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Joël Zwarts bei Drittliga-Debüt in kicker “Elf des Tages”

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Joël Zwarts TSV 1860 München Saison 2023-24 3-Liga

Seinen Premierenauftritt in der 3. Liga hätte sich Joël Zwarts kaum schöner ausmalen können. Das erste Tor eingeleitet, danach selber noch zweimal eingenetzt und mit den Löwen einen 3:0-Sieg in Duisburg gefeiert. Zur Belohnung wurde Zwarts in die kicker “Elf des Tages” berufen.

Joël Zwarts in kicker “Elf des Tages”

Mit der Note 1,5 wurde der Niederländer vom kicker Sportmagazin bedacht und hat sich die Nominierung für die Spieltagself redlich verdient.

Gleich drei Löwen (Hiller, Vrenezi, Starke) erhielten die Bewertung 2,0, wurden jedoch nicht für die Spieltagself berücksichtigt.

Die Spieltagself in der Übersicht

Jantunen (Freiburg II) – Brumme (RWE), Fritz, Schultz (beide Viktoria Köln), Costly (Ingolstadt) – Boland (Lübeck), Shipnoski (Bielefeld), El-Zein (Sandhausen), Faber (Regensburg) – Zwarts (1860), Hobsch (Unterhaching)

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

sechzger.de Talk 120: Sieg in Duisburg, Lübeck & Sandhausen vor der Brust

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sechzger.de Talk Folge 120 nach dem Sieg des TSV 1860 beim MSV Duisburg und vor den Spielen gegen VfB Lübeck und SV Sandhausen

Zwei Mal sechzig Folgen sechzger.de Talk liegen hinter uns. Ausgabe 120 ist die aktuelle Sendung, in der Moderator Christian mit seinen Gästen Jan, Flo und Bernd sowohl den 3:0-Sieg der Löwen in Duisburg vom Samstag Nachmittag, als auch – in der gebotenen Kürze – auf das doppelt so hohe Ergebnis im Totopokal in Aindling vom Dienstag der zu Ende gegangenen Woche zurückblickt. Und natürlich schauen wir auch vorraus: Die erste Englische Woche dieser Spielzeit steht an und der VfB Lübeck kommt nach Giesing. Und am Samstag wartet dann die vielleicht erste echte Bewährungsprobe auf das Team von Maurizio Jacobacci: der Zweitligaabsteiger SV Sandhausen.

3:0 in Duisburg – Löwen überraschen

“Wer hätte das gedacht?” fragte Thomas Enn am Sonntag Vormittag in seinen Giesinger Gedanken. Und auch die Teilnehmer im sechzger.de Talk 120 sind durchaus positiv überrascht vom Saisonstart des TSV 1860. Zwar war nur Flo an der Wedau dabei – wenn er auch von der Anreise nicht viel mitbekommen hat – und Moderator Christian hat wegen des Besuchs der Löwen-Amateure in Landsberg nicht mal die TV-Übertragung verfolgt, aber dennoch tauschen sich die Protagonisten ausführlich und in gewohnter Manier über das Spiel aus. Das macht ja durchaus Freude.

Englische Woche: Lübeck & Sandhausen

Schon am morgigen Dienstag kommt der VfB Lübeck nach Giesing. Im sechzger.de Talk 120 erinnern wir uns nochmal kurz an die tragischen Umstände der letzten (und bislang einzigen) Drittligasaison der Norddeutschen, als wegen der Corona-Pandemie beiden Duellen mit dem TSV 1860 keine Zuschauer beiwohnen durften. Und Flo findet die passenden Worte zur Spieltagsgestaltung des DFB, der in dieser Saison beide Partien zwischen Lübeck und den Löwen in Englische Wochen platziert hat. Entsprechend werden zum Spiel wenige Fans des VfB in München erwartet. Ganz anders sieht die Beteiligung der heutigen Talk-Protagonisten am Spiel in Sandhausen am kommenden Wochenende aus: Drei Viertel der in der Sendung Versammelten treten die Reise an und freuen sich auf das erste Drittligaduell zwischen beiden Klubs. Die Bilanz der zehn Spiele in der 2. Liga, die zwischen 2012 und 2017 stattgefunden haben, wird im Talk eingeschätzt und Christian erinnert sich, dass Sandhausen schon manches Mal kein gutes Pflaster für die Arbeitsplatzsicherheit der Übungsleiter bei den Löwen war.

Weiter im Totopokal in Aindling

Der Vollständigkeit halber wird im sechzger.de Talk 120 auch noch über das Auftreten des TSV 1860 im Totopokal gesprochen. Das 6:0 in Aindling wird als standesgemäß eingestuft. Nach der sehr kritisierten Leistung eine Runde zuvor in Stockheim, konnten die Löwen diesmal überzeugen. Und auch die Atmosphäre rund um das Spiel war – wie Bernd und Flo berichten – nicht vergleichbar mit der Hitzigkeit vergangener Duelle zwischen Aindling und den Löwen-Amas.

Der sechzger.de Talk 120 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Saisonauftakt: Traumstart für TSV 1860 München III & IV

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1860 Vierte Herakles Dritte III IV Aufstieg
Die Vierte des TSV 1860 feierte gegen den Herakles SV München ihren zweiten Saisonsieg

Recht viel besser hätte der Saisonstart für die Dritte und Vierte der Löwen gar nicht laufen können. Mit zwei deutlichen Heimsiegen legten der TSV 1860 III & IV einen Traumstart in die neue Spielzeit hin.

Traumstart für TSV 1860 München III

Kreisliga-Aufsteiger TSV 1860 III lag nach einer Viertelstunde durch Florian Hagner (7.) und Julian Schleich (14.) bereits 2:0 in Führung, ehe der TSV Milbertshofen durch einen Doppelpack von Omar Cekic (19./31.) ausglich. Kurz vor der Pause ließ Diego Hones die 70 Zuschauer auf dem Sechser-Platz jedoch wieder jubeln (43.) und so ging es mit einer 3:2-Führung in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Löwen nicht locker und stellten durch Kenyan Price den alten Vorsprung wieder her (64.). Julian Schleich sorgte in der 79. Minute für die Vorentscheidung und Max Züllich ließ in der 88. Minute den 6:2-Endstand folgen.

Ein halbes Dutzend auch für die Vierte

Auch die 4. Mannschaft feierte am Samstag einen hohen Heimsieg zum Auftakt. Gegen den TSV Moosach-Hartmannshofen II stand es nach einer knappen Stunde bereits 6:0, bevor die Gäste zehn Minuten vor dem Ende noch zum Ehrentreffer kamen.

Torschützen für den TSV 1860 IV: Dorian Petkovic (2), Alexander Petö, Abdou Jarmaine, Ersan Zeybek und Alexander Gareis

Bundesliga: TSV 1860 U19 und U17 mit ersten Punkten

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TSV 1860 U17 Heidenheim Bundesliga

Während die A-Junioren am Samstag ihr zweites Spiel in der Bundesliga absolvierten, kämpften die B-Junioren am Sonntag bereits zum vierten Mal um Punkte. Sowohl die U19 als auch die U17 des TSV 1860 kamen dabei gegen den 1. FC Heidenheim zu ihren ersten Zählern.

TSV 1860 U19 feiert Heimsieg

Nach dem 0:2 in Karlsruhe konnten die A-Junioren des TSV 1860 am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim einen umkämpften 2:0-Heimsieg feiern. Noah Klose löste in der 14. Minute mit dem 1:0 den Knoten, Arin Garza ließ in der 20. Minute den zweiten Treffer folgen. Kurz vor dem Seitenwechsel hielt Miran Qela einen von ihm verschuldeten Elfmeter.

U17 holt ersten Punkt im vierten Spiel

Nachdem die U17 in den ersten drei Saisonspielen jeweils vier Gegentreffer kassiert hatte, wollte man das diesmal dringlichst verhindern. Zwar stand gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag hinten die Null – vorne jedoch leider ebenfalls. Mit dem 0:0 holte die Mannschaft von Felix Hirschnagl jedoch immerhin ihren ersten Punkt.

Sechzig am Wochenende: Löwinnen unterliegen Dortmund

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Auf dem Heimweg aus dem Trainingslager in Österreich machten die Frauen von Borussia Dortmund einen Zwischenstopp in Giesing und absolvierten ein Testspiel bei den Löwinnen. Mit 8:0 fiel das Ergebnis zum Leidwesen der Gastgeberinnen leider etwas zu hoch aus, die zudem die Verletzung ihrer Torhüterin Helene Pottendorfer zu verkraften hatten.

Löwinnen unterliegen Borussia Dortmund

Bereits zum dritten Mal trafen die Löwinnen auf Borussia Dortmund, doch diesmal wurde es leider ziemlich deutlich. 25 Minuten lang hielten die Gastgeberinnen das torlose Remis, dann aber fiel das erste Gegentor und die Gäste aus Dortmund gestalteten Partie und Ergebnis doch recht einseitig.

Die Löwinnen II erreichten anschließend gegen die SG Emmerting/Burghausen ein 1:1.

Hoher Besuch an der Grünwalder Straße 114

Die Spiele im Überblick

Dienstag, 15.08.

13.00 Uhr: FC Bayern München – U17 4:1
17.00 Uhr: TSV Aindling – Profis 0:6

Freitag, 18.08.

12.00 Uhr: U14 – AKA Tirol 2:0
14.00 Uhr: U15 – SV Sandhausen 4:1

Samstag, 19.08.

10.00 Uhr: U13 – SB Chiemgau Traunstein U14 2:3
13.00 Uhr: U19 – 1. FC Heidenheim 2:0
14.00 Uhr: TSV 1882 Landsberg – U21 2:1
14.00 Uhr: MSV Duisburg – Profis 0:3
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – TSV Moosach-Hartmannshofen II 6:1
17.30 Uhr: 3. Mannschaft – TSV Milbertshofen -6:2

Sonntag, 20.08.

10.00 Uhr: TSV 1865 Murnau U14 – U13 4:5
13.00 Uhr: U17 – 1. FC Heidenheim 0:0
15.00 Uhr: Löwinnen I – Borussia Dortmund 0:8
17.15 Uhr: Löwinnen II – SG Emmerting/Burghausen 1:1

Montag, 21.08.

11.00 Uhr: U16 – 1. FC Passau -:-

Sechzig um Sieben: Durchatmen nach Auswärtssieg in Duisburg

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Sechzig um Sieben: Spielbetriebs-GmbH macht Nägel mit Köpfen

Nur eine kleine Verschnaufspause erhält die Mannschaft des TSV 1860 München nach dem Auswärtssieg beim MSV Duisburg. Bereits morgen geht es im Grünwalder Stadion gegen den VfB Lübeck mit dem 3.Spieltag weiter. Durchatmen sollten aber auch die Löwenfans, vor allem bei einem Blick auf die Tabelle. Die Momentaufnahme stimmt – es wird spannend, wie es mit den Löwen weitergeht. Zunächst aber einmal startet eine neue Woche mit der Übersicht der Meldungen der letzten Tage.

Giesinger Gedanken nach dem Auswärtssieg in Duisburg

Zweites Spiel, zweiter Sieg – so richtig sah es danach vor allem nach der Vorbereitung nicht aus. Neben einer Analyse des Geschehens auf dem Platz ist vor allem dieser Umstand Thema in den Giesinger Gedanken vom gestrigen Sonntag. Unter dem Titel “Wer hätte das gedacht?” trifft Thomas mit seinem Text einmal mehr die Meinung vieler Löwenfans.

Die Taktiktafel-Analyse

Die Englische Woche steht vor der Tür – das bedeutet Stress für Bernd bei der Taktiktafel. Folglich gab es die Analyse zum Sieg des TSV 1860 München beim MSV Duisburg bereits am Sonntagabend. Was soll man sagen: auch Bernd ist sehr zufrieden mit der Leistung und freut sich bereits auf das morgige Heimspiel gegen den VfB Lübeck.

U21 veliert knapp gegen den TSV Landsberg

Nicht ganz für einen Punkt hat es für die Mannschaft von Trainer Frank Schmöller in der Bayernliga Süd gereicht. Zunächst führte die U21 auf fremden Platz sogar, doch in der Nachspielzeit konnte Landsberg den Siegtreffer erzielen. Nach der Partie äußerten sich sowohl Frank Schmöller als auch Ex-Löwe Sascha Mölders gegenüber sechzger.de im Kurzinterview. Beide sind im zugehörigen Artikel verlinkt.

sechzger.de Talk Folge 120 online

Nicht nur für Bernd wird die Zeit eng, sondern auch für die Besetzung des Podcast-Formats. Es führte also kein Weg am Sonntagabend-Termin vorbei und vier Redakteure (sowie im Verlauf der Sendung ein besonderer Gast) sprechen in Folge 120 über die Siege gegen den MSV Duisburg und den TSV Aindling (Toto-Pokal) sowie über die beiden anstehenden Duelle gegen Lübeck und Sandhausen.

News aus der 3.Liga

Der 2.Spieltag

Der Blick auf die Tabelle fällt auch am Montagmorgen noch leicht – der TSV 1860 grüßt momentan von Platz 1. Nur einer weiteren Mannschaft gelangen zum Auftakt ebenfalls zwei Siege. Viktoria Köln gewann am Samstag in Saarbrücken. Klare Heimsiege gab es darüber hinaus für Ingolstadt und Bielefeld. Bereits am Freitag gewann Sandhausen das mit Spannung erwartete Duell gegen Dynamo Dresden. Am gestrigen Sonntag fanden dann noch drei weitere Partien statt. Unter anderem gewann Regensburg bei der Rückkehr des SC Verl in den heimischen Sportpark.

MSV Duisburg – TSV 1860 0:3 – Die Taktiktafel-Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafel-Analyse nach dem Sieg des TSV 1860 München beim MSV Duisburg. Es war eine gute Leistung der Sechzger mit systematischen und taktischen Kniffen, die man so möglicherweise nicht erwartet hatte.

MSV Duisburg gegen den TSV 1860 hieß es am Samstag. Am Ende stand mit 0:3 ein deutlicher Sieg für die Mannschaft aus Giesing. Und dieser Sieg war absolut verdient und mit Einsatzfreude und großer Kampfeslust erarbeitet. Auch wenn man sagen muss, dass die Löwen mit einigen Schiedsrichterentscheidungen etwas Glück hatten, so war dieser Sieg am Ende verdient.

Systeme

Maurizio Jacobacci schickte seine Elf im von mir erwarteten 4-4-2 flach, allerdings auf einer Position anders besetzt und deshalb nicht 100% kongruent mit meiner Prognose, in die Partie. Vrenezi agierte als hängende Spitze.

Auch der Duisburger Trainer Torsten Ziegner hatten mit Girth und Esswein eine Doppelspitze aufgeboten. Duisburg stand allerdings im 4-4-2 mit der Doppelsechs auf dem Platz und verschob offensiv sehr deutlich.

Gegen den Ball

Jacobaccis Team verschob gegen den Ball die Grundformation nicht. Die Pressing-Linie wurde von den Sechzgern situationsbedingt teilweise sehr hoch angelegt. Beim Aufbau über den Duisburger Torwart griffen die beiden Spitzen Vrenezi und Zwarts früh an und versuchten den MSV entweder zum langen Ball oder zum Spiel über die Flügel zu zwingen. Wurde von Duisburg aus dem Spiel heraus aufgebaut, so zogen sich die Löwen früh zurück stellten die beiden Viererketten auf mittleres Niveau der jeweiligen Räume.

Duisburg versuchte mit einer hohen Pressing-Linie früh des Spiel der Sechzger zu stören. Diese ließen sich im Aufbau allerdings nicht aus dem Konzept bringen und kamen meist sicher und präzise mit progressiven Pässen ins Mittelfeld, wo der Ball dann häufig aus dem Zentrum heraus auf die Flügel lief.

Bei Ballbesitz

Bei Ballbesitz spielten die Sechzger mit der sogenannten dynamischen Dreierkette. Dabei rücken beiden Außenverteidiger auf die Höhe der Sechserposition auf den Flügeln und der Sechser Tarnat kippte zwischen die beiden Innenverteidiger ab, um von dort den Angriff zu eröffnen. Diese Verschiebung gab den Mittelfeldaußen die Freiheit, weiter vorn auf den Flügeln oder in den Halbräumen zu agieren. Der ballferne Außen rückte auf seiner Seite auf die offensive Mittelfeld-Halbposition, während der ballnahe Außenspieler auf dem Flügel blieb.

Duisburg mit einem ähnlichen Ansatz, man bediente sich ebenfalls der dynamischen Dreierkette. Hier war es meist Jander, der zwischen die Innenverteidiger abkippte. Die offensiven Verschiebungen der Duisburger waren jedoch etwas anders. Bei Duisburg rückte der ballnahe Stürmer auf den Flügel und der ballferne Mittelfeldaußenspieler auf die Halbposition im Sturmzentrum. Es wurde also aus dem 4-4-2 im letzten Drittel ein asymmetrisches 3-4-3.

Bevor wir nun zur weiteren Analyse kommen hier die statistischen Werte der Partie MSV Duisburg – TSV 1860 München.

Die statistischen Werte des Spiels

  • Ballbesitz TSV 1860 48% – MSV 52%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 80% – MSV 82%
  • defensive Zweikampfquote TSV 1860 51% – MSV 56%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 13/9 – MSV 15/5
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 10,85 – MSV 7,53

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Die Ballbesitzverteilung in der kompletten Partie war nahezu ausgeglichen. Wobei man hier die zwei Halbzeiten getrennt voneinander betrachten muss. So hatte der TSV 1860 München in der ersten Halbzeit, vor allem nach dem Führungstor durch Starke, klare Ballbesitzvorteile gegenüber den Zebras, die ihrerseits in der zweiten Spielhälfte als sie unter Zugzwang kamen, selbst ein Tor schießen zu müssen häufiger am Ball waren als unsere Sechzger.

Mit etwas höherem Spieltempo (dieses misst man statistisch mit der Anzahl der gespielten Pässe pro Minute Ballbesitz) allerdings auch eindeutig weniger Ideen im Spiel und vielen Querpässen im Vergleich der beiden Teams. So hatte Duisburg eine optische Überlegenheit im zweiten Durchgang, die wegen der fehlenden Ideen allerdings selten offensiv so effektiv waren, dass sich koordinierte Angriffe, welche die Abwehr der Löwen zu groben Fehlern gezwungen hätten, entwickelt konnten.

Passgenauigkeit

Hier liegt der MSV Duisburg um zwei Prozentpunkte vor dem TSV 1860 München. Beim Ballbesitz hatte ich es schon angedeutet, der MSV spielte viele Querpässe. Querpässe, die oft auch Sicherheitspässe sind, bringen keinen Raumgewinn, geben der gegnerischen Mannschaft oft Zeit sich noch besser zu gegen den Ball zu formieren. Auch wenn sie zügig und mit Dynamik gespielt werden müssen trägt diese Form des Spiels selten Früchte in Form von gut ausgespielten Angriffen.

Schauen wir auf die komplette Passstatistik beider Team und vergleichen die drei Kategorien Vorwärts-, Quer-, und Rückpässe einzeln, so haben die Löwen da die Nase vorn wo es wichtig ist: Bei den Vorwärtspässen.

Vergleichen wir dann die Zahlen der anderen beiden Kategorien, so fällt auf, dass Duisburg mit über 50% mehr Querpässen im Spiel als der TSV 1860 einfach nicht die Mittel fand um sich Wege in die Offensivzonen so zwingend zu erspielen wie es nötig gewesen wäre, um den Druck auf die Löwen dauerhaft aufrechtzuerhalten. Da hilft dann auch das höhere Spieltempo nicht weiter.

Überhaupt muss man zu diesem Begriff noch ein weiteres Wort sagen, denn das Spieltempo, also die Passfrequenz, kann zwei Ursachen haben. Einerseits ist es die Möglichkeit, dass die Mannschaft die mit hoher Passfrequenz spielt technisch stark und überlegen ist und mit dem Gegner Such-das-Balli spielt, andererseits kann es natürlich auch sein, dass die Defensive, durch gute Raumaufteilung und somit gutes Stellungsspiel mit Druck auf den ballführenden Spieler den Gegner dazu zwingt, schnell zu spielen und somit Fehler versucht zu provozieren. Letzteres war am Samstag der Fall.

Defensive Zweikampfquote

Mit 51% gewonnener Defensivzweikämpfe für unseren TSV 1860 im Spiel gegen den MSV Duisburg sieht dieser Wert auf den ersten Blick schlecht aus. Im Normalfall sollte hier ein Wert um die 60% erreicht werden. Allerdings gibt es natürlich wie bei jeder Regel auch hier Ausnahmen. Man darf, wie ich an dieser Stelle schon des Öfteren geschrieben habe, durchaus einen defensiven Zweikampf verlieren, wenn im Gegenzug der Ball aufgrund von gutem Stellungsspiel eines Mitspielers oder technischer Mängel des Angreifers der Ball am Ende doch bei der eigenen Mannschaft landet.

Hier ist nun ein Blick auf zwei weitere statistische Werte von Nöten. Das ist einerseits die Anzahl der Bälle die vom Gegner ins Tor oder Seitenaus gespielt wurden und andererseits eben die abgefangenen Bälle nach Tacklings. Hier hat der TSV 1860 München gegenüber dem MSV Duisburg deutlich die Nase vorn und am Ende wenn man dies alles zusammenaddiert eine gleich hohe Ausbeute an gewonnen Duellen am Boden. Nehmen wir dann zusätzlich noch die Luftduelle mit in die Rechnung, von denen die Sechzger satte 34% mehr gewinnen konnten als die Meidericher ergibt sich ein deutliches Bild defensiver Überlegenheit der Löwen gegenüber den Zebras.

Schüsse/aufs Tor

Hier ist die Statistik eindeutig. Von dreizehn Schüssen gingen neun Schüsse der Sechzger auf den Kasten von Vincent Müller. Drei wurden von Duisburger Abwehrspielern geblockt, nur einen Schuss setzten die Sechzger neben den Kasten (Zwarts in der 8. Minute). Diese Ausbeute ist grandios und konnte in Spielen in denen die Löwen ähnlich häufig auf des Gegners Kasten schossen in keiner der letzten Saisons erreicht werden. Lediglich in Spielen in denen die Löwen eigentlich chancenlos waren und nur selten im Angriff auftauchten wurde seit dem Wiederaufstieg eine ähnliche oder bessere Quote erreicht. Als Beispiel nehmen wir das Auswärtsspiel in Osnabrück vergangene Saison als Vier von sechs Schüssen der Sechzger präzise genug waren, um dem Keeper Arbeit zu verschaffen.

Was nehmen wir aus der Auswertung dieser Statistik mit? Erst einmal noch gar nichts. Solange sich bei der Schusspräzision kein Muster abzeichnet ist dieser Wert zunächst ein singuläres Ereignis. Im Heimspiel gegen den Waldhof lag sie noch bei 20%, von daher bleiben wir ruhig und freuen uns, dass es in Duisburg so gut geklappt hat.

PPDA

Die Werte für beide Mannschaften sind da, wo man sie im Kontext erwarten würde. Die Heimmannschaft war deutlich aggressiver im Anlaufverhalten als der Gast. Allerdings wie immer an dieser Stelle der Hinweis: Eine gesetzte Aktion bedeutet nicht, dass diese am Ende auch erfolgreich gewesen wäre. Die Sechzger wussten deutlich besser mit dem Anlaufverhalten der Duisburger umzugehen als umgekehrt. Möglicherweise hatte das auch damit zu tun, dass Duisburg durch die Zweier-Pressing-Formation der Sechzger gegen den Ball nicht wussten, wie sie darauf reagieren sollten und somit oft Bälle in Zonen spielten, die schnell doppelt besetzt werden konnten und den Angreifer dann zu überhasteten und dadurch ungenauem Spiel zwangen.

Die Tore

Hier könnt ihr Euch die Tore und weitere Highlights noch einmal ansehen.

Das entscheidende Tor beim Endstand von 3:0 ist logischerweise das erste, denn wenn der Gegner keines schießt, würde auch eines zum Sieg reichen.

Auf der rechten Seite gewinnt Vrenezi im Gegen-Pressing gegen den Versuch des Umschaltens der Duisburger die Kugel. Er wird zwar sofort wieder von dieser getrennt, das allerdings hatte einen Einwurf für unsere Löwen zur Folge. Aus der Verdichtung der Situation im Gegen-Pressing-Moment heraus löst sich Starke unbemerkt von allen Gegenspielern. Er trabt auf die andere Seite des Spielfelds in die linke Halbposition in der Box der Zebras.

Während Starke dies tut wirft Kaan Kurt den Ball Zwarts vor die Füße. Zwarts bedient sofort den freien Vrenezi auf der rechten Außenbahn. Vrenezi lässt sich bei soviel Platz wie er in dieser Situation vorfindet nicht zweimal bitten. Er flankt präzise ins Zentrum vors Tor wo Guttau, der zwar zum Kopfball hochspringt, diesen knapp verpasst, aber Starke der sich wie oben erwähnt im Hintergrund in den Strafraum geschlichen hatte mutterseelenallein an die Kugel kommt und zum 0:1 vollstreckt.

Auch die anderen Tore beide erzielt, durch Joël Zwarts, waren äußerst sehenswert.

Das fiel auf

Immer mehr fällt einem die Spielintelligenz unserer Neuzugänge ins Auge. Beim oben erwähnten Treffer zum 0:1 beispielsweise: Dort ist wenn man so will, auch Guttau obwohl er nicht an den Ball kommt, aber klar Aufmerksamkeit auf sich zieht, beteiligt. Somit sind vier von fünf in dieser Aktion aktiven Spielern, im Vorjahr noch bei anderen Vereinen gewesen.

Zwarts intelligente Weiterleitung des Einwurfs. Vrenezis Übersicht bei der Flanke. Starkes Schlitzohrigkeit. Guttaus gute Bewegung vom Flügel ins Zentrum. Das alles ist bei dieser Situation erwähnenswert.

Die Defensivleistung, speziell die Luftüberlegenheit der Sechzger war deutlich zu sehen, auch wenn die Zweikampfstatistik hier zunächst anders vermuten lässt. Auch die defensive Zweikampfstärke auf den Außenpositionen, muss man lobend erwähnen. Hatte ich vergangene Woche Greilinger allein ein Kompliment gemacht, so bekommen das in dieser Woche alle vier Flügelspieler. Sowohl in Abwehr als auch im Mittelfeld wurde kein Zentimeter Boden Kampflos am Flügel aufgegeben. Top meine Herren.

Zu guter Letzt darf man natürlich auch dem Spieler des Spiels, für mich war das Joel Zwarts, hier nicht vergessen. Er war an allen drei Tore beteiligt und hat zwei davon selbst erzielt. Da führt an Zwarts kein Weg vorbei, sucht man den Spieler des Tages.

Fazit zum Spiel MSV Duisburg – TSV 1860 München in der Taktiktafel

Mit dem Fazit möchte ich mich gar nicht lange aufhalten. Ich hoffe die Mannschaft kann die Leistung zum Start der englischen Woche konservieren. Sowohl gegen Lübeck als auch im kommenden Auswärtsspiel gegen Sandhausen gilt es ähnlich selbstbewusst aufzutreten.

Ich freue mich über die sechs Punkte und noch mehr über null kassierte Tore. Weiter so, Löwen!

Datenquelle: Wyscout

3. Liga: Die Sonntagsspiele am 2. Spieltag

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3. Liga Sonntagsspiele
Essen empfingt im Abendspiel Aue an der Hafenstraße

Nach dem durchaus überraschenden 3:0-Triumph in Duisburg vom Samstag Nachmittag konnten sich die Löwen als Tabellenführer der 3. Liga heute entspannt zurücklehnen und die Sonntagsspiele der Konkurrenz verfolgen. Ehe es in einer Englischen Woche schon am Dienstag Abend auf Giesings Höhen zum Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger VfB Lübeck (19 Uhr, sechzger.de-Liveticker) kommt. Besonderes Augenmerk richtete der eine oder andere Fan sicher auf das Abendspiel an der Essener Hafenstraße: Mit einem 4:0-Sieg hätte Erzgebirge Aue in der – allerdings noch sehr jungen – Tabelle mit dem Spitzenreiter aus Giesing gleichziehen können – tat es aber nicht. Die Kicker aus dem Erzgebirge spielten in Essen “nur” 1:1. So gehen die Löwen als Spitzenreiter in den 3. Spieltag

Borussia Dortmund II – SC Freiburg II 1:0 (1:0)

Der Nachwuchs von Borussia Dortmund empfing im Stadion Rote Erde die Zweitvertretung des SC Freiburg. Abgesehen von der Corona-Zeit ging die Partie nach über 15 Jahren erstmals ohne organisierten Support der “Ultras von die Amateure”-Szene über die Bühne. Nachdem die kleine Borussia in den vergangenen Spielzeiten in der der 3. Liga immer wieder – teilweise dauerhaft – ins große Westfalenstation bzw. nach Wuppertal ausweichen musste, wird nun in der Traditionsspielstätte schon wieder gebaut. Gespielt wird dort aber trotzdem. Wobei das nicht ganz unproblematisch zu sein scheint, wie RUHR24 vermeldet.

Wenig Erhebendes tat sich in den ersten 45 Minuten für die rund 1.600 Zuschauer in diesem “U-Duell”. Als man schon mit einem torlosen Pausenremis rechnete, schlug Gelb-Schwarz allerdings zu. Der in Au in der Hallertau geborene Michael Eberwein konnte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie schieben.
In der zweiten Halbzeit nahm die Partie mehr an Fahrt auf, wobei die Vorteile bei den Gastgebern lagen. Das Kunststück von zwei Lattentreffern per Freistoß innerhalb von nur sechs Minuten gelang in der Schlussviertelstunde dem Borussen Ole Pohlmann. Zählbares passierte aber nicht.
Durch bislang ein Saisontor in zwei Spielen verbesserte sich Dortmunds Nachwuchs in der Tabelle erstmal auf den vierten Rang. Der Vizemeister der Vorsaison ist hingegen aktuell in den tieferen Regionen des Klassements unterwegs.

SC Verl – Jahn Regensburg 1:2 (0:1)

Zum allerersten Mal in ihrer Geschichte überhaupt trafen der SC Verl und Zweitligaabsteiger Jahn Regensburg aufeinander. Für die Verler bedeutete das erste Heimspiel der Saison die Rückkehr in die heimische Sportclub-Arena. Lediglich direkt nach ihrem Aufstieg in die 3. Liga im Sommer 2020 hatten Heimspiele – vor wegen Corona stark begrenzter Zuschauerzahl – dort stattgefunden. Danach ging es für lange Zeit ins Exil nach Paderborn. Die heutige Rückkehr in die Heimat wurde entsprechend stimmungsvoll mit viel Rauch gefeiert.

Als der Ball dann rollte, ließ sich der Jahn nur gut elf Minuten Zeit, ehe ein gebürtiger Münchner traf. Benedikt Saller, der auch schon bei unserem Verein die (Jugend-) Fußballstiefel geschnürt hat, war es der zum 0:1 traf. Er war mit einem Schuss von knapp hinter der Strafraumgrenze erfolgreich. Die Anfangsphase gehörte klar den Oberpfälzer, aber mit zunehmender Spieldauer wurde auch die Verler stärker. Zur Pause lagen die Gastgeber zwar noch in Rückstand, aber nach gut einer Stunde erzielte Lars Lokotsch per Kopf den viel umjubelten und verdienten Ausgleich. Beflügelt vom ersten Treffer im heimischen Stadion nach so langer Zeit war in der Folge Verl die bessere Mannschaft mit den zwingenden Chancen, wobei auch der SSV seine Kontermöglichkeiten hatte.

Und eine davon wurde eiskalt genutzt. Als Verl seinen Abwehrverbund sträflich aufgelöst hatte, wurde Konrad Faber vom Kollegen Oscar Schönfelder steil geschickt. Er schloss diesen Konter in der 86. Minute eiskalt ab. Die Bemühungen der Verler, in den letzten Minuten doch noch den verdienten Punkt einzufahren, misslangen. Der Jahn hat – nach dem etwas ernüchternden Auftakt gegen Unterhaching – nun vier Punkte auf dem Konto. Regensburg verdrängte den Sieger des heutigen ersten Sonntagsspiels vom vierten Tabellenplatz.

Rot-Weiß Essen – Erzgebirge Aue 1:1 (1:1)

Zum Abschluss des 2. Spieltags der 3. Liga empfing das gefühlt wieder im Krisenmodus befindliche Rot-Weiß Essen Erzgebirge Aue. Die Gäste aus Sachsen hatten dabei das Ziel vor Augen, neben unseren Löwen und Viktoria Köln das dritte Team zu werden, das mit der perfekten Ausbeute von zwei Siegen in die Saison starten würde.

3. Liga Sonntagsspiele
Essen empfingt im Abendspiel Aue an der Hafenstraße

Die beiden Teams ließen sich nicht lange bitten und legten eine muntere Anfangsphase aufs Parkett. Die Auer gingen nach einem Sololauf von Sijaric über nahezu das komplette Spielfeld in Führung. Er narrte die halbe Essener Mannschaft im Alleingang und legte dann ab zu Sean Seitz, der sich nicht lange bitten ließ und zum 0:1 traf. Doch der Ausgleich ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Nach einer halben Stunde starten die Hausherren über links nach vorne. Bastian legte ab zu Brumme, der das Leder scharf nach innen passte. Leicht abgefälscht kam der Brust zu Torben Müsel, der den Ball mit der Brust annahm und im Netz versenkte. Bitter für die Gäste war zudem die Knieverletzung von Rosenlöcher, der kurz vor der Pause im Essener Rasen hängen blieb und frühzeitig in die Kabine musste. Bis zum Pausentee passierte trotz fünf Minuten Nachspielzeit nichts mehr.

Auch im zweiten Durchgang wurde das Spiel nie langweilig. Beide Teams spielten munter nach vorne, wobei Großchancen auf beiden Seiten Mangelware blieben, fast immer brachten die Defensivreihen einen Fuß dazwischen. Wenn es dann doch mal gefährlich wurde, waren die beiden Keeper auf dem Posten. Dennoch hatten beide Seiten immer wieder ihre Druckphasen, in denen sie sich in der gegnerischen Hälfte festsetzen konnten. Da aber keine weiteren Treffer fielen blieb es beim letztlich auch leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Einen Tick näher am Sieg waren über 90 Minuten gesehen die Essener vor ihren 15.000 Fans an der stimmungstechnisch starken Hafenstraße, kaufen kann man sich davon aber natürlich nichts…

Giesinger Gedanken nach dem Auswärtssieg in Duisburg: Wer hätte das gedacht?

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Ich kann es immer noch nicht glauben! Zwei Spiele, zwei Siege, kein Gegentor. Und das nach dieser Vorbereitung… Wer hätte das gedacht?

Ich bin sprachlos…

Was hatte man sich nicht alles für Szenarien nach der nicht gerade optimal verlaufenen Saisonvorbereitung ausgemalt. Schwache Offensive, wacklige Defensive, Ärger um einen weiteren Stürmer, Schlammschlacht um den Stammplatz im Tor, Zwist um Horst Heldt, andauernder Streit unter den Gesellschaftern und so weiter und so fort. Tja, Alles wie weggeblasen. Der TSV 1860 München hat einen astreinen Saisonstart hingelegt und liegt nach dem 2. Spieltag auf einem Tabellenplatz, den ich nicht nennen möchte. Ich hatte zwar nicht ganz so schwarz gesehen wie so mancher Löwe, der vor der Saison gar von Abstiegskampf sprach. Aber mit einem derart furiosen Saisonstart hatte ich nicht gerechnet.

Abgezockte Leistung in Duisburg

Das gestrige 3:0 in Duisburg liest sich wahrscheinlich etwas klarer als es eigentlich war. In der ersten Hälfte nutzte der vollkommen alleingelassene Manni Starke die einzige Chance der Löwen zur Führung. Im zweiten Durchgang stand das Spiel lange Spitz auf Knopf, obwohl Joel Zwarts in der 54. Minute mit seinem Premierentreffer im Löwentrikot für das 2:0 gesorgt hatte. Der MSV drängte danach auf den Anschlusstreffer. Wer weiß, was passiert wäre, wenn Esswein einen seiner Fernschüsse mal nicht verzogen hätte und zum 1:2 getroffen hätte. So machte Zwarts mit seinem Treffer zum 3:0 den Deckel drauf und 1860 konnte mit drei Punkten im Gepäck die Heimreise nach Giesing antreten.

Erste Erfolge des Konzeptes von Jacobacci sind zu erkennen

Dass der Saisonstart viel besser verlief als von den meisten gedacht, liegt womöglich daran, dass das Konzept von Maurizio Jacobacci aufgeht. Während der Vorbereitung war einem so ein wenig unklar, was das für Neuzugänge für welche Positionen geholt wurden. Ich bilde mir ein, langsam darin eine Strategie von Jacobacci zu erkennen. Ich denke, er wollte alle Positionen mit in etwa gleich starken Spielern zu besetzen. Er scheint mir sehr stark auf den internen Konkurrenzkampf zu setzen, der die Spieler dazu zwingt, sich kontinuierlich weiter zu entwicklen. Denn wenn der Konkurrent bessere Leistungen im Training zeigt, findet man sich schnell auf der Bank wieder. Außerdem steht bei Verletzungen und Sperren ein annähernd gleichwertiger Spieler bereit. Das kann man besonders rechts in der Kette mit Kurt / Ludewig sehen. Auch links scheinen sich Greilinger / Steinhart in einem offenen Konkurrenzkampf zu befinden (der durch Verletzung von Steinhart erstmal unterbrochen ist). Im zentralen defensiven Mittelfeld ist die Konkurrenz mit Starke, Tarnat, Frey, möglicherweise Zejnullahu, Rieder (der irgendwann zurückkommt) und Kloss am größten und dieser Mannschaftsteil steht aktuell brutal sicher und treibt das Spiel von hinten raus gut an. Auch in der Innenverteidigung stehen für zwei Startplätze drei Spieler (Verlaat, Kwadwo, Lang) bereit, von denen sich keiner eine längere Schwächephase leisten kann, ohne seinen Stammplatz zu verlieren.

Viel besser als gedacht

Vielleicht interpretiere da auch zu viel rein, aber es ist schon auffällig, wie ausgeglichen der Kader auf den meisten – nicht allen – Positionen besetzt ist. Mit Joel Zwarts, der gestern mit seinen zwei Toren einen mehr als gelungenen Einstand gegeben hat, scheint 1860 einen herausragenden Stürmer für die dritte Liga verpflichtet zu haben. Zwarts könnte, wenn er so weiter macht, wirklich ein Unterschiedsspieler in der dritten Liga werden. Ich muss zugeben, dass ich gedacht hatte, dass Fynn Lakenmacher diese Rolle übernehmen könnte. Das scheint aktuell nicht der Fall zu sein. Und so hat sich diese Mannschaft aktuell viel schneller gefunden als gedacht. Außerdem bringt sie die nötige Abgezocktheit mit, um ein eigentlich enges Spiel wie gestern mit 3:0 auswärts zu gewinnen. Das ist wirklich viel besser als die meisten nach der Saisonvorbereitung gedacht hätten.

“Oh Fuck! Schon wieder Traumstart und Aufstiegskampf!”

Die aktuelle Situation brachte ein Freund von mir perfekt mit einer WhatsApp auf den Punkt. “Oh Fuck! Schon wieder Traumstart und Aufstiegskampf!”, schrieb er mir. Ich glaube, wir sollten den Moment einfach genießen und uns über die Erfolge der Mannschaft freuen. Schauen wir mal, wie das so weiter geht. Auf ein deja-vu von letzter Saison können wir alle sehr gerne verzichten, denke ich.

 

Sechzig Amateure unterliegen Tabellenführer Landsberg

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Die Amas in Landsberg

Exakt zeitgleich mit den Löwenprofis trat die U21 des TSV 1860 am Samstag Nachmittag beim TSV 1882 Landsberg an. Das Team um den Ex-Löwen Sascha Mölders empfing die Gäste im heimischen Stadion als Tabellenführer der Bayernliga Süd. Nico Karger, vor dieser Saison aus Deisenhofen an den Lech gewechselt und – wie Mölders – Mitglied der Aufstiegslöwen 2018 stand nicht im Kader, dafür aber ein weiterer alter Bekannter bei 1860, Nicholas Helmbrecht.

Nur wenige Löwenfans vor Ort

Unter den 630 Zuschauern befanden sich nur sehr wenige Löwenfans – die meisten, die sich nicht auf den Weg ins ferne Duisburg gemacht hatten, zogen es wohl vor, bei tropischen Temperaturen lieber zu Hause oder am Badesee zu weilen und das Spiel von Maurizio Jacobaccis Truppe im Fernsehen zu verfolgen. Aber die Blauen, die gekommen waren, mussten ihr Kommen – zunächst – nicht bereuen.

Landsberg in der 1. Halbzeit mit Problemen

Wie auch Frank Schmöller im Gespräch mit sechzger.de nach der Partie hervorhob, kamen die Junglöwen gut in die Partie, dem Favoriten gelang wenig, dem vor der Partie Tabellensiebten umso mehr. So dauerte es keine drei Minuten, bis der heute sehr auffällige Mansur Ouro-Tagba per Kopf das 0:1 markieren konnte. Mit dem Selbstvertrauen einer Fühung beim Tabellenführer setzten die Sechzger die Partie fort, erarbeiteten sich weitere Torchancen, ohne allerdings noch einmal zu einem Treffer zu kommen. Mit der knappen Führung ging es in die Pause – auf der Tribüne war die analoge Pausenführung der Profis an der Wedau das bestimmende Thema.

Landsberg nach der Pause besser im Spiel

Die wahrscheinlich durchaus laute und kritische Pausenansprache der Spielertrainer Michael Hutterer und Sascha Mölders auf der Gastgeberseite zeigte nach dem Seitenwechsel  sofort Wirkung. Nun trat Landsberg im Stile eines Tabellenführers auf, die Löwen bekamen nur noch wenig Zugriff. Logische Konsequenz nur neun Minuten nach Wiederanpfiff war der Ausgleich durch Landsbergs Kapitän Steffen Krautschneider per Distanzschuss. Danach verflachte die Partie – wohl auch aufgrund der Witterung – ein wenig, wobei die Gastgeber nun deutlich überlegen waren. Die kleinen Löwen verlegten sich auf’s Kontern, ohne dabei einem Torerfolg besonders nahe zu kommen.

Lucky Punch für Landsberg

Als sich eigentlich alle im Stadion schon mit dem Unentschieden arrangiert hatten, schlugen die Gastgeber nochmal zu und konnten durch Amar Cekic den sicher ein wenig glücklichen, aber durchaus nicht völlig unverdienten Siegtreffer erzielen. In der 97. Minute gab es dann noch eine glatt Rote Karte für Devin Sür, als der ansonsten souveräne und gute Schiedsrichter Kenny Abieba ein Foulspiel als Tätlichkeit wertete. Eine sehr harte Entscheidung in der letzten Minute der Nachspielzeit, wie auch Löwencoach Schmöller empfand.

Amas nun Neunter der Bayernliga Süd

Der TSV Landsberg kann mit diesem Sieg seine Tabellenführung und den Zwei-Punkte-Vorsprung gegenüber dem TSV Kottern behaupten, die Amas liegen mit einem Spiel weniger, als die meisten anderen Teams nun auf Platz 9. Am kommenden Samstag empfangen sie in Gilching Türkspor Augsburg. Anpfiff ist dann wieder um 14 Uhr – diesmal zwei Stunden, bevor das Spiel der Profis (in Sandhausen) beginnt.

 

Sascha Mölders freut sich über den Sieg der Profis

Natürlich ließen wir von sechzger.de es uns nicht nehmen, nach der Partie in Landsberg auch Sascha Mölders um ein kurzes Statement zu bitten. Dass er bei der Partie seiner Ex-Klubs an der Wedau dem TSV 1860 die Daumen drückte und sich über den 3:0-Erfolg freute, ist nachfolgend dokumentiert: