot Nummer 10 Rückennummern II moumou Wunschaufstellung Wunschaufstellungen

Gestern hatte sechzger.de exklusiv über das Interesse des TSV 1860 an Offensivspieler Brahim Moumou berichtet, heute kann Vollzug vermeldet werden. Der 22-Jährige Offensivspieler soll in der U21 zum Einsatz kommen, kann sich dort jedoch für höhere Aufgaben empfehlen.

Brahim Moumou wechselt zum TSV 1860

Ein Unbekannter ist der Deutsch-Marokkaner an der Grünwalder Straße nicht, denn bereits von 2016 bis 2021 war er im NLZ der Löwen aktiv. Seine ersten fußballerischen Schritte machte Brahim Moumou jedoch bei der FT Gern, ehe er zum TSV 1860 wechselte und dort bis zur U19 kickte.

Es folgte der Wechsel zum slowakischen Zweitligisten ŠTK 1914 Šamorín, dem Farmteam des Erstligisten DAC Dunajská Streda. In der Slowakei kam er zu 18 Einsatzen in der zweithöchsten Spielklasse und absolvierte in der 1. Liga der Slowakei insgesamt 30 Partien, in denen ihm drei Treffer gelangen.

Zudem stand Moumou in der Qualifikation zur Conference League bei sechs Spielen für Dunajská Streda auf dem Platz und konnte dabei u.a. Erfahrungen gegen Partizan Belgrad und Steaua Bukarest sammeln.

Über die U21 zu den Profis?

Unter Frank Schmöller darf sich der Linksaußen nun zunächst in der Bayernliga präsentieren, der Trainer traut ihm den Sprung in die 3. Liga durchaus zu. Am vergangenen Wochenende traf Moumou gegen den TSV Buchbach doppelt, morgen spielt die U21 um 15 Uhr gegen den schwedischen Club FC Gute. Der Vertrag des Offensivspieler läuft vorerst bis Saisonende.

Screenshot: https://spielplus.bfv.de/

Sechzig um Sieben: Personalentscheidung für die Stadionfrage?

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Sechzig um Sieben, heute mit einem potentiellen Neuzugang im Marketingbereich der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA, der die Stadionfrage in die Hand nehmen soll und weiteren Themen.

Kommt ein Marketingchef für die Stadionfrage?

Jan Mauersberger hat sich als Marketingchef beim TSV 1860 verabschiedet. Nun soll ein neuer in den Startlöchern stehen: Georg Hochedlinger hat sich gerade von LASK Linz verabschiedet. Heuert er bei den Löwen an? Angeblich sol er sich intensiviert um die Stadionfrage bei Sechzig kümmern. Hier geht’s zum Artikel.

TSV 1860 verpflichtet Eliot Muteba

Der 20-Jährige Flügelstürmer kommt vom 1. FC Nürnberg. Er soll der “schnellste Spieler aller Regionalligen” sein. Über Vertragsdetails – ob Leihe oder Festverpflichtung – gab es keine Informationen. TAKTIKTAFEL-Bernd Winninger hat den Neuzugang – den “Turbo aus Niederbayern” – unter die Lupe genommen. Hier geht’s zum Artikel.

Peter Cassalette kritisiert Reisinger scharf und stellt sich hinter Hans Sitzberger

Ex-Präsident Peter Cassalette hat sich in einem Interview mit der “Abendzeitung” demonstrativ hinter Hans Sitzberger gestellt und scharf gegen den Verwaltungsrat und Präsident Reisinger (“falscher Sechger”) ausgeteilt. Sechzger.de-Reporter Jan hat ihm einen Kommentar gewidmet.

Neuzugänge: kommt jetzt noch Brahim Moumou zu Sechzig?

Noch ein Neuzugang bei den Löwen? Nach seinen zwei Treffern im Testspiel gegen den TSV Buchbach soll der TSV 1860 großes Interesse am zuletzt vertragslosen Brahim Moumou zeigen und ihr für die U21 verpflichten wollen. Amateure-Trainer Frank Schmöller hält große Stücke auf den 22-jährigen Linksaußen und traut ihm durchaus den baldigen Sprung zu den Profis zu. Hier geht’s zum Artikel.

TSV 1860 kritisiert den DFB für hohe Pyrostrafen

Der TSV 1860 hat aufgrund der jüngsten Strafzahlungs-Verdonnerung durch den DFB (55.340 Euro) dessen Strafenkatalog kritisiert und zum Dialog aufgerufen.

Die Löwen äußerten sich wie folgt: Beim TSV 1860 München sorgt diese erneute Sanktionierung und die kategorische Ablehnung sämtlicher mit anwaltlicher Hilfe eingebrachten Argumente und Einsprüche seitens des DFB für Unmut. Die Löwen hinterfragen die Sinnhaftigkeit des Strafenkatalogs: Seitens der Verbände wird das Thema Pyrotechnik einseitig und mit Hilfe eines Strafzumessungsleitfadens bewertet. Es gibt keine ausreichende Kommunikation zwischen dem Verband und den Vereinen und keine gemeinsam weiterentwickelte Strategie. Zudem ist der TSV 1860 München von Faktoren betroffen, die nicht in unserer Hand liegen, beispielweise die Qualität der Zugangskontrollen bei den Auswärtsspielen. Man müsste das gesamte System stärker hinterfragen, denn der einzige Gewinner sind die Verbände, die von den Strafzahlungen profitieren. Außerdem nehmen die Verstöße immer mehr zu und die Vereine müssen immer höhere Strafen zahlen. Der Strafenkatalog zeigt bisher also nicht die angestrebte Wirkung. Hier geht’s zum Artikel.

1860 gegen Aue: die Wunschaufstellungen der sechzger.de-Redaktion

Morgen trifft der TSV 1860 auf Erzgebirge Aue (14 Uhr, sechzger.de-Liveticker). Gespannt darf erwartet werden, ob und wieviele Neuzugänge in der Startelf stehen werden. Die sechzger.de-Redakteure haben wieder ihre Wunschaufstellungen veröffentlicht. Nicht bei jedem tauchen Neuzugänge in der Startformation auf. Die Nase bei den Neuen vorn hat Nankishi. Hier geht es zu den Wunschaufstellungen.

Sechzig am Wochenende

Die Teams des TSV 1860 sind auch am Wochenende wieder zahlreich im Einsatz. Während für die Erwachsenenmannschaften Punktspiele anstehen, sind viele Junioren-Teams der U9 bis U15 auf Turnieren vertreten.

Die Spiele im Überblick:

Samstag, 03.02.

13.00 Uhr: 4. Mannschaft – WSV Unterammergau -:-
14.00 Uhr: 1. FC Heidenheim – U19 -:-
14.00 Uhr: Erzgebirge Aue – Profis -:-
15.00 Uhr: U21 – FC Gute (Schweden) -:-
15.30 Uhr: 3. Mannschaft – TSV Rohrbach -:-

Sonntag, 04.02.

14.00 Uhr: TSV Schwabmünchen U19 – U17 -:-
17.00 Uhr: U16 – DFI Bad Aibling U19 -:-

Kommentar zu den Aussagen von Peter Cassalette in der AZ

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Trainingsgelände TSV 1860 München Stein Winter 2

Peter Cassalette hat sich gegenüber der Abendzeitung zu Wort gemeldet und unterstützt dabei Vize-Präsident Hans Sitzberger. Gleichzeitig kritisiert er den aktuellen Präsidenten Robert Reisinger scharf. Ein Unding findet sechzger.de-Redakteur Jan Schrader.

Ein Kommentar von Jan Schrader

Peter Cassalette meldet sich eigenständig zu Wort

Hallo Peter Cassalette,

beim TSV 1860 München geht es derzeit turbulent zu. Neuester Höhepunkt ist die vom Verwaltungsrat vorgeschlagene Abwahl von Vize-Präsident Hans Sitzberger. Keinem fällt dieser Schritt leicht – weder dem neunköpfigen Vereinsgremium noch jahrelangen Weggefährten oder den Löwenfans. Die Argumente für die Entscheidung liegen noch nicht öffentlich vor und doch positionieren sich schon viele Anhänger klar. Sie wollen eine Abwahl von Sitzberger nicht unterstützen. Sogar bekannte Persönlichkeiten wie beispielsweise Martin Gräfer haben dies bereits angekündigt. Sie folgen diesem Beispiel nun in ihrem heutigen Statement ebenfalls.

So zitiert Sie die Abendzeitung, dass sie dem Vize-Präsidenten des TSV 1860 München ihre Unterstützung zugesagt haben. Welche Grundlage dient für Ihre Meinungsbildung in diesem Fall? Ich gehe nicht davon aus, dass Sie die zugrundeliegenden Dokumente der Entscheidung kennen – sie sind ja schließlich seit Jahren in keinem offiziellen Amt mehr. Dementsprechend sollten Sie sich eher an der Aussage von Stephan Tempel in seinem gestern erschienenen Kommentar orientieren: “Ich werde mir in deinem Fall kein Urteil erlauben, bevor alle Fakten auf dem Tisch liegen.” Das klingt sinnvoll, finden Sie nicht?

22 Millionen Schulden und der Absturz in die Regionalliga

Stephan schreibt darin auch, dass es ihn nachdenklich macht, von wem Sitzberger alles Unterstützung erfährt. Wie die AZ korrekt darstellt, verwundert das bei Ihnen, Herr Cassalette, ganz genauso. Als “Wendehals” hatten sie ihren Kollegen damals bezeichnet – heute ist er für Sie wiederum “immer ein wahrer Löwe” sowie “ein aufrichtiger Mensch“. Ich verstehe Stephan immer mehr, wenn er sagt: “Das würde mir zu denken geben.” Denn genau das ist bei mir der Fall: ihr klares Statement gibt mir zu denken – und dabei hatte noch nicht einmal jemand nach Ihrer Meinung gefragt (“[…] hat die AZ nach dem Eklat um Sitzberger selbst kontaktiert“).

Das ist aber gar nicht einmal der größte Kritikpunkt an Ihren heutigen Aussagen. Vor allem in meinem Kopf geblieben sind mir die folgenden Sätze.

Der Verwaltungsrat und Robert Reisinger, dieser falsche Sechzger, sie haben nur ihre Agenda im Sinn. Ihnen geht es offensichtlich nicht darum, 1860 vorwärts zu bringen.

Da komme ich ehrlich gesagt aus dem Lachen nicht mehr heraus – wenn es doch nur nicht so traurig wäre… Lassen Sie mich eine Geschichte erzählen.
Es war einmal ein Präsident, der dachte er hat eine gute Idee und führt die Löwen zu neuem Glanz in neue, sportliche Gefilden. Darum vertraute er einem Partner alles an, legte sämtliche Machtansprüche ad acta und beobachtete das Geschehen in stiller Vorfreude. Doch die Wahrheit holte ihn schnell ein, dunkle und finstere Wolken zogen auf. Sie wollten nicht aufhören zu regnen. Noch nie da gewesene 22 Millionen Regentropfen sollten sie regnen, das hatte selbst beim TSV 1860 München noch niemand erlebt. Der Regen war so stark, dass die Löwen gleich zwei Etagen nach unten gespült wurden. Der Präsident aber verließ die Löwen vor dem tiefen Fall, still und heimlich.

Ich gebe zu, das ist keine schöne Geschichte. Kennen Sie jemanden, der so etwas machen würde? Nein? Ich helfe Ihnen auf die Sprünge: das waren Sie, Peter Cassalette. Sie haben für die schlimmste Saison gesorgt, an die sich die meisten Löwenfans heute erinnern können. Ein riesiger Schuldenberg und der Sturz in die Regionalliga. Felsbrocken haben Sie damit dem heutigen Präsidium, uns allen Fans und dem TSV 1860 München als Gesamtes gesehen in den Weg gelegt. Diese Felsbrocken müssen wir erst einmal auf die Seite räumen – es ist schwer, aber wir geben dabei unser Bestes. An Ihrer Stelle hingegen würde ich mich schämen für das, was ich meinem Herzensverein angetan habe. Ich würde mich schämen und vor allem schweigen.

Wenn jemand die Bezeichnung “falscher Sechzger” verdient hätte, dann sind es einzig und allein Sie – und das vollkommen zurecht.

 

Verpflichtet der TSV 1860 Brahim Moumou?

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Noch ein Neuzugang bei den Löwen? Nach seinen zwei Treffern im Testspiel gegen den TSV Buchbach soll der TSV 1860 großes Interesse am zuletzt vertragslosen Brahim Moumou zeigen und ihr für die U21 verpflichten wollen. Amateure-Trainer Frank Schmöller hält große Stücke auf den 22-jährigen Linksaußen und traut ihm durchaus den baldigen Sprung zu den Profis zu.

Verpflichtet der TSV 1860 Brahim Moumou?

Ein Unbekannter ist der Deutsch-Marokkaner dabei keineswegs, denn bereits von 2016 bis 2021 war er an der Grünwalder Straße aktiv. Seine ersten fußballerischen Schritte machte Brahim Moumou jedoch bei der FT Gern, ehe er zum TSV 1860 wechselte und dort bis zur U19 kickte.

Anschließend folgte der Wechsel zum slowakischen Zweitligisten ŠTK 1914 Šamorín, dem Farmteam des Erstligisten DAC Dunajská Streda. In der Slowakei kam er zu 18 Einsatzen in der zweithöchsten Spielklasse und absolvierte in der 1. Liga der Slowakei insgesamt 30 Partien, in denen ihm drei Treffer gelangen.

Zudem stand Moumou in der Qualifikation zur Conference League bei sechs Spielen für Dunajská Streda auf dem Platz und konnte dabei u.a. Erfahrungen gegen Partizan Belgrad und Steaua Bukarest sammeln.

Kehrt er nun zu seinen fußballerischen Wurzeln in München zurück?