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Die weiteste Auswärtsfahrt: Sechzig zu Gast beim VfB Oldenburg

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TSV 1860 VfB Oldenburg Bildergalerie (12)

Am heutigen Sonntag trifft der TSV 1860 München ab 13 Uhr im Marschwegstadion auf den VfB Oldenburg. Im Vorbericht wirft sechzger.de einen ausführlichen Blick auf den Verein der Gastgeber, bei dem ebenfalls eine Stadiondiskussion eines der beherrschenden Themen ist.

Der VfB Oldenburg: nach dem Absturz zurück im Profifußball

1992 noch stieg der VfB Oldenburg beinahe in die 1.Bundesliga auf. Wenig später erfolgte allerdings der tiefe Fall – sowohl in sportlicher als auch finanzieller Hinsicht. Klamme Kassen zwangen den VfB beinahe in die Knie. Die Auflösung des Vereins konnte in einem Insolvenzverfahren gerade noch abgewendet werden. Doch die Mannschaft stürzte teils bis in die Fünftklassigkeit ab. Zahlreiche Ligenreformen ergaben in den Jahren danach immer wieder Chancen zum Aufstieg, die jedoch meist zum Nachteil des VfB ausfielen. Trainer der Oldenburger war zeitweilig unter anderem ein gewisser Torsten Fröhling, der später auch die erste und zweite Mannschaft des TSV 1860 München betreute.

2013/14 lief es bei der Reform der Regionalligen dann allerdings besser und der VfB durfte in der Regionalliga Nord antreten. Nur wenig später klopfte der VfB lange Zeit vehement an das Tor zur 3.Liga an. Erst im Endspurt konnte sich die zweite Mannschaft des VfB Wolfsburg knapp durchsetzen. Oldenburg verlor insgesamt nur vier Spiele und musste dennoch mit dem ungeliebten zweiten Platz vorlieb nehmen. In der Relegation der Saison 2012/22 klappte es dann nach vielen Jahren im Amateurbereich schlussendlich mit der Rückkehr in den Profifußball. Im Duell mit dem favorisierten Vertreter der Regionalliga Nordost, dem BFC Dynamo, setzte sich der VfB Oldenburg durch und spielt seit der aktuellen Spielzeit in der 3.Liga.

In dieser gelangen den Niedersachsen bislang fünf Siege und fünf Unentschieden in 20 Spielen. Derzeit steht die Mannschaft von Trainer Dario Fossi, der gemeinsam mit Stefan Reisinger einen Trainer-Lehrgang absolviert, auf dem 15.Platz. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt allerdings nur einen Punkt. In Oldenburg ist man damit momentan dennoch zufrieden, da die finanzielle Situation keinen anderen Saisonverlauf vermuten ließ.

Neubau oder Sanierung des Marschwegstadions – Klassenerhalt als Entscheidung?

Der VfB benötigt also dringend jeden Punkt und dürfte dem TSV 1860 München ab 13 Uhr (sechzger.de Liveticker) große Paroli bieten. Gespielt wird im Oldenburger Marschwegstadion, das dank zahlreicher Ausnahmegenehmigungen als Spielstätte zugelassen wurde. Etwa 760 Kilometer müssen die Löwenfans für die Anfahrt auf sich nehmen. Bereits 800 Karten konnten im Vorverkauf abgesetzt werden.
Doch sollte der heutige Gegner der Löwen den Klassenerhalt schaffen, muss sich etwas tun. Zu mannigfaltig und offensichtlich sind die bestehenden Mängel an der aktuellen Spielstätte des VfB.

Das bestätigt auch Linus Horke von der Fanbetreuung des VfB Oldenburg, der im sechzger.deInterview neben weiteren Themen ausführlich über die aktuelle Stadiondiskussion spricht. Kein Flutlicht oder eine Rasenheizung, Anwohnerproblematik und fehlende Parkplätze – vieles spricht gegen einen Verbleib im Marschwegstadion. Seit vielen Jahren machen sich die Fans des VfB für einen Neubau stark. Durch die Gründung einer Initiative erreichten sie die Erstellung einer Machbarkeitsstudie. Diese wurde 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt und zeigt eine grundsätzlich geeignete Fläche an der Maastricher Straße auf.

Entschieden ist derweil allerdings noch nichts. Die Stadtpolitik ist zwiegespalten, auch Widerstand regt sich. Unter anderem hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die den Neubau verhindern will. Darüber hinaus spricht sich das ortsansässige Basketball-Team gegen den aktuell favorisierten Standort aus. Die Halle der Baskets Oldenburg liegt in unmittelbarer Umgebung, der Verein befüchtet wirtschaftliche Einbußen und Probleme bei der Parkplatz-Situation.

All das dürfte den Löwen in Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Michael Köllner allerdings herzlich egal sein. Priorität hat für das neue Gespann Gorenzel und Reisinger an der Seitenlinie möglichst ein Auswärtssieg im hohen Norden. Ob dies gelingt oder der VfB Oldenburg stattdessen Punkte für den anvisierten Klassenerhalt sammeln kann – und damit gleichzeitig ein gutes Argument für die laufende Diskussion hat – Auflösung ab 13 Uhr im Marschwegstadion.

3. Liga am Samstag: Elversberg besteht auch in Saarbrücken

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Fc Saarbrücken Sv Elversberg

Im saarländischen Spitzenduell der 3. Liga setzte sich die SV Elversberg in Überzahl in Saarbrücken durch und steuert ganz eindeutig in Richtung Aufstieg. Der FC Ingolstadt 04 hingegen verlor mit Neu-Trainer Guerino Capretti zuhause gegen Borussia Dortmund II.

Elversberg besteht auch in Saarbrücken

Wahnsinn, was die SV Elversberg da abzieht! Der Aufsteiger holte im Saarlandderby die nächsten drei Punkte und marschiert durch die Liga. Nach einem Platzverweis für den Saarbrücker Jänicke vergab der Aufsteiger zwar den folgenden Elfmeter, Top-Torschütze Luca Schnellbacher stellte die Weichen in der Folge aber dennoch auf Sieg.

1. FC Saarbrücken – SV Elversberg 0:4 (0:3)

Tore:
0:1 Schnellbacher (32.)
0:2 Schnellbacher (40.)
0:3 Woltemade (45., Foulelfmeter)
0:4 Koffi (90.+2)

Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte für Jänicke (FCS) wegen Handspiel auf der Linie (27.)
Jacobsen (SVE) verschießt Handelfmeter (28.)
Günther-Schmidt (FCS) verschießt Foulelfmeter (83.)

Fc Saarbrücken Sv Elversberg
Die Fans des Spitzenreiters hatten auch in Saarbrücken reichlich Grund zum Jubeln

FSV Zwickau – SV Meppen 1:1 (0:1)

Tore:
0:1 Kleinsorge (24.)
1:1 Pourié (67., Eigentor)

Fsv Zwickau Sv Meppen
Die mitgereisten Fans des SV Meppen in Zwickau

SV Wehen Wiesbaden – Viktoria Köln 1:1 (0:0)

Tore:
0:1 Stehle (46.)
1:1 Prtajin (72.)

Besondere Vorkommnisse:
Gelb-Rot für Dietz (90.+6, Viktoria)
Gelb-Rot für Koronkiewicz (90.+6, Viktoria)

VfL Osnabrück – Erzgebirge Aue 3:1 (1:1)

Tore:
1:0 Engelhardt (9.)
1:1 Nazarov (20., Handelfmeter)
2:1 Kunze (57.)
3:1 Heider (79.)

Vfl Osnabrück Erzgebirge Aue
Wichtige Botschaft der VfL-Fans bei Match gegen Erzgebirge Aue

FC Ingolstadt 04 – Borussia Dortmund II 1:2 (0:2)

Tore:
0:1 Dams (40.)
0:2 Njinmah (42.)
1:2 Testroet (53.)

Dynamo Dresden – Hallescher FC 7:1 (3:0)

Tore:
1:0 Kutschke (9.)
2:0 Conteh (42.)
3:0 Arslan (45.+1)
3:1 Zimmerschied (49.)
4:1 Arslan (55.)
5:1 Conteh (57.)
6:1 Vollert (90., Eigentor)
7:1 Arslan (90.+2)

Dynamo Dresden Halle
Die Fans des Halleschen FC bei der Niederlage in Dresden

SC Freiburg II besiegt SpVgg Bayreuth

Bereits am gestrigen Freitag Abend hatte der SC Freiburg II die SpVgg Bayreuth mit 2:0 besiegt. Am Sonntag muss der TSV 1860 beim VfB Oldenburg ran (13 Uhr) und könnte sich in der Tabelle bis auf Rang 4 verbessern. Zudem empfängt Rot-Weiss Essen den MSV Duisburg (14 Uhr).

Der Spieltag wird am Montag mit der Begegnung Waldhof Mannheim gegen SC Verl abgerundet.

Testspiel: TSV 1860 U21 besiegt SSV Eggenfelden

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Tsv 1860 Ssv Eggenfelden

Zweiter Test für die Amateure und zweiter Sieg! Nach dem 1:0 gegen den TSV Rain/Lech am vergangegen Wochenende setzte sich die U21 des TSV 1860 am Samstag Nachmittag mit 3:1 gegen den Landesligisten SSV Eggenfelden durch.

Personalrochade bei den Amateuren

Ein neues Gesicht bekamen die Zuschauer auf dem Kunstrasen an der Grünwalder Straße 114 im Tor den Löwen zu sehen. Simon Voß, Neuzugang vom TuS Geretsried, durfte sich von Anfang an zwischen den Pfosten beweisen. Der zweite Winter-Neuzugang, Matija Radonjic vom SV Planegg-Krailling, fehlte hingegen ebenso wie Alexander Freitag, der von den Profis zur U21 degardiert wurde.

Auch bei den Abgängen hat sich bekanntlich einiges getan. So verließen bekanntlich Kevin Goden (1. FC Düren) und Marco Mannhardt (FV Illertissen) die U21. Stürmer Marko Zivanovic schloss sich Cosmos Konstanz an.

TSV 1860 U21 besiegt SSV Eggenfelden

Die Gäste aus Niederbayern gingen nach einer Viertelstunde etwas überraschend durch Hafner in Führung. Nur fünf Minuten später schlugen die Löwen jedoch zurück und kamen durch Anian Brönauer zum prompten Ausgleich. In der 34. war es dann Verteidiger Mason Judge, der die U21 des TSV 1860 gegen den SSV Eggenfelden mit 2:1 in Führung brachte – gleichzeitig der Pausenstand.

Der eingewechselte Jeremie Zehetbauer traf in der 66. Minute zum 3:1 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Dabei blieb es dann auch und die Amateure gewannen auch ihr zweites Testspiel nach der Winterpause.

Tsv 1860 Ssv Eggenfelden Aufstellung
Die Aufstellung der U21 gegen den SSV Eggenfelden

Slalom: Skilöwe Linus Straßer mit Platz 6 in Chamonix

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Kurz vor der WM hat Linus Straßer mit Platz 6 im Slalom von Chamonix nochmal auf sich aufmerksam gemacht. Der Sieg ging an den Schweizer Ramon Zenhäusern.

Linus Straßer mit Platz 6 in Chamonix

Nach Rang 8 im 1. Durchgang gab der Skilöwe im 2. Lauf nochmal ordentlich Gas, musste sich vorerst aber dem Griechen AJ Ginnis (ein eingebürgerter Amerikaner) geschlagen geben. Dieser schob sich vom 23. Platz kommend Position um Position nach vorne und belegte letzendlich den sensationellen 2. Rang. Lediglich Ramon Zenhäusern konnte den Überraschungszeiten überflügeln und sicherte sich den Sieg. Clement Noel, der Führende nach dem 1. Lauf, schied im 2. Durchgang aus.

Gemischte Gefühle bei den anderen Deutschen: Während David Ketterer als 20. immerhin Punkte sammelte, schied Alexander Schmid nach toller Leistung im 1. Durchgang im 2. Lauf aus.

Die Wirtshaus Weisheiten vor VfB Oldenburg – TSV 1860 München

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Winningers Wirtshaus Weisheiten Vor VfB Oldenburg TSV 1860 München 21.Spieltag 3.Liga

Vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim VfB Oldenburg am morgigen Sonntag wirft Bernd Winninger in den Wirtshaus Weisheiten einen ausführlichen Blick auf die Gastgeber. Bei den Löwen bahnen sich unterdessen ebenfalls Änderungen bei der Aufstellung an.

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor VfB Oldenburg – TSV 1860 München

Auf Platz 15 findet sich aktuell der VfB Oldenburg vor dem Duell mit dem TSV 1860 München im Marschwegstadion. Seit der Winterpause ist die Bilanz ausgeglichen: jedes denkbare Ergebnis wurde einmal erzielt. Gegen den FSV Zwickau gelang zunächst ein glücklicher Sieg. Es folgte zuhause eine Niederlage gegen Dynamo Dresden, ehe letzte Woche die Punkte mit dem SV Meppen bei einem 1:1 geteilt wurden. Nachgelegt haben die Niedersachsen unter der Woche mit einem Neuzugang. Orhan Ademi geht künftig für Oldenburg auf Torejagd. Bernd Winninger analysiert in seinen Wirtshaus Weisheiten den VfB Oldenburg und zeigt die Schlüsselspieler auf. Aber auch die Spielweise wird, wie auch in der Taktiktafel natürlich ausgiebig betrachtet.

Veränderungen dürfte es auch beim TSV 1860 München geben. Unter Michael Köllner agierten die Löwen nahezu immer im 4-1-4-1. Interimstrainer Günther Gorenzel möchte allerdings für mehr Stabilität sorgen und wird daher voraussichtlich mit zwei Spielern auf der Sechs agieren. Denkbar ist eine Aufstellung im 4-2-3-1. Möglicherweise könnte Quirin Moll nach seiner Aussortierung so direkt in die Startaufstellung zurückkehren. Aber auch Marius Wörl könnte in die erste Elf zurückkehren.
Auch Yannick Deichmann auf der Rechtsverteidiger-Position muss ersetzt werden, da er aufgrund einer Gelbsperre pausieren muss. Im Sturm hat das Duo Gorenzel / Reisinger die Qual der Wahl zwischen Marcel Bär und Fynn Lakenmacher.

Trainerfrage beim TSV 1860: löst die Bayerische das Geldproblem?

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dieBayerische Firmenzentrale Logo Sponsor TSV 1860 München Martin Gräfer

Die Suche nach einem neuen Trainer nach der Entlassung von Michael Köllner gestaltet sich schwierig. Der Grund: den Löwen stehen aktuell die nötigen, finanziellen Mittel für einen neuen Übungsleiter nicht zur Verfügung. In die Trainerfrage beim TSV 1860 München könnte jetzt allerdings dank Hauptsponsor die Bayerische Bewegung kommen.

Löst eine Vertragsverlängerung mit die Bayerische die Trainerfrage beim TSV 1860?

Seit vier Tagen ist Michael Köllner bei den Löwen mittlerweile beurlaubt. Noch bis Juni erhält der 53-Jährige regelmäßig Geld von der Grünwalder Straße. Geld, das für einen neuen Trainer fehlt und dringend benötigt wird. Momentan ist eine Lösung der Trainerfrage beim TSV 1860 München nicht in Sicht. Günther Gorenzel wird die Mannschaft morgen in Oldenburg (13 Uhr, sechzger.de Liveticker) gemeinsam mit Stefan Reisinger anleiten und dabei voraussichtlich einige Änderungen vornehmen. Ein Ende der Doppelfunktion des eigentlichen Sport-Geschäftsführers ist aktuell nicht in Sicht. Zeitgleich befindet er sich auch noch auf der Suche nach einem passenden Nachfolger, der sogenannten “Dauerlösung”.

Bewegung könnte nun in die Angelegenheit allerdings dank Hauptsponsor die Bayerische kommen. Der Versicherer hatte sein Engagement im Rahmen des Auswärtsspiels bei den Würzburger Kickers Ende 2021 langfrisitig verlängert. Bereits im vergangenen Sommer äußerte der Vorstandsvorsitzende Martin Gräfer die Absicht, das Sponsoring noch einmal verlängern zu wollen. Dieses Angebot soll dem TSV 1860 mittlerweile nach einem Bericht des merkur vorliegen. Allerdings ist die HAM-Seite damit aktuell nicht einverstanden, die Verhandlungen ziehen sich weiter hin. Dabei wäre diese Möglichkeit eine elegante Lösung, den Sportetat so zu erweitern, dass die Verpflichtung der angestrebten “Dauerlösung” möglich ist. Konkrete Namen drangen dabei weiterhin nicht nach außen.

Nachdem im Sommer zahlreiche Spielerverpflichtungen frühzeitig durch die schnelle Zustimmung der HAM-Seite möglich waren, stockt es aktuell einmal mehr bei den Löwen. 18 Spieltage bleiben dem TSV 1860 noch Zeit, um das gesteckte Ziel Aufstieg in die 2.Bundesliga zu erreichen.

Zweimal Interimstrainer – Ex-Löwe Denis Bushuev im Interview

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Denis Bushuev 1860

Gleich zweimal half Denis Bushuev beim TSV 1860 als Interimstrainer aus und weiß somit, wie man als Coach mit dieser speziellen Situation umzugehen hat. Grund genug, den 40-Jährigen zu seinen Erfahrungen zu befragen.

Bushuev war zweimal Interimstrainer bei den Löwen

sechzger.de: Servus Denis, erstmal danke für das spontane Interview. Kannst Du Dich noch daran erinnern, als Du damals zweimal für die Löwen als Cheftrainer an der Linie standest?

Bushuev: Hallo und na klar. Einmal ging es am letzten Spieltag schon um nichts mehr. Da haben wir 1:2 beim FSV Frankfurt verloren. Beim anderen Mal gabs ein Unentschieden gegen Heidenheim. Beide Male übernahm ich von Daniel Bierofka, der jeweils nur drei Spiele als Interimstrainer aushelfen durfte, weil ihm die notwendige Lizenz noch fehlte.

sechzger.de: Wie geht man so eine Aufgabe an, von der man weiß, dass sie zeitlich limitiert ist?

Bushuev: Damals war die Situation ja fast noch schwieriger, weil 1860 ganz unten drin stand. Da ist es natürlich fast unmöglich, auf die Schnelle Dinge zu verbessern. Man kann aber natürlich versuchen, durch mehr Spielformen mehr Spaß rein zu bringen. Also beispielsweise mal auf kleine Tore spielen, dann wieder auf große. Wichtig ist, den Jungs wieder das Gefühl zu vermitteln, frei Fußball zu spielen. In Deutschland ist das häufig viel zu sehr durch Taktik geprägt.

“Für 1860 ist noch alles drin!”

sechzger.de: Wie spricht man die Spieler an? Wie kann man sie motivieren, wenn die doch auch wissen, dass da nächste Woche wieder ein anderer Trainer stehen wird?

Bushuev: Man darf nicht vergessen, dass das alles Profis sind. Ein Weg ist natürlich, eher auf erfahrenere Spieler zu setzen, die solche Situationen vielleicht schon mal erlebt haben und somit eher wissen könnten, wie damit umzugehen ist.

sechzger.de: Wie siehst Du die aktuelle Situation bei 1860?

Bushuev: Günther Gorenzel hat natürlich den Vorteil, dass er alle Spieler kennt und weiß, wie sich ticken. Er muss nun versuchen, in die Köpfe der Spieler vorzudringen. Und wichtig: Er sieht sicher einige Sachen anders als der bisherige Trainer und wird in der Lage sein, dies der Mannschaft mitzuteilen. Von der Qualität her ist das Team ja auch gut. Ein Albion Vrenezi beispielsweise kann ein Match durch ein paar geniale Aktionen auch mal alleine entscheiden. Vielleicht ist ein Schlüssel ja schon, dass man die Mannschaft – vor allem auch im Umfeld – nicht runterdrückt, sondern daran glaubt, dass da noch was möglich ist. Die Löwen stehen auf Platz 6 – da ist noch alles drin!

Zuletzt Trainer bei Veles Moskau

In seiner aktiven Zeit spielte Bushuev für die 2. Mannschaften von Zenit St. Petersburg, Hertha BSC, RW Oberhausen und des TSV 1860. Der zweimalige U21-Nationalspieler Russlands ließ seine Spielerkarriere beim TSV Hilgertshausen ausklingen, wo er bis 2014 die Fußballstiefel schnürte.

2018 übernahm Bushuev die russische U18-Nationalmannschaft als Team Manager, bevor er in der Saison 20/21 Leningradets trainierte. Zuletzt stand der ehemalige Mittelfeldspieler als Cheftrainer beim russischen Zweitligisten Veles Moskau unter Vertrag.

Es bleibt spannend: Wer wird neuer Trainer des TSV 1860?

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Marco Antwerpen Trainer Kaiserslautern 1860

Fink, Oral, Antwerpen, Neuhaus, Rehm, Härtel, Funkel, Keller, Schmidt, Baum, Kurz, Maurer, Wolf, Fröhling – all diese Namen wurden in den letzten Tagen genannt, wenn es um die Nachfolge von Michael Köllner bei den Löwen geht. Fakt ist: Morgen werden Günther Gorenzel und Stefan Reisinger die Mannschaft beim Auswärtsspiel beim VfB Oldenburg (live im sechzger.de Ticker) betreuen. Wer aber wird denn nun neuer Trainer des TSV 1860?

Interne oder externe Lösung?

Man möchte derzeit vermutlich nicht in der Haut von Günther Gorenzel stecken. Zum Einen muss er die Löwen auf die schwere Aufgabe im hohen Norden vorbereiten. Zum Anderen liegt es aber auch maßgeblich an ihm, einen geeigneten Nachfolger für Michael Köllner zu finden.

Die Kandidatenliste ist lang, das Anforderungsprofil herausfordernd. Und schon die Eingangsfrage hat es in sich: Wählt man eine interne oder eine externe Lösung? Wobei mit “intern” gemeint ist, dass der Kandidat bereits mal beim TSV 1860 angestellt war und die Löwen somit vermeintlich bereits etwas bessern kennt. Dies würde auf Friedhelm Funkel, Alexander Schmidt, Reiner Maurer, Uwe Wolf und Thorsten Fröhling ebenso zutreffen wie auf Marco Kurz, der zwischenzeitlich favorisiert worden war. Mit Jens Keller und Manuel Baum gesellen sich zudem zwei ehemalige Spieler des TSV 1860 in den illustren Kreis, die nun Trainer der Löwen werden könnten.

Wer wird neuer Trainer des TSV 1860?

Oder wählt man doch die externe Variante und setzt darauf, dass jemand völlig unvoreingenommen an die Sache herangehen soll? Marco Antwerpen, Thorsten Fink und Thomas Oral reicht nun nicht unbedingt der Ruf des Mega-Sympathieträgers voraus, sportliche Kompetenz ist den Kandidaten allerdings nicht abzusprechen. Heiligt da der Zwecke die Mittel?

Oder doch lieber gestandene Trainer wie Jens Härtel, Rüdiger Rehm oder Uwe Neuhaus, die an anderer Stelle gezeigt haben, dass sie es können? Womöglich zaubert Günther Gorenzel am Ende einen ganz anderen Kandidaten aus dem Hut und überrascht Fans und Medienlandschaft. Es bleibt spannend bei den Löwen…

3. Liga am Freitag: SC Freiburg II besiegt SpVgg Bayreuth

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SC Freiburg II Dreisamstadion 1860

Der 21. Spieltag der 3. Liga wurde am Freitag Abend mit der Partie des SC Freiburg II gegen die SpVgg Bayreuth eröffnet. Dabei setzten sich die Breisgauer gegen die zuletzt aufstrebende Oldschdod mit 2:0 durch.

Frühes Gegentor für die Oldschdod

Zwei Siege hatte der Aufsteiger aus Oberfranken aus den ersten drei Partien nach der Winterpause gesammelt und hatte sich folglich auch Hoffnungen auf etwas Zählbares beim Trip nach Freiburg gemacht. Doch bereits in der 4. Minute folgte der erste Dämpfer: Wiklöf brachte den Ball per Diraktabnahme zur Mitte, wo Fahrner aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Hausherren einnickte.

Die erste nennenswerte Chance der Gäste gab es dann einer guten Viertelstunde, als Ex-Löwe Markus Ziereis per Kopf an der Latte scheiterte. Pech in dieser Situation, aber insgesamt hatten die Breisgauer das Geschehen bis dahin gut im Griff. Das ändert jedoch nichts daran, dass die SpVgg auch die nächste große Torgelegenheit hatte. Stockinger probierte es nach rund einer halben Stunde aus der Distanz, Keeper Atobolu lenkte den Schuss in Richtung eigenes Tor ab und bekam den Ball schließlich erst auf der Linie unter Kontrolle.

Danach aber waren die Breisgauer wieder am Drücker und verpassten durch Weißhaupt (36.), Engelhardt (39.) und Wiklöf (44.) das 2:0. So blieb es bei der knappen Pausenführung der Elf von Trainer Thomas Stamm.

SC Freiburg II besiegt die SpVgg Bayreuth

In den ersten zwanzig Minuten nach dem Seitenwechsel passierte nicht viel, dann aber musste Atubolu gegen Nollenberger zupacken, um den Ausgleich zu verhindern. Es blieb aber ein kurzes Strohfeuer der Oberfranken, die den Gastgebern insgesamt wenig Mühe bereiteten. Freiburg kontrollierte das Geschehen und man hatte jederzeit das Gefühl, die Breisgauer könnten noch eine Schippe zulegen, sollte Bayreuth doch mal besser ins Spiel finden.

Lienhard hatte in der 82. Minute die Vorentscheidung auf dem Fuß scheiterte jedoch am Querbalken. Tief in der Nachspielzeit dann Elfmeter für Freiburg: Vermeij schnappt sich den Ball, trifft, 2:0, Abpfiff!

Während sich der SC Freiburg II mit dem Heimsieg vorerst auf den 3. Tabellenplatz verbesserte, verpasste die Oldschdod den Sprung aus der Abstiegszone und bleibt vorerst auf Rang 17.

Die erste Löwenrunde nach Michael Köllner

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Günther Gorenzel und Rainer Kmeth bei der Pressekonferenz vor dem Spiel in Oldenburg.
Günther Gorenzel und Rainer Kmeth bei der Pressekonferenz vor dem Spiel in Oldenburg.

Die gute Nachricht vorab: Wir sind ab sofort wieder dabei! Bei der ersten Löwenrunde nach der Trennung von Michael Köllner war sechzger.de wieder im Pressestüberl auf dem Trainingsgelände mit dabei – mit der Trennung vom bisherigen Coach hat dies aber nichts zu tun. Vielmehr gab es vergangene Woche ein zielführendes Gespräch mit der Löwen-Geschäftsführung, nun sind wir wieder zu den offiziellen Presserunden des TSV 1860 zugelassen und werden für Euch darüber berichten.

Gorenzel blickt auf Oldenburg voraus

Günther Gorenzel stand den Pressevertretern vor dem Auswärtsspiel beim VfB Oldenburg am Sonntag um 13:00 Uhr Rede und Antwort. Dabei stand vor allem die Trainersuche im Vordergrund. Auf Rückfrage von sechzger.de ging der Interimstrainer dann aber auch noch auf den nächsten Gegner näher ein.

Viele Gespräche unter der Woche

Zwei Tage mit der Mannschaft sind nicht viel. Unser Ziel ist es, die Spieler wieder an ihre eigenen Stärken zurückzuführen und mehr Balance ins Spiel zu bekommen“, sagte Gorenzel zum Auftakt der Löwenrunde. Am Donnerstag wurde vor allem auf dem Kleinfeld gearbeitet, tags darauf dann mehr auf dem großen Feld, zudem wurden viele Gespräche geführt.

Unsere Mannschaft hat grosse individuelle Qualität. Wir müssen es jetzt schaffen, dass die Jungs wieder 90 Minuten an sich und ihre Stärken glauben

sagte Gorenzel über die Aufgaben des Trainerteams in den nächsten Tagen und Wochen.

Gorenzel will nicht langfristig Trainer bleiben

Wie vermeldet coacht Günther Gorenzel das Team aktuell gemeinsam mit Stefan Reisinger, der nächste Woche aber wieder auf einem Lehrgang seiner Trainerausbildung weilt. Gorenzel als Dauerlösung kann sich der Sportchef der Löwen nicht vorstellen: “Das war und ist nicht Teil meiner Lebensplanung, wieder langfristig als Trainer an der Seitenlinie zu stehen. Ich sehe mich eher im strategischen Bereich und war froh, dass ich hier in München noch alte Fußballschuhe gefunden habe“, sagte der Österreicher. Sein Arbeitstag habe aktuell bis zu 14 Stunden. “Ich mache das, weil mir 1860 am Herzen liegt und ich von der Mannschaft und vom Verein überzeugt bin und dem Verein etwas zurückgeben möchte“, erklärte Gorenzel. Zu weiteren Details der Planungen in Sachen Trainer wollte er sich nicht äußern, man führe bereits Gespräche im Hintergrund.

Moll und Willsch zurück im Kader

Die Enttäuschung sei nach der Niederlage gegen Dresden bei allen tief gesessen, berichtete Gorenzel. Nun sei es die Aufgabe, die Mannschaft und jeden einzelnen Spieler Schritt für Schritt wieder zu alter Stärke zurückzuführen und “sich auf den nächsten Zweikampf, den nächsten Pass, die nächste Aktion zu fokussieren“.
Da im Winter keine Wechsel vollzogen wurden, bestätigte Gorenzel auf Nachfrage von sechzger.de zudem, dass Quirin Moll und Marius Willsch nun wieder vollwertige Mitglieder des Kaders seien. “Sie haben die Möglichkeit, sich wie alle anderen Spieler für die anstehenden Aufgaben zu empfehlen und geben auch wieder Gas.”

Wein vor Oldenburg fraglich

Ob Daniel Wein am Sonntag in Oldenburg auflaufen kann, ist aktuell noch offen. “Er war krank und hat die beiden letzten Trainings nur leicht trainiert. Wir warten noch ab, wie sich das entwickelt“, sagte Gorenzel weiter. Milos Cocic befindet sich aktuell im Aufbautraining und Willsch nahm noch nicht voll am Training teil. Man werde nur mit einem Kader von 21 oder 22 Spielern nach Oldenburg reisen.

Gorenzel erwartet ein Kampfspiel

Wir müssen erkennen, dass wir nicht über 90 Minuten alle Situationen spielerisch lösen können. In Oldenburg erwartet uns ein Kampfspiel. Das Wetter ist dort aktuell auch nicht besser als hier“, erklärte der Interimscoach. Auf Nachfrage von sechzger.de erwartet Gorenzel “einen Gegner der uns hoch attackiert und den Gegner schnell unter Druck setzen möchte.” Man sei auf Oldenburg vorbereitet und werde die Aufstellung erst kurzfristig festlegen.

Offensive Ausrichtung noch offen

Wer in der Löwen-Offensive auflaufen wird, will Gorenzel noch entscheiden, erklärte er auf Nachfrage unserer Redaktion: “Ich muss das Freitagstraining noch reflektieren und ein finales Gefühl entwickeln. Ich bin nicht der Typ, der aus dem Bauch heraus entscheidet. Wir haben einige Basis-Spieler, beim Rest entscheidet sich erst morgen, wer auf dem Feld steht