Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen den SV Wehen Wiesbaden wollen die Profis am Samstag beim Tabellenletzten SpVgg Bayreuth vorlegen. Aber Vorsicht: Nicht nur für Ex-Löwe Markus Ziereis dürfte das auf Seiten der Oberfranken das Spiel des Jahres sein. Um Big Points geht es auch für die U19 des TSV 1860, die am Sonntag Vormittag Astoria Walldorf an der Grünwalder Straße empfängt.
TSV 1860 U19 empfängt Astoria Walldorf
Beide Teams haben bislang im Saisonverlauf sechs Punkte gesammelt. Während die Badener dafür sechs Spiele benötigten und sich auf einem Abstiegsplatz befinden, brauchten die Junglöwen dafür nur fünf Partien und sind aktuell einen Rang über der magischen Linie platziert. Umso wichtiger wäre es natürlich, im direkten Duell drei Punkte einzufahren und sich ein bisschen abzusetzen.
Auf die spielberechtigten Marius Wörl und Leo Morgalla wird Trainer Jonas Schittenhelm sehr wahrscheinlich verzichten müssen. Offensivspieler Devin Sür dürfte den A-Junioren der hingegen zur Verfügung stehen.
Die KGaA erstellte eine ziemlich lange Liste mit Negativa des Sechzgerstadions, um eine “marktgerechte” Miete für die Heimat der Löwen zu erreichen. Nun hat das Bewertungsamt gerechnet und kommt auf eine Kostensteigerung für den TSV 1860 München beim Sechzgerstadion.
Bewertungsamt: Kostensteigerung für das Sechzgerstadion
Wie Bürgermeisterin Verena Dietl in einem Interview mit der SZ kundtat, hat das Bewertungsamt in einer ersten Berechnung für die von der KGaA geforderte marktgerechte Miete des Sechzgerstadions festgestellt, dass die Miete wegen der zahlreichen “Malusse” zwar sinkt, aber eine Steigerung der Nebenkosten diesen Effekt überkompensiert. Das ist in etwa so, wie wenn Euer Vermieter die Kaltmiete absenkt, aber die Nebenkosten so erhöht, dass Ihr am Ende mehr zahlen müsst. Nachdem der Berechnungsprozess nun gestartet ist, gibt es kein Zurück mehr und die KGaA hat sich wohl ein klassisches Eigentor geschossen. Noch beunruhigender sind Dietls Ausführungen zum weiteren Fortgang der unendlichen Geschichte Stadionertüchtigung. Anfang nächsten Jahres soll eine Entscheidung getroffen werden. Dann wird mindestens zwei Jahre geplant, sodass die Bürgermeisterin mit einem Baubeginn 2026 rechnet. Bei einer vorausgesagten Bauzeit von nochmal zwei Jahren, könnten wir schon 2028 im ertüchtigten Sechzgerstadion spielen. Nur zur Erinnerung wir haben jetzt 2022… Man fragt sich schon, wieso in Städten wie Essen die Sachen so viel schneller gehen.
Sechzig in der Championsleague
Dauert noch und die Frage ist, wo dann gespielt wird. Spaß beiseite… Aber vorgestern standen sich zwei Ex-Löwen in der Championsleague gegenüber. Und zwar Marius Wolf und Stefan Ortega beim Spiel Borussia Dortmund – Manchester City. Die beiden verbindet eine ganz besondere Geschichte rund um die Relegation 2015.
Kreative für Sechzig
Die Fanszene von 1860 ist heterogen. Und so tummeln sich natürlich auch einige Künstler und Kreative in weiß-blauen Dunstkreis. Diese erstellen immer wieder bemerkenswerte Kunstwerke und Fanartikel für ihren Lieblingsverein. Nun gibt es die erste Ausstellung der Künstlerszene rund um den TSV 1860 am 05.11. ab 17 Uhr in der Ambar. Präsentiert werden bislang unveröffentlichte und neue Kunstwerke sowie erwerbbare Fanartikel der weiß-blauen Künstler. Außerdem wird eine Versteigerung von Einzelstücken stattfinden, es gibt eine Tombola und für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt.
News aus der dritten Liga
Elversberg: Book zum Sportvorstand befördert
Bei der SVE läuft’s aktuell. Ein Grund dafür ist der hervorragend zusammengestellte Kader. Verantwortlich dafür ist Ole Book. Der wurde nun mit einer Beförderung für seine gute Arbeit belohnt. Ab nächster Saison wird er vom Sportdirektor zum Sportvorstand befördert.
Grimaldi schneller als geplant wieder auf dem Platz
Der Ex-Löwe, der sich vor fünf Wochen einen Muskelbündelriss zugezogen hatte, nimmt wieder am Training der Saarbrücker teil. Eigentlich war war man von einer Pause von acht Wochen ausgegangen. Ob es für den Auftritt in Giesing in eineinhalb Wochen schon reicht, ist unklar.
Conteh wieder im Training
Nach seiner Sprunggelenksverletzung im September kehrte auch Christian Conteh ins Training von Dynamo Dresden zurück. Der Stürmer konnte allerdings nicht die komplette Einheit mit der Mannschaft absolvieren.
Damit seid Ihr bestens informiert über die aktuellen Geschehnisse an der Grünwalder Straße und in der dritte Liga. Alles Wichtige erfahrt Ihr natürlich sofort bei sechzger.de.
Am 02.06.2015 standen die Löwen mit dem Rücken zur Wand. Der TSV 1860 empfing Holstein Kiel im Relegationsrückspiel und wollte den Abstieg in die 3. Liga vermeiden. Kai Bülow schrieb damals Geschichte, zwei andere Spieler saßen zu Beginn auf der Bank: Stefan Ortega und Marius Wolf. Gestern Abend trafen die beiden Ex-Löwen in der Champions League aufeinander.
Wenn der Traum Realität wird…
Der Fußball schreibt manchmal schon die wunderbarsten Geschichten, oder? Das ist zum Einen Marius Wolf, der bei 1860 zwar als Talent galt, aber zu Beginn halt auch nur als eines von vielen. In seinem Buch “Der große Traum”, das jüngst als “Fußballbuch des Jahres” ausgezeichnet wurde, beschreibt Autor Ronald Reng, wie der Franke bei den Löwen zum Profi wurde und danach seinen Weg ging. Und das, obwohl die Voraussetzungen sicher nicht die besten waren…
Zum Anderen ist da Stefan Ortega, dem heute noch einige Löwenfans die Niederlage am letzten Zweitligaspieltag zwei Jahre später in Heidenheim ankreiden, die den TSV 1860 auf den Relegationsplatz abrutschen ließ.
Ortega und Wolf auf der Ersatzbank der Löwen
An jenem schicksalhaften Abend in der Allianz Arena ereignete sich folgende Szene, die Ronald Reng in seinem Buch schildert:
Marius weiß auch nicht wieso, aber er ist entspannt. Als er vom Aufwärmen zur Ersatzband zurücktrabt, um sich für seinen Einsatz bereit zu machen, sieht er die verkrampften Gesichter unter den Betreuern, Trainern und Ersatzkräften. Er ist überrascht. “Jetzt bleibt doch mal ruhig, es sind noch fast 40 Minuten zu spielen, das drehen wir schon noch”, sagt er.
“Wolfi, ich bin schon mal abgestiegen, mit Bielefeld”, entgegnet ihm Ortega. “Da macht man keine Scherze.”
“Vertrau mir einmal. Wir drehen das.” Dann kommt er ins Spiel. Er trägt eine neue Frisur, einen Irokesen, seitlich gescheitelt. 34 Minuten bleiben.
Und am Ende traf Kai Bülow in der Nachspielzeit zum Klassenerhalt des TSV 1860…
Wiedersehen in der Champions League
Gestern kreuzten sich die Wege von Marius Wolf und Stefan Ortega erneut. Nicht auf der Ersatzbank in der 2. Bundesliga, sondern in der Champions League. Am Ende hatten beide – wie auch damals – Grund zum Jubeln.
Torwart Stefan Ortega feierte bei Manchester City sein Debüt in der Königsklasse und hielt dabei seinen Kasten sauber. Marius Wolf hingegen qualifizierte sich mit Borussia Dortmund durch das 0:0 vorzeitig für die nächste Runde.
Seit gut zwei Jahren arbeitet der TSV München von 1860 e.V. in verschiedenen Kontexten mit Künstlern und Fans aus dem Löwenkosmos zusammen. Gemeinsam konnten so bereits viele erfolgreiche Projekte auf die Beine gestellt werden. Am Samstag den 5. November (ab 17 Uhr) veranstalten die Löwen zusammen mit “Kreative für Sechzig” eine Ausstellung im Ambar Bistro (Tegernseer Landstr. 25), bei der es bislang unveröffentlichte und neue Kunstwerke sowie Shopartikel geben wird.
Kreative für Sechzig – Ausstellung in der Ambar
Neben dem Verkauf und der Versteigerung exklusiver Einzelstücke (u.a. Geezing790 und #derbutter) veranstaltet der Hauptverein zudem eine große Tombola mit Prints, Shopsachen, uvm.! Abgerundet wird das Ganze von grandiosen italienischen Tapas und bayrischem Bier. Klingt doch einladend, oder?
In der Vergangenheit haben u.a. Michael Wiethaus, Adrian Sylaj und Maximilian Niedergünzl Designs zur Verfügung gestellt, deren Erlöse dem TSV 1860 München e.V. zugute kommen.
Regelmäßig analysiert der ehemalige Unparteiische Babak Rafati die Spiele der 3.Liga und prüft strittige Entscheidungen. Am 13.Spieltag waren dabei unter anderem zwei Situationen der Partie TSV 1860 München – SV Wehen Wiesbaden dabei. Fynn Lakenmacher kam jeweils zu Fall.
Zwei Mal wurde Stürmer Fynn Lakenmacher am Samstag elfmeterreif gefoult, wenn man dem jeweils folgenden Lautstärkepegel im Stadion an der Grünwalder Straße Glauben schenken darf. Doch nicht immer kann man aus der Ferne die Situationen richtig beurteilen – allerdings passieren auch in der Nähe manchmal Fehler. Babak Rafati hat die Szenen gegen die Wiesbadener Sebastian Mrowca und Brooklyn Ezeh analysiert und kommt zum Schluss, dass es einmal Elfmeter hätte geben müssen.
Während für Rafati der Löwen-Stürmer im Duell mit Ezeh zu leicht zu Boden geht und die Entscheidung von Schiedsrichter Mitja Stegemann nicht auf den Punkt zu zeigen korrekt ist, bewertet der 52-Jährige die Situation mit Mrowca anders.
Diese Art, den Arm heraus zu nehmen, ist nicht immer ein Foulspiel. Entscheidend ist die Intensität des Aufhaltens, und das kann man anhand des Schwungs des Angreifers, der nach dem “Aufhalten” nicht mehr gegeben ist und somit abnimmt, sehr gut erkennen. Hier verliert Lakenmacher deutlich an Tempo, sodass folglich ein Foulspiel vorliegt. Somit hätte es einen Elfmeter für 1860 hätte geben müssen. Eine Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen.
Dank des 3:1-Heimsiegs dürfte den Fans des TSV 1860 diese Bewertung glücklicherweise relativ egal sein. Es ist bereits die siebte Fehlentscheidung bei den Löwen – Spitzenwert mit dem kommenden Gegner, der SpVgg Bayreuth wie auch Gast Andi Bär in Folge 78 richtigerweise anspricht. Allerdings wurde der TSV 1860 auch schon fünf Mal bevorzugt, die Bayreuther hingegen noch nie.
Seit langer Zeit laufen Gespräche zwischen der Stadt München und dem TSV 1860. Gegenstand ist das Grünwalder Stadion – die Löwen hätten gerne eine niedrigere Miete. Doch ein Interview mit der Sport-Bürgermeisterin Verena Dietl offenbart nun das Gegenteil. Eine weitere Erhöhung der Kosten könnte das Ende für die Ausbaupläne bedeuten und den TSV 1860 vor ein großes Fragezeichen stellen.
Mehr statt weniger Miete – das Dilemma mit dem Grünwalder Stadion
Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer ist seit langem an einer Verbesserung der finanziellen Situation des TSV 1860 interessiert. Besonderes Optimierungspotential sieht der 41-Jährige beim Grünwalder Stadion und hat der Stadt München bereits eine lange Liste an sogenannten Marktunüblichkeiten zukommen lassen. Es gäbe nun “eine erste Auswertung” so Verena Dietl in einem Interview gegenüber der Süddeutschen Zeitung.
Ich habe gerade Nachbesserungen in Auftrag gegeben – im Sinne von 1860. Wir haben versprochen, dass wir alle Malusse anrechnen. Dafür hat das Bewertungsamt einBerechnungssystem.
Wasser auf die Mühlen also von Marc-Nicolai Pfeifer – doch die positive Stimmung wird jäh durch die nächste Aussage von Verena Dietl getrübt, wenn nicht völlig zerstört. Günstiger wird es nämlich nicht – im Gegenteil. “Es könnte durchaus sein, dass die Gesamtkostensteigen” so Dietl weiter. Der Grund: bisher wurde der TSV 1860 an den Nebenkosten kaum beteiligt, was sich nun aufgrund der Einberechnung der Betriebskosten ändern soll. Die gestiegenen Energiekosten sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
Verena Dietl, 3. Bürgermeisterin der Stadt München
Quo vadis, Stadiondiskussion?
Die komplette Schuld für die Situation rund um das Grünwalder Stadion will sich Dietl allerdings nicht auf die Fahne schreiben. Schließlich müsse den Verantwortlichen klar gewesen sein, dass es keine VIP-Logen gebe. Auch die Anzahl an Sitz- und Stehplätzen war ihnen bekannt. Wieso allerdings genau jetzt nach den Forderungen von Pfeifer die Nebenkosten mit einberechnet werden, kann die dritte Bürgermeisterin nicht wirklich plausibel darlegen. Die Anfrage vom TSV 1860 München hat nach dem Stand der aktuellen Überprüfung das genaue Gegenteil ergeben – auch die anderen Mieter des Stadions müssen zukünftig wohl tiefer in die Tasche greifen.
Die Erhöhung der Kosten ist dabei unumgänglich, ein Schritt zurück nun nicht mehr möglich. Wie geht es also weiter in Sachen Grünwalder Stadion, wo sehen die Verantwortlichen die Zukunft der Löwen? In Giesing? Im Olympiastadion oder gar doch in einem Neubau? Antworten soll ein Gesprächstermin mit der Stadt liefern, der bereits vereinbart wurde. Bis Anfang nächsten Jahres muss der TSV 1860 München eine Entscheidung getroffen haben. Dann soll über den Beschluss zum Umbau oder eben der Sanierung des Grünwalder Stadions abgestimmt werden. Das Ende der Stadiondiskussion ist bei weitem noch nicht erreicht, das Ende einer langfristigen Zukunft in München-Giesing möglicherweise hingegen schon.
Ein Interview mit einem Ex-Löwen, die Fanszene des SC Freiburg gegen den TSV 1860 München im Dreisamstadion oder eine neue Ausgabe des sechzger.de Talks: gestern war einiges geboten. Auch die 50+1-Regel ist – mal wieder – Gegenstand einer öffentlichen Diskussion. Zum Start in den Mittwoch gibt es alles Wichtige kompakt zusammengefasst bei Sechzig um Sieben.
Interview mit Markus Ziereis
Vor dem Duell mit der SpVgg Bayreuth beantwortet deren Stürmer und Ex-Löwe Markus Ziereis zahlreiche Fragen im sechzger.de-Interview. Neben den sportlichen Zielen der Spielvereinigung spielen auch Schafkopfen und der Kontakt zu ehemaligen Teamkollegen eine Rolle. Besonders sympathisch wird es am Ende: “Zier” wünscht den Löwen den Aufstieg in die 2.Bundesliga. Reinklicken lohnt sich!
sechzger.de Talk Folge 78
Auch in der neuen Podcast-Ausgabe geht es in dieser Woche natürlich ausgiebig um den nächsten Gegner. Das liegt nicht nur in der Natur der Sache, sondern auch an einem Gast in der Dreierrunde rund um Moderator Christian. Andi Bär verfolgt seit Jahrzehnten die Spielvereinigung in der Wagnerstadt und hat entsprechend viel zu berichten. Ausgiebig Zeit dafür bekommt er nach einem Rückblick auf den Sieg gegen Wiesbaden – auch weil Bernd vorzeitig ausscheiden musste.
12.000 Zuschauer ermöglicht am Samstag
Im Stadion wird er genauso dabei sein wie viele andere tausend Fans auch. Seit gestern ist nun klar, dass insgesamt 12.000 Fans im Stadion erlaubt sind – eigentlich liegt die erlaubte Grenze bei 10.000 Plätzen. Eine Sondergenehmigung der Stadt macht die erhöhte Kapazität möglich. Ein Stadion, das (meist) nicht entsprechend seiner eigentlichen Kapazität befüllt werden darf – das kommt den Löwen irgendwie bekannt vor…
Einlaufkinder berichten begeistert ihre Eindrücke
Noch einmal kurz zurück zum vergangenen Wochenende führt die Geschichte der U10 der FT Gern. Sie durfte die Einlaufkinder stellen und die Kids berichten begeistert von ihrem Erlebnis aus dem Grünwalder Stadion.
50+1: Hannover 96 als gefährliche Ausnahme?
Es ist ein Dauerthema in der Medienlandschaft und sicherlich auch Gegenstand vieler Diskussionen unter Fans, nicht nur bei den Löwen: die 50+1 Regel. Grundsätzlich könne diese erhalten bleiben urteilte das Bundeskartellamt, kritisierte allerdings auch die bestehenden Ausnahmegenehmigungen. Gemeint sind dabei die Bundesligisten Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg und die TSG 1899 Hoffenheim – nun rückt auch Zweitligist Hannover 96 in den Fokus der Berichterstattung. Grund dafür ist ein laufender Rechtsstreit zwischen Martin Kind und dem e.V., der aktuell zu Gunsten von Kind entschieden scheint. Die SZ berichtete bereits am Wochenende darüber – stellt aber auch klar, dass beim TSV 1860 München keine Verhältnisse wie in Hannover herrschen.
Freiburger Fanszene kommt zum Spiel gegen den TSV 1860 München
RB Leipzig gegen den SC Freiburg im deutschen Fußball-Oberhaus oder die zweite Mannschaft des SCF zuhause gegen den TSV 1860 München? Rein sportlich hat die erstgenannte Partie vermutlich eine größere Bedeutung für den aktuellen Tabellenführer der Bundesliga, dennoch werden mehr Freiburger Fans beim Duell mit den Löwen anwesend sein. Grund dafür ist ein Boykott der Spiele bei RB Leipzig. Entsprechend hat die Freiburger Fanszene angekündigt, gegen den TSV 1860 im Dreisamstadion dabei zu sein.
News aus der 3.Liga
Ziehl bleibt vorerst Trainer in Saarbrücken
Vor kurzem hieß es noch, man sei bei der Suche nach einem neuen Trainer in Saarbrücken schon sehr weit. Nun aber hat sich die angedachte Option offenbar zerschlagen. Manager Rüdiger Ziehl bleibt daher vorerst weiterhin der Mann auf der Bank im Saarland bis zur Winterpause im November. Als nächstes trifft Saarbrücken zuhause auf den SV Meppen.
Essen zittert sich in die nächste Landespokal-Runde
Nach dem Auswärtssieg bei Waldhof Mannheim war Rot-Weiß Essen im Stadtduell gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen im Landespokal gefordert und begann die Partie zunächst standesgemäß. Gegen den Oberligisten führte der Drittligist im ersten Durchgang bereits mit 3:0. Doch Schwarz-Weiß Essen gab nicht auf und kann innerhalb der regulären Spilezeit noch zum 3:3-Ausgleich. Im Elfmeterschießen hatte RWE dann allerdings die besseren Nerven und steht damit im Viertelfinale.
70 Jahre Dynamo Dresden: Sonderwappen
2023 wird die SG Dynamo Dresden 70 Jahre alt. Anlässlich des runden Geburtstags hat der Verein bereits ein Sonderwappen veröffentlicht. Die Feierlichkeiten sollen dann im April stattfinden.
TSV 1860 München statt RB Leipzig – das gilt für die Fanszene des SC Freiburg Anfang November. Sie hat angekündigt das Duell der zweiten Mannschaft mit den Löwen in der 3.Liga Anfang November zu besuchen.
Fanszene des SC Freiburg besucht Spiel gegen den TSV 1860 München
Weiterhin reagieren viele Fanszenen in Deutschland mit einem Boykott auf Duelle mit RB Leipzig und bleiben den Spielen fern. Gleiches gilt auch für den letzten Gegner in der Fremde, auf den die Löwen vor der Winterpause treffen. Anstatt dem aktuellen Tabellenführer der Bundesliga auswärts nach Leipzig zu folgen, hat die Fanszene des SC Freiburg ihr Kommen für das Spiel des SCF II gegen den TSV 1860 München angekündigt. Mit einem Flyer rufen sie andere Freiburger Fans auf, sich ihnen anzuschließen.
Zu den Gründen eines Boykotts hatte sich die Freiburger Ultragruppe Corrillo Ultras bereits vor dem DFB-Pokal Finale im Mai ausführlich geäußert. Einleitend heißt es dort:
“Der Sport-Club Freiburg e.V. im Pokalfinale. Es ist ein Spiel der Gegensätze. Auf der einen Seite der eingetragene Verein mit einer demokratischen Organisationsform, der zu 100 Prozent seinen Mitgliedern gehört. Auf der anderen Seite der mit sehr viel Geld aufgepumpte Marketing-Ableger des österreichischen Milliarden-Konzerns Red Bull.
RB Leipzig hat sich in den vergangenen Jahren im deutschen Profifußball etabliert. Das heißt aber nicht, dass Spiele gegen diesen Club (der Begriff “Verein” verbietet sich) normal sind. Sie werden es niemals sein!
Wir wollen Euch hier kurz in Erinnerung rufen, gegen wen wir im Pokalfinale antreten und wie es dazu kommen konnte. RB Leipzig ist ein Problem, aber es ist auch ein Symptom des kranken Systems Profifußball.”
Anpfiff der Partie SC Freiburg II gegen den TSV 1860 München ist aufgrund der Englischen Woche am Mittwoch, den 09.November um 18:60 Uhr – und damit nahezu zeitgleich zur Bundesliga-Partie zwischen RB Leipzig und dem SC Freiburg. sechzger.de berichtet natürlich wieder im beliebten Liveticker aus dem Dreisamstadion. Es ist das letzte Auswärtsspiel im Jahr 2022 für die Löwen, die sich nach dem Heimspiel gegen Rot-Weiß Essen in die Winterpause verabschieden.
Am Samstag reisen die Löwen nach Oberfranken und wollen dort drei Punkte holen, um ihrem Ziel, im kommenden Mai etwas Großes feiern zu können, näher zu kommen. Einer der weiß, wie man mit dem TSV 1860 aufsteigt, ist Ex-Löwe Markus Ziereis von der SpVgg Bayreuth. Wir haben den Stürmer vor dem Duell seines ehemaligen und seines aktuellen Vereins interviewt.
Ex-Löwe Markus Ziereis im Interview
Sechzger.de: Servus Zier! Zunächst mal vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für das Interview mit sechzger.de nimmst. Wo erwischen wir Dich denn gerade?
Markus Ziereis: Servus, ich bin eben vom Training zuhause angekommen.
Sechzger.de: Ihr seid als Aufsteiger erwartungsgemäß holprig in die Saison gestartet, konntet zuletzt aber mit einem Punktgewinn gegen Dynamo Dresden und einem Sieg beim SV Meppen aufhorchen lassen. Seid Ihr nun in der Liga angekommen und bereit, das Feld von hinten aufzurollen?
Markus Ziereis: Ja so kann man es tatsächlich sagen. Der Start war natürlich nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir sind aber mittlerweile angekommen und haben gerade in den letzten Spielen vor den Niederlage gegen Verl und Halle gute Ergebnisse erzielt. So wollen wir weiter machen und kontinuierlich punkten.
Markus Ziereis und Felix Weber bei der Aufstiegsfeier der Löwen
“Mein Nachbar in Bayreuth ist eingefleischter Löwe”
Sechzger.de: Apropos Aufstieg – für Dich war das ja nicht erste. Wie fielen die Feierlichkeiten in Bayreuth denn im Vergleich zum Aufstieg mit den Löwen vor einigen Jahren aus?
Markus Ziereis: Wir haben wie in München damals eine unfassbar tolle Aufstiegsfeier erlebt. Man hat gesehen, was in Bayreuth steckt. Jeder Aufstieg steht für sich individuell und bleibt unvergessen.
Sechzger.de: Bei der Oldschdod spielen ja einige altbekannte Gesichter. Felix Weber, Nicholas Andermatt, Jann George und Moritz Heinrich waren früher auch beim TSV 1860 aktiv. Spricht man da noch hin und wieder über die Vergangenheit an der Grünwalder Straße?
Markus Ziereis: Ja, vor allem mit Felix Weber spreche ich noch oft über die Löwen. Wir verfolgen natürlich die Ergebnisse und freuen uns, dass es so gut läuft. Ich komme übrigens so oder so nicht an den 60ern vorbei: Mein direkter Nachbar hier in Bayreuth ist ein eingefleischter Löwe.
“Für mich das Highlight-Spiel in dieser Saison”
Sechzger.de: Hat sich in Bayreuth schon eine zünftige Schafkopfrunde entwickelt? Oder vermisst Du die Runde, die es bei den Löwen gab?
Markus Ziereis: Leider gibt es hier keine Schafkopf-Fans in der Mannschaft, deshalb vermiss ich die Runde sehr. Beim nächsten Besuch in München werd ich aber bestimmt mit Lexi, Marius und Steges/Tanja was ausmachen.
Sechzger.de: Dass Du sehr gut mit Kevin Volland befreundet bist, ist ja bekannt. Gibt es noch andere Ex-Kollegen von den Löwen, zu denen Du noch regelmäßig Kontakt hast?
Markus Ziereis: Klar hab ich da noch einige, mit denen ich regelmäßig im Kontakt bin. Wie z.B. Marius Willsch, Stefan Lex, Hendrik Bonmann, Nick Wurian, um nur ein paar zu nennen.
Sechzger.de: Hand aufs Herz: Das Spiel gegen den TSV 1860 ist schon was Besonderes für Dich, oder?
Markus Ziereis: Absolut! Ich hatte neun tolle Jahre bei den Löwen und deshalb ist es für mich persönlich das Highlight-Spiel in dieser Saison.
Auch dank der Tore von Markus Ziereis kehrte der TSV 1860 in den Profibereich zurück
Verständnis für Ex-Trainer Timo Rost
Sechzger.de: Aus der Ferne betrachtet sieht Deine Situation bei der Oldschdod etwas schwierig aus. Letztes Jahr warst Du ja unumstrittener Stammspieler und mit Deinen vielen Toren auch Garant für den Aufstieg. In dieser Saison kommst Du oft von der Bank, weil das Spielsystem geändert wurde. Das erinnert fatal an die erste Drittligasaison bei den Löwen, als Sascha Mölders im Sturm allein agierte und Du plötzlich zweite Wahl warst. Wie gehst Du mit dieser Situation um?
Markus Ziereis: Anfangs war es sicherlich enttäuschend für mich. Ich nehme die aktuelle Situation aber an und bringe meine Stärken und Erfahrungen in die Mannschaft ein.
Sechzger.de: Die Systemumstellung kam ja u.a. auch daher, dass Trainer Timo Rost die SpVgg Bayreuth nach dem Aufstieg in Richtung Erzgebirge Aue verließ. Wie nahm die Mannschaft diese Entscheidung damals auf? Eher verständnisvoll oder doch eher verärgert?
Markus Ziereis: Verärgert war niemand aus der Mannschaft. Klar war es für uns alle etwas überraschend, aber wir konnten seinen Wechsel nach Aue auch verstehen. Wir alle sind ihm sehr dankbar, was er mit uns geschafft hat.
Schon in der Jugend ging Markus Ziereis zusammen mit Kevin Volland auf Torejagd
Ziereis wünscht 1860 den Aufstieg
Sechzger.de: Zu Deiner persönlichen Zukunft: Du bist jetzt 30, also durchaus noch im besten Fußballer-Alter. Wie viele Jahre möchtest Du denn noch aktiv sein? Und hast Du Dir schon Gedanken darüber gemacht, wie es nach der Profikarriere weitergehen wird?
Markus Ziereis: Tatsächlich habe ich mir über ein Karriereende noch keine Gedanken gemacht. Ich genieße den Profifußball in vollen Zügen. Es ist ein Privileg, höherklassig zu spielen. Neben dem Fußball hab ich ein tolles Angebot zum Einstieg in ein „normales“ Arbeitsleben bekommen. Weiter darauf eingehen möchte ich aber nicht.
Sechzger.de: Wir wünschen Dir und der Oldschdod für die Zukunft nur das Beste – natürlich mit Ausnahme des Spiels gegen den TSV 1860. Möchtest Du den Löwenfans noch was mit auf den Weg geben?
Markus Ziereis: Vielen Dank und ich freue mich auf jeden einzelnen Löwenfan, der im Stadion oder am TV dabei ist am 29. Oktober – und natürlich wünsche ich dem TSV 1860 auch den Aufstieg.
Die Saison 86/87 mündete am letzten Spieltag in einem Endspiel um den Titel zwischen der SpVgg Bayreuth und den Löwen. Das bessere Ende in diesem Bayernliga-Krimi hatten die Oberfranken auf ihrer Seite, Münchens große Liebe musste sich gar nur mit Platz 3 zufrieden geben. Heute vor 38 Jahren besiegte der TSV 1860 die Gäste aus Amberg im Grünwalder Stadion, nachdem man eine Woche zuvor beim FC Augsburg nicht über ein Remis hinausgekommen war.
Engert bringt Löwen in Führung
25 Jahre lang spielte der 1. FC Amberg in der höchsten bayerischen Amateurklasse. In der Bayernliga etablierten sich die Oberpfälzer zeitweise als Spitzenverein und erreichten 1977 Platz 3 und zwei Jahre später sogar die Vizemeisterschaft mit einem Punkt Rückstand auf den ESV Ingolstadt-Ringsee. Im Jahr 1986 reisten die Amberger jedoch als Aufsteiger ins Sechzgerstadion und mussten ordentlich Lehrgeld bezahlen.
Vor 6.000 Zuschauern gingen die Löwen bereits in der 13. Minute durch Edgar Engert in Führung. Noch vor der Pause unterlief den Oberpfälzern ein Eigentor, sodass die Mannschaften bei einer 2:0-Führung der Löwen in die Kabinen gingen.
TSV 1860 besiegt Amberg vor 6.000 Zuschauern
Direkt nach der Pause fing sich Löwe Thomas Renner eine 10-Minuten-Zeitstrafe ein, die Sechzig jedoch unbeschadet überstand. In der 55. Minute erwischte es dann auch den Amberger Ernemann mit einer zehnminütigen Auszeit und spätestens als Andi Löbmann in der 61. Minute das 3:0 folgen ließ, war die Partie entschieden. Der 1. FC Amberg verkürzte in der 82. Minute per Elfmeter, den Schlusspunkt aber setzte Kurt Pinkall für den TSV 1860 mit dem 4:1-Endstand.
Die Oberpfälzer belegten am Saisonende den starken 8. Platz, ein paar Jahre später gingen jedoch die Lichter aus. 1995 musste zunächst Insolvenz angemeldet werden, am 3. August 1995 wurde der 1. FC Amberg gar aufgelöst. Die Mitglieder traten daraufhin dem TV 1861 Amberg bei, dessen Fußballabteilung 1997 als FC Amberg eigenständig wurde.
Die Aufstellung der Löwen
Trainer Fahrudin Jusufi setzte am 25.10.1986 auf folgende Mannschaft des TSV 1860: