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BILD: Leo Morgalla hat bis 2026 beim TSV 1860 unterschrieben

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Leandro Morgalla TSV 1860 U19 DFB

Neben dem gestrigen 3:1-Arbeitssieg gegen Erzgebirge Aue gibt es für den Löwen laut BILD einen weiteren Grund zum Feiern. Leandro Morgalla soll seinen Vertrag beim TSV 1860 bis 2026 verlängert haben!

Hat Morgalla bis 2026 bei 1860 unterschrieben?

Letzte Woche feierte Leandro Morgalla seinen 18. Geburtstag, gestern kehrten die Löwen sportlich auf die Erfolgsspur zurück und nun diese weitere erfreuliche Nachricht. Bis 2026 soll Morgalla seinen Vertrag verlängert haben – ohne Ausstiegsklausel!

Nach der Rückkehr von der U19 Nationalmannschaft soll die Vertragsverlängerung mit Morgalla seitens der Löwen bekanntgegeben werden. Zuletzt sollen bereits Vereine aus England und aus der Bundesliga ein Auge auf den Verteidiger geworfen haben. Sollte Morgalla die Löwen vor Vertragsende verlassen, winkt Münchens großer Liebe zumindest eine satte Ablöse.

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Aue: Die Rückkehr von Eisbein-Eva

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Die Löwen schenkten dem weiß-blauen Anhang gestern Abend einen idealen Wies’n-Auftakt und siegten 3:1 über Erzgebirge Aue. Zusätzlich zum Sieg gab es für mich noch etwas zu feiern: die Rückkehr von Eisbein-Eva!

Zeitreise in die späten 90er

Es waren die späten 90er und meine Freunde und ich waren in einer wechselnden Gruppe ständig mit den Löwen unterwegs. Mal fiel jemand raus, mal kam jemand Neues dazu. Wir waren eigentlich zu jedem Spiel unterwegs und brachten meistens ein bis zwei Autos an den Start. Irgendwann brachte mein Freund Uli seine Arbeitskollegin Eva mit ins Olympiastadion. Sie war gleich mit Feuer und Flamme dabei und begann auch relativ schnell, mit uns die Löwen zu Auswärtsspielen zu begleiten. Das Besondere an ihr war, dass sie eine seltene Krankheit hatte, die sie in Sekundenbruchteilen in Ohnmacht fallen ließ und sie war nicht mehr aufzuwecken. Dummerweise war sie auch noch allergisch gegen das Medikament, das Sanitäter normalerweise gegen diese Krankheit einsetzen. Das führte zu einigen denkwürdigen Diskussionen, als nicht mehr ganz nüchterne Fußballfans, erfahrenen Rettungssanitätern zu erklären versuchten, welches Medikament Eva verabreicht werden sollte und welches nicht. Im Lauf der Jahre hatten Eva und wir da so einige heikle Situationen zu überstehen. Aber wir haben es alle überlebt.

Die Geschichte mit den Fleischnamen

Bei irgendeinem Auswärtsspiel in großartiger Feierlaune kamen wir auf ein Mal auf die Idee, uns allen Fleischnamen zu geben. Ich glaube, dass es sogar die Idee der Vegetarierin Petra aus unserer Gruppe war. Aber die Erinnerungen sind sehr verschwommen… So wurde aus mir T-Bone Thomas, aus Mark Markknochen Mark und Eva eben Eisbein-Eva. Diese Namen haben sich (teilweise) bis heute gehalten.

Die Rückkehr von Eisbein-Eva

Mit der Volksabstimmung zum gemeinsamen Stadion mit der Seitenstraße zerfiel unsere Gruppe langsam, obwohl wir natürlich schon alle mehr oder weniger in Kontakt blieben. Mit Eva stand ich leider nicht mehr in Kontakt, so dass ich sie geschätzte 20 Jahre nicht gesehen hatte. Bis gestern 18:00h. Da stand Eisbein-Eva mit zwei ihrer mittlerweile fast erwachsenen Kinder vor mir! Was für eine Freude, was für eine Begrüßung! Kennt Ihr das, wenn Ihr jemanden ewig nicht mehr gesehen habt und dann trifft man sich wieder und es ist, als ob man sich gerade gestern gesehen hätte? So ging es mir mit Eva.

Zwanzig Jahre im Schnelldurchlauf

Natürlich tauschten wir uns kurz intensiv über die letzten 20 Jahre aus und brachten uns gegenseitig auf den neusten Stand. Aber bereits nach einer Viertelstunde ging es um das anstehehende Löwenspiel. Fynn Lakenmacher gab uns dann im Stadion drei Mal Grund, uns wie im letzten Jahrtausend bei Löwentoren um den Hals zu fallen und die Löwen gemeinsam zu besingen. Alles wie früher. Nur im Sechzgerstadion und nicht in der zugigen Schüssel im Münchner Norden. Also noch viel schöner…

Ausklang am Grünspitz

Nach dem Spiel ist es bereits so, als ob Eva nie weg gewesen wäre. Unsere Gruppe, die im Kern immer noch besteht, versorgt sich mit Bier an der Tankstelle, mischt sich am Grünspitz unter’s Volk, holt sich eine Pizza bei Uptown Pizza, der in dieser Nacht durch eine exakte Prognose der Abholzeit besticht, analysiert das Spiel, diskutiert über die Gott und die Welt und lässt die Löwen mehrfach hochleben. Und auf ein Mal ist es mitten in der Nacht und wir müssen heim. Es ist einfach so großartig, wie einen der TSV 1860 München verbindet!

Das nächste Zusammentreffen wird avisiert

Und heute Morgen erreicht mich folgende Nachricht von Eva: “Wir brauchen für Ingolstadt 3 Tickets. Zwei Kinder und ein Erwachsener. Wir haben heute beim Frühstück nochmal den Ticker den gelesen, es war zwar ein etwas zähes Spiel, aber es war definitiv extrem schön, endlich mal wieder im Stadion gewesen zu sein und euch zu sehen. Das wird sich auch auf jeden Fall wieder regelmäßig wiederholen”. Und so haben wir eine Rückkehrerin und zwei neue Mitglieder in der Löwenfamilie. Schön, dass Du wieder am Start bist, Eva!

 

 

Michael Köllner “sehr zufrieden” mit Sieg gegen Aue

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“Ich bin sehr zufrieden, wie die Mannschaft nach der Niederlage in Elversberg aufgetreten ist”, sagt Löwen-Trainer Michael Köllner zum Auftakt der Pressekonferenz nach dem 3:1-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue. Sein Team habe die richtige Antwort gegeben. Dank des verdienten Heimsiegs grüßen die Löwen zum Wiesn-Auftakt von der Tabellenspitze der dritten Liga.

Wir wollten das Spiel als Chance sehen und sind sehr gut ins spiel gekommen. Wir haben es aber nicht geschafft die Partie auf unsere Seite zu ziehen

Löwen-Trainer Michael Köllner lobte ausdrücklich die Choreo der Westkurve

Dies waren die Worte von Aues Trainer Frank Rost, der die schlechte Chancenverwertung seines Teams bei den zahlreichen Standardsituationen in der zweiten Halbzeit bemängelte. Beim 2:0 der Löwen habe sein Team “ganz naiv verteidigt”. Aue machte auf und die Löwen mit dem 3:0 alles klar. “Heute wäre etwas drin gewesen”, resümierte Rost, der genau wie der Vorstand der Schachter aktuell der offenen Kritik der Fans ausgesetzt ist, die mit einem Spruchband “Schluss aus, Vorstand raus” forderten.

Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und das frühe 1:0 hat uns richtig gut getan

So analysierte Michael Köllner nach der Partie. “Aue ist kein Trümmerhaufen. Das ist eine intakte Mannschaft, das hat man über 90 Minuten gesehen”, fand der Sechzger-Coach lobende Worte für die Gäste.

Nach dem 2:0 war die Messe gelesen. Wir hatten wieder ein super frenetisches Publikum. Angefangen von der Choreo vor dem Spiel bis hin zur Feier nach dem Spiel

Lob gab es also nicht nur für sein Team sondern auch für die Löwen-Fans. Mit zwei Testspielen in der kommenden Woche und dem Toto-Pokal-Duell gegen Illertissen überbrücken die Löwen nun erst einmal die Länderspielpause. Die erste Hälfte der Drittliga-Vorrunde kann man jedenfalls getrost als gelungen bezeichnen.

Löwen feiern 3:1-Sieg gegen Aue

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Löwen-Trainer Michael Köllner lobte ausdrücklich die Choreo der Westkurve

Am gestrigen Freitag Abend war der TSV 1860 München gegen den Tabellenletzten FC Erzgebirge Aue gefordert, nach der Niederlage in Elversberg wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Und die Löwen schenkten ihren Fans einen 3:1-Sieg zum Wies’n-Auftakt gegen Aue.

Frühe Führung durch Lakenmacher

Nach einer sehenswerten Wies’n-Choreo der Westkurve tasteten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase ab.

Die erste sehenswerte Aktion führte in der 12. Minute gleich zum Führungstreffer der Löwen. Vrenezi ließ am linken Flügel seinen Gegenspieler alt aussehen und flankte maßgenau auf den in den Strafraum eilenden Lakenmacher, der den Ball per Kopf zum 1:0 ins Tor der Auer bugsierte. Kurz drauf hätte Kobylanski auf 2:0 erhöhen können, sein abgefälschter Schuss klatschte auf die Latte des Gästetores (16. Minute). Danach verflachte die Partie zusehends und es gelang den Auern mehr und mehr, die Löwen auf ihr Niveau nach unten zu ziehen.

Zerfahrenes Spiel auch im zweiten Durchgang

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wollte sich bei beiden Teams ebenso kein rechter Spielfluß einstellen, so dass die 15.000 Zuschauer im ausverkauften Sechzgerstadion viel Stückwerk zu sehen bekamen. Der erste Angriff von 1860 über die Flügel brachte dann die erste sehenswerte Aktion. Lakenmacher setzte sich auf dem linken Flügel durch und flankte in die Mitte, wo Rieders Volley-Direktabnhame knapp über die Querlatte strich (55. Minute). Danach waren die Auer tatsächlich etwas feldüberlegen und konnten zarten Druck auf das Tor der Löwen entwickeln. Zu nennenswerten Chancen kamen sie aber nicht. Dennoch stieg die Nervosität auf den Tribünen, denn Sechzig verlor viel zu oft die gerade gewonnen Bälle im Spielaufbau und war so nicht in der Lage, für Entlastungsangriffe oder gar das befreiende 2:0 zu sorgen.

Lakenmacher macht Alles klar

Der nächste Entlastungsangriff – wieder über den Flügel – hätte dann das 2:0 bringen können. Aber Kobylanski der schön von rechts eingesetzt wurde, zielte bei seinem Abschluss auch kanpp über das Auer Tor. Somit lag es an Lakenmacher, für die Vorentscheidung zu sorgen. In der 77. Minute war er nach einem feinen Zuspiel von Deichmann (der Spiel wieder sehr agil antrieb) mutterseelenalleine im Strafraum der Auer zu finden und ließ sich die Chance nicht entgehen. Er setzte den Ball durch die Beine von Klewin zum 2:0 ins Tor vor der erleichtert jubelnden Westkurve. Für die endgültige Entscheidung sorgte Lakenmacher mit seinem dritten Treffer in der 84. Minute, als er nach einer tollen Einzelaktion von Tallig den Ball nur noch über Linie drücken musste. Den Schlusspunkt setzten die Auer in der 91. Minute, als Schikora eine Ecke per Kopfall im Löwentor unterbringen konnte.

Arbeitssieg für den TSV 1860

Am Ende steht ein deutlicher Sieg für Münchens große Liebe in den Statistiken. Jedoch stand das Spiel lange auf Messer’s Schneide, allerdings war der FC Erzgebirge vor dem Tor einfach zu harmlos, um zum zwischenzeitlichen Ausgleich zu kommen. Löwen-Matchwinner Fynn Lakenmacher strahlte beim Interview nach dem 3:1-Sieg über Aue wie ein Honigkuchenpferd.

Fynn Lakenmacher strahlt nach seinem Dreierpack gegen Aue über beide Ohren

Und die Löwenfans bereiteten dem Team eine gebührliche Ehrenrunde für den gelungenen Wies’n-Auftakt. Den Anstich werden die Löwenfans als Spitzenreiter erleben!

 

 

 

 

DFB terminiert Spieltage 12 bis 19 in der 3. Liga

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Grünwalder Stadion TSV 1860

Nachdem kürzlich die Spieltage 10 und 11 terminiert wurden, liegen nun auch die genauen Spielansetzungen der Runden 12 bis 19 vor. So muss der TSV 1860 an einem Samstag zur SpVgg Bayreuth, Aufsteiger Rot-Weiss Essen gastiert zum Jahresabschluss an einem Montag auf Giesings Höhen.

DFB terminiert Spieltage 12 bis 19 in der 3. Liga

Die letzten beiden Spieltage der Hinrunde werden aufgrund der WM-bedingten langen Winterpause erst im Jahr 2023 ausgetragen. Hier die Partien der Löwen im Überblick:

12. Spieltag
Samstag, 15.10.2022, 14.00 Uhr: VfL Osnabrück – TSV 1860

13. Spieltag
Samstag, 22.10.2022, 14.00 Uhr: TSV 1860 – SV Wehen Wiesbaden

14. Spieltag
Samstag, 29.10.2022, 14.00 Uhr: SpVgg Bayreuth – TSV 1860

15. Spieltag
Sonntag, 06.11.2022, 15.00 Uhr: TSV 1860 – 1. FC Saarbrücken

16. Spieltag
Mittwoch, 09.11.2022, 19.00 Uhr: SC Freiburg II – TSV 1860

17. Spieltag
Montag, 14.11.2022, 19.00 Uhr: TSV 1860 – Rot-Weiss Essen

18. Spieltag
Samstag, 14.01.2023, 14.00 Uhr: SV Waldhof Mannheim – TSV 1860

19. Spieltag
Samstag, 21.01.2023, 14.00 Uhr: TSV 1860 – FSV Zwickau

Liveticker: TSV 1860 München – Erzgebirge Aue (9.Spieltag)

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Sechzger De Liveticker Tsv 1860 München Erzgebierge Aue

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 9. Spieltag der Saison 2022/23 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Erzgebirge Aue!

Zweiter gegen Letzter – und dennoch alles andere als eine klare Sache! Der TSV 1860 empfängt auf Giesings Höhen den FC Erzgebirge Aue und dessen Trainer Timo Rost, für den die Partie im Grünwalder Stadion als Schicksalsspiel deklariert wurde. Nach der Niederlage in Elversberg wollen die Löwen natürlich auf die Erfolgsspur zurückkehren und das Oktoberfest mit einem Sieg einläuten. Das passende Trikot im hoffnungsvollen Grün wird heute Abend unter Flutlicht aufgetragen. sechzger.de begleitet das heutige Heimspiel im schönsten Stadion der Welt erneut mit zahlreichen Bildern aus Giesing und rund ums Sechzgerstadion.

Liveticker sechzger.de Heimspiel TSV 1860 München Speilstand 0-0

mögliche Aufstellung:
1 Hiller – 22 Lannert, 39 Morgalla, 4 Verlaat, 11 Greilinger – 6 Rieder – 20 Deichmann, 10 Kobylanski, 33 Boyamba, 9 Vrenezi – 19 Lakenmacher

Bank:
40 Kretzschmar (Tor), 3 Lang, 8 Tallig, 13 Freitag, 14 Skenderovic, 17 Wein, 23 Sür, 24 Wicht, 35 Glück, 38 Wörl

Tore:

Die Personalsituation

Beim TSV 1860 fällt Marcel Bär bekanntermaßen länger aus, absolviert jedoch ebenso wie Phillipp Steinhart bereits ein Aufbautraining. Stefan Lex musste während der Woche aufgrund von Oberschenkelproblemen kürzer treten und fehlte auch beim gestrigen Abschlusstraining. In der Löwenrunde gab Trainer Köllner seinen Ausfall bekannt. Ebenso stehen Moll und Cocic nicht zur Verfügung.

Die zuletzt angeschlagenen Lang, Belkahia, Willsch und Skenderovic trainieren wieder voll und könnten eine Option für die Partie gegen Erzgebirge Aue darstellen. Willsch und Belkahia werden vermutlich allerdings noch nicht in den Kader zurückkehren.

Die Gäste aus Aue müssen hingegen auf keinen Spieler verzichten.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Michael Köllner ist schon früh in der Saison mit drei gelben Karten vorbelastet. Eine weitere Verwarnung und der Trainer der Löwen darf einmal von der Tribüne aus zuschauen.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – FC Erzgebirge Aue außer im Liveticker noch verfolgen?

15.000 Zuschauer werden heute abend erneut im Grünwalder Stadion dabei sein. Darunter sind mehrere hundert Gäste des FCE. Alle Löwenfans ohne Karte müssen auf das Fernsehangebot zurückgreifen. Zur heutigen Partie wird es allerdings kein Free-TV Angebot geben.

Stattdessen ist die Begegnung bei MagentaSport verfügbar (Fernsehen und Online-Stream). Seit der vergangenen Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – Erzgebirge Aue

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Winningers Wirtshaus Weisheiten Tsv 1860 Erzgerbierge Aue

Unser Taktikfuchs Bernd Winninger hat sich im Vorfeld der Partie TSV 1860 München gegen FC Erzgebirge Aue ausführlich mit den Sachsen beschäftigt und teilt Euch seine Erkenntnisse in seinen Wirtshaus Weisheiten mit. Zweiter gegen Letzter – eine klare Sache? Mitnichten! Die Löwen erwartet gegen die Schachter eine knüppelharte Aufgabe. Mit welchem System wird Aue auflaufen? Wer sind die Schlüsselspieler? Worauf muss das Team von Michael Köllner achten?

Winningers Wirtshaus Weisheiten gegen Erzgebirge Aue

Ergänzend zu seiner ausführlichen TAKTIKTAFEL erfahrt Ihr hier in knapp 10 Minuten, was es über den heutigen Gegner zu wissen gibt. Ob Kneipe, Stammtisch, Grünspitz, Kastanie, Trepperlwirt, Schönstüberl oder Stadion – mit Winningers Wirtshaus Weisheiten könnt Ihr bei der Diskussion glänzen.

TSV 1860 – FC Erzgebirge Aue, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein Herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Heimspiel unseres TSV 1860 München gegen den FC Erzgebirge Aue. Trainer Timo Rost ließ die Schachter in den bisherigen acht Spielen in sage und schreibe fünf verschiedenen Systemen antreten. Die taktische Ausrichtung ging dabei von kontrolliert offensiv bis zu tief stehend auf Konter lauernd. Womit müssen wir am Abend rechnen, wenn der Tabellenletzte im Grünwalder Stadion aufläuft?

TSV 1860 – FC Erzgebirge heißt es heute Abend. Die von Michael Köllner trainierten Löwen werden versuchen Wiedergutmachung für die Pleite im Saarland zu leisten. Da der Auer Trainer systematisch ein munteres “Bäumchen wechsel dich” betreibt und auch bis auf ein paar Ausnahmen kaum ein Spieler das Prädikat Stammspieler verdient, ist eine Vorhersage in welchem System der FCE heute Abend aufläuft kein einfaches Unterfangen. Aufgrund dessen welche Probleme unsere Sechzger mit Dreier- bzw. Fünferketten haben würde ich, wäre ich Timo Rost, ein System wählen, das darauf fußt.

Des Weiteren sieht die Tabelle aus Auer Sicht schlimmer aus als es die Statistiken sagen. Darauf werde ich weiter unten im Fazit der heutigen Taktiktafel eingehen. Womit wir bei den wichtigsten statistischen Werten der Schachter angelangt wären.

Die wichtigsten statistischen Wert des FC Erzgebirge

  • Ballbesitz 49%
  • Passgenauigkeit 75%
  • Defensive Zweikampfquote 63%
  • Flankengenauigkeit 33%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 7,72 (drittbester Wert in Liga 3)

Wie wird Aue spielen?

Wie wird Timo Rost das Spiel des FC Erzgebirge systematisch und taktisch gegen den TSV 1860 anlegen? Taktisch dürfte es keine große Überraschung geben. Allein aufgrund der Tabellensituation wird Aue höchstwahrscheinlich mit tiefer Pressing- und tiefer Defensivlinie beginnen. Gegen die Offensivkraft unserer Löwen kann es für den Tabellenletzten zunächst nur darum gehen defensive Sicherheit zu erlangen. Sobald das gesichert ist, müssen die Schachter mit schnellem, vertikalem Spiel, das bisher relativ gut funktioniert, agieren.

Systematisch rechne ich in der Defensive mit einer Dreierkette, die gegen den Ball zu einer Fünferkette verschoben wird. Nicht aus dem Grund, weil Aue das besonders gut könnte, sondern weil die Sechzger damit meistens Probleme im eigenen Positionsspiel haben.

Ob das dann als 3-5-2 (3-4-1-2) oder 3-4-3 bei eigenem Ballbesitz interpretiert wird, werden wir im Spiel sehen.

Im letzten Drittel des TSV 1860 München wird der FC Erzgebirge Aue versuchen, eine 3-2 oder 2-3 Formation in den vordersten Linien zu etablieren. Dabei wird der jeweils ballferne Außenspieler auf die Halbposition in der Box der Sechzger einrücken. Gleichzeitig wird entweder der offensivere der beiden zentralen Mittelfeldspieler sich hinter den Mittelstürmern als Schattenstürmer einreihen, oder es wird der ballferne Mittelstürmer als hängende Spitze knapp hinter seinem Sturmkollegen positioniert.

Wo liegen die Probleme beim Zweitligaabsteiger?

Offensiv

92% der Schüsse, die Aue abfeuert, entstehen aus Spielsituationen – das ist der gleiche Wert wie bei unseren Sechzgern. Auch was die Schussanzahl anbelangt findet sich Aue nicht weit hinter dem TSV 1860. Die Krux beim FCE sind somit die Schussgenauigkeit und Alupech.

Sieht man sich die Werte aller Vereine im Vergleich an fehlt Aue, die im statistischen Schnitt nur einmal seltener pro Spiel aufs Tor schießen als beispielsweise Sechzig und sogar zweimal häufiger als der Tabellendritte Saarbrücken, einerseits Zielwasser und andererseits Strafraumpräsenz.

Defensiv

Gegen den Ball kann der FCE die eigene Box oft nicht so verteidigen, dass der Gegner nicht an die Kugel käme.

Anders ausgedrückt bedeutet dies: Aue hat bei eigenem Ballbesitz bei der Hälfte aller Bälle, die in die gegnerische Box gespielt werden einen Ballkontakt. Im Gegensatz dazu kann der Gegner 75% aller in den Auer Strafraum gespielten Bälle sinnvoll verarbeiten.

Das fällt dann auch bei der Betrachtung der Spiele auf. Viel zu oft stimmt die defensive Zuordnung nicht. Die Gegenspieler kommen frei an den Ball und können abschließen oder unbedrängt auf einen besser postierten Nebenmann ablegen, der dann den Spielzug mit einem Schuss vollendet.

Zusammenfassend kann man über die Auer Defensive sagen: sie lassen es zwar nicht oft zu, dass der Ball in die eigene Box kommt. Wenn aber die Gegner das schaffen, ist eine Torchance nicht unwahrscheinlich.

Wie knackt man die Schachter?

Wenn der FC Erzgebirge es nicht schaffen sollte die Defensive im Stellungsspiel, vor allem in der eigenen Box, besser zu organisieren, wird der Spielstil, den der TSV 1860 seit Saisonbeginn zeigt, für viel Wirbel im Strafraum der Lilaweißen sorgen.

Das Ziel der Sechzger muss es sein den Ball mit schnellen Kombinationen zügig über die Flügel ins gegnerische letzte Drittel zu bekommen. Dort angekommen sollten dann diagonale Läufe von außen oder zielgenaue Flanken, die im Fall Aue aufgrund der Räume, welche die Auer Defensivspieler den Gegnern bisher mit ihrer fahrlässigen Art die eigene Box zu verteidigen gelassen haben, nicht zwangsläufig ins Strafraumzentrum kommen müssen, Stress in der Hintermannschaft der Gäste verursachen.

Schafft man es diesen Stress bei Aue zu verursachen, werden die Spieler des FCE zwangsläufig Fehler begehen, die dann im Endeffekt zu mehr Abschlüssen in der Box führen werden als wir es von unseren Löwen bisher gewohnt sind.

Gegen den Ball haben die Sechzger vor allem eine Aufgabe, diese lautet: keine zentralen Abschlüsse zuzulassen. Das hat bisher zumindest in Heimspielen immer sehr gut funktioniert. Aue hat bei eigenem Ballbesitz bisher wenig Probleme sich von hinten heraus zu organisieren. Das Mittelfeld können sie schnell überbrücken. Dabei Überzahl zu schaffen gelingt jedoch eher selten. Aue spielt schnell von hinten heraus, findet im Mittelfeld auch die Lösungen, um dann effektiv ins letzte Drittel des Gegners nach vorne durchzustoßen. Danach verzettelt sich aber kein anderes Team, das ich bisher in dieser Saison beobachtet habe, öfter in unnötige Zweikämpfe oder Laufduelle als der FC Erzgebirge.

Spielentscheidend werden also die defensiven Zweikämpfe im Mittelfeld, die daraus entstehenden Umschaltmomente und die Effektivität bei deren Ausnutzung sein.

Stärken und Schwächen des 3-5-2

Stärken

Das System ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe. Dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen.

Zwei Stürmer in der Spitze bringen starke Präsenz im Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels. Durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.

Schwächen

Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel gut ausnutzen kann.

Die für die Flügelspieler langen Laufwege können in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechsel zu verfrühtem Kraftverlust der Außenspieler und damit zum Erlahmen des Drucks führen, der über die Flügel aufgebaut werden soll.

Die Flügel sind nur einfach besetzt. Deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln.

Gegen Systeme in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.

Schlüsselspieler

Abwehr

Philipp Klewin (#25) im Tor der Schachter ist ein unwahrscheinlich reflexstarker Keeper. Er wird in der statistischen Torhüterwertung zwar an drittletzter Stelle geführt, aber das ist, sieht man sich die Fakten an, falsch. Klewin kann nichts dafür, dass seine Vorderleute ihren Aufgaben häufig nicht so nachkommen wie man es erwarten darf. Er ist abgesehen von seinen starken Reflexen auch bei hohen Bällen eine Bank. Leichte Schwächen im eins gegen eins, wo ein Torhüter meist schlecht aussieht, wenn der Gegenspieler allein aufs Tor zuläuft, sind nicht überzubewerten.

Bei der Leistung, die die Innenverteidigung des FCE bisher im Saisonverlauf zeigt dort einen Schlüsselspieler auszumachen fällt mir persönlich sehr schwer. Steffen Nkansah (#24) oder Alexander Sorge (#6) sind wohl am ehesten für dieses Prädikat geeignet. Die Leistungen auf diesen Positionen müssen sich aber bei Aue deutlich verbessern, um defensiv von Schlüsselspielern zu sprechen. Der dritte Innenverteidiger im Bunde, Ex Löwe Korbinian Burger (#5), musste vor dem Spiel gegen Zwickau dreimal auf der Position des linken Verteidigers auflaufen. Gegen Zwickau durfte er wieder in der Innenverteidung ran. Er reihte sich leistungsmäßig aber genau dort ein, wo auch seine Kollegen oft stehen, nämlich zu weit weg von den Gegnern.

Mittelfeld

Im defensiven Mittelfeld scheint Trainer Timo Rost noch nicht die Idealbesetzung gefunden zu haben. Zumindest bei der statistischen Bewertung stechen Ulrich Taffertshofer (#3) und Box to Box Spieler Sam Schreck (#33) hervor. Ähnlich wie auch in der Innenverteidigung kann man nicht davon sprechen, dass sich ein Spieler in diesem Mannschaftsteil das Prädikat Schlüsselspieler verdient hätte.

Anders sieht das bei der offensiven Rolle im Mittelfeld aus. Dimitrij Nazarov (#10), der nur das erste Spiel wegen einer Grippe verpasst hat, ist nicht nur Kapitän der Schachter, er ist auch die Schaltzentrale und der Ideengeber im Spiel des FCE. Wenn Nazarov am Ball ist, darf man keine Gefangenen machen. Er muss konsequent vom Ball ferngehalten werden. Seine intelligente Spielweise würde, wenn die Stürmer der Auer sich besser in Szene setzen könnten, für viel Torgefahr sorgen. Am Ball kann er alles und seine Antizipation für sich entwickelnde Situationen ist großartig.

Sturm

Torgefahr und Aues Mittelstürmer sind zwei Sachen, die man momentan nicht in einem Satz nennen kann. Bei der Vorbereitung von Strafraumszenen und deren Vollendung tut sich zumindest Linksaußen Maximilian Thiel (#30), Neuzugang aus Wiesbaden, hervor. Mit nur vier Treffern bisher hat Aue auch im Sturm noch nicht die Lösung gefunden, die helfen würde sich aus der momentan prekären Situation zu befreien. Bezeichnend ist, dass noch kein Mittelstürmer getroffen hat. Für die Auer Tore sorgten bisher Thiel, der nun an einem Muskelfaserriss laborierende Marvin Stefaniak (#34) und der Mittelfeldspieler Sam Schreck (#33).

Fazit

Das alles  was vor diesem Fazit geschrieben steht, könnte dazu verleiten Aue auf die leichte Schulter zu nehmen. Damit tut man aber der Mannschaft von Timo Rost Unrecht. Wir müssen uns ganz klar auf ein hartes und schweres Spiel einstellen. Es geht für den Gegner des TSV 1860 München auch darum den Trainer im Amt zu halten.

Fakten, die man nicht unter den Tisch fallen lassen darf

Offensiv klebt dem FC Erzgebirge momentan das Pech an den Füßen. Eine hohe Prozentzahl von Pfosten- bzw. Lattentreffern bei insgesamt wenig Schüssen in der Box sind für die Auer momentan bezeichnend. Defensiv hat der FCE das Problem, dass es nicht gelingt in entscheidenden Situationen im eigenen Strafraum konsequent nah am Gegenspieler zu verteidigen.

In den Spielen, in denen Aue es geschafft hat, das Verhältnis zwischen Schüssen im gegnerischen Strafraum und von außerhalb ausgeglichen zu halten hat Aue hauptsächlich aufgrund der fehlenden Zielgenauigkeit den Kürzeren gezogen.

Es wurde bis auf das Spiel gegen Wiesbaden, in dem gefühlt jeder Schuss ein Treffer war, nie hoch verloren. Die weiteren Niederlagen sind mit nur einem Tor Unterschied äußerst knapp ausgefallen.

Statistisch gesehen müsste Aue eigentlich mindestens vier Treffer mehr auf dem Konto haben. Träfen statistische Werte und Realität zusammen, hätte Aue bisher erst zwei Spiele verloren.

Angst braucht die Mannschaft von Michael Köllner sicherlich keine vor den Schachtern zu haben. Man sollte aber annehmen, dass sich speziell die Innenverteidiger des FCE am Riemen reißen und bessere Leistungen abliefern als zuletzt.

Nichtsdestotrotz ist die Marschroute für die Löwen klar definiert. Es ist ein Heimspiel und es gilt Wiedergutmachung für die schwache Partie gegen Elversberg zu leisten. Das Saisonziel ist der Aufstieg. Wer aufsteigen will, darf sich zuhause keine Blöße geben.

So könnte Aue beginnen

Datenquelle: Wyscout

Leandro Morgalla wieder für U19 Nationalmannschaft nominiert

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Leandro Morgalla TSV 1860 U19 DFB

Bei den Löwen soll Top-Talent Leandro Morgalla demnächst seinen ersten Profivertrag unterschreiben und sich bis 2026 an den TSV 1860 binden – ohne Ausstiegsklausel wohlgemerkt! Auch beim DFB steht der Verteidiger hoch im Kurs: Morgalla wurde folglich erneut in den Kader der U19 Nationalmannschaft berufen!

Leandro Morgalla wieder in U19 Nationalmannschaft

Vom 21. bis 27. September wird in Niedersachsen die erste Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft in Malta (3. bis 16. Juli 2023) ausgespielt. DFB-Trainer Guido Streichsbier hat für das Miniturnier mit Spielen gegen Armenien, Belarus und die Slowakei nun einen 19-köpfigen Kader nominiert. Neben Paul Lehmann von Dynamo Dresden ist Leandro Morgalla der einzige Spieler eines Drittligisten, der zur U19 Nationalmannschaft eingeladen wurde.

Zum Auftakt geht es am 21. September (ab 12 Uhr) in Gifhorn gegen Armenien, die beiden weiteren Spiele gegen Belarus am 24. September (ab 16 Uhr) und zum Abschluss gegen die Slowakei am 27. September (ab 16 Uhr) steigen jeweils in Braunschweig. Die beiden erstplatzierten Mannschaften der Gruppe ziehen in die zweite EM-Qualifikationsrunde ein, die vom 16. bis 29. März 2023 ausgetragen wird.

Vorbericht Erzgebirge Aue: Kehrtwende oder Abschied von Rost?

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Erzgebirge Aue TSV 1860 (9)

Heute abend ist der FC Erzgebirge Aue zu Gast im Grünwalder Stadion. Wir stellen die Schachter zum Beginnn des Spieltags vor.

Gründung und Erfolge

Wie viele Vereine im Osten entstammt die Betriebssportgemeinschaft Wismut Aue einem Unternehmen. Die offizielle Gründung des heutigen Vereins ist auf den 04.März 1936 datiert, der Name BSG Wismut Aue wurde dann 1951 angenommen. Der erste Vorläufer ist allerdings bereits der FC Aue, der im Jahr 1908 der erste Fußballverein der Stadt war. Die Entwicklungen des Vereins bis zum heutigen Tag sind durchaus turbulent und würden den Rahmen dieses Vorberichts sprengen. Wikipedia klärt interessierte Leser allerdings bestens auf. Der heutige Name FC Erzgebirge Aue wurde 1993 angenommen.

Die größten Erfolge sind neben dem viermaligen Gewinn des Sachsenpokals (zuleztt 2016) die Aufstiege in die 2.Bundesliga. 2010 wurde Aue sogar Herbstmeister in der Zweitklassigkeit.

Der Trainer

Dieser Mann steht heute ganz besonders im Fokus: Timo Rost. Bereits nach der Derby-Niederlage gegen Zwickau vergangenes Wochenende rechnete der ein oder andere mit einem neuen Mann an der Seitenlinie bei Erzgebirge Aue. Doch eine (vermutlich) letzte Chance erhält Rost – und diese ausgerechnet gegen den TSV 1860 München. Es gibt sicherlich leichtere Aufgaben in der 3.Liga. Womöglich nutzt der FCE die kommende Länderspielpause und verpflichtet einen neuen Trainer.

Timo Rost kam aus Bayreuth in das Erzgebirge. Die Spielvereiningung der “Oldschdod” führte er aus der Regionalliga Bayern zum Aufstieg, entschied sich jedoch danach den Verein zu verlassen. Vielleicht vermutete er die höheren Ambitionen bei Aue. Die Realität: Bayreuth und die Veilchen sind Tabellennachbarn, sie belegen die beiden letzten Plätze.

Der Star der Mannschaft…

…ist, sofern man nur den Marktwert betrachtet, Antonio Jonjic. Er wurde in Kaiserslautern ausgebildet und kam Ende 2020 in das Erzgebirge. Der 23-jährige Kroate wurde in der aktuellen Spielzeit allerdings bisher nur ein Mal eingesetzt und spielt eher keine Rolle für heute abend. Dagegen ist Dimitrij Nazarov weiterhin ein gefragter Mann bei Erzgebirge Aue. Der 32-Jährige ist nicht nur Kapitän, sondern übernimmt stets eine zentralle Rolle im Spiel der heutigen Gäste. Entsprechend findet er natürlich auch Erwähnung in der Taktiktafel von Bernd Winninger, die heute vormittag erscheint. Seine offensiven Bemühungen fruchten bisher allerdings noch nicht. Weder ein Tor noch eine Torvorlage gelangen dem Mittelfeldspieler.

Und sonst so?

In den letzten Jahren wurde das Stadion von Erzgebirge Aue umfassend saniert und neu gestaltet. So wie auf dem Titelbild zu erkennen werden die Löwenfans die Spielstätte in der Rückrunde nicht mehr vorfinden. Um die 20 Millionen Euro wurden für die Maßnahmen fällig. Mit dem Ergebnis kann man in Aue zufrieden sein, Michael Köllner bezeichnete das Stadion in der gestrigen Löwenrunde als “Schmuckkästchen“.

Die letzten beiden Aufeinandertreffen zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Erzgebirge Aue gab es in der Saison 2016/17. Im Hinspiel konnten die Löwen dabei einen deutlichen 6:2-Heimsieg feiern. Das letzte Duell gegen die Schachter fand am 09.April 2017 statt. 3:0 gewann Aue durch Tore von Nazarov (2) und Soukou. Die Gesamtbilanz aus 20 Duellen ist ausgeglichen. Sechs Mal gingen die Punkte nach Aue, sieben Unentschieden erlebten die Fans beider Mannschaften und ebenfalls sieben Mal war der TSV 1860 siegreich.

Das große Problem von Erzgebirge Aue ist die geringe Erfolgsquote vor dem gegnerischen Kasten. In acht Spielen konnten bisher gerade einmal vier Tore erzielt werden – auch Dortmund II und Bayreuth teilen dieses Schicksal. Bezeichnenderweise liegen alle drei Vereine am Ende der Tabelle. Ob Timo Rost noch eine weitere Chance in Aue erhält, dürfte im hohen Maße damit zusammenhängen, ob heute der ein oder andere Treffer auf das Konto der Veilchen hinzukommt. Ohne eigenen Torerfolg dürfte es bei den Löwen schwierig werden zu punkten – und damit dürfte die Zeit des Trainers beim FCE dann auch vorüber sein. Heute abend ab 18:60 Uhr geht es los zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Erzgebirge Aue. sechzger.de berichtet natürlich wieder mit dem Liveticker.