Start Blog Seite 637

VfB Oldenburg – TSV 1860: Ergebnistipp Lorenz Knöferl

0
Tsv 1860 Lorenz Knöferl
Lorenz Knöferl am Ball für die Löwen; Bild: OR Pressedienst

Vor wenigen Tagen verabschiedete sich Lorenz Knöferl vorerst von den Löwen. Beim Regionalligisten Carl Zeiss Jena soll er Spielpraxis sammeln, um in der nächsten Saison wieder in Giesing angreifen zu können. Heute tippt Knöferl für uns die Partie des TSV 1860 beim VfB Oldenburg.

Knöferl tippt auf Sieg des TSV 1860

Bis zuletzt war der Offensivspieler ja ganz nah dran an der Mannschaft und ist sich deshalb auch sicher, dass die Löwen im hohen Norden bestehen werden.

“Klares 3:0!
Tore: Laki, Tim und Albi”

Also, klare Ansage an die Herren Lakenmacher, Rieder und Vrenezi! Ihr wisst, was zu tun ist…

Neue Chance in Jena

Bereits 2013 wechselte der jetzt 19-jährige Lorenz Knöferl zum TSV 1860 und durchlief sämtliche Jugendmannschaften, ehe er von Michael Köllner bei den Profis quasi ins kalte Wasser geworfen wurde. Mit seinem Tor gegen den SV Wehen Wiesbaden avancierte er zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der Löwen. Leider sollte es bis dato aber auch sein einziger Treffer in der 3. Liga bleiben.

Nun geht Knöferl also für den Rest der Saison beim FC Carl Zeiss Jena auf Torejagd und man erwartet einiges von ihm. FCC-Trainer René Klingbeil:

“Er ist ein universeller Offensivspieler, der sich auf den Außenbahnen und hinter der Spitze am wohlsten fühlt. Er ist jung, hat viel Potenzial, kam aber in München nicht auf die Einsatzzeiten, die er als junger Fußballer für seine Entwicklung braucht. Damit passt er in unsere Idee, junge Spieler zu entwickeln, die hier bei uns den nächsten Schritt machen und uns gleichzeitig beim Erreichen unserer Ziele helfen sollen.”

Bereits heute Abend gegen Tennis Borussia Berlin könnte Knöferl sein Debüt für Carl Zeiss Jena feiern.

Bild: OR Pressedienst

VfB Oldenburg – TSV 1860 München: die Taktiktafel vor dem Spiel

4
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafel vor dem Auswärtsspiel unseres TSV 1860 München beim VfB Oldenburg.

Nach einem knappen und späten, aber verdienten Sieg im Hinspiel sehen die kriselnden Sechzger gänzlich andere Voraussetzungen als noch im Sommer. Was dürfen wir in der Partie von den Gastgebern erwarten? VfB Oldenburg – TSV 1860 München ist die erste Paarung nach der Demission von Michael Köllner. Ob das etwas in der Mannschaft bewirkt, werden wir am Samstag sehen.

Bei den Oldenburgern sitzt der Klassenkamerad unseres Co-Trainers im Fußballlehrer-Lehrgang Dario Fossi auf der Trainerbank. Fossi ist ein Verfechter offensiv anmutender Systeme, die er aber gerne von seinen Oldenburgern mit defensiver Note spielen lässt. 3-4-1-2, 4-3-3 offensiv, 3-4-3 flach sowie 3-4-3 in der Variante 3-4-2-1 hat er bisher von seiner Mannschaft spielen lassen. Die Besonderheit im von mir erwarteten 3-4-2-1 bei Oldenburg ist, dass auf den Halbpositionen hinter dem Mittelstürmer zwei offensiv begabte Mittelfeldspieler anstatt Außenstürmer zu finden sind.

Bevor wir zur Spielweise des VfB kommen, werfen wir zunächst einen Blick auf die statistischen Werte der Niedersachsen.

Die statistischen Werte des VfB Oldenburg

  • Ballbesitz 47%
  • Passgenauigkeit 77%
  • Defensive Zweikampfquote 61% (zweitschlechtester Wert der Liga)
  • Flankengenauigkeit 37% (viertbester Wert der Liga)
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 9,82

Wie Spielt der VfB Oldenburg, womit muss der TSV 1860 rechnen?

Bei Ballbesitz

Bei eigenem Ballbesitz sind die Oldenburger ein Team, das nicht viel Zeit verlieren will, wenn es nach vorne geht. Der sogenannte progressive Pass (Pässe für großen Raumgewinn in Abhängigkeit der Spielfeldzone) dominiert im Spiel nach vorne.

Wir müssen uns wie schon im Hinspiel also auf schnelles, vertikales Spiel über mehrere Stationen einstellen, wenn Oldenburg in Ballbesitz ist.

Haben die Oldenburger das letzte Drittel des Gegners erreicht, schiebt einer der beiden zentralen Mittelfeldspieler mittig hinter die Stürmer. Der ballferne Halbstürmer geht auf die Halbposition in der vordersten Linie, während der ballnahe etwas weiter außen auf seinem Flügel versucht das Spiel breit zu machen. Durch diese Verschiebung versuchen die Oldenburger die Innenverteidigung des Gegners auseinander zu ziehen. Damit wird vor allem für den nachrückenden zentralen Mittelfeldspieler Raum geschaffen, um hinter der Sturmzentrale als Schattenstürmer für Furore zu sorgen.

Über die Flügel passiert bei Oldenburg im letzten Drittel des Gegners relativ wenig. Wenn allerdings Flanken geschlagen werden, kommen diese mit hoher Genauigkeit in den gegnerischen Strafraum.

Gegen den Ball

Gegen den Ball presst Oldenburg mit drei bis vier Spielern dem jeweiligen Gegner angepasst. Bei spielstarken Gegnern ist das Pressing eher tief angelegt, gegen direkte Konkurrenten sieht man Oldenburg gerne auch hoch anlaufen. Schafft es der Gegner die Pressinglinie zu überspielen, ziehen sich die pressenden Spieler schnell zurück.

Die beiden Mittelfeldaußenspieler verschieben gegen den Ball mittlerweile situativ unterschiedlich. So kann je nach Spielstand und Gegner aus dem 3-4-3 (3-4-2-1) gegen den Ball entweder konservativ auf Fünferkette (5-4-1) verschoben werden oder es wird asymmetrisch mit gependelter Viererkette agiert (4-5-1).

Nachdem Oldenburg gegen den Ball am Beginn der Saison durch relativ hartes, aber nicht unbedingt unfaires Einsteigen auffiel, haben sich die Niedersachsen mittlerweile hier dem Ligadurchschnitt angepasst.

Stärken und Schwächen des 3-4-3

Stärken

Das 3-4-3 bietet mit seiner exzellenten Tiefenstaffelung im Zusammenspiel mit taktischer Disziplin im Positionsspiel sehr variantenreiche Spielzüge im Aufbau. Gerade für spielstarke Teams ist dieses System daher eine wahnsinnig effektive Waffe. Angriffspressing und Gegenpressing können mit der Überzahl an Offensivspielern gut umgesetzt werden. Diese Überzahl verhilft der Mannschaft im 3-4-3 auch im letzten Drittel zu hoher Variabilität.

Schwächen

Die Dreierabwehrkette muss situativ immer wieder aus dem Mittelfeld heraus verstärkt werden, wenn der Gegner sich aus dem Pressing befreien kann. Das 3-4-3 stellt hohe Anforderungen an die individuelle Stärke der Spieler sowohl mit als auch gegen den Ball. Wenn die Spieler ihre Rollen im taktischen Konzept nicht einhalten, kann das Spiel im 3-4-3 leicht zum Debakel werden. Außerdem ist es sehr konteranfällig.

Wie kann man Oldenburg knacken?

Die Herangehensweise für den TSV 1860, um gegen den VfB Oldenburg gut auszusehen, muss im Sturm beim Pressing beginnen. Man darf gegen Oldenburg nicht zulassen, dass sie ihre schnellen Angriffe bis ins letzte Drittel durchbringen. Je höher man beginnt, Druck gegen den Ball auszuüben, desto weniger wird Oldenburg sein Spiel auf den Platz bekommen. Mannorientiertes Pressing auf hoher Linie mit Fokus auf direkte Ballgewinne ist dabei nicht das Wichtigste. Man kann auch mit raumorientiertem Pressing und Pressingfallen agieren. Dazu muss aber das defensive Stellungsspiel bei den Löwen fehlerfrei sein, um in den richtigen Momenten die Pässe ablaufen zu können und dann zügig sowie schnell das eigene Umschaltspiel präzise durchzuziehen.

Im Positionsspiel wird extrem viel Bewegung im Mittelfeld vonnöten sein, da ich damit rechne, dass Oldenburg sowohl die Pressinglinie als auch die Defensivlinie eher tief bis sehr tief ansetzen wird. Das bedeutet: wenn die Spieler im Mittelfeld und Sturm nicht ständig in Bewegung sind und vertikal die Positionen durch Kreuzbewegungen verschieben, sind die Räume zu eng, um erfolgreich dagegen angehen zu können.

Schlüsselspieler

Torhüter

Im Tor der Oldenburger hat sich Sebastian Mielitz (#49) in der Hinrunde noch die Arbeit mit Pelle Boevnik geteilt. Nachdem Boevnik den Verein zurück nach Paderborn verlassen hat, ist Mielitz nun die klare Nummer eins im Tor des VfB. Mielitz ist ein erfahrener Torhüter, der vor allem mit katzenartigen Reflexen glänzt. Auch im eins gegen eins ist er nur schwer zu überwinden. Bei der Strafraumbeherrschung gibt es allerdings noch Luft nach oben.

Abwehr

Abwehrchef Oliver Steurer (#32) sollte allen ein Begriff sein. Der extrem zweikampfstarke Innenverteidiger verliert kaum ein defensives Kopfballduell und ist obendrein auch in der Spieleröffnung ein wichtiges Element. Nahezu jeder von hinten aufgebaute Positionsangriff läuft über Steurer. Sein größtes Manko ist die fehlende Geschwindigkeit. In Laufduellen zieht er gerne mal den Kürzeren.

Mittelfeld

Manfred Starke (#6), Nationalspieler Namibias, ist ein ausgebuffter Profi, der am Ball alles kann, ein gutes Auge für sich öffnende Räume hat und obendrein mit überaus präzisen Pässen sowie Torgefahr glänzt. Er ist ein typischer moderner Zehner auf hohem Drittliganiveau und zweitbester Torschütze des VfB.

Sturm

Mittelstürmer Max Wegner (#9), Kapitän des VfB, ist der beste Torschütze bei den Niedersachsen. Hohe Schussgenauigkeit und Durchsetzungsvermögen bei Kopfballduellen verhalfen dem 33-Jährigen zu sechs Treffern in 17 Spielen. Oder anders gesagt: er schießt im Schnitt jedes dritte Spiel ein Tor.

Fazit

Wir haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen muss die Devise der Sechzger am Sonntag lauten. Ich persönlich rechne fest mit einem Sieg. Das Ergebnis ist aber fast zweitrangig. Viel wichtiger wird sein, wie sich die Mannschaft am Sonntag im hohen Norden präsentiert.

Werden wir Löwen sehen, die sich den Oldenburgern voller Kampfesmut und Entschlossenheit entgegenstellen? Werden wir Löwen sehen, die um jeden Zentimeter Oldenburger Rasen kämpfen? Werden wir Spieler sehen, die beweisen, dass sie es verdient haben das schönste Wappen im Vereinsfußball auf der Brust zu tragen?

In diesem Sinne bin ich sehr gespannt was passiert und blicke voller Vorfreude auf Sonntag.

So könnte Oldenburg gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout

TSV Haching München startet mit Derby in die Zwischenrunde

2
Tsv Haching München Herrsching

Mit dem 3:2-Sieg gegen die Netzhoppers KW-Bestensee wurde der 7. Tabellenplatz nach der Vorrunde zwar denkbar knapp verpasst, für das Selbtsvertrauen war der Erfolg jedoch Gold wert. Mit einem Derby bei den WWK Volleys Herrsching starten die Löwen-Volleyballer vom TSV Haching München heute Abend (20.00 Uhr) in die Zwischenrunde.

TSV Haching München startet in Zwischenrunde

Die letzte Begegnung liegt noch nicht lange zurück. Am 3. Januar verloren die “Local Heroes” nach gutem Spiel im Audi-Dome mit  1:3. Die 2000 Zuschauer-Marke wurde dabei nur knapp verpasst. Vielleicht klappt es ja diesmal, denn ein Zuschauerrekord nicht gegen Berlin oder Friedrichshafen, sondern gegen die Volleyball-Löwen – das hätte doch was, oder?

Der Kader des TSV Haching München ist rechtzeitig zur Zwischenrunde topfit und rechnet sich schon etwas aus. Lediglich Daniel Günther kann leider nicht mithelfen. Die Herrschinger wollen natürlich Wiedergutmachung für die klare Niederlage zu Hause gegen Giesen am vergangenen Samstag. Spieler und Trainer, die schon für beide Seiten aktiv waren, geben dem Spiel noch einmal eine besondere Note.

Wer heute also noch nichts vorhat: Rein in den Audi-Dome und die Löwen anfeuern!

Text: Stefan von Bressensdorf / sechzger.de
Foto: Edmund Zuber

Interview mit der Fanbetreuung des VfB Oldenburg

4
Jan Eric Linus Horke Fanbetreuung VfB Oldenburg 3.Liga

Am Sonntag trifft der TSV 1860 München auswärts auf den VfB Oldenburg. Gespielt wird im Marschwegstadion – aber wie lange ist das aus Sicht der Gastgeber noch der Fall? Auch im hohen Norden ist die Stadiondiskussion momentan eins der ganz großen Themen rund um den Verein. Im Interview mit sechzger.de spricht Linus Horke von der Fanbetreuung des VfB Oldenburg über die aktuellen Planungen, seine Arbeit und die Auswärtsfahrt ins Grünwalder Stadion im August 2022.

Interview mit Linus Horke (Fanbetreuung VfB Oldenburg)

sechzger.de: Servus Linus! Danke, dass wir dir vor dem nahenden Auswärtsspiel der Löwen in Oldenburg ein paar Fragen stellen dürfen. Wie ordnen die Fans des VfB die bisherige Saison sportlich ein?

Linus: Moin! Erst einmal vielen Dank für die Interviewanfrage und die interessanten Fragen.
Insgesamt sind die meisten Fans, die realistisch unseren Kader und unsere Möglichkeiten einschätzen, zufrieden. Wir haben gesehen, dass unser Team in der 3. Liga mithalten kann, nicht wie vor der Saison angekündigt, hoffungslos unterlegen ist und alles andere wäre eine überzogene Erwartungshaltung gewesen. Aktuell stehen wir über dem Strich und da wollen wir natürlich bleiben, damit sich auch die Strukturen im Verein weiter professionalisieren können.

sechzger.de: Hat sich deine Arbeit als Fanbeauftragter durch den Aufstieg grundlegend geändert?

Linus: Ja, das kann ich so bestätigen. Ich und mein Kollege Jan-Eric haben es in der Regionalliga Nord ehrenamtlich übernommen. Dort war es stellenweise überflüssig, aber trotzdem gut, Ansprechpartner zu haben und den Kontakt vorher zu den Gastvereinen zu suchen, da wir auch für die 4. Liga eine recht große Szene hatten.

In der 3. Liga hat es sich erheblich professionalisiert, die Aufgaben haben sich erweitert (Spieltagsberichte, regelmäßige Sicherheitsbesprechungen, Fandialoge, usw.) und es gibt – im Gegensatz zur Regionalliga – regelmäßig und in höherer Anzahl Gästefans, was uns natürlich freut. Dazu kommt, dass durch den Profifußball auch viele neue Fans den Weg zu uns gefunden haben, es gründen sich neue Fanclubs und es gibt viele Anfragen zu allermöglichen Problemen und Themen. Trotzdem möchte ich es überhaupt nicht missen, der Kontakt zu den anderen Kolleg*innen ist stets sehr gut und kommunikativ.

“München war ein Traum!”

sechzger.de: Du sprichst neben den höheren Zahlen bei Gästefans auch neue Fans für den VfB an. Wie sehr macht sich der Aufstieg bei den Zuschauerzahlen bemerkbar? In München wart ihr ja beispielsweise trotz der großen Distanz doch mit einigen hundert Fans vor Ort.

Linus: Hier lohnt sich direkt mal ein Blick auf unseren Zuschauerschnitt, der noch in der Regionalliga bei circa 1900 Personen lag und sich nun verdreifacht(!) hat, auf über 6000 Besucher*innen pro Spiel und das bei den widrigen Umständen des Marschwegstadions. Auch auswärts zeigt die Kurve stark nach oben, waren es noch zu Regionalliga-Zeiten meistens um die 100 Fans, die den VfB begleitet haben, hatten wir nun schon mehrere Fahrten mit über 1000 Leuten (Dortmund und Meppen), sowie auch für Spiele unter der Woche stets gute, dreistellige Zahlen. Insgesamt dürften wir im Schnitt bei über 500 Auswärtsfahrenden liegen, was natürlich am Reiz der 3. Liga, den neuen Stadien und den gegnerischen Fanszenen liegt.

sechzger.de: Oldenburg und München trennen gut 760 Kilometer. Welche Eindrücke habt ihr von der längsten Auswärtsfahrt seit 25 Jahren mitgenommen?

Linus: München war ein Traum! Da es das erste und auch weiteste Auswärtsspiel in der 3. Liga war, konnten wir die Zahl der Mitfahrenden schwer schätzen. Deshalb haben wir von eurem Verein den kleinen Block bekommen, den wir mit 350 Leuten ausverkauften. Es gab schlussendlich aber noch viel mehr Anfragen. Überall aus Deutschland kamen die Leute, die irgendwie mal in Oldenburg gewohnt hatten oder sonst wie Bezug zum VfB hatten. Dazu ein echt gutes Spiel unserer Mannschaft, das Hoffnung für die weitere Saison gemacht hat. Alle VfB-Fans waren sehr euphorisiert, sodass auch noch eine Dreiviertelstunde nach Abpfiff im Block gesungen wurde. Das hat sich schon eingeprägt.

Vorfreude auf Spiel in Osnabrück – 1000 Löwenfans als Ziel

sechzger.de: War das dann auch das Highlight-Auswärtsspiel der Saison oder gab es da noch eine andere Partie, bei der mehr Vorfreude herrschte?

Linus: Für mich persönlich war es ganz klar ein Highlight, der VfB im Grünwalder Stadion, das hatte ich mir lange nicht erträumt. Von den bisherigen Spielen käme da noch Dortmund in Frage, ebenfalls ein Traum: der VfB Oldenburg im Westfalenstadion! Absurd. Dazu dann noch mit 1200 mitgereisten Fans und einem Auswärtssiegtor in vorletzter Minute, viel besser konnte das nicht laufen.

Wenn ich für die Fanszene sprechen würde, denke ich, dass das noch anstehende Auswärtsspiel in Osnabrück ein Spiel ist, auf das viele hinfiebern, da es in den 90ern DAS Derby war und lange Zeit höchstens im Pokal oder gegen die Zweite von Osnabrück stattfand.

sechzger.de: Nun kommt es zum Gegenbesuch des TSV 1860 München im Marschwegstadion. Mit wievielen Gästefans rechnet der VfB am Sonntag?

Linus: Da bin ich natürlich voreingenommen, da ich die Prognose eures Fanbeauftragten kenne. Ich würde mich sehr über 1000 Sechzig-Fans freuen, bin aber auch realistisch, dass es echt eine weite Tour mit bescheidenen Zuganbindungen ist. Aber falls noch wer am Schwanken ist: Oldenburg ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man jetzt nicht unbedingt nur das Stadion damit meint!

Marschweg- vs. Nordweststadion

sechzger.de: Apropos: Nicht nur beim TSV 1860 München ist die Stadiondiskussion im vollen Gange. Erkläre doch bitte einmal kurz, warum bei euch Handlungsbedarf besteht.

Linus: Handlungsbedarf besteht in Oldenburg schon lange. 2007 kam die erste Stadion-Neubaudiskussion auf. Auch 2014 schwappte das Thema wieder hoch, diesmal konkreter mit Machbarkeitsstudie und auch der Gründung einer Initiative Nordweststadion, die für einen Stadionneubau argumentiert. 2023 ist der Handlungsbedarf sehr akut, da das Marschwegstadion in Oldenburg einfach nicht 3.Liga-tauglich ist und zahlreichen Auflagen des DFB nicht entspricht. Es fehlen festes Flutlicht, Rasenheizung, eine Pressetribüne, sanitäre Anlagen, ein Stadionumlauf für Rettungskräfte und noch viel mehr. Diese Liste lässt sich noch ausführlich ergänzen, aber ich fasse mich wie gewünscht kurz.

Als ein entscheidender Punkt seien noch die eingeschränkten Anstoßzeiten erwähnt, die keine Spiele nach 18:30 aus Lärmschutzgründen für die Anwohner*innen zulassen, welches natürlich Heimspiele am Montag und Freitag, sowie in den englischen Wochen verhindert. Bislang stehen 2 Spiele fest, an denen wir uns diesem Grund nach Hannover ausweichen müssen.

sechzger.de: Zwei Optionen werden gerade heiß diskutiert: entweder eine Sanierung des Marschwegstadions oder ein Neubau an anderer Stelle. Aktuell deutet alles auf einen Neubau hin. Wie positioniert sich die Fanszene zu den beiden Möglichkeiten?

Linus: Hier muss ich einschränken, leider deutet noch nicht alles auf einen Neubau hin. Die Thematik wird im Oldenburger Stadtrat heiß diskutiert. Die Grünen, die einen hohen Sitzanteil haben, sind dagegen und es gibt somit noch keine Mehrheit für einen Stadionneubau.

Die Fanszene positioniert sich seit 2014 klar für ein neues Stadion. Nun durch die Dringlichkeit natürlich noch vehementer – sicherlich auch sichtbar, wenn ihr am Sonntag zu Gast seid. Am Marschwegstadion hängen nicht viele Emotionen, auch wenn es nun schon knapp 30 Jahre die Heimspielstätte des VfBs ist. Die ursprüngliche Heimat des VfB war das Stadion in Donnerschwee, auch deutschlandweit als „Hölle des Nordens“ bekannt. Durch einen insolvenzbedingten Verkauf des Stadions musste der VfB ins städtische Marschwegstadion umziehen. Durch die Laufbahn und dem fehlenden Dach auf der Gegengerade sprechen auch in Sachen Charme nicht viele Punkte für das MWS.

Mobiles Flutlicht kommt dem VfB Oldenburg teuer zu stehen

sechzger.de: Wie sieht es da bei dir persönlich aus – hast du einen Favoriten?

Linus: Ganz klar, Neubau! Gründe könnte ich nun viele aufzählen. Der entscheidendste Punkt ist, dass ohne Stadionneubau zukünftig kein Profifußball in Oldenburg möglich sein wird. Denn auch bei noch so viel Geld, welches in die Sanierung des Marschwegstadions gesteckt wird, können infrastrukturelle Probleme (fehlende Parkplätze, Anwohner*innen, etc.) einfach nicht behoben werden.

sechzger.de: Sicherlich spielen auch die finanziellen Bedingungen dabei eine Rolle. Wie sieht das denn ganz generell beim VfB aus? Musste man sich ordentlich strecken, um alle Bedingungen und Auflagen nach dem Aufstieg zu erfüllen oder war das kein großes Problem?

Linus: Finanziell sind wir mit einem der kleinsten Etats der Liga wirklich nicht überragend aufgestellt. Dies ist aber natürlich auf die 25-jährige Abwesenheit im Profifußball zurückzuführen. Viele Sponsoren haben sich andere Betätigungsfelder (Basketball, Handball) oder nahe höherklassige Teams (Werder) gesucht, um diese zu unterstützen. Die Auflagen gerade wegen des Stadions erfüllen wir nur mit Ausnahmeregelungen und diese Situation reißt ein weiteres Loch in unsere Finanzen. Wir bezahlen knapp 40.000€ pro Spiel für unser mobiles Flutlicht, was uns dann bei der Verpflichtung von neuen Spielern oder anderen Investitionen stark einschränkt. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir gut wirtschaften und nicht über Schmerzgrenzen hinausgehen, um die 3. Liga zu halten.

Saison 2022/23 jetzt schon ein Highlight für die Fans des VfB

sechzger.de: Zurück zum Sportlichen: unabhängig davon, ob es zum Klassenerhalt reicht oder nicht – die Saison ist sicherlich eine Erfahrung, die euch allen niemand mehr nehmen kann, oder?

Linus: Das kann ich gar nicht oft genug betonen. Diese Saison ist ein einziges Highlight, gerade für die alteingesessene Fanszene, die ansonsten nur 4. und sogar 5. Liga kennt. Klar hatten diese Ligen für eine kurze Zeit seinen Charme, aber wenn man das 8. Mal beim BSV Rehden spielt, wird es nicht charmanter. Auch das Image des ewig erfolglosen Vereins war witzig und ich kenne meinen VfB seit den 18 Jahren, die ich dabei bin, eher unerfolgreich. Aber wenn man sich nun ansieht, was sich alles verändert hat, ist es der Wahnsinn. Statt auswärts bei Holthausen-Biene und Spelle-Venhaus, fährt man nach München, Duisburg und ins Westfalenstadion. Statt 900 Zuschauenden zuhause gegen Eintracht Norderstedt, steht man mit knapp 9000 Leuten gegen Dynamo Dresden im Stadion. Diese Saison wird sich einbrennen, ob Klassenerhalt oder nicht!

sechzger.de: Wir würden euch den Klassenerhalt im Mai natürlich wünschen, damit es möglichst in Giesing und Oldenburg etwas zu feiern gibt. Sollte das jedoch nicht klappen: inwiefern ergeben sich Auswirkungen auf die Stadionplanungen?

Linus: Vielen Dank, euch wünsche ich im Aufstiegsrennen mit neuem Trainer ebenfalls viel Erfolg!

Die erste wichtige Abstimmung ist Ende Februar, aber die endgültige Entscheidung ob gebaut wird, wurde in den Herbst verlegt. Steigt der VfB ab, bezweifle ich stark, dass es eine Mehrheit für den Stadionneubau gibt – auch wenn die Stadt das Stadion natürlich nicht nur für den VfB bauen sollte, sondern weil Oldenburg einfach ein Profisport-taugliches Stadion braucht!

Choreografie Für Neues Stadion VfB Oldenburg Fanszene

Sechzig um Sieben: Faninformationen gegen Oldenburg

0
Sechzig um Sieben: Spielbetriebs-GmbH macht Nägel mit Köpfen

Sechzig um Sieben, heute mit den Faninformationen für das Auswärtsspiel gegen Oldenburg, ein erstes Resümee der Löwen-Ticketbörse, Neues aus dem e.V.-Shop und mehr.

Faninformationen gegen Oldenburg

Der TSV 1860 hat die Faninformationen für das Auswärtsspiel gegen Oldenburg veröffentlicht. Die Stadiontore öffnen um 11:30 Uhr, Verpflegung gibt es vor Ort nur gegen Barzahlung. Am Marschwegstadion gibt es keine Möglichkeiten Rücksäcke oder Taschen abzugeben. Entsprechende Gegenstände sollten daher direkt im Bus oder PKW verbleiben. Für Anreisende mit dem Auto gilt: Ziel ist der P+R Westfalendamm, wo auch der Bus anhält, der die Löwenfans vom Bahnhof zum Stadion bringt. Dies ist die Linie 315 in Richtung “Hatterwüsting”. Zu den Infos des TSV 1860.

Weiberfasching mit den Damenmannschaften in Benes Kuchl

Am 16.02. um 18:60h ist es soweit: In Bene’s Kuchl steigt ein Höhepunkt der diesjährigen Faschingssaison. Beide Damenmannschaften werden vor Ort sein und Münchens zunftigsten Weiberfasching feiern. Der Eintritt beträgt 5 Euro pro Person, die vollumfänglich an die Damenmannschgaften gespendet werden. Wer maskiert kommt (es ist schließlich Fasching) kann den gesamten Abend Pfeffi for free konsumieren. Die Herren der Schöpfung können beim Pubquiz der Abteilung Vereinsgeschichte vorglühen.

Erstes Resümee mit der Ticketbörse des TSV 1860

Der TSV 1860 bietet seit Anfang des Jahres 2023 eine Ticketbörse an. Auf diesem Zweitmarkt können Löwenfans ihre nicht benötigte Dauerkarte für einzelne Spiele anbieten. Löwenfans ohne Dauerkarte können sich hier noch mit Karten für die Spiele der Löwen eindecken. Wir haben ein erstes Resümee veröffentlicht, welches durchaus positiv ausfällt.

Löwenmannschaften am Wochenende unterwegs

Während es für die Profis am Sonntag in Spiel 1 nach Michael Köllner darum gilt, Kredit zurückzugewinnen und sich mit einem Sieg wieder an die Aufstiegsränge heranzupirschen, sind noch einige andere Mannschaften des TSV 1860 im Einsatz, unter Anderem muss die U19 beim FC Ingolstadt ran.

Die Spiele im Überblick:

Samstag, 04.02.

11.00 Uhr: DFI Bad Aibling U17 – U16 -:-
11.00 Uhr: RB Salzburg – U14 -:-
13.00 Uhr: U21 – SSV Eggenfelden -:-
14.00 Uhr: SV Wehen Wiesbaden – U17 -:- (in Stuttgart)
18.00 Uhr: MTV 1881 Ingolstadt – Futsal -:-

Die Vierte des TSV 1860 tritt ab 17.00 Uhr bei einem Hallenturnier in Sauerlach an und trifft dabei u.a. auf den SC Baldham-Vaterstetten II, den SV Pulling II, die SG Brunnthal/Hofolding II und Gastgeber TSV Sauerlach.

Die U13 ist tagsüber in Karreth-Lappersorf im Einsatz, die U12 in Hoffenheim und die U9 in Ulm. Ein Teil der U11 nimmt zudem am Samstag am Turnier in Blaustein teil, ein anderer an beiden Tagen in Herten (NRW).

Für die U15 steht die Bayerische Hallenmeisterschaft in Bad Königshofen auf dem Programm. In der Vorrunde trifft der TSV 1860 auf den FC Ingolstadt 04, die DJK Don Bosco Bamberg, die Dreiberg Kickers und den FC Memmingen.

e.V. Shop des TSV 1860 mit neuen Artikeln

Oft kopiert und doch unerreicht – das ist die “Wir sind der Verein”- Kollektion des TSV München von 1860 e.V.. Jetzt hat der Shop neue T-Shirts, Hoodies und Golfbälle herausgebracht. Bald sollen weitere Artikel folgen, unter Anderem eine neue Badehose, Schals, Prints und mehr. Es sollen auch alte Wappen der Abteilungen des Vereins in die Designs einfließen. Hier geht’s zum e.V.-Shop.

Polizei filmte Löwenfans bei ca. jedem zweiten Heimspiel

Eine Nachfrage des Landtagsabgeordneten der Grünen, Max Deisenhofer, ergab, dass die Polizei bei nahezu jedem zweiten Heimspiel des TSV 1860 umfangreich Fans und andere Personen rund um das Grünwalder Stadion ohne konkreten Anlass gefilmt hat. Hier geht’s zum Artikel.

Pro Aurum weitet Engagement beim TSV 1860 aus

Die Pro Aurum GmbH, ein Münchner Unternehmen und bereits Sponsor der Löwen, hat sein Engagement beim TSV 1860 ausgeweitet. Ab sofort treten die Edelmetallhändler als Exklusiv Partner in Giesing auf und sorgen so für einen Geldregen von mutmaßlich 250.000 bis 500.000 Euro. Hier geht’s zum Artikel.

Pro Aurum weitet Sponsoring beim TSV 1860 aus

1

Die Pro Aurum GmbH hat ihr Sponsoring beim TSV 1860 ausgebaut.

Pro Aurum GmbH wird Exklusivpartner

Schweigen ist Gold? Das dürfte sich evtl. die Pro Aurum GmbH gedacht haben, denn ohne vollmundige Ankündigungen wurde das Sponsoring mit dem TSV 1860 ausgeweitet: bereits ab der Rückrunde ist das Münchner Unternehmen Exklusivpartner und steuert somit mutmaßlich 250.000-500.000 Euro pro Jahr bei.

Die Pressemeldung des TSV 1860 im Wortlaut

Die pro aurum GmbH, europäischer Marktführer für den Handel mit und die Verwahrung von Gold, Silber, Platin und Palladium, bleibt den Löwen treu und baut ihr Engagement weiter bedeutend aus. pro aurum wird bereits in der Rückrunde 2022/23 zum ExklusivPartner des TSV 1860 München.

Diese großartige Botschaft verkündete der Pionier im Edelmetallgeschäft im Rahmen einer weiß-blauen Netzwerkveranstaltung in der Firmenzentrale, dem architektonisch einmaligen „Goldhaus“ in der Münchner Messestadt im Beisein von rund 80 Partnern und Sponsoren aus der Löwen-Familie.

„Die pro aurum GmbH ist als namhafter Partner ins Netzwerk der Löwen-Familie eingestiegen. Dass sich Mirko Schmidt und Claus Gabler nun ligaunabhängig für Kontinuität und sogar für eine signifikante Erhöhung des Engagements entschieden haben, ist ein großer Erfolg, den wir sehr zu schätzen wissen und gemeinsam feiern können“ sagte Marc-Nicolai Pfeifer im Rahmen der weiß-blauen Netzwerkveranstaltung. „Ich danke den beiden Geschäftsführer-Kollegen für ihr Vertrauen in die handelnden Akteure beim TSV 1860 München und bin mir sicher, dass die Partnerschaft, die nun auch auf der Trainingskleidung unserer Profimannschaft sichtbar wird, einen großen Mehrwert haben wird.“

Exklusive Rechte für Pro Aurum

pro aurum hat sich Rahmen der Ausweitung des Engagements exklusive Rechte gesichert. Mannschaft, Trainer- und Betreuerteam der Profimannschaft des TSV 1860 München werden künftig das pro aurum-Firmenlogo auf dem rechten Ärmel der Trainingskleidung tragen.

Der TSV 1860 München genießt eine sehr große mediale Präsenz und hat kürzlich viel Engagement in die Neugestaltung und Neukonzeption der hauseigenen Social-Media-Kanäle investiert. pro aurum verspricht sich durch die starke Orientierung des TSV 1860 München auf Bild- und Videoformate eine große Reichweite für die eigene Marke, die so zum gewünschten Imagetransfer und Mehrwert führt.

„Wir haben in den vergangenen Monaten gesehen, mit welch großer Begeisterung die Geschäftsführung der Löwen, die Spieler und die Löwen-Partner den Klub unterstützen“ sagen die beiden Geschäftsführer von pro aurum Mirko Schmidt und Claus Gabler unisono. „Wir freuen uns, die Löwen in Zukunft als ExklusivPartner zu begleiten und dadurch mittel- bis langfristig zum Erfolg dieses Münchner Traditionsvereins beizutragen. Dass wir damit gleichzeitig unseren Bekanntheitsgrad in der Löwen-Familie, bei Fans und Partnern steigern können, ist ein Gewinn für jeden.“ Lächelnd fügen die beiden hinzu: „So wie auch ein Goldsparplan schon ab 25 Euro monatlich ein Gewinn für jeden Sparer ist.“

ÜBER PRO AURUM:

Im deutschsprachigen Raum gehört pro aurum als modernes Kompetenzzentrum rund um Edelmetalle zu den Marktführern. In unseren Filialen in München, Berlin, Bad Homburg, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Zürich ermöglichen wir den An- und Verkauf von Gold, Silber, Platin und Palladium. Außerdem bieten wir bei Bedarf die Möglichkeit einer nationalen oder internationalen Lagerung der erworbenen Edelmetalle an sowie weitere Services wie einen Goldsparplan. Der Edelmetallshop von pro aurum war deutschlandweit der erste seiner Art und zeichnet sich durch seine ausgeprägte Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit sowie durch Servicevielfalt und Transparenz aus.

Weitere Informationen unter: www.proaurum.de

Text und Titelbild: (c) TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

Polizei filmt Löwenfans bei ca. jedem zweiten Heimspiel

8

Die Polizei filmt nahezu bei jedem zweiten Heimspiel die Löwenfans. Die Grünen im Stadtrat sind darüber laut AZ empört.  Mit der neuen Stadionverordnung hatte die Stadt München bereits vor knapp 2 Jahren still und leise jedes Spiel des TSV 1860 faktisch zum Risikospiel erklärt.

Faktisch jedes Spiel und halb Giesing “Risikogebiet”

Unabhängig von der Risikoeinschätzung durch die Sicherheitsbehörden fallen sämtliche beliebten Fantreffpunkte, wie z.B. der Löwentreff am Candidplatz sowie die Tegernseer Landstraße unter diese Verordnung – bei allen Spielen, egal welches Vereins und welcher Liga auch immer – selbst bei Spielen von Jugendmannschaften! Stellungnahmen und Proteste der Freunde des Sechzgerstadions (FdS) sowie der Löwenfans gegen Rechts (LFGR) änderten wenig.

Unbestimmte Rechtsbegriffe eröffnen Polizei nahezu unbegrenzten Interpretationsspielraum

Die Schwammigkeit vieler aufgeführter Begriffe wie z.B. “Fanmarsch”, für welche keine eindeutige Definition vorgelegt werden, sorgen für viel Diskussionsbedarf. Auch die aufgeführten Beispiele, anhand derer ein solcher “Fanmarsch” zu erkennen sei, ist an Schwammigkeit nicht zu überbieten:

Hierzu solle nämlich unter anderem die

  • Verwendung von Transparenten oder Bannern durch eine Personengruppe im öffentlichen Verkehrsraum zur Zuschaustellung eines sportbezogenen Lebensgefühls sowie
  • Geschlossenes Auftreten einer größeren Personengruppe in der Öffentlichkeit, wobei die innere Verbundenheit der Gruppierung durch Kleidung und/oder das entsprechende Verhalten, wie skandierende Rufe bzw. Gesang deutlich wird.

zählen, wobei schon jedes Kriterium für sich gesehen als Indiz für einen Fanmarsch herangezogen werden kann.

Grüne empört: Polizei filmt Löwenfans bei nahezu jedem zweiten Heimspiel

Eine Landtagsanfrage des Grünen-Abgeordneten Max Deisenhofer ergab nun: etwa bei der Hälfte aller Spiele setzt die Münchner Polizei zusätzlich zu den fest installierten Kameraanlagen Videofahrzeuge oder Videoteams ein.

Die fest installierten Kameras sind laut Innenministerium ohnehin bei allen Spielen im Grünwalder Stadion im Einsatz. Laut Innenministerium werden die Aufnahmen in der Regel nach zwei Monaten gelöscht. Was außerhalb der Regel mit den Aufnahmen geschieht, ist wohl genau so geheim wie die Bedienungsanleitung des Marder-Schützenpanzers.

Deisenhofer kann die offensichtlich unverhältnismäßige Verwendung von Videoaufnahmen nicht nachvollziehen, vor allem bei den Löwen: bei Spielen im Sechzgerstadion wird nach den neuen Zahlen noch viel häufiger gefilmt. “Und das offenbar auch, wenn kein Risikospiel ansteht.” Er sei “wirklich überrascht, wie oft mobile Kamerateams im Einsatz sind”.

Dabei seien Stadien in Bayern doch sicher, findet Deisenhofer. “Und die Bürgerrechte derer, die da überwacht werden, sollten nicht am Stadiontor enden.”

TSV 1860 e.V.- Shop mit vielen neuen Artikeln

5

Der Shop des TSV München von 1860 e.V. hat eine Reihe neuer Artikel herausgebracht. Wie immer kommt der Reinerlös dem TSV 1860 zugute und versickert nicht in Gerichtsverfahren oder landet sonstwo.

“Wir sind der Verein”- Linie ein voller Erfolg

Oft kopiert, jedoch unerreicht: so könnte man die e.V.-Linie “Wir sind der Verein” bezeichnen, die seit circa zwei Jahren mit T-Shirts, Hoodies, Badehosen, Aufnäher und weitere Artikel des Shops des TSV München von 1860 e.V. ergänzt. So bestechen die Artikel nicht nur durch hohe Qualität (Bio-Baumwolle), sie bieten mit dem individuellen Vereinslogo den Vereinsmitgliedern, die sich nicht nur mit dem Profifußball, sondern dem Gesamtverein identifizieren wollen, eine eigene Kollektion. Und sie erfreuen sich großer Beliebtheit: die Badehosen mussten innerhalb kurzer Zeit nachbestellt werden und auch die Prints waren ruckzuck ausverkauft.

Neue Artikel im e.V.- Shop

Jetzt legt der Shop des e.V. nochmal nach: das “Wir sind der Verein”-T-Shirt gibt es inzwischen in drei Farben (weiß, dunkelblau und flaschengrün), zudem ist die Kollektion um T-Shirts und Hoodies im “Carbon-Style” (siehe Foto) reicher geworden.

Für Golfer bietet sich die einmalige Möglichkeit, so manchen Bällen mit dem “Wir sind der Verein”-Logo im jeweiligen Lieblingsteich, Wald oder in hüfthohem Gras eine letzte Ruhestätte zu bieten.

Ebenfalls zum Golfen oder für den etwas eleganteren Auftritt gibt es inzwischen auch ein Poloshirt. Auch die Boxer sind mit der Kollektion “Faustkampfriege 1860” im e.V.-Shop vertreten.

Vielzahl an weiteren Produkten geplant

Die Löwenfans dürfen sich auf weitere Highlights im e.V.-Shop freuen: Demnächst wird das Sortiment um weitere Prints, Shirts, Schals sowie eine neue Badehose erweitert. Hierbei sollen auch die alten Logos der Abteilungen des TSV 1860 eine Bühne bekommen.

Erlös geht an die 1860-Jugend

Der Reinerlös des e.V.-Shops fließt maßgeblich in die Jugendarbeit des TSV 1860 oder kommt der Arbeit in den jeweiligen Abteilungen zugute – das Geld bleibt auf jeden Fall im Verein. Mit jedem Kauf trägt man als Löwenfan dazu bei, nicht nur seinen Verein zu unterstützen, sondern auch dabei mitzuhelfen, dass alle Jugendmannschaften des TSV 1860 München in der jeweils höchsten Spielklasse bleiben.

HIER GEHT’S ZUM E.V.-SHOP

Aufnäher HP

Fotos: (c) Shop des TSV München von 1860 e.V.

Hinweis: dieser Artikel ist keine Werbung. Zwischen dem TSV München von 1860 e.V. und sechzger.de besteht keine Werbepartnerschaft, dieser Artikel entstand ausschließlich auf Initiative von sechzger.de, um den Verein zu unterstützen.

Unsere Erfahrungen mit der Ticketbörse des TSV 1860 München

12
TSV 1860 Tickets Ticketbörse
Fan des TSV 1860 München sucht Ticket

Unsere Erfahrungen mit der Ticketbörse / dem Zweitmarkt des TSV 1860 München

Der TSV 1860 bietet seit Anfang des Jahres 2023 eine Ticketbörse an. Auf diesem Zweitmarkt können Löwenfans ihre nicht benötigte Dauerkarte für einzelne Spiele anbieten. Löwenfans ohne Dauerkarte können sich hier noch mit Karten für die Spiele der Löwen eindecken.

Wie üblich beim TSV 1860: Viel Diskussionen im Vorfeld

Nirgends wird so gerne diskutiert wie bei den Fans des TSV 1860. Ob man diesen Zweitmarkt überhaupt braucht? Schließlich gäbe es ja bereits einschlägige Gruppen auf Social Media oder Löwenfans im Bekanntenkreis? Ob der Service dann auch funktioniert? Und ob er nicht zu teuer wäre?  Immerhin kassiert die KGaA sowohl vom Käufer als auch Verkäufer Gebühren. Diese bewegen sich – wie bei den Löwen üblich – im oberen Bereich vergleichbarer Angebote.

Auch bei uns in der Redaktion gab es im Vorfeld die eine oder andere Diskussion dazu. Inzwischen konnten mehrere Redaktionsmitglieder die Ticketbörse des TSV 1860 testen.

Bisherige Erfahrungen mit der Ticketbörse des TSV 1860

1. Erfahrung:

Redaktionsmitglied A wohnt ein paar hundert Kilometer entfernt und hat eine Dauerkarte. Schon seit einiger Zeit war klar, dass er die Dauerkarte für das Spiel gegen Dynamo Dresden nicht brauchen würde. Nachdem innerhalb der Redaktion jeder mit Karten versorgt war und es auf die Entfernung mit Übergabe der Karten ohnehin schwerer zu organisieren ist, stellte er die Karte bei der Ticketbörse des TSV 1860 ein. Nach nicht einmal einer Stunde erhielt er die Mail, dass die Karte verkauft war.

2. Erfahrung:

Redaktionsmitglied B wohnt im Münchner Umland und wollte das Spiel eigentlich besuchen. Am Spieltag wachte er mit einer beginnenden Erkältung auf. Unsicher, ob es sinnvoll ist das Spiel an diesem Tag zu besuchen. Zwar waren ihm noch ein paar Löwenfans zu diesem Zeitpunkt bekannt die Karten gesucht hätten, aber mit der Übergabe wäre es durch den Wohnort außerhalb Münchens schwierig bis unmöglich geworden, ohne selbst nach Giesing zu fahren.

Er beschloss, den Zufall entscheiden zu lassen und schaute sich das erste Mal die neu installierte Ticketbörse an. Im Verkaufsbereich sah er, dass zu diesem Zeitpunkt rund 40 Karten auf der Stehhalle angeboten wurden. Die meisten Karten waren einzelne Karten, aber auch einige 2er oder 3er Gruppen waren da noch im Angebot. Wie viele Karten in der Westkurve angeboten wurden war nicht ersichtlich, aber es gab noch in zwei Blöcken Karten.

Gegen Dynamo Dresden: Ticketbörse des TSV 1860 nur für Mitglieder

Kuriose Situation. In den Ticketgruppen auf Facebook für Fans des TSV 1860 suchten zu diesem Zeitpunkt viele Löwenfans Karten. Verkauf war zu diesem Zeitpunkt allerdings nur für Mitglieder, was bei einigen für Verstimmungen sorgte. So eine Prozedur ist allerding gerade gegen Vereine wie Dynamo Dresden durchaus sinnvoll. Schließlich hat Dynamo sehr viele Anhänger in München und Umland. Wie das bei zukünftigen Spielen gehandhabt wird, wissen wir derzeit noch nicht.

Etwas gedauert, bis die Karten online waren

Das Anbieten der Tickets ist wirklich einfach. Man loggt sich in seinem Ticketaccount beim Ticketing ein, wählt aus welche von seinen Karten man für welches Spiel anbieten möchte und bestätigt das Ganze. Vom TSV 1860 bekommt man eine Bestätigungsmail, dass die Karte jetzt angeboten wird.

Es hat etwas gedauert, bis die Karten online waren. Nach 15 Minuten waren sie es noch nicht, nach 30 Minuten waren sie sichtbar.

Wichtig: Bis die Karten verkauft (reserviert) sind, kann man sie wieder zurückholen

Gut an der Ticketbörse: Bis jemand die Karten ausgewählt und in den Warenkorb gelegt bzw. gekauft hat, kann man sie jederzeit wieder zurückholen. Wäre bei Redaktionsmitglied B eine Wunderheilung eingetreten, hätte er sich die Karten wieder zurückholen können. Allerdings in diesem Fall nur eine gute Stunde. So lange hat es gedauert, bis die E-Mail kam, dass seine Tickets verkauft sind. Damit war die Entscheidung, ob das Spiel besucht wird oder nicht gefallen.

Der Käufer der Tickets erhält vom TSV 1860 für das Spiel eine Papierkarte zum Ausdrucken. Die Dauerkarte ist für das Spiel gesperrt, was (vermutlich) beim Einscannen der Karte beim Einlass auffällt. Versucht haben wir es nicht.

Fazit: Der wohl schönste Effekt an der Ticketbörse ist, dass so zusätzliche Löwenfans die Möglichkeit haben, (auch kurzfristig) noch Karten für ein (Top-)Spiel des TSV 1860 zu bekommen.

Der zweitschönste Effekt ist, dass die Löwenfans für ihre Karten Geld bekommen, sofern sie nicht anklicken dass sie es an die KGaA des TSV 1860 spenden. In diesem Fall 22,05 Euro für eine Karte in der Stehhalle.

Der dritte schöne Effekt: Der TSV 1860 bzw. die KGaA hat somit auch noch einmal ein paar Euro verdient.

Nachdem bereits beim ersten Spiel gegen Zwickau mehr als 500 Löwenfans diese Option nutzten und das System mit längerem bestehen immer bekannter und beliebter werden dürfte, haben die Löwen eine weitere Einnahmequelle erschlossen, bei der es nur Gewinner gibt. Sehr schön.

Weiberfasching mit den Damenmannschaften in Bene’s Kuchl

3

Der Auftakt in die heiße Phase des Faschings dürfte heuer für viele Löwinnen und Löwen in Bene’s Kuchl stattfinden. Denn Stüberlwirt Bene Lankes lädt am 16.02. zum Weiberfasching mit den Damenmannschaften des TSV 1860 München ein.

Faschingsparty in Bene’s Kuchl

Am 16.02. um 18:60h ist es soweit: In Bene’s Kuchl steigt ein Höhepunkt der diesjährigen Faschingssaison. Beide Damenmannschaften werden vor Ort sein und Münchens zunftigsten Weiberfasching feiern. Der Eintritt beträgt 5 Euro pro Person, die vollumfänglich an die Damenmannschgaften gespendet werden. Wer maskiert kommt (es ist schließlich Fasching) kann den gesamten Abend Pfeffi for free konsumieren.

Alle Informationen zum Weiberfasching in Bene’s Kuchl findet Ihr hier:

Alle Infos zum Weiberfaschin in Bene’s Kuchl

Sechzger.de Redaktion ist hin und hergerissen

Wie es so ist im Leben, findet die Party zeitgleich zur zweiten Auflage des 1860 Pub Quiz statt. In der sechzger.de Redaktion wird bereits heiß diskutiert, welche Veranstaltung besucht werden soll. Möglicherweise fangen wir beim Pub Quiz an und feiern dann unseren Sieg beim Weiberfasching. Man wird ja wohl noch träumen dürfen, liebe Blue Vikings