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Nach Sieg in Berlin: Erik Tallig in kicker “Elf des Tages”

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Erik Tallig (TSV 1860)

Lange musste Erik Tallig in dieser Spielzeit auf seinen ersten Saisontreffer warten. Am Freitag in Berlin war es dann endlich so weit und der Mittelfeldspieler traf zum frühen 1:0 bei der Viktoria. Der kicker belohnte die Leistung des gebürtigen Chemnitzers mit der Note 2,5 und berief Tallig in die “Elf des Tages“.

Erik Tallig in kicker “Elf des Tages”

Für den 22-Jährigen ist es in der laufenden Saison die erste Nominierung für die Spieltagself. Stefan Lex und Richard Neudecker, die vom kicker ebenfalls mit einer 2,5 bedacht wurden, wurden nicht berücksichtigt.

Auch Stürmer Marcel Bär, der sogar eine 2,0 erhielt, fand keinen Einzug in die “Elf des Tages”, da das Sportmagazin drei anderen Angreifern den Vorzug gab.

Die Spieltagself im Überblick

Folgende Mannschaft des 30. Spieltags wurde vom kicker nominiert:

Batz (Saarbrücken) – Breunig, Kraulich (beide Würzburg), Sorge (Türkgücü) – Ritter, Hercher (beide Kaiserslautern), Tallig (1860), Amyn (Köln) – Higl (Osnabrück), Boyd (Kaiserslautern), Sohm (Mannheim)

Bild: OR-Pressedienst

FC Viktoria Berlin – TSV 1860 in der Taktiktafel Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zu Taktiktafel Analyse des Auswärtsspiels FC Viktoria Berlin – TSV 1860 München. Die Berliner begannen wider Erwarten nicht mit einem System mit drei Innenverteidigern, sondern kamen in einem 4-4-2 mit Doppelsechs auf den Platz. Michael Köllner ließ beim TSV 1860 München alles beim alten und so ging es mit derselben Startaufstellung wie schon am Freitag der Vorwoche im 4-1-4-1 ins Spiel im Berliner Friedrich Ludwig Jahn Sportpark.

Im Spiel gegen den TSV 1860 hatten die Berliner, die im 4-4-2 antraten, mit Jopek und Theisen zwei eigentlich im zentralen Mittelfeld beheimatete Spieler auf die Sechserpositionen gestellt. Jopek war eher als tiefer Sechser auf dem Platz, Theisen als Box to Box Spieler.

Die Sechzger spielten in ihrem flexiblen 4-1-4-1 System offensiv mit sehr interessanten Verschiebungen. Gegen den Ball versuchten die Sechzger vor allem das Zentrum dicht zu halten. Aus diesem Grund wurde diesmal nicht nur – wie sonst üblich – mit einem Box to Box Spieler agiert, sondern auch mit einem zweiten eigentlich offensiven Spieler, der ins defensive Mittelfeld abkippte. Moll bekleidete die Position des tiefen Sechsers. Auf den Halbpositionen neben ihm agierten dann gegen den Ball Neudecker und Tallig.

Verschiebungen im System offensiv

Lex, nominell auf der linken Außenbahn aufgestellt, verließ seine Position immer wieder, um als zusätzliche Sturmspitze im Zentrum aufzutauchen. Seine beiden Nebenmänner in der Mittelfeldreihe verschoben sich dann horizontal, sodass Neudecker auf der Außenbahn mit Steinhart zusammenarbeiten konnte, und Biankadi zentral spielte. Tallig blieb auf seiner Position rechts.

Die zweite Variante bei den offensiven Verschiebungen der Löwen war Folgende: Lex und Tallig rückten positionsgetreu nach vorn in die Sturmreihe. Biankadi und Neudecker verschoben auch hier horizontal nach links. In beiden Varianten der offensiven Verschiebungen beim TSV 1860 München rückte einer der beiden Außenverteidiger ins Mittelfeld auf. So entstand bei eigenem Ballbesitz entweder ein 3-5-2 oder ein 3-4-3.

Dieses massive Bollwerk mit drei tiefen Mittelfeldspielern vor der Viererkette zu durchbrechen, war für Berlin über die komplette Spielzeit fast nicht zu bewerkstelligen.

Im Umschaltspiel konnte der TSV 1860 daher nach Ballgewinnen oft sehr schnell Überzahl herstellen und seine eigenen Angriffe immer wieder gefährlich bis tief in des Gegners Spielfeldhälfte durchbringen.

Bevor wir auf das Spiel an sich eingehen, wie immer die Statistiken und was sie aussagen.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz: TSV 1860 44% – Viktoria Berlin 56%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 77% – Viktoria Berlin 75%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 50% – Viktoria Berlin 57%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860: 24/12 – Viktoria Berlin 11/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 14,48 – Viktoria Berlin 9,43

Analyse der statistischen Werte

Die Werte sehen – abgesehen von den Schüssen und der Passgenauigkeit – wieder einmal so aus, als wären die Löwen nicht die bessere Mannschaft gewesen. Das ist aber ganz klar nicht so. Eine dominantere Mannschaft des TSV 1860 München als am Freitag gegen Berlin haben wir in dieser Saison selten gesehen.

Ballbesitz

Beginnen wir beim Ballbesitz: Hier liegt der Gastgeber mit 12% mehr Spielanteilen vorn. Schaut man aber darauf, wie viele zu Ende gespielte Angriffe beide Mannschaften haben, gibt es eine klare Dominanz auf Seiten des TSV 1860 München. Ein Übergewicht von mehr als 53% im Positionsspiel und bei Kontern hatten die Sechzger bei den bis ins letzte Drittel des Gegners durchgebrachten Angriffen.

Das hat wie immer damit zu tun, dass die Berliner mit dem Ball nicht viel anfangen konnten. Es fehlten einerseits die Ideen, um durch die gut gestaffelte Löwendefensive durchbrechen zu können, was bei Berlin oft dazu führte, dass der Ball aus dem letzten Drittel vor dem Tor des TSV bis zum eigenen Torwart oder zu den Innenverteidigern zurückgespielt wurde. Da hat man natürlich lange den Ball – aber es passiert halt nichts. Vor allem dann nicht, wenn beim Neuaufbau das gleiche Schema wie zuvor gezeigt wird. In Puncto Spielwitz war bei Berlin nichts geboten.

Aus dieser deutlichen Überlegenheit bei den zu Ende gespielten Angriffen für den TSV 1860 gegenüber Berlin entstanden dann in der Folge sowohl mehr als doppelt so viele abgegebene Schüsse als auch das vierfache an Schüssen, die auch aufs Tor gingen. Speziell in der zweiten Halbzeit hätten die Sechzger Berlin hier noch einige Tore einschenken müssen.

Defensive Zweikämpfe

Nur 50% gewonnene Defensivzweikämpfe? Das klingt doch auch eher schlecht, oder? Stimmt, tut es. Dabei muss man jedoch berücksichtigen, wo der Großteil der Defensivzweikämpfe geführt wurde. Zudem führten zahlreiche verlorene Zweikämpfe im Nachgang oft doch noch zum Ballgewinn für den TSV 1860, weil dem zunächst im Vorteil befindlichen Spieler von Viktoria Berlin der Ball vom Fuß sprang, oder, dass ein gedoppelter Spieler im Zweikampf mit zwei Gegenspielern diesen Zweikampf ja nur gegen einen der Beiden verliert. Das relativiert den auf den ersten Blick schlechten Wert doch gewaltig.

In welchen Zonen also verlor der TSV 1860 gegen Viktoria Berlin wie viele seiner defensiven Zweikämpfe? Im letzten Drittel vor dem eigenen wurden Tor insgesamt elf defensive Zweikämpfe verloren. Davon fand ein einziger im eigenen Strafraum statt. Durch die oben erwähnte Verschiebung gegen den Ball mit zwei Spielern auf den Halbpositionen und Moll zentral war das Zentrum beim TSV 1860 München gegen Viktoria Berlin so dicht, dass die Hauptstädter immer auf die von ihnen ungeliebten Flügel ausweichen mussten. Acht dieser elf verlorenen Defensivzweikämpfe fanden dort statt. Die seltenen Fälle, in denen es die Viktoria dann schaffte, den Ball in die Box zu spielen, waren bis auf vier Ausnahmen in den seitlichen Randbereichen des Strafraums. Eine Ecke, zwei Freistöße, und eine Situation aus dem Spiel heraus sorgten für zentrale Ballkontakte der Berliner im Strafraum der Sechzger. Fazit des Ganzen: Eine Top Leistung im eigenen letzten Drittel beim TSV 1860.

In den Zonen vor dem eigenen letzten Drittel wurden mehr defensive Zweikämpfe verloren als gewonnen. Das ist aber tatsächlich kein Beinbruch. Allein die Störung des Spielflusses in diesen Fällen sorgte dafür, dass Berlin – wie oben beschrieben – immer wieder neu aufbauen musste, weil der TSV 1860, durch die mit diesen Zweikämpfen gewonnene Zeit, die Räume so gut besetzen konnte, dass der Viktoria nichts anders übrig blieb, als den Ball zurück zu spielen.

PPDA

Viele werden nach Betrachtung der Werte sagen: “Das Pressing war doch gut, warum ist der Wert beim Indikator (PPDA) so hoch?” Auch hier gibt es wieder eine einfache Antwort. Das Zustellen der Passwege ohne direkte Aktionnen gegen den Ball wird bei der PPDA leider nicht berücksichtigt. Viele Pressingsituationen vor allem zu Beginn der Partie konnte Berlin nur über den langen Ball lösen. Dieser musste dann nicht mehr in der sogenannten pressingrelevanten Zone verteidigt werden. Damit zählen Aktionen gegen solche Bälle nicht in diese Statistik. Oder aber der Druck der hoch pressenden Löwen führte direkt zu Fehlpässen, die aus gutem Stellungsspiel in der zweiten Linie resultierten und keine durch Einlaufen in Passwege eroberten Bälle waren. Daher zählen diese (statistisch) auch nicht als Aktion gegen den Ball.

Zu guter Letzt noch ein Blick auf die Schüsse. Vierundzwanzig Schüsse, zwölf davon aufs Tor, nur zwei drin. Na gut, hier hätte die Ausbeute höher sein dürfen. Aber sind wir ehrlich: Das ist Jammern auf hohem Niveau! Zehn gehaltene Bälle, vier davon Reflexparaden, bei denen andere Torhüter aufgrund der geringen Entfernung den Ball möglicherweise nicht einmal kommen sehen, zeigen deutlich welch Potential der 21-jährige Keeper Krahl im Berliner Tor besitzt.

Das Spiel

1. Halbzeit

Von Beginn an machte der TSV 1860 gegen Viktoria Berlin Druck. Die sprichwörtliche Abtastphase gab es nicht. Aus einer Pressingsituation heraus, die Berlin nicht lösen konnte, gab es einen Einwurf für die Sechzger. Dieser führte zum 1:0 für Sechzig durch Erik Tallig in der 3. Minute. Mit der frühen Führung im Rücken konnten sich die Löwen darauf konzentrieren, aus einer eigenen kompakten Defensive heraus über Umschaltspiel oder kontrollierte Offensive zu agieren. Gewonnene zweite Bälle für die Berliner Offensive waren Ausnahmen. Selbst wenn Berlin das gelang, konnte die Viktoria daraus wenig Kapital schlagen. Wie oben schon geschrieben, waren die Ballkontakte der Hausherren in der Box des TSV 1860 auf die Ränder des Sechzehners beschränkt. Im Zentrum vor dem Tor ließ Sechzig im eigenen Strafraum fast nichts zu.

In der 21. Minute fiel dann der verdiente zweite Treffer für die Löwen durch einen von Stefan Lex herausgeholten Elfmeter. Bär verwandelte souverän.

Mit der zwei Tore Führung im Rücken und ideenlosen Berlinern als Gegner, überließen es die Sechzger ab diesem Zeitpunkt, den Hausherren das Spiel zu machen und setzten selbst weiter eher auf Reaktion als auf Aktion. Diszipliniertes und taktisch kluges Spiel sorgten dafür, dass Berlin zu keinem Zeitpunkt dauerhaft Gefahr für das Münchner Tor ausstrahlen konnte. Einzelne Momente, die hauptsächlich aus Standardsituationen entstanden, waren ebenfalls selten gefährlich. Bis auf Pinckert, der in der 26. Minute über den Kasten zielte, Ezehs Versuch, der rechts am Kasten vorbeiging, und Seiferts eher schwachen aber doch platzierten Schuss, den Hiller zur Ecke klärte, gab es für Berlin keinen Weg durch das Löwenbollwerk hindurch.

Der TSV 1860 München eroberte den Ball meistens vor dem eigenen letzten Drittel und startete seinerseits Attacken auf den Berliner Strafraum. Diese Attacken klappten deutlich besser als bei den Gastgebern. Die Sechzger drangen in der ersten Halbzeit nicht so häufig wie Berlin in die gegnerische Box ein. Es waren jedoch die Hälfte aller Ballkontakte der Löwen im Strafraum der Hausherren in zentralen Positionen vor dem Tor.

2. Halbzeit

In der zweiten Halbzeit kam Berlin dann giftig aus der Kabine und tatsächlich kurz nach Wiederanpfiff gefährlich vor das Tor der Löwen. Pinckerts Chance in der 49. Minute war allerdings trotz zweier weiterer Schüsse bis zur 60. Minute die einzig nennenswerte Möglichkeit für die Gastgeber in Durchgang zwei. Bis zur 60. Minute spielte Berlin noch mit. Dann nahm Trainer Farat Toku Küc vom Platz, stellte Menz neben Jopek auf die Doppelsechs und beorderte Theisen ins offensive Mittelfeld. Ohne den Kreativposten Küc, der im Sturm allerdings eher verschenkt schien, war dann Schluss mit sämtlichen Offensivbemühungen seitens der Viktoria.

Ganz anders sah das bei den Sechzgern aus. Der TSV 1860 spielte sich im Friedrich Ludwig Jahn Sportpark in einen wahren Offensivrausch. Die Bilanz der letzten halben Stunde plus Nachspielzeit liest sich so überlegen, wie sie auch tatsächlich war. 6:0 Schüsse (davon alle aufs Tor), 20:3 bis zum Ende gespielte Positionsangriffe und 2:1 Konter stehen für den TSV 1860 bei nach wie vor geringerem Ballbesitz zu Buche. Ein einziger Ballkontakt gelang der Viktoria im Strafraum der Sechzger noch bis zum Schlusspfiff.

Angesichts dieses desolaten, blutleeren Auftritts der Hauptstädter darf man daran zweifeln, ob die Demission von Trainer Benedetto Muzzicato weise war. Was solls, uns kanns – zumindest in diesem Spiel – nur recht sein.

Michel Köllner wechselte seine Akteure erst spät, schöpfte aber das Wechselkontingent im Gegensatz zu seinem Kollegen, der nur dreimal wechselte, voll aus. Mit Dressel (78.), Greilinger, Goden (beide 85.), Linsbichler und Morgalla (beide 90.+1) kamen in der Schlussphase frische Kräfte ins Spiel.

Nimmt man die xG-Statistik als Grundlage, hätte Sechzig in der zweiten Halbzeit noch mindestens einen Treffer nachlegen müssen. Beim Blick aufs Spiel und dem, was man landläufig als 100%ige Chance ansieht, könnte man sich auch Marcel Bärs Meinung im Interview nach dem Spiel anschließen. Er sprach von fünf oder sechs Toren, die man hätte nachlegen können.

Die Tore

Das 0:1

Nach einem Einwurf durch Tallig auf der linken Seite steil zu Bär, spielt dieser das Leder zurück zu Tallig. Der setzt sich, von der linken Seitenauslinie kommend, gegen drei Gegenspieler durch und dringt im Alleingang in die Box der Berliner ein. Von Jopek begleitet schließt er, nachdem er mit dem Ball in den Fünfer eingedrungen war, aus spitzem Winkel ab. Die freundliche Mithilfe von Jopek, der dabei den Ball ins eigene Tor abfälscht, nahm er natürlich dankend an.

Hervorzuheben an dieser Situation ist aber auch das gute Zonenpressing zuvor. Die Sechzger stellten dabei die Passwege der Berliner derart gut zu, dass die Viktoria keine normalen Positionsaufbau zusammenbrachte. So wurde der Ball von den Hausherren immer weiter an die eigene Torauslinie zurück gepasst. Die Löwen besetzten zudem durch gutes Stellungsspiel im Mittelfeld die Räume so gut, dass Krahl den Ball lang und hoch ins Seitenaus schlug, um nicht noch stärker unter Druck zu geraten.

Das 0:2

Bär versenkt einen Elfmeter nach Foul im Strafraum an Lex souverän.

Auch hier ist die Entstehung der Situation, die zum Foul führt, Spitzenklasse. Los geht es mit einem Einwurf auf der linken Berliner Angriffsseite durch Ezeh auf Küc. Ezeh läuft dann die Linie entlang, um sich für eine Flanke in Stellung zu bringen. Kücs Pass, den Tallig gut verteidigt, landet so als zweiter Ball bei Lewald im Mittelfeld nahe des Anstoßkreises. Lewalds Kopfball nach vorn geht jedoch nicht zu einem seiner Mannschaftskameraden. Moll hält sein Füßchen hin. So spielt er die Kugel mit nur einem Kontakt steil über die Gegner hinweg in den Lauf von Marcel Bär. Bär verarbeitet das Spielgerät und legt mit seinem zweiten Kontakt zu Lex, der etwas weiter links mitläuft. Verfolgt von Pinckert dringt Lex in die Box ein und wird dort von seinem Verfolger von den Beinen geholt.

Gerne würde ich hier noch weitere Tore beschreiben. Chancen hätten die Löwen genügend gehabt. Aber ein souveräner 2:0 Sieg in der Fremde ist trotz des Chancenwuchers nicht zu verachten.

Fazit Viktoria Berlin – TSV 1860

So darf es gerne weitergehen. Gute Spielkontrolle bei Ballbesitz, starke Defensivarbeit beim Zonenpressing, im Stellungsspiel und in der Raumdeckung, Kreativität und viel Bewegung in der Offensive. Was will man mehr? Fünf oder sechs Tore wie Marcel Bär sagt? Bis auf die Chancenverwertung braucht man am Spiel des TSV 1860 München gegen Berlin tatsächlich nichts kritisieren. Und das zu kritisieren ist, wie schon geschrieben, Jammern auf hohem Niveau. Diese Chancen machen die Burschen dann halt im nächsten Spiel rein.

Apropos nächstes Spiel: Am nächsten Sonntag geht es ohne Kapitän Lex nach Mannheim -das wird sicherlich kein Spaziergang. Positiv ist, dass die Löwen nach dem Spiel am Freitag einen zusätzlichen Tag zur Regeneration haben und im Vergleich zum normalen Spielrhythmus sogar zwei Tage mehr zu Vorbereitung.

Datenquelle: Wyscout

1860 am Wochenende: Dritte verliert Spitzenspiel bei FC Ludwigsvorstadt

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FC Ludwigsvorstadt TSV 1860 III Dritte

Während die Profis am Freitag Abend ordentlich Grund zu Jubeln hatten, erlebte die 3. Mannschaft am Sonntag einen bitteren Vormittag. Im Spitzenspiel der Kreisklasse 4 unterlag die Dritte im Spitzenspiel dem FC Ludwigsvorstadt mit 2:3.

Dritte verliert beim FC Ludwigsvorstadt

Rund 100 Zuschauer hatten sich auf der Anlage des SC Armin 1893 eingefunden, um der Partie beizuwohnen. Von Beginn an zeigte sich der FC Ludwigsvorstadt überlegen, die Dritte der Löwen fand kaum ins Spiel. Nach zehn Minuten dann der erste große Rückschlag: Bei einem Zweikampf blieb ein Löwen im Kunstrasen hängen und verdrehte sich das Knie. Kurze Zeit später war der Krankenwagen da, Verdacht auf Kreuzbandriss. Wir wünschen dem Spieler gute Besserung!

Als es dann weiterging, schlug der Gastgeber zu und ging verdient in Führung. Kurz vor der Pause folgte der zweite Streich und die Partie schien entschieden. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich die Dritte jedoch zurück ins Spiel und beschäftigte Ludwigsvorstadt ordentlich. Julian Schleich verkürzte in der 70. Minute auf 1:2, doch nur vier Minuten später klingelte es wieder im Gehäuse der Löwen. Der erneute Anschlusstreffer von Daniel Schlömer (86.) kam zu spät und so musste der TSV 1860 eine bittere Niederlage im Aufstiegsrennen einstecken.

U17 gewinnt in letzter Minute

Etwas mehr Glück hatte die U17, die im Abstiegskampf zu einem Last-Minute-Sieg gegen den Tabellenletzten SSV Reutlingen 05 kam. Fousseny Doumbia traf per Elfmeter zum wichtigen 2:1 (siehe Video unten).

Die U19 kam mit Lorenz Knöferl (zwei Tore) und Leandro Morgalla zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen den TSV 1860 Rosenheim.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 11.03.

19.00 Uhr: Viktoria Berlin – Profis 0:2
19.30 Uhr: VfB Hallbergmoos – U21 1:1

Samstag, 12.03.

11.00 Uhr: U14 – Viktoria Pilsen 4:1
11.00 Uhr: TSV München-Ost U10 – U9 1:13
13.30 Uhr: U19 – TSV 1860 Rosenheim 3:0
16.00 Uhr: U11 – Wacker Innsbruck 8:4
17.00 Uhr: Frauen – SG FC Aich/FSV Aufkirchen 2:2

Sonntag, 13.03.

10.45 Uhr: FC Ludwigsvorstadt – 3. Mannschaft 3:2
11.30 Uhr: U12 – JFG Straubinger Land U13 2:0
12.45 Uhr: Munich Irish Rovers FC – 4. Mannschaft 1:5
13.30 Uhr: Fußball-Talente Freiham U14 – U13 0:0
14.00 Uhr: U17 – SSV Reutlingen 1905 2:1
14.00 Uhr: VfB Eichstätt – U18 1:6
19.00 Uhr: Futsal Panther Ingolstadt – Futsal 5:3

Dach vom Olympiapark wird für über 80 Millionen Euro saniert

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Blick in das Olympiastadion München aus der Südkurve mit Zeltdach

Die Stadt München startet zeitnah mit der Sanierung vom Dach im Olympiapark. Die Konstruktion ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden.

78.000 m² Plexiglas

Bereits seit 2015 untersuchen die Stadtwerke München das Dach im Olympiapark für eine umfassende Sanierung. Dabei sollen unter anderem die Plexiglas-Scheiben ausgetauscht werden. Sie sind in die Jahre gekommen, doch auch die Halteseile und Stützpfosten bedürfen einem gründlichen Check. Hier sind nach aktuellem Stand ebenfalls Maßnahmen notwendig. Insgesamt gehen die Stadtwerke von einer Sanierung aus, die “deutlich über den Austausch der Eindeckung hinausgehen wird“.

Insgesamt geht es dabei um eine Dach-Oberfläche von 78.000 m², die neben dem Stadion auch weitere Teile im Olympiapark überdeckt. Rund die Hälfte der Fläche ist über der Haupttribüne vom Olympiastadion zu finden (34.550 m²). Schon einmal wurde die Konstruktion erneuert. Mitte der 90er Jahre wurde hierfür rund 60 Mio. € fällig. Für die jetzige Sanierung geht der Stadtrat von aktuell 84 Mio. € aus. Doch die Formulierung in der zugehörigen Sitzungsvorlage lässt darauf schließen, dass die Kosten höher liegen könnten.

Die Kosten für die Sanierung der Zeltdach-Eindeckung können derzeit von SWMS (Anm. der Red.: Stadtwerke München Services GmbH) bzw. OMG (Anm. der Red.: Olympiapark München GmbH) seriös nicht angegeben werden. Die aktuell von der SWMS angegebene Grobkostenschätzung von rd. 84 Mio. € netto für Planung und Ausführung der Erneuerung der Plexiglas-Eindeckung basiert noch nicht auf konkreten Planungen.

Maßnahmen am Dach vom Olympiapark teurer als Grünwalder Stadion

Das lässt die ebenfalls geplanten Baumaßnahmen am Grünwalder Stadion in einem anderen Licht erscheinen. Nach aktuellen Schätzungen müssen hier 70 bis 80 Mio. € investiert werdem, um unter anderem eine Kapazitätserweiterung, die Einrichtung von VIP-Logen und Ertüchtigung für die 2.Bundesliga zu ermöglichen. Für das Dach im Olympiapark ist hingegen schon jetzt mehr Geld eingeplant. Eine Ablehnung des Austausches wäre das Ende für den Olympiapark in seiner jetzigen Form. Am morgigen Dienstag ist das Dach vom Olympiapark Thema im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft. Es wird von einer Zustimmung und baldigem Beginn der Maßnahmen gerechnet. Im besten Falle soll die Sanierung bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Türkgücü nicht betroffen

Die Austragung der Spiele von Drittligist Türkgücü ist davon unabhängig. Das letzte Spiel im Münchner Olympiastadion trugen die Neuperlacher vergangenen Samstag aus. Als nächstes steht ein Auswärtsspiel bei Wehen Wiesbaden an. Ob es für den Verein danach überhaupt noch weitergeht, ist aktuell mehr als ungewiss. Sollte Türkgücü die Saison sportlich wie geplant beenden, werden die restlichen vier Heimspiele in der Saison 2021/22 im Grünwalder Stadion ausgetragen.

TSV 1860 Futsal: Löwen unterliegen 3:5 in einem packenden Hinspiel

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TSV 1860 Futsal Finale Bayernliga Ingolstadt

Ingolstadts berühmteste Tochter, die Dramatikerin Marieluise Fleißer, hätte es nicht besser inszenieren können. Was sich in der oberbayerischen Donaumetropole am Sonntag Abend in Sachen Futsal abspielte, war ein Leckerbissen an Dramatik und Spannung. Spielerischer Glanz, beherzter Kampf und hochumstrittene Schiedsrichterentscheidungen kennzeichneten zudem das Hinspiel um die Bayernliga-Meisterschaft im Futsal zwischen dem Gastgeber Futsal Panthers Ingolstadt und dem TSV 1860 München.

TSV 1860 Futsal unterliegt im Hinspiel

Trotz der 3:5 Niederlage gehen die Löwen durchaus zuversichtlich ins alles entscheidende Rückspiel am kommenden Samstag, denn diesmal war es kein 0:7 wie im Ligaspiel vor einigen Wochen, sondern ein Kampf zweier gleichwertiger Teams auf Augenhöhe.

Die 150 Zuschauer in der MTV-Halle zu Ingolstadt sahen eine Partie zweier Spitzenmannschaften. Den Panthers gelang in der neunten Minute das 1:0, das Igor Ilinkovic eine Minute später ausgleichen konnte. Ab diesem Zeitpunkt gewann das Spiel an Tempo, Brisanz und Dramatik. Zunächst erarbeiteten sich die Schanzer leichte Vorteile, gingen erneut in Führung und bauten diese schließlich nach einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung bis zur Pause auf 3:1 aus.

Großer Kampf der Löwen

In der zweiten Halbzeit übernahm der TSV 1860 Futsal das Heft des Handelns, kam durch Tore von Anto Bonic auf 2:3 und durch Spiellenker Linus Radau auf 3:4 heran, mussten aber nach einem Freistoß für Ingolstadt das 3:5 hinnehmen. So blieb es bis zum Schluss, obwohl die tapferen, aufopferungsvoll kämpfenden und auch taktisch und spielerisch überzeugenden Löwen alles unternahmen, um noch einmal heranzukommen. Mehrere Male stand dabei der Pfosten im Weg. Aber auch die Kicker aus der oberbayerischen Donaumetropole hatten in den Schlussminuten noch hochkarätige Chancen, die Münchens hervorragender Keeper Mihael Vukovic mit zwei Glanzparaden verhinderte.

Unzufrieden mit der Schiedsrichterleistung

Die Sechzger haderten nach dem Spiel mit dem Schiedsrichtertrio, das ein Foul an Darko Filipovic, das dem 1:3 Gegentor vorausging, nicht ahndete und auch sonst – aus Löwensicht – in dieser heißumkämpften Partie nicht immer Herr der Lage war. Trainer Franjo Ereiz war dennoch mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden:

“Wir haben heute gut gespielt, aber etwas unglücklich verloren.”

Die Entscheidung um die Bayernliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga fällt im Rückspiel, am Samstag, 19.03.2022 um 19:00 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums München Nord, Knorrstr. 173. Die Löwen hoffen auf zahlreiche Unterstützung ihrer Fans.

Sechzig um Sieben: ab sofort öffentliches Training beim TSV 1860

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Herzlich willkommen in einer neuen Woche mit dem TSV 1860 München! Die Löwen schwimmen auf einer Erfolgswelle und reisen als nächstes zu Waldhof Mannheim. Zunächst aber einmal starten wir die Woche mit den Meldungen vom Wochenende. Unter anderem gibt es ab heute wieder öffentliches Training an der Grünwalder Straße.

Giesinger Gedanken nach Sieg in Berlin

Es war der vierte Sieg in Serie für den TSV 1860 München. Kein Grund also zur Traurigkeit, oder? Für manche jedoch schon, denn sie waren gezwungenermaßen nur vor dem Bildschirm zuhause mit dabei und nicht wie geplant live in der Bundeshauptstadt. Corona machte Thomas einen Strich durch die Rechnung und er berichtet in seinen Giesinger Gedanken von seinen Eindrücken vom Freitagabend daheim.

Boxer verlieren beim ersten Kampf in Giesing

Nach der Auftaktniederlage in Hannover war am Samstagabend mit dem BC Traktor Schwerin erstmals ein Team aus der Box Bundesliga in Giesing zu Gast. Mehrere hundert Zuschauer waren gekommen und sahen eine knappe Niederlage der Löwen gegen den amtierenden Deutschen Meister. Weiter geht es Anfang April in Chemnitz.

Ultras zurück in der Kurve

Wie es aussieht, fallen am Ende dieser Woche ein Großteil der bestehenden Maßnahmen. Unter diesen Umständen haben die Münchner Löwen für das Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim ihre Rückkehr in den Block angekündigt. Im Aufruf hoffen die Ultras darauf, dass möglichst viele Löwenfans ebenfalls die Reise nach Mannheim antreten.

Gastbeitrag vom Kassenwart: Gorenzels Falschgeld

Erneut hat der User Kassenwart einen Gastartikel bei sechzger.de veröffentlicht und wieder hat sich im Kommentarbereich eine lebhafte Diskussion entwickelt. Er vergleicht unter anderem die Lebenshaltungskosten zwischen den Drittligisten und kommt daher zum Schluss, dass die Budgets der verschiedenen Vereine nicht wirklich miteinander vergleichbar sind, wenn man die nackten Zahlen betrachtet.

Wieder öffentliches Training an der Grünwalder Straße

Kiebitze können sich freuen, endlich sind sie wieder am Trainingsgelände als Gäste zugelassen. Mit einem 2G-Nachweis sowie einer FFP2-Maske ist es ab sofort wieder bei einigen Terminen gestattet, den Profis bei ihren Übungseinheiten zuzuschauen. Die Termine für öffentliches Training finden sich in der Rubrik Aktuelles -> Termine auf der Homepage des TSV 1860. Die erste Möglichkeit gibt es bereits heute ab 14:30 Uhr.

News aus der 3.Liga

Der 30.Spieltag

Das Spiel der Löwen bildete den Auftakt, ein Großteil der Konkurrenz im oberen Tabellendrittel war dann am Samstag im Einsatz. Die Ergebnisse sind in unserem Artikel zu finden.
Am gestrigen Sonntag standen sich dann noch Zwickau und Osnabrück sowie Würzburg und Dortmund II gegenüber. Die Osnabrücker konnten dabei mit einem 3:1-Auswärtssieg weitere drei Punkte auf ihr Konto gutschreiben. Ebenfalls mit 3:1 endete die zweite Partie. Würzburg konnte einen ganz wichtigen Sieg im Abstiegskampf feiern.

Heute abend treffen dann noch der SV Meppen und der MSV Duisburg aufeinander. Anstoß ist um 18:60 Uhr. Die Partie sol trotz zahlreicher positiver Tests beim SVM durchgeführt werden. Nachgeholt wird hingegen die Partie zwischen Halle und Freiburg II wegen Corona-Fällen bei den Gastgebern. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Der TSV 1860 liegt aktuell auf Rang fünf mit sieben Punkten auf Platz 2 (Kaiserslautern) sowie drei auf den Relegationsplatz (Saarbrücken).

Kapitän Seegert fällt wohlmöglich gegen TSV 1860 aus

Marcel Seegert musste beim Auswärtssieg vom nächsten Löwen-Gegner Waldhof Mannheim frühzeitig ausgewechselt werden. Der Grund: er hatte bei einem Fallrückzieher-Versuch seines Gegenspielers den Fuß in das Gesicht bekommen. Ob der 27-Jährige bis zum kommenden Sonntag wieder einsatzbereit ist, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen.

Boxer verlieren Heimpremiere gegen Schwerin

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Nach dem ausgefallenen Kampfabend in Schwerin und dem ersten Auswärtskampf in Hannover fand gestern Abend der erste Heimkampf der 1860-Bundesligaboxer gegen BC TRAKTOR Schwerin statt.

Löwen unterliegen dem BC TRAKTOR Schwerin mit 12:15 Punkten

Pünktlich um 18.60h ging für die Boxabteilung des TSV 1860 München ein Traum in Erfüllung. Die Heimpremiere der Boxer sahen 500 Zuschauer in der ausverkauften Halle an der Seitenstraße. Und bereits das Vorgramm war attraktiv. Es wurden noch drei Kämpfe um die Bayrische Meisterschaft nachgeholt. In der Klasse bis 69 kg konnte sich der Box-Löwe Sherzada Mierweiss den Titel erkämpfen.

Abteilungsleiter Ali Cukur begrüßt die Boxsportfreunde zur Heimpremiere

Die Löwen-Riege startet gut in den Kampfabend

Die Löwen starteten gut in die Heimpremiere und lagen bis zum 5. Kampf in Führung. Der sechste Kampf (im Mittelgewicht) wurde wegen einer blutenden Kopfverletzung in der ersten Runde abgebrochen und nach Punkten für Schwerin gewertet. Nach dem Mittelgewicht lagen die Löwen noch in Führung.

Keine Chance in den höheren Gewichtsklassen

Die Boxlöwen mussten sich ab dem Halbmittelgewicht in allen Gewichtsklassen geschlagen geben. So stand am Ende eine 12:15 Niederlage gegen den BC TRAKTOR Schwerin beim ersten Bundesliga Heimkampf zu Buche. Zu sehr grämen ob der Niederlage sollten sich die Boxlöwen aber nicht. Mit den Schwerinern war eine deutsche Spietzenriege zu Gast, die 2019 und 2021 die deutsche Meisterschaft feiern konnte. Die Ergebnisse der einzelnen Kämpfe könnt Ihr hier nachschauen. In der Tabelle liegen die 1860-Boxer nun auf Rang vier.
Leo Kirschberger lieferte einen großen Kampf – musste sich am Ende aber geschlagen geben

Besonderes Augenmerk auf “The Black Flash”

Besonders merken sollte man sich den 18-jährigen Weltergewichtler “The Black Flash” Randy Botikali. Er ist ein 1860-Eigengewächs, das 2021 Bayrischer Jugendmeister wurde und heute einen richtig starken Kampf zeigte.
Der Arm geht hoch: Randy Botikali siegt im Weltergewicht

Nächster Kampfabend am 02.04. in Chemnitz

Wir freuen uns auf den nächsten Bundesligakampftag der Löwen am 02.04.22 auswärts beim BC Chemnitz. Freunde des Boxsports können die Partie über den Livestream unter www.bundesligaboxen.de verfolgen.
Die sechzger.de Redaktion dankt Petra Stättmayer für den fachlichen Input!

Rückkehr der Münchner Löwen: “Gemeinsam für Sechzig” in Mannheim

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SV Waldhof Mannheim Anzeige Carl-Benz-Stadion

Die Müncher Löwen haben für das Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim ihre Rückkehr in die Kurve angekündigt.

Ultras des TSV 1860 zurück im Stadion

Knapp 2.000 Löwenfans hatten sich auf den Weg nach Berlin gemacht. Sie sahen einen nie gefährdeten 0:2-Auswärtssieg im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark durch Tore von Tallig und Bär. Die angereisten Gäste auf den Rängen waren zwar bemüht, doch eines merkte man wieder deutlich. Die aktive Fanszene fehlte. Viele verschiedene Stimmungszentren unterstützen den TSV 1860 auf dem Platz, doch Stimmung kam so nicht wirklich auf.

Die Münchner Löwen blieben dem Spiel erneut fern, zuletzt waren sie gegen den SC Freiburg II im Stadion aktiv. Es war die bisher letzte Partie, bei der eine Vollauslastung erlaubt war. Nun aber hat der Dachverband angekündigt, wieder im Stadion aktiv aufzutreten. Für das Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim haben die Münchner Löwen ihre Rückkehr angekündigt. Mit einem kurzen, emotionalen Post haben sie sich an die Fans des TSV 1860 München gewandt.

Müncher Löwen kündigen Rückkehr an: Endlich wieder Sechzig auswärts

ML spricht dabei von einer “gefühlten Ewigkeit”, seitdem die Ultras offiziell im Stadion vertreten waren. Zum Auswärtsspiel in Mannheim seien die Bedingungen wieder so akzeptabel, dass die Münchner Löwen zurück in der Kurve sind. Anstoß für das Auwärtsspiel bei Waldhof Mannheim ist am Sonntag, 20.März um 14:00 Uhr. sechzger.de berichtet wieder im Liveticker vom Spiel in der Quadratestadt.

30. Spieltag der dritten Liga: Die Samstagsspiele

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Blick auf die Konkurrenz bei sechzger.de: so haben die anderen Vereine in der 3.Liga abgeschnitten

Der 30. Spieltag der dritten Liga begann ja gestern sehr erfreulich: Unsere Löwen konnten einen mehr als verdienten 2:0-Auswärtssieg bei Viktoria Berlin einfahren. Den Überblick heutigen fünf Samstagsspiele des 30. Spieltags findet Ihr hier. Das Spiel Halle – Freiburg II wurde wegen eines Corona-Ausbruchs beim Gastgeber abgesagt.

Braunschweig – Saarbrücken 0:2 (0:1)

Die Augen den Löwenfans waren natürlich hauptsächlich auf die Hamburger Straße in Braunschweig gerichtet. Die beiden oberen Tabellennachbarn traten zum Direktduell an. Die erste Chance hatte Jacob per Kopf. Schulz musste den Ball für den schon geschlagenen Fejzic von der Linie schlagen. Nach etwa 20 Minuten kam auch Brausnchweig zu Chancen. Erst musste Batz einen Kopfball von Krauße entschärfen. Dann flankte Marx in die Mitte und die Saarbrücker konnten vor dem einschussbereiten Henning in letzter Sekunde klären. Die Gäste aus Saarbrücken erzielten in der 37. Minute den Führungstreffer. Nach einer weiten Flanke von rechts stocherte Zeitz am langen Eck den Ball ins Netz der Hausherren. So nahm der FCS eine etwas glückliche Führung mit in die Pause.

Braunschweig versuchte natürlich, den Ausgleich zu erzielen. Saarbrücken ließ kaum Chancen zu, die Braunschweiger agierten zu fahrig in der Offensive. Lediglich in der 64. Minute musste Batz gegen Multhaup retten. Fünf Minuten später setzte Multhaup einen Ball ans Außennetz, das war die beste Ausgleichschance für die Eintracht. In der 90. Minute nutzten die Gäste dann einen ihrer wenigen Konter zum 2:0. Steinkötter netzte einen abgefälschten Ball von Jacob zur Entscheidung ein.

Damit entführt Saarbrücken drei ganz wichtige Punkte im Aufstiegskampf aus Braunschweig. Von den Hausherren kam einfach zu wenig, um ein Spitzenspiel zu gewinnen.

Kaiserslautern – Havelse 3:0 (1:0)

Die roten Teufel wollten einen “Pflichtsieg” gegen die abstiegsbedrohten Havelser landen, um ihren Vorsprung auf Rang 3 mindestens zu halten. und der Plan ging für die Lauterer gleich auf. Nach einer Ecke in der 12. Minute staubte Terence Boyd zum 1:0 ab. Der Ball wurde vorher allerdings klar von Hercher per Hand weitergeleitet, so dass der Treffer nicht hätte zählen dürfen. Boyd und Hercher hatten weitere Chancen, um die Führung des FCK zu erhöhen. Da sie nicht trafen, ging es mit 1:0 in die Pause.

Philipp Hercher stellte nach einem herrlichen Konter der Lauterer auf 2:0 (54. Minute). Damit standen die Zeichen natürlich auf Heimsieg am Betzenberg. Danach diktierte der FCK weiter das Spiel und hatte weitere Chancen, um den Vorsprung zu erhöhen. In der 73. Minute machten die roten Teufel dann den Deckel drauf. Ritter wurde vom starken Hercher im Strafraum toll angespielt, der den Ball zum 3:0 versenkte. Somit fuhr der FCK einen ungefährdetetn Sieg ein und verteidigten den Aufstiegsplatz.

SC Verl – SV Waldhof 1:3 (1:0)

Um Big Points ging es für beiden Teams in Lotte. Für Verl gegen den Abstieg für den nächsten Löwengegner um den Aufstieg. In der 15. Minute luchste Petkov Donkor den Ball im Spielaufbau ab, drang von rechts in den Strafraum ein und überwand Königsmann im Mannheimer Tor zum 1:0. Mannheim war bis dahin das spielbestimmende Team gewesen. Im Anschluss verlor Waldhof etwas die Linie, übernahm aber dann wieder die Spielkontrolle. Bis zur Halbzeit gelang den Mannheimern kein Treffer, so ging Verl mit glücklicher Führung in die Kabinen.

Waldhof blieb auch im zweiten Abschnitt überlegen. Die Verler konnten aber gut verteidigen. Nach 62 Minuten traf Pascal Sohm dann zum verdienten Ausgleich. Vorausgegangen war ein schöner Angriff über Seegert und Boyamba. Im Gegenzug hätte Verl wieder in Führung gehen können. Ezekwem köpfte an den Querbalken.

Die wacker kämpfenden Hausherren kassierten noch zwei bittere Tore in der Schlussphase. In der 88. Minute erzielt zunächst Sohm das 1:2, nur drei Minuten später setzte Ekincier das 1:3 obendrauf. Damit drehte Waldhof das Spiel und erkämpft drei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen.

Türkgücü – Magdeburg 2:1 (1:0)

Im möglicherweise letzten Heimspiel der Neuperlacher war der designierte Aufsteiger aus Magdeburg zu Gast. Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Magdeburger fasste sich Türpitz aus etwa zehn Metern ein Herz und brachte die Neuperlacher mit 1:0 in Führung (11. Minute). Kurz vor der Pause traf Krempicki die Latte, Flückiger konnte den Ball noch entscheidend ablenken. So ging es mit der Führung für die Neuperlacher in die Katakomben.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang es Türkgücü, die Gäste weitgehend vom Tor fernzuhalten. Magdeburg wirkte seltsam einfallslos. In der 63. Minute setzte Atik einen Ball nach Flachpass von Conteh knapp am Tor vorbei. Dennoch tat sich der Tabellenführer weiter schwer. Die nächste Chance ergab sich in der 75. Minute, aber Flückiger konnte erneut gegen Ceka parieren. In der 84. Minute machte Türkgücü dann Alles klar. Sorge traf nach einer Ecke, die Reimann im Magdeburger Tor nicht entscheidend entschärfen konnte. In der 89. Minute hatten die Magdeburger dann endlich einen erflogreichen Abschluss. Atik traf zum 2:1.

Türkgücü überstand die Nachspielzeit und fuhr dank großer Effektivität vor dem Tor einen überraschenden Sieg ein.

Viktoria Köln – SV Wehen 2:1 (0:0)

In Höhenberg standen sich die im relativ gesicherten Mittelfeld positionierte Kölner Viktoria und der SV Wehen gegenüber. Für die Wehener ging es darum, den Anschluss nach oben zu halten. Zu Gast war auch FC Köln Trainer Baumgart mit Ukraine-Soli-Schal. Das erste “Highlight” war in der 27. Minute die rote Karte für Mrowca, der Sontheimer ohne Chance auf den Ball von hinten umgrätschte. Da gab es nichts zu diskutieren. In der Folge agierte die Viktoria etwas überlegen, aber offensiv gelang beiden Teams bis zur Pause nichts Nennenswertes. So stand ein gerechtes 0:0 zur Pause auf der Anzeigetafel.

Der SV Wehen kam besser aus der Kabine und ging in der 50. Minute mit 0:1 in Führung. Goppel brachte eine Ecke auf den Kopf Nilsson, der auf Kempe ablegte. Dieser brauchte nur noch den Ball über die Linie zu drücken. Die größte Ausgleichschance bot sich den Kölnern in der 56. Minute, als Philipp den Ball an den Pfosten köpfte. In der 67. Minute kam Amyn dann über die linke Seite, dribbelte sich in gute Schussposition und zog ab. Stritzel konnte dem Ball nur noch hinterherschauen, als er im Kreuzeck zum 1:1 einschlug. Die Viktoria wollte nun mehr und versuchte in Überzahl, den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

In der 78. Minute hatte Sliskovic die erneute Wehener Führung auf dem Fuß, aber Nicolas wehrte zur Ecke ab. Allerdings war es in der 89. Minute erneut Amyn, der mit eine Kopie des Ausgleichs den vielumjubelten Siegtreffer für die Kölner erzielte. Der SV Wehen dürfte sich damit aus dem Aufsteigsrennen verabschiedet haben.

Was bedeutet das für die Löwen?

Durch den vierten Sieg in Folge stehen die Löwen in der Tabelle nach 30 Spieltagen nun bei 49 Punkten auf Platz 5. Auf dem dritten Platz liegt nun Saarbrücken mit 52 Punkten. Auf die roten Teufel, die mit 56 Punkten Rang 2 bekleiden, sind es schon sieben Punkte Rückstand.

Zwischen Platz 3 und Platz 6 liegen nur drei Punkte. Es bleibt also spannend und nächsten Sonntag geht es um ganz wichtige Punkte in Mannheim, die punktgleich mit den Löwen auf Rang 6 liegen.

Gastbeitrag: Gorenzels Falschgeld

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Günther Gorenzel Geschäftsführer TSV 1860 München In Der LÖWENRUNDE Pressekonferenz Vor Eintracht Braunschweig

Unser Leser und Freund, der Kassenwart hat sich mal wieder Gedanken gemacht. Diesmal über einen Aspekt des schwierigen Jobs von 1860-Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel.

Zugegeben, die Überschrift ist etwas reißerisch gewählt. Mit meinem Artikel möchte ich jedoch einmal die Kritiker für die schwierige Situation eines jeden Kaderverantwortlichen in München sensibilisieren. Denn im Vergleich zum Rest der Republik hat Günther Gorenzel erhebliche finanzielle Nachteile in Verhandlungspositionen mit Spielern und deren Beratern – insbesondere als Drittligist. Und diesen Nachteil kann man  in Euro und Cent quantifizieren.

Zwickau 2,8 = München 4

Gerne wird das Sportbudget verschiedener Vereine verglichen, um zu sehen, was der Sportgeschäftsführer daraus macht. Oft hören wir dabei, wir Löwen wären damit im Ligavergleich im oberen Bereich. Nur vergleicht man hier mit Blick auf die Mitbewerber leider Äpfel und Birnen. Denn mit 4 Milionen Budget beim TSV 1860 kann etwa die gleiche spielerische Klasse verpflichtet werden, wie beim FSV Zwickau mit 2,8 Milionen. Und das lässt dann die Leistung von Günther Gorenzel in einem anderen Licht erscheinen. Verwirrend? Ich löse das nun auf:

Nehmen wir einmal an, zwei Vereine mit gleichem Budget und ähnlichen sportlichen Ambitionen unterbreiten einem Spieler ein Angebot. Wie soll sich der Spieler entscheiden? Nachdem spätestens seit Michael Köllners Wut-PK vom 24. Februar bekannt sein sollte, dass sich die Anzahl an freien Tagen bei Fussballprofis in sehr bescheidenen Grenzen bewegt, ist es kaum das Kultur- und Freizeitangebot der Landeshauptstadt, welches den Ausschlag für ein Engagement bei Münchens großer Liebe geben kann. Im normalen Business im ‚war for talents‘ ein echtes Faustpfand, zieht dieses Argument im Profifussball nicht wirklich. Auch ist die Halbwertzeit einer Profistation im Regelfall ja deutlich kürzer, als bei allen anderen Arbeitnehmern. Man kann also auch durchaus nach der aktiven Karriere für die längste Zeit im Leben in die schönste Stadt Deutschlands ziehen und dort dann sesshaft werden.

Am Ende des Tages geht es ums Geld

Bleibt also nur der schnöde Mammon als Entscheidungskriterium. Der Sold für Söldner sozusagen (Fansentimentalitäten wie “tolle Stimmung im Stadion” oder “ein echter Traditionsclub” können wir dabei getrost vergessen). Also ist der Geldbeutel final entscheidend. Und hier schlägt gnadenlos ein Umstand zu, welchen ich „3.Liga-Effekt“ nennen möchte und der fest mit einem Rahmenparameter verknüpft ist: Die für den Profifussball relativ geringen Gehälter in Liga drei.

Wohnen in München – ein teurer Spaß

Nehmen wir einen durchschnittlichen Drittliga-Kicker und nehmen wir mal an, dass diesem ledigen Spieler vom TSV 1860 ein Angebot über 10.000 Euro monatliches Spielergehalt unterbreitet wird. 120.000 Euro* pro Jahr. Laut Brutto-Netto Rechner aus dem Internet verbleibt davon ein monatliches Nettoeinkommen von 5.660 Euro. Dies ist bei einem konfessionslosen Arbeitnehmer in der ganzen Republik gleich. Nun schlägt aber das teure Pflaster München negativ zu Buche: Gehen wir mal davon aus, dass dieser Spieler einen Lebensstil hat, für den er eine 100 qm Wohnung zu beziehen gedenkt. Wären hierfür in München statistisch 1.929 Euro fällig.

Ganz anders in den anderen Drittliga-Städten:

München 1929
Berlin 1501
Freiburg 1418
Köln 1286
Wiesbaden 1159
Mannheim 1112
Würzburg 1088
Braunschweig 990
Dortmund 930
Osnabrück 894
Kaiserslautern 853
Havelse 850
Verl 832
Saarbrücken 812
Meppen 783
Halle 762
Duisburg 730
Magdeburg 728
Zwickau 625

Alle Daten: www.wohnungsboerse.net

Allein nur die Wohnungsmiete betrachtet, braucht der FSV Zwickau dem Spieler monatlich 1.500 Euro Netto weniger an Gehalt bieten – bei gleichem Wohnwert. Brutto und auf das Jahr hochgerechnet bedeutet dies, dass Zwickau nur 85.000 Euro Gehalt bieten muss – somit ein fast 30 % geringeres Spielerbudget braucht, um vergleichbare Spieler zu verpflichten.

Lebenshaltungskosten im Vergleich

Für alle, für die dies jetzt ein Augenöffner war, darf ich sagen: Es kommt noch dicker! Financescout24 stellt einen Lebensstandardrechner im Internet bereit. Dort wird nicht nur die Miete betrachtet, sondern auch Dinge wie Lebensmittel, Mobilitätskosten und Freizeitaktivitäten gegenübergestellt.

Für den Vergleich gehe ich weiterhin vom oben unterbreiten Vertragsangebot mit Netto 5.660 Euro pro Monat (rund 68.000 Euro pro Jahr) aus. Wie hoch muss bei anderen Vereinen das Netto für den Spieler im Vergleich zum Angebot der Löwen also sein, um dort als Spieler am Monatsende das gleiche auf das Konto überweisen zu können – nach Abzug aller Lebenshaltungskosten?

München            68.000 € 100%
Freiburg            56.031 € 82%
Wiesbaden            52.370 € 77%
Würzburg            51.036 € 75%
Mannheim            50.951 € 75%
Köln            50.412 € 74%
Berlin            46.366 € 68%
Braunschweig            45.396 € 67%
Osnabrück            44.833 € 66%
Dortmund            42.516 € 63%
Saarbrücken            42.164 € 62%
Duisburg            40.213 € 59%
Halle            37.667 € 55%
Magdeburg            37.474 € 55%
Kaiserslautern 0%
Havelse 0%
Verl 0%
Meppen 0%
Zwickau 0%

Alle Daten: financescout24, nicht alle Orte waren verfügbar

Magdeburg deswegen Tabellenführer?

Und jetzt wird vielleicht auch ein wenig klar, warum Magdeburg die Liga dominiert: Magdeburg muss einem Spieler nur die Hälfte an Gehalt bieten, um diesem den gleichen Lebensstil, wie in München zu ermöglichen. Somit braucht Magdeburg auch nur den halben Etat, um gleichwertiges Spielermaterial zu verpflichten. Bei gleichem Budget wie der TSV 1860 könnte Magdeburg also deutlich wertvollere Spieler verpflichten.

Stichwort “Kaufkraft”

Wer jetzt einwendet, dass wir ja auch mehr Einnahmen haben: Natürlich haben wir durch die Lage der Stadt sowie des gesamten Umfeldes auch höhere Erlöschancen für Sponsorengelder. Nur dafür zeichnet Marc Nicolas Pfeiffer verantwortlich. Das Gorenzel zur Verfügung gestellte Budget in Euro hat jedoch – wie oben gezeigt – nicht den gleichen Geldwert wie anderswo in der Republik. Stichwort „Kaufkraft“. Ein 4 Milionen-Etat für Günter Gorenzel ist in keiner Weise vergleichbar mit einem 4 Millionen-Budget für z.B. den VfL Osnabrück, auch wenn es auf den ersten Blick die gleiche Geldsumme ist.

1860 muss daher bestrebt sein, die mit Abstand höchsten Erlöse der 3. Liga zu generieren. Denn das Münchner Geld ist in der Liga von seiner Kaufkraft am wenigsten Wert. Überspitzt gesagt arbeitet der Österreicher quasi zum Teil mit “wertlosem Falschgeld”:  Seinem Kollegen in Magdeburg reichen 2,2 Mio. aus, um die gleiche Kaderqualität einzukaufen.

Ein Aufstieg würde vieles erleichtern

Ein ewiger Teufelskreis? Nein, dieser Negativeffekt tritt besonders in der 3. Liga in Erscheinung. Bei einem Aufstieg wäre der Effekt deutlich geringer. Das liegt daran, dass – überspitzt gesagt – bei einem Millionengehalt nicht von Relevanz ist, ob die Penthousewohnung jetzt 5.000 Euro oder 10.000 an Miete kostet. Der Effekt der Lebenshaltungskosten ist umso geringer, je höher das zur Verfügung stehende Gehalt ist.

Hoffen wir also alle, das Günther Gorenzel bald mit annähernd gleichen Voraussetzungen wie 17 seiner Kollegen agieren kann. Und nehmen wir uns alle mal bei der Kritik zu seinen Ergebnissen bei Vertragsverhandlungen zurück. Denn die Spielerberater kennen alle die hier gezeigte Rechnung. Und unter diesen Voraussetzungen macht Gorenzel keinen guten, sondern einen sensationellen Job

*) Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle bleiben, dass die Lohnkosten für den Arbeitgeber TSV 1860 GmbH bei diesem Durchschnittsgehalt eines Spielers natürlich wesentlich höher liegen, als die hier angesetzten 120.000 EURO pro Jahr – und entsprechend das Budget belasten.