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Winningers Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – SV Meppen

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Winningers Wirtshaus Weisheiten Tsv 1860 Sv Meppen

Die Löwen unter Flutlicht auf Giesings Höhen – gibt es etwas Schöneres? Bis dahin sind allerdings noch ein paar Stunden zu überbrücken und den ein oder anderen wird es vermutlich in eine Boazn oder zum Grünspitz ziehen. Dass da schon über das bevorstehende Match gesprochen wird, liegt auf der Hand. Mit Winningers Wirtshaus Weisheiten seid Ihr im Bilde, was den TSV 1860 gegen den SV Meppen erwartet.

Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – SV Meppen

Wie gewohnt präsentiert Euch Bernd Winninger neben seiner legendären TAKTIKTAFEL auch die Wirtshaus Weisheiten zum kommenden Gegner der Löwen. Wie spielt der SV Meppen, auf wen muss das Team von Michael Köllner besonders aufpassen und wo haben die Emsländer womöglich Schwachpunkte?

In gut 8 Minuten informieren wir Euch über (fast) alles, was ihr zu den Gästen aus dem Emsland wissen müsst. Viel Spaß!

TSV 1860 – SV Meppen die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem zweiten Heimspiel in der englischen Woche gegen den SV Meppen. Stefan Krämer, Trainer des SV Meppen, hat zur neuen Saison bei den Niedersachsen angeheuert. Mit vier Punkten aus zwei Spielen startete Meppen relativ gut in den Spielbetrieb, wenn man mal vom Debakel im Landespokal absieht.

TSV 1860 – SV Meppen steht auf dem Programm, was müssen wir von den Emsländern erwarten? Ich erwarte die Gäste im Lieblingssystem des Trainers Krämer, also im 4-2-3-1.

Meppen verschiebt bei Ballbesitz, je nachdem, ob über das Zentrum oder die Außen ins letzte Drittel eingedrungen wird, dort auf 4-3-3 oder 4-1-3-2.

Die Gäste haben sich im Sommer zielgerichtet verstärkt und auch für den am Meniskus verletzten und deshalb länger fehlenden Luca Tankulic kurzfristig in Mirnes Pepic noch Ersatz gefunden.

Bevor ich weiter unten auf die Spieler eingehe, zunächst einmal die wichtigsten statistischen Werte des SVM. Nach erst zwei Spielen sind sie – wie die meisten anderen Statistiken (z.B. die Tabelle) – nicht wirklich aussagekräftig.

Die statistischen Werte des SV Meppen

  • Ballbesitz: 47%
  • Passgenauigkeit: 74%
  • Defensive Zweikampfquote: 65%
  • Flankengenauigkeit: 44%
  • PPDA: 10,31

Was sagen uns diese Werte?

Die sagen tatsächlich nicht viel aus, denn in beiden Spielen – sowohl in Oldenburg, als auch zuhause gegen Zwickau – gab es in der zweiten Halbzeit Platzverweise. Meppen verlor in Oldenburg Käuper und Zwickau musste fast die ganze zweite Halbzeit in Meppen auf Löhmannsröben verzichten. Nur die Statistiken der ersten Durchgänge auszuwerten macht auch keinen Sinn. Was lernen wir also über Meppen, wenn man sich die beiden Spiele bisher ansieht?

Wie spielen die Emsländer?

Welche Spielweise muss der TSV 1860 vom SV Meppen erwarten?

Bei Ballbesitz

Ein gutes Pressing schnell zu überspielen, fällt Meppen nicht unbedingt leicht. Zwickau hat das in Halbzeit eins am Wochenende noch ein wenig deutlicher entlarven können als Oldenburg in der Woche zuvor.

In der Spieleröffnung verhält sich Meppen unaufgeregt und sucht gern den Weg übers Zentrum auf die Flügel, um von dort über Flanken oder inverse Läufe Gefahr im Strafraum zu erzeugen.

Je nachdem, wie der Angriff vom Flügel wieder nach innen kommt, rückt entweder der offensive Mittelfeldspieler oder der ballferne Mittelfeldaußenspieler mit ins Sturmzentrum ein, um für Präsenz zu sorgen.

Gegen den Ball

Selbst setzt Meppen auf eine eher tiefere Pressinglinie. Es wird auch mehr im Raum gepresst als gegen den Mann, was zu Pässen in die Pressingfallen führen soll.

Schafft es der Gegner, diese Pressinglinie zu überspielen und trotz Pressingfallen in Ballbesitz zu bleiben, wird es brutal eng im Meppener Mittelfeld. Direkte Duelle werden gesucht und angenommen.

Stärken und Schwächen des 4-2-3-1

Die Stärken

Gegen den Ball ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum, um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert.

Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ variabel gestaltet werden. Sowohl über die Flügel als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich, wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.

Die Schwächen

Gegen den Ball ist ein Gegner, der gern über die Flügel angreift, schwer zu kontrollieren, da die Wege, um einen Spieler zu doppeln, relativ weit sind und die Doppelung vom Angreifer oft schon erkannt wird, wenn sich der doppelnde Gegner aus seiner taktischen Grundposition löst. Das führt bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel zu viel Raum für die angreifende Mannschaft.

Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen, wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorn ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko, da sich dadurch für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten bietet. Deshalb sind torgefährliche Mittelfeldspieler, die mit aufrücken, zwingend erforderlich, um im 4-2-3-1 erfolgreich zu sein.

Schlüsselspieler

Tor

Torwart Jonas Kersken (#29) wurde aus Gladbach geliehen. Er ist momentan Nummer 1 im Kasten der Meppener. Erik Domaschke, Platzhirsch im Emsland, kommt gerade von einer Syndesmosebandverletzung zurück und ist noch nicht auf 100%. Bis dahin wird der junge Kersken ihn vertreten. Er macht das nicht schlecht. Elf Schüsse musste er in zwei Spielen parieren, ein einziger davon war drin. Das ist eine Top Quote nach zwei Spielen. Die Statistiken verraten: Es hätten drei Tore sein müssen. Kersken hat sehr gute Reflexe. Wie bei vielen jungen Torhütern sind vor allem die Talente, die mit Timing zu tun haben, noch nicht so gut ausgeprägt. Eins gegen Eins und Strafraumbeherrschung sind verbesserungswürdig.

Abwehr

Abwehrchef Steffen Puttkammer (#22) ist einer der zweikampfstärksten Innenverteidiger der letzten Jahre in der 3. Liga, obendrein verliert er kaum ein Kopfballduell im eigenen Sechzehner. Gutes Stellungsspiel ist für ihn wichtig, er ist nicht mehr der Schnellste. Die Spieleröffnung teilt er sich mit seinem Nebenmann auf, beide haben im Aufbau etwa gleich viele Ballkontakte vorzuweisen.

Mittelfeld

Mirnes Pepic (#30): Seit dem 1. August in Meppen, kam er gegen Zwickau schon zum Startelfeinsatz. Er soll als Verbindungsspieler zwischen Defensive und Offensive in der Box to Box-Rolle das Spiel vor sich habend die Fäden ziehen. Zumindest habe ich seinen guten Auftritt gegen Zwickau so interpretiert. Pepic ist technisch gut, passsicher, hat einen blitzartigen Antritt und ein gutes Auge fürs Spiel. Wenn man Pepic im Zaum halten kann, zieht man der Kreativität aus der Zentrale weitestgehend den Zahn.

Sturm

Marvin Pourié (#13) meldete sich beim Heimspiel gegen Zwickau mit einem Hattrick im Emsland zum Dienst. In der 75., 81. und 90.+3 Minute traf Pourie gegen seit der 48. Minute dezimierte Zwickauer. Pourié hat einen wahnsinnigen Torriecher. Ob der auch gegen den TSV 1860 München funktioniert, wird letztendlich an Jesper Verlaat und seinem Nebenmann in der Innenverteidigung liegen. Pourié ist zu gut vor dem Tor, als dass man ihn allein lassen darf, wenn der Ball in seiner Nähe ist. 50 Tore und 18 Vorlagen in 130 Spielen in der 3. Liga bedeutet jedes zweite Spiel ein Scorerpunkt.

Fazit vor der Partie TSV 1860 – SV Meppen

Mit Meppen kommt ein Gegner, der gegen den TSV 1860 München oft gute Spiele geliefert hat, die nicht immer so ausgegangen sind, wie der Löwenfan sich das wünscht.

Festzuhalten bleibt: Demnach, was ich von Meppen gegen Oldenburg und gegen Zwickau gesehen habe, kommt da eine Mannschaft, die sich noch finden muss. Einige Verletzungen schwächen das Team überdies vor allem in der Offensive.

Es muss in diesem Spiel also von Anfang an ganz klar sein, wer der Herr im Haus ist. Aggressives Pressing gepaart mit guter Staffelung bringen den SV Meppen leicht unter Druck. Je mehr man Pepic vom Ball fernhalten kann, desto weniger wird Meppen offensiv zustande bringen.

Wenn das klappt und man die Defizite, die Meppen gegen den Ball bisher offenbart hat, besser ausnutzt als Oldenburg oder Zwickau in den beiden bisherigen Ligaspielen, schlägt man auch Meppen.

Wer vor allem die aus Würzburg eingespielte Kombination Pepic – Pourié nicht ernst nimmt, erlebt womöglich ein böses Erwachen.

Ein 9-Punkte-Start wäre möglich. Dann bucht man in Giesing, zumindest in Fankreisen, schonmal einen Flieger aus Rio nach München.

Können wir gewinnen? Natürlich. Werden wir gewinnen? Nur wenn die Mannschaft ähnlich geschlossen wie am vergangenen Samstag jedes Loch, das ein Mitspieler aufreißen lässt, wieder zuläuft. Die Box to Box-Wege müssen, denke ich, besser bekleidet werden als am Samstag. Wenn das alles passt, steht einem Sieg nichts im Weg. Ich bin zuversichtlich, dass es zum dritten Mal in Folge für drei Punkte reicht.

So könnte Meppen beginnen

Datenquelle: Wyscout

TSV 1860 – SV Meppen: Ergebnistipp Valentin Sponer

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Sponer Valentin U21 TSV 1860 UEFA Regions' Cup

Oft ging der TSV 1860 gegen den SV Meppen als Favorit ins Spiel, der letzte Heimsieg gegen die Emsländer datiert jedoch tatsächlich auf den März 2019. Phillipp Steinhart traf damals zum knappen 1:0-Erfolg für die Löwen. Die Ergebnisse im Grünwalder Stadion seitdem: 0:0, 1:1, 1:1! Wir haben Valentin Sponer, Kapitän der U21, gefragt, ob der TSV 1860 endlich mal wieder einen Dreier gegen das Team von Trainer Stefan Krämer einfahren kann.

Valentin Sponer tippt auf Sieg des TSV 1860

Bereits in der Jugend schnürte Sponer für den TSV 1860 seine Stiefel und fühlt sich dem Verein entsprechend verbunden. Nicht zuletzt deswegen ist er von einem Heimsieg unter Flutlicht überzeugt.

“Ich tippe auf einen 3:1-Sieg der Löwen.
Tore: Lakenmacher, Lex und Skenderovic!”

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Torschützenkönig Marcel Bär wäre es für die genannten Offensivkräfte natürlich wichtig, Selbstvertrauen in Form von Toren zu sammeln.

Einmal Staaten und zurück

Über den SC Fürstenfeldbruck kam Sponer schon früh zu den Löwen und wagte dann den Sprung in die USA. Zwei Jahre verbrachte er in Kalifornien, studierte am Saint Mary’s College of California Mathematik und Physik und spielte dort natürlich auch Fußball – sehr erfolgreich sogar! “Champion der Westcoast Conference” darf sich Sponer nennen, im Achtelfinale der landesweiten Meisterschaft war dann jedoch im Elfmeterschießen Schluss.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland schloss sich der Verteidiger zunächst dem TSV Schwabmünchen an, eher er sein Comeback an der Grünwalder Straße feierte. Inzwischen ist der mittlerweile 23-jährige Valentin Sponer zum Kapitän der U21 aufgestiegen, durfte sich Ende April aber auch schon im Profikader von Michael Köllner vorstellen.

Bild: Sampics (Stefan Matzke)

Englische Woche – ein Blick auf die Gäste vom SV Meppen

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SV Meppen TSV 1860 20220212 (20)

Heute abend empfängt der TSV 1860 München bereits die nächsten Gäste. Mit dem SV Meppen kommt in der Englischen Woche ausgerechnet der Verein mit der weitesten Distanz der gesamten Liga nach Giesing.

Die Anfänge des SVM

Wie auch beim VfB Oldenburg waren es Schüler, die den Stein des Anstoßes gaben. 1912 wurde der Fussballclub Amisia Meppen gegründet, ehe 10 Jahre später der bis heute gültige Name SV Meppen entstand. Vielen dürfte der SVM vor allem aus den Jahren 1987 bis 1998 ein Begriff sein. Dort war der Verein durchgehend in der 2.Bundesliga zu finden. Es folgte ein sportlicher Abstieg, der kurzzeitig sogar in die Fünftklassigkeit führte, ehe 2017 die Rückkehr in die 3.Liga gelang. Seitdem sind die Meppener ununterbrochen in der Drittklassigkeit zu finden, hatten aber 20/21 das große Glück, dass Uerdingen keine Lizenz erhielt.

Neben dem Fußball mit u.a. drei Herrenmannschaften und einem Frauen-Team, das in der Bundesliga antritt, findet sich lediglich noch die Abteilung eSports beim SV Meppen.

Der Trainer beim SV Meppen

Den Namen Stefan Krämer verbinden sicherlich noch viele mit den bereits angesprochenen Uerdingern. Zwei Mal stand er dort als Cheftrainer an der Seitenlinie, konnte jedoch den tiefen Fall aufgrund der finanziellen Situation auch nicht verhindern. Seine Trainerkarriere begann er beim FV Rheinbrohl und dem SV Roßbach/Verscheid. Es folgten 12 Spiele als Co-Trainer unter Markus von Ahlen, ehe Krämer zunächst interimsweise und später dann auch der tatsächliche Cheftrainer auf der Alm wurde. Ganze 98 Partien absolvierten die Bielefelder unter seiner Regie.

Es folgten weitere Stationen, u.a. bei Energie Cottbus, dem 1.FC Magdeburg und zuletzt beim belgischen Verein KAS Eupen. Seit dem 01.Juli ist Stefan Krämer nun Trainer beim SV Meppen und hat damit seine neunte Station angetreten.

Der Star der Mannschaft…

…ist eigentlich Luka Tankulic – und hier kommt nun Türkgücü München ins Spiel. Eigentlich hatte Tankulic für die Saison 2021/22 bereits beim Projekt von der Heinrich-Wieland-Straße unterschrieben, doch die Nicht-Erteilung der Lizenz für Uerdingen sorgte dafür, dass der Vertrag von Tankulic in Meppen unerwartet weiterhin gültig war. Der Rest ist Fußballromantik. Tankulic blühte auf, schoss 14 Tore und legte weitere sechs für seine Kollegen auf. Mittlerweile ist er auch Kapitän beim SVM. Heute fällt er allerdings mit einer Meniskusverletzung aus.

Ein besonderes Augenmerk könnte daher auf Ex-Löwe Marvin Pourié liegen. Ihm gelang am Wochenende gegen den FSV Zwickau ein lupenreiner Hattrick.

Und sonst so?

Der Start in die 3.Liga ist den Meppenern durchaus gelungen. Zunächst gab es ein 1:1-Unentschieden gegen den VfB Oldenburg, ehe am Wochenende besagter Pourié für einen 3:0-Heimsieg gegen den FSV Zwickau sorgte. Zwischen den beiden Partien lag allerdings die erste Runde im Landespokal Niedersachsen. Dort fing sich der SV Meppen eine heftige 0:5-Abreibung gegen Oldenburg ein.

Wie der Gegner heute voraussichtlich antreten wird, zeigt Bernd Winninger am Vormittag in seiner Taktiktafel auf. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist um 18:60 Uhr, die Begegnung ist mit 15.000 Zuschauern ausverkauft.

Sechzig um sieben: Meppen und ein Brief

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Sechzig um Sieben mit den News rund um den TSV 1860 München zum Start in den Tag Löwen

Als die Löwen 1994 in Meppen den vollkommen unerwarteten Aufstieg in die Bundesliga unter Dach und Fach brachten, war er noch die vorherrschende Art der schriftlichen Kommunikationsform: der Brief. Tja, und zu Beginn dieser Woche geht es im Löwenkosmos um genau diese beiden Dinge: Meppen und einen Brief.

Köllner warnt vor Meppen

Nach dem Arbeitssieg gegen Oldenburg warnt Löwencoach Köllner vor dem heutigen Gegner. Meppen “hat eine gute Mannschaft”. Seine Mannschaft müsse “hellwach sein”, um das Spiel zu gewinnen. Im erneut ausverkauften Stadion setzt Köllner auch wieder auf die Unterstützung der Fans : “Wir brauchen die Fans auch morgen wieder.” Wir werden wie immer Alles geben, um die Löwen zum nächsten Heimsieg zu schreien. Das wird auch nötig sein, denn 1860 konnte die letzten drei Heimspiele gegen Meppen nicht gewinnen.

Offener Brief der Geschäftsführung der KGaA

Mit diesem etwas antiquierten Kommunikationsmittel bittet (oder sollte man besser sagen “bettelt”?) die Geschäftsführung der KGaA darum, dass Beleidigungen gegen “die Gesellschafter des TSV 1860 München” unterbleiben sollen. In einer schwer nachzuvollziehenden Argumentation wird wieder die Fahne mit dem durchgestrichenen Konterfei von Hasan Ismaik thematisiert, die angeblich in “dessen Kulturkreis als Beleidigung” aufgefasst wird. Schade nur, dass im Kulturkreis seines Herzensinvestments, dem er übrigens seit über drei Jahren nicht einen Besuch abgestattet hat, die freie Meinungsäußerung gilt. Kurios geht es weiter: “Was Gemeinschaft ausmacht, das haben wir im Sommer gesehen”. Offenbar hat man die Plagiierung des “wir sind der Vereins“-Shirts in der KGaA nicht mitbekommen. Möglicherweise war man zu sehr mit der Zusammenstellung von Markenrechten beschäftigt… Geschenkt, dass auf die fortwährenden Beleidigungen gegen e.V.-Vertreter nur sehr wolkig eingegangen wird. Ruhe wird so nicht einkehren, stellt auch der kicker fest. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Wochen noch Einiges an heißer Luft durch Giesing gepumpt wird.

Spielplan der Löwinnen bekannt gegeben

Die Löwinnen treten diese Saison mit zwei Mannschaften an. Die Aufsteigerinnen der letzten Saison spielen nun in der Kreisklasse und bekommen es zum Saisonauftakt mit dem FC Stern zu tun. Die neu formierte zweite Mannschaft tritt in der A-Klasse an. Zum historischen ersten Punktspiel wird die SG TSV München-Ost/FFC Wacker München/MSV Bajuwaren am 06er-Platz die Aufwartung machen.

Deutscher Meister TSV

Und zwar im Boxen! Box-Löwe Magomed Schachidov holte in Heidelberg die deutsche Meisterschaft in der Gewichtsklasse bis 71 kg. Herzlichen Glückwunsch!

News aus der dritten Liga

Marc Heider wohl für Ingolstadt wieder fit

Nachdem er beim 1:1 am Sonntag in Aue wegen Verdachts auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste, scheint Marc Heider seinen Osnabrückern im nächsten Spiel gegen Ingolstadt laut kicker schon wieder zur Verfügung zu stehen.

Bayreuth mit Zuschauerresonanz unzufrieden

Besuchten das Pokalspiel der Bayreuther gegen den HSV noch fast 15.000 Zuschauer, musste sich die SpVgg beim ersten Ligaspiel mit enttäuschenden 2.109 Fans begnügen. Darunter drei (!) Auswärtsfans. Wolfgang Gruber, Sprecher der Bayreuther Geschäftsführung, war “absolut enttäuscht”. Nach zwei Niederlagen scheint es, als ob Bayreuth auf und neben dem Platz noch nicht ganz in der Liga angekommen ist.

Waldhof sauer

Vertreter des SV Waldhof ließen nach dem späten Ausgleich in Verl ihrer Enttäuschung freien Lauf. “Das kotzt mich mächtig an”, machte Stürmer Martinovic seinem Ärger Luft. Auch Coach Neidhart fand die Punkteteilung “scheiße”.

Dem schließen wir uns für den heutigen Abend an!

 

Offener Brief der Geschäftsführung der KGaA des TSV 1860

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TSV 1860 VfB Oldenburg KGaA Geschäftsführung

Zum wiederholten Mal wurde am Wochenende Anthony Power mittels Spruchbänder direkt angesprochen. Auch die berühmt-berüchtige Ismaik-Fahne kam wieder zum Einsatz. Grund genug für die Geschäftsführung der KGaA des TSV 1860, sich in einem offenen Brief an die Löwenfans zu wenden. Ob das irgendwas ändern wird, darf dezent bezweifelt werden.

Appell der Geschäftsführung der KGaA des TSV 1860

Der offene Brief der Geschäftsführung im Wortlaut:

Die neue Saison ist für den TSV 1860 München erfolgreich gestartet. Die ersten beiden Ligaspiele brachten nach den Anstrengungen der Sommerpause einen sehr erfolgreichen Auftakt. Mit sechs Punkten aus zwei Spielen konnte die Mannschaft das Optimum auf der Habenseite verbuchen.

Diese mitreißenden Spiele haben jedem, der den Löwen im Herzen trägt gezeigt, was möglich ist, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen und das Teammotto verinnerlichen. „Ein Team – ein Weg“ soll nicht nur eine Floskel sein, sondern für das stehen, was den TSV 1860 München ausmacht.

Wir mussten aber auch Beleidigungen gegen die Gesellschafter des TSV 1860 München und einzelne handelnde Personen feststellen.

Die Löwen stehen für Meinungsfreiheit, Toleranz und Gemeinsamkeit. Kritik ist ausdrücklich erwünscht, wenn sie in der richtigen Form geäußert wird und im Idealfall sogar konstruktiv und zielführend ist.

„Die Botschaft macht der Empfänger, nicht der Sender“

„Die Botschaft macht der Empfänger, nicht der Sender“, ist ein bekannter Ausspruch. So kommt die Fahne, die ein durchgestrichenes Konterfei von Hasan Ismaik zeigt, beim Empfänger und dessen Kulturkreis als Beleidigung und Diskriminierung an.

Daher sprechen wir uns als Geschäftsleitung gegen diese Fahne aus und wünschen uns, dass diese Botschaft künftig bei den Spielen der Löwen nicht mehr zu sehen ist.

Während wir in unserem Stadion als Geschäftsleitung die Pflicht haben, klare Kante gegen Beleidigungen aller Art, insbesondere aber gegen Organe des TSV 1860 München zu zeigen, können wir auf anderen Spielfeldern nur zur Vernunft appellieren.

Blick auf Kommentarspalten bei Social Media

Daher rufen wir alle Löwen-Fans auf, Beleidigungen auch im Internet gegen alle Gesellschaftervertreter zu unterlassen, sei es in den Kommentarspalten der Social-Media-Kanäle des Vereins als auch im Internet und insbesondere im Kommentarbereich der Blogs.

Auf unseren eigenen Kanälen haben wir unsere Mitarbeiter angewiesen, zum Schutz aller Personen rund um den TSV 1860 München, Beleidigungen nicht zu dulden und entsprechende Einträge zu verhindern und entsprechend zu bearbeiten.

Was Gemeinschaft ausmacht, das haben wir im Sommer gesehen und bedanken uns daher bei jedem einzelnen, der nicht nur aber insbesondere auch in der abgelaufenen Sommerpause alles dafür gegeben hat, dass die Mannschaft einen erfolgreichen Start hatte und hoffentlich vor einer erfolgreichen Saison steht, die unseren gemeinsamen Traum möglich macht. Beide Gesellschafter mit ihren Mitarbeitern, alle Sponsoren, Gönner und Partner, angeführt von unserem Hauptsponsor die Bayerische, jeder einzelne Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle, das Nachwuchsleistungszentrum und natürlich auch unsere Mannschaft mit dem Trainerteam, haben im Sommer gemeinsam dazu beigetragen, dass wir einen wettbewerbsfähigen Etat und darauf aufgebaut einen Kader mit der gewünschten Breite zur Verfügung haben. Wir haben eine Gruppe an Spielern gefunden, die einen idealen Mix aus Akteuren aus dem eigenen Nachwuchs, dem Bestandskader und Spielern, die von anderen Vereinen zu uns gekommen sind, hat.

Toleranz, Gemeinsamkeit und Meinungsfreiheit

Sechzig München ist eine Gemeinschaft, die allen zugänglich sein soll. Sechzig München schließt niemanden aus, Sechzig München steht für Toleranz, Gemeinsamkeit und Meinungsfreiheit.

Schickt uns Eure Kritik an fanbetreuung@tsv1860.de, wir sorgen dafür, dass sie gehört und bearbeitet wird.

Wir rufen jeden einzelnen, der den Löwen im Herzen trägt, dazu auf, sich diesem gemeinsamen Weg anzuschließen. Jeder einzelne kann mit seinem persönlichen Beitrag dafür sorgen, dass der Traum wahr werden kann. Es geht nur #GemeinsamFürSechzig. 

Köllner in Löwenrunde: “Müssen aus dem Oldenburg-Spiel lernen”

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Michael Köllner Löwenrunde Meppen

Der mühsame 1:0-Sieg gegen den VfB Oldenburg ist abgehakt, bereits morgen steht die nächste schwere Aufgabe gegen den SV Meppen auf dem Programm. Trotz allem blickt Trainer Michael Köllner in der Löwenrunde nochmal auf den Samstag zurück und merkt an, man müsse aus dem Spiel gegen den Aufsteiger seine Schlüsse ziehen.

Michael Köllner in der Löwenrunde

Grundsätzlich sei er mit dem Saisonstart sehr zufrieden, so Michael Köllner in der Löwenrunde. Dennoch sei es wichtig, den Fokus auf die bevorstehende Partie zu richten.

“Wir müssen schauen, dass wir aus dem Oldenburg-Spiel lernen. Aktuell sind wir in der glücklichen Lage, dass wir aus zwei Spielen sechs Punkte geholt haben. Wir müssen morgen hellwach sein. (…) Meppen hat vier Punkte. Sie haben sich gut verstärkt und haben eine gute Mannschaft. Es geht darum, absoluten Fokus auf das Spiel zu richten. Wir können morgen das dritte Spiel gewinnen.”

Zur Erinnerung: Die letzten drei Heimspiele gegen die Emsländer endeten allesamt remis.

“Wir brauchen die Fans auch morgen wieder”

Um drei Punkte einzufahren, setzt der Coach auch auf das frenetische Publikum auf Giesings Höhen. Die Partie gegen den SV Meppen wird mit 15.000 Fans ausverkauft sein.

“Wir brauchen die Fans auch morgen wieder. Dann haben wir eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen.”

Auch diesmal müssen die Löwen auf die verletzten Marcel Bär, Fabian Greilinger, Semi Belkahia und Nathan Wicht verzichten.

TSV 1860 Frauen: Spielplan der Löwinnen veröffentlicht

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SSV Weng TSV 1860 Frauen Löwinnen

Nach dem unglücklichen Aus im Bezirkspokal gegen den TSV Solln (1:1, 2:4 im Elfmeterschießen) können sich die Frauen des TSV 1860 nun voll und ganz auf die Liga konzentrieren. Nun hat der BFV auch endlich den Spielplan der Löwinnen veröffentlicht.

Spielplan der Löwinnen veröffentlicht

Zum Auftakt der Kreisklasse empfängt der Aufsteiger TSV 1860 am 17.09. um 17.00 Uhr den FC Stern München III auf dem 06er-Platz an der St.-Martin-Straße.

Die Gegnerinnen in der Kreisklasse im Überblick

  • TSV 1860 München
  • SG FC Aschheim/Kirchheimer SC
  • SG SV Sentilo-Blumenau/SV Pullach
  • DJK Pasing
  • FC Fasanarie-Nord
  • FC Perlach 1925
  • FC Stern München III
  • SpVgg Markt Schwabener Au II
  • TSV Hohenbrunn Riemerling

Zweite Mannschaft startet in der A-Klasse

Auch für die neu gegründete 2. Mannschaft der Löwinnen hält der Spielplan der A-Klasse eine knackige Aufgabe zum Auftakt parat. Am 17.09. empfängt die Zweite um 15.00 Uhr die SG TSV München-Ost/FFC Wacker München/MSV Bajuwaren und hofft auf einen guten Start in ihre erste Spielzeit.

Die Gegnerinnen in der A-Klasse im Überblick

  • TSV 1860 München II
  • SG SV Gartenstadt Trudering/ESV München-Ost
  • SG SV Hohenlinden/FC Forstern
  • SG TSV München-Ost/FFC Wacker München/MSV Bajuwaren
  • Centro Argentino de Munich
  • ESV München-Freimann II
  • SG Haar/Grasbrunn II
  • SV München Laim
  • SV Untermenzing II
  • TSV Allach 09 München
  • TSV Poing

TSV 1860 – Oldenburg (1:0) in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 München – VfB Oldenburg. Zum ersten Mal trafen diese beiden Vereine in einem Pflichtspiel aufeinander. Am Ende hatten die Giesinger das bessere Ende verdientermaßen für sich.

Oldenburg trat gegen den TSV 1860 erwartungsgemäß mit drei Innenverteidigern an. Das System der Gäste war also nominell ein 3-4-3, respektive 5-4-1, wenn es gegen den Ball ging. Deichmann – Appiah – Steurer war das Trio in der letzten Reihe. Mit den beiden vorgeschobenen Außenverteidigern Plautz und Ndure, die ballnah gegen den Ball asymmetrisch abkippten und so aus dem Dreierabwehrverbund anstatt einer Fünferkette oft eine Viererkette machten, hatte Dario Fossi, der Trainer des VfB, zwei Flügelspieler auf den Außenpositionen, die immer wieder für Gefahr nach vorne sorgten.

Die Sechzger wurden von Michael Köllner im altbekannten flexiblen 4-1-4-1 in die Partie geschickt. Bei eigenem Ballbesitz verschob die Mannschaft des TSV 1860 München auf 4-3-3, wobei die drei Akteure, die dann in der vordersten Linie tätig waren (Tallig – Skenderovic – Vrenezi), sehr flexibel agierten. Yannick Deichmann, wie in der vergangenen Saison so auch am Samstag zunächst auf der Rechtsverteidigerposition, schaltete sich bei nahezu jedem Angriff der Löwen mit in die Offensive ein, und spulte vermutlich die meisten Kilometer aller am Spiel beteiligten Akteure ab.

Gegen den Ball verschob sich das System des TSV 1860 München im eigenen letzten Drittel auf 4-2-3-1. Kobylanski fungierte wohl als Box to Box Spieler, war aber oft gegen den Ball nicht schnell genug auf einer Höhe mit Rieder, der deshalb immer wieder aus seiner zentralen Position herausgezogen wurde. Das verhalf dem VfB bis zur Einwechslung von Joseph Boyamba zu Räumen, welche die Offensivbemühungen des Aufsteigers begünstigten.

Bevor wir mit der Analyse starten, gibt es wie immer die wichtigsten statistischen Werte.

Statistische Werte der Partie TSV 1860 – VfB Oldenburg

  • Ballbesitz: TSV 1860 53% – VfB Oldenburg 47%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 78% – VfB  Oldenburg 75%
  • defensive Zweikampfquote: TSV 1860 80% – VfB Oldenburg 65%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV1860 22/5 – VfB  Oldenburg 8/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV1860 11,43 – VfB  Oldenburg 13,84

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Der Ballbesitz war sehr ausgeglichen und beide Mannschaften versuchten auch, sobald der Ball erobert war, schnell und offensiv vorzugehen. Das gelang dem TSV 1860 München eindeutig besser als dem VfB Oldenburg. Mehr als doppelt so viele zu Ende gespielte Positionsangriffe kann der TSV 1860 München in dieser Partie vorweisen. Für Oldenburg war in vielen Fällen vor dem letzten Drittel des TSV 1860 München Schluss.

Passgenauigkeit

Die Passgenauigkeit von knapp unter 80% ist durchaus als gutes Zeichen dafür zu werten, dass sich die Abläufe in der Offensive langsam automatisieren. Erstaunlich wenig Rückpässe gab es in der Defensive des TSV 1860. Nur 22 mal spielten die Defensivspieler inklusive Rieder einen Ball nach hinten. Das zeigt auf, dass die Passgenauigkeit nichts mit Sicherheitsgedanken zu tun hatte. Im Gegenteil: Die Pässe für Raumgewinn (wie groß der jeweils war, ist hier vernachlässigbar) kommen zu einem großen Teil an. Dass die sogenannten progressiven Pässe, also Pässe die für großen Raumgewinn sorgen, eine bessere Quote aufweisen als die Vorwärtspässe an sich, ist erwähnenswert, und setzt sich saisonübergreifend fort.

Defensive Zweikampfquote

80% defensive Zweikampfquote. Das ist ein Statement des TSV 1860 München, das sich sehen lassen kann. Im eigenen letzten Drittel verloren die Spieler der Giesinger lediglich sechs Zweikämpfe gegen den Ball. Im Großen und Ganzen eroberte der TSV 1860 München die Kugel meistens bereits im Mittelfeld.

Schüsse

Wer den Ball häufig im Mittelfeld erobert, hat hinten nicht viel zu tun. Aber wenn, dann wurde es durchaus brenzlig. Die Löwen ließen zwar nur acht Schüsse des Gegners zu, drei dieser Schüsse waren aber nicht nur dergestalt, dass sie Hiller im Kasten der Löwen Arbeit verschafften. Diese drei Schüsse waren alle brandgefährlich. Vor allem in den Situationen, in denen ein Spieler der Oldenburger allein auf Hiller zulaufen durfte, zeichnete sich der Torhüter des TSV 1860 München aus. Im Eins gegen Eins ist Hiller meines Erachtens einer der besten Torhüter in dieser Liga.

Selbst zum Abschluss kamen die Sechzger 22 mal. Sechs dieser Schüsse wurden geblockt. Fünf gingen aufs Tor, davon einer hinein. Die vielbeinige Oldenburger Abwehrzentrale war mit ein Grund, warum es bis zur 75. Minute dauerte, bis der Ball endlich im Netz zappelte.

Eine Abwehr, die viele Schüsse blocken muss, gerät gerne mal unter Stress. Wer unter Stress steht, macht Fehler und verhilft dem Gegner so zu weiteren Chancen. Mielitz, ein ehemaliger Bundesligaspieler und Europacupteilnehmer im Tor der Oldenburger, hielt, was zu halten war. Mit ihm hat Oldenburg einen guten Griff getan. Beim Gegentor hatte er keine Chance.

PPDA

Zu guter Letzt müssen wir noch über den relativ hohen PPDA Wert sprechen. Zu Beginn presste der TSV 1860 München durchaus aggressiv. Das ließ im Verlauf der ersten Spielhälfte stark nach. Oldenburg bekam nach etwa einer Viertelstunde im eigenen Positionsspiel beim Aufbau vom TSV 1860 mehr Räume angeboten, als ich erwartet hatte. Dafür stellten die Löwen dann ab etwa der Höhe des Mittelkreises in der gegnerischen Hälfte die Oldenburger Spieler eins gegen eins zu und machten es so für die Gegner extrem schwer, das Mittelfeld zu bespielen.

Michael Köllner hat hier in der Halbzeitpause nachjustiert. Im zweiten Durchgang war die Pressinglinie wieder etwas höher angelegt als noch in der letzten halben Stunde in Halbzeit eins. Erst nach dem goldenen Tor durch Verlaat wurde wieder aus einer tieferen Position heraus angelaufen.

Der hohen Präzision im Passspiel, die Oldenburg noch gegen Meppen gezeigt hatte, wurde so gut der Zahn gezogen.

Das fiel auf

Ein durchaus ambitionierter Aufsteiger aus Oldenburg forderte die Löwen in Giesing heraus und ärgerte den TSV 1860 München bis in die 75. Minute, als schlussendlich das erlösende 1:0 für die Gastgeber fiel. Am Ende steht ein verdienter Sieg des TSV 1860 München, der aber auch durchaus als glücklich bezeichnet werden darf. Glücklich, weil Löwenkeeper Hiller beim Stand von 0:0 mehrere hochkarätige Chancen des Gegners – nachdem Oldenburg die Kette ein paar mal überspielen konnte – zunichte machte.

Mit etwas mehr Effektivität beim Gegner kann so ein Spiel durchaus mit einer Punkteteilung oder einer unglücklichen/unverdienten Niederlage enden. Die Chancen von Badjie und Starke im ersten Durchgang dürften in der kommenden Woche Bestandteil der Videoanalyse sein.

Wo nimmt Yannick Deichmann die Puste her? Zunächst auf dem rechten Flügel vorne wie hinten zu finden. Nach Lannerts Einwechslung selbst als offensiver Spieler hinter den Spitzen. Deichmann ist ein Unruheherd, an dem diese Saison viele Defensivreihen zu knabbern haben werden.

Die Einwechselspieler fügten sich nahtlos ins Gefüge ein. Joseph Boyamba war im Gegensatz zu Kobylanski auch defensiv sehr engagiert. So erkämpfte er sich einige Bälle und startete dann Offensivaktionen der Löwen. Auf dem Weg nach vorne zeigte Boyamba meiner Meinung nach ebenfalls eine stärkere Leistung als der mit der Nummer 10 für die Löwen spielende Kobylanski. Sofern er fit genug ist, würde ich mir eine Berücksichtigung in der Startelf am Dienstag für ihn wünschen. Weiter so!

Christopher Lannert, vor Wochenfrist am Freitag im Pokal noch der große Pechvogel, war nach seiner Einwechslung richtig stark. Gegen den Ball fast fehlerfrei, und im Spiel nach vorne mit guten Ideen, einem guten Auge und der entscheidenden Flanke vor dem Siegtreffer. Auch die Flanke, die auslösend für die Eckenserie vor dem Treffer durch Verlaat war, kam von Neuzugang aus Verl. Lannert hat keinen direkten defensiven Zweikampf verloren. Er zog nur in dem ein oder anderen Laufduell mit den schnellen Außen der Oldenburger den Kürzeren. Die Defensivkollegen waren hier jedoch immer zur Stelle und konnten ausbügeln. Ganz nach dem Motte: “Alle für Einen.” Gut gemacht.

Das Tor

Lannert Flanke, Deichmann Kopf, Verlaat Brust und drin war das Ding. Am Ende einer kleinen Serie von Eckbällen gelangte der von rechts durch Albion Vrenezi getretene Ball ohne eine Berührung auf die linke Seite des Spielfelds wo Rieder ihn als erster verarbeiten konnte. Lannert startete hinter Rieder in Richtung Torauslinie und wurde durch den Sechser des TSV 1860 mustergültig in Szene gesetzt. Lannert brachte den Ball mit der ersten Berührung hoch in den Fünfer auf den langen Pfosten. Deichmann köpfte ihn ins Zentrum der kleinen Box, wo Verlaat mit der Brust abstaubte und das goldene Tor markierte.

Oldenburgs Defensivspieler waren hier nur Statisten.

Fazit

Ein wichtiger, vielleicht etwas glücklicher, aber letztendlich verdienter Sieg des TSV 1860 München über den Aufsteiger aus Oldenburg. So sehr ich mich über die drei Punkte freue, so deutlich muss ich aber auch sagen, es war am Samstag nicht alles Gold.

Das bekannte Problem, gegen vielbeinige Abwehrreihen schwer eine effektive Lösung in der Box zu finden, ist nicht verschwunden. Ein Torhüter auf Bundesliga-Niveau macht einem natürlich das Leben nicht gerade leicht. Verlaat, Skenderovic und Deichmann scheiterten teilweise mehrfach am glänzend haltenden Mielitz. Weitere Schüsse verschiedener Spieler aus durchaus vielversprechenden Positionen konnten von Oldenburg geblockt werden.

Wenige Schüsse kamen aus der zweiten Reihe. Hier hat sich der TSV 1860 München klar verbessert. Schoss man in der letzten Saison noch gerne, weil man keine Lösung fand in die Box zu kommen, auch von außerhalb des Sechzehners, hielten sich diese Versuche am Samstag – wie auch schon gegen Dresden – in Grenzen. Das Team findet also gute Lösungen, um dorthin zu kommen, wo es für den Gegner richtig gefährlich wird, wenn man abschließt. Lediglich die Quote der im Strafraum geblockten Bälle muss verbessert werden. Es ist davon auszugehen, dass das auch peu á peu passiert.

Im Großen und Ganzen dürfen wir mit den drei Punkten sehr zufrieden sein. Dass man trotz Feldüberlegenheit der Löwen von einem glücklichen Sieg sprechen muss, ist der Effektivität geschuldet. 4 von 8 Schüssen waren gegen Dresden drin, gegen Oldenburg gingen nur 5 von 22 so aufs Tor, dass sie drin sein hätten können.

In Situationen, in denen es schnell geht und der Gegner es schafft, die Abwehrreihe zu überspielen, bekommen wir aufgezeigt, wo man gegen den Ball die Hebel im Training ansetzen muss.

Die Mannschaft muss sich bei eigenem Ballbesitz vor allem beim Abschluss und, wenn der Gegner den Ball hat, bei schnellem vertikalen Spiel weiter verbessern.

Klappt das über kurz oder lang, sehen wir wohl tatsächlich den von den Ultras in der Choreo gegen Dortmund ausgerufenen goldenen Zeiten entgegen. Mich würde es freuen.

Datenquelle: Wyscout

Boxen: Magomed Schachidov wird Deutscher Meister

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Boxen Boxlöwen Heimsieg 1860 Schachidov Meister Hamidi

“Son of War” – mit diesem Spitznamen präsentiert sich Löwen-Boxer Magomed Schachidov auf Instagram. In der vergangenen Woche glänzte Schachidov einmal mehr im Ring und wurde in Heidelberg Deutscher Meister der Elite.

Magomed Schachidov wird Deutscher Meister

2017 Deutscher Meister, 2018 Boxer des Jahres, 2020 Sieger beim World Cup – der “Son of War” ist das Aushängeschild der Boxabteilung des TSV 1860. Zuletzt fügte er seiner Titelsammlung eine weitere Trophäe hinzu und wurde in Heideberg erneut Deutscher Meister und sahnte zudem die Auszeichnung als “Bester Kämpfer” des Turniers ab.

Grund zur Freude gab es auch für Zobair Hamidi – er wurde in seiner Gewichtsklasse Deutscher Vizemeister! Den Medaillensatz komplett machte Anastasia Radunski, die sich Bronze erkämpfte. Herzlichen Glückwunsch!