Dieses Statement dürfte zahlreiche Löwenfans erfreuen. Der TSV 1860 hat am späten Donnerstag Nachmittag mit einer durchaus bemerkenswerten Erklärung auf die vom DFB ausgesprochene Geldstrafe wegen des Einsatzes von Pyrotechnik bei den Auswärtsspielen in Ulm am 3. Oktober und in Saarbrücken am 11. November letzten Jahres reagiert. 55.340 EURO möchte der Verband von der KGaA überwiesen bekommen.
Sinnhaftigkeit von DFB-Strafen fraglich
In der auf der offiziellen Website veröffentlichte Stellungnahme heißt es zunächst:
Beim TSV 1860 München sorgt diese erneute Sanktionierung und die kategorische Ablehnung sämtlicher mit anwaltlicher Hilfe eingebrachten Argumente und Einsprüche seitens des DFB für Unmut. Die Löwen hinterfragen die Sinnhaftigkeit des Strafenkatalogs: Seitens der Verbände wird das Thema Pyrotechnik einseitig und mit Hilfe eines Strafzumessungsleitfadens bewertet. Es gibt keine ausreichende Kommunikation zwischen dem Verband und den Vereinen und keine gemeinsam weiterentwickelte Strategie. Zudem ist der TSV 1860 München von Faktoren betroffen, die nicht in unserer Hand liegen, beispielweise die Qualität der Zugangskontrollen bei den Auswärtsspielen. Man müsste das gesamte System stärker hinterfragen, denn der einzige Gewinner sind die Verbände, die von den Strafzahlungen profitieren. Außerdem nehmen die Verstöße immer mehr zu und die Vereine müssen immer höhere Strafen zahlen. Der Strafenkatalog zeigt bisher also nicht die angestrebte Wirkung.
Aufforderung zum Dialog
Auf die Feststellung, dass jenes Geld, das betroffene Vereine an den Verband als Strafen bezahlen müssen, nicht in die Mannschaften gesteckt werden könne, die auf die Spielfelder der 3. Liga geschickt werden und somit die Qualität des Sports ingesamt leide, folgt eine klare Auffiorderung zu einem Dialog zwischen Verband, Vereinen, Behörden – und dem DFB:
Das Thema Pyrotechnik lässt sich nicht durch einseitiges Sanktionieren lösen. Wir als TSV 1860 München sprechen uns ganz klar für einen Dialog zwischen Fans, Vereinen, Verband und Behörden aus, um einen für alle Seiten gangbaren Weg zu finden, der Sicherheit und Fankultur miteinander verbindet.
Wir als Fanportal sechzger.de, dessen Redakteure Pyrotechnik im Fußballstadion durchaus unterschiedlich und differenziert betrachten, aber in der Mehrheit als Stimmungselement in lebendigen Fankurven begrüßen, sagen: Respekt, TSV 1860, für dieses klare Statement!
PS: Eine knapp neunminütige Zusammenfassung der Stimmung (und der Pyrotechnik) aus beiden Fanblöcken im Ulmer Donaustadion am Tag der deutschen Einheit findet Ihr hier.

















