Seitdem OB Dieter Reiter auf dem Wies’n-Ausflug des TSV 1860 München das Olympiastadion als möglichen Spielort für die Löwen ins Spiel brachte, herrscht große Unruhe im Löwenkosmos. Die Abendzeitung analysierte nun die Gegenbenheiten und kommt zu Schluss, dass das Olympiastadion keine Alternative für den TSV 1860 ist.
OB Reiter facht Stadiondiskussion an
Im Rahmen des Löwenausflugs auf die Wies’n überraschte Dieter Reiter mit einem (womöglich bierseligen) Angebot an den TSV 1860 München. Die Stadt München würde den Löwen das Olympiastadion “zum günstigsten Preis” vermieten. Dass das Stadtoberhaupt wohl nicht recht wusste, was er der KGaA da anbot, zeigte heute die Abendzeitung auf.
Zweitligatauglichkeit nie geprüft
Da es bisher keinerlei Anfragen an die Stadtverwaltung zur Zweitliganutzung des Olympiastadions gab, wurde diese bisher “nie ernsthaft geprüft”. Da es laut der DFL-Stadionanforderungen in der zweiten Liga ein vollüberdachtes Stadion braucht, stünden im überdachten Bereich des Olympiastadions sowieso nur 35.000 Plätze zur Verfügung. Wie sich in den Stadiondiskussionen Ende der 90er-Jahre zeigte, ist eine vollständige Überdachung nicht möglich. Sie scheiterte immer am Widerstand von Architekt Günter Behnisch bzw. dessen Erben. Außerdem bestätigte ein Sprecher des Olympiaparks, dass 2023 und 2024 zu “bestimmten Zeiten auch noch die Hälfte des überdachten Bereichs nicht zur Verfügung steht”.
Sperrung für Konzerte
Die Hauptnutzung des Olys sind derzeit Openair-Konzerte. Hier sind bereits zahlreiche Veranstaltungen geplant und ab Herbst 2025 ist das Stadion eh wegen Sanierung gesperrt. Lediglich zur Ausrichtung einzelner Fußballspiele sieht sich der Münchner Olympiapark gesprächsbereit. Die von so manchem herbeifabulierten Fußballfeste vor über 60.000 Zuschauern sind also nichts anderes als Hirngespinste.
Olympiastadion keine Alternative für den TSV 1860 München
Dieter Reiter hat also etwas angeboten, dass es in der Realität gar nicht gibt. Unter den beschriebenen Bedingungen ist die Nutzung des Olympiastadions schlicht und einfach nicht möglich und schon gar keine langfristige Option für die Münchner Löwen. Es wäre gut, wenn sich alle Beteiligten auf die Ertüchtigung des Sechzgerstadions konzentrieren würden und die Kommunikation miteinander verbessern würden. So bleibt zu hoffen, dass der Vorschlag von Verena Dietl zur Einführung eines “spieltagsbezogenen Namensrechts” ein positives Zeichen ist und die Löwenfans bald mehr Details zur Ertüchtigung des Sechzgerstadion und dem damit verbundenen Zeitplan bekommen.














