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Fotogalerie: TSV 1860 München vs. SV Wehen Wiesbaden

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Servus liebe Löwenfans zur Fotogalerie des Spiels unseres TSV 1860 München gegen den SV Wehen Wiesbaden!

Ein Spiel, das sich trotz des Unentschiedens fast wie ein Sieg angefühlt hat! Der Kollege Winninger beleuchtete in seiner Taktiktafel Nachbetrachtung, wie es überhaupt zu dem Rückstand kam und wie sich die Löwen doch noch einen Punkt sicherten.

So konnte zumindest bis zum Samstag wieder Platz 2 erobert werden. Aufgrund des 3:3 Unentschiedens zwischen Saarbrücken und dem Ingolstädter Werksclub konnte der im Jahre 2004 gegründete FC Ingolstadt wieder vorbeiziehen. Der Relegationsplatz ist es nun also bis nach der Winterpause. Höchste Zeit, dass die Verantwortlichen des TSV 1860 München in der Winterpause die Planungen für die Champions League vorantreiben.

Bis zum nächsten Jahr – wir wünschen viel Spaß mit den Bildern:

Heute vor 50 Jahren: TSV 1860 erkämpft ein 1:1 beim FC 08 Villingen

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Die Saison 1970/71 wird sicher nicht als glorreichste Spielzeit in die Historie des TSV 1860 München eingehen. Die Löwen waren soeben aus der Bundesliga in die damals zweitklassige Regionalliga Süd abgestiegen, am Ende sprang Rang 4 heraus. Neu-Trainer Hans Tilkowski integrierte zehn Neuzugänge (u.a. Meisterlöwe Hans Rebele), 14 Spieler hatten den Verein verlassen. Am Ende stand Rang 4 in der Tabelle, der Wiederaufstieg wurde also verpasst. Und zu allem Überfluss brannte Ende Januar 1971 die Haupttribüne des Sechzgerstadions und wurde dabei erheblich zerstört.

4. Advent im Schwarzwald

Der Sonntag Nachmittag im Friedengrundstadion begann denkbar schlecht: Der heimische FC Villingen 08 nutze bereits seine erste Chance und ging nach 4 Minuten durch Rentschler in Führung. Den Großteil der 9.000 Zuschauer freute dies natürlich, für 1860 hingegen war es ein Nackenschlag, der saß. Gott sei Dank gab es noch 85 Minuten Zeit, das zu reparieren, doch was immer die Löwen auch versuchten, der Ausgleich wollte nicht fallen.

Die Legende trifft

Als man sich quasi schon mit der Pleite beim Außenseiter abgefunden hatte, rückte einer der größten Löwen aller Zeiten mit auf und rettete dem TSV immerhin noch einen Punkt. Manfred Wagner, seit 1953 bei den Sechzgern, traf in der 90. Minute zum 1:1. Es sollte die letzte Spielzeit von Manni sein, der im Rückspiel gegen Villingen seinen letzten Einsatz für 1860 hatte und seine Karriere beendete. Traurig: Beim letzten Saisonheimspiel gegen Villingen verloren sich gerade mal 1.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion…

Die Aufstellung des TSV 1860

Trainer Tilkowski schenkte folgender Elf sein Vertrauen:

Fraydl – Kroth, Schmidt, Lex, Wagner – Rebele, Hiller, Reichenberger – Metzger, Holenstein, Bredenfeld

Statistiken auf sechzger.de

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Taktiktafel: Nachbetrachtung TSV 1860 München – SV Wehen Wiesbaden

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Am Freitag gastierte der SV Wehen Wiesbaden bei unserem TSV 1860 München und machte den Löwen das Leben nicht gerade leicht. Das führte schlussendlich zu einer gefühlt eher glücklichen, aber auch redlich erkämpften Punkteteilung. Ist das tatsächlich so oder trügt der Schein?

Herzlich Willkommen zur letzten TAKTIKTAFEL-Nachbetrachtung in diesem Jahr.

Die Anfangsphase

In der ersten Viertelstunde kontrollierten die Wiesbadener klar das Spiel. Der TSV 1860 München hatte große Probleme effektiv nach vorne zu arbeiten. Vor allem individuelle Unzulänglichkeiten der Offensivkräfte im Mittelfeld führten zu unnötigen Ballverlusten. Konnte man sich aus dem hohen Pressing der Wiesbadener im Verteidigungsdrittel noch relativ gut befreien, führten teilweise zu lässige oder zu unbekümmerte Aktionen im Mittelfeld zu unnötigen Ballverlusten. Meist konnte man diese auf der linken Seite beobachten; mit diesen Aktionen machte man den Hessen das Verteidigen leicht. Auch in der Rückwärtsbewegung waren nicht alle Spieler des TSV immer auf Ballhöhe. Infolgedessen ergaben sich durch schnelle Angriffe immer wieder Überzahlsituationen für den SV Wehen Wiesbaden, die auch zu zwei Abschlüssen führten. Insgesamt zehn Mal konnten die Wehener in den ersten fünfzehn Minuten ihre schnellen Attacken bis in die rote Zone der Löwen durchbringen. Unsere Mannschaft schaffte es hingegen in der gleichen Zeit nur vier Mal so weit ins Territorium des Gegners vorzudringen.

Das Gegentor

Dem Dauerdruck des SV Wehen standzuhalten gelang dem TSV 1860 bis zur 17. Minute. Nach einer Ecke von der linken Seite der Wehener kommt ein völlig freier Gürleyen im Torraum an den Ball und düpiert den unentschlossen aus seinem Kasten kommenden Torhüter der Löwen mit einem Kopfball zum 0:1. Ich habe das diese Sasion schon einmal nach einem Gegentreffer geschrieben, der aus einer Ecke resultierte. Wenn der Torwart rauskommt, muss er den Ball haben. Der Fünfer gehört dem Keeper. Natürlich darf man aber auch einen hünenhaften Gegenspieler wie Gürleyen da nicht so frei stehen lassen. Leider weiß ich nicht, wie die Zuordnungen für die Standards waren und wer für Gürleyen zuständig gewesen wäre. Der Spieler, der das verbockt hat, wird es schon selbst wissen und sich darüber mit Sicherheit mehr ärgern als ich und alle anderen, die diese Zeilen lesen.

Die restliche 1.Halbzeit

Nach dem Führungstreffer rissen sich die Spieler des TSV 1860 München zusammen und bekamen das Spiel bis zur Halbzeitpause langsam aber stetig wieder unter Kontrolle. Bei Wiesbaden war immernoch Pressing angesagt. Das geschah aber nicht mehr ganz so konsequent. Höhepunkt der Wiederfindungsphase war ein schöner Konter in der 28. Minute, bei dem leider Mölders das Leder nicht richtig traf. Sein Linksschuss von halbrechts ging knapp am langen Pfosten des Kastens vorbei.

Dieser Konter war auch so etwas wie die Initialzündung in der ersten Hälfte. Waren die Spielanteile nach dem Führungstreffer bis etwa zur 30.Minute noch ausgeglichen, so spielten die Löwen die letzte Viertelstunde vor dem Pausenpfiff sogar in der Art, dass man guten Mutes in Richtung der zweiten 45 Minuten blicken konnte. Der Ball lief besser in den eigenen Reihen, die Spieler wurden aufmerksamer und auch die unnötiger Lässigkeit geschuldeten Ballverluste im Mittelfeld verschwanden. Leider schafften es die Löwen in dieser Zeit nicht gegen die gut verteidigenden Spieler des SVWW derart überraschende Akzente zu setzen, dass auch ein zählbarer Erfolg dabei herausgesprungen wäre. Die Wehener verteidigten ihre Box sehr souverän, so dass im Strafraum für den TSV 1860 nichts zu holen war. Einzig Steinhart konnte in der Box noch einen Abschluss verzeichnen. Die weiteren Schüsse des TSV 1860 kamen alle von außerhalb des Sechzehnmeterraums.

Die Zahlen der ersten Halbzeit
  • Ballbesitz 50%:50%
  • Passquote TSV 1860 77%; SVWW 72%
  • Schüsse 7:7 (davon aufs Tor 1:3)
  • Defensivzweikampfquote TSV 1860 62%; SVWW 56%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 12,1; SVWW 8,1

Die PPDA lag bis zum Gegentor noch bei 27 auf Seiten der Löwen. Das bedeutet, dass sich der Gegner im Schnitt 27 mal den Ball zupassen konnte, bis eine aktive Defensivaktion der Löwen erfolgte. An der Entwicklung dieser statistischen Kennzahl kann man gut erkennen, wie gut die Moral dieser Mannschaft ist. Anstatt nach dem Gegentreffer aufzustecken, hat man Gas gegeben. Der Gesamtwert von 12,1 für die gesamte Halbzeit zeigt dies deutlich auf.

Die zweite Halbzeit

Die Löwen kamen mit Wein, der für Tallig eingewechselt wurde und fortan hauptsächlich rechts in der Viererkette seinen Platz finden sollte, genauso kämpferisch aus der Kabine wie sie hineingegangen waren. Leider liefen die Sechzger in der 52. Minute in den einzigen erfolgreichen von vielen Kontern, die der SVWW in der zweiten Halbzeit fahren konnte, und es fiel das 2:0 für Wiesbaden. Eine Mannschaft ohne die Moral von Sechzig München hätte sich nun vielleicht ihrem Schicksal ergeben. Aber nein – der TSV 1860 München drückte und war heiß auf den Anschlusstreffer. Das geschah aber keineswegs überhastet. Wehen Wiesbaden machte einen großen Fehler. Man presste nun nicht mehr und ließ die Löwen kommen. Die Gäste verteidigten fast nur in der eigenen Spielfeldhälfte.

Der dadurch mögliche kontrollierte Aufbau, bei dem die Löwen die Richtung der Attacken sowie das Tempo bestimmen konnten, brachte Sechzig nach und nach viele gut ausgespielte Positionsangriffe und Schusschancen ein. Der Gegner aus Hessen verließ sich hauptsächlich auf sein Konterspiel und vertraute darauf, dass sein Abwehrbollwerk den Löwen im Spiel  standhält. Im Spiel funktionierte das auch relativ gut. Geblockte Schüsse und erzwungene Abschlüsse von jenseits der Strafraumgrenze waren in den ausgespielten Angriffen, die eine Schusschance einbrachten, die Regel für den TSV 1860 München.

Standardsituationen – der Knackpunkt

Dieses tiefe Spiel in der eigenen Hälfte brachte jedoch Standardsituationen für die Löwen herbei. Die hatten es zum Leidwesen des SVWW diesmal ganz besonders in sich. Die Tore für den TSV 1860 jeweils nach Freistößen haben sich die Wehener selbst zuzuschreiben. Wenn man den Gegner nach einer 2:0 Führung ins Spiel kommen lässt, kann das nach hinten losgehen. Vor wenigen Tagen erst konnten die Hessen selbst nach einem 0:2 Rückstand in der heimischen Brita Arena gegen Lübeck zurück ins Spiel finden und schlussendlich mit 4:2 gewinnen. Aufgrund des Drucks, den die Löwen in der gesamten zweiten Halbzeit ausübten, waren genug Chancen für den TSV vorhanden um die Partie theoretisch komplett zu drehen. Die aus dem offensiven Spiel der Löwen resultierenden Konter der Wehener hätten allerdings auch für eine ganz bittere Heimpleite sorgen können.

Das 0:2

Nachdem Dressels Steilpass auf Greilinger von Gürleyen abgefangen wurde, ergab sich ein schneller Konter über vier Stationen, bei dem dann schließlich Prokop die Vorlage von Malone in der 52. Minute zum 2:0 unter Hiller hindurch schob. Mit zwei ungedeckten Stürmern vor sich, daher nicht sicher welcher letztendlich den Abschluss vornehmen wird, kann man Hiller hier keinen Vorwurf machen. Die gesamte Mannschaft wurde in dieser Umschaltsituation auf dem falschen Fuß erwischt und es entstand eine 3:2-Überzahlsituation vor dem Tor der Löwen. Soll Dressel den Steilpass nicht spielen? War Greilinger einen Moment lang nicht aufmerksam genug bei der Ballannahme? Ich möchte hier keinem die Schuld in die Schuhe schieben. Das war einfach ein blöder Konter, den der SVWW eiskalt und souverän genutzt hat.

Das 2:1

Neudecker schlägt in der 74. Minute einen Freistoß aus zentraler Position ca. 15 Meter vor dem Strafraum auf den Kopf von Moll. Von dort geht der Ball geradeaus in Richtung Tor. Wehens Torhüter Boss hätte problemlos mit einer Fußabwehr klären können, wäre da nicht noch Mölders gewesen. Dieser erwischt den Ball im Fünfer im genau richtigen Moment mit dem rechten Fuß, sodass die Kugel unter der Latte des Wiesbadener Gehäuses einschlägt.

Das 2:2

Bei einem Freistoß in der 83. Minute an der linken Seitenauslinie etwa 30 Meter von der Grundlinie entfernt wehren die Wehener den Ball zur Mitte ab, wo zuerst Erdmanns Schuss Belkahia trifft. Belkahia kann den freien Ball zu Knöferl (ab Minute 82 für Dressel) spitzeln, der aus ca. 14 Metern einfach draufhaut. Von Gürleyen abgefälscht prallt der Ball unhaltbar für Keeper Boss am linken Innenpfosten ab und trudelt hinter die Linie.

Die Zahlen zur 2. Halbzeit
  • Ballbesitz 59%:41%
  • Passquote TSV 1860 85%; SVWW 72%
  • Schüsse 9:10 (davon aufs Tor 4:4)
  • defensive Zweikampfquote 62%:53%
  • PPDA TSV 1860 8,07; SVWW 10,61
Fazit

Aufgrund der starken zweiten Halbzeit war dieses Unentschieden, dass sich für mich wie ein Sieg anfühlt, absolut verdient. Natürlich war es auch ein wenig glücklich. Man darf nicht vergessen: Bevor der Anschlusstreffer durch Mölders in der 74. Minute fiel, hatte der Gegner aus der hessischen Landeshauptstadt riesige Konterchancen, um den Sack zuzumachen.

Diese Moral, die die Spieler des TSV 1860 nach dem 0:1 und 0:2 an den Tag legten, um wieder zurück ins Spiel zu finden, diese Moral gibt´s nur bei Sechzig München (frei nach Hannes Ringlstetter). Selbst nach dem Ausgleichstreffer war man immernoch hungrig auf mehr und spielte auf Sieg.

Gegen einen sehr starken Gegner, der aber in den entscheidenden Spielphasen den Sieg schon als sichere Kiste verbuchte und in der 75. Minute mit der Auswechslung von Malone auch noch den besten Spieler der Partie vom Platz nahm, hat der TSV 1860 München eines bewiesen: im Fussball ist jederzeit alles möglich. Nur wer aufgibt, verliert.

In diesem Sinne, wünsche ich Euch lieben Leser*innen mit einer nach dieser englischen Woche etwas kürzeren TAKTIKTAFEL ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Euer Bernd Winninger

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Es weihnachtet sehr: TSV 1860 und seine Fans spenden für gute Zwecke

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Giesing - der Stadtteil des TSV 1860
Die Heilig Kreuz Kirche Giesing

Die Advents- bzw. Weihnachtszeit ist immer auch Spendenzeit. Auch der TSV 1860 München und seine Fans vollbringen in diesem Jahr trotz Corona Beachtliches.

KGaA, Merchandising und die Bayrische spenden an Chirurgie

Von offizieller Seite wurde schon vor einiger Zeit an die Stiftung Chirurgie München gespendet. 1.860€ spendete die Merchandising GmbH vom Gewinn des Verkaufs des Sonder-Weihnachtstrikots (89,95€ im offiziellen Fanshop), derselbe Betrag wurde dann nochmals sowohl von der KGaA als auch dem Hauptsponsor die Bayrische zugeschossen. Dadurch konnten beim Spiel gegen die Waldhöfer insgesamt über 5.580€ für den guten Zweck übergeben werden.

Verein unterstützt antirassistische Kampagne

Auch der e.V. blieb in diesem krisengebeutelten Jahr nicht untätig und unterstützte die antirassistische Kampagne von Roger Rekless sowohl finanziell, als auch durch einen medialen Aufruf an die Fans eben diese Aktion zu unterstützen. Alles was man dazu tun muss ist – ganz nach dem Motto “Rassismus is’ für’n Arsch!” – Klopapier (oder ein anderes Produkt) zu kaufen.

Fanszene spendet an Verein

Aber nicht nur der Verein versuchte in dieser Zeit denen, die es benötigen zu helfen. Auch die aktive Fanszene der Münchner Löwen setzte starke Zeichen. Das Stadionheft “Da Brunnenmiller”, das normalerweise bei Heimspielen gegen Spende erhältlich ist, und die Gruppe “Blue Blood Fanatics” spendeten an Abteilungen des Vereins. Unterstützt wurde einerseits die Abteilung Vereinsgeschichte, andererseits Ali Cukur und seine Boxer, die respektable 1.312 € von den Ultras der BBF überreicht bekamen, um ihren Traum von der Bundesliga zu erfüllen.

Auch soziale Einrichtungen in Giesing unterstützt

Von den Münchner Löwen, der Dachorganisation der Ultras und wiederum den Spenden für die Jubiläumsausgabe des Brunnenmillers zum 160. Vereinsgeburtstag, wurden zudem einige soziale Einrichtungen in und um Giesing unterstützt. Geld ging dabei an den Templer Orden, der Bedürftigen hilft, der Obdachlosenhilfe von St. Bonifaz und der Organisation “Helfende Hände“. Neben diesen Einrichtungen ging auch ein Betrag an den “Lokalsupport Giesing“, der ins Leben gerufen wurde um den Giesinger Wirten durch die Pandemie zu helfen.

Von Giesing für Giesing

Aber auch das etwas weitere Umfeld war in weihnachtlicher Stimmung. Von überall in Giesing hört man Geschichten, in denen die, die haben, denen die weniger haben, unter die Arme greifen. Um beispielhaft nur zwei zu nennen, einfach weil es Einrichtungen sind, von denen man es – gerade in der jetzigen Situation – wirklich nicht erwarten konnte: Das Giesinger Bräu bezahlte die noch ausstehenden Deckel mehrerer Boazn, unter anderem die des Kastaniengartens. Dieser wiederum lässt sich auch nicht lumpen und verteilt an Weihnachten Getränke und Bratwurstsemmeln an Bedürftige. Wobei der “KaGa” auch nicht alleine dasteht, sondern unter anderem von der Bar Bajanni und der Hoftätowiererei Giesing unterstützt wird.

Hilf auch du!

Wir können bei so viel Engagement wirklich nur den Hut ziehen. Vor dem Verein, vor den Ultras, vor den Wirten, aber natürlich auch vor allen anderen, die in dieser Zeit anderen helfen – ihr habt unseren größten Respekt.
Für all diejenigen unter euch, die in dieser Zeit auch gerne etwas Gutes tun wollen, haben wir euch hier nochmal die Adressen und Links der genannten Einrichtungen zusammengefasst:

Lokalsupport Giesing: https://lokalsupport-giesing.de/
Templer Orden: https://ordendertempler.de/so-helfen-sie/
Helfende Hände: https://www.helfende-haende.org/spenden/
Obdachlosenhilfe St. Bonifaz: https://www.sankt-bonifaz.de/obdachlosenhilfe/
Rassismus ist für’n Arsch: https://www.goldeimer.de/antirassismus/
Stiftung Chirurgie München: https://stiftung-chirurgie.org/spenden/
Mission Bundesliga der Boxabteilung: https://www.leetchi.com/c/boxloewen-wollen-in-die-bundesliga

BBF1860 mit 1312,- Euro Spende an TSV 1860 München Boxabteilung

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BBF-1860-Spende-Boxer

Das strahlen von TSV 1860 Boxabteilungs – Leiter Ali Cukur sieht man auch durch den Mundschutz: Die BBF1860 überreichten ihm einen Spende in Höhe von 1312,- Euro – damit rückt der Traum von den 1860-Boxern in der Bundesliga wieder ein Stückchen näher.

Im Frühjahr war eine große Crowdfunding-Aktion für die Boxer des TSV 1860 ins Leben gerufen – und hatte großes Pech, durch die erste Corona-Welle in den Hintergrund zu geraten.

Inzwischen gibt es jedoch zahlreiche Initiativen, um die 1860-Boxer zu unterstützen: so gibt es inzwischen einen Shop für die Boxer des TSV 1860 im Internet, viele der Artikel kann man üblicherweise auch im Edelvice-Sneaker-Store in Giesing (Edelweißsstraße 12) kaufen.

Heute vor 45 Jahren: TSV 1860 besiegt SV Darmstadt 98 mit 2:1

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TSV 1860 Löwen Historie

Was hätte das gestern für ein imposanter Jahresabschluss werden können: Spitzenspiel der 3. Liga, aufkommende Weihnachtsstimmung und 15.000 fanatische Fans im ausverkauften Grünwalder Stadion? Aber nein, 2020 ist alles ein bisschen anders… Doch auch heute vor 45 Jahren war es eher trist, als sich gerade mal gut 6.000 Zuschauer ins weite Rund des Olympiastadions verirrten.

Freitag Abend unter dem Zeltdach

Wie gestern, so bestritten die Löwen auch 1975 ihr letztes Spiel vor der Winterpause an einem Freitag Abend. Auch damals kam eine Mannschaft aus Hessen zu Besuch: der SV Darmstadt 98. Und obwohl am Ende der Saison beide Teams im oberen Drittel der Tabelle der 2. Bundesliga Süd landen sollten, hielt sich das Interesse an der Partie arg in Grenzen. Die Hartgesottenen, die trotz frostiger Temperaturen den Weg ins Olympiastadion auf sich genommen hatten, wurden immerhin mit einem 2:1-Sieg des TSV 1860 belohnt.

Ferdl Keller trifft für die Löwen

Das 1:0 erzielte dabei Ferdinand “Ferdl” Keller, dem in dieser Spielzeit das Kunststück gelang, als Zweitligaspieler in die Nationalelf berufen zu werden und am 03.09.1975 in Wien gegen Österreich für den DFB zu debütieren. Zwischen 1972 und 1976 traf Keller in 126 Spielen insgesamt 93 mal für die Löwen ins Schwarze – eine überragende Bilanz!

Aufstellung des TSV 1860

Trainer Heinz Lucas schickte damals folgende Mannschaft auf den Platz:

Hartmann – Reich, Hartwig, Seelmann, Nielsen – Herberth, Bierofka, Haunstein, Falter (75. Kauf) – Keller, Schuberth

Tore: 1:0 Keller (40.), 2:0 Schuberth (54.), 2:1 Köhler (71.)

Statistiken auf sechzger.de

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Giesinger Gedanken: Die Lage der Löwen nach dem 2:2 gegen den SV Wehen

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Was für eine Moral! Du liegst 2:0 hinten, der Gegner hat das 3:0 auf dem Fuß. Im Gegenzug schießt Du ein Billiardtor aus heiterem Himmel und bist wieder dran. Dann hat es der Gegner wieder auf dem Fuß, trifft nur den Pfosten. Und dann kommt ein 17-jähriger aus der eigenen Jugend und gleicht aus! Geschichten, wie sie nur die Löwen schreiben!

Wäre man im Stadion gewesen, wäre man nach dem unverhofften Ausgleich durch Knöferl wie beim 4:3 gegen Chemnitz (das letzte Tor, das vor Publikum im Sechzgerstadion erzielt wurde) beim Jubeln in Schichten übereinander gelegen. Und das zurecht!

Oft wird man ja als Löwe gefragt, warum bei uns so manches Unentschieden mehr bejubelt wird als die ein oder andere Mannschaft einen 5:0 Sieg bejubelt. Gestern war so ein Anlass und ich will das für Außenstehende gerne mal erklären.

Dieser Punkt gestern ist 1860 durch und durch! Du gehst rein ins Spiel, es lief die Spiele ziemlich gut und Du willst gewinnen. Du glaubst, Du hast Rückenwind und wirst das Ding schon schaukeln. Aber dann triffst Du auf einen Gegner, der Dir jeden Ball wegnimmt. Der jeden Angriff abblockt. Der Dich am Strafraum – Deinem eigenen – angreift und Dich überhaupt nicht zur Entfaltung kommen lässt.

Dann schießt der Gegner auch noch das 1:0, Du hast eine gute Chance zum Ausgleich und triffst den Ball nicht. Dann kommst Du aus der Kabine, nimmst Dir vor, jetzt sofort den Ausgleich zu schießen und dann das Führungstor nachzulegen. Dann läufst Du in einen blöden Konter und liegst 2:0 hinten.

Danach willst Du weiter angreifen, viele andere würden jetzt schon die Köpfe hängen lassen. Du machst weiter, aber irgendwie klappt es nicht. Die haben das 3:0 auf dem Fuß, aber lassen es aus unerfindlichen Gründen liegen. Im nächsten Angriff lenkst Du einen Ball aus heiterem Himmel ins Tor und bist wieder im Geschäft. Kurz drauf kann der Gegner wieder alles klar machen und trifft den Pfosten. Und dann kommt ein junger Typ aus der eigenen Jugend und wurschtelt den Ball zum Ausgleich ins Tor! Extase pur! Leider im Wohnzimmer und nicht im Stadion. Aber Extase pur! Du hast es doch irgendwie geschafft, Du lagst aussichtslos hinten, Du hast immer dran geglaubt und Du gehst nicht als Verlierer vom Platz! Sondern als gefühlter Gewinner! Und das, weil Du nie aufgegeben hast und es immer weiter versucht hast. Das macht uns Löwen aus!

Das sind Spiele, die in Erinnerung bleiben! Ein 3:0 in Lautern, schön und gut. Aber das war fast zu einfach. Das gestern war harte Arbeit, wir hatten schon fast verloren, aber wir haben nicht aufgegeben und noch einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt geholt! Für uns ist das fast schöner als ein Sieg.

Sind wir mal ehrlich, in der letzten englischen Woche hätten wir dieses Spiel 4:0 verloren. Und danach hätte man wahrscheinlich gesagt, nicht mal unverdient. Das ist jetzt nicht mal zwei Wochen her. Für mich ist es unglaublich, wie Michi Köllner und sein Trainerteam die Mannschaft nach den fünf sieglosen Spielen in Serie aufgebaut haben und ihnen diese Mentalität beigebracht haben. Für Euch freut mich der Verlauf dieser englischen Woche ganz besonders! Mit welcher Moral die junge Mannschaft gekämpft und nie aufgegeben hat. Wahnsinn! Nach dem Spiel in Köln war das wohl für die meisten von uns unvorstellbar. Diese Mannschaft hat es verstanden: „mit dem Rücken an der Wand und später wieder obenauf!“.

Wobei sie ja nie wirklich mit dem „Rücken an der Wand“ stand.

Und „wieder obenauf“? Wie weit nach oben kann es mit dieser Truppe und dieser Moral noch gehen? Schwer zu sagen, aber wenn die so weiter machen, müssen sich erstmal drei bessere in dieser Liga finden. Schade, dass jetzt Weihnachtspause ist. In dieser Form kämen mir die Jungprofis von der Säbener Straße gerade recht. Wurscht, drei Wochen Pause haben sich jetzt alle verdient nach diesem anstrengenden Jahr. Ein Sieg gegen die ist ja auch kein schlechter Auftakt für 2021.

Frohes Fest und guten Rutsch! Form halten, Löwen!

Gelungener Jahresabschluss: Sechzig trennt sich 2:2 Unentschieden von Wiesbaden

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Im letzten Heimspiel des Jahres 2020 empfing der zweitplatzierte TSV 1860 München den viertplatzierten SV Wehen Wiesbaden am 17.Spieltag im Sechzgerstadion.

Nach den beiden souveränen Siegen gegen Mannheim und Kaiserslautern staunten die Verantwortlichen auf der Haupttribüne sowie die Löwenfans vor den Fernsehbildschirmen nicht schlecht. Der Gast aus Wiesbaden drückte den Löwen sein Spiel auf und war dominierend. Die Wehener pressten teils bereits am Strafraum von Marco Hiller und standen sehr kompakt. So war kein Durchkommen im Mittelfeldzentrum möglich. Die hohen Flanken und Seitenwechsel konnten die Wiesbadener mit ihrer Lufthoheit gut in Schach halten. In der Offensive fanden die Löwen so gut wie nicht statt.

Die erste Halbzeit

Nach einer Ecke der Gäste fiel dann in der 17.Minute die verdiente Führung: Hiller kam nur zögerlich heraus und die Abwehrspieler waren zu weit von ihren Gegenspieler entfernt, sodass der junge Innenverteidiger Gürleyen sein erstes Profitor erzielen konnte. In der Folge änderte sich auf dem Platz nichts, trotzdem kamen Mölders zu einer Großchance in der 28.Minute. Mit etwas Glück erreichte ihn ein Ball von Dressel, in 15 Metern Entfernung zum Tor traf er aber den Ball nich richtig. Er ging ein gutes Stück links neben dem Tor vorbei, an guten Tagen ist der auch mal drin. Verdient wäre das zu diesem Zeitpunkt nicht gewesen.

Bis zum Halbzeitbild passierte dann nicht mehr viel. Erwähnenswert ist noch die fünfte gelbe Karte von Dennis Erdmann aus der 19.Minute, er fehlt damit im kleinen Derby Anfang Januar.

Die zweite Halbzeit

Nach der Pause ein unverändertes Bild und das schnelle 2:0 für den Gast. Am Ende eines mustergültig zu Ende gespielten Konters konnte der Ex-Austrianer Prokop den Ball im Tor versenken. Dem herausstürzenden Hiller ging der Ball durch die Beine.

Die (im Nachhinein) spielentscheidene Szene fand bereits in Spielminute 72 statt: Wiesbaden kombinierte sich gut in den Strafraum, wo schlussendlich Tietz den Ball etwas zu steil quer legte. Gürleyen, der Torschütze zum 1:0, stand komplett alleine und hätte mit dem 3:0 für die Vorentscheidung gesorgt.

So aber kam es, wie es kommen musste. Wenn man vorne den Ball nicht rein macht… dann kommt ein Mölders und macht das eben auf der Gegenseite! Einen Freistoß von Neudecker verlängerte Moll entscheidend mit dem Kopf, der Torjäger fälscht den Ball noch ab und da war er – der Anschlusstreffer! Die Löwen hatten nun Lust auf mehr, aber weiterhin kein Rezept gegen die gut gestaffelten Gäste.

Erneut sorgte dann ein Freistoß in der Entstehung für den Ausgleich. Die Wiesbadener bekamen den Ball nicht geklärt, Belkahia legte auf den jungen Knöferl ab und unter gütiger Mitfhilfe des linken Innenpfostens trudelte der abgefälschte Ball ins Tor.

Schlussendlich kann der TSV 1860 München durchaus glücklich, aber durch die Leistungssteigerung gegen Ende der Partie nicht unverdient einen Punkt in Giesing behalten. Ein gelungenes Ende des Jahres 2020 und der erfolgreichen Englische Woche. Sieben Punkte aus drei Spielen und (aktuell) Platz 2 in der Tabelle. Da gibt es absolut keinen Grund, sich zu beklagen.

Die herzlichsten Glückwünsche gehen zum Schluss an den 17-Jährigen Lorenz Knöferl. Im dritten Profieinsatz konnte er mit seinem ersten Profitor gleich für einen Punktgewinn sorgen. Vielleicht gibt es da – ganz alterskonform – ein Bier oder passend zum Teamkollegen Daniel einen Wein in der Kabine. Den Schnaps gibt es dann kurz nach deinem Geburtstag im Mai, wenn die Löwen die Saison erfolgreich beendet haben!

Auf die Löwen – Prost!

Live-Ticker TSV 1860 München – SV Wehen Wiesbaden – der Ticker live aus dem Sechzgerstadion

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de
Herzlich willkommen zum Live-Ticker auf sechzger.de!

Am 17.Spieltag der 3.Liga trifft der TSV 1860 München im letzten Spiel des Jahres 2020 auf den SV Wehen Wiesbaden. Die Löwen wollen ihre erfolgreiche Englische Woche nach Siegen gegen Mannheim und Kaiserslautern mit einem weiteren Sieg vergolden. Das Spiel wird heute nicht im Free-TV gezeigt, sodass nur Magenta Sport-Kunden das Vergnügen vorm Fernseher haben werden. Anstoß ist um 18:60 Uhr im Grünwalder Stadion.

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – SV Wehen Wiesbaden

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Die letzte TAKTIKTAFEL des Jahres beschäftigt sich mit unserem heutigen Gegner. Was die Löwen beachten müssen, um die Englische Woche mit weiteren drei Punkten zu veredeln, lest ihr jetzt!

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel unseres TSV 1860 München gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Der Motor der Mannschaft aus der Hessischen Landeshauptstadt stottert auswärts ein wenig. Seit der Englischen Woche Ende Oktober konnte die Truppe von Trainer Rüdiger Rehm kein Auswärtsspiel mehr siegreich gestalten und nur gegen den 1. FC Saarbrücken reichte die Leistung des SV, um einen Punkt zu ergattern. Für meine Herangehensweise an die Analyse der Spielweise des SV Wehen hat das aber nur geringe Bedeutung, denn auch bei Niederlagen der Wehener wie in Duisburg vergangenen Samstag konnte man durchaus sehen, dass der SV fähig ist guten Fußball zu spielen. Außerdem können die Wiesbadener ebenfalls ein Lied davon singen, dass über Sieg oder Niederlage in so einer knappen Liga manchmal Kleinigkeiten wie ein Schiedsrichterpfiff entscheiden. Nur einen Punkt hinter dem TSV bei gleich vielen Spielen rangieren die Wiesbadener momentan auf Rang fünf der Tabelle.

Die taktische Grundformation unserer Gäste

Rüdiger Rehm favorisiert wie viele seiner Kollegen in Liga drei ein eher defensiv ausgerichtetes 4-2-3-1 System. Nur zweimal in fünfzehn Spielen hatte die Startaufstellung mit dem uns sehr vertrauten 4-1-4-1 ein anderes Gesicht. Flügellastig mit leichter Tendenz für die linke Seite bauen die Wiesbadener ihre Angriffe auf. Erste Station im Spielaufbau ist meist der vom 1. FC Nürnberg an den Rhein gewechselte Jakov Medic (#13), bevor der Ball auf die Reise über die Flügel geschickt wird. Nominell ist er ein ballspielender Innenverteidiger, bei den Wehenern bekleidet er allerdings die Position des etwas defensiveren Sechsers in der Doppelsechs des 4-2-3-1 und sichert für seinen Nebenmann Marc Lais (#18) ab, der bei Ballbesitz der Wehener gerne auch mal den Weg mit nach vorne sucht. Aus dem defensiven Zentrum heraus gehen also die meisten Angriffe (76%) der Wehener zunächst über einen der beiden Flügel, vornehmlich über den Linken.

Um Räume zu öffnen arbeiten die Wiesbadener manchmal gerne mit Seitenwechseln im Mitteldrittel der gegnerischen Spielfeldhälfte. Progressive Läufe und Steilpässe der schnellen Außen sind jedoch die häufigste Waffe, um das zu erreichen. Der Weg in den Strafraum wird vom SV Wehen Wiesbaden in den meisten Fällen per Flanke oder Passspiel gesucht. Knapp jede dritte Flanke findet dabei auch ihr Ziel. Sehr selten kommt es vor, dass sich ein Spieler die Kugel schnappt und versucht mit Ball am Fuß in den Sechzehner des Gegners einzudringen. So kommen die Wehener pro Spiel durchschnittlich 24 mal in des Gegners Strafraum. Von zwölf Schussversuchen pro Partie gehen vier Stück so auf den Kasten der Gegner, dass der Torhüter eingreifen muss.

Gegen den Ball steht der SV Wehen lieber tief und versucht Räume eng zu machen, um das Spiel für die Gegner vor der Box schwer zu gestalten. Um in Ballbesitz zu gelangen sind Zweikämpfe weit weniger erfolgreich als das Einlaufen in Passwege durch gutes Stellungsspiel und Antizipation. Aus diesem Grund kommt es bei den Wiesbadenern nicht selten vor, dass daraus resultierend Konterangriffe gesetzt werden können. Viel Ballbesitz ist mit dieser taktischen Herangehensweise nicht zwingend nötig. Solange das Defensivbollwerk hält und schnell umgeschaltet wird, können die Wiesbadener aus jeder vernünftig verteidigten Situation vor ihrem Strafraum mit Hilfe ihrer schnellen Leute im Mittelfeld gefährliche Angriffe einleiten. Wenn es brenzlig wird, scheut die Elf vom Rhein allerdings auch nicht davor zurück, etwas Härte ins Spiel zu bringen und den Gegner mit unfairen Mitteln vom Ball zu trennen. Der SVWW ist die Mannschaft, die in der 3. Liga am häufigsten pro Spiel foult.

Generelle Stärken und Schwächen des Systems 4-2-3-1
Die Stärken

Gegen den Ball, ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum, um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert. Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ variabel gestaltet werden. Sowohl über die Flügel als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich, wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.

Die Schwächen

Gegen den Ball ist ein Gegner, der gern über die Flügel angreift, schwer zu kontrollieren, da die Wege zum Doppeln eines Spielers relativ weit sind. Dadurch wird dieser Versuch vom Angreifer oft schon frühzeitig erkannt wird und das Lösen aus der taktischen Grundposition bemerkt. Bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel führt das zu viel Raum für die angreifende Mannschaft. Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen, wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorne ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko, weil sich dadurch für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten bietet. Mit aufrückende, torgefährliche Mittelfeldspieler sind für ein erfolgreiches 4-2-3-1 zwingend erforderlich.

Statistische Werte des SV Wehen Wiesbaden
  • Ballbesitz 49%:51%
  • Passquote 79%
  • defensive Zweikampfquote 58,5% (schlechter Wert)
  • 12 Schüsse pro Spiel  (davon 4 aufs Tor)
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 11,44
  • Angriffsverteilung: 41% Links, 24% Zentrum, 35% Rechts
Die Schlüsselspieler

Tim Boss (#1) im Tor war bis Ende letzter Saison Ersatzkeeper bei Dynamo Dresden. Er hat gute Reflexe und eine gute Strafraumbeherrschung. Die Statistik zeigt, dass er oft der Leidtragende der Fehler seiner Vorderleute ist. Trotz allem kann er diese aber durch seine starken Reflexe öfter ausbügeln als es den Gegnern lieb ist. Auch im eins gegen eins hat er große Stärken.

Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt (#4) ist zweikampfstark, passicher und mit einer guten Antizipation ausgestattet. Er ist der kopfballstärkste Verteidiger des SVWW. Hohe Bälle auf seinen Gegenspieler sind wahrscheinlich keine gute Idee.

Der rechte Außenverteidiger Marvin Ajani (#22) wird bei manchen Statistikplattformen auch als Mittelfeldspieler gelistet. Er ist aber mehr Notlösung als alles andere für diese Position. Über seine Seite könnten sich für die Löwen Möglichkeiten ergeben.

Jakov Medic (#13) ist der Staubsauger im defensiven Mittelfeld. Er fängt die meisten Pässe ab. Zudem ist er zusammen mit seinem Nebenmann Lais für die Spieleröffnung zuständig.

Topscorer Maurice Malone (#11) ist sicherlich der Akteur, auf den die Löwen am meisten aufpassen müssen. Mit allen Freiheiten ausgestattet kann der wie ein Schattenstürmer agierende Spieler überall auftauchen und seine Mitspieler entsprechend in Szene setzen oder selbst den Abschluss suchen. 55% seiner Schüsse gehen aufs Tor. Fünf Vorlagen und sechs Tore hat er bisher auf dem Kerbholz.

Fazit

Der auswärtsschwache SV Wehen Wiesbaden kommt am Abend sicherlich nicht nach München, um freiwillig die Punkte dazulassen. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass der TSV 1860 München drei Punkte im letzten Heimspiel des Jahres erzielen kann, wenn er konsequent, konzentriert und überlegt spielt. Ähnlich wie unsere letzten Gegner plagt auch die Wiesbadener eine Verletztenmisere. Der eigentliche Kapitän und sehr starke Innenverteidiger Sebastian (Beppo) Mrowca, der in Jugendtagen beim roten Stadtrivalen gespielt hat, wird wegen einer Operation am Knie ausfallen. Das Gleiche gilt für Stefan Aigner und fünf weitere Spieler aus dem 26 Mann starken Kader des SVWW. Es gilt für den TSV 1860 München in diesem letzten Spiel vor der kurzen Weihnachtspause noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und die gute Tabellenposition zu festigen. Bei Leistungen wie gegen Mannheim oder Kaiserslautern bin ich sehr zuversichtlich, dass das klappen wird.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Diese Aufstellung erwarte ich von unseren Gästen heute abend:

Verfolgen könnt ihr das Spiel in gewohnter Art und Weise in unserem sechzger.de – Liveticker.