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Hasan Ismaik mit weiterem Angriff auf 50+1 Regel?

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Grundsatzurteil - Hannover Kind
Choreographie der Münchner Löwen - 50+1 unverhandelbar! Quelle: muenchnerloewen.de

Die Fronten zwischen den beiden Gesellschaftern beim TSV 1860 München sind verhärtet wie nie. Während Hasan Ismaik einmal mehr seine klare Haltung zur 50+1 Regel im deutschen Fußball zum Ausdruck bringt, droht sich die finale Abstimmung darüber zu verschieben. Eine Münchner Zeitung fordert derweil die Trennung der beiden Gesellschafter bei den Löwen.

Ismaik sieht Reisinger nicht auf Augenhöhe – Angriff auf 50+1?

Weiterhin beschäftigt die Löwenfans vor allem die Vereinspolitik, das morgige Spiel gegen die SpVgg Unterhaching (14 Uhr, sechzger.de Liveticker) dominiert die Schlagzeilen nur am Rande. Vor allem der in der Welt erschienene Artikel “Die schmutzige Akte 1860 München” steht im Fokus der Diskussion. So forderte Aufsichtsratsvorsitzender Saki Stimoniaris darin den Rücktritt von Robert Reisinger aus diesem Gremium aufgrund mangelnder Integrität. Der Präsident hat allerdings ohnehin schon von sich seinen Platz geräumt, mit Thomas Probst steht zudem bereits ein Nachfolger fest.

Noch einen Schritt weiter ging Hasan Ismaik, der dem Blatt mitteilte, Präsident Robert Reisinger nicht mit sich auf Augenhöhe zu sehen. Reisinger sei “lediglich der eingesetzte
Vertreter der e. V.-Mitglieder“. Wie ist diese Aussage zu verstehen? Sind Ismaiks Logik zufolge also die Gespräche mit allen 26.000 Mitgliedern des Vereins zu führen? Oder soll dies einfach nur bekräftigen, dass der Mehrheitsgesellschafter die 50+1-Regel nach wie vor nicht akzeptiert?

Immer wieder hatten sich Löwenfans zudem gewünscht, Ismaik und Reisinger mögen sich an einen Tisch setzen und Gespräche direkt miteinander führen. Aus dem Artikel in der Welt geht einmal mehr klar hervor, dass solch ein Wunsch aufgrund der fehlenden Bereitschaft von Hasan Ismaik nicht erfüllbar ist.

Befangenheitsprüfung dauert an

Apropos 50+1: Ende September hatte Hasan Ismaik das gesamte Interesse von Fußball-Deutschland auf sich gezogen. Er beantragte beim Bundeskartellamt eine Befangenheitsprüfung gegen einen Fan von Eintracht Frankfurt. Die von der DFL geplante finale Abstimmung über die 50+1 Regel wurde daraufhin auf Anfang Dezember verschoben. Der Termin dürfte allerdings ins Wanken geraten. Auf Anfrage von sechzger.de teilte das Bundeskartellamt mit, dass die Befangenheitsprüfung derzeit noch laufe. Unklar sei zudem, wann das Verfahren abgeschlossen werden kann. Ob die DFL die Abstimmung bereits ein weiteres Mal verschoben hat, ist unklar – eine entsprechende Anfrage blieb bislang unbeantwortet.

merkur mit klarer Botschaft: “größtes Missverständnis beenden”

Große Chancen werden Ismaik allerdings nicht eingeräumt, dass die Prüfung der 50+1 Regel noch einmal neu aufgerollt wird. So dürfte es lediglich eine Frage der Zeit sein, bis die Abstimmung durchgeführt werden kann. Es wird mit einer Mehrheit unter den 36 Profivereinen der 1. und 2.Bundesliga gerechnet, die der Gültigkeit der Regel zustimmen. Auswirkungen auf den TSV 1860 München? Bis dato unklar, es dürfte jedoch die Position des e.V. noch einmal deutlich stärken.

Wie soll es nun aber weitergehen an der Grünwalder Straße? Wie ist der seit Jahren schwelende Konflikt zu lösen? Ulli Kellner, Redakteur beim merkur, wird in seinen heutigen Ausführungen deutlich – und fordert unmissverständlich die Trennung von Hasan Ismaik.

Der Ausgang des emotionalen Duells? Komplett offen! Sicher scheint nur, dass dieses Endspiel kurzfristig keinen Gewinner hervorbringen wird. Um Schaden von der Marke TSV 1860 abzuwenden, sollten sich beide Seiten auf einen Spielabbruch einigen, sich die Hand geben und das größte Missverständnis in der Geschichte des Traditionsvereins beenden, indem die völlig enthemmten Gegner wenigstens professionell auseinandergehen.

 

Löwenrunde vor Haching “Ein Hauch von Derby”

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Löwenrunde: "Ein Hauch von Derby"
Löwenrunde: "Ein Hauch von Derby"

Am Samstag um 14:03 Uhr steigt das Nachbarschaftsduell zwischen dem TSV 1860 München und der SpVgg Unterhaching im Grünwalder Stadion. Bei der Löwenrunde sprach Trainer Maurizio Jacobacci über die letzte Woche und die personelle Ausgangslage.

Löwenrunde: “Ein Hauch von Derby”

Mit Motivations-Talent Giovanni Jemma bestritten die Löwen-Kicker den letzten Tag vor dem Match gegen das Team mit dem Bob im Wappen. “Er konnte es einrichten, nach München zu kommen. Es war eine gute Gelegenheit für ein Treffen und zur Unterstützung”, berichtete Jacobacci. Angesprochen auf den Derby-Faktor des Spiels sagte Jacobacci weiter: “Die wohnen nebenan, es ist ein Hauch von Derby”.

Bis auf Zwarts alle Mann an Bord

Bis auf Zwarts können die Hausherren personell aus dem Vollen schöpfen, allerdings wollte sich der Löwen-Dompteur hinsichtlich der Aufstellung nicht in die Karten schauen lassen. Pipinsried habe man in Gesprächen aufgearbeitet, nun blicken die Löwen nach vorne. “Wir haben uns natürlich Gedanken gemacht, was passiert ist. Aber jetzt liegt der Fokus auf Haching”, erklärte Jacobacci. Man habe den Gegner analysiert und sei gut vorbereitet. Auf die Fragen von sechzger.de, ob die Spieler die in Pipinsried nicht dabei waren hinsichtlich des nächsten Matches gegen Haching die heimlichen Gewinner seien, antwortete Jacobacci mit einem Schmunzeln und einem schlichten “Ja”.

Haching defensiv sehr sicher

Als Gäste reisen die Vorstädter aus Unterhaching an, die bislang laut Jacobacci eine “gute Saison spielen” und auf Rang sechs liegen. Nur drei Niederlagen verdeutlichen die Stärken der SpVgg. “Sie stehen defensiv sehr sicher, treten robust auf, spielen viele lange Bälle und haben zwei Stürmer, die wissen wo das Tor steht”, sagte Jacobacci weiter. Dennoch sei das Ziel zu Hause ein Dreier. “Das Ziel ist es natürlich, zu gewinnen. In einem Derby gibt es keinen Favoriten, da zählen andere Faktoren”, erläuterte der Schweizer auf Nachfrage von sechzger.de

Mentalität, Laufbereitschaft und Kämpferherz

“Die wichtigen Attribute sind bei so einem Spiel die Mentalität, die Laufbereitschaft und das Kämpferherz. Die technische Qualität der Spieler kommt dann als weiteres Puzzleteil hinzu”, sagte Jacobacci. “Wichtig wird sein, dass wir wenig Chancen zulassen. Aber mein Augenwerk liegt auch darauf, offensiv zu agieren”, so der Schweizer weiter. Aus dem letzten Ligaspiel in Saarbrücken habe man einiges mitnehmen können. “Wir haben zielstrebig und entschlossen nach vorne gespielt”, ergänzte der Schweizer, zudem habe sein Team die Dynamik, die Energie und die Spannung an den Tag gelegt, die es brauche.

“Unser Platz ist sehr gut bespielbar”

Der Wintereinbruch im Münchner Süden macht dem Löwen-Dompteur weniger Sorgen. “Unser Platz ist sehr gut bespielbar. Ich hoffe, dass es keinen weiteren Regen oder Schnee gibt, vor allem für unsere Fans”, erklärte Jacobacci. Sein Team müsse über den Kampf ins Spiel finden und dominant auftreten.

Kein Blick auf die Tabelle

Im Klassement könnten die Löwen mit einem Sieg an den Aufsteigern vorbeiziehen. Auf die sechzger.de-Frage ob auch die Pokalqualifikation über die Liga ein Thema sei sagte Jacobacci: “Wir versuchen bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich zu holen, um dann mit neuen Ambitionen in die Rückrunde zu gehen.”.

“Wichtig, dass der Anhang uns anfeuert”

Seinen Appell richtete der TSV-Trainer auch an die Löwen-Fans: “Es ist wichtig, dass uns der Anhang von der ersten bis zur letzten Sekunde anfeuert und dem Team dabei hilft, die drei Punkte zu holen”. Das Spiel selbst wird dann für beide Teams zeigen, wohin der Weg im weiteren Saisonverlauf noch führen kann. Die Partie wird im Bayrischen Fernsehen live übertragen, alle Fans die nicht vor Ort sein können, haben natürlich auch wieder die Möglichkeit die Partie in unserem Live-Ticker zu verfolgen. Zur Vorbereitung gibt es hier noch die Taktiktafel zum Spiel.

TSV 1860 – SpVgg Unterhaching, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel unseres TSV 1860 München gegen die SpVgg Unterhaching. Die Könige der Punkteteilung kommen ins Sechzgerstadion, um die Löwen zu fordern. Was erwartet uns in dieser Partie?

TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching heißt das Duell am Samstag. Marc Unterberger, Trainer der Hachinger, lässt sein Team bisher immer im 4-4-2 mit Doppel-Sechs auflaufen. Die Spielweise seiner Mannschaft ist weder sonderlich spektakulär noch in irgendeiner Weise innovativ, aber für die zur Verfügung stehenden Mittel äußerst effektiv.

Mittlere Positionierung der Pressing- und Defensivlinien gegen das Positionsspiel des Gegners ist bei den Vordörflern in den meisten Spielen zu beobachten. Hohes Pressing ist nicht bzw. nur sporadisch in gewissen Situationen zu sehen.

Bei eigenem Ballbesitz spielt die SpVgg sehr konservativen, aber druckvollen und vor allem kämpferischen Fußball. Das Gewinnen intensiver Zweikämpfe bzw. Laufduelle um den zweiten Ball gehören zum Credo der Mannschaft von Marc Unterberger. Des Weiteren fühlt man sich am Ende einer Angriffs auf der rechten Seite etwas wohler als links, wenn es um das Flügelspiel geht. Dazu später mehr. Zunächst die statistischen Werte des Vereins mit dem Bob im Wappen.

Statistische Werte der SpVgg Unterhaching

  • Ballbesitz: 47%
  • Passgenauigkeit: 78%
  • Flankengenauigkeit: 40% (Platz 1 ligaweit)
  • Defensive Zweikampfquote: 60%
  • PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 10,5

Wie spielt die SpVgg?

Bei Ballbesitz

Bei eigenem Ballbesitz im Positionsspiel spielt Haching sehr schnörkellos und setzt nicht unbedingt auf den feinen Aufbau aus der eigenen Defensive. Der sehr zielgenau abschlagende Torhüter Vollath drischt die Kugel häufig weit nach vorne, wo dann der Kampf um den zweiten Ball gewonnen werden soll. Gelingt das, ist Box-to-Box Spieler Maier meist der Spieler, der für den weiteren Verlauf der Angriffe zuständig ist. Haching weicht über ihn oft zunächst auf die linke Seite aus und spielt – im Fall einer Verdichtung dort durch den Gegner – dann diagonal auf die rechte Seite, wo sie dann selbst über den pendelnden Außenverteidiger Überzahl herstellen können. Flanken von dieser Seite kommen dann mit hoher Genauigkeit in den gegnerischen Strafraum gesegelt, wo Hobsch und Fetsch dankbare Abnehmer dieser Zuspiele sind.

Baut Haching tatsächlich kurz auf, weil der Gegner eher auf Mittelfeldpressing setzt und in der Tiefe die Räume gut zugestellt werden, sind Kapitän Josef Welzmüller, Sebastian Maier und Präsidentensohn Markus Schwabl die treibenden Kräfte in der Eröffnung, die größtenteils über die rechte bzw. halbrechte Seite gestartet wird. Im Zusammenspiel mit dem auf die Halbposition einrückenden rechten Mittelfeldaußen entfaltet der rechte Außenverteidiger Schwabl beim Hinterlaufen desselben eine wahnsinnige Dynamik. Sollten dort vom Gegner Dopplungen geplant sein, wird das Spiel früh in der gegnerischen Hälfte ins Zentrum verlagert, wo wieder Maier die Regie übernimmt und situationsabhängig den weiteren Verlauf des Angriffs bestimmt.

Dringt Haching ins letzte Drittel des Gegners ein, wird bei Fortsetzung über die rechte Seite Schwabl dort zu finden sein und auf der linken Seite wird klassisch über den einrückenden Außenspieler geschoben. Läuft das Spiel weiter durchs Zentrum oder über links, wird konservativ verschoben. Das bedeutet, der ballferne Mittelfeldaußen geht auf die offensive Halbposition hinter dem Sturmzentrum und der ballnahe Mittelfeldaußen bleibt positionsgetreu auf seiner Seite. Maier steht dann im Zentrum dahinter, der zweite Sechser sichert relativ hoch ab. In beiden Fällen entsteht ein asymmetrisches 3-1-3-3.

Gegen den Ball

Gegen den Ball presst Haching nicht druckvoll, aber konsequent im Raum und versucht die Angriffe des Gegners dahingehend zu steuern, dass sie gezwungen werden, lange Bälle zu spielen, die möglichst die erste der beiden Viererketten durch ihre kämpferischen Qualitäten schon abfangen soll.

Unterhaching ist das Team mit den drittmeisten abgefangenen gegnerischen Pässen in der 3. Liga.

Spielt der Gegner sich ins letzte Drittel der Bobfahrer hinein und behauptet dabei den Ball, verschiebt Haching auf Ballhöhe über einen ballfern abkippenden Sechser, um ballnah eine Doppelung abzusichern. Es entsteht so – wenn die Zuordnungen stimmen – eine 5-3-1-1 oder 4-4-1-1 Staffelung in der eigenen Hälfte, bei der nur einer der beiden Stürmer hoch positioniert bleibt.

Wie kann man Haching knacken?

Wie kann es gelingen, dass der TSV 1860 der SpVgg Unterhaching ihre Grenzen aufzeigt? Ingolstadt hat es vorgemacht: mit überladener Offensive, viel Laufbewegungen und Kreuzverschiebungen in der gegnerischen Hälfte, durch hoch besetzte Halbpositionen hinter der Spitze und einem sehr offensiven Zehner, der als Schattenstürmer zentral hinter einer Doppelspitze agiert, bringt man Unterhaching in Bedrängnis.

Gegen den Ball muss man vor allem auf hohes Pressing und aggressives Gegenpressing bei Ballverlusten in allen Zonen setzen. Der Kampf um zweite Bälle muss oberste Priorität haben, wenn Haching das lange Holz rausholt.

Stärken und Schwächen des Systems 4-4-2

Stärken

Es wird zunächst eine starke, doppelte Abwehrkette aufgebaut. Dadurch wird es möglich, den Gegner auf den Flügeln zu doppeln und trotzdem im Zentrum kompakt zu stehen. So zwingt man den Gegner oft, Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Passwege können aufgrund der guten Staffelung in Tiefe und Breite leicht zugestellt werden. Das 4-4-2 Doppelsechs deshalb als defensives System zu bezeichnen, wäre zu einfach.

In der Offensive liegen die Stärken klar auf den Außenpositionen. Sowohl die Außenverteidiger als auch die Mittelfeldaußenspieler können für großen Druck auf den Flügeln sorgen.

Von den beiden defensiven Mittelfeldspielern im Zentrum übernimmt einer den offensiven Part (Box-to-Box Spieler) und der andere bleibt auf seiner absichernden Position. So kann man die Lücke im Zentrum zu den Stürmern schließen.

Wenn das Zusammenspiel der Mannschaftsteile gegen den Ball so funktioniert, wie es in diesem System gewollt ist, zwingt man den Gegner oft auf die Flügel, sodass dieser mit Flankenläufen und hohen Bällen agieren muss, um den Ball ins Zentrum vors Tor zu bringen.

Schwächen

Die große Schwäche in diesem System ist normalerweise die Lücke zwischen Mittelfeld und Sturm. Sowohl bei eigenem Ballbesitz, aber auch nach einem Ballverlust ist es wichtig, diesen Raum schnell zu schließen.

Es fehlt ein Kreativspieler im Zentrum. Deshalb ist das zentrale offensive Mittelfeld ein Schwachpunkt. Offensive Kreativität entwickelt sich im 4-4-2 mit Doppelsechs vornehmlich auf den Außenpositionen.

Durch das Fehlen des “Zehners” wird dem Box-to-Box Spieler eine hohe Laufleistung abverlangt, damit sowohl offensiv als auch defensiv die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen schnell geschlossen werden.

Schlüsselspieler

Tor

René Vollath (#1), mit 221 Spielen Drittligaurgestein, ist ein sicherer Rückhalt für die Spielvereinigung. Bei hohen Bällen in die Box ist er sicher wie kaum ein anderer und durch seine Erfahrung auch im Eins gegen Eins schwer zu überwinden. Sieben mal hat er diese Saison schon die Null gehalten. Wenn Haching einen Gegentreffer kassiert, ist ihm meist kein Vorwurf zu machen. Statistisch gesehen ist er in dieser Spielzeit bisher der zweitbeste Keeper der Liga.

Abwehr

Kapitän Josef Welzmüller (#5), nicht zu verwechseln mit seinem ebenfalls für Haching spielenden Drillingsbruder (!) Maximilian, ist Abwehrchef und macht durch seine große Erfahrung viel über das Stellungsspiel und abgefangene bzw. abgelaufene Pässe. Er muss selten Zweikämpfe gegen den Ball führen. Aber wenn, dann tut er das robust – allerdings hat er in dieser Kategorie nicht die absoluten Topwerte vorzuweisen.

Markus Schwabl (#23) ist ein rechter Verteidiger mit unbedingtem Vorwärtsdrang. Offensivverteidiger Schwabl drückt dem Spiel der Hachinger oft seinen Stempel auf. Über 42 Prozent seiner Flanken finden ihr Ziel. Auch bei der durch die Position bedingten Hauptkompetenz des Präsidentensohns, dem Verteidigen, macht er keine schlechte Figur. Auch seine Werte sind auf einem für seine Positon durchschnittlichen Niveau. Seine Paradedisziplin ist allerdings klar die Unterstützung der Offensive. Durch seine Schnelligkeit, Laufbereitschaft und Flankengenauigkeit kann er ein Unterschiedsspieler sein.

Mittelfeld

Sebastian Maier (#10) ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt des Hachinger Spiels. Mit einer Passgenauigkeit von 73% im Angriff (79% gesamt) gehört er zu den in der Offensive passsichersten 20 Spielern der Liga. Er leitet Angriffe mit ein, bewegt sich viel in der Horizontalen auf seiner Linie und bleibt für etwaige Rückpässe zum Neuaufbau immer anspielbar, nachdem er die Attacke initiiert hat.

Sturm

Mit sieben Treffern ist Patrick Hobsch (#34) der bisher erfolgreichste Stürmer der Vorstädter, allerdings steht dem sein Sturmpartner Mathias Fetsch (#11) mit bisher sechs Toren kaum nach. Beide sind brandgefährlich und dürfen in keiner Sekunde vor dem Kasten aus den Augen gelassen werden. Speziell aber Hobsch mit einer Schussgenauigkeit von sagenhaften 74% (Ligabestwert) ist pure Torgefahr, wenn er am Leder ist.

Fazit

Es wird ein hartes Stück Arbeit für die Spieler des TSV 1860 München gegen die SpVgg Unterhaching. Defensiv steht der kommende Gegner brutal diszipliniert und gut organisiert da, offensiv brauchen die Vorstädter nicht viele Gelegenheiten, um einen Treffer zu markieren.

Ich wage für so ein Spiel keinerlei Prognose abzugeben. Haching ist mit lediglich zwei Neuzugängen (Hirtlreiter kam von Buchbach und Schifferl vom Wolfsberger AC) eine eingespielte Truppe und muss sich vor keinem Gegner verstecken.

Zu schlagen sind sie die Hachinger nur, wenn man es schafft, ihre disziplinierte defensive Ordnung zu zerstören und selbst mit der konservativen offensiven Herangehensweise der Hachinger klar kommt.

Hoffen wir auf das Beste und darauf, dass wir eine gegen den Ball um jeden Meter Boden und jeden Ball kämpfende Mannschaft sehen, die sich im Offensivspiel traut, Überzahl herzustellen und viel Bewegung auf den Positionen hinter der/den Spitze/n aufs Geläuf zu bringen. Dann kann es klappen.

So könnte Unterhaching beginnen

Datenquelle: Wyscout

Erklärung des Verwaltungsrats: Thomas Probst rückt in den Aufsichtsrat

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Verwaltungsrat TSV 1860 München Bei Der Mitgliederversammlung 2021

In dieser Woche ging es beim TSV 1860 mal wieder hauptsächlich um Vereinspolitik, um den Konflikt zwischen den Gesellschaftern, um die Kündigung des Geschäftsführers und um neu zu besetztende Posten in Gremien. Einer der Aufreger der Woche war ein Artikel in der überregionalen Welt, der für viel Diskussionsstoff sorgte. Nun äußert sich der Verwaltungsrat

Morgen Fußball!

Eigentlich haben die Löwenprofis morgen Nachmittag ein durchaus prestigeträchtiges Drittligaspiel gegen die SpVgg Unterhaching (nein, es ist für unsere Redaktion weiterhin kein “Derby”) vor der Brust. In dem, wie wir berichteten, auch die Chance besteht, die Bilanz gegen diesen Gegner erstmals ausgeglichen zu gestalten. Die mediale Aufmerksamkeit war aber – wie so oft bei 1860 – in den letzten Tagen ganz woanders.

Thomas Probst folgt auf Robert Reisinger

Bevor sich ab idealerweise heute Abend alle Protagonisten und Fans dem runden Leder zuwenden und zumindest für ein paar Stunden die Vereinspolitik in den Hintergrund rückt, hat der Verwaltungsrat des TSV 1860 e.V. heute Mittag eine Erklärung abgegeben, in der auch die Nachfolge von Robert Reisinger im Aufsichtsrat der KGaA bekannt gegeben wird. Thomas Probst ist das neue Mitglied in diesem Gremium. Er stand zuletzt, bis Frühjahr 2022 an der Seite von Roman Beer an der Spitze der Fußballabteilung.

Die Erklärung des Verwaltungsrats

Die Erklärung des Verwaltungsrats zu Ereignissen der zu Ende gehenden Woche, die auch nicht an deutlicher Kritik gegenüber der medialen Berichterstattung und den Angriffen auf das Präsidium um Robert Reisinger spart, dokumentieren wir nachfolgend im Wortlaut:

Verwaltungsrat steht hinter dem Präsidium
Thomas Probst wird neues Mitglied im Aufsichtsrat der KGaA

Verehrte Mitglieder, liebe Löwinnen und Löwen,

der Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e. V. steht geschlossen hinter dem gewählten Präsidium um Präsident Robert Reisinger. Wir erkennen in den zuletzt immer maßloser gewordenen Angriffen auf Mitglieder des Präsidiums Versuche, den Verein zu delegitimieren, ihn handlungsunfähig zu machen und seine Vertreter bloßzustellen.
Den Hintergrund verorten wir im bevorstehenden Abschluss des Klärungsverfahrens beim Bundeskartellamt zur 50+1-Regel. Unser Mitgesellschafter in der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat sich über einen langen Zeitraum und mit erheblichem Aufwand vergeblich um eine Aufhebung der Regelung bemüht.
Die aggressive Personalisierung des Konflikts in den Medien, losgelöst von Inhalten, wird den dahinterstehenden Sachfragen nicht gerecht. Sie schafft ein Klima, das eine vernünftige Diskussion über wichtige Zukunftsthemen in unserem Klub stark erschwert.
Präsident Robert Reisinger hat den Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA auf eigenen Wunsch hin verlassen. Grund dafür ist der wiederkehrende Versuch, den Präsidenten des Vereins mundtot zu machen durch Verweis auf seine Verschwiegenheitspflicht als Aufsichtsrat. Sobald Robert Reisinger sich in der Öffentlichkeit erklärend zu einzelnen Vorgängen äußerte, wurde er mit juristischen Konsequenzen bedroht und mit internen Verfahren überzogen. Das ist nicht mehr zumutbar.
Als Nachfolger für Robert Reisinger entsendet der Verein Thomas Probst in den Aufsichtsrat. Der gelernte Wirtschaftsprüfer und Steuerberater ist fachlich qualifiziert und durch seine langjährige Tätigkeit für die Fußballabteilung sowie aktuell als CFO einer Private Equity Gruppe bei den im Aufsichtsrat relevanten Sachfragen im Thema.

München, den 24. November 2023
Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e. V.

Haching-PK: “Jeder wünscht sich einen Sieg gegen Sechzig”

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SpVgg Unterhaching Aufstieg

Der Unterhachinger Trainer Marc Unterberger stand den Medienveretretern Rede und Antwort vor dem kleinen Derby beim TSV 1860 München. Unterberger stellte klar, dass sich Unterhaching dringend einen Sieg gegen Sechzig wünscht.

“Jeder bei der SpVgg Unterhaching wünscht sich einen Sieg gegen Sechzig München”

Auf den Stellenwert des kleinen Derbys angesprochen, äußerte Haching-Coach Unterberger, dass sich “jeder bei der SpVgg Unterhaching einen Sieg gegen Sechzig München” wünscht. Unterberger bemühte die Statistik, dass 1860 die letzten sechs Duelle gegen die Vorstädter in der dritten Liga siegreich bestreiten konnte. Außerdem gewannen die Löwen auch das letzte Aufeinandertreffer der beiden Vereine in der zweiten Liga (anno 2007). Bei dieser Aufzählung vergaß Unterberger noch den Sieg des TSV 1860 im Toto-Pokal.

Haching ohne fünf

Die Elf mit dem Bob im Wappen ist verletzungtechnisch etwas gebeutelt im Moment. So muss Unterberger kurzfristig auf Viktor Zentrich, Boipelo Mashigo und Maurice Krattenmacher verzichten. Außerdem fehlen den Hachingern die Langzeitverletzten Bauer und Obermeier. Unterberger erwartet ein Spiel gegen elf Löwen auf den Platz und 13.500 fußballverrückte Löwenfans auf den Rängen im ausverkauften Grünwalder Stadion. Seine Marschroute, um zu bestehen heißt “dagegen halten, in Zweikämpfe zu gehen und Laufbereitschaft zu haben”. Die Zielsetzung des Trainers ist dabei, einen Sieg bei Sechzig München einzufahren. Dabei nutzten die Hachinger die Länderspielpause zur Regeneration und einer intensiven Vorbereitung, in der “Sechzig in Grund und Boden analysiert” wurde.

Unterberger erwatet “typische Sechzig-Mannschaft”

Nach dem Gegner von Samstag befragt äußerte Unterberger, dass er eine “typische Sechzig-Mannschaft” erwartet, die sich immer besser findet. Er warnt nach dem Sieg in Saarbrücken vor 1860, während die Niederlage in Pipinsried für ihn “keine Rolle” spiele. Trotzdem sieht er “mehr Druck auf der blauen Seite als auf der rot-blauen Seite”.

Basti Maier: “Besonderes Spiel”

Ex-Löwe Basti Meier war auch auf der Pressekonferenz anwesend und gab die Sichtweise der Hachinger Spieler vor dem kleinen Derby wider. Im Kader herrsche “große Vorfreude” und natürlich ist es für ihn ein “besonderes Spiel”. Denn Maier verbrachte einige Jahre an der Grünwalder Straße. Zum aktuellen Umfeld bei 1860 gibt er zur Protokoll, dass es bei Sechzig besonders schön ist, wenn es läuft und “brisant”, wenn es nicht läuft. So eine Phase durchlebe der Verein gerade.

 

 

 

 

TSV 1860 – SpVgg Unterhaching: Ergebnistipp Moritz Heinrich

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Moritz Heinrich Tsv 1860 Dsv Leoben

In den vergangenen drei Spielzeiten stieg Moritz Heinrich nacheinander mit der SpVgg Unterhaching, den Würzburger Kickers und der SpVgg Bayreuth aus der 3. Liga ab. Zur neuen Saison wechselte der gebürtige Münchner in die 2. Liga in Österreich und belegt mit Aufsteiger DSV Leoben derzeit einen Mittelfeldplatz. Heute tippt Heinrich für uns das Duell seiner beiden Ex-Vereine TSV 1860 und SpVgg Unterhaching.

Moritz Heinrich tippt auf Löwensieg

Seit 2017 war der inzwischen 26-Jährige in der 3. Liga tätig und bestritt 161 Spiele in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Für die morgige Partie tippt Moritz Heinrich auf einen knappen Heimsieg des TSV 1860:

“Weil das Spiel im Grünwalder Stadion stattfindet, tippe ich auf ein 2:1 der Löwen.”

Nach dem blamablen Pokal-Aus in Pipinsried wäre ein Dreier in der Liga eminent wichtig.

Neustart beim DSV Leoben

Bereits in jungen Jahren wechselte Moritz Heinrich im Sommer 2004 vom TSV Neubiberg an die Grünwalder Straße und durchlief anschließend sämtliche Jugendmannschaften des TSV 1860. Nach einer Saison mit der U21 in der Regionalliga Bayern wechselte Heinrich, der sowohl offensiv als auch defensiv auf dem Flügel eingesetzt werden kann, zu Preußen Münster in die 3. Liga. Nach den drei in der Einleitung genannten Abstiegen versucht er nun sein Glück beim DSV Leoben.

Dort spielt er u.a. an der Seite von namhaften Akteuren wie Deni Alar (früher u.a. bei Rapid und Sturm) oder Kevin Friesenbichler (früher u.a. Austria und VfL Osnabrück). Nach dem 6:0-Sieg zuletzt gegen den FC Dornbirn rangiert des DSV Leoben aktuell auf Platz 9 der Tabelle. Die Abstiegszone ist bereits zehn Punkte entfernt…

Sechzig um Sieben: Stimoniaris und die Integrität

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Sechzig um Sieben: Fuchs wechselt zum BvB II

Sechzig um Sieben, heute mit Saki Stimoniaris, dem die Integrität der 1860-Aufsichtsräte am Herzen liegt, den Fan-Informationen für das Haching-Spiel und mehr.

Stimoniaris wünscht Integrität der Aufsichtsratsmitglieder

Der Aufsichtsratsvorsitzende der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, Saki Stimoniaris, möchte Robert Reisinger aus dem Aufsichtsrat entfernen. Als Grund führt er nicht vorhandene Integrität des Löwenpräsidenten auf und zitiert den Kooperationsvertrag, Doch wie ist es um Stimoniaris’ eigene Integrität bestellt? Noch zu Beginn diesen Jahres war er im Fokus der Staatsanwaltschaft München.

Fan-Informationen zum Haching-Spiel

Morgen geht es für die Löwen zuhause gegen die SpVgg Unterhaching (14 Uhr, sechzger.de-Liveticker und im Free-TV). Wir haben die wichtigsten Fan-Informationen zum Spiel zusammengefasst.

Tickets

Das Match im Grünwalder Stadion ist ausverkauft, es wird keine Tageskasse geben. Allerdings lohnt sich ein Blick in den Zweitmarkt auf der offiziellen Homepage des TSV 1860.

Bei Problemen oder Fragen rund um bereits erworbene Tickets sind ab 12:00 Uhr die Clearing-Stellen Nord-Ost, Süd-Ost und West am Stadion besetzt.

Fantreffpunkt

Zum Heimspiel gegen Unterhaching gibt es am Candidplatz wieder den Löwentreff. Neben Speisen (Gulaschsuppe) und Getränken werden auch diverse Artikel im Shop verkauft. Dazu zählen dieses Mal unter anderem die “Keep the faith” T-Shirts sowie gravierte Flaschenöffner. Los geht es hier bereits um 10:30 Uhr.

Bilanzprobleme gegen Haching

Wer sich auf den einschlägigen Seiten (kicker.defussballdaten.de etc.) über die Historie des am Samstag (14 Uhr im sechzger.de-Liveticker und im BR) anstehenden Duells zwischen den Vorstädtern und dem TSV 1860 informiert, dem wird von bislang 17 Spielen berichtet. Aber: Genau 17 Partien fehlen da. Sowohl das Totopokal-Viertelfinale vom Oktober 2019, das 1860 – Dank Marco Hiller – im Elfmeterschießen gewinnen konnte, als auch 16 Bayernliga-Spiele finden – warum auch immer – keine Berücksichtigung.

Durch einen Sieg am Samstag (im also in Wahrheit 35. Spiel zwischen den ersten Mannschaften dieser beiden Vereine) könnte das Team von Maurizio Jacobacci es schaffen, die Bilanz des Duells erstmalig in der Geschichte ausgeglichen zu gestalten. Gewinnen die Löwen – nach dem Erfolg in Saarbrücken – zum zweiten Mal hintereinander in der Liga, so blicken wir dann auf 13 Siege, 9 Unentschieden und 13 Niederlagen gegen diesen Gegner. Zudem wäre die Mannschaft mit einem Dreier weiterhin in der 3. Liga ohne Punktverlust gegen Haching.

1860:Haching im Free-TV

Wer kein Ticket gegen die morgige Partie gegen die Vorstädter ergattern konnte, der kann es sich auf dem Sofa bequem machen: der BR überträgt die Begegnung live. Los geht’s um 14:05 Uhr, bereits deutlich vorher könnt ihr euch über den sechzger.de-Liveticker über das Geschehen im und um das Stadion herum informieren.

Die Wunschaufstellungen der sechzger.de-Redaktion

Die sechzger.de-Redakteure haben wieder ihre Wunschaufstellungen veröffentlicht. Nur Stefan Kranzberg baut auf David Richter im Kasten, während der Rest der Truppe Marco Hiller weiter das Vertrauen schenkt. Bernd Winninger (TAKTIKTAFEL) ist wiederum der Einzige, der mit einer Doppelspitze (Lakenmacher und dahinter Cocic) antreten würde. Hier geht’s zu allen Aufstellungen.

Gestern vor 23 Jahren: Unentschieden gegen Parma

Gestern vor 23 Jahren trat der TSV 1860 München in der 3. Runde des UEFA-Cups im Stadion Ennio Tardini beim Tabellenfünften der Vorsaison in der Serie A an und erreichte im Nebel der Po-Ebene ein beachtliches 2:2. Mindestens 8.000, vielleicht auch 11.000 Sechzgerfans hatten sich auf den Weg über den tief verschneiten Brenner gemacht (bei insgesamt 14.000 Zuschauern), um Thomas Häßler & Co. beizustehen. Und die sollten diese Reise nicht bereuen.

Trainer Werner Lorant schickte die folgenden Spieler auf’s Feld:

Jentzsch – Stranzl, Zelic, Cerny – Borimirov, Kurz, Tyce, Häßler, Bierofka – Agostino, Beierle

Tore:
1:0 Appiah (2.)
2:0 Micoud (12.)
2:1 Tyce (79.)
2:2 Beierle (89.)

Mehr zum Spiel lest ihr hier.

Stimoniaris: nur integre Personen im Aufsichtsrat gewünscht

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Der Aufsichtsratsvorsitzende der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, Saki Stimoniaris, hat in der “Welt” verlauten lassen, nur integre Personen im Aufsichtsrat zu akzeptieren und Personen, die nicht über “uneingeschränkte persönliche Integrität” verfügten, aus dem Aufsichtsrat entfernen zu wollen.

Der Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA

Der Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA ist mit 6 Personen besetzt. Drei davon (Saki Stimoniaris, Andrew Livingstone und Yahya Ismaik) gehören der HAM-Seite an, die andere Hälfte wird durch den e.V. (Robert Reisinger, Sebastian Seeböck, Karl-Christian Bay) vertreten. Bei Stimmgleichheit in Abstimmungen hat der Vorsitzende (Stimoniaris) eine zweite, entscheidende Stimme.

Der Aufsichtsrat führt Aufsicht in der KGaA und befasst sich maßgeblich mit Budgetierungsfragen.

“Der Aufsichtsrat” fordert Abberufung Reisingers aus dem Gremium

Laut dem Welt-Artikel hat nun der Aufsichtsrat “Stimoniaris daher beauftragt, den e.V. (…) zur Abberufung von Reisinger aus dem Aufsichtsrat aufzufordern“. Rechtlich nicht zu beanstanden, aber aufgrund der geltenden Mehrheitsverhältnisse in diesem Gremium könnte man auch sagen: “Stimoniaris’ Zweitstimme hat Stimoniaris beauftragt, den e.V. (…) zur Abberufung von Reisinger aus dem Aufsichtsrat aufzufordern”.
Einstimmig entschied der Aufsichtsrat in dieser Beauftragung jedenfalls nicht.

Stimoniaris beruft sich auf Ziffer 4.2 des Kooperationsvertrags

In der Beauftragung zur Entfernung Reisingers aus dem Aufsichtsrat beruft sich Saki Stimoniaris auf Ziffer 4.2 des Kooperationsvertrags. Diese besagt: die Aufsichtsräte müssen über “uneingeschränkte persönliche Integrität” verfügen.

“Uneingeschränkte persönliche Integrität” ist ein sogenannter unbestimmter Rechtsbegriff. Nimmt man sich das Internet zur Hilfe, um eine passende Definition für diese Beschreibung zu finden, spuckt das Web u.a. Folgendes aus:

Persönliche Integrität umfasst die physische, psychische, geistige und moralische Unversehrtheit des Menschen. (1)

Lexikalisch wird der dadurch bezeichnete Sachverhalt meist als Einheit von Ganzheit und Unantastbarkeit der Person bestimmt. Davon ausgehend kommt es zuweilen praktisch zu Überhöhungen der Deutung als „Makellosigkeit“ und „Unbescholtenheit“ im Sinne des Erhabenseins über kritische Äußerungen zur integeren Person. (2)

In Bezug auf Unternehmen ist Integrität das auf Erfahrungen und Erwartungen gestützte Ansehen bzw. Vertrauen, das ein (korporativer) Akteur A bei anderen Akteuren B hat hinsichtlich der Berücksichtigung der berechtigten Interessen von B. (3)

Inwieweit die Integrität Reisingers nicht vorhanden oder nicht (mehr) uneingeschränkt vorhanden sei, ließ Stimoniaris offen.

Wie ist es um Stimoniaris’ Integrität bestellt?

Den berühmten Satz mit dem Glashaus, in dem man sitzt, kennt jeder. Wie ist es also um die Integrität des Aufsichtsratsvorsitzenden selbst bestellt?

Hierzu ein paar Auszüge aus Zeitungsberichten über Saki Stimoniaris aus den letzten Monaten hinsichtlich der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen Untreue und Urkundenfälschung gegen seine Person:

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen den ehemaligen MAN-Betriebsratschef Athanasaios Stimoniaris (50). Dabei gehe es um den Vorwurf der Untreue, sagte eine Sprecherin am Freitag und bestätigte damit einen Bericht von “Business Insider”. Manager Magazin

Dem Business-Insider-Bericht zufolge geht es bei den Ermittlungen um die private Nutzung von Dienstwagen. Die Manager hätten dabei zusammengearbeitet, damit der Betriebsratschef Geschäftsfahrzeuge privat nutzen konnte, hieß es unter Berufung auf einen MAN-Ermittlungsbericht. Um dies zu vertuschen, seien Fahrtenbücher der Geschäftsfahrzeuge manipuliert worden. Handelsblatt

Für die einfache Urkundenfälschung nach § 267 Abs. 1 StGB stehen bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe, das Gleiche gilt für den Untreuetatbestand nach § 266 Abs. 1 StGB.

Das Verfahren wurde gegen eine Geldzahlung im 4- bis 5-stelligen Bereich gem. § 153a StPO eingestellt. Anzumerken ist hierbei, dass eine solche Einstellung weder einem Freispruch gleichkommt noch das dies bedeutet, dass dem Ex-Betriebsratschef von MAN die vorgeworfenen Delikte nicht nachgewiesen werden konnten.

Wie Strafverteidiger sagen würden: Ob der Beschuldigte einer angebotenen Einstellung nach § 153a StGB zustimmen sollte, hängt natürlich zunächst davon ab, wie groß die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung ist, falls es zu einem Hauptverfahren kommt.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte Stimoniaris MAN verlassen. Offiziell freiwillig und aus gesundheitlichen Gründen. Wie freiwillig der Rückzug tatsächlich war, darf durchaus hinterfragt werden: den Berichten zufolge unterzeichnete Stimoniaris einen gut dotierten Aufhebungsvertrag beim LKW-Bauer. Solche Verträge werden oftmals zur Vermeidung von Kündigungen (und den damit regelmäßig verbundenen – in diesem Fall außerordentlichen – zeit- und kostspieligen Kündigungsschutzklagen) abgeschlossen.

Zieht Stimoniaris demzufolge nun selbst die angekündigten Konsequenzen und legt sein Amt im Aufsichtsrat nieder?

Faninformationen TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching

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Tsv 1860 Dynamo Dresden Westkurve 2

Zum Münchner Duell kommt es am Samstag im Grünwalder Stadion. Nach der Pokalblamage treffen die Löwen auf den Verein mit dem Bob im Wappen. Zwei Punkte trennen die beiden Kontrahenten aktuell. Unterstützt von den Fans auf den Rängen werden die Gastgeber versuchen mit drei Punkten an den Gästen vorbeizuziehen. Passend dazu gibt es nun die wichtigsten Faninformationen vor der Partie TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching.

Faninformationen TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching

In einer Umfrage bei sechzger.de hatte zuletzt ein Großteil der Teilnehmer für die Anstoßzeit am Samstag um 14 Uhr abgestimmt. Entsprechend dürften die meisten mit der Ansetzung an diesem Wochenende zufrieden sein, denn genau dort ist Anpfiff im Grünwalder Stadion. Alles, was ansonsten noch wichtig zu wissen ist für den kommenden Samstag, gibt es nun in den Faninformationen zum Duell zwischen dem TSV 1860 und der SpVgg Unterhaching.

Tickets

Das Match im Grünwalder Stadion ist ausverkauft, es wird keine Tageskasse geben. Allerdings lohnt sich ein Blick in den Zweitmarkt auf der offiziellen Homepage des TSV 1860.

Bei Problemen oder Fragen rund um bereits erworbene Tickets sind ab 12:00 Uhr die Clearing-Stellen Nord-Ost, Süd-Ost und West am Stadion besetzt.

Anreise

Das Kombiticket wurde zur Saison 2023/24 gestrichen, sodass eine Anreise mit den ÖPNV nicht mehr kostenlos möglich ist. Dennoch sollte dies weiterhin die bevorzugte Anreisemöglichkeit bleiben, da die Parkplatzsituation rund um das Grünwalder Stadion bekanntermaßen schwierig ist.

Am Stadion selbst besteht zwischen Candidstraße und Stehhalle ab 11:00 Uhr die Möglichkeit, Fahrräder sicher und bewacht abzustellen.

Hinweise zum Stadionbesuch

Im Stadion sind die üblichen Gegenstände nicht erlaubt. Die Stadiontore öffnen ab 12:30 Uhr, Anpfiff ist dann eineinhalb Stunden später. Vor Ort gibt es keine Möglichkeiten, Taschen- oder Rücksäcke abzugeben. Erlaubt sind lediglich Taschen, die kleiner als DIN A4 sind.

Alle Arten von Flaschen (auch PET) und die Mitnahme eigener Lebensmittel sind verboten.

Die Löwen weisen auf der Homepage auf die Wetterlage hin. Es werden erste Schneefälle erwartet, sodass es im Stadionbereich glatt werden könnte.

Fantreffpunkt

Zum Heimspiel gegen Unterhaching gibt es am Candidplatz wieder den Löwentreff. Neben Speisen (Gulaschsuppe) und Getränken werden auch diverse Artikel im Shop verkauft. Dazu zählen dieses Mal unter anderem die “Keep the faith” T-Shirts sowie gravierte Flaschenöffner. Los geht es hier bereits um 10:30 Uhr.

Livestream und Liveticker

Das Spiel wird im Free-TV vom BR übertragen. Zudem kann man das Match wie gewohnt bei MagentaSport im Fernsehen und im Livestream übertragen.

sechzger.de ist wie immer live dabei und berichtet wie gewohnt bereits vor Anpfiff im Liveticker.

Titelbild: CR-Fotos

Bilanzprobleme: Sechzig gegen Unterhaching

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Wer nach dem Leser der Überschrift vermutet, es ginge in diesem Artikel um – bei unseren Löwen ja durchaus auch mal relevante – Finanzthemen, der irrt. Die nachfolgenden Zeilen beschäftigen sich mit einem rein sportlichen Thema und wollen – speziell unseren etwas jüngeren Lesern – helfen, Licht in das Dunkel zu bringen, das die Bilanz der bisherigen Partien gegen die SpVgg Unterhaching betrifft.

17 Spiele in Profiligen und im DFB-Pokal

Wer sich auf den einschlägigen Seiten (kicker.de, fussballdaten.de etc.) über die Historie des am Samstag (14 Uhr im sechzger.de-Liveticker und im BR) anstehenden Duells zwischen den Vorstädtern und dem TSV 1860 informiert, dem wird von bislang 17 Spielen berichtet: Neben einem DFB-Pokalspiel (das die Löwen im November 2000 im Hachinger Sportpark nach Verlängerung für sich entscheiden konnten) stehen sechs Spiele in der 2. Bundesliga zwischen 2004 und 2007 (mit der Bilanz von nur einem Sieg, zwei Remis und drei Niederlagen aus weiß-blauer Sicht) sowie vier Partien im Oberhaus zwischen 1999 und 2001 (1 Sieg, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen) zu Buche. Diese – durchaus als verheerend zu bezeichnende – Statistik wird durch die sechs Duelle in der 3. Liga (zwischen 2018 und 2021) ein wenig optimiert: Hier konnten die Löwen fünfmal siegen, die Hachinger kein einziges Mal, einmal trennte man sich remis.
In Summe kommen wir also im Profifußball auf acht Siege, vier Unentschieden und fünf Niederlagen gegen die SpVgg Unterhaching.

16x Bayernliga, 1x Landespokal

So weit so gut. Allerdings wird in dieser, an (fast) allen Online-Fundstellen kommunizierten Bilanz, die gleiche Anzahl an Spielen zwischen den beiden Gegnern vom Samstag einfach verschwiegen: Genau 17 Partien fehlen da. Sowohl das Totopokal-Viertelfinale vom Oktober 2019, das 1860 – Dank Marco Hiller – im Elfmeterschießen gewinnen konnte, als auch 16 Bayernliga-Spiele finden – warum auch immer – keine Berücksichtigung. Vielleicht will man nicht in alten Wunden bohren, die in neun Jahren Bayernliga-Tristesse beim einen oder anderen Löwenfan aufgetreten, inzwischen, dreißig Jahre später aber doch sicher verheilt sind? Wir können und wollen es unseren Lesern nicht ersparen: Die sportliche Bilanz gegen Unterhaching in der Bayernliga ist noch schlimmer, als die oben aus Liga eins und zwei ausgewiesene: Nur dreimal ging 1860 zwischen 1982 und 1991 in der damals drittklassigen Amateur-Oberliga als Siegel vom Platz, fünfmal trennte man sich unentschieden. Sage und schreibe acht Mal triumphierte das Team aus der Vorstadt.

Die ersten Duelle in der Bayernliga

Zum ersten Mal kam es übrigens am 14. August 1982 zu einem Aufeinandertreffen zwischen Sechzig und Haching: Nach dem Zwangsabstieg aus der 2. Bundesliga strömten am 3. Spieltag 28.000 Zuschauer auf Giesings Höhen und demonstrierten damit einmal mehr die Treue zu ihrem Verein. Das Spiel ging leider mit 0:2 gegen den späteren Meister der Bayernliga verloren. Erst im achten Spiel zwischen den Löwen und den Hachingern kam es – über drei Jahre nach der Premiere – dann zum ersten Löwensieg. Mit 4:1 behielt 1860 vor 18.000 Zuschauern im Dezember 1985 die Punkte in Giesing.

Die wahre Gesamtbilanz

Wer bei den Zahlen oben aufmerksam mitgezählt hat, dem fällt auf: Durch einen Sieg am Samstag (im also in Wahrheit 35. Spiel zwischen den ersten Mannschaften dieser beiden Vereine) könnte das Team von Maurizio Jacobacci es schaffen, die Bilanz des Duells erstmalig in der Geschichte ausgeglichen zu gestalten. Gewinnen die Löwen – nach dem Erfolg in Saarbrücken – zum zweiten Mal hintereinander in der Liga, so blicken wir dann auf 13 Siege, 9 Unentschieden und 13 Niederlagen gegen diesen Gegner. Und bleiben obendrein in der 3. Liga gegen Unterhaching ohne kompletten Punktverlust. Allein diese Statistik sollte den Löwen genug Anreiz sein, die Vorstädter zu bezwingen und sie ohne Zählbares den kurzen Weg zurück nach Hause zu schicken!